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107- Alfred Hirsch: Frieden in unruhigen Zeiten06.06., 16:1006.06.2026, 16:1000:51:17
In Zeiten von Krieg und Aufrüstung lenkt Philosoph Alfred Hirsch den Blick auf den Frieden. Mit Moderatorin Carolin Courts betrachtet er verschiedene Friedenskonzepte, die den Fokus auch auf zwischenmenschliche Faktoren legen. Alfred Hirsch (*1961) ist Professor für Philosophie an der Universität Witten/Herdecke. Er hat sich mit Friedenstheorien auseinandergesetzt und beleuchtet die Frage, was wir für eine friedliche Welt tun können. Das Gesellschaftsbild von Rousseau: Am Anfang war der Frieden (01:46) Warum Menschen einander vertrauen, aber systemische Bedingungen den Umgang beeinflussen (07:16) Kants Text zum ewigen Frieden und sein Einfluss auf Politik und Gesellschaft (10:33) Welcher Vorkehrungen Frieden bedarf und warum er beim Einzelnen beginnt (25:25) Wie Liebe, Vertrauen und Verbindung Frieden fördert, derzeit aber Misstrauen, Verfeindung und Vereinzelung geschürt werden (32:21) Was Russland, Europa und die NATO in den letzten 30 Jahren versäumt haben (42:06) Warum Frieden aktiv gestiftet werden muss und was ein Friedensklima begünstigt (44:25) Warum Vertrauen in unsere politische Ordnung entscheidend ist (47:37) Literatur Alfred Hirsch und Pascal Delhom (Hrsg.): Friedensgesellschaften: Zwischen Verantwortung und Vertrauen. Baden-Baden: Verlag Karl Alber. 263 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Zeitzeichen - jeden Tag ein Stück Geschichte. Der tägliche Geschichtspodcast überall im Netz und immer um 9:45 Uhr auf WDR 5 und 17:45 Uhr auf WDR 3.
- Kirsten Meyer: Besser über den Klimawandel debattieren06.06., 15:0506.06.2026, 15:0500:50:11
Philosophin Kirsten Meyer plädiert für eine neue Streitkultur zum Thema Klimawandel: genauer im Denken, klarer im Argumentieren und offener für gemeinsame Lösungen. Was das für die Debatte bedeutet, bespricht sie mit Moderatorin Anja Backhaus. Kirsten Meyer (*1974) ist Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf der Zukunfts- und der Klimaethik. Sie meint: Wir müssen die Sprachlosigkeit zum Thema Klimawandel überwinden, um konstruktiv handeln zu können. Argumente beleuchten und einander verstehen als erster Schritt aus der Sackgasse (02:18) Wie klimaschädliches Verhalten die Freiheit anderer einschränkt – schon heute und in zukünftigen Generationen (07:08) Warum Fatalismus verständlich, aber nicht zielführend ist (20:18) Warum das Handeln jedes einzelnen Menschen wichtig ist (24:39) Über die Bedeutung von Klimaaktivismus und zivilem Ungehorsam (30:02) Warum Sozialpolitik und Klimapolitik Hand in Hand gehen müssen (39:02) Wie der Fokus auf Gerechtigkeit die Debatte verändern könnte (45:51) Literatur Barbara Bleisch / Kirsten Meyer / Stefan Riedener / Dominic Roser / Christian Seidel (2026): Besser um die Zukunft streiten. München: Carl Hanser Verlag. 136 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Für alle, die Diskussionen mit guten Argumenten schätzen: Politikum – Der Meinungspodcast von WDR 5.
