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Die Neuen Zwanziger

Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt

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201 Episoden · neueste 13.10.

Episoden

201
  1. Richard David Precht und die große Auserzählung | Smalltalk vor dem Salon
    13.10., 06:0000:21:58

    Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Präsentiert von onprem.ai. Lokale KI- und LLM-Server, schlüsselfertig für kleine und mittlere Unternehmen: vorkonfiguriert, in fünfzehn Minuten einsatzbereit, laufend geprüfte Open-Weight-Modelle per Knopfdruck. Eure Daten bleiben auf eigener Hardware statt im Klartext auf fremden Servern. onprem.ai Salon Den ganzen Sondersalon über „Auserzählt?“ (knapp zwei Stunden) gibt es auf Steady Vor dem Sondersalon im Oktober sprechen Stefan und Wolfgang über Richard David Prechts neues Buch „Auserzählt? Wie künstliche Intelligenz die Kultur abschafft“. Stefan hält Precht für weithin bekannt, aber inhaltlich unterschätzt. Er liest das Buch als Beschreibung einer großen Auserzählung, die mit Digitalisierung und Google-Suche begann und die die KI nur abschließt. Wolfgang findet darin kein Buch über Chatbots, sondern einen melancholischen Kulturpessimismus nahe an Baudrillard und Virilio, und wundert sich, dass gerade Stefan begeistert ist. Jedes Kapitel beginnt mit Prechts dementem Vater: Lange vor dem biologischen setze der kulturelle Tod ein. Kapitel 00:00 Precht: kennen, schätzen, kritisieren 01:52 Inhaltlich unterschätzt: das Buch von vorne nach hinten lesen 05:13 Die große Auserzählung 08:01 Kein Buch über Chatbots: Melancholie statt Kulturkampf 11:32 Ein Wissender: KI, Datensilos und das biologische Ende 14:08 Ein sehr düsteres Buch und die Frankfurter Schule 15:01 Der demente Vater 16:45 Ab in den Salon Die Lektüre im Salon Richard David Precht – Auserzählt? Wie künstliche Intelligenz die Kultur abschafft (Goldmann)

  2. Sachsen-Anhalt, das Ende der Mitte und Isabella Weber | Smalltalk vor dem Salon
    09.10., 11:2400:42:07

    Wolfgang und Stefan treffen sich vorm Salon Präsentiert von onprem.ai. Lokale KI- und LLM-Server, schlüsselfertig für kleine und mittlere Unternehmen: vorkonfiguriert, in fünfzehn Minuten einsatzbereit, laufend geprüfte Open-Weight-Modelle per Knopfdruck. Eure Daten bleiben auf eigener Hardware statt im Klartext auf fremden Servern. onprem.ai Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Vor dem Salon sprechen Stefan und Wolfgang über die Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt, über die zerfallende „Mitte“ und über Isabella Webers „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“. Den ganzen Salon (4:20 Stunden) gibt es auf Steady Wolfgang fragt, woher die zusätzlichen Stimmen für die AfD-Kandidaten im Landtagspräsidium kamen; Stefan sieht im Zerfall der CDU einen Moment der Klärung. Dazu die Proteste in Spanien, Frankreich und England, die AfD auf Westkurs und Isabella Webers Buchvorstellung in Frankfurt: Wie weit tragen Unter- und Obergrenzen, und ist Peter Thiel eigentlich Antikapitalist? Kapitel 00:00 Wolfgang im Stau, Tankrabatt statt Mobilitätsprämie 01:48 Sachsen-Anhalt: Woher kamen die Stimmen? 02:49 Hoffnung durch Klärung: Die CDU zerlegt sich 10:21 Die erfundene Mitte und die Proteste in Europa 13:51 Merz, Robin Alexander und die AfD auf Westkurs 16:59 Isabella Weber in Frankfurt: krank in Davos 20:52 Abschied von der Merkel-Ära 24:13 Untergrenze, Obergrenze und Peter Thiel 29:03 Wie weit tragen Webers Grenzen? 32:23 Was im Salon kommt 37:10 Ab in den Salon Die Lektüren im Salon Isabella M. Weber – Antifaschistische Wirtschaftspolitik (Suhrkamp) Dana Vowinckel – Anton und Alma (Suhrkamp) Anne Rabe – Und dann entfesselt Uwe Steimle die Wut (ZEIT) Alexander Schnickmann – Fuck Nature, Start Writing (Matthes & Seitz Berlin) Christian Meier – Wie viele tote Zivilisten sind zulässig? (F.A.Z.) Sigrid Nunez – Wenn es wichtig ist (Aufbau) Stefan Niggemeier – ZDF-Show mit Florian Schroeder soll Satire gegen Linke und Grüne machen (SZ) Raphaël Schmeller – Frankreichs Jugend und Mélenchon (Substack, Surplus, Substack) Musik: Emile Parisien – Floating (ACT) In ein paar Tagen folgt der zweite Salon des Monats: Richard David Precht – Auserzählt? (Penguin)

  3. Inside CDU, Lanz & die Brandmauer, Enteignung, Die CDU muss sterben, Florian Schroeder, Vonovia kaufen, Klarnamenpflicht
    30.09., 06:3005:12:40

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  4. Malaria in Schwanheim, Rafael in Osnabrück, Poschardts Heraklit, das Weiße Haus auf Instagram, Nathusius' BrNeue Episode
    19.09., 06:0000:18:28

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Zum Schluss die CDU-Content-Creatorin Clara von Nathusius — politische Kommunikation, die aus Erklärvideos besteht. 0:00:00 Vorgespräch Vor dem Saal, bei Pizza: Wolfgang kündigt seinen Block über Osnabrück an, wo künftig keine Autos mehr gebaut werden, sondern Waffen für ein israelisches Unternehmen, und stellt in Aussicht, dass er bei Ulf Poschardt enden wird. Stefan nimmt sich die Accounts vor, auf denen das Weiße Haus und die CDU ihre Öffentlichkeit herstellen. Dazu der Ausblick auf den Oktober-Salon: Isabella Webers Buch zur antifaschistischen Wirtschaftspolitik und Richard David Prechts Essay „Auserzählt". Weil viel vom Abend aus Bildmaterial besteht, gibt es ihn für Mitglieder auch als Video. 0:07:24 Willkommen in Frankfurt Stefan klärt, dass zwei Stunden und zwölf Minuten Rohmaterial bereitliegen, gut zwanzig davon von Wolfgang; das Intro läuft ausdrücklich in einfacher Geschwindigkeit. Als Ortsbestimmung dient ein tagesschau-Beitrag über den an Malaria gestorbenen Menschen aus Frankfurt-Schwanheim und die Satellitenkarte mit dem Sieben-Kilometer-Radius um den Flughafen. Stefan wohnt im selben Stadtteil und beschreibt, wie über drei Sendungen hinweg dieselbe Frage gestellt wurde: ob die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragbar sei. 0:12:53 Wer dient wem? Wolfgang beginnt seinen Block mit drei Ausschnitten. Felix Banaszak antwortet bei Tilo Jung auf die Frage, was Soldaten unter einem AfD-Verteidigungsminister tun sollten, sie könnten immer noch desertieren. Ulrich Siegmund erklärt, man verteufele die Produktion von Rüstungsgütern nicht pauschal, weil man bei späteren Remigrationsoffensiven entsprechende Hilfsmittel brauche. Der dritte Clip stammt von einem Influencer, der bei einer Juso-Veranstaltung berichtet, er habe bei einem Termin mit Selenskyj seinen Bankpin auf eine Kampfdrohne geschrieben. Dazu Ursula von der Leyens Rede zur Lage der Union: knapp eine Milliarde Euro Aufbauhilfe für Gaza, Europa halte die Flamme der Zweistaatenlösung am Leben — Wolfgang stellt dem geschätzte 75 Milliarden Euro Wiederaufbaukosten gegenüber. 0:22:31 Wismar, Brüssel, Washington Die tagesschau zeigt die Werfthalle in Wismar, in der künftig U-Boote gebaut werden: Dreharbeiten nur eingeschränkt möglich, die Belegschaft zur Verschwiegenheit verpflichtet, die Mitarbeiterzahl soll von 500 auf 1.500 steigen. Vor der Kamera spricht nur der Vertreter der IG Metall: Im Kern stünden die Leute dahinter. Es folgt das Treffen von Boris Pistorius und Pete Hegseth samt gemeinsamer Rüstungserklärung; Stefan liest die Begrüßungsgeste — wer wem auf der Treppe entgegenkommt — und verweist auf den zweiten Konferenztag mit deutlich anderem Ton. 0:30:46 Osnabrück Das Kernstück des Abends, entlang einer Deutschlandfunk-Nova-Strecke. Das VW-Werk Osnabrück geht an das Land Niedersachsen und den Finanzinvestor Aurelius, produzieren soll dort der israelische Staatskonzern Rafael. Der Automobilexperte Frank Schwope erklärt, es gebe bislang nur eine Absichtserklärung; rund 1.400 der noch 1.800 Beschäftigten bekämen voraussichtlich einen Anschlussjob. Dass Aurelius zwischengeschaltet wird, führt er auf das Emirat Katar im VW-Aufsichtsrat und dessen Verhältnis zum Staat Israel zurück. Der Osnabrücker IG-Metall-Chef nennt drei verfolgte Optionen — ein weiteres Auto, eine andere Tätigkeit im Konzern, der Ausstieg — und fasst das Ergebnis als „friss oder stirb" zusammen: entweder Defense oder 1.800 Menschen verlieren ihre Arbeit. Auf die Frage nach Alternativen nennt er Landmaschinen, Maschinenbau und Busse; eine Straßenbahn wäre super, aber der Markt dafür sei nicht groß. Daraus entsteht Stefans Vorschlag für einen Satz, den man bei jeder Meldung aus dem Nahen Osten sagen könne: Straßenbahn wäre besser gewesen. Die Zusicherungen im Beitrag stehen unter Vorbehalt — keine Munition am Standort, keine Waffen für Israel, und ob man aussteigen würde, wenn sich das ändert: „Aus heutiger Sicht ja." 0:52:01 Was Rafael baut Wolfgang trägt zusammen, was über die Produkte des Konzerns öffentlich zu finden ist. Ein Erklärvideo stellt das Lenkungssystem SPICE vor, das ohne GPS auskommt: Ein Bild des Ziels wird einprogrammiert, die Bordkamera gleicht das Gelände im Flug damit ab, angegebene Trefferabweichung drei Meter. Ein Werbefilm greift Michelangelos David auf, dessen Stein sich in eine SPICE-Rakete verwandelt: forged by our ancestors, refined by us. Ein indisches Verteidigungsmagazin führt den Einschlag im Libanon als Lehrbuchbeispiel vor; Declassified UK zeigt, dass die Londoner Tochter ganz dem israelischen Staatskonzern gehört. 1:04:14 Der Vater aller Dinge Der Block endet bei einem Podcast von Daniel Stelter und Ulf Poschardt. Stelter sagt, Rüstungsgüter seien auch Exportgüter, deutsche Ausfuhrgenehmigungen dauerten zu lang; Wolfgang hält dagegen, Deutschland stehe in der Weltrangliste der Waffenexporteure auf Platz drei. Poschardt zeigt sich beeindruckt von der deutschen Defence-Tech-Szene, in der die alten Kategorien von Dichtern, Denkern und Tüftlern wieder funktionierten — bei 30 bis 45 Prozent der Deutschen seien die Sekundärtugenden noch intakt. Er zitiert Heraklit mit dem Satz, der Krieg sei der Vater aller Dinge, und nennt die deutschen Rechenmaschinen zur Steuerung der V2. Wolfgang entgegnet, der Staat könne Innovation auch ohne Zerstörung anstoßen, er wolle es nur nicht. Am Ende sagt Poschardt, irgendwann werde man in Europa die Kirchen verteidigen müssen. Wolfgangs Fazit: Jeder sucht sich seinen Kriegsgrund, die einen nennen es Kirche, die anderen liberale Demokratie, am Ende sitzen alle im selben Graben. 1:21:50 Truth Social Ab hier übernimmt Stefan, ausgehend von einer Zusammenstellung, die The Atlantic über den KI-Schrott auf Trumps Netzwerk veröffentlicht hat: Trump und Washington zu Pferde als Ölgemälde, Trump zwischen Kriegsgenerälen, Trump als Hulk Hogan, ein Eishockey-Cartoon Richtung Kanada, ein Kommandopult im Orbit vor brennender Erde und die Umbenennung des Lake Ontario in Lake America — samt bewaffneter Kanadagänse mit Trump-Frisur. 1:26:22 Das Weiße Haus auf Instagram Stefan beschränkt sich auf die letzten zehn Tage des Accounts. Ein Röhrenfernseher wird eingeschaltet, Trump läuft durch eine Zelda-Landschaft, aus dem Sega-Logo wird Maga, unter einer laufenden Rede läuft ein Arcade-Spiel als zweiter Bildschirm mit. Das meistgesehene Video, neun Millionen Aufrufe, ist das Intro von Rick and Morty mit dem Weißen Haus; ein anderes überträgt den Vorspann von Game of Thrones auf Washington und stellt den eisernen Thron ins Oval Office. Wolfgang ordnet das ein: Jede Präsidentschaft habe eine eigene Ästhetik hervorgebracht, die Trump-Ära drehe Vorhandenes nur noch einmal durch die Maschine. Bei einem Transformers-Video, in dem die Einwanderungsbehörde als Optimus Prime auftritt und Megatron die Freilassung namentlich genannter Migranten fordert, hält er fest, hier diene Fiktion als Gebrauchsanweisung. Dazu ein Labor-Day-Video aus einer vollautomatisierten Stiftfabrik ohne einen einzigen Arbeiter, ein Gebet im Hangar, Pete Hegseth über europäische Strände, die von gefährlichen Ideologien gestürmt würden, und der Sommer-Lesewettbewerb der Second Lady über zwölf Bücher. Stefan stellt eine inszenierte D-Day-Rede gegen eine Aufnahme, in der Trump bei der Verleihung der Medal of Honor ein Bein nachzieht. Zum Schluss liest Trump vor, die Preise verschreibungspflichtiger Medikamente würden um 300, 400 und 500 Prozent sinken — gesendet wird es ungeschnitten. 1:51:37 Clara von Nathusius Stefans Einstieg ist ihr erfolgreichstes Video, in dem sie nacherklärt, was sie am Abend zuvor im Bericht aus Berlin über die Brandmauer gesagt hat, und ankündigt, man müsse zuvor Kohärenz herstellen. Am Beispiel des Freibads vor der Volksbühne, das an einem Tag nur schwarzen Menschen offenstand, beschreibt Wolfgang das Muster: ein Erklärvideo mit historischem Kontext, hier ein Gerichtsurteil aus Baltimore von 1954 — die Art Kontext, die sich heute in Minuten erzeugen lasse. Stefan hält ihr entgegen, dass sie Politikern rate, weniger über ihre Arbeit und mehr über ihre Meinung zu sprechen, während er wissen wolle, was jemand im Bundestag getan hat. Über die aus dem Pentagon abgezogenen Journalisten sagt sie, sie seien nicht hinausgeworfen worden, sondern selbst gegangen. Es folgen ihre Wahlabend-Videos aus Sachsen-Anhalt, wo sie die Reihe „Kunst braucht Freiheit" mit Dieter Hallervorden moderiert hat, ihre Ablehnung eines AfD-Verbotsverfahrens und Andreas Rödder, der die Brandmauer als das genialste Machtinstrument bezeichnet, das die politische Linke je in der Hand hatte. In zwei Wohnungsvideos steht dieselbe Konstruktion zweimal: Enteignung sei, als kaufe man eine Buslinie und finanziere den Kredit über den Ticketverkauf, der Mietendeckel, als werfe man einen Toaster in die Badewanne und kaufe beim nächsten Mal einen größeren. 2:14:20 Merz muss bleiben Zum Abschluss die Frage, ob Friedrich Merz im Amt bleibt. Wolfgang wünscht es sich, weil die Mobilisierung gegen ihn etwas hervorbringen könne, ein einigender Kandidat den Unmut dagegen auflöse. Stefan gesteht, sich im Fernsehpodcast zu dem Satz hinreißen lassen zu haben, er würde Hendrik Wüst akzeptieren — und schließt sich Wolfgang genau deshalb an. Wolfgang erinnert an eine Talkshow, in der Howard Carpendale einen Kanzlerkandidaten damit begründete, der habe ihm gut gefallen. Der Abend endet mit Applaus als Solidarität mit dem Kanzler.

