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GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur

Jule Jankowski, Humiq GmbH

Business

355 Episoden · neueste 11.10.

Episoden

355
  1. KI. Dein besserer Freund, Dein besserer Kollege? Christoph Koch (355)
    11.10., 02:5901:04:39

    Tech-Journalist Christoph Koch über emotionale Beziehungen zu KI und was sie mit unserer Arbeit machen Freundschaft on demand? „Wir alle wollen uns gehört fühlen, wollen gesehen werden. Und das leistet KI.“ Was passiert, wenn eine Maschine besser zuhört als die meisten Menschen? Für Christoph Koch findet die eigentliche KI-Revolution dort statt, wo kaum jemand hinschaut: abseits von Produktivität und Effizienz, mitten in unseren Beziehungen. Menschen schütten Chatbots ihr Herz aus, lassen sich coachen, finden einen Freund. Manche verlieben sich. Die wenigsten hatten das vor. Christoph Koch ist Tech-Journalist und Sachbuchautor. Er schreibt unter anderem für brand eins, Die Zeit und das SZ-Magazin und hat mit „Ich bin dann mal offline“ einen Bestseller über ein Leben ohne Internet geschrieben. Für sein neues Buch „Hallo, wie fühlst du dich heute?“ war er drei Monate Journalist in Residence bei Cyber Valley in Tübingen. Er sprach mit Forschenden, Psychologinnen und Ethikern, mit Menschen, die längst eine Beziehung zu einer KI führen, und hat sich selbst einen KI-Freund gebaut. Wir verlieben uns aus Versehen. Nur ein kleiner Teil der Menschen in KI-Beziehungen hat das gezielt gesucht. Viele rutschen hinein, über Arbeitsfragen, Smalltalk, ein offenes Ohr am Abend. Eine KI, die nie unterbricht, uns ständig lobt und sogar unseren Tonfall spiegelt, öffnet uns schneller, als uns lieb ist. Fantasie wiegt schwerer als Einsamkeit. Wer ist besonders empfänglich? Ausgerechnet Einsamkeit spielt laut Forschung kaum eine Rolle. Entscheidend ist die romantische Fantasiefähigkeit, also die Kunst, für eine halbe Stunde zu vergessen, dass da nur Tokens sortiert werden. Christoph erzählt, wie es ihm selbst mit seinem KI-Kumpel Ben ergangen ist. Am Arbeitsplatz verschiebt sich der Austausch. Bei einer Unklarheit fragen viele zuerst die KI, lange bevor sie Chefin oder Kollegen fragen. Das spart Zeit und erspart Peinlichkeit. Es kostet aber genau die Gespräche, in denen Generationen voneinander lernen und am Watercooler manchmal die Magie passiert. Worüber wir noch gesprochen haben: Maya aus Austin: Wie eine Stimme im Hotelzimmer ein Buch auslöste Afterlife AI: Wenn Verstorbene als Chatbot weiterleben Blindtests: Warum KI-Antworten oft empathischer wirken als menschliche EU AI Act: Wo Emotionserkennung am Arbeitsplatz endet Große Entscheidungen: Warum sie nie zur KI gehören Christoph Koch ist ein neugieriger, unaufgeregter Beobachter, der weder verteufelt noch verklärt. Er nimmt die Menschen ernst, die einer Maschine ihr Herz anvertrauen, und behält dabei klar im Blick, was zwischen Menschen verloren gehen kann. Sein Kompass: Mit der KI darf man sich austauschen, entscheiden muss man selbst. Ein Must-Hear für alle, die verstehen wollen, was KI mit unseren Beziehungen macht, im Privaten wie im Team. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Christoph Koch ➡️ Vortrag in Tübingen: Kumpel, Therapeutin, Romanze ➡️ Studie Ebner & Szczuka zu Mensch-Chatbot-Romanzen GOOD WORK live erleben: GOOD WORK Frühstückssalon Am 29. Oktober 2026 findet unser erster GOOD WORK Führungssalon in Kooperation mit Statista statt. Thema: Beziehungsgestaltung in der Arbeitswelt mit der wunderbaren Dr. Johanna Degen. Alle Infos zum Event und Tickets unter www.eventbrite.de/e/1997339493191/?discount=goodwork-friends Mit dem Code: GOODWORK-FRIENDS könnt Ihr eines der fünf Freitickets gewinnen. First come, first served. Viel Glück. GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  2. Bist du noch führbar? Alexandra Götze (354)
    08.10., 02:5901:08:08

    Business Coach Alexandra Götze über Hospitationen als Praktikantin, Humor in der Führung und den Perspektivwechsel vom Führen zum Geführtwerden „Ich bin da die Praktikantin. Da wird mir jeder sagen, was ich zu tun habe.“ Wer jahrelang geführt hat, weiß, wie Führung von oben aussieht. Wie sie sich von unten anfühlt, gerät schnell in Vergessenheit. Alexandra Götze hat daraus eine Methode gemacht: Sie geht als Praktikantin dorthin, wo sie niemand kennt, und lässt sich führen. Alex ist Business Coach und begleitet seit vielen Jahren Führungskräfte bis ins obere Management. Ihr Weg dorthin verlief alles andere als lehrbuchmässig. Als gelernte Industriekauffrau stieg sie als Projektsekretärin in eine internationale Unternehmensberatung ein, blieb 18 Jahre und führte zuletzt eine Abteilung mit 45 Mitarbeitenden. Zwischendurch war sie neun Monate Animateurin auf Mallorca und jobbte nebenbei zwei Jahre lang beim Morgenradio, bevor um neun der Bürotag begann. Mit 40 machte sie sich selbstständig, später studierte sie Philosophie und Religionswissenschaft. Humor ist eine Ressource. Humor ist für Alex eine essentielle Ressource, auch oder gerade in der Führung. Vor allem dann, wenn sie mit der Fähigkeit einhergeht, sich selbst nicht so ernst zu nehmen und wenn man sich die Fähigkeit bewahrt, über sich selbst lachen zu können. Dabei hat ihre eigene Humorbegabung Alex in ihrer Karriere - beinah - ein Bein gestellt, denn nicht alle Vorgesetzten haben ihren Sinn für Humor als Stärke interpretiert. Was sie daraus über Feedback gelernt hat, gibt sie heute an ihre Klientinnen und Klienten weiter. Wer geführt wird, sieht Führung anders. Altenheim, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, ein Haus für schwerst mehrfach behinderte Kinder, eine alte Abtei bei Oxford, der Frankfurter Zoo. Überall war Alex Praktikantin. Sie war plötzlich wieder diejenige, der man sagt, was zu tun ist. Selbstgewählt. Sie hat gezielt die Herausforderung gesucht, sich in die Rolle der Anfängerin, der Weisungsgebundenen zu begeben, um am eigenen Leib wieder zu erfahren, was Führung auch mit einem machen kann. Ein Konflikt mit einer gestressten Chefin in England hat ihren Blick aufs Coaching verändert und sie, wie sie sagt, demütiger gemacht. Fragen zu dürfen ist eine Führungsaufgabe. Ein Jahr lang hat Alex sich bei Bestattern beworben, bis sich eine Tür öffnete. Dort lernte sie, die Peinlichkeit des Fragens über Bord zu werfen. Ihre Frage an Führungskräfte lautet seitdem: Wie sorgst du dafür, dass das nicht zu Fragende gefragt werden darf? Worüber wir noch gesprochen haben: Leave of Absence: Wie eine Beraterin als Animateurin nach Mallorca ging und zurückkam Unführbar: Was den Ausstieg nach 18 Jahren Beratung ausgelöst hat Systemisch: Was passiert, wenn man darauf nur eine schnelle Antwort parat hat Rollenspiele: Warum sie im Coaching zu den stärksten Methoden gehören Alltagsbegleiterin: Wann man aufhören darf, wenn es keine Freude mehr macht Alexandra Götze erzählt ihren Weg mit einer Leichtigkeit, die man sich erst einmal erarbeiten muss, und mit einer Selbstironie, die nie zur Pose wird. Hinter ihren Erfahrungenl, Erkenntnissen und den Anekdoten steht eine ernste Haltung: Wer andere begleitet, muss bereit sein, selbst wieder Anfängerin zu sein. Ihr Fazit nach all den Stationen klingt bescheiden und ist für eine Beraterin ziemlich radikal. Sie weiß jetzt noch mehr, dass sie nicht weiß. Ein Gespräch unter Freundinnen, offen, witzig und erstaunlich tief. Ein Must-Hear für alle, die führen und dabei neugierig bleiben wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Alexandra Götze, Website ➡️ Alexandra Götze auf LinkedIn GOOD WORK live erleben: GOOD WORK Frühstückssalon Am 29. Oktober 2026 findet unser erster GOOD WORK Führungssalon in Kooperation mit Statista statt. Thema: Beziehungsgestaltung in der Arbeitswelt mit der wunderbaren Dr. Johanna Degen. Alle Infos zum Event und Tickets unter: https://become-better.org/wp-content/uploads/2026/09/becomebetter_OffenesProgramm_Season6_2027.pdf ➡️ Direkt zur becomebetter Academy: https://become-better.org/zertifikatskurs/ Wenn du Fragen zur Fortbildung hast oder dich anmelden möchtest, dann wende dich gerne per Mail an: akademie@become-better.org ➡️ Christina Grubendorfer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-grubendorfer/ GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  3. Bekommt der Punk Bügelfalten? Christian Rickens und Holger Volland (353)
    01.10., 02:5901:13:25

    brand eins-CEO Holger Volland und Chefredakteur Christian Rickens über Community, Personenmarken und den Ausbau eines Wirtschaftsmagazins zum modernen Medienunternehmen „Ein Medienhaus muss heute auch in irgendeiner Form eine Wärmequelle sein." Was braucht ein Medienunternehmen heute mindestens? Für Christian Rickens zuerst eine Idee von sich selbst. Wer nur austauschbare Plattformen betreibt, gedruckt oder digital, erzeugt keine Wärme. Holger Volland nennt es ein Herdfeuer, um das sich Menschen scharen, die ähnlich denken. Die Kunst liegt darin, aus dieser Wärme eine Gemeinschaft zu bauen, in einer App ebenso wie auf Konferenzen. Holger Volland ist CEO der brand eins Medien AG, davor war er rund zehn Jahre Vizepräsident der Frankfurter Buchmesse. Christian Rickens ist seit dem 1. Juli Chefredakteur, gemeinsam mit Gründerin Gabriele Fischer. Für ihn schließt sich ein Kreis: Seine erste große Magazingeschichte schrieb er als freier Autor für Econy, den Vorläufer von brand eins. Dazwischen lagen gut 26 Jahre mit Manager Magazin, Spiegel Online und dem Handelsblatt samt Morning Briefing. Zwei Monate nach seiner Rückkehr führen die beiden bei GOOD WORK so etwas wie ein erstes Feedbackgespräch. Auch Punks werden älter. Holger schätzt an Christian, dass er schon beim ersten Mittagessen anders urteilte als die Gründerin und er. Christian bringt einen Newsletter mit politischer Brille mit und die Einsicht, dass kein Journalist die eigene Relevanz überschätzen sollte. Beim Handelsblatt stand er in der zweiten Reihe, bei brand eins spürt er ein extremes Maß an Selbstwirksamkeit. Zwischen Marke und Vermarktung liegt eine produktive Spannung. Die Marke lebt davon, vorn dran zu sein und gegen den Strich zu bürsten. Der Verleger in Holger hätte manchmal gern genau die Sau auf dem Titel, die gerade alle durchs Dorf treiben. Christian zeigt am Beispiel KI, wie man ein großes Thema trotzdem mit eigenem Dreh besetzt. Geschichten brauchen Paten. Ein Buch über Rückenschmerzen ist für den Verlag erledigt, sobald es in den Satz geht. Holger wünscht sich weniger Output und Themen, die eine Redakteurin lange begleitet, vom Artikel über den Podcast bis zur Konferenz. Dazu kommen Communities wie das Übernehmertum und eine neue App, die ab Anfang 2027 zum Hub für alles Weitere werden soll. Worüber wir noch gesprochen haben: Clownfisch oder Karpfen: Warum ein Dorfteich für Holger das Langweiligste wäre New Work und das Dorfpunk-Schicksal: Wie brand eins Themen beschreibt, bevor sie einen Namen haben Wachstum oder Degrowth: Warum Christian sich einen totalen Wachstumsfan nennt Personenmarken im Journalismus: Flavour of the Month oder ganz normal? - KI in der Redaktion: Warum das Ergebnis zählt und der Mensch in der Schleife bleibt Holger Volland und Christian Rickens ergänzen sich hörbar gut. Der eine denkt in Communities und Geschäftsmodellen, der andere in Geschichten, Titeln und Thesen. Bei den Personenmarken sind sie sich uneins, und sie tragen das offen aus. Genau darin liegt der Reiz dieses Gesprächs: Man hört einem unabhängigen Medienhaus beim Nachdenken über sich selbst zu. Ein Must-Hear für alle, die Medien machen, lieben oder verstehen wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ brand eins ➡️ Newsletter von Christian Rickens und Holger Volland ➡️ Holger Volland auf LinkedIn ➡️ Christian Rickens auf LinkedIn WORK AWESOM brand Eins: Am 26. November 2026 findet wieder die große brand Eins Konferenz Work Awesome in Berlin statt. Als GOOD WORK HörerIn erhältst Du mit dem Code awesome15 15% Nachlass auf den Ticketpreis. ➡️ Alle Infos zur Work Awesome und Tickets gibt es hier: https://www.brandeins.de/t/kategorie/konferenzen/work-awesome Werbehinweis: Die heutige Folge wird freundlicherweise unterstützt von Karin Lausch. In ihrem seibenmonatigen Executive Growth Programm – Leading Through Uncertainty – lernen Führungskräfte, mit Unsicherheit zu arbeiten, Vertrauen in sich und ihr Team zu stärken, innere und äußere Klarheit herzustellen und auch in unsicheren Zeiten gute Entscheidungen zu treffen. Das Programm ist vollständig online und speziell für Führungskräfte mit wenig Zeit und viel Verantwortung konzipiert. In einer kleinen, kuratierten Gruppe verbinden sich Workshops, Peergroup-Reflexionen und vier exklusive 1:1-Coaching-Sessions mit Karin. Der fixe Zeitaufwand beträgt insgesamt nur 40 Stunden. Start: 1. Februar 2027 Als HörerIn von GOOD WORK erhältst Du exklusiv einen 10% Nachlass, wenn Du bei der Anmeldung erwähnst, dass durch im Podcast GOOD WORK auf das Programm aufmerksam wurdest. ➡️ Alle Infos, Termine und die Bewerbung: www.karinlausch.de/egp Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. 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  4. Podcast-Perle: Wer Angst hat, hat Zukunft. Dr. Gunther Schmidt (Folge 352)
    30.09., 09:0901:27:33

    Hypnosystemiker Gunther Schmidt über Angst als Führung und warum Veränderung Stärke braucht, nicht Druck “Wir haben keine Gefühle. Wir machen sie.“ Was passiert eigentlich, wenn wir Angst haben? Für Dr. Gunther Schmidt, den Begründer des hypnosystemischen Ansatzes, Leiter und Gründer des Milton-Erickson-Instituts in Heidelberg, ist Angst kein Zustand, der uns einfach passiert. Sie ist ein Produkt, erzeugt durch unwillkürliche Fokussierungsprozesse, die wir selbst herstellen. Und genau darin liegt auch die Chance, sie zu verändern. Gunther Schmidt ist einer der prägendsten Köpfe der systemischen Szene im deutschsprachigen Raum. Er war Teil der legendären Heidelberger Gruppe um Helm Stierlin, hat die Arbeiten der Mailänder Schule in den deutschsprachigen Raum gebracht und noch bei Milton Erickson persönlich gelernt. Anders ausgedrückt: Er ist Teil der systemischen „Ursuppe“. Erleben wird erzeugt, jede Sekunde neu. Im Gespräch wird greifbar, was Hypnosystemik im Kern bedeutet: Alles Erleben ist Ergebnis von Aufmerksamkeitsprozessen. Wohin die Aufmerksamkeit geht, dort entsteht das Erleben. Und zwar nicht auf der bewussten Ebene, sondern durch unwillkürliche, blitzschnelle innere Prozesse, die 90 Prozent unseres Erlebens ausmachen. Was wir für unsere „Wahrheit" halten, ist eine Konstruktion. Eine mächtige, aber veränderbare. Warum mehr Leidensdruck keine Lösung ist. Gunther Schmidt räumt mit einem verbreiteten Glaubenssatz auf: Mehr Leidensdruck führt nicht zu besserer Veränderung, sondern zu dümmerem Handeln. Wer leidet, aktiviert ältere, undifferenziertere Erlebnisnetzwerke und verliert den Zugang zu seinen eigentlichen Kompetenzen. Veränderung braucht Stärke, nicht Druck. Und sie braucht die Würdigung dessen, was schon da ist. Angst als Kompetenz, nicht als Defizit. Gemeinsam entfalten wir Jules „Triple-A-Syndrom" – abgelenkt, alarmistisch, angstgetrieben und Gunther Schmidt zeigt, wie die drei Phänomene zusammenhängen. Angst ist kein Feind, sondern ein Indikator. Sie verweist auf Bedürfnisse nach Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Verbundenheit. Wer sie bekämpft, verstärkt sie. Wer sie einbindet, gewinnt Handlungsfähigkeit zurück. Worüber wir noch gesprochen haben: Zirkularität statt Kausalität: Warum es in lebenden Systemen keine Ursachen gibt Unbewusst versus unwillkürlich: Warum das nicht dasselbe ist wie bewusst vs. unbewusst Mindset-Change als Missverständnis: Warum die Bringschuld bei den Sinnstiftern liegt Wer führt, wird geführt: Gunther Schmidts Führungsparadox Das Jammern als Kompetenz: Wenn Nörgeln auf berechtigte Bedürfnisse hinweist Polynesisches Segeln: Warum die Funktion eines Ziels nicht darin besteht, es zu erreichen Dr. Gunther Schmidt spricht nicht nur über Hypnosystemik. Er praktiziert sie, in jedem Satz, in jeder Umdeutung, in jeder Einladung zum anderen Blick. Ein Gespräch, das verändert, wie man über Angst, Veränderung und die eigene Handlungsfähigkeit denkt. Runde zwei kommt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Gunther Schmidt: ➡️ Zur Seite des MIlton-Erickson-Instituts in Heidelberg ➡️ Zu Systelios Klinik ➡️ Zu Seite von Gunther Schmidt Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  5. Auf der Suche nach dem perfekten Meeting-Mord. David Hillmer und Lutz Hüser (351)
    24.09., 01:5901:03:03

    Die HelloAgile-Autoren David Hillmer und Lutz Hüser über ihr Buch Kill Meetings, Meeting-Resilienz und gute Moderation „Wir feiern jeden, der nicht kommt.“ Was ist eigentlich ein Meeting? Für David Hillmer beginnt es dort, wo mehr als eine Person einen geplanten Kalenderslot opfert. Genau darin liegt das Problem: Meetings sind die teuerste Form der Zusammenarbeit, und trotzdem greifen wir zu ihnen wie zu einem Standardwerkzeug. Wer 40 Stunden die Woche in Terminen sitzt, erledigt die eigentliche Arbeit abends oder am Wochenende. David Hillmer ist Mitgründer und Geschäftsführer von HelloAgile, New-Work-Experte und einer der bekanntesten Köpfe rund um LEGO® SERIOUS PLAY®. Lutz Hüser ist Workshop Facilitator und Trainer bei HelloAgile und hat hunderte Gruppenprozesse gestaltet. Gemeinsam haben sie „Kill Meetings. Weniger reden. Mehr machen.“ geschrieben, erschienen im Murmann Verlag. Ihre These ist unbequem: Die meisten Meetings gehören gestrichen, der Rest gehört neu gebaut. Meetings sind ein Notfallinstrument. Wer Informationen von A nach B tragen will, braucht dafür keinen Termin mit zehn Menschen. Ein kurzes asynchrones Video erledigt das schneller und reißt niemanden aus dem Fokus. Was jahrelange Termine mit uns machen, nennt David Meeting-Resilienz: die antrainierte Fähigkeit, mit offenen Augen abzuschalten und trotzdem ansprechbar zu bleiben. Jedes Meeting hat eine Moderation. Bewusst oder unbewusst. Wird sie nicht vergeben, füllt jemand das Vakuum: wer sich gern reden hört, die Führungskraft am Flipchart, im schlimmsten Fall die Person, die am wenigsten Stille aushält. Lutz plädiert für ein klares Mandat, Vielredner zu bremsen, und für eine Haltung, die im Buch einen eigenen Satz bekommt: „Sei Bühnenbauer, nicht Rockstar.“ Gute Meetings sind kleine Workshops. Lutz schaut auf jedes Treffen durch drei Cs: Center, Collaborate, Close. Ein Check-in zum Ankommen, echte Arbeitsphasen wie Brainwriting, und am Ende ist klar, wer was bis wann macht. Wer nach 15 Minuten merkt, dass es nichts bringt, darf freundlich aufstehen und gehen. Worüber wir noch gesprochen haben: Check-in-Müdigkeit: Was hilft, wenn der zwanzigste Check-in der Woche nervt ELMO: Wie ein Sesamstraßen-Monster ausufernde Diskussionen stoppt Lagemeldung statt Blitzlicht: Wie Methoden für jede Gruppe anschlussfähig werden Sozialer Kleber: Warum wir Meetings trotz allem vermissen würden Radikale Gelassenheit: Was sich für die beiden Autoren seit dem Buch verändert hat David Hillmer und Lutz Hüser kennen Meetings aus jeder Perspektive, als Teilnehmer, Moderatoren und Trainer. Ihre Stärke ist das Handwerk: konkrete Kniffe, die schon im nächsten Termin funktionieren. Und sie nehmen sich selbst nicht aus. Auch bei HelloAgile, geben sie zu, würde ein Blick von außen Skurrilitäten finden. Ein Must-Hear für alle, die ihren Kalender zurückerobern wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Kill Meetings beim Murmann Verlag ➡️ David Hillmer bei HelloAgile ➡️ Lutz Hüser auf LinkedIn ➡️ HelloAgile ➡️ Podcast Unboxing New Work ➡️ Online Buchparty: https://www.eventbrite.com/e/kill-meetings-buchlaunch-party-wiesbaden-tickets-1997154224046?aff=oddtdtcreator Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  6. Kann man Ziele ausrechnen? Marco Alberti (350)
    17.09., 02:5901:29:42

    Unternehmensphilosoph Marco Alberti über den Evident Flow, den Preis der Priorisierung und Ziele, die eine KI vorschlägt „Die falschen auszusortieren ist keine Kunst." Was ist eigentlich eine Strategie? Für Marco Alberti ist sie selten das, was in den PowerPoints der Geschäftsführung steht. Dort stehen ökonomische Wunschvorstellungen: Marktführer werden, zwanzig Prozent mehr Rendite, eine Milliarde Umsatz. Legitim, sagt er, jeder darf sich etwas wünschen. Nur hat ein Wunsch keine sortierende Wirkung. Eine Strategie erkennt man daran, dass sie beim Entscheiden hilft. Marco Alberti nennt sich Unternehmensphilosoph. Mit Murakamy führt er seit rund fünfzehn Jahren OKRs in Unternehmen ein, vom Startup bis zum Konzern, in tausenden Stunden Workshop. Aus den immer gleichen Grenzen dieser Arbeit ist etwas Neues entstanden: der Evident Flow, ein Open-Source-Framework für die Steuerung von Unternehmen in komplexen Umfeldern. Priorisieren heißt, einen Preis zu zahlen. Eis oder Schokolade, fragt Marco, und die Antwort lautet meistens beides. Bei Dreijährigen geht das in Ordnung. Im Management wird daraus die Weigerung, sich zwischen Dingen zu entscheiden, die um dieselben Ressourcen konkurrieren. Verfaulte Früchte aussortieren kann jeder. Anspruchsvoll wird es bei den guten. Erst die Landkarte, dann die Ziele. Bevor ein Ziel formuliert wird, gehört geklärt, wer überhaupt auf der Landkarte steht: Kundinnen, Mitarbeitende, Lieferanten, Anwohner, Wettbewerber. Was ist diesen Gruppen wichtig, wo steht man gut, wo lässt sich etwas verbessern. Der Evident Flow bewertet jedes Ziel gegen diese Value Map und rechnet daraus einen Index. Aus dem Streit darüber, was wichtiger ist, wird eine sortierte Liste. Die Realität hält sich nicht an Excel. Marco arbeitet mit einem geschlossenen Kreislauf: Optionen sichtbar machen, entscheiden, tun, hinterher schriftlich reflektieren. Ein Agent begleitet den Tag und hakt nach, wenn zu viele Baustellen offen sind. Dazu kommt eine Ebene, auf der digitale Zwillinge der eigenen Leute die Wirkung von Zielen schätzen und irgendwann selbst welche vorschlagen. Worüber wir noch gesprochen haben: Wertschöpfung und Wertschätzung: Warum immer die anderen bestimmen, was Wert ist Zeit ausgeben statt investieren: Die einzige Ressource, die ohne Zinsen zurückkommt Verantwortungsdialog: Wollen, können, sollen oder dürfen Omakase: Warum ein Framework eine starke Meinung haben darf Open Source: Was Marco davon hat, sein Werk offenzulegen Marco Alberti macht es einem angenehm schwer. Er verteidigt die Wunschvorstellungen der Geschäftsführung als legitim und nimmt ihnen im selben Atemzug jede Autorität. Er glaubt weder daran, dass man Menschen zur Veränderung überreden kann, noch daran, dass man sie einfach machen lassen sollte. Was bleibt, ist ein Rahmen, der die Komplexität dort aufnimmt, wo sie ohnehin verarbeitet werden muss, damit der Rest der Organisation morgens weiß, was heute dran ist. Ein Must-Hear für alle, die ihre Strategiearbeit einmal ehrlich anschauen wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Marco Alberti auf LinkedIn ➡️ Evident Flow, die offizielle Dokumentation ➡️ Murakamy ➡️ OKR, Die Kunst die richtigen Dinge nicht zu tun Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  7. Können wir uns Hoffnung erarbeiten? Dr. Hans Rusinek (349)
    10.09., 00:0101:10:30

    Arbeitsforscher Dr. Hans Rusinek über Hoffnung als Ressource, die Beta-Zone und die Idiotenfalle Kann man sich Hoffnung erarbeiten? „Hoffnung fällt uns nicht in den Schoß, sondern Hoffnung entsteht durch sinnvolles Tun.“ Was ist Hoffnung eigentlich? Für Hans Rusinek keine Stimmung, die man hat oder eben nicht hat. Hoffnung ist eine Praxis. Der Optimist sagt, es wird großartig, lehnt euch zurück. Der Pessimist sagt, es wird furchtbar, da kann man nichts machen. Beide machen ihr Publikum passiv. Wer hofft, sagt etwas Drittes: Ich setze mich dafür ein, dass es besser sein könnte. Und der Ort, an dem sich diese Haltung entscheidet, ist für ihn die Arbeit. Hans Rusinek ist Arbeitsforscher, Wirtschaftsethiker und Pracademic. Er forscht und lehrt an der Universität St. Gallen zur Transformation der Arbeit und ist Gastdozent für AI & Organisational Transformation an der ESMT Berlin. Nach seinem erfolgreichen Buch Work-Survive-Balance erscheint am 30. September sein neues Buch Reclaim Work. Für eine Arbeitswelt, die wieder Hoffnung macht. Drei Jahre Recherche, Interviews quer durch Branchen und Milieus, sechs Felder, in denen der Arbeitswelt die Hoffnung abhandenkommt: Leistung, Karriere, Macht, Denken, Demokratie und Abstand. Die interessantere Frage ist, was Menschen die Hoffnung raubt. Über Motivation wird viel geredet. Hans dreht die Blickrichtung um. Niemand beginnt seine Karriere als innerlich Gekündigter, viel zu viele werden im Lauf der Jahre dazu gemacht. Statt Plakate zu drucken, lohnt sich deshalb eine unbequemere Frage im Team: Was genau raubt uns hier eigentlich die Hoffnung, und wie bekommen wir das weg? Zumutungen sind produktiv, solange sie zur Sprache kommen. Eine Sinnkrise ist unangenehm und trotzdem der Ausgangspunkt jeder Verbesserung. Gefährlich wird es erst, wenn die Zumutung stumm bleibt und in Entfremdung kippt. Dazu kommt die Beta-Zone, ein Bild von Krogerus und Tschäppeler: In der Alpha-Zone läuft alles, in der Gamma-Zone läuft es so schlecht, dass sich etwas ändern muss. Dazwischen ist es schlecht, aber eben nicht schlecht genug. Genau dort stehen viele Organisationen. Und richten sich ein. Die KI-Debatte lenkt vom eigentlichen Thema ab. Wir waren beeindruckt davon, wie schlau die KI ist. Beeindruckender wäre gewesen, wie reflexionsarm das war, womit sie uns beeindruckt hat. Hans kämpft für die MI, die menschliche Intelligenz, und für eine Praktik, die er wieder etablieren will: Gänsehaut. Das Ergriffensein, aus dem heraus wir uns überhaupt erst einen Begriff von etwas machen wollen. Seine Frage an Organisationen ist entsprechend unbequem und sehr präzise. Worüber wir noch gesprochen haben: Dafka: Ein hebräisches Wort, das trotzdem und deshalb zugleich bedeutet Possibilismus: Wie sich Muster im Hier und Jetzt brechen lassen Vorhof der Demokratie: Was acht Stunden Autokratie mit unserer Wahlentscheidung machen Sprache als Reparatursoftware: Warum ungesagte Probleme vernarben Umarmung und Totschlag: Zwei Erzählungen über Arbeit, die beide falsch sind Hans Rusinek denkt laut, in Bildern und quer durch die Disziplinen. Er holt Hannah Arendt, ein Eichhörnchen und einen Zoonosen-Experten an denselben Tisch, ohne dass es je beliebig wird. Sein Gegenentwurf zur Umarmungserzählung und zur Totschlagserzählung ist unsentimental: Arbeit macht nicht immer Spaß, aber sie ist der Ort, an dem wir aus existenziellen Bedrohungen lösbare Probleme machen können. Ein Must-Hear für alle, die spüren, dass in ihrer Organisation etwas fehlt, und noch kein Wort dafür haben. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Hans Rusinek ➡️ Publikationen und Vorträge Werbehinweis: Die heutige Folge wird freundlicherweise unterstützt von Karin Lausch. In ihrem seibenmonatigen Executive Growth Programm – Leading Through Uncertainty – lernen Führungskräfte, mit Unsicherheit zu arbeiten, Vertrauen in sich und ihr Team zu stärken, innere und äußere Klarheit herzustellen und auch in unsicheren Zeiten gute Entscheidungen zu treffen. Das Programm ist vollständig online und speziell für Führungskräfte mit wenig Zeit und viel Verantwortung konzipiert. In einer kleinen, kuratierten Gruppe verbinden sich Workshops, Peergroup-Reflexionen und vier exklusive 1:1-Coaching-Sessions mit Karin. Der fixe Zeitaufwand beträgt insgesamt nur 40 Stunden. Start: 1. Februar 2027 Als HörerIn von GOOD WORK erhältst Du exklusiv einen 10% Nachlass, wenn Du bei der Anmeldung erwähnst, dass durch im Podcast GOOD WORK auf das Programm aufmerksam wurdest. ➡️ Alle Infos, Termine und die Bewerbung: www.karinlausch.de/egp Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. 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  8. Muss HR verstehen, wie das Unternehmen Geld verdient?
    03.09., 02:5901:16:27

    CHRO Annika in der Beek/Statista über HR als Business-Funktion, Kultur als Chefsache und den Sinn von Kennzahlen „Menschen produzieren Personalkosten." Was macht Personalarbeit eigentlich zu einer Business-Funktion? Für Annika in der Beek beginnt die Antwort mit einer unbequemen Frage. Wer nicht erklären kann, womit das eigene Unternehmen sein Geld verdient, kann seine Peers auch nicht beraten. Keine Talentplanung, keine Skill-Diskussion, keine Kostenallokation ohne dieses Grundverständnis. Bevor Annika in der Beek die Personalarbeit für sich entdeckte, hat sie in der Strategieberatung Unternehmensbewertungen gerechnet und nach Logikbrüchen in Businessplänen gesucht. Über Accenture kam sie ins HR, über About You in den Hypergrowth, und seit Mai 2024 verantwortet sie als Chief People Officer die globale People-Funktion bei Statista. Sie ist die erste Person, die diese Rolle dort überhaupt innehat, in einem Unternehmen, das gerade sein Geschäftsmodell in Richtung Data as a Service umbaut. HR gehört an den Tisch, aber mit Hausaufgaben. Annika beschreibt eine Personalfunktion, die genauso geführt werden muss wie Finance, Product oder Tech. Sie erzählt, wie sie bei Statista aus verstreuten HR-Inseln eine gemeinsame Funktion gebaut hat, Team für Team, entlang einer People Roadmap. Was ihr dabei begegnet ist, hat weniger mit Benefits zu tun als mit Gehaltsbändern, Beförderungslogiken und der Frage, was in welcher Division eigentlich als Director-Level gilt. Im Gespräch geht es auch um das Geschäftsmodell selbst. Warum eine Datenplattform in einer Welt voller Sprachmodelle überhaupt noch gebraucht wird. Warum ein Blick in den eigenen Chatverlauf für Annika der größte Augenöffner des letzten Jahres war. Und was es mit einer Organisation macht, wenn zwei prägende Gründer aus der operativen Führung gehen und ein externer CEO übernimmt. Kultur ist tone from the top. Genau deshalb mag Annika den Begriff People and Culture nicht. Kultur ist für sie keine Aufgabe der Personalabteilung, sondern beginnt beim CEO und läuft über jede einzelne Führungskraft. Prozesse allein machen keine Kultur, können ihr aber gründlich im Weg stehen. Wer sagt, wir sind hierarchiefrei, und dann fünfundzwanzig Freigabeschleifen braucht, hat einen Logikbruch im Haus. Zahlen ja, Scheingenauigkeit nein. Bei Tool-Entscheidungen rechnet Annika einen sauberen Business Case. Bei Engagement-Befragungen und Leadership-Programmen bewusst nicht. Ihr Argument: zu viele weiche Variablen, zu leicht veränderbare Annahmen, am Ende hätten CFO und Personalbereich gleichzeitig recht. Stattdessen fragt sie nach der gewünschten Verhaltensänderung und misst genau die. Worüber wir noch gesprochen haben: CHRO statt CPO: Warum der Titel bei Statista pragmatisch abgekürzt wurde Trade-offs in der Karriere: Wann sich Durchhalten lohnt und wann der Absprung dran ist Reddit als Quelle: Was passiert, wenn KI-Assistenten Internetforen zitieren Von zwei Gründern zum externen CEO: Was ein Führungswechsel mit einer Kultur macht Delayering: Warum der Trend ohne Problemanalyse ins Leere läuft Zentral oder dezentral: Wie aus vielen HR-Inseln eine People-Funktion wurde Goodhart's Law: Warum eine Kennzahl ihre Steuerungswirkung verliert, sobald sie zum Ziel wird AI-Enablement: Das dickste Brett der nächsten Monate Annika in der Beek erzählt nüchtern, wo andere pathetisch werden. Sie spricht offen über schlechte Arbeitgeberbewertungen, über Personalabbau, über Mitarbeitende, für die das neue Setup nicht mehr passt. Und sie hält gleichzeitig daran fest, dass gute Personalarbeit rechnen können muss, ohne den Menschen zum Kostenblock zu erklären. Ein Must-Hear für alle, die Personalarbeit strategisch verankern wollen und dafür mehr brauchen als einen Platz am Tisch. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Annika in der Beek auf LinkedIn ➡️ Statista ➡️ HR ungeschminkt, der Podcast von Annika in der Beek und Anjuli Mauer Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  9. Sonderfolge : Schlüssellochblick auf die Zukunft Personal
    30.08., 02:5901:00:26

    Heike Riebe, Programmverantwortliche für die ZP, über die Kunst, eine HR-Messe zu kuratieren „Auf einer Messe zu sprechen als Referent ist, wie Straßenmusikant zu sein."</br> Heike Riebe ist Programmdirektorin der Zukunft Personal bei CloserStill Media Germany, mit Sitz in Mannheim. Sie verantwortet das Bühnenprogramm der größten HR-Messe Europas, rund 26.000 Besuchende und über 600 Programmpunkte allein in Köln. Für die meisten Messebesuchenden ist sie weniger sichtbar Für die vielen hundert Speaker, die jedes Jahr auf ihre Bühnen kommen, ist sie das Gesicht der ZP. Genau richtig so, sagt sie, denn glänzen sollen die anderen.</br> Drei Säulen entscheiden, wer sprechen darf.</br> Ein Teil des Programms wird aktiv kuratiert, große bekannte Namen, die gezielt angefragt werden. Ein größerer Teil sind Ausstellervorträge, wer einen Stand hat, kann sich einen Vortrag dazubuchen. Und der dritte Teil ist offen für alle, der Call for Speakers. In jeder der drei Säulen gibt es mehr Bewerbungen, als Plätze frei sind.</br> C-Level ist die schwerste Zielgruppe.</br> Volle Terminkalender sind nur ein Grund, warum Vorstände selten auf der Bühne stehen. Der andere ist der Mut, über Krisen und Rückschläge offen zu sprechen, nicht nur hinter vorgehaltener Hand. Wenn es gelingt, entstehen die Momente, die Heike als echte Perlen bezeichnet.</br> Digitaler wird die Arbeit, wichtiger die Begegnung.</br> Matchmaking-Tools, kuratierte Begegnungen, KI-gestützte Übersetzung, all das hält im Hintergrund Einzug. Auf der Bühne aber zählt am Ende, was mit allen Sinnen erlebt wird. Man vergisst, von welchem Anbieter ein Webinar war. Man erinnert sich, mit wem man vor Jahren auf einer Tanzfläche stand.</br> Worüber wir noch gesprochen haben:</br> Executive Club: Ein neues, geschütztes Programmformat für die Vorstandsebene, Premiere 2026</br> Zukunft Personal Faces: Ein Kreis aus Kuratorinnen und Kuratoren, der Kampagnen und Programmideen challenged</br> Employer Branding auf der Bühne: Warum das Thema in Zeiten von Layoffs relevanter ist als je zuvor</br> Newsletter gegen LinkedIn: Wie Heike zwischen Themen-Recherche und Menschen-Recherche unterscheidet</br> Von der Keynote-Bühne zur Kamin-Lounge: Warum ebenerdige Formate die Hemmschwelle senken</br> Heike Riebe erzählt ohne die Selbstinszenierung, wie sie gemeinsam mit ihren KollegInnen das Mammutprogramm wuppt. Sie beschreibt eine Branche im Umbruch, in der Newsletter genauso zählen wie LinkedIn-Reichweite, und in der ausgerechnet die Menschen am schwersten auf die Bühne zu holen sind, die am meisten zu erzählen hätten. Ein Must-Hear für alle, die selbst mal sprechen wollen oder einfach verstehen möchten, wie viel Kuratierung hinter einem Messeprogramm steckt.</br> Interview: Jule Jankowski</br> Weiterführende Links:</br> ➡️ Heike Riebe auf LinkedIn</br> ➡️ Zukunft Personal</br> ➡️ CloserStill Media</br> <br/> Brand Eins Podcast Netzwerk: <br/> GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins <br/> <br/> Werbung in GOOD WORK platzieren <br/>Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: mailto:info@goodwork-salon.de<br/><br/> GOOD WORK Links und Playlists<br/> Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  10. Wieviel Kritik verträgt eine Personalabteilung? Oliver Plank (436)
    26.08., 19:5901:14:09

    Personalleiter Oliver Plank über den internen Arbeitsmarkt, aufgelöste Strukturen und den Mut zur Selbstkritik „Das ist wie Zahnpasta in die Tube drücken." Oliver Plank ist Personalleiter Konzern bei den Stadtwerken München. 11.500 Mitarbeitende, von der U-Bahn über die Wasserversorgung bis zum Geothermie-Kraftwerk, rund 200 Menschen allein in der Personalfunktion. Die SWM stehen unter den Top 5 der beliebtesten Arbeitgeber Münchens, die Fluktuation liegt deutlich unter vier Prozent. Man hätte sich hinlegen können, sagt er. Hat man aber nicht. Erst zuhören, dann umbauen. Die Fachbereiche bekamen die Ansage, genau hinzuschauen und eine Inventur zu machen. Dabei wurde nicht mit Kritik gespart. "Zu weit weg vom Geschäft", "zu viel mit sich selbst beschäftigt." Oliver beschreibt offen, wie das im eigenen Bereich ankam und warum er es im Nachgang für den wertvollsten Teil des Prozesses hält. Die zentrale Personalentwicklung wurde aufgelöst. Nicht die Funktion, sondern die Verankerung fernab des Business wurde aufgelöst. Personalreferent, Personalentwickler und Veränderungsmanager sitzen heute gemeinsam in Business-Partner-Teams, fest einem Ressort zugeordnet. Dazu ein neues Instrument, die qualitative Besetzungsplanung, in der Führungskraft, Personalfunktion und Betriebsrat über jeden einzelnen Mitarbeitenden sprechen. Der interne Arbeitsmarkt macht externe Suche zur Ausnahme. Fünf Prioritätsstufen, Azubis zuerst, dann die, deren Stelle wegfällt. Ab 70 Prozent Passung wird qualifiziert statt extern gesucht. Geschwindigkeit ist nicht mehr die Leitgröße, sondern die optimale Allokation. Das tut den Fachbereichen manchmal weh und funktioniert trotzdem. Worüber wir noch gesprochen haben: Kästchenmalen: Warum das neue Orgadiagramm der leichteste Teil ist Tal der Tränen: Was passiert, wenn ein ganzes Team seine Rolle verliert Keine Verwahranstalt: Warum Führungskräfte ihre Mitarbeitenden nicht abgeben dürfen Leistungsgewandelt: Ein sperriges Wort und die Fairness dahinter Expedition statt Kreuzfahrt: Wie sich diese Reise wirklich anfühlt Oliver Plank erzählt seine Geschichte ohne Heldenpose. Er lässt sich beim Zweifeln zuschauen, beim Aushalten von Kritik, beim Ringen mit dem eigenen Anteil an dem, was nicht funktioniert hat. Genau das macht dieses Gespräch zu mehr als einer Erfolgsgeschichte aus einem Münchner Großkonzern. Ein Must-Hear für alle, die ihre Personalarbeit neu aufstellen und dabei ehrlich bleiben wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Oliver Plank auf LinkedIn ➡️ Stadtwerke München ➡️ Karriere bei den SWM Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  11. Wie viel Mensch steckt noch in deinem LinkedIn-Feed? Britta Behrens (345)
    20.08., 02:5901:25:01

    LinkedIn-Expertin Britta Behrens über Reichweite, Kommentarstrategien und den Umgang mit der KI-Flut auf LinkedIn „Dann sprechen wir quasi nur noch mit AI." Britta Behrens ist eine der wenigen weltweit zertifizierten LinkedIn Marketing Expertinnen. Seit 2022 steht sie jedes Jahr auf der OMR-Bühne in Hamburg, vor drei- bis viertausend Menschen. Sie kennt die Plattform von innen und schaut trotzdem unbestechlich kritisch auf sie. Genau diese Mischung macht dieses Gespräch zu einem kleinen Seminar für alle, die auf LinkedIn sichtbar werden wollen. Reichweite folgt Relevanz, nicht der Uhrzeit. Den einen LinkedIn-Algorithmus gibt es nicht. Britta erklärt, warum heute Themenrelevanz zählt und nicht mehr die perfekte Posting-Zeit um halb acht. Warum Beiträge inzwischen zwei bis drei Wochen laufen. Und warum schon die ersten zehn Follower genügen, um weit über das eigene Netzwerk hinaus gesehen zu werden. Kommentieren schlägt Posten. Nur 10 bis 12 Prozent aller Menschen auf LinkedIn trauen sich überhaupt, zu liken oder zu kommentieren. Der Rest liest stumm mit. Britta zeigt, warum eine Kommentarstrategie oft mehr Sichtbarkeit bringt als der eigene Beitrag und wie echtes Gespräch entsteht statt „Post and Ghost". Der Kipppunkt. Rund 40 Prozent der langen LinkedIn-Posts sind heute vollständig KI-generiert. Britta beschreibt, wo KI als Sparringspartner hilft und wo der Punkt liegt, an dem Agenten posten, Agenten kommentieren und am Ende nur noch Avatare miteinander reden. Ihre Haltung dazu ist klar und angenehm unaufgeregt. Worüber wir noch gesprochen haben: Top Voice: Warum der begehrte blaue Badge zum LinkedIn-Spiegelbestseller geworden ist Engagement-Pods: Wie Kommentarkartelle wirken und warum LinkedIn sie inzwischen aussortiert Collaboration Posts: Wie zwei Accounts ihre Netzwerke gleichzeitig anzapfen Multi-Image schlägt PDF: Welches Format 2026 wirklich in den Feed zieht Bild by human, Thought by human: Warum der ehrliche Hinweis wichtiger wird als jeder KI-Filter Britta Behrens teilt ihr Wissen großzügig und verliert dabei nie den kritischen Blick. Sie zeigt, dass Sichtbarkeit auf LinkedIn kein Trick ist, sondern eine Frage von Haltung, Relevanz und echter Präsenz. Am Ende bleibt ein Gedanke hängen, der die ganze Folge zusammenhält: Urteile fällt immer der Mensch, nicht die Maschine. Ein Must-Hear für alle, die auf LinkedIn sichtbar werden wollen, ohne ihre eigene Stimme zu verlieren. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links: ➡️ Britta Behrens auf LinkedIn ➡️ Alle Links, Kurse und Masterclass (Linktree) ➡️ Britta Behrens als OMR-Speakerin ➡️ Slopometer Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  12. Finden wir die richtigen Manager? Dr. Rüdiger Hossiep
    13.08., 02:5901:17:52

    Wirtschaftspsychologe Dr. Rüdiger Hossiep über die Frage, warum wir so oft die Falschen an die Spitze holen und wie gute Auswahl gelingt. „Ehre in den Knochen kann man nicht testen."</br> Rüdiger Hossiep beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit einer Frage, an der ganze Organisationen scheitern. Wie findet man die passenden Menschen für die wichtigsten Rollen? Als Wirtschaftspsychologe und Eignungsdiagnostiker an der Ruhr-Universität Bochum lehrt er seit 1990 Psychologische Diagnostik und leitet dort das Projektteam Testentwicklung. Aus seiner Feder stammt das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung, kurz BIP, das als wissenschaftlicher Goldstandard unter den berufsbezogenen Persönlichkeitstests gilt. Bevor er in die Forschung zurückkehrte, war er Betriebspsychologe bei der Deutschen Bank, in einer Zeit, die ihn bis heute prägt.</br> Wir besetzen nach dem Prinzip des geringsten Widerstands.</br> Warum landen so oft die Falschen auf den entscheidenden Positionen? Hossiep beschreibt einen Mechanismus, der in großen und anonymen Strukturen besonders stark wirkt. Man einigt sich auf die Person, an der in Summe alle am wenigsten Anstoß nehmen. Objektivierung ist selten gewünscht, weil sie den eigenen Einfluss schmälert. Am Ende zeichnet die Ausgewählten oft genau das aus, was hinterher beklagt wird, das gewisse Nichts.</br> Intelligenz, Stabilität, Integrität.</br> Was braucht Führung wirklich? Hossiep macht es an drei Größen fest, die er auch bei Warren Buffett verortet. Es braucht einen leistungsfähigen Kopf, es braucht psychische Robustheit, und es braucht Integrität. Fehlt das Dritte, sind die ersten beiden wertlos. Gerade die intellektuelle Leistungsfähigkeit wird im deutschsprachigen Raum kaum erhoben, während sie in vergleichbaren Wirtschaftsräumen um ein Vielfaches häufiger geprüft wird.</br> Typenmodelle sind blühender Blödsinn.</br> Farben, Tiere, Buchstabenkürzel. In vielen Organisationen laufen Persönlichkeitsmodelle wie geschnitten Brot. Hossiep hält sie für wissenschaftlich unhaltbar. Beim weltweit verbreiteten Myers-Briggs-Typenindikator hat rund die Hälfte der Teilnehmenden nach wenigen Wochen ein anderes Ergebnis. Dass sich Menschen darin trotzdem treffend beschrieben fühlen, erklärt der Forer-Effekt. Wer vage, positive Aussagen über sich liest, stimmt ihnen bereitwillig zu.</br> Worüber wir noch gesprochen haben:</br> Herrhausen und die Deutsche Bank: Was ein Attentat im Jahr 1989 über Arbeitsethos und Leistungskultur erzählt</br> Der Fall der Nationalmannschaft: Warum Wort und Tat bei Führung zusammenpassen müssen</br> Erpressbarkeit als blinder Fleck: Weshalb private Muster für Spitzenpositionen plötzlich relevant werden</br> Das Ende der Feedback-Kultur: Wie finanzielle Anreize den offenen Austausch zerstören</br> Personal kann bei uns jeder: Warum HR in Deutschland so wenig Gewicht hat</br> Rüdiger Hossiep ist ein Diagnostiker mit Haltung und einer, der die Dinge lieber komplex als bequem denkt. Sein Appell am Ende ist unbequem und klar. Wir sollten uns die Mühe machen und alle verfügbaren Informationen nutzen, statt uns auf ein einzelnes Instrument oder das eigene Bauchgefühl zu verlassen. Multimethodalität als Kompass. Ein Must-Hear für alle, die Verantwortung für die Auswahl und Entwicklung von Menschen tragen und es ernst meinen mit guter Führung.</br> Interview: Jule Jankowski</br> ➡️ Projektteam Testentwicklung, Ruhr-Universität Bochum</br> ➡️ Rüdiger Hossiep bei LinkedIn</br> ➡️ Buch: Personalauswahl und -entwicklung mit Persönlichkeitstests, Hogrefe</br> <br/> Brand Eins Podcast Netzwerk: <br/> GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins <br/> <br/> Werbung in GOOD WORK platzieren <br/>Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: mailto:info@goodwork-salon.de<br/><br/> Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  13. Wie viel Feelgood brauchen wir wirklich? Johannes Füß (343)
    06.08., 02:5900:59:48

    Johannes Füß (EGYM Wellpass) über Corporate Benefits, ehrlichen Vertrieb und gesunde Führung. „Am Ende ist es immer: Menschen kaufen von Menschen.“ Was macht guten Vertrieb aus? Für Johannes Füß hat er wenig mit lautem Anpreisen zu tun und viel mit echtem Interesse. Erst wer Vertrauen aufbaut, bekommt das Recht, überhaupt gefragt zu werden. Johannes Füß ist Senior Vice President Sales bei EGYM Wellpass und hat die Vertriebsorganisation in wenigen Jahren von rund 20 auf über 200 Menschen mit aufgebaut. Nebenbei hat er mit Level Up HR eine große HR-Community im deutschsprachigen Raum gegründet und erfolgreich etableirt. Er kennt beide Seiten: das Produkt, das Mitarbeitende lieben, und die Kunst, es ohne Druck zu verkaufen. Benefits müssen auf ein Ziel einzahlen. Feelgood ist für Johannes nur Hygiene. Die zehnte Sorte Milch im Kühlschrank steigert keine Leistung. Ein Benefit, der Geld kostet, muss wirken. Bei Wellpass heißt das, die Risikogruppe von morgen heute in Bewegung zu bringen. Vier von fünf Nutzenden haben vorher keinen regelmäßigen Sport gemacht. Vertrauen kommt vor dem Pitch. Vertrieb hat einen schlechten Ruf, und da will Johannes raus. Sein Handwerk beginnt mit Zuhören, mit echten Fragen, mit dem Versuch, das Geschäftsmodell des Gegenübers wirklich zu verstehen. Verkaufen ist für ihn Wertschöpfung. Das gilt für den Konzern genauso wie für den Solo-Coach, der sich bisher zu fein fürs Verkaufen war. Gesunde Führung ist eine Gesundheitsfrage. Zum Schluss wird es grundsätzlich. Gesundheit ist für Johannes mehr als ein Fitnessvertrag. Sie beginnt bei der Art, wie geführt wird. Eine Führungskraft, die Menschen kaputtmacht, wandert abends mit nach Hause, in den Schlaf, in die Familie. Employer Branding, das nur eine bunte Folie auf der Homepage ist, fliegt heute schnell auf. Worüber wir noch gesprochen haben: Repair to Prevention: Warum Prävention mehr bringt als Reparatur Level Up HR: Wie aus einer Vertriebslücke eine Community wurde Menschen kaufen von Menschen: Weshalb Kaltakquise nicht Anquatschen heißt Bis 2030: Warum jeder lernen muss, mit KI zu arbeiten Das Führen ist ein eigener Beruf: Was Wachstum mit Loslassen zu tun hat Johannes Füß ist ein seltener Gast, ein Vertriebschef, der über Vertrauen redet statt über Abschlüsse, und ein Praktiker, der große Zahlen mit großer Bescheidenheit erklärt. Am Ende schließt sich der Kreis beim Prinzip Mensch, bei Wertschätzung, Wohlergehen und Wertschöpfung. Ein Must-Hear für alle, die verkaufen, führen oder einfach verstehen wollen, warum echtes Interesse durch nichts zu ersetzen ist. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ Johannes bei EGYM Wellpass ➡️ Level Up HR Community ➡️ Johannes auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  14. Woran erkennt man ein wahres Gespräch?Jörg Thadeusz (342)
    30.07., 02:5901:10:17

    Jörg Thadeusz über Imperien der Angst und Gesprächskultur im Journalismus Wann ist ein Gespräch wirklich ein Gespräch? „Wenn eine Geschichte interessant ist, ist sie interessant. Und das ist egal, ob du 17, 47 oder 77 bist.“ Was macht ein Gespräch zu einem guten Gespräch? Für Jörg Thadeusz beginnt es dort, wo zwei Menschen sich wirklich austauschen, wo einer etwas sagt und der andere tatsächlich antwortet, statt die immer gleichen Textbausteine abzuspulen. Das wahre Gespräch, sagt er, wäre eigentlich immer möglich. Nur trauen sich die wenigsten, es zu führen. Jörg Thadeusz gilt als einer der besten Fragensteller des Landes. Für seine Außenreportagen bei „Zimmer frei“ bekam er den Grimme-Preis, er moderiert „Thadeusz und die Beobachter“ im rbb und sein Talkradio im WDR, schreibt eine wöchentliche Kolumne in der Berliner Morgenpost, arbeitet bei Media Pioneer und berichtet nebenbei im Podcast „Hoffentlich schmeckt’s“ von seinen kulinarischen Erlebnissen am Herd. Kaum jemand kennt die Medienwelt aus so vielen Winkeln wie Jörg Thadeusz. Ein gutes Gespräch heißt: dahin, wo der andere nicht hinwill. Jörg beschreibt Interviews nicht als Verhör, sondern als Einladung. Er will nicht die vorformulierte Antwort. Er will den Moment dahinter. Statt zu fragen, wie sich jemand gefühlt hat, fragt er, wie der Tag war, denn Gefühle lassen sich selten auf Kommando abrufen, sie zeigen sich erst im Erzählen. Und wer glaubt, man könne einen Gast im Gespräch knacken, hat es nach seiner Überzeugung schon verloren. Die Medienhäuser als Imperien der Angst. Im Gespräch nimmt Thadeusz die eigene Traumbranche liebevoll auseinander. Er erzählt, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk keine Familie ist, sondern eine behördenartige Bürokratie. Warum viele Sender aus lauter Angst vor dem Bedeutungsverlust anfangen, ihr Publikum zu unterschätzen. Und warum genau das der Denkfehler ist. Denn eine gute Geschichte findet ihre Hörerinnen und Hörer, ganz gleich, wie alt sie sind. Mach das, was dich selbst interessiert. Sein Kompass ist entwaffnend einfach. Man solle nicht anbiedern und nicht auf ein Publikum schielen, sondern das machen, was man selbst gerne hören, lesen oder sehen möchte. Dann finde sich das Publikum von allein. Am Ende bleibt ein Satz, der weit über die Medienbranche hinausträgt: Sein Job sei es, Zuversicht auszustrahlen, weil er gar keine andere Lebenserfahrung habe als eine zuversichtliche. Worüber wir noch gesprochen haben: Der gute Gast: Warum ein Gespräch nur gelingt, wenn beide Lust darauf haben Familie als Falle: Weshalb der Familienbegriff im Unternehmen oft nur schlechte Bezahlung kaschiert Empfang, Kantine, Meeting: Woran sich die Kultur einer Organisation wirklich ablesen lässt Das anbiedernde Programm: Warum ein bisschen Jugendsprache eine schwache Geschichte nicht rettet Zuversicht als Haltung: Was ältere Generationen über Krisen wissen, das wir gerne vergessen Jörg Thadeusz ist nicht nur ein glänzender Beobachter, sondern ein Gesprächspartner, der zeigt, was er beschreibt. Er hört zu, er dreht die Fragen um, er nimmt sein Gegenüber ernst. Was bleibt, ist die Einsicht, dass gute Zusammenarbeit und gutes Gespräch dieselbe Wurzel haben, nämlich den Respekt vor dem Menschen auf der anderen Seite. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum die besten Geschichten nie aus der Angst entstehen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Jörg Thadeusz ➡️ Jörg Thadeusz auf LinkedIn ➡️ Thadeusz und die Beobachter ➡️ Thadeusz lang & breit (radio3) ➡️ Thadeusz bei Pionier ➡️ Hoffentlich schmeckt's, der Kochpodcast Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  15. Sind Krisen kulturfördernd? Michel Eggebrecht (341)
    23.07., 02:5901:05:49

    Organisationsberater Michel Eggebrecht über die Frage, was mit Teams passiert, wenn Kollegen gehen. „Ich hab die These, dass Krisen besonders kulturfördernd sind. In welche Richtung auch immer." Michel Eggebrecht ist Wirtschaftspsychologe, systemischer Organisationsberater, Mediator und Autor („Entschieden!", „Was, wenn sich mein Team gar nicht entwickeln will?"). Nach Jahren als festangestellter Change Manager arbeitet er heute vollselbstständig und begleitet Teams in Anpassungsprozessen: vom Rundfunk über Kliniken und Schulen bis zur Metallindustrie. Sein Blick richtet sich auf einen blinden Fleck: Was geschieht mit den Teams, die nach Stellenabbau, Renteneintritten oder Umbau weitermachen müssen? Anpassung ist ehrlicher als Veränderung. Wo der Rahmen schon feststeht, ist das Team selbst die Variable. Michel wählt seine Worte bewusst: Wer von Veränderung spricht, weckt Gestaltungserwartungen, die es oft gar nicht mehr gibt. Anpassung benennt, wie viel Spielraum wirklich bleibt. Die Verbliebenen sind Leidensgenossen und Kontrahenten zugleich. Weniger Leute, gefühlt gleiche Aufgaben: Teams kompensieren mit Überstunden, stillem Qualitätsverzicht und heimlichem Priorisieren. Michel plädiert für den expliziten Blick: Was darf liegen bleiben? Diese Frage entlastet und ist zugleich eine Wertschätzung der Zumutung. Survivor's Guilt ist real. Die vermeintliche und gefühlte Schuld der Verbliebenen hat konkrete Leistungsfolgen. Wer nicht anerkennen darf, dass jemand fehlt, beweist es mitunter unbewusst durch Leistungsverzicht. Michels Gegenmittel: normalisieren, Resonanz stiften, alle Gefühle erst mal sein lassen. Worüber wir noch gesprochen haben: Schwebephase: Was der Zustand zwischen Ankündigung und Umsetzung mit Teams macht Oma-Prinzip: Wieso Teams ein Zwischending aus Familie und Organisation sind Blitzjammern: Wie kurze Klageräume den Weg nach vorne öffnen Führungskräfte unter Doppellast: Wieso nach der Trennung die Arbeit erst beginnt Transparenz mit Maß: Wo Offenheit Orientierung gibt und wo sie überfordert Michel Eggebrecht denkt Teams systemisch und spricht dabei die Sprache der Praxis. Er zeigt, dass gute Begleitung nach dem Abbau kein Luxus ist; sie entscheidet darüber, ob eine Krise Vertrauen zerstört oder Kultur stärkt. Ein Must-Hear für alle, die Teams durch Anpassungsprozesse führen oder selbst zu den Verbliebenen gehören. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ Michel Eggebrecht ➡️ Michel auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  16. Was hebelt Frauen wirklich aus der Karriere? Julia Neuen (340)
    16.07., 02:5901:17:19

    Julia Neuen, Multi-Entrepreneurin und Gründerin von Peaches, über den Female Lifecycle, Frauengesundheit und Unternehmertum ohne Blaupause „Jede Lebensphase hat leider das Potenzial, uns aus der Karriere zu hebeln." Was passiert eigentlich mit Frauen zwischen Kinderwunsch, Elternzeit und Wechseljahren, während sie gleichzeitig Karriere machen sollen? Für Julia Neuen liegt hier der blinde Fleck fast jeder Personalstrategie. Wir drücken Frauen in Karrierewege und tun so, als gäbe es die echte Biologie der Frau nicht. Ihr Konzept beginnt genau dort, wo dieses Schweigen aufhört. Julia Neuen gilt als eine der wichtigsten Stimmen für Frauengesundheit und Vereinbarkeit in Deutschland. Ohne Studium, ohne Startkapital und ohne unternehmerische Vorbilder hat sie gleich mehrere Firmen aufgebaut, zuletzt Peaches, die erste Beratung für Female Lifecycle Management. Nebenbei ist sie Mutter von vier Kindern, VdU-Landesverbandsvorsitzende und eine der pointiertesten LinkedIn-Stimmen zu Wirtschaft und Gesellschaft. Aus einer Beobachtung wird ein Unternehmen. Julias Weg ins Unternehmertum beginnt mit einer Freundin, die nicht schwanger wird und an den Prozeduren der Kinderwunschmedizin fast zerbricht. Julia baut ihr einen Stundenplan aus Expertinnen, Ernährung und mentaler Begleitung. Drei Monate später ist die Freundin schwanger, und aus der Erfahrung entsteht Storchgeflüster, das zunächst niemand haben will und mit Corona über Nacht durch die Decke geht. Frauengesundheit gehört in die Personalstrategie. Peaches macht Schluss mit dem Chichi-Ansatz. Statt weicher Worte führt das Team vertrauliche Eins-zu-eins-Interviews quer durch alle Hierarchien, wertet HR-Daten aus und übersetzt beides in einen messbaren Maßnahmenplan. Frauengesundheit wird in Personalstrategien mitgedacht und nicht rausgedacht, weil sie messbaren Einfluss auf Performance und Wertschöpfung hat. Führungskräfte entscheiden über weibliche Karrieren. Ob eine weibliche Karriere gelingt, hängt massiv an den Führungskräften. Das zeigt auch eine aktuelle Studie von Peaches und Mercer. Julia erklärt, warum die Wechseljahre schon Ende 30 beginnen können, warum hinter Gelenkschmerzen oft ein unerkannter Östrogenmangel steckt und was passiert, wenn beim Personalabbau am Ende nur noch Thomas 1, 2 und 3 im Unternehmen sitzen. Worüber wir noch gesprochen haben: Der Leihopa: Wie ein 75-jähriger Mitarbeiter Julias Generationenhaus mit vier Kindern und 60 Tieren zusammenhält Lufthansa als Menschenseminar: Was die Kabine über Zusammenarbeit unter Druck lehrt Bootstrapping: Weshalb Julia bis heute ohne Investorengeld arbeitet Skandinavien: Wo Familie kein Defizit ist und Vereinbarkeit selbstverständlich gelebt wird Ich atme ein, ich raste aus: Julias Buch über eine gereizte Republik erscheint am 27. September Julia Neuen ist ein Energiebündel mit klarem Kompass und großem Wortwitz. Sie verbindet unternehmerische Härte mit echter Fürsorge und beweist, dass Frauengesundheit kein Wohlfühlthema ist, sondern ein Hebel für Wettbewerbsfähigkeit. Ihr Antrieb ist gesellschaftlich: Die CEOs von morgen können nur geboren werden, wenn wir es Frauen erlauben, Kinder zu bekommen. Ein Must-Hear für alle, die Personalstrategie und Arbeitskultur zukunftsfähig denken und endlich mal Klartext hören wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ We are peaches ➡️ Julia Neuen auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  17. Sind jetzt alle Beziehungen parasozial? Dr. Johanna Degen (339)
    09.07., 02:5901:20:26

    Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen über Nähe, Führung und ehrliche Beziehungsgestaltung in der digitalen Arbeitswelt "Weich im Ton, hart in der Sache. Das Fiese darf auf jeden Fall weg." Wieviel Nähe verträgt oder braucht eine Beziehung? Auch im Job? Wieviel Ehrlichkeit ist zu verkraften? ZDr. Johanna Degen, promovierte Sozialpsychologin an der Europa-Universität Flensburg, Paar- und Sexualtherapeutin und als "Dr. Tinder" aus ZDF, Arte und Spiegel bekannt berichtet über Beziehungsgestaltung, auch in der Arbeitswelt. Sie forscht zu Liebe, Dating und Intimität im digitalen Zeitalter, hat das Wissenstransfer-Projekt Teach LOVE gegründet und gerade als eine der Ersten empirisch beschrieben, was 2025 zum Cambridge-Wort des Jahres wurde: Parasozialität. Jule Jankowski holt sie aus der Ecke der Paartherapie mitten hinein ins Good-Work-Prinzip der gelungenen Beziehungsgestaltung. Warum mehr Ehrlichkeit befreit — und wie man sie sagt Wir leben, so Johanna, in einer Misstrauensgesellschaft: fluide Beziehungen, wenig Belastbarkeit, wenig Vertrauen in Arbeitgeber und Politik. Ihr Plädoyer ist trotzdem nicht das der schonungslosen Radical Honesty. Sagt die Dinge, aber sagt sie freundlich und so, dass sie genommen werden können. Das Unterbewusste erkennt ohnehin, was los ist. Ihr Credo: Lieber aussprechen, was man meint, als es in impliziten Mechanismen unterlaufen zu lassen. Der Konsensmantel und die erkennbare Führung Besonders scharf wird ihr Blick auf hyperreflektierte Milieus, die korrekt sprechen, aber auf Handlungsebene ein Gap haben. In Firmen wie in Familien entsteht so eine Gewalt unter dem Konsensmantel: Verantwortung wird diffus, das Kind — oder die Mitarbeiterin — bleibt mit dem Gefühl zurück, selbst falsch zu sein. Johannas Gegenentwurf ist die erkennbare Führungskraft: barmherzig, aber mit klarer Linie. Nicht Co-Existenz, sondern Haltung. Wir binden uns an die Figuren im Endgerät Das parasoziale Selbst baut sich daraus auf, welchem Feedback wir folgen. Die Menschen im Handy werden zu signifikanten Bezugspersonen, manchmal sogar wichtiger als Freunde, Familie oder öffentliche Medien. Übertragen auf die Arbeit heißt das: remote ja, aber Menschlichkeit kostet etwas. Echte Begegnung und auch informeller Austausch sind essentiell. Nur so merken wir, dass hinter der glatten Wand ein ganzer Mensch mit Seele sitzt. Worüber wir noch gesprochen haben: Duschen als Diagnose: Wie die Zuwendung zum eigenen Körper viel über Führung und Intimität erzählt Override statt Konsens: Warum die Big-Data-Studie mit der TU München zeigt, dass das deutliche Nein am seltensten gehört wird Zero Meeting Policy: Warum Degens eigenes Business keine Meetings kennt, aber Kanufahren verordnet Ekstase auf Rezept: Was passiert, wenn Studierende vier Monate lang wieder analog leben müssen Ein Gespräch, das mit der Sexualtherapie beginnt und beim Kern guter Zusammenarbeit landet: bei der Frage, wie wir Menschlichkeit nicht verlieren, wenn alles fluide, digital und ökonomisch unterlaufen wird. Klug, warm, unideologisch — und mit dem Versprechen auf eine zweite Runde. *Interview: Jule Jankowski*Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ Uni Flensburg ➡️ Teach Love ➡️ Johanna Degen auf Instal ➡️ Teach Love auf Insta Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  18. Organisationslogik unter Druck: Vom Auto zur Software mit Lenkrad. Anja Hendel und Dr. Judith Jules Muster (338)
    07.07., 12:2500:53:33

    Live Podcast von der "No glossy stories" über Bits und Bolzen. Wenn Hardware-Organisationen softwarefähig werden müssen „Es gibt keine gute Organisation, die gibt es nämlich nur vor einem kurzen Moment. Und nächste Woche ist sie es schon nicht mehr" Was unterscheidet eine Organisation, die Autos baut, von einer, die Software baut? Anja Hendel war Digitalexpertin bei Porsche und Diconium und ist heute Aufsichtsrätin und Technology Advisor. Dr. Judith Jules Muster ist OrganisationssoziologIn und Partner bei der Beratungsgesellschaft Metaplan. Gemeinsam schreiben sie ein Buch über genau diese Sollbruchstelle und haben dafür deutsche Industrieunternehmen besucht, die lernen mussten, Hardware- und Softwarelogik gleichzeitig zu leben. In dieser Live-Episode, aufgezeichnet vor Publikum, bringen sie ihre Recherche auf den Punkt. Zwei Logiken, ein Produkt Ein Auto zu bauen dauert fünf bis sieben Jahre und kostet rund zwei Milliarden Euro. Amazon verändert seine Software dagegen rund 24.000 Mal am Tag. Judith Muster erklärt, warum diese unterschiedlichen Entwicklungszyklen tief in die Organisation hineinwirken, von Einkaufsprozessen über Einstellungsentscheidungen bis zu Freigabeprozessen, die für Software schlicht zu langsam sind. Das Mischpult der Organisation Anhand von Entscheidungsprämissen der Organisationssoziologie zeigt Muster, an welchen Reglern Organisationen drehen können: Kommunikationswege, Programme, Personal und Führung. Konkrete Beispiele aus Riese & Müller, Siemens und Bosch machen sichtbar, wie unterschiedlich Unternehmen diesen Clash lösen. Manche über räumliche Nähe zur Produktion, andere über bewusst geschaffene Freiräume für neue Software-Einheiten. Worüber wir noch gesprochen haben: Conway's Law: Warum jedes Produkt die Kommunikationswege seiner Organisation in sich trägt Riese & Müller: Wie ein Cargorad-Hersteller Produktion und neue Ideen räumlich zusammenbringt Die Schauseite der Organisation: Warum Unternehmen sich digitaler geben, als sie tatsächlich sind Matrixorganisationen: Warum sie oft „worst of both worlds" sind und was man stattdessen braucht Die doppelte S-Kurve: Warum man in neue Technologie investieren muss, solange das alte Geschäft noch läuft Die optimale Organisationsform: Der heilige Gral Anja Hendel und Judith Jules Muster zeigen, dass es bei Bits und Bolzen nicht um Entweder-oder geht, sondern um die Kunst, beide Logiken in einer Organisation zu verstehen. Ein Gespräch, das auch ohne Automobilindustrie-Erfahrung sofort einleuchtet, weil der Clash zwischen alten und neuen Strukturen längst überall stattfindet. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ Bits und Bolzen ➡️ Metaplan ➡️ Emergize ➡️ Anja Hendel Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  19. Ist das hier noch eine Bäckerei? Martin Dries (337)
    25.06., 02:5900:58:43

    Martin Dries, Bäckerei-Inhaber in dritter Generation, über Handwerk, KI und was 350 Menschen in einer Backstube zusammenhält „Wir haben sehr viele Besuchergruppen, die dann ganz erstaunt sind, wie viel da noch mit Hand gewirkt und gearbeitet wird." Martin Dries führt die Bäcker Dries Rheingau gemeinsam mit seinem Bruder Stefan in dritter Generation. Seit 1896 in Rüdesheim verwurzelt, heute mit 350 Mitarbeitenden, 30 eigenen Filialen und 14 weiteren Handelsstandorten, ist das Unternehmen eines der bekanntesten Handwerksbäckereien im Rhein-Main-Gebiet. Martin Dries ist Unternehmer durch und durch, und er hat sich nie damit abgefunden, eine schlichte Frage schlicht zu beantworten.<br/> Handwerk, das sich traut, Farbe zu bekennen. Ist Bäcker Dries noch eine Bäckerei oder schon ein Industrieunternehmen? Martin Dries antwortet mit einer Klarheit, die man selten hört: ausdrücklich Handwerk, und das nicht aus Imagegründen. Zehn Meister beschäftigt das Unternehmen, der Anteil manueller Arbeit überrascht selbst Besucher. Gleichzeitig setzt Dries längst auf KI-gestützte Warenwirtschaft, papierlose Prozesse und eine eigene App. Technik als Dienerin des Handwerks, nie als Ersatz.<br/> Was zwischen Backstube und Service-Center entsteht. 42 Prozent des Umsatzes werden mit Brötchen gemacht, und alle werden frisch in der Filiale gebacken. Das Prinzip des Slow Bakings, dem Teig Zeit zur Entwicklung zu geben, ist bei Dries kein Trend, sondern Grundhaltung. Gleichzeitig zeigt Martin, wie er die Kluft zwischen Produktion und Verwaltung überbrückt: indem er das klassische „Service Center" nicht als Verwaltungsapparat begreift, sondern als internen Dienstleister, der Nähe zur Front suchen muss.<br/> Was eine Krise offenbart. Im November 2022 brannte die Technikzentrale von Bäcker Dries. Der Produktionsbetrieb stand still. Was folgte, war kein Krisenhandbuch, sondern ein Schulterschluss: Wettbewerber halfen mit Waren aus, Logistiker wurden zu Kurieren, das Team machte alles möglich. Martin Dries beschreibt, wie ein resilientes Familienunternehmen in einer Schockstarre von einer halben Stunde einen Schlachtplan entwickelt und wie aus dem Brand anderthalb Jahre später ein Neuanfang wurde.<br/> Worüber wir noch gesprochen haben: Keine Branche, dasselbe Prinzip: Warum Bäcker Dries 40 junge Vietnamesinnen und Vietnamesen rekrutiert und was das über den deutschen Ausbildungsmarkt sagt Homeoffice in der Bäckerei: Wie Martin Dries zwischen Respekt gegenüber dem Team und fairer Führung unterscheidet Firmenbeirat statt Patriarchat: Warum auch die älteste Tochter von Martin Dries bereits mit am Tisch sitzt Was goes around, comes around: Wie Netzwerke in Krisenzeiten über Überleben entscheiden Zuversicht als unternehmerische Ressource: Warum Martin Dries sie nicht nur bewahrt, sondern aktiv artikuliert Martin Dries ist kein Unternehmensphilosoph, der große Worte macht. Er ist jemand, der Krisen übersteht und nie den Blick für das Große verliert. Dieses Gespräch ist ein Plädoyer für das Handwerk, für Resilienz und für die Überzeugung, dass gute Arbeit immer aus guten Menschen entsteht. Ein Must-Hear für alle, die wissen wollen, was Arbeitskultur jenseits des Schreibtischs bedeutet.<br/> Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ Bäckerei Dries </br> <br/> Brand Eins Podcast Netzwerk: <br/> GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins <br/> <br/> Werbung in GOOD WORK platzieren <br/>Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: mailto:info@goodwork-salon.de<br/><br/> GOOD WORK LInks und Playlists<br/> Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

  20. Was können wir vom Militär über Arbeitskultur lernen? Prof. Dr. Sönke Neitzel (336)
    18.06., 02:5900:58:58

    Prof. Dr. Sönke Neitzel über Bürokratie, Clausewitz und was Organisationen und Militär gemein haben „Jede Institution, die über 50 Prozent im Overhead hat, ist dysfunktional." Sönke Neitzel ist Militärhistoriker mit einem Lebenswerk und einem Büro voller unbequemer Wahrheiten. Er hat in Glasgow und an der London School of Economics gelehrt, bevor er 2015 nach Potsdam kam, um Deutschlands einzigen Masterstudiengang in War and Conflict Studies zu leiten. Wer Krieg, Strategie und das Versagen großer Organisationen verstehen will, kommt an ihm nicht vorbei. Die Bundeswehr als Spiegel. Eine 5 für die Verwaltungsstrukturen, ein gespaltenes Urteil zur Infrastruktur, ernste Fragezeichen zur Kriegstüchtigkeit. Neitzel seziert die Bundeswehr nicht als Ankläger, sondern als Historiker mit präzisem Blick auf das, was sich strukturell nicht ändern lässt, wenn man bloß Geld hineinschüttet. Sein zentrales Argument: Über 50 Prozent Overhead sind kein Schönheitsfehler, das ist der eigentliche Defekt. Was Clausewitz mit Unternehmensführung zu tun hat. Im Gespräch wird deutlich, wie nah Militärstrategie und Managementlehre beieinanderliegen. Zweck, Ziel, Mittel. Strategie von Taktik trennen. Dezentral entscheiden, aber mit klarer Richtung. Neitzel erklärt, was Auftragstaktik bedeutet und warum das Prinzip, Entscheidungsbefugnisse an die untere Ebene zu delegieren, in der Bundeswehr zunehmend einer Prozesslogik gewichen ist, die Initiative bestraft. Das eigentliche Problem: Wer führt, wenn keiner führen gelernt hat? Das Geld allein löst das Problem nicht. Neitzel benennt, was fehlt: Leute an der Spitze, die große Organisationen wirklich reformiert haben. Und einen politischen Willen, der über schöne Reden hinausgeht. Sein Vergleich mit der Deutschen Bank unter Christian Sewing zeigt, was strukturellen Wandel in der Praxis ausmacht. Worüber wir noch gesprochen haben: Kriegstüchtigkeit: Welches Szenario die Bundeswehr bestehen könnte und welches nicht Auftragstaktik: Wie die preußische Idee der dezentralen Führung entstand und warum sie heute weitgehend verloren gegangen ist Strategie vs. Taktik: Was diese Begriffe wirklich bedeuten und warum Journalisten sie regelmäßig falsch benutzen Potemkinsche Kasernen: Warum Truppenbesuche ein verzerrtes Bild der Realität erzeugen Umgang mit Ungewissheit: Was „in der Lage leben" heißt und warum Nicht-Handeln für große Systeme gefährlicher ist als Fehler Sönke Neitzel ist kein Militärfan, der Krieg verherrlicht. Er ist jemand, der ihn versteht, und der deshalb mit einer Klarheit analysiert, die verblüfft und verstört zugleich. Was bleibt, ist eine dringende Frage, die weit über die Bundeswehr hinausreicht: Wie reformiert man eine große Organisation, wenn alle Beteiligten ein systemisches Interesse daran haben, dass alles bleibt, wie es ist? Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links ➡️ Sönke Neitzel am Institut für Militärgeschichte in Potsdam LInk zur Folge mit Matthias Schranner: ➡️ Matthias Schranner bei GOOD WORK Werbehinweis: Diese Folge wird unterstützt von quäntchen & glück, einem Kollektiv, das sich Organisationsentwicklung und Facilitation in der Tiefe widmet und ein reichhaltiges Trainingsangebot dazu hat. Richtig gute Workshops kann man lernen. Bucht euch euren Platz im Basis Facilitation Training (im Juli oder Oktober), in einem der Deep Dive Trainings (vom 18.-20. August) und/oder Futures x Facilitation-Training (im Oktober) von quäntchen + glück auf ➡️ www.richtig-gute-workshops.de. Mit dem Code „GoodWork“ bekommt ihr als Hörer*innen eine Sparring-Stunde im Nachgang des Trainings geschenkt. Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Der Podcast GOOD WORK ist das Feuilleton der deutschen Arbeitswelt. Hier erforschen und besprechen wir mit breitem Blick und spitzer Zunge, was Arbeitskultur wirklich braucht: Und das ist nicht nur Neues, sondern Gutes, das Wirkung zeigt. ‍ In unserem Audiosalon GOOD WORK kommen die stärksten Stimmen zur Arbeitskultur in Deutschland zu Wort. Seit mehr als 6 Jahren und mehr als 330 Folgen sind wir auf Sendung. Wir sammeln kluge Gedanken, praktische Methoden und spannende Geschichten von Menschen, die die Arbeitswelt verändern. Persönlich, tiefgehend und immer mit einer Prise Humor. Jede Woche Donnerstag ein Stück GOOD WORK für Deine Ohren. Unser Credo lautet "Zwischen Alt und Neu liegt Gut". Denn: Neu allein ist kein Selbstzweck. Hypes und hochstilisierte Management-Methoden sucht Ihr hier vergeblich. "GOOD WORK ist die Schippe Realpolitik" in der Arbeitswelt. Jenseits von Oberflächenpolitur spüren wir wesentlichen Entwicklungen und Zusammenhängen, spannenden Phänomenen und gelebter Transformationserfahrung nach. Mehr als 20.000 Menschen nutzen Monat für Monat GOOD WORK als Inspirationsquelle zur Gestaltung einer Arbeitswelt, in der alle gerne wirksam werden. Wir nehmen unsere Hörer:innen mit in die Arbeitwirklichkeit, in die Gedanken- und Erlebniswelt unserer Gäste. So kann sich jeder sein persönliches Stück GOOD WORK ableiten. In unserer bunten Gästeschar finden sich Neu-Denkerinnen, Unternehmerpersönlichkeiten, Kreative, Paradiesvögel, Zukunftsforscherinnen. Ihr werdet darunter zahlreiche berühmte Stimmen entdecken, wie z.B. Maja Göpel, Aladin El-Mafaalani, Tristan Horx, Wolf Lotter, Sascha Lobo, Franca Cerruti, Klaus Eidenschink, Jan-Hendrik Goldbeck und viele mehr. Am Mikrofon begrüßt Jule Jankowski. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Sozialforscherin ist begeisterte Wortartistin. Sie rückt mit ihrer bildhaften Sprache den Gästen ganz schön auf die Pelle und serviert ihre scharfen Schlussfolgerungen gerne mit einer Prise Humor.