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355- Kann ein Büro eine Seele haben? Peter Demidov (335)14.06., 02:5914.06.2026, 02:5901:11:41
Peter Demidov, Managing Partner von Mindspace, über Büros mit Seele, seine verrückte Aserbaidschan-Story und die Zukunft von Co-Working „Man kommt irgendwo rein und man fühlt sich wohl. Man kann es nicht in Worte fassen, was es ist. Aber es ist da." Peter Demidov ist General Manager Germany bei Mindspace, einem der führenden Flex-Office-Anbieter weltweit mit über 45 Standorten in Europa, den USA und Israel. Wer wissen will, was Menschen wirklich ins Büro zieht, sollte sich seine Perspektive anhören. Denn Peter ist "rumgekommen", hat unkonventionelle Formen von Offices erlebt und genutzt. Bevor er zu Mindspace kam, baute er bei Rocket Internet buchstäblich mit leeren Händen den E-Commerce-Markt in Aserbaidschan auf, mit einer Sowjetwohnung als erstem Office und Babuschkas als unfreiwilligem Empfangskomitee. Flexibilität ist Trumpf Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren radikal verändert, gerade in puncto Räumlichkeiten. Die Frage nach dem Wie hat die Frage nach dem Wo abgelöst. Es geht längst nicht mehr um die Trennung zwischen Arbeiten und Leben. Es geht um sinngebende und sinnvolle Arbeitsumgebungen. Die legitime Frage Unsere Erfahrungen aus der Pandemie haben eine berechtigte Frage hinterlassen: Wenn ich die gleiche Arbeit von zu Hause erledigen kann, warum dann ins Büro? "Jede Firma, die diese Frage nicht beantworten kann, wird ein Problem haben," sagt Peter. Das Büro der Zukunft muss die Antwort liefern, nicht einfordern. Mehr als ein Schreibtisch. Die Debatte um Homeoffice und Back-to-Office läuft Peter zufolge am Kern vorbei. Ein Büro, das Menschen wirklich anzieht, ist kein Ort zum Pflichterfüllen, sondern ein Ort mit Atmosphäre, mit Gemeinschaft, mit dem, was er die „Seele" einer Location nennt. Diese Seele entsteht durch Menschen, durch Design, durch die kleinen Entscheidungen, die keiner zufällig trifft, und durch eine Community, die sich über die Zeit bildet, nicht plant. Worüber wir noch gesprochen haben: Rocket Internet in Baku: Wie man ein Startup ohne Netzwerk, ohne Sprache und ohne Büro aufbaut Flex-Office-Segmente: Was SMBs, Corporates und Einzelmitglieder wirklich voneinander unterscheidet Büro als Markenversprechen: Warum Kultur nicht von der HR-Abteilung, sondern vom Ort gemacht wird Innenstädte im Wandel: Einzelhandel stirbt, Gastronomie boomt, und das Büro sucht seinen Platz dazwischen Hilton trifft Mindspace: Was passiert, wenn Flex-Office und Hotellerie fusionieren Peter Demidov bringt in dieses Gespräch nicht nur Marktkenntnis ein. Es hat eine Geschichte im Gepäck, die zeigt, dass die besten Einsichten über Arbeit und Raum nicht aus Studien oder hochdekorierten Architekturbüros kommen. Kreative, ästhetische, sinnvolle Lösungen entstehen im Erleben. Ein Gespräch über Vibe, Naivität und die Frage, ob das Büro der Zukunft noch eine Seele haben darf. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Peter und Mindspace ➡️ Website von Mindspace ➡️ Peter auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Was, wenn du deine Stärken gar nicht kennst? Nicole Zätzsch (334)11.06., 02:5911.06.2026, 02:5901:04:09
Nicole Zätzsch, Stärkencoach und Ausbilderin, über die Kraft und blinde Flecken der eigenen Stärken und wie wir unser Potenzial entdecken „Stell dir mal einen Werkzeugkoffer vor. Deine Stärken sind dein Lieblingshammer, dein Lieblingsschraubenzieher. Und die hast du spannenderweise immer bei dir." Wir wollen alle gerne wissen, welches Potenzial in uns steckt. Doch was, wenn wir gar nicht genau wissen, was unsere Stärke wirklich ist? Was, wenn sich unser größter Antreiber plötzlich gegen uns wendet und aus einer Stärke sogar eine Bedrohung wird? Nicole Zätzsch ist ausgebildete Stärkencoach. Sie begleitet Führungspersönlichkeiten dabei, resilient, offen und flexibel mit Veränderungen umzugehen. Nicoles harter Weg zu ihrer Stärke Die Arbeit für und mit Menschen ist für sie kein Neuland. Nach ihrem Jura Studium war Nicole viele Jahre in der Businesswelt erfolgreich als Angestellt unterwegs, zuletzt als Personalleiterin bei KPMG. Dann kam der Ein Burnout bescherte ihr nicht nur eine Zwangspause, sondern auch die Gelegenheit der Reflexon. Sie kam - im Guten wie im Schlechten - mit ihren Stärken in Berührung.Heute ist Nicole eine der gefragtesten Stärken-Coaches im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitet mit Vorständen, Geschäftsführern und Führungspersönlichkeiten, die mehr Klarheit, Selbstwirksamkeit und inneren Spielraum suchen. Ihr Instrument: das CliftonStrengths-Profil von Gallup, eingebettet in die Methodik der Positiven Psychologie. Das Schicksal forderte Nicole heraus und servierte ihr einen erneuten gesundheitlichen Tiefschlag. Übrig blieb ihr eigener Kompass und die beharrliche Überzeugung: Stärken sind keine weichen Wohlfühl-Konzepte, sondern das schärfste Werkzeug für wirksame Führung. Stärken, Talente, Potenziale, Kompetenzen: Was ist was? Nicole sortiert das begriffliche Durcheinander mit Präzision. Talente sind angelegt, Stärken entstehen durch Übung und Freude, Kompetenzen können ohne beides erworben werden. Der Unterschied entscheidet darüber, ob du in Situationen aus echter Kraft handelst oder aus Drill. Und Potenziale? Das sind die Stärken, die noch nicht gelebt werden, weil das Umfeld es nicht zulässt oder der Mut fehlt. Der Stärken-Werkzeuggürtel und das Mischpult. Jede Stärke hat eine Sonnen- und eine Schattenseite. Wer seine Hauptstärken kennt, weiß auch, wann er automatisch nach dem Lieblingshammer greift, obwohl der Schraubenzieher besser wäre. Nicole beschreibt diese Regulation als Kernarbeit: nicht Label auf Persönlichkeit kleben, sondern lernen, das Mischpult bewusst zu bedienen. Das gilt für Empathie genauso wie für Leistungsorientierung oder Kontrollbedürfnis. Worüber wir noch gesprochen haben: Schattenseite Empathie: Warum ruinöse Empathie Führung untergräbt FIELDS-Modell: Flow, Energie, Ergebnisse, Lernen, Sehnsucht als Marker für gelebte Stärken Burnout als Wendepunkt: Wie Körpersignale Entscheidungen treffen, die wir verdrängt haben CliftonStrengths vs. andere Diagnostiken: Was den Apotheker-Schrank mit 34 Schubladen auszeichnet Future Skill neu gedacht: Warum Stärkenbewusstsein wichtiger ist als jeder konkrete Skill Nicole Zätzsch ist jemand, der das, was er lehrt, auch gelebt hat. Und zwar auf eine Weise, die nicht nur klug macht, sondern berührt. Diese Folge ist Einführung und Essentials-Kurs zugleich: für alle, die wissen wollen, was wirklich in ihnen steckt, und wie sie damit führen lernen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Nicole ➡️ Nicoles Website ➡️ Nicole auf LinkedIn Werbehinweis: Diese Folge wird unterstützt von quäntchen & glück, einem Kollektiv, das sich Organisationsentwicklung und Facilitation in der Tiefe widmet und ein reichhaltiges Trainingsangebot dazu hat. Richtig gute Workshops kann man lernen. Bucht euch euren Platz im Basis Facilitation Training (im Juli oder Oktober), in einem der Deep Dive Trainings (vom 18.-20. August) und/oder Futures x Facilitation-Training (im Oktober) von quäntchen + glück auf ➡️ www.richtig-gute-workshops.de. Mit dem Code „GoodWork“ bekommt ihr als Hörer*innen eine Sparring-Stunde im Nachgang des Trainings geschenkt. Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wendepunkte. Was kommt nach dem Ende? Dr. Kasia Mol-Wolf (333)07.06., 02:5907.06.2026, 02:5901:19:47
Kasia Mol-Wolf, Unternehmerin, Aufsichtsrätin, ehemalige emotion-Verlegerin, über das Ende von Scham fürs Scheitern, Netzwerke und Neuanfang "Das Ende ist nie das Ende. Die sonnigen Tage kommen auch zurück." Kasia Mol-Wolf hat alles riskiert, alles aufgebaut, und sehr viel verloren. Und gleichzeitig ist das nicht das Ende der Geschichte. Die promovierte Juristin und Unternehmerin gründete 2009 im ersten Management-Buyout der Geschichte von Gruner+Jahr den Emotion Verlag, führte das Frauenmagazin über 14 Jahre lang, bis eine Insolvenz 2023 das Kapitel schloss. Heute ist sie Speakerin, Aufsichtsrätin, Netzwerkerin und gerade dabei, einen neuen Anfang zu gestalten. Sie bringt es selbst auf den Punkt: Mut bedeutet nicht nur, neu anzufangen, sondern aktiv die Zukunft zu gestalten. Scheitern gehört zum Unternehmertum. Kasia beschreibt offen, wie Corona, die Ukraine-Krise und eine scheiternde Finanzierungsrunde zusammenkamen und die Insolvenz des Magazins Emotion unausweichlich machten. Was sie daraus zieht: Wer etwas riskiert, gehört bereits zu den zehn Prozent, die sich überhaupt trauen. Und das verdient Respekt, keine Scham. Ihre drei wichtigsten Learnings: Früher stoppen, was nicht funktioniert. Einen echten Gegenpol im Unternehmen installieren. Dem eigenen Bauchgefühl vertrauen, besonders bei Personalentscheidungen. Das Powerfrau-Image ist eine gefährliche Falle. Kasia rechnet im Gespräch mit einer Erzählung ab, die sie selbst lange mitgetragen hat: Die Frau, die alles hinbekommt, immer funktioniert, nie Kraft verliert. Dieses Bild, sagt sie, mache uns alle fertig. Es verhindert ehrliche Gespräche, es isoliert, es erzeugt Scham, wenn man nicht mehr kann. Ihr neues Statement: keine Powerfrau mehr sein wollen. Stattdessen echte Verbindungen suchen, Schwäche zeigen dürfen, andere Frauen wirklich unterstützen, nicht nur auf LinkedIn. Worüber wir noch gesprochen haben: Management-Buyout bei G+J: Wie eine Note zur Gelegenheit des Lebens wurde Das Vergleichs-Problem: Warum Frauen sich oft selbstentwertend vergleichen, und Männer eher sportlich Netzwerk in der Krise: Warum echte Verbindungen tragen, Sichtbarkeits-Netzwerke aber nicht Gegenpol installieren: Warum jede Gründerin jemanden braucht, der klar Nein sagen kann The Circle: Wie Kasia jetzt Frauen vernetzt, die auch in Krisen füreinander da sind Kasia Mol-Wolf Geschichte ist eine der ehrlichsten Unternehmerinnen-Portraits, die ich im Salon je zeichnen durfte. Kasia berichtet, wie sie gelernt hat, nicht mehr mit sich selbst zu verhandeln, wenn die Grenze längst überschritten ist. Und sie traut sich, auf das zu hören, was sie schon immer wusste: dass der eigene Weg nur dann trägt, wenn man ihn wirklich will. Ein Gespräch über Resilienz, das keine Ratgeber-Sprache braucht, weil es aus echtem Leben kommt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Kasia ➡️ Kasias Website ➡️ Kasia auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Blind-Date in der Doppelspitze: Neue Führungsformen für die Transformation. Stefan Mölling (332)04.06., 02:5904.06.2026, 02:5901:07:13
Stefan Mölling, Co-Geschäftsführer des Audiovermarkters RMS, über Transformation der Audiowelt, geteilte Führungsverantwortung und warum wir uns erst bewegen, wenn es schmerzt „Es macht doch viel mehr Spaß, vor der Welle zu sein." Stefan Mölling ist Co-Geschäftsführer des Audiovermarkters RMS und einer der wenigen Manager, die über Arbeitskultur, Führungsverantwortung und Marktveränderung mit gleicher Schärfe sprechen. Er kam 2024 von Axel Springers Vermarkter Media Impact, wo er mehr als zehn Jahre tätig war, zuletzt als Chief Sales Officer. Bei RMS führt er gemeinsam mit Sven Thölen als Doppelspitze ein Unternehmen von rund 150 Mitarbeitenden und kämpft nebenbei für ein faires Wettbewerbsfeld im deutschen Medienmarkt. Er weiß genau, was Transformation heißt, im Innen wie im Außen. Veränderung braucht keinen Schmerz, aber meistens bekommt sie ihn trotzdem. Stefan Mölling hat mehrere Transformationsprozesse begleitet. Sein Befund ist ernüchternd: Die meisten Organisationen warten, bis der Druck maximal ist. Dann reagieren sie, statt zu gestalten. Seine Überzeugung ist das Gegenteil: Wer die Welle sieht, bevor sie bricht, hat noch Wahlmöglichkeiten. Wer in der Welle steckt, wird mitgenommen. Das gilt für Unternehmen. Und für Führungskräfte genauso. Geteilte Führung: Zwischen Innenminister und Außenminister. Stefan teilt die Geschäftsführung mit Sven Thölen, obwohl die beiden sich vorher nicht kannten. Was nach einem Risiko klingt, beschreibt er als eines der produktivsten Führungsmodelle, die er kennt: ein Sparringspartner, der nicht am eigenen Stuhlbein sägt. Die Grundregel ist einfach und unverhandelbar: intern diskutieren, nach außen eine Meinung. Was das mit Erziehung zu tun hat und warum Menschen sofort spüren, wenn eine Doppelspitze nicht funktioniert, das erzählt er im Gespräch. Audioversum: Eine Branche transformiert sich. Stefan beschreibt eine Medienwelt, die sich nicht verdrängt, sondern ausdifferenziert. Radio orientiert, Podcast vertieft. Wer morgens im Bad den Wetterbericht hört und abends auf der Couch einem Interview lauscht, widerspricht sich nicht. Und die Zahl ist eindeutig: Täglich 50 Millionen Radio-Hörerinnen und -Hörer allein in Deutschland. Stefan spricht auch Klartext, wenn es um die Plattformpolitik geht: Mehr als 50 Prozent der deutschen Werbeausgaben fließen inzwischen zu den großen Plattformen, ein klassischer Verdrängungswettbewerb. Stefan spricht über das Level-Playing-Field-Problem und kämpft auf europäischer Ebene dafür, dass sich das ändert. Die Frage, die sich bei Plattformen wie auch bei Führung stellt, ist: Wer übernimmt Verantwortung wofür? Worüber wir noch gesprochen haben: Feedback-Kultur: Über Machtasymmetrie, reflexartige Antworten und die Frage, wer eigentlich die Bringschuld trägt Nähe als Führungsinstrument: Warum durch Nähe Vertrauen entsteht und manchmal auch zu viel davon Homeoffice und Autonomie: Warum manche LinkedIn-Debatten dazu bourgeoisiebehaftet sind Plattformverantwortung: Wer mit Content Geld verdient, sollte auch für ihn geradestehen Host Read Ads: Wann Podcast-Werbung funktioniert und wann sie das Vertrauen kostet, das Audio erst wertvoll macht Stefan Mölling ist kein Manager, der Führung verwaltet. Er lebt sie mit Leidenschaft, mit Pathos und mit dem ehrlichen Eingeständnis, dass er selbst noch daran arbeitet. Er scheut sich nicht, seine Gefühle zu zeigen und zu lernen, damit haushalten. Ein Gespräch mit einem Menschen mit einer Führungspersönlichkeit mit Haltung über Verantwortung in unsicheren Zeiten: in Organisationen, in Märkten, in der Demokratie. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Stefan Mölling und rms ➡️ rms ➡️ Stefan auf LinkedIn ➡️ Stefans Morgenritual Werbung in GOOD WORK platzieren Du möchtest auf Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll hinweisen? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: brand eins GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Was kostet Erfolg wirklich? Tom Junkersdorf (331)31.05., 02:5931.05.2026, 02:5901:18:42
Tom Junkersdorf, Medienmacher und Markenheroe, über den Erfolgscode und die Prinzipien eines erfolgreichen Lebens „Es gibt ein Learning und das heißt: Dinge kommen und gehen, aber Zeit, die geht immer nur." Tom Junkersdorf hat den direkten Draht zum Erfolg. Er selbst blickt auf eine glamoröse Medienkarriere zurück. Er hat Redaktionen aufgebaut, Magazine gerettet, Marken erfunden, ob bei Bild, GQ, People, in New York, London, Madrid. Heute ist er CEO der Kommunikationsagentur Off-Script, betreibt mit TOMorrow einen der erfolgreichsten Business-Podcasts im deutschsprachigen Raum und hat gerade sein erstes Buch veröffentlicht: „Der Code zum Erfolg". Sein Besteller ist eine Destillation aus 115 Gesprächen mit den einflussreichsten Köpfen unserer Zeit. Vom Wochenendhund zu Arnold Schwarzenegger. Seine erste Karrierelektion bekam Tom, damals Jung-Redakteur bei einer Tageszeitung in Niedersachsen, mit einer kniffligen jounalstischen Herausforderung : Ein Tierheim-Hund, 15 Zeilen, alles auf dem Spiel. Der Hund fand ein Zuhause. Was Tom damals entdeckte, nennt er bis heute sein wichtigstes Talent: die Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu erregen und zu kanalisieren, Menschen zusammenzubringen und Wirkung zu erzeugen. Heute heißt Toms "Wochenendhund" Arnold Schwarzenegger, sein Spielfeld ist nicht mehr Niedersachsen, sondern der gesamte Globus. Erfolg hat immer einen Preis, den zahlt man still zahlt. Tom rechnet offen auf, was er an seinen Karrierestationen gewonnen und verloren hat. Kindergeburtstage und Familienfeiern verpaasst, stattdessen für einen Verlagsvertrag nach New York geflogen. Was er dabei gelernt hat? Unabhängigkeit ist ein hohes Gut und Erfolg hat immer einen Spieleinsatz. Unsere Zeit ist die kostbarste Ressource in diesem Spiel. Erst das Feuer, dann der Gast. Im Gespräch destilliert Tom die Essenz aus den 115 Erfolgsgeschichten seines Buches: Menschen wie Dietmar Müller-Elmau, Toni Kroos und Arnold Schwarzenegger verbindet nicht Geld oder Glück. Sie verbindet die Gabe und bedingungslose Bereitschaft, sich immer wieder neu zu erfinden. Toni Kroos stieg auf dem Zenit aus. Arnold begann als Bodybuilder und Nobody in Hollywood. Was sie eint: Sie hörten auf, am gegenwärtigen Erfolg krampfhaft festzuhalten. Sie haben zum nächsten Sprung in einer Situation angesetzt, in der sich viele andere Mensche erst mal gemütlich eingerichtet hätten. Worüber wir noch gesprochen haben: Journalismus ohne Gate: Warum es den Beruf des Journalisten im alten Stil nicht mehr gibt und was stattdessen an diese Stelle getreteen ist. Der Dreijahresplan: Wie Tom jede Station seines Lebens bewusst beendet hat, bevor sie ihn beendet Das Ende des klassischen Unternehmens: Die Tagesschau als Nische und was es bedeutet, wenn 70 Millionen Menschen nicht einschalten Die Kunst sich selbst immer wieder neu zu erfinden Tom Junkersdorf ist jemand, der Feuer macht. Klein anfangen, schauen, wer hinschaut, weitermachen. Ob bei einem Hund in Niedersachsen oder einem Podcast mit 25 Millionen monatlichen Hörern — das Prinzip ist dasselbe geblieben. Dieses Gespräch ist eine Einladung, den eigenen Erfolgscode zu suchen, ohne auf Abholung zu warten. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Tom Junkersdorf und TOMorrow ➡️ TOMorrow auf Youtube ➡️ Podcast TOMorrow ➡️ Agentur Off-Script ➡️ Tom auf LinkedIn Werbehinweis: Diese Folge wird unterstützt von quäntchen & glück, einem Kollektiv, das sich Organisationsentwicklung und Facilitation in der Tiefe widmet und ein reichhaltiges Trainingsangebot dazu hat. Richtig gute Workshops kann man lernen. Bucht euch euren Platz im Basis Facilitation Training (im Juli oder Oktober), in einem der Deep Dive Trainings (vom 18.-20. August) und/oder Futures x Facilitation-Training (im Oktober) von quäntchen + glück auf ➡️ www.richtig-gute-workshops.de. Mit dem Code „GoodWork“ bekommt ihr als Hörer*innen eine Sparring-Stunde im Nachgang des Trainings geschenkt. Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Der KI-Agent als Führungskraft: Wer führt hier wen? Dominic von Proeck (330)28.05., 02:5928.05.2026, 02:5901:19:37
Dominic von Proeck, Leaders of AI, über gemischte Teams aus Menschen und KI und warum mehr Technologie den Menschen noch wichtiger macht, nicht überflüssiger. „Wir werden in unserem Unternehmen nicht mehr als 10 Menschen beschäftigen." Einmal angenommen Du würdest ein Weiterbildungsunternehmen aufbauen und hättest Dir selbst Skalierungsgrenzen gesetzt. 10 Mitarbeiter, dann ist Schluss. Wie könntest Du trotzdem wachsen? Dominic von Proeck hat Leaders of AI als Akademie und als Forschungslabor gegründet. Sein Unternehmen arbeitet mit zehn menschlichen Mitarbeitenden und 53 aktiven KI-Agenten im innersten Kern, weitere 150 befinden sich in der Verprobung. Mit aller Konsequenz. Dominic ist überzeugt: Wer Ineffizienz immer mit Einstellungen löst, versteht seine Prozesse nie. Der Workflow mit einer hybriden Workforce Leaders of AI arbeitet nicht nur mit einer gemischten Workforce. Es gibt im Unternehmen auch eine erste KI-Führungsebene. Jürgen ist Teamleiter, Helga ist Personalerin und stellt neue Agenten ein, Hansi schreibt seit zweieinhalb Jahren alle LinkedIn-Beiträge, und Elena ist Dominics strategische Sparring-Partnerin, die Ideen knallhart challengt. Und auch sie kennt Grenzen: Zu viele Direct Reports, schlechtere Qualität, genau die gleichen Herausforderungen in humanen Teams. Was sich dabei zeigt: Wer gut führt, führt auch KI gut. Und wer KI gut führt, ist möglicherweise bereit für ein menschliches Führungsmandat. Das Zusammenspiel aus KI und Mensch hat enormen Einfluss auf die Unternehmenskultur. Und bringt immer mehr die Erkenntnis zum Vorschein: Tomorrow is human. Mehr KI rückt den Menschen noch stärker ins Zentrum. Das KI-Nervensystem und die Entdeckung des heimlichen Knotenpunkts. Als Dominics Team die eigene Organisationsstruktur analysieren wollte, lehnte er Fragebögen ab. Stattdessen entwickelten sie ein KI-Nervensystem aus Kommunikationsdaten. Sie durchforsteten Slack-Kanäle, Kalender, Interaktionsmuster, die tagesaktuell zeigen, wie Entscheidungen wirklich getroffen werden. Der erste Gänsehautmoment: Die KI identifizierte heimliche Knotenpunkte der Organisation, ohne deren Rollen zu kennen, und Kommunikationsmuster, ohne Meetings aufzuzeichnen. Aus dieser Analyse entwickelte das Unternehmen eine Organisationsstruktur weg von klassischer Hierarchie hin zu Rollen- und Sinneinheiten. Worüber wir noch gesprochen haben: Die doppelte KI-Schamfalle: Warum Menschen sich gleichzeitig schämen, KI zu nutzen und es nicht zu tun Babyboomer-Knick: Warum acht Millionen fehlende Arbeitskräfte die eigentliche Zeitbombe sind Analoges Up-Skilling: Warum uns manche analogen Kompetenzen besonders gut auf die digitale Sphäre vorbereiten Harvard-Studie: Was erfahrene Führungskräfte besser können als Digital Natives, auch beimbeim Führen von KI KI-Wunderglaube: Was in Vorstandsetagen massiv überschätzt wird Dominic von Proeck führt ein Unternehmen, das die Zumutung der Transformation täglich lebt mit Feedbackgesprächen für KI-Agenten, einer KI-Personalerin namens Helga und dem festen Glauben, dass Beschränkung mehr Designprinzip als Beschränkungsfaktor ist. Das Gespräch mit ihm ist ein Seismograph dessen, was auf Organisationen zurollt. Und eine ernsthafte Einladung, nicht auf den richtigen Moment zu warten. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Dominic von Proeck und Leaders of AIG ➡️ Leaders of AI ➡️ Dominic auf LinkedIn Werbehinweis: Diese Folge wird unterstützt von quäntchen & glück, einem Kollektiv, das sich Organisationsentwicklung und Facilitation in der Tiefe widmet und ein reichhaltiges Trainingsangebot dazu hat. Richtig gute Workshops kann man lernen. Bucht euch euren Platz im Basis Facilitation Training (im Juli oder Oktober), in einem der Deep Dive Trainings (vom 18.-20. August) und/oder Futures x Facilitation-Training (im Oktober) von quäntchen + glück auf ➡️ www.richtig-gute-workshops.de. Mit dem Code „GoodWork“ bekommt ihr als Hörer*innen eine Sparring-Stunde im Nachgang des Trainings geschenkt. Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Generation Missverständnis: Gen Z zwischen Klischee und Wirklichkeit. Simon Schnetzer (329)21.05., 02:5921.05.2026, 02:5901:06:11
Simon Schnetzer, Jugendforscher und Leadership Coach, über die misinterpretierte GenZ, ihre Vorstellung von Leistung und Arbeitskultur Leistungsbereit, aber missverstanden: Was Gen Z wirklich antreibt „Ziele zu erreichen ist für junge Menschen sehr stark motivierend, stärker als für ältere Generationen. Das zeigen unsere Daten ganz klar." Simon Schnetzer ist einer der meistzitierten Jugendforscher im deutschsprachigen Raum. Er leitet die Trendstudie „Jugend in Deutschland", die seit 2010 erscheint und mittlerweile zum Standardwerk der deutschen Generationenforschung gehört. Markus Lanz zitiert ihn regelmäßig, wenn es darum geht, die Stimme junger Menschen empirisch einzuordnen, nicht als Aktivist, sondern als Forscher. Gemeinsam mit Klaus Hurrelmann und Dr. Kilian Hampel sowie Prof. Nina Kolleck von der Universität Potsdam hat er ein Autorenteam aufgebaut, das Jugendforschung mit unmittelbarer Wirkungsabsicht betreibt. Was die Zahlen wirklich sagen Faul, Work-Life-Balance-versessen, verantwortungsscheu: Die Klischees über die Gen Z sind langlebig. Simon Schnetzer räumt mit ihnen auf, ohne sie wegzureden. Fast 50 Prozent der berufstätigen Unter-30-Jährigen tragen bereits Verantwortung – für Projekte, Teams, ganze Abteilungen. Und die Bereitschaft, in Vollzeit zu arbeiten, ist in der jüngsten Altersgruppe sogar am höchsten. Was sich aber verändert hat, ist der Zeithorizont: Wer Corona erlebt hat, investiert nicht mehr in eine Zukunft, die erst im Rentenalter eingelöst wird. Wo Führung scheitert – und warum Junge Menschen wollen schnelles Feedback. Nicht weil sie ungeduldig sind, sondern weil sie so sozialisiert wurden. Wer mit Smartphones aufwächst, kennt vor allem diesen Taktgeber. Wenn Führungskräfte das als Schwäche deuten, entstehen Missverständnisse, die keine der beiden Seiten braucht. Schnetzer zeigt, wie man diese Spannung methodisch auflöst. Ganz ohne falsche Fürsorge und ohne Konfrontation. Das Wir, das fehlt Die eigentliche Diagnose des Gesprächs ist eine gesellschaftliche: Wir überlassen es dem Zufall, ob junge Menschen Erfahrungen mit dem Wir machen. Vereine, Gemeinschaftsdienst, analoge Begegnungen – diese Gelegenheiten werden seltener. Im Unternehmen zeigt sich das in einer „Silent Disco": Jede und jeder im eigenen Musiktunnel, nebeneinanderher, ohne gemeinsamen Rhythmus. Wer das ändern will, muss Gelegenheiten für das Wir bewusst provozieren. Worüber wir noch gesprochen haben: Generation unter Druck: Warum 21 Prozent junger Menschen konkrete Pläne haben, Deutschland zu verlassen Smartphone und Kindheit: Warum der Tag, an dem ein Kind sein erstes Smartphone bekommt, laut vielen Eltern der letzte Tag der unbeschwerten Kindheit ist Digital-analog-Paradox: Warum junge Menschen online heftig streiten, aber analogen Konflikten oft aus dem Weg gehen Leistungsbegriff im Wandel: Warum „bleib so lang, bis es fertig ist" für jüngere Generationen keine selbstverständliche Norm mehr ist Generationen-Mythos: Warum der angebliche Generationenkonflikt in vielen Unternehmen eine Frage der Führungsqualität ist – und keine des Alters Simon Schnetzer ist kein Apologet der Gen Z und erst Recht kein Ankläger. Er ist Übersetzer. Sein Blick ist empirisch, sein Ziel ist Wirkung, und sein Plädoyer ist klar: Differenzierung statt Schublade, Beteiligung statt Beschreibung. Dieses Gespräch ist ein Argument dafür, zweimal hinzusehen, bevor man ein Label klebt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Simon Schnetzer ➡️ Simon Schnetzer ➡️ Simon Schnetzer auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Ist Leistung eine Frage von Moral? Dr. Johannes Fertmann (328)14.05., 02:0614.05.2026, 02:0601:12:26
Dr. Johannes Fertmann, Organisationspsychologe und Berater über Leistungsnarrative und was sie über dein Unternehmen wirklich verraten „Leistung ist eine Konstruktion. Und wer das versteht, führt besser." Dr. Johannes Fertmann ist Psychologe für Organisationen und Partner bei mglw., einer Berliner Beratung für strategische Organisationskultur. Seit über 15 Jahren begleitet er Unternehmen und Teams dabei, menschenfreundliche Strukturen und Praktiken der Zusammenarbeit zu entwickeln. Er hat in Kommunikationspsychologie promoviert und ist überzeugt: Der Begriff „Leistung" ist eine der produktivsten – und meist missverstandenen – Kategorien im Organisationsleben. Leistung ist keine Tatsache, sondern eine Erzählung. Wer in einem Unternehmen sagt „bei uns zählt nur die Leistung", beschreibt damit keine neutrale Realität, sondern erzählt eine Geschichte. Johannes Fertmann nennt das Leistungsnarrative: die kurzen, oft unausgesprochenen Erzählungen, an denen sich Organisationen orientieren, wenn sie entscheiden, was Erfolg bedeutet. „Publish or perish", „die Schraube muss gerade sein, nicht schnell" – solche Sätze sind keine Trivialitäten, sondern Schlüssel zum Leistungsverständnis einer Kultur. Warum appellative Leistungsideen scheitern. Eine E-Mail mit dem Betreff „Jetzt müssen wir alle liefern" mag Verzweiflung widerspiegeln, selten aber Wirkung erzeugen. Johannes ist klar: Wer Leistung moralisch auflädt und sie direkt mit individueller Anstrengung gleichsetzt, riskiert, genau das zu verhindern, was er anstrebt. Denn wenn Menschen das Gefühl haben, sie sollen einfach „mehr" wollen, verbarrikadieren sie sich, statt klüger zu werden. Die Alternative ist nicht weniger Ernsthaftigkeit, sondern mehr Genauigkeit: Welche organisationalen Hürden machen Leistung gerade schwer? Teams als Ort der Übersetzung. Leistungsnarrative entstehen selten oben. Sie manifestieren sich in den Praktiken, Gesprächen und Geschichten auf Teamebene. Johannes beschreibt sein Drei-Kreise-Modell, bestehend aus Strukturen, Praktiken, Bedeutung. Teams sind besonders geeignet, weil sie nah an der Handlung sind und dort Leistung nicht nur bewertet, sondern gemeinsam konstruiert wird. Das Konzept der Performance Literacy – also die Fähigkeit einer Gruppe, Leistung differenziert zu lesen und auszuhandeln – ist für ihn der entscheidende Hebel. Worüber wir noch gesprochen haben: Helden, Legitimation, Gegenstimmen: Die fünf Typen von Leistungsnarrativen – und was sie über eine Organisation verraten Erster Klasse fahren: Wie Statusnarrative im Unternehmen immer Rechtfertigungsgeschichten brauchen Meritokratie als Erzählung: Warum das Leistungsprinzip eine gute Idee ist – und trotzdem oft Fiktion bleibt Low Performance neu denken: Warum die Zahl der Menschen, die bewusst wenig leisten wollen, vernachlässigbar gering ist Leistungskontrolle vs. Leistungscoaching: Was sich verändert, wenn Führungskräfte sich neben statt über ihre Mitarbeitenden stellen Johannes Fertmann ist ein seltener Gesprächspartner: Er hält dem Begriff Leistung stand, ohne ihn zu glorifizieren oder zu fliehen. Er denkt ihn neu – konsequent, klug, mit dem nötigen Sinn für die Realität von Organisationen. Ein Gespräch, das einem nicht lässt, was man vorher über Leistung gedacht hat. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Johannes und mglw ➡️ glw ➡️ Dr. Johannes Fertmann auf LinkedIn Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Leistung fordern ohne Leistung fördern? Imke Mahner (327)07.05., 02:5907.05.2026, 02:5901:01:15
Imke Mahner, Chief People & Culture Officer/Hays Deutschland & CEMEA, über unsere schräge Leistungsdebatte und was der HR Report 2026 darüber aussagt Wollen die Menschen eigentlich noch leisten oder lassen wir sie einfach nicht? „Ich glaube daran, dass jeder Mensch eine gewisse Leistungsbereitschaft mitbringt. Die Menschen wollen leisten. Aber teilweise können sie nicht oder sie dürfen nicht." Imke Mahner ist Chief People & Culture Officer Germany and CEMEA bei der Hays AG, Personalvorständin für Deutschland und rund 15 europäische Länder. Als studierte Organisationspsychologin sitzt sie an einer seltenen Schnittstelle: Sie verantwortet die Kultur im eigenen Haus und schaut gleichzeitig täglich in die Leistungsrealität von Hunderten Kundenunternehmen. Was sie dabei beobachtet, lässt sich auch im HR Report 2026 nachlesen, den Hays jedes Jahr herausbringt. Und der Befund ist ernüchternd scharf. Fordern ja, fördern kaum. Zwei Drittel der Unternehmen halten Leistung für wichtig. Nur 44 Prozent fordern sie systematisch ein. Und gefördert wird sie strukturiert gerade mal bei 28 Prozent, während HR die eigene Förderquote auf 43 Prozent schätzt. Diese Lücke zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung ist das eigentliche Problem: Nicht fehlende Leistungsbereitschaft, sondern ein strukturell blinder Fleck im Umgang mit ihr. Wollen – können – dürfen. Imke Mahner entfaltet im Gespräch ein Dreieck, das die Leistungsdebatte entzaubert. Die meisten Diskussionen drehen sich ums Wollen – die Bereitschaft. Selten ums Können – die Rahmenbedingungen. Und fast nie ums Dürfen – die Frage, ob Organisationen das Potenzial ihrer Menschen überhaupt entfalten lassen. Wer nur über Wollen spricht, verkennt, wo der eigentliche Hebel liegt. Worüber wir noch gesprochen haben: Der Gen-Z-Mythos: Warum die unter 30-Jährigen laut Report leistungsbereiter sind als ihr Ruf Fingerpointing vs. Selbstreflexion: Führung sucht externe Ursachen, Mitarbeitende benennen interne Der Hays-Deal: Was passiert, wenn eine Waage kippt und Benefits wegfallen KI als Leistungsbeschleuniger: Nicht das Tool – die Einstellung dazu entscheidet Führungsüberforderung: Warum Druck nach unten weitergegeben wird und was das mit Leistungskultur macht Imke Mahner erhebt ihre klare Stimme für Perspektiven, die diese Debatte braucht. Keine Klage, keine Nostalgie, kein Generationenpointing. Stattdessen: Empirie, ehrliche Selbstreflexion und die kluge Überzeugung, dass Leistung kein Gegensatz zu Freude ist, sondern fast immer ihre Folge. Ein Gespräch, das man sich wünscht, wenn der nächste Artikel über das Arbeitsethos der Deutschen aufschlägt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Hays und dem HR-Report ➡️ Hays ➡️ HR Report zum Download Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Brauchen wir mehr Knigge im Job? Clemens Graf von Hoyos (326)30.04., 02:5930.04.2026, 02:5901:32:12
Clemens Graf von Hoyos über Haltung, gutes Benehmen und was das mit Arbeitskultur zu tun hat „Für mich ist gutes Benehmen die Kunst, eine Atmosphäre des Wohlfühlens zu kreieren." Clemens Graf von Hoyos ist Inhaber der Knigge Akademie, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Knigge-Gesellschaft und einer der bekanntesten Etikette-Experten Deutschlands. Mit über 400.000 Followern auf TikTok hat er das Thema Umgangsformen in die Mitte der Gesellschaft getragen. Mit Humor, Haltung und dem Credo: Takt schlägt Etikette. Aus Haltung wird Verhalten. Clemens Hoyos bringt im Gespräch ein Modell mit, das den Unterschied macht: das 4I-Modell: Ideale, Image, Interaktion, Instrumente. Nicht die Gabel richtig zu halten ist das Ziel, sondern sich selbst so klar zu kennen, dass souveränes Auftreten keine Performance mehr ist, sondern natürlicher Ausdruck. „Erkenne dich selbst", lautet der antike Kern, und Clemens Hoyos führt ihn direkt in den Berufsalltag. Wertewandel, Uniformität und das "Proletenbesteck". Wir reden über die Akzentuierung des Individualismus, die Soziologie des Lästerns und darüber, warum das Handy auf dem Tisch ein Störgefühl hinterlässt, selbst wenn es nicht klingelt. Warum Start-ups Uniformen tragen, ohne es zu merken. Und warum Kleidung und Kompetenz zwar nichts gemein haben – außer dem Anfangsbuchstaben –, hinter Kleidung aber immer eine Kompetenzvermutung steckt. Worüber wir noch gesprochen haben: Die goldene Regel: Warum Perspektivwechsel die beste Empathieübung aller Zeiten ist Die No-Gos der Business-Etikette: Was Lästern, Unpünktlichkeit und Visitenkarten gemeinsam haben Das CARA-Analyse-Tool: Wie man eine Situation liest, bevor man handelt Wann das Dutzen höflicher ist als das Siezen und warum der Kontext alles entscheidet Die Frage nach der Etikette-Note: Warum sich der beste Trainer nicht für den besten Spieler halten muss Clemens Graf von Hoyos ist kein Etikette-Wächter, sondern ein Humanist mit Business-Verstand. Er hat bewiesen, dass gutes Benehmen messbar wirkt. Dafür hat er anekdotische Evidenz eines Kunden, der von 2 auf 50 Millionen Euro Umsatz nach zwei Seminartagen skalierte. Was Clemens antreibt, ist keine Nostalgie für Hofzeremonien, sondern die schlichte Überzeugung, dass der Mensch das Herz am rechten Fleck haben muss. Der Rest ist Kür. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Clemens Graf von Hoyos und der Knigge-Akademie: ➡️ Knigge Akademie Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Immer gearbeitet. Im Alter trotzdem arm? Natascha Wegelin (325)23.04., 02:5923.04.2026, 02:5901:08:39
Natascha Wegelin - aka: Madam Moneypenny - über female Finance, finanzielle Selbstbestimmtheit und was das mit Arbeitskultur zu tun hat Warum Frauen an der Börse die besseren Anleger sind – und es trotzdem nicht tun. „Bis eine Frau mal bei uns landet in dem Programm und bis eine Frau mal einen Aktiensparplan hat, was dafür an Arbeit reingeflossen ist: Raus aus der Selbstmanipulation, raus aus irgendwelchen Abhängigkeiten, aus Erwartungen von der Gesellschaft, Familie, Umfeld. Hat ein Mann ja, diesen Kampf müssen Männer halt nicht kämpfen." Natascha Wegelin, besser bekannt als Madame Moneypenny, ist Gründerin und CEO der Madame Moneypenny GmbH, SPIEGEL-Bestseller-Autorin und Investorin. Seit 2015 baut sie Deutschlands führende Plattform für finanzielle Bildung speziell für Frauen auf und begleitet damit bereits über 12.000 Teilnehmerinnen in den Weg in die finanzielle Selbstbestimmung. Ihr eigener Weg begann mit einem Schock: ein Finanzberater-Vertrag, der ihr fast 18.000 Euro kostete. Was folgte, waren über tausend Stunden Selbststudium und die Erkenntnis, dass das Problem kein persönliches ist, sondern ein strukturelles. Scham, Prägung, Patriarchat – warum Finanzen für Frauen kein neutrales Thema sind. Frauen investieren statistisch besser als Männer. Sie erzielen höhere Renditen, handeln weniger emotional. Und trotzdem beginnen sie mit einem strukturellen Rückstand: niedrigere Gehälter, schlechtere Kreditkonditionen, kürzere Erwerbsbiografien durch Elternzeit. Natascha nennt das Phänomen klar beim Namen. Auf der einen Seite steht die Motherhood Penalty, die beschreibt, dass Mütter weniger verdienen als kinderlose Frauen. Auf der anderen Seite der Fatherhood Bonus: Väter verdienen mehr als kinderlose Männer. Altersarmut in Deutschland ist weiblich. Und das ist kein Zufall, sondern Systemfrage. Finanzwissen ist nicht Finanzkompetenz – und der Unterschied ist entscheidend. Was Madame Moneypenny leistet, ist keine Finanzberatung, sondern etwas Grundlegenderes: Mindset-Arbeit. Glaubenssätze lösen. Den Mut aufbauen, für sich einzustehen. Natascha erklärt, dass Finanzkompetenz am wenigsten mit Zahlen zu tun hat. Sie hat damit zu tun, in Zusammenhängen zu denken, langfristig zu planen, kalkulierte Risiken einzugehen. Wer das in seinen Finanzen kann, kann es auch im Unternehmen. Und genau deshalb lautet ihr Plädoyer auch an Arbeitgeber: Financial Literacy ist Unternehmenskompetenz. Worüber wir noch gesprochen haben: Motherhood Penalty & Fatherhood Bonus: Der erschreckende Einkommensunterschied zwischen Eltern in Deutschland Purpose vs. Business: Warum Natascha das Wort „Herzensbusiness" kritisch sieht Fokus als Strategie: Wie Madame Moneypenny durch radikales Weglassen gewachsen ist Radikale Akzeptanz: Was Muttersein Natascha über das Entscheiden-Können gelehrt hat Delegieren lernen: Warum die Assistenz die wichtigste erste Einstellung im Unternehmen ist Natascha Wegelin ist eine der klarsten Stimmen, wenn es darum geht, finanzielles Empowerment aus der Schublade des Nischenwissens zu holen. Was sie mitbringt, ist nicht nur Expertise. Es ist die eigene Geschichte einer Frau, die den Schmerz der Unwissenheit kannte und daraus etwas gebaut hat, das anderen erspart bleibt. Und die dabei nie vergisst: Es ist kein individuelles Versagen. Es ist ein strukturelles Problem. Das macht den Unterschied. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Madame Moneypenny: ➡️ Zur Seite und den Büchern von Madam Moneypenny Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Die stille Entzündung. In der Firma, in deinem Körper. Sebastian Purps-Pardigol (324)16.04., 02:5916.04.2026, 02:5901:16:09
Bestseller Autor und Experte für angewandte Neurowissenschaft Sebastian Purps Pardigol über das, was Körper, Nerven, Geist und Unternehmen lähmt und wieder aufbaut. Was, wenn die stillste Entzündung im Unternehmen die ist, über die niemand spricht? „Vorbehalte in sich zu tragen ist, als würde man Gift trinken und darauf warten, dass der andere daran stirbt." Sebastian Purps-Pardigol ist Bestsellerautor, Organisationsberater und Trainer an der Schnittstelle von Hirnforschung, Führung und Persönlichkeitsentwicklung. Mit Gerald Hüther gründete er 2010 die Initiative Kulturwandel.org, mit Büchern wie „Führen mit Hirn" und „Leben mit Hirn" hat er das Verständnis von Führung in einer ganzen Generation geprägt. In seinem neuen Buch „Die 3 Säulen der Gesundheit" (Kniga 2025), gemeinsam mit dem Mediziner Dr. Stephan Bortfeldt, geht er einen Schritt weiter: in den Körper. Stille Entzündungen — biologisch wie organisational. Unter stillen Entzündungen versteht die Medizin Prozesse, die jahrelang unterhalb der Wahrnehmungsschwelle laufen und am Ende für Herzinfarkt, Depression oder Demenz mitverantwortlich sein können. Sebastian überträgt das Bild in die Arbeitswelt: Die stillen Entzündungen einer Organisation sind die unausgesprochenen Dinge. Was sich nicht entlädt, frisst sich in die Beziehungskultur und damit in die Substanz der Zusammenarbeit. Verbundenheit ist kein Soft-Topic, sondern Biologie. Die Cyberball-Studien von Naomi Eisenberger zeigen: Der Verlust von Verbundenheit aktiviert dieselben Hirnareale wie körperlicher Schmerz und treibt messbar Entzündungsparameter im Körper hoch. Wer also Feedback vermeidet, Mitarbeitende ausschließt oder Silos nicht überbrückt, schädigt nicht nur die Stimmung, sondern die Gesundheit. Sebastians Empfehlung an Unternehmen mit knappen Ressourcen ist radikal einfach: Wenn ihr nur eine Sache anpackt, dann eure Feedbackkultur. Always-On schwächt die Bremse im Gehirn. Jede Push-Nachricht ist ein kleiner Dopamin-Kick. Was die Natur als Belohnung für wirklich Bedeutsames vorgesehen hat, wird zur Dauerbeschallung : Die Amygdala wird hyperaktiv, die neuronalen Bremsstrukturen werden geschwächt, Cortisol steigt. Das Resultat: Wir sind weniger resilient, gerade in einer Zeit, in der wir genau das mehr denn je brauchen. Der Hack zum Mitnehmen: 5,5 Sekunden ein, 5,5 Sekunden aus. Fünfzehn Minuten täglich. Strukturveränderung im Gehirn inklusive. Worüber wir noch gesprochen haben: Drei Ebenen der Gesundheit: Geist, Gehirn-Nervensystem und Körper als ein einziges System Cortisolresistenz: Warum chronischer Stress das wichtigste Entzündungshemmnis abschaltet Mental Health als Biologie: Warum Depression manchmal kein psychisches, sondern ein körperliches Thema ist Die Führungskraft als Gärtner: Gunther Olesch und das neue Rollenverständnis Schmale Linie der Gesundheitsdaten: Was Unternehmen anbieten dürfen, ohne übergriffig zu werden Sebastian Purps-Pardigol verbindet, was selten zusammen gedacht wird: Hirnforschung, Führung und der Körper als Resonanzraum für alles, was in einer Organisation ungelöst bleibt. Was mich besonders berührt hat, ist seine Klarheit darüber, wo individuelle Verantwortung endet und Systemverantwortung beginnt — denn wie er Nora Dietrich zitiert: niemand kann unrealistische Workloads wegmeditieren. Eine Folge für alle, die Gesundheit, Kulturwandel und Leadership nicht mehr getrennt voneinander denken wollen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Sebastian Purps Pardigol: ➡️ Zur Seite und den Büchern von Sebastian Purps Pardigol ➡️ Zur Metta Meditation Werbehinweis: Unsere heutige Episode wird von der Transformationsberatung Frachtwerk freundlicherweise unterstützt. Ihr könnt Euch hier über das Angebot von Frachtwerk informieren und das kostenfreie E-Book herunterladen. ➡️ zur Transformationsberatung: ➡️ zum E-Book: ➡️ zur Terminbuchung: Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Too much. Zwischen zu viel Kontrollreflex und zu wenig Verbindung. Eva Asselmann (323)12.04., 02:5912.04.2026, 02:5901:00:34
Psychologieprofessorin Prof. Dr. Eva Asselmann über Fallen, in die wir laufen, wenn alles zu viel wird und wie wir wieder herausfinden. Warum fühlt sich gerade alles nach Too Much an, Eva Asselmann? „Häufig ist es einfach zu viel in unserem Alltag. Und viele tragen dieses Gefühl mit sich herum, weil sie denken: Es liegt vielleicht an mir." Prof. Dr. Eva Asselmann ist Persönlichkeitspsychologin an der HMU Health and Medical University in Potsdam und Visiting Professor an der UCLA. Mit ihrem neuen Buch „Too much. Warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Loslassen finden" (dtv, 2026) landete sie direkt auf der Spiegel-Bestsellerliste und verweilt dort seit Wochen. Sie hat mit "Too much" offenbar einen Nerv getroffen und einem diffusen Gefühl einen wissenschaftlichen Rahmen gegeben. Das digitale Casino in unserem Kopf Eva erklärt, warum Social Media nach demselben Prinzip funktioniert wie ein Glücksspielautomat: intermittierende Verstärkung. Nicht das Like macht süchtig, sondern das Vielleicht. Dazu kommt eine Nachrichtenflut, die uns in den Panikmodus statt ins Handeln bringt. Wenn Kontrolle zur Falle wird Der Reflex, die Kontrolle zurückzuholen, ist menschlich und kippt schnell ins Destruktive: in Selbstvermessung, Healthism, starre Fitnessrituale. In der Arbeitswelt zeigt sich das Muster gespiegelt: Führungskräfte, die dichtmachen statt sich auf KI einzulassen. Eine Hustle Culture, die das Bild des Dauerbeschäftigten zur Norm erhebt. Einsam mitten im Getriebe Eva benennt ein Paradox unserer Zeit: Office Loneliness und Urban Loneliness. Wir leben Wand an Wand, sitzen Desk an Desk und sind doch isoliert, weil jeder in sein Gerät vertieft ist. Ihr Blick auf den Return-to-Office-Diskurs ist erfrischend unideologisch: Der Wert des Büros liegt nicht in Performancekontrolle, sondern in informeller Begegnung und darin, Menschen Optionen zu geben, statt sie zu zwingen. Worüber wir noch gesprochen haben: Digitales Casino: Warum das Vielleicht süchtiger macht als jede Belohnung Healthism: Wenn Gesundheit vom Mittel zum Selbstzweck wird Stay-at-home-Girlfriends: Rückzug ins Private als Kontrollillusion Office Loneliness: Wand an Wand und trotzdem allein Babysteps: Der kleinste Hebel mit der größten Wirkung Eva Asselmann moralisiert nicht, sie ordnet ein. Sie verbindet wissenschaftliche Präzision mit persönlicher Verletzlichkeit und gibt dem Gefühl, das so viele mit sich tragen, endlich einen Ausweg. Nicht durch mehr Kontrolle, sondern durch ehrliche Anerkennung und kleine, bewusste Schritte. Ein Must-Hear für alle, denen gerade alles ein bisschen zu viel ist. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Prof. Dr. Eva Asselmann: ➡️ Zur Seite von Eva Asselmann ➡️ Zur Seite der HMU Potsdam Werbehinweis: Unsere heutige Episode wird von der Transformationsberatung Frachtwerk freundlicherweise unterstützt. Ihr könnt Euch hier über das Angebot von Frachtwerk informieren und das kostenfreie E-Book herunterladen. ➡️ zur Transformationsberatung: ➡️ zum E-Book: ➡️ zur Terminbuchung: Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- KI im Warenkorb, aber noch nicht im Kopf? Monika Wiederhold (322)09.04., 02:5909.04.2026, 02:5901:02:19
Monika Wiederhold, Allianz der Chancen, über den aktuellen Stand der KI-Kompetenz in den Unternehmen und das politische Positionspapier zu AI Learning „Jede Woche, die wir nicht kollektiv in allen Unternehmen systematisch lernen, ist eine verschenkte Woche.“ 91 Prozent der Unternehmen sagen, KI sei zentral für ihr Geschäftsmodell. Nur 25 Prozent investieren substanziell in die Weiterbildung. 80 Prozent können die Wirkung ihrer KI-Qualifizierung nicht einmal messen. Diese Zahlen stammen nicht aus einer pessimistischen Kolumne, sondern aus der Corporate AI Learning Studie, die die Allianz der Chancen in Auftrag gegeben hat. Monika Wiederhold hat - als Vertreterin dieser Initiative – den Stein ins Rollen gebracht und bewegt ihn gerade den Berg hinauf. Monika ist COO der Amadeus Fire Group, Mathematikerin, Vorständin mit einem Faible für alles, was Zahlen, Daten und die Welt von Systemnetzwerken betrifft. Sie sitzt dort, wo Personaldienstleistung auf Weiterbildung trifft. Als Vertreterin des Vorstandes ist sie auch Teil der bundesweiten Initiative Allianz der Chancen. Und sie ist mit dafür verantwortlich, dass aus einem simplen Post-it in einer ihrer ersten Sitzungen bei der Allianz ein nationales Leitprojekt entstanden ist. Was Unternehmen wirklich tun und was sie lassen. Im Gespräch beleuchten wir, wie es um die KI-Kompetenz in deutschen Unternehmen wirklich steht. Welche Strategien es gibt, wie man sie unterscheidet – und warum die Schere zwischen Technologie-Investition und Weiterbildung so dramatisch auseinandergeht. Monika bringt Zahlen mit, die überraschen, und Archetypen, in denen sich jede Firma wiedererkennen dürfte. Zweiseitiges Engagement: Politisches Positionspapier und Playbook. Monika und ihre MitstreiterInnen haben schnell erkannt: Mit einem simplen Appell in Richtung Corporates ist es nicht getan. Das Thema AI Corporate Learning muss von zwei Seiten her gedacht werden: a) von der unternehmenspraktischen Seite und b) von den politischen Rahmenrichtlinien. Und so ist aus dem ursprünglich simplen Gedanken eine Maßnahme mit Beteiligung der Bundespolitik geworden. Vom Playbook zur Standortfrage. Wir reden über den Praxisleitfaden – das sogenannte Playbook – den die Allianz der Chancen auf Basis der Studienerkenntnisse entwickelt hat. Über die Frage, warum Führung der erste Baustein sein muss. Über die Paradoxie zwischen Experimentierfreiheit und Governance. Und darüber, was passiert, wenn regulatorische Unsicherheit dazu führt, dass Firmen ihre KI-Piloten lieber ins Ausland verlegen. Worüber wir noch gesprochen haben: Fünf Archetypen von KI-Lerntypen: Welcher überwiegt in deinem Unternehmen? Warum eine Vorständin Vibe-Coding ausprobiert und ungeliebte Hausaufgaben macht Die nervigsten vier Stunden der Woche als Einstiegsdroge ins KI-Lernen Hybride Teams: Wenn Agenten ins Team kommen und niemand mehr nur Menschen führt Return on Learning: Drei Stufen, um die Wirkung von Weiterbildung zu messen Monika spricht nicht nur über Lernen, sie macht es vor und lebt es. Ob Vibe-Coding oder AI-Leadership – Monika belässt es nicht mit der für C-Level eher typische Metabetrachtung. Sie setzt sich selbst ins „Labor“ und verprobt im eigenen Erleben, an welcher Stelle KI ihren ganz eigenen Aufgabenbereich entlasten und bereichern kann. Eine Episode für alle, die spüren, dass ein Sack Weiterbildung nicht reicht und wissen wollen, wo der Hebel liegt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zur Allianz der Chancen: ➡️ Zur Seite der Allianz der Chancen ➡️ Alles zum Thema Corporate AI Learning ➡️ Zur Seite der Amadeus Fire Group Werbehinweis: Unsere heutige Episode wird von der Transformationsberatung Frachtwerk freundlicherweise unterstützt. Ihr könnt Euch hier über das Angebot von Frachtwerk informieren und das kostenfreie E-Book herunterladen. ➡️ zur Transformationsberatung: ➡️ zum E-Book: ➡️ zur Terminbuchung: Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wer Angst hat, hat Zukunft. Dr. Gunther Schmidt (Folge 321)02.04., 02:5902.04.2026, 02:5901:26:42
Hypnosystemiker Gunther Schmidt über Angst als Führung und warum Veränderung Stärke braucht, nicht Druck “Wir haben keine Gefühle. Wir machen sie.“ Was passiert eigentlich, wenn wir Angst haben? Für Dr. Gunther Schmidt, den Begründer des hypnosystemischen Ansatzes, Leiter und Gründer des Milton-Erickson-Instituts in Heidelberg, ist Angst kein Zustand, der uns einfach passiert. Sie ist ein Produkt, erzeugt durch unwillkürliche Fokussierungsprozesse, die wir selbst herstellen. Und genau darin liegt auch die Chance, sie zu verändern. Gunther Schmidt ist einer der prägendsten Köpfe der systemischen Szene im deutschsprachigen Raum. Er war Teil der legendären Heidelberger Gruppe um Helm Stierlin, hat die Arbeiten der Mailänder Schule in den deutschsprachigen Raum gebracht und noch bei Milton Erickson persönlich gelernt. Anders ausgedrückt: Er ist Teil der systemischen „Ursuppe“. Erleben wird erzeugt, jede Sekunde neu. Im Gespräch wird greifbar, was Hypnosystemik im Kern bedeutet: Alles Erleben ist Ergebnis von Aufmerksamkeitsprozessen. Wohin die Aufmerksamkeit geht, dort entsteht das Erleben. Und zwar nicht auf der bewussten Ebene, sondern durch unwillkürliche, blitzschnelle innere Prozesse, die 90 Prozent unseres Erlebens ausmachen. Was wir für unsere „Wahrheit" halten, ist eine Konstruktion. Eine mächtige, aber veränderbare. Warum mehr Leidensdruck keine Lösung ist. Gunther Schmidt räumt mit einem verbreiteten Glaubenssatz auf: Mehr Leidensdruck führt nicht zu besserer Veränderung, sondern zu dümmerem Handeln. Wer leidet, aktiviert ältere, undifferenziertere Erlebnisnetzwerke und verliert den Zugang zu seinen eigentlichen Kompetenzen. Veränderung braucht Stärke, nicht Druck. Und sie braucht die Würdigung dessen, was schon da ist. Angst als Kompetenz, nicht als Defizit. Gemeinsam entfalten wir Jules „Triple-A-Syndrom" – abgelenkt, alarmistisch, angstgetrieben und Gunther Schmidt zeigt, wie die drei Phänomene zusammenhängen. Angst ist kein Feind, sondern ein Indikator. Sie verweist auf Bedürfnisse nach Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Verbundenheit. Wer sie bekämpft, verstärkt sie. Wer sie einbindet, gewinnt Handlungsfähigkeit zurück. Worüber wir noch gesprochen haben: Zirkularität statt Kausalität: Warum es in lebenden Systemen keine Ursachen gibt Unbewusst versus unwillkürlich: Warum das nicht dasselbe ist wie bewusst vs. unbewusst Mindset-Change als Missverständnis: Warum die Bringschuld bei den Sinnstiftern liegt Wer führt, wird geführt: Gunther Schmidts Führungsparadox Das Jammern als Kompetenz: Wenn Nörgeln auf berechtigte Bedürfnisse hinweist Polynesisches Segeln: Warum die Funktion eines Ziels nicht darin besteht, es zu erreichen Dr. Gunther Schmidt spricht nicht nur über Hypnosystemik. Er praktiziert sie, in jedem Satz, in jeder Umdeutung, in jeder Einladung zum anderen Blick. Ein Gespräch, das verändert, wie man über Angst, Veränderung und die eigene Handlungsfähigkeit denkt. Runde zwei kommt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Gunther Schmidt: ➡️ Zur Seite des MIlton-Erickson-Instituts in Heidelberg ➡️ Zu Systelios Klinik ➡️ Zu Seite von Gunther Schmidt Werbehinweis: Unsere heutige Episode wird von der Transformationsberatung Frachtwerk freundlicherweise unterstützt. Ihr könnt Euch hier über das Angebot von Frachtwerk informieren und das kostenfreie E-Book herunterladen. ➡️ zur Transformationsberatung: ➡️ zum E-Book: ➡️ zur Terminbuchung: Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- KI-Wunderglaube trifft Unternehmensrealität. Kenza Ait Si Abbou (320)26.03., 02:5926.03.2026, 02:5901:14:26
Die AI Advisorin Kenza Ait Si Abbou über Prozesse, Plug-and-Play-Illusionen und die Frage, wo die Überforderung wirklich sitzt. „Je länger ich in diesem Bereich arbeite, desto mehr glaube ich, dass die Überforderung auf Top-Ebene besteht“ Was bedeutet es, wenn eine Technologie schneller in den Alltag der Menschen einzieht als in die Strukturen ihrer Unternehmen? Wenn Mitarbeitende längst mit generativer KI auf dem Smartphone experimentieren, während ihre Führungskräfte noch nach dem Masterplan suchen? Kenza Ait Si Abbou kennt beide Seiten. Sie hat über 20 Jahre in Großkonzernen gearbeitet, bei der Telekom, bei IBM, als Technologiechefin bei Fiege. Heute berät sie als AI Advisor CEOs, die vor genau dieser Lücke stehen. Top-Down trifft auf Bottom-Up Im Gespräch dreht Kenza ein verbreitetes Narrativ um: Nicht die Belegschaft muss mitgenommen werden, die Überforderung sitzt in der Chefetage. Dort, wo Entscheidungen erwartet werden, fehlen oft die Grundlagen, sie zu treffen. Und wer sich mit einem Thema nicht auskennt, kann es auch nicht einschätzen. Das klingt banal, hat aber enorme Konsequenzen für die gesamte Organisationslogik. Top-Down trifft auf Bottom-Up Kenza plädiert für eine doppelte Bewegung: Bottom-up durch Communities of Practice, in denen Wissen entsteht und Silos durchlässig werden. Und Top-down durch Sponsoren im Management, die Ressourcen schützen und den Freiraum zum Experimentieren verteidigen. Beides zusammen braucht es, eines allein reicht nicht. Fehlende Prozesskenntnis Besonders eindrücklich wird es, wenn Kenza über die wahren Grundlagen von KI-Transformation spricht. Nicht die Technologie ist das Problem. Es sind die Prozesse, die Datenqualität, die fehlende gemeinsame Sprache für das, was in den Systemen passiert. „A fool with a tool is still a fool", hat ihr Professor vor über 20 Jahren gesagt. Es gilt immer noch. Sparen ohne Qualitätsverlust Kenza warnt vor dem Wunderglauben, der in vielen Unternehmen herrscht, befeuert durch Marketingversprechen. Sparen sei einfach. Sparen ohne Qualität zu zerstören, ohne Kundenzufriedenheit und Loyalität zu ruinieren, das sei die eigentliche Kunst. Und genau dafür brauche es keine Plug-and-Play-Lösung, sondern Verständnis für das eigene Unternehmen. Am Ende des Gesprächs öffnet Kenza eine überraschende Perspektive: Kooperationsfähigkeit als die vielleicht unterschätzteste Leadership-Kompetenz der Zukunft. Und die Erkenntnis, dass die Fähigkeit, die nach oben bringt, nicht zwingend die ist, die dort gebraucht wird. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Kenza: ➡️ Zur Seite von Kenza Ait Si Abbou ➡️ Zu Kenzas Büchern Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Brauchen wir ein neues Leistungsnarrativ? Prof. Marcel Fratzscher (319)19.03., 02:5919.03.2026, 02:5900:52:01
Der DIW-Präsident über Produktivität, den KI-Tsunami und was eine wirklich leistungsfähige Gesellschaft ausmacht. “Wir sind im Augenblick als Gesellschaft nicht mehr lernfähig, sondern wir schotten uns ab, haben Scheuklappen. So werden wir schwer unseren Wohlstand halten können.“ Was bedeutet Leistung wirklich und wer wird dabei eigentlich gesehen? Wir verlassen die engen Bahnen unternehmerischer Arbeitskultur und wagen einen Blick auf das große Ganze: die Volkswirtschaft, den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Frage, wie wir Produktivität denken, messen und bewerten. Gemeinsam mit Marcel Fratzscher, Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität Berlin und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Rekordarbeitsleitung in Summe Fratzscher räumt von Beginn an mit einem hartnäckigen Mythos auf: Die Deutschen seien faul. Fakt ist, in Summe wurde hierzulande noch nie mehr gearbeitet als heute. Knapp 46,1 Millionen Menschen sind beschäftigt, das Arbeitsvolumen ist auf Rekordhoch. Und doch besteht ein reales Problem, nur eben ein anderes als oft erzählt: Wir haben nicht zu wenig Arbeit, wir haben zu wenig Menschen. Der Fachkräftemangel ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit, während gleichzeitig ganze Industriezweige sich im Umbruch befinden. Hybrider Arbeitsmarkt und KI Dieses Nebeneinander von Stellenabbau und Fachkräftemangel, von Wandel und Verlust, von Bedrohung und Chance das ist der rote Faden dieser Folge. Fratzscher nimmt uns mit in die Mechanik wirtschaftlichen Wandels, der nie neu ist, aber heute in einer bislang ungekannten Geschwindigkeit abläuft. Schuld daran ist vor allem eine Kraft, die er selbst noch vor einem Jahr weniger ernst genommen hätte als die Demografie: künstliche Intelligenz. Sein ernüchterndes Fazit wer heute glaubt, auf der sicheren Liste zu stehen, irrt. Die Frage ist nicht ob, sondern wann KI auch den eigenen Job betrifft. Lernen und Anpassungsfähigkeit als Quelle für Optimismus Und doch ist Marcel Fratzscher kein Pessimist. Er ist, nach eigener Aussage, durch und durch Optimist einer, der sich dennoch ehrlich Sorgen macht. Denn sein Vertrauen gilt nicht dem System, sondern dem Menschen und seiner Fähigkeit zur Anpassung, zum Lernen, zur Neuerfindung. Wer KI nicht als Gegner, sondern als Werkzeug begreift, hat Zukunft. Wer sich weigert, Neues zu lernen, gehört zu den Verlierenden. Leistungsnarrativ: Braucht es eine neue Perspektive? Was auffällt, ist Fratzschers Schärfe im Umgang mit dem Begriff Leistung. Er stellt die unbequeme Frage, wen wir eigentlich meinen, wenn wir von Leistungsträgern sprechen. Und er gibt eine Antwort, die zum Nachdenken zwingt: Systemrelevante Berufe mehrheitlich von Frauen ausgeübt, schlechter bezahlt, weniger wertgeschätzt tragen diese Gesellschaft. Dennoch bleiben sie in der öffentlichen Debatte um Leistung strukturell unsichtbar. Leistungsgerechtigkeit und Bedarfsgerechtigkeit, so Fratzscher, sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten des gleichen gesellschaftlichen Versprechens. Es ist ein Salon- Gespräch, das weit über Wirtschaft hinausragt. Es thematisiert, was wir wirklich messen, was wir wirklich schätzen und was das über uns als Gesellschaft aussagt. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Prof. Marcel Fratzscher und dem DIW: ➡️ Zur Seite des DIW ➡️ Zu Marcel Fratzschers Buch Nach uns die Zukunft Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Kluge Menschen haben in dummen Organisationen keine Chance. Dr. Reinhard K. Sprenger (318)16.03., 02:5916.03.2026, 02:5901:05:42
Der Management Vordenker über Führung, Struktur und die Frage, was Unternehmen wirklich zukunftsfähig macht. “Man kann Menschen nicht motivieren, man kann Menschen nur demotivieren.“ Es gibt Gedanken, die sich ins Gehirn einzementieren. Nicht, weil sie gefällig sind, sondern weil sie treffen. Reinhard K. Sprenger ist seit Jahrzehnten Meister solcher Gedanken. In dieser Episode nimmt er sich die Zeit, seinen eigenen Entwicklungsweg zu reflektieren, frühere Positionen zu schärfen und das Denken über Führung als Quintessenz zu teilen. Hört auf zu demotivieren Das Gespräch beginnt mit jenem Klassiker, dem Satz, der Sprenger in den 90ern bekannt machte. Er stimmt ihm noch heute zu. Aber er hat ihn weitergedacht. Und diese Weiterentwicklung zieht sich durch die gesamte Stunde: Was haben wir über Führung geglaubt, und was davon trägt noch? Management ist nicht gleich Führung Sprenger unterscheidet scharf zwischen Management und Führung und bringt dabei eine Perspektive ein, die in der täglichen Praxis erstaunlich selten ist. Der Zukunftsbezug spielt dabei eine zentrale Rolle, genauer: von wo aus man überhaupt führt. Erfolgsformel neu beleuchtet Dazu kommt eine grundsätzliche Neubewertung von Leistung und Erfolg. Leistung ist nicht gleich Erfolg. Erfolg ist Leistung plus Glück, und der Glücksfaktor wird strukturell unterschätzt. Sprenger differenziert weiter: Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Leistungsmöglichkeit sind nicht dasselbe. Talent will sich ausdrücken. Wer das Wollen stärkt, kommt näher ans Können. Wer nur das Sollen ankurbelt, fährt in eine Sackgasse. Zukunftsfähigkeit von Unternehmen auf den Punkt Die Zukunft von Unternehmen sieht Sprenger in vier Prinzipien: einfache Strukturen, Dezentralisierung, Kundenzentriertheit und Experimentierfreudigkeit. Der Konzern in seiner klassischen Form ist kaum mehr die Antwort auf die Fragen der Gegenwart, es sei denn, er ermöglicht lokale Autonomie. Wer nur von innen nach außen denkt, hat bereits verloren. Heroisches Führungsbild Besonders kritisch ist Sprenger gegenüber dem heroischen Führungsbild, das in sozialen Netzwerken und Managementliteratur dominiert. Diese Heldenerzählung, die großartige Führungspersönlichkeiten glorifiziert, ist strukturell blind. "Es gibt keine individuelle Lösung für strukturelle Probleme," so Sprenger. Darüber haben wir noch gesprochen: Richtungen statt Ziele: Was Sprenger an der Planbarkeitsidee kritisiert und welche Alternative er für zeitgemäß hält. Sinnstiftend: Wie Sprenger einen der meistgebrauchten Begriffe der Arbeitswelt auf seine Grundlage zurückführt. Am Ende kehrt das Gespräch zu einer grundsätzlichen Frage zurück: Was meinen wir eigentlich, wenn wir von guter Arbeit sprechen? Sprengers Antwort darauf ist so einfach wie unbequem. Es ist eine Stunde mit einem der schärfsten Köpfe des deutschsprachigen Managementdenkens. Kompromisslos. Präzise. Und mit jedem Satz so gesetzt, dass er haftet. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Dr. Reinhard K. Sprenger: ➡️ Zur Seite von Reinhard K. Sprenger ➡️ Zu Reinhard K. Sprengers Publikationen bei Campus Publikationen bei Campus Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Kein Change ohne Story. Keine Story ohne Zuhören. Tobias Grewe (317)12.03., 02:5912.03.2026, 02:5901:03:41
Organisationsberater Tobias Grewe über die Kunst des gelungenen Storytellings und des nötigen Zuhörens in Transformationsprozessen „Einen Zuhörraum zu gestalten ist für mich eines der intimsten und wichtigsten Elemente im Veränderungsprozess.“</br> Zu einer gelungenen Transformation gehört die passende Kommunikation. Am besten in Storyform. Das weiß auch Tobias Grewe. Er ist narrativer Organisationsentwickler und bringt aus beiden Sphären seine Expertise ein: die Organisationsentwicklung und das Kreiieren tragfähiger Stories. In seinem Buch mit dem programmatischen Titel „Kein Change ohne Story“ macht er klar: Noch wichtiger als Storytelling ist Story Listening. </br> Glattgebügelte Stories erreichen Menschen nicht</br> Viele Organisationen starten Veränderungsprozesse mit fertigen Botschaften. Strategien werden formuliert, Präsentationen vorbereitet, Kommunikationskampagnen gestartet. Was dabei oft fehlt, ist ein ehrlicher Blick auf die Geschichten, die im Unternehmen bereits existieren: die Erfahrungen, Sorgen, Hoffnungen und Erinnerungen der Menschen. </br> Was ist der Geschichten-Vorrat der Organisation?</br> Genau hier setzt Story Listening an. Tobias beschreibt Zuhören als eine der wertschätzendsten Gesten im Arbeitskontext. Für ihn ist es zugleich etwas, das im Alltag erstaunlich selten vorkommt. Wer Veränderung gestalten will, muss zuerst verstehen, wie Mitarbeitende die aktuelle Situation erleben. Welche Fragen treiben sie um? Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit wirken noch nach?</br> Was ist der Geschichten-Vorrat der Organisation?</br> Anhand konkreter Beispiele aus seiner Beratungspraxis zeigt Tobias , wie schnell Organisationen in Annahmen verfallen. Führungskräfte glauben zu wissen, was ihre Mitarbeitenden bewegt – ohne tatsächlich gefragt zu haben. Story Listening schafft hier einen Raum, in dem diese Perspektiven sichtbar werden. </br> Storytelling als co-kreativer Prozess</br> Tobias macht deutlich, dass Storytelling selbst ein kokreativer Prozess ist. Im Führungsteam existieren oft mehrere, teilweise widersprüchliche Perspektiven auf eine Veränderung. Diese müssen zunächst sichtbar werden und miteinander verhandelt werden, bevor daraus eine tragfähige Geschichte entstehen kann.</br> Darüber haben wir noch gesprochen:</br> Erhellende Ereigniskurven: Wie kollektives Sichtbarmachen von Erfahrung eine probate Methode ist, den eigenen Veränderungsprozess zu begreifen. Management Annahmen trifft Mitarbeitendenrealität: Warum Führungskräfte oft glauben zu wissen, was Menschen bewegt. Unternehmensverkauf, Kulturverlust? Tobias erzählt von einem Projekt rund um den Verkauf eines Unternehmensteils. Begegnungsräume schaffen: Essenz von Austausch und Begegnung im Change. Brave Dialogue: Die Methoden, die Mut macht, Missstände anzusprechen Unbequeme Wahrheiten: Wie ehrliche Ergebnisse manchmal das Prozessende einläuten können. Kreativer Lebensweg: Von ehrgeizigen Plänen und kreativen Entdeckungsreisen in Tobias Karriere.</br> Veränderungsprozesse vollziehen sich auf vielen bewussten, noch mehr auf unbewussten, emotionalen Ebenen. Da setzt Storytellling an. Das Gespräch zeigt eindrücklich, warum Veränderung ohne Zuhören selten funktioniert und warum Story Listening mehr ist als eine Methode. Es ist eine Haltung. Geniesst diese erzählerische Methodensammlung mit einem feinstofflichen Organisationsgestalter. Interview: Jule Jankowski<br/> <br/> Weiterführende Links zu Tobias Grewe: ➡️ Zu Tobias Communications-Seite </br> ➡️ Zu Tobias Künstler-Seite </br> ➡️ Zu Tobias Buch Kein Change ohne Story. </br> <br/> Brand Eins Podcast Netzwerk: <br/> GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins <br/> <br/> Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: <br/> Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten<br/> GOOD WORK Partner werden <br/>Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: mailto:info@goodwork-salon.de<br/><br/> Idee für Gesprächspartner bei GOOD WORK <br/>Ihr habt eine Idee, einen Vorschlag für einen Gast bei GOOD WORK? Dann freuen wir uns über Post: mailto:info@goodwork-salon.de<br/><br/> GOOD WORK LInks und Playlists<br/> Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wie führt man ein gutes Podcast-Interview? Markus Tirok (316)05.03., 02:5905.03.2026, 02:5901:13:10
Interviewheld Markus Tirok über seine Learnings aus über 1.000 Interviews und die Kunst der richtigen Fragen Ein Interview ist kein zufälliges Gespräch unter Freundinnen, sondern eine Verabredung unter Profis.“ Was macht ein wirklich gutes Podcastgespräch aus? Und warum scheitern so viele Interviews genau dort, wo sie eigentlich beginnen sollten: bei den Fragen? In dieser Episode spricht Jule mit Markus Tirok, Moderator, Interviewtrainer und Host des Podcasts „Interviewhelden“. Tirok hat in seiner Karriere mehrere tausend Interviews geführt, mit Prominenten, Medienprofis und Menschen aus ganz unterschiedlichen Kontexten. Heute hilft er anderen dabei, bessere Interviews zu führen. Rahmen und Haltung eines Interviews. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht eine zentrale These: Ein Interview ist kein zufälliges Gespräch unter Freunden, sondern eine professionelle Zusammenarbeit. Wer fragt, führt und trägt damit auch Verantwortung für die Qualität des Gesprächs. Denn die Qualität der Antwort hängt oft unmittelbar von der Qualität der Frage ab. Die Last von Signature-Fragen Viele Podcastformate unterschätzen genau diesen Punkt. Statt klarer Gesprächsführung entstehen häufig unstrukturierte Gespräche, zu große Fragen oder standardisierte Einstiegsfragen ohne echten Bezug zum Gast. Besonders kritisch sieht Markus sogenannte Signature-Fragen, also immer gleiche Einstiegs- oder Abschlussfragen, die unabhängig vom Gesprächspartner gestellt werden. Sie wirken schnell routiniert und austauschbar, wenn sie nicht wirklich inhaltlich genutzt werden. Vorbereitung ist King. Sowohl Hosts als auch Gäste sollten sich professionell vorbereiten. Gäste können sich überlegen, welche Beispiele, Thesen oder Perspektiven sie einbringen möchten. Gerade Anfänger im Interviewen sollten ihre Fragen ausformulieren. Nicht unbedingt, um sie exakt so zu stellen, sondern um zu prüfen, ob sie inhaltlich wirklich tragen. Die Magie der Stille Markus plädiert außerdem für mehr Mut zu Pausen. Stille im Gespräch wird oft vorschnell gefüllt, obwohl sie Raum für Gedanken schafft, sowohl für die Gesprächspartner als auch für die Zuhörerinnen und Zuhörer. Worüber wir noch gesprochen haben: Gesprächsdynamik und Interviewfallen Fragequalität und Antwortwirkung Geteilte Vorbereitungsverantwortung Eröffnungsfragen und Ausstiegsanker Fragen: Reduktion statt Komplexität Podcast ist kein Coching-Kontext Markus Tirok ist ein echter Interview-Profi. Seiner Überzeugen nach entstehen gute Interviews nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis von Vorbereitung, Haltung und Handwerk. Wer Interviews führt, sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein und die Kunst der Frage ernst nehmen. Interview: Jule Jankowski Weiterführende Links zu Markus Tirok: ➡️ Zur Seite Interviewhelden Brand Eins Podcast Netzwerk: GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien: Gelungene Beziehungsgestaltung Flexible Strukturen Digitale Balance Gelebte Agilität und Das Denken in Möglichkeiten GOOD WORK Partner werden Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: GOOD WORK LInks und Playlists Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!