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Archivradio – Geschichte im Original

SWR

1013 Episoden · neueste 12.10.

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Episoden

1013
  1. Haushalt des Deutschen Reichs wird verhandelt | 5.2.1931 | Reichstag vor Hitler
    12.10., 10:3000:31:27

    Die fünfte Wahlperiode stellt einen dramatischen Wendepunkt dar. Noch funktioniert die Weimarer Demokratie, aber der Schatten Hitlers schwebt bereits über dem Parlament. Aus dieser Wahlperiode sind Tonaufzeichnungen von 18 Sitzungen erhalten: Keine ist komplett, sie alle enthalten aber entscheidende Momente des jeweiligen Tages. Die erste Aufnahme stammt von der 17. Sitzung, vom 5. Februar 1931, einem Donnerstag. Reichskanzler Brüning über die Landwirtschaft im Osten des Reichs Der Haushalt des Deutschen Reichs wird verhandelt. Der Zentrums-Abgeordnete und Reichskanzler Heinrich Brüning hält ein "Ermächtigungsgesetz" (nicht zu verwechseln mit dem Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten zwei Jahre später) für nötig, um den Haushalt mit seinen drastischen Sparmaßnahmen zu verabschieden. Er geht in seiner mehrfach von Kommunisten und Nationalsozialisten unterbrochenen Rede insbesondere auf die darniederliegende Landwirtschaft im Osten des Reichs ein und pocht darauf, die Reparaturleistungen an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs zu begleichen. Der NSDAP-Abgeordnete Joseph Goebbels, später Hitlers Propagandaminister, wirft dem Brüning-Kabinett Versagen auf der ganzen Linie vor. Zwei Jahre später ist die Demokratie abgeschafft. Die Redner Paul Löbe (Reichstagspräsident) Heinrich Brüning (Reichskanzler) Franz Stöhr (NSDAP) Joseph Goebbels (NSDAP) Reichstag vor Hitler – alle Aufnahmen und Hintergründe

  2. Paul Löbe wirbt für Parlamentsdebatten im Radio | 12.6.1930 | Reichstag vor Hitler
    08.10., 12:0000:05:27

    Von den Reichstagsdebatten der 1920er-Jahre existieren keine Aufnahmen. Erst seit 1930 wurden sie auf Wachswalzen festgehalten. Aber soll man sie im Rundfunk übertragen? Viele Abgeordnete sind 1930 noch dagegen. Doch Paul Löbe, SPD-Politiker und seit 1925 Reichstagspräsident, spricht sich dafür aus. So auch in dieser Aufnahme vom 12. Juni 1930, in der er auf die Argumente der Gegner eingeht. Durchsetzen kann sich Paul Löbe letztlich nicht: Zwar werden die Debatten von nun an auf Wachswalzen festgehalten, doch die Übertragung im Rundfunk lehnt der Ältestenrat ab. 1932 kommt es zu einem regelrechten Eklat, als Abgeordnete der Deutschen Nationalen Volkspartei erfahren, dass eine Rede von Reichskanzler Brüning im Rundfunk übertragen wurde. Reichstag vor Hitler – alle Aufnahmen und Hintergründe

  3. Vordenker von gewaltfreiem Aufstand und zivilem Ungehorsam – Interview mit Theodor Ebert | 17.6.1969
    06.10., 17:4501:02:01

    Gewaltfreier Widerstand und ziviler Ungehorsam sind heute gängige Konzepte von Protestbewegungen. Im deutschsprachigen Raum hat sie vor allem der Politikwissenschaftler Theodor Ebert (*1937) propagiert, auch wenn es solche Widerstandsformen schon vorher gab. Stichwort: Gandhi. Theodor Eberts Gedanken fallen 1968 auf fruchtbaren Boden Über diese Protestformen schrieb Theodor Ebert 1965 eine wissenschaftliche Dissertation. Erstmal blieb sie im akademischen Raum. Doch 1968 erscheint sie als Buch mit dem Titel "Gewaltfreier Aufstand – Alternative zum Bürgerkrieg". Da in diesem Jahr die 68er-Studentenbewegung richtig Fahrt aufnimmt, fällt es auf einen äußerst fruchtbaren Boden. Es wird in den Folgejahren von Bürgerinitiativen dankbar aufgenommen, von der Umwelt-, der Friedens- und anderen Protestbewegungen – bis heute. Am 17. Juni 1969 – am 16. Jahrestag des Aufstands in der DDR – sendet der Saarländische Rundfunk ein einstündiges Interview mit Theodor Ebert in seiner legendären Reihe "Fragen an den Autor". An mehreren Stellen im Zusammenhang mit der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA benutzen die Gesprächspartner das sogenannte N-Wort. Heute gilt der Begriff als rassistisch, Ende der 1960er-Jahre war diese Ausdrucksweise durchaus geläufig, kann aber beim Anhören irritieren.