- Aladin El-Mafaalani: Die Macht des Misstrauens06.06., 14:1006.06.2026, 14:1000:52:49
Was hält eine Gesellschaft noch zusammen, wenn Vertrauen in Institutionen, Politik und Öffentlichkeit schwindet? Soziologe Aladin El-Mafaalani sucht im Gespräch mit Moderatorin Anja Backhaus Antworten. Der Soziologe Aladin El-Mafaalani (* 1978) hat sich mit der Frage beschäftigt, warum wir in Deutschland einen Vertrauensverlust in unsere Systeme erleben, wie sich Misstrauensgemeinschaften bilden und was wir dem entgegenhalten können. Warum Vertrauen die Grundlage funktionierender Systeme ist, die für Wohlstand und Struktur sorgen (01:54) Wie Systemkontrolle funktioniert und warum Vertrauen bei Überregulation schwindet (08:04) Wann Misstrauen nicht mehr kontrollierend, sondern zerstörerisch wirkt (15:34) Wie sich im digitalen Raum destabilisierende Misstrauensgemeinschaften bilden (20:38) Vertrauensverlust in Deutschland: Warum man nicht Misstrauen bekämpfen, sondern Vertrauen stärken muss (28:11) Mehr Spielräume statt Überregulierung: Warum der Staat sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren und den Menschen mehr Vertrauen schenken soll (37:36) Literatur Aladin El-Mafaalani (2025): Misstrauensgemeinschaften: Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien. Köln: Kiepenheuer & Witsch. 128 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Für alle, die faszinierende Einblicke in unsere psychologische Innenwelt und alltägliche Phänomene bekommen möchten: Innenwelt – Der Psychologie-Podcast von WDR 5
- Melanie Raabe: Die Kunst des guten Lebens06.06., 13:0506.06.2026, 13:0500:46:37
Wie können wir Ohnmachtsgefühlen begegnen? Mit kleinen Dingen, die ein gutes Leben ausmachen, sagt Autorin Melanie Raabe. Wie sich Selbstwirksamkeit und Kreativität im Alltag stärken lassen, zeigt sie Moderatorin Julia Schöning. Melanie Raabe (*1981) ist Schriftstellerin und Journalistin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren psychologischen Spannungsromanen wie "Die Falle", "Die Wahrheit" und "Der Schatten", die international erfolgreich waren und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Neben Romanen veröffentlicht Raabe auch Sachbücher zu Kreativität und Kulturthemen. Kreativität als Werkzeug nutzen (03:47) Plädoyer für die Selbstwirksamkeit (06:57) These: Freundlichkeit eine unterschätzte Tugend (17:50) Musik zur Verschönerung des Alltags (20:55) Plädoyer fürs Improvisationstheater (28:56) Warum Achtsamkeit und Dankbarkeit wichtig sind (34:34) Reise nach Rom: Neue Welten entdecken (41:35) Literatur: Melanie Raabe: Das Jahr der Wunder. 365 schöne, kreative und inspirierende Ideen für mehr Freude und Leichtigkeit. btb Verlag (2025). 416 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Rainer Mühlhoff: Die KI und wir06.06., 12:1006.06.2026, 12:1000:47:25
Sprachmodelle als Heilsbringer, künstliche Intelligenz in unserem Alltag: Was verändert sich, was verlieren wir vielleicht? Philosoph und Mathematiker Rainer Mühlhoff diskutiert mit Moderator Ralph Erdenberger über die Macht der Daten. Rainer Mühlhoff (*1982) ist Philosoph, Mathematiker und Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Bekannt ist Mühlhoff vor allem für seine Forschung zu KI-Ethik, Datenschutz, Big Data sowie den gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technologien. In seiner Arbeit verbindet er Philosophie, Medienwissenschaft und Informatik und untersucht das Zusammenspiel von Technologie, Macht und Demokratie. Kritik an den Verheißungen der KI (01:31) KI in sozialen Medien und Privatsphäre (04:53) Einfluss der KI-Unternehmen auf die US-Politik (08:51) KI als Projektionsfläche für menschliche Bedürfnisse (16:07) KI und fehlendes Bewusstsein (27:00) KI, Radikalisierung und Faschismus (30:40) Regulierung durch den Staat (39:55) Plädoyer für den Rechtsstaat (43:56) Literatur: Rainer Mühlhoff: Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus. Philipp Reclam jun. Verlag (2025). 128 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Michael Zichy: Wie wir den Menschen betrachten06.06., 11:2006.06.2026, 11:2000:48:27
Philosoph Michael Zichy fragt, wie wir auf den Menschen blicken. Vorannahmen, was und wie ein Mensch zu sein hat, beeinflussen unser Denken und Verhalten. Wer wir sind, wie wir uns formen – das klärt er mit Moderator Jürgen Wiebicke. Michael Zichy (*1975) ist Professor für Philosophische Grundfragen der Theologie und Sozialphilosophie an der Universität Bonn. Seine Arbeit umfasst Themen wie Menschenbilder, Menschenrechte, Menschenwürde und den Sinn des Lebens. Gedankenspiel: Gemeinsam auf einer einsamen Insel (02:36) Menschenbilder als selbsterfüllende Prophezeiung (05:38) Dominante Leitmodelle des Menschenbildes (09:06) Der Mensch als entwicklungsoffenes Wesen (14:45) Idealbild des Menschen in der Gesellschaft (25:30) Individualistisches versus kollektivistisches Menschenbild (30:14) Was Jean-Jacques Rousseau dachte (36:04) Diskriminierende Menschenbilder (41:35) Unterschied zwischen Mensch und Tier (46:17) Literatur: Micheal Zichy: Anderen wichtig sein – eine Philosophie des Lebenssinns. Suhrkamp Verlag (2025). 346 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Wolfram Eilenberger: Was vermag Philosophie?06.06., 10:1006.06.2026, 10:1000:51:26
Kann uns Philosophie helfen, sogar trösten? Philosoph und Schriftsteller Wolfram Eilenberger spricht mit Moderator Jürgen Wiebicke über die "Liebe zur Weisheit". Und darüber, wie Philosophie in unruhigen Zeiten Orientierung geben kann. Wolfram Eilenberger (*1972) ist Philosoph, Publizist und Autor. Bekannt ist er vor allem für seine Bücher zur Geschichte der Philosophie, in denen er komplexe Ideen einem breiten Publikum zugänglich macht. Zudem war Eilenberger Chefredakteur des Philosophie Magazins und tritt regelmäßig als Kommentator gesellschaftlicher und kultureller Debatten auf. Rolle der Mündigkeit in der Philosophie (03:42) Trauer, Tod und Philosophie (08:46) Philosophie im Alltag (16:51) Wozu Philosophie? (24:30) Logik, Argumente und Metaphern in der Philosophie (33:00) Lebensalter und Zugang zur Philosophie (38:25) Analogie zwischen Sport und Philosophie (42:06) Die wichtige Rolle des Sokrates (43:24) Die zwei großen Schulen der Philosophie (46:28) Literatur: Wolfram Eilenberger: Die Gegenwart der Philosophie. Ein Wegweiser. Klett-Cotta Verlag (2026). 128 Seiten Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Florian Butollo: Wie KI die Arbeitswelt verändert01.06., 19:0401.06.2026, 19:0400:54:46
Die KI ersetzt Arbeitsplätze und schürt Ängste. Wird es künftig noch genug Arbeit geben? Der Soziologe Florian Butollo sagt im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke, der Bedarf an Arbeitskräften werde sogar steigen. Florian Butollo (*1976) ist Soziologe und Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt "Digitale Transformation und Arbeit" an der Goethe-Universität Frankfurt. Bekannt ist Butollo vor allem für seine Forschung zu Automatisierung, KI, Industriearbeit und Fachkräftemangel. Was KI für die Arbeitswelt bedeutet (02:32) Was Keynes über die Automatisierung dachte (05:06) Work-Life-Balance und Arbeitszufriedenheit (09:32) Wie KI die apparative Medizin verändern könnte (17:17) KI vernichtet aktuell keine Jobs (24:55) Warum Prompten so wichtig sein wird (37:18) Was der Arbeitskräftemangel bedeutet (43:46) KI, Kapitalismus und Verteilungsfragen (49:06) Literatur: Florian Butollo: Das knappe Gut Arbeit. Automatisierung, Arbeitskräftemangel und sozialer Konflikt. Verlag: Suhrkamp Verlag (2026). 347 Seiten. ISBN: 978-3-518-12815-2. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Michael Zichy: Der Sinn des Lebens Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Theologen und Philosophen Carsten Lotz über die Kritik der ökonomischen Vernunft. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Über unsere Zeit – Ein Tag der Philosophie auf WDR 5. In unruhigen Zeiten stellt sich die Frage nach der Richtung: Wo stehen wir eigentlich? Und wohin gehen wir? Was trägt uns Menschen in dieser Zeit, in der Gewissheiten an Halt verlieren? Unser Philosophie-Tag lädt zur Reflexion ein: mit Philosoph:innen, Vordenker:innen – und Ihnen.
- Christoph Kolbe: Leben in Krisenzeiten18.05., 19:0418.05.2026, 19:0400:56:01
Mittlerweile ist der Krisenmodus zum Dauerzustand geworden: Inflations-, Energie-, Klima- und Sicherheitskrisen bestimmen unser Leben. Wie man damit umgehen kann, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Existenzanalytiker Christoph Kolbe. Christoph Kolbe (*1955) ist ein Erziehungswissenschaftler und psychologischer Psychotherapeut, der vor allem in der Existenzanalyse und Logotherapie tätig ist. Er leitet das Norddeutsche Institut für Existenzanalyse und arbeitet als Ausbilder und Trainer für Führungskräfte. Warum Krisen zum Menschsein gehören (02:16) Was es mit der Existenzanalyse auf sich hat (06:25) Desorientierung als Chance begreifen (13:30) Krisen: Ohnmachtserfahrung des Menschen (22:04) Warum Verzweiflung und Angst dazugehören (33:37) Strategien zur Bewältigung von Krisen (41:32) Der Mensch als Dialog-Wesen (47:05) Das Andersartige der Corona-Krise (49:26) Literatur: Christoph Kolbe (mit Helmut Dorra): Selbstsein und Mitsein. Existenzanalytische Grundlagen für Psychotherapie und Beratung. Psychosozial‑Verlag (2020). Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart Alfred Hirsch: Heimatweh Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Soziologen Florian Butollo über das knappe Gut Arbeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Freiheit Deluxe: Wer über Freiheit reden will, muss Freiräume schaffen. Jagoda Marinić trifft alle zwei Wochen Menschen, die mit ihren Worten und ihrem Wirken Debatten auslösen und sortieren.
- Benjamin Kiesewetter: Moralische Pflicht11.05., 19:0411.05.2026, 19:0400:55:48
Moralische Gebote sind Leitplanken unseres Zusammenlebens. Was wir tun oder lassen sollen, ist aber nicht per Gesetz definierbar, sagt der Philosoph Benjamin Kiesewetter. Mit Jürgen Wiebicke spricht er über die Grundlage moralischer Pflichten. Der Philosoph Benjamin Kiesewetter (*1979) ist ein deutscher Philosoph und Professor für Praktische Philosophie an der Universität Bielefeld. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Moralphilosophie, der Metaethik und der Rationalitätstheorie. Wie sich moralische Pflichten von juristischen unterscheiden (02:15) Gründetheorie: Moralische Pflicht bedeutet, einen guten Grund für oder gegen eine Handlung zu haben (07:38) Warum moralische Konflikte entstehen und wir abwägen und entscheiden müssen (13:32) Erwartungstheorie: Unser Handeln kann von anderen gut oder schlecht begründet erwartet werden und starke Emotionen auslösen (29:10) Warum es keine allgemeingültigen moralischen Pflichten oder gute Gründe für Erwartungen geben kann (46:33) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Heinz-Michael Bartling: Weisheit und Wandel Gudrun Mittelstedt: Wie wir Fahrlässigkeit vermeiden können Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Christoph Kolbe über Freiheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast
- Hans-Günter Wagner: Buddhismus und abendländische Kultur04.05., 19:0404.05.2026, 19:0400:56:46
Der Buddhismus entstand vor etwa 2.500 Jahren in Indien, verbreitete sich in Asien und gilt als Weltreligion – ohne Gott. Heute ist er auch im Westen präsent. Jürgen Wiebicke spricht mit Hans-Günter Wagner, Autor und Übersetzer, über den Einfluss des Buddhismus auf unsere Kultur. Hans-Günter Wagner (*1957) ist ein deutscher Autor, Übersetzer und Buddhismus-Experte, der vor allem zu Buddhismus, Daoismus sowie zu Bildung und alternativer Ökonomie veröffentlicht hat. Worum es im Buddhismus geht (02:12) Woher der Begriff Buddhismus kommt (09:06) Der Glaube im Buddhismus (19:36) Was Hegel mit Buddha verband (25:00) Was die Erleuchtung im Buddhismus ausmacht (33:47) Der westliche Buddhismus (37:20) Wie der Buddhismus mit Anderssein umgeht (44:12) Blumen-Demonstration: ein zentraler Gründungsmythos (47:30) Problem: Authentizitätsanspruch im Buddhismus (51:40) Literatur: Hans Günter Wagner: Morgenlicht über dem Abendland. Der Buddhismus im Westen zwischen Vernunftreligion, Wellnesslehre und Guru-Kult. Verlag: Matthes & Seitz Berlin (2026). 490 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Sebastian Ostritsch: Die heutige Sicht auf Gottesbeweise Stefan Weidner: Die Bedeutung von Yoga Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Benjamin Kiesewetter über moralische Pflicht. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: "Heilsverbrechen – Der Fall Rupnik" erzählt von einem der prominentesten Missbrauchsskandale im Vatikan, von mangelnder Aufarbeitung und davon, wie die Betroffenen kämpfen: für Gerechtigkeit, Anerkennung und Heilung.
- Lorina Buhr: Mensch und Umwelt27.04., 19:0427.04.2026, 19:0400:55:37
Die Natur ist ein komplexes Netzwerk, das auch durch menschliche Eingriffe geprägt wird. Dabei geht manches unwiederbringlich verloren. Was das für unser Verhältnis zur Umwelt bedeutet, bespricht Moderator Jürgen Wiebicke mit der Philosophin Lorina Buhr. Lorina Buhr (*1987) ist eine Philosophin, Ethikerin und politische Theoretikerin. Sie forscht vor allem zu Umwelt- und Klimaethik, Technikphilosophie sowie zur Ethik der Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft. Trauer über den Zustand der Natur (02:48) Umwelt- und Naturschutzthemen in der aktuellen Politik (09:51) Menschliche Aktivität transformiert die Erdoberfläche (16:14) Beherrschung der Natur durch Technik (24:21) These: Beziehungsstörung zur Natur (37:58) Was es mit der "Reparaturgesellschaft" auf sich hat (44:30) Kritik am "Nachhaltigkeit"-Begriff (48:30) Literatur: Lorina Buhr: Die Tiefe des Eingriffs. Wie wir Menschen unsere Umwelt unumkehrbar verändern, Reclam Verlag (2026). 160 Seiten. ISBN (Printausgabe): 9783150144985. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Frauke Rostalski: Klimawandel und Verantwortung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Autor und Übersetzer Hans-Günter Wagner über Buddhismus im Westen. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Das "ARD Klima Update" ordnet die aktuellen Debatten ein, liefert fundierte Recherchen und wissenschaftliche Analysen - und zeigt Perspektiven und Lösungen für die Zukunft.
- Sebastian Ostritsch: Die heutige Sicht auf Gottesbeweise20.04., 19:0420.04.2026, 19:0400:55:43
Philosophische Gottesbeweise gibt es seit der Antike. Im Mittelalter erlebten sie ihre Blüte, etwa bei Thomas von Aquin. Der Philosoph Sebastian Ostritsch spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, welche Bedeutung dessen Gottesbeweise heute haben. Der Philosoph Sebastian Ostritsch (*1983) gehört der römisch-katholischen Kirche an. Er hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung die Gottesbeweise von Thomas von Aquin in der heutigen Zeit haben. Thomas von Aquin: Wie Vernunft und Glauben zusammenpassen (01:52) Worin Thomas von Aquin mit Kant übereinstimmt: Gottes Existenz lässt sich nicht ohne Bezug auf die Phänomene dieser Welt beweisen (09:14) Über die Ursachen-Wirkungskette im Hier-und-Jetzt (13:16) Wie sich der Glaube an viele Götter von dem an einen allguten, allmächtigen Gott unterscheidet (27:51) Das Theodizeeproblem: Wie der gütige Gott und das Schlechte in der Welt zusammenpassen (31:58) Gott als Quelle von Information und Ordnung (36:25) Über die Beschränktheit der Sprache und die Bedeutung der Mystik (41:27) Warum die Gottesbeweise von Thomas von Aquin auch ohne Urknalltheorie funktionieren (51:44) Literatur Sebastian Ostritsch (2025): Serpentinen: Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung. Matthes & Seitz Berlin. 220 Seiten. ISBN 978-3751865142. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Gerhard Streminger: Theodizee Gregor Taxacher: Ist der Tod das Ende? Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Lorina Buhr über Mensch und Umwelt. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung In "Buchgefühl" gibt es immer ein Gespräch mit der Autorin, dem Autor – und dazu ein sorgfältig inszeniertes Stück Lesung. "Buchgefühl – reden und lesen" – jeden Freitag neu in ARD Sounds.
