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160- Kübelpflanzen überwintern17.11., 06:0017.11.2022, 06:0000:22:08
Pflanzen im Topf überwintern Kübelpflanzen überwintern Im Frühjahr Kübelpflanzen umtopfen in torffreie Erde wie NeudoHum Mediterranpflanzen & PalmenErde. Ab März wieder anfangen, zu düngen, z.B. mit den organischen Azet DüngeSticks Treten Schädlinge auf, hilft Spruzit AF Schädlingsfrei. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Jedes Jahr das Gleiche: was mache ich mit meinen Kübelpflanzen im Winter? Ja, ein echtes Problem. Gibt mehrere Möglichkeiten: In eine Gärtnerei bringen. Manche Gärtnereien machen das. Ganz toll ist ein frostfreies Gewächshaus, oder ein kühler Wintergarten Alternativ in die Garage oder den Keller bringen Notfalls im Flur Notfalls draußen lassen, aber super-gut schützen Was brauchen denn Kübelpflanzen im Winter überhaupt? Wir sprechen ja über Oleander, Wandelröschen, Olive, Zitrusgewächse Stammen ja meist aus dem mediterranen Raum Da ist es im Winter wärmer als bei uns Und vor allem heller Frost vertragen die meisten überhaupt nicht. Außer Feige, Zitrus, Schmucklilie, die können sogar leichte Minusgrade vertragen Und was heißt das jetzt ganz konkret?? Grundsätzlich gilt: je wärmer das Quartier, umso heller muss es sein. Weil sie bei Wärme wachsen wollen, und dazu brauchen sie Licht. Wenn es kühl ist, kann es auch dunkel sein. Laubabwerfende Pflanzen wie Engelstrompete und Fuchsie können sogar stockdunkel stehen. Sie werfen denn zwar die Blätter ab, treiben aber im nächsten Frühjahr wieder aus. Optimal sind Temperaturen zwischen 5 und 10 °C und so viel Helligkeit wie möglich. Wichtig ist auch, öfter mal zu lüften. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht zu niedrig sein. Ab wann muss ich denn überhaupt reinräumen? Besonders kälteempfindliche Arten, wie Hibiskus, Schönmalve oder Zier-Banane, müssen rein sobald die Temperaturen unter 10 °C fallen. Feige, Agapanthus, Zitrus kommen bei mir erst rein, wenn es nachts unter – 2° C kalt wird. Draußen geht es ihnen immer besser als drinnen. Und wenn die Pflanzen draußen bleiben müssen? Ist immer ein Risiko, außer in milden Regionen, da geht das schon. Es gibt sogar kleine Gewächshäuser für die Überwinterung. Schwiegervater stellt die Pflanzen über einen Lichtschacht vom beheizten Kellerraum. Natürlich so geschützt wie nur möglich, d.h. Schutz vor Nässe von oben, also überdachter Balkon Dicht an die Hauswand schieben Topf auf Holz oder Styropor stellen (ja, ist nicht umweltschonend, hilft aber!). denn der Frost zieht gern auch von unten in den Topf hinein. KEINEN Untersetzer – Wasser muss immer sofort abziehen können Den Topf schützen, z.B. einen Jutesack nehmen, oder Hasendraht, und den Raum zwischen Topf und Draht oder Jute mit Laub ausstopfen, das isoliert super. Noppenfolie geht auch. Aber damit nicht die Pflanze umwickeln Bei starken Frösten auch von oben schützen, auch mit Schilfmatten, Jute o.ä. Gewebe. Nicht das Gießen vergessen, in Maßen! Wenn ich den idealen Platz gefunden haben – wie geht es dann weiter? in den letzten Tagen vor dem Einräumen nicht mehr gießen. Das beugt Wurzelfäule vor und die Kübel sind beim Transport leichter. Die Düngung schon Wochen vor der Winterruhe einstellen. Die Pflanzen sollten sich im Winterquartier nicht berühren. So vermeidet ihr die Ausbreitung von Pilzkrankheiten. Bei Bedarf die Pflanzen zurückschneiden. Dies gilt vor allem bei sehr großen Pflanzen wie Datura, Bougainvillea oder (im Maßen) Olivenbaum. Alle Pflanzen gründlich auf Schädlingsbefall kontrollieren. Beachtet vor allem die Blattunterseiten, denn dort verstecken sich gerne Schädlinge. Was mache ich während der Überwinterung mit den Pflanzen? Welke Blätter entfernen. Regelmäßig lüften. Weiterhin auf Schädlingsbefall kontrollieren. Bei Bedarf mit Pflanzenschutzmitteln wie Spruzit AF Schädlingsfrei#,ρ oder Spruzit SchädlingsSpray#,ρ behandeln. Nur ganz wenig gießen, sodass das Substrat nicht komplett austrocknet. Im Winterquartier vertragen Pflanzen Trockenheit besser als zu viel Nässe. Maximal einmal pro Woche. Nach der Überwinterung Im März umtopfen in torffreie Erde wie NeudoHum Mediterranpflanzen & PalmenErde, zurückschneiden und wieder anfangen, zu düngen, z.B. mit den organischen Azet DüngeSticks An die frische Luft gewöhnen, meist etwa ab April: Tagsüber bei frostfreiem Wetter an einem windgeschützten Platz ins Freie stellen. Zunächst nur in den Schatten, sonst besteht die Gefahr von Sonnenbrand. Alle Kübelpflanzen können ohne Gefahr ab Mitte Mai wieder durchgehend auf dem Balkon stehen. 3 Tipps Empfindliche Pflanzen VOR dem ersten Frost einräumen Nicht zu viel gießen im Winterquartier Immer wieder auf Schädlinge kontrollieren
- Herbstlaub macht den Boden besser03.11., 06:0003.11.2022, 06:0000:15:42
Wie ihr Laub im Garten sinnvoll einsetzten könnt Herbstlaub – was tun damit? Auf Beeten zersetzt sich Laub schneller mit Radivit Kompost-Beschleuniger Laub zersetzt sich in kleinen Mengen sehr schnell in einem Thermo-Komposter Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Das Laub rieselt – kann ich damit eigentlich was Sinnvolles machen? Unbedingt – aus Laub kann wunderbarer Humus werden, und davon hat man nie genug! Es verbessert sowohl Sandböden als auch feste Lehm- und Tonböden Ist toll für die Lebewesen im Boden, Regenwürmer lieben Laub! Und auch Igel, die finden Laubberge natürlich super Was genau mache ich denn mit diesen Bergen? Wie immer gibt es mehrere Möglichkeiten. Vor allem aber: Laub unbedingt im Garten lassen! Und es gibt eine ganz einfache Sache: die Flächenkompostierung Das Laub einfach auf den Beeten liegen lassen! Ca. 10-20 cm hoch. Etwas Radivit Kompost-Beschleuniger draufstreuen Bis zum Frühjahr hat es sich zu Humus zersetzt, und es sind nur noch wenige Reste übrig. Kann ich das überall ausbreiten? Im Prinzip ja: Zwischen Stauden – die müssen aber noch rausgucken! Auf dem leeren Gemüsebeet Um Obststräucher, besonders Himbeeren lieben das Unter Hecken Um die Bäume rum, auf die sog. Baumscheiben Also überall, wo nackter Boden ist Ausnahme: auf frisch ausgesäte Beete, da haben dann die Keimlinge ein Problem Hat das noch andere Vorteile? Schützt den Boden vor Schlagregen und damit vor Verkrustung, was wiederum das Pflanzenwachstum hindert Puffert große Temperaturunterschiede ab, weil es den Boden isoliert Marienkäfer und Co überwintern darin Gibt es noch andere Möglichkeiten, das Laub loszuwerden? Wer nicht so viel Laub hat, kann es in einem Thermokomposter wie dem DuoTherm von Neudorff verrotten lassen. Da Laub sehr trocken und nährstoffarm ist, sollte unbedingt feuchteres, nährstoffreicheres Material mit dazu kommen. Z.B. Rasenschnitt vom letzten Schnitt. Oder vom Nachbarn, wer einen Mähroboter hat. Auch hier Radivit Kompost-Beschleuniger zusetzen Das Innere alle 4-6 Wochen „umrühren“ mit einer Grabegabel, damit Luft rankommt. Im nächsten Frühjahr ist es dann auch schön zersetzt Übrigens lässt es sich gut zur Isolierung von Kübelpflanzen nutzen, die im Winter auf Terrasse oder Balkon bleiben müssen. Gilt auch für frostempfindliche Pflanzen wie Buschmalve: aus Hasendraht einen Zylinder formen und mit Laub füllen Gibt es Laub, das nicht geeignet ist? Das Laub von Walnuss, Kastanie, Eiche, Ginkgo und Platane zersetzt sich schlecht Es enthält Gerbstoffe, sog. Tannine, das sind ätherische Öle. Die hemmen leider das Wachstum anderer Pflanzen – darum wächst unter diesen Bäumen so wenig anderes! Außerdem können sie zur Versauerung des Bodens führen, was viele Pflanzen und auch Organismen nicht mögen. Du kannst dieses Laub extra kompostieren, am besten vorher mit dem Rasenmäher kleinhäkseln Radivit drauf Und einen extra Komposthaufen anlegen Ergibt sehr guten sauren Kompost für Moorbeeterde. Dauert nur lange, bis er fertig ist. Nicht geeignet ist für mich auch Laub vom Gehweg – ich weiß nicht welchen Müll oder Hunde-Hinterlassenschaften ich da finde Laub von Apfelbäumen, die vom Apfelschorf befallen waren, lieber im Komposter kompostieren lassen. Da gibt’s so hohe Temperaturen, dass die Erreger absterben. Das passiert bei der Flächenkompostierung nicht. Kann das Laub auf dem Rasen liegenbleiben? Lieber nicht. Unter den Blättern kann es zu Fäulnis an den Rasengräsern kommen Im schlimmsten Fall stirbt der Rasen dort ab Also immer schön wegharken, oder mit dem Rasenmäher mit Fangkorb auffangen. Das ist sowieso eine gute Idee, weil sich die Rasen-Laub-Mischung super kompostieren lässt. Laub im Teich ist aber ok? Ist doch Natur? Leider nein – also ist Natur, aber nicht so gut. Weil die Blätter langfristig für ein Verlanden des Teichs sorgen. Vor allem kommen so zu viele Nährstoffe in den Teich. Und das fördert die Algenbildung. Am besten im Spätsommer ein Teichnetzt drüberspannen. 3 ultimative Tipps Flächenkompostierung machen Kompostbeschleuniger nutzen, damit es sich gut zersetzt Laub immer schön von Rasen runter rechen
- Blumenzwiebeln - den Frühling pflanzen20.10., 06:0020.10.2022, 06:0000:16:25
Es gibt mehr als Tulpen und Narzissen Blumenzwiebeln – worauf achten? Beim Pflanzen gleich den organischen Azet StaudenDüngermit ins Pflanzloch geben. Gegen Wühlmäuse hilft unsere Quiritox WühlmausFalle. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Bei Blumenzwiebeln fallen mir da auf Anhieb vor allem Tulpen ein, Krokusse und Schneeglöckchen – gibt's denn da noch so viel mehr? Oh ja, es gibt Narzissen, Kaiserkronen, Märzenbecher, Traubenhyazinthen, Anemonen, Blausternchen, Zierlauch, Schachbrettblume… Man kann im Garten wunderschön gestalten mit Zwiebeln und Knollen. Vor allem liebe ich es im Frühling, wenn der Garten noch ziemlich trist aussieht, und dann aber die bunten Blüten erscheinen. Herrlich! Und für Insekten sind die ja auch alle gut, stimmt`s? Stimmt fast. Es gibt sehr viele Arten, die sind super ganz besonders die Traubenhyazinthen, die auch jede Menge Nektar, also schnell verfügbare Energie, liefern. Auch die früh blühenden Krokusse. Toll ist insbesondere der Elfenkrokus, der verwildert so schön Wildtulpen und Weinbergtulpen, die auch früh blühen, sind ganz wertvoll für Hummeln und Wildbienen. Und hier kommen jetzt die ungeeigneten Sorten ins Spiel: die tollen dicken gefüllten Tulpen und Narzissen haben meist keinen Pollen und sind daher ökologisch wertlos. Die ganz dicken Hummeln, die man im zum Teil schon im Februar sieht, sind übrigens die königlichen Majestäten. Es überwintert immer nur die neue Königin, der Rest des Volkes stirbt zum Winter hin ab. Am Anfang muss ihre Majestät noch selbst fliegen und Pollen sammeln. Wenn sie ihr Volk aufgebaut hat, darf sie sich bedienen lassen. Auch Wildbienen wie die Sandbiene, die Rote Mauerbiene oder die Pelzbiene sind früh unterwegs und haben Hunger auf Pollen. Gibt's da eigentlich Qualitätsunterschiede bei den Zwiebeln? Auf jeden Fall Die im Diskounter gekauften Zwiebeln sind meist viel kleiner als die beim Züchter oder im Gartencenter. Und aus kleinen Zwiebeln werden kleine Blüten. Wichtig ist, dass die Zwiebeln fest und prall sind und keine dunklen oder eingesunkenen Flecken haben. Das könnte sonst auf Krankheiten hinweisen. Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Zwiebeln und Knollen? Ja, gibt es. Beiden gemeinsam ist aber, dass diese Organe vor allem der Überwinterung dienen. Zwiebel- und Knollenpflanzen legen sozusagen unterirdische Vorräte an, während die oberirdischen Triebe absterben. Unsere Speisezwiebel ist z.B. eine Zwiebel, während die Kartoffel eine Knolle bildet. Botanisch gesehen ist die Zwiebel ein verkürzter Spross mit verdickten fleischigen Hüllblättern oder Schuppen. Man kann sie gut auseinandernehmen. Zwiebeln haben eine Spitze und gegenüber die Zwiebelscheibe, wo die Wurzeln rauskommen. Tulpen und Narzissen sind Zwiebeln. Knollen dagegen sind verdickte, fleischige Stängel- oder Wurzelteile. Ihr Inneres ist homogen. Dazu gehören z.B. die Dahlien Und wo wir schon bei Unterschieden sind – was ist eigentlich der Unterschied zwischen Osterglocke und Narzisse? Ganz einfach: alle Osterglocken sind Narzissen, aber nicht alle Narzissen sind Osterglocken. Die Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus) ist eine Art innerhalb der Gattung Narzisse. Gibt es was bei der Gestaltung zu beachten? Gut ist, was gefällt: manche lieben es kunterbunt, andere lieber Ton in Ton. Krokusse werden ja gern in den Rasen gesetzt. Ist auch gut, aber dann muss ich mit dem Rasenmäher drum rum fahren, bis das Laub ganz eingetrocknet ist. Mähe ich zu früh, kommt im nächsten Jahr kein Krokus wieder. Der Standort sollte für die meisten Arten vollsonnig sein. Das ist auch gut, weil sich da die Hummeln und Wildbienen am liebsten aufhalten Ich finde es immer schön, wenn die Zwiebelblumen in Tuffs gesetzt werden. Extra-Tipp für natürliche Bepflanzung: mit dem Rücken zum Beet stellen und die Zwiebeln – vorsichtig! – über die Schulter werfen. Damit man nicht zu gleichmäßig pflanzt! Wie pflanze ich denn richtig? Pflanzzeit ist der Herbst, man kann schon im September loslegen Der Boden sollte schön locker sein. Staunässe mögen Zwiebeln und Knollen gar nicht. Die kleinen Knollen der Winterlinge am besten vor dem Pflanzen über Nacht in Wasser einweichen. Gilt auch für Anemonen. Als Faustregel kannst du dir merken, dass Zwiebeln und Knollen meist 2-3x so tief in die Erde gehören, wie sie hoch sind. Ich selbst pflanze möglichst noch tiefer, damit ich beim Bodenbearbeiten nicht versehentlich die Zwiebeln störe. Gleich ins Pflanzloch kannst du einen organischen Dünger wie den Azet StaudenDünger geben. Die Spitze gehört immer nach oben. Wenn sie falschrum liegen, haben sie einen längeren Weg bis ans Licht, geht aber notfalls auch. Muss ich die auch irgendwie pflegen? Das Allerwichtigste ist: wenn nach der Blüte das Laub beginnt zu verwelken – dranlassen! Auf diese Weise sammeln sie Nährstoffe, damit sie im nächsten Jahr wieder schön blühen. Das Laub erst entfernen, wenn es total vertrocknet ist. Manche flechten das welkende Laub, damit es hübscher aussieht. Gerade beim Zierlauch, diese blauen fetten Kugeln, beginnt das Laub schon zu welken, wenn die Blüten gerade erst aufgehen. Darum pflanze ich immer Storchschnabel oder andere bodendeckende Stauden drumrum, oder auch Pfingstrosen, damit man das Laub gar nicht sieht. Nach der Blüte kannst du die Blütenreste abknipsen, damit keine Kraft in die Samenanlage geht. Außerdem freuen die sich auch über eine Düngergabe zum Austrieb Wie sieht es eigentlich mit Schädlingen aus? Die sind meist kein Problem. Wenn es nicht die Wühlmäuse gäbe!! Die fressen im Winter gern an den Zwiebeln, und dann wartet man im Frühling vergeblich. Am besten pflanzt du die Zwiebeln gleich in einen Drahtkorb, den du dir selbst zurechtbiegen kannst. Jedenfalls, wenn Wühlmausgefahr herrscht. Wichtig ist, den Draht nach oben hin zu schließen. Oder du gehst wirklich gegen sie vor – z.B. mit unserer Quiritox WühlmausFalle. Ist keine Lebendfalle, dafür aber schnell und effektiv. Die 3 ultimativen Tipps Blumenzwiebeln pflanzen – je mehr, umso bessern! Keine gefüllten Blüten! Laub erst entfernen, wenn es ganz welk ist
