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141- Pleite, Protest, Politik-Frust: Kommunen schlagen Alarm19.06., 08:0019.06.2026, 08:0000:44:57
Die Kommunen in Deutschland darben seit Jahren. Stephan Meyer, Landrat von Görlitz, kann davon ein (Klage)Lied singen. Der CDU-Politiker sagt, sein Landkreis müsse Jahr für Jahr neue Schulden aufnehmen, um überhaupt seine Pflichtaufgaben zu leisten. Selbst, wenn er alle freiwilligen Ausgaben – beispielsweise für Musikschulen, Sportförderung und Kultur – streichen würde, stände noch ein dickes Minus. Da laufe etwas gewaltig falsch. Und das habe Folgen: Die schlechte finanzielle Ausstattung der Kommunen gefährde die Demokratie und treibe die Menschen in die Arme der AfD. Es brauche mehr Gelder von Bund und Ländern. Außerdem müssten Leistungen gekürzt werden, auch wenn das unpopulär sei. "Dieses gesamtgesellschaftliche Verständnis, das wir jetzt über die Verhältnisse leben und damit dann aber auch unsere Gemeinschaft sehr gefährden, das macht mir Sorge", so Meyer. Es brauche "fundamentale Reformen". Zum Beginn des Podcasts "Wahlkreis Ost" sprechen Host Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier aber zunächst über ein umstrittenes Foto. Es zeigt den sachsen-anhaltischen CDU-Fraktionschef Guido Heuer scheinbar kumpelhaft mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Das sorgt für Diskussionen. Podcast-Tipp: Plusminus Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Jakob Springfeld: Jeder darf aus AfD-Hochburgen flüchten05.06., 14:4505.06.2026, 14:4500:47:07
Der vielfach ausgezeichnete Autor Jakob Springfeld kann Leute verstehen, die aus AfD-Hochburgen wegziehen. Er selbst hat seiner Heimat Zwickau den Rücken gekehrt und studiert jetzt in Halle. In dieser Podcast-Folge erklärt er den beiden Hosts Malte Pieper und Maja Fiedler, wie er aus der Ferne seine Heimat unterstützt. Außerdem gesteht er, dass er vor den Ergebnissen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September Angst hat. Aus seiner Sicht hätte eine AfD-Regierung keine heilsame Wirkung. Hoffnung schöpft er aus vielen Demokratie-Projekten. Dabei hat ihn ein Jugendzentrum in Halberstadt besonders beeindruckt. Podcast-Tipp "Kaffee, extra schwarz. Der Podcast mit Mansour und Mayer-Rüth": https://1.ard.de/Kaffee_extra_schwarz Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de
- Rente, Respekt, Repräsentanz: Was im Osten wirklich fehlt22.05., 08:0022.05.2026, 08:0000:49:18
Die AfD legt in Umfragen weiter zu. Das wird bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zur Herausforderung für die anderen Parteien. Die Menschen sind offensichtlich unzufrieden mit ihrer politischen Arbeit. Was sollte sich ändern, gerade mit Blick auf den Osten? Darüber sprechen Host Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge von „Wahlkreis Ost“ mit Elisabeth Kaiser. Die SPD-Politikerin aus Gera ist Ostbeauftragte der Bundesregierung. Kaiser sagt, dass es auch mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung weiter strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Die Menschen im Osten fühlten sich nicht gesehen und wünschten sich gerade jetzt in Krisenzeiten politische Führung. Was der Osten brauche, sei Repräsentanz, Investitionen in Zukunftstechnologien – und ja, auch eine oder einen Ostbeauftragten. Ein wichtiges Thema sei außerdem die Rente. Kaiser ist der Meinung, dass das Rentenniveau bei der anstehenden Rentenreform nicht abgesenkt werden dürfe. Gerade im Osten seien viele Menschen auf die gesetzliche Rente angewiesen. Grund seien die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach der Wende, die Brüche in den Erwerbsbiografien und die Zeiten der Arbeitslosigkeit. Für Kaiser ist mit Blick auf den Osten außerdem wichtig: Trotz all der Probleme und Unzufriedenheit, es brauche engagierte Menschen vor Ort, die für die Demokratie kämpften. Podcast-Tipp: Politikum – Der Meinungspodcast - https://1.ard.de/politikum-der-meinungspodcast Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Vertrauenskrise im Osten: Warum die AfD so stark ist08.05., 05:0008.05.2026, 05:0000:46:58
Das Misstrauen wächst - vor allem im Osten. Das könnte der Kernsatz dieser Podcast-Folge sein, in der zwei Themen besprochen werden: Ein Jahr Friedrich Merz als Bundeskanzler und eine neue Umfrage von Infratest Dimap vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Malte Pieper und Anja Maier haben sich Prof. Marcel Lewandowsky, Politikwissenschaftler in Halle, eingeladen. Wie bewertet er, dass die AfD in der Wählergunst weiter gewinnt? Lewandowsky erklärt, warum es sich nicht um kurzfristigen Protest handelt und welche Rolle Wahrnehmung, Medien und Migration spielen. In Sachsen‑Anhalt wird deutlich, wie sehr Unsicherheit, Krisenwahrnehmung und politische Zerstrittenheit die AfD stärken. Dabei spielt die Bundespolitik in Berlin eine Rolle, die Schwäche der Regierungskoalition. Die Bilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot fällt im "Wahlkreis Ost" ernüchternd aus. Im Gespräch geht es um ein sinkendes Vertrauen in Staat und Regierung, um die enttäuschten Erwartungen an Kanzler Friedrich Merz und die Folgen für die politische Stimmung – besonders im Osten. Podcast-Tipp: Berlin Code - mit Linda Zervakis https://kurz.ard.de/berlincode Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Wie wollen Sie die AfD schlagen, Herr Schulze?24.04., 10:0024.04.2026, 10:0000:53:30
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat eine schwere Aufgabe: Die AfD steht in seiner Heimat laut Umfragen kurz vor der Machtübernahme. Und er soll das bei der Landtagswahl im September verhindern. Manche sagen gar, Schulze müsse die Demokratie retten. Es gibt leichtere Aufgaben. Schulze hat auch damit zu kämpfen, dass er erst seit Kurzem Ministerpräsident ist. Damit ist er nicht annähernd so bekannt und profiliert, wie es sein Vorgänger Reiner Haseloff war. Wie also will er im Wahlkampf bestehen und das Ruder herumreißen? Das fragen ihn Malte Pieper und Anja Maier in dieser Folge. Es geht um die Bundespolitik, die Schulze gerade wenig Rückenwind verleiht, um Sinn und Unsinn von Hilfsmaßnahmen in der Energiekrise, um Ehrlichkeit, die AfD und Trump. Und es geht darum, was Schulze laut Schulze dazu qualifiziert, auch nach der Landtagswahl das Amt des Ministerpräsidenten auszufüllen. Podcast-Tipp: Im Osten geht die Sonne auf - https://1.ard.de/Im_Osten_Fussballpodcast Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Ist die SPD noch zu retten, Herr Willingmann?10.04., 10:0010.04.2026, 10:0000:56:16
Wenn in Deutschland Wahlen stattfinden, dann zählt die SPD regelmäßig zu den Verlierern. Das war bei der Bundestagswahl so, das war in diesem Jahr in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz der Fall. Die Genossen und Genossinnen sind im Sinkflug, wenn nicht gar im freien Fall. Gut möglich, dass sie in Sachsen-Anhalt im September gar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Das wäre eine historische Niederlage. In dieser Folge sprechen Malte Pieper und Julia Kastein mit dem Mann, der das verhindern will. Zu Gast ist Armin Willingmann, SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, außerdem stellvertretender Ministerpräsident sowie Umwelt- und Wissenschaftsminister. Willingmann sagt, die Sozialdemokratie habe sich ihrer Kernthemen in den vergangenen Jahren nicht genug angenommen. „Wir haben möglichweise den Blick für die Themen mancher Menschen tatsächlich verloren“, so Willingmann. Selbstkritik sei durchaus angebracht. Trotzdem brauche es die SPD auch künftig, als soziales Element, als Partei des Ausgleichs und der Kompromissfähigkeit. Außerdem geht es um diese Fragen: Wie kommt die SPD zurück in die Spur? Wie positioniert sie sich zur AfD? Und wie könnte eine Regierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aussehen? Podcast-Tipp: Die Entscheidung - https://1.ard.de/die_entscheidung_kohl Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Spritpreise: Soll es der Markt richten, Frau Ministerin?27.03., 10:0027.03.2026, 10:0000:48:35
Auch in der Politik gibt es ungewöhnliche Karrieren. Colette Boos-John stammt aus Hessen und hat sich als Bauunternehmerin in Thüringen einen Namen gemacht. Dann wechselte sie in die Politik und wurde Thüringer Wirtschaftsministerin. Nun sind hohe Spritpreise, der Fachkräftemangel und die Zukunft unserer Demokratie die Themen der CDU-Politikerin. All das verhandelt sie in einer Brombeer-Koalition, die keine eigene Mehrheit im Landtag hat. In dieser Folge sprechen Julia Kastein und Ralf Geißler mit Boos-John über ihr Leben als Unternehmerin, die Niederungen der Landespolitik und Wege aus der Energiekrise. Podcast-Tipp: Tschüss Kohle, Hallo Zukunft - https://1.ard.de/tschuess-kohle Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Neun Lehren aus der Wahl in Baden-Württemberg09.03., 08:0009.03.2026, 08:0000:53:12
Baden-Württemberg hat gewählt. Die Grünen haben gewonnen, die CDU liegt knapp dahinter. Die AfD jubelt und die SPD schrammt nur knapp an der kompletten Bedeutungslosigkeit vorbei. Aus dieser Wahl kann man einiges ableiten für die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, die im September anstehen: Im Westen wählt man anders. Die Kandidatenfrage ist zentral. Umfragen sind nur Umfragen. Die kleinen Parteien fallen im Zweifel hinten runter. Die SPD zeigt Auflösungserscheinungen. Auch das BSW ist fast tot. Die Abgrenzung von Berlin kommt gut an. Die AfD punktet auch im wirtschaftlich besser gestellten westdeutschen Ländle. Und Vetternwirtschaft-Vorwürfe schaden dabei nicht. Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit ihren Gästen: der SWR-Redakteurin Marie Gediehn und Doreen Jonas, MDR-Korrespondentin für Sachsen-Anhalt. Podcast-Tipp: Ab in den Urlaub – Der Crash des Internet-Imperiums Unister - https://1.ard.de/unistercrash Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- AfD: Ist die Brandmauer gescheitert?20.02., 08:0020.02.2026, 08:0000:56:01
Wie umgehen mit der AfD, deren Wahlergebnisse immer höher ausfallen? Darüber zerbrechen sich die anderen Parteien seit Jahren die Köpfe. Und: Sie finden keine Lösungen. Am deutlichsten wird das bei der Union, die aufgrund der Brandmauer zu AfD und Linken gerade im Osten in eine Zwickmühle geraten ist. Der Politikwissenschaftler Christian Stecker schlägt einen komplett anderen Ansatz vor. Er sagt, Deutschland müsse sein politisches System verändern: "Die Mehrheitskoalition ist totgeritten." Er spricht sich für flexible Mehrheiten aus. Das würde Minderheitsregierungen und auch das Ende der Brandmauer zur AfD bedeuten. Es ist eine Idee mit Zündstoff, die Stecker in dieser Folge mit Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier diskutiert. Im Podcast erklärt der Politikwissenschaftler, warum ihm bei dem Gedanken an Mehrheiten mit der AfD auch nicht wohl ist – und warum er trotzdem keine Alternativen mehr sieht. Außerdem geht es um die Vetternwirtschaft-Vorwürfe bei der AfD, speziell in Sachsen-Anhalt. "Für die AfD ist es insofern besonders problematisch, weil sie sich ja immer als der große Saubermann geriert", sagt Christian Stecker dazu. Inwiefern das die Wahlergebnisse der Partei schmälern könnte, sei aber noch nicht ausgemacht. Podcast-Tipp: Was tun, Herr General? - https://1.ard.de/general Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Wie man Wahlen gegen die AfD gewinnt06.02., 08:0006.02.2026, 08:0000:57:34
Die AfD liegt in Umfragen im Osten überall auf Platz 1, zwischen 34 und 40 Prozent. Auch im Westen steht sie gut da, in Baden-Württemberg in Umfragen beispielsweise aktuell bei 20 Prozent. Die anderen Parteien verzweifeln an der Frage, wie man der AfD und ihrem Erfolg begegnen kann. Frank Stauss hätte Ideen. Er ist einer der erfahrensten Wahlkampfstrategen in Deutschland, half unter anderem Klaus Wowereit ins Rote Rathaus in Berlin und Gerhard Schröder ins Kanzleramt. Er ist in diesem Podcast unser Gast. Stauss sagt, es gebe kein schnelles Mittel, um die AfD zurückdrängen. Nahezu alle demokratischen Parteien im Osten hätten seit vielen Jahren die gleichen Fehler gemacht im Umgang mit der Partei: Sie hätten die AfD einerseits zu Recht verteufelt, andererseits aber ihre Themen und Positionen teilweise übernommen. Sie hätten die ostdeutsche Opferrolle genährt, anstatt positive Geschichten zu erzählen, die es zuhauf gebe. "Der Opfermythos ist die Basis von Populismus, (…) auch von Faschismus", sagt Stauss dazu. Wer die AfD bekämpfen wolle, müsse eine positive Zukunftserzählung bieten. Die Lage vor den fünf Landtagswahlen in diesem Jahr sei noch offen, so Stauss: "Alle Umfragen, die wir jetzt sehen, für eine Landtagswahl im September, (…) können sie im Prinzip alle in die Tonne kloppen." Außerdem sprechen wir im Podcast über Sachsen-Anhalt und die "politische Sturzgeburt" des Wechsels von Reiner Haseloff zu Sven Schulze als Ministerpräsident, über die Rolle der SPD im Bund und über die Schwächen von Bundeskanzler Merz (CDU). Podcast-Tipp: MV IM FOKUS – Darüber spricht Mecklenburg-Vorpommern! - https://1.ard.de/mvimfokus Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Was würde ein AfD-Ministerpräsident ändern, Herr Siegmund?22.01., 08:0022.01.2026, 08:0000:43:37
Im September steht Sachsen-Anhalt vor einer Richtungswahl. Ulrich Siegmund ist Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl und möchte Ministerpräsident werden. In dieser Folge ist er zu Gast im Podcast. Malte Pieper spricht mit ihm zunächst über den geplanten Wechsel in der Landesregierung. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will sein Amt an den Wirtschaftsminister Sven Schulze abgeben, der CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl ist. Siegmund wirft Haseloff vor, damit ein Versprechen zu brechen. Außerdem geht es um die berufliche und politische Laufbahn von Ulrich Siegmund, sein Wirken als Unternehmer, um Düfte und die politische Ausrichtung der AfD, die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Siegmund kritisiert das und wirft dem Verfassungsschutz vor, eine politisch gesteuerte Behörde zu sein. Hinweis: Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wollen wir mit den beiden aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten sprechen. In dieser Ausgabe ist Ulrich Siegmund von der AfD zu Gast. Außerdem haben wir Sven Schulze von der CDU angefragt. Podcast-Tipp: MDR Investigativ – Hinter der Recherche https://1.ard.de/mdrinvestigativ_hinterderrecherche Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Der "dunkle Parabelritter" über Haseloff, die AfD und dunkle Zeiten09.01., 10:0009.01.2026, 10:0000:53:58
Es ist ein riskantes Manöver und ein politisches Beben: Reiner Haseloff will sich nun doch noch schon vor der Landtagswahl als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt zurückziehen. Sven Schulze - CDU-Landeschef, Wirtschaftsminister und Spitzenkandidat für die Wahl - soll ihm nachfolgen und so eine bessere Ausgangsposition bekommen. Kann das aufgehen? Darüber spricht Malte Pieper in dieser Folge mit Focus-Chefreporterin Anja Maier und mit Alexander Prinz. Er erklärt als "dunkler Parabelritter" jede Woche bei Youtube jungen Menschen Politik und Gesellschaft. Und das sehr erfolgreich mit jeweils Hunderttausenden Zugriffen. Der 31-Jährige sieht Haseloffs Vorgehen kritisch, vor allem den späten Wechsel von Haseloff zu Schulz. Das sei "ein wahnsinniger Fehler, den ich nicht nachvollziehen kann." Schulze habe einige Schwierigkeiten, zum Beispiel: "Niemand kennt diesen Mann", so Prinz. Damit sei er unter den Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt aber auch nicht alleine. Im Weiteren geht es um die Stärke der AfD, die Schwäche der anderen Parteien, dunkle Zeiten und etwas Zuversicht. Podcast-Tipp: 15 Minuten - der tagesschau-Podcast https://1.ard.de/15Minuten Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Kanzler Merz: Zwischen Fettnäpfchen und Krisendiplomatie19.12., 08:0019.12.2025, 08:0000:55:41
Wer hat in diesem Jahr politisch geliefert und wer nicht? Wer darf sich als Gewinner fühlen und wer steht schlechter da? Darüber diskutieren Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit dem Politikwissenschaftler Oliver Lembke. Es geht um Kanzler Merz, den Fettnäpfchenfinder des Jahres, und um das Hoch der AfD. Außerdem sprechen wir kurz über Parteien und Politiker, die quasi erledigt sind. Andere sind noch in Amt und Würden und man fragt sich: Warum eigentlich? Eines ist klar: Die Welt ist im Wandel, die Aussichten düster. Nur in der deutschen Politik scheint das noch nicht so richtig angekommen zu sein. Da wird weiter gewerkelt wie bisher. Zum Schluss des Podcasts gehen wir der Frage nach, was 2026 besser werden wird. Podcast-Tipp: Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt - https://1.ard.de/ungebremst Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Podcast-Tipp: Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt18.12., 08:0018.12.2025, 08:0000:03:05
Am 20. Dezember 2024 rast Taleb A. mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Er tötet sechs Menschen: fünf Frauen und einen 9-jährigen Jungen. Fast 350 Menschen werden verletzt, zum Teil extrem schwer. Dazu kommen unfassbar viele seelisch Verletzte. Traumatisierte. Eine einzelne Gewalttat mit so vielen Betroffenen hat es in Deutschland noch nicht gegeben: Es sind mehr als 1.600 Menschen. Sie sind Augenzeugen, Ersthelfer, Verletzte und Hinterbliebene. Die Zahl der Opfer ist so groß, dass ein neuer Gerichtssaal gebaut werden muss. Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat ganz Deutschland erschüttert. Wie konnte es dazu kommen, dass der Täter so ungebremst über den Markt fahren konnte? Hätte der Anschlag verhindert werden können? Und warum übernimmt niemand Verantwortung? Und vor allem: Wie geht es den Opfern heute? Diesen Fragen gehen wir im fünfteiligen MDR-Podcast “Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt” nach. Im Podcast erzählt unter anderem ein Elternpaar davon, wie sie mit ihrem Kind von dem Auto erfasst und schwer verletzt wurden. Wir haben den Polizisten interviewt, der Taleb A. alleine gestoppt hat. Außerdem kommt eine Notärztin zu Wort, die zu den Ersthelfern gehörte und an der Triage vor Ort beteiligt war. Und viele Menschen mehr, für die seit dem 20. Dezember 2024 nichts mehr ist wie zuvor. Den Podcast gibt es in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. Hier gelangt Ihr direkt dorthin: https://1.ard.de/ungebremst
- Die zwei Gesichter des BSW05.12., 08:0005.12.2025, 08:0000:54:20
Vor einem Jahr sind drei neue Landesregierungen in Ostdeutschland an den Start gegangen: in Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Zweimal ging das BSW in Regierungsverantwortung. Die Bilanz nach einem Jahr könnte aber unterschiedlicher kaum sein. Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge mit zwei Menschen, die es wissen müssen. Der MDR-Reporter Ulli Sondermann-Becker berichtet aus Thüringen, Thomas Bittner für den rbb aus Brandenburg. Gerade in Brandenburg ist die Lage derzeit angespannt, denn die SPD hat es laut Bittner nicht mit einem, sondern mit drei BSWs zu tun. Und Ministerpräsident Dietmar Woidke schaue nur zu. Es könne gut sein, dass es bald eine andere Landesregierung in Brandenburg gebe. Was er damit meint, erklärt Bittner im Podcast. In Thüringen regiert das BSW laut Sondermann-Becker geradezu pragmatisch und mit Freude am Mitregieren. Die Verhältnisse seien gefühlt stabiler als in Brandenburg und das obwohl die Landesregierung in Thüringen keine eigene Mehrheit habe. Das liege auch daran, dass der Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU hier ganz anders vorgehe als Woidke in Brandenburg. Podcast-Tipp: Sachsen-Politik-Podcast - https://www.ardaudiothek.de/sendung/sachsen-politik-podcast/urn:ard:show:82e44354dca7f04e/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Wie Merz als Kanzler an sich selbst scheitert21.11., 08:0021.11.2025, 08:0000:50:45
Die Bundesregierung wandelt in diesen Tagen auf den Spuren der Ampel. Die Parteien scheinen sich wenig bis nichts zu gönnen. Der Kanzler macht keine gute Figur, poltert immer wieder und stößt viele vor den Kopf. Zuletzt ein ganzes Land, Brasilien. Und die Probleme hierzulande werden scheinbar nicht angegangen. Wenn Focus-Chefreporterin Anja Maier auf den Zustand der Bundesregierung schaut, bekommt sie Bauchschmerzen. "Ich wünsche mir mehr Ernsthaftigkeit", sagt sie. Wie es um die Koalition steht, darüber sprechen Malte Pieper und Anja Maier mit zwei Menschen, die in der Koalition zu Hause sind. Zu Gast sind Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) und die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel (SPD), die in Sachsen Landesvorsitzende ihrer Partei ist. Michel sieht das Agieren von Merz kritisch. Und sie sieht negative Parallelen zu seinem Vorgänger Scholz. In der aktuellen Koalition zwischen CDU, CSU und SPD gehe es vielen zuerst um sich und nicht um das Verbindende. Und so sei die Kritik vieler Menschen an der Politik insgesamt durchaus gerechtfertigt: "Wir haben viele Sachen auf den Weg gebracht, aber sie kommen bei den Menschen nicht an […], weil wir halt uns auf allerhöchster Ebene ein Psychodrama liefern." Michel sagt auch, bei dem aktuellen Rentenstreit stehe enorm viel auf dem Spiel. Auch der Unionspolitiker Sepp Müller kann die Kritik an der Bundesregierung verstehen. Es gehe zu langsam mit Reformen und die Wirtschaft sei in Schwierigkeiten. Trotzdem sieht er die Arbeit der Bundesregierung etwas positiver als Michel. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- BSW und Wagenknecht am Ende?30.10., 08:0030.10.2025, 08:0000:53:00
Das BSW durchlebt schwierige Zeiten. In bundesweiten Umfragen liegt es verlässlich unter fünf Prozent und die Strahlkraft der Parteigründerin Sahra Wagenknecht hat nachgelassen. Braucht es das BSW noch? Und wenn ja, warum? Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit Katja Wolf. Sie ist Co-Vorsitzende des BSW in Thüringen, Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin. "Das BSW ist im Moment in einer schwierigen Situation", gibt Wolf zu. Für die Zukunft sei sie dennoch optimistisch, denn die Partei habe ein gutes Programm und fülle eine Lücke. Ausführlich geht es auch um konkrete BSW-Politik in Thüringen, wo das Bündnis mitregiert. Wir sprechen mit Wolf über Investitionen in Krisenzeiten. Die BSW-Politikerin erklärt, warum aus ihrer Sicht selbst bei einem Landeshaushalt von 14 Milliarden Euro wenig Spielraum zum Sparen und Investieren bleibt. Und warum sie neue Schulden durchaus für gerechtfertigt hält, auch mit Blick auf jüngere Generationen, die sie irgendwann zurückzahlen müssen. Außerdem geht es um das Verhältnis des BSW zur AfD. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Merz, das Stadtbild und die AfD24.10., 08:0024.10.2025, 08:0001:13:02
Man kann den Eindruck gewinnen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kein Fettnäpfchen scheut. Mit seiner migrationskritischen "Stadtbild"-Aussage hat er viele Menschen gegen sich aufgebracht. Die Kritik daran konterte er mit einer weiteren umstrittenen Aussage darüber, wie die Töchter in diesem Land denken. Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge mit Götz Ulrich (CDU). Ulrich ist Landrat des Burgenlandkreises und Vizepräsident des Deutschen Landkreistages. Ihn stört an der aktuellen Debatte, dass im ganzen Land Tage und Wochen über einige wenige Sätze debattiert werde. Hinter alldem steht aber eine wichtige Frage: Wie verhält sich die Union zur AfD? Abgrenzung, partielle Zusammenarbeit, irgendwann gar eine gemeinsame Regierungsbildung? Das alles kann man zusammenfassen unter dem Schlagwort Brandmauer-Debatte. Außerdem geht es um das Vertrauen in die Politik, die Kompliziertheit demokratischer Prozesse und die vermeintlich einfachen Antworten der AfD. Podcast-Tipp: Hateland - https://www.ardaudiothek.de/sendung/hateland/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Warum Hendrik Bolz die Einheit auf gutem Wege sieht03.10., 08:0003.10.2025, 08:0000:54:10
35 Jahre ist Deutschland wiedervereinigt, der Weg zur echten Einheit gleicht einer langen und anstrengenden Paartherapie, findet Hendrik Bolz. Und es gebe Fortschritte. Mit dem Musiker, Autor und Podcaster sprechen wir darüber, wo wir stehen. Es geht zunächst um die 90er und die Nullerjahre und den grassierenden Extremismus damals. Wie es erst cool war, ein Neonazi zu sein und dann irgendwann nicht mehr. Und wie vergleichbar das mit der heutigen Zeit ist, in der Rechtspopulisten und -extremisten auf dem Vormarsch sind. Bolz will die Demokratie nicht abschreiben. Und auch seine Bilanz zur Einheit fällt nicht so schlecht aus. Bei der „Paartherapie“ von Ost und West habe es zunächst viel Streit und Ablehnung gegeben. Inzwischen gebe es ruhigere Töne und mehr gegenseitiges Interesse. „Wir sind ein Land und gerade in den letzten Jahren sehr viel weitergekommen, habe ich das Gefühl.“, so Bolz. Der Blick auf die jeweils andere Seite sei liebenswerter geworden. Anja Maier sieht es etwas anders. Und Malte Pieper kommt aus westsozialisierter Perspektive nicht um einen kritischen Blick herum. Und am Ende geht es darum, was Friedrich Merz mal über den Osten sagen sollte. Podcast-Tipps: - Springerstiefel mit Hendrik Bolz - https://www.ardaudiothek.de/sendung/springerstiefel-die-90er-sind-zurueck/urn:ard:show:378e808e3974be65/ - DNA des Ostens mit Anna Thalbach - https://1.ard.de/dna-des-ostens Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.
- Wo der Westen ziemlich ostig ist28.09., 10:0028.09.2025, 10:0000:35:35
In dieser Folge sprechen wir über Wut. Die Wut vieler Menschen, wenn es um Politiker, Politik und gefühltes Regierungsversagen geht. Mit wem ginge das besser als mit Matthias Schmidt? Der Grimme-Preis-prämierte Filmautor hat die "Wut-Trilogie" gemacht, er hat Menschen in Ost und West zugehört, die mit der aktuellen Lage in Deutschland ziemlich unzufrieden sind. Gerade erscheint die dritte Dokumentation der Reihe. Sie blickt auf Orte im Westen, die von Strukturwandel und Landflucht gezeichnet sind. Die Menschen fühlen sich abgehängt. Sie sind damit vielen Landsleuten im Osten ziemlich ähnlich. Schmidt findet es bemerkenswert, dass die Reaktionen darauf oft ähnlich sind, in einem entscheidenden Punkt aber nicht. Und Schmidt sagt: "Ich glaube, dass wir uns in vielen Dingen viel näher sind, als man gemeinhin denkt." Links: - Reportage: Wut. Jetzt fahren wir in den Westen - https://www.ardmediathek.de/film/wut-jetzt-fahren-wir-in-den-westen/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi8wYWRhOGZmYy1mMjMyLTQxZTAtYmJhMy1jMDA0YjNmMzdhMTcvcHJvZ3JhbS01MzIwODgtNTExOTk2 - Beitrag über die Debatte um Schulassistenten: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/interview/audio-schulassistenten-sachsen-100.html Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de