Die Neuen Zwanziger

Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt
201
13.10.2026
Beschreibung
Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest. Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.
Häufig erwähnt
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Episoden
  1. In Chile wurde ein neuer Präsident gewählt. Nun läuft der Wettkampf, Neo-Kolonialismus via Freihandelsvertrag mit der Europäischen Union, oder moderne Verfassung und echter Parlamentarismus. Für das Land mit Rekord-Ungleichheit geht es um einiges. Hierzulande steht natürlich auch ständig alles auf dem Spiel. Während der Pandemie wurde die Armut deutlich, die sich während Angela Merkels Regierungszeit gebildet hat. Und doch gibt es Hoffnungsschimmer. Wir haben eine neue Regierung, aber auch neues Denken. Ausgerechnet Michael Hüther wendet sich nun von der Schuldenbremse ab und sein Podcast-Buddy Bert Rürup, berühmt und berüchtigt, will mehr Hoheit für Politik im Parlament, statt ideologietriebene (vermeintliche) Verfassungstreue mit Schwarzer Null. Das ist Bewegung, rechtzeitig zum Start ins neue Jahr.Corona ist noch nicht ganz vorbei. Dabei ist Omicron eigentlich die Türschwelle zur Endemie, der finale Boost zur Immunisierung, während wir alle Peak Impfschutz haben. Die Ungeimpften machen uns da den Strich durch die Rechnung. Zum Ende schauen wir noch auf die neue Regierung und prüfen ihr Performance-Potenzial. Die Notenvergabe fällt noch uneinheitlich aus. Aber Habeck kann ja noch an sich arbeiten. Wenn nicht, ab ins Metaverse. Wir gucken schon mal, wie man in der Kryptosphäre Geld verdient, und welches. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  2. Stefan und Wolfgang sind auf dem Weg in den Salon Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  3. Lockdowns sind lukrativ für Liferanten. Und selbst wenn nun keine weiteren Konsumbeschräknungen mehr kommen, bleiben wir doch unseren neuen Methoden treu: Wir stöbern gerne am Bildschirm und die Klicks zum Kauf sind verführerisch. Nur für Lebensmittel gilt das noch nicht, bislang. Doch bald stehen sie zur Disposition. 900 Milliarden Dollar in Amerika, in Europa sicherlich mehr als eine Billion Euro. Wenn Amazon (oder wer auch immer) den stationären Einzelhandel ersetzt, wird ein brutales System abgelöst, das eigentlich längt abgelöst gehört. Die Innenstädte merken es als erstes. Auf die Rekorderwartungen fürs Weihnachtsgeschäft, folgt nun für sie nur die nächste Inflations- und Infektionswelle. Es wird kaum Gewinner geben.Die nächste Revolution ist eigentlich zum Schmunzeln, aber sie erschreckt. In El Salvador verwandelt Bukele den Bitcoin in Blödsinn, und auch in Amerika treiben es die Krypto-Jünger mit Albernheiten etwas zu weit. Wolfgang begutachtet die Slow Fashion, kauft aber doch noch konventionell. Neue Wege sucht Slow Ventures. Wagniskapital wird inzwischen direkt an Creator ausgezahlt. Das Modell dahinter erinnert fast an unsere moderne Staaten. Zumindest gibt es ein paar Aspekte, die sich bei den Privatiers abgucken lassen. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  4. Wolfgang und Stefan besprechen die Lektüren des Oktobers Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  5. Was kostet die Welt? Unklar. Aber wollte man sie sozial und ökologisch erhalten sollte man 860 Milliarden Euro auftreiben, um sie der deutschen Wirtschaft zur Verfügung stellen. Sagt zumindest der BDI. Jens Südekum legt noch etwas drauf, aber auch europaweit ist die neue Welt für weniger als 3 Billionen Euro bis 2030 zu haben. Ok, aber woher nehmen? Diese Frage beschäftigt die neue Regierung, uns uns. Einen sonderbaren Einblick ins politische Treiben offeriert uns Kevin Kühnert. Es wird viel geraucht und viel mit Smartphones hantiert und ab und zu entschieden.Wie es leider ist, wie es eigentlich sein sollte, zwischen diesen Polen arbeitet seit Jahrzehnten Jürgen Habermas. Er hat sich mit einem langen Text in der Öffentlichkeit gemeldet um seine Unzufriedenheit mit dem aktuellen Strukturwandel darzustellen. Wir besprechen es und knüpfen die amerikanische Debatte um Facebook Meta daran. Es könnte Mark Zuckerberg demnächst an den Kragen gehen. Noch aber klammert er sich an die von ihm geschaffene Welt. Wir beginnen mit unseren liebsten Wohlstandsphilosophen und enden mit der Verabschiedung von Horst Seehofer. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  6. Corona hat die Welt mitgerissen. Alle Länder reagierten auf die Pandemie, 95 Prozent der Wirtschaft war von ihr betroffen. Eine Millionen Menschenleben zu retten bedeutet einen ökonomischen Benefit von 10 Billionen Dollar. Es sind atemberaubende Rechnereien, die uns Adam Tooz in seinem Buch vorstellt. Dabei sind die Zahlen eher nebensächlich, es geht ums Prinzip. Die Rezession betrifft vor allem die Frauen, es ist eine "Shesession". Amazon wurde defacto öffentlicher Dienst. Die Zentralbanken wurden die tatsächlichen politischen Akteure. Aber es ist bislang alles nochmal gut gegangen. 2008 standen schon einmal die Derivate auf dem Spiel. Daraus hat man gelernt. Als nicht nur ihre Verbriefung, sondern die Wirtschaftswelt selbst in den Strudel gezogen wurde, konnte gezahlt werden. Eine Million Dollar Sekunde, bis 14 Billionen Dollar ausgegeben waren. Die FED wurde zur Zentralbank der Welt. Und Europa? Das hat sich gut geschlagen, doch wenn es bleibt wie es ist, werden wir abgemeldet. Adam Tooze erklärt uns, wie wir uns endlich neu aufstellen könnten, wenn wir politisch wollten.Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl). Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  7. Merkel galt als unsere Mutti, Xi Jinping ist der strenge Vater. Keine Videospiele! Ordentlich Hausaufgaben machen! Gut wirtschaften! In China wird nun durchgegriffen, während die Fundamente etwas wanken. In Europa hielt Ursula von der Leyen ihre zweite State of the Union Adress. Auch ihr Ton ist schärfer. Rechtsstaatlichkeit ist nun eine Budget-Frage, Zwangsarbeit wird nicht mehr geduldet und alle sollen an der Pressefreiheit arbeiten. Währenddessen lassen die Beteiligten offen, ob sie überhaupt wehrfähig sind. Der Nato mangelt es derzeit an fast allem. Da sind fehlende Bekenntnisse der Linkspartei fast zu vernachlässigen.Ebenso wild ist das Netz. Das Wall Street Journal veröffentlichte nun die "Facebook Files". Damit ist belegt, was man sich schon dachte: Facebook schadet seinen Nutzern. Facebook weiß es, bleibt aber doch am Profit kleben. Eine traurige Annekdote auch dieser Misere ist der Tod von Gabby Petito. Was mit ihr geschah, ist noch unklar. Es ist die Gelegenheit für das Netz, aufzublügen. Fan-Fiction überall. Lösen wir also noch eins der drängenden Rätsel: Wie viele junge Frauen passen in einen Trabi? Viele. Und wie lösen wir die Klimakrise? Das lässt sich ausrechnen. Wir nehmen heute die FDP beim Wort und sehr ernst. Die Partei hat einen Weg gefunden, die Klimaziele einzuhalten - man sollte ihn gehen. ;)Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  8. Facebook sei das "folgenreichste gesellschaftliche Experiment unserer Zeit", das russische Hacker zu den mächtigsten Redakteuren im amerikanischen Präsidentenwahlkampf gemacht habe. Das sind harte Vorwürfe von Sheera Frenkel und Cecilia Kang. Ihr Buch "Inside Facebook" liest sich aber doch nicht wie eine Anklageschrift, sondern ist trockene Historie des Unternehmens. Ein gutes Buch, von dem wir uns allerdings mehr Kommentierungen gewünscht hätten. Aber so wird in Amerika geschrieben und verhandelt. Werner Herzog hat nach Jahrzehnten wieder ein Buch geschrieben, weil ihm ein Film offenbar nicht reichte. Es geht um den Dschungel und Krieg, da kennt er sich aus. Seinen Protagonisten wollte er noch lieber treffen als den japanischen Kaiser.Tariq Fancy arbeitete bei Blackrock an Nachhaltigkeit. Nun wirft er dem Unternehmen Heuchelei mit Greenwashing vor und ruft nach dem Staat. Wie dringend nötig die Politik beim ökonomischen Klimawandel ist, zeigt die Zementbranche. Alle wollen bauen, niemand hat Lust auf Experimente. Nur Wasser verbrauchen wir mehr als Zement. Nichts versaut das Klima so sehr wie der Baustoff, der dringend ein Upgrade erhalten muss. Zukunft lässt sich falsch verstehen. In San Salvador ist Bitcoin nun reguläres Zahlungsmittel. Zukunft richtig verstanden, heißt mehr Internet. Audrey Tang ist Digitalministerin in Taiwan. Sie hat noch zeit zu programmieren und nutzt sogar Facebook, als Browser ohne algorithmische Störungen.Wem das mit der Zukunft zu kompliziert ist, sollte zuhause aufräumen. Wir geben eine kleine Handreichung zum Raumgewinn zuhause. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  9. Wenig ist so kompliziert, wie eine gut geölte Lieferkette. Funktioniert sie gut, bekommt man es fast nicht mit. Hakt es, droht politische Aufruhr, Inflation und Arbeitslosigkeit. Was Corona durcheinander brachte, wir nun langsam repariert, oder aussortiert. Wir gehen es heute durch, die Notenbanker haben sich geäußert, sie sprachen auch über das viele Geld. Das allerdings, gibt es nur bei den Superreichen, während der Rest stagniert - aber alle eine Wohnung brauchen. Wir begutachten den Häusermarkt in Deutschland in Amerika. Die Preise sind auf Rekordhöhe. Dennoch muss die Inflation der Vermögenswehrte nicht den Normalmenschen ihre Bleibe nehmen, der Staat kann es regeln, wenn er will. Wir besprechen das Ulmer Modell, wo der kommunale Gemeinderat einfach den Markt aushebelt und an seine Stelle die Demokratie platziert.Dass in Afghanistan wenig gut ist, wissen wir seit vielen Jahren. Jetzt ließ es sich aber nicht länger verschleiern. Das politische Davonschleichen hat nicht geklappt. Der teuerste Krieg der Geschichte war vergebens und hat den Westen abgemeldet. Doch wer regiert nun dort? Wir besprechen das neue Kräfteverhältnis in der Region, soweit wir darin Einblick haben.Zudem reden wir über Onlyfans. Die Plattform gilt als Safe-Space für Pornodarsteller, die dort ihr Publikum finden. Nun wollten die Betreiber aus ihrer Plattform einen Safe-Space für Werbebotschaften machen. Der erste Versuch allerdings ging daneben. Dass im September Bundestagswahl ist, wissen wir. Nur gibt es nicht allzu viel dazu zu sagen. Die Kräfteverhältnisse sind, wie sie sind. Die Demoskopie klärt uns noch nicht gut auf, sie heizt aber ordentlich an. Gleich zubeginn reden wir über das Ende der Corona-Pandemie. Zumindest fordern wir es, weil es so aussieht, als könnten wir so langsam politisch über die Lage entscheiden.Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  10. Globalismus hier, Demokratie dort. Diesen Widerspruch kennt man aus den laufenden, wilden Debatten, mit genau diesen, inzwischen Kampf-Begriffen. Doch es geht auch gemäßigt und gewinnbringend, wenn man weiß, wie man Wolfgang Streecks Buch zur politischen Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus lesen kann. Nämlich ebenso inspirativ wie informativ. Mit seiner Lektorin hat er Kampfsport betrieben, mit seinem Leser kämpft er auch. Wir besprechen es im Detail, und lassen am Ende offen, wie viel Bewusstsein beteiligt werden muss, wollten wir die Welt gegen Entdemokratisierung und Klimawandel verteidigen. In der deutschen Tradition steht schließlich beides: Die gut gemeinte Aufklärung, die uns nochmal ins Zentrum von allem rückt und die eiskalte Abklärung, die sich um gut/schlecht nicht mehr kümmert.Ganz anders in der Körperpflege. Wir wollen schön und gesund sein, also brauchen wir schöne und gesund aussehende Kosmetik. Wer was auf sich hält, verpackt sie in Apothekenästhetik, auch wenn Apotheken heute kein braunes Glas mehr zeigen, sondern nur noch bunte Werbeflächen sind. Es passt alles ins Bild. Etwas übertrieben hat Donald Trump in seinem letzten Amtsjahr. Wir lesen aus den ersten Chroniken, die nun vorliegen und befassen uns vor allem mit Mark Milley, der den Laden am Ende zusammenhielt. Amerika bleibt trotz allem weiter Sehnsuchtsland, auch für Menschen aus Indien.Dass Tiktok uns allen nicht gut tut, ahnen wir schon. Wie die Mechanik funktioniert wird nun allmählich geklärt. In die digitale Debatte mischt sich auch Edward Snowden wieder ein. Wir sind alle nicht sicher und daran wird sich auch erstmal nichts ändern. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  11. Für manche Dinge wird die Zeit einfach reif. Die KP Chinas ist 100 Jahre alt, also feiert Xi mit einer großen Rede seinen Erfolg. In Europa schlägt sich der Klimawandel in Jahrhundertfluten nieder, die aber nicht langsam steigen, sondern aus den Bergen kommen. Das alles erfordert Zeitenwenden, die spätestestens dann eingeläutet werden, wenn Preisschilder aufgehängt werden. So wenig wie man vor der Flut adäquat warnen konnte, so einfach lässt sich die Misere als Versicherungsschaden wegverwalten. Die Dinge werden sich verändern.Amerika ist schon mitten drin im Wandel. Während Joe Biden gerade das nächste Billion-Dollar-Gesetz unterschreibt, sitzt der Haushalts-Chef des Abgeordnetenhauses, John Yarmuth im Fernsehen und erklärt und Zuschauern und Wählern, dass der Staat mehr Geld hat, als die Bürger aufsummiert, nämlich so viel, wie er will. Wir vergleichen das mit der deutschen Debatte. Hier werden im Fernsehen Spendenmarathons gesendet, um in der Eifel Trockner aufstellen zu können. Das ist politische Irreführung, moderiert von der Nachrichtenredaktion der ARD...Dass Milliardäre ins All fliegen, ignorieren wir dabei ein wenig. Wir sprechen über die Transgender-Gesetze, die Deutschland wie eine Bananenrepublik aussehen lassen und wir hängen uns an eine amerikanische Argumentation die schlussfolgert, die Babyboomer seien, wenn auch nicht einzeln, gemeinsam doch alles Soziopathen. Sie haben den Planeten ökonomisch und ökologisch ausgezehrt. Nun gilt es, eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft aufzubauen, und die alte Gesellschaft abzubauen. Die Europäische Komission hat ihre Pläne dazu vorgestellt. Wir fragen uns, wo die Motivation dazu genau herkommt. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  12. Länder, die sich heute noch gegen Migrationsströme wehren, werden es morgen bereuen. Parag Khanna ist da, trotz offener Zukunft, eindeutlich und er formuliert es klar. Migration ist kein Problem. Kanada importiert regelrecht Menschen. Allein die USA brauchen eine halbe Million Menschen pro Jahr, für ihre Wirtschaft. Japan erwacht langsam. Bislang trieb die Industrialisierung und Krieg/Frieden die Menschen umher, ab jetzt ist es das Klima. Milliarden Menschen werden auf Heimatsuche sein. Migration ist Schicksal. Selten kam uns ein Buch unter, dass so deutlich globalistische Position bezieht und die ganze Menschheitsgeschichte als Ausgangspunkt nimmt. Aber es ist, wie es ist. Wenn weiter nichts passiert, werden Europas Dörfer zu Friedhöfen und die Metropolen im Meer versinken.Selbst der thematische Fokus auf Indien wirkt dagegen klein, trotz der Gewalt die das Land mit sich bringt. K.S. Kornereddi hat ein alarmierendes Buch über das neue Indien geschrieben. Modi, wie konnte es dazu kommen? Da wirken wiederum unsere aktuellen Sorgen überschaubar. Wir begutachten Annalena Baerbocks Buch, lassen die Plagiats-Schnellschüsse aber links liegen. Das Genre Kandidatenbuch bringt immer Stolpersteine mit, liefert aber auch politische Programatik. Dass nun sogar die Börsenzeitung Chefvolkswirte schreiben lässt, Deutschland habe gar kein Schuldenproblem, zeigt, dass neue Zeiten eingeläutet werden. Die Schweiz will sich weiter abnabeln. Die Kommunistische Partei feiert 100jähriges Bestehen. Wir fragen nach der neuen Liebe, die nun Zärtlichkeit heißt und radikal sein soll und umgeben unsere Zuhause mit Kunst, zumindest lesen wir ein ganz kurzes Handbuch dazu. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  13. Das CDU Wahlprogramm ist da. Es steht nichts drin. Wir reden fast nicht drüber. Wir reden aber über Armin Laschet, den Kanzlerkandidaten der "Bares für Rares"-Zuschauer. Bloß keine Überraschungen und achtet auf die Inflation! Wir gucken aber viel in den Bundestag. Dort wurde über Armut und Reichtum gesprochen, alte Hasen wurden verabschiedet und die FDP wollte die Vermögenssteuer abschaffen, hat sich dabei aber fast doppelt ins eigene Knie geschossen.Der Rest spielt sich im Pazifik ab. Wir schauen nach Indien, wo Modi sich als Yoga-Guru versteht und wir lernen, dass das sogar Hitler schon versuchte. Das Land ist im Aufbruch, aber es sind noch keine Wege gefunden. Australien verwandelt sich derweil in ein Corona-Gefängnis, dass sogar Australier aus-, bzw. einsperrt. Und wir machen uns Gedanken über Taiwan. Dort hat man Biontech-Impfungen bestellt, aber Moderna bekommen. Das ist in der Sache egal, doch dahinter spielte sich wohl ein großes politisches Drama ab.Das Drama um #IchbinHanna, das Opfer der Befristungsketten in der Wissenschaft, besprechen wir zu Beginn. Wir kennen es ein wenig aus eigener Anschauung. Die Perspektiven der anderen, insbesondere via Twitter, sind bestürzend. Auch dazu nichts im CDU Programm. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  14. Das Wettbewerbsrecht ist nicht bloß das Ergebnis der Politik, die versucht ein wenig Gerechtigkeit herzustellen. In Amerika ist es auch Gründungsmythos. Die Emanzipation von der britischen Krone erfolge über die Abkehr und die Abwehr von Patenten und Monopolen, mit denen die Europäer Amerika regieren wollten. Also gründeten die Aussiedler ihre eigene Regierung, der sie zu Beginn einen Auftrag mitgaben: Zerstöre Big-Business, wo immer es die Freiheit bedroht. Heute regieren die Big-5 aus dem Silicon Valley und das Monopol ist in der Amerikanischen Wirtschaft Normalität. US Senatorin Amy Klobuchar hat nun mit "Antitrust" ihr Revitalisierungsprogramm für Amerika vorgelegt. "Das Gesetz ist kaputt", es dient nicht mehr den Menschen. Wir gehen ihre Argumente durch und besprechen, welche ihrer 25 dringenden Handlungsempfehlungen auch für uns gelten sollten.Dann lernen wir heute Sterben. Die Literatur kennt das Thema schon gut. Doch noch schlägt die Wirklichkeit jeden Roman: In Deutschland liegen rund 30.000 Menschen in "Beatmungs-WGs". Sie sind eigentlich tot, aber noch etwas am Leben bringen sie Rendite, also lässt man sie nicht gehen. Wir machen uns auf die Suche nach dem Pornhub-Eigner, lesen in den Nachrichten, die Männer an Frauen schicken wenn sie Abenteuer oder Ablenkung suchen.Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  15. Wir besprechen den Mai 2021 Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  16. 05.05.2021
    22 min

    Stefan und Wolfgang besprechen die Lektüren des April 2021 Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  17. Der Bundestag hat im April die Erlaubnis bekommen. Er darf in die Preisgestaltung des Wohnungsmarkts eingreifen und der Europäischen Union ihre Schulden lassen. Jetzt muss man beides nur noch wollen. Joe Biden macht derzeit alles gleichzeitig. Er redet übers Klima, lässt sich von Japans Regierungschef besuchen, und startet sein Recovery-Programm. Außen-, Innen-, Zukunfts- und Sicherheitspolitik. Und wir wissen noch nicht mal, ob die Kanzlerkandidaten-Aufstellung bis Herbst hält.Interessanter Weise ist die sozioökonomische Disbalance der Corona-Maßnahmen im April in den Fokus einiger Journalisten geraden. Die allerdings gleich das Narrativ des verständnislosen Migranten aufgriffen. Wir diskutieren das Thema heute nochmal, mit Verweis auf den Wissensstand Juli 2020. Da wusste man im Robert-Koch-Institut schon, was Sache ist, dass es nicht um Ausländer geht und Hilfestellungen geboten sind. Anscheinend setzt die Bundesregierung auf die Impfungwirkung, nicht nur gegen Corona-Infektionen, sondern auch gegen den offensichtlichen Bedarf für Sozialpolitik.#allesdichtmachen ist bei uns kurz Thema. Der Fortschritt beim Impfen etwas länger. Am Ende schauen wir nach Los Angeles, wo zwar Covid sowei überstanden wurde, jetzt aber der Wahnsinn um sich greift. Zentrale Salon-Lektüre wird: "Ausgeliefert - Amerika im Griff von Amazon" von Alec MacGillis. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  18. 07.04.2021
    22 min

    Würde man das Buch "Arbeiterklasse" nennen, hätte wohl niemand Lust es zu lesen. Also hat sich Julia Friedrichs für "Working Class" entschieden. Es ist aber ein Buch für alle. Die einen sollen sich wiedererkennen und bemerken, sie sind nicht allein. Die anderen sollen sich wundern, was alles möglich ist in einer zerfallenden Gesellschaft. Die eine Hälfte hat nichts, oder Schulden. Die andere Hälfte hat genug bis viel zu viel.Kevin Roose widmet sich auch dem Thema Arbeit. Allerdings droht bei ihm erstmal noch nicht die Armut, dafür die Automatisierung. Früher wurde outgesourced, heute wird gleich wegrationalisiert. Es sei denn, man stemmt sich dagegen. Roose versteht seinen Text auch als Ratgeber.Wir sprechen außerdem nochmal über RNA-Impftechnologie, heute aber abseits der Corona-Prävention. Und wir besprechen "Triage", das alte Konzept nochmal neu aufgezogen und ethisch diskutiert. Denn Covid-19 brachte neue Fragestellungen mit, um die auch der dt. Ethikrat bislang einen Bogen machte. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  19. Amerika hat sich entschieden 5 Billionen Dollar für die eigenen Bürger auszugeben. Das Geld, sagt Stephanie Kelton, musste nicht erst gesucht und gefunden werden, oder durch Sparen anderswo gegenfinanziert. Der Congress wird entscheiden, damit ist es da. Das bringt das Land einen großen Schritt nach vorn. Wir Europäer bleiben zurück. Wir blockieren uns mit Idiotie selbst. Die Hauptrolle spielt mal wieder das Bundesverfassungsgericht. Es ist nun wirklich Zeit für neues politisches Denken.... doch es kommt nicht. Stattdessen erleben wir Partizipationstheater rund um Bürgerräte und Direktdemokraten, die nicht aus dem Quark kommt. Menschen reden sich mit endlosen Monologen den Mund fusselig und sitzen sich dann in Stillarbeit gegenüber, weil sie unzufrieden sind und glauben, es mangelt an ihrer Idee. Noch weniger Bewegung war diesen Monat nur im Sueskanal. Alles stand still. Die Globalisierung hat eine Herzattacke bekommen.Action gabs auf dem Kunstmarkt. Dass Beeple seine "Everydays" für fast 70 Millionen Dollar verkaufen konnte, verdankt er einer neuen Technologie - die noch viel mehr kann als Zufallsdaten zu generieren. NFTs holen die Einzigartigkeit in die digitale Welt. Im Schlepptau haben sie Smart-Contracts, über die wir heute noch lächeln. Doch schon morgen könnte jemand auf eine raffinierte Idee kommen. Wir besprechen es und blicken ansonsten noch auf den Wahlmonat März, die Rentnerrepublik hat gewählt. Und über das nervende Virus reden wir natürlich auch. Corona mausert sich zur Unterschichten-Krankheit, was wir aber noch nicht wahr haben wollen. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

  20. Komm in den Salon: https://steadyhq.com/de/neuezwanziger/aboutAmerika will keine Insel vor Asien sein, aber auch nicht länger das Exil für Europäer. Also entwickelt es sich, vom Exportweltmeister des Amerikanischen Way of Live zum wahren Weltengestalter. Dafür, schreibt Bruno Macaes, müssen ein paar Dinge auf der Strecke bleiben. Aber die Angst, sich von seiner Gründungsgeschichte zu weit zu entfernen, kennen ohnehin nur die Europäer. Amerika hat sich längst eingerichtet in der neuen Virtualität, in der alles möglich ist, sofern man den Wunsch gut auf die Straße bringt.Donald Trump versprach die Vormachtstellung in der Welt, Bernie Sanders die sozialistische Revolution und Alexandria Ocasio-Cortez die grüne Weltrettung. Nun muss sich der Wähler nur entscheiden und der Wunsch wird Wirklichkeit. Ganz anders in Europa: Hier sucht Mai Thi die kleinste gemeinsame Wirklichkeit und der Spiegel traut sich eine Titelgeschichte über Corona zu, in der die Politiker mal keine Rolle spielen. Stattdessen gehts um all die ausgefallenen Küsse. Die Liebe ist auch Thema bei François Jullien. Er sagt, wir sollen nicht so viel quatschen.In Frankreich beginnt der Wahlkampf mit einer Auseinandersetzung zwischen der Regierung und den Universitätspräsidenten. Macron will LePen Wind aus den Segeln nehmen, in dem er ihre Vorbehalte gegen die neuen Sozialwissenschaften schon mal auf den Rechtsweg bringt. Das ist heikel. Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.