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Geldcast: Wirtschaft mit Fabio Canetg

Fabio Canetg

Business · News

153 Episoden · neueste 11.10.

Häufig erwähnt

Episoden

153
  1. Talk | Aymo Brunetti, wann sinkt die Inflation wieder?
    05.03., 07:3100:31:00

    «Die Inflation wird uns wohl noch lange beschäftigen», sagt Aymo Brunetti, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bern und ehemaliger Chefökonom der Bundesverwaltung. Im neusten Geldcast erklärt er, wie er zu dieser Einschätzung kommt und wieso es nach dem Rekordverlust der Nationalbank der falsche Zeitpunkt sei, um über Gewinnausschüttungen zu diskutieren. | Zudem sprechen wir im Geldcast über seine Lehrtätigkeit an der Universität Bern. Er sagt: «Meinungen von Fakten zu trennen, ist in unserem Fach nicht immer einfach – im Unterricht aber essentiell.» Zuletzt haben ihn einzelne Studierenden aufgefordert, auch über alternative Wirtschaftstheorien zu sprechen, etwa über feministische Ökonomie und marxistische Theorien. Warum er das nicht so einfach findet, und weshalb er die Mainstream-Ökonomie nach wie vor schätzt: Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast.

  2. Die Kommunikations-Konfusion von EZB-Präsidentin Lagarde
    26.02., 07:3000:08:17

    Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat mir ihrer Kommunikation zuletzt für viel Konfusion gesorgt. Das auch deshalb, weil sie nicht richtig verstanden wurde. | Seit dem letzten September sagt die EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach jeder geldpolitischen Sitzung: Die EZB werde keine Hinweise mehr geben auf ihre künftigen Zinsentscheide. So auch nach der letzten Sitzung im Februar. Bekannt wurde das als meeting-by-meeting approach. | Gleichzeitig hat Lagarde im Februar einen weiteren Zinsschritt für den März in Aussicht gestellt. Die EZB macht also doch wieder forward guidance. Wie verträgt sich die Ankündigung von Lagarde mit dem meeting-by-meeting approach? Das und mehr erfahren Sie jetzt im Geldcast Update. | Stichworte: Europäische Zentralbank, EZB, Forward Guidance, meeting-by-meeting approach, Christine Lagarde, Kommunikation

  3. Die Bargeld-Initiative wird eingereicht, was fordert sie?
    12.02., 07:2900:07:48

    Noch diese Woche werde die Bargeld-Initiative eingereicht, sagt das Initiativ-Komitee. Der Schweizer Franken wird so zum politischen Thema. Was fordert die Bargeld-Initiative? | Nicht überall ist Bargeld so beliebt wie in der Schweiz: In Schweden zahlen nur noch 9 Prozent aller Leute bar, in den USA sind es rund 60 Prozent. Derweil haben 97 Prozent der Leute in der Schweiz noch Bargeld zu Hause oder im Portemonnaie. | Damit gehört die Schweiz zu den Spitzenreiterinnen in der Bargeldhaltung. | Jetzt macht die Bargeld-Initiative den Schweizer Franken zum politischen Thema. Was fordert die Bargeld-Initiative? Was spricht in unserer digitalen Zeit noch dafür, Bargeld herzustellen und zu nutzen? Und wer steckt hinter der Volksinitiative? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Bargeld-Initiative, Bargeldinitiative, Bargeld, Schweizer Franken, e-Franken, Freiheitliche Bewegung Schweiz, Martin Schlegel, Richard Koller

  4. Sollte die SNB mehr Geld ausschütten?
    29.01., 07:2900:11:06

    In vielen Ländern wird zurzeit darüber diskutiert, wie viel Geld die Zentralbanken an den Staat ausschütten sollten – auch in der Schweiz. Dabei spricht einiges für höhere SNB-Gewinnausschüttungen, vieles aber auch dagegen. | Es sind keine einfachen Fragen, die sich aktuell stellen: Sollte die Nationalbank mehr Geld auszahlen an den Bund und die Kantone, trotz riesigem Verlust und dünnem Eigenkapital? Oder wäre eine solche Ausschüttung verantwortungslos – obwohl der Bund und die Kantone wohl die Steuern erhöhen oder Sparpakete beschliessen müssen, wenn keine SNB-Gelder mehr fliessen? | Zu diesen Fragen haben ich zwei Meinungen für Sie eingeholt: zum einen beim FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt und zum anderen bei Gerhard Andrey, Nationalrat der Grünen. Garniert ist das Ganze mit einem Blick in die Wissenschaft. Welche Argumente sind wichtig – und wer hat Recht? Antworten auf diese Fragen gibt es im neusten Geldcast Update. | Stichworte: SNB-Verlust, Gewinnausschüttungen, Eigenkapital, Ausschüttungsreserven, Rückstellungen für Währungsreserven.

