Podcast

Wunderbar Together

Felix Zeltner, Katalina Farkas und Oliver Nermerich

Society & Culture

162 Episoden · neueste 07.10.

Episoden

162
  1. Wie wird Olympia für dich, Leonie Fiebich?
    28.07., 11:1600:53:57

    Achtung, es wird nerdig: Heute sprechen wir über eine unserer Lieblingssportarten bei Wunderbar Together – Basketball! Und das mit der fantastischen Leonie Fiebich, die seit Anfang des Jahres die WNBA als Spielerin der New York Liberty aufmischt. Und in den nächsten Tagen den deutschen Frauenbasketball bei den Olympischen Spielen in Paris vertreten wird. Auch, wenn sie jetzt gerade auf dem Weg nach Frankreich ist: Wenn Leonie aus dem Fenster ihres Apartments in Brooklyn schaut, kann sie es immer noch kaum glauben, dass sie von dort aus tatsächlich auf die Skyline von Manhattan blicken kann. "Manchmal muss man sich wirklich hinsetzen und mal kurz überlegen. OK, was habe ich überhaupt geschafft, und wo geht es jetzt hin?", sagt sie. Vor drei Jahren erstmals gedraftet, ist viel Zeit ins Land gegangen, bevor sie erstmals amerikanisches Basketballparkett betreten durfte. Dort tritt sie für eines der besten Teams der Liga an. Der Zeitpunkt könnte aber kein besserer sein: Die Women’s National Basketball Association wird gerade mit einer der Welle der Aufmerksamkeit überrollt, ein Zuschauer-, oder Einschaltquotenrekord jagt den nächsten (wer möchte, darf den „Caitlin-Clark-Effekt“ googeln). „So viel mediale Aufmerksamkeit gibt es in Europa nicht“, sagt Leonie. Dass sie (noch) nicht im Zentrum dieser Aufmerksamkeit steht, sieht sie gelassen. „Ich brauche das nicht, auch nicht auf Social Media.“ Dort würden die Fans der Liga derzeit so genau hinsehen, dass schon ein falscher Blick einen Shitstorm auslösen könne. Sowieso will Leonie sich lieber aufs Spielen konzentrieren als auf das Drumherum. „Das Spiel ist sehr schnell hier, wenn eine Spielerin die Möglichkeit zum Wurf sieht, nimmt sie sie – egal, wie viel Zeit noch auf der Uhr ist.“ Ihr Start in New York sei daher auch nicht nur reibungslos gelaufen, auch wenn sie sich mit WNBA-Spielerin Nyara Sabally (die Schwester von Satou Sabally) über eine langjährige Weggefährtin als neue Teamkameradin in New York freuen durfte, die ihr von Anfang an zur Seite stand. „Ich hatte nur zwei Trainings, dann gingen direkt die Spiele los. Und das war schon eine Herausforderung, weil hier extrem viele Superstars spielen, die alle sehr eingespielt sind.“ Dazu sei die Hierarchie in der WNBA extremer als in Europa, wo Leonie zuletzt zwei Mal zum MVP der spanischen Liga gewählt wurde. „Es gibt eine krasse Abstufung zwischen den Starting Five, also den Spielerinnen, die von Anfang an auf dem Feld stehen, und dem Rest der Bank. Das kannte ich so vorher auch nicht.“ Heute ist sie aber angekommen in der Liga, das beweisen nicht nur ihre Stats, sondern auch der Zusammenhalt mit den Teamkolleginnen: „Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass die alle ganz nett sind.“ Ein Team, das Leonie aber noch deutlich mehr ans Herz gewachsen ist, ist die deutsche Basketballnationalmannschaft („Da kriege ich schon wieder direkt Gänsehaut!“). Mit der tritt sie am kommenden Montag zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Frauenbasketballs bei den olympischen Spielen an. „Da freue ich mich einfach nur drauf. Natürlich will ich auch gewinnen, aber ich werde versuchen, es einfach nur zu genießen.“ Auch, weil der Erfolg des Teams vor allem dem Zusammenhalt geschuldet ist. „Wir haben nicht viel Unterstützung bekommen in den letzten Jahren. Wir haben dafür gekämpft und uns das alles Stück für Stück erarbeitet.“ Wie sie sich den Erfolg erkämpft hat (und welche Rolle Kartenspiele dabei eingenommen haben), was Leonie sich für den Basketball wünscht und welches ihrer Idole sie bis heute nicht getroffen hat – das alles erzählt sie in der 101. Folge von Wunderbar Together. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  2. Warum ist New York eine Bühne, Felix Zeltner?
    18.07., 10:4601:13:57

    Drumroll, please! Leute, wir können es kaum glauben, aber hier ist sie, die einhundertste Folge von Wunderbar Together! Und ja, wir haben uns nächtelang die Köpfe darüber zerbrochen, welchen Gast wir für diese Folge vors Mikrofon zerren. Wir haben Namen in den Raum geworfen, diskutiert und wieder verworfen, sind dem ein oder anderen Star hinterhergelaufen (Wim, Franka, Dirk, you know where to find us), und haben uns nach langem Debattieren für den bestmöglichen Interviewgast ever entschieden. Here he is, the one and only: Felix Zeltner! Felix ist nicht nur seit der ersten Folge bei Wunderbar Together am Start, er kennt auch New York wie kein zweiter. Denn er ist, seit er New York 2012 zu seinem Wohnort auserkoren hat, mehr als ein gutes Dutzend Mal umgezogen, hat aus einem logistischen Alptraum (der mit einem Rauswurf aus einer Mietwohnung begann) ein großes Abenteuer gemacht, hat mit Kind und Kegel (oder besser gesagt: Christina und Emma) in Brooklyn, Chinatown, Long Island und der Bronx gelebt. New York hat es Felix nicht immer leicht gemacht: Als seine Partnerin eine Stelle als DPA-Korrespondentin in der Metropole angeboten bekam, zögerten die beiden nicht und sagten sofort zu. Die Frage, wie man sich als freier Journalist in einer der teuersten Städte der Welt durchschlägt, holte Felix ein paar Tage später ein. „Ich bin überall Klinken putzen gegangen“, erzählt er. Und: „Ich habe gelernt, viel härter zu verhandeln.“ Die wohl wichtigste Lektion, die er als freier Journalist von New York gelernt habe: „Wenn du in New York bist, bist du unter einem Brennglas.“ New York als Bühne zu nutzen für die Welt, zu zeigen, dass man dort sei, am Nabel der Welt, das sei in der Stadt an der Tagesordnung – „auch wenn es den New Yorkern total egal ist, was du machst“. Heute fühlt er sich New York verbundener denn je: „ Wir haben viel in die Stadt reingesteckt, und die Stadt hat uns viel zurückgegeben.“ Wenn er im Flugzeug sitze und die Hochhäuser über dem Hudson River in der Sonne glänzen sehe, gehe ihm schon mal das Herz auf: „Wenn wir nach New York kommen, blühe ich auf.“ Auch wenn er die heißen Sommer trotzdem lieber in Niederbayern verbringt. Sie ist sehr euphorisch, und auch ein bisschen rührselig geworden, diese 100. Folge von Wunderbar Together. Wir sprechen über die besten Podcastmomente, die spannendsten Interviewgäste – und auch über die sich immer wandelnde Bedeutung von Wunderbar Together. Wem das alles ein bisschen zu selbstreferenziell ist, der darf sich nächste Woche auf das nächste tolle Interview freuen, in dem es endlich wieder sportlich wird! Alle anderen dürfen erfahren, wie Felix ein kleines bisschen New York City nach Fischbach bei Nürnberg bringt, warum er vielleicht demnächst bald wieder umziehen muss, und warum New Yorker in ständiger Erwartung der Apokalypse leben. Vielen Dank, lieber Felix, wir wünschen uns mindestens 100 weitere Folgen mit dir! Und wir möchten uns natürlich auch bei euch bedanken, liebe Wunderbar-Together-Community. Dafür, dass ihr immer wieder zuhört, uns so tolles und wertschätzendes Feedback schickt und Gäste vorschlagt. Auf die nächsten 100! SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  3. Warum wird‘s dir nie zu bunt, Alex Proba?
    24.06., 14:4001:37:21

    Alex Proba bringt Farbe in unseren Podcast: ihr Tisch ist pink, das Regal hinter ihr dunkelgrün, ihre Brille hat ein Schildkröten-Muster – und ihr Kleid, das sie bei unserer Aufnahme trägt? "Das ist aus Finnland, gestreift, grün, rosa, weiß, blau, schwarz, alles zusammen." Alex ist Designerin und vor einigen Jahren von New York an die Westküste, genauer nach Portland gezogen, wo sie mit Partner und Hund ein von außen minimalistisch schwarzes, von innen mit ihren kunterbunten Teppichen und Wandkunstwerken ausgeschmücktes Haus bewohnt, eine Reise in ihr Gehirn, das – wie ihre gesamte Arbeit als preisgekrönte Designerin – mehr Farbe hat as alles, mit dem sich die meisten Menschen sonst so umgeben. "Im Schlafzimmer und Badezimmer gibt's keinen Inch, der nicht angemalt ist", sagt Alex, "und viele meiner Freunde und meine Eltern haben gesagt 'Oh Gott, das ist viel zu crazy, wie kann man nur', aber ich finde, wenn man wirklich hier ist, macht es einen viel ruhiger." Die Vorliebe für Farben hat Alex von ihrer Oma mitbekommen, mit der sie bis heute quasi täglich telefoniert. Ihre Familie wandert in den 1980er Jahren aus Polen nach Deutschland ein und findet im Sauerland ein Zuhause. Die Eltern sind Ärzte und arbeiten hart. Die Oma, die "Babcia", wie Alex sie bis heute nennt, verbringt viel Zeit mit Alex und ihren Bruder. "Die Welt meiner Eltern war schwarz-weiß mit dunkelblau, alles recht scientific. Meine Oma war Blumenhändlerin. Bei ihr war alles bunt, von der Küche zum Garten bis zu ihrer Kleidung." Als Alex als Austauschschülerin nach Ohio geht, landet sie in einer ganz besonderen Familie: "Die Mutter war Modedesignerin und das ganze Haus voller Kunst, handgeschriebene Gedichte an den Wänden, goldene Wände, Farbe überall. Mit den Kindern bin ich jedes Wochenende ins Museum. Das war ein Schock für mich." Sie beginnt selbst zu designen, die Familie unterstützt sie – aber zurück in Deutschland gewinnt die Skepsis. Alex beginnt ein Zahnmedizin-Studium. Ein Kniff ihres damaligen Freundes und Hilfe aus Ohio bringen sie schließlich doch auf die Kunstschule und von dort nach New York, wo sie klein anfängt, "ich habe tausend Dollar im Monat verdient und mir mit einer Freundin ein Bett geteilt". Sie studiert tagsüber und arbeitet nachts. Selbst als sie ihren ersten Vollzeit-Job landet, arbeitet sie in jeder freien Minute und an Wochenenden weiter an ihren eigenen Projekten. 2013 beschließt sie, jeden Tag 30 Minuten lang ein Poster zu designen und zu posten. Etwa ab Tag 100 geht das Projekt durch die Decke. Blogs berichten, die Followerschaft wächst, es ist ihr Durchbruch. Nach drei Jahren Poster-Erfolg entschließt sich Alex 2016, ihren Traum vom eigenen Designstudio wahr zu machen, arbeitet seither mit den berühmtesten Marken der Welt von Louis Vuitton bis Google, und baut parallel ein Imperium aus Home-Design, Kinder-Design und sogar Haustier-Design auf. "Von unserem Hund machen wir jedes Jahr eine Skulptur – eine davon ist eine Bank in unserem Wohnzimmer, auf der man sitzen kann." Warum 21 Kunstwerke aus Alex' Hand im Art District von Miami stehen, wieso es keine schlechten Farbkombinationen gibt, und was das alles mit einem umgestürzten Riesen-Eis am Kölner Neumarkt zu tun hat – all das und mehr gibt's in der allerbuntesten 99. Folge von Wunderbar Together. Folgt Alex Proba unbedingt auf Instagram und auf ihrer Website. Es gibt so tolle Arbeiten von ihr. Wer mehr zu ihrer Serie "A poster a day" erfahren will, hierlang. Danke, dass du bei uns eingecheckt hast, liebe Alex. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  4. Wie liest du die Zukunft, Pascal Finette?
    14.06., 00:3201:35:33

    Internet-Pionier, Gründer, Berater und ganz grundsätzlich ein jolly good fellow: Pascal Finette ist all das, und außerdem ein wundervoller Podcast-Gast. Pascal wurde uns schon mehrfach ans Herz gelegt – zuletzt von Silicon-Valley-Guru Andreas Rayo Kniep, dem wir dafür unheimlich dankbar sind. Denn mit Pascal darüber zu reden, wie man in die Zukunft blicken kann, ohne Kaffeesatzleserei zu betreiben, ist nicht nur spannend, sondern auch lehrreich. Pascal ist gebürtiger Kölner und entscheidet sich nach der Schule für ein BWL-Studium – zunächst in Ermangelung eines besseren Plans, dann aber doch begeistert. „Das war für mich als Computernerd genau das richtige Umfeld.“ Nach dem Abschluss zieht es ihn „ziel- und planlos, aber voller Optimismus“ nach Berlin, wo er „das gemacht hat, was damals alle gemacht haben: Man hat ein Unternehmen gegründet, weil es einfach cool war.“ Er stellt Mitarbeitende ein und verbucht erste Erfolge, doch die Dotcom-Blase zieht ihm den finanziellen Boden unter den Füßen weg. Das Scheitern lässt ihn in ein Loch fallen, eine Rucksackreise durch Nicaragua rettet ihn – sowie ein Anruf von eBay, wo er nach der Reise anheuert. „Ich habe bei eBay meinen echten MBA gemacht“, sagt er heute über seine Lehrjahre dort. Nach einer Zwischenstation in London geht Pascal zu Mozilla. Das Unternehmen bietet ihm an, in die USA zu gehen. Pascal sagt sofort zu – und hat die Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Er zieht nach San Francisco, lebt im Tech-Mekka Mountain View, geht später zu Google und gründet dann die Singularity University – eine Schule für Führungskräfte, denen er beibringt, die Zukunft zu antizipieren. Nachdem er irgendwann genug von der Valley-Bubble hatte, zog ihn zu Beginn der Pandemie eine „Spreadsheet-getriebene" Entscheidung nach Boulder, Colorado – einen Ort, den der begeisterte Kletterer auch aufgrund seiner Nähe zu den Rocky Mountains schätzt, liebt, und heute als Heimat bezeichnet. „Ich finde die Zukunft spannend und helfe Menschen und Unternehmen, sie besser zu bewältigen“, sagt Pascal, der auch heute noch ausgemachter Tech-Optimist ist. Genau zu beobachten sei entscheidend, um Ableitungen treffen zu können. „Denn die Zukunft ist ein Spiel aus Wahrscheinlichkeiten“. Eine gute Übung sei es, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen und genau dann innezuhalten, wenn etwas außerhalb des Altbekannten liegt. „Wenn ich etwas sehe und denke ‘Isn’t that interesting?’, dann zwingt mich diese Frage, darüber nachzudenken, was gerade in der Welt passiert.“ Welche Hinweise er Unternehmen gibt, die zukunftsweisende Entscheidungen treffen, warum er kein Fan davon ist, das eigene Scheitern zu glorifizieren, und was Menschen in Colorado wirklich mit der Frage ‘What do you do?’ meinen – das alles erzählt uns der wunderbare Pascal Finette in der 98. Folge von Wunderbar Together. Pascal ist wahnsinnig präsent in der Podcast-Welt. Wer nicht genug von ihm bekommen kann, der mag doch hier reinhören. Hier geht's zu seiner Company, be radical. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more.

  5. Wie gewinnt man Wahlen in Amerika, Julius van de Laar?
    06.06., 10:4400:46:54

    Es gibt wohl kaum einen Deutschen, der sich besser auskennt mit dem US-amerikanischen Wahlkampf als er: Julius van de Laar ist Politikberater, Polit-Stratege und dem race to the white house spätestens seit 2008 verfallen – dem Jahr, in dem er zum ersten Mal Wahlkampf für Barack Obama machte. Julius hat uns bereits zum zweiten Mal bei Wunderbar Together beehrt. Es ist uns immer wieder eine Freude, weil niemand sonst so voller Elan vom Wahlkampf zwischen Trump und Biden erzählen kann. „Ich stecke mit Haut und Haaren drin“, sagt Julius über sich selbst. „Und ich muss sagen: Ich liebe diese Phase.“ Während er im Wahlkampfjahr 2024 kein „man on the ground“ mehr ist, verfolgt er die Kampagnen von Trump und Biden immer noch genau, hat unlängst den Iowa Caucus der Republikaner besucht. Warum genau? Es geht ihm darum, ins Getümmel einzutauchen, zu beobachten, zu analysieren. Und das aus gutem Grund: Immerhin berät der Politik- und Kommunikationswissenschaftler heute politische Organisationen, NGOs, und Unternehmen, und entwickelt mit ihnen Kampagnen. Aus dem Herzen der Hauptstadt kommentiert und analysiert er für verschiedene Medien aktuelle politische Ereignisse. Und hat einen Podcast zur US-Wahl, den wir euch gerne ans Herz legen: „Race to the White House“, den er mit Chelsea Spieker moderiert. Die US-Wahl 2024 zwischen Trump und Biden sei eine besondere, sagt Julius. Denn: „Keiner kann die beiden leiden.“ Die politische Lage würde derzeit jedoch vor allem Trump in die Karten spielen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, vor allem aber die Inflation im eigenen Land: „Einer der Grundsätze der Kommunikation ist: Wahrnehmung ist Wirklichkeit. Und die Wahrnehmung ist derzeit eben, dass Dinge teurer sind und Leute weniger im Geldbeutel haben, als sie vor vier Jahren hatten, und dementsprechend wünschen sich jetzt auch viele Leute diese vermeintlichen goldenen Zeiten von Donald Trump zurück.“ (Und ja, wir sprechen immer noch von dem MAGA-Mann, der vor wenigen Jahren seinen Landsleuten empfahl, Bleiche zu trinken, um sich gegen Covid zu schützen, auch wenn er die Aussage später zurücknehmen wollte). Trotzdem räume er Joe Biden weiterhin große Chancen ein, betont Julius – warum, erfahrt ihr im Podcast. Und auch die hiesige Politik liegt ihm am Herzen: „Vote, vote, vote!“ sagt er, auf die anstehenden Europawahlen angesprochen. „Es steht so viel auf dem Spiel. Und ich glaube, gerade in dieser Zeit merkt man, welche Relevanz Europa hat.“ Wie KI den Wahlkampf beeinflusst (und ihn in Zukunft beeinflussen könnte), warum ihn der US-Wahlkampf an Cowboys im Wilden Westen erinnert, und welche Politiker:innen die Wahl noch beeinflussen könnten: Das alles erzählt uns der wunderbare Julius van de Laar in der 97. Folge von Wunderbar Together! JULIUS VAN DE LAAR Julius ist zum zweiten Mal bei Wunderbar Together. Hier geht es zur ersten Folge. Julius hat einen eigenen Podcast - Race to the White House. Hört gerne rein! RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  6. Wie verändert die Klimakrise New York, Klaus Jacob?
    30.05., 08:1001:10:03

    Achtung, es wird jetzt düster. Wir bekommen es mit Regenwolken zu tun. Und auch mit Hochwasser. Nach unserem Gespräch mit Dr. Klaus Jacob, dem selbsternannten „Mad Scientist“ von der Columbia University, wissen wir: Die New Yorker werden – wie so viele Menschen weltweit – im nächsten Jahrhundert in einer völlig anderen Stadt leben, und der Weg dorthin ist kein schöner. Klaus muss es wissen: Als diplomierter Geophysiker und Professor emeritus am Lamont-Doherty Earth Observatory (LDEO) der Columbia Climate School forscht er seit Jahrzehnten zum Klimawandel, den Auswirkungen von Unwettern und den Folgen des ansteigenden Meeresspiegels. Geboren 1936 in Stuttgart, wuchs Klaus in Süddeutschland auf und promovierte dort als junger Mann, bevor es ihn 1968 für einen einjährigen Post-Doc an die Columbia University zog. Das Jahr verging, und weil es ihm so gut gefiel, blieb er 56 weitere, ein gutes halbes Jahrhundert. Forschungsaufenthalte brachten ihn nach Pakistan, Indien, Indonesien, Vietnam und in verschiedene afrikanische und mittelamerikanische Länder. „Ich war eigentlich immer ein Weltbürger“, lacht er. Bekanntheit erlangt Klaus, als er die dramatischen Folgen von Hurrikan Sandy vorhersagt, der 2012 an der amerikanischen Ostküste wütete und In New York, New Jersey und anderen Gegenden großen Schaden anrichtete. Weil seine Berechnungen über die Ausmaße des Sturms so präzise sind, ernennt ihn das TIME Magazine zu einem der bedeutendsten Menschen des Jahres 2012. Vor allem die New Yorker Metro („Die U-Bahn ist die Achillesferse der Infrastruktur!“) profitiert von seinen Prognosen und kann existenzielle Schaden von Gleisen und Schaltstellen abwenden. Heute wohnt Klaus in einem kleinen Ort am Hudson River, Piermont, gut zwanzig Autominuten von Manhattan entfernt – er hat das Haus auf Stelzen gebaut, um sich davor zu schützen, wenn der Fluss mal wieder über die Ufer tritt. Denn das wird er, ganz sicher. „Bis zum Jahr 2100 wird sich der Meeresspiegel um bis zu zwei Meter anheben“, sagt Klaus. „Das bedeutet, dass eine halbe Million Menschen, die jetzt an der Waterfront in und um New York leben, dann umziehen müssen.“ Die Prognose sei weder optimistisch noch pessimistisch, obwohl ihm Letzteres manchmal nachgesagt wird. „Ich bin Realist." Ein kleines bisschen optimistisch zeigt er sich dann aber doch: „Wir müssen die Stadt eh umbauen. Warum das dann nicht nutzen, um die Stadt zu verbessern?“ Geld sei genug da. „Die Frage ist: Wie wird es richtig genutzt?“ Und bringt gleich ein paar Vorschläge: „Wir brauchen mehrere High Lines, die die Hochhäuser miteinander verbinden.“ Auch über Amphibientaxis müsse man nachdenken. Vor allem aber solle der Staat es denjenigen, die jetzt in Ufernähe wohnen, ermöglichen, umzusiedeln. Zur Not auf umfunktionierte Friedhöfe, die höchsten unbewohnten Flächen Manhattans. „Den Toten ist das Hochwasser egal.“ Warum Klaus nach 56 Jahren Pause plötzlich wieder Deutsch spricht, was er als New Yorker Bürgermeister machen würde und warum ihn seine Nachbarn bewundern – das alles erfahrt ihr in der 96. Folge von Wunderbar Together mit dem wunderbaren Dr. Klaus Jacob. Dr. Klaus Jacob Wer direkt mit dem Klimaforscher in Kontakt treten will, gerne hier entlang. Schreibt ihm gerne, er antwortet sehr schnell. PS: Bitte entschuldigt die Soundqualität; das Gespräch wurde über den Sound seines Laptops aufgenommen. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  7. Was braucht ein Logo, Tobias van Schneider?
    21.05., 22:5401:10:06

    Liebe Wunderbar-Together-Crew, wann habt ihr zuletzt in den Nachthimmel geschaut? Dort oben – und zwar ziemlich, ziemlich weit oben – surrt, auf dem Mars, ein Rover herum. Und der wiederum trägt ein Logo, das aus der Feder unseres heutigen Gastes stammt. Tobias van Schneider ist Designer und Unternehmer. Aufgewachsen in Deutschland und Österreich lebt er heute in Brooklyn, New York. Den Großteil seiner Zeit verbringt er mittlerweile damit, drei Digitalunternehmen zu führen und einen sehr lesenswerten Newsletter zu verfassen. Das Design und die Gestaltung von Logos und Brand Identities, längste Zeit seine beruflichen Schwerpunkte, sind mittlerweile eher zur Leidenschaft geworden. „Aber wenn die NASA sich meldet und um ein Logo bittet, dann sagt man nicht nein.“ Zum Glück! Van Schneider, der sich sein Wissen selbst angeeignet hat, lebt seit 13 Jahren in New York. „Die Stadt war immer mein Sehnsuchtsort“, erzählt er. In Deutschland wechselt die Familie oft den Wohnort; als er elf Jahre alt ist, zieht seine Mutter mit ihm und seinen Geschwistern nach Österreich – in ein abgelegenes Bauernhaus ohne Strom und fließend Wasser. „Für uns Kinder war es ein großes Abenteuer“, erinnert sich van Schneider. „Wir hatten nicht viel Geld. Aber es war ein riesiger Spaß.“ Weniger Spaß macht ihm die Schule. Lehrer und Mitschüler stempeln ihn direkt als „Piefke“ ab – und grenzen ihn aus. Statt zu lernen, fährt er lieber Skateboard. Oder spielt Computer. „Ich habe angefangen, erste Websites zu programmieren. Und wenn man das damals gemacht hat, war man irgendwie direkt auch Webdesigner.“ Nach einer gescheiterten Ausbildung macht er sich mit einem Designstudio selbstständig – und hat auf einmal Erfolg. Bei seinem ersten Besuch in New York ist er überwältigt von der Offenheit und Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner. „Nach einer Woche habe ich mich schon zuhause gefühlt – stärker, als ich mich in über zehn Jahren in Österreich jemals zuhause gefühlt habe. Ich habe mich natürlich gefragt: Warum ist das so? Und ich glaube, ich wurde in den USA einfach mehr akzeptiert als in Österreich. In Österreich war es so, da bin ich der Schullabbrecher, kein Abitur, kein gar nichts. Und hier in den USA war ich eben einfach jemand, der hart arbeiten wollte.” Er entscheidet sich, zu bleiben. Und blickt nicht mehr zurück. „Es klingt wie ein Klischee, aber ich glaube an den American Dream. Work hard and you can make it, Und ich glaube daran, einfach weil ich es an meiner eigenen Geschichte ablesen kann.“ Was ein gelungenes Logo für ihn ausmacht, wie er seine Ankunft in New York gemeistert hat und warum er sich insgeheim wünscht, sein Sohn würde irgendwann eine Karriere außerhalb des Design-Bereichs anstreben – das alles erzählt Tobias van Schneider in der 95. Folge von Wunderbar Together. TOBIAS VAN SCHNEIDER Tobias van Schneider ist ein renommierter Designer und Kreativer, geboren in Deutschland und aufgewachsen in Österreich. Aktuell lebt er mit seiner Familie in New York City. Hier geht's zu seiner Website. Wer noch mehr von ihm hören will, dem sei dieser Podcast empfohlen. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  8. Warum müssen wir ins Theater, Susi Damilano?
    15.05., 01:0101:21:42

    Vorhang auf für den ersten Wunderbar-Together-Theater-Podcast mit Susi Damilano – bei dem eine der Hauptdarstellerinnen beinahe ihren Einsatz verpasst hätte. Solche F-Ups seien am Theater an der Tagesordnung, haben wir von Susi gelernt, die uns gleich noch eine Lebensweisheit mitgegeben hat: Don’t apologize: No matter how you enter the stage, you own up to it. Und das haben wir – nachdem Felix mit feinsten Improvisationskünsten geglänzt hat – dann auch gemacht. Aber von Anfang an: Susi Damilano ist gelernte Buchhalterin, Schauspielerin, Regisseurin und Mit-Eigentümerin des San Francisco Playhouse. An diesem spielt und inszeniert sie nicht nur, sondern kümmert sich auch nach wie vor um die Finanzen – gelernt ist gelernt. Gelegen im zweiten Stock eines hundertjährigen Hotels am Union Square in San Francisco, gleicht das Betreten des Theaters einer kleinen Zeitreise. „You feel like you walk into history“, sagt Susi. „And along with that history, there's a lot of ghosts.“ Richtig, die Geister der Vergangenheit. Die sie als Schauspielerin natürlich ernst nehmen muss und keinesfalls belächeln darf. Warum Schauspieler:innen grundsätzlich abergläubisch sind, mit welchen Ritualen sie die Gespenster im San Francisco Playhouse bei Laune hält und warum ein Medium den Theatersaal einst schallend lachend verlassen hat, hat sie uns dann auch verraten. Trotz – oder vielleicht auch wegen – der Geister: Das San Francisco Playhouse, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Bill English betreibt, versteht Susi Damilano als Empathy Gym. Einen Ort, an dem ihre Gäste sich sicher fühlen dürfen und so Empathie und Mitgefühl entwickeln können. „Because they're sitting safely in the dark, they can open their hearts to a story about people they thought they had nothing in common with, and then they find themselves laughing when they laugh, crying when they cry, and in the end find out they have more in common with them than they don't.“ Das würde sie letztlich – und ja, hier darf man zu den ganz großen Worten greifen – zu besseren Menschen machen. „By practicing those powers of empathy, we build the muscle of compassion. And we go out into the world and make it a better place, one play at a time.“ Dafür müssen die Stücke nicht einmal besonders ernsthaft sein, Susi ist große Comedy-Verfechterin. Ihr Credo: „It's easier to face the world if you've had a good laugh.“ Warum sie Schauspiel für Magie hält, warum die Stücke von William Shakespeare zeitlos sind und wie man auf jeder (wirklich jeder!) Bühne überzeugt – das alles erzählt uns die wunderbare Susi Damilano in der 94. Folge von Wunderbar Together. PS: Ihr kleinen Spürhunde habt es euch wahrscheinlich schon gedacht, aber wir haben das Gespräch mit Susi auf Englisch geführt. Sie hat Deutschland bereits als Vierjährige verlassen – gemeinsam mit ihrer Mutter, die in den USA ein besseres Leben für sich und ihre Tochter suchte. Und so aus der gebürtigen Heidelbergerin ein echtes California Girl machte. SUSI DAMILANO Hier geht's zur Website des San Francisco Playhouse, das Susi auch gehört. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wie bolle darüber. Eine tolle App für Podcast-Konsum und -Discovery! Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  9. Wie bringst du Menschen zusammen, Gesche Haas?
    08.05., 09:2901:08:55

    Gesche Wai-Yi Haas ist ein waschechter Global Citizen – als Tochter einer chinesisch-malayischen Mutter und eines deutschen Vaters wurde sie im afrikanischen Eswatini geboren. Sie hat in Deutschland gelebt, in Hongkong und New York studiert und gearbeitet – und wohnt heute in Jackson Hole, Wyoming: einem Ort mit gerade mal 10.000 Einwohnern. Gesche hat uns erzählt, warum es sie in die amerikanische Provinz verschlagen hat und wie sie es geschafft hat, von dort aus ein Netzwerk für Unternehmerinnen und Investorinnen auf die Beine zu stellen – ein Netzwerk, das mittlerweile einen siebenstelligen Jahresumsatz generiert. Dass das Netzwerken und das Community-Building Gesches große Stärke ist, hat sich schon früh gezeigt. Während des Studiums in New York verbrachte sie mehr Zeit in den Bars der Stadt als in der Universitätsbibliothek („In Hong Kong musste ich richtig viel lernen, aber in den USA ging es auf einmal nur noch darum, zu bestehen!“) und landete so ihr erstes Vorstellungsgespräch für ein Praktikum bei einem großen amerikanischen Hedgefonds. Es ergab sich – very American – über eine Bar-Bekanntschaft: „Eine Freundin schlug mir vor, mich zu bewerben. Natürlich musste ich noch im Gespräch überzeugen. Aber es war wahrscheinlich das Beste für meine Karriere, dass ich nicht so viel studiert habe. So habe ich mein erstes Praktikum bekommen – weil ich so viel ausgegangen bin.“ Weil Frauen in der Finanz- und Startup-Welt, in der sie sich damals bewegt, unterrepräsentiert sind und auch mit Vorurteilen und Misstrauen zu kämpfen haben, beginnt sie, ein Netzwerk zu spinnen – in dem Frauen aus ihrer Branche sich austauschen und gegenseitig stärken können. „Ich habe Brunches organisiert und mich mit anderen Frauen getroffen. Und irgendwann wurden wir immer mehr und ich dachte: Das könnte etwas werden.” Was als Meetup am Wochenende startet, wächst rasant. Und beschäftigt Gesche auf einmal rund um die Uhr. „Ich wurde so oft belächelt und gefragt, wie es meinem kleinen Projekt geht. Dabei habe ich in jeder freien Sekunde daran gearbeitet.” Sie beschließt, sich dem Netzwerk vollständig zu widmen, verlässt den Hedgefonds und gründet vor zehn Jahren Dreamers & Doers, ihr eigenes Unternehmen. Heute ist Dreamers & Doers, das als „Happy Accident“ begann, ein mächtiges und einflussreiches Netzwerk von rund 700 Unternehmerinnen und Investorinnen, eine „PR Hype Machine”, wie Gesche sie nennt. „Wir vermitteln unseren Mitgliedern die Öffentlichkeit und Credibility, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein. Denn dadurch, dass sie Frauen sind, haben sie es oft viel schwerer in der Branche, Investoren zu überzeugen. Aber sobald Medien über sie berichtet haben, ändert sich das.” Die Mitgliedschaft basiert auf einem Abo-Modell, die Community ist exklusiv – und vielleicht auch deshalb so erfolgreich. Einige Mitglieder sind seit der ersten Stunde dabei, das Unternehmen erreicht mittlerweile einen regelmäßigen Jahresumsatz von einer Million Euro und beschäftigt sieben Mitarbeitende in Vollzeit. Warum wir so versessen sind auf Communities, welche unternehmerischen Netzwerke sie inspirieren und wie sie es geschafft hat, ihre eigene Community in einem Land aufzubauen, in dem die Menschen zwar schnell begeistert sind von einer Sache, dann aber auch schnell wieder das Interesse verlieren – das alles verrät uns Gesche Haas in der 93. Folge von Wunderbar Together. GESCHE HAAS Wer sich mit Gesche connecten will, kann das direkt auf LinkedIn tun. Gesche ist ein Netzwerker par excellence und freut sich über neue Kontakte. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wie bolle darüber. Eine tolle App für Podcast-Konsum und -Discovery! Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  10. Was ist guter Sound, Arman Naféei?
    25.04., 13:0501:21:09

    Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wunderbar Together! Heute nehmen wir euch mit ins sagenumwobene Chateau Marmont, führen euch vorbei an der knallharten Tür von Studio 54, und werfen einen Blick in die Plattensammlung von Hugh Hefner. Wer uns das ermöglicht? Arman Naféei, Weltmusik-Connosseur, Kioskoteque-Betreiber und Directeur d’Ambiance. Was es mit diesen Labels auf sich hat, erzählt Arman Naféei mit seiner wunderbar kölschen Art in einer guten Stunde Wunderbar Together. Es geht um seine Kindheit in einem persischen Haushalt in Hürth, seine ersten Auftritte in den High-End-Clubs des Londoner Westens, seine Zusammenarbeit mit der amerikanischen Hotelier-Legende André Balasz und Armans Verständnis von Amerika. Wir sprechen über seinen Podcast ARE WE ON AIR?, den die Vogue (zurecht!) als den coolsten Musikpodcast der Welt bezeichnet hat, und über seine Liebe zu WDR Cosmo. Arman kommt als Kind iranischer Eltern in Köln zur Welt. Seine Eltern sind nach der Revolution nach Deutschland geflüchtet. Sie sind es auch, die ihn Gastfreundschaft, Weltoffenheit und Kulturverständnis lehren – Dinge, die ihn bis heute begleiten. „Wir hatten immer Gäste zuhause. Und dann wurde musiziert, diskutiert und philosophiert und es wurden Gedichte rezitiert bis in die Morgenstunden. Iraner gelten nicht umsonst als ‘the most hospitable nation in the world.’” Heute schafft Arman Soundwelten, vor allem im Hospitality-Bereich – für Hotels wie das Chateau Marmont in Los Angeles, die Standard Hotels, das Chiltern Firehouse in London oder auch Marken wie Giorgio Armani. Eine erste Verbindung zur Musik erfährt er ebenfalls über seine Eltern, sein Vater arbeitet eine zeitlang bei der Deutschen Welle – und natürlich läuft im Hause Naféei auch immer Musik: Klassik, traditionelle persische Klänge, oder Michael Jackson. „Mikros und Aufnahmegeräte und Kassetten, die lagen bei uns überall rum.” Was einen guten Sound ausmacht? „Sound soll wie ein Schatten sein. Der Schatten führt nicht. Der Schatten geht hinterher.” Eine Ausnahme davon sei natürlich der Club, betont Arman, aber im Hotel, in der Boutique oder im Restaurant solle der Sound sich niemals aufdrängen. Dabei höre es aber nicht auf, sagt Arman. „Jedes Element muss kuratiert sein. Und was heißt kuratiert? Es hat einen point of view, eine Einzigartigkeit. Licht, Sound, Temperatur – alle deine Sinne müssen berührt werden.” Kuration sei im Hospitality-Bereich alles, so der Sounddesigner. Das ginge mitunter bis zur Auswahl der Gäste, so der Sounddesigner: „Studio 54 ist bis heute DIE Referenz in so vielen Hinsichten, dabei gab es den Laden nur anderthalb Jahre. Warum ist das so? Weil Steve Rubell jeden Abend draußen stand und die Tür kuratiert hat.” Inspiration für seine Sounds holt sich Arman überall. „Ich habe meine Ohren immer offen.” Und Apps wie Shazam ebenfalls. Wie er Musik zum Leitfaden seines Podcasts ARE WE ON AIR? gemacht hat, welchen „sexy song” Patti Smith goutiert, in welcher Hinsicht das Chateau Marmont das Berghain aussticht und was es mit seinem Konzept der Kioskoteque (dem „Kultur-Büdchen”) auf sich hat – das alles erzählt uns Arman Naféei in der 92. Folge von Wunderbar Together. PS: Wer bis zum Ende durchhält, wird mit einer Musikeinlage der Extraklasse belohnt. Wir möchten nur so viel verraten: Somewhere over the Rainbow trifft auf Zeltnersche Trompetenskills! Arman Naféei Hier geht's direkt zu Armans eigenem tollen Podcast - "Are we on air?". Wer Arman kontaktieren will, kann das über seine Agentur oder direkt via Instagram machen. We haben beides bei ihm getestet. High Response Rate! Danke, dass du bei uns warst, lieber Arman! RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wie bolle darüber. Eine tolle App für Podcast-Konsum und -Discovery! Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  11. Wie hilft dir dein Glaube, Arne Friedrich?
    17.04., 14:0000:59:28

    Dieser Podcast war in einigen Hinsichten eine Premiere für uns – erst einmal durften wir bislang noch keinen Ex-Fußballnationalspieler bei Wunderbar Together begrüßen, außerdem haben wir unsere Aufzeichnung noch nie mit einem Bibelspruch gestartet. Beides möglich gemacht hat für uns der fantastische Arne Friedrich, der uns in dieser Woche mit einem Besuch beehrt. Arne lebt in Berlin, verbringt aber jedes Jahr mehrere Monate in den USA, bevorzugt in Kalifornien oder in New York. Auch beruflich hat es ihn schon in die Staaten getrieben: Nach Stationen bei Arminia Bielefeld, Hertha BSC, dem VfL Wolfsburg und ganzen 82 Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft zog es ihn 2012 in die USA, wo er ein Jahr für Chicago Fire spielte. „Es war die schönste Zeit meines Lebens”, sagt er heute. „Ich hatte noch einmal richtig viel Spaß am Fußball. Ich bin ein großer Amerika-Fan, hatte überhaupt keinen Druck, und auch Chicago hat mir unheimlich gut gefallen.” Alles scheint perfekt, wären da nicht seine Rückenprobleme – die immer schlimmer werden und ihn zwingen, seine Karriere vorzeitig zu beenden. Der Abschied vom Sport kommt für den Profifußballer einem Identitätsverlust gleich. Gleichzeitig geht seine langjährige Beziehung in die Brüche. Es folgt der totale Zusammenbruch, den er nur überwinden kann, weil ihn ein starkes soziales Netz auffängt. „Ich habe mich dazu entschieden, zu trauern. Und das hat lange gedauert. Es war aber auch ein sehr heilsamer Prozess.” Auch sein Glaube hilft ihm damals. Arne ist Christ, geht regelmäßig in die Kirche, hat sich mit 34 Jahren noch einmal taufen lassen und liest beinahe täglich in der Bibel. Am liebsten die Proverbs, die seien „applicable to life”, wie er es nennt. Er besitzt mehrere Bibeln, die meisten davon englischsprachig. „Englisch ist meine zweite Sprache. Das hat sich einfach so ergeben.” Der Sport spielt weiterhin eine wichtige Rolle für Arne – wenn auch keine ganz so zentrale mehr wie noch vor einigen Jahren. Wann er zuletzt Fußball gespielt hat, kann er gar nicht sagen (das linke Knie erlaubt es nicht), und auch sein Amt als Sportdirektor von Hertha BSC hat er niedergelegt. Stattdessen engagiert er sich gesellschaftspolitisch, arbeitet als Sportkommentator und unterstützt mit der Arne Friedrich Stiftung verschiedene Initiativen für Kinder und Jugendliche. Warum Arne sich gegen eine Green Card entschieden hat und was er tun würde, wenn Julian Nagelsmann ihn morgen anrufen würde – das alles erzählt uns Arne Friedrich in der 91. Folge von Wunderbar Together. ARNE FRIEDRICH Wir sind große Fans von Arnes Podcast "From Done to Dare". Tolle Gäste und tiefgehende Gespräche. Hört rein. Wer nach unserem Podcast noch mehr über Arne erfahren möchte, soll sich diesen Podcast gerne anhören. HAPPY AF Wir sind mega stolz, da wir diese Woche als Podcast-Empfehlung bei Amazon Music und radio.de gelistet sind. Wow. Tolle Auszeichnung. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  12. Warum hast du keine Angst vor der Vergangenheit, Nora Krug?
    11.04., 00:1800:57:58

    Nora Krug ist eine Illustratorin, die keine Angst davor hat, dahin zu gehen, wo es weh tut. In ihren Büchern geht es um Krieg und Gewalt, um Trauma und Schuld – und auch um die Schuldfrage der eigenen Verwandten zur Zeit des Holocausts. Felix hat Nora für Wunderbar Together in ihrem Haus in Brooklyn besucht, wo sie mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem greisen Kater Rusty lebt und arbeitet. Für Felix ein Haus des Schaffens und Kreierens, voller Bücher, Sammlerstücke und Kunstwerke. Nora formuliert es etwas lapidarer: „Es ist ein Haus, das ein bisschen überquillt.” „Die Illustration hat einen sehr direkten Draht zu Krieg, und Trauma, und Geschichte”, sagt Nora, die sich gar nicht in erster Linie als Illustratorin identifiziert. Und auch keine Notizbücher voller Zeichnungen und Skizzen besitzt: „Für mich ging es nie nur um den Akt des Zeichnens. Für mich steht der Inhalt an erster Stelle, die Geschichte, die Gefühle, die ich zum Ausdruck bringen will. Dann erst überlege ich mir: Was für ein Medium verwende ich, wie gestalte ich das jetzt visuell?” Nora hat zunächst Bühnenbild studiert, kurz mit dem Gedanken gespielt, professionell Musik zu machen, und sich dann an der UDK in Berlin für Illustration und Dokumentarfilm eingeschrieben, bevor sie in die USA gegangen ist, nach New York. Zuletzt ist ihr Buch „Diaries of War” erschienen, in dem sie eine ukrainische Journalistin und einen russischen Künstler im ersten Jahr des russischen Angriffskriegs in der Ukraine begleitet. Zuvor hat sie mit „Heimat” („Belonging”) erforscht, was die eigenen Großeltern während des zweiten Weltkriegs gemacht haben. In „Heimat” hat sie sich intensiv mit der eigenen Familiengeschichte befasst, und auch mit ihrer Identität als Deutsche in einem anderen Land: „Ich bin nicht nur das Individuum, ich bin immer auch Deutsche und ich werde – auch, weil ich in dieser sehr jüdischen Stadt lebe – immer wieder damit konfrontiert, mit meinem Land, und auch mit meiner Geschichte. Damit habe ich eine Verantwortung. Und diese Verantwortung ist mir erst bewusst geworden, als ich Deutschland verlassen habe.” Ihre Bücher sind daher künstlerischer Ausdruck, aber auch Teil eines ganz eigenen Reaktion auf das, was sie täglich umgibt: „In allen meinen Büchern geht es darum, dass ich gegen Hilflosigkeit ankämpfe. Gegen die Wut, die man empfindet, wenn man dem Weltgeschehen tagtäglich hilflos gegenübersteht. Für mich ist das immer der Hauptimpuls, ein Buch anzufangen.” Deswegen arbeite sie auch an so schweren Themen. „Das ist für mich eine Möglichkeit, gegen die gewisse Melancholie anzukämpfen, die sich einstellt, wenn man sich hilflos fühlt.” Die Illustration helfe ihr dabei, weil sie Menschen emotional erreichen würde. Aber: „Ich bin der Überzeugung, dass wir alle etwas tun können, in jedem Beruf.” Dies, davon ist sie überzeugt, sei eine gesellschaftliche Aufgabe, der wir alle verpflichtet sind. Egal, ob in Deutschland oder den USA. „Solange es weiterhin Rassismus, Antisemitismus und Homophobie gibt, können wir nicht aufhören, über die deutsche Geschichte zu reden. Und wenn wir es nicht tun, als Deutsche, dann tut es niemand.” Wie Nora abends abschaltet, was die jüdische Familie ihres Mannes von ihren Büchern hält und weshalb die USA an ihrer Erinnerungskultur arbeiten müssen – das alles erzählt uns die wunderbare Nora Krug in der 90. Folge von Wunderbar Together. NORA KRUG Schaut bei Nora auf Instagram vorbei. Sehr interessant ist auch das Interview von Nora Krug in der ARD. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  13. Warum hört der Sneaker-Hype nicht auf, Till Jagla?
    05.04., 02:4801:26:16

    Vier Lagerräume voller Turnschuhe – Verzeihung, Sneaker. Tausende Farben, Modelle, Größen. Dazwischen Unikate, die mehrere tausend Euro wert sind. Verteilt über geheimen Orte in ganz Deutschland. Das ist Till Jaglas persönliche Sneaker-Sammlung. Und nur der Anfang. Denn kaum einer kennt das Geschäft und den Hype um Air Jordans, Sambas, Yeezys & Co. so gut wie Till, der nach Jahrzehnten bei den größten Marken der Welt nun sein eigenes Sneaker-Label aufgemacht hat. „Ich liebe Schuhe. Ich liebe den Kreationsprozess, er gibt mir Energie. Das ist mein Lebenselixier.“ Jetzt war Till, den die SZ unlängst zum „Sneaker-Gott“ gekürt hat, bei Wunderbar Together zu Gast. Und hat Olli und Felix nicht nur aus seiner bewegten Zeit bei Adidas und von seiner Beinahe-Fußball-Karriere in den USA erzählt, sondern auch erklärt, warum in New York und anderswo regelmäßig Menschen nächtelang um Häuserblöcke herum anstehen, nur um ein neues Schuhmodell zu kaufen. (Spoiler alert: es hat mit Geld zu tun.) Till kommt als Jugendlicher zum ersten Mal in die Staaten, um sein „grottenschlechtes Englisch“ mit einem Sprachkurs aufzubessern. Das Ziel vergisst er schnell und spielt lieber Fußball, dann zieht es ihn nach Long Island, um bei einem Verwandten in dessen Baufirma zu arbeiten. Besonders die Lebenseinstellung der Amerikaner ist ihm bis heute ein Vorbild: „Ich bin beeindruckt von der Offenheit, vom visionären Verständnis. Amerikaner versuchen erst einmal, hundert Gründe zu finden, warum etwas funktionieren wird – und nicht, warum es scheitern könnte.“ Anders als in Deutschland würde man es Luftschlössern abnehmen, dass sie tatsächlich fliegen. Till heuert schließlich bei New Balance in Boston an, zunächst im Marketing, später im Vertrieb, und verliebt sich Hals über Kopf in die Industrie, deren Produkte er schon damals begeistert sammelt. 2010, sieben Jahre später, zieht es ihn zurück nach Deutschland: ins fränkische Herzogenaurach, zu Adidas. Dort vermarktet er die "Originals" und zeichnet für mehrere hundert Kollaborationen verantwortlich. Auch die berühmt-berüchtigte Zusammenarbeit mit Kanye West begleitet er hautnah; ein gigantischer wirtschaftlicher Erfolg, dank einer kontroversen Figur, von der sich der Konzern im Jahr 2022 nach einer Reihe von Skandalen trennt. „Kanye ist sehr impulsiv, in alle Richtungen“, sagt Till über die Zusammenarbeit, in deren Zuge er "Ye" auch persönlich trifft. Seine Prognose: „Große Corporations werden sich in Zukunft nicht mehr so abhängig machen von einer Person.“ Vor zwei Jahren zieht er den Schlussstrich und gründet "Flowers for Society" - sein eigenes Sneaker-Label, mit dem er vieles anders machen will als die großen Konkurrenten. Er produziert ausschließlich vegan, wählt seine Produktionspartner sorgfältig aus, produziert nur so viele Schuhe, wie auch tatsächlich bestellt werden, und lädt die Käufer ein, Teil einer digitalen Welt zu werden und selbst mit den Sneakern zu handeln. „Wenn man das am Fuß tragen will, für das man einsteht, dann sind wir eine gute Antwort.“ Heute arbeiten 17 Leute für ihn und er verbringt mehr Zeit vor Ort in Hamburg als im Flieger, aber: „Ich schlafe seit zwei Jahren nicht eine Nacht durch.“ Unternehmerische Euphorie und die Angst vor der Insolvenz lägen nah beieinander. „Es war die richtige Entscheidung. Aber mein Leben war vorher einfacher.“ Warum die Sneaker-Industrie an Romantik verloren hat, welchen unternehmerischen Footprint er hinterlassen will und warum der Hype um Turnschuhe niemals aufhören wird – das alles erzählt uns Till Jagla in der 89. Folge von Wunderbar Together. PS: Till hat uns auch ein Geschenk mitgebracht! Besser gesagt: vier. Ab kommenden Montag verlosen wir vier Paar brandneue Sneaker von Flowers for Society. Exklusiv auf Instagram. So watch out. TILL JAGLA Folgt Till gerne auf Instagram und geht mit ihm auf die Reise durch das Sneakeruniversum. Wer neue Updates zu seiner Brand haben will, kann bei www.flowersforsociety.com und bei Instagram reinschauen. Noch mehr von Till und Sneaker-Talk gibt's in diesem Podcast oder in diesem Video mit Kai Pflaume. Olli und Felix haben im Gespräch mit Till von der New York Times Geschichte rund um YE und Adidas gesprochen. Schaut unbedingt rein. Spannend. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  14. Warum bewegt uns Musik, Ken-David Masur?
    28.03., 02:1401:15:07

    Liebe Wunderbar-Together-Crew, heute wird es musikalisch, und auch ein bisschen emotional: Felix und Katalina haben mit Ken-David Masur gesprochen, dem ersten Dirigenten, der zu Gast ist bei Wunderbar Together. Ken-David Masur dirigiert das Milwaukee Symphony Orchestra, organisiert das Chelsea Music Festival in New York – und nimmt uns mit auf eine wunderbare Reise in seinen Konzertsaal, seine Vergangenheit, und hinein in seinen trubeligen Alltag in Wisconsin. Wer mit Ken-David spricht, erfährt nicht nur, welch wunderbare Gemeinsamkeit Musik erzeugen kann. Man lernt auch viel über den Menschen, der ihn musikalisch geprägt hat wie wohl kaum ein anderer. Kurt Masur, Ken-Davids Vater, war nicht nur einer der bedeutendsten Dirigenten der deutschen Nachkriegszeit, er hat als Gewandhauskapellmeister in Leipzig auch eine bedeutende Rolle in der deutschen Wiedervereinigung gespielt. Ken-David tritt seit nunmehr einigen Jahrzehnten in seine Fußstapfen, mit großem Erfolg. Vor Milwaukee dirigierte er in Boston, San Diego, München, Tokio, Paris und Moskau – um nur einige Stationen zu nennen. Und das, obwohl er anfangs zwar begeisterter Musiker war, die Leidenschaft aber auf keinen Fall zum Beruf machen wollte: „Ich habe Musik gemocht und gerne gespielt, Trompete und in einer Rockband. Aber ich habe es nie als Berufswunsch gehabt oder gedacht, dass ich genug Talent dafür hätte, das irgendwie durchzustehen. Den Drive, mehrere Stunden am Tag zu üben, hatte ich auch nicht. Und das kam wirklich ganz langsam, bis ich irgendwann gemerkt habe: Ich kann ohne Musik nicht leben.“ Auch die Angst vor dem Taktstock legte er ab – zum Glück: Das Gefühl, am Pult zu stehen und den Takt zu formen, möchte er nie wieder missen: „Für mich ist es wie ein Organisieren der Geräusche, des Klangs, der Erfahrung, der Seufzer, der Poesie. Und es ist eine unerklärliche Energie, die entsteht, wenn wir mehrere Dutzend Musiker auf der Bühne darum bitten, gemeinsam ein Organismus zu werden.“ Musik habe für ihn etwas Heilendes. Das habe ihm auch sein Vater immer wieder vermittelt: „Er sagte immer, dass die Menschen, die wir in den Konzertsaal locken können, wenigstens für zwei Stunden Weltfrieden erfahren dürfen. Und deswegen ist es unser Ziel, mit der Musik einander die Möglichkeit zu geben, diese zwei Stunden Frieden zu erfahren, wo wir frei sein können, wo unsere Gedanken frei sind, wo wir keine Zwänge, keine Nöte haben und wo es eine Vorschau ist – auf den Himmel. Und das ist etwas, woran er geglaubt hat, ohne jeglichen Zynismus und ohne jeglichen Sarkasmus.“ (Ja, das Zitat ist so schön, dass man es mehrfach lesen darf. Wir waren auf jeden Fall baff und sicherlich auch ein bisschen beseelt nach dem Gespräch mit Ken-David, in dem wir wieder einmal unheimlich viel haben lernen dürfen.) Warum sich Kreativität nur entfalten kann, wenn man Mut zum Scheitern beweist, wie es sich in einem Haushalt mit drei musikalischen Teenagern, Hund und Hühnern lebt und warum Ken-David Masur es unterstützt, dass neben Johann Sebastian Bach auch Taylor Swift aus der Anlage schallt – das alles erzählt er uns in der 88. Folge von Wunderbar Together.

  15. Was ist die Zukunft von Deutschland, Christina von Messling? (SXSW-Live-Ausgabe)
    20.03., 13:2500:52:00

    Herzlich willkommen zum allerersten Live-Podcast von Wunderbar Together – aus Austin, Texas! Wir hatten die Ehre, bei der weltgrößten Innovationskonferenz South By South West (SXSW) zum ersten Mal auf der Bühne zu podcasten – mit Publikum, und mit einem euch vielleicht schon bekannten Gast: Zukunftsforscherin Christina von Messling. Christina ist gelernte Juristin und lebt seit 2005 in den USA. Genau vor einem Jahr kam sie zum ersten Mal zu uns, damals, um über ihren neuen Job zu sprechen: Head of Europe beim Future Today Institute, dem Think Tank der weltbekannten Futuristin Amy Webb. Diesmal hat uns Christina exklusiven Einblick in Szenarien zur wirtschaftlichen Zukunft von Deutschland gegeben, die sie mit ihrem Team entwickelt hat. Gemeinsam mit ihrer Chefin Amy stellt sie die Szenarien in diesen Tagen in Berlin der Weltöffentlichkeit vor. Die Überschrift ist: wie könnte Deutschland im Jahr 2035 aussehen? „Deutschland steht am Scheideweg“ sagt Christina bei uns auf der Bühne, und entwirft zwei Szenarien, von denen das erste optimistisch stimmt – und das andere hoffen lässt, es möge nie eintreffen. Szenario 1: Deutschland kämpft sich Deutschland weiter vor an die Weltspitze, ist ein weit verzweigter Hub für Innovation, und Vorbild für andere westliche Länder. Szenario 2: alles läuft weiter wie bisher, und das Land rutscht ab auf der weltweiten Bedeutungs- und Einflussskala – bis in die mittleren Ränge, mit Blick nach unten. Dreh- und Angelpunkt in beiden Szenarien ist der Umgang des Landes mit Künstlicher Intelligenz. Schaffen wir es, diese Zeitenwende zu umarmen? Oder werden wir konservativer, ja sogar reaktionär, und klammern uns fest am Jetzt? „Die Erhaltung des Status quo ist nur eine Illusion. Wenn wir den Status quo erhalten, geht es eigentlich nur bergab“, konstatiert Christina. Was glaubt ihr? Wie wird Deutschland im Jahr 2035 aussehen? Unser Live-Publikum stimmt ab – und ist sich uneins. Christina bleibt neutral: „Ich hoffe einfach nur, dass wir realisieren, dass wir am Scheideweg stehen, und dass es so nicht weitergehen kann.“ Warum es eine "Made in Germany 2035“ Initiative braucht, was ein "Large Action Model" verspricht, und wie ein ganz normaler Morgen im Jahr 2035 aussehen kann – das alles gibt's in der 87. Live-Super-Exklusiv-SXSW-Spezialfolge von Wunderbar Together mit Christina von Messling! Übrigens: die Szenarien könnt ihr hier in Gänze lesen und downloaden: https://futuretodayinstitute.com/countryscenarios-germany/ Vielen Dank an german.innovation, Innovation Bridge Europe und das tolle Team vor Ort (Claudia!) für die Zusammenarbeit! UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more.

  16. Wie erfindest du dich ständig neu, Paul Ripke?
    13.03., 11:0501:08:37

    Es ist offiziell: Wir haben einen Stammgast! Und zwar keinen geringeren als Paul Ripke, der uns in der heutigen Folge bereits zum dritten Mal beehrt. Wir haben mit dem „retired photographer“, Podcast-Host, Unternehmer und Berufsjugendlichen eine knappe Stunde über Eisbaden, Intuition und die Konsolidierung der Marke Paul Ripke gesprochen – und ihn dabei fast davon abgehalten, seinen Flieger nach New York zu erwischen. Aber nur fast, versprochen. Wenn jemand der Inbegriff eines Alleskönner ist, dann ist es Paul Ripke. Als Influencer geht er Kooperationen mit Brands ein, als Unternehmer vertreibt er mit seinem Label PARI Shorts, Hoodies, Tracksuits oder auch Kaffee. Dazu kommen ein ARD-Fernsehformat, ein fast schon legendärer Podcast – Alle Wege Führen Nach Ruhm – und ein toller Newsletter, den zumindest Olli immer direkt aufsaugt, sobald er seine Inbox erreicht. Ach ja, und Fotograf war er natürlich auch mal. Zuletzt hat Playmobil ihn mit einer eigenen Figur geehrt – warum, kann Paul auch nicht genau erklären („da hat wohl einfach jemand gerne meinen Podcast gehört“), Fakt ist aber: Er ist erst der dritte Deutsche, dem diese Ehre zuteil wurde. Kurzum: Paul Ripke kann eigentlich fast alles. Und ist trotzdem überzeugt: „Das, was ich kann, kann jeder andere auch.“ Für 2024 hat er sich einiges vorgenommen – allerdings nicht, die Anzahl seiner Projekte weiter hochzuschrauben. Stattdessen will er sich stärker auf das besinnen, was ihn eigentlich ausmacht. Denn, ganz klar: Paul Ripke ist nicht nur ein Mensch, mit dem man stundenlang fantastisch plaudern kann, Paul Ripke ist auch eine Marke. „Und wir arbeiten gerade heraus, wofür diese Marke steht. Was der gemeinsame Nenner der vielen Projekte ist.“ Das Ziel: „Geschichten erzählen, Erinnerungen schaffen, Community builden, Pionier sein, Spaß haben.“ Der Prozess wirke sehr befreiend: „Sich von Dingen zu verabschieden, die man nicht zu einhundert Prozent fühlt, führt dazu, dass man jede Menge Energie freisetzt.“ Wie er es schafft, auf sein Bauchgefühl zu hören, wer seine Idole sind und was seine Definition von Erfolg mit freien Donnerstagen zu tun hat – all das erzählt unser erster Stammgast Paul Ripke uns in der 86. Folge von Wunderbar Together. PAUL RIPKE Wer mehr von Paul erfahren möchte, sollte seinen Newsletter abonnieren (Post von Paul) oder AWFNR hören. Jetzt bald sendet Paul übrigens auch auf Twitch. Seid gespannt. Und wenn ihr euch fragt, ob er den Flieger bekommen hat. Ja, hat er. Er schrieb uns wenig später. "Ich war sogar garnicht der Letzte." Vielen Dank lieber Paul, dass du wieder bei uns eingecheckt hast. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more.

  17. Warum faszinieren uns die Oscars, Jessica Niebel?
    06.03., 06:5401:01:05

    Diese Woche stehen Glitzer und Glamour bei Wunderbar Together auf dem Programm, denn die Oscars werden verliehen! Die Vergabe der Academy Awards, des ältesten Filmpreises der Welt, versetzt die Filmbranche jedes Jahr in helle Aufregung und lässt natürlich auch uns nach Hollywood blicken. Ins Getümmel am roten Teppich haben wir es nicht geschafft, dafür konnten wir eine absolute Oscar-Expertin am Mikrofon begrüßen: Jessica Niebel, Filmwissenschaftlerin aus Deutschland und Kuratorin des in Los Angeles beheimateten Academy Museums. Jessica hat Filmwissenschaften studiert und längste Zeit am Filmmuseum in Frankfurt gearbeitet, bevor sie von ihren jetzigen Kolleg:innen am Wilshire Boulevard in Los Angeles abgeworben wurde. Als sich der Traum vom Oscar-Museum konkretisierte – das zwar seit beinahe einhundert Jahren geplant ist, aber erst 2021 eröffnete –, erreichten mehrere Mails ihr Postfach. „Falls ich Interesse an der Stelle habe, hieß es da, solle ich mich doch bewerben. Und das musste ich mir nicht zwei Mal sagen lassen.“ Es ist eine kleine Branche, in der sie sich bewegt. In den USA gibt es nur zwei Filmmuseen, Deutschland ist mit fünf Häusern schon internationaler Vorreiter. „Mein Beruf ist rar“, sagt Jessica daher auch. Sie liebe ihren Job aber, vor allem, weil er so abwechslungsreich sei. „Anders als in traditionellen Museumsbetrieben sind wir keine Experten für eine bestimmte Zeit oder Gattung“, Impressionismus beispielsweise oder Romantik. Das gäbe es im Filmmuseum nicht, „da sind wir alle eher Generalistinnen.“ Für sie ist klar: „Das Neue lernen, ins Unbekannte aufbrechen, das finde ich spannend.“ Demnächst plane sie eine Ausstellung zu Horror-Filmen. „Nicht, weil ich Fan bin. Sondern einfach, weil ich es spannend finde.“ Die anstehende Oscar-Verleihung darf sie dieses Jahr auch auf dem roten Teppich verfolgen. Warum der Filmpreis auf der ganzen Welt verfolgt wird, ob sie auch für die deutschen Nominierten Sandra Hüller, İlker Çatak und Wim Wenders rootet, und was die Stars und Filmschaffenden machen, wenn sie das Blitzlichtgewitter hinter sich gebracht haben – das alles erzählt uns die wunderbare Jessica Niebel in der 85. Folge von Wunderbar Together. PS: Als Oscar-Moderator von ProSieben ist Steven Gätjen natürlich auch bestens mit den Academy Awards vertraut. Zu unserem Gespräch mit ihm geht es hier lang. JESSICA NIEBEL So viel ist noch nicht zu finden über Jessica Niebel. Umso stolzer sind wir. Connected euch mit Jessica hier. BTW: Die 96. Oscar-Verleihung findet am 10. März 2024 in Los Angeles (USA) statt und wird auf Prosieben übertragen. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more.

  18. Warum gehst du so nah ran, Martin Schoeller?
    28.02., 00:3501:09:08

    Martin Schoeller hat keine Angst vor Intimität. Ganz nah kommt er Menschen, die vor seine Kamera treten, um sich von ihm fotografieren zu lassen. Die fast schon unnatürliche Nähe setzt er dabei ganz bewusst ein, verwickelt sein Gegenüber in Gespräche und sucht nach einem Augenblick, in dem die Maske fällt: „Es geht mir darum, Momente einzufangen, die nicht eingeübt wurden.“ Schoeller ist berühmt geworden durch seine Close-Ups, seine spektakulären Nahaufnahmen. Barack Obama hat er so fotografiert, Kobe Bryant und Adele, aber auch Holocaust-Überlebende, Angehörige indigener Völker, Drag-Queens, und Obdachlose. Es sind die gesellschaftliche Kontraste, die ihn faszinieren; vor seiner Kamera sind alle gleich. Nachdem auch Felix vor einigen Jahren von Martin fotografiert wurde, hat er ihn jetzt für Wunderbar Together in seinem Studio und Apartment in Tribeca besucht. Dabei entstanden ist ein Gespräch über Martins Karriere, seine Ausbildung bei Annie Leibovitz, strenge PR-Manager und die Rolle, die Humor bei einem Fotoshoot spielen kann. „Ich dachte immer, ich will Modefotograf werden, aber im Nachhinein muss ich darüber lachen, weil ich mich wirklich überhaupt nicht für Mode interessiere“, sagt Martin, der hauptsächlich Jeans und Birkenstock trägt. 1992 absolviert er in Berlin eine Lehre zum Fotogesellen, macht sich dann auf nach New York. „Ich wollte unbedingt für Irving Penn oder Annie Leibovitz arbeiten.“ Nach wochenlangem Klinkenputzen und unzähligen Absagen lädt Leibovitz ihn schließlich zu sich ein, „nachdem sie gerade wieder jemanden gefeuert hatte.“ Martin, der zu dem Zeitpunkt nur radebrechend Englisch spricht, arbeitet ein paar Tage kostenlos, antwortet in den kurzen Gesprächen mit Leibovitz immer nur ausweichend einsilbig, kann die Star-Fotografin jedoch von seinem Können überzeugen. Der Assistenzjob ist anspruchsvoll, aber lehrreich: „Wenn Annie etwas nicht gefallen hat, konnte sie sehr ungemütlich werden.“ Was er von ihr gelernt habe: „Licht, Organisation, groß zu denken.“ Durch ihre Herangehensweise habe Leibovitz großartiges geschossen: „Sie hat nicht zuerst nach der Umsetzbarkeit gefragt. Wenn jemand auf einem Elefanten in einem See tanzen sollte, wurde halt der Elefant gemietet – und auch der See gefunden.“ Auf die Lehrjahre bei Leibovitz folgen wirtschaftlich erfolglose Jahre („Ich hatte ein selbst gesetztes Budget von fünf Dollar am Tag“), bis er 1998 den Auftrag erhält, Vanessa Redgrave für Time Out zu fotografieren. Es ist das Foto, das alles verändert – und Martins Karriere ins Rollen bringt. Heute ist er einer der bekanntesten Fotografen der Welt; der New Yorker kürte ihn sogar zum Nachfolger von Richard Avedon. Ob die Fotografie das AI-Zeitalter überlebt, wie unterschiedlich Joe Biden, Donald Trump und Barack Obama vor seiner Kamera waren und warum die Freundschaft zu zwei Berliner Obdachlosen seine Fotografie maßgeblich geprägt hat – das alles erzählt Martin Schoeller in der 84. Folge von Wunderbar Together. MARTIN SCHOELLER Auf Instagram teilt Martin in der Regel seine neueste Projekte. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more.

  19. Warum lieben wir Krimis, Otto Penzler?
    21.02., 16:4101:02:35

    Wunderbar Together hat den Inhaber des ältesten Mystery-Bookshops der Welt besucht. Dabei herausgekommen ist ein wundervolles Gespräch über unsere Faszination für Krimis, die Sehnsucht nach guten Geschichten und den unbedingten Wunsch, der eigenen Leidenschaft kompromisslos nachzugehen. Aber zurück zum Anfang: Manchmal ist es sinnvoll, Dinge nicht zu tun. Otto Penzler beispielsweise hätte niemals einen Buchladen eröffnet, hätte er vorher einen Geschäftsplan erstellt: „If I'd had a business plan, I would never have opened the store. Because you can't make money as an independent book seller in New York. But we have. And we're still here“, sagt er mit der schelmischen Stimme eines 82-Jährigen, dessen Entscheidungen vielleicht nicht immer betriebswirtschaftlich durchdacht waren – dem der Erfolg aber recht gegeben hat. Heute führt Otto Penzler die älteste und größten Krimi-Buchhandlung der Welt: The Mysterious Book Shop. Felix hat ihn in seinem Büro im Untergeschoss des Buchladens besucht – und ist buchstäblich abgetaucht in eine Welt voller guter Geschichten. Denn Otto Penzler ist ein Paradebeispiel für all die fantastischen Dinge, die passieren können, wenn man einen gewissen Optimismus an den Tag legt und seine Leidenschaft zum Beruf macht: Eröffnet im April 1979 (und zwar an einem Freitag, den 13.), führt The Mysterious Book Shop all das, was Krimi-, Detektiv- und Mystery-Fans lieben, inklusive signierter Exemplare und seltener Erstausgaben. Darüber hinaus verlegt Penzler selbst – mehrere Dutzend Titel im Jahr. Sein Erfolgsgeheimnis: Den Autorinnen und Autoren gebührend Respekt zollen: „As a publisher and a bookseller, I’m in awe of what authors can do. And I think it’s one of the reasons why I’ve been a fairly successful publisher and bookseller because I admire them so much. Because writing a novel – even a bad novel – is hard. It’s really hard.“ Penzler wird 1942 in Hamburg geboren („Bad choice. It was bombed every single night.“), sein eigentliches Leben beginnt jedoch, zumindest in seiner Erzählung, erst Jahre später: „I was born on the day I stepped on the ship to come to America.“ Sein Vater fällt im Krieg, seine deutsch-amerikanische Mutter kann ihn und seinen kleinen Bruder im Hamburg der Kriegs- und Nachkriegsjahre kaum ernähren: „My mother was so desperate to try and feed her kids that one day she tried boiling tree bark, hoping there were some kind of nutrients in it. But there weren’t.“ Nach Kriegsende – und weiteren Monaten des Wartens und Bangens – darf sie mit ihren Kindern endlich nach Amerika ausreisen, in ihre Heimatstadt New York. Die South Bronx, seinen neuen Heimatort, findet Penzler „terrifying“, ähnlich viel Nervenkitzel bereitet ihm nur Sherlock Holmes’ Hund von Baskerville. Die Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle üben eine magische Wirkung auf ihn aus, der er sich nicht entziehen kann – oder will: Er studiert Literatur, arbeitet als Journalist und Autor, verlegt erste Bücher und eröffnet dann, beinahe aus einer Laune heraus, seinen ersten Buchladen. Es ist mehr als nur ein Job – es ist eine Lebensaufgabe: „It started with me being a reader, a collector, then becoming a publisher and opening a bookshop. I love this. This is my life“, sagt er. „I love my bookstore. I love rare books. I love talking about my books with customers that come to my store. I just love being in a bookstore.“ Was eine Erstausgabe von Edgar Ellen Poe kostet, in welchen Bereichen der Einzelhandel den Online-Versandgiganten immer eine Nasenlänge voraus sein wird und warum eine Serie wie "Tatort" nur in einer freien Gesellschaft erfolgreich sein kann – das alles erzählt der wunderbar-knurrige Otto Penzler in der 83. Folge von Wunderbar Together. „I don’t listen to podcasts, they don’t interest me“, hat er Felix am Ende mitgegeben – wir sind auch deswegen dankbar, dass Otto Penzler uns bei Wunderbar Together beehrt hat. OTTO PENZLER Wenn ihr in New York seid, dann besucht unbedingt den Mysterious Bookshop in Lower Manhattan. Absolute Empfehlung für alle Krimifans. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? 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  20. Wie kreiert man einen HipHop-Star, Nima Etminan?
    15.02., 00:1801:07:53

    Liebe Wunderbar-Together-Crowd, wir dürfen heute Nima Etminan bei uns im Podcast begrüßen – Hip-Hop-Guru und Geschäftsführer des legendären Musiklabels Empire in Los Angeles. 1987 in Teheran geboren, muss Nima mit seinen Eltern das Land verlassen, als der erste Golfkrieg ausbricht. Das Ziel seiner Eltern: Hamburg. Dort wächst Nima auf, findet Freunde, besucht eine französische Schule, hört zum ersten Mal Hip-Hop. Er ist begeistert und fängt an, im Internet darüber zu schreiben. „Damals war das Internet noch ein anderer Ort. Man wusste im Internet noch nicht alles über dich. Du warst einfach nur ein Username.“ Die Anonymität und die Weite des Netzes beflügeln ihn. Er tauscht sich mit anderen Fans aus, fängt an, über den Hip-Hop der amerikanischen Westküste zu schreiben. Es ist die Geburtsstunde seines Portals dubcnn.com. Die Website wird vom Geheimtipp zum anerkannten Medium, für das Nima immer wieder stundenlang nachts am Telefon sitzt, um Künstler in Kalifornien zu interviewen. Der Teenager Nima ist völlig hooked, reist deutschlandweit zu Konzerten, um weitere Interviews zu ergattern. In Köln trifft er Snoop Dogg – und wickelt ihn mit seiner Begeisterung um den Finger: „Wir waren backstage, und auf einmal läuft Snoop an mir vorbei. Und ich glaube, ich war einfach jung genug, um nicht so viel nachzudenken, aber ich meinte so: Snoop, I’m from Dubcnn! Und Snoop hat rübengeguckt und meinte: Dubcnn? Meet me in my green room in ten minutes.“ Es ist der Beginn einer Freundschaft, die Nima zu seinem ersten USA-Visum verhilft – und bis heute hält. Wie Nima vom Hamburger Blogger zum kalifornischen Unternehmer wird – und wie sein Label in Zeiten von A.I. und Streaming („über 30 Prozent der Tracks auf Spotify hat noch nie jemand gehört“) überleben kann – das alles erzählt uns Nima Etminan in der 82. Folge von Wunderbar Together. NIMA ETMINAN Auf Nimas Instagram-Account steht in der Bio: "I do music stuff". Wer ihm folgt, merkt schnell, was damit gemeint ist. Ich (Olli) habe auf diese Weise schon ein paar tolle neue Künstler entdeckt. Zudem: Schaut gerne mal auf Nimas altem YouTube-Account vorbei: hier findet ihr Interviews mit u.a. Ice Cube und weiteren spannenden Persönlichkeiten. Wenn euch unser Podcast noch nicht reicht, hört gerne zusätzlich auch beim OMR-Podcast mi rein, die auch kürzlich mit Nima ein Treffen hatten. UNSER NEUER PARTNER Wir haben einen neuen Partner an der Seite – Miles & More! Passt hervorragend, denn Felix, Katalina und ich kennen und nutzen Miles & More, seit Jahren. Und es gibt sogar eine Miles & More Credit Card, womit das Meilensammeln noch einfacher wird. Schaut rein. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. IHR HABT IDEEN ODER FEEDBACK? Dann schreibt gerne einen Kommentar als Bewertung bei Apple Podcasts oder schickt uns eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.de. Wir freuen uns über jede Nachricht und beantworten jede Mail. Und über ein paar Sterne bei Spotify würden wir uns natürlich auch freuen. :) UNSER MEDIENPARTNER Wir sind super stolz, dass wir jetzt ein Brand Eins Podcast sind und hier zur Familie gehören. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more.

Hallo und herzlich Willkommen zu Wunderbar Together. Wir sind Felix, Katalina, Olli und gemeinsam mit euch besuchen wir quer über den amerikanischen Kontinent Menschen, die Kulturen verbinden und Wunderbares dabei erschaffen. Zum Beispiel Corinna und Theresa Williams, die Schwestern aus Schwaben, die so erschrocken über amerikanische Waschmaschinen waren, dass sie in Brooklyn den ersten nachhaltigen Waschsalon des Landes gründeten; oder Vince Ebert, der Comedian aus Franken, der mit viel Fleiß die Bühnen des Broadway eroberte; oder Satou Sabally, die Basketballspielerin aus Berlin, die beschloss, sich in die Politik einzumischen – und gerade zur Ikone ihres Sports wird. Gemeinsam mit unseren Gästen steigen wir tief ein: was treibt sie an? Wie gehen sie mit Niederlagen um? Was beobachten sie als Deutsche zwischen den Kulturen? Was ist ihre Message an alle, die einmal selbst in den USA ihr Glück probieren möchten? Und immer zum Schluss: was ist ihr persönlicher Wunderbar-Song? Kommt mit! Auf Spotify, Apple und überall, wo es gute Podcasts gibt.