Chronik der Schatten - Hinter den Geschichten

Der Zauberer Jackl - Salzburgs dunkelste Hexenprozesse

16.08., 00:0000:56:39
Beschreibung der Episode
Ein Phantom, Bettlerkinder und eine Verfolgungswelle, die weit über hundert Menschen das Leben kostete. Achtung, Triggerwarnung: Diese Folge enthält Schilderungen und Einordnungen zu historischer Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, Folter, erzwungenen Geständnissen, Hinrichtungen, Haftbedingungen und Hinweisen auf sexualisierte Gewalt in historischen Gefängnis- und Verhörsituationen. Bitte hört diese Folge nur, wenn ihr euch mit diesen Themen gerade sicher fühlt.

In dieser Folge geht es um:

– die Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse von 1675 bis 1690 – den Opferstockdiebstahl von Golling – Barbara Koller, genannt Schinderbärbel – Jakob Koller, den sogenannten Schinderjackl oder Zauberer-Jackl – Dionys Feldner und die Eskalation der Verfahren ab 1677 – Hofrat Sebastian Zillner und die zentrale Verhörfrage: „Hast du den Zauberer-Jackl gekannt?“ – den Hexenturm von Salzburg – die Richtstätte von Gneis – Folter, erzwungene Geständnisse und die Logik frühneuzeitlicher Strafverfahren – Kinder- und Bettlerhexenprozesse im späten 17. Jahrhundert – die Rolle von Armut, sozialer Ausgrenzung, Obrigkeit und Dämonenglauben – die Sage vom Zauberer-Jackl und die Trennung zwischen Überlieferung und belegbarer Geschichte – Erinnerung, Forschung und das lange Nachwirken dieser Verfolgung

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Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir.

Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor.

Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet.

Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz

Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir. Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC

Quellen und weiterführende Literatur:

Wissenschaftliche Literatur:

  • Heinz Nagl: Der Zauberer-Jackl-Prozeß. Hexenprozesse im Erzstift Salzburg 1675–1690. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Teil 1: Band 112/113, 1972/73, S. 385–539. Teil 2: Band 114, 1974/75, S. 79–241.

  • Gerald Mülleder: Zwischen Justiz und Teufel. Die Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse (1675–1679) und ihre Opfer. LIT Verlag, Wien 2009.

  • Gerald Mülleder: Vom Zauberer Jackl und seinem Anhang – Zur Rezeption und Tradition der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse. In: Festschrift Heide Dienst zum 65. Geburtstag.

  • Wolfgang Fürweger: Verbrannte Kindheit. Die vergessenen Kinder der Hexenprozesse um den Zauberer Jackl. Ueberreuter, Wien 2015.

Online-Quellen und Nachschlagewerke:

  • Wikipedia: Zauberbubenprozesse in Salzburg https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberbubenprozesse_in_Salzburg

  • Wikipedia: Zaubererjackl witch trials https://en.wikipedia.org/wiki/Zaubererjackl_witch_trials

  • Wikipedia: Max Gandolph von Kuenburg https://en.wikipedia.org/wiki/Max_Gandolph_von_Kuenburg

  • Rita Voltmer: Salzburger Zauberer-Jackl-Verfolgungen (1675–1679), Anmerkungsapparat mit Forschungsüberblick https://storicamente.org/voltmer_link4

  • Skriptum: Die Bettlerbubenverfolgung in Salzburg 1675 bis 1681 Mit Details zum Verfahren gegen Dionys Feldner, den Daten 18. Mai 1677, 21. Juli 1677 und 3. September 1677 sowie dem Kopfgeld von 30 Reichstalern. https://www.lehrnarrangements.at/Aktualisierung_Dateien/07-Plattform1/unterlagen/Der%20Zauberer%20Jackl_Skriptum.pdf

  • Leseprobe zu Wolfgang Fürweger: Verbrannte Kindheit Mit Angaben zu Opferzahlen, Matthias Hauser, Margarete Reinberger, Sebastian Zillner und der Verfolgungswelle Ende 1677 bis Mitte 1678. https://content.e-bookshelf.de/media/reading/L-3454203-b5b6be1100.pdf

  • derStandard.at: Der „Zauberer Jackl“ und die Auslöschung der Unterschicht Zur Dokumentation von Sabine Bauer und zur Zahl von mindestens 138 Hingerichteten. https://www.derstandard.at/story/1231153033822/der-zauberer-jackl-und-die-ausloeschung-der-unterschicht

  • SalzburgerLand Magazin: Sagenhaft: Der Zauberer-Jackl Zur Sagenüberlieferung und zur überlieferten Verhörfrage. https://www.salzburgerland.com/de/magazin/sagenhaft-der-zauberer-jackl/

  • MeinBezirk.at / Tennengau: Was steckt dahinter: Der Zauberbubenprozess Zum Opferstockdiebstahl in Golling, dem Pfleggericht Burg Golling und den Hinrichtungen. https://www.meinbezirk.at/tennengau/c-gedanken/was-steckt-dahinter-der-zauberbubenprozess_a5158381

  • Blogdokumentation: Die Zauberer-Jackl-Prozesse in Salzburg Zum Hexenturm in der Paris-Lodron-Straße, zur Zerstörung 1944, zur Gedenktafel, zu Opferzahlen und zur Peinlichen Ordnung Maximiliani Gandolphi. http://derrotestiftche.blogspot.com/2007/02/die-zauberer-jackl-prozesse-in-salzburg.html

Künstlerische und dokumentarische Aufarbeitungen:

  • Felix Mitterer: Die Kinder des Teufels.

  • Sabine Bauer: Hast du den Zauberer Jackl gekannt?

Hinweis zur Quellenlage:

Die Opferzahlen der Salzburger Zauberer-Jackl-Prozesse unterscheiden sich je nach Zählweise und Forschungsansatz. In der Literatur werden ungefähr 198 bis 232 Angeklagte beziehungsweise in den Prozesszusammenhang einbezogene Personen genannt. Die Zahl der Hingerichteten schwankt je nach Abgrenzung zwischen mindestens 138 beziehungsweise 139 und bis zu etwa 167 Menschen. In der Folge werden deshalb bewusst Spannweiten genannt und keine einzelne glatte Zahl.

Auch einzelne Altersangaben, Schreibweisen und Datierungen unterscheiden sich in der Literatur. Das betrifft unter anderem das Alter Jakob Kollers, das Alter Dionys Feldners, das jüngste genannte Todesopfer sowie die Schreibweise Zillner beziehungsweise Ziller. Diese Unsicherheiten werden in der Folge entsprechend eingeordnet.

In der Folge wird ausdrücklich zwischen belegbaren Fakten, Forschungsdeutungen, erfolterten Aussagen und späteren Sagenmotiven unterschieden. Alles, was in den Bereich der Sage, Überlieferung oder Vermutung fällt, wird als solches gekennzeichnet.

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