
#218 Wann Hoffnung hilft und wann sie schadet.
Beschreibung der Episode
„Verlange nicht, dass die Dinge so geschehen, wie du sie wünschst, sondern wünsche, dass sie so geschehen, wie sie geschehen.“ (Epiktet)
Hoffnung kann uns durch schwere Zeiten tragen, uns Mut machen und den Blick nach vorne öffnen. Doch was geschieht, wenn wir auf etwas hoffen, das wir nicht selbst beeinflussen können? Wann wird aus Hoffnung ein verkrampftes Festhalten und aus Zuversicht die Angst vor Enttäuschung? Ausgehend von der bewegenden Zuschrift einer Hörerin sprechen Albert und Jan über die Frage, wie wir mit großen Wünschen umgehen können, deren Erfüllung nicht in unserer Hand liegt.
Dabei treffen zwei philosophische Perspektiven aufeinander: Während Jan die Hoffnung gerade in schwierigen Lebenssituationen als wichtigen Hoffnungsschimmer verteidigt, warnt Albert mit den Stoikern davor, das eigene Lebensglück an die Hoffnung auf den Eintritt oder das Ausbleiben äußerer Ereignisse zu knüpfen, auf die wir keinen Einfluss haben. Gemeinsam fragen sie, wo gesunde Hoffnung endet und leidvolles Wollen beginnt, was Zuversicht von Erwartung unterscheidet und wie Gelassenheit helfen kann, Wünsche zu bewahren, ohne von ihrer Erfüllung abhängig zu werden.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Epiktet, Konfuzius, Demonax, Paulus, Johann Wolfgang von Goethe
Weiterführende Links:
- „Vom Segen und Fluch des Hoffens.“ Psychologie Heute-Artikel über die ambivalente Kraft der Hoffnung und die Frage, wann sie uns stärkt und wann sie zur Belastung werden kann.
- „Die Hoffnung muss sterben.“ Deutschlandfunk Kultur-Gespräch mit dem Psychologen Arnold Retzer darüber, warum unrealistische Hoffnung zur Belastung werden kann – und weshalb das Loslassen unerfüllbarer Erwartungen die Lebensqualität steigern kann.
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