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Tatort Niedersachsen - der Crime-Podcast der Braunschweiger Zeitung

Braunschweiger Zeitung / Wolfsburger Nachrichten

History · Society & Culture · True Crime

102 Episoden · neueste 28.09.

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Episoden

102
  1. Tatort Niedersachsen: Verdrängte Erinnerungen - mein Stiefvater ermordete meine Familie
    17.08., 16:0000:45:03

    In einer Nacht enden drei Leben: Ein Mann tötet erst seinen Sohn, danach seine Frau und schließlich sich selbst. Ein einziges Familienmitglied bleibt zurück – Heike L., die damals 13-jährige Stieftochter des Täters. Jahrzehntelang gelingt es ihr, den Verlust ihrer Familie zu verdrängen – bis sie selbst in eine tiefe Krise stürzt. Schließlich sucht und findet sie Hilfe. Die heute 67-Jährige kann heute offen über das Verbrechen und ihre Erlebnisse sprechen, die ihr Leben bis in die Gegenwart prägen. Sie möchte anderen Opfern und Hinterbliebenen Mut machen. In der neuen Episode unseres True-Crime Podcasts „Tatort Niedersachsen“ taucht mit Polizei- und Gerichtsreporter Hendrik Rasehorn im Gespräch mit Heike L. tief in ihre Geschichte ein. Sie erzählt, wie das Verbrechen sie verändert hat, welche quälenden Fragen sie beschäftigten und auf welche Weise es ihr gelang, ihr Trauma zu verarbeiten. „Ich kann mit meinem Leben, das ich jetzt führe, zufrieden sein. Heute ist alles anders – und vor allem viel besser“, sagt Heike L. Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  2. Der Fall Josephine R.: Wenn die Lüge Wurzeln schlägt - Teil 3 - Was bleibt: Die Narben eines Justizversagens
    10.07., 16:3000:43:57

    684 Tage unschuldig im Gefängnis - aber auch nach dem Freispruch ist für Ramona und Thorsten nichts mehr wie früher. Ihre Wohnung ist weg, Schulden türmen sich auf, das Vertrauen zur eigenen Tochter für immer zerstört. Miriam sitzt weiterhin im Gefängnis und weigert sich, das Urteil anzufechten - aus Liebe zu Josephine, die sie manipuliert hat. Ihre Eltern wurden von Nachbarn gemieden, Freundschaften zerbrachen, eine Mutter hatte Suizidgedanken. Selbst Polizisten verloren langjährige Freunde, weil sie der Wahrheit auf der Spur waren. Wie leben die Betroffenen heute? Welche Lehren müssen Justiz und Gesellschaft ziehen? Und warum gibt es bis heute keine Aufarbeitung des Skandals? Ein Blick auf die verheerenden Folgen falscher Anschuldigungen und die Frage: Könnte so etwas wieder passieren? Der bewegende Abschluss einer True-Crime-Serie, die zeigt, wie ein einzelner Mensch das Leben dutzender Familien zerstören kann. Das finale Kapitel des Falls Josephine R. - exklusiv recherchiert von Braunschweiger Zeitung und SPIEGEL Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  3. Der Fall Josephine R.: Wenn die Lüge Wurzeln schlägt - Teil 2 - Der Kampf um die Wahrheit
    10.07., 16:2800:40:47

    Während Ramona und Thorsten unschuldig im Gefängnis sitzen, führt die Polizei einen verzweifelten Kampf um die Wahrheit. Doch die Staatsanwaltschaft will nichts davon hören - ein beispielloser Konflikt zwischen den Behörden beginnt. Die Ermittler entdecken gefälschte Videos, inszenierte Beweise und fundamentale Widersprüche in Josephines Aussagen. Doch statt diese Erkenntnisse weiterzuleiten, verschwinden entlastende Beweise in Handakten? Als eine neue Ermittlungsgruppe den Fall übernimmt, wird das ganze Ausmaß der Manipulation sichtbar. Warum wurden die Eltern nicht früher freigelassen? Wie konnte es zu diesem Systemversagen kommen? Und welche Rolle spielte ein methodisch mangelhaftes Gutachten? Nach 684 Tagen unschuldiger Haft folgt endlich der Freispruch - aber der Schaden ist angerichtet. Ein Fall, der zeigt, wie fragil unser Rechtssystem sein kann, wenn Manipulation auf Tunnelblick trifft. Teil 2 der erschütternden True-Crime-Serie über einen der größten Justizirrtümer Deutschlands. Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  4. Der Fall Josephine R.: Wenn die Lüge Wurzeln schlägt - Teil 1 - Die perfekte Manipulation
    10.07., 16:2700:46:13

    Josephine R. erzählt jahrelang von grausamen Übergriffen, präsentiert fingierte Beweise und manipuliert Therapeuten, Jugendamt und Justiz. Ihre Mutter Ramona erhält 13,5 Jahre Haft, ihr Stiefvater Thorsten 9,5 Jahre - für Taten, die nie passiert sind. Ihre Lebensgefährtin Miriam gesteht sogar Verbrechen, die sie nicht begangen hat, und sitzt bis heute im Gefängnis. Wie konnte es so weit kommen? Welche Rolle spielten Behörden und Justiz? Und was treibt eine junge Frau dazu, ihre engsten Vertrauten zu zerstören? Eine erschütternde True-Crime-Geschichte direkt vor unserer Haustür - recherchiert über drei Jahre von der Braunschweiger Zeitung. Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  5. Tatort Niedersachsen: Verlustängste und Zerstörungswut – das Landei und der Großstadtmensch
    30.06., 16:0000:50:19

    Warum mussten zwei Frauen sterben? Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Und welche Rolle spielte die zerbrechende Familienstruktur? Vor Gericht werfen psychiatrische Gutachten und juristische Argumente ein Schlaglicht auf die düstere Familiengeschichte – und auf die entscheidende Frage: Mord oder Totschlag? In der aktuellen Folge von „Tatort Niedersachsen“ besprechen Bettina Thoenes und Hendrik Rasehorn diesen Fall. Der Crime-Reporter berichtete damals vom Tatort und später aus dem Prozess für die Braunschweiger Zeitung. Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  6. Tatort Niedersachsen: ABC des Todes - Profiler Axel Petermann (Teil 2)
    04.04., 16:3001:03:37

    Ein Leben mit Mord und Totschlag: Axel Petermann ist Experte darin, neue Spuren an alten Tatorten zu entdecken und zu deuten, um daraus Rückschlüsse auf Täter zu ziehen. Sein Beruf: die Verhaltensforschung an Mördern und anderen Schwerkriminellen, die noch nicht gefasst wurden. Damit hat er sich einen Namen gemacht – als einer der bekanntesten Profiler Deutschlands. Und er ist Stammgast bei "Tatort Niedersachsen" - unserem True-Crime-Podcast. Zum zweiten Mal beantwortet Petermann die Fragen im „ABC des Todes“. Er berichtet über das Leiden von Angehörigen von Opfern und den Hilfsverein Anuas, dessen Schirmherr er ist. Er erzählt weiteren Cold Cases, von Bankräubern, Narzissten, Lügnern und anderen Verbrecher, auch über Frauen und Kinder, die töten. Er berichtet über den Fall Klaus Geyer, den Pfarrer aus Beienrode im Kreis Helmstedt, der 1997 seine Ehefrau erschlagen hatte. Im Gespräch mit Polizei- und Gerichtsreporter Hendrik Rasehorn diskutiert er über verschiedene Aspekte der Fallanalyse: Die Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz bei Ermittlungen, wie Manipulationen an Tatorten erkannt werden können, was den Jagdinstinkt von Mördern triggert, ob das Quälen von Tieren die Entwicklung einer Gewalttäterpersönlichkeit beeinflusst, ob sich voraussagen lässt, dass Täter mit steigender Brutalität zuschlagen, und warum manche Mörder von ihren Opfern eine Trophäe mitnehmen. Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  7. Tatort Niedersachsen: 100 Jahre Todesurteil Fritz Haarmann – säße der Serienmörder heute in der Sicherungsverwahrung?
    18.12., 09:0000:56:43

    Am 4. Dezember 1924 begann sein Sensationsprozess vor dem Schwurgericht beim Landgericht Hannover. Eine entscheidende Rolle für den Verfahrensausgang spielte das Gutachten eines renommierten Göttinger Professors für Psychiatrie. Der hielt Haarmann für zurechnungsfähig. Am 19. Dezember 2024 wurde Haarmann wegen 24-fachen Mordes verurteilt. Die Strafe lautete: Tod durchs Fallbeil. Was wäre im Urteil herausgekommen, hätte Haarmann 100 Jahre später vor Gericht gestanden? Um diese Frage geht es in der neuen Folge des True-Crime-Podcasts von „Tatort Niedersachsen“. Gastgeber Hendrik Rasehorn spricht mit dem Braunschweiger Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Professor Dr. Jürgen Mauthe. Der ehemalige Direktor des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Königslutter (heute Awo-Psychiatriezentrum) ist bis heute als Psychiater sowie Therapeut ambulant tätig und erstellt Prognosegutachten für verurteilte Straftäter. Er öffnet die Black Box und erklärt, wie Angeklagte für ihre Gerichtsverfahren nach modernen wissenschaftlichen Maßstäben begutachtet werden. Wie schafft man Vertrauen, dass ein Mörder Auskunft gibt, welche Phantasien er bei der Tat hatte? Wie wichtig sind Details der Tathandlungen? Warum spielt die Sexualität des Angeklagten eine besondere Rolle? Diese und noch mehr Fragen werden im Gespräch beantwortet. Dabei wird auch geklärt, warum das Haarmann-Gutachten damals nicht nur fehlerhaft, sondern das Vorgehen des Göttinger Professor zweifelhaft war – auch nach Maßstäben von vor 100 Jahren. Was gefällt Ihnen gut an Tatort Niedersachsen? Haben Sie Anregungen, was wir noch besser machen können oder einen Vorschlag zu einem Fall, den wir im Podcast vorstellen sollen? Oder Kritik? Schreiben Sie uns an tatort.niedersachsen@funkemedien.de

  8. Tatort Niedersachsen: Die Jagd nach dem Torso-Mörder - "Crime-Talk" mit Ermittler Jürgen Schmidt
    05.12., 15:4701:36:28

    Der frühere Gifhorner Kripochef Jürgen Schmidt gehört zu den erfahrensten Kriminalisten zwischen Harz und Heide. Er und sein Team ermittelten in 25 Jahren in 142 Tötungsdelikten - nur ein einziger Fall blieb ungelöst. Schmidt leitete auch die Ermittlungen in einem der wohl spektakulärsten Fälle: dem „Torso-Mord“. Am 3. März 1999 wurde an der Wasseroberfläche des Elbeseitenkanals ein Fleischklumpen entdeckt. Erst ging man davon aus, dass dies ein Tiefkadaver sein könnte, der sich später jedoch als Teil einer weiblichen Leiche herausstellte. Die Öffentlichkeit war alarmiert, auch weil es damals ungelöste Morde an zwei Jugendlichen in der Region gab. Unter Hochdruck ging die Polizei ans Werk, um die unbekannte Frau zu identifizieren und den Mörder zu überführen. Wie dies den Ermittlern gelang, und ob der Torso-Mörder möglicherweise ein Serienmörder ist, dazu sprach Jürgen Schmidt beim Live-Crime-Talk in Braunschweig.

  9. Tatort Niedersachsen: ABC des Todes - Mörder-Jäger Jürgen Schmidt
    13.11., 15:5501:51:49

    1971 trat Schmidt seinen Dienst bei der Polizei an. 1992 übernahm er die Leitung der Kriminalpolizei der Polizeiinspektion Gifhorn. Nur wenige Tage später galt es ein erstes Tötungsdelikt aufzuklären: Den brutalen Sexualmord an einer 17-Jährigen, die betäubt vom Täter im Elbe-Seitenkanal entsorgt worden und dabei ertrunken war. Dies ist nur einer der Fälle, über die Schmidt berichtet und die verdeutlichen, was Menschen unter bestimmten Umständen bereit sind, einander anzutun – und wie die Polizei sie überführen konnte. Im Gespräch mit Hendrik Rasehorn erklärt Jürgen Schmidt in der neuen Folge von „Tatort Niedersachsen“, was hinter den Kulissen der Kriminalpolizei geschieht. Es ist eine Frage-und-Antwort-Debatte entlang der Buchstaben des Alphabets – das „ABC des Todes“. Dies ist mittlerweile der vierte Teil: In Episode 50, der „Leichenflüsterer“, stellte sich der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel den Fragen. Ihm folgte der Bremer Profiler Axel Petermann in Episode 57, der „Mindhunter“. Im dritten Teil, Episode 62, war „Knastarzt“ Joe Bausch zu Gast. Wer noch nicht genug bekommt: Jürgen Schmidt tritt am 21. November 2024 im Medienhaus Braunschweig auf beim 4. Live Crime-Talk. Eintrittskarten sind erhältlich unter www.konzertkasse.de

  10. Tatort Niedersachsen: Der Fall Tom-Finn – der tote Junge unter der Graffiti-Brücke
    30.10., 15:5101:17:52

    Dies ist einer der Kriminalfälle, an denen eine ganze Stadt Anteil nimmt. Bis heute ist in Braunschweig die Erinnerung wach an die Ereignisse vom 4. November 2014. In den frühen Morgenstunden wurde der 17-jährige Tom-Finn unter der Graffiti-Brücke entdeckt, nahe einem angrenzenden Gewerbegebiet, weniger als einen Kilometer von seinem Elternhaus entfernt. Der Schüler war offenbar von einem größeren Fahrzeug erfasst worden. Aufgrund seiner schweren Verletzungen im Brustkorb war klar, dass er sterben würde. 14 Stunden nach seinem Auffinden wurden im Krankenhaus die Geräte abgestellt. Der Junge starb in den Armen seiner Familie. Die Polizei konnte Vieles rekonstruieren, was in der Nacht geschehen ist. Aber ein Kern-Zeitraum von wenigen Minuten bleibt ungeklärt. Der Cold Case ist bis heute ungelöst. War es eine Unfallflucht, oder vielleicht sogar ein Tötungsdelikt? Die Angehörigen haben die Hoffnung, irgendwann Antworten zu bekommen. In der neusten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ erinnern Hendrik Rasehorn und seine Kollegin Katja Dartsch aus Anlass des 10. Todestags an Tom-Finn. Als Gast im Studio begrüßen sie Holger Kunkel. Den damaligen Leiter der Ermittlungsgruppe „Flucht“ hat dieser mysteriöse Fall nie losgelassen. Er spricht erstmals über seine Theorie zu den möglichen Ereignissen in der Todesnacht. Dabei geht es vor allem um einen Einbruch in einem nahegelegenen Möbelgeschäft.

  11. Tatort Niedersachsen: Gekränkte Ehre - heimtückisches Ende einer Liebe
    18.10., 13:0700:43:34

    Die Frau sah das drohende Unheil nicht kommen. Sie hatte frühmorgens ihre Kinder zur Schule gebracht, kam zurück zu ihrer Wohnung, wollte die Tür grad aufschließen. Da stürzte plötzlich aus einem Versteck ihr Noch-Ehemann hervor. Er attackierte sie gnadenlos mit einem Messer. „Ihnen war gleichgültig, ob ihre Frau stirbt. Mit dem Stich in den Hals haben Sie den Tod Ihrer Frau mindestens billigend in Kauf genommen“, stellte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung fest. Der Angeklagte war mit seiner Familie aus Afghanistan geflohen und 2020 in Deutschland angekommen. Er hatte offenbar Probleme, die hiesigen Gepflogenheiten anzuerkennen und zu respektieren, meinte der Richter weiter. „Im Gegensatz zu Ihrer Frau und den gemeinsamen Kindern, die sich schnell an die deutschen Verhältnisse angepasst haben.“ Eine traurige Feststellung: Tötungsversuche zwischen Ex-Partnern, insbesondere mit Männern als Täter und Frauen als Opfer, sind Prozessalltag am Landgericht Braunschweig. Der Fall der Messerattacke von Schöningen aus dem Januar 2024 wurde im September 2024 vor der 9. großen Strafkammer verhandelt. Der Angreifer wurde verurteilt, das Urteil ist zum Zeitpunkt der Podcast-Aufnahme noch nicht rechtskräftig. In der neusten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ spricht Gastgeber Hendrik Rasehorn mit dem Freien Journalisten Dirk Fochler. Der versierte Gerichtsreporter berichtete für unsere Redaktion von den Verhandlungstagen.

  12. Tatort Niedersachsen: Bestialische Attacke mit einem Samurai-Schwert
    16.09., 08:3000:34:16

    Die Entdeckung der Leiche von Marcus R. dürfte schrecklich gewesen sein: Der tote Körper lag schon mehrere Tage in der Wohnung in Salzgitter-Lebenstedt, als der Vater nach seinem Sohn schauen wollte. Das war im Juli 2014. Fast zehn Jahre später, im Frühjahr 2024, musste sich der Angreifer Kenneth R., der Cousin des Opfers, endlich vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Seine Tatwaffe war ein Samurai-Schwert – und die gehörte dem Opfer. Das Blut von Marcus R. war beim Angriff bis zur Zimmerdecke hochgespritzt. Selbst als er schon längst auf dem Boden lag, trafen ihn noch Schwerthiebe. Der Staatsanwalt sprach im Prozess von einem „Schlachthaus“, der Schwurgerichtsvorsitzende beschrieb eine Tat von „unfassbarer Brutalität“. In der neusten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ spricht Hendrik Rasehorn mit seinem Reporterkollegen Erik Westermann über den Fall. Der erklärt, welche Rolle Schulden in dem Fall spielten, was die blutige Tat mit einer alten Liebe zu tun hatte, wie sich der Tatverdächtige ein Jahrzehnt lang verstecken konnte und wie er letztendlich doch noch erwischt wurde.

  13. Tatort Niedersachsen: Ex-VW-Boss Winterkorn vor Gericht - Manager, Machtmensch und auch ein Manipulierer?
    28.08., 14:4900:41:21

    Martin Winterkorn war der strahlende, erfolgreiche und erfolgshungrige Mr. Volkswagen. Unter seiner Leitung verdoppelte der Konzern die Mitarbeiterzahl, den Absatz, Umsatz, Gewinn, wurde zeitweise größter Autohersteller der Welt. Und dann kam der September 2015 und die Enthüllung des Abgasskandals durch US-Behörden. Die ganze Welt erfuhr, dass VW vorsätzlich Motoren-Software manipuliert hatte und dafür nun wuchtige Strafen drohten (bis heute kostete die juristische Aufarbeitung das Unternehmen rund 33 Milliarden Euro). Die Schockwellen reichten quer über den Atlantik bis nach Wolfsburg. Am 20. September 2015 trat Winterkorn vor eine Videokamera, um vom Teleprompter ein Statement abzulesen. Das war mit Sicherheit von Konzern-Anwälten vorformuliert worden. "Ich entschuldige mich in aller Form bei unseren Kunden, bei den Behörden und der gesamten Öffentlichkeit für das Fehlverhalten", erklärte er mit Schweißperlen auf der Stirn. Damit übernahm Winterkorn die politische Verantwortung für Dieselgate und musste bald danach seinen Chef-Posten räumen. Doch bis heute ist unklar, wie viel der Mann an der Spitze wirklich wusste. Am 3. September 2024 beginnt sein Prozess vor dem Landgericht Braunschweig. Ohne Geständnis dürfte es Jahre dauern, ehe das Gericht ein Urteil verkünden wird. Über den Fall, aber vor allem über den Menschen und Managertypen Winterkorn spricht „Tatort Niedersachsen“-Gastgeber Hendrik Rasehorn mit dem Wirtschaftschef der Braunschweiger Zeitung, Andreas Schweiger. Er ist in Wolfsburg aufgewachsen, weiß, wie die VW-Hauptstadt tickt und recherchiert seit nunmehr neun Jahren zur Abgasaffäre.

  14. Tatort Niedersachsen: Dr. Mabuse hat ausgespielt – die eigene Familie tötet den Tyrannen
    13.08., 14:5400:39:56

    Überall war Blut in der Wohnung. Auf dem Sofa saß noch der Leichnam des Getöteten, dessen Körper furchtbar zugerichtet war. Vor seinem Tod wurde dieser Mensch mit einem Bügeleisen, einer Weinflasche und einem Brotmesser traktiert, das noch immer im Hals steckte, als die Polizei am Tatort erschien. Der brutale Tod des Wolfsburger Frauenarztes Dr. Brennecke im Jahr 1956 wurde damals vor dem Landgericht Hildesheim aufgearbeitet. Auf der Anklagebank saßen seine Frau und Tochter. Eigentlich hätte auch den Eltern der Frau der Prozess gemacht werden sollen, wäre sie nicht vorher verstorben und hätte er keine Herzprobleme gehabt. Die beiden in schwarz gekleideten Frauen berichteten ihren Richtern aus dem Leben mit dem Arzt und offenbarten einen Blick in die Abgründe der prosperierenden VW-Hauptstadt. Jahrelang hatte sich in dieser Familie ein Drama abgespielt mit einem Menschen, dessen Drogen- und Spielsüchte sich fortwährend steigerten, der zusehends dem Wahnsinn verfiel und sich für den Superschurken „Dr. Mabuse“ hielt. In der neusten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ spricht Bettina Thoenes mit ihrem Kollegen Hendrik Rasehorn, der den Kriminalfall und den Sensationsprozess nachrecherchiert hat. Wenn Sie dieser Kriminalfall interessiert, können Sie mehr darüber in der ersten Ausgabe von „Tatort Niedersachsen – Das Crime-Magazin“ lesen. Erhältlich über den Online-Shop unserer Zeitung.

  15. Tatort Niedersachsen: Absturz statt Umsturz – Die Reichsbürgerin aus Peine
    03.07., 13:5600:59:20

    Es ist eines der größten Staatsschutzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik: Die Generalbundesanwaltschaft klagt 26 mutmaßliche Reichsbürger an. Als Mitglieder der "Patriotischen Union" sollen sie einen Putsch geplant haben und hätten dafür den Bundestag mit Waffengewalt stürmen, ihren Anführer Prinz Reuß als neues Staatsoberhaupt einsetzen und die demokratische Ordnung beseitigen wollen. Vorgeworfen wird ihnen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens. Im Dezember 2022 wurde die Gruppe im Zuge bundesweiter Razzien verhaftet. Bis heute wird gegen weitere mutmaßliche Unterstützer ermittelt. Die Strafverfahren gegen die erste Reihe der "Gruppe Reuß" wurde auf drei parallele Großprozesse vor verschiedenen Gerichtsstandorten aufgeteilt: Das Oberlandesgericht Frankfurt/M. verhandelt gegen die neun Rädelsführer, darunter Prinz Reuß. Die neun Mitglieder des militärischen Arms der Gruppe müssen sich vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Das Oberlandesgericht München verhandelt gegen die übrigen acht Mitglieder. Darunter ist eine Ärztin aus dem Kreis Peine. Sie hätte unter Prinz Reuß neue Gesundheitsministerin werden sollen, klagt sie die Bundesanwaltschaft an. Mitbeschuldigter ist außerdem ein Anwalt aus Hannover, der in der neuen Ordnung Außenminister hätte werden sollen, heißt es in der Anklageschrift. In der neusten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ spricht Hendrik Rasehorn mit dem Leiter Investigative Recherche der Braunschweiger Zeitung, Andre Dolle, über den Fall der Ärztin, seine Recherchen zu den Plänen der Gruppe sowie den Prozessauftakt in München.

  16. Tatort Niedersachsen: Mutter und Tochter heuern einen Auftragskiller an
    20.06., 15:5200:31:11

    An einem Dezembermorgen im Jahr 2022 trauen die Diensthabenden auf der Polizeiwache im beschaulichen Wolfenbüttel ihren Augen und Ohren nicht. Vor ihnen steht ein Mann, der eine Geschichte erzählt, die einfach nur irrwitzig klingt. Erst als er 5000 Euro in bar auf den Tisch legt, hören die Beamten ihm endlich aufmerksam zu. Der Syrer berichtet, dass er als Auftragskiller engagiert wurde – von einer gebürtigen Iranerin und deren Tochter. Nur zum Schein habe er mitgespielt und zugesagt, er werde einen Menschen ermorden. Der Hass der Auftraggeberinnen sitzt so tief, dass das Opfer auf möglichst schmerzhafte Weise sterben soll. In der neusten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ spricht Hendrik Rasehorn mit seinem Reporterkollegen Erik Westermann über die Hintergründe des spektakulären Falls, den perfiden Plan der Täterinnen, die Ermittlungen der Polizei, die Rolle des Tippgebers und den Prozess vor dem Landgericht Braunschweig.

  17. Tatort Niedersachsen: Live-Crime-Talk mit Joe Bausch
    20.03., 16:4601:45:44

    Zum dritten Mal lud unsere Zeitung zum Live-Crime-Podcast am 1. März 2024 ins Medienhaus ein. Gast war Deutschlands bekanntester Gefängnisarzt, Joe Bausch. Vor rund 350 Gästen sprach er mit Moderator Hendrik Rasehorn über seine Erlebnisse im Knastalltag, herausragende Häftlinge und deren Taten. Da war einmal der Fall Alfred Lecki - der Polizistenmörder und Ausbrecherkönig, den ein Innenminister mal als „Deutschlands Verbrecher Nummer eins“ bandmarkte. 1969 befand sich Lecki mal wieder auf der Flucht und wurde damals ausgerechnet im Braunschweiger Rotlichtmilieu verhaftet. Bausch lernte Lecki später in dessen Zeit in der JVA Werl kennen. Dort war er mehr als drei Jahrzehnte für die medizinische Betreuung der Häftlinge verantwortlich. Nur wenige Tage vor dem Crime-Talk wurde die mutmaßliche RAF-Terroristin Daniela Klette nach jahrzehntelanger Flucht verhaftet. Darauf angesprochen erinnerte sich Bausch an seine Erlebnisse mit RAF-Häftlingen. Aus aktuellem Anlass wurde auch über den Fall Christian B. gesprochen, der sich wegen mehrerer Sexualstraftaten vor dem Landgericht Braunschweig verantworten muss und als Hauptverdächtiger im Fall Madeleine „Maddie“ McCann gilt. Ein weiteres Thema: Der Dreifachmörder Kurz Knickmeier, der gemeinsam mit einem Komplizen als brutaler Geiselnehmer von JVA-Bediensteten in Werl Schlagzeilen schrieb. Er sitzt mittlerweile fast vier Jahrzehnte in Haft und will sich nun selbstbestimmt das Leben nehmen. Bausch, der sich als Schauspieler („Tatort“) auf jeder Bühne wohlfühlt, sprach anekdotenreich über das Leben in Haft. Es gibt Kriminelle, die gehören hinter Gittern, um die Gesellschaft zu beschützen. Aber ist Haft für alle Arten von Verbrechern die richtige Antwort? Das beantwortete Bausch genauso ausführlich, wie abschließend die Fragen des Publikum.s Parallel zu dieser neuen Folge veröffentlicht unsere Redaktion außerdem den dritten Teil des „ABC des Todes“ mit Joe Bausch.

  18. Tatort Niedersachsen: ABC des Todes - Knastarzt Joe Bausch
    20.03., 16:2102:04:22

    Ein (Berufs-)Leben im Knast - fast 32 Jahre hat er in einer Haftanstalt verbracht: Joe Bausch war Gefängnisarzt in der Justizvollzugsanstalt Werl, der größten Haftanstalt in NRW, wo die richtig harten Jungs einsitzen. Dort behandelte er Betrüger, Bankräuber, Vergewaltiger, Mörder, Psychopathen. „Das Schlimme im Knast sind nicht Wachleute, Stacheldraht oder Zellen. Ihre Mitgefangenen sind die Hölle“, erklärte Bausch im Interview mit unserer Zeitung, wie man sich das Leben eines Sträflings in einer Haftanstalt vorstellen muss. „Egal, wie hart Sie sein mögen“, meinte Bausch, „Sie werden im Knast immer jemanden treffen, der noch stärker, härter und skrupelloser ist als Sie.“ Bausch arbeitet seit vielen Jahren als Schauspieler und gehört zum Team des Kölner „Tatort“. Als Schriftsteller hat er mehrere True Crime-Bücher veröffentlicht, die Bestseller wurden. Aktuell schreibt er an seiner Biografie. Nun ist er Gast in Episode 62 von „Tatort Niedersachsen“, dem erfolgreichen Crime-Podcast der Braunschweiger Zeitung. Er spricht er mit Redakteur Hendrik Rasehorn über seine Erlebnisse in Werl mit Schwerverbrechern: Es geht um Angriffe auf Wachleute, Fluchtversuche und Geiselnahmen, um Geld, Waffen und Verstecke, Fragen wie lebenslänglich oder unschuldig in Haft. Es ist eine Frage-und-Antwort-Debatte entlang der Buchstaben des Alphabets - ein „ABC des Todes“. Dies ist bereits der dritte Teil: In Episode 50, der „Leichenflüsterer“, kam der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel nach Braunschweig. Ihm folgte der Bremer Profiler Axel Petermann in Episode 57, der „Mindhunter“. Parallel zu dieser neuen Folge veröffentlicht unsere Redaktion auch den Mitschnitt des Auftritts von Joe Bausch am 1. März 2024 beim dritten Crime-Talk unserer Zeitung im Forum Medienhaus. Vor rund 350 Gästen berichtete er dort von seinen Erlebnissen mit herausragenden Straftätern.

  19. Tatort Niedersachsen: Todespakt mit „Mädchenmörder Brunke“
    01.03., 16:5001:15:56

    Es ist ein Verbrechen, das weit über die Grenzen von Braunschweig hinaus für Bestürzung sorgt: „Eine entsetzliche Tragödie hat sich ereignet“, berichtet eine Zeitung, eine andere verkündet ein „grausiges Drama“. Die Bürger in der herzoglichen Residenzstadt stehen unter Schock. Diese Tat, der Täter und die Toten faszinieren aber auch Kriminologen. Die schreiben von einem „eigenartigen“, von einem ungewöhnlichen Fall“, von einer „Bluttat, die den Psychologen vor ein unlösbares Rätsel“ stellt. Bevor Sie weiterlesen, ein Hinweis: Die neue Episode von „Tatort Niedersachsen“ handelt von Suizid und von Tötung auf Verlangen. Falls Ihre Gedanken um solche Themen kreisen, sprechen Sie mit Ihnen nahestehenden Personen. Hilfe bietet die Telefonseelsorge unter 0800/1110-111 und -222 und online. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. Frühjahr 1905: Per Zeitungsannonce sucht der Braunschweiger Kaufmann Haars einen Klavierlehrer für seine Töchter Martha (22) und Alma (20). Darauf meldet sich Karl Brunke, ein Banklehrling, noch nicht 18 Jahre alt. Das Trio trifft sich oft, nicht nur zu Klavierstunden, man geht auch gemeinsam aus, entwickelt ein Vertrauensverhältnis, Herzensangelegenheiten werden untereinander ausgetauscht. Martha erfährt eines Tages, dass ihr russischer Verlobter sie nicht heiraten wird. Und Karl würde so gern Schriftsteller sein. Er reicht seine Stücke bei verschiedenen Theatern ein, doch niemand will sie annehmen. Karl hatte damit die Hoffnung verbunden, er könne im Erfolgsfall den Schaden wiedergutmachen, den er durch Gaunereien bei seiner Bank angerichtet hat. Martha offenbart, sie will sterben, und Alma will nicht ohne ihre Schwester zurückbleiben. Gemeinsam mit Karl schließen sie einen Todespakt, besorgen eine Pistole. Doch Karl überlebt die Tat am Abend des 17. Oktober 1905. Im März 1906 steht er als Angeklagter vor dem Landgericht Braunschweig. Der historische Fall inspirierte den Schriftsteller Thomas Brasch, in den 70er und 80er Jahren ein viel beachteter Intellektueller und DDR-Renegat, jahrelang eigene Recherchen anzustellen. Er verrannte sich in dem Projekt und füllte mehr als 10.000 Seiten Manuskript. Sein Verlag veröffentlichte schließlich 1999 entnervt und wohl gegen den Willen des Autors eine knapp 100 Seiten dünne Kurzfassung. Das Werk, aber mehr noch das völlige Abtauchen des Autors in den historischen Fall, sind Themen des aktuellen Theaterstücks „Mädchenmörder: Brunke“ im Kleinen Haus des Staatstheaters, das dort noch bis Juni 2024 aufgeführt wird. In der neuesten Folge des True-Crime-Podcasts „Tatort Niedersachsen“ nähert sich unsere Redaktion von verschiedenen Seiten diesem außergewöhnlichen historischen Kriminal- und Literaturdrama – und wie Schriftsteller und Theaterleute davon inspiriert wurden. Hendrik Rasehorn begrüßt im Studio seinen Kollegen, den Kulturredakteur Florian Arnold. Vom Staatstheater als Gäste dabei sind der Dramaturg Holger Schröder, der in Archiven zu dem Fall Brunke recherchiert hat, und Schauspieler Götz van Ooyen, der Brunke und Autor Brasch in einer Doppelrolle verkörpert.

  20. Tatort Niedersachsen: Ein Serienvergewaltiger? Prozess gegen Verdächtigen im Fall Maddie
    08.02., 17:0300:41:17

    Der bereits wegen Sexualdelikten vorbestrafte deutsche Auswanderer soll in Portugal drei weitere Frauen vergewaltigt und zwei Kinder sexuell missbraucht haben. Das internationale Medieninteresse an dem Prozess ist groß. Denn die Braunschweiger Staatsanwaltschaft verdächtigt Christian B. auch, im Mai 2007 die dreijährige Madeleine McCann in Portugal auf einem Hotelzimmer entführt und ermordet zu haben. Die Ermittlungen im Fall Maddie dauern an. Das perfekte Geschenk für alle True-Crime-Fans: Die Tatort Niedersachsen Crime-Box - hier bestellen.

Der Crime-Podcast der Braunschweiger Zeitung – alles rund um spannende Kriminalfälle in der Region. Wir sprechen mit Ermittlern und Experten über die Jagd nach Verbrechern und blicken gemeinsam mit unseren Redakteuren auf die Hintergründe der spektakulärsten Verbrechen in der Region zwischen Harz und Heide.