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Episoden
227- "Das soziale Miteinander steht einfach komplett Kopf!" Das zweite Corona-Weihnachten - eine zwischenschicht-Bestandsaufnahme20.12., 05:0520.12.2021, 05:0500:34:42
John Lennon sang "Happy Christmas (War Is Over)". Für uns könnte der Untertitel diese Woche heißen: "Happy Christmas (Corona Is Still Going)". Wir hätten euch gerne ein besinnliches Thema in dieser Weihnachtswoche serviert, aber ihr kennt uns ja: Wir schrecken nie vor einer kleinen Kontroverse zurück und deswegen haben wir euch in der stillen Jahreszeit noch mal eine ganz klassische zwischenschicht-Corona-Folge aufgenommen. Litti und Ollschgich in trauter Zweimsamkeit sprechen über - is' doch klar - das Impfen und wie wir nur wieder rauskommen aus dieser nie endenden Geschichte. Zwei Jahre Corona und, wie Litti sagt: "Das soziale Miteinander steht einfach komplett Kopf!" Sind alle, die jetzt noch nicht geimpft sind, Coronaleugner? Wie will man eine Impflicht mit demokratischen Mitteln durchsetzen? Und wie viel Puste hat die Pflege noch? Denn, selbst wenn kein kompletter Pflexit kommt, setzt sich doch zunehmend ein großer Zynismus gegenüber ungeimpften Patientinnen und Patienten durch, beobachtet Litti. Darf das sein? Und ist es gleichzeitig nicht verständlich? Oder lassen wir uns täuschen von ein paar sehr lauten Trollen im Internet und eigentlich ziehen alle an einem Strang? Wir wünschen euch trotz allem entspannte Feiertage und zumindest ein paar Momente, in denen ihr nicht an die Seuche denkt. Nach dem Hören der Folge natürlich ;-)
- "Ich geh oft auch zu den 'schwierigen' Patienten!" Seelsorge im Krankenhaus mit Pfarrer Oliver13.12., 05:0513.12.2021, 05:0500:36:48
So sehr die Pflege sich auch um das seelische Wohl der Patient:innen kümmern möchte - es bleibt halt leider meistens auf der Strecke. Grade auch bei schwierigen oder missmutigen Patientinnen und Patienten. Dann springen er und seine Kolleg:innen ein: Pfarrer und Seelsorger Oliver aus dem Kiezkrankenhaus. Diese Woche sprechen Litti und Ollschgich (einer gläubig, einer Atheist) im zwischenschicht Podcast mit dem Mann Gottes Oliver. Wie will er im oft sehr ungöttlichen Krankenhausalltag dafür sorgen, dass auch die Psyche der kranken Menschen gesund bleibt...? V.a. mit Menschen verschiedenster kultureller Herkunft, Menschen aus allen Glaubensrichtungen? Wie macht er das, dass er sich nicht "aufdrängt"? Wie reagieren zum Beispiel Atheist:innen? Und wollen ihn manche Patient:innen gleich wieder loswerden, weil sie denken, er kommt, weil sie bald sterben? Es ist zwar Adventszeit, aber seid unbesorgt: Das Gespräch mit Oliver ist spannend, mega-unterhaltsam und gar nicht über-besinnlich!
- Das Krankenhaus am Laufen halten - die unscheinbaren, aber unverzichtbaren Leute vom Patientenbegleitservice06.12., 05:0506.12.2021, 05:0500:34:56
Im Krankenhaus bestimmen Pflege und Ärzt:innen, was läuft. Alles am Laufen aber hält der PBS. Der PBwas? Im Kiezkrankenhaus heißt es Patientenbegleitservice, aber auch in jedem anderen Krankenhaus halten die "Läufer" die Logistik des Hauses am Leben. Sie bringen Patient:innen zu Eingriffen, Untersuchungen, Terminen und holen sie wieder ab. Sie kennen jeden Winkel des Krankenhauses und werden trotzdem oft übersehen. Nicht aber in der zwischenschicht. Martin aus dem Kiezkrankenhaus, Charakterkopf des Patientenbegleitservice dort, erzählt uns, wie bewegend und emotional seine Arbeit auch sein kann. Wenn er Patient:innen auf dem Weg zu den heftigsten Lebenssituationen begleitet, ob schlecht oder gut, ist er oft die letzte Verbindung, bevor die Medizin übernimmt. Er macht Smalltalk, aber muss auch oft Ärger und Unmut abfangen. "Ich habe meinen Traumjob gefunden", sagt Martin und stellt sich beeindruckend unserer Frage (hört er oft!), ob er nicht doch noch mal beruflich "mehr" hätte machen wollen.
- Krebs vorsorgen, heilen, vergessen - Aron und Christian über Ungerechtigkeit, Fortschritt und (un-)sinnige Therapien in der Onkologie29.11., 05:0529.11.2021, 05:0500:31:47
TW: Krebs, Tod. | Wird Krebs bald heilbar sein? In Teil 2 unserer Doppelfolge zum Thema Onkologie schlagen wir gleich zu Beginn hoffnungsvollere Töne an: Litti will von unseren beiden Experten Aron, Pfleger, und Christian, Arzt, wissen, ob es vielleicht doch bald eine Heilung für die allgegenwärtige Krankheit geben wird. "Wie alt wollen wir denn noch werden?", fragt Ollschgich im Gegenzug. Bekommen nicht die meisten Menschen im Alter sowieso Krebs? Und warum haben manche junge, gesunde Menschen halt doch "Pech"? Wir sprechen mit den beiden über den Sinn und Unsinn von Vorsorgeuntersuchungen und ob eigentlich viele aus dem Job schnell wieder aussteigen. Auch, ob ihnen Patient:innen besonders im Kopf geblieben sind, erfahrt ihr in Teil 2 dieser unglaublich informativen Doppelfolge. Und na klar: Ob sie eigentlich beide auch regelmäßig zur Vorsorge gehen, haben wir auch gefragt! ;-)
- "Ich liebe die Onkologie" - Herausfordernde medizinische Arbeit zwischen Tod und Freude22.11., 05:0522.11.2021, 05:0500:31:47
TW: Krebs! | Läuft euch allein bei dem Wort auch schon ein kalter Schauer den Rücken runter? Uns auch - ist klar. Und trotzdem war es uns wichtig, uns an dieses sensible und angstbehaftete Thema ranzuwagen. Und grade weil das Thema schwierig, aber wichtig ist, sind wir froh, in der zwischenschicht mit medizinischen Fachkräften darüber sprechen zu können. Litti und Ollschgich haben diese und nächste Woche zwei Experten aus der Onkologie, im Speziellen der Hämatologie, eingeladen: Pfleger Aron und Arzt Christian. Mit viel Feingefühl, aber auch viel Ehrlichkeit diskutieren wir mit den beiden nicht nur die Pflege, Versorgung und Behandlung auf der Krebsstation, sondern vor allem auch die komplexe (zwischen-)menschliche Ebene, die die Krankheit leider immer mit sich bringt. Bedeutet Krebs immer gleich Tod? Wie geht man mit Patient:innen und Angehörigen um? Und wieso in aller Welt will man eigentlich in der Onkologie arbeiten...? Teil 1 der Doppelfolge.
- Glitzer, Glamour und Katheter - Pflege im Celebrity-TV. Ein Blick hinter die Kulissen der "Herzblutaufgabe". Teil 215.11., 05:0615.11.2021, 05:0600:37:33
Stars, Glamour, Klatsch und Tratsch - im Krankenhaus...?! Litti und Ollschgich empfangen in den beiden Folgen diese Woche drei echte TV-Stars. Naddi, Nadja und Aron erzählen von ihrem Einsatz in der "Herzblutaufgabe". Nie gehört? Heute Abend läuft die finale Folge auf Sat.1. Promis waren im Sommer einige Wochen im Pflegepraktikum im großen Krankenhaus am Rande der Stadt und wurden wie echte Praktikanten überall eingesetzt und geschult. Die Pflege soll dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommen - und der Sender natürlich gute Quoten. Aber geht das auf? Wir fragen knallhart nach und unsere Gäste antworten ehrlich: Wie waren die Celebrities Patrick Lindner, Faisal Kawusi und Jorge Gonzalez denn so in echt? Wurden Szenen geschönt oder gescriptet? Und durften die Pflegenden überhaupt frei entscheiden, ob sie da jetzt mitmachen wollen oder nicht? Klatsch und Tratsch lässt uns ja sonst total kalt ;) Aber diesmal waren wir doch ein kleines bisschen gierig auf den ungeschönten Blick hinter die Kulissen! Teil 2 mit Aron, Naddi und Nadja
- Glitzer, Glamour und Katheter - Pflege im Celebrity-TV. Ein Blick hinter die Kulissen der "Herzblutaufgabe". Teil 115.11., 05:0515.11.2021, 05:0500:34:02
Stars, Glamour, Klatsch und Tratsch - im Krankenhaus...?! Litti und Ollschgich empfangen in den beiden Folgen diese Woche drei echte TV-Stars. Naddi, Nadja und Aron erzählen von ihrem Einsatz in der "Herzblutaufgabe". Nie gehört? Heute Abend läuft die finale Folge auf Sat.1. Promis waren im Sommer einige Wochen im Pflegepraktikum im großen Krankenhaus am Rande der Stadt und wurden wie echte Praktikanten überall eingesetzt und geschult. Die Pflege soll dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommen - und der Sender natürlich gute Quoten. Aber geht das auf? Wir fragen knallhart nach und unsere Gäste antworten ehrlich: Wie waren die Celebrities Patrick Lindner, Faisal Kawusi und Jorge Gonzalez denn so in echt? Wurden Szenen geschönt oder gescriptet? Und durften die Pflegenden überhaupt frei entscheiden, ob sie da jetzt mitmachen wollen oder nicht? Klatsch und Tratsch lässt uns ja sonst total kalt ;) Aber diesmal waren wir doch ein kleines bisschen gierig auf den ungeschönten Blick hinter die Kulissen! Teil 1 mit Naddi und Nadja
- "Ist Umarmen jetzt verboten, oder was?" Liebe in der Pflege - ein Paar erzählt08.11., 05:0008.11.2021, 05:0000:31:40
Liebe im Job? Standard. Liebe in der Pflege? Ganz andere Nummer. Kaum ein anderer Job beinhaltet tagtäglich so viele emotionale Höhen und Tiefen wie die Arbeit im Krankenhaus. Und wenn man sich als Pflege-Paar im Job da gegenseitig unterstützen kann, ist das doch toll! Oder? In der Fortsetzung unserer “Liebe in der Pflege”-Folge testen wir die Klischees von der ersten Folge mal in der Praxis. Litti und Ollschgich sprechen in dieser Folge mit Maxxi und Chris, ein junges Pflegepaar, über ihre Liebesgeschichte. Gibt’s missbilligende Kommentare von Kollegen und Leitung? Wie ist das mit dem elenden Schichtdienst? Und wie soll das in der Zukunft überhaupt mal werden, wenn Kinder da sind? Wieso sie sich manchmal wünschen, der/die jeweils andere würde doch besser im Blumenladen arbeiten und nicht auf derselben Station arbeiten und wieso sie sich trotzdem mögen - Maxxi und Chris teilen offen und direkt, wie sie es im stressigen Job Pflege miteinander aushalten.
