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Nora Hespers und Rita Molzberger

Education · Society & Culture

182 Episoden · neueste 11.10.

Häufig erwähnt

Episoden

182
  1. Spalter! Spalter!
    28.02., 17:0001:08:10

    ... oder: Mit Brücken über Gesellschaftslücken Immer wieder geht es in Diskussionen um die Spaltung der Gesellschaft. Besonders präsent war da Anfang des Jahres die angebliche Spaltung der Generationen. Aber auch sonst wird gerne und oft von bestimmten Spaltungen gesprochen. Am Beispiel des Generationenkonfliktes - den es ohnehin schon immer gab - suchen wir nach diesen Spaltungen. Wo verlaufen diese Grenzen? Wer setzt die? Und: Warum? Und natürlich kommt auch die Frage auf, ob das überhaupt so schlimm ist alles? Denn diese gesellschaftlichen Lücken und Brüche weisen uns ja auf etwas hin. Statt sie mit Angst zu betrachten, gäbe es ja auch die Möglichkeit, Brücken zu bauen. Was dafür nötig ist und warum sich Nora demnächst vielleicht einen grünen Punkt und eine gelbe Tonnen tättowieren lässt … darum geht's in dieser Folge. Ritas Literaturliste: Ecarius, Jutta: Generation, Erziehung und Bildung. Eine Einführung. Stuttgart 2008. Frost, Ursula: Erziehung als Generationenverhältnis. In: Mertens, Gerhard et al. (Hrsg.): Handbuch der Erziehungswissenschaft. Band 1. Paderborn 2008, S. 167-173. Furth, Peter: Phänomenologie der Enttäuschungen. Frankfurt/Main 1991. Hafeneger, Benno: Anerkennung, Respekt und Achtung. Dimensionen in den pädagogischen Generationenbeziehungen. In: Hafeneger, Benno/ Henkenburg, Peter/ Scherr, Albert (Hrsg.): Pädagogik der Anerkennung. Schwalbach i.T. 2002, S. 45-62. Krais, Beate/Gebauer, Gunter: Habitus. 7. Auflage. Bielefeld 2017. Liebau, Eckart (Hrsg.): Das Generationenverhältnis. Über das Zusammenleben in Familie und Gesellschaft. Weinheim u. München 1997. Zimmermann, Hans-Peter/de Leuw, Peter: Die feinen Unterschiede und wie sie entstehen. Pierre Bourdieu erforscht unseren Alltag. Sendung des HR am 3.11.1983, verfügbar unter https://youtu.be/gQSYewA03BU (Datum des letzten Abrufs: 19.02.2020) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  2. Den Mittelfinger in die Wunde
    14.02., 17:0000:57:56

    Von Intellektualität und Anstand Wer oder was sind eigentlich Intellektuelle? Was ist ihre Aufgabe in unserer Gesellschaft? Und, was hat das Ganze mit Anstand zu tun? Während Nora sich fragt, ob man die beiden Themen überhaupt zusammenrühren kann, ist Rita sicher: Die gehen gar nicht ohne einander. Und schon geht sie los, die lustige und manchmal auch schmerzhafte Reise ins Reich der Intellektualität. Angefangen mit der Dreyfus-Affäre in Frankreich 1894 bis hin zu den Denkerinnen und Denkern der Gegenwart - und dem Tabubruch von Thüringen. Denn eins ist auch klar: Das Intellektuelle lässt sich auch vom Politischen nicht trennen. Ritas Literaturliste: Bering, Dietz: Die Intellektuellen. Geschichte eines Schimpfwortes. Stuttgart 1978. Foucault, Michel: Die politische Funktion des Intellektuellen. In: Ders.: Schriften in vier Bänden. Dits et Ecrits, Bd. III: 1976-1979. Hrsg. von Daniel Defert/ François Ewald. Frankfurt/Main 2003. Frisch, Max: Fragebogen. 17. Auflage. Berlin 1998. Sartre, Jean-Paul: Plädoyer für die Intellektuellen. In: Ders.: Gesammelte Werke. Bd. 6: Politische Schriften. Reinbeck 1995. Stuhlmann, Gunther (Hrsg.): Die Tagebücher der Anaïs Nin. Band 2: 1934-1939. München 1994. Zeh, Juli: Treideln. München 2015. Noras Twitterlektuelle: Margarete Stokowski Saša Stanišić Teresa Bücker Kübra Gümüşay Igor Levit Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  3. Erinnern und ... was nochmal?
    31.01., 17:0001:06:22

    ...oder: Die unmögliche Kunst des Vergessens Woran erinnern wir uns eigentlich? Und wie entscheiden wir, woran und an wen oder auch an was wir erinnern. Denn es ist schlicht unmöglich an alles zu erinnern, was passiert ist. Oder an jede einzelne Person. Auf der anderen Seite ist es auch unglaublich schwierig, etwas absichtlich zu vergessen. Und trotzdem geraten Dinge, Geschichten, Erlebnisse und historische Ereignisse in Vergessenheit. Euch schwirrt jetzt schon der Kopf? Gut, dann seid ihr bei uns genau richtig. Ritas Literaturliste: Assmann, Aleida: Formen des Vergessens. Reihe Historische Geisteswissenschaften. Frankfurter Vorträge. Hrsg. von Bernhard Jussen und Susanne Scholz. Bd. 9. Göttingen. 2016. Augé, Marc: Formen des Vergessens. Berlin: Matthes und Seitz. 2013. Blum, André / Georgen, Theresa / Knapp, Wolfgang / Sellier, Veronika (Hrsg.): Potentiale des Vergessens. Würzburg. 2012. Eco, Umberto: An Ars Oblivionalis? Forget it! In: Publications oft he Modern Language Association, Vol. 103, 05/1988, pp. 154-261. Online verfügbar unter: https://www.jstor.org/stable/462374?origin=JSTOR-pdf&seq=1#metadata_info_tab_contents (Datum des letzten Abrufs: 21.01.2020) Mersch, Dieter: Paradoxien, Ethik und Poetik von Erinnern und Vergessen. Als PDF verfügbar unter http://www.dieter-mersch.de/Texte/PDF-s/ (Datum des letzten Abrufs: 23.01.2020) Nietzsche, Friedrich: Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben. In: Ders.: Sämtliche Werke. KSA, Band 1. Hrsg. Von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. München et al. 1980. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  4. Homo Empoericus
    17.01., 17:0000:59:27

    Von blindem Aktionismus und engagierter Leidenschaft Zwischen den Jahren ist er wieder zur Hochform aufgelaufen: Der Homo Empoericus war unterwegs. Zum Anlass genommen wurde ein Kinderlied: "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" - umgedichtet zu einer "Umweltsau"-Version. Rita und Nora wollen aber gar nicht so sehr auf das Geschehen und dessen Ursachen eingehen. Das könnt ihr ausgiebig in verschiednen Online-Medien nachlesen (siehe Linkliste in den Shownotes). Wir fragen uns: Warum sind wir so leicht zu empören? Ein Funke und schon schreien alle wild durcheinander. Stacheln andere mit an, die ihrerseits auch wieder Gehör finden wollen. Dabei sind wir doch eh schon alle gestresst. Müssten wir da nicht eher nach Ruhe suchen? Rita und Nora betrachten in dieser Folge den Aktivierungszustand des Menschen, fragen, warum das Kontemplative so wenig Akzeptanz findet, sprechen über blinden Aktionismus, Engagement, Leidenschaft, Affekt - und den Tugenden, die diesen Emotionen gegenüberstehen, um sie ein wenig einzuhegen. Ritas Literaturliste: Ehrenberg, Alain: Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart. Frankfurt/Main 2004. Hessel, Stéphane: Empört Euch! Berlin 2011. Hessel, Stéphane: Engagiert Euch! Im Gespräch mit Gilles Vanderpooten. Berlin 2011. Kocyba, Hermann: "Aktivierung". In: Bröckling, Ulrich (Hrsg.): Glossar der Gegenwart. Frankfurt/Main 2004. Legnaro, Aldo: "Erlebnis". In: Bröckling. A.a.O.Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart. Frankfurt/Main, New York 1992. Thomä, Dieter: Ästhetische Freiheit zwischen Kreativität und Ekstase. Überlegungen zum Spannungsverhältnis zwischen Ästhetik und Ökonomik. In: Menke, Christoph/ Rebentisch, Juliane (Hrsg.): Kreation und Depression. Freiheit im gegenwärtigen Kapitalismus. Berlin 2012. Nora Linkliste: "Die Empörungsmaschine läuft heiß" - Spiegel Netzwelt vom 30.12.2019 "Eklatante Verletzung der Rundfunkfreiheit" - Übermedien vom 3.1.2020 "Der kleine Einknigge" - Übermedien vom 6.1.2020 "Wie Rechte im Netz Themen setzen" - Cosmo Tech Podcast vom 7.1.2020 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  5. Perfektionisms* II
    03.01., 17:0001:04:49

    ... und warum wir daran scheitern müssen - Teil 2 Während wir in der ersten Folge zum Perfektionismus über den psychologischen und vor allem den politischen Perfektionismus gesprochen haben, wollen wir uns in der zweiten Folge zum Thema mit dem moralischen Perfektionismus beschäftigen - und hier vor allem mit Nietzsche und Kant, die hatten wir nämlich versehentlich unter den Tisch fallen lassen, weil wir uns so in den Tiefen des politischen Perfektionismus verloren hatten. Aber auch das war sehr spannend und unterhaltsam. Zumal der Weltgeist uns mit viel Metahumor beglückt hat. Die voranstehende Frage in dieser Folge ist: War Nietzsche armoralisch oder hat er eine neue Form von moralischem Perfektionismus zu denken versucht? Und was hat eigentlich Kant damit zu tun? Außerdem sprechen wir darüber, warum im moralischen Perfektionismus das Scheitern mitgedacht werden sollte, und was das mit Ökonomie und Fridays for future zu tun hat. Ritas Literaturliste Conant, James: Friedrich Nietzsche. Perfektionismus & Perspektivismus. Konstanz: Konstanz University Press. 2018. Geismann Georg / Oberer, Hariolf (Hrsg.): Kant und das Recht der Lüge. Würzburg: Königshausen & Neumann. 1986. Gurwitsch, Georg: Kant und Fichte als Rousseau-Interpreten. 1922. In: v. Baum, Manfred / Dörflinger, Bernd / Klemme, Heiner F. (Hrsg.): Kant-Studien. Band 27, Heft 1-2, Seiten 138–164. de Gruyter. 2009 Online abrufbar unter: https://www.degruyter.com/downloadpdf/j/kant.1922.27.issue-1-2/kant.1922.27.1-2.138/kant.1922.27.1-2.138.pdf Kast, Christina: Friedrich Nietzsches Ja zum Leben. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2019. Krüger, Oliver: Erziehung im Sozialstaat - Kinderethik zwischen staatlicher Neutralität und politischem Perfektionismus. In: Drerup, Johannes/ Schickhardt, Christoph (Hrsg.): Kinderethik: aktuelle Perspektiven – klassische Problemvorgaben. Münster: mentis. 2017. Popper, Karl: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Der Zauber Platons. Band 1. (Hierin: 9. Kap. "Ästhetizismus, Perfektionismus, Utopismus") Bern: Francke Verlag. 1957. Stoeber, Joachim (Ed.): The Psychology of Perfectionism. Theory, Research, Applications. London: Routledge. 2017. Zerm, Stephanie: Moral als Selbsterschaffung. Eine Untersuchung zum moralischen Perfektionismus in der Philosophie Friedrich Nietzsches. Hannover. 2005. Dissertation, online verfügbar unter https://d-nb.info/975162705/34 v. Colli, Giorgio / Müller-Lauter, Wolfgang (Hrsg.) Friedrich Nietzsche. Jenseits von Gut und Böse. Zur Genealogie der Moral. (1886 - 1887)aus: Werke, Abt. 6, Bd. 2. Online abrufbar unter: https://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/121885 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  6. Perfektionisms*
    20.12., 17:0001:10:20

    oder: Das Leben ist ein Flickenteppich - Teil 1 Sowohl Rita als auch Nora können wohl nicht ganz verleugnen, dass sie durchaus perfektionistische Züge in sich tragen. Und das ist auch erstmal gar nicht schlimm. Denn die Psychologie, die den Perfektionismus übrigens erst in den 90er Jahren wirklich für sich entdeckt hat, unterscheidet zum Beispiel in sinnvollen Perfektionismus und dysfunktionalen Perfektionismus. Aber: Das Streben nach einer wie auch immer gearteten Perfektion trägt durchaus problematische Züge. Zum Beispiel, wenn es um politischen Perfektionismus geht. Wer definiert was und warum als perfekt? Und was sind die Folgen, wenn Perfektion auf politischer Ebene definiert wird? Darum geht es in dieser Folge. Leider sind dafür Nietzsche und Kant etwas unter den Tisch gefallen. Damit bleibt diese Folge eine unvollendete. Aber - und das ist die gute Nachricht - wir holen das nach. In einer zweiten Folge. Darin wird es dann vornehmlich um den moralischen Perfektionismus gehen. Ritas Literaturliste: Conant, James: Friedrich Nietzsche. Perfektionismus & Perspektivismus. Konstanz: Konstanz University Press. 2018. Geismann Georg / Oberer, Hariolf (Hrsg.): Kant und das Recht der Lüge. Würzburg: Königshausen & Neumann. 1986. Kast, Christina: Friedrich Nietzsches Ja zum Leben. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2019. Krüger, Oliver: Erziehung im Sozialstaat - Kinderethik zwischen staatlicher Neutralität und politischem Perfektionismus. In: Drerup, Johannes/ Schickhardt, Christoph (Hrsg.): Kinderethik: aktuelle Perspektiven – klassische Problemvorgaben. Münster: mentis. 2017. Popper, Karl: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Der Zauber Platons. Band 1. (Hierin: 9. Kap. "Ästhetizismus, Perfektionismus, Utopismus") Bern: Francke Verlag. 1957. Stoeber, Joachim (Ed.): The Psychology of Perfectionism. Theory, Research, Applications. London: Routledge. 2017. Zerm, Stephanie: Moral als Selbsterschaffung. Eine Untersuchung zum moralischen Perfektionismus in der Philosophie Friedrich Nietzsches. Hannover. 2005. Dissertation, online verfügbar unter https://d-nb.info/975162705/34 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  7. Das ist ja Sünde, Gnädige!
    06.12., 17:0001:08:43

    Schuld, Sünde und das Geschenk der Gnade "Randbemerkungen sind bei Nora immer gefährlich", sagt Rita zu Beginn dieser Podcastfolge. Und ja, da könnte sie Recht haben. Denn dass wir mit der Pastorin Gesche Schaar über Sünde und Gnade sprechen, haben wir einer Randbemerkung zu verdanken. Denn eigentlich wollte Gesche Schaar vor allem nach einem Hörerinnen-Treffen fragen. Ganz am Rande hat sie dabei angemerkt, dass ihr unser katholisches Verständnis von Sünde mal aufgefallen ist. Und - zack - sitzt sie bei uns im Podcast-Wohnzimmer. Und wir sprechen darüber, was wir eigentlich heute noch als Sünde bezeichnen, wie schwierig es ist ein Gefühl wie Schuld auszuhalten, und dass auch das Geschenk der Gnade gar nicht so leicht zu akzeptieren ist. Dabei ist das hier ausdrücklich eine sehr ökumenische Podcastepisode, die auch für alle geeignet ist, die es mit Religion nicht so haben. Wie Nora zum Beispiel. Ritas Literaturliste Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik. 4. Auflage. Tübingen 1975. von Schirach, Ferdinand: Terror. München 2016.Anders, Günther: Hiroshima ist überall. (Hierin: Der Briefwechsel mit dem Hiroshima-Piloten Claude Eatherly) München 1995. Buber, Martin: Die Erzählungen der Chassidim. (Hierin: Der fröhliche Sünder) Zürich 1949.* Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre [hier geht es um die Rechtfertigung durch Gottes Gnade im Glauben an Christus] des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche (1997): http://www.vatican.va/romancuria/pontificalcouncils/chrstuni/documents/rcpcchrstunidoc31101999cath-luth-joint-declarationge.html Zum Stichwort "Ökumene" usw.: https://www.domradio.de/themen/zweites-vatikanisches-konzil/2015-12-08/die-beschluesse-des-zweiten-vatikanischen-konzils-im-ueberblick Für die Unterstützung in der Vorbereitung des Gesprächs danke ich ganz herzlich Agnes Molzberger und Dr. Aaron Langenfeld! *Der fröhliche Sünder In Lublin lebte ein großer Sünder. Sooft er mit dem Rabbi zu sprechen begehrte, war der ihm zu Willen und unterredete sich mit ihm wie mit einem vertrauten und erprobten Mann. Viele Chassidim ärgerten sich daran, und einer sagte zum andern: »Wie kann es sein, daß der Rabbi, der jedem zum erstenmal Erblickten sein Leben bis zu diesem Tag, ja die Herkunft seiner Seele von der Stirn abliest, nicht sehen sollte, daß dieser ein Sünder ist? Und wenn er es sieht, wie kann es sein, daß er ihn des Verkehrs und des Gesprächs würdigt?« Endlich faßten sie sich den Mut, vor den Rabbi zu treten und ihn zu fragen. Er antwortete ihnen: »Wohl weiß ich davon wie ihr. Aber es ist euch ja bekannt, wie sehr ich die Freude liebe und die Schwermut hasse. Und dieser Mann ist ein so großer Sünder – andere bereuen doch im Augenblick, nachdem sie gesündigt haben, grämen sich einen Augenblick lang und kehren dann erst zu ihrer Torheit zurück, er aber kennt keinen Gram und kein verdrießliches Besinnen, sondern wohnt in seiner Freude wie in einem Turm. Und der Glanz seiner Freude überwältigt mein Herz. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  8. Wundern und Wahrnehmen
    22.11., 17:0001:04:08

    Von Zauber, Entzauberung, Sakralisierung und Macht In einer Welt der Wissenschaft lässt sich im Prinzip alles erklären. Naja fast alles. Manches wird allerdings auch immer rätselhafter, je mehr wir darüber wissen. Und manchen Dingen bleibt ein Zauber, obwohl wir ganz viel darüber wissen. Es gibt Menschen, die uns im Wahrsten Sinne des Wortes verzaubern. Das kann toll sein. Das kann aber auch schwierig werden. Da nämlich, wo es in Sakralisierung umschlägt - also in etwas Mystisches oder Heiliges. Das erleben wir auch bei Dingen. Rund um ein neues iPhone wird regelrecht eine Messe zelebriert. Nicht jede und jeder darf es sofort haben. Es thront erhoben auf einem Sockel. Menschen campen tagelang vor Apple-Stores, um die ersten zu sein, die das neue Heiligtum - Verzeihung - Smartphone in den Händen halten zu dürfen … und das wäre noch unser kleinstes Problem mit der Sakralisierung. Denn da, wo wir uns immer noch wundern, wo uns die Erklärungen auch bis heute noch fehlen, ist der Übergang zwischen These, Theorie und Verschwörungstheorie mitunter fließend. Und dann ist da noch die Frage, was das Ganze mit Macht zu tun hat. Und ob wir die Welt wirklich nur denkend erschließen - oder eben doch auch wahrnemend und wundernd. Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort und die Welt hebt an zu singentriffst du nur das ZauberwortJoseph von Eichendorff Ritas Literaturliste: Benjamin, Walter (2010): Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. 6. Aufl. Frankfurt/Main: Suhrkamp. Joas, Hans (2017): Die Macht des Heiligen. Eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung. Berlin: Suhrkamp. Klatt, Jöran (2016): Rückverzauberte Rationalitäten. Die Sehnsucht nach dem Wärmestrom. In: INDES, Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, Heft 3. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Lehmann, Hartmut (2009): Die Entzauberung der Welt. Studien zu Themen von Max Weber. Göttingen: Wallstein. Meyer-Drawe, Käte (2018): Im Gespräch mit Vanessa Albus. In: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik, Heft 3. Hannover: Siebert Verlag. Weber, Max (1996): Wissenschaft als Beruf. 10. Aufl. Berlin: Duncker und Humblot. Noras Linktipps: Dämonen erwachen - Magdalenas Albtraum - Deutschlandfunk Nova vom 04. Oktober 2019, abgerufen am 21.11.2019 Mosaic Expedition - Die Website zur Arktis-Expedition der Polarstern Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  9. Monströs oder einfach böse?
    08.11., 17:0001:17:50

    Vom Umgang mit dem Unbegreiflichen Es gibt Dinge, an deren finaler Erklärung wir scheitern. Liebe zum Beispiel. Oder Tod. Und auch das abgrundtief Böse und Monströse gehört dazu. Das sind die Dinge, die wir letzten Endes nicht begreifen können. Oder wie Rita es sagt: Nicht verdauen. Und trotzdem lohnt sich der Versuch, sich diesen Dingen zu nähern. Sie zu betrachten und anzuschauen. Der Anlass für dieses Gespräch ist hoch aktuell. Denn das Attentat in Halle am 09. Oktober 2019 war für viele Menschen eine Zäsur. Da hat sich ein Abgrund aufgetan. Und in den wollen wir blicken. Vorsichtig. Und da unser Gespräch am 31. Oktober stattfand - für die einen der Reformationstag, für andere einfach Halloween - fanden wir, das sei ein guter Tag, um die Brücke zu schlagen zwischen dem Bösen, dem Monströsen - aber eben auch der Banalität, die dem Bösen bisweilen zugrunde liegt und die dennoch monströse Ausmaße annehmen kann. Gast in dieser Folge ist der Philosoph Dr. Matthias Burchardt von der Universität in Köln. Ritas Literaturliste mit Ergänzungen von Matthias Burchardt: Anders, Günther: Wir Eichmannsöhne. München 2001. Arendt, Hannah: Eichmann in Jerusalem. 15. Auflage. München/ Zürich 2006. Bollnow, Otto Friedrich: Neue Geborgenheit. Neue Geborgenheit. Das Problem einer Überwindung des Existentialismus. Schriften, Band 5. Würzburg 2011. Montaigne, Michel de: Die Essais. Köln 2005.Stegemann, Bernd: Die Moralfalle: Für eine Befreiung linker Politik. Berlin 2018. Nelson, Maggie: The Art of Cruelty. A Reckoning. New York/ London 2011. Nietzsche, Friedrich: "Jenseits von Gut und Böse" und "Zur Genealogie der Moral". KSA Band 5. München 1999.Philosophie Magazin, Sonderausgabe 11: Was ist das Böse? Berlin 2018. Ricoeur, Paul: Das Böse: Eine Herausforderung für Philosophie und Theologie. Zürich 2006. Safranski, Rüdiger: Das Böse oder das Drama der Freiheit. 10. Auflage. Frankfurt/Main 1999. Schäfer, Christian (Hrsg.): Was ist das Böse? Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 2014. Svendsen, Lars: A Philosophy of Evil. Champaign/ London/ Dublin 2010. Žižek, Slavoj: Grimassen des Realen. Jacques Lacan oder die Monstrosität des Aktes. Köln 1993. Žižek, Slavoj: Der neue Klassenkampf. Die wahren Gründe für Flucht und Terror. 2015. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  10. Ich lieb mich, ich lieb mich nicht
    25.10., 17:0001:11:08

    Von Selbstliebe und Selbstsorge Selbstliebe ist ja ein viel zitierter Begriff. Nur so richtig gut definiert ist er in der Anwendung nicht, sagt Rita. Da gehen schon mal verschiedene Dinge durcheinander. Zum Beispiel bei der Frage, was ist Selbstliebe und was ist Selbstsucht? Aristoteles beantwortet das mit dem Streben nach dem Guten, Schönen und Sittlichen. Und schon da stellt sich die Frage: Was ist denn gut, schön oder sittlich? Wie definieren wir das? Heute. Und dann ist da ja noch die Frage nach der Selbstsorge. Denn wer sich selber liebt, der sorgt gut für sich. Ernährt sich gut, sorgt für ausreichend Schlaf und Pausen … nah, fühlt sich da noch jemand so ertappt wie Nora? Dann ist dieser Podcast genau der richtige für euch. Denn eigentlich müssen wir an Selbstliebe scheitern - um zu einer bahnbrechenden Erkenntnis zu kommen … Ritas Literaturliste: Aristoteles: Nikomachische Ethik. Jena 1909, S. 205-208. Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 355. Hoffmann, Monika: "… wie dich selbst". München 2001. Rang, Martin: Rousseaus Lehre vom Menschen. Göttingen 1959. Reichenbach, Roland: Die Tiefe der Oberfläche: Michel Foucault zur Selbstsorge und über die Ethik der Transformation. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik. Paderborn 2000, S. 177-189. Rousseau, Jean-Jacques: Émile oder Über die Erziehung. Online verfügbar über http://www.zeno.org/nid/20009264205 Schmid, Wilhelm: Mit sich selbst befreundet sein: von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst. Frankfurt/Main 2004. Schmid, Wilhelm: Selbstsorge: zur Biographie eines Begriffs. In: Endreß, Martin (Hrsg.): Zur Grundlegung einer integrativen Ethik. Frankfurt/Main 1995, S. 98-129. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  11. Schrubbedings
    11.10., 17:0001:11:37

    ... von Improvisation und Kreativität "Creato ex nihilo gibt es nicht", aus Nichts kann nichts enstehen, erklärt Rita. Und schon sind wir mittendrin in einer Diskussion über Improvisation und Kreativität. Braucht es das Genie, um wirklich Neues in die Welt zu bringen? Oder können das im Prinzip alle Menschen? Und was, wenn Improvisation nicht gelingt. Wenn es nicht gelingt aus den Zitronen, die einem das Leben gibt Limonade zu machen. Wenn es einfach sauer bleibt und ätzend? Nur weil der Mensch fähig ist zu improvisieren, kann es nicht zwingend auch ein Sollen geben. Muss auch das Scheitern weiter erlaubt sein. Ritas Literaturliste: Bormann, Hans-Friedrich/ Brandstetter, Gabriele/ Matzke, Annemarie (Hrsg.): Improvisieren. Paradoxien des Unvorhersehbaren. Kunst – Medien – Praxis. Bielefeld 2010.Bröckling, Ulrich: Kreativität. In: Ders. (Hrsg.): Glossar der Gegenwart. Frankfurt/Main 2004. Fleischle-Braun, Claudia/ Obermaier, Krystyna/ Temme, Denise (Hrsg.): Zum Immateriellen Kulturerbe des Modernen Tanzes. Bielefeld 2017. Gebauer, Gunter/ Wulf, Christoph: Mimesis. Kultur – Kunst – Gesellschaft. Reinbek 1992. Huizinga, Johan: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. 22. Aufl. Reinbek bei Hamburg 2011. [Orig. 1938] Joas, Hans: Die Kreativität des Handelns. Frankfurt/Main 1992. Mahrenholz, Simone: Kreativität. Eine philosophische Analyse. Berlin 2012. Noras Podcast-Tipp: "Musik ist meine Medizin": Der Oudist Thabet Azzawi im Gespräch mit Sven Preger (Deutschlandfunknova.de vom 28.08.2019) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  12. Die Goldene Regel
    27.09., 17:0001:05:07

    ... glänzt auch nicht in allen Bereichen Um die Dinge zu ordnen brauchen wir Regeln. Regeln sollten relativ stabil sein, damit sie auch verlässlich sind. Und sie sollen reziprok sein. Also, wenn ich mich dran halte, dann hältst du dich auch dran. Was passiert, wenn das nicht so ist, zeigt sich zum Beispiel bei Spielregeln. Geschummelt wird nicht! Oder zumindest sollte man sich dabei nicht erwischen lassen. Und da sind wir schon bei einer sehr menschlichen Regung. Wenn es uns zupass kommt und uns das Risiko nicht allzu groß erscheint … nunja, die ein oder andere Regel kann dann auch schon mal, sagen wir, großzügig ausgelegt werden. Oder sie fällt halt - schwupps - gleich unter den Tisch. Aber es gibt die eine goldene Regel, die so oder ähnlich in fast allen Kulturen gefunden werden kann. Auf die wir bauen, wenn es um gutes Zusammenleben geht. Welche das ist und, warum auch an dieser Regel nicht alles gold ist, was glänzt, das erfahrt ihr in dieser Ausgabe. Ritas Literaturliste: Bröckling, Ulrich: Gute Hirten führen sanft: Über Menschenregierungskünste. Berlin 2017. Erikson, Erik H.: Die Goldene Regel im Licht neuerer Einsicht. In: Einsicht und Verantwortung. Die Rolle des Ethischen in der Psychoanalyse. Frankfurt/Main 2003. Hoche, Hans Ulrich: Die Goldene Regel. Neue Aspekte eines alten Moralprinzips. In: Zeitschrift für philosophische Forschung. 32/1978, S. 355–375. Kant, Immanuel: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Akademie-Ausgabe. Kant Werke, Band IV. Berlin, New York 1968. Lutz, Adolf: Die goldene Regel. In: Zeitschrift für philosophische Forschung. 18/1964, S. 471. Piaget, Jean: Das moralische Urteil beim Kinde. 2. Auflage. Stuttgart 1983. Platon: Nomoi. Sämtliche Werke, Band 4. 22. Auflage. Reinbek bei Hamburg 2006. Rohls, Jan: Geschichte der Ethik. 2. Auflage. Tübingen 1999 Sloterdijk, Peter: Regeln für den Menschenpark: Ein Antwortschreiben zu Heideggers Brief über den Humanismus. Berlin 1999. Wattles, Jeffrey: The Golden Rule. New York 1996. Podcast-Tipps: Rita war zu Gast im LeseSport Podcast und hat dort über Regeln im Kampfsport gesprochen Bei "180 Grad - Geschichten gegen den Hass" von Bastian Berbner geht es in der Folge "Wenn böse Menschen lächeln" um Erwartungshaltungen, die wir haben - und warum die falsch sein können Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  13. Außerordentlich ordentlich
    13.09., 17:0001:00:43

    Von Tohuwabohu, Chaos und Ordnung Rita und Nora leben auf zwei verschiedenen Planeten. Der eine heißt Ordnung, der andere Unordnung - oder auch Chaos. Funfact Nummer eins: Ordnung ist der Primärbegriff - und Unordnung der Sekundärbegriff. Aber warum gehen wir davon aus, dass zunächst mal alles in Ordnung ist oder eine Ordnung hat? Und woher kommt diese Ordnung? Ist sie schon da oder bringen wir sie da rein, weil wir so strukturiert sind? Ein bisschen Schrödingers Ordnung sozusagen. Aber egal, was zuerst da war: Damit wir Menschen uns im Leben orientieren und Gemeinschaften bilden können, brauchen wir zumindest ein gewisses Maß an Ordnung. Da sind sich Rita und Nora einig. Aber es lohnt darüber zu diskutieren, wer diese Ordnung hergestellt hat - und ob sie im Laufe der Zeit sinnvoll bleibt, oder ob wir nicht hin und wieder die Dinge neu ordnen müssen. Ritas Literaturliste: Foucault, Michel: Die Ordnung der Dinge. Frankfurt/Main 2003. Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Frankfurt/Main 1991. Merleau-Ponty, Maurice: Das Sichtbare und das Unsichtbare. München 1994. Nida-Rümelin, Julian: Politische Philosophie der Gegenwart: Rationalität und politische Ordnung. Stuttgart 2009. Wehrli, Ursus: Die Kunst, aufzuräumen. Zürich 2013. Wehrli, Ursus: Kunst aufräumen. Zürich 2002. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  14. Eros Philia & Agape
    30.08., 17:0001:04:09

    Ein Gespräch über Liebe Vor diesem Gespräch hatten Rita und Nora einen riesen Respekt. Kann man über Liebe sprechen ohne allzu emotional zu werden? Ja, das geht. Und zwar in einer Vielfalt, wie wir das selbst nicht erwartet hätten. Wir sprechen über die drei Säulen der Liebe - Eros, Philia und Agape - und kreieren die Anleitung für ein individuelles Liebesrezept. Es geht um die Liebe zwischen Paaren und Freund:innen, und warum Liebe auch politisch ist. Außerdem schicken wir die Demokratie in Therapie. Denn irgendwie erinnern uns die ganzen Diskussionen an die Krise in einer Langzeitbeziehung. Ritas Literaturliste Johannes Bilstein / Reinhard Uhle [Hrsg]: Liebe: Zur Anthropologie einer Grundbedingung pädagogischen Handelns (Pädagogik: Perspektiven und Theorien, Band 7). Athena Verlag 2007. Judith Butler: Kritik der ethischen Gewalt. Frankfurt/Main 2003. Carolin Emcke: Wie wir begehren. Frankfurt/Main 2012. Erich Fromm: Die Kunst des Liebens. München 2003. Maggie Nelson: Die Argonauten. Berlin 2017. Martha C. Nussbaum: Konstruktion der Liebe, des Begehrens und der Fürsorge. Stuttgart 2002. Christiane Rösinger: Liebe wird oft überbewertet. Frankfurt/Main 2012. Sabine Seichter: Pädagogische Liebe - Erfindung, Blütezeit, Verschwinden eines pädagogischen Deutungsmusters. Paderborn 2007. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  15. Das Leiden der anderen
    16.08., 17:0001:13:37

    Warum wir Mitleid brauchen und üben müssen Mitleid, das ist eine ganz schwierige Kiste. Denn irgendwie möchte niemand wirklich bemitleidet werden. Und trotzdem brauchen wir Mitleid als Gefühl, um uns für andere einzusetzen. Und egal ob anerzogen oder angeboren: Die Fähigkeit, das Leid anderer wahrzunehmen und mitzuempfinden ist in dieser Welt. Was also tun damit? Wo gibt es Missverständnisse, wie prägt Mitleidsfähigkeit eine Gesellschaft und warum ist es eigentlich so schwer, dem Mitleid Ausdruck zu verleihen, ohne jemandem dabei zu nahe zu treten? Darüber sprechen wir in dieser Episode mit Prof. Dr. Thomas Abel von der Deutschen Sporthochschule in Köln, der sich vor allem dem Para-Sport widmet. Ritas Literaturliste: Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution. München 2010. Hamburger, Käte: Das Mitleid. Berlin 1985.Jonas, Hans: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation. Frankfurt/Main 1979. Marx, Werner: Ethos und Lebenswelt. Mitleidenkönnen als Maß. Hamburg 1983. Neuhäuser, Gabriele: Schopenhauers Menschenbild: Zur Aktualität einer pessimistischen Anthropologie. In: Schopenhauer-Jahrbuch Nr. 98. Würzburg 2018. Nietzsche, Friedrich: Menschliches, Allzumenschliches. KSA, Band 2. München 1999. Rousseau, Jean-Jacques: Emile oder Über die Erziehung. Stuttgart 1998. Schopenhauer, Arthur: Die Welt als Wille und Vorstellung. Gesamtausgabe. München 1998. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  16. Von Rausch und Ratio
    02.08., 17:0001:10:31

    ... und der Vielgestalt des Phänomens Rausch - klang wie ein super Thema. Aber interessanterweise ist der Rausch sehr schwer in Worte zu fassen. Der Zustand entzieht sich unserer Ratio. Sobald wir verbalisieren können, was Rausch ist, haben wir den Zustand auch schon wieder verlassen. Zudem ist Rausch eine ziemlich individuelle Geschichte. Denn je nach Substanz reagieren wir sehr unterschiedlich - und manchmal auch je nach Tagesform. Rita und ich haben trotzdem versucht herauszufinden, was Rausch eigentlich ist und warum wir Menschen ihn suchen. Und es sind nicht immer nur Drogen im Spiel. Der eigene Körper kann mitunter so viele Botenstoffe ausschütten, dass wir in Rauschzustände geraten - und süchtig werden können. Nach Anerkennung zum Beispiel, nach Schönheit oder auch nach Macht. Auch Blutrausch ist ein Phänomen, das durch körpereigene Stoffe ausgelöst wird - so grausam das ist. Ritas Literaturliste: Bollnow, Otto Friedrich: Das Wesen der Stimmungen. Studienausgabe. Band 1. Würzburg 2009. (Hierin: Kap. V: Rausch und Seligkeit) Elias, Norbert: Über den Prozess der Zivilisation. Frankfurt/Main 1976. Feustel, Robert: Grenzgänge. Kulturen des Rauschs seit der Renaissance. München 2013. Fink, Eugen: Nietzsches Philosophie. Stuttgart 1960. (Hierin: Die Philosophie des Vormittags, S. 51 ff.) Foucault, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft. Frankfurt/Main 1973. Heller, Joseph: Catch 22. Fischer Taschenbuch. 1994 (Erstveröffentlichung 1961). Indes, Zeitschrift für Politik und Gesellschaft. Hrsg. von Franz Walter. Heft 3/2013. Losmann, Carmen: Work hard, play hard. 2011. Nietzsche, Friedrich: Morgenröte. Kritische Studienausgabe, hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Berlin, New York 1999. (hierin: Gedanken über die moralischen Vorurteile, Abschnitt 50: Der Glaube an den Rausch) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  17. Zerstreute Zeiten
    19.07., 17:0001:12:23

    ... und die trainierte Enge des Bewusstseins Die einen versuchen, ihr Bewusstsein zu erweitern. Wir versuchen in dieser Episode, unser Bewusstsein zu verengen: Es geht um Konzentration. Also das fokussieren unseres Bewusstseins auf einen wie auch immer gearteten Mittelpunkt. Gar nicht so leicht in Zeiten, in denen ständig irgendetwas nach unserer Aufmerksamkeit verlangt. Denn Konzentration hat zwei Seiten: Zum einen geht sie vom Subjekt aus, also von uns selber, indem wir unser Bewusstsein bewusst auf etwas konzentrieren und dafür andere Sachen unbeachtet lassen. Das gelingt uns besonderst gut, wenn vom Objekt auf das wir unsere Konzentration richten wollen, eine gewisse Faszination ausgeht, erklärt Rita. Nur stehen heute eben extrem viele faszinierende Objekte in Konkurrenz zueinander. Und dann ist sie wieder dahin, unsere Konzentration. Dabei hat Konzentration durchaus ihre guten Seiten: Denn es macht uns mitunter glücklich, uns einfach mal nur intensiv einer einzigen Sache widmen zu können und zu dürfen. Wenn's nur nicht so schwer wäre, einen Anfang zu finden … Ritas Literaturliste: Fuchs, Birgitta: Maria Montessori. Ein pädagogisches Porträt. Weinheim 2002. Harth-Peter, Waltraud (Hrsg.): "Kinder sind anders" - Maria Montessoris Bild vom Kinde auf dem Prüfstand. Würzburg 1996. Montessori, Maria: Die Entdeckung des Kindes. Freiburg im Breisgau 1969. Nietzsche, Friedrich: Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten. Abrufbar unter www.nietzschesource.org Schmidt-Millard, Torsten: Nietzsches Basler Vorträge Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten. Köln 1992. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  18. Teilnehmen, teilgeben, teilsein
    05.07., 17:1001:04:58

    Von unsichtbaren Grenzen in der Gesellschaft Wir werfen uns die Themen ja gerne einfach mal so zu. Diesmal war Rita dran. Sie hatte das Thema "Teilhabe" dabei. Und während in ihrer Welt das Thema "Teilhabe" vor allem im Zusammenhang mit Inklusion besprochen wird und Bildung natürlich, wird in meiner Welt vor allem über politische Teilhabe diskutiert. Wir nähern uns der Teilhabe also von verschiedenen Seiten. Aber natürlich gibt es strukturelle Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel die Sache mit dem Teilnehmen und Teilgeben - das hat allein schon im Wortsinn eine Hierarchie. Jemanden, der oder die gibt und jemanden, der oder die nimmt. Und dann ist da noch die Frage, ob Bildung wirklich alle Menschen dazu befähigt, von allem in der Gesellschaft ein Teil sein zu können. Und ob wir das am Ende überhaupt müssen oder ob wir auch sagen können: Nein, davon möchte ich eben nicht Teil sein. Ohne sich dabei direkt komplett aus der Gesellschaft zu katapulieren. Ritas Literaturliste: Hübner, K. / Kelb, V. / Schönfeld, F. / Ullrich, F.: Teilhabe. Versprechen?!, Kopäd Verlag. 2017 Lohrenscheidt, Claudia: Das Menschenrecht auf Bildung. bpb.de, abgerufen am 05.07.2019 Miethe, Ingrid, Tervooren, Anja, Ricken, Norbert (Hrsg.): Bildung und TeilhabeZwischen Inklusionsforderung und Exklusionsdrohung. Springer Fachmedien Wiesbaden. 2017 Zirfas, Jörg: Kulturelle Bildung und Partizipation: Semantische Unschärfen. kubi-online.de. 2015. Abgerufen am 05.07.2019 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  19. Aufgemerkt und hingestört
    21.06., 17:0001:04:08

    Über Aufmerksamkeit, Zuwendung und Wertschätzung Noch nie konnten sich so viele Menschen gleichzeitig öffentlich äußern, wie jetzt zu Zeiten der sozialen Netzwerke. Aber wer gehört werden will, muss sich Aufmerksamkeit verschaffen. Und so entbrennt ein Kampf um gegenseitige Aufmerksamkeit. Aber woher kommt unser Hunger nach Aufmerksamkeit? Und wie schaffen wir es, dass andere aufmerken? Denn, so Ritas richtiger Einwand, damit andere aufmerken, müssen wir in gewisser Weise stören. Und wenn wir dann Aufmerksamkeit bekommen, ist das echte Resonanz oder nur ein Echo? Was bedeutet echte Zuwendung im Digitalen? Und dann ist ja auch noch die Sache mit der Wertschätzung. Ein komplexes Themenfeld, wie ihr seht, und deshalb haben wir uns für diese Episode kompetente Hilfe geholt: Uli Sckaer ist zu Gast. Sie ist psychologische Psychotherapeutin und arbeitet in Köln. Eine ihrer Diagnosen: Podcasten ist nicht pathologisch! Puh! Ulis Literaturliste: Bauer, Joachim: Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren. Hoffmann und Campe Verlag. Hamburg. 2006 Bauer, Joachim: Lob der Schule. Hoffmann und Campe Verlag. Hamburg. 2007 Schütz, Astrid: Je selbstsicherer, desto besser? Licht und Schatten positiver Selbstbewertung. Beltz Verlag. Weinheim, Basel. 2005 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  20. Lecker essen und denken
    07.06., 17:0000:59:53

    Ein feministisches Sixpack mit Hildegard von Bingen Eigentlich war die Aufgabe an Rita, eine Frau für Nietzsche zu finden. Weil wir uns mal ein paar Philosophinnen genauer anschauen wollten. Und Rita ist dann auch schnell fündig geworden. In Simone de Beauvoir hätte Nietzsche einen würdigen Widerpart. Aber das war Rita zu naheliegend. Und deshalb hat sich ein wenig weiter gegraben - und ist im Mittelalter gelandet. Bei Hildegard von Bingen. Die ist vielen vor allem als Heilerin und Kräuterspezialistin bekannt. Aber Hildegard von Bingen war auch eine Universalgelehrte, die als Benediktinerin im 12. Jahrhundert ein eigenes Kloster für Frauen gründete, in den höchsten Kreisen verkehrte und sogar Kontakt mit dem Papst pflegte. Ihre Gedanken zur Beziehung zwischen Mensch und Umwelt sind gerade heute wieder aktuell. Zum Beispiel im Zusammenhang mit der #FridaysforFuture-Bewegung. Ritas Literaturliste: Dempf, Alois: Hildegard von Bingen zur Einführung. In: Der Weg der Welt. Visionen der Hildegard von Bingen. Übersetzt von Maria-Louise Lascar. Norderstedt 2019. Gleichauf, Ingeborg: Ich will verstehen. Geschichte der Philosophinnen. München 2007. Ménage, Gilles: Geschichte der Philosophinnen. Latein/Deutsch. Hamburg 2019. Von Bingen, Hildegard: Wisse die Wege: Scivias. Eibingen 2012. Dies.: Heilsame Schöpfung – Die natürliche Wirkkraft der Natur: Physica. Eibingen 2012. Wendel, Saskia: Christliche Mystik. Eine Einführung. Regensburg 2004. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Du suchst Orientierung, neue Denkimpulse und Antworten auf moralische Fragen? Dann bist du hier genau richtig. Die Philosophin Dr. Rita Molzberger und die Journalistin Nora Hespers denken sich durch das aktuelle Weltgeschen. Immer auf der Suche nach Erkenntnisgewinn und diesem Gehirnbritzeln, das sich einstellt, wenn wir denkend neue Verbindungen herstellen. Zwischen Herz und Hirn. Klingt bierernst, ist aber mitunter ganz schön witzig. Wir umkreisen Themen, decken auf, lachen über die Aburditäten des Lebens und des Alltags und stellen uns neuen Herausforderungen. Am Ende steht immer die Frage: Wie wollen wir eigentlich leben? Und wie kann gutes Zusammenleben gelingen? Das hier ist deine Einladung, sich mit uns denkerisch in den Ring zu begeben und Herz und Hirn zu trainieren.

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