
#214 Innehalten. Wie wir bewusst aus dem Hamsterrad aussteigen können.
Beschreibung der Episode
„Ziehe dich oft in dich selbst zurück.“ (Marc Aurel)
Unser Alltag ist geprägt von Tempo, Terminen und ständiger Erreichbarkeit. Oft reagieren wir, statt bewusst zu handeln. Gerade dann, wenn wir glauben, keine Zeit zu haben, wäre es vielleicht am wichtigsten, kurz innezuhalten. Denn häufig entstehen die besten Entscheidungen nicht im Aktionismus, sondern in der bewussten Unterbrechung.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Innehalten seit der Antike als eine der wichtigsten Übungen der Lebenskunst gilt. Weshalb brauchen wir regelmäßige Momente der Stille? Warum verlieren wir im Hamsterrad so leicht den Kontakt zu uns selbst? Und wie helfen kleine Rituale, Tagebuchschreiben oder ein Spaziergang dabei, wieder Klarheit zu gewinnen? Albert erklärt, warum Distanz oft der Schlüssel zu besseren Entscheidungen ist, weshalb Philosophen von Pythagoras bis Marc Aurel zur Sammlung raten und wie regelmäßiges Innehalten zu mehr Gelassenheit, Authentizität und innerer Freiheit führen kann.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Marc Aurel, Pythagoras, Konfuzius, Heraklit, Zhuangzi, Seneca
Weiterführende Links:
- Einsamkeit. Alleinsein als Chance. Gegen den ständigen Aktionismus hilft vor allem die aktive Kontemplation. Warum die bewusste innere Sammlung und das zeitweise Alleinsein eine fundamentale Chance für unsere persönliche Reifung sind, beleuchtet der Spektrum der Wissenschaft-Artikel.
- Lernpausen sind gut fürs Gedächtnis. Mehr zur wissenschaftlichen Komponente des Innehaltens und dem sogenannten „Spacing-Effekt“ zeigt dieser Beitrag der Max-Planck-Gesellschaft.