
Häufig erwähnt
Episoden
162- Wie schreibst du die Zukunft auf, Christina von Messling? (SXSW-Spezialausgabe)17.03., 12:1617.03.2023, 12:1601:05:28
Herzlich willkommen zum SXSW-Spezial bei Wunderbar Together. Olli und Felix podcasten zum ersten Mal gemeinsam aus Austin, TX, von der vielleicht wichtigsten Innovations-Konferenz der westlichen Welt, der South by South West (SXSW). Heute zu Gast ist Zukunftsforscherin Christina von Messling. Anschnallen bitte! Christina arbeitet im Team der New Yorker Professorin und Gründerin des Future Today Institute, Amy Webb. Webb ist eine Säulenheilige der Technologiewelt. Wenn sie bei der SXSW die Bühne betritt, ist der riesige Ballroom D des Konferenzzentrums bis auf den letzten Platz voll, und vor der Tür hoffen noch Hunderte mehr auf Einlass. Extra Räume werden für public viewing geöffnet. Jeder will dabei sein, wenn Amy Webb uns die Zukunft vorhersagt – und Christina hat sie mitgeschrieben. Seit anderthalb Jahren arbeitet die gelernte Juristin im Team der Zukunftsforscherin. In den USA lebt sie seit 2005 und landete über Stationen als Schauspielerin in LA, Fotojournalistin in New York und Mitarbeiterin von Tech-Startups schließlich im Team der Futuristen – "es war eine Art Homecoming". Für den jährlichen Report des Future Today Institute, der von über einer Million Menschen heruntergeladen wird, schreibt sie die Kapitel oder “Bücher”, wie Christina sie nennt, zu den Themen Klima und Unterhaltung. Ein Fulltime-Job, der aus monatelangem Durchforsten von Patent-Datenbanken, wissenschaftlichen Abhandlungen, Büchern und auch sozialen Medien besteht. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen fügt Christina schließlich ihre Erkenntnisse auf einem gigantischen digitalen Reissbrett zusammen. Wenn Amy Webb schließlich auf der Bühne tausende Seiten auf wenige Minuten Vortrag zusammendampft, schreiben die Journalisten mit. Kernsätze wie “the internet as we know it is over – we’ve entered the assistive computing era” oder “the internet is now searching you, not the other way around” sind am nächsten Tag globale Schlagzeilen. Für viele von uns sind sie beunruhigend – auch für Christina. “Meine erste Reaktion [bei der Recherche] ist oft auch einfach nur Angst.” Warum es trotz allem auch Hoffnung gibt, zum Beispiel auf plastikessende Enzyme und Wollmammuts, wieso Christina bald für ein paar Monate nach Berlin kommt, und wie wir uns auf unsere eigene Zukunft besser vorbereiten können – "don't fill the blanks – connect the dots!" – all das gibt's in der 61. Episode des Wunderbar Together Podcasts. Viel Spaß! MEHR ZU CHRISTINA VON MESSLING Den gesamten Report von Amy Webb und ihren Vortrag könnt ihr hier herunterladen. Christinas Kapitel Unterhaltung und Klima gibt es hier. Außerdem könnt ihr euch mit ihr hier vernetzen (LinkedIn). UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie erobert ihr die USA, Milky Chance?13.03., 05:0313.03.2023, 05:0301:21:57
“Two highschool friends making music” so nennen sich Milky Chance ganz bescheiden auf Instagram und YouTube. Sie könnten auch schreiben: Popstars mit ausverkauften Konzerten weltweit, über eine Milliarde (!) Streams bei Spotify, Late-Night-Show-Stammgäste, in Kürze auf Rekordtour in den USA, mit sagenhaften 60+ Auftritten! #lifegoals. Aber die zwei Jungs aus Kassel, Clemens Rehbein und Philipp Dausch, die sich Milky Chance im Kinderzimmer ausgedacht haben, sind frei von Allüren. Ihnen geht’s um die Musik. Und um das Zusammensein. Auf ihre Tour nehmen die beiden deswegen auch zum ersten Mal in einem extra Reisebus ihre Partner und Kinder mit. Auch wenn Clemens und Philipp gerade nicht in den USA leben, sondern in Berlin, gehören sie für uns zu den coolsten Deutschen hier im Land: sie sind schlichtweg die erfolgreichsten deutschen Popstars auf dem amerikanischen Kontinent – und haben dem Wort “Colorado” mit ihrem Hit neuen Sinn gegeben. Warum ihr Raketenstart mit dem Gassenhauer “Stolen Dance”, der gerade zehn Jahre alt wurde, viel schwieriger war als das von außen so aussieht, warum es gut ist, wenn man auch im Kassel der USA spielt, und warum Philipp gerne in New York und Clemens lieber in der Pampa wohnen würde – all das und mehr gibt’s in dieser 60. Jubiläumsfolge von Wunderbar Together. US & CANADA TOUR Alle Konzerte von Milky Chance – inkl. ihrer bislang größten US & Canada Tour – gibt es hier. And by the way: Ihr neues Album "Living in a haze" erscheint am 9. Juni. UNSER SPONSOR: Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York – und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie geht Kreativdirektor, David Oswald?22.02., 00:2022.02.2023, 00:2001:19:49
Kreativdirektor – klingt gut, aber was ist das überhaupt? Und wie ist es, als Kreativer nur für die wertvollste Marke der Welt – Apple – zu arbeiten? Und darüber hinaus in Los Angeles zu leben, wo bei Regen die Highways zu Seifenbahnen werden? “Alles im Leben hat eine Prise mehr Optimismus”, sagt David Oswald, unser heutiger Gast bei Wunderbar Together. Im Werbegeschäft hat er gelernt, Vertrauen in seine Ideen zu haben –„auch wenn du mal nur eine 85% gute Idee hast“, und, vor allem, Beleidigungen und Kritik als Chancen zu sehen. Am meisten begeistert David am Kreativsein für Marken das Storytelling, als Team mit häufig verrückten Leuten, unter Zeitdruck, in wenigen Sekunden eine Geschichte auf den Punkt zu bringen. „Für mich gibt’s nichts Schöneres als diesen Flow, wenn ich den ganzen Tag nichts gemacht und das Gewürzregal umsortiert habe, zu merken: ‚David, das wird jetzt sehr knapp. Du hast jetzt noch 4 Stunden‘. Und dann meine Playlist anzuwerfen und los. David hat auf der ganzen Welt gearbeitet, der vielleicht spannendste Stop war Media Arts Lab, die Agentur, die es nur auf Wunsch von Steve Jobs gibt und die einige der größten Kampagnen der Welt verantwortet. Ein Job, in dem Geheimhaltung Alltag ist. Nach seinem ersten Security-Talk mit Ex-Geheimdienstlern musste er „die Windeln wechseln“. Später gewann er dort einen Emmy. Wie viel Geld Harald Schmidt für Davids Witze bezahlt hat, was die „Analysis Paralysis“ der Deutschen ist und warum man seine Arbeit ernst nehmen sollte, aber nicht sich selbst - all das und mehr gibt’s in dieser 59. Ausgabe von Wunderbar Together. DAVID OSWALD David ist nicht nur ein toller Kreativer, sondern auch ein perfekter Reiseführer für Kalifornien. Wer nach Kalifornien reist und kurzfristig einen guten Tipp braucht, schreibt David gerne bei Instagram. Good times guaranteed. UNSER SPONSOR: Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York – und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie findest du deine Göttin, Victoria Jancke?16.01., 01:3216.01.2023, 01:3201:16:13
“Ich bin einen Meter vierundachtzig groß. Ich bin geboren, um gesehen zu werden”, sagt Victoria Jancke. "Jetzt möchte ich dazu auch eine Stimme haben." Seit die Berlinerin mit 16 als Model entdeckt wurde, gehört sie zu den erfolgreichsten Deutschen ihrer Branche. Nun hat sie einen großen Sprung gewagt: mitten rein in die Millionenmetropole Los Angeles, in die Hügel von Hollywood, für ein Leben auf neuen Pfaden – als Schauspielerin, Speakerin, und Coach. “Als Kind und Teenager habe ich mich sehr unwohl in meiner Haut gefühlt. Ich wurde Giraffe genannt, wegen meiner Größe, oder Hexe, wegen meines Kinns, und als ich meinen ersten Catwalk-Job hatte, hat die Trainerin mich angeschrien: ‘Was ist denn mit dir los?’” Victoria findet Erfolg, aber durchlebt Selbstzweifel, Essstörungen und wird mit 17 Opfer einer Vergewaltigung. “Ich habe das viele Jahre verdrängt, hatte eine postrraumatiscfe Störung, habe Panikattacken bekommen, und kam an einen Punkt wo ich gedacht habe: wow, wie lange will ich diesem Menschen noch Macht über mein Leben geben?” Mit verschiedenen Therapien arbeitet sie sich aus dem Trauma heraus, und sieht heute darin sogar einen Nutzen. “Ich möchte Menschen helfen, so wie Victoria, als sie 17 war, und einen Weg aufzeigen, wie man da rauskommt. Du bist kein Opfer, sondern eine Heldin, weil du weitermachst und nicht zerbrichst.” So ist Victorias neue Mission entstanden. “Become Your Own Goddess”, Frauen helfen ihre eigene Göttin zu finden, ist was Victoria den über eine Million Menschen, die ihr auf Instagram folgen, ihre Online-Kurse belegen und ihr im echten Leben begegnen, mitgeben möchte. Seit sie mit Hund und Mitbewohnerin in die Hollywood Hills gezogen ist, hat sie sich von einigem in ihrem deutschen Leben – inklusive ihrem Freund und ihrer Agentin – getrennt und investiert in ihre neue Karriere, darunter auch in die Self-Help-Programme des Motivations-Gurus Tony Robbins. Gerade erst hat sie eines seiner Massen-Events in Florida besucht und sich für dessen “Platinum-Programm” angemeldet, das so viel kostet wie ein Jahresgehalt. Dazu lebt Victoria nun in Hollywood, auf einem der teuersten Pflaster der Welt. Ein Kaffee für 12 Dollar, ein Smoothie für 25 Dollar – sie treibt das an. “Wenn du hier nicht arbeitest und neue Ideen entwickelst, bist du schnell pleite. Hier gilt: being comfortable in the uncomfortable.” Um an Jobs und Filmrollen zu kommen, hat sie einen eigenen PR-Manager engagiert, der ihr Einladungen zu Events verschafft, um möglichst schnell viele Menschen kennenzulernen. Seitdem laufen ihre Social Media Kanäle voll mit Begegnungen mit Celebrities. “Jeder ist hier gefühlt Produzent oder Schauspielerin - manche schreckt das ab, ich find’s geil. Ich liebe den Drive hier, das Netzwerken, ich denke groß – da bin ich amerikanisch. Ich weiß, dass ich irgendwann Millionärin sein werde.” Warum sich Victoria einer Brust-OP unterzogen hat, weshalb ihr zukünftiger Lebenspartner Amerikaner sein wird und was sie jungen Frauen empfiehlt, die auch vom Leben in Hollywood träumen – das und mehr gibt’s in der 58. Folge von Wunderbar Together. VICTORIA JANCKE Folgt Vicky auf Instagram oder TikTok, wenn ihr mehr von Vickys Reisen und Leben erfahren möchtet. Wie gesagt – alles eine große Party. UNSER SPONSOR: Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York – und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Disclaimer: das Gespräch mit Victoria haben wir noch in 2022 aufgezeichnet. In Kürze geht’s weiter mit unseren Folgen aus diesem Jahr. Euch allen ein gesundes und wunderbares Neues und danke fürs Zuhören!
- Wie revolutionierst du die Wissenschaft, Ijad Madisch?19.12., 12:3519.12.2022, 12:3501:09:32
Heute starten wir in den Podcast nicht mit Smalltalk, sondern mit Real Talk. „Der Teil des Unternehmerseins, der normalerweise nicht besprochen wird“, sagt unser Gast, der nach 14 Jahren als digitaler Vorzeigeunternehmer, als Star der Berliner Startup-Szene, als Merkels Digitalberater und Revolutionär der Wissenschaft, zum ersten Mal Menschen entlassen muss. Ijad Madisch, Gründer und CEO von Researchgate, hätte das Gespräch mit uns auch einfach absagen können - aber „wenn ich was zugesagt habe, dann halte ich es auch.“ Und so sprechen wir über die vergangenen Tage, warum er 10% seiner Mitarbeitenden kündigen muss und was vor ihm und uns liegt. „Der atomare Winter fängt jetzt erst an. Und die überleben werden, sind die, die jetzt handeln“, sagt Ijad. Mit dem harten Einschnitt reagiert er auf das Nachlassen der Anzeigendollars, die bis heute den Hauptumsatz von Researchgate bedeuten. „Das Advertising hat uns profitabel gemacht, aber langfristig wird es nicht unser Modell sein.“ Viel wichtiger wird laut Ijad die Zusammenarbeit mit denen, die ihn und seine Idee lange bekämpft und ihn verklagt haben, aber in letzter Zeit immer enger mit ihm zusammenarbeiten: wissenschaftliche Verlage aus der ganzen Welt. Researchgate, eine Plattform, die Wissenschaftler*innen vernetzt und dazu bringt, sich miteinander auszutauschen und Forschungsergebnisse online zu stellen, dreht viele etablierte Wertschöpfungsketten der Forschung auf den Kopf – aber wird von einigen der berühmtesten Tech-Investoren unterstützt: Bill Gates, Peter Thiel, Ashton Kutcher sind nur drei davon. „Ich wollte nie Gründer sein”, sagt Ijad. “Ich wollte in der Forschung bleiben und in der Medizin, ich wollte HIV bekämpfen und den Nobelpreis gewinnen.“ Doch als junger Doktorand der Virologie bemerkt er, wie schwer es ist Kontakt mit anderen Forscher*innen aufzunehmen, wie kompliziert es ist zu veröffentlichen, und wie wenige seiner peers ihre Erfolge und Misserfolge miteinander teilen. Ijad gründet also und versucht zunächst, Forschung und Startup zu kombinieren. Schließlich fragt er seinen deutschen Professor, ob er eine halbe Stelle bekommen könnte, um sich gleichzeitig um sein Startup zu kümmern. „Er hat mich angebrüllt: ‚Sie sind 27, Sie sind fast Professor, Sie könnten der jüngste Professor Deutschlands sein! Kriegen sie diesen Firlefanz aus dem Kopf!‘ Und dann hab ich gekündigt und in Harvard angerufen und mein Professor dort hat mir eine Stelle und ein Investment gegeben. Das Beispiel zeigt den Unterschied zwischen Deutschland und den USA im akademischen System.“ Mit Blick zurück ist Ijad sich sicher: “Meine Geschichte wäre in Deutschland nie passiert.” Von Harvard führt ihn seine Reise als Gründer des "Facebook für die Wissenschaft", wie Researchgate häufig genannt wird, weiter nach San Francisco und schließlich nach Berlin Mitte, wo Researchgate heute zuhause ist. Bis heute wird Ijad auf Konferenzen als “Antichrist” angekündigt und sitzt auf millionenschweren Klagen. Aber es sind inzwischen auch rund 20 Millionen Nutzer auf seiner Plattform aktiv – darunter sein ehemaliger "Professor Firlefanz" und etwa neunzig Nobelpreisträger*innen mit "einem eigenen Nobel Laureate Icon”, auf die Ijad besonders stolz ist. Den Preis selbst will er inzwischen nicht mehr gewinnen. “Es ist mehr jetzt wichtiger anderen zu helfen, dass sie ihn schneller bekommen.” Warum Ijad in seiner knappen Freizeit Apps programmiert, welche Weltregion sich in der Wissenschaft durchsetzen wird und was passiert wenn man einem Autobahnpolizisten sagt, dass man gerade mit Bill Gates telefoniert – all das und mehr gibt’s in der 57. Folge von Wunderbar Together. IJAD MADISCH Wer mit Ijad in Kontakt treten möchte, kann ihm auf LinkedIn oder Twitter folgen. Und wer von Ijad noch nicht genug bekommen hat, der kann Ijad Madisch auch bei OMR hören. UNSER SPONSOR: Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York – und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie überstehst du die NFL, Jakob Johnson?06.12., 14:2206.12.2022, 14:2201:26:18
“Yeah yeah yeah.” So entspannt eröffnet unser heutiger Gast den Podcast. Kein Wunder: Er hat einen spielfreien Tag und nur noch eine Massage vor sich. Und mit der Karriere läuft es für den 27-Jährigen Stuttgarter hammermäßig: Stammspieler in der NFL bei den Las Vegas Raiders, 1.5 Millionen Gehalt und mit über 200 Kilo beim Bankdrücken topfit. Welcome Jakob Johnson! Jakob entdeckt Football zufällig, aber verfällt dem Sport komplett. Fußballerkarriere und auch Medizinstudium, die Träume gibt er auf. Stattdessen geht er vom Abi in Stuttgart direkt auf eine High School in Jacksonville, Florida, der Heimat seines Vaters, um sich von dort als Footballer hochzuarbeiten. Dort erlebt er “das Amerika, das man in den Filmen nicht sieht”. Auch wenn er zum ersten Mal einer unter vielen nicht weißen Menschen ist – der strukturelle Rassismus und das Erlebnis völliger Perspektivlosigkeit versetzen ihm einen Schock. “Die Jungs in meinem High School Team waren talentierter als alle, mit denen ich in Deutschland gespielt hab." Aber "die Idee, es aus der Stadt rauszuschaffen existiert gar nicht.” Manche seiner ehemaligen Teammates sitzen heute im Gefängnis, manche sind nicht mehr am Leben. Auch wenn Jakob dort immer noch einen Teil seiner Familie hat: “Die Stadt ist gefährlich – es gibt nur wenige happy endings.” Er schafft es ans College in Tennessee, wo er sich nicht nur erfolgreich im Football-Team und im Studium behauptet, sondern auch seine Freundin kennenlernt. Gemeinsam gehen die beiden für ein Jahr nach Deutschland. “Meine Freundin würde am liebsten wieder dort leben. Für sie ist es ein besserer Ort als Amerika.” Aber Jakob gelangt durch das Pathway Program der NFL, das sich auf internationale Spieler konzentriert, zu den New England Patriots, wo er schnell zum Stammspieler wird und mit Superstar Tom Brady auf dem Platz steht. “Die Hingabe und Opferbereitschaft ist bei ihm auf einem anderen Level. Immer der erste und der letzte beim Training. Und einer, der es auch immer hinbekommt, gut auszusehen, egal aus welchem Winkel.” Gerade hat Tom Brady in der ausverkauften Allianz-Arena in München das erste NFL-Spiel in Deutschland bestritten. (Mit dabei waren übrigens als Kommentatoren und Mit-Organisatoren unsere Podcast-Gäste Markus Kuhn und Sebastian Vollmer #shoutout). Das Spiel hatte Rekordquoten, im Fernsehen und online. Der Football-Boom in Deutschland ist real, und Jakob ist mittendrin. Denn inzwischen ist Johnson Mitinhaber der Stuttgarte Surge, ein Team in der ELF (European League of Football). Seinen schwäbischen Nachnamen hat Jakob allerdings eingetauscht. Statt Weinmann heißt er Johnson, der Name seines Vaters. “Marketingtechnisch ein Riesenfehler. Jetzt heißen drei andere in jeder Mannschaft auch so wie ich”. Er nennt sich deswegen auf dem Platz Jak, deutsch ausgesprochen. “Das ist das Geräusch, das entsteht, wenn du jemanden umhaust. JAK!” Seit seinem Neuanfang im Team der Las Vegas Raiders lernt Jakob das Leben und Athlet-Sein in der Wüste. “Wir trainieren im August draußen, bei 110, 115 Grad Fahrenheit. Hier gibt es manchmal Hitze und Wind, da ist man wie in einem Umluft-Ofen. Es gibt keinen Schutz. Ich hab mir erstmal eine 3.5 Liter-Trinkflasche gekauft.” Der Kader aus Spitzenathleten hat in der Vorsaison 90 Mann, und nur 53 dürfen im Kader mitspielen, die Selektion ist gnadenlos. “Bezahlt werden wir nicht für die Spiele am Sonntag. Wofür ich bezahlt werde, ist das Training von Montag bis Samstag. Da musst du durch und an dir arbeiten.” Was er über die ständige übergroße Verletzungsgefahr in seinem Sport denkt, die viele vor ihm die Karriere gekostet hat und für manche ein Leben in Schmerzen bedeutet? “Verletzt sein ist tough. Unsere Verträge sind nicht garantiert, wie im Basketball oder im Fußball. Im Football verdienst du dein Gehalt mit dem Game Check. Und manchmal gehst du aus Siegen angeschlagener raus als aus Niederlagen.” Aber: “Wenn ich an all die Zoom-Calls denke, die du so machst, wenn du dann wegen Stress und im Büro sitzen einen Herzinfarkt hast, dann ist das für mich nicht schlüssig, wieso ich nicht mal Arthritis in meinen Gelenken haben soll. Du musst dich halt entscheiden, womit du deine Zeit verbringst.” Mic drop. Warum Jakob Eisbadewannen und CBD-Creams liebt, wie er seiner Freundin aus Versehen den Finger gebrochen hat und welchen Nachnamen er gerne nach seiner Hochzeit annehmen würde – all das und mehr gibt’s in der 56. Folge von Wunderbar Together! JAKOB JOHNSON Wer nicht genug von Jak bekommen kann, kann seinen eigenen Podcast hören, ihm bei YouTube oder Instagram folgen. Alles highly recommended. UNSER SPONSOR: Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York – und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Warum fallen wir auf den Tech-Mythos rein, Adrian Daub?04.11., 00:1704.11.2022, 00:1701:48:08
Vom vierhändigen Klavierspiel zu kotzenden Kindern bis hin zu Elon Musk - in dieser 55. Episode von Wunderbar Together mit Professor (!) Adrian Daub ist alles drin. Adrian, der mit Partner und Kind in San Franciscos "Gayborhood”, dem Castro, lebt und Literaturwissenschaften und Germanistik in Stanford lehrt, ist aktuell vor allem deswegen in deutschen Medien zu finden, weil er als einer der besten Erklärer für einen Ort gilt, der uns seit Jahrzehnten als Mythos angepriesen wird: das Silicon Valley. In seinem in der Pandemie erschienen Buch „Was das Valley denken nennt“ – auf Deutsch hier auf Englisch hier ergründet Adrian die intellektuellen Wurzeln der Menschen, die diese Mythen erfunden haben – und die Firmen, die daraus entstanden sind. Er sagt: Google, Facebook und andere Tech-Riesen sind ganz stinknormale Unternehmen, die sehr erfolgreich darin sind, allen einzureden, dass sie keine ganz stinknormalen Unternehmen sind. Darüber sprechen wir natürlich, und wie sehr sich das System ständig selbst bestärkt – Stichwort Elon Musk – und wie schwer es für Andersdenkende ist, innerhalb dieses Clubs zu existieren. Aber Adrian hat noch so viel mehr mitgebracht, dass diese Folge deutlich länger als üblich ausfällt. Zum Beispiel “Germany in 5 Words” – das ist ein echter Uni-Kurs, den Adrian in Stanford lehrt, und einer der beliebtesten seiner Fakultät mit hunderten Zuhörer*innen, die alle wissen wollen, welche fünf Wörter man braucht, um einige wichtige Dinge über Deutschland zu verstehen (spoiler alert!): Kultur – was hat das mit “culture” gemein, und was ist ganz anders? Deutschland – warum heißt es nicht “Germanland”? Ausland – wieso hat das nix mit “Outlander” zu tun? Vergangenheitsbewältigung – wer kann das überhaupt übersetzen? Umwelt – warum ist das viel mehr als “environment”, und warum tun sich die Deutschen so schwer mit dem Thema Energie? Good for you, Adrian, möchten wir ihm zurufen! Aber auch das kann man nur so schwer übersetzen. Beim German macht Adrian denn noch lange nicht halt: Er ist eigentlich Cellist und hat sich für sein erstes Buch das Klavierspielen wieder beigebracht (what?). Er weiß, dass der geheimnisvoll-machtvolle deutsche Investor Peter Thiel sein Silicon Valley Buch gelesen hat, aber nicht mochte (how?). Er vermisst an Deutschland vor allem das öffentliche, heftige Streiten über viele Themen (seriously?). Und er verspricht uns: sein nächstes Buch kommt bald. Schnallt euch an und kommt mit auf eine faszinierende Achterbahnfahrt durch ein Superbrain, das uns hoffentlich noch öfter bei Wunderbar Together Türen in unsere eigene Sprache und Kultur und die der Westküste öffnen wird. Thanks for having us, Professor Daub! ADRIAN DAUB: Folgt Adrian auf Twitter und lernt mehr über ihn auf seiner Website. Falls ihr bei ihm studieren oder seine wissenschaftlichen Arbeiten lesen möchtet, hier lang. Und last but not least: Adrian gibt’s auch zum Hören, in The Feminist Present. Unbedingt abonnieren! UNSER SPONSOR: Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York – und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie richten wir uns in Zukunft ein, Timur Yumusaklar?19.10., 13:4819.10.2022, 13:4801:18:56
Er findet Wände streichen super, glaubt an die Renaissance der Tür und ist Ingenieur an der Spitze von F. Schumacher & Co, einem New Yorker Interior Design Unternehmen mit großer Tradition: unser heutiger Gast Timur Yumusaklar. Olli weilt im Urlaub, und Timur und Felix treffen sich im Podcast-Studio des New Yorker Workspace NeueHouse zu einem seltenen in-Person-Podcast. Timur wächst in der Nähe von Konstanz auf, seine deutsch-türkischen Eltern lieben Kunst und er ist von Kindesbeinen an mit Farben und Malerei umgeben. Design gehört zu seinem Leben – und dass, obwohl er farbenblind ist. Ein vermeintlicher Nachteil, der ihm heute als CEO hilft, sich auf das Wachstum der Firma und die Mitarbeiter:innen zu konzentrieren: “Ich werde mich nie in Design-Entscheidungen einmischen.” Mit Hilfe seines ersten Jobs bei einer Unternehmensberatung macht Timur den Sprung in die USA – als Business-Masterstudent an der Columbia Universität in New York. “Von den großen Namen dieser und anderer Unis in den USA würde ich mich nicht abschrecken lassen”, sagt er. “Man hat dort auch als Student aus Europa gute Chancen.” Danach landet er wieder in Deutschland und bei Zalando, das gerade vom Online-Schuhverkäufer zu einer gigantischen Shopping-Plattform heranwächst. Er lernt dort die flachen Hierarchien und die Selbstverantwortung eines Startups zu schätzen – etwas, das er in seiner amerikanischen Arbeitswelt manchmal vermisst: “Hier sind die Leute oft überrascht, wenn ich ihnen Verantwortung übertrage.” Ein Studienfreund meldet sich schließlich bei ihm: F. Schumacher & Co, ein Familienunternehmen, gegründet von französischen Immigranten in New York, das mit Tapeten, Stoffen, Bezügen und Einrichtung aller Art handelt und über Mick Jagger bis hin zu Jackie Kennedy’s Weißem Haus viele Stars ausstaffiert, habe Probleme. Es fehlt ein CEO, der die Firma in die neue, digitale Zeit mitnehmen kann. Ob er sich vorstellen könnte, die Rolle zu übernehmen? Timur trifft beim Vorstellungsgespräch in einem New Yorker Privatclub – “da kommt man nur mit Anzug rein” - zwei Mitglieder der Gründerfamilie. Wenig später ist klar: er wird CEO. Seit 2015 führt er das Unternehmen zu neuen Höhen. In der Pandemie explodiert der Bedarf an Inneneinrichtung regelrecht. “Unsere Wohnungen waren nicht mehr darauf ausgerichtet, dass wir viel zuhause sind. Die Küche ist offen, geht ins Wohnzimmer über, es gibt kaum noch Türen. Nun werden sich unsere Häuser fundamental verändern. Wir investieren alle viel mehr ins Zuhause, zum Beispiel in Türen, in Tapeten und in gute Arbeitsumgebungen.” Inzwischen hat die Firma über 800 Mitarbeiter, mehr als doppelt so viele wie zu Timurs Start – und expandiert gerade nach Europa, auch nach Deutschland. “Die Website gibt’s schon, ist von Google Translate übersetzt.” Timur betont zwar, er sei kein Einrichtungsexperte, aber einen Tipp hat er doch: “Streichen ist ein relativ kleines Commitment. Das kostet nicht viel und man kann sich richtig ausleben, auch Farbe einfach mal an die Wand werfen.” Er legt selbst gerade Hand ans Apartment in Manhattan, das er mit seiner Partnerin bewohnt. “Ich habe den Kamin angestrichen, eine Stunde lang, in Eierschalen-Weiß.” Dann kam der prüfende Schritt zurück und die Einsicht. “Ich wusste, ich lasse das jetzt eine Stunde trocknen, dann kommt eine andere Farbe drauf.” Timurs größte Einrichtungssünde: ein Sofa, dass toll aussah, aber in keine Wohnungen passt und jetzt im Lager steht. “Nie ein Sofa wegen des Möbels kaufen, sondern immer für den Raum, in dem es stehen soll.” Die Zukunft seiner Branche sieht er auch im dreidimensionalen Internet, dem web3 oder Metaverse. Gerade erst hat er mit seinem Team eine Happy Hour mit Oculus-Brillen veranstaltet. “Mit solchen Technologien werden wir uns in Zukunft einrichten. Videospiele sind letztlich auch Inneinrichtungs-Erlebnisse. Und im Web3 ist alles möglich, zum Beispiel Tapeten, die sich ändern, wenn man an ihnen vorbeiläuft.” Welche Tipps Timur für den richtigen Zoom-Hintergrund hat, warum er sich absichtlich mehrere Wochen Urlaub am Stück nimmt und was er über den amerikanische Stilmix beim Einrichten denkt – all das und mehr gibt’s in der 54. Folge von Wunderbar Together. Timur Yumusaklar: Ihr möchtet mit Timur in Kontakt treten, dann vernetzt euch mit ihm auf LinkedIn. Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York - und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Ja, ich weiß, wir müssen die Seite schnell mal wieder aktualisieren. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie stehen die deutschen Chancen bei der Basketball-EM, Daniel Theis?24.08., 11:1124.08.2022, 11:1100:58:07
Es ist Basketball-EM in Deutschland (ab 1.9.) und heute zu Gast ist einer, der den Kindheitstraum von Olli und Felix lebt: Daniel Theis. Er ist deutscher NBA-Spieler – und das auch noch bei den Chicago Bulls, den Boston Celtics, und ganz aktuell, bei den Indiana Pacers – legendäre Teams in der besten Basketball-Liga der Welt. Gerade ist der 30-jährige auf Europareise, um mit der deutschen Nationalmannschaft endlich Europameister zu werden. Olli hat ihm in Köln ein Mikro untergejubelt - und ein paar Tage später aus Amsterdam exklusiv in den Podcast geschaltet, was bereits für Schlagzeilen gesorgt hat. „Ich freu mich wie ein kleines Kind“, sagt Daniel im Blick auf die EM in Deutschland. „Ne Heim-EM zu spielen, ist schon was Großartiges. Und es wird Zeit dass wir mal was aufs Parkett bringen und abliefern. Wie haben ein gutes Team zusammen, wir reisen von allen am wenigsten, jetzt ist die Zeit um Erfolge zu haben.“ Olli fiebert schon dem EM-Spiel mit Daniel in seiner Heimatstadt Köln am 6.9. entgegen - hier gibt‘s übrigens Tickets – und hofft, ihn dann einmal zum Pick-up-game herausfordern zu können. „So ein schöner Platz am See, das wäre was. Dürfte nur kein Asphalt sein…“, sagt Daniel, offenbart dann aber andere Pläne: „Mein Ziel ist eigentlich, dass ich die nächsten ein, zwei Jahre ein Probetraining beim VfL Wolfsburg mitmache.“ Für die Einheit bei seinem Heimatverein mit Maximilian Arnold, Lukas Nmecha und Co. hat er schon genaue Vorstellungen: „So einen Tag oder zwei würde ich bestimmt bekommen. Ein Ziel habe ich: In einem Trainingsspiel ein Tor zu erzielen. Dann renne ich sowieso vom Platz und bin fertig.“ Mit dem Sportdirektor sei er bereits in Kontakt. Kein Wunder: bis er 16 war, spielte Daniel vor allem Fußball und dann mit zunehmender Größe – heute ist er 2,05m – erst Basketball entdeckte. Den Beinamen „Salzghetto“ für seine Heimatstadt Salzgitter, den Felix und Olli von ihrem gemeinsamen Freund Adi Rosenthal kennen, lässt Daniel so nicht stehen. „Salzgitter ist nicht das schönste, aber auch nicht das schlimmste. Es kommt sehr auf den Stadtteil an.“ In den USA ist Boston für Daniel, seine Frau Lena und seine 6- und 2-jährigen Kinder die Homebase – obwohl er dort aktuell gar nicht spielt. Es sei schön für die Familie, mal in einem Haus mit eigenen Möbeln zu leben: „Alle paar Monate oder jedes Jahr alle Zelte abreißen, das ist einfach nervig.“ Boston sei seine Lieblingsstadt, und die Anerkennung des Sports macht für ihn den größten Unterschied zu Deutschland. „Egal welches Team, die Fanbase ist riesig, alle Leute in der Stadt sind sportbegeistert. Du musst in Boston nicht der große Star sein, aber du trägst das Trikot und gibst jede Sekunde alles, und die Leute erkennen das an und lieben dich dafür.“ Wie Daniel es nach vielen Jahren deutschem Basketball letztlich geschafft hat, in der NBA seine Nische zu finden (Tipp: Körbe werfen ist nicht alles!), wo er gerade in Immobilien investiert, und auf welche seiner Tattoos ihr achten solltet, wenn ihr ihn bald in eurer Nähe spielen seht – all das und mehr gibt‘s in dieser 53. Episode des Wunderbar Together Podcasts. DANIEL THEIS: Wer mehr Einblicke in das Leben von Daniel Theis – auf und abseits des Basketballcourts – sollte ihm definitiv auf Instagram folgen. Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York - und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Ja, ich weiß, wir müssen die Seite schnell mal wieder aktualisieren. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie wird man Superwerber, Tim Ringel?17.08., 15:1017.08.2022, 15:1001:55:26
“Ich bin eigentlich ein Performance-Marketing-Typ.” Wer bei dieser Berufsbeschreibung schon abschnallt, so wie Felix, der muss seinen Gurt heute extra festzurren. ROI. TKP. WPP. Leads. Brands. Pitches. Das gehört ebenso zum Vokabular dieser Folge von Wunderbar Together wie Brooklyn versus Pott, Menschen vs Vieh, und Geld vs Spaß. Und eine Weltpremiere: zum allersten Mal hosten wir unseren Gast gemeinsam in einem echten, nicht-virtuellen Studio, über den Dächern von Köln bei der Agentur OSK. Gänsehaut! Seine Heimat beschreibt unser Gast, Werbeagentur-Star Tim Ringel, den New Yorkern so: “Duisburg is next to Düsseldorf, industrial. Think of London-Liverpool. We are Liverpool.” Er lebt heute in Brooklyn Heights, “gleich rüber über die Brücke”, mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Kindern. “Wir wollten vertical living, kein horizontal living. Spielsachen nicht auf dem selben Stockwerk wie der Schreibtisch. Das geht in Manhattan nicht.” Die Stadt der Mad Men ist für ihn nach wie vor der beste Ort, um die Agenturwelt umzukrempeln: “In New York ist jeder erstmal offen. Das mag auch nicht so tief gehen, aber jeder führt erstmal eine Unterhaltung mit dir. Das hilft. Networking ist einfacher. Geschäfte bauen ist einfacher.” Tim baut für sein Leben gern Geschäfte. Mit 11 bekommt er seinen ersten PC, und 1998 schiebt er mit seinem Kumpel Marco Ciachera die Rechner zusammen, “im Keller in Duisburg-Huckingen, neben der Sonnenbank. Wir haben gesagt ‘wir machen jetzt was im Internet’”. Mit 3-er Abi geht kein Informatik-Studium, aber das Wissen aus dem Informatik-LK, den sich die beiden erkämpft haben, reicht erstmal. Die beiden verkaufen kleinen Unternehmen Websites – und bald das wahrscheinlich erste Suchmaschinen-Marketing in Deutschland. Auf Fireball, Infoseek, Altavista, und ab Anfang der 2000er als einer der ersten Werbepartner von Google in Deutschland – “ für 75 Euro TKP”. (Das heißt Tausender-Kontakt-Preis.) 1999 gründete Tim dann mit einem Geschäftspartner die Agentur "Metapeople" – also mitten im ersten großen Internetboom. Wenig später stellen Tim und sein Geschäftspartner Marco Ciachera fast den gesamten Informatik-Leistungskurs ein und strecken ihre Firma wenig später über drei Etagen und 100+ Mitarbeiter. Sein Studium beendet Tim nicht. Stattdessen verkauft er 2011 seine Firma mit rund 150 Mitarbeitenden und zehn bis zwölf Millionen Euro Agenturumsatz an Netbooster (heute Artefact) nach Frankreich, führt die neue Besitzerfirma als CEO zu weiteren Höhen und zieht schließlich nach New York. 2016 verlässt er die Gruppe, weil er andere Vorstellungen als die Shareholder hatte. Nach kurzer Auszeit nimmt er den CEO-Posten der Agentur Reprise an. Als deutscher Chef versucht Tim gegen die örtliche Arbeitsweise anzukämpfen. “In den USA wird Arbeitskraft wie Vieh behandelt. Der Arbeitgeber zeigt keine Loyalität, der Arbeitnehmer auch nicht. Das ist die Kultur.” Kurz vor der Pandemie wird er Investor und CEO von Spring Studios, einer der bekanntesten Luxus-Agenturen der Welt. Doch die vergangenen zwei Jahre bringen ihn zum Umdenken. Jetzt steht der Launch seiner eigenen, neuen Agenturgruppe “meet the people” an, für die er 150 Millionen US-Dollar Investment eingesammelt hat. Deswegen nimmt er sich trotz vollem Kalender auch Zeit für das Interview. “Viele Leute melden sich auf Basis von Podcasts bei mir, gerade Gründer von Agenturen, die jetzt nach der Pandemie Guidance brauchen.” Seine Zukunft sieht Tim für sich und seine Familie zwischen beiden Kontinenten, aber vor allem – und hier unterscheidet er sich von vielen unserer Gäste – in Deutschland. “Die Zahnbürste steht in New York. Ich wollte immer unbedingt eine Firma in den USA gründen. Aber es macht für uns auf lange Sicht überhaupt keinen Sinn, nur dort zu leben. Ich bin Deutschland-Fan. Für den Normalbürger ist das Leben hier so scheiße angenehm, verglichen mit den USA.” Was man wirklich braucht, um eine international erfolgreiche Agentur zu bauen, was Pills, Porn & Casino mit Tims Investment in Spotify zu tun haben, und warum er in einem der ältesten Häuser Nordrhein-Westfalens aufgewachsen ist – all das und mehr in dieser 52. Folge, der Premiere von Wunderbar Together in Kölle. TIM RINGEL: Zur Website von Tims neuer Agenturholding geht es hier entlang. Wer mit Tim in Kontakt treten möchte und mit ihm über Business reden möchte - ob zu Agenturthemen oder zu Venture Capital-Themen - soll ihn einfach auf LinkedIn anschreiben. Er versucht jede Frage zu beantworten. UNSERE PARTNER: Wunderbar Together wird unterstützt von IchBinExpat. Mehr zu dieser neuen Zusammenarbeit bald! Holt euch jetzt schon alle Infos zum Leben in Amerika auf https://www.ichbinexpat.com. Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York - und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Ja, ich weiß, wir müssen die Seite schnell mal wieder aktualisieren. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie gründet man richtig, Kati Schmidt?28.07., 12:5328.07.2022, 12:5301:39:03
Airbnb nach Deutschland gebracht? Check. Dating-App im Silicon Valley gegründet? Check. In der Pandemie ein Haus gekauft, ein Kind zur Welt gebracht und US-Staatsbürgerin geworden? Alles: Check! Wenn man auf Deutsch über das Silicon Valley spricht, führt an Kati Schmidt aka Kalifornia Kati kein Weg vorbei. Sie ist nicht nur eine der spannendsten Macherinnen dort, sondern auch jemand, der die Startup-Welt kennt wie kaum jemand und ganz offen über ihre Ups and Downs spricht, damit andere daran wachsen können: “Die ‘pay forward’ Kultur hier sollte man unbedingt in Anspruch nehmen – auch ich hätte das als Gründerin noch viel mehr tun sollen. Seid furchtlos! Die Leute sagen schon irgendwann Nein.” Als eine der ersten Mitarbeiterinnen von Airbnb in Europa hat sie Startup von der Pike auf gelernt – und ausgerechnet an einem der schlimmsten Tage der jüngsten europäischen Geschichte, den Anschlägen von Paris im November 2015 gelernt, was es bedeutet, als Team eine starke Gemeinschaft zu sein. Einige Jahre und Stellen weiter erlebte sie auch die Hire-and-Fire Kultur des Valley am eigenen Leib – und musste ohne Vorwarnung ihr Büro räumen. “Das war ein Schock. Da sind Tränchen geflossen.” Was ihr seit jeher besonders am Herzen liegt, sind die immer noch häufig übersehenen und unterbezahlten Frauen in der Tech-Welt. Für die hat sie nicht nur ein eigenes Netzwerk gegründet und steht in ihrer aktuellen Rolle als Director of Growth and Campus Operations der Lernplattform Course Hero für female leadership, sondern betreut als Mentorin des German Accelerator auch Gründerinnen, die den Sprung in die USA schaffen möchten. Kati, deren eigenes Startup letztlich scheiterte, warnt ganz offen vor Burnout, und davor, alleine zu gründen – aber ermutigt auch, es einfach zu probieren. “Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Wieder zurück ins Kinderzimmer von den Eltern ziehen?" Kati im Wunderbar Together Podcast zu Gast zu haben, war eine tolle Erfahrung. Von ihr lernen, heißt Probleme lösen, und herausgekommen ist eine große Reise mitten hinein ins Gründen. Kommt mit! Kati Schmidt: Kati hat einen eigenen Blog, über den ihr sie am besten erreicht. Ansonsten über LinkedIn oder über Twitter! Wer einen Tipp oder eine Connection im Silicon Valley benötigt, darf sie kontaktieren. Genau das hat sie angeboten - live im Podcast. UNSERE PARTNER: Wunderbar Together wird unterstützt von IchBinExpat. Mehr zu dieser neuen Zusammenarbeit bald! Holt euch jetzt schon alle Infos zum Leben in Amerika auf https://www.ichbinexpat.com. Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York - und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Ja, ich weiß, wir müssen die Seite schnell mal wieder aktualisieren. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Joscha Bach, wie lange gibst du der Menschheit noch?11.07., 11:2311.07.2022, 11:2301:52:03
Mit dem Kognitionsforscher Joscha Bach zu sprechen, ist ein bisschen wie eine Sinfonie seines berühmten Vorfahren, Johann Sebastian Bach, zu hören. Man versteht nicht alles, aber man genießt, lernt und wächst an dem, was die eigenen Ohren mitbekommen. Ein paar Takte zur Kostprobe: „Ich habe kein Interesse daran, das zu tun, was der Rest der Welt tut. Denn das, was der Rest der Welt macht, ergibt meist keinen Sinn.“ „Künstliche Intelligenzen sind unsere Kinder.“ „Die Menschen, die auf den Mars umsiedeln, werden nur noch wenig Ähnlichkeit mit unserer jetzigen Lebensform haben.“ Joscha wuchs in den Siebziger Jahren in einer thüringischen Wassermühle auf – einsam, und unendlich neugierig. Seine Eltern, beide Künstler, hatten sich von Stadtleben verabschiedet. Lange fühlte er sich in der gesamtdeutschen Nachwende-Gesellschaft „wie ein Alien“ – von niemandem repräsentiert oder verstanden. Nach einem selbstorganisierten Studium Generale, in dem Joscha die Regeln der Berliner Studienordnung aus den Angeln hob, entschied er sich zum Umsiedeln in die USA, um das Denken zu erforschen, und entdeckte dort schließlich seine Leidenschaft – "die Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz" und die Frage – "was ist eigentlich Bewusstsein?" „Erst in den USA habe ich mit Deutschland meinen Frieden gemacht.“ Nach Stationen in Harvard und am MIT Media Lab, wo sich seine Laufbahn mit der von Jeffrey Epstein kreuzte – auch darüber sprechen wir – ist er inzwischen im Silicon Valley Forschungschef bei Intel Labs. „Ich würde lieber in Deutschland leben“, sagt Joscha, aber die Forschungsumgebung in den USA sei einzigartig und hält ihn in Mountain View – genauso wie die Familienkatze und die deutsche Schule, auf die seine beiden Kinder gehen. Eine der faszinierendsten künstlichen Intelligenzformen ist für Joscha die Plattform Twitter: in Echtzeit denkend, ständig in kleinsten Einheiten neu vernetzt, selbstorganisiert – eigentlich ein Gehirn der Menschheit, aber programmiert, um zu polarisieren und damit hochproblematisch. Joscha glaubt, dass Elon Musk, der Twitter kaufen will, das Problem der Polarisierung durch Algorithmen verstanden hat und vielleicht lösen könnte. „Er ist der einzige, der so etwas überhaupt versuchen kann.“ Ansonsten hält er sich mit Prognosen für unsere Zukunft mit oder ohne Maschinen zurück. Die Frage, wo und wie er und seine Frau und zwei Kinder in zehn Jahren leben, kann er nicht beantworten: „die Frage überfordert mich“. Wie viele andere plant auch er, der Intelligenz- und Zukunftsforscher, angesichts der rasenden Veränderung unserer Zeit nur Monate voraus. Unserer Zukunft als Menschheit gibt er im aktuellen System nicht mehr lange. „Wir werden uns etwas komplett neues ausdenken müssen.“ Ist das dann eher wie Star Trek, Westworld, oder doch eher der Mars? Darüber und viel mehr sprechen wir in unserer 50.(!) Folge von Wunderbar Together. SHOWNOTES: Ein langes Intro heute. Das hat auch seine Gründe: denn diese Episode mit Joscha Bach ist Folge 50. Happy anniversary. (00:01) Wen kennt Joscha Bach, den er als Genie bezeichnen würde? (12:28) Wo befindet sich Bach gerade genau? (14:55) Bach hat im Vorgespräch signalisiert, dass er unbedingt über den möglichen Kauf von Twitter durch Elon Musk sprechen wollte. Inwiefern ist Twitter ein globales Gehirn? (17:20) Wie sieht die Zukunft von Twitter in der Vision von Elon Musk aus? (28:18) Ist Politik komplizierter als Quantenmechanik? (34:20) War es richtig, dass Twitter den Account von Trump gesperrt hat? (35:40) Baut Bach wirklich ein Gehirn nach? (38:49) Warum bist in die USA abgewandert? (46:35) Wie funktioniert Denken und welchen Teil des Denkens erforscht Bach aktuell? (50:55) Das Magazin Science schreibt in einem Artikel, Bach hätte damals Spenden von Jeffrey Epstein bekommen. Ein Investmentbanker, der inzwischen als schuldig gilt, Minderjährige sexuell ausgebeutet zu haben. Seine Vertraute Gihislaine Maxwell wurde gerade heute, kurz vor dieser Aufnahme, zu 20 Jahren Haft verurteilt. Wie schwer ist es, Forscher in diesem Land zu sein, wenn man immer wieder darauf vertrauen muss, Geld von reichen Menschen anzunehmen, deren Hintergrund man kaum kennt? (01:00:08) Denkt Bach manchmal darüber nach, seine Forschung in Deutschland fortzuführen? Und zudem erörtern wir hier eine weitere große Frage: Inwiefern wird sich der Friedenszustand in Deutschland künftig verändern? (01:07:39) Warum würde Bach lieber in Deutschland leben? (01:10:29) Bach sagte in einem Interview kürzlich, dass wir Menschen noch ein paar 100 Jahre weitermachen können und dann sei Schluss. Wie meint er das? (01:16:20) Was plant Bach für sein eigenes Leben? (01:19:25) Wie lange können wir in der jetzigen Gesellschaftsform noch weiterleben? (01:25:37) Ist Bach religiös? (01:31:39) Werden wir Menschen irgendwann auf den Mars umsiedeln? (01:40:18) Was denkt Bach, ist der wichtigste Skill, den Kinder heutzutage erlernen sollten? (01:44:13) JOSCHA BACH: Joscha hat seine Website schon lange nicht mehr aktualisiert, trotzdem lohnt sich ein Besuch. Deutlich aktueller ist sein Twitter-Account. Absolute Leseempfehlung. Im Podcast hatten wir mehrfach ein bestimmtes Interview von 1e9-Community zitiert. Hier der Link dazu. JOSCHA BACH MIT LEX FRIDMAN Wer mehrere Stunden Zeit hat und Lust auf einen Ausflug in eine andere Welt hat, dem empfehlen wir die beiden Podcast Episoden von Lex Fridman und Joscha Bach. Episode 1 und Episode 2. Crazy. UNSERE PARTNER: Wunderbar Together wird unterstützt von IchBinExpat. Mehr zu dieser neuen Zusammenarbeit bald! Holt euch jetzt schon alle Infos zum Leben in Amerika auf https://www.ichbinexpat.com. Wir haben jetzt auch endlich Zugang zu einem Podcast-Studio in New York - und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies ermöglicht hat. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Lucie Pohl, wie lustig ist Deutschsein?16.06., 12:2516.06.2022, 12:2501:04:37
Lucie Pohl ist überall: auf der Bühne, in Podcasts, Videospielen, Filmen, Serien, Werbespots, aber vor allem ist sie eins: lustig. Wie das geht, wenn man Deutsch ist, hat sie spätestens vor zehn Jahren mit ihrem Soloprogramm “Hi, Hitler!”, basierend auf einem kindlichen Verhörer und mit großem Erfolg in den USA, UK und Deutschland aufgeführt, bewiesen. Und sie schafft es auch mit uns: Wir lachen so viel, dass wir nur die Hälfte unserer Fragen schaffen. Das heißt: Lucie muss wiederkommen! Denn hinter ihrem genialen Humor steckt auch eine spannende Familiengeschichte und eine andauernde Identitätskrise. Deutsch? Amerikanisch? Rumänisch? Mit acht Jahren zog Lucie zum ersten Mal mit ihrer Familie nach New York, und lebt heute wieder dort. Alle in ihrer Familie – inklusive Bertolt Brecht, mit dem Lucie verwandt ist – hatten und haben mit Schauspielerei zu tun, schreiben, spielen und leben außerhalb vieler gesellschaftlicher Normen. Warum lustig sein auf Deutsch nicht so leicht ist, wie schwer es ist, in der New Yorker Comedy-Szene durchzukommen, und warum es nicht so gut ist, im Feldenkrais-Unterricht einzuschlafen, darüber und viel mehr geht es in der 49. Folge des Wunderbar Together Podcasts. Viel Freude damit! LUCIE POHL: Lucie sagte uns, dass es im Comedy-Bereich immer wichtiger werde, auf Instagram oder TikTok Reichweite zu haben. Insofern folgt Lucie auf Instagram. Sehr unterhaltsam. Noch unterhaltsamer ist ihr eigener Podcast - Immigrant Jam Podcast. UNSERE PARTNER: Wunderbar Together wird unterstützt von IchBinExpat. Mehr zu dieser neuen Zusammenarbeit bald! Holt euch jetzt schon alle Infos zum Leben in Amerika auf https://www.ichbinexpat.com. Wir haben jetzt auch ein festes Podcast-Studio in New York - und zwar bei NeueHouse. Lieben Dank an unseren vorherigen Gast Yoram Roth, der an Wunderbar Together glaubt und uns dies alles ermöglicht. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Yoram Roth, was ist der Unterschied zwischen New York und Berlin?31.05., 11:1531.05.2022, 11:1501:16:08
Zum ersten Mal dieses Jahr haben wir einen Podcast draußen aufgenommen, in der physischen Welt, genauer im Keller des Edel-Co-Working-Space “NeueHouse” mitten in Manhattan. Der Grund: unser Gast hat ihn gegründet, und sitzt nun dort Felix gegenüber am Mikrofon, in roten Schuhen, dunklem Jackett und leicht heiserer Stimme: Yoram Roth. Yoram ist Kultur-Investor zwischen New York und Berlin. Er ist an so vielen Unternehmungen beteiligt, dass man von außen leicht den Überblick verliert. Die bekanntesten in den USA und der Welt sind wahrscheinlich NeueHouse und das Foto-Event-Museum Fotografiska. Die bekanntesten in Deutschland sind das Medienhaus tip, und Clärchens Ballhaus. Dazwischen gibt es noch viel mehr: Galerien, Restaurants, Bars, stille Beteiligungen. Und ein Leben zwischen zwei Kontinenten, das Yoram weitestgehend selbst managed. “Wenn mich jemand fragt, wo lebst du? Dann sage ich ‘in Rimowa’”. Yorams Wurzeln liegen in der Schönhauser Allee im Prenzlauer Berg. Sein Vater wird dort 1933 in die jüdische Kaufmannsfamilie Roth hineingeboren. 1938 fliehen die Roths über Frankreich nach Tel Aviv. Anfang der 1950er kommen sie wieder, in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Anfang der 60er lernen sich Yorams Eltern kennen. Dann steht plötzlich die Mauer. “Wir wurden zweimal gevögelt, wie man in der Geschäftswelt sagt. Erst haben uns die Nazis alles weggenommen, dann die Kommunisten.” Doch die Familie Roth schafft auch den dritten Neustart - höchst erfolgreich. Sein Vater wird ein Mäzen der Stadt, und Yoram wächst zwischen Paris Bar und John-F.-Kennedy Schule auf, "verliebt in die U.S.-Kultur". Nach mehreren Schulwechseln - “ich war keine akademische Leuchte” - landet er 1983 auf einer High School in New York, und bleibt in der Stadt bis die Mauer fällt. Es folgen: Rückkehr nach Berlin, Lehrjahre an der Seite seines Vaters, ein Sprung ins Silicon Valley, wo er im Dotcom-Boom sein erstes kleines Vermögen macht - “dumb luck” - und schließlich die Karriere als Investor. Heute ist er Vater dreier Söhne, die alle in New York aufgewachsen sind; die Stadt treibt ihn an. “Ich liebe die Motivation hier. Den Professionalismus. In Berlin kann es jeder schaffen, der sich eine Viertelstunde anstrengt. If you can make it there, you can make it – there.” Trotzdem hängt sein Herz dort. “Ich liebe mein Berlin. Ich glaube es wird immer farbenfroher sein als New York. Aber Berlin nach Corona ist wie New Orleans nach dem Hurrikan Katrina. Das hat viele Veränderungen beschleunigt.” Zuletzt hat er sich mit den Bewohnern seiner Heimatstadt als Käufer des ikonischen Clärchens Ballhaus angelegt. Der Shitstorm prasselte, die Petitionen versuchten ihn zu vertreiben, und doch trafen sich am Ende alle bei der Eröffnungsparty. Für Yoram ein weiterer Beweis seines Geschäftsprinzips, das besagt: Kunst und Kommerz gehören zusammen. Auch wenn das vielen nicht gefällt. “Mein Motto ist eine Zeile von Lou Reed: 'Between thought and expression lies a lifetime'. Ideen hat jeder. Aber mach erstmal.” Warum Yoram Kunst und Kommerz als eins betrachtet, was er über Krypto denkt und welchen Tipp er für Dinner-Gastgeber hat – das und mehr in der 48. Folge des Wunderbar Together Podcasts. MEHR ZU YORAM ROTH: Wer noch mehr zu Yoram erfahren möchte, sollte auf seiner Website oder bei Instagram vorbeisurfen. Schaut euch das NeueHouse. Das gibt es nicht nur in New York City. Zur Website der Kulturinstitution Clärchen Ballhaus bitte hier entlang. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Christian Beedgen, was bedeutet Erfolg?23.05., 11:1323.05.2022, 11:1301:23:12
