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Chronik der Schatten - Hinter den Geschichten

Antje

Education · History · Society & Culture

132 Episoden · neueste 11.10.

Episoden

132
  1. Die Loreley – Der Bauplan einer Sage
    11.10., 00:0001:20:37

    Wie aus Brentanos literarischer Figur von 1801 eine vermeintlich alte Rheinlegende wurde Rheinkilometer 555, rechtes Ufer: ein Schieferfelsen, eine enge Flusskurve und eine Passage, die Schiffer über Jahrhunderte vor besondere Herausforderungen stellte. Um diesen realen Ort hat sich eine Geschichte gelegt, die heute fast untrennbar mit ihm verbunden ist. Die Loreley mit dem goldenen Haar scheint aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit zu stammen. Tatsächlich lässt sich die Entstehung dieser Frauengestalt ungewöhnlich genau verfolgen. Vor Clemens Brentanos Ballade „Zu Bacharach am Rheine“ von 1801 ist sie nicht belegt. Wenige Jahrzehnte später galt sie bereits als alte Rheinlegende. In dieser Folge trenne ich zwischen historischen Befunden, literarischen Texten, späteren Überlieferungen und modernen Deutungen. Ich gehe der Frage nach, welche Geschichten schon vor Brentano mit dem Felsen verbunden waren, wie Reiseführer und Dichter die neue Figur weiterentwickelten und weshalb Heinrich Heines Loreleylied schließlich wie überliefertes Volksgut wirkte. Außerdem geht es um das historische Echo, die tatsächlichen Gefahren der Rheinschifffahrt, die Rheinromantik, die nationalsozialistische Auslöschung von Heines Namen und den häufig behaupteten, bisher jedoch nicht belegten Vermerk „Dichter unbekannt“. Auch die Schiffsunglücke der MS Loreley im Jahr 2003 und des Tankmotorschiffs Waldhof im Jahr 2011, das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und der heutige Umgang mit dem Loreleyfelsen sind Teil der Geschichte. INHALTSWARNUNG Diese Folge behandelt unter anderem den Todeswunsch und den tödlichen Sturz einer literarischen Figur, Ertrinken und Schiffsunglücke mit Todesopfern sowie Nationalsozialismus und Bücherverbrennungen. Die Schilderungen sind nicht grafisch. MEHR VON CHRONIK DER SCHATTEN Wenn euch die Folge gefällt, freue ich mich über ein Abonnement, eine Bewertung, einen Kommentar oder eine Weiterempfehlung. Damit helft ihr, dass „Chronik der Schatten“ neue Hörerinnen und Hörer erreicht. Instagram: @chronik.der.schatten_podcast https://www.instagram.com/chronik.der.schatten_podcast/ YouTube: Chronik der Schatten | Hinter den Geschichten STIMME, PRODUKTION UND RECHTE Recherche, Skript, Stimme, Aufnahme, Schnitt und Produktion: Antje Stimme und Stimmrechte: Antje Die Stimme dieser Folge ist meine eigene und wurde nicht künstlich erzeugt. Sämtliche Rechte an den Sprachaufnahmen liegen bei mir. Eine Nutzung zur Nachbildung oder künstlichen Erzeugung meiner Stimme ist ohne meine ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Die Titelmelodie, das Titelbild und die in dieser Folge verwendeten Sounds wurden von mir mithilfe von KI erstellt. QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE LITERATUR Onlinequellen zuletzt geprüft am 29. August 2026. Literarische Handlungen wurden nach den Originaltexten wiedergegeben. Aktuelle Angaben beruhen möglichst auf amtlichen oder institutionellen Quellen. Wo Quellen voneinander abweichen, wurde auf scheinpräzise Angaben verzichtet. LITERARISCHE PRIMÄRQUELLEN Clemens Brentano: Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter. Ein verwilderter Roman von Maria, Band 2, Bremen 1801; darin „Zu Bacharach am Rheine“. Digitalisat: https://archive.org/details/bub_gb_lUBXAAAAcAAJ Freies Deutsches Hochstift: Werkhinweise zu Brentanos Godwi. https://freies-deutsches-hochstift.de/en/mediaguide/romantik-ausstellung/2-obergeschoss/brentano-am-rhein/godwi-oder-das-steinerne-bild-der-mutter-ein-verwildeter-roman-von-maria/ Clemens Brentano: Die Rheinmärchen, entstanden etwa zwischen 1810 und 1812, erstmals 1846 herausgegeben. https://projekt-gutenberg.org/authors/clemens-brentano/books/clemens-brentano-rheinmaerchen/ Alois Wilhelm Schreiber: Handbuch für Reisende am Rhein, Ausgabe von 1812; erweiterte zweite Ausgabe 1818. Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10468113?page=5 Joseph von Eichendorff: „Waldgespräch“, entstanden um 1812, veröffentlicht 1815 in Ahnung und Gegenwart. Otto Heinrich Graf von Loeben: „Der Lurleyfels“, 1821. https://gedichtsuche.de/gedichte/der-loreleyfels-o-h-g-v-loeben.html Heinrich Heine: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“, Erstdruck 1824; später in „Die Heimkehr“ und im Buch der Lieder von 1827. Mark Twain: A Tramp Abroad, 1880. Guillaume Apollinaire: „La Loreley“, in: Alcools, 1913. FORSCHUNG ZUR LORELEY UND IHRER WIRKUNG Katrin Kober: „Zur Loreley-Sage“, Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz. https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/aufsaetze/kober-katrin/kober-zur-loreley-sage.html Arno Pielenz und Christian Liedtke: „Die Wehrmacht singt die ‚Loreley‘“, in: Heine-Jahrbuch 2013. Forschungsstand zur Formel „Dichter unbekannt“. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-476-01198-5_9 Klassik Stiftung Weimar: „Die Loreley – Ein frühes Lied Franz Liszts nach Heinrich Heine“. https://blog-archiv.klassik-stiftung.de/die-loreley-ein-lied-franz-liszts-nach-heinrich-heine/ Peter Lentwojt: Die Loreley in ihrer Landschaft. Romantische Dichtungsallegorie und Klischee, Frankfurt am Main 1998. Mario Kramp und Matthias Schmandt (Hrsg.): Die Loreley. Ein Fels im Rhein. Ein deutscher Traum, Mainz 2004. Rotraud Ehrenzeller-Favre: Die Loreley in Sage und Dichtung, Zürich 1948. Richard M. Dorson: „Folklore and Fake Lore“, in: The American Mercury, 1950. Hans Moser: „Vom Folklorismus in unserer Zeit“, in: Zeitschrift für Volkskunde, 1962. Eric Hobsbawm und Terence Ranger (Hrsg.): The Invention of Tradition, Cambridge 1983. GEOLOGIE, ARCHÄOLOGIE UND WELTERBE Ortsgemeinde Bornich: „Geologie“ – Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges und des Mittelrheintals. https://www.bornich.de/touristik/wissenswertes/geologie/ regionalgeschichte.net: „Der Loreleyfelsen in St. Goarshausen“ – archäologische Befunde, mittelalterliche Belege und Kulturdenkmal. https://www.regionalgeschichte.net/mittelrhein/sankt-goarshausen/kulturdenkmaeler/loreley.html Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters: Nachweis der Vita sancti Goaris. https://geschichtsquellen.de/werk/4694 regionalgeschichte.net: „Zur Geschichte von St. Goar“. https://www.regionalgeschichte.net/mittelrhein/sankt-goar/geschichte.html UNESCO World Heritage Centre: „Upper Middle Rhine Valley“, Eintragung 2002, Kriterien II, IV und V. https://whc.unesco.org/en/list/1066/ UNESCO World Heritage Committee: Entscheidung 37 COM 7B.75 von 2013 zur Sommerrodelbahn. https://whc.unesco.org/en/decisions/5087 KuLaDig: „Freilichtbühne Loreley“ – Planung, Bau und Nutzungsgeschichte. https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-95092-20140625-2 SCHIFFFAHRT, UNFÄLLE UND GEGENWART Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice des Bundes: Rheinschifffahrtspolizeiverordnung § 12.02, Wahrschau und Lichtsignale zwischen Oberwesel und St. Goar. https://www.elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/Binnenschifffahrtsrecht/RheinSchPV/Zweiter-Teil/Kapitel-12/12-02/12-02-node Zentralkommission für die Rheinschifffahrt: Untersuchungsberichte zur Havarie des Tankmotorschiffs Waldhof vom 13. Januar 2011. https://ccr-zkr.org/index.php?folder=de&id_art=44&page=10110000 Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt: Umbenennung der früheren MS Loreley in MS RheinVision nach dem Umbau 2024. https://www.k-d.com/en/2024/09/eventschiff-ms-rhein-vision-runderneuert/ Loreleystadt St. Goarshausen: „Loreleystatue“. https://www.sankt-goarshausen.de/loreley/loreley-statue/ Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft: BUGA Oberes Mittelrheintal 2029 – Zeitraum, Budget und räumlicher Umfang. https://www.bundesgartenschau.de/buga-iga/buga-oberes-mittelrheintal-2029/ BUGA 2029: Übersicht der BUGA-Parks. https://www.buga29.de/buga-parks/ Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz: Beschluss vom 29. November 2012, Aktenzeichen 1 B 11201/12.OVG, zum Eilantrag gegen die Sommerrodelbahn. https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Aktenzeichen=1+B+11201%2F12&Datum=29.11.2012&Gericht=OVG+Rheinland-Pfalz URHEBERRECHTLICHER HINWEIS Die in der Folge vollständig wiedergegebene Fassung von Heinrich Heines Loreleygedicht sowie die verwendeten historischen Originaltexte sind in Deutschland gemeinfrei. Nach § 64 UrhG erlischt das Urheberrecht grundsätzlich siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__64.html Moderne Übersetzungen, Notenausgaben, Tonaufnahmen, Fotografien, Filmaufnahmen und Bearbeitungen können unabhängig vom gemeinfreien Ausgangswerk weiterhin geschützt sein. Aus Sylvia Plaths „Lorelei“ wird deshalb nicht zitiert. Die Nennung von Werktiteln, historischen Tatsachen und Quellen ist urheberrechtlich unproblematisch. Dieser Hinweis ist eine redaktionelle Einordnung und keine individuelle Rechtsberatung. 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  2. Jack the Ripper - Die Geschichte hinter dem Film "From Hell"
    04.10., 00:0001:44:35

    Whitechapel 1888: Die fünf Frauen, die Ermittlungen und der Mythos hinter dem Film Kooperation mit Streamkaffee: Diese Folge entstand in Kooperation mit dem Film- und Serienpodcast @streamkaffee Mein Podcast rekonstruiert die historischen Ereignisse im London des Jahres 1888 und ich untersuche, wie daraus der Mythos um „Jack the Ripper“ entstand. Jörg und Marc von Streamkaffee betrachten den Film „From Hell“ aus dem Jahr 2001: seine Atmosphäre, die Inszenierung, die Schauspieler und die Frage, wie der Film heute wirkt. Über diese Folge: Zwischen dem 31. August und dem 9. November 1888 wurden im Osten Londons fünf Frauen getötet: Mary Ann Nichols Annie Chapman Elizabeth Stride Catherine Eddowes Mary Jane Kelly Ihre Fälle wurden später unter der Bezeichnung „kanonische Fünf“ zusammengefasst. Ein einzelner Täter für alle fünf Fälle ist bis heute nicht bewiesen. Die Folge folgt den erhaltenen Akten und zeitgenössischen Berichten. Sie erzählt von den Lebenswegen der Frauen, den Ermittlungen der Metropolitan Police und der City of London Police, den sogenannten Ripper-Briefen, der Kreideschrift in der Goulston Street und den Männern, die im Laufe der Jahrzehnte als Verdächtige genannt wurden. Weitere Themen sind die modernen Untersuchungen eines Catherine Eddowes zugeschriebenen Tuchs, die wissenschaftlichen Einwände gegen die daraus abgeleiteten DNA-Behauptungen und die Frage, weshalb der Fall bis heute immer neue vermeintliche Lösungen hervorbringt. Im letzten Teil geht es um die Geschichte hinter „From Hell“: Stephen Knights Verschwörungserzählung, die Graphic Novel von Alan Moore und Eddie Campbell und die Verfilmung aus dem Jahr 2001 mit Johnny Depp. Der Fall ist ungeklärt. Historische Personen werden ausschließlich als damalige oder später genannte Verdächtige beziehungsweise als Gegenstand bestimmter Theorien aufgeführt. Daraus folgt keine Feststellung ihrer Täterschaft. Achtung Inhaltswarnung: Diese Folge behandelt Tötungsdelikte, körperliche Verletzungen, Armut, Alkoholabhängigkeit, Antisemitismus, psychische Erkrankungen, historische Diskriminierung und die Unterbringung von Menschen in Arbeitshäusern und psychiatrischen Einrichtungen. Die Gewalttaten werden sachlich benannt und nicht ausführlich ausgemalt. Chronik der Schatten unterstützen: Wenn euch die Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcastplattform und hinterlasst eine Bewertung oder einen Kommentar. Jede Rückmeldung, jedes geteilte Posting und jede Weiterempfehlung hilft dabei, dass der Podcast von mehr Menschen gefunden wird. Instagram: @chronik.der.schatten_podcast YouTube: Chronik der Schatten | Hinter den Geschichten --> https://www.youtube.com/@chronikderschattenpodcast E-Mail: Podcast@chronik-der-schatten.de Streamkaffee: www.streamkaffee.de Transparenzhinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz: Das Titellied, das Titelbild und die in dieser Folge verwendeten Sounds wurden mithilfe künstlicher Intelligenz generiert. Stimmen- und Rechtehinweis: Recherche, Skript, Moderation, Aufnahme, Bearbeitung und Produktion dieser Episode stammen von mir. Sämtliche Rechte an meiner Stimme und den Sprachaufnahmen dieser Folge liegen bei mir. Jede Nutzung, Bearbeitung, Verviältigung oder synthetische Nachbildung meiner Stimme bedarf meiner ausdrücklichen Zustimmung. © 2026 Chronik der Schatten. Alle Rechte vorbehalten. Quellen und Literatur: Viele Unterlagen zu den Whitechapel-Morden sind bis heute erhalten geblieben, andere gingen im Laufe der Jahrzehnte verloren. Auch von den gerichtlichen Leichenschauen liegen nicht in jedem Fall die vollständigen amtlichen Protokolle vor. Einige Aussagen kennen wir deshalb aus zeitgenössischen Zeitungsberichten und später angefertigten Transkriptionen. Wo sich Angaben widersprechen oder nur mittelbar überliefert sind, spreche ich das in der Folge an. Erhaltene Akten und zeitgenössische Berichte: Metropolitan Police, Aktenbestand „Whitechapel Murders“, The National Archives, Kew, insbesondere MEPO 3/140, MEPO 3/141, MEPO 3/3153 sowie HO 144/220–221. Zeitgenössische Berichte über die gerichtlichen Leichenschauen zu Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und Mary Jane Kelly, vor allem aus The Daily Telegraph und The Times aus dem Jahr 1888. Für Mary Jane Kelly: The Daily Telegraph, 13. November 1888 – Inquest transcript. Donald Swanson, Bericht über den Stand der Whitechapel-Ermittlungen an das Home Office, 19. Oktober 1888. Thomas Bond, ärztlicher Bericht an Robert Anderson, 10. November 1888. Thomas Arnold und Charles Warren, Berichte zur Kreideschrift in der Goulston Street, 6. November 1888. Melville Macnaghten, Memorandum vom 23. Februar 1894. Die verschiedenen Fassungen sind hier als Transkriptionen zugänglich. Melville L. Macnaghten: Days of My Years, London 1914. John Littlechild, Brief an George R. Sims, 23. September 1913, veröffentlicht und eingeordnet unter anderem bei Stewart P. Evans und Keith Skinner. Robert Anderson: The Lighter Side of My Official Life, London 1910. Donald Swansons handschriftliche Randnotizen in seinem persönlichen Exemplar von Andersons Memoiren, öffentlich bekannt seit 1987. Charles Booth: Life and Labour of the People in London sowie die Booth’schen Armutskarten, London 1889 ff. Online zugänglich über The National Archives und das LSE Booth Archive. Zeitgenössische Ausgaben von The Times, The Star, The Illustrated Police News und East London Observer aus den Monaten August bis November 1888. George Bernard Shaw: „Blood Money to Whitechapel“, Leserbrief in The Star, 24. September 1888. City Press, 6. Oktober 1888, zur Belohnung der Corporation of London. Hansard, Unterhaus, 13. November 1888, zur Annahme und öffentlichen Bekanntgabe von Charles Warrens Rücktritt. The Times, 17. März 1903, zum Prozess gegen George Chapman wegen des Mordes an Maud Marsh. Korrespondenz Königin Victorias mit Premierminister Lord Salisbury aus dem November 1888, abgedruckt unter anderem bei Stewart P. Evans und Keith Skinner. Housing of the Working Classes Act 1890 und Public Health Acts Amendment Act 1890, jeweils in der ursprünglichen Fassung. Bücher und Forschung: Hallie Rubenhold: The Five. The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper, Doubleday, London 2019. Das Buch wurde 2019 mit dem Baillie Gifford Prize for Non-Fiction ausgezeichnet. Drew Gray: „‘The Five’ by Hallie Rubenhold review“, History Today, Band 69, Heft 5, Mai 2019. Philip Sugden: The Complete History of Jack the Ripper, London 1994/2002. Paul Begg: Jack the Ripper. The Definitive History, London 2003. Paul Begg, Martin Fido und Keith Skinner: The Complete Jack the Ripper A–Z, London 2010. Donald Rumbelow: The Complete Jack the Ripper, London 1975/2004. Stewart P. Evans und Keith Skinner: The Ultimate Jack the Ripper Sourcebook, London 2000. Andrew Cook: Prince Eddy. The King Britain Never Had, 2006. Matthew Sturgis: Walter Sickert: A Life, 2005. Stephen Knight: Jack the Ripper. The Final Solution, London 1976. Das Buch zeigt, wie die später für „From Hell“ wichtige Verschwörungserzählung verbreitet wurde. Für ihren Wahrheitsgehalt liefert es keinen verlässlichen Beleg. Andrea Nini: „An authorship analysis of the Jack the Ripper letters“, Digital Scholarship in the Humanities 33 (3), 2018, Seiten 621–636. Woher die Verschwörungserzählung stammt: BBC, Dokumentarreihe Jack the Ripper, 1973. The Sunday Times, 18. Juni 1978, über Joseph Gormans damalige Bezeichnung seiner Geschichte als Schwindel. Seine späteren und erneut abweichenden Darstellungen werden unter anderem bei Donald Rumbelow sowie Stewart P. Evans und Keith Skinner eingeordnet. Die Diskussion um das Tuch und die DNA: Jari Louhelainen und David Miller: „Forensic Investigation of a Shawl Linked to the ‘Jack the Ripper’ Murders“, Journal of Forensic Sciences 65 (1), 2020, Seiten 295–303; online veröffentlicht am 12. März 2019. D. Kim Rossmo: Kommentar zur Studie, Journal of Forensic Sciences 65 (1), 2020, Seiten 330–333. Expression of Concern, Journal of Forensic Sciences, 12. August 2024. Russell Edwards: Naming Jack the Ripper, London 2014. Das Buch enthält die von Edwards vertretene Herkunftsgeschichte des Tuchs und seine damaligen Aussagen zur DNA-Untersuchung. Drew Gray, University of Northampton, 4. März 2025, zur erneuerten Behauptung, Aaron Kosminski sei als Täter identifiziert worden. A&E, aktualisiert am 12. August 2026, zum Stand der Forderung nach einer neuen gerichtlichen Leichenschau. Eine fachbegutachtete Bestätigung der DNA-These liegt damit nicht vor. Science, 15. März 2019, über die offenen Fragen zur Herkunft des Tuchs, mögliche Kontaminationen und die Aussagekraft der Untersuchung. From Hell: Comic und Film: Alan Moore und Eddie Campbell: From Hell. Being a Melodrama in Sixteen Parts, erschienen zwischen 1989 und 1996; Anhang The Dance of the Gull Catchers, 1998; Gesamtausgabe 1999. American Film Institute: From Hell (2001), zu Besetzung, Produktion und Laufzeit. Box Office Mojo: From Hell, zum weltweiten Einspielergebnis. Erinnerung und öffentliche Wahrnehmung: University of Leicester, 2017, zur schwierigen Identifizierung Mary Jane Kellys und zur Lage ihres Grabes. Museums Association, 12. August 2015, zur Eröffnung des Jack the Ripper Museum und den damaligen Protesten. BBC History Magazine/HistoryExtra und The Independent, 23. Januar 2006, zur Leserumfrage von 2006. Die Abstimmung war nicht repräsentativ. Wichtig für die Einordnung: Der Fall wurde nie aufgeklärt. Die in der Folge genannten Männer tauchten in zeitgenössischen Ermittlungen, späteren Erinnerungen oder nachträglich entwickelten Theorien als Verdächtige auf. Ihre Nennung bedeutet keine Feststellung ihrer Täterschaft. Einige Angaben wurden erst Jahre oder Jahrzehnte nach den Ereignissen niedergeschrieben. Andere widersprechen überprüfbaren Daten oder wurden von den ursprünglichen Erzählern später verändert. Diese Unterschiede werden in der Folge jeweils kenntlich gemacht. Bei den neueren DNA-Behauptungen und den Arbeiten lebender Autorinnen, Autoren und Forschender beziehe ich mich auf ihre veröffentlichten Aussagen sowie auf die dazu erschienene fachliche Kritik. Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. 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  3. Das Heilbronner Dachsteinunglück 1954
    27.09., 00:0000:43:09

    Dreizehn Menschen im Schneesturm und die Frage nach Verantwortung Am 15. April 1954 brechen zehn Schüler und vier erwachsene Begleitpersonen von Obertraun zu einer Wanderung ins Dachsteinmassiv auf. Eine Lehrerin entscheidet sich während des Aufstiegs zur Umkehr. Die übrigen dreizehn Menschen werden später von zwei Arbeitern der Materialseilbahn gesehen. Danach verliert sich ihre Spur im Schneesturm. Diese Folge folgt dem Weg der Heilbronner Gruppe vom Aufbruch über die Schönbergalm bis ins offene Gelände des Dachsteinplateaus. Sie erzählt von den ersten Suchversuchen, der wochenlangen Bergungsaktion und den Spuren, anhand derer die letzten Stunden der Gruppe rekonstruiert wurden. Auch die Frage nach Verantwortung gehört zu dieser Geschichte. Warum wurde die Route geändert? Welche Warnungen sind zuverlässig überliefert? Wurde das Wetter unterschätzt? Dabei werden die unterschiedlichen Einschätzungen des Filmemachers Hajo Baumgärtner, des Heilbronner Stadtarchivars Christhard Schrenk, ehemaliger Schüler und einer Angehörigen voneinander getrennt dargestellt. Ab der letzten Begegnung mit den Seilbahnarbeitern endet das gesicherte Wissen. Rekonstruktionen, Vermutungen und persönliche Bewertungen werden deshalb ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Eine abschließende Schuldzuweisung erfolgt nicht. Inhaltswarnung: Die Folge behandelt den Tod von Jugendlichen und Erwachsenen durch Kälte und Erschöpfung. Auch die mehrwöchige Suche und einzelne Fundumstände werden sachlich beschrieben. Quellen Stadtarchiv Heilbronn: Das Heilbronner Dachsteinunglück 1954 Christhard Schrenk (Hrsg.): Das Heilbronner Dachsteinunglück 1954. Zehn Schüler und drei Lehrer verlieren am Karfreitag ihr Leben. Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn, Band 44, Heilbronn 2004, ISBN 978-3-928990-87-5. Publikationsübersicht des Stadtarchivs Gemeinde Obertraun: Heilbronner Dachstein-Tragödie 1954 Bergrettung Obertraun: Heilbronner Tragödie Bergrettung Obertraun: Bergmesse zum 70. Jahrestag und die Bedeutung des Suchhundes Ajax Stadt Heilbronn: 70 Jahre Heilbronner Dachstein-Unglück News4teachers: „Sie führen die Schüler in den Tod!“ 1954: Unglück im Dachsteingebirge MeinBezirk Salzkammergut: Heilbronner Dachsteinunglück 1954 Hallstatt.net: Heilbronner Tragödie Rudolf Lehr: Dachstein. Abenteuer in Vergangenheit und Gegenwart. OÖ Landesverlag, Linz 1982, ISBN 3-85214-333-0. Dokumentationen und zeitgenössisches Material: Stadtarchiv Heilbronn: „Schulausflug in den Tod“, Dokumentarfilm von Hajo Baumgärtner ServusTV: Das Heilbronner Dachstein-Unglück – Ausflug in den Tod ORF-Archiv: Die Heilbronner Tragödie vom Dachstein British Pathé: Pupils and Teachers Die in the Austrian Alps, Filmmaterial von 1954 SWR: Drama am Dachstein – Auf den Spuren der Kinder von Heilbronn, Dokumentarfilm von 2019. Oberösterreichische Nachrichten: Der Seiler hätte diese Tour nicht machen dürfen, 12. April 2014. Oberösterreichische Nachrichten: Dachstein-Drama: Aus der Tragödie wurde ein Mythos. Weiterführende Literatur: Peter Gruber: Tod am Stein, Roman, Bibliothek der Provinz 2006, ISBN 3-85252-729-5. Peter Gruber: Informationen zur überarbeiteten Ausgabe von Tod am Stein aus dem Jahr 2023 Kirchenmusik Heilbronn: Jochen Neuraths „Gefrorene Träume“ beim Gedenkkonzert 2014 Einige Einzelheiten werden in den ausgewerteten Quellen unterschiedlich wiedergegeben. Dazu gehören bestimmte Warnungen, die Bewertung der damaligen Wettervorhersage, der Zustand der Gruppe an der Schönbergalm, die Reihenfolge einzelner Funde und die Gesamtzahl der eingesetzten Helfer. Solche Angaben werden in der Folge entsprechend vorsichtig eingeordnet. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! 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  4. Robin Hood: Die Geschichte hinter der Legende
    20.09., 00:0001:09:18

    Vom Geächteten der Balladen zum Helden von Sherwood Robin Hood gehört zu den bekanntesten Sagengestalten Europas. Ob hinter dem Namen eine historische Person stand, ist bis heute ungeklärt. Die frühesten erhaltenen Balladen zeigen einen Geächteten, der sich deutlich von späteren Darstellungen unterscheidet. Robin ist dort ein Yeoman und kein enteigneter Graf. Sein König heißt Edward. Maid Marian, Bruder Tuck und Richard Löwenherz spielen in dieser frühen Überlieferung noch keine Rolle. Die Folge beginnt mit einer Nacherzählung zentraler Motive aus den ältesten Robin-Hood-Texten. Anschließend führt die Spur in das mittelalterliche Forstrecht, die Praxis der Ächtung und englische Gerichtsakten des 13. Jahrhunderts. Spätere Chronisten, Dorffeste, Theaterstücke, Romane und Filme veränderten die Figur immer weiter. In dieser Folge geht es unter anderem um: • Robin Hood in den frühen mittelalterlichen Balladen • die „Gest of Robyn Hode“ • Little John, Much und Will Scarlet • den Sheriff von Nottingham und Guy of Gisborne • Barnsdale und den Sherwood Forest • königliches Forstrecht und die Ächtung von Gesetzlosen • Robert Hod und die Gerichtsakte von 1225/1226 • den Namen „Robehod“ in einer Akte aus dem Jahr 1262 • Robin-Hood-Reime in „Piers Plowman“ • Maid Marian und Bruder Tuck • die spätere Verbindung zu Richard Löwenherz • Robin Hood als Earl of Huntington • das vermeintliche Grab im ehemaligen Priorat von Kirklees • Walter Scotts „Ivanhoe“ • Robin Hood in Literatur, Film und Popkultur • die verschiedenen Forschungspositionen zu einem historischen Vorbild Historische Einordnung: Eine bestimmte historische Person kann nach heutigem Forschungsstand nicht eindeutig als Robin Hood identifiziert werden. Mehrere reale Gesetzlose und Namensspuren wurden als mögliche Vorbilder diskutiert. Ebenso möglich ist, dass die Figur aus unterschiedlichen Personen, Erzählmotiven und Erfahrungen mit mittelalterlicher Rechtsprechung entstand. Die Folge kennzeichnet, welche Inhalte aus Balladen und späteren Erzählungen stammen, welche Angaben durch historische Dokumente belegt sind und an welchen Stellen es sich um Forschungsthesen handelt. Inhaltswarnung: Diese Folge enthält Schilderungen mittelalterlicher Gewalt. Thematisiert werden unter anderem Raub, Gefangenschaft, Enthauptung, die Tötung eines vermutlich sehr jungen Begleiters, die Verstümmelung eines Leichnams sowie ein tödlich endender Aderlass. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. 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Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC QUELLEN UND LITERATUR Mittelalterliche und frühneuzeitliche Quellen: • Gerichts- und Verwaltungsakten von Yorkshire, Einträge zu "Robert Hod" / "Hobbehod", 1226–1234 (The National Archives, London, Pipe Rolls). • Eintrag zu "William Robehod", Berkshire, 1261/62 (The National Archives; Erstpublikation durch David Crook, siehe unten). • William Langland: The Vision of Piers Plowman, B-Text (ca. 1377), Passus V (Erwähnung der "rymes of Robyn Hood"). • Andrew of Wyntoun: Orygynale Cronykil of Scotland (ca. 1420). • Walter Bower: Scotichronicon (Fortsetzung, ca. 1440–1447), Eintrag zum Jahr 1266. • Robin Hood and the Monk, Handschrift ca. 1450 (Cambridge University Library, MS Ff.5.48). • Robin Hood and the Potter, Handschrift ca. um 1500 (Cambridge University Library, MS Ee.4.35). • A Gest of Robyn Hode, frühe Drucke ca. 1495–1510 (u. a. Druck von Wynkyn de Worde). • Robin Hood and Guy of Gisborne, überliefert im Percy Folio Manuscript (17. Jh., British Library, Add MS 27879). • John Major: Historia Majoris Britanniae (Paris 1521), Buch IV (Datierung in die Zeit Richards I.). • Hugh Latimer: Sermons preached before King Edward VI (1549), Bericht über den "Robin Hood's Day". • Anthony Munday (mit Henry Chettle): The Downfall of Robert Earl of Huntington / The Death of Robert Earl of Huntington (London 1598/1601). • Martin Parker: A True Tale of Robin Hood (London 1632). • Joseph Ritson: Robin Hood: A Collection of All the Ancient Poems, Songs and Ballads, 2 Bde. (London 1795). • Walter Scott: Ivanhoe (Edinburgh 1819). • Howard Pyle: The Merry Adventures of Robin Hood (New York 1883). Wissenschaftliche Literatur: • R. B. Dobson / J. Taylor: Rymes of Robyn Hood. An Introduction to the English Outlaw, London 1976 (Standard-Quellensammlung mit Kommentar). • J. C. Holt: Robin Hood, London 1982 (überarbeitete Auflagen 1989, 2011; Standardwerk zur historischen Einordnung, u. a. zu Robert Hod 1226 und zum Publikum der Balladen). • David Crook: Some Further Evidence Concerning the Dating of the Origins of the Legend of Robin Hood, in: English Historical Review 99 (1984), S. 530–534 (Erstveröffentlichung des "William Robehod"-Fundes von 1262). • David Crook: Robin Hood. Legend and Reality, Woodbridge 2020. • Stephen Knight: Robin Hood. A Complete Study of the English Outlaw, Oxford 1994; ders.: Robin Hood. A Mythic Biography, Ithaca 2003 (zur literarischen Entwicklung, Munday, Maispiele, Marian). • Stephen Knight / Thomas Ohlgren (Hg.): Robin Hood and Other Outlaw Tales, Kalamazoo 1997 (TEAMS-Edition der Balladentexte mit Einleitungen; online frei zugänglich über die University of Rochester, "The Robin Hood Project"). • A. J. Pollard: Imagining Robin Hood. The Late-Medieval Stories in Historical Context, London 2004. • J. R. Maddicott / Diskussionsbeiträge von R. H. Hilton, M. Keen u. a. in der Zeitschrift Past & Present (1958–1961) zur sozialen Deutung der Balladen. • David Baldwin: Robin Hood. The English Outlaw Unmasked, Stroud 2010 (zur Godberd-These). • Zum Forstrecht: Charter of the Forest (1217); einführend etwa die Überblicksdarstellungen bei Holt (1982) sowie die Editionen der Forest Charters. • Zum Grab von Kirklees: Diskussion und Befunde bei Dobson/Taylor (1976) und Knight (1994). Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  5. Die Titanic - Der Untergang eines Mythos
    13.09., 00:0001:30:24

    Zwischen Luxus, Eiswarnungen und Legenden: die Geschichte hinter der bekanntesten Schiffskatastrophe der Welt Inhaltswarnung: In dieser Folge sprechen wir über den Untergang der Titanic. Es geht um eine reale Katastrophe mit mehr als 1.500 Toten. Erwähnt werden Angst, Panik, Tod im eiskalten Wasser, Verlust, geborgene Leichname, trauernde Angehörige sowie der Tod von Kindern und Familien. Bitte achtet gut auf euch und entscheidet selbst, ob ihr diese Folge gerade hören möchtet. In dieser Folge geht es um: – die Entstehung der Titanic und der Olympic-Klasse – Harland & Wolff in Belfast – White Star Line, Cunard und den Wettlauf um Größe, Luxus und Prestige – die Jungfernfahrt der Titanic im April 1912 – Southampton, Cherbourg und Queenstown – Eiswarnungen, Funkverkehr und die Rolle der Marconi-Funker – die Kollision mit dem Eisberg am 14. April 1912 – die Evakuierung und die Rettungsboote – die Carpathia und die Californian – Bruce Ismay und die Frage nach Schuld und Verantwortung – Klassenunterschiede und Überlebenschancen – die Bergung der Opfer – den Fund des Wracks 1985 – die Titanic als Grabstätte und Forschungsobjekt – Mythen, Legenden und Verschwörungserzählungen rund um die Titanic Besprochene Mythen und Legenden: – „praktisch unsinkbar“ und der spätere Unsinkbarkeitsmythos – das letzte Lied des Orchesters – Kapitän Smiths letzte Worte – die angebliche Mumie an Bord – Morgan Robertsons „Futility“ / „The Wreck of the Titan“ – die Olympic-Titanic-Tauschtheorie – J.P. Morgan und die Fed-Verschwörungserzählung – Kohlenbrand, Materialfragen und optische Täuschungen – kleinere Legenden wie Jenny, die Schiffskatze, und angebliche Vorzeichen Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Ein besonderes Dankeschön geht an Luke in den USA, der einige der Funksprüche für diese Folge eingesprochen hat. So führt diese Folge eine kleine Verbindung über den Atlantik – bis dorthin, wo die Titanic einst ankommen sollte. Ihr findet ihn auf Instagram unter: https://www.instagram.com/leonlagrey/ Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Frage an euch: Welche Szene, welcher Moment oder welche Frage aus dieser Titanic-Geschichte bleibt euch am meisten im Kopf? Wenn euch die Folge gefallen hat, freue ich mich sehr über eine positive Bewertung, ein Abo oder eine Weiterempfehlung. Gerade bei so aufwendig recherchierten Folgen hilft das unglaublich dabei, dass „Chronik der Schatten“ weiter wachsen kann. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Quellen und Recherchegrundlage: Diese Folge basiert auf historischen Untersuchungsberichten, Zeugenaussagen, Schiffsdokumenten, zeitgenössischen Berichten und moderner Titanic-Forschung. Besonders wichtig waren dabei die Protokolle und Abschlussberichte der amerikanischen Senatsuntersuchung von 1912 sowie der britischen Wreck Commissioner’s Inquiry unter Lord Mersey. Beide Untersuchungen sind heute unter anderem über das Titanic Inquiry Project zugänglich. Für technische Details, Passagier- und Besatzungsdaten, Funkverkehr, Rettungsbootfragen und die Einordnung einzelner Aussagen wurden außerdem Fachportale und Datenbanken wie Encyclopedia Titanica, das Maritime Museum of the Atlantic in Halifax, Unterlagen zur International Ice Patrol sowie Veröffentlichungen zu Harland & Wolff, White Star Line und RMS Titanic Inc. herangezogen. Zu den wichtigsten Sekundärquellen gehören unter anderem Werke von Walter Lord, Robert D. Ballard, Richard Howells, Mark Chirnside, Frances Wilson, Tim Maltin sowie moderne technische Neubewertungen wie A Centennial Reappraisal und Materialanalysen zu Stahl und Nieten, unter anderem von Tim Foecke und Jennifer Hooper McCarty. Einzelne Originalworte in der Folge – etwa Funksprüche der Californian und Titanic, Frederick Fleets Meldung „Iceberg right ahead“, Harold Brides Erinnerung an den SOS-Funkspruch sowie Auszüge aus Esther Harts Brief vom 14. April 1912 – wurden nur dort verwendet, wo sie durch Untersuchungsprotokolle, überlieferte Funklisten oder dokumentierte Briefe belegbar sind. Szenische Elemente, für die keine wörtliche Originalquelle erhalten ist, wurden im Skript ausdrücklich als atmosphärische Rekonstruktion gekennzeichnet. Für spätere Entwicklungen wurden außerdem Quellen zum Wrackfund von 1985, zur Bergung und Ausstellung von Artefakten, zur Debatte um die Titanic als Grabstätte sowie offizielle Untersuchungen und Berichte zur Implosion des Tauchboots Titan berücksichtigt. Hinweis: Zahlen zu Passagieren, Überlebenden und Todesopfern schwanken je nach Quelle leicht. In der Folge werden deshalb bewusst gerundete Werte, Spannen oder die am breitesten gestützten Angaben verwendet. Mythen, Legenden, Theorien und nicht eindeutig belegbare Überlieferungen werden in der Folge klar als solche eingeordnet. Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! 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  6. Die Dalton-Bande: Von Gesetzeshütern zu Gesetzlosen
    06.09., 00:0001:04:57

