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107- Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung06.10., 19:0406.10.2025, 19:0400:53:35
Wer sich in schwierigen Situation nicht aufgeregt, sondern stoisch agiert, bleibt gelassen und unerschütterlich. Jula Wildberger spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was die Philosophie der Stoa ausmacht und warum diese Haltung das Leben leichter und tugendhafter machen kann. Jula Wildberger (*1962) ist eine deutsche Klassische Philologin und Philosophiehistorikerin. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Stoa und versucht herauszufinden, wie die Philosophen der Antike gedacht haben und wie sich die Ideen auf unser heutiges Denken übertragen lassen. Die Stoa: eine Haltung, die das Leben leichter macht (01:54) Warum Wut normal ist, aber die Interpretation eines Unrecht zu falschen Reaktionen führt (07:36) Über die Anfänge des Stoizimus und Schmerz als Lehrmeister (14:05) Warum es im Einklang mit der Welt kein Scheitern gibt (18:55) Impulskontrolle: Worin sich Stoiker von Aristoteles unterscheiden (26:28) Warum nicht die Dinge entscheidend sind, sondern unsere Sicht der Dinge (30:11) Falscher Ruf: Stoiker lassen nicht alles geschehen, sondern handeln mit klarem Kopf (35:10) Warum nicht das Ergebnis einer Handlung entscheidend ist, sondern die Tugend (38:58) Wie die Zustimmung zu einer perfekt eingerichteten Welt Leid ertragen lässt (46:23) Literatur Jula Wildberger (2025): Die Philosophie der Stoa. München: C.H. Beck. 128 Seiten. 12 Euro ISBN 978-3406836800. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Frauke Rostalski über Verantwortung in der Klimakrise. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: WDR 5 Zeitzeichen – der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Die Zeitzeichen-Folge über Marc Aurel, römischer Kaiser und Stoiker, berichtet über den Einfluss, den der Stoizismus Aurels' bis heute hat.
- Mirjam Schaub: Radikalität in Kunst und Philosophie29.09., 19:0429.09.2025, 19:0400:54:07
Radikalität ist so alt wie die Menschheit – und im politischen Raum oft umstritten. In Kunst und Philosophie wird sie jedoch anders bewertet, erläutert Philosophin Mirjam Schaub im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke. Podcast-Tipp: 11KM: der tagesschau-Podcast. Geschichten zum Weitererzählen und Recherchen, die bewegen. https://1.ard.de/11KM_Podcast?=cp Mirjam Schaub (*1970) ist eine deutsche Philosophin, Hochschullehrerin und Autorin. Sie war unter anderem Professorin für Ästhetik und Kulturphilosophie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Kunst-, Kultur- und Filmphilosophie sowie politischer Philosophie. Die Rolle des Sokrates (01:57) Definition von Radikalität (05:52) Radikalität in Philosophie und Kunst (09:32) Gefahr der Polarisierung in der Politik (13:50) Radikalität als Jugendphänomen (15:42) Abgrenzung zum Fanatismus (24:07) Radikalität und Extremismus (33:11) Diogenes von Sinope und die Bedürfnislosigkeit (36:20) Askese als Ausweis radikalen Denkens (41:28) Endzeit-Erwartungen und Radikalität (50:44) Mehr zum Thema im "Philosophischen Radio": Peter Strohschneider: Bedeutung von Wissenschaft für politisches Handeln Chris Neuhäuser: Vermögen gerechter verteilen Literatur: Mirjam Schaub. "Radikalität und der Mut zum Gebrauch des eigenen Lebens". Felix Meiner Verlag (2025). 492 Seiten. ISBN: 978-3-7873-5000-1. € 48 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Philosophin Jula Wildberger über Gelassenheit als Lebensleistung. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast-Tipp: 11KM: der tagesschau-Podcast. Geschichten zum Weitererzählen und Recherchen, die bewegen. Ein aktuelles Thema in aller Tiefe – spannend, investigativ und hochwertig
- Heino Falcke: Geschichte unseres Planeten22.09., 19:0422.09.2025, 19:0400:55:09
Was war der Anfang des Seins? Schöpfungsmythos und Wissenschaft konkurrieren oft. Moderator Jürgen Wiebicke diskutiert mit Astrophysiker Heino Falcke, ob sich beides verbinden lässt und wie das Universum und unsere Welt entstanden sind. Heino Falcke (*1966) ist ein deutscher Astrophysiker und Radioastronom, der vor allem für seine Pionierarbeit bei der Beobachtung schwarzer Löcher bekannt ist. Er ist Professor für Astrophysik und Radioastronomie an der Radboud-Universität in Nijmegen. Glaube an Gott unter Physikern (02:15) Konkurrenz zwischen Physik und Religion (07:42) Grenzen der Vorstellungskraft (09:26) Das große Geheimnis des Urknalls (16:16) Relativitätstheorie im Sonnensystem (22:11) Georges Lemaîtres Zeichnung von 1928 (30:00) Wie weit die Astrophysik zurückrechnen kann (34:40) Zivilisation wird ein Ende haben (40:34) Szenarien der Apokalypse (48:42) "Gott würfelt nicht" nach Einstein (51:27) Mehr zum Thema im "Philosophischen Radio": Sibylle Anderl: Über das Universum Literatur: Heino Falcke, Jörg Römer: Zwischen Urknall und Apokalypse. Die große Geschichte unseres Planeten. Klett-Cotta Verlag (2025). 448 Seiten. ISBN: 978-3-608-96655-8. € 28,00. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Philosophin Mirjam Schaub über Radikalität. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast-Empfehlung: SWR "Das Wissen": Täglich Neues aus Gesundheit und Geschichte, Wissenschaft und Weltgeschehen. Wichtige Zusammenhänge, gründliche Recherchen, überraschende Hintergründe: https://1.ard.de/das-wissen
- Wilm Hüffer: Grenzen der Hingabe15.09., 20:0415.09.2025, 20:0400:52:08
Für ein erfülltes Leben ist Hingabe wichtig. Wer sich anderen hingibt, lebt wirklich unter Menschen. Doch man kann auch seine Grenzen überschreiten. Wie viel Hingabe sinnvoll ist, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Wilm Hüffer. Wilm Hüffer (*1972) ist ein deutscher Philosoph und Radiomoderator. Neben seiner Arbeit beim Südwestrundfunk veröffentlicht er Werke, in denen er philosophisches Denken mit menschlicher Schwäche verknüpft. Hüffer beschäftigt sich auch in Essays mit Themen wie Hingabe und einem guten Leben. Hannah Arendt und die Hingabe (02:21) Spannungsverhältnis: Wünsche versus Pflichten (07:41) Hingabe-Dilemma im Leben (17:56) Hingabe und Unbefangenheit (21:51) Gefahr des Loslassens (24:20) Entromantisierung der Hingabe (29:57) Existenzialistische Vorstellung von Hingabe (34:17) Beziehung als Selbstzerstörung: Devotion (37:32) Hingabe innerhalb der Familie (41:10) Hingabe in der Geschichte Deutschlands (44:23) Engagement und Hingabe (47:11) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Christiane Woopen: Ethik des Lebens Martin Breul: Die Suche nach dem guten Leben Literatur: Wilm Hüffer: Hingabe. Warum wir uns auf die Welt einlassen. Reclam Verlag (2025). 223 Seiten. ISBN: 978-3-15-011548-0. € 24,00 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Astrophysiker Heino Falcke über die Geschichte unseres Planeten. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Dieter Schönecker: Meinungsfreiheit unter Druck08.09., 19:0408.09.2025, 19:0400:52:39
Man darf meinen, was man will – aber vieles davon derzeit nicht sagen, meint der Philosoph Dieter Schönecker. Mit Jürgen Wiebicke spricht er darüber, warum zu echter Meinungsfreiheit das Aushalten unbequemer Positionen dazugehört. Dieter Schönecker (*1965) ist Professor für Praktische Philosophie an der Universität Siegen. Eine Lehrveranstaltung zur Philosophie und Praxis der Meinungsfreiheit, zu der rechtskonservative Gastredner geladen waren, löste Proteste und Diskussionen über freie Meinungsäußerung aus. Warum Meinungsfreiheit ein sehr hohes Maß an Toleranz erfordert (1:49) Warum das Recht, jede Meinung äußern zu dürfen, verteidigt werden muss (09:02) Wie Cancel Culture von links wie von rechts betrieben wird (12:58) Über rechtliche und moralische Grenzen sowie soziale Kosten der Meinungsäußerung (18:15) Warum freie Meinungsbildung nur im Vergleich konträrer Positionen funktioniert (26:29) Warum Person und Meinung schwer zu trennen sind (34:03) Wie die Demokratie mit ihren Feinden umgeht (39:55) Warum Gesetze nicht alles regeln können und es auf Urteilskraft ankommt (46:01) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Berhard Pörksen: Wie kann gutes Zuhören gelingen? Arnd Pollmann: Mit Risiken von Kommunikation umgehen Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Wilm Hüffer über Hingabe. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Politikum – Der Meinungspodcast von WDR 5 täglich 20 Minuten mit klaren, provozierenden Einordnungen der aktuellen Politik. Sie können ihn jederzeit anhören in der App, der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
- Rainer Mühlhoff: KI und Faschismus27.08., 10:2927.08.2025, 10:2900:56:08
Faschistische Kräfte in den USA wollen KI und Datenanalyse nutzen, um den Rechtsstaat und die Demokratie abzuschaffen, sagt der Philosoph Rainer Mühlhoff. Mit Jürgen Wiebicke spricht er darüber, wie das funtioniert und welche Rolle wir alle dabei spielen. Der Philosoph und Mathematiker Rainer Mühlhoff (*1982) ist Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Er vertritt die These, dass bestimmte aktuelle politische Strömungen der neuen Rechten beziehungsweise der Alt-Right, wie der Trumpismus, aktuelle Formen faschistischer Politik darstellen. Elon Musk und Peter Thiel: Über antidemokratische Visionen von Tech-Ideologen (02:20) Der Mensch als Wolf: Wie Ideale von Gleichheit, Umverteilung und Menschenwürde als heuchlerisch dargestellt werden (09:14) Faschistoide Tendenz: Aushebelung des Rechtstaates als Ziel (13:55) Warum KI kein rein technisches, sondern vor allem ein soziales Phänomen ist (16:36) Warum viele KI fürchten – doch bereitwillig ihre Daten liefern (20:45) Warum KI eine für die Gegenwart schädliche Technologie ist und wie das verschleiert wird (25:02) KI ist kein Werkzeug für alle: Die Macht der Daten liegt in der Hand weniger (30:45) Was den neuen Faschismus der Tech-Ideologen ausmacht (36:50) Transhumanismus und Dunkle Aufklärung: Die Denkmodelle der Tech-Ideologen (45:33) Effektiver Altruismus: Warum diese Idee eine "Einstiegsdroge" ist und Gutes sich nicht numerisch fassen lässt (52:11) Literatur Rainer Mühlhoff (2025): Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus. Leipzig: Reclam. 160 Seiten. 8 Euro. ISBN 978-3150146668. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Eva Weber-Guskar: KI und Emotionen Martin Feige: Kritik der Digitalisierung Im nächsten Podcast sprechen wir mit Dieter Schönecker über Meinungsfreiheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Die Entwicklung von KI geht rasend schnell. "Der KI-Podcast" will dabei helfen, die Forschung und die Entwicklungen einzuordnen und aufzuklären.
- Claudia Paganini: Parallelen zwischen KI und Gott25.08., 19:0425.08.2025, 19:0400:53:33
Einige fürchten Künstliche Intelligenz (KI), andere sind begeistert von ihren fast übermenschlichen Möglichkeiten. Moderator Jürgen Wiebicke diskutiert mit der Philosophin Claudia Paganini, ob KI ein neuer menschengemachter Gott sein kann. Claudia Paganini (*1978) ist eine österreichische Philosophin, Theologin und Hochschullehrerin. Sie ist aktuell Privatdozentin an der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Medien-, Umwelt-, Medizin- und Tierethik. Rolle der Religion in der Gegenwart (04:54) Welche Parallelen es zwischen KI und Gott gibt (10:50) KI und Allmacht (14:40) These: Menschen halten KI für allwissend (19:15) Gott – gefährlich oder hilfreich? (27:52) KI als Gott – und die Kritik daran (33:31) Philosophie und Umgang mit neuen Techniken (36:36) Was die KI von Göttern der Vergangenheit unterscheidet (44:42) Der "unbewegte Beweger" bei Aristoteles (47:52) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Gerhard Streminger: Theodizee Eva Weber-Guskar: KI und Emotionen Literatur: Claudia Paganini: Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche. Verlag Herder (2025). 192 Seiten. ISBN: 978-3-451-60146-0. € 20 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Rainer Mühlhoff über Transhumanismus. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Unser Podcast-Tipp: Radiowissen: Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Ein Podcast von Bayern 2. Radiowissen – jetzt in der ARD Audiothek.
- Susanne Boshammer: Schweigen18.08., 19:0418.08.2025, 19:0400:54:14
Seit langem gilt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Doch so einfach ist es nicht, denn Schweigen kann viele Funktionen haben und moralische Fragen aufwerfen. Moderator Jürgen Wiebicke spricht darüber mit der Philosophin Susanne Boshammer. Susanne Boshammer (*1968) ist Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Osnabrück. Sie forscht über Moralphilosophie und angewandte Ethik. Schweigen – mehr als nur Stille (03:08) Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? (07:55) In die eigene Mitte finden: Das In-sich-Gehen (16:42) Sprache als Schlüssel zur Welt (21:23) Wann Zurückhaltung besser ist als Worte (25:20) Gute Gründe für das bewusste Schweigen (31:50) Der schützende Mantel des Schweigens (35:26) Wenn Stille schwer wiegt (39:02) Philosophische Perspektiven auf die Stille (50:28) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Bernhard Pörksen: Wie kann gutes Zuhören gelingen? Susanne Boshammer: Welche Bedeutung das Helfen für Beziehungen hat Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Philosophin Claudia Paganini über Künstliche Intelligenz und Sinnsuche. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Jean-Pierre Wils: Hoffnung in Krisenzeiten11.08., 09:5811.08.2025, 09:5800:55:28
Wir leben in schwierigen Zeiten, in der eine Krise die nächste jagt – so zumindest kann es einem vorkommen. Wie wir trotzdem oder gerade jetzt von Hoffnung sprechen können, bespricht Philosoph Jean-Pierre Wils mit Jürgen Wiebicke. Jean-Pierre Wils (*1957) ist belgischer Hochschullehrer, Philosoph, Medizinethiker und Theologe. Bis 2024 war er Ordinarius für Philosophische Ethik und Kulturphilosophie an der Radboud Universiteit Nijmegen in den Niederlanden. Seine Forschungsschwerpunkte sind Anthropologie und Ethik, Religionstheorie und Kulturphilosophie. Was Hoffnung bedeutet und warum wir sie brauchen (05:08) Warum es um die Hoffnung gerade schlecht bestellt ist (08:35) Wo der Unterschied zwischen Hoffnung und Optimismus liegt (14:19) Wie wir aktiv in Hoffnung kommen können (19:59) Warum es oft schwer ist, Hoffnung über lange Zeit zu halten (22:06) Wie Hoffnung und Ideen von Zukunft und Fortschritt zusammenhängen (29:51) Jonathan Lear: Wie das Konzept der radikalen Hoffnung aussieht (36:00) Wieso wir aus unserer Komfortzone herausmüssen (46:55) Was Kant zum Thema Hoffnung sagt (48:42) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Jean-Pierre Wils: Freiheit und Verzicht Phillip Blom: Hoffnung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Susanne Boshammer über das Schweigen. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Dauerkrisen und Alltagsstress zehren an den Menschen. Wie können wir im Alltag Kraft tanken? Damit beschäftigen sich sieben Audio-Features der ARD-Religionsredaktionen Religion und Gesellschaft. “Quellen der Kraft – Was uns stark macht” - jetzt in der ARD Audiothek:
- Ina Schmidt: Vom „Ich“ zum „Wir“04.08., 19:0404.08.2025, 19:0400:54:11
Unsere Gesellschaft ist geprägt vom Wunsch nach Individualisierung. Institutionen, die Gruppen binden, verlieren an Bedeutung. Die Philosophin Ina Schmidt im Gespräch mit Jürgen Wiebicke darüber, wie ein gemeinschaftliches "Wir" möglich ist. Ina Schmidt (*1973) ist eine deutsche Philosophin, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Referentin. Sie veröffentlichte philosophische Sachbücher für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, in denen sie existenzielle Themen wie Glück, Freundschaft, Vergänglichkeit, Verantwortung und Liebe behandelt. Wie wir uns im Laufe des Lebens vom „Wir“ weg zum „Ich“ entwickeln (02:29) Inwiefern die Gesellschaft egozentrischer geworden ist (07:04) Aristoteles: wie wir durch Wohlwollen heute eine politische Gemeinschaft stiften (12:49) Inwiefern unsere Demokratie zum Individualismus einlädt (16:45) Warum uns in unserer Entwicklung das Gemeinschaftsgefühl verloren geht (23:23) Inwiefern der Wunsch nach Rechthaben nicht immer dem „Wir“ hilft (30:20) Wie eine Hinwendung zu mehr gesellschaftlichem „Wir“ gelingen kann (40:21) Was „Wir“ alles sein und bedeuten kann (45:10) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio WDR 5 Philosophie Spezial: Daniel Strassberg: Psychoanalyse und Selbsterkenntnis Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Jean-Pierre Wils über Hoffnung. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Innenwelt - Der Psychologie-Podcast von WDR 5. Faszinierende Einblicke in unsere psychologische Innenwelt und alltägliche Phänomene – jederzeit verfügbar in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
- Chris Neuhäuser: Vermögen gerechter verteilen28.07., 19:0428.07.2025, 19:0400:54:07
Die Schere zwischen Arm und Reich gefährdet das demokratische System. Ein zentraler Punkt ist die Ungleichheit von Vermögen. Der Philosoph Christian Neuhäuser spricht mit Jürgen Wiebicke über die Auswirkungen und Möglichkeiten einer gerechteren Verteilung. Christian Neuhäuser (*1977) ist Professor für Praktische Philosophie an der Technischen Universität Dortmund. Er beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie materielles Vermögen unsere Gesellschaft prägt und wie wir es besser verteilen können. Rousseau: Wie Privatbesitz den glücklichen Naturzustandes des Menschen zerstörte (02:18) Besitz und Fähigkeit: Von der Doppeldeutigkeit des Begriffs „Vermögen“ (06:20) Martha Nussbaum: Zehn Grundfähigkeiten für ein gelingendes Leben (11:14) Von der Bedeutung des Spielens für ein gutes Leben (15:35) Wann Glück von materiellem Vermögen abhängt – und wann nicht (23:08) Wie extreme Ungleichheit von Vermögensverteilung Gesellschaften schadet (38:14) Warum Sozialneid eine Tatsache ist – und Gerechtigkeit trotzdem möglich (43:39) Wie eine breitere Verteilung von Erbe der Gesellschaft nutzen könnte (50:15) Literatur Christian Neuhäuser (2025): Gewalt der Ungleichheit. Würde und Widerstand: Plädoyer für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Verteilung der Vermögen. Ditzingen: Reclam. 160 Seiten. 22 Euro. ISBN 978-3150115336 Christian Neuhäuser (2018): Reichtum als moralisches Problem. Berlin: Suhrkamp Verlag. 281 Seiten. ISBN 978-3-518-29849-7 Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Jonas Zorn: Ökonomisierung des Privaten Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Ina Schmidt über das Wir. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Sibylle Anderl: Über das Universum21.07., 19:0021.07.2025, 19:0000:54:38
Seit jeher wollen wir das Universum ergründen, kennen bis heute aber nur einen winzigen Ausschnitt. Die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was wir wissen und was nicht – und was das mit uns Menschen macht. Sibylle Anderl (1981) ist eine deutsche Wissenschaftsjournalistin, Astrophysikerin und Philosophin. Sie leitet das Ressort Wissen der ZEIT, hostet das Magazin "Space Night Science" in ARD-alpha und für ihre publizistischen Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Vertraut und rätselhaft: Warum die Sonne unser Tor zum Universum ist (02:13) Atemberaubend: Wie Astrophysik das unbegreifbare Universum erforscht (11.43) Die Abgrenzung der Naturwissenschaft von Metaphysik und Philosophie (16:55) Relativitätstheorie: schön und verblüffend tauglich für Vorhersagen (24:54) Die Suche der Astrophysik nach revolutionären Erkenntnissen (30:04) Warum der Blick in den Himmel dem Menschen immanent ist – und ihm nützt (35:54) Urknall und Schwarze Löcher: Warum Relativitäts- und Quantentheorie nicht zusammenpassen (42:33) Religion und Wissenschaft als unterschiedliche Versuche, die Welt zu beschreiben (50:36) Literatur · Sibylle Anderl und Claus Leegewie (2024): Die Sonne. Eine Entdeckung. Berlin: Metthes und Seitz. 189 Seiten. 22 Euro. ISBN 978-3751820417. · Sibylle Anderl (2023): Dunkle Materie: Das große Rätsel der Kosmologie. München: C.H.Beck. 128 Seiten. ISBN 978-3406802904. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Roland Henke: Der Geist der Tiere Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Chris Neuhäuser über Vermögen. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: radioWissen: Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Ein Podcast von Bayern 2 in der ARD Audiothek.
- Wolfram Eilenberger: Foucault und die Grenzen des Denkens14.07., 19:0414.07.2025, 19:0400:54:01
Michel Foucault propagierte ein Denken jenseits gesellschaftlich oder wissenschaftlich gesteckter Grenzen und stellte die Mündigkeit des Menschen infrage. Der Philosoph Wolfram Eilenberger spricht mit Jürgen Wiebicke über die Person Foucault und seine Lehre. Wolfram Eilenberger (1972) ist Philosoph und Schriftsteller. In seiner Trilogie "Geister der Gegenwart" spürt er den Ideen der Aufklärung bis in unsere Zeit nach und prüft, ob wir heute eigentlich in einem aufgeklärten Zeitalter leben. Dabei hat er sich mit Foucault und seinen Vorstellungen zu Freiheit und Eigenverantwortung befasst. Foucault: wild und verrückt – und präziser, analytischer Denker (01:37) Wie Foucault unter der Pathologisierung von Homosexualität litt (08:47) Was Wahnsinn bedeutet und die Trennung von Vernunft und Unvernunft bewirkt (11:47) Über scheinbare Mündigkeit und die Überwachungslogik der Moderne (22:15) Foucaults Kritik an Sartre und seiner Idee des Existenzialismus (29:36) Abschied von der Subjektphilosophie und Foucaults Selbstverständnis als Sprengmeister (35:41) Warum Foucault kein konventioneller Linker war und Aktionismus ablehnte (40:42) Kritik an Wissenschaftsgläubigkeit und Glaube an Pluralismus (46:23) Foucault als letzter großer, innovativer Denker (51:20) Literatur · Wolfram Eilenberger (2024): Geister der Gegenwart: Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984. Stuttgart: Klett-Cotta. 496 Seiten. 28 Euro. ISBN 978-3608986655. · Wolfram Eilenberger (2020): Feuer der Freiheit: Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943). Stuttgart: Klett-Cotta. 400 Seiten. ISBN 978-3608964608. · Wolfram Eilenberger (2019): Zeit der Zauberer: Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 – 1929. ). Stuttgart: Klett-Cotta. 432 Seiten. 14 Euro. ISBN 978-3608964516. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Philipp Fersch: Habermas Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Im nächsten Podcast sprechen wir mit Sibylle Anderl über das Universum. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Sie wollen in 15 Minuten Interessantes über historische Persönlichkeiten und Erfindungen erfahren? Wir empfehlen WDR 5 Zeitzeichen – den täglichen Podcast über Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart.
- Wolfram Eilenberger: Adorno und die neue Aufklärung07.07., 12:0007.07.2025, 12:0000:52:41
Das barbarische Dritte Reich hatte die Idee der Aufklärung in Frage gestellt und den Philosophen Theodor W. Adorno in tiefe Zweifel gestürzt. Wolfram Eilenberger spricht mit Jürgen Wiebicke über die Analysen von Adorno und was sie für die Gegenwart bedeuten. Wolfram Eilenberger (1972) ist Philosoph und Schriftsteller. In seiner Trilogie "Geister der Gegenwart: Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984" spürt er den Ideen der Aufklärung bis in unsere Zeit nach und prüft, ob wir heute eigentlich in einem aufgeklärten Zeitalter leben. Welche Lehren Adorno aus dem Dritten Reich zog und wie die Aufklärung in ihr Gegenteil umschlug (02:10) Verblendete Gesellschaft: Warum wir nur denken, mündig zu sein (15:15) Warum Urteilsbildung geübt werden muss – und Wissenschaft zweischneidig ist (22:30) Klärung der Fehler der Vergangenheit als Voraussetzung für Zuversicht (26:50) Warum Begriffe die Wirklichkeit nicht vollständig fassen können und Kunst bedeutsam ist (30:19) Wie Adornos Schüler in der 68er-Bewegung seine Ideen missbrauchten (40:05) Warum Adorno besonders in der heutigen Gesellschaft wieder wichtig wird (45:29) Literatur · Wolfram Eilenberger (2024): Geister der Gegenwart: Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984. Stuttgart: Klett-Cotta. 496 Seiten. 28 Euro. ISBN 978-3608986655. · Wolfram Eilenberger (2020): Feuer der Freiheit: Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943). Stuttgart: Klett-Cotta. 400 Seiten. ISBN 978-3608964608. · Wolfram Eilenberger (2019): Zeit der Zauberer: Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 – 1929. ). Stuttgart: Klett-Cotta. 432 Seiten. 14 Euro. ISBN 978-3608964516. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Bruno Preisendörfer: Sokrates Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Wolfram Eilenberger über Foucault. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Sie wollen in 15 Minuten Interessantes über historische Persönlichkeiten und Erfindungen erfahren? Wir empfehlen WDR 5 Zeitzeichen – den täglichen Podcast über Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart
- Giovanni Maio: Verständigung und Verstehen30.06., 19:0530.06.2025, 19:0500:56:25
Unsere Welt ist stark auf das Sehen und den Sehsinn ausgerichtet. Dabei nehmen wir nicht nur über die Augen, sondern auch über die Ohren wahr. Welche immense Bedeutung der Hörsinn hat, erläutert Medizinethiker Giovanni Maio im Gespräch mit Jürgen Wiebicke. Giovanni Maio (*1964) ist Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die ethischen Grenzen der Ökonomisierung und Technisierung der Medizin. Ist ein "akkustisches Höhlengleichnis" denkbar? (02:06) Was beim Sehen anders ist (06:48) Hören: Voraussetzung für ein Gespräch (14:27) Hören als Empfindlichkeitssinn (19:00) Bedeutung des Seh- oder Hörverlusts (25:27) Zuhören als Anerkennungsleistung (33:30) Hören als Bereitschaft, sich auszuliefern (41:02) Kritik am Visualprimat in der Medizin (49:05) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Giovanni Maio - Grenzen der KI in der Medizin Literatur: Giovanni Maio: Vertrauen in der Medizin – Annäherungen an ein Grundphänomen menschlicher Existenz. Verlag Herder (2023). 320 Seiten. ISBN: 978-3-451-39457-7 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen und Schriftsteller Wolfram Eilenberger über Adorno. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Kekulés Gesundheits-Podcast: Kann es nach einer Grippe zu Langzeitfolgen kommen? Was bringt ein Monat ohne Alkohol? Auf diese Fragen liefert Prof. Alexander Kekulé Antworten. https://1.ard.de/kekules-gesundheitskompass
- Aleida Assmann: Selbsterkenntnis und Gemeinsinn28.06., 17:0528.06.2025, 17:0500:53:51
Ist der Gemeinsinn ein siebter Sinn, also dem Menschen grundlegend zu eigen? Wie entsteht Gemeinsinn und was bedeutet er für unsere Demokratie? Darüber diskutieren Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und Moderator Ralph Erdenberger. Aleida Assmann (*1947) ist eine deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Anglistin und Ägyptologin. Sie war Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz und beschäftigte sich mit Forschungen zum kulturellen Gedächtnis, zur Erinnerungskultur und zur Geschichte des Lesens und Vergessens. Aristoteles und der sechste Sinn (06:28) Gemeinsinn schaffen durch Feindbilder (13:31) Grundimpuls der Gier versus Gemeinsinn (18:01) Plädoyer für gemeinsames Engagement (23:36) Gemeinsinn und Demokratie (33:07) Warum Empathie eng mit Gemeinsinn verbunden ist (41:52) Das Individuum in der Rolle der Mitmenschen (49:00) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Arnd Pollmann: Was trägt zum Gelingen von Kommunikation bei? Literatur: Aleida und Jan Assmann: "Gemeinsinn. Der sechste, soziale Sinn". C.H. Beck Verlag (2024). 262 Seiten. 24 Euro (Hardcover). ISBN: 978-3-406-82186-8 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Daniel Strassberg: Selbsterkenntnis und Psychoanalyse28.06., 16:0528.06.2025, 16:0500:54:49
Erkenne dich selbst: auch dort, wo es unbequem wird. Psychoanalytiker und Philosoph Daniel Strassberg nimmt uns – und Moderator Ralph Erdenberger – mit in die Tiefenschichten des Selbst. Wie geht Selbsterkenntnis im Dialog mit anderen? Daniel Strassberg (*1954) ist ein Schweizer Psychiater, Psychoanalytiker und Philosoph. Er lehrt unter anderem Technikphilosophie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und ist als Autor, Essayist sowie Journalist tätig. Seine Arbeit bewegt sich an den Schnittstellen von Psychoanalyse und Philosophie, oft mit aktuellen gesellschaftlichen Bezügen. Wann es unbequem wird, sich selbst zu begegnen (01:42) Gefallenwollen und Vermeidung unangenehmer Wahrheiten (09:08) Plädoyer dafür, keine Richtung für die Behandlung vorzugeben (17:54) Grenzen der Psychotherapie (23:15) Träume als Königsweg zum Unbewussten (33:33) Dialog in der Philosophie (35:33) Verständnis versus Selbsterkenntnis (45:42) Verhältnis zwischen Selbsterkenntnis und Verantwortung (50:31) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Jonas Zorn - Ökonomisierung des Persönlichen Literatur: Daniel Strassberg: "Spektakuläre Maschinen. Eine Affektgeschichte der Technik". Verlag Matthes & Seitz (2022). 300 Seiten. 28 Euro (gebundene Ausgabe). ISBN 978-3-7518-0358-8 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Innenwelt – Der Psychologie-Podcast von WDR 5. Faszinierende Einblicke in unsere psychologische Innenwelt und alltägliche Phänomene – jederzeit verfügbar in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts https://1.ard.de/innenwelt
- Eva Weber-Guskar: Selbsterkenntnis und KI mit Emotionen28.06., 15:0528.06.2025, 15:0500:55:13
Was macht KI mit unserer Fähigkeit zur Selbsterkenntnis? Philosophin Eva Weber-Guskar forscht zu KI und Emotionen. Im Gespräch mit Moderatorin Carolin Courts macht sie deutlich, wie ein gelungener Umgang mit emotionaler KI aussieht. Eva Weber-Guskar (*1977) ist eine deutsche Philosophin und Professorin für Ethik und Philosophie der Emotionen an der Ruhr-Universität Bochum. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der normativen Ethik, insbesondere zu Fragen des guten Lebens, der Zeitlichkeit von Emotionen sowie der Ethik der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Sie beschäftigt sich außerdem mit Moralpsychologie, Ästhetik und medizinethischen Themen. Emotionale KI – die Gefühle der Zukunft? (02:27) Warum es bei Affective Computing geht (07:20) KI ist weit mehr als ChatGPT & Co. (17:10) Kritik an emotionaler Kommunikation mit KI (22:55) KI reduziert Gefühl von Einsamkeit (30:05) Vorsicht bei Wissensantworten der KI (34:54) Emotionale KI: erhebliche Risiken für Minderjährige (39:00) Plädoyer dafür, KI weniger menschenähnlich zu machen (44:02) Trauer-Bots – hilfreich oder nicht? (50:53) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Eva Weber-Guskar: KI und Emotionen Giovanni Maio: Ethische Grenzen der KI in der Medizin Literatur: Eva Weber-Guskar: "Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern". Ullstein Verlag (2024). 272 Seiten. 23,99 Euro. ISBN: 978-3-550-20287-2 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast-Empfehlung: Der KI-Podcast vom SWR! Die Entwicklung von KI geht rasend schnell. "Der KI-Podcast" will dabei helfen, die Forschung und die Entwicklungen einzuordnen und aufzuklären. Jede Woche neu in der ARD Audiothek: https://1.ard.de/der-ki-podcast
- Kersten Reich: Selbsterkenntnis und Bildung28.06., 14:0528.06.2025, 14:0500:54:48
Wie lernen junge Menschen, sich selbst zu erkennen? Was gehört zu einer guten Bildung? Sie ist mehr als reine Wissensvermittlung, so Bildungsforscher Kersten Reich. Er spricht mit Moderatorin Carolin Courts über Schule, Teilhabe und Fairness. Kersten Reich (*1948) ist ein deutscher Bildungsforscher, Pädagoge und Kulturtheoretiker. Er war Professor für Allgemeine Pädagogik (1979–2006) sowie für Internationale Lehr- und Lernforschung (2007–2017) an der Universität zu Köln. Zu seinen Schwerpunkten zählen Chancengerechtigkeit, Inklusion und nachhaltige Bildung. Gründe für die Bildungsmisere in Deutschland (03:04) Kritik am dreigliedrigen Schulsystem (08:31) Förderschule versus Heliosschule (12:52) Was die Unesco zur Bildung sagt (21:28) Kritik an Lehramtsausbildung für Grundschulen (28:42) Abschluss, den alle erreichen – noch was wert? (33:55) Negative Wirkung von Handys & Co. für Kinder (40:02) Was die Heliosschule auszeichnet (42:35) Plädoyer für mehr Autonomie für Schulen (48:35) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Dieter Thomä - Zukunftsangst und Zukunftslust Literatur: Kersten und Charlotte Reich: "Digitale Didaktik. Modelle und Methoden für eine erfolgreiche Praxis". Beltz Verlag (2025). 272 Seiten. 27,99 Euro (broschierte Ausgabe). ISBN: 978-3-407-63312-5 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast-Empfehlung: Es gibt so viele Fragen, die auf eine Antwort warten: Warum sind wir ständig abgelenkt? Brauche ich noch Bücher? Kann ich ChatGPT vertrauen? Wie erweitere ich meinen Wortschatz? Täglich stehen wir vor komplexen Fragen und Entscheidungen. Quarks Daily hilft dir, dich zu orientieren und beantwortet deine Fragen – immer mit dem aktuellsten Wissen aus der Forschung und nachhaltigen Lösungsvorschlägen. Quarks Daily findest du in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. https://1.ard.de/quarksdaily
- Ina Schmidt: Selbsterkenntnis und Denken28.06., 13:0528.06.2025, 13:0500:54:31
Selbsterkenntnis entsteht nicht nur durch Nachdenken, sondern durch "sinnvolles Denken": Denken, das verbindet, ermutigt und Orientierung gibt. Was das heißt, erklärt Philosophin Ina Schmidt im Gespräch mit Moderatorin Elif Şenel. Ina Schmidt (*1973) ist eine deutsche Philosophin, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Referentin. Sie veröffentlichte philosophische Sachbücher für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, in denen sie existenzielle Themen wie Glück, Freundschaft, Vergänglichkeit, Verantwortung und Liebe behandelt. Denken: Spaß statt Anstrengung (03:40) Denken als Weg, sich im "Labyrinth" des Lebens zurechtzufinden (08:20) Denken, um Ambivalenzen und Dissonanzen auszuhalten (12:52) Plädoyer zur Verschriftlichung eigener Gedanken (16:51) Welche Rolle die Sinne beim Denken spielen (21:54) Trauer und Verlust im Denken bewältigen (33:40) Schöpferisches Denken in Momenten der Unsicherheit (40:23) Neue Gedanken durch Schreiben mit der ungeübten Hand (50:02) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Albert Newen - Wahrnehmung Literatur: Ina Schmidt: "Wofür es sich zu denken lohnt. Ein philosophischer Wegweiser für unsichere Zeiten". Rowohlt Polaris Verlag (2017). 256 Seiten. 18 Euro (Taschenbuchausgabe). ISBN: 978-3-499-01649-3 Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Podcast-Empfehlung: Politikum – Der tägliche Meinungspodcast von WDR 5 mit klaren, provozierenden Einordnungen der aktuellen Politik. https://1.ard.de/politikum-der-meinungspodcast