Geladen - der Batteriepodcast zur Energiewende

Daniel Messling, Patrick von Rosen
258
11.10.2026
Beschreibung
Spannende Gespräche rund um Batterien, Elektroautos und Energiewende. Daniel Messling und Patrick von Rosen sprechen mit führenden Energie-Expertinnen & Experten über alles, was Akku hat: vom E-Auto über Smartphones und E-Bikes bis zum Heimspeicher. 🔋 Ob Stammtisch-Mythen über Elektroautos, neue Durchbrüche in der Batterieforschung – hier bekommst du echte Fakten statt Halbwissen. Werde selbst zum Batterie-Experten und gestalte die Energiewende aktiv mit! Vielen Dank an 124.000 Geladen-Abonnenten (21 Mio. Streams) und unsere Community für die tollen Themenvorschläge! 🌍 🤩 Jetzt Werbepartner bei Geladen werden! 🚀 Kooperation starten: sponsoring@geladen-podcast.de Dieser Podcast wird produziert für den Exzellenzcluster POLiS, die Forschungsplattform CELEST und das Helmholtz-Institut Ulm (HIU) | Links: www.linktr.ee/geladen | Kooperation: sponsoring@geladen-podcast.de | Inhalt: redaktion@geladen-podcast.de
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Episoden
  1. Sind Gigafactories ein Auslaufmodell? Endlich eine positive Nachricht zur Zellfertigung in Deutschland! Das Karlsruher Institut für Technologie hat die weltweit erste flexible, automatisierte Batteriezellproduktion aufgebaut. Die industrielle Produktion von Lithium-Ionen-Batterien findet derzeit in großen, starren Gigafactories statt. Diese sind zwar hochproduktiv, jedoch ist bei einem Format- oder Materialwechsel ein hoher Aufwand zur Umrüstung notwendig. Eine Umrüstung findet also nur für die Produktion sehr hoher Stückzahlen statt. Damit gibt es am Markt nur wenige frei verfügbare Zelltypen, was wiederum das Design von batterieelektrisch betriebenen Produkten einschränkt, da die Batterie nicht frei spezifiziert werden kann. Die Batterien für Elektroautos sind der Standard und so kaufen sich Firmen für ihre Produkte meist diese Standardzellen. Die roboterbasierte, modulare Produktionsanlage am KIT namens AgiloBat ermöglicht es künftig, kundenindividuelle Batteriezellen in der geforderten Stückzahl zu produzieren. Kern der Lösung sind von Forschenden des KIT gemeinsam mit der Firma Exyte konzipierte Roboterzellen. Mit im Boot waren beim Aufbau zudem weitere Wissenschaftler des Forschungsprojekts AgiloBat und mehrere Maschinenbaufirmen. Die Idee hinter der Anlage ist es, trotz Automatisierung bei der Zellfertigung flexibel zu bleiben – oder andersherum: Trotz eines hohen Flexibilitätsbedarfs automatisch produzieren zu können. Dadurch sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, sich schneller an neue Technologien und volatile Märkte anzupassen. Der Macher hinter der Anlage, Prof. Jürgen Fleischer vom wbk Institut für Produktionstechnik des KIT, ist sich sicher, dass auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland als Industriestandort gestärkt werde. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Geladen-Anrufbeantworter: Ihre 1-minütige Sprachnachricht per WhatsApp! https://wa.me/4915238236495 Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  2. Neue Stammtisch-Argumente gegen E-Autos Es ist schon über zwei Jahre her, dass sich Prof. Maximilian Fichtner im Geladen-Batteriepodcast das letzte mal den drängendsten Fragen über Eautos, Batterien und Batterieforschung gewidmet hat. Prof. Fichtner: Mythen über E-Autos | Podcast (14.04.2022): https://www.youtube.com/watch?v=9KNRV3BYIXM Heute beantwortet Prof. Maximilian Fichtner 16 skeptische Fragen über E-Autos, Batterietechnik und Elektromobilität. Mit dabei: Neue Mythen, Stammtisch-Argumente und kritische Kommentare über Batterieforschung und die deutsche Energiewende. 1) Weiterhin dt. Steuergeld für Natrium-Ionen-Batterien? 2) Wer regelt den noch jungen E-Fuels-Markt? 3) Wird jede Antriebstechnologie seinen Platz im Pkw finden? 4) BMW iX5 Wasserstoff-Auto kommt 2028 - der Durchbruch? 5) Der Weltmarkt für Elektroautos 6) Reichweiten von E-Autos stagnieren? Batteriezellen auserforscht? 7) DER Nachteil neuer Zelltechnologien 8) Die Sicherheit von Elektroautos - Explodierende E-Autos? 9) Revival der Kernkraft - Small Modular Reactors (SMR) für Deutschland? 10) Verfügbarkeit von Batteriematerialien (Nickel, Kobalt, Kupfer) 11) Batterie-Recycling in Zeiten chinesischer Billigzellen 12) Batteriekühlung vs. Ladeverluste (Wärme, Kühlung, Selbstentladung) 13) Batterie-Lkw - Rechnet sich das für den Spediteur? 14) Großbatterien: Ein profitabler Businesscase? 15) Netzkosten und Redispatch-Maßnahmen 16) Wieso Deutschlands Geschäftsmodell (Verbrenner) absägen? Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  3. Heimspeicher bald automatisierte Gelddruckmaschinen/Grünstrom-Spekulanten? Heimspeicher bald automatisierte Gelddruckmaschinen/Grünstrom-Spekulanten? "Der Heimspeichermarkt hat kein Absatzproblem, sondern ein Preisproblem", sagt unser heutiger Podcastgast Dr. Andreas Piepenbrink (E3DC). Vor vier Jahren waren die Auftragsbücher zwar proppenvoll, aber die europäische Heimspeicher-Branche kam von den Mangeljahren der Coronakrise (2020-2022) direkt in eine Phase zu hoher Lagerbestände (2023 bis heute). Nun führt die chinesische Überproduktion an Zellen zu einem regelrechten Preisrutsch, der hierzulande einige Hersteller bis in der Insolvenz treibt. Aber von vorne: Trotz der extrem volatilen Batterie-Weltwirtschaft sieht Andreas Piepenbrink durchaus viele positive Zeichen für die deutsche Energiewende: Die große Innovation im Heimspeichermarkt heißt "Home-Energy-Management-System" (HEMS), zu deutsch: "Energiemanagement"-Plattform" (EMS). Gemeint ist die intelligente Verknüpfung des heimischen Batteriespeichers mit der PV-Anlage, der Wallbox (Elektroauto), der Wärmepumpe (WP) mit dynamischen Stromtarifen. Kurzum: Die EMS-Plattformen kombinieren elektrische Verbraucher und Erzeuger mit dem Stromspeicher. Das Ziel dabei: Geld sparen. Gar nicht so wenig Geld, denn wenn sich der Heimspeicher bei niedrigen Strompreisen auflädt - und anschließend bei Höchstpreisen damit den Haushalt versorgt, kommen schnell 1.000 Euro pro Jahr zusammen. Auf die Frage, wann reine "To-Grid-Heimspeicher" (ohne PV, ohne Wärmepumpe, ohne Elektroauto) am Netz denn auch echtes Geld verdienen können, zuckt er mit den Achseln: Die Netzbetreiber und die Bürokratie scheinen diese Vision wohl noch erfolgreich zu verhindern. In dieser Podcastfolge fragen wir Andreas Piepenbrink, was (1) der berühmte "Paragraph 14a EnWG" (dynamische Netzentgelte!) für Heimspeicherbesitzer bedeutet, wann (2) Natrium-Batterien verfügbar sein werden und (3) was er von sog. "DIY-Heimspeichern" hält. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  4. Preissturz von Batteriezellen Rekordpreisverfall: LFP-Batteriezellen für $50/kWh und NMC für $80/kWh. Kaum jemand hätte solche Zellpreise vor wenigen Jahren für möglich gehalten! Auf den ersten Blick bringen Sie enorme Vorteile für die Verbraucher und Autobauer oder Heimspeicheranbieter. Die Preise für E-Autos werden noch weiter sinken, bei den Heimspeichern sehen wir bereits einen deutlichen Preisrückgang. Das begünstigt natürlich auch den Ausbau der Großspeicher in Deutschland. Wenn man das jedoch genauer analysiert, wie es Prof. Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen in unserem Podcast gemacht hat, offenbaren sich einige kritische Punkte und offene Fragen. Die europäische Zellfertigung befindet sich gerade erst im Aufbau. Nun kommen in einer ohnehin schwierigen Lage diese Niedrigstpreise zur Unzeit. Denn, wie sollen die Hersteller mit den asiatischen Konkurrenten bei diesen Preisen mithalten? Europäische Hersteller haben mit hohen Anfangsinvestitionen und hohen Ausschussraten zu kämpfen und können zu diesen Verkaufspreisen nicht wirtschaftlich produzieren. Eine weitere Frage ist, ob der Preis sich auf diesem Niveau stabilisieren wird und ob die chinesischen Hersteller damit überhaupt wirtschaftlich arbeiten können? Und wie geht es eigentlich weiter mit Natrium-Ionen-Batterien, deren Hauptvorteil ja der niedrigere Preis sein sollte? Sind sie nun überflüssig? Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  5. Technologieoffenheit adé - Batterie statt Diesel, eFuels oder H2! Unser Gesprächsgast Tobias Wagner ist einer der ersten E-Lkw-Fahrer Deutschlands. Nach nur wenigen Monaten Erfahrung fasst er zusammen: "Ich hab das anfangs auch nicht geglaubt! Aber: Die Batterie-Lkw sind dem Diesel-Lkw in fast allen Bereichen überlegen, insb. bei der Effizienz, den Betriebskosten und der Nachhaltigkeit". Abonniere den Kanal vom Elektrotrucker: https://www.youtube.com/@elektrotrucker Copyright der Einspieler: Elektrotrucker Tobias Wagner Elektrotrucker Tobias Wagner fährt als Berufskraftfahrer im Fernverkehr für die ostfriesische Spedition Nanno Janssen. Von dort aus beliefert er seine Kunden in Freiburg, Dresden, Bayern. Kurzum: Er fährt viele hundert Kilometer am Stück, jeden Tag. Wagner rechnet vor: "Die max. Reichweite meiner Maschine, dem IVECO-S-eWay, beträgt ungefähr 550 bis 600km, das ist vollkommen ausreichend. Die gesetzlich vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeiten zwingen mich eh zu einer Pause von 45 Minuten. Diese Zeit nutze ich fürs Schnellladen mit 300 bis 350 kW." Wenn noch keine Ladesäule für Trucks vorhanden ist, nutzt Elektrotrucker Wagner oftmals auch Ladepunkte für E-Autos. "Das funktioniert ebenfalls ganz hervorragend", sagt er, "ich lade dann nur auf 80% Ladezustand für meine zweite Schicht. Ich habe buchstäblich keinerlei Einschränkungen im Vergleich zum Diesel-Lkw, auch wenn sich das verrückt anhört." In dieser Podcast-Episode nehmen wir die Perspektive einer Spedition ein und fragen uns, wie rentabel der Einsatz einer Batterie-Zugmaschine denn in der Realität sein kann. Die Gesamtbetriebskosten (TCO) eines Batterie-Lkw setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Anschaffungskosten (ca. 300.000 EUR) Energiekosten (ca. 0,30 bis 0,40 EUR pro kWh) Wartungs- und Reparaturkosten Restwertprognose Laufzeit & Laufleistung pro Jahr (so viel wie möglich!) Mautreduzierung (ggü. konventionellen LKW) Das Fazit von Elektrotrucker Wagner ist nach nur wenigen Monaten glasklar: Die Batterie-Lkw sind dem Diesel-Lkw in fast allen Bereichen überlegen! Einzig und allein bei den Investitionskosten verliert der BEV-Lkw im Vergleich zum Dieseltruck (noch). "Aber auch da purzeln gerade die Preise." Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  6. Wo bleibt der grüne Wasserstoff? Wie viel grünen Wasserstoff brauchen wir zukünftig in welchen Sektoren? Wie viel davon können wir selbst herstellen oder müssen wir importieren? Und warum geht der Markthochlauf so schleppend? Darüber reden wir mit Dr. Dana Kirchem vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Prof. Daniel Banuti vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Herausforderungen beim Hochlauf des Wasserstoffmarkts Erzeugungskapazitäten und Infrastruktur: Die aktuellen Elektrolysekapazitäten sind für die geplanten Mengen an grünem Wasserstoff unzureichend. Die Bundesregierung plant zwar den Ausbau erneuerbarer Energien, aber die dafür notwendige Infrastruktur, wie etwa Pipelines und Speicherkapazitäten, ist noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Die Bundesnetzagentur hat kürzlich den Bau des Wasserstoff-Kernnetzes genehmigt. Für rund 60 % des Wasserstoffkernnetzes sollen Leitungen des bestehenden Gasnetzes genutzt und umgestellt werden. Großprojekte wie die AquaDuctus-Pipeline in der Nordsee und Importe aus Regionen mit günstigeren Erzeugungsbedingungen wie Nordafrika und Südeuropa werden zudem angestrebt, doch diese Projekte befinden sich noch in frühen Entwicklungsphasen. Hohe Produktionskosten: Grüner Wasserstoff ist derzeit teurer als konventioneller „grauer“ Wasserstoff, der aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Um wirtschaftlich attraktiv zu werden, sind Investitionen und Skaleneffekte notwendig. Auch die starke Abhängigkeit vom Preis erneuerbarer Energien und die Effizienz der Elektrolysetechnologie wirken sich auf die Wettbewerbsfähigkeit des grünen Wasserstoffs aus. Bislang fehlen die entscheidenden Schritte der Angebots- und Nachfrageseite, um den Markthochlauf voranzutreiben. Importabhängigkeit: Da Deutschland voraussichtlich bis zu 70 % seines Wasserstoffbedarfs importieren muss, um die Nachfrage langfristig zu decken, besteht eine Abhängigkeit von internationalen Lieferketten und Partnern. Regulatorische und politische Herausforderungen: Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland erfordert die Harmonisierung nationaler und europäischer Standards und Regularien. Dies ist komplex und kann aufgrund unterschiedlicher politischer Interessen in Europa Verzögerungen verursachen. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  7. Welche Batterie ohne Lithium schafft es als nächstes auf den Markt? 30 Jahre nach ihrer Markteinführung hat sich die Lithium-Ionen-Batterie zum am weitesten verbreiteten Batteriezellkonzept entwickelt. Die steigende Nachfrage nach Lithium-Batterien führt jedoch zu Problemen bei der Beschaffung von Rohstoffen und Komponenten. Daher ist es notwendig, alternative Zellkonzepte zu entwickeln, die auf Rohstoffen basieren, die besser verfügbar sind und eine sichere, nachhaltige und kosteneffiziente Versorgung mit Hochleistungsbatterien gewährleisten. Diese Batterien werden auch Post-Lithium-Batterien genannt und basieren z.B. auf Natrium, Calcium, Kalium, Magnesium oder Zink. Prof. Maximilian Fichtner und Prof. Jürgen Janek, die beide im POLiS Exzellenzcluster forschen, erklären die Potenziale der Zellkonzepte ohne Lithium. Im Moment sticht die Natrium-Ionen-Batterie heraus, da sie es hauptsächlich in China innerhalb kurzer Zeit auf den Markt und in E-Autos und stationäre Batteriespeicher geschafft hat. Die Frage ist nun, welche andere Zellchemie schafft als nächstes den Markteintritt? Folgen zu Natrium: https://geladen.podigee.io/118-hartkohlenstoff https://geladen.podigee.io/121-produktion-natrium-batterien Folge zu Kalium: https://geladen.podigee.io/136-kalium POLiS Exzellenzcluster: https://www.postlithiumstorage.org/de/ Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/?utm_source=youtube&utm_medium=product_shelf Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  8. Industrie in Gefahr: Batterie-Fachkräftemangel droht Die geplante Streichung der Förderung für die Batterieforschung durch das BMBF ab 2025 hat in Industrie und Wissenschaft für große Unruhe gesorgt. Der neue langjährige Finanzplan der Bundesregierung sieht keine Fördermittel mehr aus dem Klima- und Transformationsfond für neue Batterieforschungsprojekte vor, nur was schon läuft, wird noch weiterfinanziert. Und das in einer Phase, in der in Deutschland eine Batterie-Industrie entstehen soll, um u.a. die Antriebsbatterien für Elektroautos zu fertigen. Welche dramatischen Auswirkungen dieser Förderstopp haben wird, diskutieren Prof. Maximilian Fichtner vom Karlsruher Institut für Technologie und der Universität Ulm und Prof. Heiner Heimes von der RWTH Aachen. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/?utm_source=youtube&utm_medium=product_shelf Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  9. Lithium-Schatz in Serbien & Lithiumaufbereitung in Deutschland Mehr Elektroautos auf europäischen Straßen bedeutet mehr Batterien und auch mehr Lithium. Europa darf sich nicht komplett auf China verlassen bei dem Batterierohstoff Lithium. Mittlerweile gibt es viele Lithium-Bergbauprojekte in Europa. Das Projekt in Serbiens Jadar-Tal sticht heraus aufgrund seiner Größe, aber auch der Proteste dagegen. Michael Schmidt von der deutschen Rohstoffagentur gibt Einblick in dieses europäische Leuchtturmprojekt und nimmt Stellung zu den Umweltbedenken. Für mehr Unabhängigkeit von chinesischen Lieferanten sorgt auch die deutsche Firma AMG Lithium, die Lithium zu batteriefähigem Lithiumhydroxid im Chemiepark Bitterfeld veredelt. Sie ist damit der erste Anbieter von Lithiumhydroxid in Batteriequalität mit einer Produktionsstätte auf dem europäischen Festland. Der Lithiumpreis sackte nach einem Spitzenwert von 80.000 US$ pro Tonne Ende 2022 bis Ende 2023 auf unter 15.000 US$ ab. Der #Lithiummarkt ist starken Schwankungen ausgesetzt. Und der sehr niedrige Preis im Moment schadet vielen Lithium-Projekten in Europa. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/?utm_source=youtube&utm_medium=product_shelf Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  10. Bessere Lebensdauer durch Multilevel-Umrichter? Prof. Marc Hiller vom Karlsruher Instituts für Technologie erklärt die Funktionsweise von Wechselrichtern und Umrichtern und ihre Verwendung bei Elektroautos und Heimspeichern. Außerdem behandeln wir die Grundlagen von der Elektrotechnik, wie Gleichstrom, Wechselstrom, Einphasenwechselstrom, Dreiphasenwechselstrom, Multilevel-Umrichter, Gleichspannungswandler (DC-DC-Konverter) und Frequenzumrichter und mehr. Die Leistungselektronik ist die elektrotechnische Verbindung zwischen den eigentlichen Batteriezellen und den angeschlossenen Systemen, d.h. den Stromerzeugern, den Verbrauchern und dem Stromnetz. Ein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um. Seine Hauptfunktion besteht darin, die Nutzung von Gleichstromquellen wie Batterien, Solarzellen oder Brennstoffzellen mit Geräten und Apparaten zu ermöglichen, die mit Wechselstrom betrieben werden, wie Haushaltselektronik und Industriemaschinen. Der Multilevel Umrichter besitzt viele wesentliche Vorteile im Vergleich zu einem herkömmlichen zweistufigen Wechselrichter, wie z. B. die Verbesserung des Spannungsprofils, die Erhöhung des Wirkungsgrads des Gesamtsystems oder die Steigerung der Lebensdauer. Die drei deutschen Firmen Pulsetrain (vormals Bavertis), Sax Power und p&e power&energy nutzen ML-Umrichter, um Heimspeicher und E-Autos zu optimieren. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  11. Ist deutsche Fernwärme klimaschädlich? Fernwärme wird immer in einem Atemzug mit Wärmepumpen genannt, wenn es um die Wärmewende geht. Unser Gast, Prof. Volker Quaschning, zweifelt an dem Potenzial der Fernwärme für die Wärmewende und erklärt, warum die #Fernwärme im Moment noch so klimaschädlich ist und mit welchen Energieträgern sie in Zukunft grün gemacht werden kann. Seit Robert Habecks #Heizungsgesetz bzw. Gebäudeenergiegesetz ist der Absatz von #Gasheizungen sogar noch gestiegen und #Ölheizungen wurden auch weiterhin eingebaut. Gleichzeitig ist der Markt für #Wärmepumpen nicht mehr so gewachsen, wie prognostiziert und für die Wärmewende auch unabdingbar. Prof. Quaschning versucht dieses Phänomen zu erklären. Vor allem vor dem Hintergrund eines stark steigenden CO2-Preises und damit deutlich steigender #Gaspreise in den nächsten Jahren und der Vorgabe ab 2029 Anteile erneuerbarer Energie in Gasheizungen und Ölheizungen einzusetzen. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen Volker Quaschning: Das ist eine gute Frage Podcast: https://dasisteinegutefrage.de/ YouTube: https://www.youtube.com/c/VolkerQuaschning

  12. E-Auto-Batterien bald VIEL billiger? Die "All-Solid-State"-Batterie (ASSB) - sie elektrisiert bis heute die Batterie-Branche! Noch vor wenigen Jahren waren sich Industrie und Forschung einig: Die Entwicklung der Festkörperbatterie (ASSB) steht GANZ kurz vor Vollendung! Doch bis heute (Stand: Oktober 2024) hat weltweit noch kein einziges Unternehmen eine echte Massenproduktion "voller Festkörperbatterien" realisiert. Hand auf's Herz: Haben Batterieforscher einfach zu früh viel zu viel versprochen? Wo liegt eigentlich das Problem bei ASSB? Wenn es schon "halbe Festkörperbatterien" ("Semi/Almost Solid-State"-Batterien) gibt - was verspricht man sich dann noch von der "All-Solid-State"-Batterie? Laufende Ankündigungen gab es genug… (a) Sulfide: #CATL, #LGES, #Panasonic, #Samsung, #SolidPower (#BMW), #SVOLT, #Toyota (b) Oxide: #ProLogium (#Mercedes), #QuantumScape (#Volkswagen), #TalentNewEnergy (c) Polymer: #WeLion New Energy, #Sakuu Batteries, LG ES, #BlueSolutions (#Bolloré), Hydro Quebeck, SES (d) Sonstige: #BYD, #EVE, #Farasis, #GAC Group, #Gotion, #Honda, #Nissan, #StoreDot, #Schaeffler Kann es sein, dass wir jahrelang einfach in die falsche Richtung geschaut haben? Während Toyota und CATL nun frühestens nach 2030 Feststoff-Batterien massenhaft produzieren wollen, treten neue Batterie-Player aufs Parkett: "Yoshino Power" und "TDK Corporation". Wir fragen Podcastgast Prof. Jennifer Rupp (TUM/Qkera), was sie von den Schlagzeilen rund um "Yoshino Power" und "TDK Corporation" hält. Beide Unternehmen geben an, Durchbrüche rund um ASSB errungen zu haben. Am Ende des Podcasts stellt Rupp ihre Startup-Idee (Qkera) für Festkörperbatterien vor. Berichtigung zu "Yoshino Power": Die erste portable Power-Station als Festkörperbatterie scheint sich als Falschmeldung oder gar Betrug zu entpuppen. Danke an die aufmerksamen Hörer Michael Rieken und Dominic Seibert. "IS Yoshino Solid State Battery Or ? Tear Down!" von "JOHNNY'S WEEKENDS-Power Your World!" https://www.youtube.com/watch?v=GTbJVahtCR8 "Festkörperbatterien sind WIRKLICH da - oder doch nicht?" von "Undecided with Matt Ferrell": https://www.youtube.com/watch?v=LsZfjF9SObo TDK successfully developed a material for solid-state batteries: https://www.tdk.com/en/news_center/press/20240617_01.html Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  13. Batterie-Antrieb vs. grüner HVO100-Kraftstoff Die Idee hinter "HVO100" ist denkbar genial wie einfach: Solange sich die Elektromobilität noch nicht überall durchgesetzt hat, könnte man doch anstatt des Verbrenner-Antriebs einfach den fossilen Kraftstoff neu erfinden und nachhaltig erzeugen. So müssten evtl. langfristig generell weniger neue Fahrzeuge neu gebaut werden. In jeden Fall soll der als "Klimadiesel" bezeichnete grüne Kraftstoff HVO100 eine (schon heute zugängliche) Übergangslösung hin zur Elektromobilität bieten. Laut neuesten Zahlen von "Mobil in Deutschland e.V." ("HVO100 Diesel goes Germany") bieten derzeit ca. 130 deutsche Tankstellen den Kraftstoff HVO100 an. Die ersten Tankstellen verkaufen den Kraftstoff als "nachhaltige Alternative zu fossilem Diesel", der lediglich aus erneuerbaren Rohstoffen wie Abfällen und Reststoffen besteht. Die heutigen Podcastgäste, Prof. Michael Sterner (OTH Regensburg) und Dr. Andreas Menne (Fraunhofer UMSICHT) erklären Ihre Sicht auf die Dinge und beantworten folgende Fragen: (1) Bei welchen Fahrzeugen sollte HVO100 zur Anwendung kommen? (2) Ist HVO100 wirklich zu 100% erneuerbar - so wie der Name suggeriert? (3) Wie wird HVO100 hergestellt? (4) Wie wird sich der Preis des Kraftstoffs entwickeln? Wovon hängt dieser ab? (5) HVO100-Skandal: Was hat es mit der Palmöl-Beimischung in China auf sich? (6) Wieviel Skalierungspotenzial steckt in HVO100? Wie viel Tonnen könnten eines Tages in Deutschland produziert werden? Viele Bilder stammen von der "Sendung mit der Maus": Kraftstoff aus Frittenfett (WDR). https://kinder.wdr.de/tv/die-sendung-mit-der-maus/av/sachgeschichte-kraftstoff-aus-frittenfett-teil-1-100.html Die Deutsche Bahn setzt vereinzelt auf HVO100: https://www.dbenergie.de/dbenergie-de/Wie-aus-Frittenfett-der-Biokraftstoff-HVO-hergestellt-wird-12888606 Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  14. 2039 gibt es keine neuen CO2-Zertifikate mehr? *** Gewinne 1 von 25 HIU-Trinkflaschen! Folge dazu einfach dem Geladen-Instagram-Kanal. https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Der europäische Emissionshandel (ETS) ist ein Eckpfeiler der EU zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Nun ist es so, dass es bereits um das Jahr 2039 keine neuen CO2-Zertifikate mehr geben wird. Dr. Vicki Duscha vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI erklärt uns, ob die Industrie und der Energiesektor bis dahin nahezu null CO2-Emissionen erreichen müssen. Ob z.B. ein Stahlwerk den Stahl nicht mehr mit Kohle oder Erdgas herstellen darf oder Gaskraftwerke nicht mehr betrieben werden dürfen. Der Emissionshandel funktioniert nach dem Prinzip „Cap and Trade“. Das bedeutet, dass CO2-Zertifikate wie eine Ware oder ein Produkt behandelt werden, das im Emissionshandel gehandelt werden kann. Zu den handelnden Unternehmen gehören stationäre Anlagen wie Kraftwerke, Industrieanlagen und andere große Energieverbraucher. Die CO2-Gesamtmenge, die von diesen Unternehmen ausgestoßen werden darf, unterliegt einer Obergrenze, die von der EU festgelegt wird. Die EU entscheidet auch, wie stark und wie schnell die Gesamtemissionen sinken sollen. Die Obergrenze wird jedes Jahr nach unten korrigiert, um dieses Emissionsreduktionsziel zu erreichen. Unternehmen, die unter das EU-Emissionshandelssystem fallen, müssen Co2-Zertifikate erwerben. Sie können diese auf dem Zertifikatemarkt oder über die EU-ETS-Auktionen erwerben. Einige der Unternehmen erhalten eine bestimmte Menge an Zertifikaten kostenlos. Jedes Jahr müssen die Unternehmen, die unter das EU-Emissionshandelssystem fallen, genügend Zertifikate aus ihren Konten abgeben, um ihre Treibhausgasemissionen auszugleichen. Wie bei einer Rechnung, die mit Geld bezahlt wird, verbuchen diese Unternehmen ihre Emissionen also mit Zertifikaten. Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/?utm_source=youtube&utm_medium=product_shelf Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  15. Tiefentladung bei Lithium-Ionen-Batterien Ein Akku gilt als tiefentladen, wenn seine Restspannung unter ein bestimmtes Level, die sog. "Entladeschlussspannung" absinkt. Diese Spannung ist bei unterschiedlichen Zellchemien (NMC, LFP, LTO) sehr individuell ausgeprägt. Lithium-Polymer-Akkus (3,3V) bzw. NMC-Zellen (2,5 bis 3,0 V) gelten vergleichsweise als besonders anfällig für interne Strukturschäden, die bei Tiefentladung alle Zellkomponenten von der Anode bis zur Kathode betreffen. Während die berühmten NMC-Zellen bei Tiefentladung schnell irreversible Schädigung und zu Kapazitätsverlust aufweisen, gelten LFP-Zellen (2,0V) als relativ resistent gegenüber Material- und Zellschäden, die bei Tiefentladung auftreten können. Eine Studie über Lithium-Titanat-Batteriezellen aus dem Jahr 2022 bescheinigt auch LTO-Zellen eine besonders hohe Resistenz gegenüber Materialveränderungen bei Tiefentladungen. In der Veröffentlichung zeigten tiefentladene Zellen über einen Zeitraum von 84 Tagen erstaunlich wenig Kapazitätsverlust nach mehrfacher Tiefenentladung. Folgende Gase sorgen für das berühmte "Aufblähen" der Pouch-Zellen: Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid und vereinzelt Methan. Die Ursachen einer Tiefentladung können vielfältig sein: Von der Batterie-Nutzung über Defekte im Batteriemanagementsystem bis hin zu extrem tiefen Temperaturen. Im Gegensatz zu kleinen Batterien (Handy, Laptop, Powerbank) sind große, moderne Elektroautos mit ihren Batterie-Management-Systeme dafür designt, eine Tiefentladung zuverlässiger zu verhindern. Abschaltautomatiken, Schutzschalter, Ladefenster und Puffer-Notreserven sorgen dafür, dass Elektroautos im Alltag praktisch nie tiefentladen. Andreas Schmitz über die Tiefentladung von Lithium-Zellen: https://www.youtube.com/watch?v=GEJZaHSV8ww Mechanism of the entire overdischarge process and overdischarge-induced internal short circuit in lithium-ion batteries: https://www.nature.com/articles/srep30248 "Li-Ion Battery Deep Discharge Degradation" von Petr Prochazka et.al.: https://iopscience.iop.org/article/10.1149/07401.0031ecst/pdf Jonathon R Examining the Performance of Implantable-Grade Lithium-Ion Cells after Overdischarge and Thermally Accelerated Aging (2022): https://www.mdpi.com/1996-1073/15/4/1405 Podcastfolge mit Dr. Kai-Philipp Kairies (Accure): https://geladen.podigee.io/140-battery-intelligence Battery-Generation-Podcastfolge mit Prof. David Howey: https://batterygeneration.podigee.io/11-battery-lifespan Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  16. Degradation von Lithium-Ionen-Batterien bremsen Wer erstmalig ein Elektroauto kauft, beschäftigt sich zwangsläufig auch mit der erwartbaren Lebensdauer der Antriebsbatterie. Zu "Degradation von Lithium-Ionen-Batterien" kursieren im Netz (neben viel Falschinformation!) auch diverse Batterie-Nutzungstipps, die eine zu schnelle Alterung wirkungsvoll verhindern. Die Verlängerung von Akku-Lebensdauer ist ein heißes Thema in der Materialwissenschaft: In dieser Podcast-Episode erklären die beiden Batterieforscher Prof. Arnulf Latz (DLR) und Prof. Axel Groß (Uni Ulm), welches Ladeverhalten Li-Batterien besonders schnell altern lässt - und was bei diesen schädigenden Prozessen in der Zelle genau passiert. Akku-Nutzungstipps in Kürze: 1) Laden Sie eine Batterie nicht bei zu tiefen Temperaturen (z.B. unter 10°C) 2) Langsames Laden (z.B. AC-Laden) ist schonender als schnelles Laden (DC-Laden) 3) Lagern Sie eine Batterie bei nicht bei zu hohen Temperaturen (z.B. über 40°C) 4) Lagern Sie eine ungenutzte Batterie nicht dauerhaft bei zu hohem Ladezustand (z.B. über 90% SoC) 5) Nur für "radikale Aging-Optimizer": Zyklisieren Sie eine Batterie nur zwischen 15% und 50% Ladezustand *Disclaimer: Eine Batterie ist ein Gebrauchsgegenstand! Diese Tipps basieren auf Forschungsergebnissen, die in der Realität nicht (immer) anwendbar sind. In jedem Fall hat das Batteriemanagementsystem einer Batterie zusätzliche Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten eines jeden des Anwenders. Link zum Batterie-Rechner von Stephan Klapszus: https://www.klapszus.de/li-ionen-akku-lebensdauer-rechner/ Nach den beiden Batterieforschern hängt die Akku-Lebensdauer im Wesentlichen von sechs Parametern ab: a) Ladezustand der Batterie bei Lagerung ("State of Charge", SoC) b) Gewohntes Entlade-Level ("Depth of