  5. Wieso die SNB trotz Riesenverlust nicht pleitegehen kann
    15.01., 07:2900:10:00

    Die Schweizerische Nationalbank macht 2022 einen Verlust von 132 Milliarden Franken, die Gewinnausschüttungen an den Bund und die Kantone werden ausgesetzt. Was bedeutet das für die Stabilität der Nationalbank und was würde passieren, wenn ein weiterer Grossverlust dazukäme? | Die Nationalbank hat noch Geld. Allerdings nicht mehr ganz so viel, wie noch zu Beginn des letzten Jahres. Ihr Eigenkapital hat sich wegen des Verlusts vom letzten Jahr von 198 Milliarden Franken auf 66 Milliarden Franken verringert. Bei einem weiteren Grossverlust droht der SNB die Überschuldung. | Was würde das bedeuten für die Nationalbank? Und weshalb könnte die SNB aus ökonomischer Sicht auch in diesem Jahr einen Gewinn auszahlen an den Bund und die Kantone? Diese Fragen klären wir im neusten Geldcast Update. | Stichworte: SNB-Verlust, Gewinnausschüttungen, Eigenkapital, Ausschüttungsreserven, Rückstellungen für Währungsreserven.

  6. Talk | Klaus Adam, Professor für Makroökonomie, Universität Mannheim
    11.12., 07:2700:30:27

    «Es geht jetzt darum, die Zinsen so lange zu erhöhen, bis man einen dauerhaften Rückgang in der Inflation sehen kann», sagt Klaus Adam, Professor für Makroökonomie an der Universität Mannheim. Trotz zwei aufeinanderfolgenden EZB-Zinserhöhungen von aussergewöhnlich hohen 0.75 Prozentpunkten hält er nichts von wieder kleiner werdenden Zinserhöhungen: «Wenn die Europäische Zentralbank an ihrer nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen nur noch 0.5 Prozentpunkte erhöhen würde, wäre das eine deutliche Abkehr von ihrer früherer Praxis.» Er verweist auf die Taylor-Regel, wonach die Zentralbanken ihre Zinsen überproportional zum Inflationsanstieg anheben sollten. «Sehr wahrscheinlich wird die EZB ihre Leitzinsen im Laufe des nächsten Jahres stärker anheben als die Finanzmärkte aktuell erwarten.» | Ein Gespräch über die einflussreichsten Forschungspapiere zur Geldpolitik, die drängendsten Forschungsfragen in der Makroökonomie, die diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger – und über die Geldpolitik von EZB-Präsidentin Christine Lagarde. | Stichworte: Inflation, Europäische Zentralbank, EZB, Klaus Adam, Christine Lagarde, Lagarde, Taylor-Regel, k-Prozent-Regel, Forward Guidance, Milton Friedman, John Taylor, Eggertsson and Woodford, Diamond and and Dybvig, Wirtschaftsnobelpreis, Nobelpreis, Universität Mannheim, Geldcast, Fabio Canetg, Canetg.

  7. Talk | Gabriel Glöckler, Kommunikations-Chefberater EZB
    04.12., 07:2900:29:19

    Gabriel Glöckler ist Principal Advisor in der Kommunikationsabteilung der Europäischen Zentralbank (EZB). In dieser Funktion arbeitet er regelmässig mit der EZB-Spitze rund um Präsidentin Christine Lagarde und EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel zusammen, zum Beispiel um öffentliche Auftritte vorzubereiten. Ebenfalls ist er zuständig für die Ausarbeitung der geldpolitischen Erklärungen, die Lagarde jeweils an den EZB-Medienkonferenzen vorliest. Er erzählt uns im Geldcast, weshalb die geldpolitischen Entscheide auf die Sekunde genau rechtzeitig auf der EZB-Website publiziert werden müssen, von den Medientrainings, die er für neue EZB-Direktoriumsmitglieder anbietet, und von zähen Verhandlungen über einzelne Worte im Monetary Policy Statement. | Stichworte: Kommunikation, Europäische Zentralbank, EZB, Christine Lagarde, Mario Draghi, whatever it takes, Geldcast, Fabio Canetg, Canetg, Gabriel Glöckler, Glöckler