- Garten gestalten06.10., 06:0006.10.2022, 06:0000:24:26
Jeder Garten kann schön sein Gartenplanung und -gestaltung Bei der Pflanzenauswahl hilft euch unser interaktiver Pflanzenfinder Unsere Gartenkalender-App erinnert euch an die notwendigen Gartenarbeiten. Unseren Newsletter abonnieren, der erinnert auch daran, was gerade im Garten aktuell ist, In unserem Garten-Magazin findet ihr viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen, z.B. zum Bau eines Hochbeetes. Bei Problemen mit Pflanzenschädlingen und Krankheiten hilft euch unsere Pflanzendoktor-App Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Wann sollte man denn mit der Gartenplanung anfangen? Optimal parallel zum Hausbau beziehungsweise zur Hausplanung, selbst wenn mit dem Garten erst später losgeht. Vorteile früher Planung: frühzeitig Wünsche berücksichtigen, z. B. den Einbau einer Zisterne (einfacher als nachträglich) bestimmte Flächen (spätere Bepflanzung) nicht durch Baufahrzeuge befahren lassen bei vorhandenem Bewuchs Bäume und Hecken erhalten Gewöhnlich nimmt man sich viel Zeit für die Hausplanung, aber nur wenig Zeit für die Gartenplanung. Das ist schlecht! Wenn noch Geld übrig ist vom Hausbau: Gartenarchitekten oder Garten-Landschaftsbauer mit ins Boot holen und um Planung machen lassen. Vorbereitend: Schaugärten angucken, „Gärtner“ im Verwandten- oder Bekanntenkreis zu Rate ziehen, Youtube, Fachliteratur, Gartenzeitschriften Grundsätzliche Herangehensweise: Grundstücksgrundriss aufzeichnen, möglichst maßstabsgerecht. Einfach 1:100, dabei die Himmelsrichtungen markieren Vorhandenen Elemente, z. B. vorhandene Bäume, Mauern, Beete, aufmessen und mit eintragen Rechtliche Vorgaben beachten, wie Abstand der Gehölze zum Nachbarn, Höhe von Hecke oder Zaun, maximal erlaubte befestigte Fläche. Bei der Kommune nachfragen. Unbedingt notwendige Elemente: Einfahrt bzw. Stellplätze, Wasseranschluss, Elektrik Wünsche aller Mitbewohner und Gartennutzer notieren: Sitzplätze in der Sonne und im Schatte, Anbau von Gemüse, Obst, Rosen, Rasen, Spielbereich, Wäschespinne, Kräutergarten, Sichtschutz, Kompost Ehrlich beantworten, wieviel Zeit man für den Garten aufbringen möchte. Oder kann ich mir Hilfe leisten, z. B. Hecken schneiden zu lassen Wie geht es nach der Bestandsaufnahme weiter? Wünsche und Realität übereinander bringen J Stil des Gartens überlegen: natürlich, wildromantisch oder streng gegliedert, organische Formen oder gerade Linien? Was passt zum Haus? Verschachtelte Flächen sind evtl. schwierig für Rasenroboter Wo brauche ich Sichtschutz? Zu welchen Zeiten nutze ich den Garten? Überwiegend in den Abendstunden (Sonne aus Westen?) Einzelne Elemente sinnvoll platzieren, z. B. Kräuter in Nähe der Küche, Sonnen- und Schattenplatz, Wäschespinne in der Nähe von Haushaltsraum oder Keller, Gartenhäuschen. Himmelsrichtungen dabei beachten Bei kleinen Grundstücken: was kann ich kombinieren, z.B. (Spalier-)Obst und Sichtschutz. Nachbarschaftsrecht beachten! Oder Hochbeete mit integrierter Sitzbank Bereiche trennen mit transparenten Elementen: Staketenzaun oder einzelnen, senkrechten Brettern. Räume bilden! Bei langen, schmalen Grundstücken: Elemente quer einplanen. Bei Spielbereichen für Kinder: wie kann ich die später nutzen, wenn keine Spielgeräte mehr gebraucht werden, z.B. aus Sandkastenbereich oder Loch für eingegrabenes Trampolin einen Teich machen Einfassungen für Beete vorsehen, aus Stein oder anderen Materialien, am besten überfahrbar für den Rasenmäher Der Plan steht, wie geht es weiter? Möglichst heimische Materialien auswählen für Terrassen- und Wegbeläge. Die sollten auch rutschfest sein, wenn ich sie bei Regen begehe. Wenn wenig Zeit, Kenntnisse oder Fähigkeiten da sind: Arbeiten vom Fachmann machen lassen, wie Terrasse, Holzdecks, Pflasterungen Pflanzflächen maßstabsgerecht vom Plan auf den Garten übertragen (Vorteil 1:100!). Hilfreich ist es, Flächen im Garten mit Sand zu markieren. Passende Pflanzen auswählen: Dabei hilft unser Pflanzenfinder, insektenfreundliche Pflanzen zu finden. Oder nutzt die Beratung in Fachbetrieben. Duftende Pflanzen in die Nähe der Terrasse pflanzen. Um die passenden Pflanzen auszuwählen, solltet ihr die Bodenbeschaffenheit kennen, und Faktoren beachten wie Licht, Schatten, Sonne, immergrüne Pflanzen, oder interessante Rinde beachten. Letzteres ist besonders für die Ansicht im Winter spannend. Bei langsam wachsenden und höher werdenden Pflanzen, z. B. Bäumen und Hecken, eher größere Qualitäten wählen Farbkonzept überlegen: kunterbunt, nur in Blau, oder je nach Gartenecke unterschiedlich? Diese Pflanzen brauchen besonders wenig Pflege: Bodendecker: Storchenschnabel Frauenmantel Katzenminze Gedenkemein Waldsteinie Stauden: Gelber Sonnenhut (Rudbeckia) Sonnenbraut Schafgarbe Herbstanemone Fette Henne Steppensalbei Lavendel Schönaster Sträucher: Felsenbirne Rispenhortensie Schmetterlingsflieder Hartriegel in Sorten Bauernjasmin Wenn der Garten fertig ist, woher weiß ich, was wann zu tun ist? Servicetools von Neudorff helfen euch: Unsere kostenlose Gartenkalender-App erinnert euch an anstehende Gartenarbeiten, Aussaat- und Pflanztermine, Unseren Newsletter abonnieren, der erinnert auch daran, was gerade im Garten aktuell ist, In unserem Garten-Magazin findet ihr viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen, z.B. zum Bau eines Hochbeetes. Bei Problemen mit Pflanzenschädlingen und Krankheiten hilft euch unsere Pflanzendoktor-App 3 ultimative Tipps Früh genug planen Ehrlich einschätzen, wieviel Zeit man investieren möchte/kann Als Anfänger auf robuste Pflanzen setzen
- Hecken pflanzen - so geht`s22.09., 06:0022.09.2022, 06:0000:28:12
Es gibt mehr als Thuja und Hainbuche Hecke pflanzen – was darf`s denn sein? Beim Pflanzen torffreie Erde wie die NeudoHum PflanzErde verwenden, damit die Gehölze gut anwachsen. Und gleich einen organischen Dünger wie Azet Baum-, Strauch- und HeckenDünger dazu geben, für schnelles Anwachsen. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Wenn ich eine Hecke pflanzen will, bin ich ja ganz erschlagen von der Vielfalt der Pflanzen. Was ist denn empfehlenswert, und wie gehe ich überhaupt vor? Eine große Frage! Hecken sollen ja meist vor allem ein Sichtschutz sein zur Straße oder zum Nachbarn Aber wir sollten nicht vergessen: Hecken sind auch Lebensraum. Ich habe in der Hand, wieviel Leben dort einziehen kann. Ich finde, in heutiger Zeit sollten wir da ganz besonders viel Wert drauflegen. Hecken sind aber auch gute Wind-Brecher, filtern Staub aus der Luft dämpfen Lärm binden CO2 und produzieren Sauerstoff Was für Tiere können denn in einer Hecke leben? So viele fallen mir da gar nicht ein! Vögel wie Zaunkönig, Stieglitz, Rotkehlchen, Heckenbraunelle Igel Insekten, als Blütenbestäuber Verschiedene Käfer u.a. Spitzmäuse Reptilien wie Erdkröten u.a. OK, und was heißt das für die Pflanzenauswahl? Am besten sind heimische Pflanzen, die in irgendeiner Weise Früchte tragen. Das heißt dann ja auch, dass sie blühen, also für Insekten gut sind Es gibt schon fertige Pakete, sogenannte Wildsträucher, zu kaufen. Diese Hecken werden nicht in Form geschnitten und brauchen daher viel Platz. 2-3 Meter in der Breite. Dazu gehören dann z.B. Felsenbirne Kornelkirsche Hundsrose Essigrose Zimtrose Bibernellenrose Schlehe Berberitze Holunder Haselnuss Winter-Schneeball Salweide Glockenhasel Wenn ich eine akkurat geschnittene Hecke haben will, was würde da in Frage kommen? Das kommt drauf an, was meine Wünsche sind Ist mir Sichtschutz ganz besonders wichtig, kommen in Frage: Eibe: teuer, unverwüstlich, macht Früchte für Vögel Rotbuche: behält das Laub, bis die neuen Blätter da sind Liguster: blüht und trägt auch Früchte, wenn man nicht so viel schneidet. Verliert nur in strengen Wintern sein Laub Kirschlorbeer: m.E. zu Unrecht in Verruf gekommen. Blüht und trägt Früchte, ist halt nicht heimisch. Und leider etwas frostempfindlich. Buchsbaum: Wer lange Zeit hat, kann auch den Buchsbaum nehmen. Thuja: ökologisch tot, aber natürlich sehr dicht werdend Scheinzypresse: ebenso, wächst weniger stark als die Thuja, muss also auch nur weniger geschnitten werden Ilex oder Stechpalme Ist Sichtschutz nicht ganz so wichtig, kommen in Frage: Hainbuche: ist auch Schattenverträglich Feldahorn Berberitze Wildsträucher, wie o.g. Selbst bei so einer geschnittenen Hecke kann man auflockern durch Lücken in der Hecke, die man mit blühenden Sträuchern füllt Was muss ich beim Kauf beachten? Viele Laubgehölze kann ich „wurzelnackt“ kaufen. Das sind praktisch nackte Sträucher mit Wurzeln, aber ohne Erde um die Wurzeln rum. Die sind meist preiswerter und wachsen am schnellsten an. Bei wurzelnackten Sträuchern vor dem Einpflanzen die Hauptwurzeln um ca. ein Viertel einkürzen. Es gibt dann noch Pflanzen im Topf, die sind meist am teuersten, dafür kann man sie fast ganzjährig bekommen. Und Pflanzen im Ballen Was muss ich denn beim Pflanzen berücksichtigen? Die in der Kommune vorgeschriebenen Abstände zum Nachbargrundstück und Straße berücksichtigen. Beste Pflanzzeit inzwischen der Herbst, also Oktober und November – dann steht der regenreiche Teil des Jahres bevor! Februar und März gehen auch noch. Frostempfindliche Arten wie die Glanzmispel, Buchsbaum, Eibe oder Kirschlorbeer schon im Spätsommer einpflanzen, damit sie schon eingewurzelt sind, bevor der Winter beginnt Boden gut lockern Schnur spannen Pflanzgraben großzügig ausheben und auch die Sohle lockern Pflanzen am besten in Wasser tauchen, bis keine Luftblasen aufsteigen. Nicht zu dicht setzen! Angegebenen Pflanzabstand berücksichtigen. Zu enge Pflanzung begünstigt Krankheiten. Torffreie Pflanzerde wie NeudoHum PflanzErde hineingeben, und auch Aushub damit mischen. Pflanze so tief einsetzen, wie sie vorher auch im Boden oder Topf war. Wurzeln nicht abknicken Organischen Dünger wie Azet Baum-, Strauch- und HeckenDünger einfüllen Pflanzgraben zur Hälfte mit Aushub füllen, angießen, dann den Rest Erde einfüllen und gut andrücken. Nochmal gießen Rückschnitt direkt nach dem Pflanzen machen. Um ca. ein Drittel. Das fördert die Verzweigung und führt dazu, dass die Hecke schön dicht wird. Nur bei Immergrünen, die Ihr im Herbst pflanzt, erst im Frühjahr zurückschneiden, wegen der Frostempfindlichkeit. Wie ist das mit dem Schnitt? Wann darf ich überhaupt schneiden? Vom 1.Oktober bis 28. Februar darf ich Hecken radikal schneiden oder roden. Das besagt das Bundesnaturschutzgesetz. Das dient dem Schutz vor allem von Vögeln. Es kann jedoch in Kommunen besondere Regelungen geben, also lieber informieren. In dem anderen Zeitraum darf ich „Pflegeschnitte“ durchführen. Meist ist Ende Juni ein guter Zeitpunkt für den Schnitt, z.B. bei Hainbuchen. Auch im Februar kann man gut schneiden. Ab Mitte März brüten erste Vögel, dann sollte man nicht mehr schneiden. Am besten immer vorher nach Vogelnestern schauen, manche Vögel brüten ja mehrmals im Jahr. Was sollte ich beim Schnitt beachten? Optimale Form ist das Trapez: oben schlanker als unten. Dann kommt noch genügend Licht in den unteren Bereich. Viele Pflanzen neigen zum Verkahlen, wenn sie beschattet werden. Schattenverträgliche Arten wie Eibe oder Rotbuche können auch als Rechteck geschnitten werden Die 3 ultimativen Tipps: Bei der Pflanzenauswahl an die Tiere denken Mut zur Lücke – zwischen langweilige Thuja kann man auch mal eine Felsenbirne pflanzen Nehmt Euch Zeit zum Pflanzen!
- Nützliche Insekten08.09., 06:0008.09.2022, 06:0000:33:00
Nützlinge fressen Pflanzenschädlinge Nützliche Insekten für biologischen Pflanzenschutz Nützliche Insekten kannst Du über Bestell-Sets im Fachhandel kaufen. Diese Nützlinge bieten wir an: EF-Schlupfwespe gegen Weiße Fliegen CC-Florfliegen gegen Blattläuse und andere kleinere Insekten AA-Gallmücken gegen Blattläuse im Gewächshaus CM-Australischer Marienkäfer gegen Woll- und Schmierläuse PP-Raubmilben gegen Spinnmilben SF-Nematoden gegen Trauermücken HM-Nematoden gegen Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer SC-Nematoden gegen Tipula und Maulwurfsgrillen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was bitte sind denn eigentlich Nützlinge?? Ja, das Wort ist vielen Menschen gar nicht bekannt – kann ich mir immer gar nicht vorstellen! Wegen dieser Tierchen bin ich damals zu Neudorff gekommen, weil ich das so faszinierend finde! Nützlinge sind Insekten, Milben, Nematoden oder andere Organismen, die man gezielt gegen Schädlinge an Pflanzen einsetzen kann. Biologischer Pflanzenschutz also in seiner reinsten Form! Wie kann ich mir das denn vorstellen? Ich werfe eine Handvoll Tiere auf die Pflanzen, und die kümmern sich um die Schädlinge? So ungefähr schon, tatsächlich. Natürlich ist es wie immer in Wahrheit etwas komplizierter, aber so etwa geht es. Und kann ich die einfach im Geschäft kaufen? Indirekt schon. Natürlich gibt es die Nützlinge nicht fertig abgepackt im Geschäft, die würden ja in kurzer Zeit sterben. Darum haben wir von Neudorff so ein Bestell-Set-System entwickelt. D.h. du kaufst im Handel ein Bestell-Set, da ist ein Rubbel-Code drauf, und den kannst du online einlösen und einen Nützling der 8 verschiedenen Arten, die wir anbieten, bestellen. Tatsächlich kannst du den Gutschein auch per Post zu uns schicken. Die kommen dann per Post zu dir nach Haus, passen in jeden Briefkasten. Also richtig lebende Tiere? Ist es denen im Winter nicht zu kalt? Doch, tatsächlich verschicken wir bei Temperaturen unter 5 °C keine Nützlinge. Und auch nicht über 32 °C – wenn der Briefkasten in der Sonne liegt, werden sie sonst gekocht! Und was mache ich dann mit denen? Je nach Nützlingsart ist es unterschiedlich, wie du die Tierchen ausbringst. Aber letztlich müssen sie immer an der Pflanze landen. Natürlich kommt eine ausführliche Gebrauchsanleitung mit. Die Nematoden zum Beispiel rührt man in Wasser und gießt damit die Pflanzen. Was für Voraussetzungen brauchen die denn? Die Insekten und Milben brauchen mindestens 16 °C tagsüber, und die Nematoden eine Bodentemperatur von 12 °C Der Befall muss im Anfangsstadium sein Es dürfen auf den Pflanzen keine Rückstände von chemischen Pflanzenschutzmitteln vorhanden sein. Bei frisch gekauften Pflanzen solltest du 3 Monate warten, damit nicht die Nützlinge tot umfallen. Die meisten Nützlinge sind für drinnen gedacht, nur die CC-Florfliegen und die Nematoden kannst du auch drin ausbringen. Und was für Vorteile bringt das? Biologischer geht es nicht Sie sind sehr einfach und schnell auszubringen, besonders bei großen Zimmerpflanzen macht sich das bemerkbar Mensch, Tier und Pflanze werden nicht gefährdet Es gibt keine Nebenwirkungen oder Rückstände Und auch keine Wartezeit Was für Nützlinge gibt es denn überhaupt? Fangen wir mal an mit der EF-Schlupfwespe gegen Weiße Fliegen Weibchen legen Eier in die Larven der Weißen Fliege Aus den abgetöteten Larven schlüpfen neue Schlupfwespen Nicht gegen Kleider- oder Speisemotten geeignet! Kommen auf Kärtchen, die einfach in die Pflanzen gehängt werden. Dann haben wir die CC-Florfliegen gegen Blattläuse u.a. Erwachsene Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar, gelegentlich auch von Blattläusen Lebensdauer 2 – 3 Wochen, Vertilgen ca. 300 Blattläuse oder Thripse Produzieren keine Nachkommen Werden in „Einzelzellen“ verpackt auf die Reise geschickt, weil sie sich sonst gegenseitig auffressen! Gegen Blattläuse in Gewächshaus und Wintergarten gibt’s die AA-Gallmücken Larven vertilgen ca. 50 Läuse Weibchen legt ca. 100 Eier Eiablage direkt in Blattlaus-Kolonien Vermehren sich über den Erdboden Nicht für Hydrokultur geeignet CM-Australischer Marienkäfer gegen Wollläuse Käfer kann bis zu 300 Woll- und Schmierläuse vertilgen Larve sieht einer „Riesen-Wolllaus“ ähnlich Versand als erwachsenes Tier PP-Raubmilben gegen Spinnmilben Saugen Spinnmilben und deren Eier aus Weibchen legt ca. 60 Eier Benötigen hohe Luftfeuchtigkeit Kommen wir zu den Nematoden Das sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer Man bekommt ein Pulver, das man in Wasser einrührt und auf den Boden gießt Darin sind ca. 5 Mio Nematoden! Die dringen im Boden in die Insektenlarven ein und töten sie ab Durch ein Bakterium, das sie im Darm mit sich tragen SF-Nematoden gegen Trauermücken Töten Larven von Trauermücken ab Gut geeignet für Blumentöpfe und –kübel HM-Nematoden gegen Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer Gegen Dickmaulrüssler im April und Aug/Sept. ausbringen, weil nur dann die Larven im Boden sind. Behandlung im Folgejahr wiederholen Gegen Gartenlaubkäfer im Juli / August SC-Nematoden gegen Tipula und Maulwurfsgrillen Gegen Wiesenschnaken im Mai und von Juli bis September Gegen Maulwurfsgrillen im April / Mai Seit wann gibt es denn dieses Verfahren überhaupt schon? Gibt’s schon über 2000 Jahre! Schon die alten Chinesen waren dran! In der Neuzeit waren vor allem die Holländer führend, die Nützlinge in Gewächshäusern einsetzten Seit 1985 gibt es Nützlingsanbieter in Deutschland, zeitgleich mit Neudorff gab es noch eine zweite Firma. Aber nur Neudorff bot die schon früh den Hobbygärtnern an. 3 ultimative Tipps: Setzt die Tierchen bei Anfangsbefall ein! Bringt sie sofort nach Erhalt aus – nur die Nematoden halten eine Woche im Kühlschrank aus Wartet bei neu gekauften Pflanzen besser 3 Monate ab
- Boden verbessern mit Gründüngung25.08., 06:0025.08.2022, 06:0000:17:43
Pflanzen machen Boden gut Gründüngung – grüne Düngung?? Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Es war zwischendurch schon immer mal Thema in unserem Podcast – aber was ist eigentlich Gründüngung?? Es ist kein grün gefärbter Dünger Sondern es geht um Pflanzen, die man anbaut, die den Boden begrünen und damit sehr deutlich verbessern. Es ist die beste Bodenverbesserungsmaßnahme, die ich kenne! Einfach, effektiv, und gut für jeden Boden Und was muss man da machen? Du brauchst nur ein Stückchen nackten Boden, wo die nächsten Wochen erstmal keine Nutzpflanzen wachsen sollen Dann lockerst du den Boden und säst bestimmte Pflanzensamen aus Die lässt du wachsen, und die verbessern den Boden Am einfachsten ist es, wenn sie über Winter stehen bleiben, dann zersetzen sie sich bis zum Frühjahr. Aber du kannst es fast zu jeder Zeit im Jahr machen Und was bringt das? Es gibt richtig viele Vorteile: Damit bringst du richtig viel Humus in den Boden. Viel Humus heißt Bessere Wasser- und Nährstoffspeicherung Lockerer Boden Toller Stoff, an dem sich Mikroorganismen wohl fühlen Und speichert übrigens auch viel CO2 Manche Pflanzenarten bringen viel Stickstoff, also einen der Hauptnährstoffe, in den Boden. Und einfach genial ist, wie sie den Boden tiefgründig lockern. Ein MUSS für alle mit einem Neubaugarten. Denn die Verdichtungen durch die Baufahrzeuge werden bis in 2 m Tiefe aufgebrochen. Das schafft man mit einer anderen Bodenverbesserungs-Maßnahme Die Pflanzenreste liefern reichlich Futter für Regenwürmer und andere Bodenbewohner Außerdem ist eine schützende Pflanzendecke super für den Boden. Er trocknet nicht so schnell aus, und verschlämmt bei Regen nicht Manche Gründungungs-Pflanzen, wie Tagetes, vertreiben schädliche Fadenwürmer In einer Gründüngung blüht es, was Nützlinge anzieht. Und schließlich unterdrückt so eine Gründüngung auch das Unkrautwachstum Wie geht denn das, dass dadurch Nährstoffe in den Boden kommen? Das machen nur die Schmetterlingsblütler wie Lupinen und Klee-Arten Sie wandeln den Stickstoff aus der Luft (N2) mit Hilfe ihrer Knöllchenbakterien an den Wurzeln in Ammonium (NH4) oder Nitrat (NO3) um. Sowas schaffen nur Bakterien! Sie verändern den Stickstoff so, dass die Pflanzen ihn aufnehmen können. Und warum ist das mit diesen Verdichtungen so eine schlechte Sache? In einem verdichteten Boden ist wenig Sauerstoff. Der ist aber wichtig für die Wurzelatmung und auch für Bodenlebewesen Außerdem können die zarten Pflanzenwurzeln so einen Boden schlecht durchwachsen Bei meiner Nachbarin bleibt nach dem Regen das Wasser auf dem Rasen stehen, das zieht einfach nicht ab – wegen der Verdichtungen durch die Baufahrzeuge Was muss ich tun für eine Gründüngung? Die passenden Samen kaufen – oder eine Mischung, die gibt’s fertig zu kaufen Aussäen geht von März bis Oktober Der Boden muss frei sein von Pflanzen Dann wird gelockert, mit einer Motorfräse bei großen Flächen, oder mit einer Grabegabel und dann mit einem Kultivator. Es sollte schön feinkrümelig sein. Dann wird ausgesät und am besten noch angedrückt. Mit einer Rasenwalze oder Brettern, die man unter die Schuhe bindet. Und schließlich natürlich gießen, und erstmal feucht halten, bis die Pflänzchen so 10 cm hoch sind Samen die sich eigentlich aus? Habe ich die dann immer im Garten? Wer das Aussamen unbedingt verhindern möchte, mäht sie vor der Samenbildung, also direkt nach der Blüte Finde ich gar nicht so nötig. Denn normalerweise bereite ich danach den Samen für eine Aussaat oder Pflanzung vor. Und da sollte ich sowieso immer 10-14 Tage abwarten, was da noch so im Boden keimt. Wenn was keimt, arbeite ich das nochmal durch, und dann hat sich das erledigt. Wann kann ich das eigentlich machen? Das kommt etwas drauf an, welche Pflanzen du aussäen willst. Und das hängt davon ab, was Du erreichen willst: Verdichtungen im Boden sprengen: Lupine, April bis August Gelbsenf, März bis September Ölrettich, August bis September Bitterlupine, April bis September Luzerne, März bis August Unkraut unterdrücken: Winterroggen, Februar bis November Lupine, April - August Phacelia, Bienenfreund, März-Sept Inkarnatklee, März-September Stickstoff-Sammler: Inkarnatklee, Mai bis Juni Lupine, April bis August Luzerne, April bis August Sommerwicke, Juni bis Juli 3 ultimative Tipps: Machen! Jedes Jahr wieder machen, sobald irgendwo eine Fläche nicht bepflanzt ist. Am besten über Winter stehen lassen!
- Obststräucher schneiden14.07., 06:1014.07.2022, 06:1000:29:52
Wie schneide ich Himbeeren, Johannisbeeren und Co.? Obststräucher – keine Angst vorm Schnitt Beerenobst könnt ihr gut im März düngen mit dem organischen Azet Beeren- & ObstDünger Beerensträucher bei der Pflanzung in die gute torffreie NeudoHum BeerenObstErde pflanzen Heidelbeeren brauchen Moorbeeterde, wie die torffreie NeudoHum RhododendronErde Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Können wir darüber überhaupt so viel über den Schnitt von Beerenobst sprechen?? Über Themen, bei denen Menschen richtig Angst haben, sollten wir immer sprechen!! Und bei der Schere haben viele Leute Hemmungen. Und da wäre es schön, wenn wir helfen können, die zu überwinden! Und da Beerenobst ja neuerdings „Superfood" heißt, ist es ganz schön trendy Über welche Obstarten sprechen wir denn? Johannisbeeren Stachelbeeren Heidelbeere Himbeeren Gibt es denn so große Unterschiede zwischen den Arten? Die Prinzipien sind immer gleich, aber es gibt tatsächlich Unterschiede Denn es kommt drauf an, an welchen Trieben die Früchte entstehen. Bei manchen Arten ist das am diesjährigen Trieb, bei anderen am Trieb vom vergangenen Jahr. Wenn man schneidet, dann fast immer ganz unten, direkt über dem Boden. Nichts ist nerviger – und hässlicher -, als wenn mittellange Stümpfe stehen bleiben. Grundsätzlich gilt aber das, was auch beim Schnitt von Apfel und Co. gilt: Der Schnitt bringt die Sonne und damit das Aroma an die Beeren. Schneidet man nie, dann werden die Früchte kleiner und nicht so aromatisch Schnitt bringt auch Luft in den Strauch. Mit der Folge, dass die Blätter schneller abtrocknen und damit Krankheiten weniger Chancen haben Und schließlich ist es übersichtlicher und damit einfacher zu ernten. Wenn ich 3 Hände brauche, um Triebe zur Seite zu drücken, wird es nervig Fangen wir an mit Roten und Weißen Johannisbeeren Bester Zeitpunkt: nach der Ernte, aber auch Winterschnitt ist möglich Für die schwarzen Johannisbeeren gelten andere Regeln Sie fruchten vor allem am 2- und 3jährigen Holz. Ältere Triebe tragen weniger Abschneiden: Alles, was zu eng steht oder total schrägt wächst Was sehr dünn oder kränklich aussieht Triebe, die zu alt sind In jedem Fall gilt: ganz am Boden abschneiden Insgesamt sollten am Schluss 8-12 Triebe stehen bleiben Diese werden um 1/3 eingekürzt. Und zwar scheidet man direkt über einem Trieb, der nach außen zeigt. Extra-Tipp: um zu kapieren, welcher Trieb aus diesem Jahr ist etc., kann man die beispielhaft mit buntem Band markieren. Schwarze Johannisbeere Die haben den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Früchte im Garten! Bester Zeitpunkt: nach der Ernte, aber auch Winterschnitt zur Not möglich Sie fruchten vor allem am 1jährigen Holz, das ist also der große Unterschied zu den anderen Johannisbeeren. Das sind also die Triebe, die sich im Vorjahr entwickelt haben. Darum ist die Förderung des Neuaustriebs besonders wichtig. Abschneiden Alte Triebe, die keinen Neuaustrieb zeigen Triebe, die im unteren Drittel neu austreiben, schneidet man kurz über dem Neuaustrieb ab. Nach einem kräftigen Schnitt reagiert der Strauch mit der Bildung von vielen Jungtrieben. Die schwachen wegschneiden. Stachelbeere Bester Zeitpunkt: nach der Ernte, aber auch Winterschnitt ist möglich Tragen die besten Früchte an den einjährigen Seitentrieben der 2- und 3jährigen Triebe Wachsen nicht so stark Vergreisen schnell, werden also innen kahl Abschneiden: Auf dem Boden liegende Triebe Alte Triebe um 2/3 einkürzen bis zu einem Neuaustrieb im unteren Drittel 6-8 Leitäste sollten stehen bleiben Jungtriebe etwas einkürzen, damit sich Verzweigungen bilden, an denen dann die Früchte erscheinen Heidelbeere Sind etwas speziell, brauchen Moorbeetböden. Es gibt die torffreie NeudoHum RhododendronErde, die ist gut geeignet. Gut auch für Kübel geeignet. Bester Zeitpunkt Anfang März Früchte Bilden sich an den Spitzen der Jungtriebe und an kurzen Seitenverzweigungen Viel schneiden braucht man jedoch nicht, frühestens nach 4-5 Jahren Abschneiden: Auslichten, damit die Sträucher nicht zu dicht werden Abgestorbenes und krankes rausschneiden Im Inneren Triebe rausnehmen für mehr Licht und Luft Himbeeren Sommertragende Himbeeren fruchten an den Trieben aus dem Vorjahr. Herbst-Himbeeren dagegen fruchten an den Trieben, die in diesem Jahr gewachsen sind. Beide brauchen ein Spalier, also 2 Holzpflöcke im 2 m-Abstand mit 3 Drähten Sommer-Himbeeren Mitte Mai pro laufendem Meter 10-12 mittelstarke, gut verteilt stehende Triebe aussuchen. Alle anderen abschneiden direkt überm Boden. Im November das abschneiden, was über den obersten Draht hinauswächst Unübersichtlich wird es schnell, weil es die Ruten aus dem Vorjahr gibt, die tragen, und die neuen Ruten, die erst nächstes Jahr tragen. Darum: nach der Ernte das wegschneiden, was getragen hat Herbst-Himbeeren Mitte Mai so wie bei Sommer-Himbeeren, aber doppelt so viele Jungruten stehen lassen Nach der Ernte ist es einfach: alles wegschneiden, direkt am Boden, es bleibt nix stehen. Eine Mulchdecke schützt vor Frost. Extra-Tipp: wenn man Herbst-Himbeeren pflanzt, sie aber wie Sommerhimbeeren schneidet, erntet man zweimal! Also Ruten im Herbst nicht runterschneiden, sondern erst im Frühsommer nach der Ernte. Die frisch ausgetriebenen diesjährigen Triebe fruchten dann im Herbst. Gibt's sonst noch was zur Pflege? Ja, wer so viel leistet, braucht auch eine gute Grundlage: darum Düngen! Am besten gleich im März Natürlich organisch, z.B. mit dem Azet Beeren- & ObstDünger Und bei der Pflanzung für einen guten Start torffreie Bio-Erde wie die NeudoHum BeerenobstErde ins Pflanzloch geben. Die stehen ja jahrelang am gleichen Platz, da kann man sich Mühe geben… 3 ultimative Tipps Schneiden! Düngen Mulch um die Pflanzen rum ausbreiten
- Es lebe der Regenwurm07.07., 06:1007.07.2022, 06:1000:21:07
Das wahrscheinlich wichtigste Nutztier der Welt Ein „Hoch" auf den Regenwurm Kompostwürmer könnt ihr über Bestell-Sets beziehen. Kompostwürmer fühlen sich im Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L wohl, aber auch in Wurmkisten auf dem Balkon. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was ist so toll oder wichtig am Regenwurm? Wenn es den Regenwurm nicht gäbe, würden innerhalb von Wochen keine Nährstoffe mehr für Pflanzen bereitgestellt. Sie könnten innerhalb von Monaten absterben. Und wir kurz danach! Natürlich ist es nicht nur der Regenwurm allein, es gibt sehr viele Organismen im Boden, die aus pflanzlichen Abfällen pflanzliche Nahrung herstellen. Aber der Regenwurm trägt eben besonders viel dazu bei. Er ist der König der Bodenfruchtbarkeit! Pro qm Boden leben, wenn es gut geht, etwa 100 Regenwürmer Übrigens hat sich Charles Darwin in seinem letzten Buch 1881 mit ihnen beschäftigt, weil ihm klar war, wie wichtig sie für den Fortbestand der Menschheit sind. Fun fact: im 16. Jahrhundert hieß er noch „reger Wurm", weil er so fleißig ist! Was macht denn der Regenwurm genau? „Den" Regenwurm gibt es gar nicht – bei uns gibt es 46 verschiedene Arten, weltweit sogar über 3.000! Bei uns stehen über 50 % der Regenwürmer auf der Roten Liste Nehmen wir mal den Tauwurm, ist am bekanntesten. Er ist häufig bei Nässe auf dem Boden zu finden. Ist 12 – 30 cm lang. Er gräbt bis zu 3 m tiefe Gänge und durchwühlt dabei den Boden. Er zersetzt vermodernde Pflanzenabfälle, indem er sie zusammen mit Bodenteilchen verdaut und super-nährstoffreichen Kot ausscheidet. Pro Tag frisst er etwa die Hälfte seines Eigengewichts. In einer Nacht können das bis zu 20 Blätter sein, die er in seine Wohnröhre zieht. Dort klebt er sie als Tapete an die Wand und versetzt sie mit einem Sekret, das die Vorverdauung in Gang setzt. Denn bevor er sie fressen kann, müssen Bakterien und Pilze die Blätter „andauen". Den weichen Brei nimmt der Wurm mitsamt Mikroben zu sich. Die Sandkörner in seinem Darm tragen zur Zerkleinerung des Nahrungsbreis bei. Er durchlüftet den Boden, pflügt ihn regelrecht durch Er schichtet Nährstoffe von unten nach oben In seinen Gängen wachsen gern Pflanzenwurzeln, wegen der Nährstoffe, und weil sie schnell in untere Bodenschichten zu mehr Wasser kommen können Bei Starkregen fließt Wasser schnell durch die Gänge ab. Auf Äckern, wo das Wasser lange stehen bleibt, kann man davon ausgehen, dass dort wenig Regenwürmer unterwegs sind. Ist der Regenwurm sonst noch für etwas gut? Auf jeden Fall: er ist Nahrung für Igel, Amseln und Dachse – sie füttern ihren Nachwuchs damit, weil sie sehr proteinreich sind Und bestimmt gibt es noch viele Dinge, die wir nicht über ihn wissen. Wer steckt schon Forschungsgelder in den Regenwurm! Wie lebt denn so ein Regenwurm? 10-15 °C lieben Regenwürmer, wärmer muss es nicht sein. Im Sommer und Winter, wenn es zu trocken bzw. zu kalt ist, graben sie sich tief in die Erde und machen Sommer- bzw. Winterschlaf Nachts kommt der Regenwurm nach oben und hinterlässt Kothäufchen – die ärgern manche Leute im Rasen! Nachts, weil er lichtempfindlich ist Übrigens atmet er durch seine Haut, eine Lunge hat er nicht. Dafür mehrere Herzen. Durch Zusammenziehen und Strecken einzelner Körperabschnitte kriecht er. Mit seinen Borstenpaaren an jedem Segment verhindert er das Zurückrutschen in seiner senkrechten Röhre. Regenwürmer sind Bohrgräber. Ein Gang kann bis zu 20 m lang sein, kann bis in 3 m Tiefe reichen. Regenwürmer sind stark: sie können das 50 – 60-Fache ihres eigenen Gewichts stemmen und zählen damit zu den stärksten Tieren der Welt Regenwürmer sind Zwitter, wie die Schnecken. Sind sie geschlechtsreif, sieht man im vorderen Körperbereich eine Hautverdickung wie ein Ring. Fortpflanzung passiert vor allem im Frühling und im Herbst. Meist kommen sie nach Regenfällen in der Nacht an die Bodenoberfläche zur Paarung. Jeder Wurm drückt seinen Samen in die Samentasche des Partners. Danach bildet sich ein Kokon, so groß wie ein Weizenkorn. Pro Wurm können es 20 bis 90 sein. Der frisch geschlüpfte Wurm findet im Regenwurmkot, der den Kokon umgibt, seine erste Nahrung. Bei 25 °C dauert die Entwicklung beim Tauwurm 16 Tage, bei 12 °C dagegen über 4 Monate. Durchschnittlich werden Regenwürmer 2 Jahre, im Labor sollen sie auch 10 Jahre leben. Was kann man tun, damit sich Regenwürmer wohl fühlen? Nicht umgraben Boden schön bedeckt halten, also mulchen Pflanzenreste gleich an Ort und Stelle liegenlassen im Beet. Man wundert sich, wie schnell die verschwinden! Mulch ist bestes Futter für Regenwürmer. Organisch düngen, denn mineralische Düngersalze können Regenwürmer stören Humus aufbauen durch regelmäßige Kompostgaben Sind Kompostwürmer besondere Züchtungen von Regenwürmern? Nein, Kompostwürmer sind einfach eine besondere Art von Regenwurm Sie fressen vor allem Küchenabfälle. Du kannst sie kaufen, über Bestell-Sets im Fachhandel Geeignet für den Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L, aber auch spezielle Wurmkomposter oder Wurmkisten. Das geht auch auf dem Balkon. Im Winter Wurmkisten frostfrei stellen, im Thermokomposter wandern die Würmer in die Erde, kommen aber im nächsten Frühjahr wieder nach oben. Stimmt es, dass man Regenwürmer zerteilen kann, und es leben dann zwei Würmer weiter? Nein, das ist Quatsch. Aber wenn man das hintere Ende eines Regenwurms aus Versehen abtrennt, kann das vordere Ende möglicherweise weiterleben, sofern der Darm nicht verletzt wurde. Das Hinterende kann nachwachsen. 3 ultimative Regenwurm-Tipps Pflanzenreste auf dem Boden lassen Boden nicht umgraben Möglichst viel Kompost in den Boden bringen
- Strategien gegen Trockenheit23.06., 06:3523.06.2022, 06:3500:26:05
Schöner Garten trotz Sommerhitze Strategien gegen Trockenheit Durch regelmäßiges Ausbringen von Mulchkompost aus dem Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L kann der Boden mehr Wasser speichern. Boden lässt sich zusätzlich verbessern durch Neudorff Terra Preta BodenAktivator. Sandboden braucht zusätzlich Tonminerale in Form von Bentonit SandbodenVerbesserer. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was kann man denn tun, um Trockenheit zu begegnen? Es gibt Regionen, die leiden sehr unter Trockenheit, andere Regionen eher unter Wetter-Extremen wie Starkregen. Lass uns trotzdem mal über Trockenheit sprechen. Kann man da überhaupt was tun, außer gießen?? Gute Bodenpflege Richtig düngen Richtig gießen Richtige Pflanzenauswahl Gute Bodenpflege Nackter Boden ist ungeschützt der sengenden Sonne ausgesetzt. „Mulchen" heißt daher das Zauberwort. Also organische Materialien in dünner Schicht im Gemüsebeet und zwischen den Stauden ausbreiten. Geeignet sind grober Mulchkompost, angetrockneter Rasenschnitt, Laub und Staudenschnitt. Der Boden bleibt durch den Mulch feucht, Regenwürmer und Co. finden immer etwas zu fressen, der Boden gewinnt an Humus und verbessert sich immer weiter. Und man muss seltener gießen. Lieber keinen Rindenmulch verwenden, der den Boden versauert und Nährstoffe aus dem Boden zieht. Im Gemüsegarten, da wo gerade frisch ausgesät wurde, ist es mit dem Mulchen schlecht. Da möglichst viel hacken, damit die oberste Schicht immer schön krümelig ist. Dann verdunstet nicht so viel aus dem Boden. Humus ist unerlässlich für guten Boden. Am besten eigener Kompost. Das geht im Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L schnell Zusätzlich noch den „Anker" für die Feuchtigkeit im Boden: Neudorff Terra Preta BodenAktivator. Er enthält Pflanzenkohle, die durch energieneutrale Pyrolyse gewonnen wird. Ihre Struktur ist wie ein Schwamm, pro g Pflanzenkohle ergibt sich eine Oberfläche von gigantischen 300 m2! Durch diese riesige Oberfläche kann sie bis zur fünffachen Menge ihres Eigengewichtes an Wasser und Nährstoffen speichern. Ideal in Trockenzeiten! Sandböden fehlen Tonminerale. Die kann man über jährliche Gaben von Bentonit SandbodenVerbesserer hinzufügen. Die mikroskopisch dünnen Schichten der Tonminerale halten Wasser und Nährstoffe besonders gut fest. Wie kann denn Dünger bei der Wasserversorgung helfen?? Mykorrhiza-Pilze umgeben die Wurzeln etwa 75 % aller Pflanzenarten. Sie leben in einer überaus hilfreichen Lebensgemeinschaft mit den Pflanzenwurzeln. h. sie dringen in die Pflanzenwurzeln ein und holen sich vor allem Zucker von den Pflanzen. Dafür versorgen sie die Pflanzen mit Wasser aus Bodenritzen und -schichten, die die dicken Pflanzenwurzeln gar nicht erreichen können. Denn das Pilzgeflecht der Mykorrhiza ist ganz fein und wächst durch den ganzen Boden. Alle unsere Azet-Dünger sind daher mit Mykorrhiza ausgestattet. Das hilft den Pflanzen besonders in Trockenzeiten. Und ganz besonders dem Rasen! Richtig gießen – was kann es da denn zu beachten geben?? Am besten morgens gießen, notfalls abends, aber nicht in der Mittagshitze. Dann verdunstet zu viel. Dass Pflanzen durch den Brennglas-Effekt Schaden nehmen beim Gießen in der Sonne, ist in meinen Augen ein Märchen. Lieber nur alle 2-3 Tage, dafür aber richtig: 10-20 Liter pro qm. Wer immer nur kleine Mengen ausbringt, „erzieht" die Pflanzen zu kurzen Wurzeln. Wir wollen aber, dass sie mit ihren Wurzeln in die Tiefe gehen, um das Wasser zu erreichen. Auf dem Balkon, ebenso wie im Garten, nicht über die Blätter gießen, nur auf den Boden. Den Blättern nutzt das Wasser nicht. Und natürlich nur mit Regenwasser gießen. Darum möglichst viel Wasser sammeln im Garten. Richtige Pflanzenauswahl – woher weiß ich, welche Pflanzen Trockenheit vertragen? Behaarte Blätter wie beim Wollziest (Stachys byzantina) sind gut vor Austrocknung geschützt. Kleine Blätter wie beim Eisenkraut (Verbena bonariensis) verringern die Oberfläche und schützen sich so vor zu viel Verdunstung. Silbrige Blätter reflektieren das Sonnenlicht, so dass sie sich weniger stark aufheizen (wie die Blauraute, Perovskia abrotanoides, Lavendel und Salbei). Dickblattgewächse wie die Wolfsmilch können in ihren Blättern gut Wasser speichern. Nicht so leicht erkennbar, aber hilfreich, sind Tiefwurzler wie die Rosen, die über einen Meter tief wurzeln. Blumenwiesen, wie unsere Wildgärtner Freude Samen-Mischungen, vertragen Trockenzeiten sehr gut. Pflanzen, die viel Wasser brauchen, wie die Hortensien, eher nicht auswählen Noch mehr Tipps Schneidet den Rasen im Sommer nicht zu kurz. 6 cm ist eine gute Länge! Schützt eure Pflanzen vor dem austrocknenden Wind: eine Hecke aus heimischen Wildgehölzen hilft, vor allem im Westen, der Hauptwindrichtung bei uns. Möglichst viel Wasser sammeln. Eine Zisterne von 4.000 Litern ist nicht zu groß für einen durchschnittlich großen Garten mit Gemüseanteil Es darf kein nackter Boden zu sehen sein! Höchstens mal im Gemüsebeet Das Staudenbeet so dicht bepflanzen, dass alles grün ist. Vereinfacht die Pflege und verringert die Verdunstung enorm Für Schatten sorgen, indem ihr Gehölze pflanzt. Hainbuchen, Speierling, Elsbeeren und die Gewöhnliche Felsenbirne vertragen gut Trockenheit, ebenso Birne, Aprikose, Pfirsich und Quitte. 3 ultimative Tipps Mulchen! Staudenbeet dicht bepflanzen Augen auf bei der Pflanzenauswahl
- Schnecken im Garten09.06., 09:1509.06.2022, 09:1500:24:11
Was tun gegen Nacktschnecken? Schnecken, was tun? Pflanzen im Hochbeet oder in Gefäßen könnt ihr schützen mit einem selbstklebenden Kupferband, dem Schnecken-Schutz. Gegen Schnecken wirkt Ferramol Schneckenkorn, das auch im Öko-Anbau verwendet werden darf. Kein Problem für Haustiere oder andere Mitbewohner. Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum gibt es eigentlich Schnecken? Die nerven doch nur! Falsche Frage in der Natur! Wovon sollten sonst Igel leben, oder Spitzmäuse, Amseln, Stare, Kröten, Blindschleichen, Glühwürmchen…?? Außerdem sind sie auch gut, sie fressen auch abgestorbene Pflanzenteile Da haben wir es wieder: je mehr Vielfalt im Garten, umso weniger Nerv durch einzelne Arten! So leben Schnecken Es gibt in Deutschland ca. 20 Schneckenarten. Weltweit sind es ca. 100.000 Arten, von denen die meisten im Wasser leben Schnecken sind Zwitter. D.h. sie können sich zwar nicht selbst befruchten, aber jede Schnecke kann sich weiter vermehren, nicht nur die Weibchen. Das schafft Potentiale! Sie legen ab dem Sommer Eier in die Erde, und zwar gern in Hohlräume. Die Eier sind weißlich-transparent und so groß wie ein großer Stecknadelkopf. Meist stirbt die Schnecke nach der Eiablage. Pro Schnecke können das bis zu 400 Eier sein! Aus den Eiern schlüpfen die Jungschnecken, die überwintern, und im Frühling geht das Fressen los. Manchmal überwintern auch erwachsene Schnecken oder die Eier. Damit sie sich gut fortbewegen können produzieren sie Schleim. Dafür brauchen sie Wasser. Und deshalb lieben sie Regen und die Nacht. Der Schleim schützt sie auch vor Krankheiten Außerdem trocknet ihre Haut schnell aus, weshalb sie sich bei Sonne verkriechen, im Boden z.B. So kannst du vorbeugen Vorbeugen ist nur begrenzt möglich, aber ein paar Sachen kann man beachten: Pflanzen mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen pflanzen, wie Thymian, Salbei, Lavendel, Rosmarin. Aber Achtung: manche Sorten haben nicht mehr so hohe Gehalte, dann wirken sie nicht mehr abschreckend. Wenn man gießen muss, nur morgens gießen. Abends kommen die Schnecken aus ihren Verstecken Schneckenzaun aufstellen. Der hat eine speziell gebogene Außenkante, die Schnecken nicht überwinden können Im Hochbeet: selbstklebendes Kupferband aufs Holz kleben, unser Schnecken-Schutz hält die Schnecken ab. Im Herbst nicht umgraben. Sowieso nicht gut, aber die entstehenden Hohlräume nutzen Schnecken ganz besonders gern zur Eiablage. Mulchdecken lieben Schnecken – leider. Darum Mulch nur in einer ganz dünnen Schicht ausbringen, wenn ihr ein Schneckenproblem habt. Bei Salat die rotlaubigen Arten bevorzugen, die mögen Schnecken nicht so gern Gibt es Pflanzen, die Schnecken nicht mögen? Ja, so einige: Akelei Bergenie Eisenhut Fetthenne Frauenmantel Glockenblumen Lungenkraut Nelken Was tun gegen Schnecken? Z.B. kann man Rhabarber-Blätter auslegen und dann Schnecken absammeln. Was man damit dann tun sollte? Sicher nicht auf Feld bringen, da sterben sie auch! Manche zerschneiden sie, andere kippen kochendes Wasser drüber…. Bierfalle lieber nicht, lockt andere Schnecken an, und nur die wenigsten fallen dem Bier zum Opfer. Falls man es doch macht, bitte nicht ebenerdig eingraben, sonst fallen andere Tiere rein Laufenten, die fressen Schnecken mit Vorliebe. Kann man in manchen Gegenden auch mieten! Ferramol Schneckenkorn einsetzen. Ich weiß, Schneckenkorn steht bei vielen auf dem Index. Das ist aber eins, das auch im Ökoanbau zugelassen ist. Basis ist Eisen-III-Phosphat. Es ist Nicht giftig für Menschen, Haustiere, Igel u.a. Tiere Sehr regenfest Schnecken schleimen nicht aus, sondern verkriechen sich in Verstecke im Boden Was ist mit den Gehäuseschnecken? Weinbergschnecken stehen unter Naturschutz, sollen auch Eigelege der Nacktschnecken fressen. Fressen vor allem totes Pflanzenmaterial, wenn es schon welk und weich ist. Weinbergschnecken können 10 Jahre alt werden! Andere Gehäuseschnecken schädigen ebenfalls wenig Kommen übrigens schon mit kleinem Haus auf die Welt Fun fact Gehäuseschnecken: das Gehäuse ist meist rechtsrum gewunden. Sehr selten nur geht es linksrum. Da gab es früher Sammler für! 3 ultimative Tipps Manche Pflanzen nicht mehr anpflanzen, wie Dahlien, Tagetes Boden schön feinkrümelig machen, keine groben Schollen akzeptieren Aufmerksam sein früh im Jahr, und nach Regen!
- Wildbienen anlocken20.05., 06:0020.05.2022, 06:0000:23:48
So finden Wildbienen den Weg zu Euch Wildbienen in den Garten locken Insektenfreundliche Pflanzen findet ihr mit unserem Pflanzenfinder. Mehrjährige Blumenwiesen wie die Wildgärtner Freude Samen-Mischungen helfen Wildbienen und anderen Insekten. In unserem Wildgärtner Freude Bienenhaus finden verschiedene Wildbienen-Arten Nistmöglichkeiten. Besonders gut für den Balkon geeignet sind die Wildgärtner Freude Nützlingsquartiere. Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum sprechen wir heute überhaupt über Wildbienen? Dass die Insekten bei uns aus vielen Gründen Probleme haben, ist ja bekannt. Grund 1: Wildbienen gehören zu den besonders gefährdeten Arten. Es gibt über 560 verschiedene Arten Grund 2: Sie sind ganz direkt nützlich für uns, weil sie eine wichtige Rolle bei der Bestäubung spielen und damit direkt unsere Erntemenge bestimmen Und außerdem: am 20. Mai ist Weltbienentag! Sind Wildbienen eigentlich wild gewordene Honigbienen? Wildbienen gehören, wie die Honigbienen, zu den Hautflüglern und den Stechimmen Honigbienen dagegen sind Nutztiere, sie werden schon seit über Tausend Jahren gezüchtet, d.h. nur die effektivsten – oder die friedlichsten – wurden weiter vermehrt. Vor allem aber leben Honigbienen in Völkern, die Wildbienen dagegen leben fast alle einzeln. Allerdings Hummeln z.B., die auch zu den Wildbienen zählen, die leben auch in Völkern, aber viel kleinere als die Honigbienen. Und sie produzieren keinen Honig in Massen. Und welche Aufgabe haben Wildbienen nochmal bei der Befruchtung? Ja, wie war das mit den Bienchen und Blümchen… Bei den meisten Pflanzen läuft das so: sie bilden Pollen an den Staubgefäßen. Dieser Pollen muss irgendwie auf die Narbe in der Blüte gelangen, damit es zur Befruchtung kommt. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Samen gebildet werden – und damit Äpfel, Erdbeeren u.a. Früchte entstehen. Bei manchen Pflanzen übernimmt das der Wind, es gibt auch Fledermäuse u.a. Tiere, aber vor allem sind es Insekten. Wildbienen (und auch Honigbienen) sammeln den Pollen für ihre Nachkommen. Eher zufällig rieselt bei jedem Besuch einer neuen Blüte etwas Pollen auf die Narbe – und volià, Befruchtung hat geklappt. Wildbienen fliegen dabei oft schon bei niedrigeren Temperaturen als Honigbienen, was im Frühjahr praktisch ist. Außerdem sind sie oft effektiver und fleißiger als Honigbienen! Außerdem gibt es nicht überall so viele Honigbienen. Darum macht es Sinn, im eigenen Garten möglichst viel für Wildbienen zu tun – dann erntet man einfach mehr! Was kann ich denn tun, damit sie sich bei mir wohlfühlen? Wie bei jeder Party, ist das Essen wichtig. Ich muss also geeignete Nahrung anbieten. Damit fängt in deutschen Gärten das Drama meist schon an. Denn sie brauchen Pflanzen, die viel Pollen und /oder viel Nektar anbieten. Und das sind NICHT die Blüten, die am größten aussehen! Oft ist das Gegenteil der Fall: die winzigen Thymian-Blüten werden stärker angeflogen als die riesigen Sonnenblumen-Blüten. Letzteren ist häufig schon der Pollen weggezüchtet – weil der so hässliche Flecken auf dem Tischtuch hinterlässt! Und gefüllte Blüten kann man auch weglassen: hier hat die Züchtung meist aus den Staubgefäßen Blütenblätter gezüchtet. Oder die Staubgefäße sind so unter Blütenblättern verborgen, dass die Insekten nicht mehr drankommen! Und woher weiß ich, dass eine Pflanze gut ist für Wildbienen? Wir haben einen Pflanzenfinder auf der Website, da finde ich nur insektenfreundliche Pflanzen Es gibt auch immer mehr Gartencenter, die solche Pflanzen anbieten. Die sollten dann natürlich möglichst aus Bio-Produktion sein. Bei herkömmlicher Staudenproduktion kommen z.T. Insektizide zum Einsatz, die noch 8 Wochen später dazu führen, dass Insekten geschädigt werden. Noch besser ist eine mehrjährige Blumenwiese im Garten. Wir haben da verschiedene Wildgärtner Freude Samen-Mischungen, die gut für Insekten sind. Die machen weniger Arbeit als Rasen, und soo viel besser für Insekten! Übrigens geht die Hilfe für Wildbienen auch auf dem Balkon! Also wenn ich die richtigen Pflanzen habe, ist alles prima? Das ist schon gut. Noch besser ist es, Lebensraum zu schaffen. Möglichst wild, ist da die Devise. Also nicht so gut aufräumen hilft! Und natürlich Nisthilfen, wie unser Wildgärtner Freude Bienenhaus, oder die kleineren Wildgärtner Freude Nützlingsquartiere. Außerdem hilft es natürlich zu wissen, wie Wildbienen leben. Wie leben Wildbienen denn? Gaaanz unterschiedlich! 25 % nisten oberirdisch und bevölkern meist leere Stängel von Pflanzen, Gänge von Borkenkäfern im Holz oder andere Öffnungen. Gern auch ein Wildgärtner Freude Bienenhaus von uns, mit Bohrungen in Holz, und Pappröhren. Etwa 25 % von ihnen leben im Boden. Z.B. Hummeln, die besiedeln gern leere Mäuse-Gänge für ihre Nester. Andere bauen ihre Niströhren in sandige Flächen, oder offene senkrechte Flächen, wie bei Lehmwänden in Fachwerkhäusern Dann gibt es ca. 25 % Kuckucksbienen – die töten die Wildbienen ab und ernähren sich selbst vom Pollenvorrat. Nicht elegant, aber eine natürliche Bremse für einseitige Vermehrung! Die restlichen 25 % sind die Super-Spezialisten, die sich was aus Harz bauen, oder Pflanzenhaare sammeln Und wie geht das bei den oberirdisch lebenden Wildbienen? Die meisten lieben solche Röhren. Da hinein tragen sie Pollen, fliegen dafür zig Mal. Das passiert meist im Frühling. Auf das Pollenbett legen sie ein Ei. Dann verschließen sie diese Zelle mit einer Wand, meist aus Lehm, und bauen die nächste Zelle. 7 bis 10 solcher Zellen hintereinander sind keine Seltenheit. Nach vorn verschließen sie das Nest besonders gut – mein Kollege kann an dem Material der Nestverschlüsse sehen, wer da wohnt! Aus dem Ei schlüpft die Larve der Wildbiene und ernährt sich von dem Pollen. Nach mehreren Häutungen verpuppt sie sich, und schlüpft im nächsten Frühjahr als erwachsenes Tier. Das Irre ist: nicht die Wildbienen aus den zuerst abgelegten Eier schlüpfen als Erste (das wäre ja auch unpraktisch), sondern die als letztes abgelegten schlüpfen als Erste! Und zwar sind das immer die Männchen – d.h. das Muttertier entscheidet bei der Eiablage, ob es ein männliches oder weibliches Ei wird. Nach dem Schlupf geht es zur Begattung, dann beginnt der Kreislauf von vorn. Und nachdem das letzte Ei abgelegt wurde, stirbt das Weibchen. Meist schon nach 6-8 Wochen. Warum sind denn die Wildbienen so gefährdet? Manche sind einfach super-spezialisiert. Z.B. die Hahnenfuß-Scherenbiene. Die nimmt nur den Pollen vom Hahnenfuß. Ist der nicht da, kann sie nicht überleben. Oder die Dunkelfransige Hosenbiene, die will unbedingt den Pollen von Kratzdisteln haben. Andere Wildbienen brauchen die Pflanzenhaare z.B. vom Wollziest, um daraus ein Nest zu bauen. Andere wieder brauchen markgefüllte Stängel für den Nistbau, wie z.B. von Brombeer-Ranken. Der Lebensraum verschwindet. Hecken und Gebüsch in der freien Landschaft wird immer seltener, genau da finden die aber die Nistmöglichkeiten. Über den Einfluss der konventionellen Landwirtschaft brauchen wir kaum sprechen, der ist wohl bekannt Blöd ist auch, dass viele Wildbienen nicht so weit fliegen. Eine Honigbiene kann 3 km fliegen, manche Wildbienen nur wenige Hundert Meter. Noch mehr Tipps für Wildbienen im Garten Bei Trockenheit Wasserstellen anbieten, Untersetzer mit Steinen oder Moos drin reicht. In der Stadt einen Balkonkasten mit Kräutern blühen lassen Stauden erst im Frühling schneiden Holzstapel liegen lassen Trockenmauern und Steinhaufen helfen Bienenschonende Pflanzenschutzmittel einsetzen Für bodenbrütende Arten kann man ein Sandarium anlegen – das ist was für eine weitere Episode! 3 ultimative Tipps Richtige Pflanzen anbieten Mehrere Nisthilfen aufhängen im Garten Garten nicht so gut aufräumen
- Unkraut im Garten - und jetzt?12.05., 06:0012.05.2022, 06:0000:20:27
Wildkräuter, Beikraut - wie geht das weg? Unkraut – was nun? Hier findet Ihr mehr Infos zur Unkrautbekämpfung. Damit der Erfolg des Jätens länger anhält, hilft euch UnkrautBarriere. Mit Finalsan Unkrautfrei Plus könnt Ihr gegen Unkraut vorgehen – ohne Glyphosat. Finalsan GierschFrei hilft gegen Giersch. Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was genau ist eigentlich Unkraut? Und darf man es überhaupt noch so nennen? Ich finde die Begrifflichkeiten ziemlich egal. Auch ein Beikraut will ich weghaben! Ein Unkraut ist ja niemals eine „schlechte" Pflanze. Sie ist einfach nur am falschen Ort. Unkraut ist für mich die falsche Pflanze zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Damit gehört die vergessene Kartoffel vom letzten Jahr auch zu den Unkräutern, wenn sie meinen Salat überwuchert. Natürlich kann man viele Unkräuter essen. Vogelmiere ist lecker im Salat, Giersch kann ich wie Spinat zubereiten. Und der Garten muss auch nicht völlig clean sein von Unkräutern. Aber sie sind eben hinderlich. Was ist denn das Problem mit Unkräutern? Unkräuter haben meist eine ziemliche Ellenbogen-Mentalität! Sie bedrängen meine Pflanzen! Wenn sich der Löwenzahn so richtig schön breit macht zwischen meinem Salat oder den Möhren, dann wächst da eben kein Gemüse mehr. Es ist auch ein Nährstoff-Problem. Denn die Unkräuter brauchen ja auch Stickstoff und Co. Und Wasser nehmen sie auch weg. Da wo sie nicht stören, lasse ich sie stehen. Auch der Löwenzahn darf in unserer Einfahrt mit den Rasengittersteinen wachsen. Aber ich knipse nach der Blüte die Samenstände ab, bevor er sich ausbreiten kann. Da bin ich Spielverderber! Was ist der Unterschied zwischen Samen und Wurzelunkräutern? Samenunkräuter Sind meist 1jährig Sehr schnellwüchsig Produzieren Samen, die der Wind massenhaft verbreiten kann Bleiben jahrzehntelang keimfähig Bekannte Vertreter: Vogelmiere, Franzosenkraut Wurzelunkräuter Sind meist ausdauernd, oft Stauden Manche bilden Rhizome, also unterirdische Triebe, aus denen immer wieder neue Pflanzen nach oben wachsen (Quecke, Giersch) Abhacken reicht nicht, die Wurzel muss raus! Was macht man denn nun generell gegen Unkraut? Hacken – die „alte" Methode. Früher hieß es, dass man den Boden immer gehackt halten sollte. Das ist inzwischen überholt, weil das viele Hacken zum Humusabbau führt. Und beim Hacken kommt auch immer Unkrautsamen von weiter unten an die Oberfläche und keimt. Jäten – also ab auf den Boden und ganze Pflanze mit Wurzel rausziehen. Da tut ein Unkrautstecher gute Dienste, damit man auch die Wurzeln rauskriegt. Jäten setzt einen humusreichen, lockeren Boden voraus. Damit das Jäten lange erfolgreich bleibt, haben wir ein neues Mittel: UnkrautBarriere. Man jätet erst die Fläche ganz gründlich, gießt das Mittel mit der Gießkanne aus. Das verbindet sich mit dem Calcium im Boden zu Carbamatbrücken und bildet eine regelrechte Kruste. Ein Mechanismus wie bei der Korallenbildung. Samenunkräuter können diese Barriere nicht durchstoßen. Mulchen – Boden bedecken mit organischem Material, z.B. einer dünnen Schicht Rasenschnitt. Hat noch viele andere Vorteile. Hindert aber vor allem Samen daran, zu keimen. Abflammen – habe ich noch nie gemacht, halte es auch für gefährlich. Es geht immer wieder mal ein Gartenhaus oder eine Thujahecke in Flammen auf. Auf voll gepflasterten Flächen vielleicht eine gute Idee. Dauert aber auch lange. Unkrautmittel spritzen – von Neudorff gibt es das Finalsan Unkrautfrei Plus auf Basis von Pelargonsäure. Das zerstört die Zellwände, die Zellen trocknen aus, und das schlagartig. Wirkt wie ein Abflammen, ist aber nicht so gefährlich. Und hat auch eine Wirkung bis in die Wurzel. Und ist biologisch abbaubar. Gepflasterte Fläche: Hier darf kein Unkrautmittel (Herbizid) eingesetzt werden. Auch keins mit natürlichem Wirkstoff. Das ist verboten, weil es mit dem Regenwasser über die Kanalisation direkt in die Bäche gelangt. Also: auf die Knie und den Fugenkratzer schwingen! Das gute samstägliche Fegen hilft übrigens, um die kleinen Keimlinge schon wegzubürsten! Gibt es besonders „böse" Unkräuter? Und was tue ich gegen die? Auf jeden Fall gibt es besonders lästige! Giersch Kann man essen, aber auch nur im Frühjahr. Wie Spinat zubereiten geht auch Wächst schnell und überall Kann sich aussamen Hat aber vor allem ein kräftiges Wurzelwerk. Aus jedem Wurzelstück, das im Boden bleibt, kann eine neue Pflanze wachsen. Übel! Wächst auch in Staudenhorste hinein Darum: wenn ihr Pflanzen geschenkt bekommt aus dem Garten von Freunden, topft die erstmal ein und beobachtet, ob da so ein Unkraut durchwächst. Wenn ja – entsorgen! Abhilfe: Giersch abschneiden, dick Pappe drauf, darauf Rindenmulch, und 2 Jahre liegen lassen. Dann ist er – vielleicht - weg. Ansonsten Finalsan Gierschfrei mehrfach anwenden. Das funktioniert aber nur zwischen den Pflanzen. Stauden würden geschädigt werden. Aber gut unter Hecken oder Sträuchern einsetzbar. Ackerschachtelhalm Macht Wurzeln bis in 2 m Tiefe, unmöglich auszubuddeln. Mit den stabilen Triebspitzen durchstößt er auch Folie Liebt verdichtete, staunasse Böden. Also für Drainage sorgen, sauren Boden kalken. Gründüngung mit Lupinen machen. Einmal tiefgründig ausbuddeln, was geht, Boden locker halten, und immer wieder abhacken. Man kann daraus auch eine gute Schachtelhalmbrühe zubereiten, die Pflanzen stärkt Quecke Ist ein Gras, das sich schnell ausbreitet. Macht unterirdische Rhizome von bis zu 1,2 m Mit Grabegabel arbeiten, nicht mit Spaten, sonst macht man gute Weiterverbreitung Ausgraben, Erde abschütteln, ab in Biotonne Dürfen Unkräuter auf den Kompost? Alle Samenunkräuter, die noch keine Samen angesetzt haben, können locker auf den Kompost. Ich lasse die allerdings inzwischen meist an Ort und Stelle liegen – die Regenwürmer freuen sich! Wenn schon Samen dran sind – Biotonne oder Grünschnitt-Deponie Wurzelunkräuter wie Giersch, Schachtelhalm, Quecke – auf keinen Fall im Garten lassen! 3 ultimative Tipps Wehret den Anfängen, gerade bei Wurzelunkraut Hacken war gestern, jäten ist Trumpf. Mulchen mit Rasenschnitt
- Tomaten selbst anbauen - einfach lecker28.04., 06:0028.04.2022, 06:0000:24:12
Aromatische Tomaten aus dem Garten oder vom Balkon Tomaten anbauen Wer selbst aussät, kann die torffreie Bio-Erde NeudoHum Aussaat- und KräuterErde verwenden. Zum Einpflanzen passt gut die torffreie Bio-Erde NeudoHum Tomaten- & GemüseErde. Tomaten gedeihen nur, wenn ihr sie gut ernährt: z.B. mit dem organische Bio-Dünger Azet TomatenDünger. Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum sollte man Tomaten anbauen? Das fragt nur jemand, der noch nie so richtig leckere Tomaten gegessen hat! Dann ist man verdorben für die wässrigen roten Bälle aus dem Supermarkt! Es ist ziemlich einfach – wenn man weiß wie, wie immer! Was muss ich beachten? Tomaten lieben Sonne, den ganzen Tag Und hassen Regen. Sehr gut geht's auf Balkon und Terrasse, oder mit Regenschutz. Gibt was zu kaufen, kann man natürlich auch selbst bauen. Tomaten gedeihen gut im Beet, aber auch im Kübel auf dem Balkon. Dann aber mit großem Gefäß, mindestens 20 Liter! Nach draußen geht es erst nach den Eisheiligen Mitte Mai – na gut, auf dem Balkon geht das früher Kann ich Tomaten selbst anziehen? Klar, das geht gut. Ab Anfang März kannst du aussäen, im April geht es auch noch. Besser nicht zu früh Und toll ist, dass man dann aus so gigantisch vielen Sorten auswählen kann. Von kirschgroßen Früchten bis zu den riesigen Ochsenherz-Tomaten ist alles möglich. Es gibt ca. 3.000 Sorten…Manche sind auch unempfindlicher gegenüber der Kraut- und Braunfäule. Dann also drin eine Schale oder kleine Töpfe mit torffreier NeudoHum Aussaat- und KräuterErde füllen, aussäen und mit Erde abdecken. Sobald mindestens 3 Blätter zu sehen sind, kann pikiert werden, also vereinzelt, und in größere Töpfe gesetzt werden. Tomaten einpflanzen ist ja dann einfach, richtig? Ja klar, aber da habe ich auch noch Tipps. Im Gegensatz zu fast allen anderen Pflanzen sollte man Tomaten so tief wie möglich in die Erde bringen. Also das Loch mindestens doppelt so tief machen, wie der Topf hoch ist. Dann entfernst du alle Blätter, die sonst in der Erde landen würden, und pflanzt ein. Warum? Weil die Tomaten, wenn der Stängel in der Erde ist, auch dort Wurzeln bilden. Und je mehr Wurzeln, umso besser natürlich. Das gilt übrigens sowohl für die Pflanzung im Beet, als auch für die Pflanzung im Topf. Gleich bei der Pflanzung kannst Du torffreie NeudoHum Tomaten- & GemüseErde ins Pflanzloch geben, wenn der Boden nicht so gut ist bei Dir. Und auch einen organischen Dünger reingeben, wie unseren Azet TomatenDünger. Da wir ja den Segen der Mischkultur nutzen möchten: Tomaten lieben Knobi, Kohl und Salat als Nachbar, mögen nicht Fenchel, Gurke, Kartoffeln und Erbsen. Und noch ein Tipp: sieh einen Gießrand vor, damit das Gießwasser nicht wegläuft. Du kannst auch einen Topf direkt neben der Tomate eingraben und dorthinein gießen, das geht gut. Was muss ich bei der Pflege beachten Tomaten gehören zu den Starkzehrern, die haben Hunger und brauchen mind. 2 x Dünger: Bei der Pflanzung, und dann im Juli, wenn die Nährstoffe verbraucht sind. Immer wieder anbinden oder um die Schnur winden. Eine Schnur von der Decke des Balkons oder der Terrasse finde ich sehr praktisch. Meine Tomaten auf der Terrasse werden locker 2 m hoch, da ist die Schnur toll. Einfach gegen den Uhrzeigersinn drumrum winden, das hält. Regelmäßig gießen, im Sommer brauchen die echt viel Wasser. Aber sie mögen keine Staunässe, also das Wasser sollte nicht tagelang im Untersetzer stehen. Nie über die Blätter gießen Und die unteren Blätter entfernen, die sollten nicht auf dem Boden liegen, werden eh bald gelb. Ab Anfang September kappe ich die Spitze, manche machen das auch schon im August. Die Früchte werden halt nicht mehr reif, die sich dann noch entwickeln Grüne Tomaten reifen im Dunkeln gut nach, in der Nähe von Äpfeln geht's noch schneller, weil die Ethylen abgeben. Tomaten nicht im Kühlschrank lagern, dann verlieren sie schnell das Aroma Und dann gibt's doch dieses Ausgeizen. Wofür ist das gut? Tomaten haben den Drang, sich zu verzweigen. Und dann kriegst du schnell ein ganzes Dickicht und weißt gar nicht mehr, was du wie anbinden sollst. Außerdem werden die Früchte immer kleiner, je mehr Triebe es gibt. Und in so einem Dickicht trocknen die Blätter nicht so gut ab, und dann hast du ruckzuck die Braunfäule, eine Pilzkrankheit. Also werden in den Blattachseln, wo die kleinen neuen Triebe raus wachsen, diese einfach zur Seite weggebogen und damit abgebrochen. Nicht abschneiden, denn dann wächst u.U. dort gleich wieder ein neuer Trieb. Wenn ihr unsicher seid, wartet erstmal etwas ab, ob daraus nur ein Blatt wird, oder ein Trieb mit mehreren Blättern. Das erkennt man! Auch richtig lange Triebe könnt ihr noch ausgeizen. Das geht übrigens am besten vormittags, wenn das Gewebe noch knackig ist und leicht bricht. Gibt's noch was Besonders für Tomaten im Kübel? Eigentlich nicht. Das Gefäß sollte mind. 10 Liter Volumen haben. Es gibt spezielle Buschtomaten, die passen auch in einen größeren Balkonkasten, und die musst du nicht ausgeizen.
- Gemüse auf dem Balkon14.04., 09:0814.04.2022, 09:0800:25:29
Eigene Ernte aus Töpfen und Kästen Gemüse auf dem Balkon Einpflanzen am besten in torffreie Erde, beispielsweise NeudoHum Tomaten- & GemüseErde Gemüse muss gut mit Nährstoffen versorgt sein. Z.B. mit dem Bio-Dünger Azet Hochbeet- & GemüseDünger Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Kann man wirklich richtig Gemüse anbauen auf dem Balkon? Lohnt sich das? Wer einmal eine sonnenwarme, aromatische Tomate vom Balkon genascht hat, will nie mehr andere Tomaten. Selbst wenn es nur eine Handvoll sind! Lohnen nicht. Aber Platz für Kräuter gibt's ja immer. Und für 1-2 Salatpflanzen auch. Und vielleicht kriegt man dann Lust, sich nach einem Kleingarten oder einem Urban Gardening-Projekt umzusehen, wo es weitergeht. Was geht denn alles auf dem Balkon? Eigentlich fast alles. Letztlich ist es vor allem eine Platzfrage. Aber wer erfinderisch ist, kann sich seinen grünen Dschungel schaffen! Deshalb sind Gemüsearten super, die in die Höhe wachsen: Stangenbohnen, Feuerbohnen, Gurken, Süßkartoffeln Einfacher ist es zu sagen, was nicht so gut geht: Zucchini – die braucht mindestens 1 qm, die wird einfach riesig Rhabarber – aus dem gleichen Grund. Und der macht auch tiefe Wurzeln, weil er mehrjährig ist. Ja, der gehört zum Gemüse. Weil man nicht den Fruchtstand wie beim Obst ist, sondern den Stängel Es geht ja sogar Obst, spezielle Apfelsorten gibt's, Beerenobst geht auch – aber das ist ein anderer Podcast. Gut für Anfänger Radieschen Pflücksalat, Rucola, Feldsalat Zuckererbsen (April-Juli aussäen, 3-4 um eine Rankhilfe herum Buschbohnen (Mi Mai – E Juni aussäen. 4 Samen in ein Loch, mit 5 cm Abstand). Nicht neben Erbsen anbauen Tomaten, Gurken und Paprika – erst ab Mai. Möhren – kleinwüchsige Arten Was brauche ich alles dafür? Einen sonnigen Platz: auf dem Nordbalkon wird es schwierig, da geht vielleicht noch Salat. Gemüse braucht Sonne, vor allem alles, was Früchte trägt. Gefäße: Kästen, Kübel, alles mit Loch für den Wasserabzug. Es gibt auch Gefäße mit Wasserspeicher, das macht Sinn, wenn man häufiger mal unterwegs ist für mehrere Tage. Es gibt spezielle Kartoffelsäcke. Tomaten, Gurken, Auberginen brauchen mindestens einen 10 Liter-Topf pro Pflanze, besser mehr Zucchini und Kürbis brauchen etwa 50 L Untersetzer für Kübel Es gibt ja sogar kleine Hochbeete für den Balkon zu kaufen, oder zum selbst bauen Je nach Pflanzenart Stäbe zum Aufbinden, oder Schnur zum Aufleiten Erde: natürlich torffrei, z.B. unsere NeudoHum Tomaten- & GemüseErde Dünger: organisch, z.B. unseren Azet Hochbeet- & GemüseDünger Samen oder Pflanzen, je nach Geduld Gießkanne Ernten auf dem Nord-Balkon Herausfordernd, aber möglich! Das geht: Kräuter wie Waldmeister, Minze Brunnenkresse, Schnittlauch, Petersilie, Sauerampfer Mangold Blattsalate Rote Bete Spinat Buschbohnen Brokkoli, Kohlrabi Wie fange ich an? Wie immer: planen! Vielleicht erstmal klein anfangen. Man kann erstmal einen Balkonkasten machen mit Salat und Kräutern. Pflanzen auf dem Wochenmarkt oder im Gartencenter kaufen Alte Gefäße vom Vorjahr oder von Freunden gründlich waschen Auf das Abzugsloch eine Tonscherbe oder einen flachen Stein legen, damit das Wasser nicht die Erde rausschlemmt. Erde einfüllen, erstmal ca. die Hälfte. Dann die Pflanzen einsetzen und restliche Erde auffüllen. Wer aussät, kann schon ab Ende Februar anfangen in der Wohnung, in kleinen Gefäßen. Dazu hatten wir ja schon eine Episode. Da kann man in viel mehr Sorten schwelgen. Ihr könnt auch einfach erstmal einen Salat in einen Balkonkasten mit Blumen pflanzen, warum nicht?! Weitere Pflege Wer fertige Erde kauft, braucht erstmal nicht düngen. Außer früchtetragende Arten wie Tomate, Paprika und Co, da könnt ihr gleich etwas organischen Dünger ins Pflanzloch geben. Diese Pflanzen brauchen dann etwa Mitte Juli nochmal eine Nachdüngung. Regelmäßig gießen ist wichtig – denkt an Urlaube. Und im Hochsommer brauchen manche Pflanzen jeden Tag Wasser, wie z.B. Tomaten. Manche Pflanzen müsst ihr anbinden, wie Tomaten. Entweder an einem Stab – gibt's auch im Wald , oder an einer Schnur, die ihr oben an der Decke befestigt. Die drehen sich natürlicherweise entgegen dem Uhrzeigersinn. Tomaten „ausgeizen", also Seitentriebe wegbrechen. Ist überflüssig bei Buschtomaten. Was Ausgefallenes: Süßkartoffel anbauen Gehört zu den Windengewächsen, stammt aus Mittelamerika. Ist nicht mit der Kartoffel verwandt. Man kann Süßkartoffeln aus dem Laden verwenden. Sollte Bio sein, da nicht mit Keimhemmern behandelt. Braucht volle Sonne und viel Wasser Ab Ende Januar: Vorkultur im Wasserglas ist möglich, sollte nur max. 50 % gefüllt sein. Wie bei Avocado: 3 Zahnstocher reinstecken, damit Knolle nur zu ca. 2 cm im Wasser steht. Einpflanzen, wenn Triebe 20 cm lang sind Man kann die Knolle auch teilen, 1 Tag trocknen lassen, und einpflanzen. Kübel mit mind. 30 Litern Frostempfindlich, also erst ab Mitte Mai ins Freie Im Juli nachdüngen Vor dem ersten Frost ernten 3 ultimative Tipps Einfach mal zwischen Blumen was Gemüsiges pflanzen Denkt ans Düngen! Ausgeizen bei Tomaten wirklich machen!
- Pflanzen vorbeugend schützen31.03., 07:3831.03.2022, 07:3800:24:06
So bleiben eure Pflanzen gesund Vorbeugender Pflanzenschutz Hier findet Ihr Details zur Mischkultur , was passt nebeneinander. Eine mehrjährige Blumenwiese hilft, Nützlinge in den Garten zu locken. Selbst kompostieren hilft, den Boden zu verbessern. Oder ihr setzt den Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer ein. Gute Versorgung mit Nährstoffen gelingt mit dem Azet GartenDünger. Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was kann man denn beim Pflanzenschutz schon groß vorbeugen? Schnecken kommen, oder auch nicht – oder gibt's da Tricks?? Da gibt mehr als man so denkt! Vieles davon kostet sogar nichts, nur ein bisschen Denkarbeit. Gute Planung ist, wie so oft, sehr hilfreich Was kann oder sollte man denn konkret planen? Ganz allgemein: ein abwechslungsreich gestalteter Garten mit einer ausdauernden Blumenwiese ist der beste Schutz vor Schädlingen. Denn Vielfalt stabilisiert das System! Widerstandsfähige Sorten wählen Pflanzen nur an den passenden Standort pflanzen. Tomaten im Schatten sind ebenso wenig eine gute Idee wie die ein Farn in praller Sonne Mischkultur und Fruchtfolge beachten – das stärkt die Pflanzen Boden pflegen – die Basis allen Wachstums Bodenpflege nicht vergessen. Ein biologisch aktiver, humusreicher Boden kann Wasser und Nährstoffe gut speichern und langsam abgeben. Dadurch geraten Pflanzen nicht so in Stress den Boden mulchen, also mit Rasenschnitt o.ä. bedecken. Das fördert Regenwürmer und verbessert die Bodenfruchtbarkeit Humusbildung fördern, z.B. im Gemüsegarten, indem ihr immer auf wechselnden Beeten Gründüngung aussät Kompostwirtschaft: selbst kompostieren und damit den Boden verbessern Regelmäßige Gaben von Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer sorgen auch für langfristigen Humusaufbau Dann muss man wohl auch schon bei der Pflanzung was beachten? Genau. Das ist wie immer – wenn ich rumpfusche, rächt sich das später! Die Pflanzung ernst nehmen, sich Zeit nehmen. Bei Gehölzen ganz besonders. Pflanzloch groß genug machen, Pflanzerde rein geben nicht zu dicht pflanzen, sonst breiten sich besonders Krankheiten schnell aus nicht zu tief pflanzen. So muss z.B. „Salat im Wind flattern", also nicht zu tief setzen. Das beugt der Salatfäule vor Ok, ich habe korrekt gepflanzt – wie geht es weiter? Bedarfsgerechte organische Düngung: zu viel Stickstoff macht weiches Gewebe – Blattläuse freuen sich! Organische Dünger wie unser Azet GartenDünger liefern viele Nährstoffe, aber auch viele Spurenelemente, dazu noch Mikroorganismen. Die beleben den Boden und unterstützen die Bildung einer guten Krümelstruktur Bei Pflegemaßnahmen die Pflanzen so wenig wie möglich verletzen. Also so wenig wie möglich stressen. Und Verletzungen sind immer Eintrittsmöglichkeiten für Krankheitserreger – wie bei uns Menschen! Regelmäßiger Schnitt. Denn schnell abtrocknendes Laub beugt Pilzkrankheiten vor. Warum ist das so? Pilzkrankheiten brauchen i.d.R. Feuchtigkeit, damit sie sich entwickeln können. Wenn ich nie die Rose oder den Obstbaum schneide, kriege ich ein immer dichter werdendes Astgewirr, das kreuz und quer wächst. Die Blätter beschatten sich gegenseitig, wenn es dann regnet oder viel taut, bleibt das Laub sehr lange feucht. Was Besseres kann so einer Pilzspore gar nicht passieren, die kann sich da toll entwickeln. Was ist mit Schädlingen? Kann ich da auch vorbeugend was tun? Unbedingt! Regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren hilft schon viel. Kranke Pflanzenteile entfernen, ebenso einzelne Schädlinge Nützlinge fördern: Nektar- und pollenreiche Pflanzen locken Schwebfliegen und Co an, die sich um Blattläuse u.a. kümmern. Eine Blumenwiese im Garten, wie unsere mehrjährigen Wildgärtner Freude-Mischung, spart als direkt Pflanzenschutzmittel ein. Mir sollte aber auch klarwerden: wenn ich Marienkäfer im Garten haben will, muss ich zwangsläufig auch ein paar Blattläuse tolerieren. Sonst verhungern die nützlichen Helfer! Und sonst so: Verhindern, dass der Schädling in Kontakt mit der Pflanze kommt. Dazu muss man ein bisschen was wissen über den Schädling, das gehört bei uns zur Entwicklung von neuen Methoden. Z.B.: Gegen Raupen vom Frostspanner den Raupen- und AmeisenLeimring um Stämme und Pfähle von Obstbäumen legen. Gegen Gemüsefliegen, deren Maden z.B. an Lauch fressen, ein SchädlingsschutzNetz über die Beete legen Wasser und Licht kommen durch, die Schädlinge aber nicht Möhren im Hochbeet anlegen: die Weibchen fliegen nur max 1 m hoch. Können dann also ihre Eier nicht ablegen im Hochbeet, also gibt's keine Madengänge Schnecken im Hochbeet: Schnecken-Schutz, unser selbstklebendes Kupferband außen aufs Hochbeet kleben. Schnecken kommen nicht rüber Gelbtafeln gegen das Knospensterben: das ist ein Pilz der dazu führt das die Knospen eintrocknen. Wird übertragen von der Rhododendron-Zikade. Die saugt die Knospen an und zieht den Pflanzensaft. Dabei überträgt sie den Pilz. Beleimte Gelbtafeln in bestimmtem Gelbton ziehen die Zikaden an – aus ist´s. Gibt es auch gegen Maden in Kirschen Was ist denn mit Blattläusen, die treten ja manchmal in Massen auf? Ja, da gibt's tatsächlich was Und zwar überwintern Blattläuse als Eier an Gehölzen. Vertragen auch -15 °C Wenn man Ende Februar mit einem Öl-haltigen Mittel wie dem Promanal auf die nackten Triebe spritzt, erstickt das Öl die Eier, daraus schlüpfen keine Läuse mehr. 3 ultimative Tipps Sorgt für Vielfalt Pflanzt heimische, widerstandsfähige Sorten Wenn eine Pflanze immer wieder krank wird, pflanzt sie um oder reißt sie raus
- Hochbeet Praxis17.03., 07:5017.03.2022, 07:5000:18:02
Gemüseanbau ganz praktisch Gärtnern im Hochbeet Hier findet Ihr Details zur Mischkultur, was passt nebeneinander. Hört euch auch die Episode zum Hochbeetbau an Tricks für Hilfe bei der Bewässerung mit „Ollas“ gibt es hier. Zum Auffüllen könnt ihr die torffreie NeudoHum Hochbeet- & GewächshausErde verwenden. Der organische Azet Hochbeet- & GemüseDünger liefert alle wichtigen Nährstoffe. Mehr Infos zum Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Annette, warum baust du Gemüse im Hochbeet an? · Vor allem wegen der Wühlmäuse, die Pflanzen abgefressen haben · Außerdem gab es orthopädische Probleme · Schwerer, toniger Boden mit geringem Humusanteil Wo stehen Deine Hochbeete? Wie hast den Platz ausgesucht? · Die Hochbeete stehen auf einer Kiesfläche. Vorteil: trockenes Umfeld für das Holz · Nord-Süd-Ausrichtung. Vorteil: höher wachsendes Gemüse beschattet nicht das niedriger wachsende · Vollsonniger Standort · Von allen Seiten begehbar Wie groß sind die Hochbeete? · 1,20 x 0,80 m breit, 1, 0 m hoch. Selbst gebaut. Wenn das Hochbeet von allen Seiten zugänglich ist, wären auch bis 1, 20 möglich. Und natürlich könnten sie auch länger sein. Je nachdem, wie groß der Bedarf an Gemüse ist. Wegen der individuelleren Bepflanzung bzw. Ansprüche der Pflanzen lieber mehrere kleinere als ein zu großes Hochbeet bauen · Bei der Höhe beachten: mindestens 80 cm hoch, besser 1, 0 m, damit man aufrechtstehend arbeiten kann. Bei niedrigeren Höhen muss man sich zu stark beugen, das ist bei längerer Haltung sehr belastend für den Rücken. Kann man im Hochbeet das gleiche Gemüse anbauen wie im Erdbeet? Ja, die meisten Gemüsearten kann man auch gut ins Hochbeet pflanzen: Kartoffeln, Kohl, Radieschen, Spinat, Kohlrabi, Buschbohnen, Salat. Hochwachsende Gemüse wie, z. B. Stangenbohnen oder Knollenfenchel, oder raumgreifende Arten, wie z. B. Kürbis oder Zucchini wachsen sehr gut im Hochbeet, werden aber zu hoch bzw. zu groß. Diese daher besser ins Erdbeet pflanzen. Man muss auch bedenken, dass das Gemüse im Hochbeet oft üppiger wächst als im Erdbeet mit anstehendem Boden. Daher unbedingt auf den Pflanzabstand achten! Und wie sieht es aus mit Obst und Kräutern im Hochbeet? Geht natürlich auch gut mit z.B. Erdbeeren. Kräuter brauchen oft nur mageren Boden, da macht ein Hochbeet relativ wenig Sinn. Problem bei ausdauernden Kulturen ist außerdem das Absacken der Erde im Hochbeet. Die muss im Frühjahr aufgefüllt werden. Dann muss man die Pflanzen, die noch drinstehen, rausnehmen und neu einpflanzen. Das ist dann etwas mühsam. Gutes Stichwort. Wenn das Hochbeet steht und genutzt wird: gibt´s weitere Arbeiten, die regelmäßig anstehen? Was auf jeden Fall jedes Jahr ansteht, ist das Auffüllen der Erde. Die unteren Schichten im Hochbeet zersetzen sich allmählich, die Erde rutscht von oben nach. Wenn nicht regelmäßig aufgefüllt wird bis zum oberen Rand, stehen die Pflanzen irgendwann wie in einem Loch und bekommen nicht genügend Sonne ab. So 10 bis 20cm können das in jedem Jahr sein. Kann gut aufgefüllt werden mit der NeudoHum Hochbeet- & GewächshausErde von Neudorff. Auch wechselnd mit der NeudoHum Tomaten- und GemüseErde, natürlich beide torffrei. Vielleicht muss man sonst noch mal eine Schraube nachziehen, aber sonst nichts, was man tun müsste. Muss ich denn eigentlich auch düngen im Hochbeet? Ja, düngen nach Bedarf. Durch die Zersetzung des organischen Materials werden zwar immer Nährstoffe freigesetzt, aber für manche Gemüsearten reicht das nicht, z. B. Kohl, der ein sogenannter Starkzehrer ist, viele Nährstoffe zum Wachsen braucht und relativ lange im Beet steht, bevor er geerntet wird, braucht zusätzlichen Dünger. Oder wenn man auf abgeerntete Flächen nachsäen oder pflanzen möchte, sollte man düngen. Ich nehme unseren Azet Hochbeet- & GemüseDünger. Der ist organisch und enthält auch Mikroorganismen, die gut für das Bodenleben sind. Und wie ist das mit dem Gießen? Pflanzen haben nur begrenzten Wurzelraum zur Verfügung, stehen auf relativ engem Raum und müssen Wasser mit anderen Pflanzen teilen. · Regelmäßig gießen, in Trockenperioden sowieso · Manche Gemüsearten wie Zucchini täglich, Kohl regelmäßig alle zwei, drei Tage gießen · Besser durchdringend wässern als täglich ein bisschen · Hilfe bei der Bewässerung geht mit mit Ollas, selbstgemacht aus unglasierten Tontöpfen, oder mit einem automatische Bewässerungssystem. Habe ich im Hochbeet eigentlich auch mit Schädlingen zu kämpfen? · Ja, kann auch passieren. Gegen Wühlmäuse unbedingt einen engmaschigen Draht einbauen. · Möhrenfliegen fliegen nicht höher als einen Meter. Sie sind im Hochbeet also kein Problem. · Blattläuse und Raupenbefall kann natürlich vorkommen. Vorteil: Man entdeckt Schädlinge früher, weil man näher am Gemüse ist und es leichter kontrollieren kann. Eiablage von Schmetterlingen und Käfern lässt sich verhindern mit dem SchädlingsschutzNetz. · Auch Schnecken kommen vor, die kriechen am Holz hoch. Verhindern lässt sich das mit Schnecken-Schutz (Kupferband). Mögen Schnecken nicht drüberkriechen. · Im letzten Jahr gab es leider jede Menge Engerlinge im Hochbeet: Maikäfer, Gartenlaubkäfer, Rosenkäfer. Humose Erde sehr beliebt zur Eiablage. Verhindern lässt sich auch dies durch das SchädlingsschutzNetz. Rosenkäfer stehen unter Schutz und fressen nicht an lebenden Pflanzen! Bewegen sich auf Rücken gedreht fort, andere auf der Seite liegend. · Vorbeugend: Mischkultur geht auch im Hochbeet. Dazu gab es auch schon eine Episode. Das bedeutet, jährlich die Gemüsekulturen zu wechseln, drauf achten, was sich beim Wachsen gegenseitig begünstigt (Möhren/Zwiebeln), Kapuzierkresse und Obstgehölze. Gibt es notwendige Vorbereitungen für den Winter? · Keine speziellen, evtl. Bewässerungssystem abbauen, Ollas rausnehmen · Im Herbst kann man Gründüngung einsäen · Eventuell das Hochbeet mit einem Laub-Stroh-Gemisch abdecken, um die Erde etwas zu schützen. Die drei ultimativen Tipps: · Sucht den Platz für das Hochbeet sorgfältig aus · Überlegt gut, was ihr säen oder pflanzen möchtet · Nutzt für die obere Schicht hochwertige, torffreie Erde
- Moos im Rasen03.03., 09:2803.03.2022, 09:2800:22:29
Was tun für dichten Rasen Ein guter organischer Rasendünger wie Azet RasenDünger stärkt den Rasen so, dass er Moos gut verdrängen kann. Wenn schon Moos vorhanden ist, hilft der RasenDünger SPEZIAL mooslos glücklich. Um den Boden zu verbessern, sind jährliche Gaben des Neudorff Terra Preta BodenVerbesserers sinnvoll. Wer beim Aussäen gleich auf hochwertige Rasensamen wie TerraVital-Rasensamen Wert legt, bekommt dichten Rasen, in dem sich Moos nur schlecht ausbreiten kann. Mehr Tipps zur Rasenpflege gibt es auf www.neudorff.de Wenn Ihr Fragen habt, schreibt mir gern unter s.klingelhoefer@neudorff.de Was ist eigentlich das Problem bei Moos im Rasen? Gute Frage, weiß ich auch nicht. Sieht ja schön aus, und im Schatten wächst eh kein Rasen. Wenn ich aber viel Bolzen will, ist es vielleicht schwierig. Was kann ich tun gegen Moos? Wahrscheinlich erstmal vertikutieren? Das machen die meisten Leute, freuen sich riesig über die Berge, die sie rausholen – und dabei bleibt es dann. Das macht man jedes Jahr wieder, und es wird meist immer schlimmer. Das Vertikutieren ist eh eine Sache, die nicht standartmäßig jedes Jahr gemacht werden sollte. Was sind die Ursachen für Moos im Rasen? Schatten Nährstoffmangel Falscher Dünger Staunässe Rasen zu tief gemäht Minderwertiges Saatgut Saurer Boden 1: Schatten – was kann man tun? Liegt der Rasen mehr als einen halben Tag im Schatten, ist er auf verlorenem Posten. Denn selbst sogenannte Schattengräser möchten mindestens einen halben Tag Sonnenlicht genießen. Lösung: Schattenverträgliche Pflanzen pflanzen: • Immergrün (Vinca) oder Funkie (Hosta) zum Zug, Schaumblüte (Tiarella) oder Elfenblume (Epimedium) punkten zusätzlich mit Blüten. • „Laubschlucker“ wie Buschwindröschen (Anemone), Frauenmantel (Alchemilla) oder Waldsteinie. Wo sie wachsen, spart ihr euch im Herbst das Laubrechen. • Immergrüne sind Dickmännchen (Pachysandra) oder Johanniskraut (Hypericum). 2: Nährstoffmangel – hört sich einfach lösbar an. Wie oft sollte man denn düngen? Nur bestens versorgt mit Nähr- und Mineralstoffen kann der Rasen gut wachsen und Moos verdrängen. Damit wird der Rasen schwächer, Moos dagegen mag gar nicht so viele Nährstoffe. Lösung: Mindestens zweimal im Jahr düngen ist Pflicht, wenn ihr schönen Rasen haben möchtet. • Dafür eignet sich unser Azet RasenDünger. Er enthält alle wichtigen Nährstoffe, die beigefügten Mykorrhiza-Pilze fördern die Fähigkeit der Wurzeln, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. • Mit unseren organischen Düngern wächst der Rasen nicht so in die Höhe, sondern mehr in die Breite. Ihr müsst also nicht mehr mähen! • Oder ihr setzt gleich auf den RasenDünger SPEZIAL mooslos glücklich. Die darin enthaltene Eisenverbindung stärkt die Rasengräser zusätzlich. 3: Falscher Dünger – was kann falsch an einem Dünger sein? Wer zu den preiswertesten mineralischen Düngern greift, holt sich die Probleme selbst in den Garten. Denn • die pushen den Rasen nur in die Höhe, aber nicht in die Breite. • In den Lücken kann sich dann Moos und Unkraut ausbreiten. • Und es entsteht jede Menge Rasenfilz, der nicht abgebaut wird. Das wirkt wie ein Schwamm, die Nässe bleibt lange da – toll für Moos Lösung: gute organische Rasendünger verwenden 4: Staunässe – was ist das? Bei Staunässe kann das Regenwasser nicht gut abziehen. Grund dafür ist meist Bodenverdichtungen schon während der Bauphase des Hauses. Da kann der Boden so fest sein, dass der Regen nicht gut versickert Eine Tonschicht im Unterboden, die den gleichen Effekt macht. Rasenfläche wird häufig betreten, oder bespielt. Was kann man dagegen tun? Gleich bei der Neuanlage erstmal Gründdüngung aussäen, die tiefe Wurzeln macht, wie Gelbsenf. Das ist das Beste. Wenn das nicht geht, mindestens einmal jährlich Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer ausbringen. Damit der Boden schnell abtrocknet, kann man gewaschenen Bau- oder Quarzsand mit 3-4 l/qm ausbringen. Dadurch trocknet die Oberfläche schneller ab und Moos hat schlechtere Karten. Das kann man bei feuchten Böden jährlich im Frühjahr wiederholen. 5: Rasen ist zu kurz – warum ist das ein Problem Wird der Rasen zu tief gemäht, so sind die Gräser in ihrer Konkurrenzkraft gegenüber den Moosen geschwächt. Tiefer als 4 cm in der Sonne und 5 cm im Schatten sollte man Rasengräser nicht kappen. 6: Minderwertiges Saatgut – was hat das für Auswirkungen? Besonders die hochtrabend klingende Mischung „Berliner Tiergarten“ ist nicht so richtig gut. Da sind Rasensorten drin, die vor allem nach oben wachsen, aber nicht in die Breite. Qualität lohnt sich auch hier! Z.B. die TerraVital-Rasensamen von Neudorff. 7: Ist der Boden zu sauer - woher weiß ich das? Liegt der pH-Wert des Bodens zu niedrig, so gewinnen die Moose die Oberhand. Freudig wächst der Rasen nur bis zu einem pH-Wert über 6. Den pH-Wert kann man ganz mit dem pH-Bodentest ermitteln. Liegt er zu hoch, könnt ihr nach Bedarf und Packungsangaben Azet RasenKalk ausbringen. Was also tun gegen Moos? Ursachen bekämpfen Moos rausrechen (vertikutieren muss nicht sein) RasenDünger Spezial mooslos glücklich anwenden Lücken nachsäen mit guter Rasenmischung, wie Terra Vital RasenSanierer Die 3 ultimativen Tipps Geht der Ursache auf den Grund für das Moos. Nur vertikutieren im Frühjahr reicht nicht Kämpft nicht gegen Windmühleflügel: Im Schatten wachsen Bodendecker besser als Rasen Gebt euch bei der Rasenanlage richtig Mühe, und macht eine Gründüngung
- Mischkultur und Fruchtfolge03.02., 07:1503.02.2022, 07:1500:20:18
Für bessere Ernten im Gemüsebeet Mischkultur, Fruchtfolge und Fruchtwechsel Noch mehr Infos gibt’s auf www.neudorff.de Habt ihr Fragen? Dann meldet euch gern bei mir unter s.klingelhoefer@neudorff.de Was soll das sein? Es geht darum, wie und in welcher Reihenfolge bzw. Kombination ich Gemüse anbaue. In beiden Fällen sind es ganz alte Grundregeln, die dazu führen, dass das Gemüse gesund wächst und sich im besten Fall gegenseitig fördert. Bei der Mischkultur geht es darum, was wächst zur gleichen Zeit nebeneinander im Beet: eine Reihe Lauch, eine Reihe Erdbeeren etc. Hierbei können sich die Pflanzen gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten schützen. Bei der Fruchtfolge betrachte ich das Beet im Verlauf des Jahres bzw. der Kulturen. Also eine Stelle im Gemüsegarten, und welche Kulturen wachsen da nacheinander drauf. Es geht darum, dass der Boden gesund bleibt und nicht ausgelaugt wird. Und dass sich keine Krankheitserreger im Boden ansammeln können. Und beim Fruchtwechsel geht es um die Fruchtfolge über mehrere Jahre. Fruchtfolge und Fruchtwechsel Was passiert, wenn man jahrelang Pflanzen aus der gleichen Pflanzenfamilie am gleichen Platz anbaut? • die Erträge sinken • die immer gleichen Pflanzen ziehen die Nährstoffe einseitig aus dem Boden • Krankheitserreger können sich im Boden ansiedeln. Das sind vor allem o Welkekrankheiten bei Tomaten und Gurken, o Gemüsefliegen bei Kohl, Möhren, o Kohlhernie bei Kohl, o Wurzelälchen bei Erdbeeren o Aber auch z.B. Kartoffelkäfer haben es leichter, denn sie überwintern im Boden • die Bodenmüdigkeit tritt auf, ein Phänomen, das immer noch nicht komplett erforscht ist. Sie führt dazu, dass die Pflanzen schlechter wachsen. Wie lange sollte man Pause machen zwischen den Pflanzenfamilien? Mindestens 3 Jahre Pause machen, bis Pflanzen aus der gleichen Pflanzenfamilie wieder am gleichen Platz stehen. Das gilt übrigens auch für die Gründüngungspflanzen. Das wussten die Menschen schon ab dem Mittelalter und nutzten die Dreifelderwirtschaft, später die Vierfelderwirtschaft mit Gründüngung auf einer Fläche. Dabei wurde ein Feld brach, also unbewirtschaftet, liegen gelassen und als Weide genutzt. Hilfreich zu wissen: die wichtigsten Pflanzenfamilien • Nachtschattengewächse: o Tomaten o Paprika o Auberginen o Kartoffeln • Kreuzblütler o Kohl o Radieschen o Rettich o Rucola o Gründüngungspflanzen wie Gelbsenf und Kresse • Doldenblütler o Möhren o Sellerie o Pastinake o Petersilie o Knollenfenchel • Lauchgewächse o Zwiebeln o Porree o Knoblauch o Schnittlauch • Kürbisgewächse o Kürbis o Melonen o Gurken • Gänsefußgewächse o Mangold o Spinat o Rote Bete o Gartenmelde Mischkultur – was bringt das? • Manche Gemüsearten vertragen sich nicht gut miteinander. Da geht es teilweise um Stoffwechselprodukte, die die Wurzeln der einen Gemüsesorte ausscheiden, und die ihr Nachbar nicht verträgt, oder die ihn langsamer wachsen lassen. Das sind Wurzelausscheidungen wie Saponine oder auch ätherische Öle. • Es sieht abwechslungsreich aus. • Wenn man dicken Knollensellerie nebeneinander kombiniert mit schlankem Porree, passt mehr aufs Beet, denn ihr könnt dichter pflanzen • Bunte Blumen, die Pollen für Blütenbesucher anbieten, helfen, dass sich Nützlinge ansiedeln, die sofort auf das Gemüse wechseln, wenn dort Blattläuse auftauchen. • Ungünstige Paare sind o Erbsen und Bohnen, o Salat und Petersilie, o Radieschen und Gurken o Rote Bete und Lauch. o Tomaten und Erbsen • Gute Partner sind o Sellerie und Kohl, denn der Sellerieduft vertreibt Kohlblattläuse und Kohlfliegen. o Kopfsalat und Erbsen mögen sich auch, o Zucchini und Kapuzinerkresse, denn letztere mögen die Schnecken nicht und bleiben dann auch den Zucchini fern. o Erdbeeren und der blau blühende Borretsch. Letzterer zieht Insekten an, die dann die Erdbeeren gut befruchten. o Erdbeeren und Knoblauch sind auch gut o Schnittlauch verhindert Grauschimmel an Erdbeer-Früchten, o Kerbel vergrault Ameisen aus dem Salatbeet. o Möhren und Zwiebeln: Möhren vertreiben die Zwiebelfliege, Zwiebeln die Möhrenfliege o Mangold und Möhren Die ultimativen 3 Tipps Macht euch einen Beetplan fürs ganze Jahr Haltet euch an die Fruchtfolge Bei der Mischkultur jedes Jahr ein bisschen besser werden
- Selbst aussäen06.01., 07:1006.01.2022, 07:1000:25:18
Eigene Aussaat für Balkon und Garten Gartenpflanzen selbst vorziehen Torffreie Anzuchterde wie unsere NeudoHum Aussaat- und KräuterErde ist für jede Aussaat gut geeignet, weil sie besonders feinkrümelig ist. Wenn ihr Tomaten, Paprika und Co auspflanzt, gebt ins Pflanzloch etwas torffreie NeudoHum Tomaten- und GemüseErde hinein, dann wachsen die Jungpflanzen schneller an. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gern unter s.klingelhoefer@neudorff.de. Was ist ein Same? Das Ergebnis der Befruchtung der Mutterpflanze. Es kommen also, wie beim Menschen, Erbgut zweier Partner zusammen, daraus entsteht etwas Neues. Die Nachkommen sind nicht 100 % identisch, denn die Erbinformationen werden jedes Mal neu gewürfelt. Es sei denn es handelt sich um samenfeste Sorten, die sind so lange auf ihre Eigenschaften hin gezüchtet, dass die immer gleichbleiben. Das ist bei F1-Hybriden anders. F1-Hybriden sind Kreuzungen von zwei reinerbigen unterschiedlichen Sorten. F1 bedeutet dabei „erste Filial-Generation“. Vorteil: es gibt ausschließlich einheitliche Nachkommen. Die Samen sind teurer, die Pflanzen bringen aber höhere Erträge bzw. z.B. bei Stiefmütterchen riesige Blüten, oder auch resistent Pflanzen, oder solche, die gleichzeitig reifen. Nachteil: Nachkommen haben diese Eigenschaften nicht mehr, die spalten sehr auf in ihren Eigenschaften. Sie sind also nicht „samenfest“, ich kann sie also nicht im nächsten Jahr wieder aussäen. So muss man immer wieder neues Saatgut kaufen. Es handelt sich aber nicht um Genmanipulation. Warum überhaupt selbst aussäen? Viele Pflanzen kann man als Jungpflanzen kaufen. Das ist natürlich einfach. Aber · ich bekomme Sorten, die als Jungpflanzen nicht verfügbar sind (Muskat-Kürbis z.B., Tomatensorten u.a.), nur über Samen. · ich kann bei eigener Anzucht sicher sein, dass keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden. · es ist preiswerter, Pflanzen selbst anzuziehen, als Jungpflanzen zu kaufen · Tomaten, Paprika, Kürbis etc. sind frostempfindlich. Ich kann sie im Freien erst ab Mitte Mai aussäen. Dann habe ich einen späten Erntebeginn. Daher ziehe ich die Pflanzen ab März/April vor, damit ich Mitte Mai schon fertige Pflanzen auspflanzen kann. · Selbst aussäen macht Spaß! Was kann ich überhaupt selbst aussäen? Es bietet sich an für viele Gemüsearten, wie Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbis. Gerade bei Tomaten ist die Sortenvielfalt bestechend. Auch bei Zuckermais lohnt es sich. Bohnen sind dankbar für das Vorziehen, denn dann umgeht man so manchen Schädling. Aber es gibt auch schöne Sommerblumen, wie Cosmea, Zinnien u.a., bei denen die Sortenvielfalt der Samen viel größer ist. Ab wann kann man aussäen? · Ab 1. März ist es gut im Zimmer machbar · Zu früh ist schlecht, weil es zu dunkel ist. Dann fehlt das Tageslicht, und die Keimlinge kommen nicht so recht in Schwung. · Hilfreich ist bei früher Aussaat eine zusätzliche Beleuchtung, sonst gibt es lange dünne Stängel. Was brauche ich für die Aussaat in Gefäßen? · Saatkiste · Kleine Töpfe · Torffreie Anzuchterde wie NeudoHum Aussaat- und KräuterErde. Ist besonders feinkrümelig für die zarten Wurzeln · Etiketten, oder Scherben von Tontöpfen zum Beschriften · Ausgedienten Kugelschreiber oder Pikierstab · Gießkanne mit feiner Tülle Wie gehe ich vor Variante 1: Packung lesen! Auf Aussaatzeitpunkt und Pflanzabstand achten. Aussaatschale füllen und ganz eben machen. Z.B. mit einem Stöckchen. Leicht andrücken mit der Hand. Wer häufiger aussät, kann sich ein Brett mit Griff machen. Dann wird es gleichmäßiger. Samen aussäen. Sehr vorsichtig und mit gutem Abstand der Körner zueinander. Meist werden die Samen mit Erde bedeckt in der Stärke, wie der Samen groß ist. Aber Achtung, es gibt auch Samen die werden nicht abgedeckt, wie z.B. Basilikum. Das sind die sogenannten Lichtkeimer, die keimen besser wenn sie nicht mit Erde abgedeckt werden. Nach dem Abdecken wieder leicht andrücken, damit die Samen gut Bodenkontakt bekommen. VORSICHTIG angießen, bei feinen Samen auch gern mit Sprühflasche, oder mit einer ganz feinen Tülle der Gießkanne. Gut ist, das Gefäß mit einer Glasscheibe oder durchsichtiger Folie abzudecken, um die Luftfeuchte zu erhöhen. Variante 2 Aussäen in Töpfen. Macht Sinn bei großen Samen, wie Kürbis. Aber auch sonst. Kleine Töpfe füllen mit torffreier NeudoHum Aussaat- und KräuterErde. 2-3 Samen reingeben (denn nicht jeder Samen wird zur Pflanze). Leicht andrücken Gießen Folienbeutel drüberstülpen, mit Gummi befestigen Wie pflegen? Gießen ist das Wichtigste. Die Erde darf auf keinen Fall austrocknen. Und dann kommt das Pikieren. Was ist das überhaupt? Wenn die ersten 3-4 Blättchen da sind, wird pikiert. Also die Pflänzchen werden vorsichtig auseinandergesetzt. So geht’s: Erstmal gießen. Dann die Töpfe vorbereiten: Säubern und mit torffreier Aussaaterde füllen. Den alten Kugelschreiber oder einen Pikierstab nehmen, den Keimling NICHT am Stiel anfassen, immer an den Blättchen! Den Pikierstab in die Erde unter den Keimling schieben, Pflanze vorsichtig raushebeln. Wenn noch eine besonders lange Wurzel dran ist, diese mit den Fingern abknipsen. Dann verzweigt sie sich besser und bekommt mehr Seitenwurzeln. Das ist gut für die bessere Wasseraufnahme. Mit dem Pikierstab ein Loch in die Erde vom neuen Topf bohren. Die Pflanze vorsichtig reinsetzen. Die Wurzeln nicht nach oben biegen, die müssen gerade ins Loch. Die Erde mit dem Pikierstab leicht an die Pflanze drücken. Angießen – fertig! Wenn ihr in Töpfchen ausgesät habt, müsst ihr auch hier vereinzeln. Bei Tomaten, Paprika und Co. bleibt nur eine Pflanze im Topf. Die restlichen entfernt ihr. Bei Basilikum u.ä. können ruhig 2-3 Pflänzchen im Topf bleiben, dann wird die Pflanze später schnell schön buschig. Und dann?? · Frostempfindliche Pflanzen wie Tomate und Co kommen erst nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, ins Freie. Sie könnten sonst erfrieren und sind hin. · Beim Auspflanzen macht ihr ein schönes großes Loch, gebt etwas torffreie NeudoHum Tomaten- und GemüseErde hinein, füllt das Loch auf, drückt leicht an, angießen, fertig. · Bei Kohlpflanzen u.ä. macht ihr mit einer Pflanzschaufel ein kleines Loch und setzt die Pflanze rein. · Extratipp für Salate, wie Kopf- und Pflücksalate: den Wurzelballen nur zur Hälfte in die Erde setzen. Der Rest guckt raus. Dann werden die Pflanzen seltener von der Salatfäule befallen. Was gibt’s noch zu sagen? · Ihr könnt selbst Samen ernten, bei Freuden oder im eigenen Garten: o Wenn Körner freiwillig fallen. o Oder ihr stülpt z.B. luftdurchlässigen großen Teebeutel über den Samenstand und bindet ihn fest. Dann fällt kein Samen daneben. o Bei Tomaten, Kürbis und Co. die Samen aus dem Fruchtfleisch lösen und trocknen. o Samen reinigen, trocknen, in einem beschrifteten Schraubglas oder Papiertüte kühl und dunkel lagern. o Name und Erntejahr vermerken. Tomatensamen bleiben bis zu 8 Jahre keimfähig, die von Möhren nur 1-2 Jahre · Bei der Auswahl gern alte, heimische Sorten verwenden. Es gibt auch die sog. F1-Hybriden: Kreuzung zwei reinerbiger Eltern. Vorteil: es gibt ausschließlich einheitliche Nachkommen. Ist teurer, bringt aber höhere Erträge bzw. z.B. bei Stiefmütterchen riesige Blüten. Nachteil: Nachkommen haben diese Eigenschaften nicht mehr, die spalten sehr auf in ihren Eigenschaften. Ich kann sie also nicht weitervermehren. So muss man immer wieder neues Saatgut kaufen. Die drei wichtigsten Tipps für die eigene Aussaat Nicht vor Ungeduld zu früh aussäen. Anfang bis Mitte März ist völlig ausreichend! Alte Sorten verwenden, die sind meist widerstandsfähiger. Selbst Samen ernten von der leckersten Tomaten etc.