Christian Beedgen – oder Der Beedgen, wie er von Freunden und Familie liebevoll genannt wird – lebt den Traum vieler Unternehmer: er hat sein Silicon Valley Startup Sumologic nicht nur selbst mitgegründet, sondern auch erfolgreich an die Börse gebracht. Das Handelsblatt nennt ihn den „erfolgreichsten noch aktiven deutschen Gründer“ im Silicon Valley. Christians Firmenidee: großen Firmen helfen, ihre digitalen Systeme zu überwachen und am laufen zu halten, und das alles in der Cloud. In der Pandemie ist er mit seiner Partnerin und dem kleinen Mischlingshund Sumo (daher der Firmenname!) aus dem Silicon Valley ins texanische Austin gezogen. Ein vorläufiger neuer Stop auf einer langen Reise aus Karlsruhe, wo Christian geboren ist, um die Welt. Als Kind begeistert er sich für Computerspiele, und als Teenager, im Jahr 1998, geht die Reise los: da soll Christian ein Praktikum bei Telebuch.de in Regensburg absolvieren. Sein Arbeitgeber wird aber noch vor Praktikumsbeginn von einem amerikanischen Startup gekauft: Amazon. So kommt Christian unerwartet in die USA, nach Seattle, mitten in den Dotcom-Rausch. “Viele dort wussten gar nicht, wie ihnen geschieht. Die sind nur so rumgeschwebt.” Das Platzen der Dotcom-Blase bringt ihn weiter zur IT-Firma Arcsight, mit der er den kompletten Startup-Marathon zum ersten Mall miterlebt: Aufbau, Börsengang, Verkauf. Eine Begegnung mit Werner Vogels, Technologiechef von Amazon, bringt Christian schließlich auf die Idee, IT-Dienste über die Cloud anzubieten: der Traum von Sumologic ist geboren. 12 Jahre später hat Sumologic 1.000 Mitarbeiter, 200 Millionen Umsatz und seit dem Börsengang viele Millonäre. Christians Alltag bestimmt nun vor allem eine Zahl: der Aktienwert. Und der sinkt aktuell. "Alles wird auf diese Nummer reduziert. Das beeinflusst mein Leben und meine Stimmung. Und auch wenn es nicht rational ist, darauf zu reagieren, emotional passiert es. Da muss ich oft die Zähne zusammenbeißen." Wie Christian diesen „Marathon“, wie er das Startup-Leben nennt, läuft, welche Erfahrungen er als Deutscher im Silicon Valley gemacht hat und ob er seine badische Heimat vermisst – all das und mehr gibt's in Folge 47 des Wunderbar Together Podcasts. MEHR ZU Christian Beedgen: Christian ist natürlich auf LinkedIn und Twitter unterwegs und antwortet hier auch sehr schnell – außer Mittwochs und Donnerstags (da ist Full Focus on work). UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Eva Ries, wie wird man Mitglied des Wu-Tang Clans?02.05., 00:0702.05.2022, 00:0700:58:58
Eva ist aus Mannheim, recht neu im Musikgeschäft und liebt Rockmusik. Trotzdem nimmt sie den unmöglichsten Job an, den ihre Firma zu bieten hat: die internationale Vermarktung einer chaotischen Hip-Hop-Straßengang aus New York namens Wu-Tang Clan. Als sie das Debütalbum zum ersten Mal hört, ist sie auf Hochzeitsreise am Strand von Hawaii – und weint in ihren Walkman. “Ich dachte, ich hätte den größten Fehler meines Lebens gemacht.” Doch der Clan wird ihr Lebensjob. Fast zwanzig Jahre lang verbringt sie mit der größten Hip-Hop-Band der Welt. Viele Welthits, ein Kidnapping und einige horrende Telefonrechnungen später - “der Zugang zu Telefonen war die einzige Chance, die Jungs zu überreden, zu Radiosendern zu gehen” - ist Eva nicht nur immer noch mit dem Kopf des Clans, RZA, im Geschäft. Sie hat auch ein hinreissendes Buch geschrieben: "Wu-Tang is forever" ist ein raues Protokoll, mitverfasst von der Journalistin Annette Utermark, und liest sich wie eine Mischung aus Krimi, Memoir und Komödie. Wie hat Eva diesen Job überlebt? Was hat sie vom Clan gelernt, und was der Clan von ihr? Und warum würde sie heute lieber wieder in den USA leben als in Deutschland? All das und mehr gibt’s in der 46. Folge des Wunderbar Together Podcasts. Enjoy! MEHR ZU EVA RIES: Mehr zu Evas neuem Buch "Wu-Tang is forever" gibt es auf der Seite von [Benevento Books](https://www.beneventobooks.com/produkt/wu-tang-is-forever/). Zudem hat Eva zuletzt einige spannende Podcast-Interviews gegeben. Unser Favorit: "Was man vom vom Wu-Tang Clan lernen kann" im Podcast "Lrnings" (Kein Schreibfehler)! UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Constantin Köhncke, warum machen die USA so gute Musik?18.04., 16:0818.04.2022, 16:0801:28:50
“Früher waren wir alle Nerds, Musik zu produzieren war kompliziert. Heute ist es viel leichter geworden, auch schon 11-Jährige sind mit ihrem Phone am Start”, sagt Con Köhncke. “Und wenn deine Beats fresh sind, ist es egal, ob du in Zürich sitzt oder in Los Angeles.” Den meisten von uns, die Musik hören, bleiben die eigentlichen Macher im Kleingedruckten verborgen. Für Con sind sie seine Kunden und Freunde – er sitzt mit ihnen im Studio oder stellt ihnen neue Sounds vor. Als Mit-Geschäftsführer von Native Instruments, einer Musikfirma, die weltweit Instrumente synthetisiert und für Produzenten und DJs als Software und Hardware bereitstellt, operiert Con Köhncke im Maschinenraum der amerikanischen Musikindustrie. Seine Arbeit findet dort statt, wo aus einem Sound ein Track und aus einem Track ein Hit wird. Als Kind hört Con – Geburtsname Constantin – Hip-Hop, doch ein Umzug mit seinen Eltern nach London als Teenager bringt nicht nur die Verkürzung seines Namens, sondern auch seine Karriere als “DJ Dotcon” ins Laufen. “Erst hab ich viele schlechte Gigs gemacht, auch Hochzeiten auf dem britischen Land”, dann kommt er durch die Rückkehr nach Berlin in die House-Szene. “House ist die einfachste Musik zum Auflegen, viel einfacher als Hip-Hop, wo man von einem Hit zum nächsten springen muss. House ist eher Marathon als Sprint.” Con studiert Medienmanagement und entdeckt seinen Traumjob bei der Firma, deren Produkte er bereits zum Auflegen nutzt: Native Instruments. Er zieht für die Firma nach Los Angeles, um dort das Marketing im wichtigsten Musikmarkt der Welt aufzubauen. Grammy-Parties, Meetings mit den berühmtesten Producern, Rappern und DJs sind jetzt sein Alltag. Bis heute überstrahlen die USA alle anderen Musikmärkte. Nicht nur die große wirtschaftliche Maschine und die extreme Konkurrenz sind Gründe dafür, sondern laut Con auch die Diversität der Einflüsse, die Verbreitung von Musik als Kulturgut und Performance als Teil der Mentalität. Die Einstellung ist: “Ich mache das jetzt und ich glaube an mich und ich MUSS damit erfolgreich sein.” Bis heute haben es nur wenige Deutsche in der Musik-Hauptstadt Los Angeles geschafft, groß herauszukommen. Dazu gehören Hans Zimmer, Rammstein, Zedd – alles Macher, die laut Con wenig mit anderen Deutschen in den USA zu tun haben, sondern sich vor allem auf die lokale Industrie konzentrieren. “In der Ebene darunter ist aber viel los. Es wird immer mehr produziert und immer mehr mit Experten. Die Tracks von heute bestehen aus vielen Bausteinen, wie bei Lego - jemand macht die Melodie, jemand anders die Drums, dazu gibt’s einen Rapper, verschiedene Musiker. Viele Deutsche, die heute an der US-Musikindustrie beteiligt sind, müssen gar nicht mehr im Land leben.” MEHR ZU CONSTANTIN KÖHNCKE: Folgt Con auf LinkedIn und auf Twitter. Hier eine etwas ältere Geschichte über Con im Magazin Berlin-Los Angeles inkl. einer von ihm kuratierten Playlist. Con erwähnt im Podcast seinen Lieblings-Wandertrail in Kalifornien, den Tee-Pee-Trail. Wer dazu erfahren will, kann sich hier informieren. MEHR ZU NATIVE INSTRUMENTS: Hier gibt es eine spannende Geschichte im Handelsblatt über die Berliner Musik-Software-Firma Native Instruments. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Konstantin Guericke, wie gründet man ein Social Network?08.04., 15:5608.04.2022, 15:5601:26:34
Konstantin Guericke sagt von sich selbst, er sei „retired“. Mit Rentner-Klischees hat das aber wenig zu tun, sondern: „ich kann tun, was ich will, wann immer ich will, mit wem ich will – ohne zwangsläufig Geld damit zu verdienen.“ Diese völlige Freiheit hat sich der 54-jährige als Unternehmer im Silicon Valley erarbeitet. Sein größter Erfolg: die Erfindung und Mitgründung der Plattform LinkedIn, die heute mit 810 Millionen Mitgliedern zu den größten sozialen Netzwerken der Welt zählt. Mit dem Verkauf der Plattform an Microsoft begründete er sein Vermögen. Die Plattform nutzt er heute nur sporadisch – und hält den Kreis seiner Kontakte klein: „Nicht über 150.“ 1983 kommt Konstantin als Austauschschüler das erste Mal in die USA – „mitten ins ländliche Pennsylvania, da wurde ich gefragt, ob wir Kühlschränke zuhause haben und in mein Yearbook schrieb jemand „to the nicest Nazi I ever knew“. Was ihm, dem Lehrerkind, von Beginn hilft, ist seine Unlust auf Schulunterricht. Stets auf der Suche nach Möglichkeiten, befreit zu werden, besucht er Vorträge und Workshops und landet schließlich bei einer Präsentation der Uni Stanford, die ihn begeistert: das Wohnen auf dem Campus, die Nähe von Lehrenden und Studierenden – ein ganz anderes Leben als das seiner Schwestern, die in deutschen Städten studieren. Er schafft als Außenseiter die Aufnahme. “In meinem Jahrgang waren sonst nur zwei Deutsche: ein Diplomatenkind und ein Schüler der John-F-Kennedy-Schule in Berlin. „Ich war ganz anders” – und dieses Anderssein sei auch heute noch ein guter Grund, sagt Konstantin, sich an Eliteunis zu bewerben. In Stanford schreibt Konstantin 1997 das erste Konzept für eine Plattform, auf der sich Berufstätige vernetzen. Es dauert aber noch 6 Jahre länger, bis er gemeinsam mit Reed Hoffmann und anderen tatsächlich LinkedIn gründet. „Das Schwierigste für uns am Anfang war, den Leuten klar zu machen, dass sie langfristig einen Nutzen aus der Plattform ziehen.“ Viele lehnen die Idee eines nüchternen beruflichen Netzwerks, das anfangs ohne Profilfotos auskommt, aus Prinzip ab. Friendster oder MySpace haben deutlich mehr Zulauf. Doch nach Jahren kontinuierlichen Wachstums hängt LinkedIn schließlich alle Konkurrenten ab. “Ein overnight success? No, it was ten years in the making.“ Inzwischen lebt Konstantin seit über vier Jahrzehnten in den USA – und bestreitet den Lebensunterhalt seiner Familie hauptsächlich aus den Dividenden seines Vermögens. „Ganz nach dem KISS-Prinzip: Keep it simple, stupid.“ Seine Zeit widmet er vor allem dem Unterstützen anderer. Dazu gehört: 50 Kilometer die Woche wandern. Mit Menschen, die studieren, Unternehmen gründen oder längst wieder verkauft haben. „Es ist einfach, das Leben vor sich hin zu leben und zu machen, was von einem erwartet wird. Aber es ist wichtig, andere Wege auszuprobieren, auch wenn die eigenen Freunde das erstmal nicht gut finden. Wenn man sich denkt: ich könnte später bereuen, das nicht getan zu haben – dann sollte man es zumindest versuchen.“ MEHR ZU KONSTANTIN GUERICKE: Folgt Konstantin Guericke auf LinkedIn und auf Twitter. Wer mehr zu seinen Wanderungen erfahren möchte, sollte diesen Artikel lesen. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Paul Ripke, was ist eigentlich dein Beruf?14.03., 10:5614.03.2022, 10:5601:50:06
Den kreativen Tausendsassa Paul Ripke zu interviewen ist ein Luxus, aber auch eine Herausforderung: Er moderiert selbst viel und gerne, ist leidenschaftlicher Geschichtenerzähler – und er hat immer viel mehr im Gepäck als in eine Podcast-Folge passen würde. Wichtige Info: Wir haben die Podcast-Episode wenige Tage vor dem Start des schrecklichen Angriffskriegs durch Russland auf die Ukraine aufgenommen. Wir haben deswegen - und weil es auch nicht unser Kernthema ist - kaum über den Russlandkonflikt gesprochen. Zur Erinnerung: Paul war einer der allerersten Gäste bei Wunderbar Together – damals noch auf Englisch. "What are we doing here? Three potatoes talking Denglish?" hat er damals gefragt und damit eine Diskussion ausgelöst, die Olli und Felix schließlich dazu gebracht hat, die Sprache zu wechseln. Paul ist spätestens eine Berühmtheit, seit er 2014 die Deutsche Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel begleitete und im Moment des Triumphs vor den Augen der Welt mitfeierte und -knipste. In Wahrheit ist der Junge aus Heidelberg aber seit Jahrzehnten ein hartgesottener Menschenkenner und -begleiter mit Kamera, der in der Hip-Hop-Szene groß wurde und über den Fußball in die Formel 1 fand. Birkenstocks, kurze Hose und T-Shirt behielt er auch als Edelfotograf der Rennfahrer stets an – und wurde so hinter der Kamera selbst zur Marke. Seit seinem Umzug in die USA ist Paul nicht nur noch einmal Papa, sondern auch Podcaster, Influencer und Inhaber eines Modelabels geworden. Anders als sein älterer Bruder, der sich als Professor Dr. Dr. in Harvard verdingt, treibt ihn aber weiterhin eine große Frage um: was ist eigentlich mein Beruf? Weil er diese Frage beim letzten Visums-Gespräch im US-Konsulat nicht beantworten konnte und auf "Mr. Ripke, what's your job?" herumwitzelte, gab's für ihn kein neues Visum und er blieb mitten während der Pandemie in Deutschland stecken. Wie es ihm – und seiner Familie im fernen Kalifornien – damit erging, wie er sich nach der Rückkehr in die USA gleich mal in eine Superbowl-Loge mit Kanye West mogelte und wie wir – stellvertretend für alle Kreativen und "Slasher", die ihre Berufe mit vielen Worten und Querstrichen beschreiben – gemeinsam herausfinden, was Paul wirklich macht: all das und mehr gibt's in dieser Folge von Wunderbar Together. PAUL RIPKE: Wer die Bilder von Pauls Undercover-Tour auf dem Superbowl sehen möchte, soll einfach auf seinem Instagram-Channel vorbeisurfen. Zudem: Hier könnt ihr "Alle Wege führen nach Ruhm" hören oder seinen zweiten Podcast "122KG – Chris und Paul wolln runter. Einen neuen Newsletter von Paul Ripke gibt es übrigens auch - "Post von Paul". Hier schreibt Paul jeden Samstag auf, was er erlebt und was ihn inspiriert hat. HILFE FÜR DIE UKRAINE: Und noch ein persönlicher Hinweis von uns. Wir haben uns entschieden, den Podcast angesichts des Angriffskrieges in der Ukraine nicht zu unterbrechen, sondern weiterzumachen und euch weiter auf die Reise zu Menschen mitzunehmen, die Kulturen vereinen und mit ihrer Arbeit zum internationalen Austausch beitragen. Wir empfehlen außerdem eine Spende an UNICEF, um Flüchtende zu unterstützen – das geht aus den USA und aus Deutschland. Für alle, die lieber Einzelne unterstützen möchten, empfehlen wir, ein Airbnb zu buchen (Disclaimer: dies ist keine Werbung für Airbnb und wird nicht von Airbnb bezahlt). So könnt ihr Menschen nicht nur direkt (und gebührenfrei) helfen, sondern ihnen auch eine Nachricht senden. Auch das funktioniert aus den USA und aus Deutschland. Darüber hinaus könnt ihr via Airbnb oder Wunderflats Flüchtenden Wohnraum anbieten. Einen großen Dank an jede*n, der hier klickt und hilft! Auch Paul hat sich entschlossen, seinen Podcast weiterzuführen. Er verzichtet bei "Alle Wege führen nach Ruhm" auch Werbeplätze und weist stattdessen auf tolle Hilfsaktionen und -Initiativen hin. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Christian Byza, wie geht Krypto?09.03., 10:0909.03.2022, 10:0900:50:59
Neues aus der Garage im Silicon Valley: Christian Byza, der sich im Anbau an sein Haus in San Francisco digitale Produkte für LinkedIn ausdenkt oder an seiner hochmodernen Werkbank schraubt, ist als allererster Gast zum zweiten Mal bei uns im Podcast. Warum? Er macht jetzt Krypto. Christian hat neben seinem Vollzeitjob eine neue Plattform ins Leben gerufen: Cryptohunt heißt das Startup und soll ein Eingangstor für die Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum werden, mit Ranglisten, Bewertungen, einem 1-Minuten-Podcast und allem, was Einsteiger das neue Hype-Thema sonst brauchen. Christian ist mit seiner Idee nicht nur vielen Medien voraus, er hat auch etwas geschafft, wovon viele Gründer träumen: er hat bei einem Pitch-Wettbewerb im Silicon Valley Investoren von sich überzeugt und viele Dollars gewonnen, mit denen er nun die neue Welt der Währung erobern will. Wie oft er seinen Pitch auswendig gelernt hat, warum er seine Mitarbeitenden in Krypto bezahlt – und was er Olli empfiehlt, der sich gerade erst die Finger am neuen Goldrausch verbrannt und Geld verloren hat – all das gibt's in der neuen Episode von Wunderbar Together mit Christian Byza. CHRISTIAN BYZA: Wer mehr von Christian erfahren möchte, kann ihm auf Social Media folgen – z.B. auf LinkedIn oder auf Instagram. Christian war zudem zuletzt bei FinanceFWD zu Gast - sehr unterhaltsam. Hier geht's übrigens zur Cryptohunt-Seite und zum begleitenden Podcast. By the way: Im Podcast redet Christian vom Hobby-Heimwerker Dennis, dessen Videos (insbesondere dieses hier) ihn bei seinen eigenen Holzprojekten stark inspiriert haben. HILFE FÜR DIE UKRAINE: Und noch ein persönlicher Hinweis von uns. Wir haben uns entschieden, den Podcast angesichts des Angriffskrieges in der Ukraine nicht zu unterbrechen, sondern weiterzumachen und euch weiter auf die Reise zu Menschen mitzunehmen, die Kulturen vereinen und mit ihrer Arbeit zum internationalen Austausch beitragen. Wir empfehlen außerdem eine Spende an UNICEF, um Flüchtende zu unterstützen – das geht aus den USA und aus Deutschland. Für alle, die lieber Einzelne unterstützen möchten, empfehlen wir, ein Airbnb zu buchen (Disclaimer: dies ist keine Werbung für Airbnb und wird nicht von Airbnb bezahlt). So könnt ihr Menschen nicht nur direkt (und gebührenfrei) helfen, sondern ihnen auch eine Nachricht senden. Auch das funktioniert aus den USA und aus Deutschland. Darüber hinaus könnt ihr via Airbnb oder Wunderflats Flüchtenden Wohnraum anbieten. Einen großen Dank an jede*n, der hier klickt und hilft! UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.