  8. Talk | Silja Häusermann, Politologin Universität Zürich, über die BVG-Reform
    27.11., 07:3000:27:48

    Es ist das wohl wichtigste Geschäft der laufenden Legislatur. Nach dem Volks-Ja zur AHV-Reform im September 2022 berät der Ständerat in diesen Tagen die Reform der beruflichen Vorsorge. Die Bürgerlichen wollen die Renten über einen tieferen Umwandlungssatz senken, die Grünliberalen möchten Teilzeit-Angestellte besserstellen, indem der Koordinationsabzug gesenkt wird, und die Linken setzen sich für Kompensationszahlungen ein, die ähnlich wie in der AHV im Umlageverfahren finanziert werden sollen. Dabei geht es um Milliarden von Franken, die entweder den einen oder den anderen zugutekommen werden. | Was sind die grössten Stolpersteine auf der Suche nach einem Kompromiss? Welche politischen Kräfte nehmen Einfluss? Und wie stark prägen die zuständigen Bundesräte solche Geschäfte? Antworten darauf hat Silja Häusermann, Professorin für vergleichende politische Ökonomie an der Universität Zürich. Sie kennt die Debatte rund um die Schweizer Altersvorsorge wie kaum eine andere und sagt: «Für eine erfolgreiche Reform der Altersvorsorge müssen Vertreter:innen von Mitte-Links bis Mitte-Rechts hinter der Vorlage stehen.»

  9. Börsenverluste bei den Pensionskassen: Sind unsere Renten noch sicher?
    06.11., 08:0000:10:48

    Die Börsen kennen seit Anfang Jahr nur noch eine Richtung, und zwar steil nach unten. Davon betroffen sind auch die Pensionskassen. Künftige Rentenversprechungen sind nur noch knapp gedeckt. | So schnell ändert sich die Welt an den Finanzmärkten: Noch im Januar dieses Jahre waren die künftigen Rentenversprechen der Pensionskassen mit grosser Reserve gedeckt. Seither ist der sogenannte Deckungsgrad von rund 120 Prozent auf unter 105 Prozent gesunken. Das ist deshalb so, weil an den Börsen seit Monaten alle wichtigen Anlageklassen an Wert verlieren. | Kritisch wird es für die Pensionskassen dann, wenn sich der Abwärtstrend fortsetzt: Sinkt der Deckungsgrad nämlich für längere Zeit unter 100 Prozent, kann es soweit kommen, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber neues Geld einschiessen müssen, um die Pensionskassen zu sanieren. | Warum verlieren aktuell sowohl Aktien als auch Obligationen an Wert? Welche Rolle spielen dabei die Inflation und die steigenden Zinsen? Und wie sicher sind unsere Renten noch? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Pensionskassen, BVG, Deckungsgrad, technischer Zinssatz, Börsen

  10. Die Zentralbanken im Stagflations-Dilemma
    30.10., 07:2900:08:07

    In immer mehr Währungsräumen schwächt sich die Wirtschaft merklich ab. Gleichzeitig ist die Inflation noch immer deutlich zu hoch. Das stellt die Zentralbanken vor ein Dilemma: Sollen sie die Zinsen weiter anheben, um die Inflation zu bekämpfen, oder sollen sie die Zinsen wieder senken, um die Wirtschaft zu stützen? | Eine schwache Wirtschaft mit gleichzeitig stark steigenden Preisen: Das ist der Albtraum jeder Zentralbankerin. In den Vereinigten Staaten, in Grossbritannien und in der Eurozone ist aber genau das wieder Realität. | In den USA wächst die Wirtschaft seit Jahresbeginn kaum mehr; trotzdem ist die Inflation mit 8.3 Prozent noch immer viel zu hoch. Ähnlich ist die Situation in Grossbritannien: Dort schrumpft die Wirtschaft gar, während die Inflation satte 10.1 Prozent beträgt. Und auch in der Eurozone droht spätestens im nächsten Jahr eine Wachstumsschwäche bei unvermindert hoher Teuerung. | Das Problem dabei: Die Zentralbanken können nicht gleichzeitig die Inflation runterbringen und die Wirtschaft stützen. Wie konnte es soweit kommen? Und wie werden die Zentralbanken mit der Stagflation umgehen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. | Stichworte: Stagflation, Inflation, Geldpolitik, Zinsen.

  11. SARON- oder Festhypothek?
    16.10., 08:3000:10:51

    Die Zinsen für Hypotheken haben sich in der Schweiz seit dem Jahresbeginn fast verdreifacht. Wer bauen möchte oder seine Hypothek erneuern muss, muss sich entscheiden zwischen einer Festhypothek und einer SARON-Hypothek. Was lohnt sich aktuell mehr? | Die Zinsen für 10-jährige Festhypotheken sind in der Schweiz von durchschnittlich etwas über 1 Prozent Anfang Jahr auf deutlich über 3 Prozent gestiegen. Etwas günstiger sind die SARON-Hypotheken; dort besteht aber ein Zinsrisiko. Sicher ist: Der Hauskauf hat sich in der Schweiz merklich verteuert. | Die höheren Zinsen spüren aber nicht nur die Käufer:innen, sondern auch Leute, die schon vor Jahren eine Hypothek aufgenommen haben und die jetzt erneuern müssen. Wir haben deshalb mit zwei Kunden-Berater:innen von regional tätigen Banken gesprochen und sie gefragt, was sie aktuell empfehlen: Eher eine Festhypothek mit fixem Zinssatz oder doch lieber eine etwas riskantere SARON-Hypothek mit variablem Zins? | Stichworte: SARON-Hypothek, Festhypothek, Zinsen

  12. SNB: Mehr Geld für die Banken, weniger für den Staat
    01.10., 14:0200:07:11

    Die Nationalbank überweist neu mehrere Milliarden Franken pro Jahr an die Banken. Das tut sie, um die Zinsen nach oben zu drücken. Die Folge: Es bleibt weniger Geld übrig für den Bund und die Kantone. Pikant dabei ist, dass die Nationalbank ihr Zinsziel auch mit weniger hohen Zinszahlungen an die Banken erreichen könnte. | Die Inflation in der Schweiz ist mit 3.5 Prozent so hoch wie zuletzt 1993. Die Nationalbank hat deshalb ihren Leitzins im September um 0.75 Prozentpunkte erhöht auf neu 0.5 Prozent. Gleichzeitig schwimmen die Banken noch immer im Geld. | Wie schafft es die Nationalbank, dass die Banken trotzdem bereit sind, neuerdings wieder für Geld zu bezahlen? Weshalb muss sie dafür selbst tief in die Taschen greifen? Und weshalb könnte die Nationalbank ihr Zinsziel auch mit weniger hohen Zinszahlungen erreichen? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update. Stichworte: Geldmarkt, Gewinnausschüttungen, interest on reserves, SNB Bills, reverse repurchase operations, reverse tiering.

  13. Talk | Caroline Hilb, Geldpolitik-Expertin bei der St. Galler Kantonalbank
    18.09., 07:2900:28:23

    «Für mich deutet nicht viel darauf hin, dass wir es wirtschaftlich gut durch den Winter schaffen werden», sagt Caroline Hilb, Leiterin der Anlagestrategie bei der St. Galler Kantonalbank. Trotz drohender Energiekrise erwartet sie weitere Zinserhöhungen von der Schweizerischen Nationalbank: Bereits Mitte nächsten Jahres werde der Leitzins bei 1.5 Prozent liegen. Sie erwartet damit einen deutlich steileren Zinsanstieg als die Finanzmärkte. Mit Blick ins Ausland sagt Hilb: «Die Zentralbanken werden auch dann die Zinsen noch weiter erhöhen, wenn sich die Wirtschaft abschwächen sollte.» Was das für die Finanzmärkte bedeutet, und weshalb Caroline Hilb regelmässig an Finanzanlässen auftritt, die exklusiv für Frauen sind: Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast von swissinfo.ch.

  14. Talk | Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker, über die Inflation
    11.09., 07:2900:30:26

    «Wer zu spät ist, muss aufpassen, nicht gleich den nächsten Fehler zu machen», sagt Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich. Die Zentralbanken dürften ihre zögerliche Reaktion auf die steigende Inflation jetzt nicht «überkompensieren». Die Teuerung liegt in vielen Ländern viel zu hoch, in den USA zum Beispiel bei 8.5 Prozent. Ein Gespräch darüber, wie die Inflation derart aus den Händen geraten konnte, über die Zinsaussichten in den USA und in der Schweiz und über die Statistik-Gläubigkeit der Zentralbanken.

  15. Talk | Oliver Wünsch, Mission Chief des IWF während der Eurokrise
    04.09., 07:3000:28:21

    «Wir mussten in einer Nacht- und Nebelaktion mehrere Milliarden Euro-Banknoten mit einem Flugzeug nach Zypern schaffen.» Was nach einem Finanzthriller tönt, war für Oliver Wünsch, heute Zentralbank-Berater bei der Beratungsfirma «Oliver Wyman», beinharte Realität: Als einer der Missions Chiefs des Internationalen Währungsfonds (IWF) verhinderte er 2013 den Kollaps des zypriotischen Finanzsystems und leitete während der Griechenland-Krise für den IWF die Verhandlungen mit der griechischen Regierung. Heute sagt er: «Wir haben Griechenland Reformen aufoktroyiert, die teilweise den Wahlprogrammen der gewählten Regierungen deutlich widersprochen haben.». Trotzdem habe er aus dieser Zeit auch Positives mitgenommen: Mit einigen Vertretern der damaligen griechischen Regierung sei er noch heute befreundet. Im Zusammenhang mit der Diskussion um einen möglichen Austritt Italiens aus der Eurozone sagt Wünsch: «Die Europäische Zentralbank ist politischer als sie sein sollte.» Dennoch beurteilt er das neuste Instrument der EZB – das Transmission Protection Instrument (TPI) – positiv: «Dank TPI kann die EZB entschlossen gegen die hohe Inflation vorgehen.» Gleichzeitig sei klar, dass die Geldpolitik der EZB als monetäre Staatsfinanzierung interpretiert werden könne und mittelfristig in eine Fiskalunion führe.

  16. Talk | Martin Brown, Direktor Studienzentrum Gerzensee
    12.06., 07:3000:31:27

    «Ich unterhalte mich in Kaffeepausen mit weltbekannten Ökonomen.» Das sagt Martin Brown, der neue Direktor des Studienzentrums Gerzensee. Das Studienzentrum wird von der Schweizerischen Nationalbank finanziert. Dort wird geforscht und gelehrt – und zwar auf internationalem Top-Niveau: Zu den Dozierenden gehören viele der einflussreichsten Ökonomen unserer Zeit, darunter James H. Stock und Jordi Gali. Mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten sei ein grosses Privileg, so Brown. «Unsere Dozierenden haben immer den Blick für die wichtigen Themen und die Kompetenzen, um diese zu erforschen und ihre Ergebnisse zu kommunizieren.» Davon profitieren viele Schweizer Ökonomie-Doktorierende, die Kurse in Gerzensee besuchen. Wie will Brown das Studienzentrum Gerzensee in die Zukunft führen? Was wird sich unter seiner Leitung ändern? Und was fasziniert Martin Brown an seinem eigenen Forschungsgebiet? Das und mehr erfahren Sie im neuesten Geldcast von swissinfo.ch. Das Gespräch führt Geldökonom und Wirtschaftsjournalist Fabio Canetg.

  17. Talk | Alexandra Janssen und Daniel Kaufmann: Wieso ist die Inflation so hoch?
    05.06., 07:2900:43:03

    Wieso ist die Inflation so hoch? Was müssen die Zentralbanken jetzt tun? Und wie lange wird uns die Teuerung noch beschäftigen? Über diese Fragen diskutieren im ersten Geldcast Live vor Publikum im «Polit-Forum Bern» zwei ausgewiesene Inflationsexperten: Alexandra Janssen, die zu Geldpolitik doktoriert hat und heute als CEO bei ECOFIN Portfolio Solutions arbeitet, und Daniel Kaufmann, Assistenzprofessor an der Universität Neuchâtel und ehemaliger Mitarbeiter der Schweizerischen Nationalbank. Und darum geht's: In den USA liegt die Teuerung bei 8.3 Prozent, in der Eurozone bei 8.1 Prozent und in der Schweiz bei 2.9 Prozent. Trotzdem reagieren die Zentralbanken erst zaghaft auf den historischen Teuerungsschub. Was bedeuten die steigenden Preise für uns Konsumentinnen und Arbeitnehmer? Sollten die Zentralbanken die Zinsen jetzt stark anheben, um die Teuerung zu bremsen? Oder wäre das angesichts des russischen Kriegs in der Ukraine genau das Falsche? Ein Gespräch über die Risiken einer geldpolitischen Straffung, über Stagflation und Löhne, und darüber, wie die Gier der Firmen die Inflation weiter anheizt («Greedflation»).

  18. Talk | Stefanie Knoll, SRF-Wirtschaftsjournalistin
    29.05., 09:0000:25:15

    Wie funktioniert die Börse? Weshalb brechen die Aktienkurse seit Jahresbeginn so stark ein? Und bringt es überhaupt etwas, grün zu investieren? Im neuesten Geldcast machen wir ein Börsen-ABC für Einsteiger:innen. Zu Gast ist Stefanie Knoll, Produzentin bei «10vor10» und Moderatorin von «SRF Börse». Sie verrät uns zudem, was guten Wirtschaftsjournalismus ausmacht, wie sie ihre Expertinnen und Experten auswählt und wie es sich anfühlt, wenn Beiträge erst auf den allerletzten Drücker fertig werden. Das Gespräch führt Fabio Canetg, Geldökonom und Wirtschaftsjournalist.

  19. Mit einer Wirtschaftskrise gegen die Inflation?
    15.05., 10:0000:05:52

    In vielen Ländern liegt die Inflation deutlich über dem Ziel der Zentralbanken. Und auch in der Schweiz ist die Teuerung zu hoch. Kommt es jetzt zu einer geldpolitischen Vollbremsung? | Die Zentralbanken sind mächtige Institutionen. Mit starken und plötzlichen Zinserhöhungen können sie eine Wirtschaftskrise auslösen. Genau darum drehen sie nach einer Wirtschaftskrise gewöhnlich nur langsam an der Zinsschraube – wenn überhaupt. | Doch wie sieht es heute aus? Können die Zentralbanken die Inflation überhaupt noch anders bekämpfen als mit einer hohen Arbeitslosigkeit? Und was sagt die neuste Forschung zu dieser Frage? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

  20. Nationalbank-Spitze nimmt Sexismus-Vorwürfe nicht ernst
    29.04., 10:0500:05:38

    Die Schweizerische Nationalbank weisst die Sexismus-Vorwürfe an ihrer heutigen Generalversammlung als «schlichtweg unzutreffend» zurück. Im Geldcast Update erklärt Agota Lavoyer, Expertin für sexualisierte Gewalt, was das mit den betroffenen Personen macht. | Im September 2020 berichtete swissinfo.ch als erstes Medium über die auffällige Übervertretung von Männer bei der Schweizerischen Nationalbank. Kurz darauf dokumentierte das «Republik Magazin» mehrere Fälle von Sexismus, Diskriminierung und Mobbing bei der Zentralbank. | Heute hat die Nationalbank-Spitze an ihrer Generalversammlung angekündigt, ihre Anstellungs- und Beförderungsprozesse zu verbessern. Versäumnisse räumt sie allerdings keine ein – im Gegenteil. Barbara Janom Steiner, die Präsidentin des Aufsichtsgremiums der Nationalbank, bezeichnet die gut dokumentierten Vorwürfe als «schlichtweg unzutreffend». Sie stünden in «deutlichem Widerspruch» zu den Ergebnissen der Personalbefragung. | Das sei wie ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Personen, sagt Agota Lavoyer: «Die SNB wirft den Betroffenen vor, sie hätten gelogen.» | Wie schätzt Lavoyer die Aussage von Barbara Janom Steiner ein? Und was denken die Betroffenen über die Aussage der Bankratspräsidentin? Das und mehr erfahren Sie im neusten Geldcast Update.

Der Schweizer Wirtschaftspodcast mit den hochkarätigsten Gästen! Von Börsen und Bitcoin bis Kaufkraft und Zinsen: Fabio Canetg, Geldökonom und Journalist, diskutiert im Geldcast mit seinen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über deren Werdegang, über die aktuellsten Themen aus der Finanzwelt, über die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank und über die Wirtschaftspolitik von Bundesrat und Parlament. Ein Podcast über Zentralbanken, Inflation, Schulden und Geld – verständlich und unterhaltsam für alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen.