
Noch keine Episoden ausgewertet.
Episoden
107- Rolf Lachmann: Was gute Beratung ausmacht12.10., 19:0412.10.2026, 19:0400:55:43
Beratung spielt in einer komplexen Gesellschaft eine immer bedeutsamere Rolle. Dabei sind auch philosophisch-ethische Dimensionen wichtig. Der Philosoph Rolf Lachmann spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, wie gute Beratung gelingen kann. Der Philosoph Rolf Lachmann war bis 2025 Berufs- und Studienberater. Er versteht Beratung als "assisitierte Selbstbestimmung" in einer liberalen Gesellschaft, in der wir die Freiheit haben, selbst zu entscheiden. Warum in unserer immer komplexer werdenden Welt Unsicherheiten und Beratungsbedarf steigen (01:43) Wie der Berater mit seiner Macht durch Wissens- und Erfahrungsvorsprung umgehen sollte (05:24) Warum lautes Aussprechen für mehr Verständnis und Klarheit sorgt und Metaphern bereichernd sein können (08:37) Welche Rolle das Menschenbild und Vertrauensbeziehungen spielen (20:02) "Problemscham" und "Lösungskränkung": Warum Berater empathisch, geduldig und demütig sein sollten (30:08) Das Konzept der Wohlberatenheit bei Aristoteles (39:44) Wie Beratung als assistierte Selbstbestimmung zu verstehen ist (46:46) Literatur Rolf Lachmann (2026): Ethik der Beratung. Hamburg: Felix Meiner Verlag. 299 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Daniela Dröscher: Wie Sprechen zu echtem Verstehen führen kann Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Jonas Grethlein über Promotheus. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Politikum - Der Meinungspodcast
- Gisela Schmalz: Fetisch Intelligenz05.10., 20:1605.10.2026, 20:1600:55:42
Intelligenz gilt als Schlüssel zu Bildung, Erfolg und Anerkennung. Doch was macht einen Menschen eigentlich intelligent? Und was verraten IQ-Tests wirklich darüber? Darüber spricht Moderator Jürgen Wiebicke mit der Ökonomin Gisela Schmalz. Gisela Schmalz (*1970) ist eine Wirtschaftswissenschaftlerin, Philosophin und Professorin für Digital Business. Sie lehrt an der Gisma University of Applied Sciences und leitet die Fokusgruppe Künstliche Intelligenz der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit den gesellschaftlichen und ethischen Folgen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie dem Verhältnis von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Was es mit dem IQ-Test auf sich hat (01:55) KI-Forschung und menschliche Intelligenz (08:13) Intelligenz, Verstand und Wille (16:20) Der Vernunftbegriff bei Immanuel Kant (20:00) Die Bedeutung emotionaler Intelligenz (24:30) Die Gefährlichkeit kalter Intelligenz (32:48) Welche IQ-Tests es überhaupt gibt (36:40) Das Verhältnis von menschlicher und künstlicher Intelligenz (46:25) Vor- und Nachteile von Hochbegabung (52:31) Literatur: Gisela Schmalz: Fetisch Intelligenz. Wie ein überbewertetes Konzept unser Leben prägt. Berlin Verlag (2026). 256 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Daniela Dröscher: Wie Sprechen zu echtem Verstehen führen kann Michael Hampe: Weisheit Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Rolf Lachmann über Beratung. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast Empfehlung: WDR 2 Frag dich Fit – Tipps für ein besseres und gesünderes Leben
- Mischa Kuball: Kunst und Religion28.09., 19:0428.09.2026, 19:0400:55:54
Religion und Kunst sind seit Jahrtausenden eng miteinander verbunden. Doch was verbindet beide heute noch? Über Glauben, Transzendenz und die besondere Kraft der Kunst spricht Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Konzeptkünstler Mischa Kuball. Mischa Kuball (*1959) ist ein deutscher Konzept- und Lichtkünstler. Von 2007 bis 2026 war er Professor für Kunst im öffentlichen Raum an der Kunsthochschule für Medien Köln, seit August 2026 ist er Gastprofessor an der Bergischen Universität Wuppertal. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich vor allem mit öffentlichen und architektonischen Räumen sowie mit gesellschaftlichen und politischen Strukturen und nutzt dabei häufig Licht als künstlerisches Medium. Warum Licht so bedeutsam ist (02:30) Verhältnis zwischen Kunst und Religion (09:20) Rolle der Religionen in globalen Krisen (14:52) These: Glaube ist Übung, keine Überzeugung (23:57) Beziehung des Kunstwerks zum Betrachter (30:35) Liebe zum Kunstwerk als göttliches Gefühl (36:50) Kunst als kollektives Erlebnis (43:09) Respekt vor der Kunst (49:51) Glaube, Technik und Transzendenz (52:32) Literatur: Mischa Kuball: (UN)FINISHED. St. Matthäus, Berlin. DISTANZ Verlag (2023). 80 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Sebastian Ostritsch: Die heutige Sicht auf Gottesbeweise Mirjam Schaub: Radikalität in Kunst und Philosophie Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Wirtschaftswissenschaftlerin und Philosophin Gisela Schmalz über Intelligenz. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast Empfehlung: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast
- Martin Breul: Ist Religion Privatsache?21.09., 19:0421.09.2026, 19:0400:56:27
Religion ist persönlich, wirkt aber weit über den Glauben hinaus. Welche Rolle spielt sie heute für Politik, Gesellschaft und Demokratie? Der Theologe und Philosoph Martin Breul erklärt im Gespräch mit Jürgen Wiebicke, warum Religion mehr sein kann als reine Privatsache. Martin Breul (*1986) ist ein katholischer Theologe und Philosoph. Seit 2023 ist er Professor für Katholische Theologie mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie an der TU Dortmund. Seine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit politischer Theologie, Religion in postsäkularen Gesellschaften, der Rationalität des Gottesglaubens sowie dem Verhältnis von Religion und Demokratie. Was es mit dem Apatheismus auf sich hat (02:09) Säkularisierung: Entzauberung von Religion? (05:57) Habermas und die Religion (10:17) Religion im gesellschaftlichen Diskurs (16:17) Ist Ethik wichtiger als Religion? (23:08) Religiöse Sprache richtig deuten (30:12) Religion versus Esoterik (39:42) Innere Logik der Weltreligionen (47:18) Formen der politische Theologie (50:51) Literatur: Martin Breul: Privatsache Religion? Entwurf einer Postsäkularen Politischen Theologie. Verlag Herder (2026). 336 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Sebastian Ostritsch: Die heutige Sicht auf Gottesbeweise Rainer Schäfer: Was Glück und Glückseligkeit bedeuten Unsere Podcast Empfehlung: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast https://1.ard.de/wie-wir-ticken Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Konzept- und Installationskünstler Mischa Kuball über Glaube und Kunst. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast Empfehlung: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast
- Thomas Fuchs: Narzissmus14.09., 19:0414.09.2026, 19:0400:56:04
Narzissmus ist ein großes Thema in der Gesellschaft – gerechtfertigt oder übertrieben? Der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was Narzissmus ist, was ihn begünstigt und was ihn von gesunder Selbstliebe unterscheidet. Thomas Fuchs (*1958) ist ein deutscher Psychiater und Philosoph. Er beschreibt Narzissmus als Ausdruck einer existenziellen Leere und dem Bedürfnis nach äußerer Bestätigung, das aber nie dauerhaft gestillt werden kann. Ovids Erzählung von Narziss und Echo: Wie Selbstverliebtheit und unterwürfige Bewunderung Leid hervorrufen (02:20) Videor ergo sum: "Ich werde gesehen, also bin ich" als anthropologische Grundannahme (09:53) Warum es keinen "gesunden" Narzissmus gibt, aber gesunde Selbstliebe (13:42) Social Media als narzissmusfördernde Technologie (17:14) Warum narzisstisches Auftreten abstoßend und schädlich sein kann (25:01) Wie die kapitalistische Gesellschaft narzisstische Ungeduld und ständiges Bestreben nach Befriedigung fördert (36:41) Selbstaufgabe und Selbstverleugnung als spiegelbildliche Auffälligkeit zum Narzissmus (46:32) Warum Menschen mangels Fähigkeit, sich zu spüren, den äußeren Körper optimieren (48:49) Literatur Thomas Fuchs / Thomas Arnold (2026): Das unersättliche Selbst: Phänomenologie des Narzissmus. Berlin: Suhrkamp Verlag. 200 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Michael Quante: Altern in Würde Heinz-Michael Bartling: Weisheit und Wandel Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Martin Breul über Religion. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung SWR3 1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit WDR5 Innenwelt: Dunkle Triade– Warum Narzissten uns so beschäftigen
- Dieter Haite: Was Dinge über unser Leben erzählen07.09., 20:0507.09.2026, 20:0500:56:02
Fotos, Souvenirs, aber auch Alltagsdinge zeugen von den Personen, in deren Besitz sie sind oder waren. Der Theologe Dieter Haite spricht mit Jürgen Wiebicke über den persönlichen Wert von Dingen, welche Geschichten sie bergen und warum Loslassen wichtig sein kann. Der Theologe Dieter Haite (*1957) war über 30 Jahre Benediktinermönch. Nach dem Klosteraustritt arbeitete er als freiberuflicher Supervisor und Coach. Er bezeichnet sich als Geschichtenerzähler und reflektiert in seinem Buch den Zusammenhang zwischen persönlichen Dingen und der Identität eines Menschen. Wie Gegenstände das Leben eines Menschen widerspiegeln (02:04) Warum Dinge würdigen und Loslassen kein Widerspruch sein muss (14:31) Die Sortierung von Dingen nach sehenswert, erzählenswert, wissenwert und liebenswert (19:28) Zum Umgang mit Dingen vor und nach dem Tod (24:27) Die unterschiedlichen Bedeutungen von Dingen vom Gebrauchsgegenstand bis Trost- und Sicherheitsspender (27:28) Warum Hinterbliebene an Dingen festhalten und loslassen befreien kann (34:55) Wie wir mit Dingen unsere Erinnerung konstruieren (41:59) Über den aufgeladenen Wert von Konsumgütern und den persönlichen Wert von Kleinigkeiten (51:38) Literatur Dieter Haite (2026): Erinnerungs-Vermögen: Vom Erzählen persönlicher Dinge. Paderborn: Bonifatius Verlag. 222 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Alfred Hirsch: Heimatweh Katja Crone: Die Mechanismen des Erinnerns Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Der verbotene Vater – Schicksal eines französischen Besatzungskinds
- Daniela Dröscher: Wie Sprechen zu echtem Verstehen führen kann31.08., 19:0431.08.2026, 19:0400:55:37
Sprechen ist unverzichtbar, wenn man mit anderen Menschen in einer Gesellschaft zusammenlebt. Doch wir verstehen einander oft falsch. Schriftstellerin Daniela Dröscher diskutiert mit Jürgen Wiebicke darüber, wie gute Kommunikation gelingen kann. Die Schriftstellerin Daniela Dröscher (*1977) hat Germanistik, Anglistik und Philosophie studiert. In ihrem neuen Buch erläutert sie, inwiefern Sprechen trennen, aber auch verbinden kann, und plädiert für Wohlwollen und Zuhören. Warum Missverständnis der Regelfall und Wohlwollen unverzichtbar ist (02:06) Warum Fehler erlaubt, Bewertungen hinderlich und Pausen wichtig sind (09:40) Wie Emotionen das Sprechen und Verstehen beeinflussen (16:37) Warum Worte flüchtig sind und gleichzeitig nachhaltig verletzen können (23:03) Warum miteinander Sprechen hochkomplex ist und wir uns Fehlerquellen bewusst machen müssen (33:22) Wie emotionale Bildung unsere Kommunikation verbessern kann (40:11) Wie die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Sprechen Kommunikation bereichert (49:06) Wie gerade die Krisen der Welt ein In-Verbindnung-Treten erfordern (52:38) Literatur Daniela Dröscher (2026): Sprechen. Hanser Berlin. 112 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie Kersten Reich: Selbsterkenntnis und Bildung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Die Schule brennt – der Bildungspodcast mit Bob Blume
- Rainer Schäfer: Was Glück und Glückseligkeit bedeuten23.08., 19:0423.08.2026, 19:0400:54:52
Glück markiert den flüchtigen Augenblick der Erfüllung, Glückseligkeit beschreibt eher einen Zustand des Wohlergehens. Der Philosoph Rainer Schäfer Spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was Glück ausmacht – individuell und sozial. Rainer Schäfer (*1971) ist ein deutscher Philosoph und Professor für Klassische deutsche Philosophie an der Universität Bonn. Warum wir Glück zulassen, aber nicht herstellen können (02:14) Warum die Utilitaristen scheiterten und Glück nicht berechnet werden kann (10:29) Wie Glück und die Wahrnehmung dessen zu- und abnehmen können (13:42) Wie Glück und Neid zusammenhängen (18:02) Vom anspruchsvollen Konzept der Glückseligkeit in der Philosophiegeschichte (36:12) Wie Glück auch in bestialischen Umständen möglich ist (41:33) Warum der Mensch nach Glück strebt (47:43) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Melanie Raabe: Die Kunst des guten Lebens Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Giovanni Maio: Verletzlichkeit der Kinder und wie sie umsorgt werden müssen16.08., 19:0416.08.2026, 19:0400:54:52
Verletzlichkeit macht den Menschen aus – besonders Kinder, sagt der Philosoph Giovanni Maio. Mit Jürgen Wiebicke spricht er darüber, warum er für eine Kultur der Sorge plädiert und darin eine gesamtsellschaftliche Aufgabe sieht. Giovanni Maio (*1964) ist Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er leitet aus der Verletzlichkeit von Kindern eine besondere Verantwortung für gute Entwicklungsbedingungen ab. Warum Kindsein nicht als Vorsstufe zum Erwachsensein, sondern als Lebensphase mit eigenem Wert gesehen werden muss (02:23) Homo ludens: Welche Lebenskunst wir von Kindern lernen können (06.45) Von kindlicher Unabhängigkeit zu jugendlichem Konformitätsdruck (13:01) Warum die kindliche Grundfreude am Dasein und radikale Unvoreingenommenheit erhalten werden müssen (18:50) Von der Verantwortung, bestmögliche Bedingungen zur Entfaltung des Entwicklungspotenzials zu bieten (23:45) Wie aus der Verletzlichkeit der Kinder ein Sorgeauftrag erwächst (33:20) Warum Kindeswohl eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist (41:20) Inwiefern Verletzlichkeit nicht nur Gefahr, sondern auch Potenzial bedeutet (46:58) Wie das Vertrauen der Kinder uns abverlangt, eine gute Welt zu hinterlassen (49:50) Literatur · Giovanni Maio (2025): Der verletzliche Mensch. Perspektiven auf eine anthropologische Grundsignatur. Freiburg: Herder Verlag. 304 Seiten. ISBN: 978-3-451-03549-4 · Giovanni Maio (2024): Ethik der Verletzlichkeit. Freiburg im Breisgau: Herder Verlag. 160 Seiten. ISBN 978-3-451-60132-3. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Giovanni Maio: Verständigung und Verstehen Giovanni Maio: Verletzlichkeit Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit xx über yy Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Susanne Boshammer: Wie Selbsterkenntnis gelingen kann09.08., 19:0409.08.2026, 19:0400:55:05
“Erkenne Dich selbst!“: Die Inschrift über dem Tempel von Delfi in Griechenland ist Aufforderung und Fragestellung zugleich. Die Philosophin Susanne Boshammer spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was Selbsterkenntnis von der Antike bis heute bedeutet. Susanne Boshammer (*1968) ist Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Osnabrück. Sie forscht über Moralphilosophie und angewandte Ethik. "Erkenne dich selbst": Inschrift im Tempel in Delfi als Aufforderung, die eigenen Grenzen und Möglichkeiten zu sehen (02:52) Vom Erkennen des eigenen spezifischen Wesens als Voraussetzung für gelingendes Leben (05:27 ) Selbsterkenntnis als Prozess (12:25) Selbsterziehung zu Maßhalten und Affektkontrolle (19:28) Selbst- und Fremdwahrnehmung im Spannungsfeld von Bereicherung und Zuschreibung (21:40) Warum es nicht den einen wahren Kern gibt, sondern kontinuierliche Entwicklung (32:40) Wie trotz Veränderung eine Vertrautheit mit sich selbst besteht (42:07) Warum Erkennen ohne Bewertung stattfinden sollte (48:01) Warum wir uns selbst nicht vollständig enträtseln können (52:36) Literatur Susanne Boshammer: Die zweite Chance. Rowohlt Verlag (2023). 240 Seiten. 25 Euro. ISBN: 978-3-498-00681-5 Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Susanne Boshammer: Schweigen Susanne Boshammer: Selbsterkenntnis und Philosophie Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir über mit Giovanni Maio über Verletzlichkeit von Kindern. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Ralf Konersmann: Außenseiter im Wandel der Zeit02.08., 19:0402.08.2026, 19:0400:52:48
Außenseiter gelten mal als Störenfriede, mal als Vordenker. Doch was macht einen Menschen zum Außenseiter? Und warum braucht jede Gesellschaft Menschen, die gegen den Strom schwimmen? Darüber spricht Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Ralf Konersmann. Ralf Konersmann (*1955) ist ein Philosoph, Essayist und Publizist. Er war bis 2021 Professor für Philosophie und Direktor des Philosophischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Kulturkritik, Metaphern, Begriffsgeschichte und der Frage, wie moderne Gesellschaften unser Denken und Leben prägen. Der Absturz des Wortes "Querdenker" (01:47) Außenseiter: selbstgewählt oder selbstbestimmt? (04:52) Warum Rousseau ein Außenseiter war (08:11) Außenseiter früher und heute (13:25) Akzeptanz von Außenseitern (18:50) Aristoteles und soziale Gemeinschaften (28:44) Interpretation von Raffaels Fresko "Die Schule von Athen" (36:00) Einfluss von Rousseau und Voltaire (46:40) Literatur: Ralf Konersmann: Außenseiter. Ein Essay. S. Fischer Verlag (2025). 160 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Alfred Hirsch: Heimatweh Peter Neumann: Dynamik von Mentalitäten Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit der Philosophin Susanne Boshammer über Selbsterkenntnis. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Michael Hampe: Weisheit26.07., 19:0426.07.2026, 19:0400:53:11
Was bedeutet Weisheit – und kann man sie lernen? Jürgen Wiebicke spricht mit dem Philosophen Michael Hampe über Lebenskrisen, Seelenruhe, problematische Werturteile und die Frage, ob und wie Weisheit in der Gemeinschaft entsteht. Michael Hampe (*1961) ist ein deutscher Philosoph und Professor für Philosophie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Er beschäftigt sich vor allem mit Erkenntnistheorie, Wissenschaftsphilosophie, der Geschichte der Philosophie sowie den Grundlagen der Aufklärung. Was Weisheit mit Lebenskrisen zu tun hat (03:46) Warum Philosophie und Weisheit nicht dasselbe sind (07:53) Suche nach Weisheit: Einsamkeit oder Gemeinschaft? (14:01) Der Weg zur Weisheit: Seelenruhe und Nachdenken (18:58) Plädoyer für Vorsicht bei Werturteilen (24:14) Die Rolle der Bedeutsamkeit (33:40) Die Weisheit von Kindern (40:50) Weisheit und Habitus (45:44) Ist Weisheitsfortschritt im Kollektiv möglich? (48:10) Literatur: Michael Hampe: Krise der Aufklärung. Über die Fortsetzbarkeit einer Lebensform. Suhrkamp Verlag (2025). 208 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Michael Hampe: Bildung jenseits von Hierarchie Wolfram Eilenberger: Was vermag Philosophie? Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Ralf Konersmann über Außenseiter. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Bernhard Schlink: Was ist eigentlich gerecht?19.07., 19:0419.07.2026, 19:0400:53:35
Gerechtigkeit ist ein Ideal, über das seit der Antike gestritten wird. Doch was bedeutet sie eigentlich? Jürgen Wiebicke spricht mit dem Rechtsphilosophen und Schriftsteller Bernhard Schlink über Gerechtigkeit, Ungleichheit und die Frage, wie gerecht unsere Gesellschaft heute ist. Bernhard Schlink (*1944) ist Rechtsphilosoph, Jurist und Schriftsteller. International bekannt wurde er mit seinem Roman "Der Vorleser". In seinen Büchern setzt er sich mit Fragen von Recht, Gerechtigkeit, Schuld und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. These: Das Leben ist gerechter geworden (01:44) Die Gefahr moralisierender Einseitigkeiten (05:50) Warum Gerechtigkeit nicht Gleichheit bedeutet (09:47) Ungleichheit in der Antike (13:54) These: Was gerecht ist, muss nicht verwirklicht werden (19:10) Was es mit dem Irrtum des Egalitarismus auf sich hat (22:42) Warum es in der Liebe keine Gerechtigkeit gibt (27:05) Gerechtigkeit in der Antike (31:06) Was mit "Gerechtigkeitsarbeit" gemeint ist (37:00) Kritik am Begriff der "Generationengerechtigkeit" (47:47) Literatur: Bernhard Schlink: Gerechtigkeit. Ein Essay. Diogenes Verlag (2026). 208 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Michael Hampe über Weisheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.
- Sven Beckert: Wie der Kapitalismus die Welt verändert13.07., 19:0413.07.2026, 19:0400:51:51
Wie ist der Kapitalismus entstanden, wie hat er sich verändert und welche Zukunft hat er? Jürgen Wiebicke spricht mit dem Historiker Sven Beckert über die Rolle des Staates, das Verhältnis zur Demokratie und soziale Ungleichheit. Sven Beckert (*1965) ist ein deutsch-amerikanischer Historiker und Professor an der Harvard University. Er forscht vor allem zur Geschichte der USA im 19. Jahrhundert, zur Geschichte des Kapitalismus und zur Globalgeschichte. In Beckerts Arbeiten geht es oft darum, Kapitalismus nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch als politisches und soziales System zu verstehen. Entstehung und Bedeutung des Kapitalismus (03:06) Kapitalismus und die Natur des Menschen (07:30) Vor- und Nachteile des Kapitalismus (10:54) Forderung: Kapitalismus global denken, nicht nur europäisch (17:08) Wie sich der Kapitalismus im Laufe der Zeit geändert hat (20:40) Zentrale Rolle des Staates im Kapitalismus (28:10) Liberale Demokratie und Kapitalismus (34:02) Grenzen und Zukunft des Kapitalismus (42:04) Politik und soziale Ungleichheiten (47:17) Literatur: Sven Beckert: Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution. Rowohlt Verlag (2025). 1280 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Carsten Lotz: Kritik der ökonomischen Vernunft Hanno Sauer: Was soziale Klassen heute ausmacht Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Autoren und Rechtsphilosophen Bernhard Schlink über Gerechtigkeit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: "Alles Geschichte – Der History-Podcast“. Hier werden historische Ereignisse behandelt, spannend und abwechslungsreich.
- Helmut Heit: Wie Krankheit und Denken zusammenhängen06.07., 19:0406.07.2026, 19:0400:55:36
Friedrich Nietzsche litt an verschiedenen Gebrechen. Krankheiten produktiv zu nutzen, bedeutete für ihn Gesundheit. Der Philosoph Helmut Heit spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, wie Krankheiten unser Leben verändern und Selbsterkenntnis fördern können. Helmut Heit (*1970) ist ein deutscher Philosoph. Er leitet das Kolleg Friedrich Nietzsche an der Klassik Stiftung Weimar und ist Experte für Nietzsche-Forschung. Wie Nietzsches Krankheiten ihn zu Veränderungen seine Lebens zwangen (01:59) Nietzsches radikale Loslösung von Pflichten und seinem sozialen Umfeld (10:30) Wie Denken und Umgang mit Krankheit unser Wohlergehen beeinflussen (16:37 Wie Krankheit die Loslösung von Verstrickungen und neuer Prioritätenfindung befördert (22:43) Warum Krankheit zu Dankbarkeit, Demut und dem Erkennen der eigenen Lebensziele führen kann (31:31) Veränderliche Identität: Wie Krankheit bewirken kann, sich neu zu erkennen (46:55) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Martin Breul: Zum Tod von Jürgen Habermas Gert Ueding: Ernst Bloch und die Hoffnung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir über Kapitalismus. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung WDR Zeitzeichen – kompakte 15 Minuten für eine Reise in die Geschichte.
- Roland Henke: Demokratie auf dem Prüfstand29.06., 19:0429.06.2026, 19:0400:53:38
Demokratie gilt vielen als beste Staatsform. Doch was macht sie eigentlich aus? Von den Wurzeln in Athen bis zu Dauerwahlkampf, Volkssouveränität und der Frage, welche Tugenden sie braucht: Darüber spricht Philosoph Roland Henke mit Moderator Jürgen Wiebicke. Roland Henke (*1953) ist ein Philosoph und Didaktiker mit Lehrauftrag für Philosophiedidaktik an der Universität Bonn. Sein Schwerpunkt liegt auf Philosophie, Philosophiedidaktik und schulischen Lehrmaterialien. Wesen der attischen Demokratie (03:06) Platons Kritik an der Demokratie (05:55) Grenzen der Volkssouveränität (12:25) Vor- und Nachteile des Parlaments (21:40) Losdemokratie oder die Gerechtigkeit des Zufalls (26:01) Wahl auf Wahl: Sind wir im Dauerwahlkampf? (30:40) These: Demokratie sollte Schwache schützen (35:21) Braucht Demokratie kompetente Politiker? (40:22) Andere Meinungen akzeptieren (44:39) Welche Tugenden braucht die Demokratie? (48:22) Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Thomas Gries: Wie Ideologien unsere Entscheidungen beeinflussen Armin Pfahl-Traughber: Die Konservative Revolution Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Helmut Heit über Krankheit und Gesundheit. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: 11KM berichtet über ein aktuelles Thema in aller Tiefe – spannend, investigativ und hochwertig: 11KM: der tagesschau-Podcast
- Harald Welzer: Bedeutung von Gefühlen in Leben und Politik22.06., 19:0422.06.2026, 19:0400:53:50
Politische Entscheidungen sollten auf Vernunft beruhen. Doch auch Gefühle sind gesellschaftlich und politisch bedeutsam, sagt der Sozialpsychologe Harald Welzer. Mit Jürgen Wiebicke spricht er darüber, welchen Wert Gefühle in der Demokratie haben. Harald Welzer (*1958) ist ein deutscher Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie Gefühlen Gesellschaft und Politik beeinflussen und wie Demokratien das nutzen können. Über unsere irrationale Vorstellung von Vernunft und die Bedeutung von Emotionen (01:52) Haus der Gefühle: Wie Kinder aus ihren Erfahrungen Weltbeziehungen entwickeln (08:22) Warum wir sichere Beheimatung brauchen, um Veränderungen wagen zu können (13.53) Zum Verhältnis von Sicherheit und Risikobereitschaft in Gesellschaft und Politik (24:13) Wie die meisten Menschen trotz Verunsicherung loyal zur Gesellschaft und Demokratie bleiben (30:29) Wie Populisten negative Emotionen befeuern und ausnutzen (34:05) Warum positive Gefühle verstärkt werden müssen und was Politik versäumt (37:58) Wie Zukunftsorientierung das Handeln behindert und der Blick auf Gegenwärtigkeit Macht verleiht (44:34) Warum wir Räume für analoge Begegnungen brauchen (51:00) Literatur Harald Welzer (2025): Das Haus der Gefühle: Warum Zukunft Herkunft braucht. Berlin: S. Fischer. 304 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Alfred Hirsch: Heimatweh Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir über Demokratie. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung So kommen wir achtsamer und stressfreier durchs Leben: Konkrete Tipps für einen bewussteren Alltag, journalistisch und wissenschaftlich fundiert - inklusive Achtsamkeitsübung am Ende jeder Folge. Immer mittwochs neu. Achtsam von Dlf Nova
- Hanno Sauer: Was soziale Klassen heute ausmacht15.06., 19:1815.06.2026, 19:1800:56:27
Soziale Ungleichheit prägt Gesellschaften bis heute. Der Philosoph Hanno Sauer diskutiert im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke, warum soziale Klassen nicht nur durch Geld, sondern auch durch Status und gesellschaftliches Ansehen geprägt werden. Hanno Sauer (*1983) ist ein deutscher Philosoph und Autor. Er lehrt als Associate Professor Philosophie und Ethik an der Universität Utrecht. Seine Themen sind vor allem Ethik, Metaethik, Moralpsychologie, politisches Denken und moralischer Fortschritt. Rousseau und Status-Hierarchien (01:59) Die große Bedeutung sozialer Signale (07:57) Soziale Signale und Existenz von Klassengesellschaft (14:44) Ist die Klassengesellschaft unüberwindbar? (20:33) Die Bedeutung von Geld (27:47) Stipendiat und Leistungsgesellschaft (31:14) Welche Art von Klassen es gibt (38:35) Reiche und Understatement (42:12) Was den auffälligen Konsum auszeichnet (49:32) Vergrabene Signale der obersten Klasse (51:08) Literatur: Hanno Sauer: Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten. Verlag: Piper Verlag (2025). 368 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio: Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart Carsten Lotz: Kritik der ökonomischen Vernunft Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Soziologen und Publizisten Harald Welzer darüber, wie Gefühle Gesellschaften prägen. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unser Podcast-Tipp: Radiowissen: Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Ein Podcast von Bayern 2. Radiowissen – jetzt in der ARD Audiothek.
- Carsten Lotz: Kritik der ökonomischen Vernunft08.06., 19:0408.06.2026, 19:0400:56:09
Ökonomische Logik prägt nicht selten unser Denken und Handeln. Der Philosoph Carsten Lotz spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was das für unsere Gesellschaft bedeutet. Der Philosoph Carsten Lotz (*1977) war bei einer der größten Unternehmens- und Strategieberatungen der Welt tätig. Heute hinterfragt er die Logik unseres ökonomischen Denkens. Homo oeconomicus: Vom Streben nach Glück zum Streben nach Nutzen (02:16) Logik der Ökonomie: Jedes menschliche Verhalten hat ein Nutzenkalkül (08:10) Politik nach Ökonomielogik: Wie Anreize gewünschtes Verhalten provozieren sollen (13:40) Wie Kosten-Nutzen-Rechnung und Effizienzstreben alle Lebensbereiche durchdringen (15:14) Von der Freiheit des Subjekts, sich anders zu verhalten (19:32) Über das Dogma unendlicher Bedürfnisse (27:24) Egofixierung versus Priorität des Anderen (38:34) Warum ökonomisches Denken auf den Kernbereich der Wirtschaft zurückgedrängt werden muss (50:24) Literatur Carsten Lotz (2025): Wirtschaft als Erste Philosophie? Eine Kritik der ökonomischen Vernunft. Baden-Baden: Verlag Karl Alber. 319 Seiten. Mehr zum Thema im Philosophischen Radio Chris Neuhäuser: Vermögen gerechter verteilen Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Im nächsten Podcast sprechen wir mit Hanno Sauer über Klasse. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Wer wirtschaftliche Zusammenhänge wirklich durchdringen möchte, findet in "Zehn Minuten Wirtschaft" fundierte Antworten, die Orientierung bieten. Den Podcast hören Sie montags bis freitags immer gegen 16 Uhr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.
- Andreas Zick: Mit Unsicherheit konstruktiv umgehen06.06., 17:1006.06.2026, 17:1000:55:25
Wie gehen wir mit Angst und Verunsicherung um? Wie können wir lernen, das Ungewisse nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Möglichkeit zu begreifen? Darüber diskutieren Sozialpsychologe Andreas Zick und Moderatorin Carolin Courts. Der Sozialpsychologe Andreas Zick (*1962) leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld und ist seit 2014 Autor und Herausgeber der Mitte-Studie. Er wirbt dafür, einen gesunden Umgang mit Unsicherheit zu lernen, um nicht durch Populisten verführbar zu sein. Wer zur Mitte der Gesellschaft gehört und warum sie verunsicherter geworden ist (01:50) Wie individuell empfundene Sicherheit und kollektive Unsicherheit auseinanderklaffen (10:37) Warum Komplexität und Geschwindigkeit verfügbarer Informationen uns heute nicht sicherer, sondern verunsicherter machen (16:28) Wie ungerechte Vermögensverteilung und Unsicherheit zusammenhängen (20:52) Wie Individualisierung und Fragmentierung Menschen zu Populisten treibt (27:45) Warum wir mehr Räume für Debatten und Dialoge brauchen (33:55) Wie Menschen auf die Verunsicherung der Coronapandemie reagiert haben (38:00) Wie Resilienz entsteht und was wir von Menschen in großen Krisen lernen können (42:42) Warum Institutionen sich öffnen müssen und Politik den Menschen mehr vertrauen sollte (47:32) Literatur Andreas Zick / Beate Küpper / Nico Mokros / Marco Eden / Franziska Schröter (Hrsg.): Die angespannte Mitte: Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25. Bonn: Verlag J.H.W. Dietz Nachf. 428 Seiten. Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung Innenwelt – Der Psychologie-Podcast von WDR 5