- Schreiende Frauen, kollabierende Männer - und wieso Geburtspläne oft sinnlos sind01.11., 05:0001.11.2021, 05:0000:38:54
Es ist einer der schönsten, aber manchmal auch einer der härtesten Bereiche der Pflege: die Geburtshilfe. Ultimativ positive Emotionen, wenn die Geburt gut überstanden ist. Fast grenzenlose Frustration, wenn Eltern notwendige einfach Hilfe nicht annehmen wollen. Anke und Tobi, ihres Zeichens Krankenschwester und Hebamme, diskutieren mit uns diese Woche, wie es ist, wenn man beruflich Menschen beisteht, deren Leben sich grade für immer verändern. Wieso sind eigentlich nicht mehr Männer Hebammen, fragt Ollschgich, übrigens frisch gebackener zweifacher Papa, Hebamme Tobi direkt. Was nervt die sanftmütige Anke am besten auf der Wöchnerinnenstation? Wie geht man damit um, wenn man man ahnt, dass das Kind nicht bei der Mutter bleiben wird? Ob Anke und Tobi eigentlich Kinder mögen und ob sie nicht doch manchmal die Nase voll haben von schreienden Frauen und kollabierenden Männern, hört ihr in dieser packenden Folge. Wir waren selbst ganz hingerissen bei der Aufzeichnung!
- Witzigkeit kennt keine Grenzen - oder? Humor in der Pflege25.10., 05:0025.10.2021, 05:0000:34:27
Es tut einfach so gut! Die Situation ist ernst, alle sind angespannt - und dann reißt jemand einen Witz. Gerade in der Pflege gehört Humor quasi zum Berufsethos. Mit Patient:innen scherzen, um Momente zu entschärfen und mit Kolleg:innen harmlose Späßchen machen, weil grad was unheimlich nervt. "Pflege-Sarkasmus" hat Pflegerin Maria aus dem Kiezkrankenhaus das im Sommerinterview genannt. Und damit bei euch einen Nerv getroffen. Grund genug für uns, uns diesen speziellen Humor mal genauer anzuschauen. Litti und Vicy diskutieren mit Ollschgich über die besten Witze, Situationen, in denen Humor einfach sein muss. Und ja, wir gehen auch dahin, wo's weh tut: Witze über Patient:innen und Angehörige. Wie weit darf man gehen? Und kommen wir alle in die Hölle? ;-)
- Ein Monat Streik und eine historische Einigung. Die Berliner Krankenhausbewegung bei der zwischenschicht - Teil 2: Charité18.10., 05:0518.10.2021, 05:0500:34:54
Noch nie hatten wir so freudestrahlende Gesichter vor uns im Podcast sitzen. Und noch nie haben wir nach der Aufzeichnung mit unseren Gästen mit Sekt angestoßen. Wir haben die große Ehre, Vertreter:innen der Berliner Krankenhausbewegung bei uns zu haben - kurz nach ihrer historischen Einigung nach mehr als einem Monat Streik. Litti und Vicy sprechen mit Lisa und Stella von Vivantes und Johanna und Martin von der Charité in einer Doppelfolge über die sehr, sehr harten vergangenen Wochen. Lisa und Stella geben uns einen unglaublich spannenden Einblick direkt in die Verhandlungen - wie läuft sowas ab und schreit man sich da eigentlich an? Martin und Johanna überlegen mit uns, wieso die Einigung bei der Charité schneller kam. Und wie eigentlich die Patient:innen angesichts verschobener Eingriffe auf die Streikbewegung reagiert haben. Ausnahmsweise laden wir beide Folgen diese Woche sofort hoch - weil wir sicher sind, dass euch das Thema genauso mitreißt wie uns!
- Ein Monat Streik und eine historische Einigung. Die Berliner Krankenhausbewegung bei der zwischenschicht - Teil 1: Vivantes18.10., 05:0018.10.2021, 05:0000:33:28
Noch nie hatten wir so freudestrahlende Gesichter vor uns im Podcast sitzen. Und noch nie haben wir nach der Aufzeichnung mit unseren Gästen mit Sekt angestoßen. Wir haben die große Ehre, Vertreter:innen der Berliner Krankenhausbewegung bei uns zu haben - kurz nach ihrer historischen Einigung nach mehr als einem Monat Streik. Litti und Vicy sprechen mit Lisa und Stella von Vivantes und Johanna und Martin von der Charité in einer Doppelfolge über die sehr, sehr harten vergangenen Wochen. Lisa und Stella geben uns einen unglaublich spannenden Einblick direkt in die Verhandlungen - wie läuft sowas ab und schreit man sich da eigentlich an? Martin und Johanna überlegen mit uns, wieso die Einigung bei der Charité schneller kam. Und wie eigentlich die Patient:innen angesichts verschobener Eingriffe auf die Streikbewegung reagiert haben. Ausnahmsweise laden wir beide Folgen diese Woche sofort hoch - weil wir sicher sind, dass euch das Thema genauso mitreißt wie uns!
- Wer hat das Sagen? Und geht's Ärzt:innen auch schlecht? Umgang(sformen) zwischen Pflege und Ärzteschaft11.10., 05:0011.10.2021, 05:0000:33:41
Ist die Ärztin denn jetzt eigentlich die Vorgesetzte des Pflegenden, will Ollschgich wissen. Und bekommt auch nach mehreren Nachfragen keine so rechte Antwort. Vielleicht liegt hier auch die Schwierigkeit im Verhältnis zwischen Ärztinnen und Pflegenden. In Teil 2 unserer Doppelfolge zum Verhältnis zwischen Ärzteschaft und Pflege diskutieren Litti und Ollschgich mit Christina und Sebastian über gegenseitigen (mangelnden) Respekt, Machtverhältnisse und Situationen, in denen die Emotionen überkochen. Wer macht die Ansagen und wer führt aus? Ist es eine Illusion zu glauben, dass sich grundlegend was ändert, wenn die Pflege mehr Selbstbewusstsein bekommt? Und wir haken mal nach, wie's den Ärzt:innen eigentlich so geht. Denn komischerweise ist das noch seltener ein Thema als die Situation der Pflege.
- "Ja, Herr Doktor, natürlich, Herr Doktor!" - Wie stehen Ärzte und Pflege zueinander?04.10., 05:0004.10.2021, 05:0000:34:46
Mittlerweile total veraltet, aber leider halt immer noch in vielen Köpfen und Krankenhäusern tief verankert: der Arzt als Chef der Krankenschwester. (Jup, wir verwenden bewusst gegenderte Berufsbezeichnungen - fühlt euch getriggert ;-)) Nur gewinnt die Pflege langsam und endlich an Selbstbewusstsein, das Berufsbild hat sich massiv gewandelt und diese alten Hierarchien sollten (!) eigentlich überholt sein. Wir haben uns diese Woche eine Frau und einen Herrn Doktor eingeladen, die uns mal aus ihrer Perspektive berichten, wie sie das Verhältnis zur Pflege sehen. Christina und Sebastian verraten uns, wieso sie eigentlich Ärzt*innen und nicht Pflegende geworden sind. Und wieso sie es verstehen können, wenn junge Ärzt*innen von älteren Pflegenden auch mal zurechtgewiesen werden. Teil 1 dieser Doppelfolge mit unglaublich spannenden Einblicken in die komplizierte (Zweck-)beziehung Ärzteschaft und Pflege.
- Was hält einen überhaupt noch in der Pflege? "Ein supergeiler, schöner, unterhaltsamer Beruf! ABER..."27.09., 05:0027.09.2021, 05:0000:38:12
Es ist 5 Uhr morgens und der Frühdienst ruft. Wieso tut man sich das an? Wieso sind wir überhaupt in diesen Beruf gegangen - erinnert sich noch jemand an seine persönliche Motivation? Litti, Ollschgich und unser neues Redaktionsmitglied Vicy diskutieren diese Woche, was Pflegende eigentlich noch in ihrem Job hält. Dabei kommen wir - wohl unvermeidbar - auch wieder auf die ewig nervenden Rahmenbedingungen zu sprechen. Und wir sprechen mal eine unbequeme Wahrheit aus: Sind wir es nicht selbst, die mehr verändern und verbessern müssten? Vicy berichtet von ihrer Arbeit in der Streikbewegung und überlegt, wieso viele Pflegende so passiv sind. "Was mich am meisten stört, ist unser eigenes Gejammer!", sagt Litti. Aber, fragt Ollschgich, beschwerst du dich denn jedes Mal, wenn Personaluntergrenzen nicht eingehalten werden? Eine weitere Folge, für die ihr uns vielleicht hassen werdet - reinhören solltet ihr aber auf jeden Fall! ;-)
- Verträgt die Pflege (und die Gesamtbevölkerung) noch eine vierte Welle Corona?20.09., 05:0020.09.2021, 05:0000:33:50
Och ne, nicht schon wieder! Keiner hat Bock auf eine vierte (oder fünfte) Welle, ist klar. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie kommen und sowohl die Pflege als auch die Gesamtbevölkerung müssen da durch. Litti und Ollschgich diskutieren diese Woche aber (lautstark), wie wir da jetzt noch mal (!) durchkommen sollen. Ollschgich kann bei dem Thema seine miserable Laune nicht verhehlen und Litti reflektiert, wie der Stand in der Pflege ist. V.a. zur Zeit, wo bei uns in Berlin heftig gestreikt wird. Außerdem überlegen wir, was Pflegende davon abhält, sich impfen zu lassen und wie man damit umgehen kann. Und ihr hört, wieso Ollschgich droht, jetzt dann bald auch wegen Corona demonstrieren zu gehen (nein, nicht so ;-))
- Dokumentationswahn und unsexy Themen - Wie soll Pflegepolitik in der Zukunft sein?13.09., 05:0013.09.2021, 05:0000:36:48
Nie war Pflegepolitik wichtiger als jetzt zur Bundestagswahl. Und nie war sie dringender. Fast zwei Jahre Ausnahmezustand (ihr wisst schon: C) später hat sich die Situation der Pflege nur noch verschärft. Es muss endlich was passieren. Und es tut sich was, Leute! Aber: Tut sich genug? Und haben wir überhaupt die richtigen Leute in der Politik dafür? Litti und Ollschgich diskutieren in dieser Folge noch mal mit Sadullah Abdullah. Nicht nur Pflegedirektor mit bewegender Herkunftsgeschichte, sondern auch in der Politik aktiv. "Bisher machen berufsfremde Leute Pflegepolitik", sagt er. Hat er Recht! Aber kann er wirklich was für die Pflege bewegen? Und was denn? Und, wie Litti sagt, gewinnt man mit Pflegepolitik stimmen? Oder ist das nicht total unsexy...? Teil zwei unserer Doppelfolge und so wichtig, liebe zwischenschichtler. Jetzt ist die Zeit der Veränderung und die müssen wir nutzen!
- Verbandsmaterial und ein Gewehr - Sadullahs Weg vom Geflüchteten zum stellv. Pflegedirektor06.09., 05:0006.09.2021, 05:0000:31:05
"In der einen Hand hatte ich eine Kiste mit Verbandsmaterial, in der anderen ein Gewehr". - Leute, die zwischenschicht ist wieder zurück aus der Sommerpause! Die Welt schaut zur Zeit auf Afghanistan. Viele Menschen werden außerhalb ihrer Heimat noch mal von vorne anfangen müssen. Unserem allerersten Gast in dieser Staffel Sadullah ist fast genau das auch passiert. Jede*r Pflegende rettet durch Fachkompetenz ständig Leben. Sadullah Abdullah hat auch zusätzlich dazu auch schon im Krieg Mitmenschen das Leben gerettet. Anfang der Neunziger floh er, damals schon ausgebildeter Pfleger, aus seinem Heimatland Irak. In Deutschland angekommen musste er, eigentlich schon fertige Fachkraft, noch mal komplett neu anfangen. Heute ist er stellvertretender Pflegedirektor. In einer Doppelfolge fragen ihn Litti und Ollschgich nach seinem Weg zurück in die Pflege und der leidigen Frage nach der Anerkennung von Zeugnissen und Qualifikationen (Spoiler: In 20 Jahren ist nichts besser geworden). Wir waren tief beeindruckt, Leute, und ihr werdet es auch sein!
- 6 Monate und 29 Folgen später - wie steht's um die zwischenschicht?28.06., 05:0028.06.2021, 05:00
Am Anfang waren wir Underground. Eigentlich haben wir mal über WhatsApp unsere ersten Folgen verschickt. Bis wir dann Ende letztes Jahr gewagt haben, Mainstream zu werden; oder zumindest sowas Ähnliches: Die erste Folge zwischenschicht haben wir Anfang Dezember auf Spotify hochgeladen. Auch für alle anderen, außer unserenTelefonkontakten sicht- und hörbar. Bisschen nervös waren wir schon. Aber seitdem hat sich so eine mega Community entwickelt und wir uns auch als Format, dass wir in der letzten Folge vor der Sommerpause jetzt einfach mal zusammen mit Denise zurückblicken wollen. Von "Zwei Typen labern über Pflege, trinken Limo und essen Pizza" (so dachte sich das Ollschgich anfangs) zu "Dieselben zwei Typen analysieren und diskutieren kontrovers über das Wesen der Pflege, ab und zu mit interessanten Gästen und trinken Limo und essen Pizza". Wo stehen wir jetzt, wo gehen wir hin, haben wir überhaupt noch Bock drauf, was wollt IHR von uns hören...? Und das Wichtigste: Was sagen eigentlich unsere Frauen zu den Folgen? Ach ja - wir entschuldigen uns jetzt schon mal, dass die letzte Folge vor der Pause Folge 29 und nicht Folge 30 ist. Haben wir nicht gemacht, um euch zu ärgern ;-)
- "Mal allein sein wäre die größte Freiheit" - Claudia über ihr Leben in einem Land, in dem sie nicht mit eingeplant ist21.06., 05:0021.06.2021, 05:0000:34:21
"Ne Woche allein sein, wäre die allergrößte Freiheit für mich. Alleine auf Toilette gehen, ist für mich Freiheit. Alleine ins Bett gehen..." Nachdem sie uns letzte Woche maximal beeindruckt hat, ist Claudia diese Woche noch mal zu Gast in der zwischenschicht. Sie sitzt mit Mitte 30 aufgrund einer Muskeldystrophie im Rollstuhl und ist jeden einzelnen Tag auf Pflege angewiesen. Sie nimmt uns auf eine zweite Runde mit in ihr Leben, in dem sie jeden Tag, wie sie sagt, "von fünf verschiedenen Menschen angefasst" wird. Litti fragt sie diesmal nach ihrem Krankenhaus-Aufenthalt und wie sich Pflege dort für sie angefühlt hat. Eine Schwester hätte Claudi damals am liebsten geknutscht, erzählt sie. Ollschgich will wissen, wie sich Claudi im öffentlichen Raum zurechtfindet. Das beste Land für Barrierefreiheit hat uns übrigens auch total überrascht (Spoiler: Es ist nicht Deutschland!). Leider gibt Deutschland Claudi und generell Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung zu oft das Gefühl, dass sie mit ihrer Lebenssituation einfach keinen Platz haben im System. Außerdem: Wie reagieren Arbeitgeber auf Claudias Einschränkung? Wie macht man Party im Club mit Behinderung? Und sollte man überhaupt "Behinderung" sagen?