
#226 Liezi und die chinesische Kunst, sich vom Leben tragen zu lassen.
Worüber gesprochen wird
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Beschreibung der Episode
„Des Wanderns Lust ist es, dass man die Zwecklosigkeit genießt. Genüge im eigenen Selbst zu finden, das ist des Wanderns höchste Stufe.“ (Liezi)
Neben Laotse und Zhuangzi gehört Liezi zu den großen Denkern des Daoismus. Über sein Leben wissen wir kaum etwas. Geblieben ist das nach ihm benannte „Wahre Buch vom quellenden Urgrund“, voller Geschichten und Parabeln über Gelassenheit, Natürlichkeit und die Kunst, nicht alles erzwingen zu wollen.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum uns unsere Vorstellungen den Blick auf die Wirklichkeit verstellen können, weshalb zu viel Wollen unfrei macht und was das Prinzip des Wu Wei für unseren Alltag bedeutet: handeln, ohne verbissen an Zielen festzuhalten, sich dem Fluss des Lebens anpassen und auch einmal die Zwecklosigkeit genießen. Denn Freiheit liegt für Liezi nicht in Erfolg, Besitz oder Anerkennung, sondern darin, im eigenen Selbst Genüge zu finden.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Liezi, Laotse, Zhuangzi, Demokrit, Epikur
Weiterführende Links:
- „Loslassen lernen: Sechs Tipps, wie ein gutes Aufgeben gelingen kann“, Psychologie Heute, Wann sollten wir an einem Ziel festhalten und wann loslassen? Der Beitrag zeigt, warum es befreiend sein kann, Ziele zu hinterfragen und neue Wege zuzulassen. Eine moderne Perspektive auf Liezis Warnung vor zu viel Wollen und Zielfixierung.
- „Gelassenheit. Sehnsuchtsbegriff unserer Zeit“ Deutschlandfunk-Artikel zur Frage, was es bedeutet, die Dinge loslassen zu können? Der Beitrag geht der Gelassenheit als Lebenshaltung nach und der Frage, wie wir dem Tempo und den Turbulenzen des modernen Lebens mehr innere Ruhe entgegensetzen können.