  5. Soziale Frage oder Migration, Ronzheimers Haushalt, Grünewalds Reformmüdigkeit, Machtwechsel, Salon-Lektüren
    16.09., 06:0000:44:31

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  6. Hallervorden, Ostwahl, Merz am Tisch, Krieg und Drohnen, Leipzig, Anduril, Kuba, Mietendeckel
    01.09., 09:1304:28:50

    Stefan und Wolfgang besprechen den August 2026 Werbung Präsentiert von onprem.ai. Lokale KI- und LLM-Server, schlüsselfertig für kleine und mittlere Unternehmen: vorkonfiguriert, in fünfzehn Minuten einsatzbereit, laufend geprüfte Open-Weight-Modelle per Knopfdruck. Eure Daten bleiben auf eigener Hardware statt im Klartext auf fremden Servern. onprem.ai Präsentiert von Surfshark. Geht auf surfshark.com/zwanziger oder nutzt den Code ZWANZIGER an der Kasse und bekommt 4 zusätzliche Monate Surfshark VPN gratis – plus 30 Tage Geld-zurück-Garantie. 00:00:54 Hallervorden Dieter Hallervorden hat mit seinem Sohn Johannes einen Wahlkampfspot veröffentlicht, der dazu aufruft, nicht die AfD zu wählen; darin verweist er auf seine Kindheit unter der NSDAP. Wolfgang interessiert weniger der Aufruf als die Diskurslage: Hallervorden sei im linksliberalen Spektrum ausrangiert gewesen, halte aber am demokratischen Diskurs fest. Daran knüpft er die These, dass Freund-Feind-Schemata Leute in die AfD-Ecke treiben, und schildert einen SPD-Wirtschaftskongress, auf dem seine Position zum Ukrainekrieg als Russland-Propaganda abgetan wurde. Stefan hält den NSDAP-Vergleich für materiell unhaltbar: 1933 seien die 0- bis 10-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe gewesen, bei einem Prozent Ausländeranteil und 30 Prozent Arbeitslosen, während Sachsen-Anhalt heute das älteste Bundesland sei. 00:15:01 Das TV-Duell Zunächst eine Frage aus der Merz-Sendung: Eine Pfarrerin aus Wernigerode berichtet, ihre Jugendlichen fühlten sich dem AfD-Weltbild hilflos ausgeliefert, und fragt nach einer Vision für junge Menschen. Merz antwortet mit Fröhlichkeit und dem Wunsch, aus der Verdrießlichkeit herauszukommen — für Wolfgang eine Nichtbeantwortung, für Stefan das Ausbleiben jedes Angebots, das über die eigene Person hinausweist. Im TV-Duell hält Sven Schulze dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund fehlende Konzepte, das Frauenbild der Partei und die Steuerung aus der Schweiz entgegen, Siegmund kontert mit 24 Jahren CDU ohne beitragsfreie Kita. Stefan liest Schulzes Auftritt als planvolle Arbeit an Themen, während Siegmund den Widerstandsgestus für den Fall einer Regierungsübernahme vorbereite: Das große Rad werde in Berlin gedreht, im Land seien 300 bis 500 Millionen freizumachen. Beide ordnen das ökonomisch ein — Sachsen-Anhalt erwirtschafte mit 2,1 Millionen Einwohnern weniger als Hamburg, München oder Köln. Wolfgang merkt an, derselbe Satz über die Abhängigkeit von Berlin könnte auch von einem SPD-Politiker stammen. 00:40:02 Merz im Bürgerdialog In der Vorbefragung durch Pinar Atalay wird Merz mit einer Forsa-Umfrage konfrontiert, nach der 82 Prozent ihm nicht vertrauen; er antwortet, er überprüfe seine Politik regelmäßig. Ein Einschub aus dem ARD-Sommerinterview zeigt ihn zur Hitzevorsorge: 300 Maßnahmen seien beschlossen, den Rest müsse die Gesellschaft leisten — er frage seine Eltern, ob sie genug getrunken hätten. Als Kontrast spielt Stefan zwei Archivfunde: Gerhard Schröder auf dem Parteitag von Martin Schulz und Harald Schmidt, der einen Text von Peter Kümmel über Schröders Wahlplakat liest, in dem die gefühlte Zeit des Kanzlers über die Realzeit gestellt wird. Im Bürgerteil fragt ein dreifacher Familienvater, warum Familien nicht vorkämen; Merz verweist auf Kindergeld, Kinderfreibetrag und bis zu 600 Euro Steuerentlastung im Jahr ab 2028 — Stefan rechnet das auf 1,80 Euro pro Tag für eine fünfköpfige Familie herunter. Die Kinderärztin Bea Merscher, die über eine halbe Million Follower auf Instagram erreicht, wirft ihm die Budgetierung der Kindermedizin vor, nennt 2,64 Milliarden Euro Kürzung im ambulanten Bereich neben einer Milliarde für Schloss Bellevue und ihre Petition gegen die Krankschreibung ab Tag eins. Merz weist den Vorwurf eines vorsätzlichen Bruchs seines Amtseids als persönliche Herabsetzung zurück; Stefan hält gerade diese Formulierung für die treffende Beschreibung der Sachlage, Wolfgang für ein Eingeständnis, dass Aufrüstung Vorrang hat. Zum Schluss geht es um den Bierdeckel von 2003, die Umfragewerte im Vergleich zu Scholz und Merkel sowie um die Stadtbild-Äußerung, die Merz nicht bereut und von Müll auf Kriminalität mit überdurchschnittlichem Ausländeranteil verschiebt. 01:57:30 Krieg und Drohnen Zum Umgang von Regierungen mit Opferzahlen berichtet die ARD-Korrespondentin Lena Bodewein über das Erdbeben in Nepal und die unklare Lage in Tibet. Wolfgang schildert einen Streit auf der Utopie-Konferenz in Lüneburg und die Transparenzlücke bei Aktienbesitz von Abgeordneten: anzugeben erst ab fünf Prozent an einem Unternehmen — bei einem Konzernwert wie dem von Rheinmetall praktisch nie. Den Hauptteil bilden Ausschnitte mit Torsten Reil, dem Chef von Helsing, der Panzer für überholt erklärt, Europa 100.000 Drohnen empfiehlt, autonome Schwärme und einen KI-gesteuerten „superhuman fighter pilot" beschreibt und als Ziel formuliert, Verluste gegen null zu senken. Beide halten dem entgegen, dass dieses Szenario nur funktioniert, wenn der Gegner nicht nachrüstet; Wolfgang liest dazu einen Dialog aus „Oppenheimer", in dem Truman die sowjetischen Ressourcen unterschätzt. Zur Gegenprobe kommt der ntv-Korrespondent Christoph Wanner zu Wort, der von russischen Drohnen mit Düsenantrieb bei über 500 km/h berichtet, gegen die ukrainische Abfangdrohnen kaum ankommen. Im Podcast von Paul Ronzheimer geht es um das Personalproblem der ukrainischen Armee und die Ablösung des Oberkommandierenden. Den Bogen zum Faktor Mensch schließen Clips zum Sudan mit dem ARD-Korrespondenten Ramin Sina und dem Welternährungsprogramm zur Lage um El Obeid — Wolfgangs Rechnung: Tausende Euro, um einen Soldaten zu töten, aber kein Euro, damit jemand einen Tag überlebt. 03:18:43 Die Leipziger Drohne Am Flughafen Leipzig-Halle wurde erstmals eine Drohne samt Sprengstoff sichergestellt, kurz darauf eine dritte gefunden; im Zeit-Podcast wird berichtet, dass der Sprengstoff auch militärisch genutzt wird. Stefan hält für offen, ob man überhaupt erkennen würde, gegen wen man einen Krieg verliert, und verweist auf den Norad-Chef, dem für Drohnenschwärme schon die Sensoren fehlen. Wolfgang befürchtet, dass bei einer Häufung solcher Fälle der Spannungsfall ausgerufen wird und die liberale Demokratie schnell illiberal wird. Zur Rechtslage: Betreiber kritischer Infrastruktur dürfen Drohnen nur detektieren, das Abschießen liegt bei der Bundespolizei mit rund 300 Kräften bundesweit. Eine litauische Recherche über angeworbene Kuriere, die Sprengsätze in Vilnius platzieren sollten, führt beide zu der Frage, ob Akteure jenseits des Kreml eigenständig handeln. Merz nennt das Geschehen hybride Kriegsführung, auf die man sich vorbereite; Stefan übersetzt das in Konferenzen mit jenen Firmen, die die Abwehrdrohnen verkaufen. 03:42:10 Anduril Brian Schimpf, Chef von Anduril Industries, schildert im Podcast „Prof G Market", wie das Unternehmen 2015/16 in einen Rüstungssektor einstieg, den im Silicon Valley niemand anfassen wollte. Das Portfolio reicht von Grenzüberwachung über Drohnenabwehr und Wingman-Drohnen bis zu U-Booten; Stefan liest daraus einen Vollsortimenter, der jede Bedrohungslage mit einem eigenen Gerät beantwortet. Ob das Geschäft von einer instabileren Welt profitiere? Schimpf verweist auf das Ende der amerikanischen Dominanz und darauf, dass der Angreifer den Ort bestimmt, der Verteidiger also überall bereit sein müsse. Auf die Verantwortungsfrage antwortet er, Tech-Leute sollten keine Politik machen, dafür sei niemand gewählt worden — woraus Wolfgang folgert, Profite würden privatisiert und die Verantwortung vergesellschaftet. 04:00:10 Kuba Ein Beitrag des TLDR News Magazine beschreibt Kubas Solarausbau, der weniger dem Klima als der Energiekrise geschuldet ist: Venezuela fiel als Öllieferant aus, nachdem US-Streitkräfte im Januar 2026 den venezolanischen Präsidenten festgesetzt hatten. China liefert die Module — rund 80 Prozent der Weltproduktion — und baut damit seinen Einfluss in der Karibik aus. Der Energieminister räumte ein, nur einen Bruchteil der Kapazität nutzen zu können, weil Batteriespeicher fehlen. Stefan verweist auf eine Spiegel-Kolumne von Christian Stöcker, nach der der Zubau von Batteriespeichern in Deutschland um den Faktor 27 wächst. Wolfgang erinnert an eine These von Adam Tooze, die USA hätten erneuerbare Energien nie stärken wollen, weil sie damit Druckmittel verlieren. Anschließend eine Reportage der New York Times über Rettungskräfte in Phoenix, die überhitzte Patienten in Eis packen. 04:11:00 Wohnen Die Linksfraktion hat ein Rechtsgutachten und ein Konzept für einen bundesweiten Mietendeckel vorgelegt: Mieten in angespannten Märkten sollen eingefroren, Erhöhungen anderswo gedeckelt werden. Im Deutschlandfunk trägt ein Wohnforscher das übliche Gegenargument vor, eine starke Mietenregulierung bremse den Neubau. Stefan referiert, dass beim Kauf einer Wohnung durch den Staat kein Wert verloren geht, weil die Wohnung anschließend vorhanden ist. Der Logik vom teuren Neubau, der über Umzugsketten den Mietmarkt entspanne, hält Wolfgang entgegen, der Staat müsse selbst bauen und als Konkurrent auftreten. Zum Abschluss plädiert Stefan dafür, danach zu fragen, zu welchen Bedingungen Ökonominnen und Ökonomen ins Fernsehen eingeladen werden. 04:20:26 Salon-Ausblick Der nächste Salon behandelt „Kapital und Krise. Wie Deutschland aus der Wirtschaftskrise findet und wie nicht" von Tom Krebs, das am 16. September im oekom Verlag erscheint. Wolfgang kündigt außerdem einen Essay von Mithu Sanyal gegen die Militarisierung an, Stefan weist auf seinen zweiten Podcast Kontextfenster hin, den er mit Florentine über KI-Texte macht. Im Forum gibt es künftig Shownotes, in denen alle gespielten Clips einzeln aufgeführt und verlinkt sind; vom Sommersalon gibt es zusätzlich eine Videofassung.

  7. Sommersalon: Uli Siegmund, Dobrindts Geheimdienstreform, die Maschinen und der Fernsehgarten
    23.08., 18:0000:16:19

    Wolfgang und Stefan treffen euch in Frankfurt Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Vollständige Shownotes mit allen Quellen: https://smalltalk.neuezwanziger.de/t/715 Der Sommersalon 2026, aufgezeichnet am 22. August im Saalbau Bornheim in Frankfurt vor über 600 Zuschauern. Wolfgang hat ein vierstündiges Podcast-Interview des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund durchgearbeitet, Stefan nimmt die beschlossene Nachrichtendienstreform auseinander, und zum Schluss geht es in den ZDF-Fernsehgarten. 00:00:00 Begrüßung Stefan und Wolfgang eröffnen den Abend aus dem Saalbau Bornheim und gehen die Themen durch. Als nächste Salon-Lektüre kündigen sie Tom Krebs' „Kapital und Krise" für Mitte September an. 00:09:48 Ulrich Siegmund Wolfgang spielt Ausschnitte aus dem vierstündigen Gespräch, das der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt dem Podcast „ungeskriptet" von Ben Berndt gegeben hat — Ausschnitte, in denen kaum eine radikale Position vorkommt: Auf einen Stinkefinger kämen 500 bis 800 erhobene Daumen, alle machten Fehler, mit einzelnen Grünen und Linken könne man ein Bier trinken. Wolfgangs Lesart: Die AfD fährt zweigleisig, Hetze auf der einen und Wohlfühlton auf der anderen Seite, und beide Seiten stecken in derselben Wählerperson. Stefan hält Siegmund für AfD-untypisch — halb so alt wie das übliche Personal, mit einem Lob auf Markt und Freiheit. Zum Programm nennt Siegmund Einsparungen von 300 bis 600 Millionen Euro, um beitragsfreie Kindergärten und kostenloses Schulessen zu finanzieren; Wolfgang bezeichnet das als klassisch sozialdemokratische Politik. 01:03:21 Die Geheimdienstreform Stefan spielt Christian Sievers' Anmoderation im „heute journal" zum Kabinettsbeschluss über die Nachrichtendienste ein, in der die Trennung von Polizei und Geheimdienst als Konsequenz aus Gestapo und Nazizeit erklärt wird. Das von Innenminister Alexander Dobrindt vorgelegte Paket begründet Kanzleramtsministerin Nina Warken mit hybriden Angriffen; künftig darf der BND Systeme hacken und der Verfassungsschutz im Einzelfall Wohnungen durchsuchen. Stefans Linie: Es entstehen keine neuen Befugnisse, bestehende wandern von der Polizei zu den Diensten — und für die Polizei in Sachsen-Anhalt könnte künftig Siegmund zuständig sein. Aus einem Deutschlandfunk-Podcast folgen Passagen mit Falk Steiner und Marcus Pindur; Wolfgang hält dagegen, dass ihm das gegenwärtige Personal an diesen Hebeln bereits reicht. 01:36:33 Die Maschinen kommen Autonome Lieferfahrzeuge von DoorDash, 2,82 Millionen fahrerlose Lieferungen in Shenzhen binnen eines Monats, Drohnenshows mit 11.000 Fluggeräten und ein US-General, der einräumt, gegen Schwärme billiger Drohnen weder Sensorik noch Mittel zu haben. Wolfgang schließt daraus, nicht die Befürworter von Abrüstung seien die Phantasten. Dazu Roboter-Halbmarathon in Peking, Ernst Jüngers „Gläserne Bienen", eine Drohnenfabrik im Schiffscontainer und der Milliardenauftrag an Helsing und Stark, den ein ukrainischer Vizekommandeur als wenig hilfreich bezeichnet. 02:01:56 Fernsehgarten Wolfgang hat mehrere Ausgaben gesichtet, weil sich daran ablesen lasse, was in Deutschland als Normalität gelte. Mallorca-Ausgabe mit Elton, 50 Jahre Biene Maja, eine Publikumsgruppe, in der alle Frauen „Gabi" heißen, der 90-jährige Engelbert Humperdinck als Ausnahme und Ralf Möller mit Gottschalk-Vibes. Zum Schluss eine „Reise nach Jerusalem" um 500 Euro Reisegutschein — für Wolfgang der Verteilungskampf in Miniatur, für Stefan an Squid Game erinnernd. 02:29:27 Verabschiedung Wolfgang kündigt an, man sehe sich Ende des Monats wieder, Stefan verabschiedet sich mit „Haut rein".

  8. Hitzetote & Klimaanlagen, Drohne über Leipzig, Verteidigung als Wachstumsstrategie, Salon-Lektüren
    10.08., 19:3500:37:05

    Wolfgang und Stefan treffen sich vorm Salon Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Salon Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Shownotes Theo Bakers Stanford-Buch „How to Rule the World" als Hauptbuch. Dazu: zwei Romane, eine Phänomenologie des Narzissmus, drei Lesarten von Nolans „Odyssee", die Romantik-Flaute, ukrainisches Kriegsmarketing, KI-Firmen als Buchkäufer — und Schubert. 00:00:00 Vor dem Salon Wegen der Hitze wird remote aufgenommen; beide erinnern an ihr Plädoyer für Klimaanlagen. Wolfgang beschreibt die Drohne am Leipziger Flughafen als Hybridisierung des Krieges und geht die Parteien durch, von denen keine die Eskalation aufhalten wolle. Stefan nennt den Flughafen eine Killing Zone. Sommersalon Hinweis auf den Live-Salon am 22. August in Frankfurt im Saal Bornheim; es gibt noch Karten. 00:25:21 Salon-Lektüre Wolfgang kündigt Baker als Hauptbuch an, mit dem Vorbehalt, der Autor sei Teil des Problems. Danach stellen beide ihre Kurzlektüren vor. 00:33:25 Salon für Juli 2026 Anmoderation zum Salon, der von Stanford über Romane und Krieg bis zu Schubert führt. 00:34:19 Theo Baker: How to Rule the World Baker kommt mit 17 nach Stanford und bringt mit seiner Recherche über manipulierte Abbildungen den Universitätspräsidenten Marc Tessier-Lavigne zu Fall. Stefan liest das Buch als Milieustudie: Auswahl durch Milliardäre statt durch Leistung. Wolfgang kritisiert, dass Baker das Herrschen nicht in Frage stelle, sondern nur beanstande, dass die Falschen es tun. 02:15:26 Theo Baker in einer Minute Stärken und Schwächen, weil der Autor Teil des Problems ist — empfohlen als Milieustudie zwischen Corona und ChatGPT. 02:17:11 Ruth-Maria Thomas: Die zweitgrößte Liebe Michelle arbeitet nach der Pleite ihres Schmuckladens als Rezeptionistin, Henry verwaltet Vermögen anderer. Die Autorin rechnet die ökonomische Lage durch, bis zu den 280 Euro am Monatsende — und fragt, ob Geld die Klassenschranke aufheben oder nur verschieben würde. 02:31:56 Faith Hill: Die große Romantik-Flaute Hills Text steigt bei einer bezahlten Kennenlern-Veranstaltung ein: 100 Dollar für eine Umarmung, 4.750 fürs Matching. Stefan sieht eine Umkehrung — früher war die Ehe der Startpunkt der Lebensgestaltung, heute der Gipfel einer gelungenen Erwerbsbiografie. 02:46:17 Fuchs / Arnold: Das unersättliche Selbst Die Phänomenologie unterscheidet Körper und Leib: Narzissten sähen ihren Körper, spürten aber ihren Leib nicht. Zugrunde liege keine übermäßige Selbstliebe, sondern ein Seinsmangel. Dazu Passagen zu Trump und zur Nähe von Narzissmus und radikal rechter Präferenz. 03:02:48 Nolans Odyssee: Merchant, Wilson, Parrales Merchant liest den Film als Technikkritik und vermisst die Phäakenschiffe. Wilson hält entgegen, dass darin weder gebaut noch überlistet werde. Parrales liest ihn als Erzählung über Rache und Reue. 03:29:09 Nguyễn Egger: Vielleicht im Sommer Sommer 2007: Der 15-jährige Kian flieht aus einem Heim, trifft Marco, beide schlagen sich von Bielefeld ans Meer durch. Kurze Sätze, wenig Dialog. 03:34:53 Jermolenko: Habermas und der Krieg Agora und Agon müssten in Balance stehen — eine reine Agon-Gesellschaft ende im Faschismus, eine reine Agora-Gesellschaft sei wehrlos. Stefans Kritik gilt der Redaktion, die dem Gespräch eine Habermas-Abrechnung auflädt. 03:52:53 Sonja Zekri: Concept-Stores der Militärverbände Ukrainische Verbände wie das Asow-Korps treten als Marken auf: Stores mit Espresso und Kleidung mit Drohnenaufdruck, eigene Marketingstäbe. Dazu Brave1 Market, wo Einheiten verifizierte Treffer in Punkte umrechnen. 04:01:49 Alex Reisner: Are AI Companies Destroying Books? Belegt ist der Buchkauf samt Vernichtung für Anthropic, weitere Verdachtsfälle führen ins Leere. Gekauft werden Handbücher von 1970 bis 1990 — gefragt, weil nachweislich vor 2022 entstanden. Gemessen am Entkleiden der Autorschaft wirke die Zerstörung beinahe putzig. 04:12:46 Hasselhorn / Bushakevitz: Schubert-Lieder Das dritte Schubert-Album des Baritons Samuel Hasselhorn, mit „An Silvia". Mitunter sehr opernhaft — Wolfgang rät zum Vergleich mit Prey oder Fischer-Dieskau.

