
Archivradio – Geschichte im Original
Der erste PISA-Schock: deutsche Bildung viel schlechter als ihr Ruf | 4.12.2001
08.09., 17:3008.09.2026, 17:3000:16:14
Beschreibung der Episode
Deutschland – das Land der Dichter und Denker?
Deutschland – die Kulturnation, das Land, in dem Bildung großgeschrieben wird und wo Schulabschlüsse etwas wert sind. Dieses Selbstbild bekommt kurz vor Weihnachten 2001 einen tiefen Kratzer. Die erste PISA-Studie erscheint. Großes Augenreiben: Deutschland ist gar nicht so gut.
PISA steht für "Programme for International Student Assessment". Eine Schulleistungsuntersuchung an 15-jährigen Schülerinnen und Schülern. Sie testet grundlegendende Kompetenzen in Mathematik sowie Lesekompetenz und naturwissenschaftliches Verständnis.
PISA-Studie methodisch sauber – keine Ausreden fürs schlechte Abschneiden
Ergebnisse der ersten PISA-Studie sickern am 3. Dezember 2001 durch, am 4. Dezember werden sie offiziell bekannt gegeben. Und Fachleute sind sich einig: Es gibt keine Ausrede – die Studie ist methodisch sauber.
Die Presse hat schnell ein Wort gefunden: "PISA-Schock". Die Berichterstattung zwischen dem 3. und 5. Dezember 2001 konzentriert sich dabei vor allem auf drei Botschaften:
- Deutschland braucht mehr Ganztagsbetreuung
- In Deutschland hängen die Bildungschancen besonders stark von den finanziellen Ressourcen der Eltern ab
- Und die Botschaft, die sich am schnellsten herumspricht: Die Finnen sind die besten