
#207 Wabi Sabi. Die Schönheit des Unvollkommenen.
Beschreibung der Episode
„Es gibt einen Riss in allen Dingen. Nur so kommt das Licht hinein.“ (Leonard Cohen)
In einer Welt der Selbstoptimierung wirkt die japanische Philosophie des Wabi Sabi fast wie ein Gegenentwurf. Statt Perfektion, Kontrolle und ständiger Steigerung betont sie das Unfertige, Vergängliche und Unvollkommene. Schönheit entsteht nicht trotz der Risse und Falten, sondern oft gerade durch sie.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Wabi Sabi weit mehr ist als eine ästhetische Stilrichtung aus Japan. Es geht um eine Haltung zum Leben: um den würdevollen Umgang mit Brüchen, um Einfachheit statt Daueroptimierung und um die Frage, warum Menschen oft dann authentisch werden, wenn sie aufhören, perfekt wirken zu wollen. Dabei zeigt sich, dass gerade Vergänglichkeit und Unvollkommenheit dem Leben Tiefe und Bedeutung verleihen können.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Platon, Epikur, Karl Jaspers, Konfuzius, Zen-Buddhismus, Daoismus
Weiterführende Links:
- „Wabi-Sabi – Bedeutung, Philosophie & die stille Schönheit des Unvollkommenen“ Japanwelt-Beitrag über die die Idee, Schönheit nicht im Perfekten, sondern im Vergänglichen, Unfertigen und Gealterten zu finden.
- „Wabi-Sabi“ Erklärung von Treffpunkt Philosophie zu Wabi Sabi als Haltung, Schönheit in Einfachheit, Vergänglichkeit und Unvollkommenheit zu entdecken.
- „Wabi-Sabi: Wie die japanische Philosophie helfen kann, glücklicher zu werden“ Online-Artikel von VOGUE Germany über Wabi Sabi als Einladung, Unvollkommenheit, Vergänglichkeit und Einfachheit bewusster anzunehmen – und gerade darin mehr Gelassenheit und Lebenszufriedenheit zu finden.