  9. Die KI-Frage zwischen Investmentblase, Xi und lokalem Rechner, Leihmutterschaft, Chinas Öl, The Farlands und Merz' Fleiß
    31.07., 20:3905:10:05

    Stefan und Wolfgang besprechen den Juli 2026 Unterstützende Werbung Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger# Saily Erhalte einen exklusiven Rabatt von 15 % auf die Datentarife von Saily! Verwende beim Bezahlen den Code „zwanziger“. Lade die Saily-App herunter oder besuche https://saily.com/zwanziger Links Tickets für den Sommersalon! Ausführliche Shownotes und Quellenverzeichnis: im Forum Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de 00:00:00 Es war Juli 2026 — Begrüßung von Texel aus, direkt hinein in die Personalie des Monats. 00:00:53 Jens Spahn — Rücktritt als Minister mit Mandat; Doppelmoral-Kritik von SPD bis Grünen, gestürzt von den Frauen der Union. Vergleich mit Anne Spiegel: Familienthemen geben den Ausschlag. 00:11:28 Nolans Odyssee — IMAX-Fetisch und Professoren-Faktenchecks am Trailer; die ausgedachte Geschichte wäre so misstrauisch zu lesen wie Politikererzählungen. 00:15:51 Die Finals — 40 deutsche Meisterschaften zeitgleich in Hannover; junges ZDF, alte ARD-Fragen. 00:20:17 Sommersalon — Live-Salon am 22. August in Frankfurt, Karten über die Website. 00:21:51 Hitze und Brände — Waldbrände in Südeuropa, Dürre und Feuerverbot auf Texel. 00:23:42 Merz' Fleißarbeit — These: Merz arbeitet nicht, wo Merkel und Kohl Interessenausgleich betrieben; Politik-Podcasts als Deskription ohne Analyse, während Austerität und Aufrüstung unverhandelt bleiben. 00:32:13 Leihmutterschaft — Ethikrats-Chef Frister (Dlf) und Brosius-Gersdorf (ZDF) pro regulierte Leihmutterschaft; Wolfgang zieht eine rote Linie gegen Bauchvermietung, Stefan will altruistische Einzelfälle zulassen. 01:31:10 Mamdani zu Bregmans Frage — Regieren brauche Absurdität und Ehrlichkeit; erklärungsbedürftig ist danach die Unehrlichkeit von Rutte oder Merz. 01:36:54 Salon-Lektüre — Nächste Lektüre: Theo Bakers „How to Rule the World" über Stanford. 01:39:25 KI-Investmentblase — Tooze: Die Bewertungen tragen nur, wenn Amerika Rechenzentrum der nicht-chinesischen Welt wird. Zombie-Unicorns, einbrechende Cashflows, 40 Prozent des S&P 500 — Stefans Fazit: hochgefährlich. 02:25:41 Xi zu KI — Xis erste Rede auf der World AI Conference: Open Source, menschliche Kontrolle, UN-Governance. Zwischen benevolentem Führer und Dominanzanspruch; Parallelen zu Putin 2001 und Kluges Antikrieg. 03:01:03 KI-War zwischen China und Amerika — Open-Weight-Modelle als AI-Dumping: 87 Cent statt 50 Dollar pro Million Tokens. Der Destillationsvorwurf fällt auf die Ankläger zurück; am Ende die Verhinderung eines Lock-in-Kapitalismus. 03:41:01 Lokal AI — Modelle auf eigener Hardware als nächste Entwicklung, das Balkonkraftwerk für KI; Aufruf an die Hackerszene und den Chaos Communication Congress. 04:01:56 Kermanis Hinweise zum Gelöbnis — Kermani am 20. Juli: Pflicht zum Widerstand statt Gehorsam, Merz namentlich als wankelmütig benannt. 04:06:32 China und das Öl — Warum der Ölpreis nicht explodierte: China halbierte seine Importe — Vorbau gegen das Malacca-Dilemma und Hebel gegenüber Trump. 04:33:10 Kanzlergesetze — Schirachs Sieben-Jahre-Kanzler mit drei Gesetzen; dagegen Manows Abwahl-Argument und Stefans Gegenentwurf aus Gremien und ertüchtigtem Parlament. 04:44:30 The Farlands — TikToks Randgebiete zwischen Brainrot und Folklore-Horror, erschlossen über Zahlencodes; Bourdieu, Long Tail und die Entzauberung der Algorithmen. 05:02:03 Salon-Hinweise — Sommersalon-Tickets, Bakers Stanford-Buch als nächste Lektüre, Abo über Steady, Apple oder Patreon.

  10. Wir lesen Kybernetik und Kritik
    20.07., 06:0000:19:22

    Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger

  11. Dieser Drang nach Härte, Kybernetik und Kritik, Bismarck, AfD in Sachsen-Anhalt, Im ersten Licht, Trillionär als Killer,
    11.07., 06:0000:49:29

    Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Nächste Live-Show 22. August in Frankfurt: Tickets für den Sommersalon 00:00:00 Vor dem Salon Stefan und Wolfgang steigen mit der EU-Chatkontrolle ein und verbinden sie mit der Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes und der Frage, ob Konzerne oder Politik regieren. Stefan fordert materielle Kritik statt Empörung in Feedback-Schleifen, Wolfgang hält Konsumboykotte für Pseudoaktivismus; daran schließt ein Schlagabtausch über den Überlebenskampf von OpenAI an. Stefan skizziert eine blockierte Republik, in der die Fixierung aller Parteien auf die Verhinderung der AfD scheitern werde, und verteidigt seine Presseclub-Aussage zur Kapitalmarktrendite von 3,5 Prozent. Das Kapitel endet mit Stefans These, Trumps Wahlerfolg 2016 sei durch das „Grab them by the pussy"-Video begünstigt worden — Wolfgang erklärt das mit Redeckers Phantombesitzverteidigung. Literatur im Salon Eva von Redecker: Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus (S. Fischer) Die Philosophin Eva von Redecker analysiert in ihrem neuen Buch die Gegenwart anhand der realen und imaginierten Eigentumsordnung. https://www.fischerverlage.de/buch/eva-von-redecker-dieser-drang-nach-haerte-9783103977240 Anna-Verena Nosthoff: Kybernetik und Kritik (Suhrkamp) Anna-Verena Nosthoff, Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung, legt eine Geschichte und Theorie der digitalen Regierungskunst vor. https://www.suhrkamp.de/buch/anna-verena-nosthoff-kybernetik-und-kritik-t-9783518300794 Christoph Nonn: Bismarck. Ein Preuße und sein Jahrhundert (C.H.Beck) Wer macht Geschichte? Zumindest bei Bismarck waren sich doch fast alle einig: Eine große Persönlichkeit ist entscheidend. Der Historiker Christoph Nonn relativiert diese Annahme jedoch kühn und stichhaltig. https://www.chbeck.de/nonn-bismarck/product/14347915 Valerie Schönian: AfD in Sachsen-Anhalt: Lohnt sich das Reden? (DIE ZEIT) Lohnt sich das Reden mit AfD-Wählern? Valerie Schönian besucht ihre Familie in Sachsen-Anhalt und findet Fatalismus mit Urvertrauen. https://www.zeit.de/2026/28/afd-sachsen-anhalt-landtagswahl-gardelegen-verwandschaft/komplettansicht Norbert Gstrein: Im ersten Licht (Hanser) Anti-Kriegsliteratur: Der in Tirol geborene Autor Norbert Gstrein erzählt in seinem mitreißenden Roman von einem Mann, der von seinem Vater kriegsuntauglich geschlagen wird und deshalb in den beiden Weltkriegen nicht kämpfen muss. https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/norbert-gstrein-im-ersten-licht-9783446282971-t-5846 TC Sottek: The world's first trillionaire is a killer (The Verge) Der erste Trillionär der Geschichte — und was sein Reichtum gekostet hat. TC Sottek rechnet nach: Gespart hat Doge fast nichts. https://www.theverge.com/tech/949259/the-worlds-first-trillionaire-is-a-killer Jan Schlemermeyer: Links, demokratisch, wehrhaft (Blätter 7/2026) Jan Schlemermeyer von der Linkspartei plädiert in den „Blättern" für Aufrüstung zwecks antifaschistischer Außenpolitik. https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/juli/links-demokratisch-wehrhaft Jan Schwenkenbecher: Hitzetote: Hitze – die unterschätzte Gefahr (DIE ZEIT) 5.200 Übersterbliche in zwei Juni-Wochen — warum ist die tödlichste Wetterlage des Landes kein politisches Thema? https://www.zeit.de/wissenschaft/2026-07/hitzetote-hitzewelle-gefahr-europa-extremwetter/komplettansicht Trio E.T.A.: un///known (Album) Das aufstrebende Klaviertrio E.T.A. veröffentlicht sein zweites Album unter dem Titel „un///known". Es ist unbekannteren Kompositionen gewidmet, die es dringend zu entdecken gilt. https://trio-e-t-a.com/diskographie/unknown

  12. Hitze & WM, Rentenreform, Postliberalismus, Krieg und Aufrüstung, Sozialpolitik, Salon-Hinweise
    30.06., 23:0404:19:15

    Wolfgang und Stefan besprechen den Juni 2026 Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de 00:00:00 Es war Juni Wolfgang berichtet vom vorigen Abend in der Kölner Philharmonie, wo Grigory Sokolov Beethoven und Schubert spielte und sechs Zugaben gab, sodass er erst um 23 Uhr herauskam. Er erwähnt, dass viele Zuschauer den Saal nach dem Hauptprogramm fluchtartig verließen, um das Fußballspiel zu sehen. 00:00:52 Fussball WM Stefan und Wolfgang sprechen über die Schlagzeile, dass Jürgen Klopp die Rettung für die Nationalmannschaft sein könnte. Wolfgang vergleicht diese Debatte mit der Frage nach dem nächsten Bundespräsidenten und schlägt scherzhaft vor, Hape Kerkeling zum Bundestrainer zu machen; Stefan wirft ein, man brauche vielleicht eine Frau, und nennt Ilse Aigner. 00:03:16 Werbung Werbung für Saily, eine eSIM für Reisen. 00:05:19 Hitze Stefan berichtet von seiner Rückfahrt nach Frankfurt, das als heißeste Stadt Deutschlands gelte. Wolfgang fordert eine Debatte über Klimaanlagen für alle und kritisiert, dass sich diese in Gastronomie und Hotellerie noch nicht durchgesetzt hätten. Stefan plädiert dafür, statt über den Klimawandel über Klimaanpassung zu reden; er nennt die in Frankfurt am Freitag erstmals überschrittenen 40 Grad, zwei Notarzteinsätze in der Klasse seines Sohnes und kritisiert, dass der Journalismus einen Berliner Wasserwerfer feiere, statt über Klimatisierung zu sprechen. 00:11:14 Liberalismusdebatte Stefan und Wolfgang widmen sich einem rund 30-minütigen Deutschlandfunk-Essay von Nils Schniederjann mit dem Titel „Die Machtfrage. Muss die Linke sich von ihrem eigenen Liberalismus befreien?". Im Essay heißt es, ausgehend vom Karlsruher Klima-Urteil vom 24. März 2021, die Linke habe sich an den Liberalismus gekettet und habe wie die Liberalen Angst vor dem Volk; unterschieden wird zwischen Demokratie und liberaler Demokratie, in der Institutionen und Gerichte den politischen Spielraum begrenzen. Der Clip beruft sich auf den französischen Philosophen Jean-Claude Michéa und auf postliberale Denker wie Patrick Deneen, Adrian Vermeule und Sohrab Ahmari. Wolfgang stellt wiederholt die Frage, ob man für Klimaschutz oder Umverteilung überhaupt Karlsruhe und die Verfassung brauche oder ob man der Mehrheit mehr zutrauen solle, und verweist dabei auf Nancy Frasers „progressiven Neoliberalismus", Catherine Lius These zur Professional Managerial Class sowie auf Veith Selk und Julian Nicolai Hofmann. Stefan argumentiert demgegenüber, das Klimathema falle anders als die Schuldenbremse unmittelbar unter die Menschenwürde des Artikels 1. Beide bemängeln, dass die postliberale Debatte zu wenig über Geld und Kapitalismus spreche; Wolfgang führt am Beispiel der Notenbankunabhängigkeit (EZB, Trump und die Fed, mit Verweis auf Adam Tooze und Liz Truss) aus, dass eine konsequente Politisierung einen radikalen Umbau bedeuten würde. Als Beispiele illiberaler Entwicklungen nennt der Essay die annullierte rumänische Präsidentschaftswahl mit dem nicht zugelassenen Călin Georgescu und den ignorierten Berliner Enteignungs-Volksentscheid. Zum Abschluss richtet Wolfgang an die postliberale Linke die Gegenfrage, ob sie nicht selbst Angst vor der Freiheit habe. 01:38:34 Sommersalon Wolfgang und Stefan kündigen den Sommersalon am 22. August im klimatisierten Saalbau Bornheim in Frankfurt an, einen Live-Podcast ohne festgelegtes Thema, zu dem es Tickets auf neue20er.de gibt. 01:39:47 Rentenkommission Stefan und Wolfgang besprechen den Abschlussbericht der Alterssicherungskommission; Stefan kritisiert, dass die mediale Rezeption die Einführung einer verpflichtenden Kapitalrente nicht durchdrungen habe. Er erläutert das Modell: Ab 2031 werde der Beitragssatz paritätisch um zwei Prozentpunkte (rund 30 Milliarden Euro jährlich) erhöht, das Geld in vorausgewählte Fonds investiert, ohne Vererbbarkeit und mit selbst getragenem Risiko, und laut Bericht bevorzugt im Ausland angelegt; so würden über zwanzig Jahre rund 600 Milliarden Euro während des Renteneintritts der Babyboomer dem Umlagesystem entzogen. Wolfgang ordnet das Vorgehen als beschleunigte Deindustrialisierung ein, da das Geld ins Ausland statt in deutsche Unternehmen fließe. In Clips aus Pressekonferenz und Tag der Industrie äußern sich Friedrich Merz, der die Integration der Kapitalrente in die erste Säule als Einlösung der christlichen Soziallehre bezeichnet, Bärbel Bas, die den Bericht trotz eigener Unkenntnis des Textes als „Gesamtkunstwerk" ohne Rosinenpicken einführt, sowie Frank-Jürgen Weise und Annika Klose, die unter anderem auf die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und ein Mischmodell nach schwedischem Vorbild eingehen. Stefan unterscheidet Alterssicherung und Rentenkasse, beziffert beitragsfremde Leistungen auf 60 bis 100 Milliarden Euro und benennt die eigentliche Deckungslücke mit 1,2 Prozent des BIP beziehungsweise 54 Milliarden Euro. Beide kritisieren die Empfehlung, ausschließlich Löhne und Gehälter zur Beitragsbemessung heranzuziehen und Kapitalerträge, Mieteinnahmen sowie Vermögens-, Erbschafts- und Abgeltungsteuer auszuklammern. Wolfgang verweist auf das Mackenroth-Theorem und kennzeichnet Merz als Blackrock-Kanzler. 03:05:17 Krieg und Aufrüstung Wolfgang leitet das Kapitel mit einer Wirtschaftsmeldung aus dem Handelsblatt Morning Briefing zum Stellenabbau bei VW, Mercedes und Bosch ein, wonach bis zu 100.000 weitere Stellen wegfallen könnten. Anschließend spielen die beiden mehrere Clips aus dem Podcast „Lanz & Precht" ein, in dem der Investigativjournalist Christian Schweppe über die Rüstungsindustrie spricht; Schweppe erklärt die sogenannte Bonner Formel mit einer auf rund sechs Prozent begrenzten Rendite und beschreibt die Preisbildung als Blackbox, in der selbst das Parlament und die Preisprüfer im Beschaffungsamt BAAINBw in Koblenz die Preise kaum nachvollziehen könnten, mit Beispielen wie 65.000 Euro für ein Funkgerät und einem Tag im Haushaltsausschuss, an dem rund 50 Milliarden Euro an Rüstungsvorlagen in vier Stunden bewilligt worden seien. Stefan spricht von Bereicherung und davon, dass dieselben Akteure die Bedrohungsdebatte vorantrieben; Wolfgang verweist auf Abgeordnete aus Rüstungs-Wahlkreisen. Im zweiten Teil spielt Wolfgang Clips von Ursula von der Leyen bei der Ukraine Recovery Conference in Danzig ein, in denen sie die ukrainische Drohnenproduktion, den Ukraine-Support-Loan und eine tiefere Integration der Verteidigungsindustrie lobt; Wolfgang stellt dem die These einer Verbilligung des Krieges gegenüber und kritisiert, dass ukrainische Männer im wehrfähigen Alter durch eine Absprache mit Selenskyj nicht mehr unter die Massenzustromrichtlinie fielen. Wolfgang referiert einen Artikel von Yaroslav Trofimov im Wall Street Journal über russische Drohungen gegen die baltischen Staaten und zitiert Kaja Kallas, Russland müsse eskalieren, um die Mobilmachung zu rechtfertigen. Den Abschluss bilden Clips von John Mearsheimer aus einem Gespräch mit Daniel Davis, in denen Mearsheimer argumentiert, der Westen und die Ukraine führten gemeinsam einen Drohnenkrieg gegen Russland und Putin betrachte den Westen als Kriegspartei. Wolfgang kritisiert, dass keine friedenspolitische Stimme mehr vernehmbar sei und die AfD die Lage instrumentalisiere. 03:54:28 Sozialpolitik Stefan und Wolfgang besprechen mehrere Clips zu außen- und sozialpolitischen Themen. Zunächst zitieren sie einen Deutschlandfunk-Clip mit Außenminister Johann Wadephul, der sagt, die Außenpolitik richte sich nicht nur nach völkerrechtlichen Maßstäben, sondern wäge auch Bündnis-, Wirtschafts- und sicherheitspolitische Interessen ab. Anschließend geht es um die BAföG-Kürzungen anhand eines Gesprächs von Wolfgang Heim mit Helene Bubrowski (künftige Herausgeberin der FAZ), in dem ein Interview mit Forschungsministerin Bär und eine Äußerung des Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer zu einem kurzzeitigen, wieder einkassierten Politikskandal werden. Ein längerer Deutschlandfunk-Bericht zur Pflegeversicherung wird eingespielt: ohne Reform stiegen die Defizite bis 2028 auf über 15 Milliarden Euro, geplant seien unter anderem eine fachliche Pflegebegleitung statt Geldleistungen bei Pflegegrad 1, gekürzte Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und eine Abkehr von der Tarifbindung; zu Wort kommen Albert Stegemann (CDU), Katja Kipping vom Paritätischen Gesamtverband, DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi, GKV-Sprecher Florian Lanz und der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis. Zum Abschluss greifen sie einen AfD-Redebeitrag von Christina Baum zur Organspende auf, in dem diese vor Organkriminalität warnt und nach psychischen Folgen einer „Wesensveränderung" durch ein fremdes Organ fragt, was Stefan und Wolfgang mit Fragen nach „Deutschsein" und Migrationshintergrund verknüpfen. 04:12:36 Salon-Hinweise Wolfgang kündigt die beiden im Salon besprochenen Bücher an: das neue Buch der Philosophin Eva von Redecker zum „Drang nach Härte" und, zur Frage nach dem Faschismusbegriff, das Buch von Oliver Nachtwey und Carolin Amlinger sowie auszugsweise das neue Buch von Anna-Verena Nosthoff über Kybernetik und Politik (Suhrkamp). Er erläutert die Abo-Möglichkeiten über neue20er.de und Steady (mit Zugang zum Salon-Archiv), Patreon und Apple und verweist auf eine im letzten Live-Salon mit Jan-Philipp Reemtsma geführte Diskussion zum Faschismusbegriff. Zum Schluss weisen sie auf den Sommersalon am 22. August im Saalbau Bornheim in Frankfurt hin.

  13. Lang lebe das Storytelling, SpaceX, Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie, Höckes Ideenhaushalt, Banalität der B
    21.06., 08:0000:09:18

    Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Live-Salon aus Frankfurt bei 36 Grad. Wolfgang und Stefan über das Ende und die Wiederkehr des Storytellings im Zeitalter der KI, den SpaceX-Börsengang als reine Erzählung und die Frage, ob der Faschismusbegriff überhaupt noch etwas erklärt. Alle Live-Salons und regulären Salons gibt es über Steady, Apple oder Patreon — die Links stehen auf neuezwanziger.de. Nächster Live-Salon: 22. August in Bornheim (Frankfurt). (00:00:00) Vor dem Salon In der Garderobe kündigt Wolfgang die Themen an: SpaceX gegen das Ende des Storytellings, Reemtsmas Faschismus-Vortrag, Höcke bei Köppel und Studio 9. Ausblick auf den nächsten Salon: Eva von Redeker, „Drang nach Härte", und Anna-Verena Nosthoff, „Kybernetik und Kritik". (00:05:55) Livesalon Begrüßung im klimatisierten Saal, Hitze-Awareness, drei Themenblöcke. (00:08:22) Lang lebe das Storytelling Das Kino lebt („Obsession", „Backrooms"), aber die KI verwischt alles: Casting-Director Dante unterscheidet Schauspieler und KI nicht mehr, NYT-Bildforensiker Hany Farid gibt auf. Kostenkontrast aus „Intelligent Machines": rund 1 Mio. $ pro Filmminute gegen ein KI-Studio mit bis zu 3.000-fachem Kostenvorteil; „Dreams of Violence", der erste reine KI-Film (Tribeca, über den Iran). Dann Geschmack als knappes Gut: Linda Büscher, Sarah Rojewski zu Million-Dollar-Storyteller-Stellen. Stefan über seine Keynote in Erfurt und PowerPoint-Spott. (00:30:46) SpaceX Der größte Börsengang der Geschichte als reines Storytelling. Ed Elson („Prof G Markets") und Gil Luria: Musk verkauft das „Geschäft von morgen". Wolfgang und Stefan zerlegen den Trick: künstliche Verknappung, erzwungene Aufnahme in den NASDAQ-100 und damit automatische ETF- und 401k-Nachfrage. Mit Jimmy Kimmel, Scott Galloway (Citizens United, Gary Stevenson, Schweden) und Frank Stauss („Die Elefantenrunde"). Im Hintergrund der Disput Primatkapital gegen Primatpolitik. (00:47:33) Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie Jan Philipp Reemtsma in Konstanz, im Publikum Nachtwey, Amlinger und Redeker: Aus der Diagnose „Faschismus" folge keine Strategie. Hitler kam durch eine „Handbewegung" an die Macht (Kleist), die „Geheimnislosigkeit" des NS (Feuchtwanger), der Faschist als „Bully", „zäsarische Macht" (Hayek). Stefan hält mit Stefan Kühl und Luhmann dagegen. Nachtweys Einwand (Stauffenberg, Adam Tooze) und der FAZ-Antworttext: Konservative bleiben Demokraten. (01:36:31) Höckes Ideenhaushalt Björn Höcke bei Roger Köppel („Weltwoche"): Deutschland existenziell bedroht, „ich bin nicht Westen", alter gegen neuen Liberalismus, die Postmoderne als Feindbild. Stefans Erklärung: Höckes Programm sei das Leiden („Westworld"). Dazu die Thüringer Mentalität (Thüringen-Monitor), Köppels Nostalgie, Arne Semsrott zum Fall Vogt und ein Gruß an Rainald Grebe. (01:57:06) Banalität der Blöden Friedrich Merz vor dem Verband der Familienunternehmer, „ohne jede Larmoyanz". Dann Studio 9 (Deutschlandfunk Kultur, Nicole Dittmar und Matthias Greffrath) als Programmbeschwerde: Sparen als alternativlos, „bitte keine Zahlen", die Einnahmenseite bleibt ausgeblendet. Schließlich Wolfram Weimers Spiegel-Interview (die AfD falle „wie ein Soufflé" zusammen) — und das „Reich des Glaubens" als Schlusspointe.

  14. Öffentliche Kunstfreiheit
    14.06., 13:5500:19:51

    Wolfgang und Stefan besprechen das Buch Öffentliche Kunstfreiheit von Christoph Möllers und Nils Weinberg Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Literatur im Salon: Arne Semsrott: Gegenmacht — Die Zivilgesellschaft schlägt zurück (Droemer) Arne Semsrott ruft zum Aktivismus auf: In »Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück« zeigt er Auswege aus dem Fatalismus in Zeiten des Rechtsrucks auf. https://www.droemer-knaur.de/buch/arne-semsrott-gegenmacht-die-zivilgesellschaft-schlaegt-zurueck-9783426570722 Christoph Möllers / Nils Weinberg: Öffentliche Kunstfreiheit (Suhrkamp) Wenn Kunst staatlich gefördert wird, gilt dann die Kunstfreiheit trotzdem? Christoph Möllers und Nils Weinberg geben in »Öffentliche Kunstfreiheit« differenzierte, juristisch feingliedrige Antworten. https://www.suhrkamp.de/buch/oeffentliche-kunstfreiheit-t-9783518300909 Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel (Suhrkamp) Judith Schalansky schreitet mit ihren schillernden literarischen Essays »Marmor, Quecksilber, Nebel« ins Konkrete und durchs Ungefähre. https://www.suhrkamp.de/buch/judith-schalansky-marmor-quecksilber-nebel-t-9783518432013 Stefan Kühl: Führung und Gefolgschaft (Suhrkamp) Wie viel Nationalsozialismus steckt in modernen Führungslehren? Kühl verfolgt die Linie vom Harzburger Modell bis zu Purpose und OKR. https://www.suhrkamp.de/buch/stefan-kuehl-fuehrung-und-gefolgschaft-t-9783518300695 David Szalay: Was nicht gesagt werden kann (Ullstein) Ein Mann, der schweigt oder oft nur mit »Okay« antwortet, schafft den Aufstieg in die Londoner Upper Class. David Szalay legt mit »Was nicht gesagt werden kann« einen außergewöhnlichen Roman vor. https://www.ullstein.de/werke/was-nicht-gesagt-werden-kann/hardcover/9783546101509 The Every Team: After Automation (Every) Fast alles automatisiert, die KI beantwortet die Chef-Mails: ein Praxisbericht, der dem Papst-Diktum von der Datenverarbeitung beispringt. https://every.to/p/after-automation Franziska Brantner: Für einen neuen Liberalismus (Blätter, Juni 2026) Franziska Brantner, die Bundesvorsitzende der Grünen, plädiert für einen grünen Liberalismus. https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/juni/fuer-einen-neuen-liberalismus Sebastian Jonas Huber: Der Begriff der narrativen Hegemonie Wie gewinnen Erzählungen Deutungsmacht? Eine Bachelorarbeit untersucht es anhand der Charlie Kirk Show. https://diskursebi.de/ Marilyn Crispell & Anders Jormin: Memento (ECM) Die Pianistin Marilyn Crispell und der Bassist Anders Jormin führen auf ihrem gemeinsamen Album »Memento« heitere, fragile und dunkle Dialoge. https://ecmrecords.com/product/memento-marilyn-crispell-anders-jormin/

  15. Unsere Salon-Lektüre, Wolfgang Kubickis Zukunft, Zeitgeist
    05.06., 19:5700:32:29

    Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Links Tickets für den Sommersalon! 00:00:00 Beginn Stefan erklärt, warum die letzte Folge verspätet bei Spotify erschien: Hoster und Spotify stellen gerade auf einen neuen technischen Zugang um, und die Shownotes hatten erstmals die Marke von 10.000 Zeichen durchbrochen — die Fehlersuche erledigte er am Ende selbst, schneller als der Hoster. Wer die zweistündige Besprechung der Papst-Enzyklika deshalb verpasst hat, dem empfehlen die beiden das Nachhören, zumal sie regelmäßig darauf zurückkommen — auch heute. Wolfgang ergänzt: Wer den Podcast abonniert, bekommt zuverlässig alles mit — über Steady, Apple oder Patreon. 00:02:30 Lektüre-Vorstellung Wolfgang kündigt die Salon-Lektüren an: Arne Semsrotts »Gegenmacht« über das, was die Zivilgesellschaft dem Rechtsruck entgegensetzen kann, Christoph Möllers' und Nils Weinbergs »Öffentliche Kunstfreiheit« — ursprünglich ein Gutachten — zur Frage, wie viel Einfluss der Staat auf staatlich geförderte Kunst nehmen darf, Judith Schalanskys literarische Essays »Marmor, Quecksilber, Nebel« (mit der Autorin spricht er auf der phil.cologne) sowie David Szalays Roman »Was nicht gesagt werden kann« über einen Mann, der fast nur »Okay« sagt und dennoch in die Londoner Upper Class aufsteigt. Stefan ergänzt Stefan Kühls »Führung und Gefolgschaft« — für ihn das beste Soziologie-Lehrbuch der letzten Jahre —, »After Automation« aus der Software-Firma Every, deren Gründer 95 Prozent seiner E-Mails von einer KI beantworten lässt und dem Diktum der Enzyklika von der bloßen Datenverarbeitung beispringt, sowie zum Abschluss Sebastian Jonas Hubers »Der Begriff der narrativen Hegemonie«. Dazu kommen Franziska Brantners Liberalismus-Essay und ein Musiktipp. 00:08:06 Kubicki Den Auftakt macht die Nachricht, dass Deutschland keinen Sitz im UN-Sicherheitsrat erhält — für Wolfgang die Quittung für die Außenpolitik von Friedrich Merz und seinen Vorgängern. Stefan wundert sich grundsätzlicher über eine Demokratie, die statt der Besten Figuren wie Johann Wadephul nach oben spült, der »aus heiterem Himmel« kam und ebenso spurlos wieder gehen werde. Dann zum FDP-Parteitag: Wolfgang Kubicki gewinnt die Kampfabstimmung um den Vorsitz mit gerundet 60 zu 40 Prozent gegen die überraschende Gegenkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. In Ausschnitten aus dem Tagesthemen-Interview mit Jessy Wellmer sagt Kubicki, 60:40 sei ein gutes Ergebnis, auf die Frage, wie er Strack-Zimmermanns 40-Prozent-Anhängerschaft für sich gewinnen wolle: »gar nicht«, Brandmauern seien für Liberale kein Kriterium, und die AfD sei nicht das Zentrum des Universums. Wolfgang findet — bei voller inhaltlicher Ablehnung, spätestens seit Kubickis Vorgehen gegen El Hotzo — genau diese unbeschwichtigende Kommunikation richtig und hält sie der Linken wie der SPD als Lehrstück vor: Wer Strack-Zimmermanns Positionen wolle, finde das Angebot längst bei den Grünen, wie auch Franziska Brantners Essay zeige. Stefan hält dagegen, dass hinter der One-Man-Show niemand mehr steht, und verweist mehrfach auf Arne Semsrott: Schlimmer, als wenn die AfD AfD-Politik macht, sei es, wenn die Parteien der angeblichen Mitte sie machen — und die Brandmauer hat die FDP eingerissen. Zum Abschluss der Clip, in dem Kubicki seine Forderung nach einer »klaren Sprache« kaum verständlich vorträgt — für Stefan und Wolfgang ein Kandidat für den Einbürgerungstest. 00:25:42 Farage, Macron, FAS-Rückblick Stefan blickt nach England, wo sich die BBC eine komplette Newsnight-Sendung selbst zensiert habe, weil Nigel Farage in einem Halbsatz falsch zitiert worden sei — so mächtig sei der Mann mit seiner Reform-Partei inzwischen, der vor zehn Jahren den Brexit verbockt habe, dessen Folgen sich das Land bis heute nicht eingestehe: ein Drittel in absoluter Armut, monatelange NHS-Wartelisten, Tories verschwunden, Labour in Auflösung. In Frankreich sei Macron samt seiner eigens erfundenen Partei schon wieder abgemeldet — während sich in Deutschland sogar die einmal aussortierte FDP zurückmeldet. Dazu Jörg Thomanns Rückblick in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf deren erste Ausgabe von 2001: Nichts sei geblieben wie damals — außer den Tagesthemen, in denen nun ein 74-jähriger Kubicki die Hoffnung seiner Partei beschreibt. Befund der beiden: eine groteske Welt. 00:27:53 Salon-Werbung Wolfgang rekapituliert das Salon-Programm und lädt zum Abonnieren ein: möglich bei Apple und Patreon, empfohlen via Steady — auf neuezwanziger.de führt der goldene Button zur Anmeldung, und der Salon lässt sich als freier RSS-Feed in jeder Podcast-App hören.

  16. KI-Enzyklika, neue Waffen, SpaceX, Clip-Flut, Rechtsruck, Sloterdijk
    29.05., 18:2204:42:10

    Wolfgang und Stefan besprechen den Mai 2026 Werbung: Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger Salon Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Links Tickets für den Sommersalon! 00:00:00 Es war Mai Stefan begrüßt zunächst allein und kündigt Wolfgang an. Er weist auf die große Sommersalon-Show am 22. August in Frankfurt im Saalbau Bornheim hin und verweist für Live-Salon-Tickets auf neue20er.de. 00:05:15 Friedrich Merz Wolfgang greift die Debatte um Friedrich Merz' Kommunikation auf und spielt einen „Maischberger"-Ausschnitt mit Jagoda Marinić ein. Marinić fragt, ob die Deutschen sich einen Kanzler wählen könnten, der ihnen gefällt, empfiehlt Merz eine visionäre Rhetorik und kritisiert das „Friedrich-Merz-Motzt"-Genre, das den Bürgern Faulheit vorhalte. Wolfgang hält entgegen, die Kritik richte sich nur gegen die Form, nicht die Forderungen, und verlange eine beschönigende Kommunikation. Stefan fasst zusammen: „länger arbeiten, früher sterben". 00:12:19 Leos Enzyklika Stefan und Wolfgang besprechen die neue Enzyklika „Magnifica Humanitas" von Papst Leo XIV. zu künstlicher Intelligenz, gerichtet an „alle Frauen und Männer guten Willens". Wolfgang betont die ungewöhnlich große Aufmerksamkeit (Kontrapunkt zu Merz, Trump, Altman); Stefan schildert seinen Petersdom-Besuch und sein Interesse an der Kirche als historisches Relikt. Eingespielt werden u.a. Chris Olah (Anthropic), der KI-Modelle als „gezüchtet" und geheimnisvoll beschreibt und dem Vatikan drei Fragen stellt, sowie Papst Leo selbst (Bezug auf Leo XIII., „Rerum Novarum", Vergleich mit der Industrialisierung, Forderung „Künstliche Intelligenz muss entwaffnet werden") und Präfekt Víctor Manuel Fernández. Wolfgang wirft Anthropic Marketing vor und deutet den KI-Warndiskurs als Machtstrategie; er widerspricht der These vom Bedeutungsverlust der Regierungen und sieht einen Zusammenschluss von Staat und Konzernen. Stefan referiert die Inhalte: KI als reine Datenverarbeitung ohne Bewusstsein und Gewissen, Absage an Transhumanismus, Lob der Menschenrechtserklärung von 1948, Absage an gerechte Kriege, Entschuldigung der Kirche, das Babel-Bild – sowie das ausgesparte Urheberrecht und den „Raubzug" durch Trainingsdaten. 01:53:10 Salon-Anmerkungen Wolfgang weist auf den Salon hin (einmal monatlich ein bis zwei Bücher): kommend „Öffentliche Kunstfreiheit" von Christoph Möllers und Nils Weinberg sowie Arne Semsrotts „Gegenmacht" (nach „Machtübernahme"). Abowege über Steady (neue20er.de), Apple und Patreon; Steady bevorzugt, da dort das komplette Archiv mit Kapitelmarken im RSS-Feed liegt. 01:56:43 AfD Verteidigungsminister? Wolfgang spielt einen Clip aus Tilo Jungs Interview mit Grünen-Chef Felix Banaszak ein. Auf die Frage, was junge Männer bei einem AfD-Verteidigungsminister tun sollten, nennt Banaszak das Desertieren als Möglichkeit. Stefan merkt an, das Wort sei seit vier Jahren aus dem Wortschatz gestrichen; Wolfgang ergänzt, es sei ein Straftatbestand. Banaszak hält das Szenario für unrealistisch und einen russischen NATO-Angriff für wahrscheinlicher. Stefan verweist auf ~30 Prozent für CDU und AfD und eine mögliche schwarz-blaue Mehrheit, weshalb ein AfD-Verteidigungsminister kein Phantasma sei. 02:01:32 Moderne Kriegsführung – KI-Drohnen Wolfgang und Stefan behandeln Drohnen und die Rüstungs-Tech-Firmen Palantir und Helsing. Im OMR-Podcast beschreibt Robert Fink (Mitaufbau Palantir, jetzt Helsing) seinen Wechsel aus „europäischer" Überzeugung und räumt ein, die Systeme dienten dazu, dem Feind Schaden zuzufügen. Wolfgang hebt die Angleichung des Militärpersonals an Tech-Szene und Grüne hervor; Stefan ordnet den „Krieg ohne Menschen" über Eyal Weizman der Genozid-Definition zu (Gaza, Rafah, Libanon). Über Tagesschau-, BR- und Pistorius-Beiträge werden der Bundestagsbeschluss zu Kamikaze-Drohnen (Helsing, Stark Defense, je 1 Mrd. €, Thiel-Beteiligung an Stark) und Putins Äußerungen verhandelt. Im zweiten Teil geht es um Palantirs „Project Maven" (Chad Wahlquist; Journalistin Katrina Manson): ab 2017 fürs Pentagon, nach Google-Rückzug von Palantir übernommen; Targeting von 2000 auf 20 Offiziere reduziert, inzwischen tausend Ziele pro Tag. Wolfgang folgert „fully automated" (Luhmanns „Unterwachung"); Stefan vergleicht es mit Captchas. Abschluss: „Replicator", „Hellscape" gegen China bei Taiwan, autonome Drohnenschwärme und Anthropics Rolle über klassifizierte Cloud-Modelle – durchgehend verknüpft mit Leos Enzyklika. 02:46:30 Menschen im Krieg Wolfgang beschreibt Kriege als Vernichtungskriege; Drohnentechnologie vergrößere nur die „Killing Zone". Über einen Weltspiegel-Podcast (Demian von Osten, Marie-Christine Böse) besprechen beide, dass Kolumbianer für die Ukraine kämpfen – oft kampferprobt, aus wirtschaftlicher Not (Mindestlohn ~400 €, versprochene 3000 US-Dollar), angeworben über TikTok. 300 bis 500 Gefallene, ~440 Vermisste, schwer identifizierbar; Familien erfahren den Tod über WhatsApp. Wolfgang spricht mit Blick auf „Das knappe Gut Arbeit" vom „knappen Gut Mensch". 02:58:03 Der Sing-Sang des Schlitterns in den Krieg Stefan kündigt einen Rundown zum „Singsang" deutscher Medienangebote zum Krieg an. Pistorius will von der Ukraine bei Drohnen- und elektronischer Kriegsführung lernen – Stefan sieht einen Paradigmenwechsel gegenüber den anfänglichen 5000 Helmen. Der ukrainische Minister Mychajlo Fedorow kündigt an, alle Ziele zu erreichen; Stefan spricht von einem Perpetuum mobile. Weitere Clips: Pistorius vergleicht Putin mit einer Sphinx; Merz räumt vor dem DGB ein, die Zeitenwende-Zusage ohne soziale Folgen sei zu optimistisch gewesen. Ein Lanz-Clip referiert Götz Alys Analyse der NSDAP-Sozialversprechen; Stefan kontrastiert, die AfD wolle den Leuten umgekehrt Geld wegnehmen, und Wolfgang zitiert Adam Tooze. Zum Schluss zwei Klingbeil-Clips über eine Zollbeamtin, die zum Stärken der Demokratie aufrief – Wolfgang verweist auf konkrete Anliegen wie Straßen, Kitas und Schwimmbäder. 03:19:16 Weiterer Krieg: Israel & Libanon Wolfgang und Stefan besprechen anhand eines Monitor-Beitrags Israels Vorgehen im Südlibanon: gesprengte Grenzdörfer, Vertreibung von 2,5 bis 3 Millionen Menschen, Übertragung des „Gaza-Modells"; Völkerrechtlerin Janina Dill spricht von plausiblen Kriegsverbrechen. Stefan nimmt die Sozialenzykliken als Maßstab. Wolfgang stellt die deutsche Debatte gegenüber (Rhein, Becker, eingeschränkte Uni-Vorträge) und die Annäherung (Cyber-Deal mit Dobrindt, GSG-9-/YAMAM-Trainings, Heer-Kooperation). Über Al Jazeera: „Killing Zone" und glasfasergesteuerte Drohnen aus dem Ukrainekrieg. 03:33:42 SpaceX-Börsengang Stefan und Wolfgang besprechen den SpaceX-Börsengang anhand mehrerer Clips (ProfG Market mit Patrick Boyle, Doppelgänger, All-In, Deutschlandfunk). 37 Mrd. Dollar Verlust seit Gründung; im Prospekt Punkt-zu-Punkt-Raketenreisen, Orbit-Fertigung und Asteroidenbergbau, Musk mit ~85 Prozent Stimmrechten. Connectivity (Starlink) profitabel, Space und KI-Sparte mit Milliardenverlusten pro Quartal – Wolfgang vergleicht die Bündelung mit den Schrottpapieren von 2008. Boyle: 93 Prozent des adressierbaren Marktvolumens (28,5 Bio. $) entfallen auf KI, obwohl xAI kaum Umsatz macht. Stefan ordnet den IPO als VC-Exit ein (angestrebte Bewertung 2 Bio. $, Parallele zur Telekom-„Volksaktie") und kritisiert die Verherrlichung Musks (USAID-Abwicklung). Mit Chamath Palihapitiya geht es um weltraumgestützte Rechenzentren als staatlich unkontrollierten libertären Traum. 04:03:06 Clip-Apokalypse Wolfgang stellt die Clip-Ökonomie vor (YouTuber Devin Nash): Streamer lassen zehntausende Clips pro Monat produzieren und über separate Accounts streuen; ein Streamer beschäftige über 1.600 bezahlte Clipper (CPM ~75 Cent/1000 Views, Akquise über Discord, monatlich hunderttausende bis Millionen Dollar). Wolfgang sieht verstärkte Ungleichheit in der Aufmerksamkeitsökonomie und verdrängte Nischen-Podcasts; Stefan setzt auf Algorithmus-Empfehlungen und treues Publikum. Verwiesen wird auf Ed Elsons „The Clip Economy" und Andrew Tate als Erfinder des Modells. Beide diskutieren Nius/Reichelt und kommen überein, dem nur mit der bewussten Entscheidung für lange Formate zu begegnen. 04:31:47 Schlusspointen Stefan spielt einen Clip zur Organspende-Debatte ein (Kirsten Kappert-Gonther verteidigt die Entscheidungslösung) und entgegnet, Schweigen als Zustimmung sei der Modus operandi moderner Renten-, Gesundheits-, Verkehrs- und Mietpolitik. Wolfgang ruft das Lesen herauf (Sloterdijk bei Arte: Lektüre als Domestikation und Kultivierung) und leitet zum Salon über („Öffentliche Kunstfreiheit", „Gegenmacht"). Stefan kündigt eine Bachelorarbeit von Sebastian zur narrativen Hegemonie (diskursebi.de, u.a. Charlie Kirk) an. Wolfgang nennt die Abowege über Patreon, Apple und Steady (neue20er.de); beide verabschieden sich bis zur nächsten Woche.

  17. Wir lesen "Links - Deutsch / Deutsch - Links"
    16.05., 13:3300:28:09

    Auszug aus dem aktuellen Salon Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Wolfgang führt den Sammelband ein, herausgegeben von Pauline Voss und Julian Reichelt aus dem Umfeld des Mediums Nius und erschienen im Westend-Verlag, mit Beiträgen unter anderem von Henryk M. Broder, Gloria von Thurn und Taxis, Wolfgang Kubicki, Waldemar Hartmann, Birgit Kelle, Norbert Bolz, Harald Martenstein, Marc Friedrich, Joachim Steinhöfel, Ralf Schuler und Claudio Casula. Wolfgang ordnet das nach Mario Barths »Frau-Deutsch / Deutsch-Frau« gestrickte Wörterbuchformat in eine Tradition von Sternberger/Storz/Süskinds »Aus dem Wörterbuch des Unmenschen« und Victor Klemperers LTI ein und liest es als Programmatik einer möglichen schwarz-blauen Koalition aus AfD (ohne Höcke) und Teilen der CDU. Stefan beschreibt das Buch als idiosynkratische Sprache einer abgeschlossenen Nius-Blase, der die Verankerung in der Realität und die für ein Wörterbuch übliche Quellenangabe und Historisierung fehle, und kontrastiert das mit Jan Fleischhauer, Ulf Poschardt und Springer/Döpfner als noch in den Mainstream eingebundenen Akteuren. Beide gehen exemplarisch Lemmata durch: »Transfrau« (Erklärung lediglich „Mann"), »Faktenchecker«, »Morddrohung«, »Das Auto«, »Nonbinär«, »Aktivist«, »Der/die Geflüchtete«, »Body Positivity«, »Südländer«, »Technofaschismus«, »Fachkraft« (Pauline Voss' fiktive Schilderung eines „Eritreischen Physikerkongresses in Gießen"), »Gemeinwohl« (Kubicki mit Anekdote zu Ralf Stegner und Vermögensteuer) sowie »Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte« (Ralf Schuler) und »Framing« (Marc Friedrich). Wolfgang arbeitet heraus, dass alles als links markiert werde, was jenseits einer bürgerlichen schwarz-blauen Koalition liege, dass die Ökonomie, Kapital-Arbeit-Verhältnis und Umverteilung systematisch ausgeblendet würden und dass die Beiträge eine transatlantische Ausrichtung im Sinne von Pete Hegseth, J. D. Vance, Curtis Yarvin, Peter Thiel und Marc Andreessen bedienten, inklusive Bestreitung eines Genozids im Gazastreifen (Casula) und der Forderung eines „neutralen" Verfassungsschutzes im Sinne Hans-Georg Maaßens. Stefan bringt als Gegenfolie Frankfurt-Offenbach mit ein, wo ein hoher Ausländeranteil und ein AfD-Kommunalwahlergebnis von rund 5 Prozent gegen die These eines linkshegemonialen Sprachregimes stünden, und verweist auf Stefan Niggemeiers Kommentar zur Sprachfrage „Flüchtende". Beide ziehen die Parallele zu Hoss & Hopf als wahllos aufschlagbarem Format und konstatieren ein Prinzip der Wiederholung über Gender, Queer, LGBTQ, Trans und Nonbinär hinweg; Stefan liest das Buch als rechte Utopie, in der ständig umverteilt und gegendert werde, Wolfgang als Gründungsdokument einer fiktionalen schwarz-blauen Politik, die die ökonomische Realität konsequent ausblende.

  18. Mariam Lau zu 1 Jahr Merz, Salon-Lektüre
    08.05., 23:5100:39:32

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  19. Timmy, RRG Podcast, SLAPP & KI-Recht, Ukraine & Iran, Der Papst, Ungarn
    30.04., 21:1304:50:15

    Stefan und Wolfgang besprechen den April 2026 Werbung Präsentiert von Surfshark. Geht auf surfshark.com/zwanziger oder nutzt den Code ZWANZIGER an der Kasse und bekommt 4 zusätzliche Monate Surfshark VPN gratis – plus 30 Tage Geld-zurück-Garantie. Salon Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Es war April 2026 (00:00) Auftakt der Monatsendfolge. Der Wahl (00:51) Wir hangeln uns am Wahltheater entlang – und einigen uns darauf, dass Kevin Gensheimers Interview mit Caroline Wahl in der Berliner Zeitung der einzig angemessene Beitrag dazu war. Alles andere blendet Wolfgang lieber aus, Stefan ohnehin. Nebenbei der einzige Kandidat, dessen Take Stefan interessiert hätte: Alexander Kluge. Unterstützung (07:12) Zwei technische Erweiterungen: Olivia liefert ab sofort einen täglichen Audio-Briefing-Podcast aus Forum und YouTube-Kommentaren (RSS-Button auf neuezwanziger.de). Und auf Stefans Seite gibt es jetzt das Clip-Transkript-Archiv mit über 7.000 Clips ab Januar 2024. Außerdem: Tickets für den Sommersalon am 22. August im Saalbau Bornheim (nicht in der Käs!) sind buchbar. Salonlektüre im Mai: Florian Butollo, „Das knappe Gut Arbeit". Rot-rot-grüner Podcast (09:05) Heidi Reichinnek, Ricarda Lang und Rasha Nasr treffen sich in „Heidi trifft" – das von Stefan ausgerufene Lager hat seinen Podcast. Wolfgang sortiert: Spaßfaktor ja, inhaltlich aber problematisch. Die Forderung, Plattformen wie Redaktionen zu behandeln (Section-230-Logik), wäre faktisch das Ende des freien, kleinen Internets. Stefan kontert mit Mamdani als Gegenmodell zu Kumbaya-Politik: Konflikt ist Treiber, nicht Schwäche – siehe Tucker Carlsons Trump-Distanzierung oder Merkel/Seehofer. KI & Recht (46:05) Christian Uhle (bei Yves Bossart) und OpenAI-Präsident Greg Brockman argumentieren erstaunlich deckungsgleich: KI befreit von Bildschirmarbeit, mehr Mensch-zu-Mensch. Die Anwaltskanzlei-KI Legora wirbt mit Jude Law unter dem Slogan „Face up" – passend zu Daniel Markovits' Befund, dass Partner heute 2.400 Billable Hours leisten müssen. Folge: Wenn die KI die Recherche übernimmt, bleibt nur noch Face-Up-Hour beim Kunden – Frankfurt wird voller, nicht leerer. Spitzenkanzleien werden zu Boutiquen, der Wald-und-Wiesen-Anwalt wird industriell ersetzt. SLAPP (1:00:27) SLAPP = Strategic Lawsuit Against Public Participation: Einschüchterungsklagen gegen Journalist:innen, Blogger:innen, Engagierte. Anlass ist die EU-Richtlinie 2024/1069, die bis 7. Mai in deutsches Recht überführt werden muss – aber gerade erst die erste Lesung im Bundestag hatte. Justizministerin Stefanie Hubig erinnert an Daphne Caruana Galizia (48 anhängige Verfahren bei ihrer Ermordung). Stefan zeigt die Ausschussanhörung mit Sachverständigen – inklusive eines BGH-Richters, dessen Vortrag klingt wie ein Notar, der einem den Vertrag vorliest. Mit Verweis auf Luhmann (Recht als Immunsystem) und Julia Enders (Balance, sonst Autoimmun) – hier droht das Immunsystem gegen den eigenen Körper zu kämpfen. Hinweis auf die Initiative NoSLAPP.de. Ukraine (1:47:52) Wir steigen ein über Miriam Meckels Anekdote (Vertrauensfrage Afghanistan 2001, Applaus im Wasserwerk) – paradigmatisch für eine Elite, die nichts dazugelernt hat. Ole Nymoen vs. Arthur Weigand („Für euch würde ich kämpfen") – Comedy-Gold, weil der Autor selbst seinen Buchtitel offenbar nicht durchdacht hat. Christina Dunz (RND) plädiert für die Rückkehr ukrainischer Männer im wehrfähigen Alter als „Frage der Fairness" – Wolfgang seziert, wie hier aus Konjunktiv Pflicht zum Sterben wird. Dazu der Reservistenverbandsvorschlag „Dienst bis 70" als Hebel zur Rentenaltererhöhung. Stefan zur Methode: Texte gibt er Alcina, die ihm Anlass, Kernaussage, Protagonisten und Zitate destilliert – Werbefilter gegen Dunz-Prosa. Iran (2:21:49) Was Trump im Iran veranstaltet, ist die Hölle – auch wenn wir wenig Bilder sehen. Die New York Times (Eric Schmitt, Jonathan Swan) hat die US-Munitionsbestände durchgezählt: über 1.100 JASSMs, ~1.000 Tomahawks, 1.200 Patriot-Interceptors verschossen – teils 30–50 % des Bestandes. Eine Milliarde Dollar Munition pro Tag. Justizministerin Hubig nennt Trumps Drohung „verstörend" – beim Thema Ramstein und Völkerrecht aber: nicht zuständig. Kein Ton vom Außenminister Wadephul. Ungarn (2:46:12) Péter Magyar und seine Tisza-Bewegung überholen Fidesz – wir sortieren mit Oliver Soos (Deutschlandfunk), Politologin Eszter Kovács und einem Guardian-Text von Tibor Dessewffy. Magyars Erfolgsformel: bis zu acht Auftritte pro Tag, native Social-Media-Sprache, Bekehrungsgeschichte als Erlaubnisstruktur (Lehrstück für eine Post-Trump-USA). Ungarns Rahmen: krasser Bevölkerungsverlust, wirtschaftlicher Abstieg, parlamentarisch nur noch Fidesz, Tisza und Neonazi-Partei – linke Kräfte sind zerrieben. Im SWR-Forum darf Gerhard Papke (FDP) erklären, Orbán sei der „Leuchtturm gegen Brüsseler Linke" – Wolfgang widerspricht: Die EU ist längst ein rechtes Projekt, in dem sich Meloni pudelwohl fühlt. Der Papst (3:58:08) Theologe Thomas Schüller fasst zusammen, warum Trump im Konflikt mit dem Papst nur verlieren kann: letzte moralische Instanz, multilateral, unbestechlich durch Zölle. Leo XIV. geht einen eigenen Weg – Respekt vor der Kurie statt Wirbel à la Franziskus, deshalb auch Nein zur Segnung homosexueller Paare. Stefan kündigt seine erste Vatikan-Tour im Mai an und einen 22.000-Wörter-Text aus Rom zu KI und menschlicher Intelligenz – Salonlektüre. Ankündigung: Wenn der Papst Räume für die KI definiert, unterwirft sich Stefan. Robin Alexander erklärt Debatten (4:08:26) Nachwehen der Klingbeil-Rede im „Machtwechsel"-Podcast: Robin Alexander und Dagmar Rosenfeld feiern Klingbeils „Schröder-Moment" (den außer Journalist:innen niemand so nennt). Inhaltlich: Rente an Lebensarbeitszeit koppeln (gegen Akademiker), nicht-erwerbstätige Ehefrauen aus der GKV kegeln – Bürgergeldempfänger und Geflüchtete bleiben drin („Verhetzungspotenzial"). Diagnose der Sendung: „Es hat sich ausgewumst, das Geld ist alle" – während für Aufrüstung weiter Sondervermögen entstehen. Modern Monetary Theory? Komplett abgeräumt. „You'll never walk alone" wird zu „You will walk alone – an die Front." Abschluss (4:36:32) Zum Schluss Bush und Michelle Obama als Wir-verstehen-uns-doch-Kuschelnummer trotz Irakkrieg – exakt das Modell, in das auch Deutschland zurückwill (alle dürfen mit allen, nur nicht mit der AfD). Passend dazu: Fabian Köster und Philipp Amthor stehen jetzt gemeinsam auf der Bühne im Ernst-Reuter-Saal – Stefans alte Prognose ist eingetreten. Trostpflaster: amerikanische Late Night (Stewart, Kimmel, Colbert) bleibt konfrontativ, weil sie es muss. Salon-Vorschau (4:43:13) Im Mai-Salon: Florian Butollo, „Das knappe Gut Arbeit" (Suhrkamp) als KI-Gegenthese zur Massenarbeitslosigkeit. Dazu der neue Vatikan-Text zu KI, „Kybernetik und Kritik" (punktuell), eine demografische Studie auf Basis der UN World Population Prospects 2024 (Wendepunkt: weltweit erstmals mehr Geburten von Frauen als von Männern – mit Folgen für Manosphäre und Rechtsruck) und das Niu-Wörterbuch (Reichelt, Hartmann, Thurn und Taxis), das Stefan schon physisch auf dem Schreibtisch liegen hat. Salon abonnierbar via Patreon, Steady oder Apple auf neuezwanziger.de. Live-Salon: 22. August, Saalbau Bornheim.

  20. Trump und Iran, Saarland SPD, SALON-Lektüre
    09.04., 19:0600:32:35

    Stefan und Wolfgang treffen sich vor dem Salon Werbung: Präsentiert von Incogni. Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos: neuezwanziger.de Shownotes Wolfgang und Stefan blicken auf die aktuelle Nachrichtenlage und diskutieren das Ausbleiben einer Positionierung der Bundesregierung zur US-Politik im Iran sowie zu Israels militärischem Vorgehen im Libanon. Stefan berichtet von einer Reise ins Saarland und zieht Parallelen zwischen den Kriegerdenkmälern der Schlacht bei Spichern und der gegenwärtigen geopolitischen Situation. Zudem ordnen sie die neu eingeführten Meldepflichten für wehrfähige Männer in Deutschland ein. Salon Zur vollständigen Ausgabe 00:28:27 Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben Wolfgang und Stefan diskutieren anhand von Peter Sloterdijks neuem Buch die Rückkehr autokratischer Führungsfiguren. Sie erläutern, wie Sloterdijk Parallelen zu Machiavellis „Der Fürst“ zieht, um Politiker wie Donald Trump oder Wladimir Putin einzuordnen. Stefan beleuchtet die These, dass moderne Politik zunehmend durch eine kalkulierte „Fernethik“ geprägt sei, während Wolfgang herausarbeitet, inwiefern der Autor ein fatalistisches Bild der gegenwärtigen Demokratie zeichnet. 02:22:53 Sloterdijk in 1 Minute Wolfgang und Stefan fassen die Kernargumente aus Peter Sloterdijks Buch „Der Fürst und seine Erben“ zusammen. Sie resümieren die Diskussion über das Verhältnis von Volk, Macht und autokratischen Tendenzen innerhalb liberaler Demokratien. 02:24:04 Adrian Daub: Was das Valley herrschen nennt Das Gespräch wendet sich Adrian Daubs Analyse der Machtstrukturen im Silicon Valley zu. Wolfgang skizziert, wie Technologie-Milliardäre ihre Plattformen nutzen, um gesellschaftliche Diskurse zu dominieren. Stefan erläutert Daubs Unterscheidung zwischen sogenannten „Caretakern“ und „Creeps“ und wendet diese auf Personen wie Elon Musk an. Gemeinsam betrachten sie die elitäre Abkapselung und die ideologischen Fundamente der Technologiebranche. 03:33:19 Daub in 1 Minute In einem kurzen Fazit bündeln Wolfgang und Stefan die Hauptargumente aus Adrian Daubs Buch. Sie rekapitulieren die vorgebrachte Kritik an der unregulierten Machtausübung und dem Demokratieverständnis der Silicon-Valley-Akteure. 03:34:29 Ben Lerner: Transkription Wolfgang stellt den Roman „Transkription“ von Ben Lerner vor, in dem ein fiktives Interview mit einem 90-jährigen Mentor namens Thomas im Zentrum steht. Er ordnet ein, dass diese Figur stark an den deutschen Autor Alexander Kluge angelehnt ist. Das Gespräch beleuchtet die erzählerischen Ebenen des Buches, insbesondere den Umgang mit Erinnerungen und das Verhältnis der Generationen zueinander. 03:42:13 Haberman, Swan: How Trump Took the U.S. to War With Iran Ausgehend von einem Artikel der New York Times rekonstruieren Wolfgang und Stefan die regierungsinternen Prozesse in den USA, die zum Krieg mit dem Iran führten. Stefan schildert die Treffen im Situation Room und die Dynamiken zwischen Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Beratern wie Marco Rubio. Sie analysieren die Entscheidungsfindung der US-Administration und vergleichen diese Vorgänge mit der zuvor besprochenen Machtanalyse von Sloterdijk. 03:52:26 Jörg Baberowski: Am Volk vorbei Wolfgang präsentiert Jörg Baberowskis Buch „Am Volk vorbei zur Krise der liberalen Demokratie“ als Gegenentwurf zum gängigen Diskurs über den Schutz staatlicher Institutionen. Er gibt Baberowskis These wieder, dass liberale Institutionen und Gerichte den demokratischen Souverän zunehmend entmachten würden. Stefan und Wolfgang debattieren die Kritik des Autors, wonach sich die politische Klasse durch Verrechtlichung vor dem Volkswillen abschirme. 04:08:00 Timothy Snyder: The Next Coup Attempt – And How to Stop It Stefan analysiert einen Text des Historikers Timothy Snyder, der fünf mögliche Szenarien für einen erneuten Putschversuch von Donald Trump skizziert. Stefan bewertet Snyders Ansätze teilweise als realitätsfern, insbesondere im Kontext der parallelen US-Militärhandlungen im Iran. Wolfgang und Stefan vergleichen Snyders Fokus auf den Schutz der Institutionen abschließend mit der zuvor diskutierten Staatskritik von Baberowski. 04:17:28 Roman Widder: »War mir so nicht bewusst« Wolfgang bespricht einen Artikel von Roman Widder aus der Zeitschrift Merkur, der die mediale Rolle deutscher Militärexperten wie Carlo Masala thematisiert. Er referiert Widders Argument, dass der deutschen Öffentlichkeit die tatsächliche innenpolitische und gesellschaftliche Dynamik der Ukraine oftmals vorenthalten bleibe. Stefan und Wolfgang sprechen über die beschriebene Kluft zwischen westeuropäischen Projektionen und den Realitäten innerhalb der ukrainischen Gesellschaft. 04:27:13 Anna Holmes: The People Who Shun Super-Popular Pop Culture Stefan greift einen Text von Anna Holmes aus The Atlantic auf, in dem die Autorin ihre bewusste Vermeidung von Popkultur-Hypes beschreibt. Er erläutert Holmes' Argumentation, dass diese Aversion eine Reaktion auf den Verlust gemeinschaftlicher Seherlebnisse im Streaming-Zeitalter sei. Wolfgang ergänzt die Diskussion durch seine eigene Perspektive zur Allverfügbarkeit von Filmen und Serien. 04:32:33 Fanny Pigeaud: The DRC’s security-for-minerals bargain Wolfgang fasst eine Reportage aus Le Monde Diplomatique über den Abbau von Mineralien in der Demokratischen Republik Kongo zusammen. Er beschreibt die marktbeherrschende Stellung Chinas bei Rohstoffen wie Kobalt und Lithium sowie die Versuche der USA, sich über private Initiativen Anteile zu sichern. Zudem verortet er die rohstoffpolitischen Interessen in dem anhaltenden bewaffneten Konflikt in der afrikanischen Region. 04:37:09 Alexander Malofeev: forgotten melodies Zum Abschluss verweist Wolfgang auf das Doppelalbum „Forgotten Melodies“ des Pianisten Alexander Malofeev. Er beschreibt die Werkauswahl, die Stücke von exilierten russischen Komponisten wie Nikolai Medtner und Sergej Rachmaninow umfasst. Zudem geht er kurz auf die musikalische Ausführung und die Hintergrundgeschichte der Kompositionen ein. Literatur Die Zeit der "großen" Männer ist keineswegs vorüber: Peter Sloterdijk schlägt für sein Buch "Der Fürst und seine Erben" Machiavellis "Der Fürst" auf und entdeckt deutliche Parallelen zu unserer Gegenwart mit Putin, Musk und Trump. https://www.suhrkamp.de/buch/peter-sloterdijk-der-fuerst-und-seine-erben-t-9783518001363 Peter Thiel, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg sind die ungekrönten Könige des Silicon Valley. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub analysiert in "Was das Valley herrschen nennt" die Macht und die Ideologie der Tech-Milliardäre sowie den Vibe-Shift. https://www.suhrkamp.de/buch/adrian-daub-was-das-valley-herrschen-nennt-t-9783518128695 Kurz vor Alexander Kluges Tod hat ihn der Schriftsteller Ben Lerner in seinem Roman "Transkription" verewigt: https://www.suhrkamp.de/buch/ben-lerner-transkription-t-9783518432754 Die NYT-Reporter Jonathan Swan und Maggie Haberman rekonstruieren in einem Vorabdruck aus ihrem im Erscheinen begriffenen Buch "Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump", wie Donald Trump in drei Situation-Room-Sitzungen im Februar entschieden hat, sich Israels Iran-Schlag anzuschließen: https://www.nytimes.com/2026/04/07/us/politics/trump-iran-war.html Der Historiker und streitbare Geist Jörg Baberowski sieht die Demokratie nicht in Gefahr - und zwar nicht trotz, sondern wegen des Populismus. In seinem Buch "Am Volk vorbei" kritisiert er die liberale Demokratie und ihre Verfechter: https://www.chbeck.de/baberowski-volk-vorbei/product/40038683 Der Yale-Historiker Timothy Snyder buchstabiert in einem viel gelesenen Substack-Essay fünf historische Drehbücher durch, nach denen Trump im Schatten des Iran-Kriegs einen Putsch versuchen könnte - und was dagegen zu setzen wäre: https://snyder.substack.com/p/the-next-coup-attempt Der Schriftsteller Roman Widder rechnet mit den Ukraine-Experten in den deutschen Medien ab: https://www.merkur-zeitschrift.de/artikel/war-mir-nicht-so-bewusst-a-mr-80-3-54/ Die Atlantic-Autorin Anna Holmes wundert sich über ihre eigene Abneigung gegen alles, was gerade alle gucken müssen - "The Pitt", "Severance", "Slow Horses" - und kommt nach Gesprächen mit drei Sozialpsychologen zu einer überraschenden Diagnose: Nicht der Hype stört sie, sondern die einsame, asynchrone Rezeption, die das Streaming hinterlassen hat: https://www.theatlantic.com/culture/2026/03/pop-culture-hype-aversion/686312/ Fanny Pigeaud schreibt in "Le Monde diplomatique" über den Mineralienabbau im Kongo: https://mondediplo.com/2026/03/09DRC Der Pianist Alexander Malofeev widmet sich auf seinem Debütalbum "forgotten melodies" russischen Komponisten, die im Exil lebten: https://www.sonyclassical.com/releases/releases-details/forgotten-melodies

Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest. Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.