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Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast

Mitteldeutscher Rundfunk

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165 Episoden · neueste 09.10.

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165
  1. #84: Milpa-Beet
    19.04., 10:0000:17:30

    Das Milpa-Beet ist eine Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis. Sie ist überliefert von einigen Ureinwohner-Völkern Lateinamerikas. Milpa bedeutet so viel wie "das nahe Feld". Denn unter anderem die Maya bauten Mais, Bohnen und Kürbis in der Nähe ihrer Wohnstätten zusammen auf demselben Feld an. Die drei Gemüsearten profitieren voneinander. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe. Die Bohnen binden Stickstoff aus der Luft und reichern den Nährstoff im Boden an. Der Kürbis beschattet den Boden und schützt ihn vor Austrocknung. Ein perfektes Trio, das mit wenig Arbeit auf kleiner Fläche einen hohen Ertrag ermöglicht. Wie die Milpa-Kultur im eigenen Garten funktioniert, erklärt Tomas Kilousek in dieser Folge. Er arbeitet bei der Deutschen Schreberjugend in Berlin und hat jahrelange Erfahrung mit dem Anbau dieser besonderen Form der Mischkultur.

  2. #83: Rosensorten
    05.04., 10:0000:21:16

    Die Rose gilt als Zeichen der Liebe. Ihre Schönheit und ihr Duft berühren die Sinne. Rosen gehören einfach in jeden Garten. Das findet auch Kleingärtnerin Nadine Witt und hat sich bei Thomas Kühr in der Erfurter Rosenschule Kühr erklären lassen, welche verschiedenen Rosensorten es gibt, welche sich für welchen Standort eignen und welche Rosensorte in welchen Garten passt. Im Topf als Containerware können Rosen das ganze Jahr gepflanzt werden, jetzt im April können auch noch günstigere sogenannte Wurzelnackte Rosen gekauft werden. Was beim Pflanzen zu beachten ist, auch das hört ihr in dieser Folge. Rosensorten nach Wuchshöhen Bodendeckerrosen: 40 bis 50 cm hoch, viele kleine Blüten an einem Trieb, für Bienen geeignet Beetrosen: 40 bis 60 cm hoch, viele Blüten, RigoRosen stehen für Blattgesundheit, Rose reinigt sich selbst, verblühte Rosen fallen ab, neue wachsen nach Edelrosen: 60 bis 120 cm hoch, stark duftend, meist nur eine Blüte an einem Trieb, muss ausgeputzt werden Strauchrosen: 120 bis 150 cm hoch, dazu zählen auch Englische Rosen, stark duftendviele, meist gefüllte Blüten Kletterrosen bis 3,50m hoch, braucht Gerüst, Rundbogen oder an Hauswand Ramblerrosen bis 10m hoch, wächst an Gerüst oder an alten Bäumen hoch Der Standort für alle Rosen ist gleich: sonnig. Im Schatten trocknen Blätter nicht richtig ab, das Risiko für Blattkrankheiten und Pilze steigt, die Pflanzen werden anfälliger. Begleitpflanzen für Rosen sind etwa Lavendel und Stauden wie Salbei. Die Pflanzzeiten sind das Frühjahr bis Herbst. Wurzelnackte Rosen (ohne Erde) sind bis April erhältlich und günstiger. Containerware (Rosen im Topf) kann das ganze Jahr über gepflanzt werden. Beim Pflanzen in lockere Erde, bis kurz über die Veredelungsstelle einpflanzen und angießen. Wenn Rosen angewachsen sind, ist gießen nicht mehr nötig. Beim Kauf auf ADR Prädikat achten (Allgemeine Deutsche Rosenqualitätsprüfung). Es steht für gute Sorten und hohe Blattgesundheit oder im Fachhandel beraten lassen, es gibt auch gute und gesunde Rosenorten ohne ADR-Prädikat. Ein Kauf im Supermarkt wird nicht empfohlen.

  3. #82: Wie funktioniert die Obstbaumveredelung?
    22.03., 10:0000:15:10

    Dank der Obstbaumveredelung können zum Beispiel gewünschte Apfel- oder andere Obstsorten im eigenen Garten angebaut und erhalten werden. Selbst einen Obstbaum zu veredeln, ist mit ein bisschen Übung ganz leicht. Das richtige Werkzeug zum Veredeln: Astsäge Hippe und Okuliermesser Lappen zum Reinigen Edelreiser Veredelungsband aus Latex (löst sich mit der Zeit auf) Baum-Wundverschluss in der Tube Etiketten zum Beschriften Auch das Grundprinzip der Veredelung ist einfach: Auf einer sogenannten Unterlage, die den Wuchs des Baumes bestimmt, soll eine gewünschte Obstbaumsorte wachsen und reichlich Früchte tragen. Dafür muss die Unterlage mit einem jungen Trieb einer anderen Sorte verbunden werden. Diesen jungen, einjährigen Trieb nennt man Edelreiser. Edelreiser werden am besten im Januar oder Februar geschnitten. Je nach Jahreszeit gibt es für die Veredelung zwei unterschiedliche Techniken. Im Spätwinter wird die Kopulationstechnik angewendet, im Frühjahr und Sommer die Okulation. Gärtnerin Antje Lobenstein veredelt ihre Bäume meist im März oder April. An ihrem Apfelbaum sind nun 14 Sorten veredelt. Doch mit der Veredelung können nicht nur Sorten erhalten und vermehrt, sondern auch ältere Bäume unterstützt werden. Fehlt zum Beispiel die Krone oder der Bewuchs auf einer bestimmten Seite, kann der Edelreis dort neue Triebe bilden. Im Sommer kann dann kontrolliert werden, ob der Reis angewachsen ist. Das erkennt man an den Blatt- und Blütenknospen. Nach fünf bis sechs Jahren sind dann die ersten Äpfel zu erwarten.

  4. #81: Was hilft gegen Trauermücken?
    08.03., 10:0000:17:54

    Jetzt geht die Zeit los, zu Hause auf der Fensterbank Tomaten oder Paprika auszusäen und vorzuziehen. Aber spätestens dann sind sie wieder da, diese lästigen kleinen schwarzen Fliegen. Wie eine kleine Invasion bewohnen sie gefühlt jeden Pflanztopf. Die Mücken legen ihre Eier am liebsten in feuchte, etwas nach "Zersetzung" duftenden Erde. Die Larven entwickeln sich in dieser Erde, indem sie sich von den jungen Wurzeln ernähren. Die Sämlinge sterben daraufhin ab. Verringern oder sogar ganz verhindern lässt sich das Problem, indem man die Erdoberfläche mit Streumaterialien abdeckt: Dies hält die Mückenweibchen davon ab, ihre Eier abzulegen. Kleingärtnerin Nadine Witt hat sich von Gartenfachberaterin Brigitte Goss ein paar Tipps geben lassen, was man gegen diese lästigen Tiere machen kann. Profis nutzen für die Anzucht von Jungpflanzen Mineralien wie Vermiculit und Perlit, aber auch Sand und Tongranulat schützen vor Trauermücken. Minimieren kannst du den Befall übrigens, indem du keine Gartenerde kaufst, sondern selbst Anzuchterde herstellst. Dafür mischst du Kompost, Sand und Gartenerde - hier zeigen wir dir, wie es geht. So gärtnerst du obendrein nachhaltig.

  5. #80: Biodiversität - Artenvielfalt im Kleingarten
    23.02., 10:0000:16:23

    Was genau bedeutet Biodiversität? Einfach gesagt: Es ist die Vielfalt der Lebewesen und Lebensräume, in denen die unterschiedlichsten Arten von Tiere und Pflanzen leben. Diese Vielfalt nimmt weltweit immer weiter ab. Doch die gute Nachricht ist: Wer einen Kleingarten oder einen Garten am Haus hat, kann eine Menge dafür tun, zur Artenvielfalt beizutragen und für naturnahe Lebensräume zu sorgen. Diese und weitere Themen hat Kleingärtnerin Nadine Witt mit Thomas Kleinworth diskutiert. Er ist Gärtnermeister und Bundesgartenfachberater beim Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands - und zuständig für die "grüne" Bildung. Er sagt, jeder kann aktiv etwas tun und das ist auch gar nicht schwer. Tipps für Garten-Neulinge haben wir hier zusammengetragen. Du willst im Garten Plastikmüll vermeiden, Kunststoff einsparen oder komplett plastikfrei gärtnern? Eine Übersicht mit Tipps dazu findest du hier.

  6. #79: Das Prinzip Waldgarten im Kleingarten
    09.02., 10:0000:28:19

    Habt ihr schon mal was vom Waldgarten gehört? Das ist kein Garten im Wald, sondern eine Form der Gartengestaltung nach dem Vorbild der Struktur eines Waldes. Im Unterschied zum klassischen Garten ist der Anteil an Bäumen und Sträuchern sehr hoch. Während der klassische Gemüsegarten überwiegend aus einjährigen Kulturen besteht, die oft viel Sonne brauchen, stehen im Waldgarten Bäume, Sträucher und mehrjährige Arten im Mittelpunkt, die auch im Schatten wachsen. Also eine naturnahe Mischkultur. Wie das Prinzip Waldgarten im Kleingarten funktioniert, das hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Alexandra Maria Müller erklären lassen. Sie ist Permakulturistin und Gartenfachberaterin und praktiziert den Waldgarten in ihrem Kleingarten in Bremen.

  7. #78: Im Winter das Frühjahr im Garten vorbereiten
    26.01., 10:0000:08:58

    Langeweile im Winter? Diese Gartenarbeiten stehen im Januar und Februar an: Vögel füttern und tränken, denn neben Futter brauchen Gartenvögel auch im Winter Wasser. Im Podcast hat Nadine Witt gibt's einen Tipp, wie du die Wasserschalen einfach frostfrei halten kann. Bei frostfreiem Wetter können im Januar sogenannte Edelreiser geschnitten werden. Das sind junge Zweige von Obstbäumen, die dann später im März auf einen anderen Baum veredelt werden. Sie müssen kühl und frostfrei gelagert werden, damit sie nicht austrocknen. Dünger für die Gemüsebeete besorgen: Pferdemist zum Beispiel muss einige Monate ablagern, bevor er aufs Beet darf. Was es im zeitigen Frühjahr noch zu tun gibt: Die Erde im Staudenbeet vorsichtig lockern und mit Kompost oder Gesteinsmehl düngen. Außerdem können Staudenstengel jetzt bodennah zurückgeschnitten werden. Ziergräser hingegen schneidet man eine Hand breit über dem Boden ab, damit die frischen, jungen Triebe nicht verletzt werden. Saatgut durchschauen und besorgen, aber noch Geduld bei der Aussaat! Für die meisten Gemüsesorten ist der März ein guter Zeitpunkt zum Vorziehen. Gemüsesorten mit langer Keimdaue wie Paprika und Chili können schon ab Ende Februar/Anfang März ausgesät werden. Tomaten, Gurken und Zucchini sollten hingegen nicht zu früh gesät werden. Auch Sonnenblumen und Kapuzinerkresse lassen sich besser auf der Fensterbank vorziehen. Manche Gemüse und auch viele einjährige Sommerblumen werden besser direkt ins Beet gesät: Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Radieschen, Stangenbohnen oder Erbsen genau wie Ringelblumen, Jungfer im Grünen, Kornblumen und Schleierkraut. Obstbäume schneiden, aber nur, wenn Sie zum Wachsen angeregt werden sollen. Beim Schnitt gilt generell: Weniger ist mehr. Rasenpflege: Im Februar/März reicht es mit dem Rechen Laub und Moos zu entfernen. Danach kann der Rasen gedüngt werden. Mähen Sie den Rasen erst nach dem letzten Frost, frühestens im März. Balkon- und Kübelpflanzen, die im Haus überwintert haben, sollten zurückgeschnitten, ausgeputzt und gegebenenfalls umgetopft werden. Kontrolle auf Schädlinge nicht vergessen.

  8. #77: Besondere Beetformen für Gemüse und Blumen
    12.01., 10:0000:17:10

    Wir stecken mitten in der Planung für die neue Gartensaison. Wollt Ihr vielleicht auch mehr Beete haben? Da gibt es viele Möglichkeiten: Beete auf dem Boden, Kastenbeete oder Hochbeete. Falls Ihr mal etwas Neues ausprobieren wollt, dann lasst Euch inspirieren! Kleingärtnerin Nadine Witt hat sich mit Gärtnerin und MDR-Gartenexpertin Brigitte Goss über besondere Beetformen unterhalten. Es geht um No-Dig-Beete, aber auch um Hügelbeet, Krater- und Lasagnebeet. Welches Beet welche Vorteile hat, wie die Bedingungen für die verschiedenen Beete aussehen sollten und für welchen Garten sie geeignet sind, das hört Ihr in dieser Podcast-Folge.

  9. #76: Mein Gartenjahr 2023
    29.12., 10:0000:03:02

    Herzlich willkommen zur letzten Folge in diesem Jahr - das ist schon Folge 76. Wahnsinn! Vielen Dank an alle, die meinen Gartenpodcast hören und abonniert haben. Und für alle, die zum ersten Mal reinhören, stell' ich mich noch mal vor: Ich bin Nadine, habe einen Kleingarten in Erfurt, bin Gartenredakteurin und Radiomoderatorin bei MDR Thüringen und mache seit drei Jahren diesen MDR Gartenpodcast. Alle 14 Tage nehme ich euch mit in den Garten. Dieses Jahr habe ich gelernt, wie man Obstbäume richtig schneidet und rückenschonend gärtnert. Ich bin jetzt Fan von Bokashi, habe gelernt wie man richtig düngt und mir im Labor meinen Gartenboden analysieren lassen. Ich weiß jetzt, dass Permakultur auch im Kleingarten funktioniert, wie man torffrei gärtnert, welche Vorteile Dachbegrünung hat und wie man Bienen im Kleingarten halten kann. Und ich weiß jetzt, dass ich kein Unkraut im Garten habe, sondern unzählig viele Wildkräuter, die man essen kann. So gärtnert es sich auf jeden Fall deutlich entspannter. Natürlich habe ich schon Pläne für nächstes Jahr: Ich würde zum Beispiel gern wissen, wie man Obstbäume veredelt, ob das Prinzip Waldgarten auch im Kleingarten funktioniert und wie ich noch mehr Biodiversität im Kleingarten hinbekomme. Und was interessiert euch? Zu welchem Thema wünscht ihr euch mal eine Podcastfolge? Schreibt mir gern eine Mail an gartenpodcast@mdr.de Die erste Folge fürs neue Jahr ist schon fertig: In zwei Wochen geht‘s um Beetformen - Hügelbeet, Lasagnebeet oder Kraterbeet. Welches Beet welche Vorteile hat und was am besten in den eigenen Garten passt, das hört ihr in 14 Tagen kostenfrei und werbefrei in der ARD Audiothek oder wo ihr sonst so Podcasts hört. Und falls Ihr es nicht schon längst getan habt, abonniert gern diesen Podcast. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und einen guten Start in die neue Garten-Saison 2024!

  10. #75: Gärtnern ohne Auto
    15.12., 11:1400:17:18

    Wenn man einen Schrebergarten hat, muss man häufig Dinge von A nach B bringen: vorgezogene Jungpflanzen, geerntetes Obst und Gemüse oder Blumensträuße, aber auch Erde, Mulchmaterial oder Grünschnitt. Die meisten nutzen dafür ein Auto. Doch es gibt verschiedene Gründe, das Auto stehen zu lassen oder sogar abzuschaffen. Auch Kleingärtnerin Nadine Witt hat seit einem halben Jahr kein eigenes Auto mehr und fährt mit dem Fahrrad in den Garten oder leiht sich mal ein Auto. Denn so ganz ohne geht es noch nicht. Oder doch? Gartenbloggerin und Gartenbuchautorin Carolin Engwert gärtnert bereits seit zehn Jahren ohne Auto. Wie ihr das gelingt und welche Tipps sie hat, hört ihr in dieser Folge.

  11. #74: Terra Preta
    01.12., 10:0000:21:51

    Schwarze Erde, das bedeutet Terra Preta auf Portugiesisch, verbessert den Boden und erhöht die Fruchtbarkeit. Verschiedene Stämme von Ureinwohnern im Amazonas-Gebiet in Südamerika stellen schon seit Jahrhunderten Terra Preta her. Inzwischen wird die nährstoffreiche Erde mit Pflanzenkohlenanteil auch industriell hergestellt. Die Vor- und Nachteile von Terra Preta hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt vom Geoökologen Dr. Robert Wagner von der Freien Universität Berlin erklären lassen. Er hat mit seinen Kollegen untersucht, was die schwarze Erde bewirkt und wie sich Pflanzenkohle im Garten einsetzen lässt.

  12. #73: Nüsse im Garten anbauen
    17.11., 10:0000:17:05

    Herbstzeit ist Nusszeit - Und Nüsse sind gesund. Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die meisten Nüsse, die es in Supermärkten zu kaufen gibt, stammen von großen Plantagen in Kalifornien, China, der Türkei und Frankreich. Aber Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln und Esskastanien wachsen auch bei uns. Wie der Nussanbau im Garten gelingt, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Dr. Martin Penzel - Referent für Obstanbau im Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau in Erfurt erklären lassen.

  13. #72: Wühlmäuse im Garten
    13.11., 09:0100:21:24

    Wühlmäuse sind unerwünschte Gäste im Garten. Sie graben Gänge, werfen Erdhügel auf, fressen Gemüsepflanzen und knabbern Baumwurzeln an. Aber Wühlmaus ist nicht gleich Wühlmaus. Es gibt viele Arten. Schaden richtet vor allem die Schermaus an. Um die Schermaus aus dem Garten zu vertreiben, gibt es viele verschiedene Hausmittel. Die meisten helfen allerdings nur für kurze Zeit. Besser sind Drahtgitter, mit denen sich die Wurzeln neuer Pflanzen oder gleich das ganze Hochbeet schützen lassen. Wer ganz viel Glück hat, schafft es in seinem Garten ein Mauswiesel oder ein Hermelin anzusiedeln. Die kleinen Marder jagen Wühlmäuse und fressen sie. Welche verschiedenen Mäusearten es gibt, welche im Garten Schaden anrichten und was man dagegen tun kann, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt ganz genau von Thomas Mölich von BUND erklären lassen.

  14. #71: Pilze im Garten anbauen
    20.10., 10:0000:23:36

    Herbstzeit ist Pilzzeit. Wenn man sich nicht so gut auskennt, sammelt man am besten nur das, was man kennt. Oder baut selber Pilze im Garten an. Wie das geht, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Pilz-Expertin Anja Kolbe-Nelde erklären lassen und sie auf ihrer Thüringer Freilandpilzfarm in Schönewerda besucht. Welche Pilzarten im Garten angebaut werden können und wie man sie pflegt, das hört ihr in dieser Folge.

  15. #70: No-Dig-Methode: Beete ohne Umgraben anlegen
    06.10., 10:0000:19:30

    Umgraben im Herbst ist ein Streitthema unter Gärtnern. Ist das noch zeitgemäß? Früher hieß es, Frostgare würde den Boden lockern, aber heute weiß man, dass Umgraben das Bodenleben stört. Aber es geht auch anders - mit der No-Dig-Methode. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Nicht-umgraben-Methode". Dahinter steht die Idee, Beete anzulegen, ohne den Boden tief und großflächig umzugraben. Das hat einige Vorteile, aber auch Nachteile. Wie die Methode funktioniert, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Gartenbauingenieur Martin Breidbach erklären lassen. Er ist Bundesgartenberater im Verband Wohneigentum und hat schon mehrere Jahre Erfahrung mit der No-Dig-Methode. Ein solches Beet wird jährlich aufgefüllt, weil die Bestandteile nach und nach von Mikroorganismen umgesetzt werden. Dabei werden Nährstoffe freigesetzt und es entsteht fruchtbarer Humus. Durch die Kompostierung wird außerdem Wärme erzeugt, die das Wachstum der Pflanzen unterstützt.

  16. #69: Bodenanalyse
    22.09., 10:0000:28:51

    Habt ihr euch schon mal gefragt, was ihr für Boden im Garten habt? Sand, Lehm, Ton oder Schluff? Und wie viele Nährstoffe der hat und ob möglicherweise auch Schadstoffe drin sind? Kleingärtnerin Nadine Witt hat ihren Gartenboden im Labor der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena von Prof. Dr. Christoph Koch untersuchen lassen. Was bei der Bodenanalyse rausgekommen ist und wie guter Gartenboden sein sollte, das hört ihr in dieser Folge.

  17. #68: Bokashi
    08.09., 10:0000:14:41

    Dünger ganz einfach selber machen. Wie das geht, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von MDR Garten-Expertin und Gärtnerin Brigitte Goss erklären lassen. Das Zauberwort heißt Bokashi. Das ist der Kompost für zu Hause. Mit Hilfe von sogenannten Ems – also Effektiven Mikroorganismen kann man aus seinen Küchenabfällen im Handumdrehen Dünger herstellen. Uns zwar durch Fermentation. Wie das genau funktioniert und was man alles dazu braucht, hört ihr in dieser Folge.

  18. #67: Invasive Pflanzen
    25.08., 10:3100:17:46

    Wenn hübsche Gartenpflanzen aus dem Garten auswandern und für die heimische Natur zur Gefahr werden - dann redet man von invasiven Pflanzen oder invasiven Neophyten. Wie Kleingärtner mit Riesen-Bärenklau, Ambrosia oder Goldrute umgehen sollten und welche Pflanzen noch auf der Liste invasiver Arten stehen, bespricht Kleingärtnerin Nadine Witt mit Dr. Stefan Nehringer vom Bundesamt für Naturschutz in dieser Folge.

  19. #66: Unkraut essen statt jäten
    11.08., 10:0000:29:23

    Unkraut, Beikraut, Wildkraut - egal wie man die Pflanzen nennt. Wachsen sie an Stellen, an denen sie nicht sollen, ist es anstrengend und mühselig, sie zu entfernen. Glücklicherweise sind viele der vermeintlichen "Unkräuter" essbar. Da füllt die Mühe gleich den Teller. Kleingärtnerin Nadine Witt hat Elfi Lüdemann in ihren Garten eingeladen und sich mit der ausgebildeten Expertin für Heilpflanzenkunde auf die Suche nach Wildkräutern begeben. Warum wir Löwenzahn, Brennnessel und Co. auch essen und nicht nur jäten sollten, das hört ihr in dieser Folge.

  20. #65: Nützlinge gegen Schädlinge online bestellen
    28.07., 10:0000:19:29

    Nützlinge helfen gegen Schädlinge im Garten. Aber nicht immer sind die Gegenspieler vor Ort, wenn sie gebraucht werden. Hilfreiche Insekten wie Marienkäfer, Schwebfliegen und andere können auch online bestellt werden. Es gibt verschiedene Firmen, die sich auf den Versand spezialisiert haben, erzählt Ben Österle. Er ist Pflanzentechnologe und arbeitet für ein Unternehmen, das Nützlinge mit der Post verschickt. Der Einsatz von Nützlingen ist umweltfreundlich und nachhaltig - eine effektive Alternative zu Pestiziden. So gehen Sie vor: 1. Finden Sie heraus, um welchen Schädling es sich handelt und finden Sie den passenden Nützling Marienkäferlarven helfen gegen Blattläuse Nematoden helfen gegen Apfel- und Pflaumenwickler, Dickmaulrüssler und Trauermücken Raubmilben helfen gegen Spinnmilben und Thripse Schlupfwespen helfen gegen die Weiße Fliege Florfliege helfen gegen Wollläuse 2. Nützlinge bestellen Nützlinge können bei verschiedenen Firmen im Internet bestellt werden. Versendet werden sie aber meist nur montags und dienstags, damit die Tiere schnell ans Ziel kommen und nicht lange bei der Post liegen. Der Empfänger bekommt in einem Päckchen zum Beispiel Marienkäfer-Eier auf einer Pappkarte. Diese wird dann einfach dort aufgehängt, wo die Nützlinge gebraucht werden, vielleicht in einem Holunderbusch. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Marienkäferlarven und vertilgen die Schädlinge. 3. Nützlinge für Zimmer- und Gartenpflanzen einsetzen Nützlinge können im Zimmer, im Gewächshaus, aber auch im Freiland eingesetzt werden. Im Garten sind sie weniger effektiv als in einem abgeschlossenene Raum. Haben sie alle Schädlinge im Haus vertilgt, öffnet man die Fenster und die Nützlinge verschwinden wenn sie kein Futter mehr finden. 4. Gut zu wissen: Der richtige Umgang mit Nützlingen Bestellen Sie Nützlinge nicht auf Vorrat, sondern nur dann, wenn sie gebraucht werden. Der Schlupfzeitpunkt kann nicht beeinflusst werden und ist genau abgestimmt. Nur Nematoden lassen sich gekühlt ein paar Tage lagern und schlüpfen dann später.

In "Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast" sprechen Tobi und Maria jede Woche Freitag über praktische Tipps, naturnahes Gärtnern, Artenvielfalt und spannende Garten-Experimente.