
Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel
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- 20.09.202426 min
In der aktuellen Folge Economic Challenges tauchen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, tief in die komplexen Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und politischem Wahlverhalten in Deutschland ein. In dem Zusammenhang analysieren die Ökonomen zunächst die kürzlich durchgeführte Konferenz des Bundeswirtschaftsministeriums, die sich mit Trends und Ursachen der Regionalentwicklung befasst hat. Dabei steht besonders die AfD im Fokus. Die Wahlerfolge, die die Partei bei den jüngsten Wahlen in Ostdeutschland erzielen konnte, halten die Experten für besorgniserregend. Eine signifikante Rolle spiele dabei en Ökonomen zufolge die gefühlte Benachteiligung, die sehr viel größer sei als die reale. Bert Rürup und Michael Hüther erörtern deshalb, wie genau sich die gefühlte wirtschaftliche Benachteiligung von Ostdeutschen von der objektiven Realität unterscheidet. Fast 70 Prozent der Ostdeutschen schätzen ihre wirtschaftliche Lage offenbar schlechter ein, als sie tatsächlich ist. Was sind die Gründe für diese Wahrnehmung? Welche Rolle spielen Daseinsvorsorge und Infrastruktur in den ländlichen Regionen, und wie beeinflussen sie das Wahlverhalten? Diese und weitere Fragen diskutieren die Experten im Podcast. Außerdem thematisieren Bert Rürup und Michael Hüther die Herausforderungen der Transformation zur Klimaneutralität und deren Auswirkungen auf städtische und ländliche Räume. Dabei geben sie unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Welche ökonomischen Chancen und Risiken ergeben sich aus der Zuwanderung für die neuen Bundesländer, und wie kann das Verständnis für die Notwendigkeit von ausländischen Arbeitskräften gefördert werden? Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 13.09.202427 min
Der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi hat im Auftrag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Gutachten zur Wettbewerbsfähigkeit der EU im Vergleich zu den USA und China erstellt. Das Gutachten legt die massive Investitions- und Produktivitätslücke der EU offen. Darin enthalten sind auch Vorschläge für konkrete Maßnahmen, wie der Rückstand aufgeholt werden könne – unter anderem mit zusätzlichen Investitionen in Höhe von bis zu 800 Milliarden Euro pro Jahr. „Das ist das reine Konzept eines Technokraten“, kritisiert Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup in dieser Folge von Economic Challenges. Politik erschöpfe sich nicht nur im Design eines Konzepts, sondern sie denke die Umsetzung mit. „Und die Politik-Dimension wird mit keinem einzigen Wort erwähnt.“ Das sei aber auch nicht der Auftrag gewesen, erwidert Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. Jetzt müssten sich die Institutionen überlegen, wie sie damit umgehen. Die Frage sei, wie überzeugend die Argumente in dem Gutachten sind. „Ich finde die im großen Teil in den Beschreibungen der Politikfelder richtig und auch zielführend“, sagt Hüther. Helfen Sie uns, Ihr Hörerlebnis noch besser zu machen. Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und sagen Sie uns, was Ihnen gefällt – und was nicht. Unter allen Teilnehmern verlosen wir 5x einen 50€ Wunschgutschein, der bei über 500 Partnern einlösbar ist! Hier geht es zur Umfrage. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 06.09.202426 min
In dieser Episode von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, insbesondere am Beispiel von VW. Sie beleuchten die Verantwortung des Unternehmens für hausgemachte Probleme, wie Überkapazitäten und fehlende Innovationskraft in der Elektromobilität, und hinterfragen die Rolle der Politik bei der Lösung dieser Herausforderungen. „Hausgemachte Probleme müssen auch zu Hause gelöst werden“, sagt Rürup. Zudem betont er die Bedeutung der Sozialpartnerschaft: Gewerkschaften und Management müssten gemeinsam Lösungen finden, um Kapazitäten anzupassen, ohne staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen. Die Sozialpartnerschaft müsse getestet werden, glaubt Rürup. „Das heißt, man fährt sonst gemeinsam mit dem Aufzug herauf, aber jetzt wird der VW-Konzern herunterfahren müssen.“ Das sage noch keiner, aber man werde um eine Werksschließung nicht herumkommen. Gleichzeitig verweist Hüther auf politische Mechaniken: „Wir haben natürlich eine Situation nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen, wo Politik, egal welche Partei die Regierung in Berlin führen würde, das nicht ignorieren kann“. Rürup und Hüther zeichnen aber auch das große Bild und erklären in dieser Folge, warum die deutsche Industrie nur durch klare politische Rahmenbedingungen und Unternehmensverantwortung im globalen Wettbewerb bestehen kann. Helfen Sie uns, Ihr Hörerlebnis noch besser zu machen. Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und sagen Sie uns, was Ihnen gefällt – und was nicht. Unter allen Teilnehmern verlosen wir 5x einen 50€ Wunschgutschein, der bei über 500 Partnern einlösbar ist! Hier geht es zur Umfrage Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 30.08.202428 min
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Diskrepanz zwischen der politischen Wahrnehmung und der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation in Deutschland, insbesondere in den neuen Bundesländern. Trotz einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung wird durch politische Rhetorik eine pessimistische Stimmung erzeugt. Davon dürften bei den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg laut Umfragen vor allem die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) profitieren. „Da ist nichts abgehängt, sondern da ist manches großartig nach vorne gekommen“, sagt Hüther und verweist auf die Patentdynamik in den Hochschulen in Sachsen und Thüringen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, die in diesem Bereich weit vor allen anderen westdeutschen Hochschulen lägen. Gleichzeitig erklärt Hüther, warum trotz der Potenziale und Stärken im Bereich Mittelstand und Innovation bei vielen Wählern die Sorgen überwiegen: „In den neuen Ländern gibt es viele Schwerpunkte von emissionsstarken Produktionen, die natürlich mit Blick auf die Dekarbonisierung unter einem ganz besonderen Anpassungsdruck stehen.“ Rürup und Hüther erklären im Podcast, warum relevante Stimmengewinne und eine mögliche Regierungsbeteiligung von Parteien wie der AfD und des BSW zu einer großen Schwächung des Wirtschaftsstandortes führen dürften. Helfen Sie uns, Ihr Hörerlebnis noch besser zu machen. Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und sagen Sie uns, was Ihnen gefällt – und was nicht. Unter allen Teilnehmern verlosen wir 5x einen 50€ Wunschgutschein, der bei über 500 Partnern einlösbar ist! Hier geht es zur Umfrage. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 23.08.202431 min
In der neuen Folge von Economic Challenges widmen sich Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, den globalen geopolitischen Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg und der wachsenden Rivalität zwischen den USA und China. Sie beleuchten die historischen Entwicklungen, die die USA zur dominierenden Weltmacht gemacht haben, und diskutieren, wie China in den letzten Jahrzehnten als wirtschaftlicher Gegenspieler aufgestiegen ist. „Die USA wollen auf jeden Fall China nicht groß werden lassen, aber ob sie die eigene Rolle als Hegemon führen können und wollen, das ist ihnen auch nicht mehr ganz klar“, sagt Hüther. Rürup und Hüther analysieren die wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen, denen China gegenübersteht, und spekulieren über die Möglichkeit eines militärischen Konflikts zwischen den beiden Großmächten. „China hat keine Erfahrung mit militärischen Konflikten“, betont Hüther. Und der russische Angriffskrieg in der Ukraine sei eigentlich ein dramatisches Scheitern und könne kaum als Blaupause dienen. Warum Rürup und Hüther zu dem Schluss kommen, dass trotz des Aufstiegs Chinas das amerikanische Zeitalter noch lange nicht vorbei ist, erfahren Sie in der neuen Folge von Economic Challenges. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 16.08.202422 min
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands und die politischen Spannungen, die den Weg aus der misslichen Lage erschweren. Eines der Kernthemen des Gesprächs ist die aktuelle Uneinigkeit in der Regierungskoalition über den Haushalt 2025. Rürup und Hüther sprechen über die fiskalische Blockadehaltung der FDP und die möglichen strategischen Überlegungen dahinter, insbesondere die Sicherung des parteipolitischen Überlebens. Sie hinterfragen die Strategie der FDP und warnen vor den potenziellen langfristigen Schäden durch eine politisch motivierte Blockade: „Es könnte für die FDP rational sein, diese Koalition, die bei vielen FDP-Wählern ungeliebt ist, platzen zu lassen“, glaubt Rürup. „Dem Land bekommt das sicher nicht.“ Man müsse Regierungsfähigkeit auch dokumentieren, fordert Hüther. Und zwar „nicht, indem man Regierung beendet, sondern indem man Regierung gestaltet“. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 09.08.202428 min
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über den erneuten Streit der Ampel-Koalition über die Frage, wie sie das milliardengroße Loch im Haushalts-Etat für 2025 schließen sollen. Die erst Anfang Juli verhandelten Lösungen stehen schon jetzt wieder auf der Kippe, die Koalitionäre müssen von vorn beginnen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die den beschlossenen Haushalt und die Sparmaßnahmen darin rechtlich und wirtschaftlich bewerten sollten. Deren Ergebnis: Der Haushalt 2025 stehe erneut verfassungsrechtlich auf wackligen Beinen. Für sein Vorgehen wurde Lindner von den Koalitionspartnern stark kritisiert. Doch er, so Lindner, werde auf keinen Fall Haushaltsloch von 17 Milliarden Euro durchwinken. „Ich habe ein bisschen den Eindruck, das Ganze wird auf offener Bühne ausgetragen, um der FDP und ihrem Vorsitzenden und Bundesfinanzminister eine besondere Profilierung für seine Wählerklientel zu schaffen“, sagt Michael Hüther. Offen ist noch, welche Alternativen der Ampel bleiben, einen funktionierenden Haushalt zu verabschieden, wenn keine der Parteien ihre roten Linien für Sparmaßnahmen überschreiten will. Bricht die Koalition darüber am Ende auseinander? Mögliche Antworten auf diese Frage und auch Lösungsansätze für die Haushalts-Misere hören Sie in der aktuellen Folge Economic Challenges. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 02.08.202429 min
Die wirtschaftliche Gesamtleistung Deutschlands ist im zweiten Quartal überraschend gesunken, gab das Statistische Bundesamt kürzlich bekannt. Das wirft Fragen auf, ob die bisherige optimistische Wachstumserwartung der Bundesregierung realistisch ist. In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über fehlende Wachstumsimpulse und strukturelle Herausforderungen in der deutschen Wirtschaft. "Deutschland befindet sich nicht in einer zyklischen Krise. Wir haben ein multiples Strukturproblem an der Backe", sagt Bert Rürup im Podcast. Die beiden Ökonomen fordern eine nachhaltige Finanzierungslogik und eine umfassende Strategie zur Stärkung der Wirtschaft, um den strukturellen Problemen entgegenzuwirken und langfristiges Wachstum zu ermöglichen. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 26.07.202425 min
Die erste Vorwahl in Iowa war ein Triumph für Donald Trump. Er rückt einer erneuten Nominierung als republikanischer Präsidentschaftskandidat damit näher. Somit wird auch ein zweites Duell zwischen ihm und seinem demokratischen Gegenspieler Joe Biden wahrscheinlicher. Bert Rürup und Michael Hüther nehmen dies zum Anlass, um die beiden US-Politiker zu vergleichen. Obwohl sich ihre wirtschaftspolitischen Programme nur geringfügig unterscheiden würden, sei die geopolitische Perspektive eine andere. Während Biden auf Allianzen setze, denke Trump eher national und sei gegenüber Bündnissen wie der Nato skeptisch. Eine zweite Amtszeit von Trump könnte die geopolitische Landschaft somit verändern. Für die exportabhängige deutsche Wirtschaft, die nach wie vor stark von internationalen Handelsbeziehungen abhängig ist, wäre dies nach Ansicht der beiden Ökonomen eine große Herausforderung. Eine Wiederwahl Trumps erfordere deshalb eine moderne und flexible deutsche Wirtschaftspolitik. Im Podcast diskutieren Hüther und Rürup darüber, wie eine solche politische Antwort von deutscher Seite aussehen sollte. (Diese Folge wurde erstmals am 19. Januar 2024 veröffentlicht.) Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 19.07.202425 min
In der aktuellen Folge von Economic Challenges, sprechen Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Zukunft der Geldpolitik. Sie werfen einen kritischen Blick auf das gängige Inflationsziel von zwei Prozent, das seit den 1970er-Jahren von den bedeutendsten Zentralbanken der Welt verfolgt wird. Angesichts globaler Entwicklungen wie der Dekarbonisierung, der Alterung der Bevölkerung und des wachsenden Protektionismus sprechen Rürup und Hüther über die Frage, ob es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen. Diskutiert wird, ob ein höheres Inflationsziel oder ein breiterer Inflationskorridor notwendig ist, um wirtschaftliche Transformationen zu beschleunigen. „Die Zentralbankpolitik wird von weit mehr Faktoren bestimmt als der Geldmenge über den Leitzinssatz“, so das Resümee von Rürup. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 12.07.202422 min
In der aktuellen Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, sprechen Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über den Haushaltskompromiss der Ampelkoalition für das Jahr 2025. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die Einigung eher dem Überleben der Regierung dient oder tatsächlich langfristige Lösungen für wirtschaftliche und fiskalische Herausforderungen liefert. Rürup äußert sich kritisch: „Dieser Haushalt ist meines Erachtens dem Ziel geschuldet, die FDP über fünf Prozent zu bringen. Und das kann sie nur, wenn sie an der Schuldenbremse festhält. Wenn es jemals einen wahlpolitischen Haushalt gegeben hat, dann war es dieser.“ Hüther vermisst im Haushaltsentwurf der Ampel die Antworten auf drängende Fragen wie die Finanzierung der Modernisierung der maroden Infrastruktur, der Verteidigungsfähigkeit des Landes und der bis 2045 angestrebten Klimaneutralität. Sowohl Hüther als auch Rürup sind skeptisch, ob der Haushalt wirklich geeignet ist, das Trendwachstum Deutschlands angesichts demografischer Veränderungen anzukurbeln. Die Diskussion erstreckt sich über die steuerlichen Aspekte für Zugewanderte und die wachstumsfördernde Wirkung des Haushalts. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 05.07.202430 min
Selbst in reichen Ländern des transatlantischen Westens lässt sich eine zunehmende Politikverdrossenheit beobachten. Wenn das Vertrauen in demokratisch gewählte Politiker schwindet, führt das oft zum Rechtsruck. Dies lässt sich an den Wahlergebnissen und Umfragen in Frankreich, Deutschland, Niederlanden oder den USA erkennen. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und IW-Chef Michael Hüther diskutieren in dieser Folge von Economic Challenges die Frage, woher dieser Vertrauensverlust kommt und warum er gerade in wohlhabenderen Ländern zunimmt. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 28.06.202424 min
In der aktuellen Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, sprechen Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über ein für viele Unternehmer leidiges Thema: Bürokratie. Rürup und Hüther machen deutlich: Bürokratie ist nicht per se etwas Schlechtes. „Ein Staat ist umso leistungsfähiger und langlebiger, je leistungsfähiger seine Bürokratie ist“, sagt Rürup. Das habe die Geschichte gezeigt. Statt Beamtenbashing zu betreiben, solle man grundsätzlicher ansetzen und fragen, ob der föderale Staat noch zu den heutigen politischen Herausforderungen passe. Geld aus dem Digitalpakt Schule, mit dem der Bund die Modernisierung der Schulen vorantreiben will, werde etwa teils für andere Zwecke ausgegeben, kritisiert Hüther. Der Eindruck trüge, dass die Bürokratielast für Unternehmen immer erdrückender werde, sagt Hüther außerdem. Der Bürokratiekostenindex in Deutschland sei in den vergangenen zehn Jahren nämlich gesunken. Viel schädlicher sei für die Wirtschaft etwa der schlechte Zustand der Infrastruktur. „Wenn wir die Bürokratiekosten senken, wird immer noch keine Autobahnbrücke saniert“, sagt Hüther. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 21.06.202425 min
In der aktuellen Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, sprechen Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Wirtschaftspolitik des argentinischen Präsidenten Javier Milei. In Mileis bislang sechsmonatiger Amtszeit ist die monatliche Inflation in Argentinien von zuvor 25 Prozent auf vier Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Armut in diesem Zeitraum aber deutlich gestiegen. Besonders Sozialhilfeempfänger, Rentner und Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind von Mileis Privatisierungspolitik betroffen. Die hohe Beliebtheit Mileis erklärt Hüther mit einer „Sehnsucht nach klarer Kante und Führung.“ Ob Mileis Politik aber auch dauerhaft Erfolg hat, halten Hüther und Rürup für fraglich. Sie analysieren, wie der Abstieg Argentiniens, das um 1900 ein sehr wohlhabendes Land war, zu erklären ist. Argentinien sei eine „agrarische Gesellschaft“, der nie der „Sprung in die Moderne“ gelungen sei, ist Rürups Befund. Damit dieser Sprung gelingt, müsse Milei Investitionen in Argentinien mobilisieren, industrielle Strukturen schaffen und Forschung und Entwicklung fördern, so Hüther. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 14.06.202425 min
In der aktuellen Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, analysieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Auswirkungen der jüngsten Europawahl. Die großen Gewinner der Wahl sind die Mitte-Rechts-Parteien, während progressive Sozialisten und Liberale signifikante Verluste hinnehmen mussten. Hüther betont, dass die Grünen dramatisch an Einfluss verloren hätten, und es sich bereits vor der Europawahl abgezeichnet habe, dass der Green Deal als Thema in den Hintergrund gerückt sei. In Zukunft werde der Fokus auf der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Europas liegen. Vor diesem Hintergrund findet es Rürup bedauerlich, dass Deutschland und Frankreich, die beiden großen Volkswirtschaften in Europa, zum einen wirtschaftlich angeschlagen seien und zum anderen die Regierungschefs der beiden Länder „definitiv nicht miteinander können“. Rürup warnt: „Die weltpolitische Bedeutung Europas wird abnehmen.“ Hüther ergänzt, dass Realismus und die Fokussierung auf Wettbewerbsfähigkeit auch heilsam für Europa sein könnten. Die Frage sei allerdings, wie die EU mit den Spannungen zwischen den USA und China umgeht und welche Rolle Deutschland in diesem geopolitischen Konflikt spielen wird. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 07.06.202429 min
In dieser Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, erläutern Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die aktuelle Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit von Nationen, insbesondere im Kontext der aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien. In dem Zusammenhang reflektieren die Ökonomen kritisch den historischen Begriff der "économie dominante" und die sich verändernden geopolitischen Kräfteverhältnisse. Die Diskussion erstreckt sich über die unterschiedlichen Ebenen des Wettbewerbs – von Unternehmen auf betriebswirtschaftlicher Ebene bis hin zu Staaten auf der politischen Bühne. Dabei hinterfragen Hüther und Rürup kritisch, ob ein Erfolg auf europäischer Ebene automatisch auch Erfolg auf nationaler Ebene bedeutet. Sie kommen zu dem Schluss, dass Europa zwar wichtige Impulse setzen kann, die nationalen Regierungen aber ihre individuellen Herausforderungen aktiv angehen müssen. Gleichzeitig sind sich die Experten darüber einig, dass Europa wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen muss, die den nationalen Interessen nicht entgegenwirken, sondern sie unterstützen. Mit Blick auf die Auswirkungen europäischer Politik auf die Wirtschaft hierzulande kommen die Experten zu dem Schluss, dass die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die deutsche Volkswirtschaft Hand in Hand gehen müssen, um langfristigen Erfolg zu sichern. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 31.05.202427 min
In dieser Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, beleuchten Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Entwicklung des deutsch-französischen Verhältnisses, angefangen bei den historischen Wurzeln der Erbfeindschaft bis hin zur heutigen politischen und wirtschaftlichen Beziehung. Dabei diskutieren Rürup und Hüther über die traditionelle politische Führung Frankreichs und die wirtschaftliche Dominanz Deutschlands, während sie die aktuellen Veränderungen und Herausforderungen in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern analysieren. Wichtige Themen dabei sind die Bedeutung der europäischen Integration, die Heterogenität in der EU und die geopolitische Relevanz Europas im globalen Kontext. Die Ökonomen betonen die Notwendigkeit, die ökonomische Stärke Europas zu nutzen, um die geopolitische Bedeutung des Kontinents zu stärken. Insbesondere müsse die Wettbewerbsfähigkeit durch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Verteidigungsgemeinschaft vorangetrieben werden. Im Gespräch zwischen Bert Rürup und Michael Hüther wird klar, dass trotz der historischen Erfolge in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich, sowohl die aktuellen Aufgaben als auch die Suche nach gemeinsamen Zielen beide Länder vor enorme Herausforderungen stellen. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 24.05.202426 min
In dieser Folge von Economic Challenges, dem Handelsblatt-Ökonomie-Podcast, sprechen Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Grundgesetzes über dessen Einfluss auf die Wirtschaftsordnung in Deutschland. Hüther betont, dass das Grundgesetz zwar wirtschaftspolitisch neutral sei, dennoch aber klare Ordnungsregeln enthalte, die eine Orientierung für die Wirtschaftsverfassung bieten. So beinhalte es beispielsweise die allgemeine Handlungsfreiheit, das Privateigentum und die Berufsfreiheit, die grundlegende Elemente einer marktwirtschaftlichen Ordnung darstellten. Die Episode beleuchtet auch die verschiedenen wirtschaftspolitischen Phasen, die Deutschland seit 1949 durchlaufen hat, von der liberal-konservativen Ordnungspolitik der frühen Jahre über die keynesianische Prozesspolitik bis hin zu den Reformen der Agenda 2010. Hüther argumentiert, dass die soziale Marktwirtschaft kein statisches Konzept sei, sondern sich ständig weiterentwickeln müsse, um den aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen gerecht zu werden. Angesichts der heutigen Herausforderungen wie der Dekarbonisierung der Wirtschaft und der Regulierung der Finanzmärkte sei es wichtig, ordnungspolitische Prinzipien anzupassen und neu zu definieren. Die Debatte zeigt, dass das Grundgesetz, obwohl es keine explizite Wirtschaftsordnung vorschreibt, einen Rahmen bietet, der flexibel genug ist, um sich den wandelnden wirtschaftlichen Realitäten anzupassen und dabei die Grundprinzipien der Freiheit und des Wettbewerbs zu bewahren. „Es gibt keine grundsätzlichen Wahrheiten, nur situationsspezifische Lösungen“, betont Rürup abschließend und unterstreicht damit die Notwendigkeit einer dynamischen und anpassungsfähigen Wirtschaftspolitik. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 17.05.202426 min
In dieser Folge von "Economic Challenges" dreht sich alles um die aktuellen Entwicklungen beim Sachverständigenrat und die Herausforderungen, mit denen er konfrontiert ist. Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, diskutieren über den Vorschlag der Selbstkooptation als mögliche Lösung, um das System zu entpolitisieren und den Rat wieder handlungsfähig zu machen. Beide sind sich einig, dass eine starke Führung und klare Richtlinien notwendig wären, um eine einheitliche Meinungsbildung im Gremium sicherzustellen. Des Weiteren werfen die Experten einen Blick auf die bevorstehende Steuerschätzung und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Beide Ökonomen sind der Meinung, dass die Rückgänge der zu erwartenden Steuereinnahmen eine Schwierigkeit darstellen, gleichzeitig aber keine fiskalische Notsituation bedeuten. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist ein neues Wachstumsprogramm für die deutsche Wirtschaft. Bert Rürup und Michael Hüther diskutieren ein 600 Milliarden Euro Programm, das darauf abzielt, die Infrastruktur des Landes zu verbessern und die Herausforderungen der alternden Gesellschaft anzugehen. Dabei betonen sie die Bedeutung einer angemessenen Finanzierung und einer klugen Strategie, um nachhaltiges Wachstum zu fördern. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- 10.05.202427 min
In dieser Folge widmen sich Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, einem politökonomischen Thema: der Rolle von Unternehmern und Verbänden in der politischen Auseinandersetzung mit der AfD. Es geht auch um die Frage, warum sich insbesondere bürgerliche Parteien schwer damit tun, gegenüber der AfD erfolgreich zu sein. „Wo also Sicherheit schwindet, und keine Antworten gegeben werden, werden einfache Wahrheiten, auch erkennbarer Nonsens, als perspektivenreich betrachtet", analysiert Michael Hüther. Auch geht es um die Frage, ob sich Unternehmer und Verbände in die politische Auseinandersetzung einmischen sollten und wie sie das tun könnten. Hüther betont dabei, dass es nicht darum gehe, eine Partei zu unterstützen, sondern vielmehr um die Infragestellung der Grundlagen der Bundesrepublik Deutschland, die die AfD mit ihrer Politik vorantreibe. Er führt das Beispiel des Familienunternehmers Reinhold Würth an, dessen Interview zeigt, wie sich Unternehmer glaubwürdig gegen die Positionen der AfD positionieren können. Rürup und Hüther beleuchten auch die Rolle der Verbände in diesem Zusammenhang. Sie betonen, dass es wichtig sei, dass Verbände eine klare Position beziehen und die politische Auseinandersetzung unterstützen. Dabei müssten sie jedoch darauf achten, dass sie die potenziellen Wähler nicht vor den Kopf stoßen, indem sie sich zu einseitig positionieren. Zu welchem Schluss die beiden kommen, hören Sie in der aktuellen Folge Economic Challenges. Wenn Sie wissen möchten, warum insbesondere die Jugend in Europa immer öfter rechts wählt, dann lesen Sie doch unseren aktuellen Wochenend-Titel dazu. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Economic Challenges-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen