Podcast

Einfach natürlich Gärtnern

W. Neudorff GmbH KG

Health & Fitness · Leisure

160 Episoden · neueste 08.10.

Episoden

160
  1. Blumenwiese neu anlegen
    24.09., 05:0000:18:16

    Hol dir Blüten in den Garten Blumenwiese anlegen Live-Podcast von der BUGA Mannheim Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was ist denn ein guter Standort für eine Blumenwiese? Sonne, Sonne, Sonne ist das Allerwichtigste Insekten lieben es warm, dann sind sie am aktivsten Brauche ich da besonders guten Boden? Nein, eher im Gegenteil Die meisten Wildblumen in so einer Blumenwiese mögen eher Boden, der nicht so nährstoffreich ist Wie geht es los? Erstmal die Fläche festlegen. Geschwungene Linien sehen meist besonders schön aus Die Fläche mit Gartenschlauch oder Seil festlegen Rasen super-kurz mähen und abtragen, mit einem Spaten Boden lockern mit einer Grabegabel, Steine und Wurzeln auslesen Feinkrümelig machen, mit einem Dreizahn oder Harke Mit einer langen Latte größere Unebenheiten erkennen und ausgleichen Optimal ist es, wenn der Boden 2 Wochen liegen bleibt. Dann keimen noch Unkräuter, die ihr vor dem Aussäen entfernen könnt Danach nochmal kurz auflockern Und dann aber aussäen?? Genau, jetzt wird ausgesät. Also die Dose, oder den Beutel, gut schütteln Es sollte dabei windstill sein – feine Samen fliegen sonst einfach weiter! In der Regel brauchen die Samen nicht eingeharkt zu werden Mit einer Schaufel andrücken Wer viele Vögel hat, kann die Fläche mit einem Vlies oder Netz abdecken Vorsichtig wässern und feucht halten bis es richtig grün ist Könnte ich das nicht abkürzen, indem ich einfach kleine Löcher in den Rasen schneide und darin aussäe? Ja, so wünschen sich das manche Hobbygärtner. Aber das taugt nichts Der Boden unter Rasenflächen ist meist sehr verdichtet, so dass kleine Sämlinge da kaum reinwurzeln können Pflanzen brauchen Platz, manche 20 – 40 cm im Durchmesser. Da reicht eine kleine Lücke im Rasen nicht Ohne gründliche Bodenbearbeitung geht da nichts Was muss ich weiter an Pflege machen? 2 x jährlich schneiden: kurz nach der Vollblüte im Juni, auch wenn es schmerzt! Sichel oder Heckenschere. Schnittgut 1 Woche liegen lassen für evtl. Notreife von Samen. Danach entfernen. Extra-Tipp: erst die Hälfte der Fläche runterschneiden, nach 3 Wochen die andere Hälfte. Sonst wissen die Insekten nicht, wo sie Nahrung herkriegen, wenn auf einmal alles weg ist! Und im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb. Auf keinen Fall vor dem Winter schneiden, denn die Insekten sollen da ja überwintern! Evtl. im zeitigen Frühjahr einmal grob Unkraut zupfen, falls was da ist Nicht düngen! Insektenhotel in der Nähe aufstellen! Worauf sollte ich denn bei der Auswahl der Samenmischung achten? Unbedingt mehrjährige Mischungen Heimische Arten Blütezeitraum so lang es geht. Ganz besonders wichtig ist die Blüte im Herbst, weil da in den Gärten sonst nur wenig blüht Arten auswählen, die auf jedem Boden zurechtkommen Gestaffelte Höhe, so dass auch für Insekten Lebensraum entsteht, die sich lieber im Versteckten aufhalten Wildgärtner Freude-Mischungen von Neudorff! Vom NABU empfohlen. Mit 27 ein- und mehrjährigen Arten. Ein- und mehrjährige Arten. Dadurch schon im ersten Jahr Blüte, und in allen Folgejahren.

  2. Häufige Rasen-Irrtümer
    21.09., 05:0000:17:29

    Zeit, mal ein paar Mythen aufzuklären Häufige Irrtümer beim Rasen Eine direkte Nachricht könnt ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Heute geht es um häufige Irrtümer im Bereich Rasen– gibt’s da wirklich so viele? Ja tatsächlich! Meine Kolleginnen aus dem Beratungsteam bei Neudorff berichten immer wieder davon Und auch im eigenen Umfeld werde ich immer wieder damit konfrontiert. Daher möchte ich jetzt ein paar Irrtümer ausräumen, Meinen Rasen dünge ich nicht, sonst muss ich so viel mähen Klar, kann man so machen. Auf die Weise wird über die Jahre eine Wiese mit vielen Kräutern und Blumen daraus. Freut die Insekten! Aber die meisten Leute erwarten trotzdem, dass der Rasen super aussieht, und rufen bei uns an, wenn es nicht so ist. Es gibt preiswerte mineralische Dünger, die tatsächlich dazu führen, dass der Rasen schnell in die Höhe schießt, aber nicht dicht wird. Das liegt an dem hohen Stickstoffanteil darin. Mit unserem organischen Azet RasenDünger passiert genau das nicht Denn wir haben zwar auch Stickstoff drin, aber nur so viel, wie nötig ist. Dadurch wächst der Rasen mehr in die Breite, wird also dichter. Und dichter, gut ernährter Rasen ist die Voraussetzung dafür, dass sich wenig Moos und Unkraut ansiedeln. Sogenannte Herbstrasendünger sind ein reiner Marketing-Gag Stimmt nicht. Wenn es ein guter Dünger ist, wie unser Azet HerbstRasenDünger, dann enthält er viel Kalium. Und der Nährstoff ist wichtig für die Frosthärte und den Wasserhaushalt Gerade die Herbstdüngung ist wichtig, damit der Rasen gut gestärkt in den Winter geht. Damit es keine Lücken im nächsten Jahr gibt. Rasen muss man jedes Jahr kalken Das war früher so, als es den sauren Regen gab. Da wurde der Boden sauer durch die Industrieabgase. Aber das haben wir zum Glück nicht mehr. D.h. durch den Regen wird immer noch etwas Kalk ausgewaschen, und der Boden versauert. Aber nicht mehr so schnell. Darum reicht es, alle 2 Jahre mit einem pH-Bodentest zu prüfen, ob der Boden sauer ist. Nur dann muss man kalken. Rasen sollte man möglichst früh im Jahr vertikutieren Schlechte Idee. Denn früh im Jahr ist der Rasen noch schwach vom Winter Wenn ich dann vertikutiere, meist übrigens viel zu tief, verletze ich die flachen Rasenwurzeln und schwäche den Rasen zusätzlich. Darum: im März erstmal düngen, organisch mit Azet RasenDünger und erst im Mai vertikutieren auch wenn es alle Nachbarn andersrum machen! Rasen sollte man möglichst tief vertikutieren, damit Luft in den Boden kommt Nein!! Rasen ist ein Flachwurzler. Mit dem Vertikutieren kann ich die Wurzeln verletzen. Vertikutieren ist keine Bodenbearbeitungsmaßnahme, ich sollte nur 2-3 mm in den Boden gehen. Vertikutieren muss ich, wenn ich viel Moos und Unkraut habe. Und viel Rasenfilz. All das sind aber Zeichen, dass ich nicht den richtigen Dünger verwende. Bei organischem Dünger bildet sich der Rasenfilz erst gar nicht, sondern wird gleich zu Humus und verbessert den Boden Rasen muss man im Sommer gießen, sonst stirbt er ab Bei Trockenheit wird er braun, ja. Aber die Wurzeln sterbe i.d.R. nicht ab Sobald es wieder regnet, treibt er wieder aus. Wer genügend Regenwasser hat, kann das natürlich machen. Trinkwasser sollte niemand dafür einsetzen. Ein paar Gieß-Regeln Morgens sprengen Lieber durchdringend, als jeden Tag ein bisschen. Damit die Rasenwurzeln in die Tiefe wachsen. 2 x wöchentlich reicht, für ca 30 min Mit einen Regenmesser könnt ihr überprüfen, dass es mind. 15 Liter pro qm sind Vor dem Urlaub sollte man den Rasen möglichst tief mähen Keine gute Idee, vor allem im Sommer Zu tief geschnittener Rasen verbrennt und vertrocknet schneller Also: ganz normal mähen Wenn man zurückkommt, dann auf hoher Stufe mähen, und eine Woche später dann auf normale Höhe schneiden Ab November den Rasen nicht mehr mähen Das galt vielleicht früher, als wir noch richtige Winter hatten Jetzt gilt: solange der Rasen noch wächst, soll er auch gemäht werden Notfalls auch noch im Dezember. Wenn er zu lang in den Winter geht, legt er sich durch Niederschlag zur Seite, kann dann vergammeln und es entstehen Lücken bis zum Frühjahr Maulwürfe fressen Pflanzenwurzeln Das machen sie höchstens, wenn sie im Weg sind, nagen nur im Ausnahmefall daran Ernähren tut er sich überwiegend von Insekten, Regenwürmern, Ringelwürmern, gelegentlich kleine Wirbeltiere. Also z.B. Engerlingen, die an Rasenwurzeln fressen. Ist also für uns durchaus nützlich Die Hügel sind lästig, lockern aber den Boden schön auf! Leben als Einzelgänger. Kein Winterschlaf. Legen Vorrat an Regenwürmern an. Beißt Vorderteil ab, damit sie nicht fliehen, aber am Leben bleiben. Fortpflanzung 1 x, max 9 Junge, werden 3-6 Jahre alt Per Gesetz geschützt, vertreiben ist möglich, z.B. mit unserem Maulwurf-Stopp Ameisen fressen Pflanzenwurzeln Stimmt auch nicht, tun sie nur, wenn Pflanzenwurzeln im Weg sind. Siehe auch Episode Ameisen

  3. Superfood Beerenobst
    07.09., 05:0000:20:43

    Erdbeere, Himbeere und Co. gehören in jeden Garten Superfood Beerenobst Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum sind Beeren eigentlich so gesund? Stimmt das denn überhaupt? Und was heißt eigentlich „Superfood“?? Ich bin keine Ernährungs-Expertin „Superfood“ werden Nahrungsmittel genannt, die besonders viele Vitamine, Mineralstoffe und andere Pflanzenstoffen wie Flavonoide enthalten. Flavonoide wirken entzündungshemmend, blutdrucksenkend, und haben positive Wirkung aufs Immunsystem und die geistigen Fähigkeiten. Zu den Flavonoiden zählen die Anthozcane, von denen es 250 verschiedene gibt. Das sind Pflanzenfarbstoffe, die den Blüten oder Früchten die rote, violette oder blaue Färbung geben Beeren haben wenig Kalorien Besonders im Trend sind schon seit einiger Zeit Goji-Beeren, Acai-Beeren Heimisches, saisonales Beerenobst ist aber genauso gut, manchmal sogar besser - und die Vitamine gehen auf dem Transportweg nicht verloren Haben Beeren besonders viele tolle Inhaltsstoffe? Manche stechen besonders hervor Erdbeeren haben viel Folsäure, die für Zellteilung wichtig sind Johannis- und Stachelbeeren haben besonders viel Vitamin C. Schwarze Johannisbeeren enthalten sogar 3x mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen. Himbeeren liefern Pektin für gute Verdauung Brombeeren mit dem hohen Vitamin A-Gehalt sind gut für Netzhaut, Haut und Schleimhäute Heidelbeeren enthalten besonders viel Vitamin E, das, ebenso wie Vitamin C, zu den Antioxydanzien enthält und damit freie Radikale ausschalten kann Aronia-Beeren stammen eigentlich aus Nordamerika, aber sie gedeihen auch im Garten. Enthalten viel Anthocyane (Flavonoide), Vitamin C, Eisen, Folsäure. Allerdings – Beeren enthalten auch viel Zucker, vor allem natürlich Fructose. Und davon sollten wir nicht zu viel zu uns nehmen. Gemüse ist da weitaus unkritischer. Und haben exotische Beeren mehr von diesen Inhaltsstoffen? In der Regel nicht, das ist ja der Witz! Johannisbeeren haben mehr Anthocyan als die Acai-Beere, und mehr Vitamin C als die vielgepriesene Goji-Beeren Damit habe ich mich jetzt aber nicht wirklich intensiv beschäftigt, weil ich Beeren aus den Tropen oder aus Südamerika hier völlig unpassend finde. Die Transportwege sind lang, daher umweltmäßig mehr als fragwürdig Und im nicht-europäischen Ausland gelten andere Regeln zu Pflanzenschutzmittel, da wäre ich also besonders vorsichtig. Kann ich denn das ganze Jahr heimisches Beerenobst anbauen, oder zumindest aus regionalem Anbau bekommen?? Fast! Ab Mai geht’s los mit Erdbeeren Ab Juni folgen Heidelbeeren, Johannisbeeren und Sommer-Himbeeren Ab Juli die Brombeeren und Stachelbeeren Ab August kommen die Herbst-Himbeeren Im September kommt der Holunder mit seinen Beeren Im Oktober die Weintrauben Ich kann auch durch gute Sortenwahl z.B. von Juni bis September eigene Blaubeeren ernten Das gilt auch für andere Obstarten. Gedeihen denn manche von den „Exoten“ auch bei uns? Doch, da wird inzwischen einiges angeboten. Cranberry, oder Moosbeere braucht leicht sauren Boden, werden 30 cm hoch Kiwis kann man als Rankpflanze anbauen Gojibeere gibt’s auch, wird bis knapp 2 m hoch Japanische Weinbeeren, sehr aromatisch, wachsen wie Brombeeren Aronia, werden auch bis 2 m hoch, stammt aus Kanada Honigbeeren, eine Art Heidelbeere, stammt aus Russland oder Japan Felsenbirne, Kornelkirsche sind essbar Bei dieser großen Beeren-Auswahl – hast du Tipps, welche Beeren man unbedingt anbauen sollte? Das hängt natürlich von den eigenen Vorlieben ab – ich mag z.B. keine Johannisbeeren Aber auch z.B. von der Urlaubszeit. Wer immer im Mai/Juni Urlaub macht, braucht keine Erdbeeren anbauen, weil die in meiner Abwesenheit reif werden Auch wer Rückenprobleme hat, möchte vielleicht auf Erdbeeren verzichten und lieber Himbeeren haben, die ich im Stehen ernten kann Wer wenig Platz hat, möchte vielleicht lieber Himbeeren oder Brombeeren anbauen, weil ich die schlank am Spalier pflanzen kann. Gleichzeitig ist das Spalier vielleicht der Ersatz für einen Zaun Wer eher sauren Boden hat, ist mit Heidelbeeren gut bedient Was sollte ich beim Anbau beachten? Die meisten Arten lieben einen sonnigen Platz Beim Pflanzen den Platzbedarf beachten. Und gleich torffreie NeudoHum BeerenobstErde ins Pflanzloch einarbeiten. Bei Heidelbeeren, die sauren Boden lieben, die NeudoHum RhododendronErde nehmen Jährlich im März Azet Beeren- & ObstDünger ausstreuen Die meisten Arten nach der Ernte schneiden Ist Beerenobst eigentlich auch gut für Insekten? Auf jeden Fall. Besonders Himbeeren, aber auch Johannisbeeren, sind echte Magneten für nektarliebende Insekten Übrigens lieben auch die Vögel die Beeren! Und was kann ich davon auf dem Balkon anbauen? Da geht fast alles! Es gibt z.T. extra kleinbleibende Sorten Bei Brombeeren würde ich dornenlose bevorzugen Es gibt Johannisbeeren und auch Stachelbeeren als Hochstämmchen, das ist dekorativ Am besten in unsere torffreie NeudoHum BeerenobstErde Und grundsätzlich, ob im Topf oder im Beet, im März mit dem organischen Azet Beeren- & ObstDünger versorgen Im Winter vor Frost schützen durch Schilfrohrmatten etc, also wie Kübelpflanzen. Oder in eine kühle Garage oder Schuppen stellen. Gießen nicht vergessen! Fun-Fact: Him-, Erd- und Brombeeren sind keine Beeren, sondern – rein botanisch – Sammelsteinfrüchte. Und Aronia ist ein Kernobst, wie Apfel und Birne. 3 wichtigste Tipps: Unbedingt Beeren pflanzen Sorten klug wählen, dann kann ich lange ernten Sorgfältig sein beim Pflanzen

  4. Klimaschonend gärtnern
    24.08., 05:0000:19:26

    Gärtnern bei herausforderndem Klima Klimaschonend gärtnern Eine direkte Nachricht könnt ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Ist gärtnern nicht automatisch klimaschonend? Also gärtnern ist doch besser, als einmal einen Schottergarten anzulegen, und dann passiert nicht mehr viel. Im Prinzip ja, aber… Man kann im Garten einige Dinge beachten, die sehr einfach klimaschonend wirken, ohne dass ich zum Naturkenner oder Experten werden muss. Wie immer gilt: es hilft wenn man weiß, worauf es ankommt Na gut – also worauf kommt es an? Es fängt mit heimischen Pflanzen an. Die also an unseren Lebensraum angepasst sind und gleichzeitig anderen Tieren wie den Insekten Nahrung liefern. Heimische Pflanzen sind meist widerstandsfähiger Außerdem besteht nicht die Gefahr, dass sie invasiv werden, also unsere Landschaft erobern und heimische Pflanzen verdrängen. Herkulesstaude oder Drüsiges Springkraut z.B. sind zwar schön, sind aber inzwischen eine echte Pest, weil sie andere Pflanzen verdrängen und damit Lebensräume verändern, außerhalb von Gärten. Und so eine mehrjährige Blumenwiese aus heimischen Pflanzen, wie unsere Wildgärtner Freude Bienengarten, verträgt Trockenheit so viel besser als der beste Rasen! OK. Wahrscheinlich gehört auch dazu, dass ich meine Pflanzen nur mit eigenem Kompost dünge? Das ist eine gute Idee – allerdings hat man meistens nicht genug eigenen Kompost, um den Bedarf zu decken. Vor allem, wenn man Gemüse anbaut. Daher ist es sinnvoll, organische Dünger zu kaufen. Denn die bestehen aus organischen Stoffen, die ohnehin da sind, wie z.B. Hornspäne. Es ist also im Sinne des Kreislaufgedankens, dass wir alle Rohstoffe möglichst sinnvoll verwerten. Und Hornspäne, die man für sehr wenig anderes gebrauchen kann, gehören halt dazu. Außerdem sind organische Dünger, wie unsere Azet-Dünger, gut für die Bodenlebewesen. Und sie enthalten zusätzlich Mykorrhiza-Pilze. Die versorgen die Pflanzen zusätzlich mit Wasser aus tieferen Bodenschichten und aus Bodenspalten, in die die Wurzeln allein gar nicht hineinkommen. Die Herstellung mineralischer Dünger ist sehr energieaufwendig, was in diesen Zeiten ja ein großes Thema ist. Und mineralische Dünger können leichter als organische Dünger bei Überdosierung ins Grundwasser gelangen. Außerdem sind diese Salze eher schädlich für die wichtigen Bodenorganismen. Kann ich denn auch was tun, dass der Boden mehr Wasser speichern kann? Ja, das geht gut! Besonders sandige Böden sind ja sehr anfällig bei Trockenheit. Da kannst du jedes Jahr Bentonit SandbodenVerbesserer ausbringen. Das ist ein natürliches Mineral, das aus mikroskopisch dünnen Schichten besteht, zwischen denen gut Wasser gespeichert werden kann. Außerdem helfen unsere Dünger mit der Mykorrhiza Und dann kannst du auf humusarmen Böden den Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer ausstreuen. Der hilft auch Wasser zu speichern und bietet zusätzlich den Mikroorganismen im Boden einen Lebensraum. Das beschleunigt die Humusbildung. Und Humus ist super zum Wasserspeichern! Kompost auszubringen ist natürlich auch immer gut, am besten jedes Jahr Verstanden. Dann ist es sicher auch gut, wenn ich Wasser spare im Garten. Genau, das ist ganz wichtig. Und da kannst du eine Menge tun. An alle Häuslebauern und –bäuerinnen: denkt an eine Zisterne beim Neubau oder bei der Sanierung. 3.000 Liter sind nicht zu viel, wenn man Gemüse anbaut. Diese 200 l Regenfässer, die es so gibt, sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Gießen am Morgen ist am sinnvollsten, dann kommt es den Pflanzen am meisten zugute. Und es fördert nicht die Schnecken! Lieber nur alle paar Tage gießen, dafür aber gründlich. Tägliches Wässer ist höchstens bei Aussaaten oder Gemüsejungpflanzen nötig. Und, megawichtig: den Boden mulchen. Das verringert die Verdunstung enorm, lässt das Wasser im Boden. Gießen am Morgen ist am sinnvollsten, dann kommt es den Pflanzen am meisten zugute. Und, megawichtig: den Boden mulchen. Das verringert die Verdunstung enorm, lässt das Wasser im Boden und führt zu mehr Humus im Boden. Und Humus speichert auch Wasser! Ist nicht auch das Begrünen von Dächern klimaschonend? Auf jeden Fall! Jedes Fleckchen Grün hilft. Denn Diese Gründächer speichern Wasser, was sich bei Starkregen bemerkbar macht Sie kühlen quasi das Gebäude Und tragen zu besserem Klima in der Stadt bei, weil sie das Wasser langsam verdunsten Außerdem bieten sie Insekten weiteren Lebensraum Was ist eigentlich mit der Beleuchtung. Solarlampen sind wahrscheinlich super, oder? Ja durchaus, wenn sie nicht nach 3 Wochen gleich kaputtgehen. Aber auch sie solltest du sparsam einsetzen. Denn Meist stammen sie aus Asien und haben weite Transportwege hinter sich Und dann leuchten sie in manchen Gärten die ganze Nacht – und das ist super schädlich für viele nachtaktive Tiere. Beleuchtung auf Wegen mit Bewegungsmeldern ist gut, weil sie nur bei Bedarf anspringen. Und bitte nur den Weg beleuchten – diese ästhetisch schönen Strahler, die nach oben leuchten und nur zur Deko gedacht sind, sollten verboten werden. Sie tragen auch mit zur Lichtverschmutzung bei und stören die Orientierung von Zugvögeln und Insekten Was kann ich noch tun zur Klimaschonung? Möglichst heimische Materialien verwenden. Also Kein Granit aus Asien Kein Teak-Holz, auch nicht aus nachhaltiger Produktion. Heimische Akazie ist auch sehr wetterunempfindlich Statt Nylon-Schnur im Garten lieber natürliche Materialien aus Hanf oder Jute verwenden Möglichst kein Plastik verwenden, z.B. bei Töpfen, Untersetzern, Beetbegrenzungen u.ä. Möglichst handbetriebene Geräte, wie einen Spindelmäher bei kleinen Rasenflächen, oder die mechanische Heckenschere bei kleinen Hecken. Bei allen Produkten, die du verwendest, wie Dünger oder Schutz- und Pflegeprodukte: bitte auf die Bienenschonung achten. Das steht immer auf den Produkten drauf. Was ist eigentlich mit Pflanzen auf dem Balkon? Kann ich da auch klimaschonend gärtnern? Auf jeden Fall. Die meisten Punkte kannst du auch auf dem Balkon umsetzen Dazu kommt noch: torffreie Erde verwenden. Da fällt ja auf dem Balkon meist eine ganze Menge an. Darum haben wir ja unsere torffreien NeudoHum-Erden entwickelt. Für sie muss kein Torf abgebaut werden, der ja aus entwässerten Mooren stammt. 3 Tipps Heimische Pflanzen verwenden Im Garten möglichst nur natürliche Materialien verwenden Wassersparend gärtnern

  5. Ameisen im Garten
    10.08., 05:0000:10:20

    Stören Ameisen wirklich? Ameisen im Garten Mit einem Raupen- und AmeisenLeimring könnt ihr Ameisen von Bäumen fernhalten Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht’s um Ameisen – warum sind die denn überhaupt ein Problem? Da bin ich auch immer hin und her gerissen, denn eigentlich sind sie ja faszinierende Tiere Und sie helfen bei der Verbreitung von Pflanzensamen. Z.B. bei Borretsch, Schlüsselbumen oder Veilchen. Außerdem lockern und belüften sie den Boden und tragen Humus in tiefere Bodenschichten. Aber an den Pflanzen können sie tatsächlich– na, nicht selbst schädlich werden, aber helfen, Schaden zu verursachen. Aber im Wald werden die Ameisen geschützt – wie passt das jetzt zu Schäden?? Im Wald geht es vor allem um die Roten Waldameisen. Die leben auch vom Honigtau, aber eben auch von fleischlicher Kost in Form von anderen Insekten, und auch toten Insekten. Ein großes Volk kann im Jahr 28 kg Insekten aufnehmen. Damit helfen sie bei der Gesunderhaltung des Waldes Die Ameisen, die im Garten auftauchen, vertilgen längst nicht so viele Insekten, sondern tragen sogar zu Pflanzenschäden bei. Was meinst du damit? Fressen die an den Pflanzen? Nein, das tun sie nicht. Es ist, wie oft in der Natur, komplizierter, als man so denkt! Oft sieht man Ameisen an Obstbäumen entlanglaufen Sie sind dann auf der Suche nach was Süßem Und das sind die Ausscheidungen von Blattläusen. Die saugen so viel von dem zuckerhaltigen Pflanzensaft, dass sie einen Teil davon als süßen Honigtau wieder ausscheiden. Und den schlecken die Ameisen auf. Aber das ist ja erstmal nicht so schlimm – oder?? Stimmt – wenn es dabei bliebe. Aber die Natur ist eben nicht so sanftmütig… Die Ameisen verteidigen ihre Blattläuse gegenüber deren Feinden. Das bedeutet, dass sie so einem Marienkäfer auch mal den Kopf abbeißen, wenn er die Blattläuse vernaschen will. Außerdem „betrillern“ sie die Blattläuse. Die Läuse sitzen ja, weil ihr Stechrüssel tief im Pflanzengewebe steckt, unbeweglich da und konsumieren den Pflanzensaft. Die Ameisen trommeln mit ihren Fühlern und regen darauf die Saugtätigkeit noch mehr an. Das kann die Saugleistung der Blattläuse verdoppelt und damit die Pflanze stärker schwächen. Noch etwas tun die Ameisen: wenn zu viele Blattläuse an der Pflanze sitzen und sie sich gegenseitig die Nahrung wegnehmen, transportieren sie die Läuse zu anderen Pflanzen. Sie sorgen also für die Verbreitung der Ameisen. Kann ich dagegen denn etwas tun? Es gibt eine schon sehr alte Methode, die recht wirksam ist: wenn man einen Raupen- und AmeisenLeimring um den Stamm der Obstbäume legt. Der besteht aus Papier, das mit einem insektizidfreien Leim auf Harzbasis bestrichen ist. Den legt man um den Stamm, auch um den Anbindepfahl, falls vorhanden. Die Ameisen bleiben draufkleben und erreichen die Läuse nicht mehr. Was mache ich denn gegen Ameisen im Rasen oder im Gemüsebeet? Grundsätzlich ist die Lage im Rasen erstmal anders, weil die Ameisen da nur wohnen, sie schädigen den Rasen nicht und suchen da auch keine Läuse Aber man legt sich nicht gern auf ein Ameisennest Außerdem graben sie und stören dadurch die Pflanzen, weil sie auch mal Wurzeln durchbeißen, wenn sie im Weg sind Ein Mittel gegen Ameisen im Rasen oder im Gemüsebeet gibt es nicht, weil Ameisen eben keine Pflanzenschädlinge sind Häufig hilft es schon, wenn du die Stelle häufig gießt, denn Ameisen lieben Trockenheit Im Gemüsegarten kannst du die Stelle häufig hacken, das mögen sie auch nicht. Und sie mögen keine starken Gerüche. Wenn du sie also mit Knoblauchbrühe, Eukalyptusöl, Zimt, Lavendel oder Gewürznelken konfrontierst, kann sie das so nerven, dass sie umsiedeln. Vielleicht… Kann ich Ameisen auch umsiedeln? Das kannst du probieren Füll einen großen Tontopf mit Holzwolle oder lockerer Erde und stelle ihn mit der Öffnung nach unten auf das Nest Man kann sehen, ob die Arbeiterinnen auf einer Ameisenstraße dorthin laufen und die Larven in die neue Behausung tragen. Sobald keine Ameisen mehr dort laufen, schiebe einen Spaten unter den Topf und trage ihn anderswo hin, vielleicht an den Rand einer Böschung. 3 Tipps Leimringe sind wirklich eine gute Idee! Ameisen möglichst oft stören Da, wo sie mich nicht stören, am Leben lassen!

  6. Rückenschonend gärtnern
    27.07., 05:0000:21:46

    Endlich wieder Spaß im Garten Rücken- und gelenkschonendes Arbeiten im Garten Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum sollte man beim Gärtnern überhaupt auf seinen Körper achten? Zunächst mal positive Wirkung des Gärtnerns auf den Körper Stärkt das Herz, weil es den Blutkreislauf in Schwung bringt Senkt den Blutdruck Trainiert die Muskulatur Macht glücklich (Selbstwirksamkeit) Stärkt die Sinne (sehen, fühlen, hören, schmecken) Fördert gesunde Ernährung (Gemüse-, Kräuteranbau) Folgen falscher Körperhaltung beim Gärtnern Rückenschmerzen durch Muskelverspannungen Bandscheibenvorfälle Unlust wegen Schmerzen Einschränkungen bei dem, was ich gerne mache Vorbeugung gegen Schmerzen Bücken ist okay, wenn man sich ganz runterbeugt, also mehr als 90 °. Vorgebeugte Haltung anstrengend = Gefahr von Verspannungen Gärtnern an Hochbeeten Höhe ca-.1,0 m, Breite 0,80 cm Tätigkeiten wie Topfen/Einpflanzen am Tisch durchführen (mind. Arbeitstischhöhe 95 cm) Jäten, schneiden ggf. im Sitzen mit Rollwagen Knien, Hocken belastet Gelenke und Bänder, ggf. Kniekissen oder eine Kniebank nutzen Abwechslungsreiche Arbeiten, also z. B. kein stundenlanges Umgraben, sondern Tätigkeiten im Stehen, Knien oder Gehen Schwere Gegenstände, die man anheben möchte: möglichst nah an den Gegenstand, z. B. Kiste, herantreten. Mit geradem Rücken leicht in die Knie gehen (Schrittstellung), etwas vorbeugen, Gegenstand möglichst dicht am Körper hochheben. Nicht im Rumpf drehen, sondern immer mit den Füßen „mitgehen“. Beispiel Gewichtheber (Sportler) Lasten, z. B. Gießkannen beidseitig verteilen. Besser als 10 kg einseitig zu tragen. Ggf. nicht ganz vollfüllen. Körperhaltung wie bei Kisten. Dabei Muskeln anspannen. Erleichterung: automatische Bewässerung installieren, wo es geht Töpfe, Erde, große Pflanzen auf Rollbrettern, Sackkarre, Schubkarren so beladen, das Hauptgewicht über dem Rad liegt. Wenn nicht möglich, spezielle Tragegurte um große Töpfe legen, anheben, zu zweit aufrecht tragen. „Was einer schafft, ist für zwei nicht zu viel“. Sollte man bei den Werkzeugen, z. B. Harken, Spaten usw. auch etwas beachten? Stiellänge des Werkzeugs. Wenn zu kurz, arbeitet man vorgebeugt, was nicht gut ist. Besser arbeiten mit geradem Rücken Spaten, Grabegabeln: unterer Rippenbogen Werkzeuge wie Harke, Hacken, Grubber, Kultivator: Kopfhöhe Laubbesen, Reihenzieher: Stirnhöhe +30 cm Wenn mehrere unterschiedlich große Menschen mit den Geräten arbeiten, Teleskopstiele wählen Ergonomische Gartenscheren wählen, die die Handgelenke weniger belasten. Für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, z. B. Rheuma-Patienten, gibt es Anbieter für spezielle Griffhilfen Allgemeine Tipps Immer etwas zu trinken mit in den Garten nehmen. Abends Wasser trinken: Bandscheiben erholen sich nachts und brauchen Flüssigkeit. Bei hoher Sonneneinstrahlung Sonnencreme benutzen, Kopfbedeckung tragen oder im Schatten aufhalten Ggf. über die Gartengestaltung nachdenken und besonders arbeitsintensive Bereiche pflegeleichter machen, z. B. Bodendecker pflanzen, auf große Kübelpflanzen verzichten, die 2 x im Jahr bewegt werden müssen (aus dem Haus, ins Haus zurück). Aus Rasen Blumenwiese machen, die 2/Jahr gemäht werden muss, Mähroboter Evtl. Dienstleistung in Anspruch nehmen: z. B. Hecke schneiden lassen, Gartenarbeit sollte immer noch Spaß machen und nicht als Belastung empfunden werden! 3 ultimative Tipps Abwechslungsreich arbeiten Lasten möglichst gleichmäßig verteilen, bzw. sich helfen lassen Gartengestaltung den körperlichen Möglichkeiten anpassen

  7. Keine kranken Rosen mehr!
    13.07., 05:0000:19:35

    Gesunde Rosenpflege Rosenkrankheiten Ihr wisst nicht, was eurer Pflanze fehlt? Dann hilft unsere kostenlose Pflanzendoktor-App Gute Ernährung erhält Rosen gesund: unser organischer Azet RosenDünger hilft euch dabei. Vorbeugend helfen Grundstoffe wie Grundstoff Schachtelhalm und Pflanzenextrakte wie Neudo-Vital Rosen-Spritzmittel Wenn sie schon krank geworden ist, hilft Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Rosen werden ja wohl häufig krank, habe ich gehört. Stimmt das eigentlich? Ja und nein. Wenn ich die richtige Sorte am passenden Standort habe, wird die nicht so häufig krank Und wenn das Wetter mitspielt, erst recht nicht. Was ist denn die richtige Sorte? Rosen werden seit 2000 Jahren gezüchtet – da kann man sich vorstellen, dass es echt viele gibt! Weltweit sollen es etwa 30.000 sein! Die älteste Rose der Welt wächst übrigens bei uns in der Nähe, am Hildesheimer Dom. Gepflanzt wurde sie vor 800 Jahren und hat sogar die Bomben des 2. Weltkriegs überlebt Aber um nicht abzuschweifen: auswählen solltest du eine ADR-Sorte. Davon gibt es immerhin auch noch 168 verschiedene ADR steht für Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung. Dieser Arbeitskreis prüft neue Sorten auf Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, aber auch Frosthärte Gilt als die „härteste Rosenprüfung der Welt“ Jährlich gehen 50 neue Sorten in die Prüfung an verschiedenen Standorten, die 3 Jahre dauert. Findet in verschiedenen Prüfgärten statt Und diese ADR-Rosen werden nicht krank? Sie haben auf jeden Fall die Prüfung gut überstanden. Aber in „harten“ Jahren, wenn es also sehr regnerisch ist, kann es trotzdem sein, dass die Rosen befallen werden. Aber eben nicht so stark wie andere, empfindlichere Rosensorten. Was sind denn die häufigsten Rosenkrankheiten? Es gibt drei, die immer wieder auftreten: Rosenrost, Echter Mehltau und Sternrußtau Sternrußtau ist am auffälligsten Häufig bei feuchtem, kühlem Wetter Erst gibt’s dunkle, unregelmäßige Flecken mit strahlenförmig auslaufendem Rand. Später kommt ein gelber Bereich dazu. Bei starkem Befall fallen Blätter ab Da der Pilz auf diesen Blättern überwintert, sollte man die wegsammeln und nicht kompostieren Echter Mehltau ist ein Schönwetterpilz Vor allem bei schwül-warmem Wetter. Die Feuchtigkeit durch Tau reicht dem Pilz für die Entwicklung Es gibt blattoberseitig weißen, schimmelartigen Belag an Blättern, Knospen und Kelchblättern Auch dieses Laub nicht kompostieren Besonders an überdüngten Rosen mit weichem Blattgewebe Rosenrost Verursacht gelbe bis orange Blattflecken. Blattunterseits gelbe, staubartige Pusteln, die später im Jahr schwarz werden. Bei starkem Befall kann es Blattfall geben Besonders bei Feuchtigkeit Falllaub entfernen, nicht kompostieren Kann ich da eigentlich vorbeugend was tun? Auf jeden Fall! Gute Rosenpflege ist ein Muss! Dazu gehört der Rückschnitt der Rosen im Frühjahr Wenn die Forsythien blühen, ist der richtige Zeitpunkt Was hat das Schneiden mit Krankheiten zu tun? Sehr viel! Pilze brauchen Feuchtigkeit, also die Blätter sollten möglichst lange feucht sein, damit sich ein Pilz wohlfühlt. Wenn der Strauch immer so luftig ist, dass der Wind gut hindurchstreicht und das Laub schnell trocknet, haben Pilze schlechte Karten Darum ist beim Schnitt wichtig, Zweige, die nach innen wachsen, zu entfernen OK, was gehört noch zur Vorbeugung? Außerdem zweimal im Jahr organisch düngen, z.B. mit unserem Azet RosenDünger Im März und im Juli, nach der Hauptblüte Kräftige, vitale Rosen werden nicht so schnell von Krankheiten befallen. Rosen sind Tiefwurzler und brauchen selten zusätzliche Wassergaben. Wenn es nötig ist, bitte nicht über die Blätter gießen, immer nur den Boden Unkräuter in der Nähe entfernen, denn auch sie können Krankheiten übertragen Außerdem sollten direkt um die Rose herum keine Pflanzen stehen, damit das Rosenlaub schneller abtrocknet Und schließlich, wenn im Vorjahr eine der Krankheiten aufgetaucht ist: die Pflanzen stärken Was heißt das genau? Das ist ähnlich wie beim Menschen, der vor der Erkältungswelle Zink-Präparate nimmt. Du kannst gezielt das Gewebe der Rosen stärken, so dass die Pilze mehr Schwierigkeiten haben, in das Gewebe einzudringen Das geht mit stärkenden Mitteln, die Pflanzenextrakte wie Schachtelhalm enthalten. Da gibt es z.B. von uns den Grundstoff Schachtelhalm. Oder auch Neudo-Vital Rosen-Spritzmittel, das viele pflanzliche Stoffe enthält zur Stärkung gegen Pilzkrankheiten. Diese Mittel verwendest du mehrfach, meist werden sie direkt auf die Blätter gesprüht. Und wenn die Rose doch krank wird? Dann gibt es Möglichkeiten, mit umweltschonenden Pflanzenschutzmitteln dagegen vorzugehen. Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei wirkt z.B. gegen viele Pilzkrankheiten an Rosen, aber auch an Gemüse. Das wird direkt auf die Blätter gespritzt. Es ist natürlich nicht bienengefährlich. 3 Tipps Resistente ADR-Rosen wählen Regelmäßigen Schnitt durchführen Organisch düngen im Frühjahr und nach der Hauptblüte im Juli

  8. Schädlinge erkennen
    29.06., 05:0000:18:23

    So könnt ihr erkennen, was eurer Pflanze fehlt Schaderreger erkennen Sehr hilfreich für die Diagnose von Problemen ist unsere Pflanzendoktor-App Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute sprechen wir über Schaderreger und wie man sie erkennt – ist das denn so schwer? Schwer nicht – also zu erkennen, dass was nicht so gut läuft bei der Pflanze Aber er-kennen was es ist, das ist schon für die meisten Menschen schwierig. Ist ja ein bisschen wie bei Sherlock Holmes: man hat einen „Fall“ und muss rausfinden, wer der Verursacher ist. Meist hilft es, die richtigen Fragen zu stellen. Und die unwahrscheinlichen Verursacher auszuschließen. Womit fange ich denn an mit der Eingrenzung der Bösewichte? Mit der genauen Betrachtung der Pflanze. Irgendwas an ihr ist ja anders, sonst wärst du nicht aufmerksam geworden Da kannst du erstmal eine Checkliste durchgehen: Sieht die ganze Pflanze krank aus, oder nur einzelne Teile? Sind Schädlinge sichtbar? Hat die Pflanze Verletzungen? Sind die Blätter verfärbt? Wenn ja: die älteren oder die jüngeren Blätter Gibt es am Stängel oder Stamm Verfärbungen bzw. Veränderungen in der Rinde? Sind Schädlinge an den Wurzeln zu sehen? Besonders bei Zimmerpflanzen: sind weiße Wurzelspitzen sichtbar? Riecht die Erde faulig? OK – und wie geht es dann weiter? Es gibt mehrere Möglichkeiten: Du siehst irgendwelche Tiere – mittelmäßig einfach Die Blätter sind klebrig – sehr einfach Du siehst Flecken oder verformte Blätter – etwas schwieriger Die Blätter sind komplett verfärbt, entweder blass oder die Blattadern haben eine andere Farbe – auch einfach Du siehst Löcher oder andere scheinbare Fraßspuren – das müssen nicht immer Tiere sein Die Pflanze wächst einfach nicht so, wie du es erwartest. Gut, fangen wir mal mit den Tieren an. Sooo einfach ist das ja nicht für alle! Stimmt. Vor allem, weil manche so klein sind! Am besten guckst du immer die Blattunterseiten an. Die meisten Schädlinge sitzen dort, weil Sie vor ihren Fressfeinden z.B. Vögeln besser geschützt sind Ebenso vor Regen Vor allem aber kommen sie besser an den zuckerhaltigen Pflanzensaft, denn die Leitungsbahnen dafür sind an der Blattunterseite näher an der Oberfläche Sehr gut ist übrigens auch eine Lupe mit 10facher Vergrößerung Und dann hilft dir bei der Bestimmung unsere Pflanzendoktor-App. Die hat inzwischen über 600 Schadbilder. Und man kann auch die automatische Schadbilderkennung ausprobieren, die hilft auch in vielen Fällen weiter. Es gibt natürlich eine ganze Menge Viecher, von Blattläusen über Wanzen und Raupen bis zu Käfern und ihren Larven Wenn Löcher im Blatt sind, hat da doch aber eine Raupe gefressen, oder? Sehr oft ja. Meist sieht man dann auch Kotkrümel Oder eine Schnecke – aber dann sieht man Schleimspuren. Aber es gibt auch Pilzkrankheiten, die Löcher verursachen! Da haben die Blätter dann erst Flecken, das Gewebe stirbt ab, und das vertrocknete Gewebe fällt dann raus. Es bleiben die Löcher, z.B. bei Kirschlorbeer oder Kirsche. Diese Pilzkrankheit heißt dann passend „Schrotschusskrankheit“! Für Löcher, z.B. in Datura, sind auch Wanzen zuständig. Sie stechen in die Blattknospen und saugen. Aus diesen Einstichstellen werden, durch das starke Blattwachstum, später größere Löcher. Da hat also niemand gefressen, sondern es war ursprünglich mal ein kleines Einstichloch! Was ist denn mit den klebrigen Blättern? Insekten, die die Leitungsbahnen der Pflanzen anstechen, können den ganzen Zucker darin gar nicht verdauen Sie scheiden ihn als sogenannten Honigtau aus. D.h. er fällt runter auf die Oberfläche der darunterliegenden Blätter. Die kleben dann. Oder auf die Fensterbank Ganz übel: auf diesem Honigtau kann sich ein dunkelgrauer Rußtaupilz ansiedeln. Der macht es dann für die Pflanze sozusagen „dunkel“, so dass sie nur wenig Photosynthese machen kann und geschwächt wird. In Frage kommen bei klebrigen Blättern nur Blattläuse, Weiße Fliegen, Schild- und Wollläuse. Alle anderen Schädlinge saugen nur die Zellen an und machen keinen Honigtau. Und wenn die Blätter Flecken haben? Sind das dann Pilzkrankheiten? Ja, das kann sein. Oder Bakterienkrankheiten. Es könnte auch ein Virus sein. Manche Ernährungsstörungen machen auch braune Flecken. Wichtig zum Unterscheiden: Flecken durch Ernährungsstörungen sind immer spiegelsymmetrisch. Flecken durch Pilze/Bakterien/Viren sind zufällig verteilt! Meist machen diese Krankheiten ganz charakteristische Flecken oder überziehen die Pflanzen mit einem Belag Der Echte Mehltau z.B. ist meist ein weißer Belag auf den Blättern Sternrußtau an Rosen ist auch sehr charakteristisch, dunkle Flecken, die von gelbem Gewebe umgeben sind. Die Blätter fallen meist später ab. Was ist denn, wenn das ganze Blatt nur so hellgrün ist, und die Blattadern sind dunkelgrün? Das könnte ein Eisenmangel sein. Wir haben auf unserer Website die häufigsten Mangelsymptome aufgeführt Z.B. bei Stickstoffmangel werden die Blätter incl. der Blattadern nur hell- oder blassgrün. D.h. das ist also kein Schaderreger, sondern eine Mangelernährung. Durch organische Dünger kannst du dem meist vorbeugen. Und was ist, wenn sie eben einfach nur nicht so wächst, wie sie sollte? Die wichtigste Frage ist immer: habe ich die Pflanze ihren Bedürfnissen entsprechend gepflegt? Vor allem gedüngt! Pflanze am richtigen Standort? Rhododendron in nicht saurem Boden wird nix Gab es vielleicht Frost Im Boden schauen: manchmal fressen Engerlinge an den Wurzeln (z.B. bei Rasen, der fleckenweise abstirbt) Bei Zimmerpflanzen: hast du rechtzeitig umgetopft? Kommen die Wurzeln schon unten raus? 3 Tipps Pflanzen regelmäßig kontrollieren, besonders Blattunterseiten Rechtzeitig was tun dagegen Pflanzen am richtigen Standort pflanzen

  9. Heidelbeeren aus dem Garten
    15.06., 05:0000:15:15

    Blaubeeren selbst anbauen Heidelbeeren aus dem Garten Da Heidelbeeren torffreie Erde mögen, gefällt ihnen unseren** torffreie NeudoHum RhododendronErde Düngen könnt ihr die Heidelbeeren mit dem organischen Azet Beeren- und ObstDünger Mit unserem SchädlingsschutzNetz könnt ihr eure Heidelbeeren vor Vögeln schützen. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht es um die leckeren blauen Früchte. Sind Heidelbeeren und Blaubeeren eigentlich das Gleiche? Je nach Region werden sie Blau- oder Heidelbeeren genannt, und meint meist das Gleiche. Allerdings sind unsere Kultur-Heidelbeeren aus der Nordamerikanischen Blaubeere (Vaccinium corymbosum) und einigen anderen Arten gezüchtet. Unsere heimische Wald-Heidelbeere nennt sich Vaccinium myrtillus und ist also eine etwas entferntere Verwandte. Ist ja auch sehr viel kleiner! Ihr Fruchtfleisch ist purpurfarben, während die Kultur-Heidelbeeren meist hellfleischig sind. Und sie sind sehr mühsam zu pflücken! Dafür ist ihr Vitamin-C-Gehalt viel höher als bei den großen Beeren. Was mache ich denn, wenn ich Heidelbeeren im Garten haben will? Geht das überhaupt? Auf jeden Fall! Ganz wichtig dabei: Heidelbeeren gehören zu den Moorbeetpflanzen und lieben, wie Rhododendron, humusreichen, eher sauren Boden mit pH von 4 Es gibt inzwischen kalktolerante Sorten, die teste ich gerade selbst Wenn man also normale Sorten nimmt, sollte man das Pflanzloch richtig groß ausheben, ca. 40 cm tief, aber 80 cm breit, und den Boden großzügig mit saurer Erde füllen. Von uns gibt’s da torffreie NeudoHum RhododendronErde, die da geeignet ist. Beim Pflanzen kannst du gleich unseren organischen Azet Beeren- und ObstDünger ins Pflanzloch geben. Und den Boden mit Rindenmulch abdecken – an der Stelle ist der mal erlaubt! Oder geschredderte Koniferen-Zweige, die wirken auch versauernd. Bloß nicht zu tief pflanzen, die Oberkante des Wurzelballens darf 1-2 cm aus der Erde gucken. Kann ich auch eine einzelne Heidelbeere pflanzen, oder brauche ich da, wie bei manchen Obstbäumen, gleich mehrere? Unsere Kultursorten sind zwar fast alle selbstfruchtbar. Aber besser ist es, zwei oder noch mehr unterschiedliche Sorten zu pflanzen. Dann ist der Ertrag höher. Du kannst dich auch mit dem Nachbarn absprechen Was für einen Standort lieben die denn? In der Natur wachsen sie auf feuchten Moorwiesen im lichten Schatten von Birkenwäldern…. Also sonnig, aber nicht zu sehr. Heidelbeeren wurzeln nur flach, können aber trotzdem bis zu 2 m hoch werden. Also aufpassen beim Standort! Zwischen den Sträuchern solltest du 70 cm Abstand halten, um Platz zum Ernten zu haben. Woran erkenne ich, dass sie reif sind? Das ist ja meist ab Juli der Fall Der Stielansatz ist dann nicht mehr rötlich gefärbt Die Beeren sind schön prall Ernte am besten morgens, wenn der Tau getrocknet ist. Muss ich Heidelbeeren auch schneiden? Ja, aber das ist nur alle paar Jahre der Fall Erst ab dem 4. Jahr nach der Pflanzung musst du damit anfangen Gern im Herbst nach dem Laubfall, oder ab Februar vor dem Austrieb. Es sollte frostfrei sein. Heidelbeeren tragen die besten Früchte am einjährigen Holz. Darum ist der Rückschnitt ein „Verjüngen“. Alte Zweige mit grauer, rissiger Rinde bodennah abschneiden Und alles, was sich kreuzt und nach innen wächst, kommt raus Es sollten 5-8 grüne, junge Triebe stehen bleiben Was muss ich denn zur Pflege beachten? Bei normalen Sorten immer wieder mit saurer Erde mulchen Nicht mit kalkhaltigem Wasser gießen Im Frühjahr zu Beginn des Austriebs, und im Mai düngen mit Azet Beeren- und ObstDünger Vor allem ab der Blüte gut feucht halten, damit die Früchte groß werden Wenn zur Blütezeit Frost droht, mit einem Vlies die Sträucher abdecken Die Ernte vor Vögeln schützen, z.B. mit unserem SchädlingsschutzNetz Kann ich Heidelbeeren auch auf dem Balkon anbauen? Ja, das geht sogar gut. Der Topf sollte 20 Liter mindestens fassen Mit kalkarmem Wasser gießen Wähle niedrig bleibende Sorten 3 Tipps An saure Erde denken, oder kalktolerante Sorten pflanzen Gleichmäßig feucht halten Düngen nicht vergessen

  10. Ziersträucher schneiden
    01.06., 05:0000:19:31

    Flieder, Felsenbirne und Co. - schneiden, wie und wann Ziersträucher schneiden Große Schnittwunden könnt ihr mit Malusan Wundverschluss behandeln. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Schon wieder mal geht es ums Schneiden. Das scheint ja eine wichtige Sache zu sein! So wahnsinnig wichtig nicht andererseits macht es schon viel aus, wenn man weiß, was man wann wie schneiden kann die Sträucher werden durch regelmäßigen Schnitt mehr blühen, und manche Krankheiten werden sich nicht so ausbreiten. weil die Sträucher dann mehr blühen, und auch meist natürlicher aussehen. Wie können denn Sträucher unnatürlich aussehen? Ja, leider geht das. Man kann ja wenig falsch machen beim Schnitt. Außer einer Sache: Wenn man nur oben und an den Seiten rumschneidet, vielleicht noch versucht eine runde Krone zu schneiden. Das sieht so hässlich aus! Wie ein Besen! Jedes Gehölz, jede Pflanze hat eine charakteristische Wuchsform. Die Felsenbirne hat eine schlanke Silhouette, der Flieder wächst nach oben eher in die Breite – diese Unterschiede in der Wuchsform machen ja einen Garten gerade spannend. Da kann ich nicht alles gleich schneiden! Vor allem weil die meisten Sträucher dann unten kahl werden und nur oben so ein bisschen blühen. Das sollten wir alle vermeiden!! OK, verstanden. Wann ist denn die beste Zeit für den Schnitt? Du kannst im Winter schneiden, dann kannst du gut die Zweige erkennen. Es sollte aber nicht unter 0 °C kalt sein Außerdem hat man im Winter eher die Zeit dafür, im Sommer ist so viel Anderes zu tun! Und im Winter vertragen die Gehölze den Schnitt besser, weil sie in Ruhe sind. Du kannst aber auch im Sommer schneiden, dann schließen sich die Wunden schneller. Ich mache es so: alles, was im Frühjahr blühen soll, das schneide ich NACH der Blüte. Dazu gehören Deutzie Schneebeere Mandel Forsythie Kerrie Pfeifenstrauch Zier-Johannisbeere Weigelie Die Sträucher die im Sommer blühen, schneide ich früh im Jahr, damit sie genug Zeit haben, neue Blüten zu bilden. Das geht schon Ende Januar, wenn es mild ist. Dazu zählen Bartblume Rispenhortensie Eibisch Schneidet man denn, bis auf den Zeitpunkt, alle Sträucher gleich? Naja, wie immer gibt es Ausnahmen. Aber der sogenannte Auslichtungsschnitt ist bei fast allen gleich. Alle 2-3 Jahre schneidest du die ältesten Triebe raus. Und zwar bis zum Boden runter, so tief wie es geht. Das regt die Sträucher an, neue Triebe zu bilden, die dann von unten bis oben Blüten tragen. Wenn an einem alten Trieb ein schöner kräftiger neuer Trieb entstanden ist, kann man den alten Trieb bis zu diesem jungen Trieb runterschneiden. Darüber hinaus schneidest du noch alles, was nach innen wächst oder sich kreuzt, heraus. Und natürlich auch kranke oder beschädigte Triebe. Und was für Ausnahmen gibt es?? Höher wachsende Sommerblüher wie Sommerflieder, Blauraute, Bartblume, Rispenhortensie, Garteneibisch, Strauch- oder Schneeball-Hortensie zum Beispiel. Da schneidest du alle Triebe, die im Vorjahr Blüten getragen haben, bis auf kurze Stummel mit höchstens zwei Knospen zurück. Niedrige Sommerblüher wie Fingerstrauch, Sommerheide und Zwerg-Spiersträucher bekommen im zeitigen Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt. Wegen der dünnen Triebe geht das auch gut mit einer Heckenschere. Ist es eigentlich egal, wo genau ich die Schere ansetze? Eher nicht Am besten ist es immer, ein paar Millimeter über einer nach außen zeigenden Knospe anzusetzen Und dann leicht schräg, dann läuft das Wasser gut ab Sogenannte „Kleiderhaken“ sehen hässlich aus, und verhindern die Wundheilung, weil die Rinde trockene Stummel nicht überwachsen kann. Was mache ich denn, wenn ich meine Sträucher jahrelang gar nicht geschnitten habe? Dann kommt der sogenannte Verjüngungsschnitt. Jedenfalls bei Sträuchern, die aus der Basis austreiben. Also nicht z.B. bei Rhododendron, Magnolie, Zaubernuss. Das ist etwas drastisch – denn du schneidest alles bis auf 30-50 cm über dem Boden ab Und dann lässt du nur die kräftigsten Triebe neu hochwachsen. Du kannst das auch erst mit der einen Hälfte des Strauchs machen, und im nächsten Jahr mit der anderen. Dann sieht es nicht so hässlich aus! Gibt es Sträucher, die man gar nicht schneiden muss? Ja, dazu gehören beispielsweise alle immergrünen Arten. Sie vertragen zwar einen Rückschnitt, blühen aber dadurch nicht mehr Nicht geschnitten werden Felsenbirne Hartriegel Seidelbast Spindelstrauch Zaubernuss Magnolie Schneeball Goldregen Kletterhortensie Flieder Judasbaum (Cercis) Zierapfel Zierkirsche Rhododendron Was für Werkzeug brauche ich da eigentlich? Das Meiste geht mit einer normalen Rosenschere Die kannst du auch immer mal wieder schärfen, damit du glatte Schnitte machst. Sonst quetscht du das Gewebe, und das heilt dann nicht gut. Und wenn du ältere Sträucher hast, ist eine Astschere ganz sinnvoll. Je länger die „Arme“, umso größer die Hebelwirkung. Sehr gut sind sogenannte Getriebe-Heckenschere. Sie ermöglichen eine bessere Kraftübertragung und sind daher für nicht so kräftige Hände und Arme geeignet Muss ich die Wunden verschließen? Bei großen Wunden macht das Sinn, also bei sehr alten Trieben, die du rausnimmst. Da kannst du die Wunden mit einem Wundverschlussmittel wie Malusan verstreichen. Das ist in einer Tube mit Bürstenaufsatz – wie früher Rei in der Tube – und lässt sich gut verstreichen. Wenn du alle 2-3 Jahre dranbleibst mit dem Schneiden, brauchst du diese kleineren Wunden nicht verschließen. 3 Tipps IMMER bis zum Boden runterschneiden Scharfes Werkzeug verwenden Traut euch!!

  11. Pflanzen behandeln - so geht´s
    18.05., 05:0000:16:50

    Pflanzenpflegemittel richtig anwenden Skript für „Einfach natürlich gärtnern“, Episode „Richtig Spritzen“ Hier geht es zu kleinen Spritzen um Balkonpflanzen besprühen oder einen großen Garten Für Unkräuter ist eine spezielle Spritze geeignet wie die Prima 5 Wollt ihr Buchsbaum spritzen, gibt es eine spezielle Düse dafür Mehr Infos zu den Geräten zum Spritzen gibt es bei GLORIA direkt Fragen direkt zu Pflanzenschutz-Spritzen kann Dr. Mesch beantworten unter a.mesch@gloria-garten.com Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Beim Thema Spritzen fühlt man sich ja schnell mal etwas unwohl. Dabei werden auch viele Pflanzenstärkungsmittel gespritzt. Um mal Klarheit zu kriegen, was da wichtig ist, haben wir heute einen Experten da, Dr. Mesch von der Firma Gloria. Was machen Sie denn bei Gloria? Ich bin technischer Leiter bei GLORIA, bei uns geht es um die Entwicklung und Produktion innovativer Produkte nach dem hohen Gloria Qualitätsstandard unter Berücksichtigung aktueller Vorschriften und Normen. Beim Thema Spritzen kennen Sie sich also richtig gut aus. Worauf kommt es denn da überhaupt an? Vor allem darauf, die richtige Spritze für den jeweiligen Anwendungszweck zu verwenden Zunächst ist die Gerätegröße entscheidend. Möchte ich Balkonpflanzen besprühen oder habe ich einen großen Garten. Habe ich mich für ein Pflanzenschutzgerät entschieden (1-8 Liter Behälter), müssen die Spritzvorschriften des jeweiligen Mittels beachtet werden. Wichtig sind neben Ausbringmenge in l/ min der Behälterdruck und die Düse. Muss ich ins Innere von z.B. einem Buchsbaum spritzen? Ja, ich muss die Blattunterseite besprühen. Die Blätter wachsen außen sehr dicht und innen sind viele kleine Äste, die das Sprühen von innen behindern. Oder will ich ein Unkrautmittel spritzen Für Unkraut bietet sich eine Prima 5 (5 Liter Spritzflüssigkeit). Beide Geräte verfügen über eine Sprühlanze. Oder muss ich, gegen Schädlinge, die Blattunterseite behandeln. Ja, siehe oben Für all diese Zwecke gibt es spezielle Spritzen und vor allem Düsen. Z.B. … Das ist richtig. In der Landwirtschaft gibt es endlos viele Düsen, die auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt sind. Unsere Hobby-Geräte haben eine Kegeldüse, mit der alle Einsatzzwecke im Garten sehr gut zu erfüllen sind. Wir haben aber auch verschiedene Profidüsen im Programm. Wenn ich weiß, dass ich immer wieder Konzentrate spritzen will, ist ja eine größere Spritze sinnvoll. Worauf kann ich da beim Kauf achten? Die Anwendung ist entscheidend (Balkonpflanze, Garten, Rosen, Bäume). Gloria hat für alle Anwendungen auch geeignetes Zubehör wie Verlängerungslanzen oder bei Unkrautvernichter verschiedene Sprühschirme, um das Herbizid gezielt auf die Schadpflanze und nicht an die Kulturpflanze zu bringen. Dann habe ich also eine Spritze und will etwas spritzen. Kann ich einfach das Mittel in die Spritze füllen, Wasser drauf und los? Zunächst die Bedienungsanleitung des Sprühgerätes und des Mittels lesen. Wenn gefordert Schutzkleidung, Handschuhe, Schutzbrille und festes Schuhwerk tragen. Während des Umgangs mit Pflanzenschutzmittel nicht essen, trinken, oder rauchen. Lieber erstmal Wasser zu 2/3 einfüllen und dann das Mittel rein, falls es schäumt Und bitte an die Dosierung halten. Viel hilft auch hier nicht viel. Die Menge des anzumischenden Mittels mit der Größe der zu behandelnden Fläche abstimmen. Dadurch werden unnötige Restmengen vermieden. Dann auffüllen Falls der Behälter auf dem Boden steht und mit einem Schlauch befüllt wird oder unter einen Wasserhahn gehalten wird, ist es schwer, die Menge abzulesen. In diesem Fall ist es besser, zunächst den Behälter wie oben beschrieben zu 2/3 mit Wasser zu füllen und dann abhängig von der Wassermenge zu dosieren. Gibt es eigentlich eine Tageszeit, die gut dafür geeignet ist? Das hängt von dem Mittel ab, wichtig ist Windstille. Es kann bei Wind zu Abdrift kommen, wodurch andere Pflanzen, z.B. beim Nachbarn besprüht werden. Nicht bei praller Sonne Es sollte unter 25 °C sein Nicht auf nasse Pflanzen spritzen Danach sollte es nicht sofort regnen Es sollte windstill sein In den Abendstunden ist es in der Regel windstill, nicht mehr so warm und trocken (wenn es tagsüber nicht geregnet hat). OK, und dann spritze ich einfach los, so von oben drauf? Je nach Zweck der Spritzung Geht es um Blattläuse, die ja an den Blattunterseiten sitzen, muss ich die Unterseiten auch treffen. Denn viele Pflanzenschutzmittel sind Kontaktmittel und wirken nur, wenn die Schädlinge auch getroffen werden. Der Sprühkopf ist abgewinkelt, so dass beim Drehen der Sprühlanze um die eigene Achse auch die Blätter von unten besprühen kann.– dann muss man sich nicht so bücken Beim Buchsbaumzünsler haben wir eine spezielle Düse, die im Winkel von 270 ° eine Kugelfläche besprüht, also einen richtig großen Radius hat Pflanzen sollen beim Sprühen gleichmäßig mit dem Mittel benetzt werden. Werden Flächen besprüht (z.B. Rasenfläche) muss auf eine gleichmäßige Verteilung des Mittels auf der Fläche geachtet werden. Was mache ich denn, wenn ich alles behandelt habe, aber noch was in der Spritze drin ist. Kann ich das in den Abfluss gießen? Auf keinen Fall. Verdünnen 1:10 und im Garten auf die zuvor behandelten Flächen ausgießen. Wie reinige ich eigentlich so eine Spritze? Mit Wasser, mehrmals sorgfältig ausspülen. Spülwasser auf die zuvor behandelten Flächen ausgießen. Ab und zu Dichtungen mit Silikonfett einfetten. Düse losschrauben und reinigen. Für groben Schmutz ist noch ein Filter im Griffstück integriert. Und kann ich die Spritze und auch die ganzen Mittel in meinem Gartenschuppen lagern? Das Sprühgerät und alle Mittel für den Garten sollten frostfrei lagern, vor allem Pflanzenschutzmittel. Ganz wichtig: außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren. Und bitte die Mittel nie umfüllen, die müssen im Originalbehälter bleiben. Die drei ultimativen Tipps beim Spritzen Markengerät mit Zubehör und nur zugelassene Pflanzenschutzmittel verwenden Gute Vorbereitung: Gerät auf einwandfreie Funktion überprüfen (Sicherheitsventil, Schläuche fest) Gerät nach Benutzung reinigen und Mittel entfernen