Discharge", DoD) c) Ladegeschwindigkeit (C-Rate) d) Temperatur beim Laden & Lagerung der Batterie e) Kalendarische Alterung (Alter der Batteriezellen) f) Batterie-Zellchemie (z.B. NMC) Über diese Parameter können Batteriemodelle eine recht valide Alterungsprognose errechnen: Typischerweise gilt eine Zelle als degradiert, sobald der Akku-"Gesundheitszustand" ("State of Health", SoH) unter 70% Restkapazität fällt. Dies ist der Referenzwert, der z.B. für eine E-Auto-Garantie herangezogen wird. Bei weniger als 160.000 km Fahrleistung bzw. 8 Jahren Nutzung stellt jede Traktionsbatterie unter 70% Restkapazität ein Garantiefall dar. Link zum YouTube-Kanal von Stephan Klapszus: https://www.youtube.com/@StephanKlapszus/ Link zum Veröffentlichung "Towards a Physics-Based Battery Aging Prediction" von DLR-Wissenschaftlern (Lars von Kolzenberg, Jochen Stadler, et al.): https://www.researchgate.net/publication/357365639_Towards_a_Physics-Based_Battery_Aging_Prediction/ Link zur Geladen-Episode zu Heimspeichern: https://geladen.podigee.io/38-heimspeicher/ Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  17. CO2-Industrie: Billionengeschäft Wie kann die Industrie klimaneutral werden? Die Entfernung von Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dr. Benedict Probst (Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb) und Marian Krüger (remove) stellen uns die verschiedenen Methoden zur Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre vor und ordnen sie ein. Direct Air Capture (#DAC) Die Technologie der direkten Luftabscheidung nutzt chemische Prozesse, um CO2 direkt aus der Atmosphäre zu gewinnen. Das abgeschiedene CO2 kann dann unterirdisch in geologischen Formationen gespeichert werden. Obwohl DAC überall eingesetzt werden kann und das Potenzial hat, beträchtliche Mengen an CO2 zu entfernen, ist sie derzeit energieintensiv und teuer, was ihren Einsatz in großem Maßstab bislang einschränkt. Carbon Capture and Storage (#CCS) Bei der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung werden CO2-Emissionen aus Industrieprozessen oder Kraftwerken abgeschieden, bevor sie in die Atmosphäre gelangen. Das abgeschiedene CO2 wird dann komprimiert und zur langfristigen Speicherung in tiefe geologische Formationen eingeleitet. **Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (BECCS) ** BECCS kombiniert die Energieerzeugung aus Biomasse mit der Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff. Biomasse, wie Pflanzen oder Holz, absorbiert während ihres Wachstums CO2. Wenn diese Biomasse zur Energiegewinnung genutzt wird, wird das dabei entstehende CO2 abgeschieden und gespeichert. BECCS erfordert aber große Mengen an Biomasse, die mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren und zu Änderungen der Landnutzung führen können. Aufforstung und Wiederaufforstung Bei der Aufforstung werden Bäume auf Flächen gepflanzt, die seit langem nicht mehr bewaldet sind, während bei der Wiederaufforstung Bäume in Gebieten gepflanzt werden, die einst bewaldet waren, aber inzwischen gerodet wurden. Bäume nehmen CO2 auf und speichern Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Dies ist eine der einfachsten und anerkanntesten Methoden, aber sie erfordert große Flächen und eine langfristige Bewirtschaftung, um ihre Wirksamkeit zu erhalten. Biokohle Pflanzenkohle ist eine Form von kohlenstoffreicher Holzkohle, die durch Erhitzen von Biomasse unter Ausschluss von Sauerstoff hergestellt wird. Wird sie in den Boden eingebracht, kann sie die Bodenfruchtbarkeit verbessern und Kohlenstoff für Hunderte bis Tausende von Jahren binden. Unsere Kanalempfehlung – Gewaltig nachhaltig: https://www.youtube.com/@gewaltignachhaltig Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, Elektromobilität, #Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  18. Ladetrends bei Elektroautos Wir sprechen mit Prof. Benedikt Schmülling von der Bergischen Universität Wuppertal und Jakob Gemassmer vom Reiner Lemoine Institut über verschiedene Ladetrends rund um E-Autos. Ladebordsteine für Elektroautos, wie Rheinmetall sie einsetzt, sind speziell ausgewiesene Bereiche entlang von Straßen, die mit Ladestationen für Elektroautos ausgestattet sind. Sie sollen das Aufladen von Elektroautos zugänglicher und bequemer machen, insbesondere in städtischen Gebieten. Indem sie die Ladeinfrastruktur direkt in die Parkplätze am Straßenrand integrieren, wollen Städte wie Köln die Akzeptanz von E-Autos fördern. Wäre das eine Lösung für Mieter in Städten, die direkt vor ihrer Wohnung laden wollen? Induktives Laden von #Elektroautos funktioniert, wie wir das von unseren Handys kennen, ohne physische Stecker oder Kabel. Diese Methode nutzt elektromagnetische Felder, um Energie zwischen einer Ladestation im Boden und einem an der Unterseite des Fahrzeugs installierten Empfänger zu übertragen. Wenn das Auto über der Bodenplatte geparkt wird, aktiviert sich das System, und die Energie wird durch Induktion übertragen. Es gibt auch Ansätze, um Autos während der Fahrt zu laden. Unter der Straße sind Spulen eingebaut, durch die ein Wechselstrom fließt. Es gibt ein magnetisches Wechselfeld. Aufgrund steigender Verkaufszahlen rückt der #Energieverbrauch von E-Autos weiter in den Fokus. Neben einer effizienten Fahrweise ist es für einen nachhaltigen Betrieb auch wichtig, dass die Energieverluste beim Laden so gering wie möglich sind. Der Einfluss des Lademodus (Anzahl der verwendeten Phasen, In-Cable-Control-Box oder verwendete #Wallbox, Ladestrom) auf die Ladeeffizienz ist oft unbekannt. Der größte Teil der Ladeverluste entsteht bei der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom über den OBC. Ist die Gleichstromladung also wesentlich effizienter? Werden Elektroautos netzdienlich geladen, entfalten sie hohes Flexibilitätspotenzial für das Stromnetz. Bisher wird das kaum genutzt. In den Fahrzeugen sind Batterien verbaut, deren Kapazität ihren täglichen Energiebedarf meist um ein Vielfaches übersteigt. Gleichzeitig stehen sie oft länger als für das Laden notwendig ist. Eine optimale Netzintegration der Fahrzeuge kann helfen Stromnetze zu stabilisieren, Netzüberlastungen sowie -ausbaukosten zu reduzieren und Strom aus erneuerbaren Energien besser zu nutzen. Unsere Kanal-Empfehlung - Prof. Dr. Volker Quaschning: www.youtube.com/@UCEPZNMjVXBALuPZNKNua5Hg Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  19. Was macht ein Batterie-Management-System (BMS)? Die Halbleiter-Industrie bricht wöchentlich neue Rekorde: Während das Unternehmen NVIDIA vor allem durch seinen Aktienboom und bahnbrechende KI-Durchbrüche von sich hören lässt, steht die taiwanesische TSMC-Gruppe eher aufgrund seiner geopolitischen Bedeutung im Fokus. Seit ein paar Jahren spricht die Automobilbranche von einem "Chipmangel" oder auch "Halbleiterkrise". Aber um was geht's da eigentlich genau? Ist dieser Chipmangel für deutsche Autobauer überhaupt noch aktuell? Heutiger Gast im Geladen-Podcast ist Karl-Heinz Steinmetz (TI). Er erklärt, was Halbleiter und Computer-Chips überhaupt mit Batterien und E-Autos zu tun haben: Halbleiter und Chips sind zentral für die Technologie von Elektroautos und bilden das Fundament aller elektronischen Systeme. Sie steuern den Elektromotor, das Energiemanagement und den Batterie-Ladevorgang, was entscheidend für die Fahrzeugleistung und Energieeffizienz ist. In der Leistungselektronik regeln Halbleiter den Stromfluss zwischen Batterie und Motor, optimieren so die Reichweite und Effizienz des Fahrzeugs. Neben der Leistungselektronik kommen moderne Halbleiter auch in jedem Batterie-Management-System (BMS) von Elektroautos vor. Das BMS im Elektroauto hat zentrale Aufgaben zur Sicherstellung der Batterieleistung und Batteriesicherheit. Es überwacht kontinuierlich den Zustand der Batteriezellen, einschließlich Ladestand und Temperatur, um eine optimale Leistung und Lebensdauer zu gewährleisten. Das BMS steuert die Lade- und Entladevorgänge, verhindert Überhitzung, Tiefenentladung und Überladung und sorgt so für die Sicherheit des gesamten Systems. Zudem gleicht es Zellunterschiede aus und maximiert dadurch die Effizienz und Reichweite des Fahrzeugs. Unsere Podcast-Empfehlung - Kemferts Klima-Podcast: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kemfert-klima/index.html Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen

  20. Warum cancelt BMW 2 Mrd. Deal mit Northvolt? BMW hat jüngst eine Batterie-Bestellung über 2 Milliarden Euro an Northvolt storniert. Northvolt hat auch kürzlich angekündigt, seine Ausbaupläne zu überdenken. Der chinesische Batteriehersteller SVolt wird sein geplantes Werk im brandenburgischen Lauchhammer nicht bauen. Als Begründung lieferte er u.a. „die wieder aufflammenden Diskussionen über das Verbrenner-Aus in der EU“. Zerstören diese Debatte sowie die Streichung der Elektroautoförderung und sinkenden Verkaufszahlen von deutschen E-Autos die Pläne für Gigafactories in Deutschland? Dr. Christoph Neef vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) erklärt, wie es weitergeht. Ist das ein normales Aussieben oder der Anfang eines Bebens, dass wir so schnell keine in großem Maßstab produzierten Batteriezellen aus Deutschland sehen? Weitere Themen des Gesprächs sind: Die Batteriestrategien der deutschen OEMs, mit Fokus auf VW und BMW Der Fokus deutscher OEMs auf NMC-Zellen und ob es ein Fehler ist, LFP außer Acht zu lassen EU-Strafzölle auf chinesische Elektroautos Die Lieferkettenresilienz deutscher Autobauer Im Geladen-Podcast setzen sich Patrick Rosen und Daniel Messling mit ihren Gästen wissenschaftlich mit den Themen #Energiewende, #Elektromobilität, #Elektroauto und #Batterie auseinander. Der Podcast wird produziert vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Geladen-Tassen, Shirts & Caps: https://geladen-der-batteriepodcast.myspreadshop.de/all/ Instagram: https://www.instagram.com/geladenpodcast/ Alle Links: https://linktr.ee/geladen