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348- Standort Deutschland im Stresstest – was Politik und Unternehmen gegen die Industrieschwäche tun sollten05.12., 03:0005.12.2025, 03:0000:27:37
In dieser Folge von Economic Challenges ordnen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Warnungen des BDI ein. Rürup teilt den Befund der Industrieschwäche, betont aber gleichzeitig, dass äußere Faktoren wie das Ende des Globalisierungsschubs, Chinas Konkurrenz und der demografische Wandel den politischen Spielraum stark begrenzen. Hüther spricht in dem Zusammenhang von einem „perfekten Sturm“, in dem externe Belastungen und eine unklare wirtschaftspolitische Linie zusammenwirken. Er verweist auf fehlende Planungssicherheit für Transformationsinvestitionen und geringe Produktivitätsimpulse. Und Rürup warnt: „Ohne qualifizierte Zuwanderung werden wir kein beschleunigtes Wachstum erreichen.“ Beide Ökonomen sehen das Wachstumspotenzial bei nur rund 0,5 Prozent. Beschäftigungsabbau in der Industrie, eine steigende Schuldenquote und politische Risiken verstärken den Druck. Chancen liegen aus ihrer Sicht in starker Forschung, technologischer Anwendung und einer Humankapitalpolitik, die Hochschulen, Ausgründungen und qualifizierte Einwanderung stärkt. Doch gelingt dieser Kurswechsel rechtzeitig? Moderiert von Bert Rürup und Michael Hüther Produziert von Fabian Livrée Ein Hinweis für alle, die schon länger mit einem Handelsblatt-Abo liebäugeln: Nur noch bis zum 8.12. gibt es das Handelsblatt-Abo jetzt für 12 Monate mit 50 % Rabatt – gedruckt oder digital. Mit fundierten Recherchen, starken Meinungen und exklusiven Hintergründen behalten Sie den Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsthemen. Nutzen Sie diese letzte Chance und sichern Sie sich dieses Angebot unter handelsblatt.com/podcast50. Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Globale Klimapolitik im Dilemma: Wer investiert in die Staaten, die es am nötigsten haben?28.11., 03:0028.11.2025, 03:0000:26:02
In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die strukturellen Herausforderungen verschuldeter Entwicklungsstaaten. Hohe Geburtenraten, geringe Wachstumsdynamik und fragile Institutionen erschweren eine doppelte Transformation: wirtschaftliche Modernisierung und Dekarbonisierung zugleich. Zentral ist die Frage, wo öffentliche Mittel den größten Klimanutzen bringen. Rürup betont, dass gerade der Klimaschutzbereich dadurch gekennzeichnet sei, „dass die positiven Effekte eines investierten Euro oder Dollars nicht im Land des Zahlers stattfinden“. Investitionen in Infrastruktur, Energie und Bildung im Globalen Süden erzeugen höhere Wachstums- und Klimaeffekte als in reifen Volkswirtschaften. Die beiden Ökonomen analysieren, welche Hebel für Wachstum, Entschuldung und Klimaschutz zugleich nötig wären. Denkbar seien neue Formen der Schuldenerleichterung, eine modernisierte Weiterentwicklung früherer Entschuldungsprogramme oder der gezielte Aufbau funktionsfähiger Institutionen. Hüther plädiert dafür, Transparenz zu erhöhen, Korruption zu bekämpfen und durch Digitalisierung sowie kapitalgedeckte Alterssicherungssysteme Vertrauen für private Investoren zu schaffen. Gleichzeitig kritisieren Rürup und Hüther das nationale Denken vieler Industriestaaten und den Rückzug der USA aus globaler Verantwortung. Hüther warnt: „America First ist am Ende nicht zielführend, nicht für die USA, aber für die Welt erst recht nicht.“ Und auch Rürup betont: „Globale Probleme kann man nicht nationalökonomisch optimieren und lösen.“ Europa stehe daher in besonderer Verantwortung, Klimaprojekte im Globalen Süden systematisch in seine Strategie einzubeziehen. Sind die Industriestaaten bereit, Klimaschutz dort zu finanzieren, wo er den größten Effekt hat – auch wenn der direkte Nutzen nicht bei ihnen selbst anfällt? Mehr dazu hören Sie im Podcast. Ein Hinweis für alle, die schon länger mit einem Handelsblatt-Abo liebäugeln: Das gibt es jetzt für 12 Monate mit 50 % Rabatt – gedruckt oder digital. Mit fundierten Recherchen, starken Meinungen und exklusiven Hintergründen behalten Sie den Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsthemen. Dieses Aktionsangebot finden Sie nur bis zum 8. Dezember unter handelsblatt.com/podcast50. Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Neuer Podcast: Meckel & Matthes – über Macht, Märkte und Maschinen24.11., 18:5724.11.2025, 18:5700:00:36
Jeden Freitag sprechen die Publizistin, Unternehmerin und Professorin Miriam Meckel und Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes über die wichtigsten Themen der Woche aus Politik, Wirtschaft und Technologie – und ordnen sie im Kontext der großen Zukunftsfragen ein. Sie berichten von Begegnungen mit Politikerinnen, Unternehmerinnen und Technologievordenkern – aus den Machtzentren dieser Welt, von großen Konferenzen und ihren Reisen. Die beiden analysieren, diskutieren, sezieren: Was bleibt vom Menschen, wenn Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt umkrempelt? Welche Rolle spielt Europa im globalen Technologie-Wettlauf? Und wie schützen wir die Demokratie, wenn ihre Gegner digital, ökonomisch und ideologisch aufrüsten? Meckel & Matthes, ein neuer Handelsblatt-Podcast: aktuell, persönlich, meinungsstark. Jetzt reinhören und abonnieren! Handelsblatt Apple Spotify
- Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen – fehlt der große wirtschaftspolitische Kompass?21.11., 03:0021.11.2025, 03:0000:24:47
Der Sachverständigenrat hat sein neues Jahresgutachten veröffentlicht. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, diskutieren die Ergebnisse. Rürup betont, dass der breite Konsens im Gremium bemerkenswert sei und hebt besonders die Reformvorschläge zum Vermögensaufbau sowie zur Erbschafts- und Schenkungsteuer hervor. Hüther bewertet das Gutachten zurückhaltender. Er kritisiert die Trennung in Frühjahrsteil und Herbstteil, weil dadurch die Finanzpolitik uneinheitlich erscheine. Zudem fehle ein grundlegendes Kapitel, das die Leitlinien der Wirtschaftspolitik bündelt und Prioritäten klar benennt. Im Mittelpunkt stehen außerdem die Diagnose einer wachsenden Vermögensungleichheit, die Auseinandersetzung mit dem Minderheitsvotum von Veronika Grimm sowie die Frage, wie eine Reform der Unternehmens- und Erbschaftsteuer gestaltet sein müsste, ohne Investitionen zu schwächen. Hüther weist schließlich darauf hin, dass die Dekarbonisierung als zentraler Strukturwandel kaum thematisiert wird. Damit bleibt offen, ob das Gutachten in wirtschaftlich angespannten Zeiten tatsächlich Orientierung für Politik und Unternehmen bietet. Ein Hinweis für alle, die schon länger mit einem Handelsblatt-Abo liebäugeln: Das gibt es jetzt für 12 Monate mit 50 % Rabatt – gedruckt oder digital. Mit fundierten Recherchen, starken Meinungen und exklusiven Hintergründen behalten Sie den Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsthemen. Dieses Aktionsangebot finden Sie nur bis zum 8. Dezember unter handelsblatt.com/podcast50. Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Klimaschutz oder Schadensbegrenzung: Braucht die Welt einen neuen Klimaclub?14.11., 03:0014.11.2025, 03:0000:25:58
Die Klimakonferenz 2025 ist im brasilianischen Belém gestartet. In der neuen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die laufenden Verhandlungen und den Kurswechsel in der deutschen und europäischen Klimapolitik. Die Ziele des Pariser Abkommens sind nicht mehr erreichbar. Rürup erwartet, dass der Anspruch nicht länger ist, die Schäden – wie Hochwasser, Hitzewellen und Waldbrände – zu vermeiden, sondern sie bloß zu bewältigen. Großkonferenzen mit 50.000 Teilnehmern, die extra anreisen, hält er für klimapolitisch fragwürdig und plädiert für einen konzentrierten Klimaclub der größten Industrieländer. Hüther warnt, dass reines Krisenmanagement ökonomisch wesentlich teurer wäre als vorausschauender Klimaschutz. Er verweist auf die erwarteten Wachstumsverluste ohne Prävention, auf Europas Emissionshandel und auf technologische Chancen: Deutschland ist Nettoexporteur sauberer Technologien, doch fehlende Planungssicherheit, etwa beim Heizgesetz, bremse Investitionen und Transformation. Im Zentrum steht die Frage, wie Klimapolitik so gestaltet werden kann, dass sie ökologisch wirksam, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich mehrheitsfähig bleibt. Rürup und Hüther diskutieren die Rolle eines glaubwürdigen Klimaclubs, CO₂-Entnahmeverfahren und klare Rahmenbedingungen für Unternehmen – und wie Deutschland seine Stärken als Technologiestandort in einer alternden Volkswirtschaft nutzen kann. Ein Hinweis für alle, die schon länger mit einem Handelsblatt-Abo liebäugeln: Das gibt es jetzt für 12 Monate mit 50 % Rabatt – gedruckt oder digital. Mit fundierten Recherchen, starken Meinungen und exklusiven Hintergründen behalten Sie den Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsthemen. Dieses Aktionsangebot finden Sie nur bis zum 8. Dezember unter handelsblatt.com/podcast50. Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Doppelkrise aus Demografie und Deglobalisierung – wie kommt Deutschland zurück zum Wachstum?07.11., 03:0007.11.2025, 03:0000:31:56
In dieser Folge diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die strukturellen Ursachen der Flaute: Das exportgetriebene Geschäftsmodell trägt weniger, die Industrieproduktion sinkt seit Jahren, zugleich beschleunigen Energiewende, Geopolitik und Alterung den Anpassungsdruck. Rürup spricht von einer „Doppelkrise“ und erinnert: „Das Trendwachstum liegt bei 0,3 Prozent“ – zu wenig, um die Lasten der Demografie zu finanzieren. Hüther setzt dagegen auf eine „investitionspolitische Offensive“ der Unternehmen – gestützt von verlässlichen Rahmenbedingungen: Planungssicherheit in Klima- und Energiepolitik, schnellere Netze und Speicher sowie eine klare Linie bei der Strom- und Ladekostenpolitik. Den „Transformationsstrompreis“ bezeichnet er als „Wette der Politik gegen sich selbst“: Sinke der Marktpreis dauerhaft, verschwinde die Stütze automatisch. An der Industrie skizzieren beide die Versäumnisse: Die Automobilbranche habe den Technologiewechsel unterschätzt. „Das neue Auto ist ein fahrender Bildschirm“, so Rürup. Zugleich verschärfen die chinesischen Mitstreiter BYD und CATL mit Skalenvorteilen den Druck. Bei Grundstoffen fordert Hüther zielgenaue Hilfen für Sprunginvestitionen (z. B. Direktreduktion im Stahl), sonst finde der Wandel im Ausland statt. Zweiter Schlüssel sei die Angebotsseite des Arbeitsmarkts. Rürup warnt vor den Kosten der Alterung und plädiert für eine konsequente Fachkräftezuwanderung. Hüther widerspricht dem Pessimismus und verweist auf Fortschritte seit 2020 – entscheidend seien Integrationserfolge statt Symboldebatten. Steuerpolitisch nennt Hüther drei Hebel: niedrigere Unternehmenssteuern, eine Investitionsprämie statt degressiver AfA und echte Deregulierung. Beide sind sich einig: Ohne Tempo bei Infrastruktur, Energie und Fachkräften bleibt Deutschland im 0,3-Prozent-Korridor gefangen. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Dollar-Dominanz im Stresstest – Wie Europa den Euro strategisch stärken könnte31.10., 03:0031.10.2025, 03:0000:24:32
In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Robustheit des Dollar-Zeitalters. Ausgangspunkt für die Diskussion sind eine unberechenbare US-Wirtschaftspolitik, sinkendes Vertrauen in Institutionen und die Herabstufung der amerikanischen Kreditwürdigkeit. Michael Hüther ordnet die Leitwährungsrolle in drei Funktionen ein: Reserve-, Transaktions- und „sicherer Hafen“-Währung. Trotz politischer Risiken bleibe der Dollar mangels Alternativen dominant; der US-Kapitalmarkt sei groß, liquide und tief. Zugleich verweisen steigende Goldnachfrage und Tendenzen zur Entdollarisierung auf wachsende Unsicherheit. „Die Risiken nehmen zu, der Dollar bleibt vorerst unverzichtbar“, so Hüther. Bert Rürup betont die Fragilität der aktuellen Konstellation: höhere US-Inflation, institutionelle Eingriffe und Experimente wie Stablecoin-Regeln könnten bei Schocks destabilisierend wirken. „Das ist eine Haushaltsfinanzierung über Inflation – das diskreditiert die Währung“, warnt er. Im Zentrum des Podcast-Gesprächs steht die europäische Chance: Kapitalmarkt- und Bankenunion vollenden, handelbare europäische Schuldtitel ausbauen und den Euro strategisch positionieren. „Europa braucht eine positive Story – Hard Power, Investitionen, Leitwährungsambition“, sagt Hüther. Doch gelingt es der EU, diese Vision tatsächlich in politisches Handeln zu übersetzen? „Die Debatte über die internationale Rolle des Euro muss jetzt beginnen“, sagt Rürup. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Drei Megatrends, ein Problem: Wie Deutschland auf Alterung, Deindustrialisierung und Klimawandel reagieren muss24.10., 03:0024.10.2025, 03:0000:25:25
Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, analysieren in dieser Folge von Economic Challenges die drei großen Strukturveränderungen, die Deutschlands Wohlstand herausfordern: das Ende des multilateralen Freihandels, die teure Dekarbonisierung und die Alterung der Gesellschaft. Rürup warnt, dass diese „Trias der Megatrends“ das Trendwachstum deutlich senke und die industrielle Basis gefährde. Hüther betont, dass die Globalisierung für Deutschland lange ein Selbstläufer gewesen, diese Phase aber vorbei sei. „Keiner redet mehr vom grünen Wirtschaftswunder“, sagt er mit Blick auf eine zunehmend ernüchterte Industrie. Beide kritisieren, dass die Bundesregierung bisher keine konsistente Strategie für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz entwickelt habe. Rürup sieht das milliardenschwere Sondervermögen fehlgesteuert, da es vor allem bestehende Ausgabenlücken schließe. Hüther fordert, die Klimapolitik um eine aktive Kohlenstoffstrategie zu erweitern – mit Forschung und Nutzung von CO₂-Abscheidung und -Speicherung als zweiter Säule neben der Emissionsminderung. Im Zentrum steht die Frage, wie Deutschland unter neuen globalen Bedingungen ökonomisch stark und ökologisch glaubwürdig bleiben kann – und ob eine strategische Kooperation mit China künftig unvermeidlich ist. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Wachstum durch „schöpferische Zerstörung“? Was die Politik aus der Nobelpreis-Verleihung lernen kann17.10., 03:0017.10.2025, 03:0000:25:49
In dieser Folge von Economic Challenges fragen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ob die vom österreichischen Ökonomen Schumpeter geprägte Vorstellung der „schöpferischen Zerstörung“ in einer Welt alternder Gesellschaften, globaler Konzerne und wachsender Standortkonkurrenz noch Orientierung bietet. Rürup zeigt sich skeptisch: Multinationale Unternehmen hätten sich von nationalen Wachstumsbedingungen emanzipiert, die klassischen Innovationszyklen fänden zunehmend außerhalb Europas statt. „Diese Schumpeter-Theorie hat einen wichtigen historischen Wert“, sagt Rürup. „Aber politische Relevanz hat sie meines Erachtens in der heutigen Welt eigentlich nicht mehr.“ Hüther hingegen sieht im Nobelpreis ein Signal, Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsgeschichte neu zu verbinden. „Wir müssen auf Innovation setzen“, sagt der IW-Direktor. Entscheidend sei das Verständnis von sogenannten Sprunginnovationen – von wasserstoffbasiertem Stahl bis hin zur mRNA-Technologie. Sie könnten Wachstum neu beleben. Im Zentrum steht die Frage, wie alternde Volkswirtschaften produktiv bleiben und politische Rahmenbedingungen so gestalten können, dass Innovation und Standortpolitik kein Widerspruch werden. Moderiert von Bert Rürup und Michael Hüther Produziert von Fabian Livrée Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Wachstumsagenda ohne Wirkung? Was Reiches Ökonomen übersehen10.10., 03:0010.10.2025, 03:0000:25:30
Der neue Beraterkreis von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) legt mit seiner „Wachstumsagenda“ einen Plan für den Erhalt von Deutschlands Wohlstand und Stabilität vor: weniger Regulierung, mehr Markt, höhere Lebensarbeitszeit. In dieser Folge von Handelsblatt Economic Challenges bemängeln Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass die Agenda trotz ihrer Konsistenz und der fundierten Analyse einige wesentliche Punkte außer Acht lasse. So fehle eine adäquate Berücksichtigung der fundamentalen Veränderungen durch die Dekarbonisierung und die geopolitische Zeitenwende, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Deutschlands grundlegend beeinflussten. Auch die Transformation durch die Alterung der Gesellschaft werde als Produktivitätsfaktor angesprochen, jedoch nicht in der umfassenden Tiefe analysiert, die für eine relevante wirtschaftspolitische Ableitung notwendig sei. „Diese Wachstumsagenda ist konsistent – aber nur für einen weisen Diktator geeignet“, kritisiert Rürup. Hüther ergänzt: „Es wird so getan, als könnte man mit einer Ordnungspolitik für die Normalität argumentieren. Diese Normalität haben wir aber nicht.“ Moderiert von Bert Rürup und Michael Hüther Produziert von Lukas Teppler Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Multipolare Weltordnung: Droht das Ende des Freihandels?03.10., 03:0003.10.2025, 03:0000:24:49
In der aktuellen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über den tiefgreifenden Wandel der Weltwirtschaft. Denn während die Dominanz der USA nach dem Kalten Krieg ungebrochen schien, so rücken heute China und Indien als neue Machtzentren auf. „Seit dem Ersten Weltkrieg waren die USA die dominante Ökonomie – heute erleben wir eine Multipolarität“, betont Rürup. Hüther ergänzt, dass Chinas ehrgeizige Initiativen wie die "Belt and Road" oder die "Global Governance Initiative" auch ein Ergebnis des enormen demografischen Drucks seien. Kritisch beleuchten beide die US-Handelspolitik unter Donald Trump, die jahrzehntelange Liberalisierung durch Zölle und Unsicherheit ersetzt. „Das Ziel ist, Arbeitsplätze für die untere Mittelschicht zu schaffen – am Ende ist es aber nur Ankündigungsökonomie und Staatskapitalismus“, so Hüther. Rürup warnt zudem, dass die Idee des Freihandels zunehmend an Verbündeten verliere. Europa müsse auf die neue Fragmentierung reagieren und eigene Strategien entwickeln – von Handelsabkommen bis zur Vollendung des Binnenmarkts. Mehr hören Sie in der aktuellen Folge von Economic Challenges. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Warum Deutschland eine neue Industriepolitik wagen sollte26.09., 03:0026.09.2025, 03:0000:26:21
Die Diskussion über Industriepolitik hat in Deutschland an Bedeutung gewonnen, insbesondere angesichts der protektionistischen Signale aus den USA und der Herausforderungen durch den Klimawandel. In der aktuellen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, wie Deutschland seine Standorte stärken und gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen sichern kann. „Industriepolitik wird umso wichtiger, je weniger die Idee des Freihandels exekutiert wird“, sagt Bert Rürup im Podcast. Historisch betrachtet, habe industrielle Intervention in Deutschland häufig als „ordnungspolitischer Schweinkram“ gegolten, während Länder wie Frankreich und Japan sie aktiv verfolgten, meint Hüther. Doch die Zeiten hätten sich geändert: In den letzten zehn Jahren erlebe die Industriepolitik ein regelrechtes Revival, ausgelöst durch die wirtschaftliche Aufholjagd ostasiatischer Länder und die Notwendigkeit, die Dekarbonisierung voranzutreiben. Dringenden industriepolitischen Handlungsbedarf sehe Hüther bei der Transformation der Automobilindustrie und der Sicherung von Produktionsstätten in der Chemiebranche. „Die Frage, die sich jetzt für die Wirtschaftspolitik stellt, ist: Will ich mit Blick auf die Dekarbonisierung die Wachstumszentren oder die Wertschöpfungszentren stabilisieren oder will ich sie mir völlig anders vorstellen?“ Hier sei eine kluge, effiziente und wirksame Industriepolitik essenziell, um den Herausforderungen des Protektionismus und der Dekarbonisierung gerecht zu werden. Dies erfordere jedoch ein Umdenken und eine neue strategische Ausrichtung in der deutschen Politik. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Rekordgewinne bei Dax-Konzernen trotz Rezession in Deutschland – wie passt das zusammen?19.09., 03:0019.09.2025, 03:0000:28:25
Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit 2023 in einer Rezession, doch trotz dieser angespannten Lage melden einige Dax-Konzerne hohe Gewinne. 15 der 40 Dax-Unternehmen dürften in diesem Jahr sogar so viel verdienen wie noch nie. Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um die Frage aufzuwerfen, inwieweit der Leitindex noch als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland herangezogen werden kann. „Es ist sicherlich kein Indikator für die volkswirtschaftliche Entwicklung, aber für die Potenziale, die Unternehmen von diesem Standort aus erarbeiten können“, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. „Wären diese Dax-Konzerne auf den deutschen oder europäischen Markt angewiesen, wäre es vermutlich nicht zu diesen Gewinnentwicklungen gekommen.“ Rürup und Hüther verweisen jedoch auch auf zahlreiche Herausforderungen, mit denen die deutschen Unternehmen konfrontiert sind. Die deutsche Exportperformance habe in den letzten zehn Jahren abgenommen, was auf Wettbewerbsfähigkeitsprobleme sowie den Aufstieg neuer Märkte, insbesondere in China, zurückzuführen sei. Diese Entwicklung führe zu einer Deindustrialisierung, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Beschäftigung haben könnte. Wie Rürup und Hüther die Investitionsperspektiven am deutschen Standort einschätzen, hören Sie im Podcast. Übrigens sind wir an Ihrer Meinung interessiert: Bei unserer großen Handelsblatt-Umfrage möchte unsere Chefredaktion derzeit erfahren, welche Themen Sie bewegen, wie wir Sie künftig noch besser begleiten und informieren können und was Sie von gutem Journalismus erwarten. Als Dankeschön für Ihre Teilnahme können Sie sich das Handelsblatt – gedruckt oder digital – vier Wochen lang zum Vorteilspreis sichern. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen – unter handelsblatt.com/umfrage Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Werden Frankreichs Probleme zur Gefahr für Deutschland?12.09., 03:0012.09.2025, 03:0000:26:49
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die finanzpolitische Schieflage Frankreichs und die überraschende Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump. Nachdem Frankreichs Premierminister François Bayrou gescheitert ist, musste Präsident Macron mit Sébastien Lecornu den fünften Regierungschef in zwei Jahren ernennen. Die politische Instabilität und eine blockierte Reformpolitik verschärfen die Lage des Landes, das mit einer Staatsverschuldung von rund 114 Prozent des Bruttoinlandsprodukts unter massivem Druck steht. „Frankreich ist politisch blockiert, und ökonomisch kommt es nicht voran", analysiert Hüther. Im Podcast diskutieren Rürup und Hüther, wie sehr die Reformunfähigkeit Frankreichs Europa insgesamt schwächt und warum die Märkte trotzdem noch vergleichsweise gelassen reagieren. Im zweiten Teil der Folge richtet sich der Blick dann in die USA: Trump bündelt Unternehmensbeteiligungen in einem Staatsfonds – ein Bruch mit der klassischen amerikanischen Ordnungspolitik, wie die beiden finden. Welche ökonomischen Folgen sowohl die Entwicklungen in den USA als auch in Frankreich für Europa haben könnte, hören Sie in dieser Folge. Übrigens sind wir an Ihrer Meinung interessiert: Bei unserer großen Handelsblatt-Umfrage möchte unsere Chefredaktion derzeit erfahren, welche Themen Sie bewegen, wie wir Sie künftig noch besser begleiten und informieren können und was Sie von gutem Journalismus erwarten. Als Dankeschön für Ihre Teilnahme können Sie sich das Handelsblatt – gedruckt oder digital – vier Wochen lang zum Vorteilspreis sichern. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen – unter handelsblatt.com/umfrage Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Frankreichs Schuldenkrise: Droht Europa ein zweites Griechenland?05.09., 03:0005.09.2025, 03:0000:25:21
In dieser Folge von Economic Challenges werfen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, einen besorgten Blick auf die politische Instabilität in Frankreich. Der französische Ministerpräsident Francois Bayrou stellt am 8. September die Vertrauensfrage. Das Risiko, dass auch seine Regierung nach einer kurzen Amtszeit scheitert, ist groß. Kommt es in der Folge zu Neuwahlen, könnte der rechtsnationale Front National die Regierungsmacht übernehmen – eine Partei, die als europaskeptisch, wenn nicht gar europafeindlich einzustufen ist. Die politische Krise wird von schwachen Wirtschaftsdaten begleitet. Die beiden Ökonomen trauen der politischen Rechten Frankreichs indes nur eine geringe Haushaltdisziplin und Konsolidierungskraft zu. Neuwahlen könnten daher das Auseinanderdriften Europas befördern. Bert Rürup fürchtet gar: „Der große Verlierer französischer Neuwahlen wäre Deutschland.“ Die ganze Diskussion hören Sie im Podcast. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Produktivitätswachstum: Braucht Deutschland weniger Kündigungsschutz?29.08., 03:0029.08.2025, 03:0000:24:52
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, einen aktuellen Debattenbeitrag, der die Frage aufwirft: Könnte eine Lockerung des Kündigungsschutzes in Deutschland das Produktivitätswachstum ankurbeln? Die Argumentation: Veraltete Arbeitsmarktregeln erschweren strukturelle Anpassungen und hemmen Innovation – sichtbar etwa an der im Vergleich zu den USA geringeren Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Rürup und Hüther halten dagegen, dass Unterschiede zwischen den beiden Volkswirtschaften außer Acht bleiben. Deutschland habe einen deutlich größeren industriellen Sektor, eine andere Altersstruktur und leide bereits heute unter Arbeitskräftemangel. Gleichzeitig verweisen sie auf den Draghi-Report und internationale Studien. Der entscheidende Produktivitätsunterschied zwischen Europa und den USA entstehe im Tech-Sektor. Klar ist für beide: Deutschlands industriezentriertes Geschäftsmodell stößt an seine Grenzen. Will die Wirtschaft im globalen Wettbewerb bestehen, muss sie sich neuen Wachstumsfeldern jenseits der klassischen Industrie öffnen. Das und mehr hören Sie in dieser Folge Economic Challenges. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Ist die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht eine ökonomisch sinnvolle Idee?22.08., 03:0022.08.2025, 03:0000:26:30
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ob es sinnvoll wäre, die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht für jüngere Männer in Form einer allgemeinen Dienstpflicht, also auch einer die Frauen betreffenden Dienstpflicht, zu revitalisieren. Abgesehen von der militärischen Notwendigkeit einer solchen Maßnahme, deren Bewertung Rürup und Hüther lieber anderen überlassen wollen, habe die Thematik eine klare ökonomische Komponente. In der vergangenen Folge haben Rürup und Hüther schon über den Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen gesprochen. „Wenn man jetzt noch zwei Jahrgänge zusätzlich herausnehmen würde, das würde dieses Problem noch deutlich verschärfen“, sagt Rürup. Fraglich sei auch, welche Konsequenz eine allgemeine Wehrpflicht auf die gesetzliche Rentenversicherung hätte. Sinnvoller mit Blick auf die Erwerbspersonen sei da schon eine europäische Armee. Oder eine Konzentration auf Berufssoldaten. Das sei dann zwar ein anderer großer Kostenblock, sagt Hüther: „Berufssoldaten sind teurer, aber im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder deutlich positiver.“ Was ökonomisch noch für und gegen eine allgemeine Wehrpflicht spricht, hören Sie in dieser Folge Economic Challenges. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Alternde Gesellschaft, sinkende Produktivität, strenge Migrationspolitik: Gehen Deutschland die Erwerbstätigen aus?15.08., 03:0015.08.2025, 03:0000:24:40
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ein größer werdendes Problem, das mit der Überalterung der Gesellschaft in Zusammenhang steht: das Produktivitätswachstum in Deutschland droht mehr und mehr abzunehmen. Und das, obwohl die Bevölkerung in Deutschland stetig wächst, sinkender Geburtenraten zum Trotz: Das Institut der deutschen Wirtschaft prognostiziert, dass die Zahl der Menschen, die in Deutschland leben, von heute 83,5 Millionen bis 2035 auf 85 Millionen anwachsen soll. Gleichzeitig allerdings soll die Zahl der Erwerbstätigen um mehr als vier Prozent, in absoluten Zahlen um gut drei Millionen zurückgehen. „Der Anteil der Erwerbstätigen läge dann auf einem Rekordtief nämlich unter 59 Prozent. Das wäre ein historischer Tiefstand“, sagt Bert Rürup. Das bedeutet: Die deutsche Wirtschaft müsste sich sehr anstrengen, um das auszugleichen. In den letzten 30 Jahren lag das Produktivitätswachstum in Deutschland bei etwa 1,2 Prozent. Und allein um die Folge des Rückgangs der Erwerbstätigen zu kompensieren, müsste das Produktivitätswachstum auf 1,8 Prozent wachsen. Hinzu komme: Hinter jedem Wirtschaftsaufschwung in der Geschichte der Bundesrepublik stand der Faktor Zuwanderung. Die Rahmenbedingungen seien mit dem Fachkräftezuwanderungsgesetz auch jetzt geschaffen. Doch diese Karte werde aufgrund der derzeitigen innenpolitischen Verhältnisse kaum mehr gezogen. Denn die Diskussion in der Politik sei eben diese: „Erfolge bei der Migrationspolitik werden aktuell nur als Beschränkung der Migration vorgetragen“, sagt Hüther. Das und mehr hören Sie in dieser Folge Economic Challenges. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- USA vs. Deutschland: Die finanzpolitischen Strategien im Vergleich08.08., 03:1008.08.2025, 03:1000:28:51
In dieser Folge von Economic Challenges vergleichen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Finanzpolitik der USA und Deutschlands. Während die Staatsverschuldung beider Länder in den nächsten Jahren weiter steigen dürfte, unterscheiden sich die Ansätze zur Bewältigung dieser Herausforderung erheblich. Während die USA unter Trump eine Politik der Umverteilung und Steuerkürzungen verfolgen, setzt Deutschland auf Investitionen und militärische Aufrüstung, um die Phase des Nullwachstums zu überwinden – allerdings ohne klare Wachstumsstrategie und Richtung in der Verteilung, argumentieren die beiden. Reichen die aktuellen Maßnahmen aus, um das exportorientierte Wachstumsmodell Deutschlands zu revitalisieren - insbesondere unter den aktuellen Herausforderungen im Zollstreit mit Trump? Außerdem geht es um die Frage, wie Deutschland seine Investitionsbedingungen verbessern kann. Mit welchen Maßnahmen das gelingen könnte, hören Sie in der aktuellen Folge. Übrigens: Wer das Handelsblatt nicht nur sporadisch, sondern intensiv ein ganzes Jahr lang lesen möchte, kann sich jetzt 50% Rabatt sichern. Das gilt für unsere digitalen H+ Abos und die gedruckte Zeitung. Bis zum 11. August heißt es noch: "Alles wissen, die Hälfte zahlen". Wählen Sie Ihr Wunschangebot unter handelsblatt.com/sommerrabatt](https://handelsblatt.com/sommerrabatt)) Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen
- Schrumpfende Industrie, demografischer Wandel, Handelskonflikte: Wie kann die deutsche Wirtschaft wieder wachsen?18.07., 03:0018.07.2025, 03:0000:51:24
Schrumpfender Industriesektor, demografischer Wandel, wachsende Arbeitslosigkeit: Die deutsche Wirtschaft steht strukturell wie geopolitisch vor großen Herausforderungen. In der 300. Podcast-Folge von Economic Challenges blicken Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Sebastian Matthes, Chefredakteur des Handelsblatts, auf die bisherigen Folgen zurück und diskutieren über die aktuelle wirtschaftliche Situation. Im Podcast-Gespräch werfen Rürup und Matthes einen kritischen Blick auf das bisherige Geschäftsmodell des exportgetriebenen Wachstums, demografische Hürden und geopolitische Veränderungen, die Deutschlands Rolle in der Weltwirtschaft beeinflussen. Was muss passieren, damit Deutschland wieder auf ein nachhaltiges Wachstum kommt? „Die Privatwirtschaft ist der Wachstumsmotor, alles andere ist flankierend“, sagt Rürup. Der Ökonom fordert, die Abschreibungsbedingungen noch deutlicher zu verbessern und die Unternehmensbesteuerung langfristig zu senken. Ein weiteres Thema ist das große Infrastrukturpaket der Bundesregierung und die Aufweichung der Schuldenbremse. „Wir haben in Deutschland in den vergangenen sechs Monaten einen psychologischen Stimmungsumschwung gesehen, den einige in der Finanzindustrie in den vergangenen 30 Jahren noch nie erlebt haben“, stellt Matthes fest. Wie jetzt ein wirtschaftlicher Aufschwung gelingen kann, hören Sie in der aktuellen Podcast-Folge. Aktuell können Sie sich sechs statt vier Wochen lang Zugriff auf unsere digitalen Inhalte sichern – für nur einen Euro. Die Vorteilsaktion finden Sie unter https://www.handelsblatt.com/sommer Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen_