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Holger ruft an

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263 Episoden · neueste 08.10.

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Episoden

263
  1. Holger ruft an ... wegen Rundfunkbeitrag
    24.11., 10:5300:29:48

    Wie wird berechnet und entschieden, wie hoch der Rundfunkbeitrag ist? Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, kurz: KEF, will wohl eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent im Monat empfehlen – und schon regen sich wieder alle auf. Aber: Wie berechnet die KEF überhaupt ihre Empfehlung, welche Rolle spielt die Politik – und wird's am Ende zu der Erhöhung kommen? Darüber spricht Holger Klein im Podcast mit Steffen Grimberg. Steffen Grimberg ist seit mehr als 25 Jahren Medienjournalist und leitet den Mediendienst der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Von 2000 bis 2012 hat er das Medienressort der „taz“ verantwortet, danach wechselte er zum Medienmagazin „ZAPP“ im NDR und dann ans Grimme-Institut. Anschließend, von 2016 bis 2018, arbeitete er als ARD-Sprecher beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Leipzig. Links Kommission will offenbar Erhöhung des Rundfunkbeitrags empfehlen (Spiegel) CDU-Politiker Markus Kurze: Wir stimmen der Erhöhung des Rundfunkbeitrags nicht zu (FAZ, €) Debatte um Rundfunkbeitrag: Der lange Streit ums Geld (DLF) Debatte um Rundfunkbeitrag: BR-Intendantin Wildermuth mahnt (BR) Warum will die CDU in Sachsen-Anhalt den Rundfunkbeitrag nicht erhöhen? (Übermedien-Podcast) Rundfunkurteil: Springers rasende Wut auf das Bundes­verfassungsgericht (Übermedien) Politiker und Medien ignorieren, wer die Höhe des Rundfunkbeitrags festlegt (Übermedien)

  2. Holger ruft an ... wegen Hubert Seipel
    16.11., 20:2200:25:54

    Wieso haben Medien Hubert Seipels Putin-PR verbreitet? Ein deutscher Journalist schreibt freundliche Putin-Bücher, zeigt sich mit dem russischen Präsidenten sehr nah. Nun kommt raus: Er bekam für seine Arbeit sehr viel Geld von einem russischen Oligarchen. Geht's noch? Holger ruft an bei der Osteuropa-Historikerin Franziska Davies, die auch die ARD und andere Medien deutlich kritisiert. Franziska Davies' Forschungs- und Publikationsschwerpunkt ist die moderne Geschichte Russlands, der Ukraine und Polens. Ihr gemeinsam mit Katja Makhotina verfasstes Buch „Offene Wunden Osteuropas. Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs“ wurde 2022 mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet. In Kürze erscheint der Essay-Band „Die Ukraine in Europa. Traum und Trauma einer Nation.“ Links Preisgekrönter deutscher Journalist erhielt Hunderttausende Euro aus Russland (Spiegel, €) Hunderttausende für Putin-Experten Seipel (ZDF) Prügelknabe des Westens (Franziska Davies in der „Süddeutschen“) Gelder aus Russland an Journalisten: Buchverkauf gestoppt ("Zeit") Der Fall Hubert Seipel: Wofür bekam der Journalist 600.000 €? ("Frontal", ZDF)

  3. Holger ruft an ... wegen getöteter Nahost-Journalisten
    09.11., 17:3500:23:07

    Weshalb sterben so viele Journalisten im Gaza-Krieg? Seit dem 7. Oktober, dem Terrorangriff der Hamas auf Israel, sind laut dem Committee to Protect Journalists (CPJ) in Gaza und Israel bereits 39 Journalisten getötet worden, in nur vier Wochen. Im ganzen Jahr 2022 seien es 68 Journalisten gewesen, die ums Leben kamen – und zwar weltweit! Die NGO Reporter ohne Grenzen (ROG) kommt zu ähnlichen Zahlen. "Es ist der tödlichste Beginn eines Krieges im 21. Jahrhundert", sagt Christopher Resch, Pressesprecher und Nahost-Experte bei ROG, im Übermedien-Podcast. Er erzählt, weshalb es schwierig ist, gerade Schutzausrüstung nach Gaza zu bringen, welchen Anschuldigungen sich auch ROG ausgesetzt sieht seit Beginn des Krieges, und was die NGO mit einer Strafanzeige beim Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte bezwecken will. Christopher Resch ist Pressereferent im Berliner Team der internationalen Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) mit Fokus auf den Nahen Osten (MENA) und Südosteuropa. Er hat in Leipzig und Istanbul Journalistik und Arabistik studiert und anschließend für das Goethe-Institut in Ägypten und Saudi-Arabien gearbeitet. Er ist Herausgeber des Sammelbands „Medienfreiheit in Ägypten“ (von Halem Verlag, 2015). Vor seiner Tätigkeit für RSF war er freier Journalist, unter anderem für "taz", Deutsche Welle und Deutschlandfunk. Seit 2018 arbeitete er zudem als freier Referent im Themenfeld Islam und Geflüchtete. Links Journalist casualties in the Israel-Gaza war (CPJ) Israel verdächtigt Reuters und AP, über Hamas-Angriff informiert gewesen zu sein (Der Standard) Palestinian TV Reporter and 11 Family Members Killed in Gaza (NYT) Trauer um im Libanon getöteten Journalisten (FAZ) Kontroverse um getötete Journalisten in Gaza und Libanon (DLF) RSF investigation into the death of Reuters reporter Issam Abdallah (RSF) Angriffe und Drohungen in der ganzen Konfliktregion (RSF)

  4. Holger ruft an ... wegen "Bild"
    31.10., 15:2300:15:37

    Was kann das "Bild"-"Manifest"außer spalten? Die „Bild am Sonntag“ hat ein „Manifest“ für Deutschland veröffentlicht. Es sei eine „Leitidee für das, was unsere freie Gesellschaft zusammenhält“, schreibt die Redaktion. Die 50 Punkte des Manifests lesen sich wie Verhaltensregeln für gute Bürger*innen. Und zwischen den Zeilen wird schnell klar, dass sie vor allem auch eine Abgrenzung sind: zwischen uns, den guten Deutschen. Und den anderen. Deutschland sei ein Land der Griller, heißt es in dem Manifest, ein Land, in dem viele Schweinefleischesser wohnen, wo man sich zur Begrüßung gern die Hand gebe, nur an Silvester böllere und Frauen tragen könnten, was sie wollen. Im Blatt wurde das Manifest auch auf Arabisch veröffentlich, online zudem auf Russisch, Englisch und Türkisch. Das sei ein „spaltarisches Manifest“, das „gedanklich und sprachlich verunglückt“ sei, sagt der Journalist Nils Minkmar im Übermedien-Podcast. Es würden keine Tugenden vermittelt, sondern „Behauptungen, die weder die deutsche noch die migrantische Realität in Deutschland widerspiegeln.“ In einer Zeit, in der auf Demos in Deutschland Hamas-Terror gefeiert wird und antisemitische Parolen geschwungen werden, sollten Medien natürlich kritisch hinschauen. Aber ist das, was „Bild“ da macht, zielführend? Wer soll hier eigentlich adressiert werden? Entsprechen die Regeln, die „Bild“ aufstellt, überhaupt der Linie, die das Blatt sonst so fährt? Und warum wäre eine differenzierte Berichterstattung über nachhaltige Energiepolitik publizistisch effektiver als so ein Manifest? Darüber sprechen Holger Klein und Nils Minkmar im Podcast.

  5. Holger ruft an ... wegen Süßigkeitenwerbung
    25.10., 17:3000:21:40

    Gefährdet Cem Özdemirs geplantes Werbeverbot wirklich den Journalismus? Weniger Süßigkeiten-Werbung – weniger Medienvielfalt? Glaubt man einer großen Kampagne von Verbänden der Werbebranche, der Lebensmittelindustrie und privaten Medien, ist das geplante Werbegesetz von Cem Özdemir, dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, eine Gefahr für den Journalismus. Denn der Minister will Werbung für Produkte, die sich an Kinder richten und die als ungesund gelten, beschränken. Kritiker seines Gesetzesentwurfs behaupten, dass dadurch Verlagen und Fernsehsendern künftig Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe fehlen werden. Durch "pauschale Werbeverbote", so steht es in den Anzeigen der Kampagne, die seit voriger Woche in verschiedenen Medien erscheinen, würden Medien "nicht nur eine der wichtigsten Einnahmequellen" verlieren, "sondern unsere Gesellschaft auch die zuverlässige Versorgung mit Informationen als Gegengewicht zu Desinformation und Fake News". Doch ist da überhaupt was dran? „Wir haben hier eine Situation, in der sich jeder seine eigene Wahrheit schafft“, sagt ** Martin Rücker** im Übermedien-Podcast. Der freie Journalist findet, dass bei der Debatte um das geplante Junk-Food-Werbeverbot die „Grenzen der Redlichkeit“ überschritten werden. Die Beteiligten hätten sich längst von einer "gemeinsamen Faktenbasis" verabschiedet. Stattdessen werde Stimmung gemacht, natürlich auch bei „Bild“ – wie so oft, wenn es um den Esskulturkampf geht. Was hat es mit dem geplanten Werbeverbot eigentlich auf sich? Wie berichten Medien darüber? Und welche Wirkung könnte so ein Gesetz eigentlich haben? Darüber reden Holger Klein und Martin Rücker im Podcast. **Links: ** Mit Junk-Studien gegen Özdemirs Junk-Food-Werbeverbot (Kommentar von Martin Rücker in der "Welt") Werbeverbot für Milch? Wie "Bild" mit falschen Zutaten Kulturkämpfe zubereitet Wenn aus der Curry-Wurst eine Ente gemacht wird

  6. Holger ruft an ... wegen der EU und Desinformation
    19.10., 12:5500:32:28

    Entscheidet jetzt die EU, was Desinformation ist? Das Digitale-Dienste-Gesetz der EU soll Anbieter von sozialen Netzwerken zwingen, Inhalte stärker zu moderieren. Der französische EU-Kommissar Thierry Breton nutzt das Gesetz, das seit August greift, um Internetplattformen wie Youtube, Meta, Tiktok und X (ehemals Twitter) zu ermahnen – und warnt vor illegalen Inhalten und „Desinformation“. Aber wie legt die EU eigentlich fest, was Desinformation ist? 13 mal tauche das Wort im Gesetz auf, definiert werde es aber nicht, kritisert Hendrik Wieduwilt. Das Gesetz sei „schleierhaft und nebulös“ dahingehend, was der Begriff eigentlich bedeute. Wieduwilt findet die Maßnahmen der EU fragwürdig. Ein Problem sei auch, dass die Kommission sich in Krisenzeiten „sehr sehr weitreichende“ Befugnisse auf den Plattformen einräumt. Unklare Nachrichtenlagen, wie sie derzeit in Nahost vorliegen, werden so auch zur Herausforderung für die Meinungs- und Pressefreiheit: Was fällt unter Desinformation? Was wird gelöscht und wie wird es transparent gemacht? Wer entscheidet das? Und werden offizielle Einschätzungen der EU bevorzugt? Darüber sprechen Holger Klein und Hendrik Wieduwilt in der neuen Folge von "Holger ruft an …": Links "Die EU hat ein Problem mit Desinformation" von Hendrik Wieduwilt in der FAZ "Kann es sein, dass es Social Bots gar nicht gibt?" fragt Holger Klein im Podcast Florian Gallwitz "Chatkontrolle: EU-Datenschutzbeauftragter untersucht Microtargeting der EU-Kommission" von Markus Reuter bei "netzpolitik.rog" "Wie Kinderschützer*innen Verwirrung stiften" von Leonhard Pitz bei "netzpolitik.org" "Streit über Chatkontrolle geht weiter" von Jana Ballweber in der "taz"

  7. Holger ruft an ... wegen Israel
    14.10., 10:4000:15:02

    Warum wird es immer so emotional, wenn es um den Nahost-Konflikt geht? Es gibt viel Hass dieser Tage, mal wieder und von allen Seiten. Die Diskussion über den Krieg zwischen Israel und den Palästinensern ist so emotional aufgeladen wie wohl kein anderer Konflikt. Das erlebt die Journalistin und Nahost-Expertin Gilda Sahebi auch selbst, wenn sie die aktuellen Geschehnisse einordnet. Im Übermedien-Podcast sagt sie: „Sobald man etwas schreibt über Israel oder über Jüdinnen und Juden, ist man sofort gegen Palästinenser. (…) Wenn ich schreibe, dass es gerade sehr viele Tote im Gazastreifen gibt durch die Angriffe der Israelis, dann kommt von der anderen Seite: du Antisemitin. Das ist das unfassbar Toxische an diesem Konflikt.“ Im Vergleich zu früheren Eskalationen der Gewalt im Nahen Osten habe sich bei Berichterstattung über die aktuelle Lage aber auch etwas verbessert, sagt Sahebi. Was ist diesmal anders? Was sollten Journalistinnen und Journalisten beachten, die über den Nahost-Konflikt berichten? Und warum ist es nicht gut, von der einen und der anderen Seite zu sprechen? Darüber reden Holger Klein und Gilda Sahebi in der neuen Folge von "Holger ruft an …": Links: Wie sich der Kommentar des SZ-Korrespondenten zu Israel plötzlich veränderte Terror verharmlosen in Deutschland: Rassismus ist kein Gegenmittel (Kommentar von Gilda Sahebi in der taz) Antisemitische Vorfälle bei Demo in Berlin: Wen aus Journalisten "Störer" gemacht werden

  8. Holger ruft an ... wegen Bluesky
    07.10., 13:5100:25:56

    Wird Bluesky das neue Twitter? Plötzlich reden alle von der Twitter-Alternative Bluesky; in Deutschland scheint sich in den vergangenen Tagen eine ganze Welle mehr oder weniger bekannter Menschen dorthin aufgemacht zu haben. Entsteht da das nächste große Social-Media-Ding, eine neue Heimat für all die, die es bei Elon Musk nicht mehr aushalten? Oder ist das nur wieder ein kurzfristiger Hype? Holger Klein hat darüber mit Martin Fehrensen gesprochen. Gemeinsam mit Simon Hurtz betreibt er das Social Media Watchblog und informiert zweimal die Woche in einem Newsletter über die wichtigsten Neuigkeiten und Debatten rund um Dienste wie Twitter (neuerdings: X) – und eben Bluesky. Er beschreibt das ganz besondere Gefühl, das dort gerade herrscht, und erklärt die Diskussionen, die bereits toben um die Offenheit für unterschiedliche politische Meinungen und ihre Vertreter. So groß, wie der Medienrummel es gerade erscheinen lässt, sei Bluesky noch nicht, sagt Fehrensen. Man müsse sich den Dienst vielleicht am besten als eine etwas größere Whatsapp-Gruppe vorstellen. Er glaubt aber auch grundsätzlich nicht, dass es noch einmal großen gemeinsamen Diskursraum für alle geben wird, wie es Twitter zumindest zeitweise war: „Die Zukunft ist die Nische.“ Warum er meint, dass in dieser Fragmentierung aber auch eine Chance liegt für die klassischen Medien, erklärt Martin Fehrensen in dieser Folge von „Holger ruft an“. Links Social Media Watchblog: Der blaue Vogel ist tot, lang lebe der blaue Himmel Martin Fehrensen auf Bluesky Übermedien auf Bluesky

  9. Holger ruft an ... wegen der AfD in Thüringen
    28.09., 12:0500:38:04

    Warum berichten überregionale Medien groß, wenn in Nordhausen gewählt wird? Wenn ein Landtag über eine Gesetzesänderung abstimmt, ist das normalerweise kein Thema für die „Tagesschau“. Wenn irgendwo ein Landrat gewählt wird, interessiert das keinen im Rest der Bundesrepublik, und es kriegt auch kaum einer mit, weil es höchstens in der Lokalzeitung steht. Es sei denn, es geht um einen (möglichen) Erfolg der AfD. Auch als am vergangenen Wochenende der AfD-Kandidat bei der Bürgermeister-Stichwahl in der thüringischen Kleinstadt Nordhausen scheiterte, berichteten sämtliche überregionale Medien darüber. Aber warum eigentlich? „Landespolitische Ereignisse können bundespolitische Auswirkungen haben“, sagt Martin Debes. Natürlich werde nicht über jede Gemeinde in Deutschland berichtet, sagt der Landesreporter der Funke Mediengruppe in Thüringen, „aber immer, wenn dort etwas Neues verhandelt wird, hat es einen Nachrichtenwert.“ Aber ist es immer gut, wenn Medien diesen Ereignissen so viel Aufmerksamkeit schenken? Holger Klein spricht mit Debes diese Woche im Übermedien-Podcast über den journalistischen Umgang mit der AfD: Wie Medien ungewollt zur Partei gemacht werden und was sie aus der Wahl in Nordhausen lernen können. Links: "Ich weiß nichts" – Kommentar von Martin Debes in der "Thüringer Allgemeinen" Umfrage-Schock: Andauernd neue "Schock-Umfragen" helfen vor allem der AfD Der journalistische Umgang mit der AfD ist voller Widersprüche. Das muss so sein. Haben Medien die AfD groß gemacht? (Podcast mit Ann-Katrin Müller vom "Spiegel")

  10. Holger ruft an ... wegen einer Klage gegen Böhmermann und das ZDF
    14.09., 15:2800:35:02

    Müssen Böhmermann und das ZDF dem ehemaligen BSI-Chef Schmerzensgeld zahlen? Schon kurz nach der Ausstrahlung im Oktober 2022 wurde Böhmermanns Sendung von Kritikern vorgeworfen, haltlose Vorwürfe gegen Schönbohm verbreitet zu haben. Der ehemalige BSI-Chef fordert nun 100.000 Euro Entschädigung und spricht von einer „der schmutzigsten Denunzierungen, die jemals durch einen öffentlich-rechtlichen Sender erfolgt“ seien. Hat Schönbohm damit Aussicht auf Erfolg? Und stimmt es, dass Böhmermann und seine Redaktion auch keine Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Sendung hätten, wie es der Moderator kürzlich auf Mastodon behauptet hatte ("Was das Bundesinnenministerium macht, ist nicht unser Bier")? Wann müssen Journalisten eigentlich überhaupt für die Folgen ihrer Berichterstattung haften? Und geht es bei medienrechtlichen Verfahren überhaupt um die Wahrheitsfindung? Oder vielleicht doch nur um juristische Spitzfindigkeiten oder gar PR? Darüber spricht Holger Klein mit dem Journalisten und Rechtsanwalt Felix W. Zimmermann. Er ist Chefredakteur von "Legal Tribune Online". Zuvor war er Rechtsexperte des ZDF. Und vor seiner journalistischen Tätigkeit arbeitete er bei der Presserechtskanzlei Schertz Bergmann Rechtsanwälte. Links: LTO-Artikel von Felix W. Zimmermann: "Hat Jan Böh­m­er­mann wir­k­lich falsch berichtet?" Kommentar von Andrej Reisin: "Mehr Fakten und weniger Skandalgetöse würden dem vergifteten Klima gut tun" ZDF Magazin Royale vom 7. Oktober 2022 Mastodon-Thread von Jan Böhmermann

  11. Holger ruft an ... wegen Augenklappen-Witzen
    08.09., 19:2600:12:23

    Wie lustig ist es, wenn der Kanzler dazu auffordert, über ihn zu spotten? Bundeskanzler Olaf Scholz ist beim Joggen gestürzt, hat sich verletzt und muss nun für ein paar Wochen eine Augenklappe tragen. Bevor andere über sein verändertes Äußeres spotten konnten, lud er auf Twitter selbst dazu ein. Tatsächlich lief die Meme-Produktion sofort an. Auf Twitter wurden im Akkord Piratenbilder, -filme und -witze mit ihm produziert. Medien wie Funk und NDR2 füllten ihre Instagram-Accounts mit all dem, was ihnen an Sprüchen auf die Schnelle einfiel. Die linke Wochenzeitung „Freitag“ bebilderte einen Artikel über den anscheinend auf Schweigen basierenden Regierungsstil des Kanzlers mit einem Artikel, bei dem Scholz eine weitere Klappe über dem Mund trug. Der "Postillon" machte Meme-Meta-Witze, die Piratenpartei einen Piratenpartei-Witz, die Supermarktkette Rewe einen Tiefkühlerbsen-Witz, und das ZDF musste angesichts seines Slogans nur noch verwandeln. Wie lustig ist das alles wirklich? Und ist es nicht eigentlich falsch, Witze auf Kommando zu machen? Holger Klein spricht darüber in unserem Podcast mit Humorprofi Tim Wolff. Der sieht in Scholz' Tweet den "verzweifelten Versuch" von Beratern des Bundeskanzlers, "dieser künstlichen Intelligenz Humor zu geben". Es habe etwas Mechanisches und Berechnendes. „Die ganze Situation ist einfach falsch. Wenn ein Kanzler so etwas in die sozialen Medien gibt und sagt: Hier, macht mal Witze, dann hat sich die ganze Öffentlichkeit in eine Art ‚Titanic'-Redaktionssitzung verwandelt. Und ich kann mit sehr viel Erfahrung sagen: Die Welt sollte keine ‚Titanic‘-Redaktionssitzung sein.“ Wolff, der früher „Titanic“-Chefredakteur war und heute „ZDF Magazin Royale“-Chefautor ist, spricht darüber, woran man einen guten Witz erkennt, und ob es vielleicht Leute oder Institutionen gibt, die todernst sein sollten. Und natürlich geht es auch um die Frage, warum das Satiremagazin „Titanic“ gerettet werden muss - und gerettet werden sollte. In der neuen Folge von „Holger ruft an“:

  12. Holger ruft an ... wegen Politikerstatements ohne Nachfrage-Möglichkeit
    02.09., 11:5500:40:16

    Was tun, wenn Politiker Journalisten zu Mikrofonhaltern degradieren? Als Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, in dieser Woche vor der Presse zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nahm, sagte sein Sprecher vorher: „Wir bitten um Verständnis, dass Fragen heute nicht zugelassen sind.“ Journalisten kennen das schon. Sie konnten keine Fragen stellen, als Bundeskanzler Olaf Scholz sich am Rande der Klausurtagung in Meseberg äußerte. Oder als der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ein Statement zu Aiwanger abgab. Oder als Familienministerin Lisa Paus sich in der vorigen Woche zur Kindergrundsicherung äußerte. Die ZDF-Journalistin Winnie Heescher kritisierte diese Praxis in dieser Woche auf Twitter. Und sie scheint mit ihrer Unzufriedenheit darüber nicht alleine zu sein. Der Deutsche Journalistenverband DJV gab eine Presseerklärung mit dem verzweifelt klingenden Ruf „Wir sind keine Mikrofonhalter“ heraus. „Wer glaubt, so mit den Medien umgehen zu können, hat die Rolle des Journalismus als kritische Institution in der Demokratie nicht verstanden“, sagte sein Vorsitzender Frank Überall. Warum machen Politikerinnen und Politiker das? Und warum lassen Journalistinnen und Journalisten das mit sich machen? Holger Klein hat mit Winnie Heescher darüber gesprochen. Sie erzählt, warum sie es wichtig findet, auch in kurzen Nachrichtenbeiträgen die Umstände solcher vermeintlichen Pressekonferenzen zu erwähnen, und warum sie die Formulierung, Fragen seien „nicht zugelassen“ gewesen, eigentlich irreführend findet. Der Versuch der Politiker, ihre Botschaft auf diese Weise genau zu kontrollieren, sei oft kontraproduktiv und könne zu noch kritischerer Berichterstattung führen, sagt sie. Aber ist das nicht auch ein Theaterstück, das da aufgeführt wird? Könnten Reporter vor Ort in diesen Situationen wirklich Fragen stellen, die zu einem Mehrwert an Informationen führen? Und sind sie dazu vorbereitet genug? Wie sind die Abläufe und Möglichkeiten in der Praxis? Mehr zum Thema Statement von Hubert Aiwanger Statement von Lisa Paus DJV: „Wir sind keine Mikrofonhalter“ BR24: Hebestreit bedauert Pressebegegnung mit China ohne Fragen „Macht. Wechsel.“ Film von Winnie Heescher und Lars Seefeldt über den Bundestagswahlkampf 2021

  13. Holger ruft an ... wegen "Clan-Kriminalität"
    24.08., 14:5500:15:11

    Sollten Medien das Wort streichen? Vergangene Woche hat die Redaktion der "Frankfurter Rundschau" (FR) bekannt gegeben, dass sie den Begriff "Clan-Kriminalität" nur noch in Ausnahmefällen verwenden will. Er stigmatisiere Menschen und werde "politisch missbraucht", begründete die FR ihre Entscheidung. Dass sich die Zeitung so positioniert, hat die FR-Volontärin Yağmur Ekim Çay maßgeblich mit angestoßen. Sie ist diese Woche Gast im Übermedien-Podcast. Mit Holger Klein spricht sie unter anderem darüber, wie die Diskussion bei der FR ablief, welche Reaktionen es intern und extern gab und wie man über Kriminalität berichtet, ohne zu diskriminieren, aber dabei trotzdem konkret benennt, um welche Kriminalität es geht. Links: "Clan" gleich "Kriminalität" – Woher kommt diese Assoziation? (Übermedien-Podcast mit dem Migrationsforscher Özgür Özvatan "Clan-Kriminalität": Gefährliche Diskurse über gefühlte Wahrheiten (Essay von Yağmur Ekim Çay in der "Frankfurter Rundschau") "PR-Gag im Vorfeld der Hessen-Wahl" (Interview mit dem Kriminologen Thomas Feltes in der "Frankfurter Rundschau") "Über die sogenannte Clankriminalität - Kurze Kritik eines (Kampf)-Begriffs" – Beitrag von Strafrechtler Kilian Wegner im "Verfassungsblog"

  14. Holger ruft an ... wegen Flugbereitschaft
    19.08., 08:0000:20:41

    Wie nah kommt man als Journalist an Bord eines Regierungsfliegers den Politikern? Außenministerin Annalena Baerbock war in Abu Dhabi und kam da irgendwie nicht weg. Weil der Regierungsflieger muckte. Patrick Diekmann von "t-online.de" war dabei. Im Übermedien-Podcast berichtet er von der Pannen-Reise und erzählt, wie das eigentlich so ist, mit Politikern unterwegs zu sein. Patrick Diekmann ist seit knapp vier Jahren Korrespondent für Außenpolitik bei "t-online.de" und betreut dort die Berichterstattung über internationale Gipfel und das Auswärtige Amt. Zuvor war er bei "t-online" und beim Berliner Verlag als Politikredakteur tätig. Er hat Politikwissenschaften, Soziologie und Internationale Beziehungen in Göttingen, Berlin und Istanbul studiert. Seine journalistischen Schwerpunkte sind Außen- und Sicherheitspolitik. Diekmann ist regelmäßig mit Außenmnisterin Baerbock unterwegs. Auch ihren Vorgänger Heiko Maas begleitete er auf Reisen. Links Baerbock-Reise abgebrochen ("Tagesschau") "Nur noch peinlich" (Patrick Diekmann bei "t-online") Regierungsflieger "Konrad Adenauer" (Wikipedia)

  15. Holger ruft an ... wegen der ma Audio
    14.07., 16:5700:17:58

    Wie veraltet ist die Messung der Radio-Einschaltquote? Diese Woche ist sie wieder erschienen: die halbjährliche Media Analyse Audio, kurz: ma Audio. Mit ihr wird ermittelt, wie viele Hörerinnen und Hörer Radiosender haben. Vor allem für private Radiosender sind die Zahlen von Bedeutung – schließlich basieren auf ihnen die Werbepreise, die sie verlangen können. Aber auch öffentlich-rechtliche Sender schmücken sich gerne mit den Ergebnissen der Umfrage. Das Kuriose: Nach der Veröffentlichung der Zahlen gibt es meist nur jubelnde Gewinner, die sich über ihre Top-Reichweite freuen. Aber wie verlässlich sind diese Zahlen, wenn es scheinbar keine Verlierer gibt? Und wie zeitgemäß und aussagekräftig ist die Befragung eigentlich? Und was wird da so gefragt? Darüber spricht Holger Klein diese Woche mit Anna Schnauber-Stockmann, die an der Uni Mainz zu Medienwirkung und Mediennutzung forscht. Links: ma Audio (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.) Formatradio: Musik nur, wenn sie mau ist (Übermedien) Musik im Radio: Die Männer der 80er, 90er und die besten Männer von heute (Übermedien) Wie kann die Musik im öffentlich-rechtlichen Radio besser werden? (Übermedien-Podcast)

  16. Holger ruft an ... wegen Musikradio
    06.07., 16:1600:17:02

    Wie kann die Musik im öffentlich-rechtlichen Radio besser werden? Zwei Musikjournalisten sind enttäuscht: vom öffentlich-rechtlichen Musikradio in Deutschland. Zu glatt, zu gleichförmig, zu viel Mainstream. Aber warum? Die beiden sprechen für ihr Projekt "Wo ist hier der Krach?" mit Hörfunkern in Europa und Australien darüber, wie gutes Musikradio klingt. Und welche Voraussetzungen es dafür braucht. Was er und seine Kollegin Melanie Gollin dabei gelernt haben, erzählt Martin Hommel im Übermedien-Podcast mit Holger Klein. Martin Hommel ist Musikjournalist in Leipzig. Er ist fasziniert von Musikradios und produziert unter anderem seine eigene Sendung "Miserable Monday". Sein Lieblingsthema ist britischer Post-Punk. Außerdem denkt er (zu) viel über Paul McCartney nach. Mit Melanie Gollin hat er das Projekt "Wo ist hier der Krach?" gegründet. Gollin ist Musikjournalistin für Text und Audio in Berlin und gibt den musikjournalistischen Newsletter "Zwischen Zwei Und Vier" heraus. Ihr Schwerpunkt: Geld in der Musikindustrie – wer es hat, wer nicht und warum. Außerdem kennt sie sich gut mit Liedern aus, in denen es nicht um Liebe geht. Links Wo ist hier der Krach? Was der deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk von anderen Ländern lernen kann Formatradio: Musik nur, wenn sie mau ist (Übermedien) Musik im Radio: Die Männer der 80er, 90er und die besten Männer von heute (Übermedien)

  17. Holger ruft an ... wegen Medien und der AfD
    29.06., 17:2700:27:19

    Haben Medien die AfD groß gemacht? Über Rechtsaußen berichten: Warum tut man sich das überhaupt an? Ann-Katrin Müller ist Politik-Redakteurin beim „Spiegel“ mit dem Schwerpunkt AfD. Sie sagt: „Ich mache das trotz allem, was dazugehört – also den ganzen Bedrohungen und dem Hass und der ganzen anstrengenden Gespräche – ganz gerne.“ Aber wie berichtet man über eine Partei, die man für gefährlich für die Demokratie hält? Müller sehe sich dabei nicht als Aktivistin, die sagt "Hier! Wählt die bloß nicht". Aber: "Ich hätte gerne, dass die Menschen wissen, was da abgeht, um zu entscheiden, ob sie die wählen wollen.“ Nicht über die AfD zu berichten sei der falsche Weg. Ein aktuelles „Stern“-Interview mit Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, habe Müller aber irritiert. Etwa, weil der "Stern" Weidel fragt, was das erste Projekt der AfD wäre, käme sie an die Regierung. Und weil Weidel prominent auf dem Cover des Magazins zu sehen ist. Müller kritisiert das: „Alice Weidel liegt am Kiosk, sie ist sehr präsent und wird auch noch gefragt, was sie als Kanzlerin machen würde - und das ist dann bei einer Partei, die so gar keine Regierungsoptionen gerade auf Bundesebene hat, dann doch einfach schräg.“ Mit dem Aufschwung der AfD in den Umfragen stellt sich erneut die Frage: Welche Mitschuld haben Medien? Müller wolle nicht klingen "wie der erhobene Zeigefinger des Journalismus", aber bei der Berichterstattung über die AfD sei es wirklich wichtig, "dass wir uns unsere Standards gut überlegen“. Ann-Katrin Müller ist Politikredakteurin beim „Spiegel“. Sie studierte Politikwissenschaften und European Studies und volontierte beim ARD-Polittalk „hart aber fair“. Nach Stationen bei Phoenix, der „Financial Times Deutschland“ und dem WDR ist sie seit 2013 beim „Spiegel“. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Themen sexualisierte Gewalt, Innere Sicherheit sowie die AfD. Mit ihrem Kollegen Maik Baumgärtner hat sie das Buch „Die Unsichtbaren – Wie Geheimagentinnen die deutsche Geschichte geprägt haben“ geschrieben. Links Im Osten nichts Neues? Wie Berichterstattung Vorurteile auf beiden Seiten weckt Sorge vor der "blauen Welle" – Analyse von Ann-Katrin Müller ("Spiegel") Warum der "Stern" mit Alice Weidel spricht – Video mit Chefredakteur Gregor Peter Schmitz Was können Sie eigentlich außer Hass, Frau Weidel? ("Stern"-Interview)

  18. Holger ruft an ... wegen KI im Journalismus
    23.06., 12:1600:25:02

    Macht Künstliche Intelligenz Journalisten überflüssig? Axel Springer hat in dieser Woche angekündigt, eine große Zahl von Stellen abzubauen - und das unter anderem mit dem verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) begründet. Ist das ein erstes Zeichen eines dramatischen Umbruchs im Journalismus? Werden journalistische Inhalte in Zukunft nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen produziert? Holger Klein spricht darüber mit Christina Elmer. Er fragt sie unter anderem: Wie viel von der aktuellen Aufregung ist bloß ein vorübergehender Hype? Wie sehr verändern verschiedene Formen von Künstlicher Intelligenz tatsächlich die Arbeit von Journalisten? Welche ethischen Grundsätze gelten in Zukunft? Christina Elmer ist Professorin für Digitalen Journalismus und Datenjournalismus an der TU Dortmund. Zuvor arbeitete sie in unterschiedlichen Positionen in der Redaktion des "Spiegel", zuletzt als stellvertretende Entwicklungschefin. Sie engagiert sich im Vorstand des Vereins Netzwerk Recherche, ist Gesellschafterin bei "AlgorithmWatch" und wurde vom "Medium Magazin" als „Wissenschaftsjournalistin des Jahres 2016“ ausgezeichnet. Links Christina Elmer: „Warum jedes Medienhaus ein KI-Kompetenzzentrum braucht“ ("Medium Magazin") Kinderkrankheit oder „krasser Sündenfall“? Wie Ippen Media KI einsetzt Sind wir zu langsam für KI, die immer schneller immer besser wird? Erfundenes Interview mit Michael Schumacher: Zu dumm, um wahr zu sein Der KI-Fiebertraum und seine Auswirkungen auf politische Fotografie BR: Unsere KI-Richtlinien im Bayerischen Rundfunk

  19. Holger ruft an ... wegen Donald Trump
    16.06., 17:1300:27:24

    Haben wir denn gar nichts gelernt aus der Ära Trump? Sobald Donald Trump zuckt, gehen Fernsehsender live. Berichten über jede kleinste Regung. Schicken sogar Helikopter, um ihn zu verfolgen. Ist das nicht irre? Und spielt das Trump nicht in die Karten? Natürlich ist es ein historisches Ereignis, wenn erstmals ein amerikanischer Ex-Präsident angeklagt wird. Aber ist die riesige mediale Aufmerksamkeit angemessen – und so klug? Auch in Deutschland berichten Medien live, im Fernsehen oder in Tickern, wenn ein neuer Gerichtstermin ansteht. Dabei ist den Reportern meistens bewusst, dass Trump jeden Medien-Auftritt für sich nutzen könnte, für seinen Wahlkampf. Ein Dilemma. Über den medialen Umgang mit dem manipulativen Ex-Präsidenten spricht Holger Klein mit "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni. Ingo Zamperoni moderiert, im Wechsel mit Caren Miosga, die "Tagesthemen" im Ersten. Von 2014 bis 2016 war er Korrespondent im ARD-Studio in Washington. 2020 erschien seine ARD-Dokumentation "Trump, meine amerikanische Familie und ich", 2022 folgte "Trump, Biden, meine US-Familie und ich". Gemeinsam mit seiner Frau, der US-Amerikanerin Jiffer Bourguignon, ist er außerdem im Podcast "Amerika, wir müssen reden!" zu hören. Links: Klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen ("Spiegel", €) Medien folgen Donald Trump auf Schritt und Tritt (Video) Trumps Lügen gehören ins Klapp-Butterbrot der Wahrheit (Kolumne) If Trump Runs Again, Do Not Cover Him the Same Way ("Washington Post")

  20. Holger ruft an ... wegen Till Lindemann
    09.06., 12:1500:22:51

    An welche Regeln muss sich Verdachtsberichterstattung halten? Schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann: Der Sänger der Band Rammstein soll jungen Frauen gegenüber seine Macht missbraucht und sexuell übergriff gewesen sein. Der Eindruck, dass weibliche Fans systematisch für Sex während und nach Konzerten rekrutiert wurden, verfestigt sich aufgrund zahlreicher sich ähnelnder Berichte von Besucherinnen. Aber ab welchem Zeitpunkt dürfen Journalist:innen so schwere Anschuldigungen überhaupt veröffentlichten? Was müssen sie dabei beachten? Es gibt ja bisher weder eine Anklage noch einen Gerichtsprozess. Diese Fragen werden – auch in anderen mutmaßlichen #MeToo-Fällen – immer wieder gestellt. Holger Klein ruft diese Woche bei Lena Kampf an. Sie ist stellvertretende Leitern des Investigativressorts der „Süddeutschen Zeitung“, die am vergangenen Wochenende als erstes ausführlich über den Fall Lindemann berichtet hat. Im Übermedien-Podcast spricht sie über die Regeln der Verdachtsberichterstattug und was die besonderen Hürden bei Recherchen zu #MeToo sind. Wie ist das SZ-Team bei der Recherche vorgegangen? Warum wurde das angebliche „System Lindemann“ nicht schon früher aufgedeckt, hat der Musikjournalismus versagt? Und auf welche PR-Spins von Rammstein sollten wir jetzt nicht hereinfallen? Links: Am Ende der Show – "Süddeutsche Zeitung" über die Vorwürfe gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann Wann hören wir endlich auf, Opfern eine Mitschuld zu geben? (Kolumne von Samira El Ouassil) "Was wirklich bei Rammstein-Afterpartys passiert" – Video von Youtuberin Kayla Shyx

Der Übermedien-Podcast, in dem Host Holger Klein jede Woche mit wechselnden Gästen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe spricht. Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik und berichtet seit 2016 über Medien: unabhängig, werbefrei und finanziert ausschließlich durch unsere Community. Unterstützt uns mit einem Abo oder abonniert unseren kostenlosen Newsletter! Mehr dazu auf www.uebermedien.de.