Podcast

Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold

Health & Fitness · Society & Culture

226 Episoden · neueste 07.10.

Episoden

226
  1. #226 Liezi und die chinesische Kunst, sich vom Leben tragen zu lassen.
    07.10., 07:0000:34:26

    Warum weniger Wollen, weniger Planen und mehr Vertrauen in den Lauf der Dinge zu einem gelasseneren Leben führen können. „Des Wanderns Lust ist es, dass man die Zwecklosigkeit genießt. Genüge im eigenen Selbst zu finden, das ist des Wanderns höchste Stufe.“ (Liezi) Neben Laotse und Zhuangzi gehört Liezi zu den großen Denkern des Daoismus. Über sein Leben wissen wir kaum etwas. Geblieben ist das nach ihm benannte „Wahre Buch vom quellenden Urgrund“, voller Geschichten und Parabeln über Gelassenheit, Natürlichkeit und die Kunst, nicht alles erzwingen zu wollen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum uns unsere Vorstellungen den Blick auf die Wirklichkeit verstellen können, weshalb zu viel Wollen unfrei macht und was das Prinzip des Wu Wei für unseren Alltag bedeutet: handeln, ohne verbissen an Zielen festzuhalten, sich dem Fluss des Lebens anpassen und auch einmal die Zwecklosigkeit genießen. Denn Freiheit liegt für Liezi nicht in Erfolg, Besitz oder Anerkennung, sondern darin, im eigenen Selbst Genüge zu finden. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Liezi, Laotse, Zhuangzi, Demokrit, Epikur Weiterführende Links: „Loslassen lernen: Sechs Tipps, wie ein gutes Aufgeben gelingen kann“, Psychologie Heute, Wann sollten wir an einem Ziel festhalten und wann loslassen? Der Beitrag zeigt, warum es befreiend sein kann, Ziele zu hinterfragen und neue Wege zuzulassen. Eine moderne Perspektive auf Liezis Warnung vor zu viel Wollen und Zielfixierung. „Gelassenheit. Sehnsuchtsbegriff unserer Zeit“ Deutschlandfunk-Artikel zur Frage, was es bedeutet, die Dinge loslassen zu können? Der Beitrag geht der Gelassenheit als Lebenshaltung nach und der Frage, wie wir dem Tempo und den Turbulenzen des modernen Lebens mehr innere Ruhe entgegensetzen können.

  2. #225 Warum es glücklich macht, für andere da zu sein.
    30.09., 07:0000:44:53

    Interview mit dem Rettungssanitäter und Content Creator Marcel Wilhelm über die Frage, wie Helfen, Selbstwirksamkeit und Berufung unserem Leben Sinn geben. „Was ist der Sinn des Lebens? Anderen zu helfen und Gutes zu tun.“ (Aristoteles) Was macht ein Leben sinnvoll? Für Marcel Wilhelm liegt eine Antwort im Helfen. Seit vielen Jahren arbeitet er als Rettungssanitäter und berichtet als Content Creator über seinen Alltag und Erste Hilfe. Für ihn ist daraus eine Berufung geworden und eine wichtige Quelle persönlichen Glücks. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Marcel, Albert und Jan darüber, warum Engagement und Selbstwirksamkeit so erfüllend sein können. Es geht um Mitmenschlichkeit und Dankbarkeit, aber auch um den Umgang mit Leid, Tod und der Erfahrung, nicht immer helfen zu können. Albert schlägt den Bogen zur praktischen Philosophie: Für andere da zu sein, gehört zu einem gelingenden Leben. Und dafür muss niemand Rettungssanitäter sein. Oft reichen schon ein offenes Ohr, ein paar Minuten Aufmerksamkeit oder eine helfende Hand. Denn Sinn entsteht vielleicht gerade dort, wo es einmal nicht nur um uns selbst geht. Ganz praktisch erklärt Marcel außerdem, warum bei einem medizinischen Notfall vor allem eines zählt: nicht wegschauen, sondern handeln. Denn auch unperfekte Erste Hilfe ist besser als gar keine. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Seneca, Konfuzius, Hartmut Rosa Weiterführende Links: Marcel Wilhelm gibt auf seinem YouTube-Kanal und bei Instagram Einblicke in seinen Alltag als Rettungssanitäter und vermittelt auf unterhaltsame und verständliche Weise Wissen rund um Rettungsdienst, Notfallmedizin und Erste Hilfe. „Bürgerschaftliches Engagement zwischen individueller Sinnstiftung und Dienst an der Gesellschaft“ Der „Aus Politik und Zeitgeschichte“-Beitrag zeigt, warum Engagement nicht nur der Gemeinschaft dient, sondern auch persönlich Sinn stiften kann. Zu den wichtigen Motiven gehören Freude an der Tätigkeit, anderen zu helfen und das Gemeinwohl mitzugestalten.

  3. #224 Selbstliebe. Wie wir lernen, mit uns selbst befreundet zu sein.
    23.09., 07:0000:31:33

    Warum Selbstannahme nichts mit Egoismus zu tun hat und der innere Kritiker manchmal eine Pause braucht. „Die Liebe zu sich selbst ist mit der Liebe zu jedem anderen Wesen untrennbar verbunden.“ (Erich Fromm) Warum fällt es uns oft leichter, anderen ihre Fehler zu verzeihen als uns selbst? Diese Frage stellt die Hörerin Christine: Während sie mit anderen nachsichtig ist, meldet sich bei eigenen Fehlern sofort der innere Kritiker. Wie können wir lernen, freundlicher mit uns selbst umzugehen, ohne dabei unsere Schwächen schönzureden? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Selbstliebe und Selbstannahme wichtige Grundlagen für ein gelingendes Leben sind. Schon Aristoteles unterschied zwischen egoistischer Selbstsucht und einer guten Form der Selbstliebe: der Freundschaft mit sich selbst. Es geht darum, eigene Fehler und Grenzen anzunehmen, ohne den Wunsch aufzugeben, sich weiterzuentwickeln. Denn gesunde Selbstkritik kann uns wachsen lassen. Selbstverurteilung dagegen macht uns klein. Und vielleicht hilft dabei eine einfache Frage: Was würde ein guter Freund jetzt zu mir sagen? Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Buddha, Konfuzius, Erich Fromm Weiterführende Links: „Innerer Begleiter: Eine Übung für das Selbstmitgefühl.“ Psychologie Heute-Beitrag über eine praktische Methode, dem inneren Kritiker einen wohlmeinenden inneren Begleiter entgegenzustellen. Die zentrale Frage: Was würde mir in dieser Situation eine gute Freundin oder ein guter Freund raten? – damit passt der Text fast punktgenau zur praktischen Übung aus Eurer Folge. „Selbstliebe lernen: Tipps und Übungen für das geliebte Ich.“ Utopia-Beitrag darüber, warum es uns häufig leichter fällt, anderen mit Liebe und Verständnis zu begegnen als uns selbst. Der Artikel zeigt, wie Selbstmitgefühl dabei helfen kann, mit Fehlern, Misserfolgen und Kritik weniger selbstabwertend umzugehen und eine stabilere Selbstakzeptanz zu entwickeln.

  4. #223 Zukunftsangst. Wie wir in schwierigen Zeiten die Zuversicht bewahren.
    16.09., 07:0000:27:58

    Von Weltschmerz, Ohnmacht und der Kunst, trotzdem gut zu leben. „Von dir selbst hängt es ab, ein neues Leben zu beginnen. Betrachte nur die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher ansahst.“ (Mark Aurel, Selbstbetrachtungen VII, 2) Kriege, Klimakrise und politische Unsicherheit: Zwei Hörerinnen schreiben uns, wie sehr sie der Zustand der Welt belastet. Emma spricht von „Weltschmerz“, Sabine von „Zukunftsangst", bis hin zur Frage, ob man heute noch Kinder in die Welt setzen sollte. Wie können wir Anteil nehmen, ohne zu verzweifeln? Albert und Jan diskutieren in dieser Pudelkern-Folge darüber, wo wir tatsächlich etwas bewirken können und was wir annehmen müssen. Dabei geht es um stoische Gelassenheit, aktives Mitgefühl und die Frage, ob wir auch in schwierigen Zeiten glücklich sein dürfen. Ein möglicher Ausweg: sich engagieren, wo wir etwas verändern können, Zuversicht bewahren und das eigene Leben nicht aus den Augen verlieren. Also vom passiven Weltschmerz zur aktiven Lebensgestaltung. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Heraklit, Platon, Marc Aurel, Stoizismus, Daoismus, Buddhismus Weiterführende Links: „Für sich genommen ist Angst nicht gefährlich.“ Spektrum der Wissenschaft-Interview mit dem Psychotherapeuten Malte Klar darüber, warum Klimaangst eine nachvollziehbare Reaktion auf eine reale Bedrohung ist und wie Akzeptanz, Selbstfürsorge und konkretes Handeln helfen können, nicht in Ohnmacht und Resignation zu geraten. „Was tun gegen Klimaangst?“ Deutschlandfunk-Beitrag über Sorge, Wut und Verzweiflung angesichts der Klimakrise und darüber, wie Selbstwirksamkeit, gemeinsames Handeln und bewusste Medienpausen helfen können, aus der Ohnmacht herauszukommen.

  5. #222 Martin Buber. Warum alles wirkliche Leben Begegnung ist.
    09.09., 00:0100:34:51

    Wie wir erst in der Beziehung zu anderen wirklich zu uns selbst finden. „Beziehung ist Gegenseitigkeit.“ (Martin Buber) Wer bin ich und welche Rolle spielen die anderen dabei? Für den jüdischen Religionsphilosophen **Martin Buber **entsteht unser Ich nicht isoliert, sondern in der Beziehung: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Wirkliche Begegnung bedeutet für ihn, dem anderen offen und aufmerksam gegenüberzutreten, zuzuhören und ihn nicht nur nach seinem Nutzen für uns zu betrachten. In seinem berühmten Werk „Ich und Du“ unterscheidet Buber deshalb zwischen der funktionalen Ich-Es-Beziehung und der tieferen Ich-Du-Begegnung. Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, warum Bubers Philosophie gerade heute erstaunlich aktuell ist. Was unterscheidet ein echtes Gespräch von Smalltalk? Warum geht es im Dialog nicht darum, Recht zu haben, sondern sich dem anderen zu öffnen? Und weshalb brauchen wir neben Gemeinschaft und Verbundenheit zugleich Zeiten des Rückzugs und der Sammlung? Es geht um Liebe und Freundschaft, Zuhören und Resonanz, Selbstbestimmung und die Erfahrung, dass ein erfülltes Leben wesentlich dort entsteht, wo Menschen einander wirklich begegnen. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Martin Buber, Hegel, Konfuzius, Laotse, Zhuangzi, Hartmut Rosa Weiterführende Links: Martin Buber. Ein unbequemer religiöser Denker: Der Deutschlandfunk erklärt Bubers Ich-Du-Philosophie und zeigt, warum wirkliche Begegnung für ihn Offenheit und die Anerkennung des anderen bedeutet. Martin Buber. Von der Mystik zur Dialogik: Gerhard Wehr († 2015) zeichnet für Penguin Randomhouse Bubers Lebens- und Denkweg nach: von seiner Beschäftigung mit Mystik und Chassidismus bis zur Entwicklung seiner Philosophie des Dialogs und der Begegnung. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  6. #221 Mark Forster meets Mark Aurel. Warum das Leben nicht nach Plan laufen muss, um gut zu werden.
    02.09., 00:0100:37:30

    Wie viel Lebensphilosophie in Mark Forsters Popsong „Sowieso“ steckt. „Egal was kommt, es wird gut sowieso. Und immer geht ne neue Tür auf irgendwo..“ (Mark Forster) Kann ein Popsong philosophisch sein? In einem neuen, experimentellen Pudelkern-Format nehmen sich Albert und Jan Songtexte vor, in denen mehr steckt, als man beim ersten Hören vielleicht vermutet. Den Anfang macht „Sowieso“ von Mark Forster. Ein Gute-Laune-Song über Seitenwege, Zugverspätungen, geplatzte Pläne und die Zuversicht, dass irgendwo immer eine neue Tür aufgeht. Zeile für Zeile diskutieren die beiden, wie viel Lebensphilosophie tatsächlich in dem Song steckt. Es geht um die stoische Kunst, anzunehmen, was wir nicht ändern können, um Geduld und Gelassenheit, das richtige Maß, die Offenheit für Umwege und Veränderungen. Bis hin zur Frage, ob Forsters optimistisches „Egal wie’s kommt, es wird gut sowieso“ am Ende sogar eine popmusikalische Variante von Nietzsches Amor fati ist. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Laotse, Sokrates, Konfuzius, Zhuangzi, Seneca, Friedrich Nietzsche, Epikur, Archilochos, Thích Nhất Hạnh. Goethe Weiterführende Links: „Auf die sanfte Tour“ Psychologie Heute-Artikel darüber, wie Akzeptanz und ein freundlicherer Umgang mit sich selbst helfen können, innere Stärke und Zuversicht zu entwickeln. „Die innere Burg.“ Deutschlandfunk-Beitrag über die stoische Philosophie als Lebenskunst und die Frage, wie Marc Aurel, Seneca und Epiktet durch innere Unabhängigkeit und Gelassenheit dem Unvorhersehbaren des Lebens begegnen.

  7. #220 Glaubenssätze 6. Wie uns negative Glaubenssätze begrenzen.
    26.08., 00:0100:34:11

    ...und wie wir sie überwinden können. „Wir leiden häufiger in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.“ (Seneca) Glaubenssätze sind tief verwurzelte Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Oft sind es Geschichten, die wir uns über uns selbst und das Leben erzählen – und die uns Orientierung geben, uns aber auch einengen und begrenzen können. In dieser fünften Glaubenssatz-Folge haben Albert und Jan deshalb bewusst vier verbreitete negative Glaubenssätze ausgewählt und fragen, wie viel Wahrheit tatsächlich in ihnen steckt. In dieser Pudelkern-Folge geht es um die Glaubenssätze: Ich bin so, wie ich bin. Ich kann mich nicht verändern. Glück muss man sich verdienen. Wer loslässt, verliert. Es ist zu spät, noch einmal neu anzufangen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Heraklit, Aristoteles, Pindar, Konfuzius, Epiktet, Epikur, Laotse, Seneca, Marc Aurel, Buddha Weiterführende Links: „Die mentalen Bremsen lösen“ Spektrum der Wissenschaft- Artikel darüber, wie unser Selbstbild uns begrenzen kann und warum ein dynamisches Mindset Veränderung ermöglicht. „Übungsplatz: Giftsätze“ Psychologie Heute- Checkliste, wie negative Glaubenssätze unser Denken prägen und wie wir lernen können, sie zu hinterfragen.

  8. #219 Patañjali. Wie die Yoga-Philosophie unseren unruhigen Geist zur Ruhe bringt.
    19.08., 00:0100:34:18

    Was uns die Yoga-Sutras über Gelassenheit und ein glückliches Leben lehren. „Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.“ (Patañjali) Yoga ist weit mehr als Sonnengruß, Atemtechnik und Beweglichkeit. Das zeigen die rund 2.000 Jahre alten Yoga-Sutras, die Patañjali zugeschrieben werden. Ihr Ziel ist nicht körperliche Fitness, sondern innere Freiheit: Wir sollen lernen, den ständig beschäftigten Geist zu beruhigen, uns weniger mit unseren Gedanken, Begierden und äußeren Zielen zu identifizieren und dadurch wieder näher zu uns selbst zu kommen. Der Weg dorthin führt für Patañjali vor allem über zwei Dinge: Übung und Loslassen. Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, warum Patañjalis Philosophie erstaunlich aktuell wirkt und was sein achtgliedriger Yoga-Pfad mit einem guten Leben zu tun hat. Es geht um Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit, Selbstdisziplin und Maßhalten, Konzentration und Meditation. Aber auch um die fünf Ursachen menschlichen Leidens: Nichtwissen, Ich-Verhaftung, Begierde, Hass und die Angst, das eigene Leben zu verlieren. Und um eine Frage, die Patañjali heute vermutlich mindestens so dringlich fände wie vor 2.000 Jahren: Wie bewahren wir unsere innere Ruhe in einer Welt, die permanent um unsere Aufmerksamkeit kämpft? Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Patañjali, Buddha, Yoga-Sutras, Upanishaden, Bhagavad Gita, Veden Weiterführende Links: Die Turbulenzen zur Ruhe bringen: Deutschlandfunk Kultur beleuchtet Patañjalis Yoga-Philosophie und den Kerngedanken, durch Übung den Geist zu beruhigen und zu innerer Sammlung zu finden. Yogasutra von Patañjali – Sutra für Sutra erklärt: YogaEasy übersetzt und interpretiert Patañjalis zentrale Lehrsätze und zeigt, wie Yoga durch Übung und Loslassen zu geistiger Ruhe und innerer Klarheit führen kann. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  9. #218 Wann Hoffnung hilft und wann sie schadet.
    12.08., 00:0100:31:29

    Wie Zuversicht uns trägt und warum unser Lebensglück nicht von der Erfüllung unserer Wünsche abhängen sollte. „Verlange nicht, dass die Dinge so geschehen, wie du sie wünschst, sondern wünsche, dass sie so geschehen, wie sie geschehen.“ (Epiktet) Hoffnung kann uns durch schwere Zeiten tragen, uns Mut machen und den Blick nach vorne öffnen. Doch was geschieht, wenn wir auf etwas hoffen, das wir nicht selbst beeinflussen können? Wann wird aus Hoffnung ein verkrampftes Festhalten und aus Zuversicht die Angst vor Enttäuschung? Ausgehend von der bewegenden Zuschrift einer Hörerin sprechen Albert und Jan über die Frage, wie wir mit großen Wünschen umgehen können, deren Erfüllung nicht in unserer Hand liegt. Dabei treffen zwei philosophische Perspektiven aufeinander: Während Jan die Hoffnung gerade in schwierigen Lebenssituationen als wichtigen Hoffnungsschimmer verteidigt, warnt Albert mit den Stoikern davor, das eigene Lebensglück an die Hoffnung auf den Eintritt oder das Ausbleiben äußerer Ereignisse zu knüpfen, auf die wir keinen Einfluss haben. Gemeinsam fragen sie, wo gesunde Hoffnung endet und leidvolles Wollen beginnt, was Zuversicht von Erwartung unterscheidet und wie Gelassenheit helfen kann, Wünsche zu bewahren, ohne von ihrer Erfüllung abhängig zu werden. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Epiktet, Konfuzius, Demonax, Paulus, Johann Wolfgang von Goethe Weiterführende Links: „Vom Segen und Fluch des Hoffens.“ Psychologie Heute-Artikel über die ambivalente Kraft der Hoffnung und die Frage, wann sie uns stärkt und wann sie zur Belastung werden kann. „Die Hoffnung muss sterben.“ Deutschlandfunk Kultur-Gespräch mit dem Psychologen Arnold Retzer darüber, warum unrealistische Hoffnung zur Belastung werden kann – und weshalb das Loslassen unerfüllbarer Erwartungen die Lebensqualität steigern kann. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  10. #217 Lebensweisheiten IX. Vergleiche sind das Ende des Glücks.
    05.08., 00:0100:29:57

    Vom Vergleichen, Bei-sich-Bleiben und dem richtigen Zeitpunkt im Leben. „Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“ Manche Lebensweisheiten begleiten uns ein Leben lang. Vermutlich weil in den meist wenigen Worten erstaunlich viel Erfahrung steckt. Aber stimmen sie wirklich immer? Oder lohnt es sich, genauer hinzusehen und die vermeintlich einfachen Wahrheiten philosophisch zu hinterfragen? In der neunten Ausgabe ihrer „Lebensweisheiten“ sprechen Albert und Jan über drei aus dem Leben gegriffene Sätze: Warum uns der ständige Vergleich mit anderen unglücklich machen kann, während Vorbilder uns gleichzeitig wachsen lassen. Weshalb wir besser vor der eigenen Tür kehren sollten, bevor wir über andere urteilen. Und warum zum guten Leben auch das Gespür dafür gehört, wann es Zeit ist zu handeln, zu warten oder etwas loszulassen. Folgende Lebensweisheiten diskutieren die beiden diesmal: Vergleiche sind das Ende des Glücks. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Alles hat seine Zeit. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Demokrit, Sokrates, Marc Aurel, Konfuzius, Epiktet, Seneca, Solon, Liezi, Søren Kierkegaard Weiterführende Links: „Liken und vergleichen – wann ist es digitale Sucht?“ Deutschlandfunk-Beitrag von Lisa Hänel über die psychologischen Mechanismen sozialer Medien, die Wirkung von Likes und die Frage, warum insbesondere der ständige Vergleich mit vermeintlich erfolgreicheren oder glücklicheren Menschen problematisch werden kann. „Ich muss jetzt sofort dieses Problem lösen“ Psychologie-Heute-Interview von Dorothea Siegle mit der Psychotherapeutin Cornelia Stöckel über Überverantwortlichkeit, die Grenzen der eigenen Zuständigkeit und die Frage, warum es wichtig ist, zunächst Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, statt sich für alles und jeden verantwortlich zu fühlen. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  11. #216 Wie Stimmungen unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.
    29.07., 00:0100:29:43

    Warum schlechte Laune manchmal ein Warnsignal ist und heitere Gelassenheit kein Zufall. „Der Weise achtet darauf, dass seine Seele in einer harmonischen Stimmung bleibt.“ (Konfuzius) Mal sind wir voller Energie und Zuversicht, mal gereizt, traurig oder mutlos. **Stimmungen **kommen und gehen, oft scheinbar ohne Grund. Doch sind sie wirklich nur flüchtige Launen? Oder zeigen sie uns, wie es unserer Seele tatsächlich geht? Und woran erkennen wir, ob eine schlechte Stimmung einfach vorübergeht oder ein Hinweis darauf ist, dass in unserem Leben etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, welche Bedeutung Stimmungen für ein gelingendes Leben haben. Sie zeigen, warum die Philosophie eine heitere Gelassenheit als erstrebenswerte Grundstimmung versteht, weshalb auch Trauer und Melancholie ihren Platz haben und wie wir lernen können, zwischen flüchtigen Launen und wichtigen Signalen unserer Seele zu unterscheiden. Dabei wird deutlich: Stimmungen sind keine Nebensache. Sie können uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und unser Leben bewusster zu gestalten. Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Sokrates, Seneca, Zenon von Kition, Aristoteles, Laotse, Martin Heidegger Weiterführende Links: „Emotionen: Wie das Gehirn Gefühle macht.“ Spektrum-Artikel der Neurowissenschaftlerin Lisa Feldman Barrett über die Entstehung von Stimmungen und Emotionen. Sie zeigt, dass Gefühle nicht angeboren sind, sondern vom Gehirn auf Grundlage unserer Erfahrungen immer wieder neu konstruiert werden. „Gefühle betrachten.“ Psychologie heute-Artikel über einen gelasseneren Umgang mit Emotionen. Der Beitrag zeigt, warum wir unsere Stimmungen und Gefühle möglichst nicht bewerten oder unterdrücken, sondern sie offen, neugierig und wertfrei betrachten sollten – ein wichtiger Schritt für mehr psychisches Wohlbefinden. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  12. #215 Wie kleine Schritte große Veränderungen möglich machen.
    22.07., 00:0100:51:51

    Interview mit der Expertin für Self-Leadership und Autorin Carina Hellmich über Veränderung, Selbstreflexion und die Kraft der Babysteps. „Wir überschätzen oft, was wir in einem Monat schaffen können und unterschätzen, was in einem Jahr möglich ist.“ (Carina Hellmich) Viele Menschen wissen, dass sie etwas in ihrem Leben verändern möchten. Sie wünschen sich mehr Gelassenheit, mehr Sinn oder den Mut, einen neuen Weg einzuschlagen. Doch häufig scheitert Veränderung nicht am fehlenden Wunsch, sondern an zu großen Erwartungen. Warum setzen wir uns immer wieder unter Druck? Weshalb bleiben wir lieber in vertrauten Gewohnheiten, obwohl sie uns längst nicht mehr guttun? Und warum entstehen nachhaltige Veränderungen fast nie durch einen großen Befreiungsschlag, sondern durch viele kleine Schritte? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Autorin und Expertin für Self-Leadership Carina Hellmich über ihr Buch „Baby Steps“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb Ehrlichkeit sich selbst gegenüber der erste Schritt jeder Veränderung ist, warum unser Gehirn kleine Schritte liebt und wie aus neuen Gewohnheiten langfristig eine neue Identität entstehen kann. Dabei zeigen überraschende Parallelen zur antiken Philosophie: Ob Konfuzius, Sokrates oder die Stoiker, nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Beharrlichkeit, Selbstverantwortung und der Bereitschaft, jeden Tag ein kleines Stück weiterzugehen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Konfuzius, Heraklit, Zenon von Kition, Laotse, Goethe Weiterführende Links: Auf ihrer Website stellt Carina Hellmich ihre Arbeit als Expertin für Self-Leadership, Speakerin und Autorin vor. Im Mittelpunkt stehen persönliche Entwicklung, bewusste Veränderung und die Philosophie der „Baby Steps“: kleine, konsequente Schritte, die langfristig große Veränderungen ermöglichen. LinkedIn-Profil Carina Hellmich: Das aktuelle Buch „Babysteps“ von Carina.

  13. #214 Innehalten. Wie wir bewusst aus dem Hamsterrad aussteigen können.
    15.07., 00:0100:32:01

    Warum du genau dann anhalten musst, wenn du eigentlich keine Zeit hast. „Ziehe dich oft in dich selbst zurück.“ (Marc Aurel) Unser Alltag ist geprägt von Tempo, Terminen und ständiger Erreichbarkeit. Oft reagieren wir, statt bewusst zu handeln. Gerade dann, wenn wir glauben, keine Zeit zu haben, wäre es vielleicht am wichtigsten, kurz innezuhalten. Denn häufig entstehen die besten Entscheidungen nicht im Aktionismus, sondern in der bewussten Unterbrechung. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Innehalten seit der Antike als eine der wichtigsten Übungen der Lebenskunst gilt. Weshalb brauchen wir regelmäßige Momente der Stille? Warum verlieren wir im Hamsterrad so leicht den Kontakt zu uns selbst? Und wie helfen kleine Rituale, Tagebuchschreiben oder ein Spaziergang dabei, wieder Klarheit zu gewinnen? Albert erklärt, warum Distanz oft der Schlüssel zu besseren Entscheidungen ist, weshalb Philosophen von Pythagoras bis Marc Aurel zur Sammlung raten und wie regelmäßiges Innehalten zu mehr Gelassenheit, Authentizität und innerer Freiheit führen kann. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Marc Aurel, Pythagoras, Konfuzius, Heraklit, Zhuangzi, Seneca Weiterführende Links: Einsamkeit. Alleinsein als Chance. Gegen den ständigen Aktionismus hilft vor allem die aktive Kontemplation. Warum die bewusste innere Sammlung und das zeitweise Alleinsein eine fundamentale Chance für unsere persönliche Reifung sind, beleuchtet der Spektrum der Wissenschaft-Artikel. Lernpausen sind gut fürs Gedächtnis. Mehr zur wissenschaftlichen Komponente des Innehaltens und dem sogenannten „Spacing-Effekt“ zeigt dieser Beitrag der Max-Planck-Gesellschaft.

  14. #213 Vereinbarkeit. Wie Familie, Beruf und das eigene Leben zusammenpassen.
    08.07., 00:0100:50:37

    „Wir Frauen leiden nicht an den Umständen, wir leiden an den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen.“ (Dr. Susanne Dietz) Vereinbarkeit klingt zunächst nach einem organisatorischen Problem. Nach Kalendern, Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten. Doch für viele Eltern geht es um weit mehr: um Identität, Erwartungen, Schuldgefühle und die Frage, wie Familie, Beruf und die eigenen Bedürfnisse überhaupt zusammenpassen können. Gibt es den richtigen Weg zur Vereinbarkeit? Oder beginnt das Problem bereits mit unserem Anspruch, in allen Lebensbereichen gleichzeitig perfekt funktionieren zu wollen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Psycholinguistin, Vereinbarkeitsexpertin und Autorin Dr. Susanne Dietz über ihr Buch „No Mom is perfect!“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum Vereinbarkeit immer auch Lebenskunst ist, weshalb Pläne wichtig sind, aber flexibel bleiben müssen, und wie wir lernen können, unsere eigenen Ansprüche kritisch zu hinterfragen. Dabei wird deutlich: Ein gelingendes Leben entsteht nicht dadurch, dass alles jederzeit perfekt ausbalanciert ist. Sondern indem wir immer wieder neu herausfinden, was zu uns, unseren Bedürfnissen und unserer aktuellen Lebensphase passt. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Sokrates, Heraklit, Marc Aurel, Konfuzius Weiterführende Links: Website Dr. Susanne Dietz. Auf ihrer Website stellt Dr. Susanne Dietz ihren beruflichen Weg und ihre Arbeit als Personalentwicklerin, Hochschuldozentin, Coach, Autorin und Speakerin vor. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Themen Vereinbarkeit, Sinn in der Arbeit und der Frage, wie eine Arbeitswelt gestaltet werden kann, die Menschen ein erfülltes Leben ermöglicht. LinkedIn-Profil Dr. Susanne Dietz. Das aktuelle Buch „No mom is perfect“ von Susanne Dietz.

  15. #212 Rumi. Warum wir erst frei werden, wenn wir loslassen.
    01.07., 00:0100:35:19

    Über Liebe, Verbundenheit und die Kunst, das Ego hinter sich zu lassen. „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi) Kaum ein Mystiker wurde über Jahrhunderte hinweg so gelesen und zitiert wie Dschalal ad-Din Rumi. Seine Gedichte handeln von Liebe, Sehnsucht, innerer Freiheit und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Im Zentrum seines Denkens steht die Überzeugung, dass der Mensch erst dann zu sich selbst findet, wenn er die ständige Identifikation mit seinem Ego, seinen Ängsten und seinem Kontrollbedürfnis loslässt. Albert und Jan sprechen darüber, warum Rumi Liebe nicht als romantisches Gefühl, sondern als philosophische und spirituelle Kraft versteht, weshalb Krisen oft der Beginn innerer Entwicklung sein können und was es bedeutet, sich dem Leben mit mehr Gelassenheit und Offenheit zuzuwenden. Sie diskutieren über die Parallelen zwischen Rumis Mystik und den Weisheitslehren der Antike, über die Bedeutung von Stille und innerer Leere sowie über die Frage, warum seine Gedanken gerade in einer Zeit von Selbstoptimierung, Dauerbeschleunigung und Orientierungslosigkeit erstaunlich aktuell wirken. Eine Folge über die Freiheit, loszulassen und dadurch dem eigenen Wesen näherzukommen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Rumi, Meister Eckhart, Platon, Konfuzius, Patanjali, Thich Nhat Hanh, Aischylos, Johann Wolfgang von Goethe Weiterführende Links: „In Harmonie mit sich selbst und dem Universum." Der Deutschlandfunk-Beitrag porträtiert den persischen Mystiker Rumi (1207–1273) als bedeutenden Sufi-Gelehrten, dessen Werk auf universelle Liebe und innere Harmonie fokussiert. Als Begründer des Mevlevi-Ordens (tanzende Derwische) inspirieren seine zeitlosen Botschaften bis heute weltweit. „Alles, was dazwischenliegt“ Der Spektrum der Wissenschaft-Artikel thematisiert auf der Basis des berühmten Rumi-Zitats die menschliche Herausforderung, Ambiguitäten und innere Widersprüche im Alltag konstruktiv zu bewältigen. Der Text beleuchtet, wie wichtig es ist, Mehrdeutigkeiten jenseits starrer Richtig-Falsch-Muster auszuhalten.

  16. #211 Warum wir wieder lernen müssen, miteinander zu sprechen.
    24.06., 00:0100:54:16

    Interview mit dem Politikwissenschaftler und Autor Pierrot Raschdorff über sein Buch „Die neue Höflichkeit“. „Die Fähigkeit, auch im Streit die Würde des anderen anzuerkennen, ist vielleicht die wichtigste Form der Höflichkeit.“ (Pierrot Raschdorff) Unsere Gesellschaft wirkt zunehmend gereizt. Politische Debatten verhärten sich, soziale Medien belohnen Zuspitzung und viele Menschen haben das Gefühl, schwierigen Gesprächen lieber aus dem Weg zu gehen. Doch wie können wir miteinander im Gespräch bleiben, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind? Und welche Rolle spielt die alte Tugend der Höflichkeit dabei? Erst recht, wen wir sie nicht als starre Etikette, sondern als innere Haltung verstehen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit dem Politikwissenschaftler und Autor Pierrot Raschdorff über sein neues Buch „Die neue Höflichkeit“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum eine respektvolle Streitkultur für Demokratie und Zusammenleben unverzichtbar ist, weshalb Zuhören oft wichtiger ist als Überzeugen und wie Rituale, Smalltalk und echte Begegnungen Brücken zwischen Menschen schlagen können. Dabei wird deutlich: Höflichkeit bedeutet nicht Anpassung oder Konfliktvermeidung, sondern die Fähigkeit, auch im Dissens die Würde des anderen zu achten und im Dialog zu bleiben. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Seneca, Konfuzius, Jean-Jacques Rousseau, Goethe Weiterführende Links: „Höflichkeit: Warum es uns selbst so glücklich macht, höflich zu anderen zu sein“. Beitrag des Bayerischen Rundfunks über die psychologischen und sozialen Wirkungen von Höflichkeit. Der Artikel zeigt, warum freundliches Verhalten Vertrauen schafft, Konflikte entschärfen kann und nicht nur dem Gegenüber, sondern auch uns selbst guttut. „Mehr Höflichkeit und Taktgefühl“: Beitrag auf Ethik heute über die Bedeutung von Takt, Rücksicht und respektvoller Distanz im Umgang miteinander. Ausgehend von den Gedanken des Philosophen Martin Scherer zeigt der Artikel, warum Höflichkeit weit mehr ist als gute Manieren: Sie hilft dabei, Grenzen zu achten, Verletzungen zu vermeiden und in einer zunehmend egozentrischen Gesellschaft respektvolle Beziehungen zu gestalten. „Die neue Höflichkeit“ Pierrot Raschdorffs‘ aktuelles Buch. Website von Pierrot Raschdorff.

  17. #210 Viktor Frankl. Wie Sinn uns trägt, wenn alles andere zerbricht.
    17.06., 00:0100:35:50

    Über Verantwortung, Freiheit und die Frage, wofür es sich zu leben lohnt. „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Freiheit.“ (Viktor Frankl) Diese Folge ist einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewidmet: dem Neurologen, Psychiater und Begründer der Logotherapie Viktor Frankl. Geprägt von den Erfahrungen der Konzentrationslager entwickelte Frankl eine Philosophie, die den Menschen nicht als Opfer seiner Umstände versteht, sondern als Wesen, das selbst unter schwierigsten Bedingungen die Freiheit besitzt, Haltung zu wählen und Verantwortung zu übernehmen. Im Zentrum seines Denkens steht dabei nicht das Streben nach Glück, Erfolg oder Lust, sondern die Frage nach dem Sinn. Albert und Jan sprechen darüber, warum Sinn für Frankl wichtiger ist als Glück, weshalb Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet und wie Menschen selbst in Leid und Krisen Orientierung finden können. Sie diskutieren, ob wir heute eher unter Sinnlosigkeit oder unter einer Überfülle an Möglichkeiten leiden, warum Wohlstand allein kein erfülltes Leben garantiert und was Frankls Denken für eine Zeit von Social Media, Selbstoptimierung und Dauervergleich bedeuten kann. Eine Folge über Freiheit, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Frage unseres Lebens: Wofür lohnt es sich zu leben? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Viktor Frankl, Goethe, Konfuzius, Seneca, Musonius Rufus, Epiktet, Immanuel Kant, Sigmund Freud, Alfred Adler Weiterführende Links: Viktor Frankl Zentrum Wien: Das Viktor Frankl Zentrum Wien vermittelt Leben und Werk des österreichischen Psychiaters Viktor Frankl. Im Mittelpunkt seiner Logotherapie steht die Überzeugung, dass der Mensch selbst unter schwierigen Bedingungen Sinn finden und Verantwortung für sein Leben übernehmen kann. Die Sinnsuche versteht Frankl als zentrale menschliche Motivation. Roland Kipke, „Viktor Frankl und die gegenwärtige philosophische Sinndiskussion“::Der Philosoph Roland Kipke ordnet Viktor Frankls Sinnlehre in die moderne Debatte über das gelingende Leben ein. Er zeigt, wie Frankls Gedanken zu Sinn, Verantwortung und Selbsttranszendenz wichtige Impulse für die praktische Philosophie liefern und bis heute aktuell geblieben sind.

  18. #209 Status. Wie wir gesehen werden wollen.
    10.06., 00:0100:30:13

    Über Selbstwert, soziale Anerkennung und die Suche nach Ansehen. „Wer nach Ruhm strebt, macht sich zum Sklaven der Meinung anderer.“ (Seneca) Status ist unsichtbar und doch allgegenwärtig. Er zeigt sich in Titeln, Autos, Followerzahlen, Kleidung oder der Art zu sprechen. Viele Menschen würden von sich behaupten, dass ihnen Status nicht besonders wichtig sei. Und dennoch beeinflusst er häufig unbewusst Entscheidungen, Selbstbild und Lebensziele stärker, als wir zugeben möchten. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische Bedeutung von Status, Anerkennung und sozialem Ansehen. Warum ist es uns so wichtig, wie andere über uns denken? Weshalb kann Lob von außen so befriedigend sein und gleichzeitig abhängig machen? Albert erklärt, warum das Streben nach Status oft Ausdruck eines tieferen Bedürfnisses nach Wertschätzung und Verbundenheit ist. Philosophen von Seneca bis Laotse warnte jedoch vor der Jagd nach Ruhm weil sie abhängig macht. Sie fragten danach, wie es gelingen kann, Selbstwert stärker aus sich selbst als aus der Anerkennung anderer zu schöpfen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Seneca, Epiktet, Laotse, Epikur, Erich Fromm Weiterführende Links: „Die Suche nach der eigenen Identität“ Deutschlandfunk-Beitrag über die Frage, wie Menschen ihr Selbstbild entwickeln und warum Identität heute zunehmend zwischen individueller Freiheit, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Anerkennung entsteht. „Auf der Suche nach Status“ Psychologie-Heute-Artikel über das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung und sozialem Ansehen. Der Beitrag zeigt, warum Statusstreben eng mit unserem Selbstwertgefühl verbunden ist und weshalb die Suche nach äußerer Bestätigung oft keine dauerhafte Zufriedenheit schafft.

  19. #208 Realität. Wie wir vom Wissen ins Handeln kommen.
    03.06., 00:0100:31:34

    Muster brechen, gelassener leben. „Die Menschen sagen alle: Ich weiß und handeln doch anders.“ (Li Ji, Buch der Riten) Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde. Sie kennen die Gedanken der Stoiker über Gelassenheit, die Empfehlungen des Buddhismus zum Umgang mit Leid oder die philosophische Idee eines maßvollen Lebens. Und trotzdem reagieren sie im Stress impulsiv, sagen zu oft Ja, übernehmen zu viele Aufgaben oder verlieren sich immer wieder in denselben Mustern. In dieser Folge sprechen Albert und Jan über die vielleicht größte Herausforderung der praktischen Philosophie: die Umsetzung. Warum reicht Einsicht allein oft nicht aus? Weshalb sind Gewohnheiten stärker als gute Vorsätze? Und wie gelingt es, zwischen Reiz und Reaktion den berühmten Moment der Freiheit zu finden? Es geht um Selbstbeobachtung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbststeuerung, Nein-Sagen und die Macht eingeübter Muster. Albert erklärt, warum Veränderung Geduld braucht, weshalb kleine Schritte oft wirksamer sind als große Vorsätze und warum die wichtigste Aufgabe darin besteht, immer wieder zum eigentlichen Ziel zurückzukehren: ein gutes und gelingendes Leben zu führen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Aristoteles, Platon, Seneca, Epiktet, Konfuzius, Buddha, Johann Wolfgang von Goethe, Viktor Frankl Weiterführende Links: „Fünf Dinge, die gelassene Menschen anders machen“ GEO-Artikel über die Frage, warum manche Menschen auch in stressigen Situationen ihre innere Ruhe bewahren. Unter anderem geht es um einen entspannteren Umgang mit Perfektionismus, die Konzentration auf das Wesentliche und die Fähigkeit, Belastungen mit mehr Abstand zu betrachten. „Wie Philosophie uns helfen kann, ein gutes Leben zu führen“ Artikel von The School of Life über die ursprüngliche Aufgabe der Philosophie als praktische Lebenshilfe. Warum wurde Philosophie über Jahrtausende weniger als akademische Disziplin, sondern als Orientierung für zentrale Fragen des Lebens verstanden: Wie finden wir Sinn, Gelassenheit, gute Beziehungen und ein erfülltes Leben?

  20. #207 Wabi Sabi. Die Schönheit des Unvollkommenen.
    27.05., 00:0100:29:43

    Warum Perfektion uns die Authentizität raubt. „Es gibt einen Riss in allen Dingen. Nur so kommt das Licht hinein.“ (Leonard Cohen) In einer Welt der Selbstoptimierung wirkt die japanische Philosophie des Wabi Sabi fast wie ein Gegenentwurf. Statt Perfektion, Kontrolle und ständiger Steigerung betont sie das Unfertige, Vergängliche und Unvollkommene. Schönheit entsteht nicht trotz der Risse und Falten, sondern oft gerade durch sie. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Wabi Sabi weit mehr ist als eine ästhetische Stilrichtung aus Japan. Es geht um eine Haltung zum Leben: um den würdevollen Umgang mit Brüchen, um Einfachheit statt Daueroptimierung und um die Frage, warum Menschen oft dann authentisch werden, wenn sie aufhören, perfekt wirken zu wollen. Dabei zeigt sich, dass gerade Vergänglichkeit und Unvollkommenheit dem Leben Tiefe und Bedeutung verleihen können. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Epikur, Karl Jaspers, Konfuzius, Zen-Buddhismus, Daoismus Weiterführende Links: „Wabi-Sabi – Bedeutung, Philosophie & die stille Schönheit des Unvollkommenen“ Japanwelt-Beitrag über die die Idee, Schönheit nicht im Perfekten, sondern im Vergänglichen, Unfertigen und Gealterten zu finden. „Wabi-Sabi“ Erklärung von Treffpunkt Philosophie zu Wabi Sabi als Haltung, Schönheit in Einfachheit, Vergänglichkeit und Unvollkommenheit zu entdecken. „Wabi-Sabi: Wie die japanische Philosophie helfen kann, glücklicher zu werden“ Online-Artikel von VOGUE Germany über Wabi Sabi als Einladung, Unvollkommenheit, Vergänglichkeit und Einfachheit bewusster anzunehmen – und gerade darin mehr Gelassenheit und Lebenszufriedenheit zu finden.

Der Pudel und der Kern – der Philosophiepodcast zu den wichtigen Fragen des Lebens. Was macht ein erfülltes und gelingendes Leben aus? Wodurch finden wir zu innerer Ruhe, echtem Ausgleich und heiterer Gelassenheit. Wie schaffen wir es, im Beruf oder in Beziehungen auch unter Stress authentisch zu bleiben und wenn nötig loszulassen. Können wir Erfolg, Besitz und Macht mit Meditation und Minimalismus in Einklang bringen. Kurz: wie finden wir zu einem erfüllten, gelingenden Leben? Auf all diese Fragen des modernen Alltags liefern die Weisheitslehren im antiken Griechenland, Indien und China noch heute gültige Aussagen. Im Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“ beantwortet und diskutiert der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler die Lebensfragen des Moderators Jan Liepold und der zugeschalteten Hörer. Dabei geht es keineswegs um eine akademisch-abstrakte Diskussion. Vielmehr macht „Der Pudel und der Kern“ die Lebensweisheiten von Seneca, Konfuzius, Platon, Buddha & Co für seine Follower nutzbar und verknüpft sie als "praktische Philosophie" mit den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit. Das alles ist nicht als reiner Dialog geplant. Wir binden die Podcasthörer*innen mit ihren Fragen zu unseren Themen ein und interviewen externe Experten. Jeden Mittwoch erscheint eine neue Folge „Der Pudel und der Kern“ auf allen bekannten Podcast-Plattformen.