  4. Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen" | 9.11.1964
    02.10., 21:0000:52:10

    Hannah Arendt beobachtet Prozess gegen Adolf Eichmann Hannah Arendt (1906 – 1975) ist eine der bekanntesten deutschen Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. Die einstige Heidegger-Schülerin wurde einer breiten Öffentlichkeit Anfang der 1960er-Jahre bekannt, für ihre Berichte vom Prozess gegen den ehemaligen NS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Eichmann wurde 1961 in Jerusalem zum Tod verurteilt. Kurz danach begannen auch die berühmten Frankfurter Auschwitzprozesse, und 1963 erschien Hannah Arendts Buch "Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen". Diese Banalität des Bösen wurde zum geflügelten Wort und spielt auch in diesem Gespräch eine zentrale Rolle. Gespräch mit Joachim Fest am Jahrestag der Reichspogromnacht Auch der Interviewer ist erwähnenswert: Es ist Joachim Fest, bekannt als ehemaliger Mitherausgeber der FAZ und Autor von Biografien über Hitler und über dessen Chefarchitekten und Rüstungsminister Albert Speer. Doch hier, im November 1964, war er noch Redakteur im NDR; das Interview führt er aber im Auftrag des Südwestfunks. Es wird am 35. Jahrestag der Reichspogromnacht gesendet. Die Aufnahme beginnt mit der damaligen Anmoderation. Der 2025 verstorbene Publizist Micha Brumlik sagte im SWR-Gespräch über das Interview: "So recht Hannah Arendt im Grundsätzlichen hat, hat doch die historische Forschung inzwischen herausgefunden, dass sie sich in Adolf Eichmann getäuscht hat. Das war nicht nur ein Funktionär, sondern ein hasserfüllter und ressentimentgeladener Antisemit. Er hat damals in Jerusalem, flapsig gesprochen, eine Show abgezogen, auf die Arendt hereingefallen ist."

  5. Trotz Auschwitz: Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 in Original-Tondokumenten
    02.10., 15:3000:56:36

    Die Befreiung der Vernichtungslager bedeutet den Neubeginn für den Wiederaufbau einer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, die sich keineswegs allein über den Holocaust definiert. Die Deutschen beginnen, das Nazi-Unrecht aufzuarbeiten – auch unter Mitwirkung jüdischer Persönlichkeiten wie Fritz Bauer oder Hannah Arendt. Doch gibt es auch Irritationen: Etwa 1998, als Martin Walser in der Paulskirche von der "Moralkeule Auschwitz" spricht. Der Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik (1947 - 2025) war an vielen Ereignissen, die die Juden in Deutschland seit 1945 beschäftigt haben, selbst beteiligt. Im Gespräch mit Gábor Paál spricht er aus eigenem Erleben über die Hintergründe der Originalaufnahmen und Rundfunkberichte. SWR 2015 Originalaufnahmen aus der Sendung: http://swr.li/trotz-auschwitz ARD Archivradio: https://1.ard.de/archivradio_cp?=pdw Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: daswissen@swr.de Folgt uns auf Mastodon: https://ard.social/@DasWissen

  6. Erste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts - Volksabstimmung für "Südweststaat" | 4.10.1951
    28.09., 14:5500:10:35

    Uneinigkeit über Ablauf der Abstimmung Am 28. September 1951 nimmt das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe seine Arbeit auf. Bereits eine Woche später steht die erste Entscheidung an. Es geht um den Neuzuschnitt der Bundesländer; konkret um die Frage: Sollen sich die drei Südwestländer Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zu einem Bundesland vereinigen oder werden die alten Länder Baden und Württemberg wieder hergestellt? Eine Volksabstimmung steht an - doch über das Verfahren wird gestritten. Ursprünglich war geplant, dass auf den Gebieten der alten Länder Baden und Württemberg getrennt ausgezählt wird. Dann wäre es möglicherweise unentschieden ausgegangen. Allerdings wurden die Gesetze im Bund gemacht, und dort hatten CDU-Abgeordnete ein anderes Auszählungsverfahren durchgesetzt: Die Stimmen sollten jeweils in den vier Bezirken Nord-Württemberg, Nord-Baden, Süd-Württemberg und Süd-Baden ausgezählt werden. Das verbesserte die Chancen für den Südweststaat erheblich. Land Baden klagt vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Das entsprach aber nicht den badischen Interessen, weshalb das Land Baden dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht klagte. Denn der Präsident des Landes Baden, Leo Wohleb, war der Auffassung, dass rechtlich gesehen die alten Länder Baden und Württemberg noch immer existieren und das Land Baden somit auch die Nordbadener mitvertritt. Erste Entscheidung nach Gründung des Bundesverfassungsgerichts Das Bundesverfassungsgericht war eine Woche zuvor erst feierlich eröffnet worden, insofern war es eine der ersten Entscheidungen, die die Karlsruher Richter zu treffen hatten. Die Klage der Badener haben sie abgewiesen. Länderchefs betonen freundliches Miteinander Erhalten sind von jenem Tag die Schlussworte der jeweiligen Länderchefs, die trotz ihrer Meinungsunterschiede noch einmal betonen, wie sehr sie freundlich miteinander verbunden sind.

  7. Erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt | 20.9.1986
    19.09., 18:0000:04:13

    Saarlouis hat einen Wunschpartner in der DDR 25 Jahre nach dem Bau der Mauer kam es zu einer ersten Städtepartnerschaft zwischen einer bundesdeutschen und einer Gemeinde der DDR. Die Initiative ging von Saarlouis aus, von den Fraktionen von SPD und Grünen. Sie hatten sich Halberstadt in Sachsen-Anhalt als Wunschpartner ausgesucht, dorthin waren viele Saarlouiser im Krieg in Sicherheit gebracht worden. Aber auf DDR-Seite gab es zunächst kein Interesse. Oskar Lafontaine trifft den gebürtigen Saarländer Erich Honecker Das ändert sich, als der Saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine den DDR-Staatsratsvorsitzenden und gebürtigen Saarländer Erich Honecker trifft. Nun stimmt die DDR zu. – Nur: Statt mit Halberstadt soll die Partnerschaft mit der sozialistischen Vorzeigestadt Eisenhüttenstadt geschlossen werden. Das nimmt Saarlouis in Kauf. Am 20. September 1986 – drei Jahre vor dem Fall der Mauer – wird die Partnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt besiegelt.

  8. Entdeckung des Ötzi: Reinhold Messner ist vor Ort | 27.9.1991
    19.09., 16:4700:06:21

    Wanderer entdecken die Gletschermumie in den Ötztaler Alpen Am 19.9.1991 entdecken deutsche Urlauber beim Wandern in den Ötztaler Alpen eine Gletschermumie. Es ist der später nach seinem Fundort benannte Ötzi, die zu dem Zeitpunkt älteste Mumie der Welt, ein sensationeller historischer Fund. Direkt nach der Entdeckung gehen die Spekulationen los. Wie alt ist die Leiche? Was trieb der Mann in den Bergen? Was war die Todesursache? Bergsteiger Reinhold Messner einer der ersten am Fundort Einer der Ersten am Fundort ist der Extrembergsteiger Reinhold Messner, der nach einem ersten Augenschein der Gletschermumie seine Theorien zur Herkunft des Ötzi entwickelt. In einer Aufnahme vom 27.9.1991 schildert er seine Eindrücke. Prähistoriker Konrad Spindler mit ersten Erkenntnissen Der Mann im Eis wird zu einem Fall für die internationale Spitzenforschung. Prähistoriker Konrad Spindler erläutert ein paar Tage später am 30.9.1991 im Interview seine ersten Erkenntnisse zum Ötzi.

  9. Erste Rabbiner-Ordination seit der NS-Zeit | 14.9.2006
    13.09., 12:0000:04:20

    Keine Ausbildungsstätten für Rabbiner mehr vorhanden nach dem Holocaust Nach Ende der Naziherrschaft lebten nur noch wenige Juden in Deutschland. Erst langsam wurde jüdisches Leben wieder aufgebaut. Teilweise kamen jüdische Exilanten aus dem Ausland zurück und es gab erste Migrationswellen aus Ungarn, Polen und der Sowjetunion. Synagogen wurden wieder aufgebaut. Die Rabbiner mussten allerdings aus dem Ausland geholt werden, weil es in Deutschland keine Ausbildungsstätte gab. Bis zum Mauerfall lebten in der Bundesrepublik rund 30.000 Juden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs steigt die Zahl auf mehr als 200.000 an. Es kommt zu einer erneuten großen Ausreisewelle aus der Sowjetunion. Bedarf an Rabbinern wächst ab den 1990ern Für die Gemeinden ist das eine große Herausforderung. Die jüdische Gemeinschaft diversifiziert sich: Neben den konservativ-orthodox ausgerichteten Gemeinden fühlen sich immer mehr Juden auch dem liberalen Judentum zugehörig. So wächst auch der Bedarf an Rabbinern. 2003 verpflichtet sich die Bundesregierung in einem Staatsvertrag der "Erhaltung und Pflege des deutsch-jüdischen Kulturerbes". Rabbiner-Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam Am 14. September 2006 schließlich ist es so weit: Erstmals seit dem Krieg werden Rabbiner wieder in Deutschland ordiniert, ausgebildet im Abraham Geiger Kolleg in Potsdam. Jüdisches Leben in Deutschland – alle Aufnahmen im ARD Archivradio

  10. Der erste PISA-Schock: deutsche Bildung viel schlechter als ihr Ruf | 4.12.2001
    08.09., 17:3000:16:14

    Deutschland – das Land der Dichter und Denker? Deutschland – die Kulturnation, das Land, in dem Bildung großgeschrieben wird und wo Schulabschlüsse etwas wert sind. Dieses Selbstbild bekommt kurz vor Weihnachten 2001 einen tiefen Kratzer. Die erste PISA-Studie erscheint. Großes Augenreiben: Deutschland ist gar nicht so gut. PISA steht für "Programme for International Student Assessment". Eine Schulleistungsuntersuchung an 15-jährigen Schülerinnen und Schülern. Sie testet grundlegendende Kompetenzen in Mathematik sowie Lesekompetenz und naturwissenschaftliches Verständnis. PISA-Studie methodisch sauber – keine Ausreden fürs schlechte Abschneiden Ergebnisse der ersten PISA-Studie sickern am 3. Dezember 2001 durch, am 4. Dezember werden sie offiziell bekannt gegeben. Und Fachleute sind sich einig: Es gibt keine Ausrede – die Studie ist methodisch sauber. Die Presse hat schnell ein Wort gefunden: "PISA-Schock". Die Berichterstattung zwischen dem 3. und 5. Dezember 2001 konzentriert sich dabei vor allem auf drei Botschaften: Deutschland braucht mehr Ganztagsbetreuung In Deutschland hängen die Bildungschancen besonders stark von den finanziellen Ressourcen der Eltern ab Und die Botschaft, die sich am schnellsten herumspricht: Die Finnen sind die besten

  11. Gerhard Schröder verknüpft Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit Vertrauensfrage | 6.11.2001
    07.09., 16:3000:05:50

    USA starten "Krieg gegen den Terror" Als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 greifen die USA wenige Wochen später im Oktober Stellungen der Taliban in Afghanistan an. Es ist der Beginn des sogenannten "Krieg gegen den Terror". Und für den fordert die US-amerikanische Regierung internationale Unterstützung an – unter anderem von Deutschland. Der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder (SPD) beschert diese Bitte eine Regierungskrise. Einige Abgeordnete, vor allem der Grünen, sind gegen einen Militäreinsatz der Bundeswehr in Afghanistan und wollen sich bei einer Abstimmung im Bundestag verweigern. In den folgenden Wochen wird auf politischer Ebene hitzig über das Für und Wider des Einsatzes diskutiert. Bundeskanzler Gerhard Schröder macht am 6. November 2001 die Bitte der US-Regierung öffentlich und erinnert an sein Versprechen, stets zu den USA zu stehen. Gerhard Schröder stellt die Vertrauensfrage Bundeskanzler Gerhard Schröder knüpft die Frage, ob sich Deutschland an der US-Operation "Enduring Freedom" in Afghanistan beteiligen soll, an die Vertrauensfrage. Am 16. November 2001 erhält er im Parlament eine knappe Mehrheit der Stimmen. Einige Wochen später, am 22. Dezember 2001, beschließt der Bundestag, dass sich deutsche Truppen außerdem beteiligen sollen an der ISAF Friedensmission der Vereinten Nationen in Afghanistan. Dafür bekommt die Regierung eine deutliche Koalitionsmehrheit. Quelle: SWR1 Tagesthema

  12. Afghanistan-Krieg beginnt: Angriffe von USA und Großbritannien | 7.10.2001
    07.09., 16:1500:08:00

    Osama bin Laden meldet sich zu Wort Am 7. Oktober 2001 greifen die USA zusammen mit Großbritannien Afghanistan an. Die Nachrichten fassen die ersten Reaktionen zusammen. Kurz darauf meldet sich al-Qaida-Anführer Osama bin Laden mit einem Video und droht den USA. Gerhard Schröder deutet Bundeswehr-Engagement in Afghanistan an In einem weiteren Bericht deutet Bundeskanzler Gerhard Schröder an, dass sich auch die Bundeswehr im weiteren Verlauf in Afghanistan engagieren wird.

