Podcast

Wunderbar Together

Felix Zeltner, Katalina Farkas und Oliver Nermerich

Society & Culture

162 Episoden · neueste 07.10.

Häufig erwähnt

Episoden

162
  1. Marco Sturm, wie überlebt man die NHL?
    14.02., 11:5501:09:51

    Pünktlich zu den olympischen Winterspielen in Peking gibt’s eine Spezialausgabe von Wunderbar Together! Mit Marco Sturm, Eishockey-Vollprofi, sprechen wir über das Überleben in einer der härtesten Sportarten der Welt. Marco kommt aus dem bayerischen Dingolfing. Bereits als Kind fährt er auf dem Eis allen davon, und mit 19(!) steht er zum ersten Mal auf dem Eis in der NHL. Von dort stürmt er in Teams auf dem gesamten Kontinent, von Vancouver bis Florida, absolviert über 1.000 Spiele und wird NHL All-Star. Nach seiner Spielerkarriere setzt er noch einen drauf und übernimmt den Job als Eishockey-Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Das Team führt er bis zur Olympia-Silbermedaille. So wird er in den USA auch als Trainer bekannt - und prompt nach Los Angeles abgeworben. Dort ist er heute Co-Trainer bei den Los Angeles Kings - und noch lange nicht fertig mit dem Sport. Welche Narben Marco davongetragen hat, warum man beim Prügeln die Handschuhe auszieht und wie die deutsche Mannschaft bei Olympia abschneiden wird - all das und mehr gibt’s in der 41. Ausgabe von Wunderbar Together! MARCO STURM: Wer mehr von Marcos Leben in den USA erfahren möchte, sollten ihm auf Instagram folgen. Im Podcast haben wir am Ende auch über die Härte und sog. "Prügelregeln" des Sports gesprochen. Auch Marco, der sich in seiner Karriere dabei stark zurückgehalten hat, war in den ein oder anderen Fight verwickelt. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.

  2. Alexander Demling, wie schreibt man über das Silicon Valley?
    09.02., 09:2501:20:39

    Das Silicon Valley ist ein verrückter Ort: eine Ansammlung kleiner Städtchen nördlich von San Francisco, die dank Chip-Herstellern und Internetboom zum Wallfahrtsort für Unternehmer wurden. "Als Ort eigentlich nicht sehr spannend", sagt SPIEGEL-Korrespondent Alexander Demling, der für das größte deutsche Nachrichtenmagazin aus dem Silicon Valley berichtet. "Aber die Menschen sind irre." Im Gespräch mit dem gebürtigen Franken, der seit gut zwei Jahren mit Partnerin und Kind in San Francisco lebt, wird schnell klar: Dem Hype um das Silicon Valley ist er ebensowenig erlegen wie dem Sarkasmus, der manchmal mitschwingt, wenn Journalist*innen über die globalen Fantasien kalifornischer Gründer schreiben. Trotz Pandemie ist er fast täglich rund um die Universität Stanford unterwegs, um Menschen zu treffen, die für Apple, Google, Intel und Co rackern. Und er versucht, bei den großen Visionären in den Maschinenraum zu kucken. Zum Beispiel bei Peter Thiel, dem wahrscheinlich mächtigsten Deutschen im Valley, der Aktien und Politiker kauft, wenn sie auf dem Boden liegen. Oder bei Sebastian Thrun, der fliegende Taxis baut. Oder bei Alex Blania, einem Student, der gerade den “Worldcoin” mitentwickelt – eine Kryptowährung für die Welt, die allen Menschen gedeihen soll, die bereit sind, ihre Netzhaut scannen zu lassen. Vor dem SPIEGEL schrieb Alexander fürs Handelsblatt aus dem Valley. Dann bekam er, der früher bei Spiegel Online arbeitete, von ehemaligen Kollegen angeboten, vor Ort den Arbeitgeber zu wechseln. Das ist für deutsche Journalisten selten – und hat in seinem Fall “das deutsche Sozialsystem überfordert”. Mitsamt Familie musste Alexander einige Zeit zurück nach Deutschland, um den neuen Job überhaupt antreten zu können. Von einem Hügel in San Francisco unweit des Golden Gate Park beobachtet er nun die Tech-Trends für den SPIEGEL und ist froh, nicht mehr nur tagesaktueller Reporter zu sein, sondern auch tiefer in Geschichten einzusteigen zu können. Einfacher wird sein Job nicht. Gründer, Investoren und lokale Legenden wie Elon Musk, Tim Cook oder auch Peter Thiel geben fast gar keine Interviews mehr. Soziale Medien sind ihre Sprachrohre. Alexander hält dagegen. “Elon Musk kann den ganzen Tag twittern und seine Fans werden das positiv aufnehmen, aber daraus entsteht kein Gespräch mit der Gesellschaft." Im Gegenteil, er argumentiere an vielen Sorgen der Gesellschaft völlig vorbei, zum Beispiel der Angst vor dem selbstfahrenden Auto. "Und da haben Medien eine wichtige Rolle: zwischen Gesellschaft und Gesprächspartner zu stehen und zu vermitteln." Warum Alexander trotz der steilen Straßen San Franciscos nur Fahrrad fährt, wie er auf die Zukunft des Internets blickt und warum er beim Schreiben an seine Freunde im fränkischen Forchheim denkt – das alles und mehr in dieser 40. Episode von Wunderbar Together. ALEXANDER DEMLING: Folgt Alexander auf Twitter, auf Linkedin und checkt sein SPIEGEL-Archiv DEEP DIVE Alex' Geschichte über Peter Thiel könnt ihr hier nachlesen. Und hier gibt's mehr zum Worldcoin und Alex Bania. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.

  3. Richard Socher, wie wird man zum Wunderkind der Künstlichen Intelligenz?
    06.01., 12:5001:17:22

    Unser heutiger Gast bei Wunderbar Together ist im Silicon Valley zuhause und einer der bekanntesten Forscher zur Künstlichen Intelligenz auf der ganzen Welt – und das mit gerade mal 38 Jahren: Richard Socher. Über ein Jahr sind wir Richard nachgejagt, um ihn ans Mikrofon zu bekommen. Bei ihm war viel los: er hat seinen Job als globaler Chefwissenschaftler bei der Silicon Valley-Firma Salesforce gekündigt, über Monate mit seiner Verlobten im Wohnmobil gelebt und ist kreuz und quer durch die amerikanische Wildnis gefahren, und er hat gerade eine neuartige Suchmaschine gegründet: you.com. Geboren ist Richard in Dresden (seinen Heimatdialekt fasst er als ein langgezogenes, kehliges "ahhhhh" zusammen). Als Kind lebt er mit seinen Eltern mehrere Jahre in Äthiopien. In die USA kommt er nach der Wende als Austauschschüler, und zwar in die Prärie von Montana, wo man "immer auf Bären aufpassen" muss. Als er nach dem richtigen Studienfach sucht, kommt die Künstliche Intelligenz (KI) in sein Leben – als Ergebnis seiner Suche nach Sinn und Einfluss. „Ich habe geguckt: wer hat vor 2.000 Jahren gelebt, an den man sich heute noch erinnert? Und das mit dem verglichen, was ich kann und worauf ich Lust habe. Heraus kam die Forschung und dann schließlich das statistische Lernen, also die K.I.“ Richard studiert zunächst in Deutschland und will dann unbedingt in die USA, aber der Weg auf die US-Unis ist hart. Mehrfach wird er abgelehnt, bis er versteht, dass er nicht noch mehr Credits, sondern eigene wissenschaftliche Arbeiten braucht. Richard promoviert schließlich in Stanford und ist heute auf Google Scholar mit über 100.000 Zitaten gelistet. Damit gilt er als einer der weltweiten Top-Forscher seines Fachs. Sein Coup ist, dass Richard neuronale Netze für die Sprachverarbeitung entdeckt und damit einen neuen Forschungszweig in seinem Fach mitbegründet. Doch trotz den enormen Fortschritten und den großen Hoffnungen vermisst er aber noch vieles an der K.I. - zum Beispiel Hilfe in einer globalen Notlage. "Die K.I. hat uns in der Pandemie nicht so gut geholfen wie wir [Forscher] uns das erhofft hatten." Ein weiteres ungelöstes Problem sieht Richard in der digitalen Informationsflut und dem Fehlen von guten Zusammenfassungen. Hier setzt sein neues Startup you.com an – eine Suchmaschine, die mit K.I.-getriebenen Zusammenfassungen, strikter Privatsphäre und nachhaltigem Wirtschaften Google Konkurrenz machen soll. Was Richard über die K.I. in Deutschland und den USA denkt, warum er seinem Dresdner Gymnasium gerade ein Innovationszentrum gestiftet hat und wo er am liebsten mit seinem Motordrachen hinfliegt – das alles und mehr gibt's in der neuesten Episode von Wunderbar Together. Viel Spaß! RICHARD SOCHER: Wer mehr von Richards Paramotorflügen sehen möchte, sollte ihm bei Instagram. Auf seinem Twitter-Channel findet ihr alle Updates rund um seine neue Suchmaschine sowie seine Gedanken zu KI. Absolut empfehlenswert. Hier geht's zu seiner Website. BUCHEMPFEHLUNG VON RICHARD: Richard erzählt im Podcast begeistert von "The Three Body Problem". DEEP DIVE Eine tolle Geschichte der Zeit über Richard Socher. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank meinen wundervollen Kolleg*innen bei OSK Berlin für die Umsetzung der Website - allen voran Rafael Bolte und Gregor Schermuly. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.

