Chronik der Schatten - Hinter den Geschichten

Der Eisenberg bei Goldhausen - Deutschlands sagenumwobener Goldberg

23.08., 00:0001:07:31
Beschreibung der Episode
Die Geschichte des Eisenbergs bei Goldhausen: Deutschlands sagenumwobener Goldberg, eine verschwundene Grafenburg und die Legenden vom Zwerg Erpo und den Wichteln im Berg.

In dieser Folge von "Chronik der Schatten" geht es nach Nordhessen – genauer gesagt zum Eisenberg bei Goldhausen, südwestlich von Korbach.

Auf den ersten Blick wirkt der Eisenberg unscheinbar: bewaldet, ruhig, mit einem alten Aussichtsturm auf der Kuppe. Doch in seinem Inneren liegt eine der bedeutendsten Goldlagerstätten Deutschlands. Über Jahrhunderte wurde hier Gold gewonnen – in engen Stollen, mit harter Handarbeit und unter Bedingungen, die man sich heute kaum noch vorstellen kann.

Wir schauen uns an, wie dieses Gold überhaupt in den Berg kam, warum der Eisenberg eigentlich einen irreführenden Namen trägt und wie aus einer Bergmannssiedlung das heutige Goldhausen entstand.

Außerdem geht es um die Burg Eisenberg, später Schloss Eisenberg, die einst auf der Kuppe stand. Sie war Residenz der Grafen von Waldeck-Eisenberg, wurde ausgebaut, beschädigt, verlassen, abgetragen und schließlich fast vollständig vergessen – bis Archäologen ihre Grundmauern wieder sichtbar machten.

Natürlich darf auch die Sagenwelt nicht fehlen. Denn rund um den Eisenberg erzählen sich die Menschen Geschichten vom Zwerg Erpo, vom Goldhäuser Teich und von den Wichteln im Berg. Diese Erzählungen werden in der Folge klar als Sagen eingeordnet, zeigen aber sehr schön, wie tief sich der Goldbergbau in das Gedächtnis der Region eingegraben hat.

In dieser Folge geht es unter anderem um:

– den geologischen Ursprung des Goldes im Eisenberg – Goldbergbau seit dem Mittelalter – Albertus Magnus und die frühe Erwähnung des Korbacher Goldes – die Burg und das spätere Schloss Eisenberg – die Grafen von Waldeck-Eisenberg – Goldhausen als Bergmannssiedlung – auswärtige Investoren aus Nürnberg, Straßburg und Magdeburg – Verhandlungen mit den Fuggern – den Niedergang durch Krieg, Holzmangel und wirtschaftliche Grenzen – moderne Goldsuche im 20. Jahrhundert – die Wiederentdeckung der Burgruine – das Besucherbergwerk und die Goldspur Eisenberg

– den Zwerg Erpo, den Goldhäuser Teich und die Wichtel im Berg Vielen Dank an das Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach. Dort durfte ich Fotos anfertigen, um auf Instagram einige der archäologischen Funde und Exponate aus dieser Episode zeigen zu können. Schaut sie euch gerne auf meinem Instagram-Kanal chronik.der.schatten_podcast an. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung.

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Danke, dass ihr heute wieder mit mir durch die Schatten gereist seid.

Bleibt wachsam — für die Geschichten hinter den Geschichten.

Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir.

Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor.

Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet.

Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz

Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir.

Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor. Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC

QUELLEN UND LITERATUR

Hinweis zur Arbeitsweise: Alle historischen Angaben dieser Folge beruhen auf den unten genannten Quellen. Sagen, Märchen und lokale Überlieferungen wurden ausdrücklich als Erzählgut gekennzeichnet und sinngemäß, nicht wörtlich, nach der Goldhäuser Überlieferung nacherzählt. Bei Jahreszahlen mit abweichender Überlieferung wurden die Unterschiede im Skript benannt.

Fachliteratur und wissenschaftliche Grundlagen:

• Jens Kulick: Burg Eisenberg bei Goldhausen. Führungsblatt zu den Wallanlagen und der Ruine Burg Eisenberg auf dem Eisenberg bei Korbach-Goldhausen, Kreis Waldeck-Frankenberg. Archäologische Denkmäler in Hessen, Heft 17. Landesamt für Denkmalpflege Hessen.

• Jens Kulick: Goldbergbau am Eisenberg bei Goldhausen. Führungsblatt zu einem Industriedenkmal des Mittelalters und der frühen Neuzeit bei Korbach-Goldhausen, Kreis Waldeck-Frankenberg. Archäologische Denkmäler in Hessen, Heft 143. Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden 1998.

• Walter Hellwig: Die Suche nach Gold in Deutschlands reichster Lagerstätte, dem Eisenberg bei Korbach und seiner Umgebung. Korbach, 2016.

• Walter Hellwig, Birgit Emde und Volker Emde: Durch Stollen und Schächte zum Gold. Zur Geschichte des Goldbergbaus im Eisenberg bei Goldhausen.

• Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen, 3. Auflage, 2000.

• Jörg Lindenthal: Kulturelle Entdeckungen. Archäologische Denkmäler in Hessen. Jenior, Kassel, 2004.

• Rolf Müller: Schlösser, Burgen, alte Mauern. Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden, 1990.

• U. Bockshammer: Ältere Territorialgeschichte der Grafschaft Waldeck. Marburg, 1958.

Historische Quellen und ältere Überlieferung:

• Albertus Magnus: De mineralibus. Erwähnung des Goldes aus dem Raum Korbach beziehungsweise Eisenberg.

• Tacitus: Annalen. Hinweis auf den antiken Flussnamen Adrana, der häufig mit der heutigen Eder in Verbindung gebracht wird.

• Alfred Yark: Darstellung zur Burggeschichte des Eisenbergs. Waldeckische Gemeinnützige Zeitschrift, 1837; später auch in: Friedrich Gottschalck: Die Ritterburgen Deutschlands, Band 1, Magdeburg, 1840.

• Anonymer Verfasser: Historisch-kritischer Commentar über Yark’s Eisenberg. Waldeckische Gemeinnützige Zeitschrift, 1837.

Onlinequellen und Institutionen:

• Goldhausen im Ferienland Waldeck: Informationen zur Ortsgeschichte, zum Goldbergbau am Eisenberg, zur Burgruine Eisenberg, zum Besucherbergwerk, zur Goldspur Eisenberg sowie zu den Goldhäuser Sagen und Märchen.

• Hansestadt Korbach: Themenseite „Gold“ mit Informationen zur Goldlagerstätte, zum Besucherbergwerk, zur Goldspur Eisenberg und zum Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach.

• Geopark GrenzWelten: Informationen zum Goldbergbaurevier am Eisenberg, zur Entstehung der Goldlagerstätte, zu den historischen Stollen und zur Goldspur Eisenberg.

• Westfälische Hanse: Beiträge zu den „Korbacher Unterwelten“ sowie zu Gold, Kupfer und Eisen in Korbach.

• LAGIS Hessen: Eintrag zur Burg Eisenberg bei Korbach.

• Germanisches Nationalmuseum / Projekt „Renaissanceschlösser in Hessen“: Informationen zur Ruine Eisenberg bei Goldhausen.

• EBIDAT – Datenbank des Europäischen Burgeninstituts: Einträge „Eisenberg I–III“ bei Korbach.

• Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach: Informationen zur Dauerausstellung über Stadtgeschichte, Geologie, Archäologie, Goldbergbau und Burg Eisenberg.

• Wikipedia: Artikel „Burg Eisenberg (Korbach)“ und „Goldhausen (Korbach)“ als ergänzende Überblicksquellen und zur Orientierung bei Baugeschichte, Datierungen, Ortsgeschichte und weiterführenden Verweisen.

Sagen und Erzählgut:

• Goldhausen im Ferienland Waldeck: „Der Goldhäuser Teich“ nach M. Schmalz. Grundlage für die Sage um den Zwerg Erpo, den Goldhäuser Teich, den Königssohn vom Rhein, das Amulett und die verlorene Goldader.

• Goldhausen im Ferienland Waldeck: „Das Märchen von Goldhausen“. Grundlage für die Erzählung von den Goldhäuser Wichteln, der goldenen Kugel und dem Bergmann, der den Frieden des kleinen Volkes stört.

Hinweis: Die Sagen und Märchen wurden in der Folge nicht als historische Tatsachen dargestellt, sondern als lokale Überlieferungen eingeordnet.

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