Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

#218 Wann Hoffnung hilft und wann sie schadet.

12.08., 00:0100:31:29
Beschreibung der Episode
Wie Zuversicht uns trägt und warum unser Lebensglück nicht von der Erfüllung unserer Wünsche abhängen sollte.

„Verlange nicht, dass die Dinge so geschehen, wie du sie wünschst, sondern wünsche, dass sie so geschehen, wie sie geschehen.“ (Epiktet)

Hoffnung kann uns durch schwere Zeiten tragen, uns Mut machen und den Blick nach vorne öffnen. Doch was geschieht, wenn wir auf etwas hoffen, das wir nicht selbst beeinflussen können? Wann wird aus Hoffnung ein verkrampftes Festhalten und aus Zuversicht die Angst vor Enttäuschung? Ausgehend von der bewegenden Zuschrift einer Hörerin sprechen Albert und Jan über die Frage, wie wir mit großen Wünschen umgehen können, deren Erfüllung nicht in unserer Hand liegt.

Dabei treffen zwei philosophische Perspektiven aufeinander: Während Jan die Hoffnung gerade in schwierigen Lebenssituationen als wichtigen Hoffnungsschimmer verteidigt, warnt Albert mit den Stoikern davor, das eigene Lebensglück an die Hoffnung auf den Eintritt oder das Ausbleiben äußerer Ereignisse zu knüpfen, auf die wir keinen Einfluss haben. Gemeinsam fragen sie, wo gesunde Hoffnung endet und leidvolles Wollen beginnt, was Zuversicht von Erwartung unterscheidet und wie Gelassenheit helfen kann, Wünsche zu bewahren, ohne von ihrer Erfüllung abhängig zu werden.

Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com

Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

Epiktet, Konfuzius, Demonax, Paulus, Johann Wolfgang von Goethe

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