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162- Warum läufst du immer weiter, Jonas Deichmann?07.02., 11:1507.02.2024, 11:1501:08:09
Gerade erst hat Jonas Deichmann verkündet, 120 Ironmans im bayerischen Roth absolvieren zu wollen. Und das am Stück, also an 120 aufeinanderfolgenden Tagen je 3,86 Kilometer zu schwimmen, 180,2 Kilometer Rad zu fahren und 42,2 Kilometer zu laufen. Vorher hat er sich aber eine gute Stunde Zeit genommen, um von seinem Trainingslager in Portugal aus mit Katalina und Felix über sein letztes großes Abenteuer zu sprechen: die doppelte Durchquerung der USA, radfahrend und joggend. Die Erfüllung seines ganz persönlichen American Dream. Jonas Deichmann, freiberuflicher Abenteurer und Extremsportler (seine Worte!) ist ein wahrer Ausnahmeathlet. Es gibt kaum eine Strecke, die er noch nicht bezwungen hat. Ob ein Maxi-Triathlon um die Welt, eine Radreise entlang der Panamericana oder eine Tour vom norwegischen Nordkap bis zum südafrikanischen Kap der Guten Hoffnung: Wenn es darum geht, möglichst viele Kilometer am Stück abzureißen, ist Jonas Deichmann dabei. Auf die Zeit achtet er dabei weniger. „Ich muss nicht schnell sein. Ich mache einfach mein Tempo. Und das halt jeden Tag. Und das kann man sehr, sehr lange machen.“ Das schreiben wir uns als Motivations-Mantra hinter die Ohren! Die USA wollte Jonas schon 2021 als Teil seines Triathlons um die Welt durchqueren. Damals machten ihm aber pandemiebedingt geschlossene Grenzen einen Strich durch die Rechnung., die er erst zwei Jahre später begleichen konnte: Von New York gravelt er innerhalb von 25 Tagen nach Los Angeles, wirft einen kurzen Blick auf den Pazifik, um dann, postwendend, an 100 Tagen zurückzulaufen. Dabei absolviert er jeden Tag im Schnitt 54 Kilometer – einen Ultramarathon. Jonas Deichmann läuft oder fährt stets „unsupported“, transportiert Ausstattung und Verpflegung also selbst, in Radtaschen oder im Anhänger. Sein Vorbild? Forrest Gump, der eines Tages einfach loslief, ganz ohne Ziel im Kopf. „Ich finde es so toll, dass Forest einfach das macht, auf was er Lust hat. Und irgendwie geht dabei ja immer alles gut aus.“ Das räsoniere sehr mit seiner Lebenseinstellung – und auch dem, was er anderen mitgeben will: „Ich möchte Leute ermutigen, ihren Träumen zu folgen.“ Aber: „Das Schwerste ist, an die Startlinie zu kommen. Die meisten Träume und Projekte scheitern vorher. Man muss einfach diesen ersten Schritt tun. Aber es ist natürlich einfacher, nichts zu machen und in der Komfortzone zu bleiben.“ Die Komfortzone ist kein Ort, an dem Jonas gerne verweilt. Er sucht die körperliche und mentale Herausforderung, immer wieder. Auf seiner Reise durch die USA lagen diese nicht etwa in der ultraheißen Mojave-Wüste oder den steilen Anstiegen der Rocky Mountains. Sie warteten vielmehr in der Einöde des Mittleren Westens (eine Einöde, von der Katalina, by the way, ein Lied singen kann). Fasziniert haben ihn Flyover-States wie Kansas, Missouri und Illinois aber dann doch: „Dieses Gefühl von Weite, dass man einfach mal 1000 Kilometer weit rennt, und die Landschaft verändert sich gar nicht, das hat man nirgends sonst auf der Welt.“ In der 81. Folge von Wunderbar Together spricht Jonas Deichmann über die vielen Begegnungen, die seine Amerika-Tour bereichert haben, warum er trotz (oder auch wegen) Haufenweise Pizza, Burgern und Tacos während seines Abenteuers an Gewicht verloren hat, wie er mit Langeweile umgeht – und wie er nervigen Fragen im wahrsten Sinne des Wortes manchmal davonläuft. Vielen Dank Jonas, dass du einen kurzen Pit Stop mit uns eingelegt hast, bevor du dich Hals über Kopf in dein nächstes Abenteuer stürzt! JONAS DEICHMANN Jonas hat über seine USA-Challenge eine Doku herausgebracht. Dieser Film ist eine tolle Ergänzung zu diesem Podcast. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite - Miles and More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles and More seit Jahren. Jetzt gibt es sogar eine eigene Kreditkarte. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES AND MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit milesandmore.com/creditcard) to learn more.
- Wie bleiben wir jung, Ariane Sommer?31.01., 14:0131.01.2024, 14:0101:18:00
Hand aufs Herz, liebe Wunderbar-Together-Community: Auch, wenn wir dem Teenageralter schon lange (okay: sehr lange) entwachsen sind, fühlen wir uns nicht besonders alt. Und an den meisten Tagen auch nicht besonders erwachsen. Das sind beste Voraussetzungen, um tatsächlich jung zu bleiben, attestiert uns zumindest Ariane Sommer. Die es wissen muss, schließlich hat sie es sich als Biohackerin zur Lebensaufgabe gemacht, die eigene körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu maximieren – und damit den Alterungsprozess zu verlangsamen. Als Health- und Wellness-Unternehmerin sitzt sie dabei an der Quelle: Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie von Los Angeles aus zwei Firmen, die Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate und Infusionen zur Förderung von Gesundheit und Langlebigkeit anbieten, aber auch psychedelische Therapien gegen Depression und Angstzustände. Für Ariane zwei untrennbar miteinander verbundene Dinge: „Beim Biohacking geht es nicht nur um die Verlängerung der Life Span, also der Anzahl an Jahren, sondern auch die der Health Span, der Gesundheit. Und dazu gehört ganz klar auch die mentale Gesundheit.“ 1977 in Bonn geboren, wächst Ariane als Tochter eines Diplomaten in Neu-Delhi, Freetown, Paris, Madrid und Miami auf. Sie besucht ein Internat, studiert danach in Berlin Politik – und mischt nebenbei Berliner Nachtleben und Boulevardpresse auf. Als ihr der Trubel zu viel wird, zieht sie nach London, verliebt sich dort Hals über Kopf in ihren heutigen Mann und siedelt kurzerhand in die USA über. Heute blickt sie von ihrem Arbeitszimmer aus auf Canyons und Kojoten, auf Füchse und Waschbären und widmet sich dem Biohacking mit Haut und Haar – als Autorin und Podcasterin, aber eben auch rund um die Uhr, quasi im fortwährenden Selbstversuch. Im Gespräch mit Wunderbar Together nimmt sie Katalina und Felix mit in ihr ganz persönliches Biohacking-Labor. Sie gewährt uns Einblick in ihren Alltag, philosophiert darüber, was gutes Altern ausmacht, und spürt den Gründen nach, warum so viele Menschen heute möglichst jung bleiben wollen – und was das über die Gesellschaft aussagt. Wie alt sie sich heute fühlt, wie alt sie gerne werden möchte und an welchen Biohack sie sich bis heute nicht gewöhnen konnte – das alles erzählt uns Ariane Sommer in der 80. Folge von Wunderbar Together. ARIANE SOMMER Ariane ist sehr aktiv auf Instagram. Folgt ihr gerne, wenn ihr an ihren Themen interessiert seid. Hier geht's zudem zu ihrem eigenen Podcast. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite - Miles and More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles and More seit Jahren. Jetzt gibt es sogar eine eigene Kreditkarte. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt MILES AND MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit milesandmore.com/creditcard) to learn more.
- Warum brauchen wir neue Wege des Wirtschaftens, Albert Wenger? (DLD 24-Spezial)23.01., 17:2523.01.2024, 17:2501:14:31
Treffen sich zwei Franken in New York, um auf Englisch einen Podcast aufzuzeichnen… klingt nach dem Beginn einer wunderbaren Geschichte, right? Ist es auch. Vor vier Jahren war Albert Wenger, Venture Capitalist und bekennender Klimaschützer, zu Gast bei Wunderbar Together, nun hat Felix ihn am Rande der DLD-Konferenz in München wiedergetroffen. Dabei entstanden ist ein spannendes Gespräch über Wengers Leben und Wirken, die vielen Facetten des Investment-Geschäfts, aber auch über Klimaschutz und den Versuch, im Rahmen einer Pilotstudie zu testen, wie sich das Zusammenleben in einer amerikanischen Kleinstadt verändert, wenn die dort lebenden Menschen weniger finanzielle Sorgen leiden. Geboren und aufgewachsen in der Nähe von Nürnberg, fühlt Albert Wenger sich heute „in New York und in der Welt“ zuhause. Ein Schüleraustausch bringt ihn in den frühen Achtzigern erstmals in die Staaten, nach Rochester, Minnesota. Während andere ihn vor dem Kulturschock gewarnt hätten, habe er sich bei seiner Gastfamilie direkt wie ein „wie ein Fisch im Wasser“ gefühlt. Albert Wenger, das zeigt sich schon damals, ist nicht nur Austausch-, sondern auch Ausnahmeschüler, studiert später Wirtschaft und Informatik in Harvard und am MIT, und verlässt die Uni mit Doktortitel in Information Technology. In der Venture-Capital-Szene ist Wenger heute vor allem dafür bekannt, dass er Partner bei Union Square Ventures ist – einer der bekanntesten US-Risikokapitalfirmen; ein Branchengigant, der schon in Unternehmen wie Twitter, Etsy, Tumblr, Coinbase investiert hat. Wenger ist aber auch passionierter Klimaschützer, der immer wieder davor warnt, das Problem ernster zu nehmen. Und dafür plädiert, neue Wege des Wirtschaftens zu entwickeln: „Wir haben viel physisches Kapital, aber wir setzen es sehr schlecht ein.“ Mit USV entwickelt er Klima-Fonds, aber auch privat engagiert er sich. „Meine Frau und ich unterstützen Klimainitativen – und ja, auch die unbequemen.“ Das Paar unterstützt die Aktivisten der Letzten Generation ebenso wie die Initiatoren des Berliner Klima-Volksentscheids, der im vergangenen Jahr stattfand. Im Norden von New York, knapp zwei Stunden entfernt, orchestriert er darüber hinaus ein großes Live-Experiment. Auf einem riesigen großen Gelände, das ihm und seiner Frau Susan Danziger gehört, übt er sich in nachhaltiger Forstwirtschaft und regenerativem Ackerbau – immer auch unter dem Einsatz von moderner Technologie. Im nahegelegenen Hudson, NY, hat er gemeinsam mit der Verwaltung der Stadt ein Programm entwickelt, in dem 128 Menschen über fünf Jahre 500 Euro erhalten, „no strings attached. Es ist wirklich ein bedingungsloses Grundeinkommen“. Die Resultate, so Wenger, seien beeindruckend: „Die Gesundheit verbessert sich, der mentale Zustand verbessert sich, und sie arbeiten mehr.“ Warum Wenger glaubt, dass wir eine „World after Capital“ brauchen, wie man Wolken dünner macht und was das alles mit Klimaschutz zu tun hat – das alles erzählt Wenger uns in der 79. Folge von Wunderbar Together.
- Warum liebst du Bücher, Markus Dohle? (DLD 24-Spezial)16.01., 10:3016.01.2024, 10:3001:17:18
Wunderbar Together war auf der DLD-Konferenz in München – und hat gleich zwei coole Deutsche aus New York ans Mikrofon geholt. Das erste Gespräch gibt’s heute, nur Stunden nachdem in München das Licht ausgegangen ist: Felix spricht mit Markus Dohle, einem der mächtigsten Menschen der Buchbranche – das “Silicon Valley der Medien!”, wie er selbst sagt, das sich momentan „in den besten Zeiten seit Gutenberg“ befindet. So viel Optimismus von einem, der seit 30 Jahren in Büchern macht, gibt es selten. Aber Dohle muss es wissen. Der gebürtige Sauerländer hat das Buchgeschäft von der Pike auf gelernt und nach seinem Umzug in die USA nicht nur die erfolgreichsten Sachbuchautoren unserer Zeit – die Obamas – verlegt, sondern auch den größten Fiction-Erfolg aller Zeiten, 50 Shades of Grey. “Da haben wir 2 Millionen Bücher in der Woche verkauft”. Er hat Penguin und Random House vereint und zum mächtigsten Verlag der Welt gemacht – sein größter Erfolg, wie er selbst sagt. Krönung einer beispiellose Karriere im Bertelsmann-Konzern. Dohle investiert schließlich jährlich in über 15.000 Geschichten. Über 12.000 Mitarbeiter hören auf ihn. Der Umsatz steigt unter Dohle auf über 4 Milliarden Euro. Doch auf dem Höhepunkt, nach 30 Jahren, legt Dohle seinen Job ab, nachdem ihm das Kartellamt untersagt, den zweitgrößten Verlag der Welt, Simon & Schuster, mit in sein Reich aufzunehmen. Seit dem Rücktritt 2023 hat sich erstaunlich wenig in seinem Leben geändert, meint er. “Ich bin weiter Teil der Buch-Community. Und ich leiste Service. Mein Leben war immer geprägt von Service. Bücher zu verlegen und zu publizieren ist ein Service an der Gesellschaft.“ Geboren 1968 und aufgewachsen in einem „typischen westdeutschen Nachkriegshaushalt“ im Sauerland, schmücken Poster von Nena, Boris Becker und Steffi Graf die Wände seines Jugendzimmers, während vor der Haustür „die deutsche Sozialdemokratie in voller Blüte steht“: Markus Dohle spielt begeistert Tennis und wird sogar Tennislehrer, studiert nach dem Abi Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe, steigt dann als Assistent der Geschäftsführung bei einer Arvato-Tochter ein und wird aufgebaut: bereits mit Mitte 20 führt er hunderte, in seinen 30er Tausende Mitarbeitende. „Eine klassische Bertelsmann-Karriere“,, die ihn über Russland, Kolumbien und Gütersloh bis nach New York führt. Er sei immer sehr ehrgeizig gewesen, beim Sport, aber auch im Beruf. „Ich hatte aber auch viel Glück.“ Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, Förderer zu haben, die mit ihm aufsteigen und ihn mit immer größeren Aufgaben betrauen. 2008, inmitten der Wirtschaftskrise, kommt Dohle schließlich in New York an, mit Frau und Kindern und ohne Rückflugticket. Eine mutige Entscheidung: „Dieser Verlag, dieser merchant of words and culture, wurde nun von einem Ingenieur mit deutschem Akzent geführt.“ Das Vorschussvertrauen seiner amerikanischen Kollegen, die ihm mit einer perhaps-he’s-not-that-bad-Attitüde begegnen, hilft. Warum Markus Dohle nach acht Jahren Arbeit am Deal mit den Obamas plötzlich Barack am Telefon hatte, warum er glaubt, dass KI der Buchbranche eher nutzen als schaden wird, und wie Bücher das Fortbestehen der Demokratie sichern: all das verrät Markus Dohle uns in dieser 78. Folge von Wunderbar Together. Hört rein – und lest mal wieder! MARKUS DOHLE Markus ist zwar der totale Social-Guy, aber auf Social Media nicht so präsent. Wem unser Podcast nicht ausreicht, der kann sich die OMR-Folge mit Markus Dohle anhören. Auch sehr hörenswert. PODCAST-EMPFEHLUNG Felix, Katalina und ich sind selbst Heavy-Podcast-Hörer*innen. Ab sofort wollen wir euch in jeder Folge einen externen Podcast empfehlen, über den wir gestolpert sind oder dem wir verfallen sind. Heute nehmen wir euch mit nach California zu Silke Burmeister und Sophie Seifried. Die beiden schauen im Podcast "Du und ich in L.A." hinter die Kulissen von Hollywood. Dabei treffen Silke und Sophie spannende Deutsche in L.A. Hört gerne rein. Hier geht's zum Beispiel zur Folge mit Benjamin Diedering (ein guter Freund von uns). SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Was liebst du an Kalifornien, Ben Bernschneider?09.01., 00:0009.01.2024, 00:0001:13:38
Happy New Year, liebe Wunderbar-Together-Crowd! Während good ol’ Germany von Wind, Wetter und wirklich jeder Menge Regen geplagt wird, nehmen wir euch in dieser ersten Podcastfolge des neuen Jahres mit ins sonnige Kalifornien. Ihr dürft euch wegträumen aus dem grauen Alltag und an Palmen, den Geruch von Pinien, die Santa Monica Mountains denken und euch vorstellen, in einem 450er SL den Sunset Boulevard entlang zu fahren. Ready to ride? Mit nach Kalifornien nimmt euch kein geringerer als Ben Bernschneider – Content Creator, Fotograf, Drehbuchautor und Regisseur a.D, zertifizierter James-Bond-Fachmann und der vielleicht größte California-Aficionado, der bislang bei Wunderbar Together zu Gast am Mikrofon war. Ben ist Kalifornien seit seinem ersten Besuch vor vielen (sehr vielen!) Jahren verfallen, nachdem er zuvor vor allem New York goutiert hatte: „Ich habe mich irgendwann gefragt, wann in meinem Leben endlich Ruhe einkehrt. Und die Weite, die mir New York nicht geben konnte, das hat mich so unfassbar beruhigt.“ Auch die Architektur, der Lifestyle, die Verbindung zur Popkultur – all das lässt ihn seither immer wieder zurückkehren: „Wenn eine Stadt diesen Traum verkörpert, Teil einer popkulturellen Historie zu sein, dann ist es LA.“ Ben Bernschneider hat seine Reisen nach Kalifornien nicht nur in einer Bildband-Trilogie festgehalten, sondern auch auf seinem Instagram-Kanal, wo er mittlerweile wahrscheinlich alle nennenswerten Hotels des Bundesstaates getestet und vorgestellt hat. Denn wenn es eines ist, dass Ben ebenso liebt wie Kalifornien (oder seine Frau, die fantastische Schauspielerin Henrike Fehrs), dann ist es das Reisen: „Ich liebe Hotels. In Hotelzimmern kann ich am besten schreiben.“ Dazu muss man sagen (und alle, die Ben kennen, werden es wissen), dass sein Instagram-Account natürlich nicht in erster Linie vom Thema Travel lebt. Seit einem knappen Jahr bespielt er ihn vor allem mit gut kuratierten Outfits und sachdienlichen Fashion-Hinweisen. Es ist ein Thema, das Ben nicht erst beschäftigt, seit er volle sechs Jahre um einen Burberry-Trenchcoat herumschlich, bevor er sich ein Herz (und das entsprechende Kleingeld) nahm, und ihn einfach kaufte. Seitdem ist seine Faszination für Mode aber noch mal ein gutes Stück gewachsen, was er auch jenem Kleidungsstück zuschreibt: „Die Beziehung, die sich zwischen mir und diesem Trenchcoat ergeben hat, ist eine der liebevollsten Beziehungen, die sich zwischen einem Mann und einem Trenchcoat ergeben kann.“ Seine Begeisterung für Mode und gute Outfits lebt er seither auf seinem Instagram-Kanal aus. Er glaubt: „Mode gibt uns die Chance, uns immer wieder neu zu erfinden.“ Das scheint nicht nur Ben Bernschneider so zu sehen. Denn während anfangs nur eine Handvoll Menschen zuschauten, sind es heute fast eine halbe Million. Welches Kleidungsstück Ben nicht leiden kann, welcher Stil für ihn den amerikanischen Westen verkörpert und wie zur Hölle man es schafft, heute noch zum reichweitenstarken Influencer zu werden – das alles erzählt uns Ben Bernschneider in der 77. Folge von Wunderbar Together (ach so, und die vielleicht romantischste Liebeserklärung an Kalifornien gibt es auch noch dazu). Viel Spaß beim Reinhören! BEN BERNSCHNEIDER Styling-, Reise- und Lebenstipps von Ben Bernschneider gibt es fast täglich auf Instagram und TikTok. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Wie wird man der weltweit größte Torwart-Influencer, Michael Bolvin?27.12., 23:3127.12.2023, 23:3101:27:54
Liebe Wunderbar-Together-Fans, wir haben zu Weihnachten ein besonders schönes Sportmärchen für euch mitgebracht – eines, dessen Held am Ende zwar nicht zum Profisportler wird, dafür aber seine ganz eigene Erfolgsgeschichte schreibt. Es geht um Michael Bolvin, Mike, den Mann hinter @moderngoalkeeping. Er wird 1995 in Russland geboren, fängt als Kind an zu kicken. Das erste Paar Torwarthandschuhe bekommt er zum Geburtstag. „Das passte eigentlich ganz gut, weil ich eher lauffaul war.“ Mit neun Jahren zieht er nach Deutschland, sieht im Fernsehen Oliver Kahn und Manuel Neuer – und merkt, da will er auch hin: „Für mich gab es nur noch Fußball.“ Mit Talent ausgestattet, trainiert Mike in jeder freien Minute, arbeitet sich hoch, erhält ein Angebot von Fortuna Düsseldorf und spielt in der U19-Bundesliga. „Das war für mich wie ein Traum.“ Dann aber bleiben die Angebote von Bundesligavereinen aus, die Anzahl der Spieleinsätzen niedrig. Die Karriere scheint zu enden, bevor sie überhaupt richtig gezündet hat. Die Alternative reizt Mike aber kaum: „Die Schule fertigmachen, studieren, einen Job finden, normal sein, das wollte ich nicht.“ Er bewirbt sich bei US-amerikanischen Universitäten, erhält ein Vollstipendium von einem kleinen College in Brooklyn („Die sind mittlerweile pleite gegangen.“). Was ihn erwartet, erinnert erst einmal kaum an den American Dream. Einsamkeit, unaufgeräumte Sechsbettzimmer und Mannschaftskollegen, die nachts lieber feiern als tagsüber zu trainieren. „Ich war am College auf mich allein gestellt.“ Viele seiner Kommilitonen geben schnell wieder auf: „Die Stadt funktioniert nicht für jeden.“ Nach einem Jahr stellt auch er sich die Frage, wohin es gehen soll. „Ich habe immer von einem besseren Leben geträumt, mich immer wieder gefragt: Was machst du daraus?“ Blogger und YouTuber faszinieren ihn damals. „Wenn die das schaffen können, warum sollte ich das nicht schaffen?“ Er lädt erste Trainingsvideos bei Instagram hoch. Die fliegen direkt und erreichen vom Stand weg mehrere Hundert Zuschauer. Und er macht einfach weiter: „Das war eine absolute Nische. Es gab niemanden, der so etwas gemacht hat.“ Heute ist Bolvin der vielleicht erste Torwartinfluencer der Welt – und vertreibt als Unternehmer erfolgreich Torwarthandschuhe. „Das Unternehmerische habe ich von meiner Mutter. Sie hatte früher einen großen Friseursalon.“ Wie viel Grip ein guter Torwarthandschuh braucht, was ein Torwartinfluencer auf Pinterest sucht und auf welchem Platz Mike Bolvin in New York am liebsten kickt – das alles hört ihr in der 76. Folge von Wunderbar Together. Happy Holidays, ihr Lieben! Und danke, dass ihr immer wieder einschaltet und uns in diesem Jahr so viele Minuten zugehört habt. Wir freuen uns ehrlich darüber. Wir hören uns im nächsten Jahr! MICHAEL BOLVIN Auf Instagram und TikTok gibt es fast tägliche Clips und Fotos von Michael Bolvin. Auch bei YouTube ist Michael aktiv und gewährt tiefe Einblicke. Sein Lieblingsfußballplatz in New York ist der Pier 5 - absolute Traumkulisse. Kürzlich hat die ARD ein unterhaltsames Kurzfeature von Michael Bolvin veröffentlicht. Wer also nach unserem Podcast noch nicht genug von ihm hat, hier entlang. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Was ist German Angst, Kelvyn Colt?11.12., 01:0211.12.2023, 01:0201:25:41
Kelvyn Colt ist einer der spannendsten deutschen Künstler, die momentan die internationale Musikszene bereichern. Wir sind Fans – und begeistert, ihn bei Wunderbar Together begrüßen zu dürfen. Nicht nur, weil seine Musik sich fliegend über definitorische Grenzen hinwegsetzt, sondern auch, weil er eine un-fass-bar tolle Stimme hat. Im Interview erzählt Kelvyn Colt uns, wie die amerikanische Musikszene funktioniert, wie German Angst es verhindert, hiesige Ausnahmetalente zu finden und zu fördern, weshalb er sich gegen das „Stupid Money“ der Werbeindustrie entschieden hat, und warum seine Mutter eine Superwoman ist. Aber zurück zum Anfang: Kelvyn Colt ist Musiker, Rapper, Sänger, Künstler – und lässt sich musikalisch nur schwer einordnen. Er sagt selbst: „Meine Songs passen in keine Playlist rein, die sind super experimentell.“ Allen Songs gemeint ist jedoch, wie liebevoll und aufwändig sie produziert, wie intelligent sie getextet sind. „I love words“, sagt er selbst, schon als Fünfjähriger habe ihm sein Vater Haikus gezeigt, mit denen er sich dann beschäftigt habe. Lässig wie kein Zweiter switcht er zwischen Deutsch und Englisch hin und her. Die Muttersprachen seines in Nigeria geborenen Vaters, Englisch und Nigerian Pidgin, prädestinieren ihn dafür. 1994 in Fulda geboren, fängt Kelvyn Colt schon früh an, Geschichten und Gedichte zu schreiben, Musik zu hören und zu analysieren. Tupac, der „in erster Linie ein Poet“ gewesen sei, hat es ihm besonders angetan. Das Geld ist knapp zuhause, trotzdem ermöglichen seine Eltern es ihm, eine Privatschule zu besuchen. Im Musikunterricht stellt er einen Song von Eminem vor, sein Lehrer – ein ehemaliger Musikproduzent – ist begeistert von Kelvyns Interpretation, lädt ihn später ein in sein hauseigenes Musikstudio. „Mit ihm habe ich meine ersten Songs gemacht.“ Zuhause nimmt Kelvyn einen Song auf, der viral geht, zumindest innerhalb der Familie. Der Track landet bei einer Tante in Atlanta, die einen Cousin in Miami hat, der Musik macht – und der so begeistert ist von Kelvyn, dass er ihn kurzerhand zu sich nach Miami einlädt. Kelvyn, damals 16-jährig, fliegt zum ersten Mal in die USA. „Ich war drei Wochen da und habe kein einziges Mal den Strand gesehen. Ich war obsessed with music and with writing, ich hatte 800 Songs dabei, alles, was ich jemals geschrieben habe. Ich habe nur gearbeitet.“ Wieder in Deutschland beendet er die Schule, erfüllt den Wunsch seines Vaters und schreibt sich für Jura ein – zumindest kurz: „Ich habe drei Wochen lang Jura studiert und wusste dann: Ne, ich will Rapper werden.“ Er geht nach England, um seine Musikkarriere dort voranzutreiben. „Ich habe immer auf Englisch getextet, daher wusste ich: Ich muss irgendwohin, wo Englisch gesprochen wird. Und Amerika konnte ich mir nicht leisten.“ Auch in England studiert er, macht einen Abschluss mit Auszeichnung, beginnt eine Karriere im Marketing. Doch sein Herz hängt nach wie vor an der Musik. „Ich habe bei Kumpels auf der Couch geschlafen, hatte absolut no money. Aber das alles hat meinen Drive nur noch stärker gemacht.“ Unzählige Konzerte später erhält er einen Kontakt nach Berlin, nimmt für Colors einen Song auf – the rest is history. Und ab heute nachzuhören bei Wunderbar Together! Wie Kelvyn seine Karriere heute in den USA vorantreibt, wie er es geschafft hat, auch große OG's von seiner Arbeit zu überzeugen, und welche Rolle Spiritualität in seinem Leben einnimmt – das alles erzählt Kelvyn Colt uns in der 75. Folge von Wunderbar Together. Die wir euch wirklich ans Herz legen – und nicht nur, weil Kelvyn Colt so eine tolle Stimme hat. MEHR ZU KELVYN COLT Die wichtigsten Updates von Kelvyn gibt es auf Instagram. Schaut euch unbedingt das Video von der Colors-Show an – das erste Video von Kelvyn, was viral ging und ihn auf die internationale Karte des Raps gesetzt hat. Ein cooles Kurzfeature über Kelvyn gibt es bei der ARD. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Warum tust du deinem Körper das an, David Bada?28.11., 13:4328.11.2023, 13:4301:10:15
Seid ihr auch so große NFL-Fans wie wir? AFC, NFC und RPOs sind für euch keine Fremdwörter, den Super Bowl LVIII könnt ihr kaum noch erwarten? Dann Ohren auf, hier kommt unser vierter (!) Gast aus der National Football League: David Bada, Defensive Tackle bei den Washington Commanders. Aufgrund eines Trizeps-Risses ist zwar momentan nur Reha für David angesagt – aber er ist fest davon überzeugt, sich zurück aufs Feld zu kämpfen. „Man muss immer an sich glauben, darf nicht aufgeben. Auch wenn’s hart ist.“ Football ist die große Leidenschaft des 28-Jährigen, auch wenn die körperlichen Folgen krass seien: „Ein Footballspiel ist wie ein mittelschwerer Auto-Unfall. Jeder will dich killen.“ Sportlich, natürlich. Vor allem in der Defensive geht es ruppig zu. „Alle spielen um ihr Leben. Auch, weil sie wissen, dass die Karriere am nächsten Tag vorbei sein kann.“ Dafür kann ein Unfall der Auslöser sein – oder ein Vertrag, der spontan nicht verlängert wird. „Du kannst jeden Tag deinen Job verlieren.“ David wird 1995 in München geboren, wächst in der bayerischen Landeshauptstadt auf. Aber nicht zwischen Theresienwiese und Marienplatz, sondern zwischen den Hochhäusern Fürstenrieds. „Unser München sah so aus: Meine Mutter, die in den Neunzigern aus Togo nach Deutschland gekommen war, war den ganzen Tag am Hustlen. Sie musste den ganzen Tag arbeiten. Meine Schwester und ich haben uns quasi allein aufgezogen. Das Geld war knapp, wir hatten kein Auto, konnten keinen Urlaub machen. Aber wir waren glücklich. Ich hatte eine gute Kindheit.“ Heute holt er die Urlaube nach, macht die Ausflüge mit seiner Tochter, die ihm damals verwehrt blieben. Nur eins hat sich nicht geändert: „Meine Mama lässt sich von mir auch heute nichts bezahlen. Vor dem Kassierer streiten wir schon mal, wer den Einkauf übernehmen darf.“ Seine sportliche Karriere ist eine kleine Sensation: David beginnt erst als Teenager, Football zu spielen. Ein Freund schleppt ihn mit zum Training der Munich Cowboys, da ist David bereits 17 Jahre alt. Eigentlich reichlich spät für jemanden, der nur wenige Jahre später in der stärksten Footballliga der Welt angekommen ist. Aber das Spiel liegt ihm, bereitet ihm "unglaublich viel Spaß“. Auch seine Physis hilft ihm: Mit einer Körpergröße von 1,95 Metern und einem Gewicht von rund 140 Kilogramm („Je nachdem, wie viel ich gerade trainiere!“) ist David geradezu prädestiniert für eine Position in der Defensive. Und: „Ich hatte sehr gute Trainer in Deutschland. Aber man braucht auch sehr viel Glück.“ Dabei ist sein Weg in die NFL keinesfalls ein geradliniger: Seine erste Bewerbung via „International Player Pathway“-Verfahren scheitert, David ist am Boden zerstört. Er erbittet sich eine zweite Chance, darf es ein Jahr später noch einmal versuchen. Und gibt in der Vorbereitung darauf alles: „Ich habe meinen Job gekündigt, bin wieder bei meiner Mama eingezogen, habe jeden Tag trainiert. Allein auf dem Feld, bei Sonne und bei Regen, nur ich und meine Kopfhörer. Ich wusste, das ist meine letzte Chance.“ Sein Einsatz zahlt sich aus: Ein Jahr später erhält er die Zusage. Wie emotional er darauf reagiert, könnt ihr auch bei Wunderbar Together noch einmal hören. Wie sich der amerikanische American Football vom deutschen unterscheidet, warum David in den USA noch einmal lernen musste, wie man überhaupt lernt („Ich war immer sehr ehrgeizig, aber wirklich auch sehr faul!“), warum er an Gott glaubt und wie es sich anfühlt, wenn ein Trizeps reißt – das alles erfahrt ihr in der 74. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU DAVID BADA Hier könnt ihr David auf Instagram folgen. Hier geht’s zum IG-Channel der Washington Commanders. Hier das Video, in dem er erfahren hat, dass er es in die NFL geschafft hat. Emotionen pur. SHARING IS CARING Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter - und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. Seit Kurzem supportet uns auch Miles & More. Mehr dazu in Kürze. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Wie wird man Zirkusdirektor in New York, Bernhard Paul?14.11., 11:0514.11.2023, 11:0500:36:09
Von Wilhelmsburg nach Williamsburg: Circus Roncalli gastiert zum ersten Mal in New York, Wunderbar Together ist mit dabei. Felix darf Roncalli-Gründer Bernhard Paul und seine Tochter Lili Paul-Roncalli kurz vor der ersten Show im Lincoln Center interviewen und einen Sneak-Peak ins Zirkuszelt werfen, Minuten bevor die ersten Gäste eintreffen. Kurzum: Es geht mitten rein in die Welt der Clowns, Trapezkünstler, und Artisten. Manege frei – für Wunderbar Together und Circus Roncalli in New York. Doch zurück zum Anfang. Eigentlich ist Andy Warhol ist für diese Folge verantwortlich. Er war derjenige, der Bernard Paul vor Jahrzehnten den Floh ins Ohr setzte, Circus Roncalli in die USA zu bringen. „Andy Warhol hat uns in den Achtzigern mehrfach besucht und gesagt: ‚Ihr müsst nach New York, die werden euch lieben. Ich verspreche es dir, ich werde alles dafür organisieren.’“ Auch nach Warhols Tod habe er noch lange an dessen Worte denken müssen: „Das Versprechen ist in meinem Gehirn verankert gewesen.“ Heute wird das Versprechen eingelöst: Circus Roncalli tritt im Lincoln Center auf. Das Zelt hat Bernhard Paul vom Big Apple Circus gemietet, die restliche Ausrüstung ist original Roncalli. In Deutschland reist Roncalli mit dem Zug von Stadt zu Stadt („Die Grünen müssten uns mögen!“), nach New York ging es mit dem Containerschiff – für die Ausrüstung, Paul und seine Familie nahmen den Flieger. Ob es am Schiff liegt oder an der Zeltmiete, darauf geht Bernhard Paul nicht ein, eines macht er trotzdem deutlich: „Hier aufzutreten, kostet ein Vermögen.“ Im Gespräch mit Felix erzählt der Zirkusdirektor von seiner frühen Liebe zur Manege (und seinen Eltern, die gar nichts davon hielten), seiner österreichischen Heimatstadt Wilhelmsburg, seiner Ausbildung als Grafikdesigner („Früher war ich Art Director in der Agentur, heute bin ich Art Director im Zirkus.“), und warum er den Zirkus für etwas Heiliges, Unverwechselbares hält, dass es zu erhalten gilt. Und Lili Paul-Roncalli erzählt, dass auch eine Artistenfamilie in New York das macht, was eigentlich alle Touristen dort eben so machen: Sightseeing und Wolkenkratzer bestaunen. Warum der Circus Roncalli auf Tiere verzichtet, wie die Farbpsychologie die Gestaltung seiner Zirkuswagen beeinflusst, und wie Bernhard Paul die Zukunft des Zirkus sieht. Das alles hört ihr in der 73. Folge von Wunderbar Together. Und einen Reisetipp von Felix für alle, die irgendwann mal New York besuchen wollen, gibt es auch noch on top. MEHR ZU BERNHARD UND LILI PAUL-RONCALLI Folgt Roncalli und Lili Paul unbedingt auf Instagram. BTW: Lili hat gerade auch Let's Dance gewonnen. Eine tolle Lebensgeschichte von Bernhard Paul gibt es auf Zeit Online. Absolute Leseempfehlung. SHARING IS CARING Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter - und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Warum spielst du so gut Cello, Dora Figueroa?02.11., 10:5802.11.2023, 10:5801:22:22
Liebe Wunderbars, mögt ihr Musik? Dann solltet ihr diese Folge unbedingt hören. Auch wenn ihr danach vielleicht direkt ein Ticket für die Metropolitan Opera in New York kaufen wollt, so wie wir. Denn egal ob La Bohème oder Dead Man Walking: Wenn die Cellistin Dorothea (kurz: Dora) Figueroa von ihrer Arbeit in einem der besten Orchester der Welt erzählt, fühlt es sich fast so an, als säße man selbst im Orchestergraben. Dort spielt die gebürtige Dresdnerin seit 2002 als „Associate Principal Cellist“, als stellvertretende Solo-Cellistin, täglich – neben ihrem Mann, dem ersten Solo-Cello. Rund 200 Auftritte absolviert Dora im Jahr für die Met und muss quasi jede Woche eine komplett neue Oper lernen. Für den Podcast nimmt sie sich zwischen Probe, Kinder abholen und Auftritt eine Stunde Zeit und besucht Felix zuhause. Für Figueroa, die aus einer Familie von Sängerinnen und Sängern kommt, ist ihr Alltag aber weniger Stress als vielmehr Lebenstraum. „Die Musik drückt die Gefühle, aber auch die subtilen Zwischentöne der Oper aus. Sie hilft dabei, zwischen den Zeilen zu lesen.“ Bereits als Jugendliche spielt Dora begeistert Cello, gewinnt „Jugend musiziert“, macht an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig ihr Diplom. Ein Wettbewerb bringt sie für ein Jahr an die renommierten Juilliard School in New York, wo sie zum ersten Mal an ihre Grenzen stößt – „Da sind wirklich nur die Besten der Besten!“ – und gleichzeitig beschließt: hier will ich bleiben. Als die Met ihr schließlich zusagt, trifft sie in ihrem neuen Job auf einen neuen Nachbarn: den ersten Cellisten des Orchesters: Rafael Figueroa, Solocellist aus Puerto Rico. Mittlerweile ist er seit über zehn Jahren Figueras Ehemann und Vater der beiden gemeinsamen Kinder. Die täglichen gemeinsamen Auftritte seien eigentlich, "als würden wir auf ein Date gehen. Wir holen die Kinder ab, sind gemeinsam zuhause, dann ziehen wir uns schick an und gehen gemeinsam raus. (…) Wir spielen in Harmonie, wir reden überhaupt nicht, das ist ein tonloses Miteinander. Wir müssen einfach nur aufeinander hören – genau wie in einer Beziehung.“ Was sie an der Juilliard gelernt hat, warum man im Orchester mit dem Fuß scharren darf, und warum sie ihren deutschen Akzent niemals ablegen würde – das alles und viel mehr erzählt Dora Figueroa in der 72. Folge von Wunderbar Together. And while we’re at it: Opern feiern immer wieder Premieren, wir heute auch! Wir begrüßen heute zum ersten Mal Katalina Farkas am Mikrofon von Wunderbar Together. Katalina ist seit diesem Jahr ein Teil des Wunderbar-Together-Teams, ist kritische Redaktion und Berliner Büro in Personalunion und zeichnet für die Folgentexte verantwortlich. Vors Mikro wollten wir sie schon länger holen, die Folge mit Dora lieferte dafür den perfekten Einstieg. Warum sich Katalina nach vielen gemeinsamen Jahren und Umzügen für immer von ihrem heiß geliebten Cello verabschieden musste – auch das erfahrt ihr in der heutigen Folge. Viel Spaß! SHARING IS CARING Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter - und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Sound & Schnitt: Heiner D'Alquen Website: Gregor Schermuly
- Wie dreht man mal eben einen Hollywoodfilm, Torsten Rüther und Luise Großmann?20.10., 00:5320.10.2023, 00:5301:38:43
Ein gestandener Werber und eine Profiathletin a.D. drehen einen Film und begeben sich damit auf die Reise ihres Lebens. Auf ihrem abenteuerlichen Ritt passieren sie nicht nur Berlin und New York, sondern auch Oldenburg, und das gleich zwei Mal. Warum, das erfahrt ihr hier – in der 71. Folge von Wunderbar Together. Denn Torsten Rüther und Luise Großmann empfinden ihr Leben zwar immer noch als nicht enden wollende Reise, haben bei Wunderbar Together aber einen kurzen Pit Stop eingelegt, um uns von ihrem Film Leberhaken zu erzählen. Und von dessen amerikanischer Adaption, Uppercut, mit der sie jetzt nicht weniger als Hollywood erobern wollen. Aber von Anfang an: 2020 schreibt Torsten Rüther eine kurze Szene für den Schauspieler Hardy Krüger. Es geht ums Boxen. Hardy Krüger braucht eine Anspielpartnerin, Rüther wirft Großmanns Namen in den Ring. Krüger mag die Szene, schlägt Rüther vor, ein ganzes Drehbuch zu schreiben. Das tut er auch – wie im Bann: „Ich werde nie vergessen, wie ich mich an einem Mittwochmorgen hinsetzte und mir dachte: Okay, mal schauen, wo dich das hintreibt. Und als ich dann aufhörte, nach gelegentlichem Rotweintrinken, Duschen und auch mal Zähneputzen zwischendurch, war es Samstagnachmittag und das Buch war fertig.“ Er schickt es den beiden Schauspielern, die beinahe unisono mit einer einzigen Frage antworten: „Wann können wir das machen?“ Die Antwort: Sofort. Nach dem Dreh in einem Boxstudio in Berlin-Wedding feiert Leberhaken, ein als Kammerspiel inszenierter Film über einen abgehalfterten Boxtrainer und eine ungestüme Boxerin, schon 2021 seine Premiere auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg. „Dem europäischen Sundance-Filmfestival, wenn man so will“, sagt Großmann. Nach der Vorstellung melden sich zwei Amerikaner auf Rüther und Großmann zu, haben große Pläne, sprechen von Amerika. Rüther und Großmann sind erst skeptisch, dann begeistert – und dann ernüchtert. „Wir haben in Amerika viele gute Gespräche geführt“, sagt Großmann. „Aber viele sind nur das geblieben: Gute Gespräche.“ Aber wenn die beiden eins können, dann ist es durchhalten. Die Hollywood-Version von Leberhaken, „Uppercut“ – durfte nun, zwei Jahre später, wieder in Oldenburg Premiere feiern. Wie Uppercut entstanden ist – und das ganz ohne Filmforderung, dafür aber mit zwei Branchenstreiks – wie man einen (und vor allem: welchen!) Hollywoodstar für das eigene Material begeistern kann, und wie sich Filmsets in Deutschland von denen in Amerika unterscheiden, das alles erfahrt ihr in Folge 71 von Wunderbar Together mit Torsten Rüther und Luise Großmann. Hört rein, wir freuen uns! MEHR ZU TORSTEN UND LUISE Folgt Torsten und Luise auf Instagram. Wer sich Leberhaken anschauen möchte, kann das aktuell auf Prime tun. Viel Spaß! IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören.
- Wie wird man ein richtig guter Gastgeber, Chris von Imhof?04.10., 09:0804.10.2023, 09:0801:08:38
Liebe WTFs (Wunderbar-Together-Familie…note to self: wir brauchen einen Namen für unsere Community!), manchmal liegen die guten deutsch-amerikanischen Geschichten ganz nah, in diesem Fall sogar in der Verwandtschaft: Felix ist über drei Ecken mit Chris von Imhof verwandt, der eine Instanz in der nordamerikanischen Tourismus-Industrie ist, und dem man ganz wunderbar eine gute Stunde lang zuhören kann. Und das nicht nur, weil Chris seine Freunde gerne "anjodelt", wie er es nennt – hört rein und überzeugt euch selbst. Sondern vor allem, weil er seine Gäste, ob im Hotel oder im Podcast, um den Finger wickeln kann wie kein Zweiter. Und weil er sich hochgearbeitet hat: "vom Tellerwäscher zum Millionär – das stimmt schon." Chris ist heute bekannt als der Mann, der Alaska auf die internationale Landkarte gesetzt hat. Als Tourismuschef und Leiter des Alyeska Resorts hat er den Wintersport in größten US-amerikanischen Bundesstaates gebracht und eines der weltbesten und exklusivsten Skigebiete aufgebaut. Seine Reise in die USA beginnt als Auszubildender im Alpenhof in Garmisch Partenkirchen. Der 19-jährige Christoph von Imhof ist dort für den Room Service verantwortlich und bewirtet eine amerikanische Mutter und ihre drei Kinder, die ein Jahr durch Europa reisen. Sie freunden sich an. Er lädt sie zum Skifahren ein, sie ihn zum Essen. Dann erzählt er von seinem großem Traum: Amerika. Die vielen Begegnungen mit Amerikanern im Hotel hätten ihm Lust gemacht, es dort zu probieren. Aber er brauche einen Sponsor, einen Bürgen. Wenig später meldet sich die wohlhabende Familie bei ihm und bietet ihm an, ihn mitzunehmen in sein Traumland. Er besteigt mit ihnen in Neapel einen Dampfer nach New York, von dort aus reisen sie weiter mit dem Auto bis nach Los Angeles. Nach ersten Jobs in Kalifornien ruft ihn Alaska. Die "crossroads of the world" – ein Drehkreuz zwischen Asien, Europa und den Amerikas. Dort fühlt er sich sofort wohl: "Anchorage erinnert mich an Garmisch." In den kommenden Jahren arbeitet er sich hoch, mit Mitte Zwanzig wird er Tourismuschef, heiratet Miss Alaska, baut das Alyeska-Resort auf, leitet für einige Jahre Luxushotels auf Hawaii, kommt dann aber doch wieder zurück in den kühlen Norden und schafft einen touristischen Hotspot für Gäste aus aller Welt. Seine Frau und seine drei Söhne sind immer dabei. Sein Leben sieht aus wie ein Bilderbuch, aber in seiner Biographie spart er die vielen dunklen Momente nicht aus: Er verliert als Kind seine Eltern und seinen Bruder, gerät in Alaskas Weltuntergangs-Erdbeben und springt in vielen Situationen nur knapp dem Tod von der Schippe. Dann verliert er seine Frau an Krebs. "Durchgehalten habe ich das nur dank guten Freunden und Familie. Die zeigen einem, dass das Leben weitergeht. Alleine hätte ich es nicht geschafft." Chris' Tugenden: „Ehrlich sein, tüchtig und respektvoll.“ Und sein Rezept als Gastgeber: „Das Essen muss stimmen, genauso die Getränke. Ein kleines Programm schadet auch nicht, eine Ansprache vielleicht. Außerdem sollte man die Gäste einander vorstellen. Dann fühlen sie sich willkommen.“ Welche Ansprüche er an ein gutes Hotel hat, wie ihn der einstige Bundeskanzler Helmut Schmidt auf Hawaii begrüßt hat und wie er japanische Investoren davon überzeugen konnte, in ein unterentwickeltes Skigebiet zu investieren (und was Sojasoße damit zu tun hat): Davon erzählt uns Chris von Imhof in dieser charmanten 70. Folge von Wunderbar Together. Jodeln inklusive! Wer sich mit Chris connecten oder sein Buch "Today Alyeska, Tomorrow Ze World" lesen möchte, tut das am besten auf seiner Website chrisvonimhof.com Viel Spaß bei Hören! IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören.
- Warum pokerst du so hoch, Andreas Rayo Kniep?08.09., 09:3808.09.2023, 09:3801:36:44
Ohren gespitzt, liebe Wunderbar-Together-Community, heute wird es rasant, unterhaltsam, und auch ein bisschen freizügig. Unser Gast heute, Andreas „Rayo“ Kniep, entwickelt hauptberuflich für Google und SpaceX Software, poliert sein Einkommen aber nebenbei als Poker-Legende auf – und zieht im Zuge dessen gerne blank, wenn man ihn lässt. Über sich selbst sagt Rayo, dass er weder Punkt oder Komma machen kann, beim Reden nicht und auch nicht im echten Leben. Nach unserem XXL-Gespräch über durchzechte Vegas-Nächte, Party-Begegnungen mit Elon Musk und das wüste Leben beim Burning-Man-Festival können wir das bestätigen. Mitgebracht in den Podcast hat Rayo, der in San Francisco lebt, auch seine legendäre pinke Mütze. Wer ihm jüngst im Internet begegnet ist, wird sie kennen. Sie ist Teil des Outfits, in dem er im August in Las Vegas beim Poker eine halbe Million Dollar gewonnen hat – und war am Ende der Party-Nacht das einzige Kleidungsstück, das an ihm blieb. Für Wunderbar Together hat Rayo zwar T-Shirt und Unterhose anbehalten, dafür aber bei sämtlichen Fragen ganz lässig die Hosen runtergelassen – und unter anderem erzählt, warum sein Pokerspiel so ungewöhnlich ist: Rayo zockt nämlich nicht alleine, bei wichtigen Turnieren hat er seine Crowd dabei, feiert eine gewonnene Hand auch mal lautstark: „Die Chance, dieses Erlebnis mit Freunden und Familie teilen zu können, ist unheimlich toll.“ Er attestiert sich eine gewisse Menschenkenntnis, die es ihm erleichtert, das Spiel zu lesen. Ansonsten ist er vielleicht auch daher so erfolgreich, weil er dem Spiel mit einer gewissen Nonchalance begegnet: „Vieles lernt man im Leben, ohne zu verstehen, wie es läuft. Das gilt auch für Poker.“ Wenn er nicht gerade zockt, entwickelt der studierte Mathematiker und Astrophysiker Software im Silicon Valley – ein Job, der es ihm erlaubt, das Leben so zu nehmen, wie es kommt. „Du hast grenzenlose personal time off. Den Firmen ist es egal, wann und wie lange du arbeitest, solange du eben zur Wertschätzung beiträgst. Und das mache ich eigentlich immer. Ich habe immer das Gefühl, dass ich, egal wo ich bin, Wert schaffe.“ Was es mit seinem Mittelnamen auf sich hat, wie es ist, für Elon Musk zu arbeiten, und wie weit man in den prüden USA als nackter Deutscher gehen kann und – das alles erzählt uns Rayo in unserem Sommer-Podcast, der 69. Folge von Wunderbar Together! ANDREAS RAYO KNIEP Wer mehr zu Rayos Burning Man Camp erfahren will, hier lang. Crazy pictures inklusive. Instagram, LinkedIn und Facebook hat Rayo auch. Schaut gerne vorbei. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. ACH und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSERE WEBSITE Wer alle Podcast-Folgen hören möchte, kann unsere Website besuchen, die mein Kollege Gregor Schermuly von OSK gemacht hat. Danke lieber Gregor. UNSER PARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören.
- Wie geht digital, Katrin Zimmermann?17.08., 10:4517.08.2023, 10:4501:08:15
Katrin lebt in der Zukunft: als CEO des US-amerikanischen Teils der Beratungsfirma TLGG muss sie ständig antizipieren, was kommt – und das dann für große Unternehmen entsprechend übersetzen. Sie selbst versteht sich dabei vor allem als Architektin des Hypothetischen: „Wir bauen Brücken in eine mögliche Zukunft.“ Dafür brauche es nicht nur handwerkliches Geschick, in den USA sei auch eine Prise Schulterschluss vonnöten. „In Deutschland will man sofort loslegen und einen messbaren Impact erreichen. Hier geht es erstmal darum, Vertrauen aufzubauen.“ Dazu gehört, auch mal aus dem Familienleben zu erzählen – oder ein Meeting mit Anekdoten aus dem Austauschjahr an der High School in Oklahoma zu starten. Als Transformations-Beraterin geht es ihr vor allem darum, Verständnis zu schaffen – egal, ob für das Metaverse oder neue Office365-Funktionen. Denn: „Alle meinen zwar, die neuesten Technologien zu kennen, verstehen oft aber nicht genau, was sie bedeuten oder welche Implikationen sie für das eigene Business oder die eigenen Kunden haben.“ Dieses Verständnis sei entscheidend, gerade im digitalen Bereich. Und könne auch Ängsten vorbeugen. „Je mehr technologische Hype Cycles wir sehen, desto mehr haben Menschen das Gefühl, ersetzt zu werden.“ Dem wolle sie mit ihrer Arbeit entgegenwirken. Bei hochrangigen Meetings und Pitches ist sie dann leider oft die einzige Frau im Raum. Zwar nehme die Diversität bei Führungskräften in Amerika insgesamt leicht zu, aber die Reise ist noch lang: „Ich war letztens auf einem Vortrag, bei dem eine Statistik zitiert wurde: Wir brauchen in den USA noch 150 Jahre, um für Equality und Equity zwischen Frauen und Männern zu sorgen.“ Und das könne nicht sein. „Wir brauchen mehr Maßnahmen in dem Bereich.“ Schließlich profitiere jedes Unternehmen von mehr Vielfalt, „sowohl auf der Revenue als auch auf der Margin-Seite, dazu gibt es Dutzende Studien.“ Was Katrin an ihrem Lebensmittelpunkt New York City liebt, warum sie aufs Büro schwört und was sie bei Lufthansa fürs Leben gelernt hat, das alles und mehr erzählt sie uns in der 68. Folge von Wunderbar Together. KATRIN ZIMMERMANN Wer mit Katrin in Kontakt treten möchte, kann sich an uns wenden oder ihr einfach direkt auf LinkedIn schreiben. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. ACH und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSERE WEBSITE Wer alle Podcast-Folgen hören möchte, kann unsere Website besuchen, die mein Kollege Gregor Schermuly von OSK gemacht hat. UNSER PARTNER Wir sind froh, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören.
- Wie wird man weltklasse, Philipp Grubauer?31.07., 10:4331.07.2023, 10:4301:07:14
„Wann I voll bairisch neischneuz, dann werd's ihr mi wahrscheinlich gar ned versteng!“ Netterweise hält NHL-Torwart Philipp Grubauer seinen Chiemgauer Dialekt für uns gerade so weit im Zaum, dass Felix beim Zuhören zwar ein leises Gefühl von Heimat verspürt, aber auch Preißn wie Olli verstehen können, was Grubauer über sein Leben als bester Eishockey-Torhüter der Welt zu erzählen hat. Zum Glück! Denn “Gruuuuuuu!", wie seine Fans ihn rufen, wenn er mal wieder einen beinahe unhaltbaren Torschuss pariert hat – erzählt nicht nur, wie er als Oberbayer die englische Sprache gemeistert hat. Er verrät auch, wie er den Druck aushält, der jeden Tag auf ihm lastet. Sein Team, die Seattle Kraken, hängen von ihm ab, wie gerade erst wieder in den Playoffs: Gegen Titelverteidiger Colorado hielt Grubi unfassbare 97 Prozent der Schüsse. Zum ersten Mal auf dem Eis steht er mit vier – in seiner Heimat Rosenheim, seit jeher Eishockey-Stadt, die Eltern unterstützen ihn. Ins Tor geht er erstmals mit zarten sechs Jahren, und als 15-Jähriger spielt er schon bei den Erwachsenen in der bayerischen Oberliga mit – „das war schon eine Hausnummer“. Die Teenager-Jahre verbringt er auf dem Eis. Wenn seine Spezln ausgehen oder in den Schulferien auf Mallorca am Strand fläzen, sagt er ab. Jedes Mal. „Aber das war es mir wert.“ Neben dem eigenen Einsatz prägen Weggefährten sein sportliches Schicksal entscheidend: „Es hilft, wenn im richtigen Moment jemand an dich glaubt.“ Sein erster Schritt weg von zuhause führt ihn schließlich nach Kanada. „Da musste ich mich erstmal akklimatisieren, aber dann hat es mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich gefühlt habe wie zuhause.“ Und drei Jahre später wird der Traum NHL wahr: die Washington Capitals nehmen ihn unter Vertrag. Inzwischen gilt der 31-Jährige als bester Torhüter der Liga - und lebt länger auf amerikanischem Boden als in Deutschland. In seiner aktuellen Heimat Seattle ist er mit seiner Freundin "mitten in den Wald” gezogen. "Es ist sehr ruhig hier, es gibt extrem viele Seen, in den Bergen ist man auch schnell. Es ist ein bisschen wie in Rosenheim.“ Hund und Pferd gehören mit zum Alltag, und Grubi träumt davon, nach der aktiven Karriere eine Ranch in den Rockies eröffnen. „Mit oder ohne Cattle – Hauptsache, ein Pferd ist dabei.“ Warum Grubi es schade findet, dass auf dem Eis weniger geprügelt wird als früher, was Monaco Franze auf seinem Helm zu suchen hat und wie er es schafft, den winzigen Puck auch in der größten Hektik vor dem Tor nie aus den Augen zu verlieren – das alles verrät er in der 67. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU PHILIPP GRUBAUER Philipp ist lieber auf dem Eis oder bei seinem Pferd als in Social Media, aber dennoch hat er einen ganz tollen IG-Account. Hier lang. Auf die Frage, welchen Wildnis-Trip er uns empfehlen würde, hat er den Alaska Trip zur Kulik Lodge empfohlen. Kein günstiges Unterfangen, aber remarkable. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. ACH und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSERE WEBSITE Wer alle Podcast-Folgen hören möchte, kann unsere Website besuchen, die mein Kollege Gregor Schermuly von OSK gemacht hat. UNSER PARTNER Wir sind froh, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören.
- Wie bleibt man jung, Rita Paul?18.07., 01:2518.07.2023, 01:2500:45:54
Rita Paul ist 96 Jahre alt und immer noch so cool wie ein Rockstar. Ohne die entsprechenden Allüren, versteht sich. Dass sie sich mit Rockstars auskennt, überrascht kaum: Im altehrwürdigen Washington Square Hotel, das ihre Familie seit fünf Jahrzehnten leitet, gingen Weltstars der Musik und Literatur jahrelang aus und ein. Felix hatte die große Ehre, Rita Paul und ihre Tochter Judy im Washington Square Hotel zu besuchen – und ihnen dabei zu lauschen, wie sie von Ritas Leben erzählen. Einem knappen Lebensjahrhundert, das ebenso ereignisreich wie erfüllt war. An dieser Stelle fügen wir daher direkt einen kleinen Disclaimer ein: Felix und Rita haben sich auf Englisch unterhalten. Und während Ritas Gedanken nach wie vor messerscharf sind, ist sie mitunter etwas schwer zu verstehen. Wir empfehlen euch daher einen ruhigen Ort und volle Konzentration, um dieses Gespräch bestmöglich zu genießen. Wir versprechen euch, es lohnt sich – denn Rita Paul nimmt uns mit auf eine bewegte Reise. Mit sechs Jahren flieht die 1927 in Berlin geborene Jüdin vor den Nationalsozialisten nach Paris, 1940 weiter in die USA. Heute ist Ritas Erinnerung an Deutschland flüchtig. Sie habe Berlin und die neuen Bundesländer bereist, erzählt sie. Ihre Heimat ist und bleibt aber New York. Auch ihre sprachliche. Ihr German sei nonexistent, nur an einige Wörter erinnere sie sich, darunter „Dingsbums“ – ein sprachliches Juwel. In New York schließt sie die Schule ab und studiert Design. Ihr Vater, der bereits in Europa mit Immobilien handelte, kauft einige Häuser. Eines von ihnen verwandeln Rita und ihr Bruder in ein Hotel. Es folgen weitere, bis Rita und ihr Mann 1973 das Hotel The Earle am Washington Square Park übernehmen. „Es glich einer Müllhalde!“, erinnert sich Rita. Immer wieder seien Scheiben und Türen eingeschlagen worden, erst nach der Sanierung hörte der Vandalismus auf. Trotz des elendigen Zustands: Das 1902 eröffnete Earle, das Rita und ihr Mann in den 1980ern umbenannten, war schon damals eine Instanz – Ernest Hemingway, Patricia Highsmith und Bo Didley kehrten dort ein, Folk-Songwriterin Joan Baez widmete dem Hotel sogar eine Songzeile. Ein popkultureller Ritterschlag, wenn auch kein glanzvoller: Now you’re smiling out of the window / Of that crummy hotel / Over Washington Square singt sie 1975 in ihrer Ballade Diamonds and Rust, in der sie mit ihrer einstigen Affäre Bob Dylan abrechnete. Bob Dylan lebte wirklich eine zeitlang im Earle, allerdings bevor Rita und ihre Familie es übernahmen. Judy Paul nimmt es gelassen. „Wir hatten immer gehofft, dass Joan noch einmal zurückkommen würde, um zu sehen, dass das Hotel längst nicht mehr so schäbig ist wie damals, aber dazu ist es leider nie gekommen", erzählt sie lachend. Würde Joan Baez das Washington Square Hotel noch mal besuchen, sie würde ihr Urteil sicher revidieren: Das crummy hotel, das sie einst besang, ist heute ein eklektisches Boutique-Hotel. Eines der wenigen in New York, das sich noch in Familienbesitz befindet. Und das nach wie vor von seiner einstigen Besitzerin (die unternehmerischen Zügel hat mittlerweile Judy Paul in der Hand) geprägt wird: Als passionierte Malerin hat Rita Paul sich an den Wänden des Hotels ausgelebt. Es gibt kaum eine, die sie nicht gestaltet hat. Sie habe aus reinem Pragmatismus begonnen, das Mauerwerk als Leinwand zu benutzen, sagt sie: „Als Malerin hätte ich keinen kommerziellen Erfolg gehabt. Also habe ich die Wände des Hotels genutzt – das hat funktioniert.“ Welche Wendungen ihr Leben in den USA für sie bereithielt, was sie über die deutsche Erinnerungskultur denkt und wie sich der Washington Square Park verändert hat, das alles und noch viel mehr erzählt uns Rita Paul in dieser wirklich wunderbaren Folge von Wunderbar Together. Auch eine Lebensweisheit gibt sie uns mit auf den Weg – und zwar, wie man nach fast einem Jahrhundert noch so offen und lebenslustig bleibt wie sie. Ihr Geheimnis wollen wir an dieser Stelle nicht direkt verraten – weil wir nichts vorwegnehmen wollen, vor allem aber weil es aus dem Mund einer 96-Jährigen einfach besonders Rockstar-mäßig klingt. MEHR ZU RITA PAUL UND IHREM HOTEL Dieser wunderbare "New York Times"-Artikel hat uns zu Rita geführt. Das Hotel könnt ihr euch hier einmal ansehen. Wer einen Rabatt will, soll uns schreiben. Vielleicht kriegen wir für die "Wundis" (ja so nennen wir unsere Community) etwas rausgeschlagen. Schreibt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. ACH und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSERE WEBSITE Wer alle Podcast-Folgen hören möchte, kann unsere Website besuchen, die mein Kollege Gregor Schermuly von OSK gemacht hat.
- Warum willst du nicht normal sein, Ute Lemper?03.07., 10:0903.07.2023, 10:0901:06:10
Musicaldarstellerin, Chanson-Sängerin, Schauspielerin, Autorin? Ute Lemper fasst die vielen Rollen, in denen sie zwischen Broadway, Berlin und der Welt unterwegs ist, ganz lapidar zusammen: „Ich drücke mich in vielen Dimensionen aus, und alles gehört zusammen.“ Daneben ist sie auch noch Felix‘ Nachbarin auf der Upper West Side von Manhattan. Getraut sie anzusprechen hat sich Felix noch nie – bis heute, für den Wunderbar Together Podcast. Ute Lemper steht seit Jahrzehnten weltweit im Rampenlicht - aber gerade ganz besonders. Ihre Autobiografie ist in der Bestsellerliste durchgestartet, ihr neues Album „Time Traveler“ wird von einer Sommer-Konzerttour durch Europa gekrönt und ihren 60. feiert sie wie immer mit Feuerwerk in ihrer Lieblingsstadt New York, denn ihr Geburtstag fällt zufälligerweise auf den größten amerikanischen Feiertag Fourth of July. „Mein Lebensmotto ist: Dig in! Je mehr du gibst, desto mehr bekommst du.“ Herzlichen Glückwunsch! 1963 kommt Ute Lemper in Münster zur Welt – und wächst in einer sehr musikalischen, aber auch streng katholischen Familie auf. „Kirche, Sportschau, Eisenbahn“ sind die Sounds ihrer Kindheit. Früh durchwühlt sie das elterliche Plattenregal, nimmt bald Klavierstunden und Ballettunterricht. Die Ferien verbringt sie an der Tanzakademie in Köln. Nach dem Abitur geht sie nach Wien, um Schauspiel zu studieren. Danach folgen Stationen in Berlin, Paris und in London, bis sie 1998 nach New York kommt, um am Broadway das Stück „Chicago“ zu spielen – und sich endlich heimisch fühlt. „An allen anderen Orten war ich immer 'die Deutsche’. Hier bin ich einfach New Yorkerin.“ Sie liebe den „progressiven Spirit“ der Stadt, die Unaufgeregtheit der New Yorker. Hier müsse niemand normal sein. „Denn wer will das schon – normal sein? (…) Extraordinär heißt doch eigentlich nur, dass man wunderbar sein kann!“ Konventionen und Zwänge, die einen zurückhalten, sind ihr zuwider. „Man sollte sich niemals einfach nur anpassen. Man man sollte nie so sein, wie eine Religion, eine Konvention, eine Tradition es von einem verlangt.“ Eine weitere Frau, die sich wenig um Konventionen scherte, und die Lemper nach wie vor als großes Vorbild zitiert, ist Marlene Dietrich. „Sie war eine überwältigende Frau, eine überzeugende Frau, so unheimlich progressiv, so emanzipiert, so gebildet. Sie war immer eine Frau der Zukunft.“ Den Rat, den ihr die Dietrich einst gab, das eigene Privatleben stets geheim zu halten, wollte Lempert aber nicht befolgen. Bereits mit 32 Jahren veröffentlicht sie ihre erste Autobiografie, nun ist die zweite erschienen - deutlich melancholischer, nachdenklicher, und menschlicher als ihr Erstlingswerk. „Es geht darum, Sinn zu finden in diesem Monstrum namens Leben.“ Dabei helfe ihr immer auch die Musik, sagt Lempert. „Musik transportiert so vieles: die Sorgen, die Ängste, die Dankbarkeit, die Glücksmomente, die Zweifel. All das, was wir in uns haben.“ Warum sie gerne in ihrem Treppenhaus singt, wo man am Hudson River am besten Drachen steigen lassen kann, und wie ein Stromausfall sie ihre Nachbarschaft in neuem (Kerzen-)Licht sehen ließ - darüber und über noch viel mehr spricht Ute Lemper mit uns in der 65. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU UTE LEMPER Wer mehr zu Ute erfahren will, kann ihr auf Instagram folgen. Ihr neues Album könnt ihr hier hören (Spotify). Hier auch der Link zu ihrer Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. ACH und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) www.wunderbartogetherpodcast.de
- Wie erklärt man Amerika, David Gill?27.06., 17:0927.06.2023, 17:0901:04:22
David Gill ist Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in New York. Er kann aber auch Wasserhähne austauschen, weil er gelernter Klempner ist. Er weiß um die Macht des Wortes, weil er Theologie und Jura studiert und lange mit Joachim Gauck zusammengearbeitet hat. Und er weiß, wie man steife deutsche Besuchsrunden in der Residenz auflockert - sei es mit Weihnachtsliedern am Klavier oder an einer großen runden Tafel, bei der keiner am Rand sitzen muss. Kurz: David Gill ist ein ziemlich cooler Diplomat. Und wir freuen uns riesig, ihn bei Wunderbar Together zu begrüßen und herauszufinden, wie er das geschafft hat. Als sechstes von sieben Kindern eines evangelischen Bischofs in der DDR ist ein Studium an einer staatlichen Hochschule für ihn „undenkbar, schon aus politischen Gründen“. Stattdessen absolviert er eine Lehre, lernt falzen, löten, schweißen – und hat auch schon in New York mehrfach Wasserhähne repariert. Über Umwege landet Gill in Ost-Berlin, wo er am Sprachenkonvikt der Kirchlichen Hochschule doch noch studieren darf: Theologie. Wie so viele Studierende zieht es auch ihn im Wendejahr 1989 immer wieder auf die Straßen. Nur ausgerechnet am 9. November nicht. Da befindet er sich „in der Pampa“, auf einem Kirchentreffen in Görlitz. Nachts zurück ins Geschehen zu fahren – no way: „Keiner von uns hatte ein Auto.“ Seinen ersten Ausflug in den Berliner Westen einige Tage später erlebt er wie im Rausch. „Das Wort, das in diesen Tagen, diesen Wochen und Monaten immer wieder fiel, war 'Wahnsinn'. Weil es wirklich so schwer zu fassen war, was da mit unserem Leben passierte.“ 1991 reist Gill weiter gen Westen: Drei Wochen lang erkundet er auf Einladung des German Marshall Funds Washington, D.C., Minnesota, Kalifornien, New York: „Das hat mich angefixt.“ 1997 geht er mit einem Stipendium nach Philadelphia, um dort zu studieren - und mit seiner Freundin und späteren Frau, einer Amerikanerin, zusammen zu sein. Die beiden leben off-campus, mitten in der Stadt, unter amerikanischen Freunden. Zurück in Berlin arbeitet er mit Joachim Gauck an der Aufarbeitung der Stasi-Akten und übernimmt, nachdem dieser zum Bundespräsidenten gewählt wird, die Leitung des Bundespräsidialamts. Mit Gauck verbindet ihn bis heute eine enge Freundschaft: „Die Empathie mit den Unterdrückten und den Benachteiligten – das ist etwas, das ich von ihm gelernt habe. Und auch, welche Macht Sprache haben kann.“ Sprache ist auch eines der Werkzeuge, das Gill als Generalkonsul in New York am häufigsten gebraucht. Seine Aufgaben liegen – neben dem Ausstellen von Pässen – auch darin, „Deutschland zu erklären und Amerika zu verstehen.“ In New York liegt ihm vor allem der Austausch mit der jüdischen Gemeinde am Herzen. Dieser habe in den vergangenen Jahren immer wieder zu besonderen Momenten geführt. Zum Beispiel, als er eine 97-jährige Holocaust-Überlebende wiedereinbürgern durfte. „Es war ihr ein ganz großes Anliegen, vor ihrem Lebensende noch die deutsche Staatsbürgerschaft wiederzuerlangen – etwas, das ihr von den Nationalsozialisten genommen worden war.“ Was ihn an Amerika fasziniert, wie man ihn am besten anspricht, und was er von seinen Nachbarn an der sagenumwobenen 740 Park Avenue hält – darüber spricht Generalkonsul David Gill in dieser 64. Folge von Wunderbar Together. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. ACH und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) www.wunderbartogetherpodcast.de
- Was ist gutes Design, Stefan Sagmeister?07.06., 14:4307.06.2023, 14:4300:56:05
Was ist gutes Design, Stefan Sagmeister? Dank einer gewonnenen Wette kommt Stefan Sagmeister als Teenager das erste Mal nach New York, 1981. „Ich wusste gleich: das ist die Stadt für mich.“ Aufgewachsen in Bregenz am Bodensee, als jüngstes von sechs Geschwistern, über dem familieneigenen Bekleidungsgeschäft, zieht es den jungen Stefan schnell hinaus: „mit der Vespa nach München, zum Studieren nach Wien, nicht nach Innsbruck, was näher gewesen wäre. Aber dann habe ich gemerkt: Wien ist keine Metropole, sondern 23 aneinanderhängende Dörfer.“ Er designt als allererstes für die Vorarlberger Jugendzeitung „Alphorn“, dann geht es über Wien, New York und Hongkong wieder nach New York, diesmal als Fulbright-Stipendiat. 1993 eröffnet er sein eigenes Designstudio. Seine „Ghörigkeit“, die Vorarlberger Gründlichkeit, egal zu welchem Honorar, hilft ihm. Aber sein Ziel ist die Musikindustrie, und der Weg ist schwer. „Alle Labels, bei denen ich mich vorgestellt habe, meinten ‚wir geben dir auf jeden Fall Arbeit‘ und haben sich nie mehr gemeldet.“ Den Durchbruch bringen Schweizer: die Rockband H. P. Zinker. Mit dem Albumcover zu „Mountains of Madness“ wird Stefan für einen Grammy nominiert. Und danach ist alles anders. Lou Reed, David Byrne, die Stones, alle lassen bei ihm designen, und schließlich gewinnt er den Cover-Grammy gleich zweimal. New York wird für ihn zum Angelpunkt, zum Zuhause - seit inzwischen 30 Jahren. „Ich bin mit New York aufgewachsen, älter geworden, etablierter geworden. Wenn es immer noch so kriminell wäre wie in den 80er Jahren, wäre ich nicht mehr da. Aber damals war es billig. Heute haben es junge Designer viel schwieriger.“ Und was ist nun gutes Design? Anders, als manchmal behauptet werde, seien Designer keine reinen ‚Problem-Solver‘, sagt Stefan. „Die Probleme die wir lösen, sind meistens scheißeinfach.“ Bei gutem Design gehe es vielmehr darum zu „helfen und entzücken.“ Warum Stefan meint, dass wir mit A.I. „unglaublich viel Blödsinn“ machen werden, wie er unter Einfluss von LSD Gläser bemalt hat, und warum für Stefan „Better Is Now“ nicht nur der Name seines aktuellen Projekts, sondern eine Art Lebensmotto geworden ist, all das und mehr gibt’s in dieser 63. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU STEFAN SAGMEISTER Checkt „Now is better“ auf Stefans Website. Folgt Stefan auf Instagram. Und schaut euch hier seine prämierten Arbeiten auf seiner Website an. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank an OSK Berlin für die Umsetzung der Website. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.
- Wie erschafft man ein Metaverse, Dirk Lueth?25.05., 11:5025.05.2023, 11:5001:09:29
3 Millionen Menschen wollen bei ihm Land kaufen, alles nach dem Prinzip Monopoly – und alles virtuell: Dirk Lueth, Ökonom, Unternehmer und Gründer des Metaversums „Upland“. Wir haben Dirk Lueth in der Wirtschaftswoche gefunden, aber eigentlich ist der Co-Autor von „Navigating The Metaverse“ überall und ständig präsent – und nun zu Gast bei Wunderbar Together. Dirk kommt aus Heidelberg, zuhause ist er seit knapp 15 Jahren in Mountain View, Kalifornien, wo er – ein seltener Luxus – mit dem Fahrrad ins Büro fahren kann. „In Deutschland fühle ich mich immer mehr wie ein Tourist”, sagt er, und hat vor wenigen Wochen zur deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen. Den Sprung nach Amerika wagt Dirk nach mehreren Unternehmungen in Deutschland. Unter anderen hat er die lachsfarbene Financial Times Deutschland mitbegründet – und sich dann mitten in der Finanzkrise 2008 mitsamt Familie zum Umzug entschlossen. „In Krisen werden oft die besten Firmen gebaut.“ Mit zwei anderen Gründern heckt er die Idee aus, das Prinzip Monopoly ins dreidimensionale Internet zu bringen – basierend auf dem Planeten Erde, aber mit einem ganz wichtigen Haken: künstlicher Knappheit. In Upland gibt es nicht etwa so viel Land zu entdecken wie bei Google Maps, sondern immer nur kleinste Teile von Städten, die nach und nach “eröffnen” und zum Verkauf stehen. 2018 geht es mit San Francisco los. “Es waren sofort 2.000 Leute auf der Warteliste”, sagt Dirk, um virtuelle Grundstücke zu erwerben. “Zuletzt haben wir London aufgemacht.” 8 virtuelle Grundstücke pro Sekunde werden dann als digitale Tokens freigegeben. London war in ein paar Minuten weg, ausverkauft. Das heißt Grundstücke dort gibt es jetzt vorerst nur von anderen Spielern, die darauf Häuser bauen, mit Autos handeln oder auf andere Weise die Werte steigern. 55 Milliarden Upex, oder 55 Millionen US-Dollar, hat Dirks Plattform so bisher umgesetzt. Aber was ist es nun, dieses Metaverse? „Eine parallele Welt, in der wir eine oder mehre Identitäten annehmen, in der alles was wir uns vorstellen können, existieren kann, in der wir aktiv sind, Dinge tun, und Dinge besitzen können.“ Land, Kapital, Arbeit: nach diesem Prinzip baut Dirk mit seinen 120 Mitarbeitenden eine eigene virtuelle Wertschöpfungskette für digitale Unternehmer oder, wie er es nennt, „Metapreneure“. Das große Ziel ist, Upland letztlich mit anderen Metaversen zu verbinden und zwischen den Welten handeln zu können. 3 Millionen Spieler sind aktuell bei Upland registriert, 30-50.000 spielen jeden Tag, sagt Dirk, darunter auch viele aus Deutschland. Zu kaufen gibt es in Köln und Nürnberg, den Heimatstädten von Olli und Felix, aber noch nichts. "Deutschland ist noch nicht offen", sagt Dirk, das kommt bald. Er selbst spielt erst seit kurzem selbst in Upland mit – wegen Insiderwissen unter besonderen Regeln. Welchem Erdteil der physischen Welt Dirk die größten Chancen im digitalen Wettstreit einräumt, wie man aus dem Upland-Gefängnis rauskommt und warum Dirk seinen US-Pass auf einem Parkplatz bekommen hat, all das und mehr gibt’s in dieser 62. Folge von Wunderbar Together. Viel Spaß! MEHR ZU DIRK LUETH Ein umfangreiches Portrait von Dirk Lueth gibt es in der WiWo hier. Lieben Dank an Matthias Hohensee für den Kontakt. Dirk ist sehr aktiv auf LinkedIn – wer mit ihm Kontakt aufnehmen will, probiert es da am besten. Wer Upland spielen will, dann bitte hier entlang: https://www.upland.me. DISCLAIMER In dieser Episode reden wir kurzzeitig über Krypto- und Aktienassets. Der Podcast ist ein reines Informations- und Unterhaltungsangebot und stellt keine Anlageberatung dar. Auch wenn wir uns zu den Zukunftsaussichten, Risiken und Chancen von Unternehmen und Assetklassen äußern, handelt es sich hierbei nur um unsere persönlichen Einschätzungen, die niemals eine eigene Recherche oder professionelle Beratung ersetzen können. UNSERE WEBSITE: www.wunderbartogetherpodcast.de. Vielen Dank unseren lieben Kollegen Gregor Schermuly und Rafael Bolte von OSK Berlin für die Umsetzung der Website. Wer innerhalb von ein paar Tagen eine schicke eigene Podcast-Seite braucht, soll sich bei Gregor melden. Kontakt gibt's über Olli. IHR HABT IDEEN FÜR SPANNENDE GÄSTE ODER GENERELLES FEEDBACK? Dann schreibt einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcast oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail.