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Episoden
227- "Das, was ihr alle jeden Tag macht, kann ich nicht!" Pflege andersrum - Aus der Perspektive der 'Gepflegten' Claudia14.06., 05:0014.06.2021, 05:0000:30:22
Claudia sitzt wegen einer Muskeldystrophie im Rollstuhl und ist mit Mitte 30 tagtäglich auf Pflege angewiesen. Eigentlich wollten wir mit ihr über ihre Perspektive als 'Gepflegte' sprechen: wie es ist, jeden Tag Hilfe bei den alltäglichsten Dingen zu brauchen, wie man Pflege von der anderen Seite erlebt und ihre Erfahrungen mit verschiedenen Pflegenden. Joa, darüber haben wir schon auch gesprochen. Aber auch über so viel mehr! Wieso sie ihre Diagnose gar nicht schockiert hat und der Rollstuhl eine Erleichterung war. Wie sie sich mühevoll ein möglichst eigenständiges Leben vor dem Sozialamt erkämpfte und warum sie sehr wohl das Recht auf eine Tasse Tee hat. Claudia betrachtet ihr Leben einerseits mit knallharter Ehrlichkeit („Ich glaube, unterm Strich sollen wir gar nicht existieren“). Andererseits lebt und verschreibt sie sich ihm mit einer wahnsinnig positiven Einstellung. Wirklich jetzt, ihr müsst diese Doppelfolge einfach hören! Wir garantieren euch: Ihr werdet euch innerhalb von fünf Minuten genauso in Claudia schockverlieben wie wir! Teil 1 kommt diese Woche, nächste Woche schauen wir dann noch breiter auf den Umgang der Gesellschaft mit Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung.
- Bloß raus aus der Pflege! Wie akut ist der Pflexit wirklich?13.06., 17:1913.06.2021, 17:1900:33:02
Seit Monaten...ach Quatsch...seit Jahren ist es das große Thema in den Kaffeepausen, in den Rauchergrüppchen und v.a. auch auf den Social Media-Accounts der Pflegenden: der Ausstieg aus dem ehemaligen Traumjob, weil es einfach nicht mehr geht. Dank Internet hat das Problem nun auch einen griffigen Namen samt Hashtag: #pflexit. Corona hat das Thema nur noch megaviel dringlicher gemacht und die Appelle der Pflege (endlich!) lauter: Pflegekräfte verlassen den Job in enormer Zahl und Deutschland steuert auf ein monumentales Problem zu! Oder...ähm...doch nicht? Wir diskutieren diese Woche in großer Runde, wie akut das Thema wirklich ist: Litti und Denise berichten zur aktuellen Studienlage und aus dem ganz brutalen Pflegealltag. Unser Gast Alex ist grade dabei, die Pflege final zu verlassen (nach mehreren Anläufen) und er lässt uns teilhaben, wie es zu dieser einschneidenden Entscheidung gekommen ist. Und Ollschgich, wie immer skeptisch, hält mit nackten Zahlen der Panik von Litti und der Pflege entgegen: Gibt's rein statistisch eigentlich gar keinen Pflexit?
- Die dritte Covid-Welle plätschert langsam aus - und wo steht jetzt die Pflege?31.05., 05:0031.05.2021, 05:0000:31:00
Mal wieder stehen wir sozusagen am Strand und sehen das Ende einer Corona-Welle heranrollen. Die Impfungen laufen, der Sommer kommt und irgendwie fühlt es sich an, als könnten wir mal...durchatmen. Oder halt doch nicht...? Das war ein krasses erstes Halbjahr 2021. Ollschgich fragt sich: Wieso war da jetzt eigentlich Panik in Bezug auf die Intensivbetten und v.a. war sie gerechtfertigt? Litti hat die Hochphasen der zweiten und dritten Welle auf einer der größten Corona-Stationen der Stadt mitgemacht und ratet mal, was er dazu denkt. Und jetzt, wo's etwas ruhiger auf den Gängen der Covid-Bereiche wird, fragen wir uns auch: Verschwindet die Pflege auch wieder aus dem Bewusstsein der Leute? Oder hört man uns jetzt endlich zu? Und ist Deutschland eigentlich sowieso Intensivpflege-Weltmeister? Vor dem Hintergrund der sinkenden Zahlen streifen wir auch die ganz großen Themen: Wo das deutsche Krankenhaus-System eigentlich steht, zwischen "Moral und Geld", wie Ollschgich sagt. Und wieso sich die Pflege dieses eine kleine Wort endlich trauen sollte: "Nö!"
- "Oh Gott, was ist los mit mir?!" - Als Krankenpfleger Litti einfach nicht mehr konnte24.05., 05:0024.05.2021, 05:0000:27:44
| Triggerwarnung: psych. Erkrankung | "Ich hätte nie gedacht, dass es mich treffen wird!" Psychische Erkrankungen wirken so weit weg, wenn man wie Litti als Krankenpfleger jeden Tag einfach 'funktionieren' muss. Litti berichtet, wie es ihn dann doch getroffen hat und zwar völlig unvorbereitet: Anfangs dachte er, ein paar Tage Frei werden's schon richten. Einfach mal wieder richtig schlafen. Dann: Es liegt bestimmt an der Wirbelsäule, Rückenschmerzen haben doch alle in der Pflege. Und es wurde immer nur noch quälender. Ein Körper, der sich nicht mehr gesund anfühlt, totale Erschöpfung und alles erfassende Angst, die jedes bisschen Lebensfreude zersetzt. Für Litti fühlte es sich an, wie wenn er nachts durch die Bronx laufen müsste - jeden einzelnen Tag aufs Neue. - "Was hat dieser Job nur aus mir gemacht?" Litti, Ollschgich und Diplompsychologin Bianca analysieren in dieser Woche Littis ganz persönliche Erfahrung mit Burnout. Bianca ordnet sie psychotherapeutisch ein und gibt Tipps zur Erkennung und Prävention. Und Ollschgich teilt auch seinen Blick als bester Freund - und wie hilflos sich das Umfeld oft fühlt.
- Gereizt, desillusioniert und körperlich ermattet - Was macht der Traumjob Pflege mit der Psyche?17.05., 05:0017.05.2021, 05:0000:23:05
So, und wer kümmert sich eigentlich die Pflege? Eine Berufsgruppe, die entscheidend zur Heilung von Kranken beiträgt und sich dadurch oft aber selbst krank macht. Oder krank gemacht wird im fehlerhaften System. Und das Fatale ist: Extrem eingespannt in ihren Beruf und die fordernden Bedingungen, merken Pflegende oft selbst nicht, dass sie schon im rasenden Tempo eine Abwärtsspirale hinunterrutschen. Und darüber reden darf man ja sowieso nicht, geschweige denn „jammern“, weil: Man hat sich den Beruf doch ausgesucht. Und es geht doch allen so. Wir haben aber auf Schweigen keine Lust mehr (ihr kennt uns ja). Deswegen sprechen wir diese Woche mit Diplompsychologin Bianca Gaida, die früher selbst Pflegerin auf einer Intensivstation war. Sie klärt uns auf über Burnout, Versagensängste und ob Pflegende eigentlich besonders anfällig dafür sind. Und berichtet, was für eine scheinbar unmögliche Mission es war, ihre psychotherapeutischen Dienste auf die Stationen zu bekommen. Hat nämlich niemand aufm Schirm - was wir mit dieser Doppelfolge ändern wollen. Seid auch sehr gespannt auf Teil 2 nächste Woche!
- Ist Leasing die Zukunft der Pflege? Leasing- und angestellte Pflegende diskutieren10.05., 05:2410.05.2021, 05:2400:31:49
Ganz bedrohlich dräut er am Horizont: der Pflexit. Seit ein paar Monaten kursiert das Wort wie ein Geist durch die Pflege. Massenhaft wollen Pflegekräfte ihren eigentlichen Traumjob nach Corona verlassen und joa - Deutschland hätte damit ein Jahrhundertproblem. Grade weil viele Pflegende ihren Job nach wie vor lieben, könnte die Flucht ins Leasing das womöglich grade so auffangen. Litti und Ollschgich wollen deswegen noch mal einen genaueren Blick auf das Konzept Leasing werfen. Was ist gut dran, was schlecht, wie funktioniert es und v.a. funktioniert es für jede und jeden? Bringt ja alles nichts, wenn jemand das Zeitarbeitsmodell einfach nicht ausstehen kann. Wir diskutieren deshalb mit unseren "hauseigenen" Festangestellten, Denise und Övgü. Leasing versus In-House, Freiheitsliebe versus Homie.
- "Eine von uns" oder eine von "denen da oben"? Pflegeleitungen im Gefecht zwischen zwischen Basis und Verwaltung03.05., 05:0003.05.2021, 05:0000:36:13
"Ey, heut gibt’s mal echt ein paar doofe Nachrichten" - Pflegeleitungen sind oft die Überbringer unschöner Änderungen, die unmittelbaren Chefs und gleichzeitig die Verbindung zur Teppichetage des Krankenhauses. Ohne sie geht nichts auf Station - sie planen, budgetieren und haben im Idealfall auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte von so ziemlich allen: Pflegenden, Patienten, Angehörigen. Litti und Ollschgich haben diese Woche gleich zwei Pflegeleitungen zu Gast, die uns erlauben, sie auszuhorchen: Wie ist es so, "dazwischen" zu stehen...? Susanne und Suse sprechen darüber, wie sie selbst schlechte Erfahrungen mit Pflegeleitungen gemacht haben und wie sie vieles besser machen wollen. Wie sie doch auch Verständnis haben für ungeliebte betriebswirtschaftliche Fragen. Und warum sie es gut finden, wenn es auf Station doch auch ganz ohne sie läuft.
- Gibt's ein Leben nach Corona? - Ein vorsichtiger (oder doch gewagter?) Blick in die Zukunft26.04., 05:0026.04.2021, 05:0000:31:53
"Was ist eigentlich mit über-übermorgen?" fragt Litti Ollschgich - und uns alle irgendwie. Manchmal braucht man sowas - einen Blick in eine noch weit entfernt wirkende Zukunft, nach Corona. Oder mit Corona, aber in ungefährlich. Diese Woche wollen wir vorsichtig drüber sprechen, worauf wir uns nach Corona am meisten freuen. Nach einem Exkurs in die Gegenwart – sorry, ist momentan nicht so einfach, fröhlich in die Zukunft zu schauen – zwingen wir uns zu etwas Zweck-Optimismus, wie Litti sagt. Von Fragen wie: Wie können wir diesen Sommer so gestalten, dass wir nicht komplett durchdrehen? Bis: Woher kriegen wir jetzt noch kleine Alltagsfreuden? Versteht diese Folge als unser Angebot an euch, es uns bis zum Ende der Pandemie irgendwie erträglich, ja vielleicht ab und zu sogar ganz nett zu machen.
- Es wird gegegessen, was aufm Tablett kommt - "Nahrungsaufnahme" im Krankenhaus19.04., 16:3519.04.2021, 16:3500:27:40
Essen hält Leib und Seele zusammen. Nicht so im Krankenhaus-Alltag, weder bei Patienten noch bei Pflegenden. Weder die erkrankten Leiber der Patienten noch die umsorgenden Leiber der Pflegenden bekommen tagtäglich richtig guten Treibstoff. Und was macht das erst mit den Seelen? Die Qualität des Essens im Krankenhaus hat sich über die letzten Jahre kontinuierlich verschlechtert. Weil, wie immer: Ist zu teuer. Muss effektiv sein. Und Essen für Pflegende ist oft nur schnelle Nahrungsaufnahme und einfacher Zuckerrausch. Litti und Ollschgich sprechen diesmal darüber, wieso Essen als Genesungsfaktor für Patienten nie unterschätzt werden darf. Und warum sich Pflegende nach einer langen Schicht oft am liebsten selbst an den Tropf hängen lassen würden.
- Arbeit für die Gesellschaft und nichts kommt zurück - Ist das deutsche Sozialwesen vermurkst?12.04., 08:4812.04.2021, 08:4800:33:33
Was ist ein Mensch wert? Und was ist ein Mensch, der mit Menschen arbeitet, wert? In Deutschland…? Nicht weniger als diesen harten Knochen haben wir uns in dieser Folge vorgenommen. Litti und Ollschgich werfen diese Woche in einem großen Rundumschlag einen Blick auf das gesamte Sozialwesen in Deutschland. Die Berufe, die unsere Gesellschaft zusammenhalten: natürlich die Pflege, aber auch Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen. Gefühlt werden diese Berufe in Deutschland so wenig gewürdigt wie kein anderes Berufsfeld. Und auch deren Schützlinge – Alte, Kranke, Kinder – rangieren scheinbar weit hinter Industrie, Handel, Produktivität. Aber ist das wirklich so? Definiert sich Wertschätzung immer nur über Geld? Ollschgich sagt, diese Berufsgruppen bilden sich die geringe Wertschätzung oft nur ein. Was Litti, selbst seit über zwanzig Jahren in einem sozialen Beruf, darauf erwidert und in welche erschreckenden Bahnen das Sozialwesen in der Zukunft laufen könnte, diskutieren wir diesmal.
- Wie schlägt sich Jens Spahn? Ein genauerer Blick mitten im Corona-Chaos05.04., 09:0005.04.2021, 09:0000:26:19
Wir stehen dazu: Litti war so 'n bisschen ein Jens Spahn-Fanboy. Als wir letztes Jahr zum ersten Mal über den Gesundheitsminister gesprochen haben, fiel sogar das Wort...ähm..."Rockstar". Viele von euch haben uns zu dieser Folge Rückmeldung gegeben und sich ein Update gewünscht - hier isses. Gefühlt ist das Durcheinander in der (Gesundheits-)politik zur Zeit gewaltig. Und auch Litti berichtet, dass er enttäuscht ist vom "empathischen" Spahn. Aber wie schlägt sich Jens Spahn denn nun im merkwürdigsten Wahljahr der jüngeren Geschichte? Kann die Pflege noch irgendwas von ihm erwarten? Und bereichern sich in der Krise alle Politiker am Elend? Oder sind sie so normal unmoralisch wie immer? Wir analysieren die aktuelle Lage und nehmen auch mal die (vermeintlich?) chaotische Impf-Situation auseinander.
- Alleskönner Pflege - Mental zerrissen zwischen Patienten, Ärzten, Verwaltung29.03., 01:0429.03.2021, 01:0400:26:42
Am besten fünf Arme, zwei Paar Beine und drei Gehirne - so müsste die moderne Stellenausschreibung für eine Pflegekraft eigentlich aussehen. Gefühlt halten in einer durchgeölten Maschinerie wie dem Krankenhaus die Pflegekräfte alles zusammen. Und sind dabei körperlich und v.a. auch mental an unendlich vielen Kontaktpunkten aktiv: Ärzteschaft, Verwaltung und v.a. Patienten. Die Pflege ist neben den eigentlichen Aufgaben auch noch Schreibkraft, Laufbursche und psychologische Betreuung. Für jede Stelle braucht es andere Skills, jede hat ihre eigenen To Do-Listen und am Ende muss halt einfach alles laufen! Litti, Ollschgich und Denise aus der zwischenschicht-Redaktion sprechen diesmal über die extrem angeschwollenenen Anforderungen an die moderne Pflege und wie man sich schier zerreißen müsste, um allem gerecht zu werden. Denise hat das sogar wissenschaftlich betrachtet und zeigt das an einem Beispiel, das alle Pflegenden kennen (und "lieben"): die OP-Verschiebung.
- Umweltsau Krankenhaus? - Der alltägliche Müllwahnsinn in der Medizin22.03., 00:0522.03.2021, 00:0500:23:12
Sieben bis acht Tonnen Müll pro Tag produziert ein Krankenhaus. Am Tag! Und ist damit der fünftgröße Müllproduzent in Deutschland. Litti, alter Hase in der Pflege, hat über die Jahrzehnte beobachtet, wie sich die Krankenhäuser immer mehr zu Einmal-Produkten hin bewegt haben. Binden, Katheter, Flaschen, Scheren (!), Bettwäsche (!) - alles wird oft nur einmal verwendet. Litti und Ollschgich rechnen in dieser Folge mal hoch, wie viel Abfall an einem normalen Tag in der Klinik entsteht und sind schlicht schockiert. Zeigt sich im Krankenhaus das hässlichste Gesicht unserer Wegwerfgesellschaft?
- "Sie sprechen aber gut Deutsch" - (Alltags-)Rassismus in der Pflege15.03., 05:0515.03.2021, 05:0500:27:05
"Der Kanacke war's!" - Övgü, Mitglied der zwischenschicht-Redaktion und Krankenpfleger, erzählt uns erstaunlich gelassen von seinem Erlebnis mit einer dementen Patientin. Und dass er sie natürlich weiterhin gepflegt hat, als wäre das nie passiert. Was viele "Bio-Deutsche" gar nicht nachvollziehen können, wollen wir diesmal von jemandem wissen, der davon selbst betroffen ist: wie zeigt sich Rassismus in der Pflege. Sowohl von Seiten der Patienten, als auch von Seiten der Pflegenden selbst - von Alltagsrassismus wie "Sie sprechen aber gut Deutsch" zu heftigen Voruteilen gegenüber Patienten mit Migrationshintergrund. Litti, Ollschgich und unser Gast Övgü reflektieren die vielen Facetten, die Rassismus, auch unbewusst, annehmen kann. Und ja, auch wenn wir uns damit unbeliebt machen: Wir halten auch uns selbst, der Pflege, den Spiegel vor.
- Bloß weg vom Bett oder "bessere" Fachkraft? - Was bringt ein Studium der Pflege?08.03., 00:3008.03.2021, 00:3000:25:46
"Ne jetzt, echt?!" Als Ollschgich hörte, dass unser heutiger Gast Denise einen sogenannten Bachelor of Nursing studiert hat, wollte er es ihr erst nicht glauben. Denise aus der zwischenschicht-Redaktion hat aber tatsächlich einen Bachelor of Science in Nursing. Sie erklärt diesmal Litti und Ollschgich, ob hinter diesem komplizierten Begriff überhaupt eine sinnvolle Ausbildung für so einen handfesten Beruf stehen kann. Litti konfrontiert sie gleich zu Anfang mit seinem Vorurteil, Pflege-Studenten wollten eh nur schnell weg vom Bett und in die Teppich-Etage. Ollschgich befürchtet, das Studium führt zu einer Zwei-Klassen-Pflege. Hört rein, ob Denise unsere Zweifel zerstreuen kann und ob sie für das Konzept Pflege-Studium überhaupt eine Zukunft sieht.
- Kommen wir alle ins Kuckucksnest? Psychiatrische Pflege in einer "verrückten" Gesellschaft28.02., 22:2228.02.2021, 22:2200:30:34
Pflegende werden verprügelt und Patienten werden eingesperrt. Diese Klischees beherrschen immer noch das Bild von der Psychiatrie, wie im Film "Einer flog übers Kuckucksnest". Oder ist das vielleicht gar kein Klischee? Litti und Ollschgich überlegen, wie krass sich der Mangel von Pflegenden in der Psychiatrie niederschlägt. Wenn Pflegende sich um die mentale statt um die körperliche Gesundheit ihrer Patienten kümmern - was passiert dann wiederum mit ihrer eigenen mentalen (und körperlichen) Gesundheit? Ollschgich fragt sich auch, wieso heutzutage so viele Menschen psychisch krank sind. Litti meint: Sind sie nicht - wir reden nur mehr drüber. Gott sei Dank.
- "Oh geil, ich will Leute pflegen!" - Ist man zur Pflege einfach berufen?21.02., 22:1021.02.2021, 22:1000:22:27
Muss man sich zur Pflege berufen fühlen, um den Job überhaupt machen zu können? Welche*r 18-Jährige denkt schon, dass Pflege die eigene Berufung ist? Ist Empathie ein Naturtalent - oder antrainiert? Wir überlegen diese Woche ganz grundlegend, was das überhaupt ist, dieses große Wort: Berufung. Litti erinnert sich, ab wann er wusste, dass die Pflege für ihn eine Berufung ist - und warum er eigentlich mal gesagt hat: Niemals Krankenhaus! Und ja, Ollschgich spricht endlich auch mal von seinem Berufsleben. Und zweifelt gleichzeitig daran, dass es das Konzept "Job meines Lebens" überhaupt gibt.
- Schufterei, Impfchaos, Politikfrust - Ein Lagebericht aus den Covid-Stationen14.02., 21:4514.02.2021, 21:4500:30:27
Interessiert es den Großteil der Bevölkerung überhaupt nicht, wie es in den Krankenhäusern aussieht? Und ist der Frust der Pflege überhaupt gerechtfertigt? Litti hat einen neuen (extrem erschöpften!) Lagebericht aus den Corona-Stationen und kommt mit viel Ärger in den Podcast: Impfchaos, Überarbeitung, psychischer Kollaps. Ollschgich entgegnet, er solle doch auch mal Politiker verstehen. Diese Woche hört ihr mit, wie die Erwartungen der Pflege und die Möglichkeiten der Politik aufeinanderprallen. Und Eindrücke aus dem viel diskutierten Schweden gibt's auch: Ollschgich war nämlich vor Kurzem da!
- Ein unterhaltsamer Podcast über Pflege - Warum in aller Welt machen wir sowas?08.02., 18:3008.02.2021, 18:3000:23:50
Nichtsahnend ging Ollschgich eines Abends letzten Sommer ans Telefon: Sein ältester und bester Freund Litti war dran. Und er hatte eine Idee. Eine Stunde (nicht allzu heftiger) Überzeugungsarbeit später war die zwischenschicht geboren: ein unterhaltsamer Podcast über den Beruf der Pflege. Und was soll das jetzt?! Erzählen wir euch in dieser Folge. Warum wir den Podcast machen (weil wir Rampensäue sind, ist der unwichtigste Grund). Wieso es ihn ohne Corona vielleicht nie gegeben hätte. Warum wir anfangs ziemlich Angst hatten. Wieso jemand mitmacht, den Pflege eigentlich gar nichts angeht. Und am wichtigsten: wieso die zwischenschicht ohne euch, unsere Hörer, nicht funktioniert!
- Zwischen Leben und Tod - Wie erlebt ein Pfleger das Sterben der Patienten?01.02., 19:5901.02.2021, 19:5900:24:08
"Wann war dein letztes Erlebnis mit einem toten Patienten?", fragt Ollschgich ganz direkt. "Also diese Woche noch nicht", entgegnet Litti. Die Woche davor aber eben schon. Als Pfleger auf der Intensivstation ist der Tod schon immer Littis Endgegner. Auch wenn das Sterben zum Berufsalltag gehört und man den Patienten so gut wie möglich versorgt hat - kann man sich emotional auf den Tod eines Patienten vorbereiten? In dieser Folge reden Litti und Ollschgich darüber, wie Patienten und Angehörige beim Sterben begleitet werden können und wieso das in manchen Krankenhäusern noch wichtiger ist als in anderen. Wir beleuchten das Tabuthema Tod und überlegen, wieso wir uns schon jetzt, als gesunde Lebende, unbedingt mit dem Sterben befassen müssen.