- Michael Zichy: Der Sinn des Lebens13.04., 19:0413.04.2026, 19:0400:55:16
Die Frage nach dem Sinn des Lebens zählt seit jeher zu den zentralen Themen der Philosophie. In jüngster Zeit gewinnt sie sogar noch mehr an Relevanz. Jürgen Wiebicke spricht mit dem Philosophen Michael Zichy darüber, was den Sinn des Lebens eigentlich ausmacht. Michael Zichy (*1975) ist Professor für Philosophische Grundfragen der Theologie und Sozialphilosophie an der Universität Bonn. Seine Arbeit umfasst Themen wie Menschenbilder, Menschenrechte, Menschenwürde und den Sinn des Lebens. Frage nach Sinn des Lebens: "Schmuddelkind" in der Philosophie (01:36) Wie Schopenhauer und Nietzsche darüber dachten (07:40) These: Für andere wichtig sein, um seiner selbst willen (11:40) Die Rolle des existentiellen Sinns des Lebens (18:30) Einsamkeit und Sinnlosigkeit (26:40) These: Sich frei von Zwängen machen und authentisch sein (32:30) Die vier Theorien zum Sinn des Lebens (41:44) Freiheit und Überforderung (47:42) Gefahr der Manipulation (52:00) Literatur: Micheal Zichy: Anderen wichtig sein – eine Philosophie des Lebenssinns. Suhrkamp Verlag (2025). 346 Seiten. ISBN (Printausgabe): 9783518588352. Preis: 21,99 Euro. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Christoph Quarch: Über den Lebenssinn Martin Breul: Die Suche nach dem guten Leben Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Sebastian Ostritsch über Gottesbeweise. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: In "Die Lösung - der Psychologie-Podcast" sortieren Moderatorinnen Verena "Fiebi" Fiebiger und Sophia Sailer gemeinsam mit Expertinnen Nike Hilber und Sina Haghiri das tägliche Gefühlschaos und beleuchten Themen der mentalen Gesundheit.
- Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung02.04., 13:0002.04.2026, 13:0000:51:52
Wer sich in schwierigen Situation nicht aufgeregt, sondern stoisch agiert, bleibt gelassen und unerschütterlich. Jula Wildberger spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was die Philosophie der Stoa ausmacht und warum diese Haltung das Leben leichter und tugendhafter machen kann. Wiederholung vom 06.10.2025 Jula Wildberger (*1962) ist eine deutsche Klassische Philologin und Philosophiehistorikerin. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Stoa und versucht herauszufinden, wie die Philosophen der Antike gedacht haben und wie sich die Ideen auf unser heutiges Denken übertragen lassen. Die Stoa: eine Haltung, die das Leben leichter macht (01:54) Warum Wut normal ist, aber die Interpretation eines Unrecht zu falschen Reaktionen führt (07:36) Über die Anfänge des Stoizimus und Schmerz als Lehrmeister (14:05) Warum es im Einklang mit der Welt kein Scheitern gibt (18:55) Impulskontrolle: Worin sich Stoiker von Aristoteles unterscheiden (26:28) Warum nicht die Dinge entscheidend sind, sondern unsere Sicht der Dinge (30:11) Falscher Ruf: Stoiker lassen nicht alles geschehen, sondern handeln mit klarem Kopf (35:10) Warum nicht das Ergebnis einer Handlung entscheidend ist, sondern die Tugend (38:58) Wie die Zustimmung zu einer perfekt eingerichteten Welt Leid ertragen lässt (46:23) Literatur Jula Wildberger (2025): Die Philosophie der Stoa. München: C.H. Beck. 128 Seiten. 12 Euro ISBN 978-3406836800. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: WDR 5 Zeitzeichen – der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Die Zeitzeichen-Folge über Marc Aurel, römischer Kaiser und Stoiker, berichtet über den Einfluss, den der Stoizismus Aurels bis heute hat.
- Stefan Weidner: Die Bedeutung von Yoga30.03., 19:0430.03.2026, 19:0400:55:20
Die Yoga-Praktiken sind Jahrtausende alt und stammen aus Indien. Im Westen ist Yoga zum Massenphänomen geworden, oft mit dem Fokus auf Körper und Selbstoptimierung. Hat das Sinn? Darüber spricht Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Stefan Weidner. Stefan Weidner (*1967) ist ein Islamwissenschaftler, Philosoph, Germanist, Übersetzer und Autor. Zu seinen Schwerpunkten gehören Übersetzungen arabischer Lyrik, darunter Adonis und Mahmud Darwisch. Außerdem veröffentlichte er kultur- und religionsgeschichtliche Bücher. Seit 2012 ist er Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt in Köln. Warum Yoga eine Methode des Weltzugangs ist (03:08) Die Rolle des indischen Mönchs Swami Vivekananda (05:20) Was die Yoga-Technik auszeichnet (11:34) Yoga: Sport oder Lebenskonzept? (15:50) Gurus – die spirituellen Lehrer im Yoga (23:30) Yoga, Schopenhauer und die Distanz zur Welt (29:41) Wie Yoga philosophisch zu deuten ist (39:15) Yoga und Geschichtlichkeit (46:54) Martin Bubers Verbindung zum Yoga (51:52) Literatur Stefan Weidner: Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten. München: Hanser Verlag, 2025. 416 Seiten. ISBN 978-3-446-27614-7 Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Gert Scobel: Selbsterkenntnis und Meditation Michael Quante: Altern in Würde Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: WDR 2 Frag dich Fit – Tipps für ein besseres und gesünderes Leben
- Maria-Sibylla Lotter: Wie wir Opfer sehen und mit Verletzlichkeit umgehen23.03., 19:0423.03.2026, 19:0400:53:57
Die Gesellschaft ändert sich mit Blick auf Opfer und Täter. Verletzlichkeit steht zunehmend im Zentrum des Interesses und damit Schutzbedürftigkeit. Selbstverantwortung und Autonomie rücken dafür allerdings in den Hintergrund. Was bedeutet diese Entwicklung für unser Zusammenleben? Studiogast: Maria-Sybilla Lotter, Philosophin Moderation: Jürgen Wiebicke Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter (*1961) lehrt Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum. In ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit unsererm Bild vom Opfer als passives, hilfloses und psychisch beschädigtes Wesen und plädiert für einen bewussteren Umgang mit Verletzlichkeit. Kultur der Würde versus Opferkultur: Gisèle Pelicot als Beispiel für Selbstermächtigung statt stereotyper Opferrolle (02:02) Der Fall George Lloyd: Die Verkörperung der passiven Opferrolle (09:35) Wie die Erweiterung psychiatrischer Kategorien unseren Umgang mit Hindernissen verändert (13:47) Wie die Erweiterung des Gewaltbegriffs um strukturelle Gewalt die Handlungsfähigkeit des Subjekts begrenzt (27:20) Zwischen Jammern und Handeln: Die eigene Verwundbarkeit wahrnehmen und aus eigener Kraft das Leben bewältigen (34:18) Wie Schutz der Verletzlichkeit heute über andere Grundwerte dominiert (41:05) Warum Problembewusstsein gut ist, wir uns aber über die Ambivalenz des Umgangs mit Verletzlichkeit klarwerden müssen (50:05) Literatur Maria-Sibylla Lotter (2026): Opfer: Über Verwundbarkeit als Selbstbild. München: Hanser Verlag. 288 Seiten. ISBN 978-3-446-28227-8 Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Giovanni Maio: Verletzlichkeit Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Stefan Weidner über Yoga. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: WDR Zeitzeichen – kompakte 15 Minuten für eine Reise in die Geschichte. https://1.ard.de/zeitzeichen
- Martin Breul: Zum Tod von Jürgen Habermas16.03., 19:0416.03.2026, 19:0400:55:51
Der Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas galt als einer der wichtigsten Denker weltweit. Er war aber auch "öffentlicher Intellektueller" und engagierter Demokrat. Der Philosoph Martin Breul spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was sein Erbe ausmacht. Der Theologe und Philosoph Martin Breul (*1986) ist Professor für Systematische Theologie an der TU Dortmund. Er hat sich in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen mit dem Denken von Jürgen Habermas auseinandergesetzt. • Kommunikative Vernunft: Warum menschliches Zusammenleben das Interesse am Austausch von Argumenten braucht (02:07) • Habermas als unermüdlicher Kämpfer für die Demokratie (10:16) • Warum das vehemente Vertreten verschiedener Eigeninteressen zu Machtkämpfen und nicht zu echter Demokratie führt (17:33) • Warum die derzeitige Debattenkultur aber nicht gegen das Ideal spricht (24:16) • Wie Digitalisierung die Öffentlichkeit zersplittert und den Raum für gemeinsame Kommunikation nimmt (29:39) • Warum Emotionen eine große Rolle spielen, aber gezügelt werden müssen (37:06) • Wie Habermas der Systemtheorie von Niklas Luhmann eine kritische Gesellschaftstheorie entgegenhält (43:40) • Historikerstreit: Warum der Holocaust nicht relativiert werden darf (49:07) Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir über Opfer. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung: In der Deutschlandfunk-Sendung "Aus Religion und Gesellschaft" geht es darum, wie Religionen die Welt prägen. In der Folge "Haarpracht in den Religionen: Alles nur Haarspalterei?" geht es zum Beispiel um jüdische Schläfenlocken und muslimische Bärte, um die Tonsur der Mönche – und um die Frage, ob Jesus eigentlich lange oder kurze Haare hatte. https://1.ard.de/religion_und_gesellschaft
- Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart09.03., 19:0409.03.2026, 19:0400:54:03
Manche leben privilegiert, andere weniger – und einige wirken, als stünden sie über allem. Historisch wie heute gibt es viele Beispiele. Doch was macht den Kern von Privilegien aus? Darüber spricht Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Erziehungswissenschaftler Markus Rieger-Ladich. Markus Rieger-Ladich (*1963) ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. In Forschung und Öffentlichkeit beschäftigt er sich insbesondere mit Privilegien wie Bildung, Klasse, Geschlecht, Weißsein, Heteronormativität sowie pädagogischer Semantik und Fragen der politischen Identitätspolitik. Privilegiert sein in der Gegenwart (02:02) Die Rolle der Leistungsgesellschaft (09:11) Debatte über Klassen in den 70-iger Jahren (13:45) Privileg als Willkürakt (20:55) Privilegien und Gerechtigkeit (30:05) Ökonomischer Reichtum und Einflussnahme (37:03) Epstein-Files und die Macht der Eliten (44:25) Unterschied zwischen Privileg und Glück (49:38) Literatur: Markus Rieger-Ladich: Das Privileg. Kampfvokabel und Erkenntnisinstrument. Reclam, Stuttgart 2022. Umfang 192 S., kart., ISBN 978-3-15-011409-4. Preis ca. 16 Euro. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Heinz-Michael Bartling: Weisheit und Wandel Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Theologen und Philosophen Martin Breul darüber, ob Religion Privatsache ist. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: In "Die Lösung - der Psychologie-Podcast" geht es um Gefühle und mentale Gesundheit.
- Markus Gabriel: Ethik der KI02.03., 19:0402.03.2026, 19:0400:54:46
"KI-Systeme durchdringen längst alle Lebensbereiche", sagt der Philosoph Markus Gabriel. Und dabei stehen wir erst am Anfang dieses neuen Zeitalters. Was das für Moral und Ethik bedeutet, erörtert er mit Moderator Jürgen Wiebicke. Markus Gabriel (*1980) wurde mit 29 Jahren zum jüngsten Philosophieprofessor Deutschlands an der Universität Bonn berufen, wo er den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit innehat. Aktuell thematisiert er KI-Ethik, Moralrealismus und Digitalisierung. Rolle der KI in der Philosophie (01:47) Gefährlichkeit von Chat-Bots (08:04) Wie uns die KI den Spiegel vorhält (16:19) Mündiger Umgang mit der KI (21:50) Koexistenz von Mensch und KI (30:50) KI mit besten ethischen Ideen füttern (36:38) Kritik am Simulationsbegriff (42:55) Debatte über agentischen KI-Durchbruch (48:55) Literatur: Markus Gabriel: Ethische Intelligenz. Wie KI uns moralisch weiterbringen kann. Ullstein, Berlin 2026. Umfang 192 S., geb., ISBN 978-3-550-20461-6. Preis ca. 23 Euro. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Rainer Mühlhoff: KI und Faschismus Claudia Paganini: Parallelen zwischen KI und Gott Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Erziehungswissenschaftler Markus Rieger-Ladich über Unmenschlichkeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: "Der KI-Podcast" will dabei helfen, die Forschung und die Entwicklungen einzuordnen und aufzuklären.