Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

#212 Rumi. Warum wir erst frei werden, wenn wir loslassen.

01.07., 00:0100:35:19
Beschreibung der Episode
Über Liebe, Verbundenheit und die Kunst, das Ego hinter sich zu lassen.

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi)

Kaum ein Mystiker wurde über Jahrhunderte hinweg so gelesen und zitiert wie Dschalal ad-Din Rumi. Seine Gedichte handeln von Liebe, Sehnsucht, innerer Freiheit und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Im Zentrum seines Denkens steht die Überzeugung, dass der Mensch erst dann zu sich selbst findet, wenn er die ständige Identifikation mit seinem Ego, seinen Ängsten und seinem Kontrollbedürfnis loslässt.

Albert und Jan sprechen darüber, warum Rumi Liebe nicht als romantisches Gefühl, sondern als philosophische und spirituelle Kraft versteht, weshalb Krisen oft der Beginn innerer Entwicklung sein können und was es bedeutet, sich dem Leben mit mehr Gelassenheit und Offenheit zuzuwenden. Sie diskutieren über die Parallelen zwischen Rumis Mystik und den Weisheitslehren der Antike, über die Bedeutung von Stille und innerer Leere sowie über die Frage, warum seine Gedanken gerade in einer Zeit von Selbstoptimierung, Dauerbeschleunigung und Orientierungslosigkeit erstaunlich aktuell wirken. Eine Folge über die Freiheit, loszulassen und dadurch dem eigenen Wesen näherzukommen.

Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

Rumi, Meister Eckhart, Platon, Konfuzius, Patanjali, Thich Nhat Hanh, Aischylos, Johann Wolfgang von Goethe

Weiterführende Links:

  • „In Harmonie mit sich selbst und dem Universum." Der Deutschlandfunk-Beitrag porträtiert den persischen Mystiker Rumi (1207–1273) als bedeutenden Sufi-Gelehrten, dessen Werk auf universelle Liebe und innere Harmonie fokussiert. Als Begründer des Mevlevi-Ordens (tanzende Derwische) inspirieren seine zeitlosen Botschaften bis heute weltweit.

  • „Alles, was dazwischenliegt“ Der Spektrum der Wissenschaft-Artikel thematisiert auf der Basis des berühmten Rumi-Zitats die menschliche Herausforderung, Ambiguitäten und innere Widersprüche im Alltag konstruktiv zu bewältigen. Der Text beleuchtet, wie wichtig es ist, Mehrdeutigkeiten jenseits starrer Richtig-Falsch-Muster auszuhalten.