  12. Kübelpflanzen nach dem Winter
    04.05., 05:1500:17:47

    Oleander, Olive und Co vor dem Frühling pflegen Kübelpflanzen nach dem Winter pflegen Gut geeignet für Kübelpflanzen ist unsere torffreie NeudoHum BlumenErde. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Meine Kübelpflanzen sehen nach dem Winter etwas mickrig aus, haben aber wohl überlebt – was mache ich jetzt mit denen?? Wann dürfen die raus? Das kommt drauf an: Das Klima bei dir, mildes Weinbauklima oder raues Erzgebirge Empfindliche Pflanze oder robust Auf die zugige Terrasse, den kühlen Nordbalkon oder den kuscheligen Süd-Balkon Robuste Arten können schon im April raus, in einen windgeschützten Bereich. Eher robust sind diese Arten: Oleander Feige Kamelie Palmen Oliven Bleiwurz Sensibelchen bleiben sicherheitshalber bis Mitte Mai drinnen – oder man trägt sie bei mildem Wetter raus, wenns kalt wird, wieder rein: Schönmalve (Abutilon) Mandevilla (Dipladenie) Wandelröschen Hibiskus Zitrus-Pflanzen Engelstrompete Bougainvillea Was muss ich denn beachten beim Rausbringen? Einfach an den Standort und fertig? Echter Insider-Tipp: eine Woche vor dem Rausbringen nicht mehr gießen, dann sind die nicht so schwer! Und dann unbedingt rausbringen bei bewölktem Himmel Und an einen Platz, der vor Zugluft und vor allem Sonne geschützt ist. Sonst droht Sonnenbrand, und das ist gar nicht schön Sicherheitshalber Decken o.ä. bereitlegen, falls nochmal Kälte kommt, zum Abdecken. Muss ich die nach dem Raustragen zurückschneiden? Am besten vorher, dann sind sie weniger sperrig Optimal ist es schon im März, weil dann z.T. schon der erste Austrieb beginnt. Bei vielen Arten kürzt man die Triebe ringsum, bringt sie in Form, und schneidet ganz alte und dicke Triebe raus, weil die meist von unten kahl werden. Und natürlich alles, was vertrocknet ist oder krank aussieht. Ebenso nach innen wachsende oder sich kreuzende Triebe Und die blassen weichen Geiltriebe stark kürzen. Wie beim Friseur, wieder ein bisschen in Form bringen Oleander übrigens lieber nicht schneiden, oder nur ganz alte Triebe rausnehmen. Wie ist es denn mit dem Umtopfen? Wann mache ich das? Und warum eigentlich? Wenn ich dünge, kriegen die doch alles, was sie brauchen. Wenn du nicht umtopfst, hast du bald mehr Wurzeln als Erde im Topf. D.h. also auch keinen Wasser- und Nährstoffspeicher. Du musst also häufiger gießen, das Wasser rauscht schnell durch den Topf durch. Ein ganz blöder Einfall der Pflanzen ist das, was sie dann manchmal machen: die Wurzeln wachsen immer rundherum an der Topfwand, bis sie sich selbst quasi abgeschnürt haben. Fürs Umtopfen ist im März oder April eine gute Zeit Nötig ist es alle 1-2 Jahre, wenn die Wurzeln unten aus dem Topf wachsen. Am besten nach dem Rückschnitt, sind dann einfacher zu bewegen Und wie mache ich das? Der neue Topf sollte nur 3-5 cm breiter sein als der alte. Nicht zu groß wählen, sonst gibt es leicht Staunässe und daraus resultieren sterben die Wurzeln ab. Die Pflanzen aus dem Topf holen. Notfalls auf die Topfseiten drücken, damit sich die Wurzeln lösen. Die Wurzeln vorsichtig etwas auflockern. Vor allem beim Rundwuchs Notfalls auch Wurzelballen mit einem Messer verkleinern. Expertentipp: keilförmige Stücke raustrennen, um die Faserwurzeln zu erhalten. Dann kommt unten in den Topf neue Erde, natürlich bitte torffrei, wie unsere NeudoHum BlumenErde. Dann die Pflanzen einsetzen, so tief, wie sie vorher auch im Topf saß. Den Rand mit Erde füllen, gießen – fertig! Dann wird also nach einigen Jahren mein Topf größer und größer? Im Prinzip ja – aber dagegen gibt’s einen Geheim-Tipp In den Topf, in dem deine Pflanze steht, schneidest du handtellergroße, oder noch etwas größere, Stück. Ringsherum, so dass da ganz viele Öffnungen sind. Dann setzt du deine Pflanzen wieder in diesen Löcher-Topf Nun greifst du zum neuen Topf, machst etwas Erde unten rein, setzt den Löcher-Topf mit Pflanze ein, und füllst Erde auf. Künftig machst du das bei jedem Umtopfen so, dass nur noch der äußere Rand neue Erde bekommt. Funktioniert super. 3 Tipps Nach dem Rausbringen erstmal in den Schatten Umtopfen spätestens alle 2 Jahre machen Mut zum Rückschnitt

  13. Kartoffeln anbauen
    20.04., 05:0000:22:09

    Tolle Knollen aus dem Garten Kartoffeln selbst anbauen Gut geeignet für Kartoffeln ist der organische Azet GartenDünger Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht es um Kartoffeln. Das ist ja so ein richtiges Grundnahrungsmittel – finde ich toll. Ja, ich auch. Und sie ist so gesund. Da können wir vielleicht gleich mal mit ein paar Vorurteilen aufräumen Sind kalorienarm: 100 g enthalten 69 Kalorien – weniger als Nudeln oder Reis Enthalten viel komplexe Kohlenhydrate. Enthält Eiweiß und tatsächlich 12 mg Vitamin C pro 100 g. Außerdem Calcium, Magnesium und viele Ballaststoffe für langes Sättigungsgefühl Enthalten kein Gluten Schale mitessen Übrigens kam die Kartoffel erst im Lauf des 16. Jahrhunderts aus Südamerika zu uns – ausnahmsweise also nicht mit Kolumbus! OK, also ran an den eigenen Anbau. Ist das eigentlich schwierig? Nein, ist ganz einfach, das ist die gute Nachricht. Kartoffeln hinterlassen vor allem einen krümeligen, unkrautfreien Boden. Ganz ohne eigenes Jäten. Und brauchen wenig Pflege! Und das tolle ist: sie sind so wuchsstark, dass sie Unkraut, selbst Giersch, verdrängen können. Sind also eine pflanzliche Unkrautbekämpfung! Sehr gut. Wie geht es also los? Du suchst dir im Garten einen schönen sonnigen Platz Der Boden sollte nicht zu fest, also tonig, sein. Mit Gründüngung und Humus kannst du den verbessern, so dass er schön locker wird. Wichtig ist, dass es nicht dauerfeucht ist dort. Und dass vorher keine Kartoffeln dort standen, sonst gibt’s Probleme mit Krankheiten. Kleiner Tipp: nicht direkt eine Wiese zum Kartoffelbeet machen. Da leben Drahtwürmer (Larven des Schnellkäfers), die sich mit Wonne auf die Kartoffeln stürzen. Lieber erst für 3 Monate eine Gründüngung dort aussäen. Gibt es spezielle Sorten für den Anbau? Es braucht nicht unbedingt spezielle Saat- oder Pflanzkartoffeln. Unbehandelte Bio-Kartoffeln gehen auch. Es geht darum, dass die Bio-Kartoffeln nicht mit einem Keimstopp behandelt sind. Das ist der einzige Unterschied. Die Sortenvielfalt ist groß – festkochend, mehlig, lila, klein – die Auswahl ist sehr groß. Und es geht auch um den Erntetermin, also um Früh- oder Spätkartoffeln. Und dann keimst du vor. Aha – das hört sich geheimnisvoll an. Was ist das denn? Du gibst den Kartoffeln einfach einen Vorsprung von 2-3 Wochen und lässt sie schon kleine Triebe bilden. Dann geht es im Beet schneller. Das machst du am besten Mitte Februar bis Anfang März. Du brauchst einen kühlen, hellen Platz, so 10 – 12 °C. Gut geht es in Eierkartons. In jede Vertiefung legst du eine Kartoffel. Du kannst aber auch einfach eine Holzkiste nehmen. Wichtig ist, dass die Kartoffeln nicht übereinanderliegen. Die bilden dann kleine Austriebe. OK – und wie bringe ich die in die Erde? Ab Mitte April bis spätestens Anfang Juni geht es los. Wenn du früh dran sein willst, geht es mit Frühkartoffeln schon ab Mitte März. Bei Frostgefahr solltest du sie aber mit einem Vlies abdecken. Du bereitest den Boden gut vor, lockern, Unkraut und Steine raus Bei kleiner Fläche kannst du kleine Löcher mit einer Pflanzschaufel ausheben, bei mehreren Reihen ziehst du mit der Hacke eine Furche von 6 – 10 cm Tiefe. In der Reihe brauchen sie einen Abstand von 30 – 35 cm. Die Kartoffeln legst du einzeln hinein, mit den Trieben nach oben und natürlich möglichst ohne sie abzubrechen. Gib gleich einen organischen Dünger wie den Azet GartenDünger ins Pflanzloch. Kartoffeln gehören zu den Starkzehrern, brauchen also viele Nährstoffe. Dann kommt Erde drauf – fertig. Nach ein paar Wochen grünt es dann. Da war doch was mit Anhäufeln – wann kommt das denn?? Und warum überhaupt? Genau, das Anhäufeln. Das machst du, wenn die Blätter, die rauskommen, 20 – 30 cm hoch sind. Der Grund ist, dass im Boden ja die Knollen reifen. Wenn du nicht anhäufelst läufst du Gefahr, dass die oberen Knollen Sonnenlicht abbekommen und dann das für uns giftige Solanin bilden. Außerdem erntest du dadurch etwas mehr, weil sich auch am Kartoffel-Sproß Wurzeln bilden, die zusätzlich Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Und schließlich ist das Anhäufeln bei frühen Sorten auch noch ein kleiner Frostschutz. OK – und wie geht das nun? Du ziehst einfach die Erde um die Kartoffelpflanze herum Richtung Pflanze, so dass sich ein kleiner Haufen bildet. Am besten verbindest du diese Haufen zu einem durchgehenden Damm von etwa 60 cm Breite. So haben die Kartoffeln noch mehr Platz, und das Unkrauthacken ist leichter Wie geht es weiter mit der Pflege? Gelegentlich gießen, spätestens, wenn die Pflanze welkt. Am besten morgens gießen Alle 2-4 Wochen weiter Erde anhäufeln – damit habt ihr gleich das Unkraut im Griff Gelegentlich gucken, ob Blätter vom Kartoffelkäfer zerfressen sind, oder braune Flecken von der Kraut- und Knollenfäule bekommen. Woher weiß ich, wann die Kartoffeln „reif“ sind? Frühkartoffeln sind ab Mitte Juni meist soweit, die Ernte der späten Sorten zieht sich bis in den Oktober. „reif“ sind sie, wenn das Laub abstirbt. Jetzt sind sie ausgewachsen und die Schale ist ausgereift für eine gute Lagerfähigkeit. Am besten nach dem Absterben des Laubes noch 2-3 Wochen warten für richtig lange Lagerfähigkeit. Du kannst auch vorher ernten, dann ist die Schale ganz dünn und zart. Und wie hole ich sie aus der Erde raus? Am Erntetag sollte es möglichst trocken sein. Dann fällt die Erde schön ab, die Kartoffeln gehen sauberer ins Lager. Trockene Kartoffeln halten sich auch länger. Erstmal das Kraut entfernen. Mit einer Grabegabel tief einstechen und vorsichtig aushebeln. Es gibt sogar spezielle Kartoffelgabeln. Wenn ihr Kartoffeln verletzt beim Ernten, könnt ihr die gleich beiseitelegen für den sofortigen Verzehr. Im Lager würden sie faulen. Und dann kühl und dunkel lagern – fertig. 3 Tipps Vorkeimen macht Sinn Anhäufeln nicht vergessen Genießen!

  14. Kräuter vom Balkon
    06.04., 05:0000:18:49

    Aromatische Kräuter-Ernte aus Töpfen und Kästen Kräuter vom Balkon Die passende Erde für Kräuter ist die torffreie NeudoHum Aussaat- und KräuterErde. Düngen könnt ihr eure Kräuter mit dem flüssigen organischen BioTrissol KräuterDünger, oder mit den Azet DüngeSticks für Kräuter. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Gibt’s über Kräuter wirklich so viel zu reden? Auf den Balkon stellen, gießen, ernten – fertig. Oder nicht? Klar, kannst du so machen. Aber dann hast du nicht lange Freude dran. Ein bisschen Pflege hilft für Langlebigkeit und Aroma Außerdem können wir darüber sprechen, welche Kräuter gut zusammenpassen. OK, dann fangen wir mal an. Das geht ja schon mit der Auswahl los, das ist ja schon schwer genug! Stimmt. Natürlich geht es erstmal nach Geschmack. Aber auch nach dem Standort. Es gibt Sonnenanbeter wie die mediterranen Kräuter, und solche, die es auch im Halbschatten ganz gut finden. Auf dem Südbalkon fühlen sich wohl Oregano Rosmarin Thymian Majoran Salbei Lavendel Basilikum Borretsch Auf dem West- oder Ostbalkon wohnen gern Petersilie Kerbel Kresse Minze Schnittlauch Bärlauch Sauerampfer Auf einem Nordbalkon kannst du es versuchen, aber es wird, auch mit der Aroma-Entwicklung, schwierig. Kann ich Kräuter eigentlich auch selbst aussäen? Klar, das geht Gut geht das mit Einjährigen wie Basilikum, Borretsch, Dill, Gartenkresse, Rucola Kerbel Sie sind, außer in sehr warmen Regionen, einjährig und müssen jährlich neu ausgesät oder gekauft werden. Das geht gut in unserer torffreien NeudoHum Aussaat- und KräuterErde. Achtung bei Basilikum: die Samen nicht mit Erde abdecken, das sind Lichtkeimer. Steht natürlich auch auf der Packung. Meistens kauft man ja die Kräuter in Töpfen. Wie geht’s dann weiter? Die meisten Kräuter sind ja mehrjährig, also lohnt es sich tatsächlich, sich etwas darum zu kümmern. Am besten nimmst du sie nach dem Kauf aus dem Topf und pflanzt sie in ein größeres Gefäß oder einen Balkonkasten. Dazu gibt es unsere torffreie NeudoHum Aussaat- & KräuterErde. Sie ist ganz feinkrümelig und vor allem wenig gedüngt, so dass sich darin auch die genügsamen mediterranen Kräuter wohlfühlen. Kann ich denn alle unterschiedlichen Kräuter in einen Kasten pflanzen? Lieber nicht wild durcheinander. Weil sie unterschiedliche Ansprüche haben. Das betrifft den Sonnenhunger, aber auch den Bedarf an Wasser und Nährstoffen. Wenn du Vielfraße wie Basilikum mit dem genügsamen Thymian zusammen pflanzt kannst du nicht bedarfsgemäß düngen und gießen. Außerdem wachsen manche Kräuter, wie Liebstöckel, so stark, dass sie zartere Gemüter einfach überwachsen Manche Kräuter passen auch nicht zusammen, weil sie so duften oder über die Wurzel Stoffe ausscheiden, die andere Kräuter nicht mögen und sie im Wachstum hemmen. Das gilt zum Beispiel für diese Paare: Zitronenmelisse und Basilikum Kamille und Pfefferminze Estragon und Dill Thymian und Majoran Und es ist auch ganz praktisch, einjährige und mehrjährige Kräuter nicht zusammen zu pflanzen. Ganz grob passen auf 1 m Balkonkasten 5 bis 7 Pflanzen – je nach Arten wachsen sie ja unterschiedlich stark. Gute Kombinationen sind z.B. Kamille, Dill, Schnittlauch, Kerbel, Majoran Thymian, Koriander, Estragon, Bohnenkraut Basilikum, Kerbel, Petersilie, Bohnenkraut Lavendel, Oregano Liebstöckel wächst so stark, der braucht ein eigenes Gefäß. Wird übrigens auch ganz schön hoch Brauchen Kräuter auch Dünger? Ja, tatsächlich. Am besten organisch, das ist gut für die Aroma-Entwicklung. Wir haben dafür den flüssigen organischen BioTrissol KräuterDünger, oder die Azet DüngeSticks für Kräuter. Liebstöckel, Pfefferminze und Zitronenmelisse brauchen etwas mehr, die ganzen mediterranen Kräuter etwas weniger Dünger. Steht natürlich auf der Packung. Muss ich beim Ernten was beachten? Ja! Regelmäßiges Ernten ist gut, weil du damit gleichzeitig die Kräuter in Form bringst. Bester Erntezeitpunkt ist der Morgen, wenn der Tau getrocknet ist. Häufig können auch die Blüten gegessen werden, z.B. bei Borretsch, aber auch bei Thymian Petersilie bitte nicht mehr essen nach der Blüte, dann wird sie giftig. Weitere Pflege Im Frühjahr Halbsträucher wie Salbei oder Rosmarin um die Hälfte einkürzen Gilt auch für Thymian, er treibt dann besser aus Überwintern ist ein Thema. Am besten Regengeschützt aufstellen Frostschutz von unten mit Styroporplatten Von oben mit Jute und Laub, evtl. mit Reisig abdecken Gelegentlich gießen an frostfreien Tagen Im Frühjahr zurückschneiden, was vertrocknet ist Einzeltöpfe umtopfen Und noch ein Tipp: lasst immer auch Blüten zu, denn viele Kräuter sind wahre Insekten-Magneten, z.B. Thymian oder Bohnenkraut 3 Tipps Regelmäßig ernten Düngen nicht vergessen Rückschnitt bei überwinternden Kräutern erst im Frühjahr machen

  15. Rasen natürlich pflegen
    23.03., 05:0000:16:52

    Dichtes Grün ohne viel Aufwand Rasen natürlich pflegen Organisch düngen mit dem Azet RasenDünger Kalken mit Azet RasenKalk, aber nur, wenn es nötig ist. Das lässt sich testen mit dem pH-Bodentest Sandboden könnt ihr verbessern mit dem Bentonit SandbodenVerbesserer Jeder Boden kann Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer, um mehr Wasser zu speichern und den Boden zu lockern. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Muss ich beim Rasen überhaupt was machen, außer mähen? Wenn es gut aussehen soll, dann schon. Wer nix macht, muss mit Moos und Unkraut leben Denn wenn der Rasen schwach ist, haben andere bessere Karten Ok, also wahrscheinlich düngen, ja? Reicht einmal im Frühjahr? 2 x im Jahr düngen ist Pflicht, bei langer Vernachlässigung auch 3x Der Rasen wächst ja, dank Klimawandel, von Februar bis Dezember. Wer den Schnitt abfängt, sorgt dafür, dass immer mehr Nährstoffe aus dem Boden verschwinden. Da muss man nachlegen Darum im März düngen, und im September. Wenn der Rasen ganz schlecht aussieht, auch noch im Juni. Und was für ein Dünger ist da gut? Kann man jeden nehmen? Am besten organisch, weil die am meisten Inhaltsstoffe enthalten Azet RasenDünger hat auch noch Mikroorganismen für aktiven Boden Und Mykorrhiza für bessere Trockenheits-Toleranz Im Herbst Azet HerbstRasenDünger Enthält viel Kalium für bessere Frosthärte Dann haben wir jetzt alles für die Rasen-Pflege? Nein, eben nicht. Es fehlt das Zweitwichtigste: der Boden! Da gibt es zwei Themen: Kalken Boden verbessern Kalken hatten wir ja schon mal – das muss man nicht immer machen, richtig? Ja genau. Früher gab es den sauren Regen, deswegen musste man jährlich kalken, um die Säure im Boden zu neutralisieren. Dank besserer Filter in den Fabriken ist das seit den 90ern nicht mehr so. Am besten im Frühjahr mit dem pH-Bodentest prüfen, ob man kalken muss. Bei Bedarf gibt es den Azet RasenKalk, der enthält auch noch Azotobacter-Bakterien Was würde passieren, wenn man gar nicht kalkt Der Boden wird langsam saurer Das bringt bestimmte Nährstoffe in eine Form, die die Pflanze nicht mehr aufnehmen kann. Ich kann dann so viel Düngen wie ich will, das bringt dann nix Der Rasen wächst also schlechter Und bestimmte Unkräuter können sich stärker ausbreiten, wie Sauerklee, Kleiner Sauerampfer, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Hundskamille Und dann war da ja noch was mit Boden verbessern… Genau. Schlechter Boden muss nicht so bleiben, und auch guter Boden braucht immer Unterstützung, damit es so bleibt. Wer Sandboden hat, dem trocknet der Rasen im Sommer weg. Dagegen hilft Bentonit SandbodenVerbesserer mit seinen winzig dünnen Tonmineral-Schichten, die das Wasser gut festhalten. Aber auch wer eher lehmigen Boden hat, kann den Boden verbessern. Da hilft der Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer Damit kann der Boden mehr Wasser speichern. Und die große Oberfläche der Bio-Pflanzenkohle ist idealer Ort für Mikroorganismen, die für biologisch aktiven Boden sorgen. Was ist eigentlich mit Vertikutieren? Mein Nicht-Lieblings-Thema Meistens ist es gar nicht nötig. Früher wurde gelegentlich mal vertikutiert, das war die Ausnahme. Und das war gut so! Heute überbieten sich die Nachbarn damit, wer mehr, häufiger und früher vertikutiert. Das ist immer etwas schrecklich zu sehen! Also muss man gar nicht vertikutieren? Genau! Vertikutieren, so heißt es, soll den „Rasenfilz“ entfernen, der Boden „braucht mal Luft“ Aber was ist Rasenfilz? Das sind abgestorbene Rasenstückchen vom Mähen, oder weil sie einfach so absterben. In einem biologisch aktiven Boden kümmern sich die Mikroorganismen im Boden darum und machen Humus draus. Wenn ich aber immer nur mineralisch dünge, und nix für den Boden tue, dann habe ich kaum noch Mikroorganismen, und dann gibt’s immer mehr Rasenfilz. Mit organischem Dünger und Bodenverbesserern beuge ich dem vor. Und dann die Luft in den Boden – 2 mm, so tief sollen die Messen in den Boden, nicht tiefer. Dadurch kommt keine Luft, höchstens in diese 2 mm Die meisten Leute machen aber eine Bodenbearbeitung draus, indem sie viel zu tief vertikutieren. Damit verletzen sie die Rasenwurzeln. Und das möglichst schon im März, wenn der Rasen sich gerade mal vom Winter erholt und noch schwach ist. Wie ist also deine Empfehlung zum Vertikutieren? Vertikutieren kann man, wenn doch mal Unkraut oder Moos Überhand genommen haben. Bitte nicht standardmäßig jedes Jahr Und dann bitte zuerst düngen, im März. Und, Achtung: erst im Mai vertikutieren, wenn der Rasen im vollen Wachstum ist und sich schnell erholen kann. Dann haben wir es jetzt aber mit dem Rasen, richtig? Vielleicht noch ein paar allgemeine Tipps: Mähroboter kann man machen, aber bitte nur tagsüber laufen lassen. In der Dämmerung und nachts kommen Igel, Kröten u.a. Tiere raus, die könnten geschädigt werden. Im Sommer muss man nicht wässern. Der Rasen wird braun, kommt aber wieder. Trinkwasser ist inzwischen viel zu kostbar dafür. Der Rasenschnitt ist zu kostbar für den Grünschnitt. Damit kann man toll unter Sträuchern oder zwischen Stauden mulchen. Spart manchen Liter Gießwasser im Sommer! Rasen anlegen: bitte auf Qualitätssamen achten, wie unsere Terra Vital-Mischungen. Berliner Tiergarten ist kein Garant für gute Qualität! In jedem Fall, ob Aussaat oder Rollrasen, bitte die Bodenvorbereitung ernst nehmen. Siehe dazu unseren entsprechenden Podcast dazu. 3 Tipps Bitte düngen! Nehmt organischen Dünger Vertikutieren nur wenn es nötig ist

  16. Natürlich richtig düngen
    09.03., 05:0000:24:25

    Warum soll ich düngen, und womit überhaupt? Natürlich richtig düngen Unsere organischen Azet-Dünger enthalten neben den Nährstoffen noch bodenbelebende Mikroorganismen und Mykorrhiza-Pilze, für mehr Toleranz bei Trockenheit. Mit dem pH-Bodentest könnt ihr selbst testen, ob ihr kalken müsst. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum muss man denn überhaupt düngen? Macht in der Natur doch auch niemand! Die Natur düngt sich quasi selbst durch den natürlichen Kreislauf. Gut sichtbar im Wald: Laub fällt, wird zu Humus und Nährstoffen, die nehmen die Bäume auf, bilden Laub…. Auf meinem Gemüsebeet wachsen die Pflanzen, und sie zersetzen sich eben nicht wie im Wald an Ort und Stelle, sondern wir ernten den Kohlkopf. Diese Nährstoffe gehen dem Boden verloren, und die muss ich ersetzen. Was passiert denn, wenn ich nicht dünge? Die Pflanzen werden nicht mehr so groß, mein Kohl bleibt kleiner. Bei einer Mangelernährung sind die Blätter z.B. nicht mehr so dunkelgrün, das ist ein sichtbares Zeichen. Kennt man vom Rasen. Vor allem aber werden die Pflanzen schwächer. Genau wie beim Menschen. Müssen wir Hunger leiden, kommen schnell Krankheiten. So ist es bei den Pflanzen aus. Die nutzen also die schlechte Lage der Pflanzen aus und befallen sie. Weil das Pflanzengewebe weicher ist, können z.B. Blattläuse besser einstechen und sich dadurch besser vermehren. Auch Pilzkrankheiten können schwächeres Pflanzengewebe viel leichter befallen. Viele Pflanzen entwickeln Mangelsymptome. Z.B. bei Eisenmangel sind die Blattadern dunkelgrün, das Blattgewebe aber hellgrün. Ok, also ist düngen Pflicht? Wenn du was ernten willst, ja! Wir wollen ja alle keine Rekordernten einfahren, aber es soll ja auch was bei rauskommen! Und bei den Rosen und anderen Blumen möchte ich auch, dass die Blüten bekommen etc. Meist reicht ja auch eine Düngung im Jahr schon aus. Woher weiß ich denn, wieviel Dünger meine Pflanzen brauchen? Auf neudorff.de gibt’s eine Tabelle dazu Oder du nutzt die Gartenkalender-App, die erinnert dich sogar an die Aussaat-Termine Grundsätzlich kann man sagen: Alles im März/April Manches, wie fruchttragendes Gemüse oder Prachtstauden ein zweites Mal im Juni / Juli Rasen im März/April und im August/September Zimmer- und Balkonpflanzen wöchentlich Was für einen Dünger sollte ich denn nehmen? Ist das egal? Sagen wir mal so: ich kann als Mensch ja auch alle Nährstoffe als Pille zu mir nehmen und bleibe am Leben. Aber in guten „echten“ Lebensmitteln stecken noch viele zusätzliche Stoffe, die wichtig sind fürs Gesundbleiben. So ist es auch bei Düngern. Es gibt organische Dünger und mineralische, und auch Mischformen. Sind die mineralischen Dünger also Kunstdünger? Das Wort Kunstdünger ist da falsch. Ich bin keine Freundin von mineralischen Düngern, aber meist sind sie nicht künstlich. Sie sind mineralisch, werden also z.B. im Kalibergbau abgebaut. Das ist erstmal nicht schlecht, außer dass die Lagerstätten irgendwann versiegen werden. Mineralische Dünger zeichnen sich dadurch aus Schnell wirksam Aber auch schnell im Grundwasser ausgewaschen Mineralische Langzeitdünger haben sehr häufig eine Umhüllung aus Kunststoff, die mit der Zeit porös wird – auch nicht schön In mineralischen Düngern ist nur drin, was ich reintue. Keine zusätzlichen Spurenelemente, Enzyme oder anderes. Für mich sind sie wie fast food, oder wie ein Weißbrot im Vergleich zum Vollkornbrot. Was nimmst du denn für Dünger? Wahrscheinlich organisch? Genau, ich dünge nur mit organischem Dünger. Zum einen, weil das dem Kreislauf-Gedanken entspricht. Also tierische Bestandteile, wie z.B. Hornspäne, als Dünger zu verwenden, finde ich super. Es muss nichts extra produziert werden, und gibt eine sinnvolle Verwertung. Organische Dünger führen nicht zur Auswaschung von Nährstoffen Keine Verbrennungsgefahr bei Überdüngung Unbedenklich für Menschen und Haustiere Tragen viel zu lockerem Boden bei Die organischen Azet-Dünger von Neudorff enthalten neben den Hauptnährstoffen eben auch ganz viele zusätzliche Inhaltsstoffe, die aus den Ausgangsmaterialien stammen, sind in meinen Augen also echte Vollwertkost. Haben eure Dünger noch eine Besonderheit? Ja – sogar zwei! Einmal sind Mikroorganismen enthalten. Das ist wichtig, weil die die großen Moleküle in dem organischen Dünger klein“knabbern“. Die Pflanzen können die Nährstoffe dann besser aufnehmen. Außerdem sind die Mikroorganismen gut, weil sie den Boden lebendiger machen, gerade wenn sonst wenig für den Boden getan wird. Das in meinen Augen Beste ist aber die Mykorrhiza. Das sind „gute“ Pilze, die in Gemeinschaft mit den Pflanzenwurzeln leben: sie bilden feinste Pilzfäden, die in ganz kleine Bodenritzen eindringen und von dort Wasser „holen“, und liefern es an die Pflanze. Dafür bekommen sie von der Pflanze Zucker und etwas Phosphor. Win-win also für beide, und vor allem für uns, weil wir nicht mehr ganz so viel gießen müssen. Was bedeutet eigentlich dieses N-P-K, was auf den Düngern steht? Das steht für die Hauptnährstoffe N für Stickstoff (lat. Nitrogenium) P für Phosphor K für Kalium Weitere Hauptnährstoffe sind Magnesium, Kalzium und Schwefel Ist Kalk eigentlich auch ein Dünger? Ja, die Pflanzen brauchen auch Kalzium, also Kalk, wie den Azet GartenKalk Der Boden aber auch! Ohne ausreichend Kalk Gibt es keine gute Krümelbildung Versauert der Boden Sind viele Nährstoffe im Boden für die Pflanzen nicht verfügbar, also erreichbar. Ein stabiler pH-Wert im Boden sorgt für gutes Bodenleben. Testen kann man das mit dem pH-Bodentest. Wie viele verschiedene Dünger brauche ich eigentlich? für Gemüse und Obst, mit viel Kalium für die Fruchtbildung, wie den Azet TomatenDünger und den Azet Beeren- und ObstDünger Rosen und Stauden, mit viel P für die Blütenbildung, wie den Azet RosenDünger Rasen, mit viel N für kräftig grünen Rasen, wie den Azet RasenDünger Manche Pflanzen brauchen Extras, wie z.B. Zitruspflanzen mögen gern höheren Fe-Gehalt. Das ist im BioTrissol Zitrusdünger enthalten. 3 Tipps Bitte düngen! Nach dem Düngen gießen, sonst kann die Pflanze den Dünger nicht aufnehmen Nicht „viel hilft viel“

  17. Wein im Garten
    23.02., 04:0000:23:28

    Eigene Weintrauben ernten - so wird´s was! Wein anbauen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Wein anbauen – geht das wirklich auch im Norden?? Auf jeden Fall – selbst Hamburg hat doch seinen Weinberg Jedenfalls ist es die leidige Folge des Klimawandels, dass es auch bei uns möglich ist, Wein anzubauen Es ist auch eine Sortenfrage. Für den Hausgarten eignen sich Tafeltrauben, die speziell für den Verzehr der Trauben geeignet sind. Sie sind meist groß und fruchtig, süßer und haben weniger Kerne. Die anderen heißen Keltertrauben. (Kelter heißt die (Wein)-Presse) Seit 5000 v. Chr. wird Wein angebaut, begann vermutlich mit den Sumerern im heutigen Irak. Weinreben sind Zwitter, was die Befruchtung vereinfacht, denn die meisten angebotenen Sorten befruchten sich selbst. Man braucht also nur eine Pflanze, um ernten zu können. Bestäubung meist durch den Wind. Was ist denn ein guter Standort für die Weinrebe? Volle Sonne und Wärme, klar. Gern an einer sonnigen Mauer, noch besser ist Regenschutz z.B. durch einen Dachüberstand Weinreben an einer Pergola gepflanzt geben einen super natürlichen Sonnenschirm im Garten Beim Boden sind Weinreben nicht anspruchsvoll. Lockerer Boden ist gut, Staunässe verträgt Wein gar nicht. Richtig pflanzen Gut ist Mitte April, Weinreben im Topf gehen bis in den Sommer Erst Spalier bauen oder Rankhilfe bauen – sonst schädigt man hinterher evtl. die Pflanzen. Weinanbau geht auch im Kübel, der sollte mind. 30 Liter fassen 1 Pflanze pro 6 m Spalier ist möglich. Meist pflanzt man im Abstand von ca. 2 m. Spalier sollte sehr stabil sein Loch 50 cm tief ausheben, Untergrund lockern, NeudoHum PflanzErde hineingeben Und organischen Azet Beeren- & ObstDünger Pflanze einsetzen, etwas schräg Richtung Spalier Die Veredelungsstelle muss über der Erde liegen (veredelt wegen Reblausbefall an den Wurzeln. Die Amerikanischen Sorten vertragen die Reblaus, sie wurde von dort Mitte des 19. Jahrhunderts eingeschleppt. War eine existentielle Bedrohung für Weinanbau) Gut angießen Unterschiedliche Sorten verlängern die Erntezeit Pflegen Im Frühjahr Kompost geben, 2-3 L pro qm Entfernen der Blätter, die die Trauben zu stark schattieren Winterschutz, also Stammbasis locker mit Erde oder Kompost anhäufeln. Im März wieder entfernen, damit Veredelungsstelle frei liegt. Zur Erntezeit vor Vögeln, Wespen oder Waschbären schützen. Unser Marderstopp wirkt gegen Letztere ziemlich gut. Sonst einnetzen. Rückschnitt Triebe anbinden Im Frühjahr düngen mit Azet Beeren- & ObstDünger Bei rauem Klima Winterschutz anbringen: Stammbasis locker mit Erde oder Kompost anhäufeln. Im ersten Winter zusätzlich mit Tannenreisig abdecken. Muss ich zurückschneiden, oder kann ich es auch weglassen? Das ist der größte Aufwand und die wichtigste Maßnahme Wenn man nicht schneidet entsteht ein undurchsichtiges Blättergewirr Und die Trauben schmecken sauer! Trauben bilden sich nur an den neuen Trieben, die am zweijährigen Holz entspringen Außerdem gibt es nicht so viele Krankheiten, wenn das Laub schnell abtrocknet. Wie geht der Rückschnitt? Im Herbst nach der Ernte, oder Ende Februar: Die Triebe, die getragen haben, auf 2 Augen, also Knospen, zurückschneiden. Daraus wachsen neue Triebe, die Trauben bilden. Der Abstand zwischen den Trieben sollte ca. 30 cm betragen, Der Rest wird weggeschnitten Es sollte einen senkrechten Haupttrieb geben. Außerdem sollte es 3-4 Seitentriebe geben Alle anderen Triebe entfernen Im Juni Dann kann man die Spitzen der langen Fruchttriebe einkürzen. Etwa hinter dem 5. Blatt oberhalb der letzten Traube Wenn es super-viele Traubenansätze gibt, kann man die entfernen, damit die verbliebenen Früchte größer werden Triebe, die keine Fruchtansätze zeigen, immer entfernen Vor der Ernte die Blätter entfernen, die die Trauben beschatten, damit sie mehr Sonne abbekommen Ernte – wann geht es los? Wenn´s schmeckt! Meist zwischen August und Oktober, je nach Sorte. Trauben sind im kühlen Keller oder Kühlschrank eine Woche lagerfähig Frischer Traubensaft ist auch lecker! Man kann auch aus Tafeltrauben Wein machen. Das ist aber ein anderes Kapitel. Schädlinge und Krankheiten? Echter und Falscher Mehltau treten auf. Gegen den Echten Mehltau hilft Armisan, gegen den Falschen nur das wegschneiden befallener Triebe Rebenpockenmilbe, da hilft Netz-Schwefelit Traubenwickler, dagegen wirkt Xentari Raupenfrei In manchen Regionen die Kirschessigfliege. Dagegen hilft die ObstfliegenFalle. Waschbären, da hilft auch unser MarderStopp Die 3 ultimativen Tipps Sorgfältige Sortenwahl, unbedingt gegen Echten und Falschen Mehltau unempfindliche Sorten wählen! Triebe anbinden Unbedingt regelmäßig schneiden!

  18. Blumenwiese pflegen
    09.02., 04:0000:15:01

    So wenig Pflege braucht eine Wildblumenwiese Blumenwiese pflegen Mit unseren Wildgärtner Freude-Mischungen holt ihr euch eine mehrjährige Blumenwiese in den Garten. So ein Wildbienen-Haus liefert den perfekten Nistplatz für viele Wildbienen-Arten. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Erst noch die Frage: kommen Blumenwiesen immer von allein wieder? Oder muss ich die jedes Jahr aussäen? Gute Frage – da sind wir gleich mitten im Thema Es gibt Blumenwiesen, die sind nur einjährig. Ich säe aus, und im ersten Jahr blüht es gleich super. Meist sind da Klatschmohn drin, Kornblume, Ringelblume und so. Sieht schön aus, aber im nächsten Jahr kommen nur noch einige der Pflanzen, und die Verunkrautung nimmt überhand. Von diesen einjährigen Mischungen sollte man die Finger lassen, wenn man was Langfristiges sucht Besser sind mehrjährige Mischungen, wie unsere Wildgärtner Freude-Mischungen. Die kommen jedes Jahr wieder Sind da andere Pflanzen drin als Klatschmohn und Co? Der Witz ist, da ist beides drin: Einjährige Arten wie Klatschmohn, damit es im ersten Jahr schön blüht Zwei- und mehrjährige Arten, also Stauden, die eben immer wieder kommen Die haben wir extra so zusammengestellt. Während die Einjährigen blühen, wachsen die Mehrjährigen und bilden flache Rosetten. Damit unterdrücken sie das Unkraut. Blühen tun die erst ab dem zweiten Jahr. Es ist auch so, dass die Wiese jedes Jahr anders aussehen kann. Manche Pflanzen verschwinden vielleicht, andere kommen dazu. Kommen dann die Einjährigen gar nicht wieder? Sie brauchen nackten Boden zum Keimen. Da die Mehrjährigen schon den Boden bedecken, kommen sie da nicht mehr zu. Ok. Was also muss ich zur Pflege tun? Nur 3 Sachen: Im Frühjahr nach dem Rückschnitt etwas Unkraut jäten Im Frühjahr schneiden Im Sommer schneiden (optional) Weder düngen noch wässern (außer nach der Aussaat) Wie erkenne ich denn das Unkraut? Das ist vielleicht für Anfänger schwierig Gras erkennt man aber. Das kann da raus. Die Quecke, die wie Gras aussieht, aber lange Wurzelausläufer macht, ist da besonders hartnäckig. Giersch ist auch fies, weil er gnadenlos alles niederwächst. Alle Unkräuter müssen mit Wurzel raus, sonst bringt es nix. Muss nicht so super-exakt sein, nur das Gröbste Gut. Und wieso muss ich da überhaupt was Schneiden? Im Winter sterben die Mehrjährigen Pflanzen oberirdisch ab. Die Wurzeln überdauern aber, und im Frühjahr treiben sie wieder aus. Damit sie alle Kraft in den Austrieb stecken können, schneidet man die abgestorbenen Triebe ab. Das ist meist Anfang bis Mitte März der Fall. Dann sieht man die ersten frischen Austriebe dicht am Boden. Du sagtest, dass man zweimal schneiden muss. Warum? Das zweite Mal ist optional, aber eine super-Sache für die Insekten. Man muss sich aber etwas überwinden – denn man schneidet im Sommer, wenn es gerade so schön blüht! Dieser zweite Schnitt ist dann fällig, wenn die Hauptblüte vorbei ist. Meist sind dann auch die Landwirte am Heu machen. Der Grund: viele der Stauden treiben nach dem Schnitt nochmal aus und kommen ein zweites Mal zur Blüte, meist so im September/Oktober. Und da flippen die Wildbienen dann aus, weil zu der Zeit meist nicht so viel Blüten mehr blühen und sie sonst nicht so viel finden. Aber dann schneide ich ja im Sommer alle Blüten weg, wie schade! Du musst nicht die ganze Fläche runterschneiden. Gut ist, erst die Hälfte zu schneiden, und dann nach ca. 3 Wochen den Rest. Damit die Wildbienen immer was finden. Oder du lässt die zweite Hälfte einfach stehen, das geht auch Warum schneide ich nicht vor dem Winter, wenn die Stängel sowieso abgestorben sind? Diese trockenen Stängel, die wie tot aussehen, sind beste Überwinterungsquartiere für viele Insekten. Außerdem bilden die Stängel auch einen guten Schutz für den Stängelgrund, der dann der Witterung nicht so ausgesetzt ist. Muss ich beim Schneiden irgendwas berücksichtigen? Wie tief z.B.? Und was mache ich mit den abgeschnittenen Stängeln? Und mit welchem Gerät? Du schneidest direkt über dem Boden weg, lässt also vielleicht 2-3 cm von den Trieben stehen. Das Schnittgut lässt du noch 2-3 Wochen liegen auf der Fläche. Das ist gerade im Sommer wichtig. Denn durch den Schnitt kommt es bei manchen Pflanzen zur Samen-Notreife. Diese Samen fallen dann in den nächsten Wochen aus und können wieder zu neuen Pflänzchen werden. Wir machen das immer mit einer Sichel. Eine Rosenschere geht natürlich auch, auch eine scharfe Sense. Rasenmäher geht nicht, die Stängel sind zu hoch und auch zu stabil. 3 Tipps Nur hochwertige mehrjährige Samenmischungen verwenden! Im Frühjahr schneiden Und danach jäten

  19. Gemüsebeet vorbereiten
    12.01., 04:0000:32:30

    Beetvorbereitung für Gemüse - was ist zu tun? Gemüsebeet vorbereiten Mit einem pH-Bodentest könnt ihr prüfen, ob ihr kalken müsst. Bei Bedarf hilft Azet GartenKalk mit Mikroorganismen. Sandboden helfen jährliche Gaben von Bentonit SandbodenVerbesserer. Die Wasserspeicherfähigkeit verbessert Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Es geht heute um das Thema Gemüsebeet vorbereiten – was kann ich mir darunter vorstellen? Ganz einfach: was kann ich jetzt nach dem Winter, oder auch zu anderen Jahreszeiten, machen, damit ich neues Gemüse aussäen oder auspflanzen kann Wenn also schon mal grundsätzlich ein Beet da ist, aber das sieht irgendwie nicht so aus, als würden da zarte Keimlinge drin wachsen wollen. OK – ist denn da so viel zu tun, oder ist das schwierig? Es ist wie immer gar nicht schwierig – man muss nur wissen, was zu tun ist. Na dann leg mal los. Gehen wir mal davon aus, der Winter ist vorbei. Wann fange ich an, und vor allem: wie geht es überhaupt los? Wann es anfängt ist natürlich, wie immer beim Gärtnern, vom Wetter abhängig. Die stärksten Fröste sollten vorbei sein. Das ist oft Ende Februar oder Anfang März der Fall Und dann sollte ich wissen, was ich wo anbauen möchte im Beet. D.h. ich sollte eine Planung machen Oh nein, keine Planung, ich bin mehr so der spontane Typ! Was nun? Ja, kann ich verstehen. Ich plane auch nicht so gern. Aber ich dieses Jahr habe auch die Quittung dafür bekommen: Nach der Ernte letztes Jahr habe ich die Erdbeeren rausgebuddelt, weil die alt und krank waren. Habe aber nicht dran gedacht, dass ich dann im August irgendwo Platz haben sollte im Beet für die Neupflanzung. Ja, und den hatte ich halt nicht eingeplant. Also gibt’s dieses Jahr keine Erdbeeren. Wenn ich z.B. Tomaten ins Beet pflanzen will, mache ich das nicht vor Mai. Das heißt ich kann an der Stelle aber schon mal im März Radieschen aussäen, die sind bis Mai locker geerntet. Wir haben eine Garten-Kalender-App, da kannst du auswählen, welche Pflanzen du anbauen willst, und die sagt, dir dann, wann du aussäen oder auspflanzen kannst. Ich finde es selbst am einfachsten wenn ich die für mich wichtigsten Gemüsearten plane – dazu gehören bei mir Tomaten, Salat, Wirsing und Rote Bete – und alles andere mache ich dann tatsächlich spontaner. Diese Geräte braucht ihr fürs Gemüsebeet Grabegabel oder Sauzahn Harke Handgerät Gartenfräse oder Sternfräse genannt Unkrautstecher Eimer o.ä. OK, also planen – und dann? Dann schon mal das Saatgut bestellen. Ich finde ja Bio-Saatgut fein, und nehme auch gern alte Sorten. Die sind oft unempfindlicher gegenüber Krankheiten. Ja, dann geht’s tatsächlich los: erstmal noch nach dem Werkzeug gucken, ob alles in Schuss ist – und dann machen ich beginne mit den Beeten, auf die jetzt demnächst was gepflanzt oder gesät werden soll. Der Rest kann ja erstmal noch liegen bleiben. Erster Schritt ist, altes Pflanzenmaterial vom Beet räumen. Vielleicht sind da noch Reste vom Laub aus dem Vorjahr, das kann ich gut auf den Kompost geben. Unkraut entfernen gehört auch dazu, denn da gibt’s Experten, die auch im Winter wachsen. Solange es Samenunkräuter sind wie Vogelmiere und Co, bei mir schlagen auch Tomaten auf, kann das auch in den Kompost, sind ja keine Samen dran. Auch Steine gehören rausgesammelt. Die können auf einen Steinhaufen in der Sonne, den z.B. Zauneidechsen super finden für Sonnenbäder Danach sieht es schon mal aufgeräumter aus. Muss ich noch was mit dem Boden an sich machen? Boden verbessern oder sowas?? Ja genau. Der Boden braucht jetzt unsere Aufmerksamkeit. Früher wurde jährlich gekalkt, haben unsere Großeltern so gemacht. Das muss heute aber nicht mehr so häufig sein Warum das denn nicht? Die älteren Hörer erinnern sich vielleicht an das Stichwort „Saurer Regen“. Vor allem in den 80er Jahren. Durch die Industrie gelangte viel Schwefel in die Luft und kam als saurer Regen wieder runter. Deswegen musste viel gekalkt werden, damit der Boden nicht versauerte. Da die Industrie nun viel bessere Filter nutzt, ist das viel besser geworden. Kalk wird trotzdem noch aus dem Boden ausgewaschen, und das führt zur Versauerung aber längst nicht mehr so schnell. Darum sollte man alle 2 Jahre im Februar/März mit einem pH-Bodentest (gibt’s von Neudorff) den Boden testen und gucken, ob das mit dem Kalken nötig ist. Wenn ja, gibt’s auch von uns den Azet GartenKalk mit Mikroorganismen, die den Boden auch noch beleben. Das kann ich nach dem Test ausstreuen. OK. Muss ich noch mehr für den Boden tun? Genaue Infos gibt’s in der Episode „Boden gut machen“ Super ist es, wenn man eigenen Kompost hat. Der gehört auf das nackte Beet, Bei sandigem Boden sollte ich jährlich Bentonit SandbodenVerbesserer ausstreuen für bessere Wasserhaltefähigkeit Auf allen anderen Böden hilft Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Die Bio-Pflanzenkohle darin speichert auch viel Wasser und Nährstoffe und ist idealer Boden für Mikroorganismen. Wenn ich das alles gemacht habe, muss der Boden ja noch irgendwie lockerer werden, oder? Was für Geräte brauche ich denn dafür? Ganz genau, das ist jetzt total wichtig Ich kann schon mal sagen, was du nicht machen musst: Umgraben. Das ist ziemlich out, weil du damit die natürliche Schichtung des Bodens durcheinanderbringst. In einem gut gepflegten Boden braucht das nicht sein. Bei schwerem, also eher festem Boden, lockerst du mit einer Grabegabel. Die hat so breite Zinken. Damit stichst du in den Boden, hebelst die Erde damit hoch und lässt sie fallen. Dadurch zerbrechen schon die meisten Klumpen. Du kannst auch beherzt draufhauen, um sie zu zerschlagen Wer sandigen Boden hat, dem reicht vermutlich auch ein Sauzahn zum Lockern. Das ist ein halbrund gebogener Metallzinken, den ich im Abstand von ca. 20 cm durch den Boden ziehe, der lockert auch schön. Ich lasse das Beet dann ein paar Tage ruhen, damit es etwas abtrocknet. Und dann gehe ich mit einem Kultivator, oder Gartenfräse per Handbetrieb, darüber. Das zerkleinert die Klumpen wunderbar. Für die Pflanzung von Kohl oder Salat reicht das schon. Wenn ich was aussäe, muss es noch feiner sein, dann harke ich die noch verbliebenen Klümpchen klein. Dafür ziehe und schiebe ich die Harke hin und her – und versuche, dass es eben wird. Braucht etwas Übung. Und das war´s dann? Im Prinzip schon. Der nächste Schritt ist dann das Aussäen oder Pflanzen – dazu hatten wir ja schon eine Episode. 3 Tipps Unbedingt Kompost einarbeiten Alle 2 Jahre testen, ob gekalkt werden muss Sorgfältig sein!

  20. Warum torffrei gärtnern?
    15.12., 05:0000:19:31

    Mit der richtigen Erde klimabewusst gärtnern Warum torffreie Erden? Hier findet ihr noch mehr Infos zum torffreien Gärtnern. Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was ist denn überhaupt Torf, und was ist so schlecht daran? Torf an sich ist ein guter Ausgangsstoff für Blumenerden Schlecht daran ist seine Herkunft und was beim Abbau passiert. Darum ist es super, dass wir jetzt drüber sprechen Was ist also Torf?? Torf ist ein 100 % natürlicher Stoff, also erstmal gut. Torf stammt aber aus Mooren, und Moore sind ganz wichtig Für die Artenvielfalt, weil da viele Pflanzen wachsen und Tiere leben, die es sonst nirgends gibt. Und Moore speichern doppelt so viel CO2 wie alle Wälder weltweit, sind also super-wichtig für unser Klima Außerdem speichern Moore Wasser wie ein Schwamm, und sind bei Starkregen natürlich wunderbar. Und geben bei Trockenheit Wasser an die Umgebung ab. Warum sollte man denn auf Torf verzichten? Das hängt damit zusammen, wie Torf entsteht. Torf kommt also aus Mooren Moore entstehen da, wo viel Wasser den Boden sättigt, also nicht ins Grundwasser abfließt. Dort wachsen spezielle Pflanzen, die das vertragen. Hauptsächlich sind das Torfmoose, Sphagnum genannt. Wenn die Pflanzen und Moos absterben, zersetzen sie sich nicht wie im Komposthaufen, sondern sehr sehr langsam. Denn das geschieht unter Wasser und es fehlt O2. So entsteht Torf, es ist also eine Ansammlung unvollständig zersetzter pflanzlicher Substanz. Wenn Torf trocken ist, ist er übrigens brennbar. In manchen Ländern nutzt man Torf immer noch als Brennmaterial. Pro Jahr wächst Torf nur 1 mm. Z.B. die Entstehung des Teufelsmoores bei Worpswede dauerte ca. 8.000 Jahre. Klimarelevant ist das deshalb: das nicht zersetzte pflanzliche Material speichert sehr viel Kohlenstoff, der so also nicht in die Atmosphäre gelangt. Das ist Kohlenstoff aus zig 1000 Jahren, der da sicher gespeichert ist. Wenn wir ihn nicht abbauen würden. Was passiert denn beim Abbau? Um an den Torf zu kommen, muss erstmal das Wasser aus dem Moor raus, es muss entwässert werden. Das bringt O2 in den Bereich. Dadurch zersetzt sich der Torf in kurzer Zeit. Dabei wird eben der Kohlenstoff frei, verbindet sich mit dem Sauerstoff aus der Luft und wirkt als klimaschädliches CO2. Der Torf wird metertief abgebaut, das heißt da geht wirklich richtig viel Kohlenstoff in die Luft. Gibt es Torfabbau auch in Deutschland? Ja, gibt es, vor allem im Nordwesten. Nur sehr eingeschränkt, und nur mit begrenzter Laufzeit. Aber immerhin: 2019 wurden in Deutschland 4,7 Millionen Kubikmeter Torf abgebaut. Nach dem Ende des Torfabbaus müssen die Flächen renaturiert werden. Das ist ja auch ok – aber eben schwierig. Erst muss die Fläche wieder vernässt werden, d.h. die Gräben werden verschlossen. Dabei dürfen aber natürlich benachbarte Äcker nicht überschwemmt werden. D.h. es bedarf viel Planung dann müssen sich die richtigen Pflanzen ansiedeln. Das ist schon schwierig, weil unser heutiges Klima sich nun mal schon geändert hat. Und dann wächst der Torf 1 mm pro Jahr. Wenn alles gut läuft! Da muss immer wieder eingegriffen werden. Ich sprach mit einem Wissenschaftler der berichtete, dass noch nach 30 Jahren immer wieder reguliert werden muss. Heute sind nur noch 5 % der Moore in Deutschland naturnah. Dabei sollte es bleiben. Aber wir verwenden ja nicht nur Torf aus Deutschland Wo kommt denn der Torf noch her? Heutzutage kommt Torf vor allem aus dem Baltikum und wird per LKW zu uns gebracht, damit wir unsere Pflanzen darin topfen. Vor allem aber auch für die Gärtnereien, die Pflanzen produzieren Natürlich muss auch im Baltikum renaturiert werden – aber erstmal wird noch fleißig abgebaut. Habe ich das richtig verstanden, dass also in den meisten Blumenerden Torf ist? Ja genau, noch ist das so. Viele Menschen denken ja, dass das was Gutes ist. Hat ja schon der Opa in den Garten gebracht, und der kannte sich aus. Torf ist halt einfach zu verarbeiten, weil er biologisch praktisch tot ist. Da sind keine Mikroorganismen drin, keine Nährstoffe, ich kann als Erdenhersteller alles damit machen. Brauche nur Kalk und Dünger reingeben, das war´s – natürlich nicht ganz so einfach, aber im Prinzip eben schon. Und Torf ist billig. Torffreie Erden herzustellen, ist dagegen sehr viel schwieriger. Die gute Nachricht: der Klimaschutzplan der Bundesregierung kümmert sich um den Torf. Bis 2026 soll es im Hobbygarten keinen Torf mehr geben. Im Profi-Gartenbau soll das bis 2030 weitgehend erreicht sein. Das hört sich gut an. In euren Erden ist ja kein Torf drin. Was ist es denn stattdessen? Genau, im Gegensatz zu fast allen anderen Erden-Anbietern haben wir bei Neudorff schon immer nur torffreie Erden angeboten. Inzwischen seit 20 Jahren! Es ist wie in einem Kuchen-Rezept: man nehme für eine gute NeudoHum-Erde Grüngut-Kompost Rindenhumus Holzfaser Und dann noch, je nach Erdentyp, verschiedene Zuschlagstoffe wie Sand, Blähton, Lava, Kokosfaser etc. Und natürlich organischen Dünger Das hört sich ja ziemlich natürlich an! Sind denn torffreie Erden genauso gut wie torfhaltige Erden? Wenn sie gut gemacht sind, und hochwertige Rohstoffe enthalten, sind sie genauso gut. Aber es ist auch ziemlich schwierig, alles so hinzukriegen. Der Knackpunkt ist u.a., dass torffreie Erden biologisch hoch aktiv sind, weil die Rohstoffe nicht so steril sind wie Torf. Das ist gut für den Boden und die Pflanzen. Aber schwierig zu handhaben, weil alles miteinander reagiert. Eine andere Herausforderung sind die Rohstoffe. Wir hatten früher mehr Rindenhumus verwendet. Aber Rinde wird z.T. zur Energiegewinnung verfeuert Und: Rinde stammt ja hauptsächlich von Fichten. Aber durch den Borkenkäfer sterben die Fichten ab, die Rinde fällt im Wald schon vom Baum – und wir können weniger Rindenhumus bekommen. Es hängt so viel miteinander zusammen! Es gibt ja im Gartencenter so viele verschiedene Erden. Braucht man die wirklich alle? Alle vielleicht nicht, aber ein paar Unterschiede sind schon wichtig Eine Aussaat-Erde ist sehr fein und wenig gedüngt, richtig für die kleinen Pflänzchen Eine Pflanzerde dagegen ist eher grob, weil sie lange ihre Struktur behalten soll Eine Rhododendron-Erde ist sauer, weil das diese Moorbeetpflanzen lieben Eine Tomatenerde ist eher kalium-betont gedüngt, weil das gut ist für die Fruchtbildung Aber ich kann durchaus eine Rosenerde auch für Stauden verwenden, und in die Rhododendronerde auch die Hortensien pflanzen!

Hier geht es um das praktische und einfache Gärtnern mit der Natur für Gartenanfänger und auch für Fortgeschrittene. Im Gespräch stellen wir einfache Möglichkeiten vor, wie man selbst kompostieren kann, oder wie man am einfachsten ein eigenes Gemüsebeet anlegt. Schritt für Schritt, mit vielen Tipps und Tricks. Das Gärtnern mit der Natur steht dabei im Vordergrund: wie nutze ich die Kräfte der Natur, wie fördere ich die biologische Vielfalt im Garten, und wie gelingt es, vitale, gesunde Pflanzen zu bekommen, und leckeres Gemüse und Obst selbst anzubauen. Wir möchten Mut machen, einfach mal anzufangen mit dem Gärtnern - es ist gar nicht so schwer, und macht einfach Spaß!