    Zugüberfälle, ein gescheiterter Doppelbankraub und das blutige Ende in Coffeyville Drei Brüder, die zunächst den Stern trugen und später selbst von Gesetzeshütern verfolgt wurden: Die Geschichte der Dalton-Bande gehört zu den bekanntesten Erzählungen des amerikanischen Westens. Frank Dalton galt als angesehener Deputy US Marshal. Nach seinem gewaltsamen Tod übernahmen seine jüngeren Brüder Grat und Bob Aufgaben im Gesetzesdienst. Auch Emmett Dalton begleitete sie als Wächter und Posse-Mann. Dabei lernten die Brüder die Zuständigkeitsprobleme und Schwachstellen der Behörden im Grenzgebiet zwischen Kansas, dem Oklahoma-Territorium und dem damaligen Indianerterritorium aus nächster Nähe kennen. Vorwürfe wegen Whiskeyhandels und Pferdediebstahls, der missglückte Zugüberfall bei Alila in Kalifornien und das Gefühl, vom Rechtssystem ungerecht behandelt zu werden, leiteten den Bruch mit ihrem bisherigen Leben ein. Bob, Grat und Emmett Dalton wurden zu Gejagten. Gemeinsam mit Männern wie Bill Doolin, George „Bitter Creek“ Newcomb, Charlie Bryant, Dick Broadwell und Bill Powers entstand eine Bande, die mehrere Züge überfiel und den Behörden immer wieder entkam. Nach den Überfällen bei Wharton, Leliaetta, Red Rock und Adair stiegen die ausgesetzten Belohnungen. Die Jagd auf die Bande wurde immer enger. Bob Dalton entwickelte daraufhin einen letzten Plan: Zwei Banken sollten gleichzeitig und am helllichten Tag ausgeraubt werden. Als Tatort wählte er ausgerechnet Coffeyville in Kansas, die frühere Heimat der Brüder. Am Morgen des 5. Oktober 1892 ritten Bob, Grat und Emmett Dalton gemeinsam mit Bill Powers und Dick Broadwell in die Stadt. Trotz falscher Bärte wurden sie erkannt. Während sich die Männer auf die First National Bank und die C. M. Condon & Company Bank aufteilten, bewaffneten sich Einwohner im nahe gelegenen Eisenwarenladen. Innerhalb von etwa zwölf Minuten entwickelte sich ein heftiger Schusswechsel. Stadtmarshal Charles Connelly, Lucius Baldwin, George Cubine und Charles Brown wurden getötet. Aufseiten der Bande starben Bob und Grat Dalton, Bill Powers und Dick Broadwell. Emmett Dalton wurde von zahlreichen Kugeln und Schrotladungen getroffen, überlebte jedoch. 1893 wurde Emmett wegen Mordes zweiten Grades zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach rund vierzehn Jahren kam er zunächst auf Bewährung frei und wurde wenig später begnadigt. Er zog nach Kalifornien, arbeitete als Bauunternehmer und Immobilienmakler, veröffentlichte Bücher und beteiligte sich an filmischen Darstellungen seiner eigenen Geschichte. Die Folge beschäftigt sich außerdem mit dem ungeklärten Rätsel eines möglichen sechsten Reiters. Auch die Geschichten über Eugenia Moore, Flo Quick, die „Rose of Cimarron“ und Emmetts spätere Ehefrau Julia Johnson werden eingeordnet. Einige dieser Frauen haben nachweislich gelebt, ihre angeblichen Verbindungen zur Dalton-Bande beruhen jedoch teilweise auf späteren Erzählungen, Verwechslungen oder Selbstdarstellungen. Hinweis zur historischen Sprache In dieser Folge verwende ich bewusst die Begriffe „Indianer“ und „Indianerterritorium“, da sie in den zeitgenössischen Quellen und historischen Bezeichnungen des 19. Jahrhunderts vorkommen und für die damaligen Zusammenhänge relevant sind. Mir ist bewusst, dass diese Begriffe heute teilweise als überholt oder problematisch gelten. Gemeint sind die indigenen Bevölkerungsgruppen Nordamerikas sowie das damalige Indian Territory der Vereinigten Staaten. Hinweis zur historischen Einordnung: Bei der Geschichte der Dalton-Bande liegen zeitgenössische Berichte, spätere Erinnerungen und Wildwest-Legenden häufig eng beieinander. Angaben zu umstrittenen Tatbeteiligungen, Beutesummen und persönlichen Beziehungen werden in der Folge entsprechend als belegt, unsicher oder lediglich überliefert gekennzeichnet. Der im historischen Zusammenhang verwendete Begriff „Indianerterritorium“ bezeichnet ein damaliges Verwaltungsgebiet der Vereinigten Staaten. Er wird in dieser Folge ausschließlich als historische Bezeichnung verwendet. Inhaltswarnung: In dieser Folge geht es mehrfach um Schusswechsel, tödliche Gewalt und schwere Verletzungen. Einzelne Szenen schildern den Tod von Menschen, Schusswunden sowie den damaligen Umgang mit den Leichen der Getöteten etwas genauer. Bitte entscheide selbst, ob diese Inhalte für dich in Ordnung sind. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Quellenverzeichnis: Die folgende Aufstellung dokumentiert die für dieses Skript verwendeten Quellen. Die Darstellung der gesicherten Ereignisse stützt sich auf zeitgenössische Zeitungsberichte, historische Fachliteratur sowie etablierte historische und enzyklopädische Aufarbeitungen. Als Erzählung oder Überlieferung gekennzeichnete Passagen (insbesondere zu Eugenia Moore/Flo Quick, der „Rose of Cimarron“, der Kennenlern-Geschichte von Julia Johnson, dem „sechsten Reiter“ sowie vereinzelten Detailangaben) sind im Text ausdrücklich als solche markiert, da sie sich historisch nicht zweifelsfrei belegen lassen. Wo Quellen in Daten oder Beutesummen voneinander abweichen, wurde dies im Skript offengelegt. Primär- und zeitgenössische Quellen / zeitgenössische Berichterstattung: • Coffeyville Journal (D. S. Elliott, Bericht vom 7. Oktober 1892), wiedergegeben bei Legends of America: „Dalton Raid in Coffeyville – Historic Text“ — https://www.legendsofamerica.com/we-daltonhistorictext/ • EyewitnessToHistory.com: „The Dalton Gang's Last Raid, 1892“ — http://www.eyewitnesstohistory.com/daltons.htm Historische & enzyklopädische Aufarbeitungen • The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture (Oklahoma Historical Society), „Dalton Gang“ von Nancy B. Samuelson — https://www.okhistory.org/publications/enc/entry?entry=DA006 • National Park Service: „Coffeyville, Kansas: The Town That Stopped the Dalton Gang (Teaching with Historic Places)“ — https://www.nps.gov/articles/coffeyville-kansas-the-town-that-stopped-the-dalton-gang-teaching-with-historic-places.htm • HISTORY.com: „The Dalton Gang is wiped out in Coffeyville, Kansas (October 5, 1892)“ — https://www.history.com/this-day-in-history/october-5/the-dalton-gang-is-wiped-out-in-coffeyville-kansas • HISTORY.com: „Dalton Gang commits its first train robbery (February 6, 1891)“ — https://www.history.com/this-day-in-history/dalton-gang-commits-its-first-train-robbery • HistoryNet: „Dalton Gang's Raid on Coffeyville“ (Robert Barr Smith u. a.) — https://historynet.com/dalton-gangs-raid-on-coffeyville/ • HistoryNet: „Dalton Gang“ (zu den Legenden um Eugenia Moore, Flo Quick, Rose of Cimarron, Julia Johnson) — https://historynet.com/dalton-gang/ • HistoryNet: „Emmett Dalton“ — https://historynet.com/emmett-dalton/ • True West Magazine: „On the Trail of the Dalton Gang“ (u. a. zum Adair-Überfall und Dr. Goff) — https://www.truewestmagazine.com/article/on-the-trail-of-the-dalton-gang/ • Legends of America: „The Deadly Dalton Gang“ — https://www.legendsofamerica.com/dalton-gang/ • Legends of America: „The Dalton Brothers – Lawmen & Outlaws“ — https://www.legendsofamerica.com/we-daltonbrothers/ • City of Coffeyville (offizielle Website): „The Dalton Raid Story“ — https://www.coffeyville.com/514/The-Dalton-Raid-Story Biografische Detailquellen • Wikipedia: „Dalton Gang“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Dalton_Gang • Wikipedia: „Frank Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Frank_Dalton • Wikipedia: „Bob Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Dalton • Wikipedia: „Grat Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Grat_Dalton • Wikipedia: „Emmett Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Emmett_Dalton • Emmett Dalton Timeline / Biografie (kayempea.net) — http://www.kayempea.net/adds/timeline.htm Weiterführende Fachliteratur (im Skript inhaltlich berücksichtigt bzw. als Standardwerke genannt) • Robert Barr Smith: „Daltons! The Raid on Coffeyville, Kansas“ (University of Oklahoma Press, 1996). • Nancy B. Samuelson: „The Dalton Gang Story: Lawmen to Outlaws“ (Shooting Star Press, 1992). • Lue Diver Barndollar: „What Really Happened on October 5, 1892“ (Coffeyville Historical Society, 1992). • D. S. Elliott / Ed Bartholomew: „The Dalton Gang and the Coffeyville Raid“ (Frontier Book Co., 1968). • Glenn Shirley: „West of Hell's Fringe: Crime, Criminals, and the Federal Peace Officer in Oklahoma Territory, 1889–1907“ (University of Oklahoma Press, 1978). Rechtlicher Hinweis zur Verwendung: Dieses Skript gibt ausschließlich historische, gemeinfreie Ereignisse sowie öffentlich dokumentierte Forschungsstände wieder. Es enthält keine wörtlichen Übernahmen aus den genannten Quellen, sondern eigenständige Formulierungen. Die handelnden Personen sind seit über einem Jahrhundert verstorben. Klar als Legende oder Überlieferung gekennzeichnete Inhalte erheben keinen Anspruch auf Tatsachenbehauptung. 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  7. Die Inuit und das dänische Schweigen – Grönlands Spiralkampagne
    30.08., 00:0001:04:55

    Eine Geschichte über koloniales Unrecht, medizinische Gewalt und das jahrzehntelange Schweigen über die Zwangsverhütung grönländischer Mädchen und Frauen. In dieser Folge reisen wir nach Grönland – nach Kalaallit Nunaat. Es geht um eine Geschichte, über die lange kaum öffentlich gesprochen wurde: die sogenannte Spiralkampagne. Ab den 1960er-Jahren wurden tausenden grönländischen Mädchen und Frauen Spiralen eingesetzt. In vielen dokumentierten Fällen geschah das ohne ausreichende Aufklärung, ohne wirksame Einwilligung, ohne Wissen der Eltern oder gegen den Willen der Betroffenen. Viele der Mädchen waren minderjährig, einige erst zwölf, dreizehn oder vierzehn Jahre alt. Diese Folge erzählt die Geschichte hinter diesem dänisch-grönländischen Kapitel: von der Kolonialgeschichte Grönlands über die Modernisierungsprogramme nach dem Zweiten Weltkrieg, die sogenannten Experimentkinder von 1951, die Bevölkerungspolitik der 1960er-Jahre, die Berichte der Betroffenen, das jahrzehntelange Schweigen, die DR-Recherche von 2022, die unabhängige Untersuchung, die offizielle Entschuldigung Dänemarks und die spätere Entschädigungsregelung. Es ist eine Geschichte über Macht, Medizin, koloniales Denken und darüber, was passieren kann, wenn Menschen nicht mehr als einzelne Personen mit Rechten gesehen werden, sondern als Zahlen in einer Planungstabelle. Inhaltswarnung: In dieser Folge geht es um koloniales Unrecht, medizinische Eingriffe an Minderjährigen ohne wirksame Einwilligung, fehlende Aufklärung, körperliche und seelische Verletzungen, Schwangerschaftsabbrüche, ungewollte Kinderlosigkeit und die langfristigen Folgen institutioneller Gewalt. Bitte passt gut auf euch auf und entscheidet selbst, ob ihr diese Folge heute hören möchtet. Hinweis zur Einordnung: Alle Fakten dieser Folge beruhen auf offiziellen Untersuchungen, historischen Dokumenten, journalistischen Recherchen und Aussagen von Betroffenen. Persönliche Erinnerungen und Schilderungen einzelner Menschen werden in der Folge ausdrücklich als solche eingeordnet. Kapitel dieser Folge: • Ankommen in Kalaallit Nunaat • Die dänische Kolonialgeschichte Grönlands • Die Experimentkinder von 1951 • Grönland nach 1953 • Modernisierung, G-50, G-60 und Blok P • Bevölkerungspolitik und der Beginn der Spiralkampagne • Die Eingriffe und die Berichte der Betroffenen • Körperliche und seelische Folgen • Naja Lyberth und das Brechen des Schweigens • Die DR-Recherche von 2022 • Klage, Untersuchung und politische Aufarbeitung • Die Entschuldigung Dänemarks • Entschädigung und Verantwortung • Medizinethik und informierte Einwilligung • Das dänische Schweigen Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC QUELLEN: • DR / Danmarks Radio: Podcast-Serie „Spiralkampagnen“ von Celine Klint und Anne Pilegaard Petersen, Mai 2022. • Unabhängige dänisch-grönländische Untersuchung zur Praxis der Empfängnisverhütung in Kalaallit Nunaat / Grönland im Zeitraum 1960 bis 1991, veröffentlicht im September 2025. • Statsministeriet / dänische Regierung: Erklärungen und Pressemitteilungen zur offiziellen Entschuldigung in der Spiralsache, September 2025. • KNR / grönländischer Rundfunk und Sermitsiaq: Berichterstattung zur Untersuchung, zur Entschuldigung und zur politischen Aufarbeitung in Grönland. • Tagesschau: „Zwangsverhütung in Grönland: Eine lang erwartete Entschuldigung“, 24.09.2025. • ZDF heute: „Zwangsverhütung in Grönland: Dänemark entschuldigt sich“, 28.08.2025. • Deutsches Ärzteblatt: Berichterstattung zur offiziellen Entschuldigung Dänemarks bei Grönländerinnen, 25.09.2025. • Deutsches Ärzteblatt: Berichterstattung zur Entschädigung der Opfer von Zwangsverhütung in Grönland, 11.12.2025. • Reuters: Berichte zur Entschuldigung Dänemarks und zur späteren Entschädigungsregelung für betroffene grönländische Frauen, 2025. • Associated Press: Berichterstattung zur unabhängigen Untersuchung und zur Entschädigungsregelung, 2025. • BBC News: Berichterstattung zur Spiralkampagne, zur dänisch-grönländischen Untersuchung und zur Entschuldigung Dänemarks. • NZZ: Reportagen und Hintergründe zur Spiralkampagne in Grönland, unter anderem zu Betroffenen, Aufarbeitung und kolonialem Kontext, 2025. • SRF: „Spiralen-Skandal: Dänemark entschuldigt sich bei Grönländerinnen“, Echo der Zeit, August 2025. • Süddeutsche Zeitung: Porträt und Berichterstattung zu Naja Lyberth und den betroffenen Frauen, 2024. • Polarkreisportal: Beiträge zur Entschuldigung, zur Zeremonie in Nuuk und zur Entschädigung für Betroffene der Spiralkampagne, 2025. • fluter / Bundeszentrale für politische Bildung: Interview und Hintergrund zum grönländischen Kinderexperiment von 1951 und Helene Thiesen, 2022. • BBC News: „Denmark apologises to children taken from Greenland in a 1950s social experiment“, 08.12.2020. • Deutsche Welle: „Grönland und Dänemark: Wie Skandale die Beziehung belasten“, 29.01.2025. • Der Nordschleswiger: Hintergrund zum Kinderexperiment in Grönland, 2021. • Ergänzend zur historischen Einordnung: Überblicksdarstellungen zu Hans Egede, dänischer Kolonialpolitik in Grönland, Thule-Umsiedlung, Heimregierung 1979, erweiterter Selbstverwaltung 2009 und dem Verhältnis zwischen Dänemark und Grönland. 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  8. Der Eisenberg bei Goldhausen - Deutschlands sagenumwobener Goldberg
    23.08., 00:0001:07:31

    Die Geschichte des Eisenbergs bei Goldhausen: Deutschlands sagenumwobener Goldberg, eine verschwundene Grafenburg und die Legenden vom Zwerg Erpo und den Wichteln im Berg. In dieser Folge von "Chronik der Schatten" geht es nach Nordhessen – genauer gesagt zum Eisenberg bei Goldhausen, südwestlich von Korbach. Auf den ersten Blick wirkt der Eisenberg unscheinbar: bewaldet, ruhig, mit einem alten Aussichtsturm auf der Kuppe. Doch in seinem Inneren liegt eine der bedeutendsten Goldlagerstätten Deutschlands. Über Jahrhunderte wurde hier Gold gewonnen – in engen Stollen, mit harter Handarbeit und unter Bedingungen, die man sich heute kaum noch vorstellen kann. Wir schauen uns an, wie dieses Gold überhaupt in den Berg kam, warum der Eisenberg eigentlich einen irreführenden Namen trägt und wie aus einer Bergmannssiedlung das heutige Goldhausen entstand. Außerdem geht es um die Burg Eisenberg, später Schloss Eisenberg, die einst auf der Kuppe stand. Sie war Residenz der Grafen von Waldeck-Eisenberg, wurde ausgebaut, beschädigt, verlassen, abgetragen und schließlich fast vollständig vergessen – bis Archäologen ihre Grundmauern wieder sichtbar machten. Natürlich darf auch die Sagenwelt nicht fehlen. Denn rund um den Eisenberg erzählen sich die Menschen Geschichten vom Zwerg Erpo, vom Goldhäuser Teich und von den Wichteln im Berg. Diese Erzählungen werden in der Folge klar als Sagen eingeordnet, zeigen aber sehr schön, wie tief sich der Goldbergbau in das Gedächtnis der Region eingegraben hat. In dieser Folge geht es unter anderem um: – den geologischen Ursprung des Goldes im Eisenberg – Goldbergbau seit dem Mittelalter – Albertus Magnus und die frühe Erwähnung des Korbacher Goldes – die Burg und das spätere Schloss Eisenberg – die Grafen von Waldeck-Eisenberg – Goldhausen als Bergmannssiedlung – auswärtige Investoren aus Nürnberg, Straßburg und Magdeburg – Verhandlungen mit den Fuggern – den Niedergang durch Krieg, Holzmangel und wirtschaftliche Grenzen – moderne Goldsuche im 20. Jahrhundert – die Wiederentdeckung der Burgruine – das Besucherbergwerk und die Goldspur Eisenberg – den Zwerg Erpo, den Goldhäuser Teich und die Wichtel im Berg Vielen Dank an das Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach. Dort durfte ich Fotos anfertigen, um auf Instagram einige der archäologischen Funde und Exponate aus dieser Episode zeigen zu können. Schaut sie euch gerne auf meinem Instagram-Kanal chronik.der.schatten_podcast an. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC QUELLEN UND LITERATUR Hinweis zur Arbeitsweise: Alle historischen Angaben dieser Folge beruhen auf den unten genannten Quellen. Sagen, Märchen und lokale Überlieferungen wurden ausdrücklich als Erzählgut gekennzeichnet und sinngemäß, nicht wörtlich, nach der Goldhäuser Überlieferung nacherzählt. Bei Jahreszahlen mit abweichender Überlieferung wurden die Unterschiede im Skript benannt. Fachliteratur und wissenschaftliche Grundlagen: • Jens Kulick: Burg Eisenberg bei Goldhausen. Führungsblatt zu den Wallanlagen und der Ruine Burg Eisenberg auf dem Eisenberg bei Korbach-Goldhausen, Kreis Waldeck-Frankenberg. Archäologische Denkmäler in Hessen, Heft 17. Landesamt für Denkmalpflege Hessen. • Jens Kulick: Goldbergbau am Eisenberg bei Goldhausen. Führungsblatt zu einem Industriedenkmal des Mittelalters und der frühen Neuzeit bei Korbach-Goldhausen, Kreis Waldeck-Frankenberg. Archäologische Denkmäler in Hessen, Heft 143. Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden 1998. • Walter Hellwig: Die Suche nach Gold in Deutschlands reichster Lagerstätte, dem Eisenberg bei Korbach und seiner Umgebung. Korbach, 2016. • Walter Hellwig, Birgit Emde und Volker Emde: Durch Stollen und Schächte zum Gold. Zur Geschichte des Goldbergbaus im Eisenberg bei Goldhausen. • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen, 3. Auflage, 2000. • Jörg Lindenthal: Kulturelle Entdeckungen. Archäologische Denkmäler in Hessen. Jenior, Kassel, 2004. • Rolf Müller: Schlösser, Burgen, alte Mauern. Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden, 1990. • U. Bockshammer: Ältere Territorialgeschichte der Grafschaft Waldeck. Marburg, 1958. Historische Quellen und ältere Überlieferung: • Albertus Magnus: De mineralibus. Erwähnung des Goldes aus dem Raum Korbach beziehungsweise Eisenberg. • Tacitus: Annalen. Hinweis auf den antiken Flussnamen Adrana, der häufig mit der heutigen Eder in Verbindung gebracht wird. • Alfred Yark: Darstellung zur Burggeschichte des Eisenbergs. Waldeckische Gemeinnützige Zeitschrift, 1837; später auch in: Friedrich Gottschalck: Die Ritterburgen Deutschlands, Band 1, Magdeburg, 1840. • Anonymer Verfasser: Historisch-kritischer Commentar über Yark’s Eisenberg. Waldeckische Gemeinnützige Zeitschrift, 1837. Onlinequellen und Institutionen: • Goldhausen im Ferienland Waldeck: Informationen zur Ortsgeschichte, zum Goldbergbau am Eisenberg, zur Burgruine Eisenberg, zum Besucherbergwerk, zur Goldspur Eisenberg sowie zu den Goldhäuser Sagen und Märchen. • Hansestadt Korbach: Themenseite „Gold“ mit Informationen zur Goldlagerstätte, zum Besucherbergwerk, zur Goldspur Eisenberg und zum Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach. • Geopark GrenzWelten: Informationen zum Goldbergbaurevier am Eisenberg, zur Entstehung der Goldlagerstätte, zu den historischen Stollen und zur Goldspur Eisenberg. • Westfälische Hanse: Beiträge zu den „Korbacher Unterwelten“ sowie zu Gold, Kupfer und Eisen in Korbach. • LAGIS Hessen: Eintrag zur Burg Eisenberg bei Korbach. • Germanisches Nationalmuseum / Projekt „Renaissanceschlösser in Hessen“: Informationen zur Ruine Eisenberg bei Goldhausen. • EBIDAT – Datenbank des Europäischen Burgeninstituts: Einträge „Eisenberg I–III“ bei Korbach. • Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach: Informationen zur Dauerausstellung über Stadtgeschichte, Geologie, Archäologie, Goldbergbau und Burg Eisenberg. • Wikipedia: Artikel „Burg Eisenberg (Korbach)“ und „Goldhausen (Korbach)“ als ergänzende Überblicksquellen und zur Orientierung bei Baugeschichte, Datierungen, Ortsgeschichte und weiterführenden Verweisen. Sagen und Erzählgut: • Goldhausen im Ferienland Waldeck: „Der Goldhäuser Teich“ nach M. Schmalz. Grundlage für die Sage um den Zwerg Erpo, den Goldhäuser Teich, den Königssohn vom Rhein, das Amulett und die verlorene Goldader. • Goldhausen im Ferienland Waldeck: „Das Märchen von Goldhausen“. Grundlage für die Erzählung von den Goldhäuser Wichteln, der goldenen Kugel und dem Bergmann, der den Frieden des kleinen Volkes stört. Hinweis: Die Sagen und Märchen wurden in der Folge nicht als historische Tatsachen dargestellt, sondern als lokale Überlieferungen eingeordnet. Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  9. Der Zauberer Jackl - Salzburgs dunkelste Hexenprozesse
    16.08., 00:0000:56:39

    Ein Phantom, Bettlerkinder und eine Verfolgungswelle, die weit über hundert Menschen das Leben kostete. Achtung, Triggerwarnung: Diese Folge enthält Schilderungen und Einordnungen zu historischer Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, Folter, erzwungenen Geständnissen, Hinrichtungen, Haftbedingungen und Hinweisen auf sexualisierte Gewalt in historischen Gefängnis- und Verhörsituationen. Bitte hört diese Folge nur, wenn ihr euch mit diesen Themen gerade sicher fühlt. In dieser Folge geht es um: – die Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse von 1675 bis 1690 – den Opferstockdiebstahl von Golling – Barbara Koller, genannt Schinderbärbel – Jakob Koller, den sogenannten Schinderjackl oder Zauberer-Jackl – Dionys Feldner und die Eskalation der Verfahren ab 1677 – Hofrat Sebastian Zillner und die zentrale Verhörfrage: „Hast du den Zauberer-Jackl gekannt?“ – den Hexenturm von Salzburg – die Richtstätte von Gneis – Folter, erzwungene Geständnisse und die Logik frühneuzeitlicher Strafverfahren – Kinder- und Bettlerhexenprozesse im späten 17. Jahrhundert – die Rolle von Armut, sozialer Ausgrenzung, Obrigkeit und Dämonenglauben – die Sage vom Zauberer-Jackl und die Trennung zwischen Überlieferung und belegbarer Geschichte – Erinnerung, Forschung und das lange Nachwirken dieser Verfolgung Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Quellen und weiterführende Literatur: Wissenschaftliche Literatur: Heinz Nagl: Der Zauberer-Jackl-Prozeß. Hexenprozesse im Erzstift Salzburg 1675–1690. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Teil 1: Band 112/113, 1972/73, S. 385–539. Teil 2: Band 114, 1974/75, S. 79–241. Gerald Mülleder: Zwischen Justiz und Teufel. Die Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse (1675–1679) und ihre Opfer. LIT Verlag, Wien 2009. Gerald Mülleder: Vom Zauberer Jackl und seinem Anhang – Zur Rezeption und Tradition der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse. In: Festschrift Heide Dienst zum 65. Geburtstag. Wolfgang Fürweger: Verbrannte Kindheit. Die vergessenen Kinder der Hexenprozesse um den Zauberer Jackl. Ueberreuter, Wien 2015. Online-Quellen und Nachschlagewerke: Wikipedia: Zauberbubenprozesse in Salzburg https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberbubenprozesse_in_Salzburg Wikipedia: Zaubererjackl witch trials https://en.wikipedia.org/wiki/Zaubererjackl_witch_trials Wikipedia: Max Gandolph von Kuenburg https://en.wikipedia.org/wiki/Max_Gandolph_von_Kuenburg Rita Voltmer: Salzburger Zauberer-Jackl-Verfolgungen (1675–1679), Anmerkungsapparat mit Forschungsüberblick https://storicamente.org/voltmer_link4 Skriptum: Die Bettlerbubenverfolgung in Salzburg 1675 bis 1681 Mit Details zum Verfahren gegen Dionys Feldner, den Daten 18. Mai 1677, 21. Juli 1677 und 3. September 1677 sowie dem Kopfgeld von 30 Reichstalern. https://www.lehrnarrangements.at/Aktualisierung_Dateien/07-Plattform1/unterlagen/Der%20Zauberer%20Jackl_Skriptum.pdf Leseprobe zu Wolfgang Fürweger: Verbrannte Kindheit Mit Angaben zu Opferzahlen, Matthias Hauser, Margarete Reinberger, Sebastian Zillner und der Verfolgungswelle Ende 1677 bis Mitte 1678. https://content.e-bookshelf.de/media/reading/L-3454203-b5b6be1100.pdf derStandard.at: Der „Zauberer Jackl“ und die Auslöschung der Unterschicht Zur Dokumentation von Sabine Bauer und zur Zahl von mindestens 138 Hingerichteten. https://www.derstandard.at/story/1231153033822/der-zauberer-jackl-und-die-ausloeschung-der-unterschicht SalzburgerLand Magazin: Sagenhaft: Der Zauberer-Jackl Zur Sagenüberlieferung und zur überlieferten Verhörfrage. https://www.salzburgerland.com/de/magazin/sagenhaft-der-zauberer-jackl/ MeinBezirk.at / Tennengau: Was steckt dahinter: Der Zauberbubenprozess Zum Opferstockdiebstahl in Golling, dem Pfleggericht Burg Golling und den Hinrichtungen. https://www.meinbezirk.at/tennengau/c-gedanken/was-steckt-dahinter-der-zauberbubenprozess_a5158381 Blogdokumentation: Die Zauberer-Jackl-Prozesse in Salzburg Zum Hexenturm in der Paris-Lodron-Straße, zur Zerstörung 1944, zur Gedenktafel, zu Opferzahlen und zur Peinlichen Ordnung Maximiliani Gandolphi. http://derrotestiftche.blogspot.com/2007/02/die-zauberer-jackl-prozesse-in-salzburg.html Künstlerische und dokumentarische Aufarbeitungen: Felix Mitterer: Die Kinder des Teufels. Sabine Bauer: Hast du den Zauberer Jackl gekannt? Hinweis zur Quellenlage: Die Opferzahlen der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse unterscheiden sich je nach Zählweise und Forschungsansatz. In der Literatur werden ungefähr 198 bis 232 Angeklagte beziehungsweise in den Prozesszusammenhang einbezogene Personen genannt. Die Zahl der Hingerichteten schwankt je nach Abgrenzung zwischen mindestens 138 beziehungsweise 139 und bis zu etwa 167 Menschen. In der Folge werden deshalb bewusst Spannweiten genannt und keine einzelne glatte Zahl. Auch einzelne Altersangaben, Schreibweisen und Datierungen unterscheiden sich in der Literatur. Das betrifft unter anderem das Alter Jakob Kollers, das Alter Dionys Feldners, das jüngste genannte Todesopfer sowie die Schreibweise Zillner beziehungsweise Ziller. Diese Unsicherheiten werden in der Folge entsprechend eingeordnet. In der Folge wird ausdrücklich zwischen belegbaren Fakten, Forschungsdeutungen, erfolterten Aussagen und späteren Sagenmotiven unterschieden. Alles, was in den Bereich der Sage, Überlieferung oder Vermutung fällt, wird als solches gekennzeichnet. Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  10. Kaspar Hauser – Das Rätsel seiner Zeit
    09.08., 00:0000:51:21

    Ein junger Mann taucht 1828 in Nürnberg auf. Ohne klare Herkunft, mit einer rätselhaften Geschichte und einem Tod, der bis heute Fragen hinterlässt. In dieser Folge reisen wir nach Nürnberg und Ansbach ins frühe 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht Kaspar Hauser, der am 26. Mai 1828 plötzlich auf dem Nürnberger Unschlittplatz auftauchte und schon bald als „Kind Europas“ bekannt wurde. Wir sprechen über seine ersten Tage in Nürnberg, die Briefe, die er bei sich trug, seine später erzählte Vorgeschichte, die Beobachtungen im Turm Luginsland, seine Zeit bei Georg Friedrich Daumer, Johann Biberbach, Gottlieb von Tucher und Johann Georg Meyer. Außerdem geht es um Anselm von Feuerbach, die Idee eines „Verbrechens am Seelenleben“, die Prinzentheorie um das Haus Baden, Lord Stanhope, den tödlichen Vorfall im Ansbacher Hofgarten und die Frage, weshalb Kaspar Hausers Geschichte bis heute so stark nachwirkt. Ein wichtiger Teil der Folge ist die moderne DNA-Forschung. Die Untersuchungen zeigen: Kaspar Hauser war nach heutigem wissenschaftlichem Stand kein badischer Erbprinz. Damit ist eine der berühmtesten Theorien widerlegt, aber seine eigentliche Herkunft bleibt weiterhin ungeklärt. Wie immer gilt: In dieser Folge trenne ich zwischen belegbaren Fakten, zeitgenössischen Berichten, späteren Deutungen und offenen Fragen. Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um mögliche Isolation, Vernachlässigung, psychische Belastung, Selbstverletzungstheorien, Gewalt und Tod. Bitte hört nur weiter, wenn ihr euch mit diesen Themen gerade wohlfühlt. Erwähnte Themen in der Folge: Kaspar Hauser Nürnberg Ansbach Unschlittplatz Turm Luginsland Georg Friedrich Daumer Anselm von Feuerbach Lord Stanhope Haus Baden Stéphanie de Beauharnais Prinzentheorie DNA-Untersuchungen Kaspar-Hauser-Syndrom Hofgarten Ansbach Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Quellenhinweise und weiterführende Literatur Für diese Folge wurden historische Quellen, zeitgenössische Zeugnisse, wissenschaftliche Arbeiten, museale Informationen, neuere DNA-Untersuchungen sowie ausgewählte Darstellungen zur literarischen und filmischen Rezeption des Falls Kaspar Hauser genutzt. Primärquellen und zeitgenössische Zeugnisse: Anselm von Feuerbach: Kaspar Hauser. Beispiel eines Verbrechens am Seelenleben des Menschen, Ansbach 1832. Digitalisat über die Bayerische Staatsbibliothek / Münchener Digitalisierungszentrum. Jakob Friedrich Binder: Bekanntmachung des Magistrats der Stadt Nürnberg, 1828. Die Bekanntmachung betrifft den in Nürnberg aufgefundenen jungen Menschen, der später als Kaspar Hauser bekannt wurde. Philip Henry Earl Stanhope: Materialien zur Geschichte Kaspar Hausers, Heidelberg 1835. Jochen Hörisch, Hrsg.: Ich möchte ein solcher werden wie … Materialien zur Sprachlosigkeit des Kaspar Hauser, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979. Biografische und historische Überblicksquellen: Deutsche Biographie: Eintrag Hauser, Kaspar. Markgrafenmuseum Ansbach / Kaspar-Hauser-Abteilung: Informationen zu Leben, Tod und Nachwirkung Kaspar Hausers. Stadt Ansbach / Tourismus Ansbach: Informationen zu Kaspar-Hauser-Orten, dem Markgrafenmuseum und den Ansbacher Erinnerungsorten. Bayerische Schlösserverwaltung: Informationen zum Ansbacher Hofgarten und zum Vorfall vom 14. Dezember 1833. Romantisches Franken: Informationen zum Kaspar-Hauser-Gedenkstein im Ansbacher Hofgarten mit der Inschrift „Hic occultus occulto occisus est“. Wikipedia-Artikel Kaspar Hauser, deutschsprachige Fassung, als ergänzende Überblicksquelle und zur Orientierung über Literatur, Rezeption und Forschungsstand. Zentrale Angaben wurden mit weiteren Quellen abgeglichen. Wissenschaftliche Literatur und Forschung: Ivo Striedinger: Hauser Kaspar, der „rätselhafte Findling“, in: Lebensläufe aus Franken, Band III, 1927. Ivo Striedinger: Neues Schrifttum über Kaspar Hauser, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, 6. Jahrgang, 1933. Jean Mistler: Gaspard Hauser, un drame de la personnalité, Fayard, Paris 1971. Fritz Trautz: Zum Problem der Persönlichkeitsdeutung: Anläßlich des Kaspar-Hauser-Buches von Jean Mistler, in: Francia, Band 2, 1974. Karl Leonhard: Kaspar Hauser und die moderne Kenntnis des Hospitalismus, in: Confinia Psychiatrica, Band 13, 1970. Walther Schreibmüller: Bilanz einer 150jährigen Kaspar-Hauser-Forschung, in: Genealogisches Jahrbuch, Band 31, 1991, S. 43–84. Peter Josef Keuler: Der Findling Kaspar Hauser als medizinisches Phänomen. Eine medizinhistorische Analyse der überlieferten Quellen, Dissertation, Bochum 1997. Manfred Risse, Christine Bartsch, Thomas Dreyer, Günter Weiler: The death of Kaspar Hauser (17 Dec 1833) – assassination, suicide or self-inflicted injury?, in: Archiv für Kriminologie, 216, 2005, S. 43–53. Johannes Mayer / Peter Tradowsky: Kaspar Hauser. Das Kind von Europa, Urachhaus, Stuttgart 1984. Diese Quelle wurde vor allem als weiterführende Literatur zur Deutungs- und Rezeptionsgeschichte berücksichtigt. DNA-Analysen: G. M. Weichhold, J. E. Bark, W. Korte, W. Eisenmenger, K. M. Sullivan: DNA analysis in the case of Kaspar Hauser, in: International Journal of Legal Medicine, 111, 1998, S. 287–291. Diese Untersuchung steht im Zusammenhang mit der 1996 bekannt gewordenen DNA-Analyse, die unter anderem durch den Spiegel öffentlich diskutiert wurde. ZDF/ARTE-Dokumentation: Der Mordfall Kaspar Hauser, 2002, mit rechtsmedizinischen Untersuchungen unter Beteiligung des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Münster / Bernd Brinkmann. Die Ergebnisse wurden später kontrovers diskutiert und durch neuere DNA-Untersuchungen erneut eingeordnet. Walther Parson, Christina Amory, Turi King, Michaela Preick, Cordula Berger, Anna König, Gabriela Huber, Katja Anslinger, Birgit Bayer, Gottfried Weichhold, Timo Sänger, Sabine Lutz-Bonengel, Heidi Pfeiffer, Michael Hofreiter, Dietmar Pfründer, Carsten Hohoff, Bernd Brinkmann: Kaspar Hauser’s alleged noble origin – New molecular genetic analyses resolve the controversy, in: iScience, Volume 27, Issue 9, 2024. Literarische und filmische Rezeption: Paul Verlaine: Gaspard Hauser chante, aus dem Zyklus Sagesse, 1881. Jakob Wassermann: Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens, 1908. Werner Herzog: Jeder für sich und Gott gegen alle, Spielfilm, 1974. Peter Sehr: Kaspar Hauser, Spielfilm, 1993, mit André Eisermann in der Titelrolle. Hinweis zur Einordnung: Der Fall Kaspar Hauser wurde über fast zwei Jahrhunderte hinweg sehr unterschiedlich gedeutet. In der Folge wird deshalb klar zwischen belegbaren historischen Angaben, zeitgenössischen Berichten, späteren Deutungen, wissenschaftlichen Untersuchungen und offenen Fragen unterschieden. Die moderne DNA-Forschung spricht nach aktuellem Stand gegen die sogenannte Prinzentheorie und gegen eine mütterliche Abstammung Kaspar Hausers vom Haus Baden. Seine tatsächliche Herkunft und die genauen Umstände vor seinem Auftauchen in Nürnberg bleiben jedoch weiterhin ungeklärt. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  11. Die Franklin-Expedition – 129 Männer und das Schweigen im Eis
    02.08., 00:0001:34:42

    HMS Erebus, HMS Terror und das Rätsel der Nordwestpassage | Geburtstagsfolge Achtung Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Tod, Krankheit, Hunger, Kälte, sterbliche Überreste und im späteren Verlauf auch um Kannibalismus als äußerste Überlebenshandlung in einer absoluten Notsituation. Außerdem geht es um koloniale Sichtweisen und den Umgang mit den Inuit und ihren Überlieferungen. In dieser Folge geht es um: Die Franklin-Expedition von 1845 Sir John Franklin und den britischen Traum von der Nordwestpassage HMS Erebus und HMS Terror Francis Crozier und James Fitzjames die letzten Briefe aus Grönland Beechey Island und die drei Gräber von John Torrington, John Hartnell und William Braine die Victory-Point-Note den Marsch über King William Island John Rae und die Berichte der Inuit Lady Jane Franklin und die Suche nach ihrem Mann Charles Dickens und die öffentliche Debatte um Raes Bericht die Exhumierungen der 1980er Jahre Skorbut, Tuberkulose, Hunger, Blei und andere mögliche Todesursachen die wissenschaftlichen Hinweise auf Kannibalismus Inuit-Überlieferungen und ihr später bestätigter Wert für die Forschung die Wrackfunde von HMS Erebus und HMS Terror DNA-Identifizierungen von Besatzungsmitgliedern bis 2026 -die Legendenbildung rund um die Franklin-Expedition Diese Folge ist die Geburtstagsfolge zum dreijährigen Bestehen von Chronik der Schatten. Danke an alle Shadows, die diesen Podcast seit drei Jahren begleiten, hören, teilen, kommentieren und weitertragen. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC QUELLEN UND MATERIAL Primärquellen und historische Dokumente: • Victory-Point-Note (1847/1848), Original im National Maritime Museum, Greenwich (London); Digitalisate und Transkription über das Museum verfügbar. • John Rae: Bericht an die Admiralität über die Funde auf der Boothia-Halbinsel, 1854 (auszugsweise publiziert u. a. in The Times, Oktober 1854). • Francis Leopold McClintock: „The Voyage of the 'Fox' in the Arctic Seas. A Narrative of the Discovery of the Fate of Sir John Franklin and His Companions", London 1859. • Briefe der Expeditionsmitglieder aus Grönland (Juli 1845), u. a. ediert in: Russell A. Potter u. a. (Hrsg.): „May We Be Spared to Meet on Earth: Letters of the Lost Franklin Arctic Expedition", McGill-Queen's University Press, 2022. • Charles Dickens: „The Lost Arctic Voyagers", in: Household Words, Dezember 1854 (zwei Teile), sowie John Raes Erwiderung ebendort. • Aufzeichnungen der Inuit-Zeugnisse durch Charles Francis Hall (1860er Jahre) und Frederick Schwatka (1878–1880), u. a. in: William H. Gilder: „Schwatka's Search", 1881. Wissenschaftliche Studien (Auswahl): • Owen Beattie / John Geiger: „Frozen in Time: The Fate of the Franklin Expedition", 1987 (aktualisierte Neuauflagen) – Exhumierungen Beechey Island, Bleithese. • Anne Keenleyside, Margaret Bertulli, Henry C. Fricke: „The Final Days of the Franklin Expedition: New Skeletal Evidence", in: Arctic, Bd. 50, Nr. 1, 1997 – Schnittspuren / Kannibalismus. • Simon Mays, Owen Beattie: „Evidence for End-stage Cannibalism on Sir John Franklin's Last Expedition to the Arctic, 1845", in: International Journal of Osteoarchaeology, 2016 (online 2015) – Brech- und Kochspuren an Knochen. • Studien zur Relativierung der Bleithese, u. a.: Treena Swanston u. a. (2018, PLOS ONE, Synchrotron-Analysen) sowie die Daumennagel-Studie zu John Hartnell: Jennie Christensen u. a., Journal of Archaeological Science: Reports, 2016 (Zinkmangel-Befund). • Douglas R. Stenton u. a.: DNA-Identifizierungen – John Gregory (Polar Record, 2021), James Fitzjames inkl. Schnittspuren-Befund (Journal of Archaeological Science: Reports, 2024), vier weitere Identifizierungen: Bridgens, Orren, Young (Journal of Archaeological Science: Reports, 2026) und Harry Peglar (Polar Record, 2026); Pressemitteilungen der University of Waterloo, Mai 2026. Wrackfunde und laufende Archäologie: • Parks Canada: Offizielle Dokumentation der Wrecks of HMS Erebus and HMS Terror National Historic Site – Fundberichte 2014 (Erebus) und 2016 (Terror), laufende Grabungs- und Tauchberichte, Ko-Verwaltung mit Inuit-Organisationen (Franklin Interim Advisory Committee / Nattilik Heritage Centre, Gjoa Haven). • Berichterstattung zum Terror-Fund und zur Rolle von Sammy Kogvik: The Guardian / CBC News, September 2016. Suchexpeditionen und Nachleben: • Zu McClure und der HMS Investigator: Berichte der Admiralität 1850–1854; Wrackfund 2010 dokumentiert durch Parks Canada. • Zur Belcher-Expedition und HMS Resolute: Admiralitätsakten und Kriegsgerichtsverfahren 1854; zur Geschichte des Resolute Desk: offizielle Dokumentation des Weißen Hauses (White House Historical Association) und Royal Museums Greenwich. • W. Gillies Ross: „The Admiralty and the Franklin Search", in: Polar Record, 2004 (Überblick über die Suchpolitik); ders. zu Ballon- und Fuchs-Botschaften: „False Leads in the Franklin Search" und verwandte Aufsätze in Polar Record. • „Lady Franklin's Lament" (traditionelle Ballade, ab ca. 1850er Jahre, zahlreiche Fassungen; Roud Folk Song Index Nr. 487). • Wilkie Collins / Charles Dickens: „The Frozen Deep" (Theaterstück, 1856/57) – als zeitgenössische Reaktion auf die Kannibalismus-Debatte. • Dan Simmons: „The Terror" (Roman, 2007); AMC-Serie „The Terror" (2018) – ausdrücklich Fiktion, im Skript als solche gekennzeichnet. • Zu Charles Francis Hall: Chauncey C. Loomis: „Weird and Tragic Shores: The Story of Charles Francis Hall", 1971 (inkl. Exhumierung und Arsenbefund). Übergreifende Darstellungen (gut lesbare Einstiege) • Paul Watson: „Ice Ghosts: The Epic Hunt for the Lost Franklin Expedition", W. W. Norton, 2017. • Michael Palin: „Erebus: The Story of a Ship", Hutchinson, 2018 (dt.: „Erebus"). • Gillian Hutchinson: „Sir John Franklin's Erebus and Terror Expedition: Lost and Found", National Maritime Museum / Adlard Coles, 2017. • Russell A. Potter: „Finding Franklin: The Untold Story of a 165-Year Search", McGill-Queen's University Press, 2016; ergänzend Potters laufend gepflegtes Fachblog „Visions of the North". David Woodman und die Inuit-Überlieferung • David C. Woodman: „Unravelling the Franklin Mystery: Inuit Testimony", McGill-Queen's University Press, 1991 (2. Aufl. 2015). • Dorothy Harley Eber: „Encounters on the Passage: Inuit Meet the Explorers", University of Toronto Press, 2008. • Zur Lebensleistung von Louie Kamookak: Nachrufe und Würdigungen, u. a. CBC News und The Globe and Mail, 2018; Mitglied des Order of Canada. • Entschuldigung der Dickens-Nachfahren gegenüber den Inuit (2009): Berichterstattung u. a. The Guardian / kanadische Medien. 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  12. Die Hindenburg – Der brennende Traum vom Fliegen
    26.07., 00:0001:22:26

    LZ 129 Hindenburg – Luxus, Propaganda und die Katastrophe von Lakehurst Ein Luftschiff am Himmel. Ein technisches Wunder. Ein Symbol für Fortschritt, Luxus und Macht. Die LZ 129 „Hindenburg“ war mehr als ein Verkehrsmittel. Sie stand für den Traum vom Fliegen, für deutsche Ingenieurskunst, für Atlantikreisen in einer Zeit, in der Flugzeuge noch längst keine Selbstverständlichkeit waren. Gleichzeitig wurde sie vom NS-Regime politisch vereinnahmt und als gewaltiges Propagandabild genutzt. Am 6. Mai 1937 näherte sich die Hindenburg dem Luftschiffhafen Lakehurst in New Jersey. An Bord waren 97 Menschen. Reporter, Fotografen und Kameraleute warteten auf die Landung. Was als Routine enden sollte, wurde innerhalb weniger Sekunden zur Katastrophe. In dieser Folge sprechen wir über: Die Anfänge der Zeppelin-Luftschifffahrt Ferdinand von Zeppelin und seinen Traum vom lenkbaren Luftschiff Hugo Eckener und die zivile Vision der Luftschifffahrt Die politische Vereinnahmung der Hindenburg im Nationalsozialismus Luxus, Technik und Alltag an Bord Wasserstoff, Helium und die Risiken eines technischen Kompromisses Die letzte Fahrt der Hindenburg im Mai 1937 Die Katastrophe von Lakehurst Überlebende, Opfer und spätere Verdächtigungen Offizielle Untersuchungen und offene Fragen Technische Unfalltheorien, elektrostatische Entladung und Sabotagespekulationen Das Ende der großen Passagierluftschifffahrt Diese Folge ist in Kooperation mit Betty und Charlie von „Zwischen Kohle, Currywurst und Mord“ entstanden. Schaut unbedingt auch bei den beiden vorbei, hört in ihren Podcast rein und lasst Liebe da. TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge sprechen wir über eine historische Katastrophe, Feuer, Tod, schwere Verletzungen, traumatische Erlebnisse und über die politische Vereinnahmung eines technischen Projekts im Nationalsozialismus. Wir erzählen die Geschichte sachlich und respektvoll. Achtet bitte gut auf euch, wenn euch solche Themen belasten. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Hier findet ihr „Zwischen Kohle, Currywurst und Mord“: https://www.instagram.com/zwischenkohlecurrywurstundmord/ Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC QUELLENVERZEICHNIS Alle folgenden Quellen wurden für die Ausarbeitung dieser Episode verwendet. Spekulationen, spätere Deutungen und nicht abschließend belegbare Erzählpassagen werden im Skript ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Primärquellen und Behördenberichte: U.S. Department of Commerce: Offizieller Untersuchungsbericht zum Hindenburg-Unglück. Veröffentlicht am 21. Juli 1937. 56 Seiten mit vier Anhängen. Abrufbar über das National Archives and Records Administration, USA. Deutsches Reichsluftfahrtministerium / Untersuchungsausschuss unter Hugo Eckener: Offizieller Untersuchungsbericht zum Hindenburg-Unglück. Veröffentlicht in: Luftwissen, Band 4, 1937. Der Untersuchungsausschuss wurde unmittelbar nach dem Unglück auf Anordnung von Reichsluftfahrtminister Hermann Göring eingesetzt. FBI-Akten zum Hindenburg-Unglück. Declassified Records. Zugänglich über das National Archives and Records Administration, USA. Wissenschaftliche Veröffentlichungen und Expertenberichte: Konstantinos Giapis, California Institute of Technology / Caltech: Experimentelle Untersuchungen zur elektrostatischen Entladung als möglicher Zündquelle. Ergebnisse veröffentlicht unter anderem begleitend zur NOVA/PBS-Dokumentation sowie in: Caltech News, „History’s Mysteries: Caltech Professor Helps Solve Hindenburg Disaster“. Douglas Robinson: LZ-129 Hindenburg. New York, 1964. Zeppelin-Historiographie mit Diskussion der Büschelentladungs-Hypothese und Auswertung von Zeugenaussagen. Addison Bain, NASA: These zur Imprägnierung der Außenhülle als möglicher Brandbeschleuniger, unter anderem durch Eisenoxid- und Aluminiumanteile. Diese These wurde in verschiedenen Fachpublikationen diskutiert, gilt jedoch als wissenschaftlich umstritten. Bücher und Monografien: Rick Archbold und Ken Marschall: Luftschiff Hindenburg und die große Zeit der Zeppeline. Bassermann, München, 2005. Alexander Rose: Empires of the Sky. Random House, 2020. Kontextualisierung des Hindenburg-Betriebs im NS-Regime und Analyse der politischen Hintergründe. Michael McCarthy: The Hidden Hindenburg. Lyons Press, 2020. A. A. Hoehling: Who Destroyed the Hindenburg? Little, Brown & Co., 1962. Darstellung der Sabotage-These mit Erich Spehl als Verdächtigem. Diese These ist historisch nicht belegt. Michael MacDonald Mooney: The Hindenburg. Dodd, Mead & Co., 1972. Spätere erzählerische Aufarbeitung der Sabotage-These; Grundlage für den Hollywoodfilm von 1975. Gudrun Ritscher: Arbeiten auf einem Luftschiff. Die Besatzungen der Passagierluftschiffe LZ 127 „Graf Zeppelin“ und LZ 129 „Hindenburg“. In: Wissenschaftliches Jahrbuch des Zeppelin Museum Friedrichshafen. Gessler, Friedrichshafen, 2005. Barbara Waibel: LZ 129 Hindenburg. Faszination Zeppelin. 3. Auflage. Sutton Verlag, Erfurt, 2020. Lutz Tittel (Hrsg.): LZ 129 „Hindenburg“. 4. Auflage. Städtisches Bodensee-Museum, Friedrichshafen, 1997. Online-Quellen und Institutionen: Bundesarchiv Deutschland: Themenportal „Das Luftschiff LZ 129 Hindenburg“. bundesarchiv.de, Stand 2025. Deutsches Historisches Museum / LeMO: Biografie Hugo Eckener. dhm.de. Planet Wissen, WDR/SWR: „Die letzte Fahrt der Hindenburg“. planet-wissen.de. Scinexx – Das Wissensmagazin: „Rätsel der Hindenburg gelöst?“ scinexx.de, Stand 2021. History.com: „The Hindenburg Disaster: Why the Dirigible Burst Into Flames“. history.com. Airships.net: „Hugo Eckener“. airships.net. Schwäbische Zeitung: „80 Jahre nach dem Unglück – brodeln die Gerüchte noch“. Interview mit Jürgen Bleiber, Leiter der Zeppelin-Abteilung des Zeppelin-Museums Friedrichshafen. schwaebische.de, Stand 2019. Reisen-damals.de: „Der Absturz des Luftschiffs Hindenburg – war es doch Sabotage?“, Stand 2023. Reisen-damals.de: „Hugo Eckener, der Magellan der Luftschifffahrt“, Stand 2024. Wikipedia als Hintergrund- und Orientierungsquelle: Wikipedia, deutschsprachiger Artikel: „LZ 129“, Stand 2025. Wikipedia, deutschsprachiger Artikel: „Hugo Eckener“, Stand 2025. Wikipedia, englischsprachiger Artikel: „Hindenburg disaster“, Stand 2025. Zeitgenössische Medien und Ton-/Filmaufnahmen: Herbert Morrison, WLS Radio Chicago: Radiokommentar vom 6. Mai 1937 aus Lakehurst, aufgenommen mit Tonmeister Charlie Nehlsen. Die Aufnahme entstand während des Unglücks vor Ort und wurde am 7. Mai 1937 ausgestrahlt. Newsreel-Aufnahmen verschiedener US-Produktionsfirmen, unter anderem Universal Newsreel und Paramount News, Mai 1937. Teile der Aufnahmen sind über das Internet Archive zugänglich. Redaktioneller Hinweis: Die genaue Ursache der Hindenburg-Katastrophe ist bis heute nicht abschließend zweifelsfrei bewiesen. Die wahrscheinlichste Erklärung bleibt nach heutigem Forschungsstand ein technischer Unfall mit austretendem Wasserstoff und einer elektrostatischen Entladung als möglicher Zündquelle. Sabotage wurde untersucht, konnte aber nicht belegt werden. Danke, dass ihr mit mir durch die Schatten reist. Bleibt wachsam – für die Geschichten hinter den Geschichten. Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  13. Johann Georg Schrepfer - Der Geisterbeschwörer von Leipzig
    19.07., 00:0001:08:03

    Ein verschuldeter Kaffeehauswirt, Freimaurerkreise, angebliche Totenbeschwörungen und ein Tod, der bis heute Fragen offenlässt. Achtung Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Täuschung, Manipulation, psychischen Druck, angebliche Geistererscheinungen und den Tod eines Menschen. Außerdem sprechen wir über eine offiziell als Selbsttötung protokollierte Todesursache und spätere Zweifel an dieser Darstellung. Bitte achtet beim Hören gut auf euch. Falls euch das Thema zu nah geht, macht eine Pause oder hört die Folge zu einem anderen Zeitpunkt weiter. In dieser Folge reisen wir ins 18. Jahrhundert — nach Nürnberg, Leipzig und Dresden. Es geht um Johann Georg Schrepfer, einen Mann aus einfachen Verhältnissen, der in Leipzig als Weinschenk und später als Kaffeehauswirt greifbar wird. Doch Schrepfer will offenbar mehr sein als ein gewöhnlicher Gastwirt. Er baut an einer größeren Identität, bewegt sich im Umfeld freimaurerischer Kreise und behauptet, Zugang zu höheren Graden, geheimen Orden und verborgenen Mächten zu haben. Besonders gefährlich wird seine Geschichte, als er Männer aus dem Umfeld der Leipziger Loge Minerva zu den drei Palmen für sich gewinnt. In seinem Kaffeehaus im Barfußgäßchen veranstaltet er Abende, die an freimaurerische Zusammenkünfte erinnern, aber vollständig auf seine Wirkung zugeschnitten sind. Im Mittelpunkt stehen angebliche Geistererscheinungen. Aus heutiger Sicht spricht vieles für eine sorgfältige Inszenierung: Dunkelheit, Rauch, Stimmen, Erwartung, psychischer Druck und optische Technik aus dem Umfeld der Laterna Magica. Für Menschen des 18. Jahrhunderts konnte daraus jedoch etwas entstehen, das wie ein Blick in eine verborgene Welt wirkte. Wir sprechen in dieser Folge über: Johann Georg Schrepfer und seine frühen Jahre in Nürnberg seinen Weg nach Leipzig das Kaffeehaus im Barfußgäßchen die spätere Verbindung zum heutigen Zill’s Tunnel die Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen die Strikte Observanz, Jesuiten und Rosenkreuzer Schrepfers eigene „Loge der ächten Maurerey“ angebliche Geistererscheinungen und mögliche optische Tricks die Laterna Magica als frühe Projektionstechnik den Konflikt mit der Loge Minerva Schrepfers Aufstieg bis nach Dresden die Geschichte um angebliche Cammercreditcassen-Scheine seinen Tod im Leipziger Rosental spätere Zweifel an der offiziellen Selbsttötungsdarstellung - die Nachwirkung bei Mendelssohn, Schiller, Fontane und in der Phantasmagorie Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Quellen und weiterführende Hinweise Archivalische Quellen und dokumentierte Primärüberlieferung • Taufbuch der St.-Sebald-Kirche Nürnberg, Eintrag vom 26. März 1738. Belegt ist damit Schrepfers Taufe als frühester sicherer Fixpunkt seines Lebens. Evangelisches Kirchenarchiv Nürnberg. • Stadtarchiv Leipzig: Bürgereintrag Johann Georg Schrepfer, August 1761; Heiratseintrag Johann Georg Schrepfer und Johanna Katharina Herr, September 1761; Akten der gerichtlichen Untersuchung nach Schrepfers Tod am 8. Oktober 1774; Obduktionsbericht. • Protokolle der Loge Minerva zu den drei Palmen, Leipzig. Teilweise erhalten beziehungsweise in späteren Sekundärquellen zitiert. • Brief Johann Georg Schrepfers an den Rat der Stadt Leipzig, 1773. Original im Stadtarchiv Leipzig; auszugsweise dokumentiert bei Otto Werner Förster. • Abschiedsbriefe Schrepfers vom 7./8. Oktober 1774: an seinen Bruder Johann George, an Belling und an den Freimaurer und Kaufmann Du Bosc. Dokumentiert bei Otto Werner Förster. • Päpstliches Breve „Dominus ac Redemptor“ von Papst Clemens XIV., 21. Juli 1773. Aufhebung der Gesellschaft Jesu. Wissenschaftliche, historische und zeitgenössische Literatur • Otto Werner Förster: Tod eines Geistersehers. Johann Georg Schrepfer. Eine vertuschte sächsische Staatsaffäre, 1774. Taurus Verlag Leipzig, 2011. Grundlegendes Werk mit Originaldokumenten; enthält unter anderem die spätere rechtsmedizinische Begutachtung des Obduktionsberichts. • Moses Mendelssohn: Anmerkungen über einen schriftlichen Aufsatz, die Wunderthaten des berüchtigten Schröpfers betreffend. In: Allgemeine Deutsche Bibliothek, 1775. Zeitgenössische aufklärerische Analyse der Schrepfer’schen Wunderberichte. • Johann Salomo Semler: Samlungen von Briefen und Aufsätzen über die Gaßnerischen und Schröpferischen Geisterbeschwörungen. Halle, 1776. Zeitgenössische Auseinandersetzung mit Schrepfer und Johann Joseph Gaßner. • Nachricht von dem berüchtigten Johann Schroepfer in Sachsen und seinen Geisterbeschwörungen. 1775. Zeitgenössische Quellenschrift. • Gustav Wustmann: Schrepfer, Johann Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 32, 1891, S. 490–491. Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Online abrufbar über Deutsche Biographie / Wikisource. • Walter Kunz: Johann Georg Schröpfer, ein Magier des 18. Jahrhunderts. Rechtshilfe-Verlag, Zürich, 1957. • Joachim Kalka: Phantome der Aufklärung. Von Geistern, Schwindlern und dem Perpetuum Mobile. Berenberg Verlag, Berlin, 2006. • Eugen Sierke: Schwärmer und Schwindler des 18. Jahrhunderts. Leipzig, 1874, S. 288–332. • Eugen Lennhoff / Oskar Posner: Internationales Freimaurer-Lexikon. Wien, 1932. Herangezogen über spätere Online-Zitierungen, insbesondere zu Schrepfer und zur Loge Minerva zu den drei Palmen. • Arnold Marx: Die Gold- und Rosenkreuzer. Ein Mysterienbund des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Deutschland. Ergänzende Literatur zum historischen Hintergrund der Gold- und Rosenkreuzer. Freimaurerei, Minerva, Jesuiten und Rosenkreuzer • Deutsche Biographie / Allgemeine Deutsche Biographie: Eintrag zu Johann Georg Schrepfer. Ergänzend genutzt für ältere biografische Darstellungen und die zeitgenössische Einordnung als Figur zwischen Aufklärung, Mystizismus und Betrug. • Freimaurer-Wiki: Johann Georg Schrepfer. Ergänzend genutzt für freimaurerische Überlieferungen, den Konflikt mit der Loge Minerva, den Bericht Bischoffwerders und den Ablauf der späteren Affäre. • Freimaurer-Wiki: Minerva zu den drei Palmen. Ergänzend genutzt für die Leipziger Logengeschichte und den Bezug zur Strikten Observanz. • Loge Minerva zu den drei Palmen / historische Darstellungen zur Logengeschichte: Gründungslinie von Aux trois compas, Minerva zum Cirkul und Minerva zu den drei Palmen. • Portal to Jesuit Studies / Vatican.va: Dominus ac Redemptor, 1773. Ergänzend genutzt zur Aufhebung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. • Literatur und Online-Nachweise zu den Rosenkreuzern und Gold- und Rosenkreuzern. Ergänzend genutzt zur Einordnung der Rosenkreuzer-Idee, der Rosenkreuzer-Manifeste und der Gold- und Rosenkreuzer im Umfeld der Hochgradfreimaurerei. Orte, Museen und Sammlungen • Museum Naturalienkabinett Waldenburg: Laterna Magica aus dem Linck’schen Bestand. Das Museum beschreibt die Laterna Magica als frühe Projektionsvorrichtung und verweist auf den Einsatz solcher Apparate bei vermeintlichen Geistererscheinungen mit künstlichem Nebel und Rezitationen. Außerdem nennt es Aufführungen im Leipziger Gartenhaus von Johann Heinrich Linck dem Jüngeren mit Johann Georg Schrepfer. Beim konkreten Objekt ist jedoch vorsichtig zu formulieren, da das Museum darauf hinweist, dass im Linck-Index zwei Laternae Magicae belegt sind und unklar bleibt, welche davon dem erhaltenen Objekt entspricht. • Museum Naturalienkabinett Waldenburg: Informationen zum Kunst- und Naturalienkabinett der Leipziger Apothekerfamilie Linck. • Linckianum: Schrepfer und der Leipziger Löwenapotheker Johann Heinrich Linck. Online-Auszug beziehungsweise Kontextmaterial zu Otto Werner Försters Darstellung. • Leipzig-Lese: Zill’s Tunnel. Ergänzend genutzt zur Geschichte des Hauses im Barfußgäßchen, zur Weißleder’schen Kaffeewirtschaft ab 1753, zur Übernahme durch Schrepfer 1769 und zur späteren Namensgeschichte von Zill’s Tunnel. • Bildlexikon Leipzig / ergänzende Leipzig-Quellen: Zill’s Tunnel und Leipziger Stadtgeschichte. Ergänzend genutzt zur Einordnung des Ortes. Optische Technik, Laterna Magica und Phantasmagorie • Museum Naturalienkabinett Waldenburg: Laterna Magica. Ergänzend genutzt zur technischen und musealen Einordnung. • Magic Lantern Society / Crangle, Richard; Heard, Mervyn; van Dooren, Ine: Devices and Desires. In: Realms of Light. London, 2005. Ergänzende Literatur zur Geschichte der Laterna Magica und zur späteren Phantasmagorie. • Filmlexikon / medienhistorische Darstellungen zur Phantasmagorie. Ergänzend genutzt zur Einordnung späterer Geisterprojektionen mit beweglichen Laternen, Rückprojektion, Rauch und Geräuscheffekten. Literarische Quellen und Nachwirkung • Friedrich Schiller: Der Geisterseher. Aus den Memoiren des Grafen von O**. Romanfragment, erschienen in der Zeitschrift Thalia, 1787–1789; spätere Buchausgaben ab 1789 beziehungsweise 1798. Erwähnt als literarischer Nachhall von Geisterbeschwörung, Täuschung, Geheimbünden und Manipulation. • Zeno.org / digitale Textausgaben: Friedrich Schiller, Der Geisterseher. Ergänzend genutzt für Entstehungs- und Textkontext. • Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 3, Havelland, Kapitel zu Schloss Marquardt und General Hans Rudolf von Bischoffwerder. Enthält eine spätere literarisch-historische Einordnung der Schrepfer-Affäre. • Projekt Gutenberg / Zeno.org: Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Ergänzend genutzt für die Passage zu Bischoffwerder, Marquardt und Schrepfer. • Wilhelm von Kügelgen: Jugenderinnerungen eines alten Mannes. Erwähnt als spätere Erinnerungsliteratur mit Bezug auf Schrepfer und seine Nachwirkung. Hinweis zur Quellenarbeit Bei Johann Georg Schrepfer gibt es gut belegte historische Fixpunkte, aber auch abweichende Angaben, spätere Deutungen und Überlieferungen. In dieser Folge wird deshalb zwischen belegbaren Fakten, zeitgenössischen Berichten, späteren Interpretationen und offenen Fragen unterschieden. Besonders wichtig ist: Die Taufe am 26. März 1738 ist ein belegter früher Fixpunkt, aber nicht automatisch ein gesichertes Geburtsdatum. Auch die Deutung seines Todes bleibt vorsichtig zu formulieren. Die offizielle Version lautete Selbsttötung. Spätere Auswertungen, besonders bei Otto Werner Förster, verweisen auf Zweifel an dieser Darstellung. Das rechtsmedizinische Gutachten zum Obduktionsbericht ist eine fachliche Einschätzung aus dem Jahr 2011, veröffentlicht bei Förster. Es ist kein Gerichtsurteil und kein gerichtlicher Mordnachweis. Dort, wo Berichte auf Zeitzeugenerzählungen, freimaurerischen Überlieferungen oder späteren Deutungen beruhen, wird dies im Skript kenntlich gemacht. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  14. The Mad Gasser of Mattoon - Die Angst, die eine Stadt angriff
    12.07., 00:0000:43:16

    Mattoon, Illinois, 1944: Seltsame Gerüche, körperliche Beschwerden und die Frage, ob ein unsichtbarer Angreifer wirklich existierte. In dieser Folge reisen wir nach Mattoon, Illinois, in den September 1944. Eine Kleinstadt, geprägt vom Zweiten Weltkrieg, von Zeitungsberichten, Kriegsangst und der Erinnerung an Giftgas aus dem Ersten Weltkrieg. Innerhalb weniger Tage melden mehrere Menschen seltsame Gerüche und körperliche Beschwerden. Die lokale Presse spricht bald von einem „Anesthetic Prowler“, also sinngemäß einem „betäubenden Herumschleicher“, und später vom „Mad Gasser“, dem „verrückten Gasangreifer“. Die Polizei sucht nach Hinweisen, Bürger patrouillieren bewaffnet durch die Straßen, die Angst wächst. Wir schauen uns an, was damals berichtet wurde, welche Rolle die Presse spielte und warum der Fall bis heute als bekanntes Beispiel für Mass Sociogenic Illness, also eine massensoziogene Erkrankung, beziehungsweise Mass Psychogenic Illness, also eine massenpsychogene Erkrankung, diskutiert wird. Gleichzeitig geht es auch um offene Fragen: mögliche Industrieemissionen, das Tuch bei Beulah Cordes, die Sichtung bei Aline und Bert Kearney und die spätere, umstrittene Theorie rund um Farley Llewellyn. Wichtig: Farley Llewellyn wurde nie wegen der Mattoon-Vorfälle angeklagt oder verurteilt. Diese Theorie bleibt eine spätere Deutung und wird in der Folge ausdrücklich als solche eingeordnet. Am Ende bleibt die Frage: Hat die Zeitung die Angst in Mattoon nur begleitet — oder hat sie mit ihren Schlagzeilen selbst dazu beigetragen, dass aus einem unklaren Vorfall eine moderne Schreckfigur wurde? Triggerwarnung: Diese Folge thematisiert mögliche Gasangriffe, körperliche Beschwerden, Angst, Panik, bewaffnete Bürgerwehren und die öffentliche Verdächtigung eines Mannes, dessen Schuld nie bewiesen wurde. Es geht um keinen Mordfall und um keine detaillierten Gewaltdarstellungen. Die Stimmung der Geschichte kann trotzdem belastend sein. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Quellen und weiterführende Hinweise: Die Folge basiert unter anderem auf zeitgenössischen Berichten des Mattoon Daily Journal-Gazette aus dem September 1944, auf Donald M. Johnsons Studie „The Phantom Anesthetist of Mattoon: A Field Study of Mass Hysteria“ aus dem Jahr 1945, auf späteren Einordnungen von Robert E. Bartholomew und Simon Wessely zur massensoziogenen Erkrankung sowie auf Scott Marunas Gegenhypothese aus dem Buch The Mad Gasser of Mattoon: Dispelling the Hysteria. Außerdem wurden Übersichten und Archivmaterialien der University of Illinois Library, der Eastern Illinois University, Belt Magazine, Illinois Times, Damn Interesting, Time Magazine sowie toxikologische Informationen von ATSDR/CDC herangezogen. Unterschiedliche Deutungen werden in der Folge klar voneinander getrennt. Wo etwas offen bleibt, wird es auch als offen benannt. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  15. Interview-Folge: Die Erben der Stiftstraße - Sexarbeit zwischen Selbstbestimmung und Stigma | Teil 5
    05.07., 00:0000:57:23

    Eine Sonderfolge im Interviewformat über Sexarbeit, gesellschaftliches Stigma, rechtliche Rahmenbedingungen, Sicherheit, Selbstbestimmung und die Frage, was vom Fall Rosemarie Nitribitt bis heute nachhallt. Triggerwarnung: Diese Folge behandelt Sexarbeit, Stigmatisierung, Gewalt gegen Sexarbeiter*innen, Menschenhandel, Zwangsprostitution, psychische Belastungen, rechtliche Diskriminierung und den Mordfall Rosemarie Nitribitt. Dies ist eine Sonderfolge zur Rosemarie-Nitribitt-Reihe von "Chronik der Schatten" und "Jenseits der Beweise". Nachdem wir uns in den ersten vier Teilen mit Rosemarie Nitribitts Leben, ihrem Tod, den Ermittlungen, dem Prozess, dem öffentlichen Mythos und dem Nachleben des Falls beschäftigt haben, öffnen wir in Teil 5 den Blick in die Gegenwart. Denn die Geschichte endet nicht 1957 in der Stiftstraße. Sie führt zu Fragen, die bis heute nicht verschwunden sind: Wie spricht die Gesellschaft über Sexarbeit? Wer wird gehört, wenn es um Rechte, Schutz und Selbstbestimmung geht? Wo endet Schutz — und wo beginnt Kontrolle? Wie unterscheiden sich Deutschland und Österreich in der Praxis? Welche Rolle spielen Beratungsstellen, Peer-Netzwerke und politische Organisationen? Was macht Stigma mit Menschen, die in diesem Bereich arbeiten? -Und warum ist es so wichtig, selbstbestimmte Sexarbeit klar von Menschenhandel und Zwang zu unterscheiden? Unsere Gäste in dieser Sonderfolge: Nicole Schulze Nicole Schulze ist Sexarbeiterin, Sexualassistentin und Autorin. Angefangen hat sie im Jahr 2004. Seit 2018 ist sie im Vorstand des BesD e.V., also des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.; seit 2025 ist sie Vorstandsvorsitzende. In ihrer Arbeit setzt sie sich unter anderem mit Sexarbeit, Sexualassistenz, sexueller Selbstbestimmung, Entstigmatisierung und den realen Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf Sexualassistenz für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf. Madame Kali Madame Kali ist Sexarbeiterin, freischaffende Künstlerin und Coach. Gesprächsschwerpunkte dieser Folge: Das Erbe der Stigmatisierung: Wir sprechen darüber, wie sich moralische Urteile seit den 1950er-Jahren verändert haben — und welche alten Muster bis heute fortbestehen. Recht, Schutz und gesetzliche Rahmenbedingungen: Im Mittelpunkt stehen unter anderem das Prostituiertenschutzgesetz in Deutschland, die Situation in Österreich, behördliche Hürden, Pflichtberatung, Anmeldung und die Frage, ob Gesetze Schutz schaffen oder Menschen in unsichere Räume verdrängen. Gewalt, Kriminalität und strukturelle Risiken Wir sprechen über reale Gefahren, das Verhältnis zur Polizei, Schutznetzwerke, Beratungsstellen, Community-Strukturen, Menschenhandel, Zwang und die Bedeutung von sicheren Arbeitsbedingungen. Ökonomie, Professionalisierung und Arbeitsrealität: Abseits medialer Mythen geht es um Sexarbeit als reale Tätigkeit: um emotionale Arbeit, körperliche Arbeit, Digitalisierung, Plattformen, Selbstorganisation und die Frage, was die Mehrheitsgesellschaft oft nicht sehen will. Hinweis: Diese Folge dient der historischen, gesellschaftlichen und journalistischen Einordnung. Sie ersetzt keine Rechtsberatung und erhebt keinen Anspruch darauf, die Erfahrungen aller Sexarbeiter*innen vollständig abzubilden. In der Folge erwähnt Madame Kali die Seite sexualassistenz.de. Dabei handelt es sich um ein Verzeichnis für Sexualassistenz und Sexualbegleitung in Deutschland, das Menschen mit körperlichen, geistigen, chronischen oder sozialen Einschränkungen dabei unterstützen soll, professionelle Begleitung in ihrer Nähe zu finden. Die Seite arbeitet in Kooperation mit dem Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. und macht sichtbar, dass sexuelle Selbstbestimmung auch für Menschen mit Unterstützungsbedarf ein wichtiges Thema ist. www.sexualassistenz.de Wenn euch diese Folge etwas mitgegeben hat, bewertet "Chronik der Schatten" gerne auf eurer Podcastplattform, teilt die Folge und schreibt mir eure Gedanken auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc und schaut natürlich auch bei Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast "Jenseits der Beweise" vorbei. Insagram: schattenreichs.spurensuche Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir und Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! 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  16. Rosemarie Nitribitt – Pohlmann, der Freispruch und der Mythos | Teil 4
    28.06., 00:0001:37:39

    Das Finale der vierteiligen Kooperation von Chronik der Schatten mit Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Dies ist Teil 4 von 4 unserer gemeinsamen Reihe über Rosemarie Nitribitt. Im finalen Teil geht es zunächst um Heinz Christian Pohlmann. Er war ein enger Bekannter Rosemaries und rückte im Laufe der Ermittlungen immer stärker in den Fokus. Wir sprechen über seine Nähe zu ihr, seine finanziellen Schwierigkeiten, den Raubmordverdacht, seine Verhaftung im Februar 1958, seine vorläufige Freilassung Ende 1958 und die spätere Anklage wegen Mordes in Tateinheit mit besonders schwerem Raub. Außerdem geht es um den Prozess vor dem Frankfurter Landgericht, der am 20. Juni 1960 begann. Im Mittelpunkt standen Indizien, Geldspuren, mögliche Alibis und vor allem der umstrittene Todeszeitpunkt. Die Verteidigung griff genau diesen Punkt an – mit Folgen. Am Ende sprach das Schwurgericht Heinz Pohlmann frei, weil seine Schuld aus Sicht des Gerichts nicht bewiesen werden konnte. Der Freispruch bedeutete juristisch das Ende des Verfahrens gegen Pohlmann. Für den Fall selbst bedeutete er jedoch keine Aufklärung. Der Mord an Rosemarie Nitribitt blieb ungeklärt. Danach schauen wir auf das Nachleben des Falls. Rosemarie wurde nach ihrem Tod zur Schlagzeile, zur Projektionsfläche und schließlich auch zur Filmfigur. Es geht um frühe Filmpläne, um „Das Mädchen Rosemarie“ von Rolf Thiele mit Nadja Tiller, um die Rolle von Produzent Luggi Waldleitner und Erich Kuby, um Widerstände gegen die Produktion, FSK-Auflagen, die Aufführung in Venedig und den enormen Kinoerfolg des Films. Dabei bleibt wichtig: Der Film war keine dokumentarische Rekonstruktion des Mordfalls. Er nahm Rosemaries Geschichte als Ausgangspunkt und machte daraus eine zugespitzte Gesellschaftssatire über die Bundesrepublik der 1950er Jahre. Wir sprechen außerdem über die Wohnung in der Stiftstraße 36, spätere Nachmieter, überlieferte Episoden rund um mögliche Möbelstücke aus Rosemaries Besitz und das heutige „Nitribitt-Haus“, das inzwischen als Kulturdenkmal gilt. Dr. Maximilian von Schattenreich führt den Fall im letzten Abschnitt noch einmal in eine größere forensische und kriminologische Einordnung. Es geht um den Vergleichsfall Helga Matura, mögliche Täterprofile, moderne Ermittlungsverfahren wie DNA-Analyse, Touch-DNA, forensische Entomologie, digitale Spuren, geografisches Profiling und Datenbanken wie ViCAP oder VICLAS. Außerdem werden offene Hypothesen zum Notizbuch, zum möglichen Motiv und zur Rolle von institutionellem Versagen eingeordnet. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Kooperationspartner: Dr. Maximilian von Schattenreich Podcast: Jenseits der Beweise Instagram: @schattenreichs.spurensuche Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir und Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis: Der Mord an Rosemarie Nitribitt ist bis heute ungeklärt. Heinz Christian Pohlmann wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Täterprofile, moderne Rekonstruktionen und Deutungen zu möglichen Motiven bleiben Hypothesen und werden entsprechend eingeordnet. Danke, dass ihr heute mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam – für die Geschichten hinter den Geschichten. Quellen und weiterführende Literatur zu Teil 4: Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Rosemarie Nitribitt – Biografie Grundlage für die Chronologie des Falls, Heinz Pohlmanns Freispruch am 11. Juli 1960, den ungeklärten Mord und spätere Stationen der Rezeption. Frankfurter Personenlexikon: Nitribitt, Rosemarie Quelle zu Rosemaries Frankfurter Zeit, der Stiftstraße 36, dem Indizienprozess gegen Heinz Pohlmann, dem Freispruch aus Mangel an Beweisen, dem Film „Das Mädchen Rosemarie“ und dem später denkmalgeschützten „Nitribitt-Haus“. LVR / Portal Rheinische Geschichte: Jennifer Striewski: Rosemarie Nitribitt Wichtige Quelle zur Biografie, zum Mordfall, zu Ermittlungen, prominenten Kontakten, Pohlmann, Nachleben, Verfilmungen und Literatur zum Fall. Deutsches Filminstitut / Deutsches Filmmuseum: ROSEMARIE – Begleitbroschüre Quelle zu „Das Mädchen Rosemarie“, Roxy Film, Luggi Waldleitner, Erich Kuby, Nadja Tiller, filmischer Rezeption, Quick-Berichterstattung und dem kulturellen Nachleben des Falls. filmportal.de: Das Mädchen Rosemarie Quelle zu den Filmdaten: BR Deutschland 1958, Regie Rolf Thiele, Drehbuch unter anderem Erich Kuby und Rolf Thiele, Nadja Tiller in der Hauptrolle, Roxy Film als Produktionsfirma und zur Einordnung als „Skandalfilm“ der Wirtschaftswunderzeit. Lernwerkstatt Film und Geschichte: Das Mädchen Rosemarie (1958) Ergänzende Quelle zu Inhalt, Produktion, Uraufführung am 28. August 1958 in Frankfurt, internationaler Premiere am 25. August 1958 in Venedig, FSK-Freigabe und Auszeichnungen. Top Magazin Frankfurt: „Nitribitt-Haus“ in der Stiftstraße ist jetzt Kulturdenkmal Quelle zur Aufnahme des Gebäudes Stiftstraße 34–36 in die Denkmalliste und zur Begründung, dass das Haus durch den Mordfall Nitribitt weit über Frankfurt hinaus bekannt wurde. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt: Prostituiertenmord: Der Fall Matura Quelle zum Vergleichsfall Helga Matura, die 1966 in Frankfurt ermordet wurde, ebenfalls mit einem Mercedes-Cabrio nach Freiern suchte und deren Fall wie der Fall Nitribitt ungeklärt blieb. DIE ZEIT: Rosemarie Nitribitt – Ihre Renitenz kennt keine Grenze Ergänzende Quelle zu später wiederaufgetauchten Akten, dem Chaos der Ermittlungen, der Überforderung der Behörden und dem Freispruch Pohlmanns aus Mangel an Beweisen. NCBI Bookshelf / StatPearls: Methods of Estimation of Time Since Death Hintergrundquelle zu rechtsmedizinischen Grundlagen wie Todeszeitbestimmung, Algor mortis, Rigor mortis, Livor mortis, Mageninhalt, Verwesung und forensischer Entomologie. Bundeskriminalamt: DNA-Analytik Hintergrundquelle zur modernen DNA-Analyse, zur molekulargenetischen Untersuchung von Tatortspuren und zur Bedeutung von DNA-Typisierungsmustern für heutige Ermittlungen. Bundeskriminalamt: Fallanalyse und Täterprofile Hintergrundquelle zu Operativer Fallanalyse, Täterprofilen sowie den Datenbanksystemen ViCAP und ViCLAS als moderne Ermittlungsinstrumente. D. Kim Rossmo: Geographic Profiling Hintergrundquelle zum geografischen Profiling als kriminalistischer Methode, bei der Tatorte und relevante Aufenthaltsorte analysiert werden, um Ermittlungen räumlich einzugrenzen. Brent E. Turvey / Manuel Esparza Hg.: Behavioral Evidence Analysis – International Forensic Practice and Protocols Hintergrundquelle zur verhaltensbasierten Tatortanalyse und zur Einordnung von Tatverhalten, Modus Operandi, Signatur und Täterprofilen. Literaturhinweise: Helga Dierichs: Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure, in: Helfried Spitra Hg., Die großen Kriminalfälle, München 2003. Martina Keiffenheim: Edelhure Nitribitt. Die Rosemarie aus Mendig, Aachen 1998. Erich Kuby: Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind, Hamburg 1961. Wendelin Leweke: Gretchen und die Nitribitt. Frankfurter Kriminalfälle, Frankfurt am Main 1991. Christian Steiger: Rosemarie Nitribitt. Autopsie eines deutschen Skandals, Königswinter 2007. Bernd Ulrich: Rosemarie Nitribitt, in: Joachim Scholtyseck / Bernd Ulrich Hg., Skandale in Deutschland nach 1945, Bielefeld 2007. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  17. Rosemarie Nitribitt – Das Adressbuch und die Mauer des Schweigens | Teil 3
    21.06., 00:0001:20:04

    Teil 3 der vierteiligen Kooperation von Chronik der Schatten mit Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Dies ist Teil 3 von 4 unserer gemeinsamen Reihe über Rosemarie Nitribitt. Nachdem wir in Teil 2 auf den Fund, den Tatort und die frühen Ermittlungsprobleme geschaut haben, geht es in dieser Folge um die Spuren auf Papier: Notizen, Briefe, Telefonnummern, Vernehmungen und das, was später oft als „Adressbuch“ bezeichnet wurde. Wir sprechen darüber, warum dieses angebliche Adressbuch bis heute so eine große Rolle spielt – und warum man sauber unterscheiden muss zwischen belegbaren Unterlagen und späteren Erzählungen. Denn ein Name auf einem Zettel beweist keine Schuld. Er kann aber zeigen, wer Kontakt hatte, wer befragt werden musste und welche Kreise durch den Fall plötzlich berührt wurden. In Teil 3 geht es außerdem um bekannte Namen aus dem Umfeld der Ermittlungen, unter anderem Harald von Bohlen und Halbach, Harald Quandt sowie Ernst Wilhelm und Gunter Sachs. Dabei bleibt wichtig: Prominente Kontakte waren kriminalistisch relevant, sie sind aber kein Beweis für eine Täterschaft. Dr. Maximilian von Schattenreich ordnet diese Folge aus seiner forensisch-psychologischen Perspektive ein. Dabei geht es unter anderem um Macht, Diskretion, gesellschaftliche Schutzmechanismen, die unterschiedliche Behandlung von Verdächtigen, die Rolle von Heinz Pohlmann, die Geschichte um Rudolf Endler und die Frage, wie sehr soziale Stellung Ermittlungen beeinflussen kann. Außerdem wird die sogenannte Zwei-Täter-Hypothese thematisiert: eine spätere Deutung, die versucht, verschiedene Widersprüche des Falls zu erklären. Auch hier gilt: Es handelt sich um eine Hypothese, nicht um eine bewiesene Lösung. Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Mord, Gewalt, Sexarbeit, gesellschaftliche Abwertung, Ermittlungsfehler, mögliche Vertuschung, Machtmissbrauch, psychische Belastung und belastende Details rund um einen ungeklärten Kriminalfall. Bitte hört nur weiter, wenn ihr euch damit wohlfühlt. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Kooperationspartner: Dr. Maximilian von Schattenreich Podcast: Jenseits der Beweise Instagram: @schattenreichs.spurensuche Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir und Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis: Der Fall Rosemarie Nitribitt ist bis heute ungeklärt. In dieser Reihe trennen wir belegbare Fakten, spätere Darstellungen, offene Fragen und interpretierende Einordnungen voneinander. Danke, dass ihr heute mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam – für die Geschichten hinter den Geschichten. Quellen und weiterführende Literatur zu Teil 3: Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Rosemarie Nitribitt – Biografie Grundlage für Rosemaries gesellschaftliche Einordnung, ihre Kontakte zu einflussreichen Familien, den ungeklärten Mordfall und die Wirkung des Falls als Spiegel der Doppelmoral der jungen Bundesrepublik. LVR / Portal Rheinische Geschichte: Jennifer Striewski: Rosemarie Nitribitt Wichtige Quelle zu Rosemaries Aufstieg, ihren Kontakten in gehobene Kreise, Harald von Bohlen und Halbach, Harald Quandt, Gunter Sachs, dem Notizbuch, den Ermittlungsfehlern, verschwundenen Aktenseiten, der medialen Spekulation und der späteren Einordnung des Falls. Hessisches Hauptstaatsarchiv / Arcinsys: Ermittlungen betr. die Ermordung der Prostituierten Rosemarie Nitribitt in Frankfurt a. M. Archivhinweis zu den erhaltenen Ermittlungsakten im Hessischen Hauptstaatsarchiv. Besonders passend für Teil 3, weil es hier um Akten, Papier-Spuren und die spätere Überlieferung des Falls geht. FOCUS: Akte Nitribitt – Was die Freier der feinen Gesellschaft ihrer Lebedame beichteten Ergänzende Quelle zu den wiederaufgetauchten Akten, dem Spurenbuch, dem Notizbuch, Vernehmungsbänden, Harald Quandt, Harald von Bohlen und Halbach sowie Ernst Wilhelm und Gunter Sachs. FOCUS: Mord an Edelhure – So tief war die Krupp-Spitze in den Fall Rosemarie verstrickt Ergänzende Quelle zu Harald von Bohlen und Halbach, Berthold Beitz, den später veröffentlichten Akten, der Weinflasche mit Fingerabdrücken und der Frage, warum bestimmte Spuren später als besonders brisant galten. Dieter Wunderlich: Rosemarie Nitribitt – Zeittafel / Biografie Ergänzende chronologische Übersicht zu Notizbuch, Prominenten-Gerüchten, Harald Quandt, Ernst Wilhelm und Gunter Sachs, Heinz Pohlmann, Rudolf Endler, dem Raubmotiv und dem späteren Presserummel. Google Books: David R. Simon / D. Stanley Eitzen: Elite Deviance Hintergrundquelle zum Begriff „Elite Deviance“, also zu abweichendem Verhalten in Macht- und Elitenstrukturen. Diese Quelle passt als theoretischer Hintergrund zu Dr. Maximilians Einordnung, ersetzt aber keine konkrete Fallquelle. JSTOR: Gresham M. Sykes / David Matza: Techniques of Neutralization: A Theory of Delinquency Theoretische Hintergrundquelle zu Neutralisierungstechniken, die in Maximilians Teil als kriminologische Einordnung auftauchen. Literaturhinweise: Helga Dierichs: Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure, in: Helfried Spitra Hg., Die großen Kriminalfälle, München 2003. Martina Keiffenheim: Edelhure Nitribitt. Die Rosemarie aus Mendig, Aachen 1998. Erich Kuby: Rosemarie. Des deutschen Wunders liebs­tes Kind, Hamburg 1961. Wendelin Leweke: Gretchen und die Nitribitt. Frankfurter Kriminalfälle, Frankfurt am Main 1991. Christian Steiger: Rosemarie Nitribitt. Autopsie eines deutschen Skandals, Königswinter 2007. Bernd Ulrich: Rosemarie Nitribitt, in: Joachim Scholtyseck / Bernd Ulrich Hg., Skandale in Deutschland nach 1945, Bielefeld 2007. Hinweis: Der Fall Rosemarie Nitribitt ist bis heute ungeklärt. Kontakte, Notizen, Vernehmungen und prominente Namen sind kriminalistisch relevant, beweisen für sich allein aber keine Täterschaft. Spekulationen, spätere Deutungen und Hypothesen werden in dieser Folge entsprechend eingeordnet. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  18. Rosemarie Nitribitt – Die Tür, der Tatort und das Versagen | Teil 2
    14.06., 00:0001:16:22

    Teil 2 der vierteiligen Kooperation von Chronik der Schatten mit Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Dies ist Teil 2 von 4 unserer gemeinsamen Reihe über Rosemarie Nitribitt. Nachdem wir in Teil 1 auf Rosemaries frühes Leben, das Frankfurt der 1950er Jahre, ihren Aufstieg, ihre öffentliche Wirkung und das Bild der Frau im schwarzen Mercedes geschaut haben, führt Teil 2 direkt in den Fall hinein. Wir sprechen über den 1. November 1957, den Fund in der Stiftstraße 36 und die ersten Eindrücke in Appartement 41. Es geht um die Brötchentüten vor der Tür, den Pudel Joe, die überheizte Wohnung, den Zustand des Körpers und die Frage, warum schon die ersten Minuten und Stunden nach dem Öffnen der Tür so folgenschwer wurden. Außerdem geht es um die Probleme am Tatort: fehlende Kontrolle, zu viele Personen in der Wohnung, veränderte Raumverhältnisse, frühe Pressepräsenz, mögliche Spurenverluste und eine Todeszeitbestimmung, die später große Fragen offenließ. Dr. Maximilian von Schattenreich ordnet diese Folge aus forensischer Perspektive ein. Er spricht über rechtsmedizinische Grundlagen, die Grenzen der damaligen Ermittlungsarbeit, die problematische Spurensicherung, offene Fragen rund um mögliche Tatabläufe und die Frage, warum dieser Fall bis heute als Beispiel für ein schwer belastetes Ermittlungsverfahren gilt. Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Mord, Gewalt, Tod, Verwesung, rechtsmedizinische Details, Sexarbeit, gesellschaftliche Abwertung, mögliche Ermittlungsfehler und belastende Beschreibungen eines Tatorts. Bitte hört nur weiter, wenn ihr euch damit wohlfühlt. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Kooperationspartner: Dr. Maximilian von Schattenreich Podcast: Jenseits der Beweise Instagram: @schattenreichs.spurensuche Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Hinweis: Diese Reihe behandelt einen bis heute ungeklärten Fall. Gesicherte Fakten, spätere Darstellungen, offene Fragen und interpretierende Einordnungen werden in der Folge voneinander getrennt. Danke, dass ihr heute mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam – für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir und Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Quellen und weiterführende Literatur zu Teil 2: Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Rosemarie Nitribitt – Biografie Grundlage für den Fund am 1. November 1957, die Brötchentüten vor der Wohnungstür, den Pudel, die Stiftstraße 36, die Gewaltspuren, die Ermittlungen, Heinz Pohlmann, die mediale Wirkung des Falls und die spätere Beisetzung des Schädels im Jahr 2008. LVR / Portal Rheinische Geschichte: Jennifer Striewski: Rosemarie Nitribitt Wichtige Quelle zu Rosemaries Wohnung in der Stiftstraße 36, dem Auffinden der Leiche, der überhitzten Wohnung, den Problemen bei der Todeszeitbestimmung, den Kampfspuren, den vorhandenen Wertgegenständen, den prominenten Kontakten, dem Tonband, den Ermittlungspannen und der späteren Nachbeisetzung des Schädels. LVR / Portal Rheinische Geschichte: Literaturangaben zu Rosemarie Nitribitt Enthält unter anderem Hinweise auf Helga Dierichs, Martina Keiffenheim, Wendelin Leweke, Christian Steiger und Bernd Ulrich als weiterführende Literatur zum Fall. FOCUS Magazin: Akte Nitribitt: Was die Freier der feinen Gesellschaft ihrer Lebedame beichteten Ergänzende Quelle zu den später ausgewerteten Polizeiprotokollen, den Kontakten aus gehobenen Kreisen und den Ermittlungsakten rund um den Fall Nitribitt. FOCUS Magazin: Akte Nitribitt: Was die Reichen und Mächtigen ihrer Lustdame beichteten Ergänzende Quelle zu den Aussagen und Alibis einzelner bekannter Kontaktpersonen, unter anderem Harald von Bohlen und Halbach. Top Magazin Frankfurt: „Nitribitt-Haus“ in der Stiftstraße ist jetzt Kulturdenkmal Quelle zur späteren denkmalrechtlichen Einordnung des Hauses Stiftstraße 34–36 und zur Bedeutung des Gebäudes für die Frankfurter Nachkriegsgeschichte. NCBI Bookshelf / StatPearls: Methods of Estimation of Time Since Death Hintergrundquelle zu rechtsmedizinischen Grundlagen wie Totenstarre, Totenflecken und der Schwierigkeit, den Todeszeitpunkt anhand postmortaler Veränderungen einzugrenzen. NCBI Bookshelf / StatPearls: Algor Mortis Hintergrundquelle zur Leichenkälte und dazu, warum Umgebungstemperatur und äußere Bedingungen bei der Todeszeitbestimmung eine zentrale Rolle spielen. NCBI Bookshelf / StatPearls: Evaluation of Postmortem Changes Hintergrundquelle zu frühen und späteren postmortalen Veränderungen, Verwesung und den Grenzen der Einordnung des Todeszeitpunkts. Literaturhinweise: Helga Dierichs: Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure, in: Helfried Spitra Hg., Die großen Kriminalfälle, München 2003. Martina Keiffenheim: Edelhure Nitribitt. Die Rosemarie aus Mendig, Aachen 1998. Wendelin Leweke: Gretchen und die Nitribitt. Frankfurter Kriminalfälle, Frankfurt am Main 1991. Christian Steiger: Rosemarie Nitribitt. Autopsie eines deutschen Skandals, Königswinter 2007. Bernd Ulrich: Rosemarie Nitribitt, in: Joachim Scholtyseck / Bernd Ulrich Hg., Skandale in Deutschland nach 1945, Bielefeld 2007. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  19. Rosemarie Nitribitt – Glanz, Moral und der schwarze Mercedes | Teil 1
    07.06., 00:0001:25:24

    Teil 1 der großen Kooperation von Chronik der Schatten mit Dr. Maximilian von Schattenreich vom Podcast „Jenseits der Beweise“. Dies ist Teil 1 von 4 unserer gemeinsamen Reihe über Rosemarie Nitribitt. In diesem ersten Teil legen wir den Grundstein für die Geschichte. Wir sprechen über das Frankfurt der Nachkriegszeit, über Wirtschaftswunder, gesellschaftliche Moral, Statussymbole und die strengen Erwartungen, die besonders an Frauen gestellt wurden. Außerdem geht es um Rosemaries frühe Lebensjahre: ihre Kindheit, Fürsorge, Heime, Pflegefamilie, Behörden und ihren wiederholten Weg nach Frankfurt. Wir schauen auf ihren sichtbaren Aufstieg, auf den Ford Taunus, den Opel Kapitän, den später so berühmten Mercedes 190 SL, den weißen Pudel und die Wohnung in der Stiftstraße 36. Dr. Maximilian von Schattenreich ergänzt diese Folge mit seinem forensisch-psychologischen Blick auf Rosemaries Leben, ihre Außenwirkung, ihre Verletzlichkeit, ihre öffentliche Rolle und die Doppelmoral der 1950er Jahre. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Kooperationspartner: Dr. Maximilian von Schattenreich Podcast: Jenseits der Beweise Instagram: @schattenreichs.spurensuche Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir und Dr. Maximilian von Schattenreich. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Quellen und weiterführende Literatur zu Teil 1: Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Rosemarie Nitribitt – Biografie Grundlage für Rosemaries frühe Biografie, Fürsorge, Heimunterbringungen, Brauweiler, Frankfurt, Mercedes 190 SL, Pudel, Stiftstraße 36 und die gesellschaftliche Einordnung des Falls. LVR / Portal Rheinische Geschichte: Jennifer Striewski: Rosemarie Nitribitt Biografische Einordnung zu Kindheit, Pflegefamilie Niedermendig, Vergewaltigung, Fürsorgeerziehung, Arbeitsanstalt Brauweiler, Frankfurt, Opel Kapitän, Mercedes 190 SL, Stiftstraße 36, Pudel und späterer Beisetzung des Schädels. Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Wirtschaftswunder Hintergrundquelle zum wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik in den 1950er Jahren. Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Wirtschaft und Gesellschaft im Westen Hintergrundquelle zu Wohlstand, Konsum, gesellschaftlichem Wandel, Auto als Statussymbol und Lebensgefühl der 1950er Jahre. Stiftung Haus der Geschichte / LeMO: Frauenarbeit Hintergrundquelle zu Frauenbild, Hausfrau-und-Mutter-Ideal, rechtlicher Ungleichheit und gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen in den 1950er Jahren Deutsches Historisches Museum: Die Hausfrau – ein Beruf im Wandel Ergänzende Quelle zum westdeutschen Hausfrauenideal der 1950er Jahre. Top Magazin Frankfurt: „Nitribitt-Haus“ in der Stiftstraße ist jetzt Kulturdenkmal Quelle zur späteren denkmalrechtlichen Einordnung des Gebäudes Stiftstraße 34–36 und zur Bedeutung des sogenannten „Nitribitt-Hauses“ für die Frankfurter Nachkriegsgeschichte. Dieter Wunderlich: Rosemarie Nitribitt – Zeittafel / Biografie Ergänzende chronologische Übersicht zu Rosemaries Lebensstationen, Mozes Natus, San Remo, Stiftstraße 36, Mercedes 190 SL, Pudel, Tod und späterer Rezeption. Literaturhinweise: Helga Dierichs: Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure, in: Helfried Spitra Hg., Die großen Kriminalfälle, München 2003. Martina Keiffenheim: Edelhure Nitribitt. Die Rosemarie aus Mendig, Aachen 1998. Wendelin Leweke: Gretchen und die Nitribitt. Frankfurter Kriminalfälle, Frankfurt am Main 1991. Christian Steiger: Rosemarie Nitribitt. Autopsie eines deutschen Skandals, Königswinter 2007. Bernd Ulrich: Rosemarie Nitribitt, in: Joachim Scholtyseck / Bernd Ulrich Hg., Skandale in Deutschland nach 1945, Bielefeld 2007. Hinweis: Diese Folge verbindet belegbare historische Quellen, zeitgenössische Einordnung und forensisch-psychologische Deutungen. Wo über Motive, Wirkung oder innere Dynamiken gesprochen wird, handelt es sich um interpretierende Einordnungen. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  20. Hy Brasil - Die Insel im Nebel (Hörerwunsch)
    31.05., 00:0000:49:47

    Die Phantominsel westlich von Irland zwischen Karten, Mythos und Atlantikfahrten Diese Folge ist ein Hörerwunsch vom Instagram-Profil Irische_Mythologie. Schaut dort gerne vorbei, wenn ihr euch für irische Mythen, alte Erzählungen und die Geschichten Irlands interessiert. In dieser Folge reisen wir an den Rand alter Karten: zu Hy Brasil, einer geheimnisvollen Insel westlich von Irland, die über Jahrhunderte in Kartenwerken auftauchte und doch nie sicher nachgewiesen werden konnte. Es geht unter anderem um: Hy Brasil als irische Phantominsel im Atlantik die frühe Darstellung als Bracile auf einer Portolankarte von 1325 mittelalterliche und frühneuzeitliche Kartografie die Bedeutung und mögliche Herkunft des Namens Hy Brasil Abraham Ortelius und das Theatrum Orbis Terrarum Bristol, John Cabot und frühe englische Atlantikfahrten die Insel der Sieben Städte, Antillia und andere Phantominseln Tír na nÓg, Mag Mell und irische Anderswelten die Navigatio Sancti Brendani Fata Morgana und mögliche natürliche Erklärungen Porcupine Bank und den Meeresboden westlich von Irland Thomas Johnson Westropp und eine späte Sichtung aus dem Jahr 1872 Wie immer gilt: Legenden werden als Legenden eingeordnet. Belegbare historische Punkte, Karten, Dokumente und wissenschaftliche Einordnungen werden davon getrennt betrachtet. Wenn euch diese Folge gefallen hat, folgt Chronik der Schatten gerne auf eurer Podcast-App und lasst eine Bewertung da. Damit helft ihr dem Podcast sehr und sorgt dafür, dass noch mehr Menschen die Geschichten hinter den Geschichten entdecken. Schreibt mir eure Gedanken dazu gerne auf Instagram: @chronik.der.schatten_podcast oder per Mail an: Podcast@chronik-der-schatten.de Chronik der Schatten gibt es jetzt auch auf YouTube: https://youtube.com/@chronikderschattenpodcast?si=mg8Gh6OxOlf0EZgc Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid. Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten. Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir. Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor. Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet. Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Quellen und weiterführende Literatur Library of Congress – Worlds Revealed: Hy-Brasil: The Supernatural Island Zur kartografischen Überlieferung von Hy Brasil, Angelino Dulcert/Dalorto, Bracile, Andrea Bianco, Ortelius und der langen Präsenz der Insel auf Karten. Norman B. Leventhal Map & Education Center: Hy-Brasil: Mapping a Mythical Island Zur kartografischen Entwicklung von Hy Brasil, zur Darstellung als Phantominsel, zur Karte von James Imray & Son aus dem Jahr 1859 und zum späteren Verschwinden aus britischen Seekarten. University of Bristol – Department of History: Quellen zu den Bristol-Fahrten und John Cabot Zur Suche nach der Isle of Brasile, den Bristol-Fahrten, John Cabot, den Letters Patent von Heinrich VII. und dem wirtschaftlichen Hintergrund der englischen Atlantikfahrten. Newfoundland and Labrador Heritage: Bristol Voyages und John Cabot Zur Rolle Bristols, zu den Fahrten von 1480/1481, zur Suche nach Brasil, zu Cabots Atlantikfahrt und zur Einordnung der frühen englischen Erkundungen im Nordatlantik. The Cabot Project, University of Bristol Zur Forschung rund um John Cabot, Bristol, William Weston und die frühen englischen Atlantikfahrten um 1497 bis 1500. Roderick O’Flaherty: A Chorographical Description of West or H-Iar Connaught, verfasst 1684, später herausgegeben durch die Irish Archaeological Society Zur westirischen Überlieferung über O’Brasil/Hy Brasil und zu Berichten über angebliche Sichtungen beziehungsweise Aufenthalte auf der Insel. Richard Head: The Western Wonder; or, O-Brazeel, 17. Jahrhundert Zur literarischen Überlieferung rund um John Nisbet und die sagenhafte Insel O’Brasil. Barbara Freitag: Hy Brasil: The Metamorphosis of an Island. From Cartographic Error to Celtic Elysium Zur Entwicklung von Hy Brasil zwischen Kartografie, irischer Überlieferung und späterer Deutung als mythische Insel. James MacKillop: A Dictionary of Celtic Mythology Zur Einordnung irischer mythologischer Begriffe wie Tír na nÓg, Mag Mell, Tír Tairngire und verwandten Vorstellungen der Anderswelt. Encyclopaedia Britannica: Einträge zu Brendan, Immram und irischer Erzähltradition Zur Navigatio Sancti Brendani, den Immrama und der mittelalterlichen Tradition irischer Meeresreisen. Marine Institute / INFOMAR und wissenschaftliche Berichte zur Porcupine Bank Zur geologischen Einordnung der Porcupine Bank, ihrer Lage westlich von Irland und der Tiefe der Unterwassererhebung. NOAA / National Weather Service und meteorologische Fachquellen zu Fata Morgana Zur atmosphärischen Lichtbrechung als möglicher Erklärung für entfernte oder verzerrte Sichtungen am Horizont. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Willkommen bei Chronik der Schatten. Geschichte ist voller Rätsel. Manche wurden gelöst, andere beschäftigen die Menschen bis heute. Zwischen belegbaren Fakten, alten Überlieferungen und faszinierenden Legenden liegt oft eine Geschichte, die spannender ist als jede Fiktion. In jeder Folge nehme ich dich mit auf eine Reise durch Mythen, Sagen, historische Ereignisse, ungeklärte Fälle und die Geschichten hinter den Geschichten. Gemeinsam schauen wir uns an, was wirklich belegt ist, welche Theorien existieren und wie aus realen Ereignissen über Generationen hinweg Legenden wurden. Dabei stehen sorgfältige Recherche, historische Quellen und eine klare Trennung zwischen Fakten und Überlieferungen immer im Mittelpunkt. Neue Folgen erscheinen jeden Sonntag auf allen bekannten Podcast-Plattformen. Danke, dass du mit mir durch die Schatten reist.