  4. Der Werber: Michael Fassnacht
    21.12., 11:5000:57:11

    Michael Fassnacht ist der erste Chief Marketing Officer der Stadt Chicago in der Geschichte der Millionenstadt. In der 38. Episode des Wunderbar Together Podcasts spricht er mit uns aus seinem Büro im Rathaus, kurz nachdem er den Weihnachtsmarkt der Stadt eröffnet hat – ein kleiner Wink an die große deutsche Gemeinde dort – darüber, wie er in diesen ungewöhnlichen Job kam, und wie er Chicago zu einer neuen Marke verhelfen will. Ursprünglich stammt Michael aus einem kleinen Ort nahe Baden-Baden. Sein Leben in den USA begann als Werber für die Lufthansa, dann baute er im Silicon Valley ein Startup auf. Nach dem Umzug nach Chicago arbeitete sich Michael dort schließlich zum Chef einer der größten Werbeagenturen der USA hoch – bis ihm die Bürgermeisterin, Lori Lightfoot, 2019 den Job als Chefvermarkter der Stadt anbot. Michael nahm an, zunächst für ein symbolisches Gehalt von $1 im Jahr. Auch wenn Chicago in den Massenmedien zuletzt schlecht wegkommt und sich die Schlagzeilen um Gewalt, Abwanderung und Proteste drehen, verbindet Michael, der seit über einem Jahrzehnt mit seiner Frau, die einen Doktor in deutscher Literatur hält (“sie spricht besser Deutsch und besser Englisch als ich”) und zwei Kindern im Norden der Stadt lebt, eine große Liebe mit C-Town. “Ich bin eigentlich eher widerwillig nach Chicago gezogen. Ich hatte in Europa, Afrika, und zuletzt im Silicon Valley gelebt und wusste nicht so recht, was ich hier sollte. Aber anders als in allen anderen Großstädten bist du, wenn du hier ankommst, kein Tourist. Du bist sofort Teil der Stadt. Und wenn du eine gute Idee hast, dann kannst du sie hier umsetzen.” Jetzt verantwortet er, wie sich die Metropole in der Welt verkauft. Es ist kein einfacher Job. “New Yorks Marke ist besser als seine Realität – in Chicago ist das genau umgekehrt. Die Lebensqualität hier ist gut, aber der Ruf nicht.” Während die Massenmedien aktuell vor allem negativ über Chicago berichten, setzt Michael auf den Social Media Kanälen der Stadt auf ganz andere Neuigkeiten - auf die vielen Unternehmen, die nach Chicago ziehen, die vielen Stellen, die geschaffen werden, und die vielen neuen sozialen Initiativen der Bürgermeisterin. Michaels Plan für den neuen Claim der Stadt ist eine “City of Stories”, die sich ganz bewusst von der Vergangenheit abgrenzt, “in der wir hauptsächlich die Geschichten von weißen Männern erzählt haben”. Dabei stellten Weiße letztlich nur 30 Prozent der Bevölkerung in den insgesamt 77 Neighborhoods, so Michael, und die besten Gründe, Chicago zu mögen, seien auch anderswo zu finden. Die Diversität sei einer der größten Schätze der Stadt. Aber stimmt es eigentlich wirklich, dass Amerikaner besser im Marketing sind als Deutsche? Ja, sagt Michael. “Meine Kinder haben Storytelling schon in der Schule gelernt. Und es mag vielleicht auch etwas besser klingen, im Englischen Geschichten zu erzählen als im Deutschen, aber vor allem trauen sich Amerikaner, beim Erzählen Gefühle zu erzeugen.“ Die Deutschen versuchten dagegen meist, rational zu überzeugen. Aber das sei nicht der richtige Weg, um eine Marke zu schaffen. Da spiele Emotion die größte Rolle – und „deswegen schaffen Amerikaner es besser, große Marken zu bauen“, sagt der Werber. Was er in Jahrzehnten Werbung gelernt hat, was er aus seiner Heimat vermisst und warum ihr unbedingt Chicago besuchen solltet – das alles und mehr gibt’s in dieser Folge. Michael Fassnacht: Wer mehr von Michael erfahren möchte, kann ihm bei Twitter oder LinkedIn folgen. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank meinen wundervollen Kolleg*innen bei OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.

  5. Die Schauspielerin: Christiane Seidel
    26.11., 15:1501:39:36

    Ihren Einstieg hatte sie in einer Nebenrolle bei "Law & Order", der Durchbruch kam mit Boardwalk Empire, und nun hat sie gerade die Erfolgsserie "The Queens Gambit" (Damengambit) und einen noch geheimen Hollywoodfilm abgedreht: die Schauspielerin Christiane Seidel ist eine der erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen im amerikanischen Film- und Fernsehgeschäft. In der 37. Folge des Wunderbar Together Podcasts blicken wir mit ihr hinter die Kulissen des Traumberufs Schauspieler*in, tauchen in ihr Leben mit ihrem Mann und ihren Zwillingen in Brooklyn ein, wo die Familie Deutsch, Dänisch, Chinesisch und Amerikanisch spricht – und diskutieren über die Unterschiede im deutschen und amerikanischen Filmbusiness. Geboren im texanischen Wichita Falls, wo ihr deutscher Vater als Marineflieger auf der NATO-Base arbeitete und dort gemeinsam mit ihrer dänischen Mutter lebte, kam Christiane als Dreijährige wieder zurück nach Deutschland. “Ich war nicht so die beliebteste Schülerin, ich hatte mit Mobbing zu tun, und auf der Bühne war ich ganz frei. Wenn ich nur ich selber war, hab' ich mich oft nicht so wohl gefühlt. Ich bin dann nach Dänemark gegangen, ins Ausland, dort habe ich mich gefunden, aber die Bühne, das Theater, war immer dabei. Also die totale Freiheit.” Ausgebildet am Lee Strasberg Institute in New York – “das ist in Deutschland sehr bekannt, aber eigentlich gibt es hier auch noch viele Schulen die genauso gut oder besser sind” – kam Christiane als Novizin ins New York Geschäft und war zunächst froh um jeden Job, ob als Hostess bei Events, Sex & The City-Tourguide oder Mini-Rolle in Werbespots. “Die Tiefpunkte und Zweifel kann ich gar nicht mehr zählen. Und hätte ich damals gewusst, was ich jetzt über die Branche weiß, weiß ich gar nicht, ob ich mich das alles getraut hätte. Aber Eddie, mein Mann, war immer mein größter Unterstützer. Er hat mich immer gepusht, wenn ich aufgeben oder einen 'richtigen Job' suchen wollte. Er hat mich weitergezogen und weitergeschoben.” Als sie 2009 für ihre erste Rolle in "Law & Order" gebucht wird, “war das für mich das erste Mal, dass ich dachte ‘vielleicht bin ich nicht total auf dem Holzweg’.” Und als sie schließlich in "Boardwalk Empire" landet, spielt sie sich in die Herzen und Bücher der Autoren und bleibt statt einer Folge für vier Staffeln. “Ich habe lange danach erfahren, dass sie mich mehrfach rausgeschrieben hatten – aber es ging dann doch weiter.” Die Sprachen, zwischen denen Christiane aufwuchs, sind inzwischen ihr Wettbewerbsvorteil. “Als ich hierher kam, hatte ich einen deutschen Akzent und wurde nur für deutsche Sachen gecastet. Ich habe mich dafür geschämt – und habe mir den Akzent mühsam mit einem Coach abgearbeitet. Es ist ein komischer Prozess weil man das Gefühl hat, seine Identität zu verlieren. Inzwischen hat sich die Branche verändert, es gibt jetzt Diversity im Film und mehr Menschen mit Akzenten werden eingesetzt. Plötzlich ist man für die Amis exotisch und interessant als Deutsche oder Dänin.” Als Christiane während eines Drehs herausfand, dass sie Mutter von Zwillingen werden würde, erzählte sie es am Arbeitsplatz nur dem Regisseur, der sich, selbst Zwilling, riesig freute. Ansonsten behielt sie die News erstmal für sich – und ging dann durch eine Phase, in der sie kaum gecastet wurde. “Es gibt im meinem Umfeld sehr wenige Schauspielerinnen mit Kindern. Es ist schwer. Und wenn man Crew Member ist, ist es noch schwerer, mit den langen Tagen und der Nachtarbeit. Es ist keine familienfreundliche Arbeit. Ich habe noch nie meine Kinder mit am Set gehabt oder so. Das kommt gar nicht zur Sprache.” Inzwischen sind die Zwillinge vier, und Christiane gefragter denn je. Zuletzt war sie als strenge norwegische Heimleiterin im Damengambit (“The Queens Gambit”) zu sehen und drehte im August mit Morgan Freeman, Oscar-Gewinnerin Juliette Binoche und Veronica Ferres im heißen Mississippi einen Kinofilm. “In Deutschland heißt es manchmal am Set auch einfach nur; Spaß haben. ‘Let’s shoot the shit!’ Hier am Set gibt es eine strenge Hackordnung. Und das führt dann auch manchmal dazu, dass sich einige Leute benehmen als wären sie die Nummer 1 auf dem Call Sheet, also der Rangliste der Schauspieler am Set, auch wenn sie weit davon entfernt sind. Und dann gibt es Oscar-Gewinner wie Juliette Binoche, die total entspannt sind. Sie ist eine sehr gebende Schauspielerin. Auch wenn die Kamera nicht auf sie gerichtet ist, ist sie trotzdem voll mit dabei.” Für die Zukunft hofft Christiane auf mehr Filmproduktionen mit ihrem Mann Eddie, mit dem sie gemeinsam eine Produktionsfirma führt. Im Jahr 2021 mussten die beiden sich aber in ihrer Heimat New York mit den Hassangriffen gegen asiatische Menschen auseinandersetzen, die ihren Mann massiv verängstigten. “Es wurde so extrem, dass mein Mann nicht mit den Kindern einkaufen gehen wollte. Er hat gesagt ‘geh du mit den Kindern’. Er hatte Angst um die beiden. Wir hatten auch sehr viel Angst um seine Mutter. Angriffe gingen ja häufig gegen ältere Frauen. Eddie deswegen auch ganz lange vermieden, Subway zu fahren. Jetzt ist es ein bisschen aus den Medien verschwunden, aber es wird leider einfach weniger darüber berichtet.” Gemeinsam halten die beiden durch – in New York, im Filmgeschäft, und mit Zwillingen. “Life is not a race, overnight successes gibt es nicht. Die sind meistens 10-20 Jahre in the making”, sagt Christiane. Und: es gibt nepotism. Die meisten Menschen, die ganz jung und erfolgreich sind als Schauspieler, kommen aus einer Hollywood-Familie. Die sind einem Jahre oder Jahrzehnte voraus. Man muss also einen langen Atem haben, wenn man wirklich diesen Traum hat. Und man kann und muss seine Träume anpassen, in Frage stellen, mit der Realität, die sich verändert, und mit einem selbst." CHRISTIANE SEIDEL: Wer mehr von Christiane erfahren möchte, kann ihr bei Instagram oder Twitter folgen. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.

  6. Der Moderator: Steven Gaetjen
    18.10., 08:3001:20:29

    Seit fast zwanzig Jahren berichtet er live von den Oscars und bringt die amerikanischen Superstars wie Brad Pitt, Angelina Jolie, Tom Hanks oder Will Smith ins deutsche Fernsehen: der Moderator Steven Gätjen. Doch die USA bedeuten für ihn viel mehr: eine Kindheit zwischen Swimmingpools in Arizona; tagelange Ausflüge nach Disneyworld in Florida; der erste Job als Hilfskellner in Virginia, für 2.50 USD die Stunde; Beach Volleyball am Strand von Los Angeles mit einem jungen Schauspieler – seinem Bruder Andy. „Wenn ich irgendwo in Amerika aus dem Flugzeug steige und die Luft einatme, dann ist das für mich nach Hause kommen“, sagt Steven Gätjen. 1972 kommt er in Phoenix als Kind deutscher Expats zur Welt, seine Mutter bekommt ihn und seine Brüder „eher aus Langeweile“, während der Vater Karriere als Arzt macht. Die Familie zieht einige Jahre später nach Hamburg, doch Steven kehrt immer wieder zurück: High School, Studium und sogar die ersten Gehversuche im Fernsehen – all das erlebt er in seinem Geburtsland. „Ich hätte es auch da schaffen können“, sagt er. Ein Jobangebot zieht ihn nach dem Studium schließlich ins deutsche Privatfernsehen. Als ihn 1992 Pro7 zum ersten Mal zur Oscar-Verleihung schickt – „das war reines Glück!“ – kann er nicht ahnen, dass die Interviews am roten Teppich sein Markenzeichen werden. Jedes Jahr wühlt er sich seither tief hinein in die Leben der Stars, um im richtigen Moment die richtige Frage zu stellen. „Wir haben immer eine dicke A-Z-Mappe dabei, mit allen Nominierten und Fragen für jeden. Wenn ich jemanden anspreche, dann suche ich nach einem positiven Einstieg, der klar macht, dass ich die Person gut kenne, auch wenn sie mich nicht kennt.“ Inzwischen muss er während der mehrstündigen Live-Marathons aber weniger betteln. Nach zwei Jahrzehnten gehört er nicht nur für die Fernsehzuschauer zum Oscar-Inventar, sondern auch für manche Stars. „Tom Cruise zum Beispiel vergisst nichts. Der Typ ist unglaublich. Letztes Mal kam er auf mich zu und meinte als erstes: ‚wie war’s mit deiner Mom in New York?’ Er hatte sich von unserer letzten Begegnung gemerkt, dass ich eine Reise mit meiner Mutter geplant hatte.“ Was Steven bei US-Stars im Vergleich zu deutschen Pendants auffällt, ist die Professionalität. „In Deutschland höre ich oft: ‚Och, die Frage haben mir die anderen zwei auch schon gestellt." Will Smith kriegt die selbe Frage auf Pressetour wahrscheinlich 8.000 Mal – trotzdem antwortet er jedes Mal freundlich.“ Auch bei vielen Preisverleihungen, die er moderiert, geht ihm etwas ab: „Die Leichtigkeit. Wir Deutschen können uns nicht selber feiern, das ist uns peinlich. Und das nervt mich.“ Trotzdem bricht er eine Lanze fürs deutsche Fernsehen. „Wir haben in Deutschland weniger Teleprompter und mehr Freiheit, Spontaneität, Flexibilität. Und wir haben Set Designer und die Producer, die echt geiles Fernsehen machen. Da stehen wir in nichts nach.“ In der 36. Folge des Wunderbar Podcasts besprechen wir auch, warum Steven einst ein Restaurant in New York besaß – und wie er seinen Lebensabend mit Schokoladenkeksen am Manhattan Beach verbringen will. Viel Spaß! STEVEN GÄTJEN: Wer mehr von Steven Gätjen erfahren möchte, kann ihm bei Instagram und bei Twitter folgen. Noch mehr Steven gibt's auf stevengaetjen.com Wir bedanken uns für die Unterstützung dieser Folge bei Stevens Kollege, dem großartigen Moderator und Coach Alexander Mazza, der uns mit Steven zusammengebracht hat! Danke Alex! KINO ODER COUCH: Jede Woche stellt Steven Gätjen die wohl wichtigste Frage – nämlich „Kino oder Couch“? Mit seinen Gästen plaudert er über Filme, Serien und das private Leben. Es geht um die größten Leinwandhelden, gefeierte Serien, den ersten Kinobesuch, Guilty-Pleasure-Filme, Couchlümmelei, private Einblicke und unterhaltsame Insides. WEITERE PODCASTS: Steven hostet zudem einen weiteren Podcast: In Money Money spricht Steven alle 2 Wochen mit einer prominenten Persönlichkeit über das Thema Geld und Anlagestrategien. Zudem hat er uns verraten, dass bald ein dritter Podcast von ihm kommt - Hollywood Crime. Also Augen auf. #GOSLINGGATE: Wir haben viel mit Steven über den sog. #goslinggate gesprochen. Wer erinnert sich noch dran? Für diejenigen, die damals nicht mitbekommen haben, welchen Streich Joko und Klaas den Organisatoren der Goldenen Kamera gespielt hatten, dann hier entlang. DIE WUNDERBAR TOGETHER CREW: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer schnell und unkompliziert eine Podcast-Seite braucht, der soll sich einfach bei OSK Berlin melden. Schreibt uns gerne eine Mail und wir connecten euch. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.

  7. Die Autorin: Alice Hasters
    20.09., 22:1501:23:35

    Alice kommt aus Köln, ihr Vater ist weißer Deutscher, ihre Mutter ist schwarze Amerikanerin. Im Jahr 2019 hat sie das Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ veröffentlicht, in dem sie von ihrem Leben als schwarze Frau in Deutschland erzählt - und auch ihre Erlebnisse mit ihrer Familie in Philadelphia schildert, wo sie zeitweise aufgewachsen ist und gelebt hat. Vor allem aber hat sie weißen Menschen die Augen geöffnet für den Rassismus in unserem Alltag. „Ich wäre nicht darauf gekommen, das Buch zu schreiben“, sagt Alice im Wunderbar Together Podcast. „Ich hatte Kolumnen auf einem Blog geschrieben, kleinerdrei.org, und dann kamen Buchagenten auf mich zu. Ich glaube, dass ich es dem Buch „Why I’m No Longer Talking To White People About Race“ von Reni Edno-Lodge zu verdanken habe. Ihr Buch war sehr erfolgreich, und deswegen haben sich Verlage für mein Thema interessiert.“ Alice’s Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ schlägt von Anfang an ein wie ein Blitz in Deutschland. Aber richtig krass wird der Sturm um das Buch nach dem Mord an George Floyd in den USA und den Protesten gegen den systemischen Rassismus, die im Jahr 2020 die ganze Welt erfassen. Plötzlich ist Alice auf allen Kanälen, Zehntausende folgen ihr online, ihr Buch gilt nun als eine Art Standardwerk und Alice als öffentliche Person, die auf der Straße erkannt wird. „Auf Social Media hatte ich den Eindruck, ich werde zu einer Art Spielfigur für die Leute. Die wollen dann was sehen, wollen einen Knopf drücken und du bist für sie da. Dafür muss man gemacht sein.“ Gerade hat sich Alice zum ersten Mal eine längere Pause von den sozialen Medien genommen, sogar von ihrem langjährigen Podcast Feuer & Brot. Ihre Eltern und Schwestern haben sie die ganze Zeit über unterstützt, "auch wenn es für sie nicht leicht war, denn das Buch ist auch sehr persönlich. Aber es gibt ja den bekannten Satz: 'If you have an author in your family, you're screwed.'" In der 35. Folge von Wunderbar Together erklärt Alice nicht nur, wie schwer sie sich immer noch damit tut, eine öffentliche Person zu sein, sondern auch dass Schwarzsein in ihrer zweiten Heimat USA etwas ganz anderes ist, als in Deutschland. „Das deutsche Schwarzsein ist heterogen und unausgereift. In den USA kommt mir vieles klarer, geklärter vor. Da gibt es eine gemeinsame Geschichte, den transatlantischen Sklavenhandel. Das ist auch meine Geschichte und die meiner Familie. In Deutschland gibt es das so nicht. Der gemeinsame Nenner hier ist die Rassismuserfahrung durch das Schwarzsein. Aber es gibt eigentlich nichts darüber hinaus, keine schwarze Kultur.“ Alice vermisst die USA, ihre Familie in Philly, die gemeinsamen Barbecues „am Sonntag nach der Kirche, mit Spare Ribs, Fried Chicken und Mac and Cheese“ im Haus der Cousine und auch die Ausflüge mit ihren Freunden in Plattenländen, das Unterwegssein als Black Hipster in Philly. Im Herbst plant sie ihre erste Reise seit langem – auf Einladung der John Hopkins Universität, wo sie über ihre Erfahrung als schwarze Deutsch-Amerikanerin sprechen soll. Von solchen Plattformen wünscht sie sich auch in Deutschland mehr. „Neulich wurde ich von der Black German Heritage & Research Association in Camden kontaktiert. Warum ist die in den USA und nicht in Deutschland? Ich würde mir wünschen, dass die Rassissmusforschung in Deutschland noch stark erweitert wird – es gibt viele Leute, die darüber diskutieren wollen.“ Während Alice inzwischen an ihrem zweiten Buch arbeitet - „über Identität und Krise, Erscheinungsdatum September 2022“ – steht ihr Erstes immer noch auf der Bestsellerliste. Die Auflage geht längst in die Hunderttausende, und zwar sowohl für das Gedruckte als auch für das Hörbuch. Aber jetzt erstmal: viel Spaß bei Wunderbar Together mit der Autorin und Journalistin Alice Hasters! ALICE HASTERS: Wer mehr von Alice erfahren möchte, kann ihr bei Instagram folgen. FEUER & BROT Einmal im Monat spricht Alice mit ihrer besten Freundin Maxi Haecke (beide gebürtige Kölnerinnen) im Podcast Feuer & Brot. Hierbei geht es um gesellschaftlich relevante, popkulturelle und persönliche Themen wie z.B. Rap, Feminismus, Kulturelle Aneignung, Männlichkeit oder auch mal das Tabuthema der weiblichen Lust oder Menstruation. Reinhören! ALICE HASTERS BEI ALLES GESAGT: Wer immer noch nicht genug von Alice hat, kann sich den Marathon-Podcast (6 Stunden und 37 Minuten) von Alice mit Jochen Wegner und Christoph Amend anhören. DIE WUNDERBAR TOGETHER CREW: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. EVENT-TIPP (WERBUNG): Wir möchten euch auf das Event Future Forum hinweisen, auf dem Felix übrigens selbst schon mal als Redner war. Das Event wird vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus New York veranstaltet. Dieses Jahr findet das Future Forum am 14. und 15. Oktober hybrid in Chicago und online statt, wo Deutsche und Amerikanische Wissenschaftler, Forscher, Unternehmer, Innovateure und Experten unter dem Motto „Before After“ zusammengebracht werden. Die Teilnahme ist kostenlos und ab Ende des Monats kann man sich auf der Website registrieren.

  8. Der Receiver: Amon-Ra St. Brown
    20.08., 10:0001:22:02

    Was bedeutet es, zwei größere Brüder zu haben und jeden Tag gegen beide zu rennen, zu springen und Gewichte zu stemmen, weil der Vater es so will? Wie fühlt es sich an, wenn man dann Football-Profi wird – und die beiden Brüder auch? Und was passiert, wenn die eigene Mama trotzdem jedes Jahr aus Kalifornien zum Karneval nach Köln fährt? Dies und mehr besprechen wir mit Amon-Ra St. Brown, mit gerade mal 21 Jahren frisch gebackener Profi und Wide Receiver bei den Detroit Lions in der NFL (National Football League), der sich zwischen Fitnesstraining und Video-Game-Session Zeit für Wunderbar Together nimmt. Als Kind lebt Amon-Ra St. Brown im Sommer bei den Eltern seiner Mutter Miriam St. Brown in Leverkusen, aber zuhause ist er vor allem in Kalifornien, im Umfeld seines Vaters John St. Brown. Der ist professioneller Bodybuilder und hat, obwohl er sich als schwarzer Amerikaner in seiner Karriere häufig Rassismus ausgesetzt sieht, den Mr. Universe-Titel gewonnen – gleich zweimal. Seinen ältesten Sohn Equanimeous benennt er nach dem Wort equanimity, Gelassenheit. Den zweiten, Osiris, nach dem ägyptischen Gott der Unterwelt, und Amon-Ra, den jüngsten, nach dem Gott der Sonne. „Mein Vater kommt aus einer Familie in Compton, die immer wenig hatte, und er wusste genau, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Er hat uns jeden Tag gezeigt, dass wir hart arbeiten müssen. Ich habe Fußball, Basketball und Football gespielt als ich kleiner war und er hat kein einziges Spiel verpasst. Er war unser Trainer – jeden Tag.“ Disziplin, Dauerdrill und Talent bringen Equanimeous schließlich zu den Green Bay Packers, Osiris zu den Cardinals der Stanford-University – und Amon-Ra nach Detroit, wo er gerade erst Fuß fasst und die harte Disziplin auch ohne Familie weiterlebt: Kein Alkohol, keine Geldverschwendung, kein Zuspätkommen, kein Ausschlafen. Amon-Ra beherrscht sein Leben wie seine zwei Identitäten, auch wenn ihn der Rassismus in den USA beschäftigt, denn „ich sehe mich als halb weiß-deutsch und halb schwarz-amerikanisch – aber die Realität ist, wenn ich auf die Straße gehe, denken die Leute ich bin schwarz.“ Dass die Familie St. Brown auch andere Seiten hat, zeigt Mutter Miriam, die jeden Februar ohne ihre Männer in den rheinischen Karneval verschwindet und auch im kalifornischen Heim Karnevalsmusik auflegt – obwohl Amon-Ra lieber zu Trap tanzt. Seine Beine seien insgesamt sein wichtigstes Asset, sagt er, und neben dem Bällefangen Fokus seiner Vorbereitung auf die erste Saison in einer der anspruchsvollsten Ligen der Welt. „Die Knie müssen halten. Aber jeder verletzt sich in der NFL irgendwann. Das muss man aushalten.“ Seine größte Sorge ist eine andere: „Dass jemand anderes härter arbeitet als ich.“ AMON-RA ST. BROWN: Amon-Ra ist sehr aktiv auf Instagram, auf Twitter und auf YouTube. Wenn ihr also mehr von Amon-Ras Leben erfahren möchtet, folgt ihm auf seinen Kanälen. USC-HIGHLIGHTS VON AMON-RA ST. BROWN: Ein Zusammenschnitt der besten Szenen von Amon-Ra St. Brown aus seiner College-Zeit. DOKUMENTATION VON AMON-RA IM SPORTSTUDIO: Hier gibt es eine tolle ZDF-Sportreportage über das Ausnahmetalent Amon-Ra St. Brown und seinen Weg in die NFL. DIE WUNDERBAR TOGETHER CREW: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und versuchen jede Mail zu beantworten. EVENT-TIPP (WERBUNG): Wir möchten euch auf das Event Future Forum hinweisen, auf dem Felix übrigens selbst schon mal als Redner war. Das Event wird vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus New York veranstaltet. Dieses Jahr findet das Future Forum am 14. und 15. Oktober hybrid in Chicago und online statt, wo Deutsche und Amerikanische Wissenschaftler, Forscher, Unternehmer, Innovateure und Experten unter dem Motto „Before After“ zusammengebracht werden. Die Teilnahme ist kostenlos und ab Ende des Monats kann man sich auf der Website registrieren.

  9. Der Student: Shahab Gharib
    27.07., 11:2501:13:09

    „Ich bin eigentlich normal“, sagt Shahab Gharib. „Ich bin Student.“ Für die meisten ist das, was er geschafft hat, aber alles andere als normal. Shahab Gharib, geboren 2008 in Karlsruhe, ist mit gerade mal 13 Jahren der jüngste Student der Pace University in New York! Er studiert Geschichte und am Tag des Interviews hat er gerade einen Test zum Verhältnis von Russland und Europa im 17. Jahrhundert bestanden. Der Student nimmt sich trotzdem viel Zeit für uns und erlaubt sogar, dass sein Vater Bardia Gharib mit ans Mikro kommt. „Er ist ein ganz normaler 13-jähriger, der schneller lernt als andere“, differenziert Bardia Gharib - „aber er ist auch der Doofel, der sein Zimmer nicht aufräumen kann.“ „Mutwillig nicht aufräumt“, wirft Shahab Gharib sofort ein. Ansonsten versucht Shahabs Papa, ehemals Boxtrainer, seinem Sohn Disziplin und Selbstlosigkeit vorzuleben. Und: dass das Leben nicht so kompliziert ist. „Ich bin durch und durch Optimist“, sagt Bardia Gharib. „Sehr nervig“, ruft sein Sohn. Wie Shahab Gharib selbst und seine Eltern gemerkt haben, dass er hochbegabt ist, warum sie für ihn ihr Haus am Strand von Florida gegen eine Einzimmerwohnung in Harlem eingetauscht haben und warum das Wunderkind auch vom Fliegen träumt, dass alles erfahrt ihr in der 34. Episode des Wunderbar Together Podcasts. Und Papa Bardia lädt euch ein: wenn ihr mal in New York seid - bei Familie Gharib gibt’s immer guten Kaffee. „Meldet euch! Ich hab noch nie ein unnötiges Gespräch geführt.“ Viel Spaß mit Shahab Gharib und seinem Papa Bardia Gharib! Wer noch mehr von Shahab Gharib erfahren möchte, kann ihm gerne auf Instagram folgen. DIE WUNDERBAR TOGETHER PODCAST CREW: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und versuchen jede Mail zu beantworten. PODCAST-EMPFEHLUNG: Wer sich für unser Thema interessiert, dem möchten wir den Podcast unseres guten Freunds Christian Byza - das OMR Silicon Valley Update - ans Herz legen. In diesem Podcast spricht Christian mit sehr spannenden deutschen Unternehmern, Gründern und Führungskräften aus dem Silicon Valley. Auch wir stoßen in diesem Podcast immer wieder auf spannende Gäste. Abonnier den Podcast hier.