  13. Putin bietet im Bundestag Unterstützung gegen Terrorismus an – und fordert Einbindung | 25.9.2001
    07.09., 16:0000:29:51

    Hoffnung auf Annäherung zwischen NATO und Russland Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war die weltweite Anteilnahme groß, auch Russlands Staatspräsident Wladimir Putin bekundet seine Solidarität mit den USA. In dieser Zeit scheint der Ost-West-Konflikt vorbei, es gibt Hoffnung auf eine Annäherung zwischen der NATO und Russland. Wladimir Putin fühlt sich nicht auf Augenhöhe behandelt Bundeskanzler Gerhard Schröder hat ein gutes Verhältnis zu Putin. Der wird mehrmals in den Deutschen Bundestag eingeladen, einmal im Jahr 2000, und dann nochmal am 25. September 2001. Seine Rede hält Putin größtenteils in deutscher Sprache. Tenor: Russland ist bereit, im Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen – möchte aber auch stärker beachtet und eingebunden werden. Sein Frust, dass er sich nicht auf Augenhöhe behandelt fühlt, war nicht zu überhören. Nach einem zusammenfassenden Bericht folgt die Rede in voller Länge.

  14. George W. Bush kündigt Angriffe in Afghanistan an | 20.9.2001 | 9/11
    06.09., 15:3000:10:49

    al-Qaida ist verantwortlich für die Anschläge am 11. September 2001 Inzwischen ist klar: Für Terroranschläge vom 11. September 2001 sind Osama bin Laden und die Terrororganisation al-Qaida verantwortlich. Die operiert von Afghanistan aus, unter dem Schutz und der Duldung der Taliban-Regierung. Die US-Regierung fordert die Taliban auf, Osama bin Laden auszuliefern. Doch so weit gehen die Taliban nicht – sie bitten Osama bin Laden lediglich, freiwillig das Land zu verlassen. US-Präsident George W. Bush kündigt Zerschlagung des Terrornetzwerks an Das reicht US-Präsident George W. Bush nicht. Er kündigt am Abend des 20. September 2001 an, das Terrornetzwerk zu zerschlagen, und dass jeder Staat, der die Terroristen unterstützt, als Feind betrachtet wird. Bush betont zugleich, dass es sich dabei nicht um einen Angriff gegen den Islam handelt. Hintergrund ist eine zunehmend islamfeindliche Stimmung im eigenen Land seit den Terrorangriffen.

  15. 20:30 Uhr: George W. Bushs dritte Rede zu den Terrorangriffen | 11.9.2001 | 9/11
    06.09., 15:1500:09:20

    George W. Bushs Ansprache an die Nation nach den Anschläge vom 11. September 2001 Um 14.30 Ortszeit, 20.30 Uhr MEZ, tritt US-Präsident George W. Bush ein drittes Mal an diesem 11. September 2001 vor die Mikrofone und hält eine Ansprache an das amerikanische Volk. In seiner Rede versichert er die Aufklärung der Anschläge, verspricht die Verantwortlichen zu verurteilen und sagt dem internationalen Terrorismus den Kampf an. Address to the Nation September 11, 2001 "Good evening. Today, our fellow citizens, our way of life, our very freedom, came under attack in a serie of deliberate and deadly terrorist acts. The victims were in airplanes, or in their offices; secretaries, businessmen und women, military and federal workers; moms and dads, friends and neighbours. Thousands of lives were suddenly ended by evil, despicable acts of terror. The pictures of airplanes flying into buildings, fires burning, huge structures collapsing, have filled us with disbelief, terrible sadness, and a quiet, unyielding anger. These acts of mass murder were intended to frigthen our nation into chaos and retreat. But they have failed. Our country is strong. A great people has been moved to defend a great nation. Terrorist attacks can shake the foundations of our biggest buildings, but they cannot touch the foundation of America. These acts shattered steel, but they cannot dent the steel of american resolve. America was targeted for attack because we're the brightest beacon for freedom and opportunity in the world. And no one will keep that light from shining. Today our nation saw evil the very worst of human nature. And we responded with the best of America – with the daring of our rescue workers, with the caring for strangers and neighbours who came to give blood and help in any way they could. Immediately following the first attack, I implemented our government's emergency response plans. Our military is powerful, and it's prepared. Our emergency teams are working in New York City and Washington D. C. to help with local rescue efforts. Our first priority is to get help to those who have been injured and take every precaution to protect our citizens at home and around the world from further attacks. The functions of our government continue without interruption. Federal agencies in Washington which had to be evacuated today are reopening for essential personnel tonight, and will be open for business tomorrow. Our financial institutions remain strong, and the American economy will be open for business, as well. The search is underway for those who are behind these evil acts. I've directed the full resources of our intelligence and law enforcement communities to find those responsible and to bring them to justice. We will make no distinction between the terrorists who committed these acts and those who harbor them. I appreciate so very much the members of Congress who have joined me in strongly condemning these attacks. And on behalf of the american people, I thank the many world leaders who have called to offer their condolences and assistance. America and our friends and allies join with all those who want peace and security in the world, and we stand together to win the war against terrorism. Tonight, I ask for your prayers for all those who grieve, for the children whose worlds have been shattered, for all whose sense of safety and security has been threatened. And I pray they will be comforted by a power greater than any of us, spoken through the ages in Psalm 23: "Even though I walk through the valley of the shadow of death, I fear no evil, for You are with me." This is a day when all Americans from every walk of life unite in our resolve for justice and peace. America has stood down enemies before, and we will do so this time.None of us will ever forget this day. Yet, we go forward to defend freedom and all that is good and just in our world. Thank you. Good night, and God bless America." Die Rede wurde ausgestrahlt und mitgeschnitten von CNN. Hier zunächst im Originalton, dann von Claus Kleber übersetzt.

  16. 19 Uhr: Sondersendung mit Live-Schalten und Reaktionen aus der ganzen Welt | 11.9.2001 | 9/11
    06.09., 15:0000:47:43

    Die Zerstörung des World Trade Centers liegt etwas vier Stunden zurück. Die Hörfunkwellen SWR1 und SWR4 haben sich für die Berichterstattung über die Terrorangriffe zusammengeschaltet. Gerhard Schröder sichert den USA uneingeschränkte Solidarität zu In den Nachrichten ist Bundeskanzler Gerhard Schröder zu hören, der US-Präsident George W. Bush die uneingeschränkte Solidarität zusichert. Es gibt Live-Schalten zu vielen Korrespondenten in aller Welt. Zu hören sind Reaktionen aus dem Nahen Osten. Am Ende vergleicht der US-Journalist Don Jordan die Anschläge mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. al-Qaida unter der Führung von Osama bin Laden unter Verdacht Und es gibt die konkrete Einschätzung, dass al-Qaida – die Terrororganisation unter der Führung von Osama bin Laden – den Anschlag geplant hat. Die ersten knapp 20 Minuten der folgenden Aufnahme sind ein Zusammenschnitt der Berichte zwischen 19 Uhr und 19:30 Uhr – die Musik haben wir herausgeschnitten. Ab 19:30 Uhr wurde ohne Musik weitergesendet. Ab hier ist die Aufnahme ungeschnitten.

  17. 15:37 Uhr: "Es ist fürchterlich" – Korrespondent Thomas Nehls live aus New York | 11.9.2001 | 9/11
    06.09., 14:4500:03:01

    "Die größte Katastrophe, die Manhattan je erfasst hat" Wie viele Radiosender unterbricht auch SWR1 am 11. September 2001 sein laufendes Programm. Anders als die Tagesschau, die zunächst nur zu den Korrespondenten in Washington schalten kann, hat der ARD-Hörfunk auch ein Studio in New York, wo Korrespondent Thomas Nehls an diesem Nachmittag ein Interview nach dem anderen gibt und später auch in die Fernsehsendungen geschaltet wird. Korrespondent spricht von terroristischer Aktion Thomas Nehls bestätigt die Spekulationen, dass es sich bei der Katastrophe um einen terroristischen Anschlag handeln muss, "wie denn auch sonst, wo doch diese Stadt täglich von hunderten Flugzeugen überflogen wird". Mittlerweile sei die ganze Stadt verstopft, berichtet er weiter, aus allen Stockwerken des oberen Drittels der Türme quillt Rauch und Feuer. Im Hintergrund ist das Sirenengewirr von Polizei, Ambulanz und den Lärm der Löschzüge zu hören, die alle in Richtung Süd-Manhattan rasen. "Alle Feuerwehrleute New Yorks dürften inzwischen auf dem Weg zur Südspitze sein", so Nehls. Vor etwa 15 Minuten hätten alle Radio- und Fernsehsender ihr laufendes Programm unterbrochen und senden nun aktuelle Bilder, erste Berichte und Informationen.

  18. 15:30 Uhr: George W. Bushs erste Reaktion auf die Terroranschläge | 11.9.2001 | 9/11
    06.09., 14:3000:01:42

    Das erste Statement des damaligen US-Präsidenten George W. Bush zu den Terroranschlägen in New York erfolgte um 15.30 Uhr MEZ. Zu diesem Zeitpunkt waren zwei Flugzeuge in beide Türme des World Trade Centers in New York geflogen. Der Absturz der dritten Maschine auf das Pentagon in Washington erfolgte wenige Minuten nach der gesendeten Rede. US-Präsident George W. Bush, gerade 8 Monate im Amt, befindet sich zur Zeit der Anschläge auf das World Trade Center in Florida und besucht eine Grundschule in Sarasota, um für seine Schulreformen zu werben. "America is under attack" – Amerika wird angegriffen Beim Betreten des Klassenzimmers bekommt er die Nachricht vom ersten Einschlag eines Flugzeuges. Da geht er noch von einem verirrten Kleinflugzeug aus. Minuten später erfährt er, wie auch alle Journalisten im Raum, vom Einschlag einer zweiten Maschine ins World Trade Center in New York. Die Fernsehkameras sind auf ihn gerichtet, als Stabschef Andy Card dem Präsidenten: "America is under attack" – "Amerika wird angegriffen" – ins Ohr flüstert. So schreibt es Bush in seinen Memoiren. Sieben Minuten später verlässt der US-Präsident das Klassenzimmer, sieht sich im Nebenraum die verstörenden Fernsehbilder an und arbeitet ein kurzes Pressestatement aus. Statement von George W. Bush "Ein schlimmer Tag für Amerika", sagt Bush. "Ich muss leider nach diesen Bemerkungen zurück nach Washington. Meine Kollegen werden mit Ihnen hier weiter über Unterricht und Bildung sprechen. Ich danke der Grundschule für die Gastfreundschaft. Zwei Flugzeuge sind ins World Trade Center geflogen, ein terroristischer Angriff auf unsere Land. Ich habe mit dem Vizepräsidenten, dem Gouverneur von New York und dem Direktor des FBI gesprochen und angeordnet, dass den Opfern und ihren Familien geholfen und eine groß angelegte Untersuchung durchgeführt wird – "to hunt down and to find those folks" – um die Leute zu verfolgen und aufzuspüren, die diesen Akt begangen haben. "Terrorism against our nation will not stand" – Terrorismus gegen unsere Nation wird nicht bestehen bleiben, schließen Sie sich mir in einem Moment der Stille an."

  19. 15:00 Uhr: Erste Nachrichten über Angriff auf World Trade Center | 11.9.2001 | 9/11
    06.09., 14:1500:08:10

    Radio meldet: Flugzeug in World Trade Center gestürzt 11. September 2001, 15 Uhr. 20 Minuten zuvor ist ein Flugzeug in den Südturm des World Trade Centers geflogen. In den Radionachrichten von SWR1 und SWR3 kommt die Meldung aus New York kurz, aber an erster Stelle. Im Fernsehen, in der 15-Uhr-Tagesschau-Ausgabe, kommt die Nachricht erst an zweiter Stelle. Dass zu dem Zeitpunkt eine weitere Maschine bereits in den zweiten Turm geflogen ist, ist noch nicht klar und wird erst in einer Live-Schalte zu Claus Kleber weitere fünf Minuten später angedeutet. Tagesschau widmet sich zunächst der Kritik an Verteidigungsminister Scharping Der Mitschnitt der Tagesschau macht einen interessanten Umstand deutlich: Die ersten vier Minuten drehen sich um neue Vorwürfe gegen Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Der ist zu diesem Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen bereits schwer angeschlagen, der Rücktritt galt nur noch als eine Frage von Tagen. Doch mit den Ereignissen verschwindet der Fall Scharping nicht nur in dieser Nachrichtensendung schnell aus den Schlagzeilen. 5 Minuten später – noch in derselben Tagesschau-Ausgabe um 15:10 schließlich die Live-Schalte zu Claus Kleber.

  20. 14:46 Uhr: Mitschnitt des Funkverkehrs der New Yorker Feuerwehr | 11.9.2001 | 9/11
    06.09., 14:0000:23:13

    Vier Jahre nach den Anschlägen veröffentlichte die New Yorker Feuerwehr im August 2005 Mitschnitte des Funkverkehrs vom 11. September 2001. Die New York Times hatte gemeinsam mit Angehörigen der Opfer auf die Veröffentlichung von rund 15 Stunden Funkverkehr und mehr als 500 Gesprächen geklagt. 14.46 Uhr MEZ: Feuerwehrfunk – Einschlag in den Nordturm des WTC Die Aufnahme beginnt mit einem dokumentarischen Vorspann, mit der exakten Uhrzeit und dem Ort des Geschehens. Dann der Sprechfunkverkehr: "Wir haben gerade ein Flugzeug in den World Trade Center-Turm fliegen sehen. Alarmiert die anderen in dem Gebiet." Der nächste Feuerwehrmann ruft: "Turm 1 des World Trade Centers brennt! Gebt sofort eine 2. Alarmmeldung raus!" – "Alles in der Nähe, ausrücken, Richtung World Trade Center. Jetzt!" Nun hört man die Sirenen der Feuerwehrautos. Ein weiterer Fire Fighter spricht von einem Flugzeug, das "absichtlich" in den Turm gesteuert wurde und fordert die 3. Alarmstufe. Nach drei Minuten spricht einer von einem terroristischen Anschlag. Er ist mit einem Feuerwehrzug aus vier Fahrzeugen schon in der West Street, also ganz in der Nähe. "Das Feuer ist bestätigt." – "Bestätigt, OK." – "Schicke alle Notarztwägen hier her." – "Gab es einen 3. Alarm?" – "Ja, der dritte Alarm ist bestätigt. Das World Trade Center brennt." Menschen sind in den Türmen eingeschlossen: "They are jumping!" Einsatzleiter 055 ruft die Zentrale mehrmals. Als er sie erreicht, bittet er um Sanitäter in der West Street, es gäbe mehrere Verletzte. "Wir nähern uns dem Gebäude von der Seite und holen das Löschwasser aus dem Fluss." Ein Feuerwehrmann an der Unfallstelle vermutet, dass das Feuer im 97. Stock ausgebrochen ist. Der Operator sagt: "Mehrere Menschen eingeschlossen in Stockwerk 1-0-6, 1-0-6, mehrere Menschen eingeschlossen." Einer vermutet den Brand im 78. Stockwerk. "Feuerwehrwagen 3 und Wagen 4 fahren zusammen. Mach uns eine Einsatzstelle irgendwo auf West Street bereit." Nach 12 Minuten sagt ein anderer Feuerwehrmann, dass Menschen aus dem Turm springen, "They’re jumping, they’re jumping!" Einer will einen Überblick bekommen: "Wie viele Leute gibt es hier zu retten?" – "Es kommt Feuer aus der Nordseite des Turms, jetzt auch aus der Westseite." – "Aus der Nordseite und der Westseite des World Trade Centers." – "Positiv, das Feuer geht mittendurch." Beim Einsatz in den Zwillingstürmen waren 343 Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Wie viele Menschen gerettet wurden, ist nicht bekannt. 15.59 Uhr MEZ: Feuerwehfunk – Einsturz des Südturms Die New Yorker Feuerwehr meldet den Einsturz des Südturms des World Trade Centers. Die gesamte New Yorker Feuerwehr ist an der Südspitze von Manhattan im Einsatz. Zu hören ist der im Jahr 2004 veröffentlichte Mitschnitt des Funkverkehrs. Der Dispatcher, der die Funksprüche der Einsatzwagen aufnimmt und koordiniert, sagt: "Gebäude 1, Raum 861, sieben Menschen eingeschlossen. In Gebäude 2, 97. Stock, sechs Menschen eingeschlossen." Meldung aus dem Einsatzwagen: "201 für Manhattan. Haben Sie was für uns?" "201, nehmen Sie den Brooklyn Battery Tunnel." Ein anderer: "Ich habe 13 Maschinen zur Verfügung, sechs Einsatzwagen und drei Einsatzgruppen. Ich gebe Ihnen jetzt die Nummern durch, haben Sie was zum Schreiben?" "Feuer hoch in den 90. Stock, in den 90. Stock!" "Verstanden." "93. Stock, Nordwestliche Ecke. Und auch im ersten Gebäude, 93. Stock, Südwestliche Ecke. Auf dem 105. Stock haben wir 60 Menschen." Ein anderer Einsatzwagen meldet sich: "Wir sind jetzt in Manhattan, nur ein paar Blöcke entfernt. Wir betreiben die Einsatzmaschine 6." "Einer der Türme stürzt ein!" Nach knapp 4 Minuten ruft ein Einsatzleiter: "Es ist jetzt dringend. Eins der Gebäude fällt gerade in sich zusammen!" "Was ist passiert?" "Einer der Türme stürzt ein!" "Ah, einer der Türme stürzt ein." "Marine 6 für Manhattan, dringend." "Eine große Explosion, und jetzt scheint der eine Turm komplett in sich zusammenzufallen." Der Dispatcher, nach langer Pause: "Fahren Sie über die Westside Highway zum Einsatzort. Die Straße wurde für Sondereinsatzkräfte freigemacht." Dann melden sich mehrere Einsatzleiter, eine Frau ruft ins Sprechfunkgerät: "Mich hat etwas getroffen, ich bin eine Zivilistin, ich kann nicht atmen, ich bin verschüttet. Ich war bei der Brücke, das ganze Gebäude über mir ist auf die Brücke gestürzt. Holt jemanden, ich kann nicht atmen." "Sie müssen ruhig bleiben und sich entspannen. Es ist schon jemand unterwegs. Geben Sie jetzt das Funkgerät frei, man hilft Ihnen gleich."

Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert von: Gábor Paál, Lukas Meyer-Blankenburg, Maximilian Schönherr und Christoph König. Ein Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog