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107- Alfred Hirsch: Heimatweh23.02., 20:1623.02.2026, 20:1600:53:03
Heimat ist ein hochgeschätztes Gut, die Sehnsucht danach ein Kennzeichen des Denkens der Moderne. Der Philosoph Alfred Hirsch spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was wir mit Heimat meinen, wann wir sie vermissen und wie wir damit umgehen. Alfred Hirsch (*1961) ist Professor für Philosophie an der Universität Witten/Herdecke. Er hat sich damit beschäftigt, was der Begriff Heimat bedeutet und welche Rolle er in unserem Leben spielt. Heimatverständnis und -sehnsucht als Phänomen der Moderne (02:05) Heimatweh als Sehnen nach unwiederbringlichen Orten und Zeiten (06:10) Warum wir Raum und Zeit nur mit uns selbst im Mittelpunkt empfinden können (11:32) Warum Heimatgefühl erst im Nachhinein nach Orts- und Blickwechsel entsteht (15:32) Was Heimatweh von Heimweh unterscheidet (24:46) Warum Heimat einen Ort braucht und digital nicht herstellbar ist (24:46) Wie Migration Heimatsehnsucht erzeugt und wie Menschen damit umgehen (30:50) Wie Kindheitserfahrung und Heimat zusammenhängen und warum Neubeheimatung möglich, aber nicht planbar ist (43:30) Heimat als politisch missbrauchter Begriff (49:21) Literatur Alfred Hirsch (2025): Heimatweh: Eine philosophische Erzählung. Baden-Baden: Verlag Karl Alber. 260 Seiten. ISBN 978-3495991190 Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Katja Crone: Die Mechanismen des Erinnerns Nady Mirian: Leid Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Markus Gabriel über Ethik der KI. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Radiowissen: Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Ein Podcast von Bayern 2. Radiowissen – jetzt in der ARD Audiothek. https://1.ard.de/radiowissen
- Jochen Hörisch: Warum Hände unser Denken prägen16.02., 19:4916.02.2026, 19:4900:50:33
Unsere Hände sind Meisterwerke der Evolution. Sie verbinden Fühlen, Denken und Handeln auf einzigartige Weise. Warum sie mehr als Werkzeuge des Alltags sind, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Germanisten und Medienwissenschaftler Jochen Hörisch. Jochen Hörisch (*1951) ist ein deutscher Literatur- und Medienwissenschaftler. Von 1988 bis 2018 war Hörisch Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim, wo er heute als Seniorprofessor emeritiert ist. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen neuere deutsche Literatur von der Goethezeit bis zur Gegenwart, Literaturtheorie sowie Medientheorie und Mediengeschichte. Die Geschichte vom Maler Raffael ohne Hände (01:31) Leben im handvergessenen Zeitalter (04:32) Einfluss der Gestik auf die Rede (06:42) Wissen Hände mehr als das eigene Ich? (12:22) Die Hände auf der Tastatur (15:05) Die Unzeitgemäßheit des Körpers (22:30) Hände, Esoterik und Osteopathie (29:14) Verhältnis zwischen Kopf und Hand (33:09) Lob für Linkshänder (39:07) Mit den Händen sehen lernen (46:12) Goethes und die Hände (48:24) Literatur: Jochen Hörisch: Hände. Eine Kulturgeschichte. Hanser, München 2021. Umfang 304 S., geb., ISBN 978-3-446-26774-9. Preis ca. 28 Euro. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Alfred Hirsch über Heimatweh. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes09.02., 18:4809.02.2026, 18:4800:55:37
Superreichtum und Armut: Die eklatante Ungleichheit in der Verteilung von Einkommen und Vermögen vergrößert sich immer weiter. Der Philosoph Wolfgang Detel spricht mit Jürgen Wiebicke über die Folgen für die Demokratie und wie man gegensteuern könnte. Wolfgang Detel (* 1942) ist ein deutscher Philosoph und emeritierter Professor für Antike Philosophie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er beschäftigt sich mit der Frage, welche Folgen ökonomische Ungleichheit hat und welche (politischen) Maßnahmen erforderlich wären. Die schockierenden Fakten zur ökonomischen Ungleichheit (02:17) Neoliberale Transformation: Verschärfung der Ungleichheit seit den 70er-Jahren (08:59) Wie eine Vermögensabgabe der Superreichen den EU-Staaten Milliarden verschaffen könnten, ohne Firmen zu tangieren (17:21) Warum Reichtum zu teilen befreit und glücklich macht und eine Systemänderung notwendig ist (22:43) Bis wohin Ungleichheit wichtig und ab wann sie schädigend ist (30:09) John Rawls: Warum seine Theorie der Gerechtigkeit von 1975 bestechend ist (42:12) Warum Realisierungsvorbehalte schaden und Entwicklungschancen gesehen werden sollten (48:18) Literatur Wolfgang Detel (2025): Schockierende Ungleichheit. Warum Ultra-Reichtum unsere Demokratie bedroht und welche Maßnahmen wir dagegen ergreifen sollten. Hamburg: Meiner Verlag. 412 Seiten. ISBN 978-3787348787. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Chris Neuhäuser: Vermögen gerechter verteilen https://1.ard.de/philosophie-podcast-vermoegen Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie https://1.ard.de/philosophie-podcast-hampe-bildung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Jochen Hörisch: Hand und Geist. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Für alle, die Diskussionen mit guten Argumenten schätzen: Politikum – Der Meinungspodcast von WDR 5. https://1.ard.de/politikum-der-meinungspodcast
- Michael Quante: Altern in Würde02.02., 19:0402.02.2026, 19:0400:55:15
Geburt, Leben und Tod sind Konstanten unserer Existenz. Im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke erläutert der Philosoph Michael Quante, wie würdevolles Altern durch soziale Bindungen und reflexive Akzeptanz der eigenen Verletzlichkeit gelingen kann. Michael Quante (*1962) ist ein deutscher Philosoph, der vor allem in den Bereichen Praktische Philosophie, Deutscher Idealismus und Biomedizinische Ethik forscht. Er hält derzeit die Professur für Praktische Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster inne. Quantes Arbeit verbindet klassische deutsche Philosophie (insbesondere Hegel und Marx) mit analytischer Philosophie, Handlungstheorie und Ethik. Zu seinen Themen zählen Philosophie der Person, personaler Identität, Ethik der Organtransplantation sowie normative Grundlagen sozialer Systeme. Alter und narzisstische Kränkung (03:12) Existentielle Krise durchs Altern? (06:25) Erosion geläufiger Muster und Voraussetzungen (15:31) Resignative Reife und heiterer Fatalismus (21:28) Karl Marx und die soziale Gemeinschaft (35:00) Alter und selbstbestimmter Tod (39:15) Resilienz lernen: Krönchen auf und weiter (47:17) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Martin Breul: Die Suche nach dem guten Leben Wilm Hüffer: Grenzen der Hingabe Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Wolfgang Detel über Luxus und Ungleichheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Freiheit Deluxe: Herfried Münkler – Ist die Welt noch zu retten? Herfried Münkler spricht im Podcast mit Jagoda Marinić ungewohnt persönlich über internationale Politik – und was Europa tun muss, um nicht als Fußabtreter von Russland, USA oder China zu enden.
- Frauke Rostalski: Klimawandel und Verantwortung26.01., 19:0426.01.2026, 19:0400:55:31
Der Klimawandel bleibt trotz zahlreicher anderer Krisen präsent. Gleichzeitig wird immer deutlicher, wie knapp die verbleibende Zeit ist. Wie der Schutz des Klimas gelingen kann, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit der Philosophin und Juristin Frauke Rostalski. Frauke Rostalski (*1985) ist eine Rechtswissenschaftlerin, Rechtsphilosophin und Professorin an der Universität zu Köln. Sie leitet das Institut für Strafrecht, ist Mitglied des Deutschen Ethikrats (seit 2020) und Chefredakteurin der Zeitschrift "REthinking Law". Ihre Forschungsschwerpunkte sind Künstliche Intelligenz im Recht, Medizinethik, Wirtschaftsstrafrecht und digitale Transformation. Debatte im Ethikrat über den Klimawandel (02:22) Die Rolle des Individuums (04:18) Was mit Gesinnungs- und Verantwortungsethik gemeint ist (06:31) Kritik am Pariser Klimaschutzabkommen (12:22) Bewusstsein für Klimaschutz schaffen (20:19) (Keine) Vorbildfunktion beim Klimaschutz? (28:34) Das Problem mit der "Moralfalle" (35:00) Klimaschutz: Kapitalismus versus Sozialismus (43:25) Was das Bundesverfassungsgericht zum Klimaschutz sagt (51:30) Literatur: Frauke Rostalski: Wer soll was tun? Warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind und worin unsere Verantwortung besteht. C.H. Beck Verlag, München 2025. ca. 120 S., kart., ISBN 978-3-406-83750-0. 18 Euro. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Christoph Quarch: über den Lebenssinn Andreas Zick: Wie wir mit Unsicherheit umgehen können Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Michael Quante über das Ältwerden unserer Gesellschaft. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Beim Klimaschutz steht vieles auf dem Prüfstand. Das "ARD Klima Update" ordnet die aktuellen Debatten ein, liefert fundierte Recherchen und wissenschaftliche Analysen – und zeigt Perspektiven und Lösungen für die Zukunft.
- Gregor Taxacher: Ist der Tod das Ende?19.01., 19:0419.01.2026, 19:0400:55:31
Ist der Tod das Ende? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit jeher. Im Christentum sind Auferstehung und ewiges Leben zentral. Doch was bedeuten diese Vorstellungen heute? Moderator Jürgen Wiebicke diskutiert darüber mit Theologe Gregor Taxacher. Gregor Taxacher (*1963), ist römisch-katholischer Theologe, Geschichtsphilosoph und Autor. Er arbeitet seit 2017 als Lehrstuhlvertreter am Institut für Katholische Theologie der TU Dortmund. Seine Schwerpunkte umfassen Apokalyptik im Anthropozän, Theologie der Tiere, Post-Holocaust-Theologie und Soteriologie. Sind wir eine Gesellschaft der Todesverdrängung? (02:00) Das Alte Israel und der Nicht-Glaube an das Jenseits (06:47) Unsterblichkeit bei Platon (13:19) Leib-Seele-Dualismus versus Materialismus (20:00) Ewigkeit ist keine unendlich verlängerte Zeit (29:05) Unbedingte Hoffnung auf Gerechtigkeit (37:00) Glaube versus Religion (43:00) Zeit vor der Geburt (49:40) Literatur: Annica Jax, Sarah Rosenhauer, Fana Schiefen, Gregor Taxacher: Ist der Tod das Ende? Gründe für die christliche Hoffnung. Ein Streitgespräch. Herder Verlag, Frankfurt am Main 2025. 160 S., kart., ISBN 978-3-451-02526-6. 22 Euro. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Bernd Stegemann: Was einen guten Glauben ausmacht Michael Wittschier: Lebensphilosophie des Daoismus' Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Strafrechtsprofessorin Frauke Rostalski über Klimawandel und Verantwortung. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Seele in der Vorhölle – Warum Kirchen ungetaufte Kinder nicht beerdigt haben
- Thomas Gries: Wie Ideologien unsere Entscheidungen beeinflussen12.01., 19:0412.01.2026, 19:0400:55:30
Glaubenssysteme und Ideologien spielen oft in Bewertungs- und Entscheidungsprozesse hinein. Der Soziologe Thomas Grieß spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, wie wir unter diesen Umständen gute Entscheidungen treffen. Thomas Gries ist Professor für Volkswirtschaftlehre an der Universität Paderborn. Er forscht dazu, wie Ideologien und Weltanschauungen und in Entscheidungssituationen sowohl helfen als auch behindern. Wie Ideologien bei Entscheidungen mangelnde Information ersetzen (02:01) Warum es im Alltag sinnvoll ist, die Komplexität zu reduzieren (07:23) Bayesianisches Lernen: Warum die Anhäufung von Wissen für die Wissenschaft unumgänglich, für Individuen unmöglich und für Gesellschaften wichtig ist (14:06) Der Begriff Ideologie: international neutral, im deutschsprachigen Raum jedoch negativ konnotiert (20:41) Schutz vor dogmatischen Ideologien: Hinterfragen eigener Glaubenssätze und das Sammeln von Fakten (26:16) Wie Resonanz und Intuition unsere Entscheidungen beeinflussen (33:57) Über die Wirkkraft von Ideologien und wie Anführer sie nutzen (41:47) Warum wir uns unserer Werte wieder bewusst werden sollten (45:22) Wie verschiedene Ideologien unterschiedliche psychologische Bedürfnisse befriedigen (48:05) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Bernd Stegemann: Was einen guten Glauben ausmacht Michael Wittschier: Lebensphilosophie des Daoismus' Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Gregor Taxacher über den Tod. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Für alle, die die Welt besser verstehen möchten – gerade auch vor dem Hintergrund politischer Ideologien und globaler Zusammenhänge: 11KM: der tagesschau-Podcast. https://1.ard.de/11KM_Podcast?=cp
- Heinz-Michael Bartling: Weisheit und Wandel05.01., 19:0405.01.2026, 19:0400:54:50
Wir leben in einer Zeit des steten Wandels, dem man kaum entrinnen kann. Der Philosoph Heinz-Michael Bartling ergründet mit Jürgen Wiebicke, wie dabei ein innerer, freiwilliger Wandel gelingen kann, der für die Suche nach Weisheit unabdingbar ist. Der Philosoph Heinz-Michael Bartling (*1953) forscht zum Thema der Philosophie als Medizin für die Seele in der Antike. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, die praktische Philosophie der Antike für die Gegenwart nutzbar zu machen. Das Fluss-Bild von Heraklit: Selbstreflexion als Schlüssel zu Erkenntnis (02:16) Warum Weisheit nicht durch Beobachtung, sondern nur im konkreten Erleben und Gestalten erlangt werden kann (12:22) Warum Weisheitssuche Mut erfordert und man Weisheit niemals besitzen kann (18:48) Demokrit: Über Staunen, Optimismus und den Blick nach innen (24:49) Über das Spannungsverhältnis von Beständigkeit und Wandel (33:42) "Zeitgeduld": Warum im Innehalten und Stillwerden die Kraft für Veränderung steckt (41:26) Ovid: Dädalus und Ikarus als Warnung vor Selbstüberschätzung und Technikgläubigkeit (48:33) Literatur Heinz-Michael Bartling (2025): Die Suche nach Weisheit in der Antike im Spiegel der Gegenwart. Münster: agenda Verlag. 200 Seiten. ISBN 978-3896889034. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Peter Neumann: Dynamik von Mentalitäten Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Thomas Gries über Ideologien und Entscheidungen. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast führt lebensnah und wissenschaftlich fundiert durch die Welt der Psychologie – konstruktiv, verständlich und auf den Punkt. https://1.ard.de/wie-wir-ticken
- Gert Ueding: Ernst Bloch und die Hoffnung29.12., 19:0429.12.2025, 19:0400:53:02
Der Optimismus stößt in schwierigen Zeiten an Grenzen. Aber wie steht es mit der Hoffnung? Der Philosoph Ernst Bloch sieht in ihr ein Prinzip: eine dem Menschen innewohnende Kraft, die auf ein besseres Leben in der Zukunft zielt, erklärt Philosoph Gert Ueding im Gespräch mit Jürgen Wiebicke. Gert Ueding (*1942) ist ein deutscher Germanist, Rhetorikexperte und emeritierter Professor. Er war wissenschaftlicher Assistent von Ernst Bloch in Tübingen und promovierte 1970 bei Walter Jens zu Schillers Rhetorik. Von 1988 bis 2009 hielt er den einzigen Lehrstuhl für Rhetorik an der Universität Tübingen als Nachfolger von Walter Jens. "Das Prinzip Hoffnung" – Buch von Ernst Bloch (02:15) Uedings Begegnungen mit Bloch (06:51) Blochs besondere Aura (12:04) Der unvollendete Mensch nach Bloch (17:48) Metaphorische Sprache in Blochs Schriften (21:22) Das Prinzip und die Hoffnung (23:07) Bloch: "Die Hoffnung verträgt kein Hundeleben" (30:45) Fortschrittsgedanke nach Bloch (36:40) Blochs Blick auf Kleinigkeiten (41:31) Das Unheilvolle in Blochs Buch "Erbschaft dieser Zeit" (47:13) Literatur: Gert Ueding: Wo noch niemand war. Erinnerungen an Ernst Bloch. Kröner Verlag 2024. 220 Seiten. ISBN: 978-3-520-77008-0. Preis: 18 €. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Wolfram Eilenberger: Adorno und die neue Aufklärung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Heinz-Michael Bartling über die Zeit für ein Sich-Wandeln. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Open World von WDR 3 – Musik jenseits des Tellerrands, von Bosnien bis Vietnam. Antje Hollunder, Babette Michel und Noelle O’Brien-Coker erzählen Geschichten, lassen Künstler sprechen und beleuchten Hintergründe. https://1.ard.de/Open-World
- Konrad Paul Liessmann: Philosophie der Krise22.12., 19:0422.12.2025, 19:0400:53:25
Wir leben in einem Zeitalter sich gegenseitig bedingender Krisen – aber nicht jede Unzulänglichkeit ist schon eine Krise, sagt der Philosoph Konrad Paul Liessmann. Mit Jürgen Wiebicke spricht er darüber, was Krisen kennzeichnet, wie ein guter Umgang gelingt – und welche Chancen sie bieten. Konrad Paul Liessmann (*1953) ist ein österreichischer Professor für Philosophie im Ruhestand, Essayist und Kulturpublizist. In seinem neuen Buch beschäftigt er sich mit Krisen und ihrer Bewältigung. Woher der Begriff Krise kommt und warum sie keine Dauerzustand sein kann (02:06) Zur Wechselwirkung von Krisen – und zur Verwechslung mit Unzulänglichkeiten (09:10) Wie Krisen Potenziale zur Veränderung freisetzen, aber immer ihren Preis haben 12:04 Die Krise des Friedens in Europa und wie wir damit umgehen (23:52) Wie wir Krisen verdrängen und wann das sinnvoll sein kann (28:57) Zur Krise der Meinungsfreiheit – und warum sie bei aller Dummheit das beste Konzept der Demokratie ist (36:34) Wie realistische Auseinandersetzung mit Krisen die Zukunft besser machen kann (50:21) Literatur Konrad Paul Liessmann (2025): Was nun?: Eine Philosophie der Krise. Wien: Paul Zsolnay Verlag. 240 Seiten. 25 Euro. ISBN 978-3552075726. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Jean-Pierre Wils: Hoffnung in Krisenzeiten Dieter Thomä: Zukunftsangst und Zukunftslust Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Gert Ueding über Ernst Bloch und die Hoffnung. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Der WDR-Podcast "nah dran – die Geschichte hinter der Nachricht" bietet Hintergründe zu aktuellen Entwicklungen – man versteht in einer Viertelstunde, was eigentlich los ist. Immer freitags überall, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel in der ARD Audiothek.
- Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie15.12., 19:0415.12.2025, 19:0400:56:02
Die Aufklärung brachte Fortschritt und Wohlstand, doch ihr System droht sich selbst zu zerstören. Der Philosoph Michael Hampe fordert im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke Bildung, die Charakter und Empathie statt Karrieren und Egoismus fördert. Michael Hampe (*1961) ist ein deutscher Philosoph und seit 2003 Professor für Philosophie an der ETH Zürich. Seine Arbeiten umfassen Geschichte der Philosophie, Pragmatismus, narrative Philosophie und Kritik an Bildungssystemen, die Charakterbildung vernachlässigen. Er ist Autor mehrerer Bücher zu Weisheit, Erkenntnis und Lebensformen. Aufklärung und Bildung in der Geschichte (02:27) Kant und der Menschenverstand (06:08) Rolle der Philosophie (10:02) Kritik an Leistungsnachweisen und sozialen Hierachien (13:28) Was unser Bildungssystem leisten kann (21:29) In Freiheit ungebildet bleiben? (26:45) Umgang mit Fakten und Meinungen (31:45) Stumme Verzweiflung und Rolle der Bildung (38:10) These: Keine Veränderung der Lebensform durch Einsicht (44:00) Vorschlag: Wie Bildung der Zukunft aussehen könnte (52:44) Literatur: Michael Hampe: Krise der Aufklärung – Über die Fortsetzbarkeit einer Lebensform. Suhrkamp Verlag 2025. 208 Seiten. ISBN: 978-3-518-30081-7. Preis: 22 €. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Kersten Reich: Selbsterkenntnis und Bildung Ina Schmidt: Selbsterkenntnis und Denken Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Konrad Paul Liessmann über die Philosophie der Krise. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast-Tipp: "MEIN MENSCH" – Geschichten von lebensverändernden Begegnungen. Till trifft Rupert Neudeck, José seine Nachbarin, Sophie entkommt einer Sekte. Jeden Mittwoch neu in der ARD Audiothek.
- Markus Rieger-Ladich: Die Wurzel der Unmenschlichkeit08.12., 19:0408.12.2025, 19:0400:55:51
Die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte von Gewalt und Grausamkeiten, die Menschen einander antun. Auch in unserer Zeit ist das nicht anders. Moderator Jürgen Wiebicke diskutiert mit Erziehungswissenschaftler Markus Rieger-Ladich die Ursachen. Markus Rieger-Ladich (*1967) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen. Seine Forschung fokussiert Privilegien (z. B. Bildungsprivilegien, Klasse, Geschlecht), Identitätspolitik und pädagogische Semantik. Wer Helmuth Plessner war (02:37) Was Mensch und Tier unterscheidet (06:37) Plessners Essay "Das Problem der Unmenschlichkeit" (12:27) Die moralische Überforderung mit der Unmenschlichkeit (16:12) Warum Unmenschlichkeit menschlich ist (21:01) These: Nur der Mensch kennt kein Maß (27:46) Plädoyer gegen den Zynismus (33:40) Welche Rolle die Distanz spielt (39:20) Plessners Schriften und Thesen in der Uni Tübingen (47:16) Literatur: Helmuth Plessner: Unmenschlichkeit und Menschenverachtung. Zwei Essays. Reclam, 2025, mit einem Nachwort von Markus Rieger-Ladich. 70 Seiten. ISBN 978-3-15-014660-6 Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Peter Neumann: Dynamik von Mentalitäten Christiane Woopen: Ethik des Lebens Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Michael Hampe über Bildung und Sorge. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Rausch, Ekstase, Wiedergeburt: In fünf Folgen erkunden Hosts Anneke Meyer und Arndt Reuning die Grenzen des Bewusstseins. "Deep Science – Die Psychonauten" – jetzt hören in der ARD Audiothek.
- Grit Straßenberger: Hannah Arendt01.12., 19:0401.12.2025, 19:0400:53:15
Demokratie ist fragil – und läuft immer Gefahr, sich selbst abzuschaffen. Hannah Arendt plädierte daher für mehr Selbstregierung statt Elitenführung, so die Biografin Grit Straßenberger. Mit Jürgen Wiebicke beleuchtet sie Hannah Arendts Demokratieverständnis. Grit Straßenberger (* 1970) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u. a. Politische Theorie und Ideengeschichte, Demokratietheorie und Elitenforschung. Sie hat eine Biografie über Hannah Arendt geschrieben und erläutert ihr Denken vor allem mit Blick auf Demokratie. Fehler der repräsentative Demokratien: Elitenführung statt Beteiligung der Bevölkerung (01:55) Aristoteles: Über die Freiheit, vom privaten in den öffentlichen Raum zu treten und tugendhaft zu handeln (05:55) Warum Arendt den Sinn von Politik in der griechischen Antike suchte – und dafür kritisiert wurde (12:48) Über den Mut zur Teilhabe – und die resultierende Freude (16:01) Auseinandersetzung statt Konformismus: Warum Demokratie geübt werden muss (21:08) Über Führung, Parteien und die Idee der Räterepublik (29:12) Warum Zusammenkommen und Beraten wichtig ist und es geeignete Formate für Bürgerbeteiligung geben muss (36:46) Wie wir in der Arbeits- und Konsumgesellschaft den Sinn von Gemeinschaft verlernen (41:49) Warum Arendt keine Handlungsanweisungen gibt – aber wertvolle Denkanstöße (47:42) Literatur Grit Straßenberger (2025): Hannah Arendt und ihr Jahrhundert. München: C.H. Beck Verlag. 528 Seiten. ISBN 978-3406830068. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Willi Winkler: Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen" https://1.ard.de/philosophie-podcast-hannah-arendt-1 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Markus Rieger-Ladich über Unmenschlichkeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Der Weltspiegel Podcast: Im Gespräch mit ARD-Auslandskorrespondent:innen bekommen Sie Hintergründe und Zusammenhänge zu einem internationalen Thema – aus verschiedenen Perspektiven. Zu hören in der ARD Audiothek und überall, wo Sie gerne Podcasts hören. https://1.ard.de/weltspiegel_podcast
- Willi Winkler: Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen"24.11., 20:0424.11.2025, 20:0400:53:33
Hannah Arendt gilt für viele als die wichtigste Philosophin des 20. Jahrhunderts. Der Biograf Willi Winkler spricht anlässlich ihres 50. Todestages mit Jürgen Wiebicke über ihre Gedanken zum Totalitarismus der NS-Zeit und den Eichmann-Prozess. Willi Winkler (*1957) war Redakteur der ZEIT, Kulturchef beim Spiegel und schreibt seit vielen Jahren für die Süddeutsche Zeitung. Zum 50. Todestag von Hannah Arendt hat er eine Biografie über sie als eine der populärsten intellektuellen Ikonen und brillanten Beobachterin ihrer Zeit geschrieben. Über die widersprüchliche Beziehung von Hannah Arendt und Martin Heidegger (01:55) Warum sie sich nicht als Philosophin, sondern als politische Theoretikerin verstand (08:58) Eichmann-Prozess: Intellektuell beleidigt vom "Hanswurst" als Rädchen in der Geschichte (20:34) Warum Arendt mit dem Begriff "Banalität des Bösen" nicht das Verbrechen an sich klein macht (30:40) Über Eichmanns Missbrauch von Kants kategorischem Imperativ (37:14) Warum die Entscheidung für das Böse in der individuellen Verantwortung liegt (44:50) Literatur Willi Winkler (2025): Hannah Arendt. Ein Leben. Hamburg: Rowohlt Verlag. 512 Seiten. ISBN 978-3737101097. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Armin Pfahl-Traughber: Die Konservative Revolution https://1.ard.de/philosophie-podcast-neue-rechte Peter Strohschneider: Bedeutung von Wissenschaft für politisches Handeln https://1.ard.de/PhiloRadio_Strohschneider_Szientismus Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir auch mit Grit Straßenberger über Hannah Arendt. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Das Zeitzeichen blickt auf Heldinnen und Schurken der Weltgeschichte, auf wegweisende Erfindungen, auf den Alltag der Menschen früher. Kompakte 15 Minuten für eine Reise in die Geschichte –jeden Tag neu in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
- Gudrun Mittelstedt: Wie wir Fahrlässigkeit vermeiden können17.11., 19:0417.11.2025, 19:0400:55:25
Fahrlässigkeit ist nicht nur eine juristische Einschätzung, sondern hat auch eine gesellschaftliche und moralische Dimension. Die Philosophin Gudrun Mittelstedt spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, wie fahrlässiges Handeln ethisch zu bewerten ist. Gudrun Mittelsstedt ist promovierte Philosophin un ehemalige Leiterin der VHS Erfstadt. In ihrem neuen Buch zum Thema Fahrlässigkeit legt sie dar, inwiefern wir auch für die unbeabsichtigen Folgen unseres Handelns verantwortlich sind und wie wir fahrlässigem Verhalten vorbeugen können. "Das habe ich nicht gewollt": Entsetzen und Verteidigung als typische Reaktion fahrlässigen Handelns (02:14) Das schlechte Gewissen als Zugeständnis einer Mitverantwortung (05:45) Die Unterscheidung zwischen Fahrlässigkeit im juristischen und ethischen Sinne (10:02) Der "Typus des Fahrlässigen" verfolgt eigene Ziele ohne Rücksicht auf andere (15:14) Zur Unterscheidung von Schuld und Verantwortung (20:50) Gesinnungsethik: Nur die gute Absicht des Handelns zählt, weil die Folgen unabsehbar sind (28:00) Verantwortungsethik: Selbstreflexion führt zu angemessener Gefahrenkalkulation (36:11) Unterlassung: Warum wir auch für das verantwortlich sind, was wir nicht tun (44:47) Warum Fahrlässigkeit typisch menschlich ist – und wir ihr dennoch nicht ausgeliefert sind (49:49) Literatur Gudrun Mittelstedt (2025): Das habe ich doch nicht gewollt. Fahrlässigkeit als Thema der philosophischen Ethik. Weilerswist:Verlag Ralf Liebe. 140 Seiten, 20 Euro. ISBN 978-3948682743. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Peter Neumann: Dynamik von Mentalitäten Wilm Hüffer: Grenzen der Hingabe Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Willi Winkler über Hannah Arendt. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Im Podcast "Sprechen wir über Mord?!" spricht ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt mit dem ehemaligen Bundesrichter Thomas Fischer über wahre Verbrechen – juristisch und gesellschaftlich klug durchdrungen. Jeden zweiten Montag in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
- Nady Mirian: Leid10.11., 20:0410.11.2025, 20:0400:54:31
Der Mensch ist ein verletzliches Wesen. Leid gehört zum Leben – und zum Glück, sagt Psychotherapeutin Nady Mirian. Mit Jürgen Wiebicke spricht sie darüber, wie Leid unser Leben prägt und wie wir damit umgehen können. Moderation: Jürgen Wiebicke Nady Mirian ist eine deutsch-iranische Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. Sie nimmt in unserer Gesellschaft eine ungesunde Leidvermeidung und Selbstoptimierung wahr. Sie ist überzeugt: Leid gehört zu jedem Leben und kann uns stärker und mitfühlender machen. Wie unsere Gesellschaft Leid tabuisiert – und Lernchancen verhindert (02:08) Warum wir mit dem Leid sitzen sollten, statt es wegzudrücken (07:44) Wie Akzeptanz der Leiderfahrung uns positiv verändert (13:44) Was Resilienz bedeutet – und wie sie oft missverstanden wird (28:33) Warum Leiderfahrung individuell ist und nie bagatellisiert werden darf (32:32) Nick Cave und Picasso: Wie aus Leid Mitgefühl und Produktivität entstehen können (41:20) Zum Unterschied von Mitleid und Mitgefühl (45:40) Wie das Lernen aus Leiderfahrung den Blick auf Glück verändert (51:21) Literatur Nady Mirian (2025): Leid - die emotionalen Wellen des Lebens. Warum schwere Lebensphasen dazugehören und uns sogar wachsen lassen. Köln: Kösel Verlag. 208 Seiten. ISBN 978-3466373246. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Andreas Reckwitz: Mit Verlusten umgehen Rainer Schäfer: Der ewige Frieden Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Gudrun Mittelstedt über Fahrlässigkeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Innenwelt – das psychologische Radio von WDR 5. Faszinierende Einblicke in unsere psychologische Innenwelt und alltägliche Phänomene – jederzeit verfügbar in der App, der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
- Peter Neumann: Dynamik von Mentalitäten03.11., 19:0403.11.2025, 19:0400:55:15
Mentalitäten sind Denk- und Verhaltensweisen von Menschen oder Gruppen, ihre Einstellungen und Prägungen. Wer Diskurse befrieden will, so der Philosoph Peter Neumann im Gespräch mit Jürgen Wiebicke, muss sich damit beschäftigen. Podcast-Tipp: In "COSMO Machiavelli – Rap und Politik" geht es um Menschen mit Stimme und Macht, die durch Rap und Politik Einfluss nehmen: https://www.ardaudiothek.de/sendung/cosmo-machiavelli-rap-und-politik/urn:ard:show:2f5e3441cb1f18ec/ Peter Neumann (*1987) ist Philosoph, Lyriker und Schriftsteller. Er studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Jena und Kopenhagen und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Oldenburg. Seine Arbeiten befassen sich mit Philosophie, Gesellschaft, Geschichte und Mentalitäten. Mentalitäten: "Klimazonen" der Gesellschaft (06:47) Mentalitäten als verbindende Funktion (10:50) Sprache als verbindendes Element (17:33) Gefahr der Stereotypen (25:00) Abgrenzung zu Identitäten (26:53) Umgang mit der eigenen Mentalität (35:04) Karl Mannheim und der systemische Relativismus (37:55) Was Jürgen Habermas dazu sagen würde (46:40) Veränderungsfähigkeit von Mentalitäten (50:12) Literatur: Peter Neumann: Mentalitäten – Wie wir besser verstehen, was uns trennt und was uns eint. Siedler Verlag, München 2025. 128 Seiten. ISBN: 978-3-8275-0201-8. Preis: ca. 20 €. Mehr zum Thema im "Philosophischen Radio": Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Wilm Hüffer: Grenzen der Hingabe Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Nady Mirian über Leid. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: In "COSMO Machiavelli – Rap und Politik" sprechen und streiten Vassili Golod und Jan Kawelke über Menschen mit Stimme und Macht, die durch Rap und Politik Einfluss nehmen. https://www.ardaudiothek.de/sendung/cosmo-machiavelli-rap-und-politik/urn:ard:show:2f5e3441cb1f18ec/
- Armin Pfahl-Traughber: Die Konservative Revolution27.10., 19:0427.10.2025, 19:0400:55:03
Die "Neue Rechte" ist ein intellektuelles Netzwerk, das antiliberale Positionen verbreitet und sich auf Denker der "Konservativen Revolution" bezieht. Soziologe Armin Pfahl-Traughber erläutert im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke die Hintergründe. Podcast-Tipp: "Alles Geschichte – Der History-Podcast". Hier werden historische Ereignisse behandelt. Spannend und abwechslungsreich: https://1.ard.de/alles-geschichte-podcast-tipp Armin Pfahl-Traughber (*1963) ist Politikwissenschaftler, Soziologe und Autor mit dem Schwerpunkt auf politischem Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus, Linksextremismus, Terrorismus, Antisemitismus und Ideengeschichte. Er ist Professor an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl sowie Lehrbeauftragter an der Universität Bonn. Zu seinen wichtigsten Werken zählen kritische Analysen des Rechtsextremismus, der Neuen Rechten und des Linksextremismus in Deutschland. Konservative Revolution – Geschichte des Begriffs (02:16) Ästhetisierung von Gewalt bei der Neuen Rechten (07:20) Kulturkampf und Ethnopluralismus (12:26) Moderne und Antimoderne (17:55) Thesen von Carl Schmitt (23:44) Ethnisch-kulturelle Identität als Ideal der Neuen Rechten (32:13) Oswald Spengler und der Untergang des Abendlandes (37:40) Die Rolle von Ernst Jünger (44:21) Neue Rechte und Drittes Reich (51:30) Literatur: Armin Pfahl-Traughber: Politische "Klassiker" der Neuen Rechten. Antidemokratische Denker aus der Weimarer Republik. Verlag: Dietz (2025). 208 Seiten. ISBN: 978-3-8012-0678-9. Preis: ca. 20 €. Mehr zum Thema im "Philosophischen Radio": Rainer Mühlhoff: KI und Faschismus Peter Strohschneider: Bedeutung von Wissenschaft für politisches Handeln Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen und Publizisten Peter Neumann über Mentalitäten. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast Tipp: In unserer Podcast-Empfehlung geht es um "Alles Geschichte – Der History-Podcast". Hier werden historische Ereignisse behandelt. Spannend und abwechslungsreich – unbedingt reinhören! Alle Folgen gibt's in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. https://1.ard.de/alles-geschichte-podcast-tipp
- Katja Crone: Die Mechanismen des Erinnerns20.10., 19:0420.10.2025, 19:0400:56:01
Erinnerung ist ein aktiver, konstruktiver Prozess: Wir erinnern uns oft willkürlich, können aber auch gezielt Erinnerungen erzeugen. Moderator Jürgen Wiebicke spricht dazu mit der Philosophin Katja Crone, die erklärt, wie Erinnern funktioniert. Podcast Tipp: Im Podcast "1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit" treffen jeden Monat zwei unbekannte Promis aufeinander, um zu sehen, ob echte Freundschaft entsteht. In der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt! Katja Crone ist Professorin für Philosophie mit dem Schwerpunkt Philosophie des Geistes an der Technischen Universität Dortmund. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Selbstbewusstsein, personale Identität, soziale Kognition und kollektive Intentionalität. Strategien der Erinnerung (03:48) Demenz – wenn Erinnerungen schwinden (08:51) Erinnerung als aktiver Gestaltungsprozess (13:19) Augustinus und die Metapher des Palastes des Gedächtnisses (17:30) Erinnerungen und narratives Selbstverständnis (21:55) Langzeit- und Kurzeitgedächtnis (28:47) Warum Erinnerungen oft affektiv sind (31:32) Episodisches und semantisches Gedächtnis (40:13) Welche Rolle das Vergessen spielt (42:40) Funktionen der Erinnerung (46:34) Transaktive und kollektive Erinnerung (48:55) Literatur: Katja Crone: Identität von Personen. Eine Strukturanalyse des biographischen Selbstverständnisses. Verlag: De Gruyter (2016). 219 Seiten. ISBN: 978-3-11-024650-6. Preis: ca. 35 €. Mehr zum Thema im "Philosophischen Radio": Giovanni Maio: Verständigung und Verstehen Bernhard Pörksen: Wie gutes Zuhören gelingen kann Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Politologen und Soziologen Armin Pfahl-Traughber über Klassiker der Neuen Rechten. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast Tipp: Im Podcast "1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit" treffen jeden Monat zwei unbekannte Promis aufeinander, um zu sehen, ob echte Freundschaft entsteht. In der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt https://www.ardaudiothek.de/sendung/1-plus-1-freundschaft-auf-zeit/10710985/
- Wolfram Eilenberger: Simone de Beauvoir13.10., 15:0013.10.2025, 15:0000:54:09
Sie gilt als Ikone des Feminismus. Simone de Beauvoir hat mit ihrem Buch über "das andere Geschlecht" die Emanzipationsbewegung geprägt. Der Philosoph Wolfram Eilenberger nähert sich der Denkerin aber aus existentialistischer Perspektive. Moderation: Jürgen Wiebicke Wolfram Eilenberger (*1972) ist ein deutscher Schriftsteller, Philosoph und Moderator. Er studierte Philosophie, Psychologie und Romanistik in Heidelberg, Turku und Zürich. Eilenberger war langjähriger Chefredakteur des Philosophie Magazins und moderiert seit 2018 gemeinsam mit anderen das Fernsehprogramm "Sternstunde Philosophie" im Schweizer Fernsehen SRF. Simone de Beauvoir und der Aprikosenlikör (01:51) Was Phänomenologie bedeutet (03:27) Simone de Beauvoirs Leben (08:14) "Wir sind eins" – ihre Beziehung zu Sartre (15:55) Die Grundidee des Existentialismus (24:11) Jahre des Zweifels in den 30ern (30:00) Simone de Beauvoirs Arbeit in Cafés (36:27) Diskussionen mit Sartre über die Freiheit (39:37) Kritik an Simone de Beauvoir (47:47) Literatur: Wolfram Eilenberger: Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten. 1933-1943. Verlag: Klett-Cotta (2020). 400 Seiten. ISBN: 978-3-608-96460-8. Preis: ca. 25 € Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Philosophin Katja Crone über Erinnerung. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.