  10. Der Angstforscher: Prof. Stefan Hofmann
    08.07., 10:2501:17:12

    Tiefer Fall? Dunkelheit? Giftschlangen? Wir, Olli und Felix, haben vor all dem und noch viel mehr Dingen Angst. Prof. Stefan Hofmann nicht. "Nein", antwortet er ganz ruhig auf unsere Angstfragen. Als einer der weltweit bekanntesten Experten auf dem Gebiet der Angststörungen und der kognitiven Verhaltenstherapie sorgt er sich eigentlich nur um ganz wenige, ganz große Dinge: Einsamkeit. Tod. Klimawandel. "Davor haben wir alle Angst", sagt er. Um die Spinnen, die Monster, den Herzinfarkt? Da kümmert er sich wenn's passiert. Nicht vorher. Beneidenswert. Stefan G. Hofmann ist der erste Professor, den wir duzen dürfen. Die Angst als Thema hat er im Studium entdeckt - und sie hat ihn nicht mehr losgelassen. Seit 1996 lehrt und forscht er an der Boston University, einer der größten privaten Universitäten in den USA. Er leitet dort das Psychotherapy and Emotion Research Laboratory, hat mehr als 400 wissenschaftliche Artikel in Fachmagazinen und 20 Bücher zum Thema Angst veröffentlicht. Nun kehrt er nach Deutschland zurück, als LOEWE-Spitzen-Professor wird er in Zukunft an der Philipps-Universität in Marburg lehren. Stefan hat zudem 2021 eine Alexander von Humboldt-Professur, den höchstdotierten internationalen Wissenschaftspreis Deutschlands, bekommen. Möbel kaufen muss er trotzdem selbst: seine Frau und die zwei Kinder bleiben zunächst in Boston. In der 33. Folge des Wunderbar Together Podcast spricht Stefan darüber, wovor sich Deutsche und Amerikaner am meisten fürchten, wie sich unsere Ängste in der Pandemie verändert haben und wie wir beide unsere allergrößte Angst - die vor dem Fliegen - besiegen können. "Trinken, Wetterkarten studieren, das ist alles nur Vermeidung. Man muss sich in die Angst hineinlehnen", sagt Stefan. "Ihr müsst euch mit der Angst intensiv auseinandersetzen, um sie zu bekämpfen." Wie soll das gehen? Wir finden es raus – und werfen auch einen Blick in die Zukunft der Angst: "Psychedelika sind das nächste große Ding." Viel Spaß, und vor allem keine Angst, mit Professor Stefan G. Hofmann! HIER GIBT ES HILFE UND BERATUNG BEI PROBLEMEN UND DEPRESSIONEN: Speziell in der aktuellen Pandemie leiden viele Menschen unter erhöhtem Stress. Sie verbringen viel Zeit alleine zu Hause und haben deutlich weniger Kontakt zu Freunden und Angehörigen. "Nichts ist toxischer für psychische Störungen als Einsamkeit", sagt auch Prof. Stefan Hofmann im Podcast. Für solche Probleme, aber auch für jegliche Form von Krisen und Depressionen gibt es in Deutschland unterschiedliche Hilfsangebote. - u.a. die allgemeine Telefonseelsorge. Telefonseelsorge: anonyme, kostenlose Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit unter den bundesweiten Telefonnummern (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222. Die Telefonseelsorge bietet auch eine Mail- und eine Chat-Beratung an. Zudem: Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe: erreichbar Montags, Dienstags und Donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie Mittwochs und Freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr unter (0800) 33 44 533. Die Deutsche Depressionshilfe bietet auch einen Selbsttest sowie Informationen und Adressen rund um das Thema Depression an. Diskussionsforum Depression: Erfahrungsaustausch für Betroffene und Angehörige. WEITERER PODCAST MIT PROF. STEFAN HOFMANN: Der Angstforscher war zuletzt beim NDR-Podcast "Die Idee" zu Gast. Hört euch die Folge hier direkt an. WEITERE INFORMATIONEN ZU PROF. STEFAN HOFMANN: Hier findet ihr mehr Informationen zur Forschung des Angstforschers in Boston. Für die nächsten fünf Jahre ist Stefan Hofmann von seiner Forschung in Boston beurlaubt. Stefan Hormann ist Preisträger der Alexander von Humboldt-Professur 2021 und leitet aktuell eine LOEWE-Spitzen-Professur an der Philipps-Universität Marburg. DIE WUNDERBAR TOGETHER PODCAST CREW: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und versuchen jede Mail zu beantworten. PODCAST-EMPFEHLUNG: Wer sich für unser Thema interessiert, dem möchten wir den Podcast unseres guten Freunds Christian Byza - das OMR Silicon Valley Update - ans Herz legen. In diesem Podcast spricht Christian mit sehr spannenden deutschen Unternehmern, Gründern und Führungskräften aus dem Silicon Valley. Auch wir stoßen in diesem Podcast immer wieder auf spannende Gäste. Abonnier den Podcast hier.

  11. Der Hip-Hop-Fotograf: Pascal Kerouche
    22.06., 00:0502:02:35

    Nach dem Abi fliegt Pascal Kerouche mit einer Handvoll Dollar nach New York. Im Gepäck hat er wenig außer den Traum, einen Dokumentarfilm über Hip-Hop zu drehen. Er landet mitten in Parkchester, einem Viertel in der Bronx - für den Jungen aus Bremervörde ein großer Schritt in eine andere Lebensrealität: „Meine Zeit in der Bronx war wie in einem Actionfilm“, sagt Pascal. Die Kamera immer in der Hand filmt und knipst er sich durch Parties, Studios und gelegentliche Schießereien - bis er zufällig Rap-Superstar Snoop Dogg begegnet. Es wird sein Durchbruch als Hip-Hop-Fotograf: aus einem Abend mit vielen Bildern entstehen Monate und Jahre engster Zusammenarbeit. „Wo Snoop war, war ich auch.“ Ob tagelang im Studio oder monatelang auf Tour - Pascal ist Snoops persönlicher Fotograf und Begleiter, gestaltet dessen beispiellose Karriere mit und lernt Hip-Hop als Kultur kennen, die weit über das hinausgeht, was davon in Deutschland ankommt: „es ist ein Teil der Gesellschaft - eine Lebenseinstellung.“ In der 31. Folge des Wunderbar Together Podcasts erklärt Pascal, wie er vom Snoop-Chronologen schließlich zum bekanntesten Hip-Hop-Fotografen der Deutschen avanciert und in seiner neuen Heimat Hamburg mit einer der bekanntesten und umstrittensten Hip-Hop-Crew des Landes, 187 Straßenbande, zusammenwächst. Inzwischen durch Vorstrafen und Gefängnisaufenthalte in Verruf geraten, verteidigt Pascal die Gangster-Rapper und berichtet von einer gemeinsamen Reise in den Libanon, die Heimat seines Vaters. Warum der 38-Jährige New York vermisst, was deutschen und amerikanischen Hip-Hop unterscheidet und warum Pascal daran arbeitet, deutsche Hip-Hopper in die USA zu bringen - das alles und mehr gibt’s im Podcast. Viel Spaß! Pascal Kerouche: Folgt Pascal auf Instagram und auf Twitch. Hier geht's zu seiner Website. Auf Arte Tracks findet ihr ein tolles Kurzportrait von Pascal Kerouche. Hier geht es unter anderem um die Entstehung seines ersten Buches - Snapshot Stories. Bücher von Pascal Pascal hat bereits zwei Bücher über Hip-Hop herausgebracht: Snapshot Stories und Zwei Null Eins Sieben. Im Vice-Magazin zeigt Pascal exklusiv Fotos aus seinem letzten Bildband 'Zwei Null Eins Sieben' und erzählt die Geschichten zu den großartigen Bildern. Pascals Top 3 Hip-Hop-Artists 2Pac J. Cole Polo G. Bilderstrecke von Snoop Dogg Hier findet ihr ein paar Bilder von Snoop Dogg, die Pascal geknipst hat. Das Bild von Snoop, in dem er am Auto anlehnt, gehört zu den bekanntesten Motiven von Snoop Dogg. Die Wunderbar Together Crew: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt Unsere Website: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Ihr habt Ideen für spannende Gäste oder generelles Feedback? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und versuchen jede Mail zu beantworten. Wer sich für unser Thema interessiert, dem möchten wir den Podcast unseres guten Freunds Christian Byza - das OMR Silicon Valley Update - ans Herz legen. In diesem Podcast spricht Christian mit sehr spannenden deutschen Unternehmern, Gründern und Führungskräften aus dem Silicon Valley. Auch wir stoßen in diesem Podcast immer wieder auf spannende Gäste. Abonnier den Podcast hier. Eine tolle Aktion von Spotify, die wir auch unterstützen möchten. Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2021 unterstützt Spotify gemeinsam mit Podcasterinnen und Musikerinnen die UNO-Flüchtlingshilfe #withrefugees. Parallel ging ein interessanter Podcast mit dem Namen "Beweggründe" online. Hört gerne hier direkt rein. Es ist erschreckend, aber weltweit sind mehr als 80 Millionen Menschen derzeit auf der Flucht.

  12. Der Super Bowl-Gewinner: Sebastian Vollmer
    20.05., 22:0000:58:58

    "Am Anfang hab ich kaum ein Wort verstanden", sagt Sebastian Vollmer über seinen Einstand in Texas. Mit wenig Englisch und viel zu wenig Lebendgewicht, "dafür mit Dreiviertelhose und Umhängetasche" kommt er als Rookie in seiner ersten Mannschaft an. Acht Jahre hält der Zwei-Meter-Fünf-Mann schließlich in der National Football League (NFL), der vielleicht härtesten Sportliga der Welt, durch - "obwohl ich nicht der Talentierteste war; aber ich habe immer versucht, morgens der erste im Locker Room zu sein und abends der letzte, der rausgeht" - und gewinnt mit seinem Team, den New England Patriots, als erster Deutscher überhaupt zwei Super Bowl-Championships. In Episode 30 des Wunderbar Together Podcasts gibt Sebastian, der inzwischen mit seiner Familie in Florida lebt und gerade eine Corona-Erkrankung überstanden hat, tiefe Einblicke ins Athletendasein. Von 150 Kilo Kampfgewicht, bei dem Treppen zur Herausforderung und Stühle zu Sperrholz werden, über seine Mentoren - „es gibt bestimmte Menschen im Leben, die nur das Beste für jemand anderen wollen“ bis hin zu den dauernden Verletzungen, die seine Karriere auch geprägt haben. Als wichtige Stimme des Footballs zwischen Deutschland und Amerika träumt der 36-jährige Rheinländer heute vor allem davon, die NFL nach Deutschland zu bringen: "das ist und bleibt ein lebenslanges Ziel." Sebastian Vollmer: Folgt Sebastian auf @sebastianvollmer auf Instagram und Twitter. The Vollmer and Kuhn Show: Sebastian hostet auch einen eigenen Podcast - The The Vollmer and Kuhn Show. In diesem Podcast spricht Sebastian regelmäßig mit dem ehemaligen NFL-Profi Markus Kuhn über aktuelle Themen aus der NFL oder aus ihrem Leben nach der aktiven Profikarriere. Abonniert den Podcast hier Tom Brady und Sebastian Vollmer: Schaut zu, wie Sebastian Vollmer seinem ehemaligen Teamkollegen und dem Quarterback-Superstar Tom Brady Deutsch beibringt. Sebastians Musiktipp: Curbside von Kid Quill. Die Wunderbar Together Crew: Redaktion und Moderation: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Redaktionelle Mitarbeit: Johanna Mohrs Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt Unsere Website: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Ihr habt Ideen für spannende Gäste oder generelles Feedback? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Wer sich für unser Thema interessiert, dem möchten wir den Podcast unseres guten Freunds Christian Byza - das OMR Silicon Valley Update - ans Herz legen. In diesem Podcast spricht der US-Experte mit sehr spannenden deutschen Unternehmern, Gründern und Führungskräften aus dem Silicon Valley. Auch wir stoßen in diesem Podcast immer wieder auf spannende Gäste. Abonnier den Podcast hier.

  13. Der Produktmanager: Christian Byza
    04.05., 00:1001:34:28

    Er liebt Produkte über alles, macht den besten Kaffee im Silicon Valley und arbeitet Tag und Nacht in seiner ausgebauten Garage: Christian Byza alias @byzalativ. “Ich bin Perfektionist. Mein Mantra: Every Pixel Counts”, sagt er, und dass er den Spitznamen schon als Jugendlicher im niedersächsischen Vechta weghatte, “weil ich schon immer gern im Superlativ spreche.” Als deutscher Digitaler in San Francisco arbeitet Christian tagsüber als Produktmanager für virtuelle Events beim sozialen Netzwerk LinkedIn, aber schraubt ansonsten jede Minute an und in seiner Garage – manchmal mit seinem kleinen Sohn, neuerdings aber vor allem viel hinterm Mikrofon: Im “Silicon Valley Update” spricht Christian jede Woche mit deutschen Unternehmer*innen in seiner Region. “Ich freue mich, mal auf der anderen Seite des Mikros zu sein.” Im Wunderbar Together Podcast treffen wir Christian ganz entspannt an – sein Arbeitgeber hat gerade allen Mitarbeiter*innen überraschend eine Woche freigegeben. Keine Selbstverständlichkeit im Valley, das Christian als “ein eigenes Land, nicht die USA” beschreibt – voller Überflieger, Perfektionisten und Träumer aus der ganzen Welt. So kommt’s dass ihm selbst das Frühstück besser schmeckt als in Norddeutschland: “Das beste Franzbrötchen der Welt, das beste Schokocroissant der Welt, die gibt es hier.” Warum Christian seinen Eltern nicht erzählt hat, dass er Porsche fährt, warum er Männerchöre vermisst und was er über die Zukunft von Events denkt – das alles und noch viel mehr gibt’s in der 29. Ausgabe von Wunderbar Together. Christian Byza: Folgt Christian auf @byzalativ quer über Instagram, Twitter und natürlich bei seinem Arbeitgeber LinkedIn. Christians eigener Podcast: Christian produziert einen eigenen Podcast, das OMR Silicon Valley Update. In diesem Podcast spricht Christian mit deutschen Unternehmern, Gründer und Führungskräften aus dem Valley. Abonnier den Podcast hier Christians Musiktipp: San Francisco von Scott McKenzie. Das beste Franzbrötchen und Schokocroissant der Welt: Laut Christian wird das beste Franzbrötchen der Welt in San Francisco zubereitet und zwar bei hahdough. Ach und ein gutes Schokocroissant gibt es bei Arsicault. Die Wunderbar Together Crew: Redaktion und Hosting: Felix Zeltner und Oliver Nermerich Mix und Schnitt: Heiner D'Alquen Artwork: Vivian Schmidt Unsere Website: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen lieben Dank an Ollis Kollegen*Innen von OSK Berlin für die tolle Umsetzung der Website. Ihr habt Ideen für tolle Gäste? Dann schreibt euren Wunschgast als Kommentar bzw. Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de.

  14. Der Kicker: Julian Gressel
    16.04., 11:4500:58:17

    Als er ankündigte, dass er bei der Fußball-WM 2022 durchaus auch für die US-Nationalmannschaft auflaufen würde, war er, der ausgewanderte Deutsche, in den Medien Tagesgespräch. „Ich freue mich auch jederzeit über einen Anruf von Jogi“, sagt Julian Gressel im Wunderbar Together Podcast grinsend. Möglich ist beides: Aufgewachsen im behüteten Vereinsleben in Mittelfranken, inzwischen Vertragsmillionär bei DC United, ist der 27-Jährige heute einer der besten Mittelfeldspieler in den USA. Spitzname: Gresselmania. In Folge 27 von Wunderbar Together spricht Julian, der mit seiner Partnerin und neugeborener Tochter in einem Vorort der US-Hauptstadt Washington D.C. lebt, über sein Ankommen in der Liga der riesigen Stadien, den Boom des Fußballs in seiner neuen Heimat und die gemischten Gefühle des Profisports in der Pandemie. „Im leeren Stadion zu spielen ist eine große Herausforderung an die eigene Motivation.“ Folgt Julian Gressel auf Instagram und hört seinen Wunderbar-Musiktipp hier: Paradise von Bazzi. Hört rein in Julians eigenen Zee Soccer Podcast. Hier spricht er gemeinsam mit dem deutschen Fußballer Fabian Herbers (Chicago Fire) über das Fußballerleben als Deutsche in der US-Profiliga. Mehr Infos findet ihr auf unserer nagelneuen Website www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Fragen, Wünsche und Kritik jederzeit an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wer sich für unser Thema ("Die coolsten Deutschen in den USA") interessiert, dem möchten wir den Podcast unseres guten Freunds Christian Byza - das OMR Silicon Valley Update - ans Herz legen. In diesem Podcast spricht der US-Experte mit sehr spannenden deutschen Unternehmern, Gründern und Führungskräften aus dem Silicon Valley. Auch wir stoßen in diesem Podcast immer wieder auf spannende Gäste. Abonnier den Podcast hier. Viel Spaß euch mit Gresselmania!

  15. Der Shootingstar: Satou Sabally
    17.03., 00:0000:57:52

    In New York geboren, in Gambia die Kindheit erlebt, in Berlin als Talent unter dem Korb entdeckt, in Dallas als Profi unter Vertrag und gerade in Istanbul auf dem Platz: Satou Sabally ist nicht nur die derzeit beste deutsche Basketballspielerin, sondern auch ein Shootingstar quer durch Kulturen, Sprachen und Stile. Was sie neben ihrer Präsenz auf dem Platz, die sie mit 1,93 Meter geballter Power ausspielt, heraushebt, ist ihre Direktheit und ihr Mut, sich gegen Ungerechtigkeit und Rassismus zu äußern. Als eine der politisch aktivsten deutschen Athletinnen stellte sie sich im US-Wahlkampf gezielt gegen die Politik des Ex-US-Präsidenten Donald Trump – "als ich beim ersten Post 3.000 Follower verloren habe, war ich dann doch geschockt". Sabally und ihre Teammitglieder der Dallas Wings gehen aber noch einen Schritt weiter – und verhindern schließlich gemeinsam mit anderen Teams der amerikanischen Profi-Frauenbasketball-Liga WNBA die Kandidatur der Politikerin Kelly Loeffler für den US-Senat – weil Loeffler Besitzerin eines WNBA-Teams ist, ein einzigartiger und heikler Fall in der Geschichte des US-Sports. Für Sabally nur einer von vielen Beweisen, dass es sich lohnt, die Plattform als Athletin zu nutzen: "Athleten dürfen sich politisch äußern. Eins meiner größten Vorbilder ist Colin Kaepernick", sagt sie über den Footballspieler, der mit seiner Entscheidung, nicht für die Nationalhymne aufzustehen, sondern zu knien, um auf systematische Polizeigewalt aufmerksam zu machen, erst für einen Eklat sorgte und schließlich seinen Job verlor. "Er hat für seine Überzeugung alles geopfert." Sabally trägt bei vielen Gelegenheiten ein T-Shirt, das ein für allemal klar macht: "More Than An Athlete", mehr als eine Athletin. Als Wandlerin zwischen den Kulturen wünscht sie sich auch in Deutschland mehr Diskussion um das Thema: "Warum lernt man in der Schule in Deutschland nix über Rassismus?" Das eigentliche Ziel der 22-Jährigem ist aber dennoch auf dem Platz: "Ich möchte die beste Basketballspielerin der Welt sein." Im Corona-Winter 2020/2021, den sie in der Saisonpause der US-Liga bei Fenerbahçe in Istanbul verbringt, bekam ihr Traum vor kurzem einen heftigen Dämpfer: Sie infizierte sich bei einem Liga-Spiel in der Türkei mit dem Virus. «Das hat mich echt umgehauen. Das war nicht normal." Von zwölf ihrer Mitspielerinnen seien acht krank geworden und hätten bei der Rückkehr die zweite Mannschaft angesteckt. "Selbst jetzt noch habe ich immer noch an meiner Kondition zu arbeiten. Ich würde jedem raten, das ernst zu nehmen, vor allem Sportlern und Sportlerinnen. Ich weiß, wir denken halt immer, dass wir ein bisschen unantastbar sind und starke Körper haben.» Wie Satou Sabally an ihrer Kondition arbeitet, welche Instagram-DMs sie mit Dirk Nowitzki und LeBron James austauscht und warum sie trotz Berlin im Herzen später mal in Gambia leben möchte – all das erfahrt ihr im Wunderbar Together Podcast! NEU: Bitte check unsere nigelnagelneue Website, ganz frisch gebacken und poliert von der Agentur OSK Berlin! Live hier http://wunderbartogetherpodcast.de. Und bitte schickt uns euer Feedback, eure Fragen und Ideen für Gäste an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Bonus: Folgt Satou auf Twitter und Instagram und genießt "Get Low" von Lil Jon, ihren Wunderbar-Musiktipp. Die Wunderbar Together Credits: Hosts: Felix Zeltner, Oliver Nermerich Producer: Peter Tooke, Heiner D'Alquen Visuals: Vivi Schmidt Vielen Dank an das Team von Wunderbar Together für den Support.

  16. Der Zocker: Tristan Schrage
    02.03., 08:3001:03:48

    Tristan Schrage lebt einen Traum, der für seine Generation exklusiv ist: "Ich spiele Videospiele und verdiene damit mein Geld." E-Sportler ist ein neuer Beruf, und der 23-Jährige - Spielername PowerofEvil - ist der erfolgreichste deutsche Spieler in den USA. Geboren in Hessen, entdeckt Tristan sein Talent beim Zocken gegen seine Brüder. Bald gewinnt er die ersten Turniere und wird schließlich von einem US-Team angeheuert. Seine aktuelle Position ist Midlaner, also Mittelstürmer und Spielaufbauer bei "League of Legends". LoL ist eine Art Online-Blitzschach, bei dem das Spielfeld in zwei Hälften geteilt ist und die Spieler versuchen, den Turm des jeweils anderen mit Armeen aus Kriegern, Monstern und Vasallen zu erobern. Was nerdig klingt ist in Wahrheit Spitzensport: "Ich trainiere zehn Stunden am Tag." Ein speziell designter Gamer-Stuhl, viel Stretching und Physiotherapie und gesundes Essen gehören genauso dazu wie spezielle Spieler-Mansions, in denen die Gamer-Teams zusammenleben, um maximal effizient zu spielen und zu trainieren. Letztendlich geht es um Fingerfertigkeit in Millisekunden; die Karrieren sind kurz, die Gehälter hoch, gemessen wird sich täglich. Auf Profi-Zocker aus Europa und Asien trifft Tristan nur bei der League of Legends World Championship, bei denen Teams aus der ganzen Welt in echten Stadien vor dem Bildschirm sitzen und gegeneinander antreten. Die Latenzen, also die Millisekunden Verzögerung, die entstehen würden, wenn die Spieler von verschiedenen Orten zugeschaltet wären, würden ein faires Spiel unmöglich machen. Über 100 Millionen Menschen verfolgen die Weltmeisterschaften live im Fernsehen und im Netz, was E-Sportler wie Tristan zu weltweiten Stars macht. Sowohl in seinem Wohnort Los Angeles als auch in seiner hessischen Heimat wird "PoweofEvil" immer häufiger auf der Straße erkannt. Wie Tristan den Spiele-Opas Felix und Olli seinen Job erklärt, was er als deutscher Zocker-Star in Kalifornien verdient und warum ihn ein riesiger Ork bewacht – das und mehr gibt's in der 26. Folge des Wunderbar Together Podcasts! Danke euch allen fürs Hören und kommt gut und gesund in den März. Der Frühling ist da! NEU: Bitte check unsere nigelnagelneue Website, ganz frisch gebacken und poliert von OSK Berlin! Live hier http://wunderbartogetherpodcast.de. Und bitte schickt uns euer Feedback, eure Fragen und Ideen für Gäste an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Bonus: Folgt Tristan auf Twitter und Instagram und genießt "Get Low" von Lil Jon, seinen Wunderbar-Musiktipp. Die Wunderbar Together Credits: Hosts: Felix Zeltner, Oliver Nermerich Producer: Peter Tooke, Heiner D'Alquen Visuals: Vivi Schmidt Vielen Dank an das Team von Wunderbar Together für den Support.

  17. Der Wahlkämpfer: Julius van de Laar
    01.02., 01:1001:05:56

    Fast wäre aus Julius van de Laar, knapp zwei Meter groß, ein Basketballprofi geworden. Der Hüne aus Heidelberg schafft den ersehnten Sprung aufs US-College und lebt seinen Traum: “Ich wollte amerikanischer als der letzte Amerikaner sein. Weil ich dazugehören wollte. Weil ich diese Kultur so genossen habe.” Doch dann verletzt er sich mehrfach. Und sieht im Fernsehen die erste große Rede eines jungen Senators aus Chicago, der Präsident werden will: Barack Obama. Van de Laar ist so fasziniert, dass er sein Leben von Ballkampf auf Wahlkampf dreht. Erst organisiert er einen Obama-Club an seiner Uni, dann ergattert er seinen ersten Job im Wahlkampfteam, als Community Organizer. Sein Job: Klinken putzen. Sein Zuhause: die Couches von Obama-Unterstützern. Sein Gehalt: "$1.500 Dollar und eine Benzinkarte." Es ist der Aufbruch in ein neues Lebens als Wahlkampfstratege und Politikberater. Heute, 15 Jahre später, zurück in Deutschland, ist er beinahe täglich als US-Politikexperte in den Medien und hinter den Kulissen einer der gefragtesten Kampagnen-Berater der Berliner Republik. Seine Sporen als Wahlkämpfer für Obama hat sich Van de Laar aber ganz unglamourös verdient: in Pickett County, SC, einem der konservativsten Orte der USA. “Als Wahlkämpfer stand ich jede Woche in den Kirchen in South Carolina und habe mitgesungen, mitgebetet – und am Schluss durfte 'Brother Julius' vor den Altar, und dann habe ich den Gospel von Obama gesungen und für ihn geworben.” Beim Wahlkämpfen helfen dem Lehrersohn aus Heidelberg nicht nur die Pfarrer, sondern auch die Daten: Zigtausend Datenpunkte sammelt die Obama-Kampagne über jeden einzelnen Amerikaner, kauft Informationen aus Wahlregistern, von Tageszeitungen und durchforstet Soziale Medien. Es ist einer der ersten datenbasierten Wahlkämpfe weltweit: "Heute sind die Datensätze pro Amerikaner um ein Vielfaches höher." In den Jahren als Einwanderer gewöhnt sich van de Laar einen amerikanischen Singsang an, der sich sogar in sein Hochdeutsch eingeschlichen hat. Wenn ihn Amerikaner treffen, können sie sein Englisch aber nur schwer einordnen: “Ich spreche Ostküstenakzent mit einem Southern Twang.” Was Julius van de Laar über die Ära Biden denkt und welche Fragen er jedem Menschen stellt, der ein politisches Amt anstrebt? Das und mehr gibt's in der 25. Folge des Wunderbar Together Podcasts! Danke euch allen fürs Hören und einen guten und gesunden Start in 2021. Der Frühling kommt. Bonus: Folgt Julius auf Twitter und Instagram, checkt seine Website und hört rein in seinen Podcast "Race to the White House". Und hyped euch mit "Turn My Music High" von Jay-Z, seinem Wunderbar-Musiktipp. NEU: Bitte schickt uns euer Feedback, eure Fragen und Vorschläge an felix@wunderbartogether.de. Die Wunderbar Together Credits: Hosts: Felix Zeltner, Oliver Nermerich Producer: Peter Tooke, Heiner D'Alquen Visuals: Vivi Schmidt Vielen Dank an das Team von Wunderbar Together für den Support.

  18. Die Geschichtenerzählerin: Cornelia Funke
    19.01., 02:3001:25:40

    Sie ist die erfolgreichste deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin und lebt auf einer Avocadofarm im kalifornischen Malibu: Cornelia Funke. Wie viele Millionen Bücher sie inzwischen verkauft hat, das weiß sie selbst nicht genau, sagt sie im Wunderbar Together Podcast - nur "dass sie etwa einmal um die Erde reichen, wenn man sie nebeneinander stellt". Mit 28 Jahren beginnt sie zu schreiben, weil sie als Illustratorin so genervt ist von den Büchern, die sie zu bearbeiten hat. "Die ersten Jahre musste ich vier Bücher im Jahr schreiben, um davon überhaupt leben können, weil es keine großen Auflagen waren." Mit fantastischen Geschichten wie "Tintenherz" und "Drachenreiter" schafft sie den Durchbruch und legt die Grundlage für ein Werk, das junge Leser*innen in über 50 Sprachen begeistert. "Kinder machen meine Karriere." 2005 zieht sie, die im westfälischen Dorsten aufgewachsen ist, mit ihrer Familie in die USA. Ihren Mann verliert sie an eine schwere Krankheit, ihre Kinder werden ihre wichtigsten Kritiker. Aus der kalifornischen Ferne beginnt sie, ihre deutsche Identität zu entdecken. "Je weiter weg ich gegangen bin, desto näher ist Deutschland mir gekommen." Heute ist Cornelia Funke als Geschichtenerzählerin nicht nur in Dutzenden Büchern, sondern auch in Apps, Audiobooks, Filmen, TV-Serien und der virtuellen Realität zuhause. Im Pandemie-Jahr 2020 hat sie unveröffentlichte Buchkapitel via Twitter geteilt und als Hörtexte eingesprochen. Während sie weiterhin hauptsächlich auf Deutsch schreibt, hat sie auch den Reiz ihrer zweiten Sprache entdeckt. "Im Englischen ist es viel leichter, tiefe Gefühle auf leichte Weise auszudrücken, als im Deutschen. Ich versuche amerikanischen Freunden immer zu erklären, wie gewichtig Worte wie 'Liebe' im Deutschen sind. In diesem Spannungsfeld zu leben, das tut einem unheimlich gut." Während sie zwischen Hollywood und Silicon Valley neue Formen des Geschichtenerzählens ausprobiert, hadert sie auch immer wieder mit ihrer Wahlheimat. "Amerika ist ein Land, das es uns Deutschen sehr schwer macht, weil wir es so schwer mit Widersprüchen haben." Warum es Cornelia Funke zurück nach Europa zieht und was sie dort vorhat – hört rein in die 24. Folge des Wunderbar Together Podcasts! Bonus: Folgt Cornelia auf Twitter und Instagram. Und genießt ihren Wunderbar-Musiktipp, die Händel-Arie "Ombra Mai Fú", hier. NEU: Bitte schickt uns euer Feedback, eure Fragen und Vorschläge an felix@wunderbartogether.de. Danke euch allen fürs Hören und einen guten und gesunden Start in 2021. Die Wunderbar Together Credits: Hosts: Felix Zeltner, Oliver Nermerich Producer: Peter Tooke, Heiner D'Alquen Visuals: Vivi Schmidt Vielen Dank an das Team von Wunderbar Together für den Support.

  19. Der Serienstar: Tom Wlaschiha
    30.12., 23:3000:49:28

    Game of Thrones? What? Dass er sich um die Rolle eines geheimnisvollen Auftragskillers in einer neuen US-Serie überhaupt beworben hatte, daran musste sich Tom Wlaschiha erst einmal erinnern, als sein Agent anrief. Zunächst hatte er - wie so oft - einfach ein Handyvideo für das Casting aufgenommen “und schnell wieder vergessen”. Heute ist die Rolle des Jaqen H’ghar sein “Jackpot”, sagt der in Sachsen aufgewachsene Schauspieler. Game of Thrones gehört heute zu den weltweit teuersten und beliebtesten Serienproduktionen. In seiner Kindheit hätte er sich nie vorstellen können, dass er jemals in den USA zum Star werden könnte: „Es war einfach ein Fakt, dass es diese Mauer gab und wir da nicht rauskamen.“ In der 23. Episode des Wunderbar Together Podcasts spricht Tom Wlaschiha über die großen Unterschiede von amerikanischen und deutschen Produktionen, seine Vorbilder und sein Leben zwischen den Welten von Theater und Film. Er verrät auch, wann die Dreharbeiten zu Stranger Things, seinem neuesten US-Serienerfolg, weitergehen. Folgt Tom auf Instagram und genießt die norwegische Metalband Leprous, seinen Wunderbar-Musiktipp hier. NEU: Bitte schickt uns euer Feedback, eure Fragen und Vorschläge an felix@wunderbarpodcast.com. Danke und euch allen einen guten und gesunden Start in 2021. Die Wunderbar Together Credits: Hosts: Felix Zeltner, Oliver Nermerich Producer: Peter Tooke, Heiner D'Alquen Visuals: Vivi Schmidt Vielen Dank an das Team von Wunderbar Together für den Support.

  20. Das Model: Johannes Huebl
    17.11., 02:0501:25:07

    Als 17-Jähriger spricht ihn ein Model-Scout auf der Straße an: ob er Lust hätte, mal bei einem Model-Wettbewerb mitzumachen? Er wird nach London geflogen, trinkt die Minibar leer und gewinnt nicht, aber sein Leben macht einen Bogen: Johannes Huebl wird Model. Unzählige Foto-Shoots auf der ganzen Welt später zieht er gegen den Rat seiner Agentin nach New York – und wird zum erfolgreichsten deutschen Männermodel in den USA. 2017 trifft er bei einer Filmpremiere in New York ein It-Girl, jünger als er, geborene New Yorkerin, und verliebt sich auf der Stelle. Heute sind Johannes Huebl und Olivia Palermo ein Ehepaar, das für seinen Style gefeiert wird. Nicht nur im real life, sondern auch von Millionen Followern auf Instagram – was auch dafür sorgt, dass vor ihrem Apartmenthaus in Brooklyn jeden Tag ein Papparrazo sitzt. In der 22. Episode des Wunderbar Together Podcasts - ganz auf Deutsch! - erzählt Johannes Huebl, wie es für einen Hannoveraner ist, eine Manhattanite zu daten, wie es sich mit George Clooney Zigarette raucht, und wie er in der Pandemie zum Fitnesstrainer für seine Freunde wurde. Er erzählt auch, wie er sich in letzter Zeit von den USA immer wieder wegsehnt, hinein in die Fashion-Metropolen des alten Kontinents, um seine kommende Karriere als Designer anzuschieben. Folgt Johannes Huebl auf Instagram, checkt seine neue Kollektion bei Frescobol Carioca und findet seinen pandemischen Musiktipp "This Feeling" von Faithless (feat. Suli Breaks & Nathan Ball) hier: https://www.youtube.com/watch?v=UfPeOambsGg The Wunderbar Together Podcast is hosted by Felix Zeltner and Oliver Nermerich and produced by Peter Tooke and Heiner D'Alquen. Many thanks to the Wunderbar Together Initiative for inspiring and supporting this project.

Hallo und herzlich Willkommen zu Wunderbar Together. Wir sind Felix, Katalina, Olli und gemeinsam mit euch besuchen wir quer über den amerikanischen Kontinent Menschen, die Kulturen verbinden und Wunderbares dabei erschaffen. Zum Beispiel Corinna und Theresa Williams, die Schwestern aus Schwaben, die so erschrocken über amerikanische Waschmaschinen waren, dass sie in Brooklyn den ersten nachhaltigen Waschsalon des Landes gründeten; oder Vince Ebert, der Comedian aus Franken, der mit viel Fleiß die Bühnen des Broadway eroberte; oder Satou Sabally, die Basketballspielerin aus Berlin, die beschloss, sich in die Politik einzumischen – und gerade zur Ikone ihres Sports wird. Gemeinsam mit unseren Gästen steigen wir tief ein: was treibt sie an? Wie gehen sie mit Niederlagen um? Was beobachten sie als Deutsche zwischen den Kulturen? Was ist ihre Message an alle, die einmal selbst in den USA ihr Glück probieren möchten? Und immer zum Schluss: was ist ihr persönlicher Wunderbar-Song? Kommt mit! Auf Spotify, Apple und überall, wo es gute Podcasts gibt.