
#222 Martin Buber. Warum alles wirkliche Leben Begegnung ist.
Beschreibung der Episode
„Beziehung ist Gegenseitigkeit.“ (Martin Buber)
Wer bin ich und welche Rolle spielen die anderen dabei? Für den jüdischen Religionsphilosophen **Martin Buber **entsteht unser Ich nicht isoliert, sondern in der Beziehung: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Wirkliche Begegnung bedeutet für ihn, dem anderen offen und aufmerksam gegenüberzutreten, zuzuhören und ihn nicht nur nach seinem Nutzen für uns zu betrachten. In seinem berühmten Werk „Ich und Du“ unterscheidet Buber deshalb zwischen der funktionalen Ich-Es-Beziehung und der tieferen Ich-Du-Begegnung.
Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, warum Bubers Philosophie gerade heute erstaunlich aktuell ist. Was unterscheidet ein echtes Gespräch von Smalltalk? Warum geht es im Dialog nicht darum, Recht zu haben, sondern sich dem anderen zu öffnen? Und weshalb brauchen wir neben Gemeinschaft und Verbundenheit zugleich Zeiten des Rückzugs und der Sammlung? Es geht um Liebe und Freundschaft, Zuhören und Resonanz, Selbstbestimmung und die Erfahrung, dass ein erfülltes Leben wesentlich dort entsteht, wo Menschen einander wirklich begegnen.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Martin Buber, Hegel, Konfuzius, Laotse, Zhuangzi, Hartmut Rosa
Weiterführende Links:
- Martin Buber. Ein unbequemer religiöser Denker: Der Deutschlandfunk erklärt Bubers Ich-Du-Philosophie und zeigt, warum wirkliche Begegnung für ihn Offenheit und die Anerkennung des anderen bedeutet.
- Martin Buber. Von der Mystik zur Dialogik: Gerhard Wehr († 2015) zeichnet für Penguin Randomhouse Bubers Lebens- und Denkweg nach: von seiner Beschäftigung mit Mystik und Chassidismus bis zur Entwicklung seiner Philosophie des Dialogs und der Begegnung.
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