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160- Natürlich Zimmerpflanzen!02.12., 08:1002.12.2021, 08:1000:29:51
Grünpflanzen und Co. richtig pflegen Zimmerpflanzen pflegen Regelmäßig organisch düngen mit dem flüssigen BioTrissol BlumenDünger oder den organischen Azet DüngeSticks für Grünpflanzen. Alle 2-3 Jahre umtopfen in torffreie NeudoHum BlumenErde. Wenn Schädlinge auftreten, hilft meist Spruzit AF Schädlingsfrei Habt ihr noch Fragen? Dann schreibt mir gern an s.klingelhoefer@neudorff.de Was ist eine Zimmerpflanze? · Die ist nicht fürs Zimmer „gemacht“, sie hält es einfach aus! · Alle Zimmerpflanzen stammen aus dem Freiland, sehr viele aus den Tropen. Man überlege mal, was für ein Klima die eigentlich mögen… · Pflanzen sind LEBEWESEN, sind also eher wie ein Haustier. Sie sind KEIN Deko-Gegenstand! Was braucht eine Zimmerpflanze? · Das Gleiche wie Pflanzen draußen: Licht, Wasser, Nährstoffe. Je nach Art unterschiedlich viel von allem. · Manche vertragen volle Sonne (Kakteen), andere lieber leichten Schatten, also eher Ost- oder Westfenster. Mit der Nordseite kommen Grünlilie, Efeutute und Einblatt gut zurecht. · Zimmertemperatur ist für die meisten Pflanzen ok · Luftfeuchte sollte gerade im Winter beachtet werden, meist brauchen Pflanzen mind. 40-50 %. Zugluft vertragen die wenigsten Pflanzen, es stellen sich dann schnell Schädlinge ein. · Platz für die Wurzeln, eine Top-Erde also! · Sie wachsen, also werden sie größer. Indem man sie nicht düngt, lässt das Wachstum zwar nach, stoppt aber nicht. Nicht düngen führt zu mickrig aussehenden, kränkelnden Pflanzen! · Im Winter fehlt das Licht, darum wachsen die dann kaum. Da kann man düngen so viel man will, es passiert dann einfach nichts. Die meisten Pflanzen ruhen dann. · Kleiner Tipp am Rande: Neue Pflanzen nicht im Herbst oder Winter kaufen. Dann fällt ihnen die Umgewöhnung vom Gewächshaus an die dunkle Wohnung noch schwerer. Welche Pflanzen passen zu mir? · Grünpflanzen sind meist einfacher als Blütenpflanzen. Einfach, weil letztere ohne Blüte meist nicht so toll aussehen · Einfache Blühpflanzen sind Orchideen, jedenfalls die sogenannten „Schmetterlings-Orchidee“ – nur einmal die Woche gießen reicht bei ihnen, und auch nur sparsam düngen. Oder das Blühende Käthchen, eine Kalanchoe, ist auch hart im Nehmen. · Klassische Grünpflanzen wie Ficus oder Grünlilie, ebenso gerade angesagte Pflanzen wie Monstera bzw. Philodendron oder der alte Gummibaum sind auch sehr anspruchslos. Pflegen, was muss ich überhaupt tun? Regelmäßig gießen Regelmäßig düngen (die wollen auch essen!!) Alle paar Jahre Umtopfen Ein paar Extras Gießen Hört sich einfach an, halt Wasser drankippen. Aber da gibt’s auch was zu beachten · Die meisten Pflanzen sterben, weil sie totgegossen werden! Viel hilft nicht viel. Gerade im Winter ist weniger mehr. Also im Winter unbedingt weniger häufig gießen als im Sommer! · Wenn der Wurzelballen immer feucht ist, also zu viel gegossen wird, § sterben Wurzeln ab, weil sie keinen Sauerstoff bekommen. Ohne Wurzel kann die Pflanze aber kein Wasser aufnehmen. D.h. sie wird welk und vertrocknet, gerade wegen des vielen Wassers! § siedeln sich gern Trauermücken an, deren Larven die Wurzeln anknabbern § sollte man das Wasser aus dem Untersetzer wegschütten Düngen § Je nach Pflanzenart brauchen sie unterschiedlich oft Nährstoffe. Manche wöchentlich, andere einmal im Monat. Macht euch am besten einen Termin im Kalender! § Geht sehr einfach mit Flüssigdüngern, oder auch mit Düngesticks § Es sollte auf jeden Fall ein organischer Dünger sein. BioTrissol BlumenDünger ist flüssig, Azet DüngeSticks steckt man in die Erde. Letztere sind Langzeitdünger für etwa zwei Monate. § NICHT im Winter düngen (Ausnahmen gibt es, wie Kakteen oder Orchideen nach der Ruhepause). Ansonsten: zwischen November und Februar nicht düngen. Die Pflanzen brauchen dann einfach keine Nahrung, weil sie wegen des Lichtmangels auch nicht wachsen. Umtopfen § Alle 2-3 Jahre, bzw. wenn die Wurzeln unten aus dem Topf rauswachsen. § Nicht im Winter, also zwischen November bis Februar. Am besten im Frühjahr. § Ein Topf für Pflanzen MUSS unten Löcher haben. Sonst ersäuft die Pflanze früher oder später § Der neue Topf sollte ca. 4 cm größer sein als der alte. Nicht zu groß, sonst wachsen erstmal nur die Wurzeln. § Natürlich nur torffreie Erde nehmen, um die Moore zu schützen. Wir haben die NeudoHum BlumenErde. § Umtopfen geht so: Auf den Topf drücken, um Ballen vom Topfrand zu lösen. Pflanze rausholen. Wenn die Wurzeln schon mächtig im Kreis gewachsen sind, etwas auseinanderreißen, um dies zu unterbrechen In neuen Topf etwas Erde geben, so dass der Ballen ca. 1,5 cm unter dem Topfrand liegt. Sonst wird das Gießen schwierig später, weil das Wasser gleich über den Rand läuft. Pflanze reinsetzen. Sie sollte so tief im Boden stehen wie vorher auch. Nicht tiefer, nicht höher! Den Rand auffüllen mit Erde, leicht andrücken, weiter auffüllen Gießen - fertig Extras § Schneiden geht, aber nicht von November bis Februar. Ficus u.a. kann man gut schneiden. § Bei Blütenpflanzen Verblühtes rausschneiden, vertrocknete Blätter entfernen. § Eingestaubte Pflanzen draußen oder in der Dusche mit lauwarmem Wasser abbrausen. § Pflanzen geht es draußen gut, sie können dort den Sommer verbringen, aber vorsichtig an das Licht gewöhnen, sonst bekommen sie Sonnenbrand! Erstmal 2-3 Wochen in den tiefen Schatten stellen! Und natürlich nicht machen, wenn Frost droht, also erst ab Mai! § Auf Schädlinge kontrollieren. Sitzen meist an den Blattunterseiten. Oft ist auch die Fensterbank klebrig. Immer wieder gucken, bei Bedarf z.B. mit Spruzit AF Schädlingsspray behandeln. Top-3-Tipps: § Pflanzen ernst nehmen! § Nicht zu viel gießen, vor allem im Winter § Umtopfen in gute Erde, wenn es nötig ist
- Obstbaum pflanzen04.11., 08:2504.11.2021, 08:2500:30:10
Apfel, Pflaume oder Kirsche? Shownotes Obstbaum pflanzen Eine gute, torffreie Erde wie die NeudoHum PflanzErde ist wichtig für gutes Anwachsen. Im März solltet ihr düngen mit Azet Beeren- & ObstDünger, für die gute Ernte. Habt Ihr Fragen? Meldet Euch gern bei mir unter s.klingelhoefer@neudorff.de Ein Garten braucht Bäume. Sie spenden Schatten, liefern leckeres Obst, und geben dem Garten Struktur. Es gibt auch ganz kleine Bäume für ganz kleine Gärten!! Welcher Obstbaum passt zu mir? Die Auswahl fällt schwer, hier ein paar Tipps: · Was schmeckt mir. · Was kann ich gut verwerten (Birnen mag ich – aber einen ganzen Baum voll??) · Pfirsich, Nektarinen und Aprikosen wachsen nicht nur in Weinbau-Gegenden · Walnuss (strenggenommen natürlich kein Obst) ist ein toller Baum, macht aber gerbsäurereiches Laub, was schlecht verrottet · Wann ist das Obst reif? Wer immer im Juli im Urlaub ist, braucht z.B. keinen Kirschbaum Passt ein Obstbaum wirklich auch in kleine Gärten? · Klar. Es gibt sogar spezielles „Säulenobst“ für den Balkon · Dann gibt es die sogenannten Halbstämme, die klein bleiben. Sind sowieso empfehlenswert, weil ich zum Ernten keine Leiter brauche · Nicht zu vergessen Spalierobst. Das ist ganz schlank und kann gut als Begrenzung gepflanzt werden. Braucht natürlich ein Spalier. Oder man zieht es an der Hauswand. · Wenn ihr z.B. unbedingt eine Süßkirsche möchtet, die ziemlich groß wird, nehmt eine Sorte, die auf eine schwachwüchsige Sorte veredelt wurde. D.h. da wurde die Fruchtsorte mit einer anderen Kirschsorte verbunden, also „veredelt“. Lasst euch in einer guten Obstbaumschule beraten, die kennen sich aus! · Sogenannte „Hochstämme“, wo also die Krone erst in 2 m Höhe beginnt, brauchen viel Platz, ca. 10 x 10 m bei Äpfeln. Die kann man nicht so gut stark zurückschneiden und damit die Größe reduzieren. Denn dann treiben sie noch stärker aus, bringen aber weniger Ertrag. · Spindelbäume dagegen brauchen beim Apfel nur 2,5 x 2,5 m Wann pflanzt man? Das kommt drauf an – wie immer! · Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, also Oktober und November, solange es frostfrei ist. · Dann pflanzt ihr am besten „wurzelnackte“ Bäume. Die sehen nach nichts aus, wachsen aber am schnellsten an. Bei ihnen sind die Wurzeln nicht im Topf oder Erdballen, sondern ganz „nackt“. · Obstbäume im Topf oder mit Ballen könnt ihr das ganze Jahr pflanzen, solange es frostfrei ist Der beste Standort · Denkt an die spätere Größe des Baumes, da verschätzt man sich gern mal. · Obstbäume brauchen grundsätzlich einen sonnigen Standort mit lockerem, gut durchlässigem Boden · Denkt auch an die Ernte. Ein Obstbaum im Staudenbeet kann schön aussehen, aber man muss auch eine Leiter dranstellen können für die Ernte oder den Schnitt Wie finde ich die beste Qualität? · Der Stamm sollte gerade sein · Stamm muss unbeschädigt sein · Eine gut verzweigte Krone mit mindestens 3 Seitenästen Richtig pflanzen Erstmal wässern. Wurzelnackte Bäume über Nacht, mindestens aber ein paar Stunden in Wasser stellen Spitzen der Hauptwurzeln abschneiden, ebenso solche, die beschädigt oder geknickt sind Rasen flach mit einem Spaten abstechen. Die Soden könnt ihr nutzen, um an anderer Stelle schlechte Rasenstellen auszubessern. Pflanzloch ausheben. Es soll mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Sohle des Pflanzlochs mit Grabegabel auflockern. Pfahl und Seil zum Festbinden bereitlegen, Baum probeweise ins Pflanzloch halten. Position des Pfahls festlegen. Sollte ca. 15 cm westlich vom Stamm sein, weil Westen bei uns die Hauptwindrichtung ist. Baum wieder rausnehmen, Pfahl einschlagen. Ins Pflanzloch etwas torffreie NeudoHum PflanzErde geben. Dann den Baum gerade einsetzen. Sehr wichtig: er darf nicht tiefer stehen, als er vorher im Topf stand. Aushub einfüllen, dabei mit der Pflanzerde mischen. Während des Einfüllens etwas am Stamm ruckeln, damit die Erde gut einrieselt. Erde vorsichtig antreten. Stamm mit Kokosstrick anbinden, und zwar in einigen 8förmigen Schlaufen, dann den Zwischenraum umwickeln und die Enden verknoten Sehr sinnvoll ist es, einen Gießrand zu formen, also einen kleinen Erdwall, damit das Wasser nicht wegläuft. Gründlich gießen, mindestens 20 Liter Weitere Pflege · Im März organisch düngen mit Azet Beeren- & ObstDünger · Ende Februar Baumschnitt machen – aber dazu gibt’s mal eine eigene Episode! · Gibt es nicht viele Früchte am Baum, obwohl er gut geblüht hat? Dann fehlt es vielleicht an Insekten zum Bestäuben. Unbedingt Blumenwiese aussäen!! · Oder es fehlt eine Bestäuber-Sorte. Apfel- und Birnbäume brauchen eine andere Sorte in der Umgebung, die zur gleichen Zeit blüht, weil sie sich nicht selbst bestäuben können. Aber auch selbstfruchtende Arten wie Sauerkirschen oder Pfirsiche tragen besser, wenn ein zweites Exemplar im Garten steht.
- Garten winterfit machen21.10., 07:3021.10.2021, 07:3000:21:35
Was ist im Garten vor dem Winter zu tun? Garten winterfit machen Noch mehr Tipps findet Ihr im Gartenkalender auf neudorff.de Hier gibt es mehr Infos zum Radivit Kompost-Beschleuniger. Wenn Ihr noch Fragen habt, meldet Euch gern bei mir unter s.klingelhoefer@neudorff.de Was muss ich denn tun, und warum überhaupt? Je nachdem, wann die ersten Fröste kommen, und in welcher Region man lebt, muss man früher oder später aktiv werden. Inzwischen ist es oft erst Ende November so weit. Grundsätzlich geht es darum: Pflanzen in Kübeln und Beeten vor Frost schützen Boden schützen vor Frost und Dauerregen Gerätschaften schützen und pflegen Pflanzen in Kübeln schützen · Manche Kübelpflanzen vertragen etwas Frost, so bis -3 °C. Dazu zählen Feigen, Oleander, Zitruspflanzen. Je länger sie draußen bleiben, umso besser. Drinnen ist immer die schlechtere Wahl. · Wird es kälter, kommen die Pflanzen ins Winterquartier. Dort sollte es für die meisten Pflanzen um die 5 – 10 °C und möglichst hell sein. · Vor dem Einräumen kann man große Kübelpflanzen etwas einkürzen, damit sie nicht so viel Platz verbrauchen. · Im Winter nur ein winziges bisschen gießen und kontrollieren auf Schädlinge – die können auch noch im Februar auftreten · Wer Kübelpflanzen auf dem Balkon hat, kann sie in Vlies einwickeln, auf Styropor stellen und hoffen, dass es nicht zu kalt wird · Immergrüne Gehölze in Kübeln an frostfreien Tagen gießen. Wird oft vergessen, und dann vertrocknen sie. Pflanzen in Beeten · Rosen anhäufeln, also Erde ca. 20 cm hoch um die Triebe geben. Damit der Wind es nicht wegweht, Tannenreisig drauflegen. · Dahlien, Montbretien, Gladiolen ausgraben und kühl lagern. Gern in Erde, dann trocknen sie nicht so aus. Schild mit Farbe nicht vergessen, sonst wird es bunt im nächsten Jahr! · Gräser wie Pampasgras und Pfahlrohr zusammenbinden und mit Vlies und Laub umgeben. · Gräser, die trockene Böden mögen, besser nicht einpacken, sie faulen sonst schnell. Rückschnitt in beiden Fällen erst im Frühjahr durchführen. · Mediterrane Sträucher wie Lavendel oder Rosmarin brauchen in kalten Lagen einen Winterschutz. · Wildblumenwiese über Winter stehen lassen, erst im März zurückschneiden · Im November ist letzte Chance für das Pflanzen von Blumenzwiebeln und Knollen Gehölze - Baumschnitt erst ab Ende Februar machen, nicht früher, da kann es noch tiefe Fröste geben - Stämme von Obstbäumen mit Weißanstrich wie BioBaumanstrich weißen. Das mindert die Erhitzung der dunklen Stämme bei Sonneneinstrahlung und schützt damit vor Frostrissen. - Fruchtmumien von den Ästen pflücken. Sonst überwintern da die Krankheitserreger Rasen · Rasen noch so lange mähen, wie er noch wächst. Der letzte Schnitt kann auch mal Ende November sein. · Denn wenn der Rasen zu lang in den Winter geht, kann er schnell Pilzbefall bekommen (Schneeschimmel) · Laub vom Rasen rechen. Oder mit dem Fangkorb auffangen. Rasen und Laub lassen sich sehr gut gemeinsam kompostieren. Boden schützen - Unbedingt den Boden überall bedeckt halten. Mit Laub, grobem Kompost, Rasenschnitt in dünner Schicht. Wenn man zusätzlich noch Radivit Kompost-Beschleuniger drüberstreut, wird bis zum Frühjahr wunderbarer Humus daraus. - Nackter Boden lässt den Frost bis in tiefere Bodenschichten hinein. Das ist nicht gut für die Organismen im Boden - Außerdem brauchen Marienkäfer und Co. Überwinterungsverstecke, und die finden sie im Laub u.ä. Materialien. Gerätschaften · Regenfässer leeren, ebenso Gartenschläuche und Gießkannen. Letztere reinbringen · Außenwasserhähne absperren und Hahn öffnen, Schlauchkupplungen entfernen · Auch die Teichpumpen nicht vergessen, manche brauchen einen Extra-Schutz · Rasenmäher: säubern, Messer kontrollieren, evtl. schleifen · Gartengeräte wie Spaten und Co. säubern, vielleicht sogar mit Pflegeöl vor Rost schützen · Tomatenstäbe gründlich säubern, sonst überwintert dort der Erreger der Krautfäule
- Wühlmäuse - Hilfe!07.10., 08:1007.10.2021, 08:1000:22:21
Was tun gegen gefräßige Pflanzen-Nager? Wühlmäuse – erkennen und loswerden Wühlmäuse vertreiben geht mit dem Quiritox WühlmausGas Fangen könnt ihr sie mit der Quiritox WühlmausFalle. Der Quiritox WühlmausKöder tötet sie zuverlässig. Den Köder könnt ihr im Quiritox Wühlmausköder Depot sicher anwenden. Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern unter s.klingelhoefer@neudorff.de Wie machen sich Wühlmäuse überhaupt bemerkbar? Wenn man z.B. Tulpenzwiebeln gepflanzt hat und keine Blüte lässt sich blicken. Oder das Laub der Möhren welkt plötzlich, und sie lassen sich einfach rausziehen. Nur, dass da nur noch das Laub ist, aber keine Karotte dranhängt! Oder im Rasen gibt es auf einmal so weiche Stellen im Boden - dann sind ziemlich sicher Wühlmäuse unterwegs im Untergrund. Im Gegensatz zu Maulwürfen werfen Wühlmäuse keine Erdhaufen auf. Um die Gänge zu finden, greift zu einem stabilen und dünnen Stab und drückt ihn etwa 15 cm tief in den Boden. Ihr fühlt, wo ein Gang verläuft, weil sich dort der Stab mit einem Ruck viel leichter niederdrücken lässt als in normalem Erdreich. Ist das denn so schlimm? Die vegetarisch lebenden Nager belassen es nicht nur bei angefressenen Möhren – sie machen sich im Boden auch über viele andere Pflanzenwurzeln her. Selbst frisch gepflanzte Obstbäume können sie zerstören. Einmal im Garten, können sie schnell zur Plage werden! Wem das egal ist – ok. Wie leben die denn? Aussehen: Wühlmäuse werden auch als Schermäuse oder Erdratten bezeichnet. Sie werden recht groß: bis 16 Zentimeter lang, mit einem bis 9 Zentimeter langen Schwanz. Das Fell ist dunkelbraun, Schwanz und Bauch sind heller gefärbt. Und sie haben GROßE ZÄHNE! Lebensweise: Wühlmäuse sind reine Pflanzenfresser. Da sie im Boden leben, stehen auf ihrem Speiseplan vor allem die unterirdischen Speicherorgane, also Wurzeln, Rhizome, Zwiebeln und Knollen. Jede Wühlmaus gräbt sich ihr eigenes Gangsystem, das zwischen 50 und 100 Meter lang ist. Sie läuft es meist täglich einmal ab. Drei bis vier Mal im Jahr gibt es bis zu sechs Nachkommen. Zudem sind die Tiere das ganze Jahr über Tag und Nacht aktiv. Dabei sind sie lichtscheu, geruchs- und geräuschempfindlich. Auftreten: Vor allem in leichten bis mittelschweren Böden. Selten in Sandböden, weil dort ihre Gänge schnell mal zusammen brechen! Noch ein Tipp: Zum Identifizieren von Wühlmäusen und anderen Schädlinge schaut doch einfach in unsere kostenlose Pflanzendoktor-App ! Wühlmausfraß vorbeugen · Setzt besonders gefährdete Pflanzen in engmaschigen Metalldraht (Kaninchendraht): Pflanzloch oder Beet ausheben, Draht auslegen, sodass er etwa 10 Zentimeter über der Erde steht. Pflanzen einsetzen, den Aushub bis auf 5 Zentimeter unter dem Rand anfüllen. Den Draht dann nach innen umschlagen und mit Erde abdecken, sodass er nicht mehr zu sehen ist. · Für Gehölze, kleine Zwiebelblumengruppen und einzelne Stauden bieten sich auch fertige Maschendrahtkörbe an. Kunststoffmodelle sind nicht geeignet, sie werden von den Wühlmäusen schnell durchgebissen. · Auch Wühlmäuse haben Feinde. Katzen, aber auch Mauswiesel. Damit es sich im Garten wohlfühlt, solltet ihr ihm einen Totholz- oder Steinhaufen anbieten. Außerdem werden sie gefressen von Fuchs, Marder, und Greifvögeln wie dem Mäusebussard. Und: Maulwürfe fressen den noch kleinen Nachwuchs der Wühlmäuse. · Einige Pflanzen sind bei Wühlmäusen äußerst unbeliebt, weil sie für sie wohl unangenehm riechen. Dazu gehören Narzissen, Kaiserkronen oder Knoblauch. Wühlmäuse loswerden Maulwürfe dürfen als geschützte Tiere also nur vergrämt und nicht getötet werden, Wühlmäuse dagegen dürft ihr bekämpfen. Die besten Erfolgsaussichten habt ihr im späten Herbst, über Winter und zeitigen Frühjahr. Denn dann gibt es wenig Alternativ-Futter, und die Wühlmäuse nehmen Köder gerne an. Egal welche Methode ihr verwendet: tragt immer alte Handschuhe! Menschlicher Geruch macht die Nager misstrauisch! Das könnt ihr machen: Wühlmäuse fangen o Gang finden und mit einem Spaten aufgraben o Neudorffs Quiritox WühlmausFalle mit Erde abreiben o Ein Stück Möhre oder Sellerie auf den Dorn stecken, Falle spannen und in den Gang setzen o Öffnung mit einem Eimer oder Steinplatte lichtdicht verschließen o Innerhalb von 24 h ist die Wühlmaus gefangen. Und tot. o Falle niemals reinigen! Wühlmäuse verjagen o Quiritox WühlmausGas anwenden o Gang aufgraben o Kartusche anzünden, in den Gang stecken, schnell alles abdichten mit Steinplatte o Das räuchernde Lavandin-Öl ist den Wühlmäusen unangenehm und sie verlassen ihr Gangsystem Wühlmäuse mit Köder töten o Es gibt Giftköder wie den Quiritox WühlmausKöder. Enthält Coumatetralyl, das für kleine Warmblüter tödlich ist. o Dazu braucht man dann noch das Quiritox WühlmausKöder Depot, um eine Gefährdung für Kinder oder Haustiere auszuschließen. o Das Depot in den aufgegrabenen Gang setzen, mit dem Köder bestücken, abschließen – und nach 1 Tag kontrollieren ob der Köder gefressen wurde. Die drei wichtigsten Tipps: Etwas gegen Wühlmäuse tun – oder keine Zwiebelblumen und Wurzelgemüse mehr anbauen! Alles was geht in Drahtgeflecht pflanzen, um es zu schützen. Gerade im Winter frisch gepflanzte Gehölze kontrollieren, ob sie noch fest stehen
- Rasen aussäen oder ausrollen?23.09., 07:5523.09.2021, 07:5500:26:07
Rasen neu anlegen - so geht es! Neuer Rasen: Aussaat oder Rollrasen? Dies TerraVital Rasen-Mischungen sind hochwertige Rasensamen für dichten Rasen. Zur Bodenvorbereitung gehört die Bodenverbesserung mit Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Auf sandigen Böden unbedingt Bentonit SandbodenVerbesserer zusätzlich ausbringen. Direkt vor der Saat oder vor dem Ausrollen könnt ihr Azet RasenDünger ausstreuen. Habt Ihr noch Fragen? Schreibt mir unter s.klingelhoefer@neudorff.de Rollen oder säen? Eine Grundsatz-Entscheidung Rollrasen: - Geht schnell, ist nach einem Tag verlegt und begehbar - Teuer (5-8 Euro/qm) Aussäen - Dauert länger - Preiswerter (ca. 80 ct / qm) Wie geht es los? Die Auswahl der richtigen Rasenmischung ist sehr wichtig für das gute Gelingen der Aussaat. Relevant sind - Nutzung des Rasens (Spielen, nur angucken) - Standort: sonnig, schattig, habschattig Danach wählt die Rasen-Samen aus – oder den Rollrasen. Achtet auf RSM-zertifiziertes Saatgut wie bei unseren TerraVital Rasen-Mischungen. Wann legt ihr am besten einen Rasen neu an? Günstige Termine für die Aussaat von Rasen sind April/Mai und Anfang September bis Anfang Oktober. Dann ist der Boden erwärmt und das Saatgut keimt schnell. Die Temperaturen sollten um die 10 ° C liegen, damit der Grassamen noch zuverlässig keimt. Rasen säen – so geht Ihr vor Entfernt den gesamten Bewuchs vom Boden, ebenso wie Steine und Unkrautwurzeln. Alten Rasen mit einem Spaten flach abstechen und z.B. ins Hochbeet packen, oder unter Hecken. Danach gründlich durcharbeiten mit einer Grabegabel und am besten fräsen (eine Fräse könnt ihr in vielen Baumärkten ausleihen). Dabei Bodenverbesserer einarbeiten, wie Neudorff Terra Preta und auf Sandböden zusätzlich noch Bentonit. Auch Humusgaben schaden nicht! Danach mit einer Walze den Boden festigen. Azet RasenDünger ausbringen, am besten mit dem Streuwagen Nun sät ihr den Samen aus. Am gleichmäßigsten gelingt dies mit einem Streuwagen. Es geht natürlich auch per Hand. Dabei sollte es windstill sein, damit die leichten Grassamen nicht verwehen. Nach dem Aussäen walzt ihr größere Flächen nochmal mit der Walze. Kleinere Flächen könnt ihr mit selbst gebastelten Tretbrettern oder Holzbrettsandalen festtreten. Das ist wichtig, damit die Grassamen „Bodenschluss“ bekommen, d.h. dass sie fest mit der Erde verbunden sind. So können sie nicht so leicht weggeweht werden und die Keimlinge wurzeln besser in der Erde. Haltet vor allem in den ersten 4 Wochen die Rasenfläche feucht, damit die Keimlinge nicht vertrocknen. An heißen Tagen ist dies täglich notwendig. Bewässert mit möglichst feiner Einstellung. So verschlämmt der Boden nicht. Was ist nach der Aussaat zu beachten? Ist der neue Rasen ca. 10 cm hoch, mäht das erste Mal. Das ist für die Bildung eines dichten Rasenteppichs sehr wichtig. Beim ersten Schnitt mäht am besten nicht tiefer als 5 cm. Achtet auf scharfe Rasenmäher-Messer, damit die jungen Pflänzchen nicht herausgerissen, sondern glatt abgeschnitten werden. Euer neuer Rasen braucht noch viel Feuchtigkeit: Wenn es nicht regnet, bewässert den Rasen die nächsten Wochen immer wieder Und wenn ihr Rollrasen verlegen wollt? · Die gründliche Bodenbearbeitung ist Pflicht, die ist genauso nötig wie vor dem Aussäen. · Rollrasen gibt’s z.T. über Gartencenter und Baumärkte zum Bestellen, oder direkt bei Anbietern im Netz. Ganz wichtig: der muss frisch „geerntet“ sein! · Kommt in Rollen und muss dann bitte sofort ausgerollt werden. Maße sind oft 2,5 m x 0,4 m. Ist schwer, 1 qm wiegt schon mal 20 kg · Vor dem Verlegen könnt ihr schon den Azet RasenDünger auf die Fläche geben, damit es beste Anwachs-Bedingungen gibt. · Fläche wässern, bei Bedarf mit der Harke etwas anrauen, damit die Wurzeln leichter in den Boden kommen. · Wenn die Soden kommen, stapelt sie nicht zu hoch und deckt sie nicht mit Kunststoff-Folie ab. · Verlegen der Soden versetzt, wie bei Ziegelmauern. Beginnt an der entferntesten Stelle, damit ihr möglichst wenig über die frisch verlegte Fläche gehen müsst. · Zum Schluss Walzen und ausführlich wässern, auch in den nächsten Wochen weiter wässern, bis er gut eingewurzelt ist. · Mähen erst nach 2 Wochen, möglichst versetzt zur Legerichtung. · Und im ersten Jahr auf keinen Fall vertikutieren!! · Begehen könnt ihr den neuen Rasen schon am ersten Tag, voll belastbar ist der Rollrasen allerdings erst nach etwa vier bis sechs Wochen.
- Staudenbeet anlegen09.09., 07:4509.09.2021, 07:4500:26:17
Mit ausdauernden Pflanzen ein Blütenmeer schaffen Staudenbeet anlegen Mit unserem interaktiven Pflanzenfinder für insektenfreundliche Stauden könnt ihr schnell die passenden Stauden auswählen. Beim Pflanzen torffreie NeudoHum PflanzErde ins Pflanzloch geben. Im Frühjahr eine Gabe Azet StaudenDünger geben. Habt Ihr Fragen? Dann meldet euch über neudorff.de, oder schickt mir eine Nachricht an s.klingelhoefer@neudorff.de Was sind Stauden? Es sind Pflanzen, die keine verholzten oberirdischen Pflanzenteile bilden. In der Regel sterben sie bei Frost oberirdisch ab, treiben aber wieder neu aus. Einige wenige Arten sind wintergrün. Sie bleiben euch jahrelang erhalten. Auswahlkriterien für Stauden Die verschiedenen Staudenarten und Sorten haben unterschiedliche Ansprüche an den Standort, an Boden und Lichtverhältnisse. Die könnt ihr bei der Auswahl berücksichtigen. Hier ein paar Kriterien, nach denen ihr aussuchen könnt: • Standort sonnig, schattig, oder gemischt. • Bodenansprüche: manche Arten wachsen nur auf sandigen Böden, andere brauchen es eher lehmiger • Trockenheitsresistente Arten sind bei unseren Sommern sinnvoll. • Insektenfreundlichkeit (unser interaktiver Pflanzenfinder hilft) ist ein MUSS für den Garten. Nicht alle Blüten sind spannend für Insekten. Inzwischen steht es aber oft auf dem Etikett, ob eine Pflanze insektenfreundlich ist, also Pollen und Nektar bietet. • Die Blütezeit sollte vom Frühjahr bis Herbst reichen • Unterschiedlich hohe Stauden machen ein Beet spannend • Blütenfarbe (ganz in Weiß, oder kein Gelb, Regenbogen-Farben – nach Geschmack!) • Blattfarbe und –form bringen reizvolle Kontraste ins Beet • Herbstfärbung des Laubes oder Fruchtschmuck (Johanniskraut, Silberblatt) ist auch gut Pflanzen auswählen • Anfänger sollten sich auf eher wenige unterschiedliche Stauden beschränken. Und pflanzt die zusammen, so dass kleine „Inseln“ entstehen. • Kauft mindestens drei Pflanzen von jeder Sorte, nicht nur eine. Sonst sieht das Beet hinterher aus wie ein Flickenteppich. • Ich mag gern Frauenmantel als „Lückenfüller“, und die ganzen verschiedenen Storchschnabel-Arten. • Achtet darauf, dass in jedem Monat etwas blüht. • Unterschiedlich hohe Pflanzen machen ein Beet „aufregender“. • Die Profis achten auch auf Blattform und Farbe: Pflanzen mit breiten Blättern, wie Funkien oder Bergenien, passten gut zu Pflanzen mit schlanken Blättern wie Iris • Gräser lockern ein Beet schön auf, Strauchrosen bringen Struktur • Faustzahl: für mittelgroße Stauden plant man pro qm etwa 4-5 Pflanzen, bei kleineren Stauden 6-8 pro qm. Pflanzplan machen Ein gezeichneter Pflanzplan hilft, die Pflanzen im Beet zu verteilen. Am besten maßstabgerecht: 1 cm auf dem Plan ist ein Meter im Garten (1:100). Wenn das zu klein ist, änder auf 2 cm ist ein Meter im Garten (1:50). So kann man sich die Proportionen bzw. Größen der Pflanzen in der Breite besser vorstellen. Setzt hohe Pflanzen nach hinten (ist ja eigentlich klar!). Beachtet die Breite der Stauden: am Anfang sieht so ein Beet kahl aus, aber das ändert sich! Ihr könnt auch mit Sand auf dem Boden die Flächen für jede Pflanze oder Pflanzengruppe markieren. Pflanzplan übertragen: einfach im 1 m²-Raster. Boden vorbereiten • Beetgröße und –form festlegen: geschwungene Linien sind schwieriger für Rasenmäher, sehen aber harmonischer aus • Mit Seil oder Gartenschlauch die Fläche markieren, dann kann man es sich besser vorstellen • Rasen mit dem Spaten abstechen. Flach, nur ca. 5 cm tief. Rasensoden könnt ihr in einem neuen Hochbeet verschwinden lassen, oder mit dem Boden nach oben unter die Hecke legen. • Fläche mit Grabegabel lockern, Unkräuter und Steine entfernen. Besondere Sorgfalt ist bei Giersch und Schachtelhalm geboten! • Auf der Fläche torffreie NeudoHum PflanzErde verteilen, ca. 30 Liter pro Quadratmeter, und grob mit einem Dreizahn bzw. Grubber einarbeiten • Fläche gerade harken – fertig. Einpflanzen • Die Stauden VOR dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Ist der Ballen stark verfilzt, die untere Ballenkante mit den Fingern etwas einreißen, damit die Wurzeln nicht weiter im Kreis wachsen. • Dann auf dem Beet verteilen. • Loch buddeln mit einer Handschaufel, torffreie NeudoHum PflanzErde und organischen Azet StaudenDünger hineingeben, Staude einsetzen, mit Erde anfüllen und gut andrücken. Der obere Ballenrand soll auf Höhe des Bodenniveaus liegen. • Kräftig gießen. • Ein letztes Mal mit dem Grubber über den Boden gehen, um die Fußspuren zu beseitigen • Im Herbst Blumenzwiebeln und Knollen „verstecken“ Pflegen • In den ersten Wochen nach Bedarf gießen. Später sollte es nicht mehr nötig sein zu gießen. • Unkraut jäten. • Das Ziel soll sein, dass der Boden komplett mit Pflanzen bedeckt ist. Das reduziert den Pflegeaufwand erheblich! • Über den Winter alles stehen lassen als Futter für Vögel und Überwinterungsmöglichkeit für Insekten. Erst im März, vor dem Austrieb, die erfrorenen Stängel direkt über dem Boden abschneiden • Im März organisch düngen mit Azet StaudenDünger. Wenn möglich, jedes Jahr Kompost ausbringen. • Prachtstauden wie Eisenhut und Rittersporn im Sommer nach der Blüte zurückschneiden. Dann blüht es, mit zusätzlicher Düngergabe, ein zweites Mal. • Samenstände entfernen, wenn es zu viele werden, z.B. bei Akeleien. • Frostempfindliche Arten wie Gaura im Spätherbst mit Laub abdecken. • Manche Arten brauchen schon möglichst frühzeitig Stützen, wie großblumige Pfingstrosen oder Stockrosen, damit sie nicht umfallen. • Werden Stauden zu groß oder blühen nicht mehr schön, könnt ihr sie nach der Blüte oder zwischen Herbst und Frühjahr teilen. Dazu einmal ausgraben, beherzt mit Spaten durchstechen, etwas formen zum Kreis, und wieder einpflanzen. • Bitte keinen Rindenmulch ausbringen. Lieber angetrockneten Rasenschnitt o.ä. Weil o er versauert den Boden o die darin enthaltenen Gerbstoffe hemmen das Pflanzenwachstum. o Außerdem verbrauchen die Mikroorganismen, die den Rindenhumus abbauen, viel Stickstoff aus dem Boden, der den umliegenden Kulturpflanzen dann fehlt. Tipps: Etiketten aufheben zum späteren Gucken. Im Beet sehen die nicht so schön aus. Lücken mit Sommerblumen wie Zinnien, Ringelblumen oder Cosmea füllen. Die gibt’s auch als Jungpflanzen zu kaufen. Vorsicht bei Pflanzen aus dem Garten von Freunden: bloß keinen Giersch oder Schachtelhalm in den eigenen Garten holen. Lieber erstmal vorläufig in einen Topf setzen und abwarten, was kommt.
- Neubau-Garten - wie geht es los?26.08., 07:3526.08.2021, 07:3500:33:15
Von der Bauwüste zum Traumgarten Der erste eigene Garten Ihr habt gebaut? Und wisst nicht weiter? Und habt kein Geld für einen Gärtner? Kein Problem J Mehr über Gründüngung lest ihr hier. Boden testen geht mit dem pH-Bodentest sehr einfach. Der Azet GartenKalk enthält auch Mikroorganismen. Boden verbessern mit Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Bei Sandboden hilft Bentonit SandbodenVerbesserer. Bei der Suche nach insektenfreundlichen Stauden hilft unser Pflanzenfinder. Gehölze und Stauden mit der torffreien NeudoHum PflanzErde versorgen. Wie geht es los? Erstmal überlegen! Was will ich überhaupt? Vielleicht auch eine Bilder-Sammlung machen, was gefällt mir, welchen Stil mag ich, streng geometrische Formen oder geschwungene Linien? Aber der wichtigste Tipp überhaupt: Lasst euch Zeit!!! Man muss erstmal im Haus wohnen um ein Gefühl für Sichtachsen etc. zu bekommen. · Wichtige Elemente, über die ihr nachdenken solltet: o Wie groß soll die Terrasse werden? Mein Tipp: lieber größer als zu klein! Und: platziert vorher im Boden Hülsen für den Sonnenschirm, dann spart man sich den schweren Ständer, der immer im Weg ist! o Sitzplatz jenseits von Terrasse gewünscht? In Sonne oder Schatten? o Sandkasten, Schaukel u.a. für Kinder einplanen o Größere Bäume, wo sollen die stehen? Dabei darauf achten, dass dort keine Leitungen für Ver- und Entsorgung liegen. o Gemüsebeet, vielleicht auch erst später, aber schon mal einplanen, dass es einen Platz in der Sonne braucht o Kräuterbeet aus der Küche erreichbar, möglichst sonnig o Kompost, auch gut erreichbar, eher schattig o Soll es einen gepflasterten Weg geben? o Wasser- und Stromanschlüsse einplanen (zum Gießen, Planschbecken, Strom für Heckenschere, Elektro-Rasenmäher oder Schredder) o Zisterne einplanen! Regenwasser für WC-Spülung nutzen ist einfach. 5.000 Liter ist da nicht zu viel für einen 3 Personen-Haushalt mit Nutzgarten o Stauraum bedenken für Mäher, Geräte etc. · Sehr hilfreich: eine maßstabsgetreue Skizze machen, alles einzeichnen was schon da ist Erdarbeiten beim Neubaugarten · Grobes Planieren durch Bauunternehmen machen lassen. Oder selbst Bagger mieten, geht auch und ist ganz witzig! · Bei abschüssigem Gelände Terrassen einplanen. Ein komplett schiefer Garten ist blöd, jedenfalls für Kinder. Platz für Federball und Fußball sollte sein. Also mutig voran und das Gelände einebnen (lassen). Boden – sooo wichtig! Siehe auch Podcast Boden gutmachen! Meist wird zunächst Mutterboden an die Seite geschoben und später wieder drübergezogen. Häufig muss man noch Boden zukaufen. Wichtig: Sagt, dass Ihr wisst, wie guter Boden aussieht, die sollen keinen schlechten, steinigen Boden bringen. Denn das kommt leider vor! Achtet in der Bauphase drauf, dass kein Bauschutt irgendwo vergraben wird, und dass nicht sinnlos überall rumfahren wird mit den schweren Baufahrzeugen. Die Verdichtungen im Unterboden können gravierend sein, so dass später auf dem Rasen Pfützen stehen bleiben, weil das Wasser nicht abläuft! Erstmal gucken, was für Boden ich habe: Bodenprobe per Hand machen, pH-Wert testen mit pH-Bodentest und prüfen, ob gekalkt werden muss mit Azet GartenKalk. Bodenverbesserer Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer besorgen, für jeden Boden. Bei Sandboden Bentonit SandbodenVerbesserer einarbeiten. Am allerbesten: Ordentlich Humus besorgen. Gibt’s oft beim örtlichen Kompostplatz, oft sogar umsonst. Machen, unbedingt! Eine 5 cm hohe Schicht Kompost überall ist bei jedem Boden gut! Und dann der Geheimtipp: Gründüngung. Leute, macht das! Was ist Gründüngung? Hört sich vielleicht etwas komisch an, denn es geht gar nicht wirklich um Düngung durch Nährstoffe. Sondern um Pflanzen die man aussät, weil sie bodenverbessernde Eigenschaften haben. Sooooo wertvoll! Man sät aus, die Pflanzen wachsen. Am besten lässt man sie über den Winter stehen. Dann frieren sie ab, zersetzen sich zu Humus, und im nächsten Frühjahr habe ich allerbesten Boden! Magic!! · Die Vorteile: o Boden wird bis in die Tiefe gelockert (Ölrettich geht bis 2 m Tiefe). Das schafft man mit keinem Gartengerät! o Die im Boden verbleibenden Wurzeln liefern tolles Futter für Regenwürmer u.a. Organismen, die durch die Bautätigkeit extrem gelitten haben. o Besonders praktisch: der Boden wird schnell bedeckt und Unkräuter haben keine Chance. o Durch zusätzlichen Humus kann Boden mehr Wasser speichern o Manche Pflanzen, wie Lupinen und Klee-Arten, wandeln Stickstoff aus der Luft in Nitrat um, den die Pflanzen aufnehmen können. o Die Blüten sind toll für Insekten Welche Arten sind gut? Alles mit tiefen Wurzeln, ganz besonders Ölrettich, Lupine, Bitterlupine, Luzerne Gelbsenf. Wer spät dran ist im Jahr: Winterraps (bis Okt), Winterroggen (bis Nov). Eine Übersicht gibt es hier. Wie geht Gründüngung? · Boden lockern, am einfachsten mit einer Fräse zum Ausleihen, oder mit Grabegabel per Hand · Gerade harken, Steine und Unkraut absammeln · Andrücken mit einer Walze (auch ausleihbar) · Aussäen, je nach Pflanze die Samen einharken · Feucht halten, bis die Pflanzen ca. 5 cm hoch sind · Vor der Samenreife mähen, mit Sichel oder Sense · Oder, wenn möglich, am besten über den Winter liegenlassen, Reste im Frühjahr einarbeiten Wie geht’s weiter im Garten? · Im April ist eine gute Zeit für die Neuanlage von Rasen, Aussaat oder Rollrasen. September/Oktober sind auch noch gute Termine. · Es schadet nix, nochmal Gründüngung auf Beete zu bringen, wenn nicht klar ist was gepflanzt werden soll · Gehölze, besonders große, im Herbst pflanzen. Sind wichtig für Schatten im Garten! Dabei Mühe geben, gebt torffreie NeudoHum Pflanzerde ins Pflanzloch, damit die Gehölze beste Bedingungen zum Anwachsen haben. · Eine Hecke setzen, dabei auf Tierfreundlichkeit achten: alles was blüht und Früchte bringt ist gut: Heckenrose, Felsenbirne, Kornelkirsche. Eine gemischte Wildpflanzenhecke ist toll, kann sich ja auch abwechseln mit Blöcken von Hainbuche o.ä. Wir haben bei uns erstmal eine „Hecke“ aus Sonnenblumen gemacht, weil es mit der Jahreszeit nicht passte. Auch sehr schön, besonders für die Vögel! · Immergrüne Pflanzen lassen Nachbars Blick auch im Winter draußen · Glaubt den Größenangaben auf den Pflanz-Etiketten! Meist pflanzt man zu eng. · Staudenbeet anlegen geht in der frostfreien Zeit von Mitte September bis Mitte Mai, natürlich mit insektenfreundlichen Pflanzen. Unser Pflanzenfinder hilft! · Noch ein Geheimtipp: verzichtet auf Rindenmulch im Garten! Denn der versauert den Boden, zieht Nährstoffe aus dem Boden, und die Gerbstoffe können das Wachstum mancher Pflanzen mindern. Die 3 wichtigsten Tipps: · Zeit nehmen, ein Garten ist ein Prozess! · Boden verbessern, unbedingt Gründüngung machen · Bei der Pflanzenauswahl an Insekten denken Habt Ihr noch Fragen? Meldet euch gern bei s.klingelhoefer@neudorff.de
- Engerlinge im Garten - was tun?12.08., 10:2512.08.2021, 10:2500:19:19
Wer frisst an den Pflanzenwurzeln? Engerlinge im Garten Gartenlaubkäfer schädigen häufig auf Rasenflächen. Gefurchte Dickmaulrüssler mögen lieber Rhododendron. Wirksam und rein biologisch helfen die HM-Nematoden gegen viele Arten von Engerlingen. Was sind überhaupt Engerlinge? · Das sind die Jungtiere verschiedener Käfer-Arten, genauer gesagt die Larven der Käfer aus der Überfamilie der Blatthornkäfer. Dazu zählen Mai- und Junikäfer, Gartenlaubkäfer, Rosenkäfer (legen Eier im Kompost ab, dort leben dann die Larven. Erwachsene Käfer saugen Pflanzensaft und fressen Pollen) und Nashornkäfer (lebt im Holz-Mulm im Inneren alter Bäume, auch im Komposthaufen). · Wie war das nochmal bei den Insekten? Erwachsene Weibchen legen Eier ab, sterben oft kurz danach. Aus den Eiern schlüpfen Larven, aus den Larven schlüpfen erwachsene Tiere. Manchmal erst nach mehreren Jahren! · Funfact: Maikäfer schlüpfen in der Dämmerung, fliegen meist hohe dunkle Silhouetten an. Das waren früher alte hohe Bäume, wo es also gutes Futter gab – jetzt fliegen sie oft um Kirchtürme oder Hochhäuser! Sind die immer schädlich? · Nein, nicht alle Arten. Manche Engerlinge, wie Rosenkäfer oder Nashornkäfer, leben von verrottendem Material, schädigen also gar nicht, oder fressen so wenig, dass es nicht stört. · Andere Arten fressen nur ein bisschen, treten häufig aber gar nicht in so großen Massen auf, dass man was machen muss. · Es gibt aber Ausnahmen: im Garten sind es vor allem die Gartenlaubkäfer, die Probleme machen, und die Gefurchten Dickmaulrüssler. Dessen Nachkommen heißen zwar nicht Engerling, weil er ein Rüsselkäfer ist, sondern Larven, aber sie leben genauso wie Engerlinge, und sehen auch ähnlich aus. Gartenlaubkäfer, was macht der so? · Die Engerlinge sind weiß, mit braunem Kopf, und haben drei Paar Brustbeine. Sie sind bis zu 1,5 cm groß. Sie fressen gern an allen möglichen Wurzeln im Garten, besonders an Gehölzen, das ist meist nicht so gravierend. Aber sie fressen auch an den Rasenwurzeln, und das ist fatal. Denn in manchen Gärten kann man dann den Rasen wie einen Teppich abziehen von Boden. Der stirbt total ab. Und untendrunter sind pro qm bis zu 100 Engerlinge. · Und damit nicht genug, manchmal kommen noch die Krähen und picken nach den Engerlingen, und Wildschweine finden Engerlinge auch sehr lecker… · Die erwachsenen Käfer fliegen von Mai bis Juli und fressen an Blüten von Rosen und an Laubgehölzen. Legen Eier in die Erde. Daraus schlüpfen Larven. Im Winter gehen sie tiefer in den Boden, im Mai schlüpfen die Käfer wieder. · Meist sieht man erstmal braune Stellen im Rasen, wo das Gras abstirbt. Und die werden immer größer. Was kann man tun? · Man kann sogar vorbeugen: mit dichtem, gesunden Rasen. Da legen die Weibchen nicht so gern ihre Eier ab, weil sie nicht so richtig an den Boden rankommen. · Wer viele Vögel, Igel und Spitzmäuse im Garten hat, ist fein raus. · Gegen die Engerlinge im Boden wirken die HM-Nematoden. Die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer dringen in die Engerlinge ein und töten sie ab. Diese Nematoden sind heimisch bei uns. Man bekommt sie über Bestell-Sets im Fachhandel, kann dann über ein Online-Portal die Bestellung auslösen. Die nützlichen Tierchen kommen in einem wattierten Briefumschlag, der in jeden Briefkasten passt. Darin ist ein Pulver, die HM-Nematoden in Tonmehl. Das rührt man in Wasser ein und gießt damit den Boden. · Wichtig: der richtige Zeitpunkt! Die Engerlinge sind nur von Juli bis September so nah an der Erdoberfläche, dass man sie damit gut erwischen kann. Und: Engerlinge, die größer als 1,5 cm lang sind, sind meist keine Gartenlaubkäfer, sondern z.B. Mai- oder Junikäfer. Die werden von den HM-Nematoden nicht erfasst. Kommen wir zum Gefurchten Dickmaulrüssler · Die erwachsenen Dickmaulrüssler lieben Pflanzen mit härteren Blättern, wie z.B. Rhododendron, Kirschlorbeer, Efeu oder Eiben. Sie fressen aber auch an Erdbeeren, Clematis u.a. Stauden. · Typisch ist der U-förmige Buchtenfraß vom Rand. Sie fressen nie Löcher in die Blätter. · Der Blattfraß ist optisch nicht schön, schadet der Pflanze aber nicht. Kritischer sind die Larven im Boden, die an den Wurzeln fressen. Das wirkt sich so aus, dass die Pflanzen erst schwächer wachsen, dann welken, und tatsächlich absterben können. Sie können auch die weiche Rinde der Hauptwurzeln annagen, was Bodenpilzen das Tor öffnet, z.B. Verticillium. · Im Gegensatz zu Engerlingen haben die Larven des Dickmaulrüsslers keine Beine Wie lebt der? · Die erwachsenen Käfer schlüpfen je nach Wetter von Mai bis August. Die Weibchen legen bis zu 800 Eier in den Boden. 2 Wochen später schlüpfen die Larven und fressen. Sie überwintern im Boden, fressen im Frühling erst noch weiter, und dann, nach der Verpuppung, schlüpfen die erwachsenen Käfer. · Da die Käfer nachts unterwegs sind, sieht man sie fast nie. · Und ein Käfer kann bis zu drei Jahre alt werden. Sie überwintern auch, wie die Larven, im Boden · Sie können nicht fliegen, kriechen aber auch in den 3. Stock hoch. Können auch mit gekauften Pflanzen eingeschleppt werden. Was tun? · Wieder die natürlichen Feinde fördern, also Igel, Spitzmäuse, Eidechsen, Erdkröten. Auch Hühner helfen! · Bretter oder Töpfe mit Holzwolle unter Pflanzen ablegen und die Käfer dort am Morgen absammeln. · Auch hier helfen die HM-Nematoden, allerdings ist die Ausbringung zu anderen Zeiten wichtig: im April/Mai und August/September. Behandlung im Folgejahr unbedingt wiederholen, da die Käfer so alt werden und nicht erfasst werden. Die HM-Nematoden stürzen sich nur auf die Larven und Puppen. Die 3 wichtigsten Tipps: Tiere im Garten fördern – es lebe der natürliche Kreislauf! Pflanzen gut beobachten auf Fraßstellen Gekaufte Pflanzen gut prüfen auf Befall, Wurzelballen ansehen! Noch Fragen? Meldet euch gern bei s.klingelhoefer@neudorff.de.
- Boden gut machen28.07., 22:3528.07.2021, 22:3500:26:28
Bessere Gartenerde ist möglich Boden gut machen Bodenuntersuchungen machen die LUFAs in Deutschland Den Säuregrad eures Bodens könnt ihr testen mit dem pH-Bodentest Über Gründüngung gibt es hier mehr Infos. Sandboden verbessern mit Bentonit. Für alle Böden zur Verbesserung: Neudorff Terra Preta Mykorrhiza-Pilze verbessern die Trockenheitsresistenz des Bodens Vielen Leuten ist viel zu wenig klar, wie wichtig guter Boden für die Pflanzen ist. Guter Boden ist essentiell für gutes Pflanzenwachstum und damit für Spaß am Gärtnern. Wer noch keinen guten Boden hat, kann viel dafür tun, dass sich das ändert. Meine Nachbarn z.B. ziehen mit der Spitzhacke in den Garten, wenn sie pflanzen wollen. Ich schiebe nur lässig meinen Spaten in den Boden. Dafür kann man etwas tun! Was macht guten Boden aus? · Guter Boden enthält Sand, Lehm, Ton und Humus in einem guten Verhältnis · Er hat eine krümelige Struktur · Speichert gut Wasser und Nährstoffe · Ist gut durchlüftet und liefert damit Sauerstoff an Wurzeln und Organismen · Enthält viel Humus · Und ist voller Leben, vom Regenwurm bis zum Einzeller Woher weiß ich, welchen Boden ich habe? · Wer es ganz genau wissen will, schickt eine Bodenprobe an eine sogenannte Landwirtschaftliche Untersuchungsanstalt (LUFA). Kostet ca. 25 Euro, die testen und schicken euch das Ergebnis. Adressen findet ihr in den Shownotes · Die eigene Bodenprobe hilft aber auch schon. Nehmt eine Handvoll Erde und rollt sie zu einer Kugel, danach zu einer Wurst. Was passiert? Es gibt keine Wurst, die Erde zerbröselt: Sandboden Die Kugel hält gut zusammen, Erde klebt nicht an den Händen: Lehmboden Erde fühlt sich klebrig an, Kugel hält gut, Wurst geht auch, Oberfläche glänzt, wenn man sie reibt: Tonboden · Lehmboden ist super als Gartenboden. Durch Sandboden rauscht das Wasser schnell durch, dafür kann ich Unkraut leicht rausziehen. Und Tonboden ist „schwer“, wird bei Trockenheit super-fest. · Je heller die Erde ist, umso weniger Humus ist darin. Humus ist super-wichtig für den Boden und die Pflanzen. · Man kann mit dem pH-Bodentest prüfen, wie sauer der Boden ist und ob man kalken muss. Das solltet ihr alle 2-3 Jahre machen. Früher mussten wir wegen des sauren Regens kalken, den gibt’s heute dank der Filter in den Fabriken nicht mehr. Sauren Boden brauchen nur Moorbeetpflanzen wie Rhododendron, aber auch Heidelbeeren. Die meisten anderen wachsen am besten in Boden mit neutralem pH-Wert um 6,5. Was gehört zur jährlichen Bodenpflege? · Bodenpflege ist ein Muss in einem naturgemäßen Garten! · Jährlich Humus geben. Entweder eigenen Kompost (siehe Podcast „Kompostieren“), oder vom örtlichen Kompostwerk. · Alle zwei Jahre pH-Wert testen mit dem pH-Bodentest. Nur bei Bedarf kalken. · NICHT UMGRABEN! Dabei bringt ihr die Bodenschichten durcheinander und vergrabt die Organismen, die weiter oben leben, nach unten. Macht nur in den seltensten Fällen Sinn. Besser den Boden nur lockern, z.B. mit einer Grabegabel. · Boden nach Möglichkeit bedeckt lassen mit Pflanzenmaterial (Rasenschnitt, Laub etc.), also Mulchen. Nackten Boden sollte es im Garten nicht geben, höchstens mal im Gemüsegarten. Daher sollte man Mulchen, oder Gründüngung aussäen. Was ist Gründüngung? Es geht gar nicht wirklich um Düngung durch Nährstoffe. Sondern um Pflanzen die man aussät, weil sie bodenverbessernde Eigenschaften haben. Vor allem bringen sie viel Humus in den Boden und lockern tiefe Bodenverdichtungen auf. Sooooo wertvoll! Ihr sät aus und lasst die Pflanzen einfach wachsen. Am besten bleiben sie sie über den Winter stehen. Dann frieren sie ab, zersetzen sich zu Humus, und im nächsten Frühjahr habe ich allerbesten Boden! Die Vorteile: o Boden wird bis in die Tiefe gelockert (Ölrettich geht bis 2 m Tiefe). Das schafft man mit keinem Gartengerät! o Die im Boden verbleibenden Wurzeln liefern tolles Futter für Regenwürmer u.a. Organismen, die durch die Bautätigkeit extrem gelitten haben. o Besonders praktisch: der Boden wird schnell bedeckt und Unkräuter haben keine Chance. o Durch zusätzlichen Humus kann der Boden mehr Wasser speichern o Manche Pflanzen, wie Lupinen und Klee-Arten, wandeln Stickstoff aus der Luft in Nitrat um, den die Pflanzen aufnehmen können. o Die Blüten sind toll für Insekten Wie geht Gründüngung? Boden lockern, am einfachsten mit einer Fräse zum Ausleihen, oder mit Grabegabel per Hand Gerade harken, Steine und Unkraut absammeln Andrücken mit einer Walze (auch ausleihbar) Aussäen, je nach Pflanze die Samen einharken Feucht halten, bis die Pflanzen ca 5 cm hoch sind Vor der Samenreife mähen, mit Sichel oder Sense. Oder, wenn möglich, am besten über den Winter stehen lassen, die Reste im Frühjahr einarbeiten Gut sind alle Arten mit tiefen Wurzeln, besonders Ölrettich, Lupine, Bitterlupine, Luzerne Gelbsenf. Wer spät dran ist im Jahr: Winterraps (bis Okt), Winterroggen (bis Nov). Mehr Pflanzenauswahl gibt es hier. Boden immer schön zudecken · Gut geeignet sind angetrockneter Rasenschnitt und alle Arten von Pflanzenresten aus dem Garten. Bitte keinen Rindenmulch verwenden: er versauert den Boden, die darin enthaltenen Gerbstoffe hemmen das Pflanzenwachstum. Außerdem verbrauchen die Mikroorganismen, die den Rindenhumus abbauen, viel Stickstoff aus dem Boden, der den umliegenden Kulturpflanzen dann fehlt. Die Vorteile: · Der Boden trocknet nicht so schnell aus, die Sonne kann ihn nicht so stark aufheizen. Wirkt wie eine Isolierschicht. · Die Nährstoffe darin kommen den Pflanzen zugute · Es bildet sich mehr Humus, was den Boden lockert · Der Boden kann mehr Wasser speichern · Die Organismen im Boden lieben eine Mulchschicht. Regenwürmer kommen und ziehen Pflanzenreste in den Boden, machen daraus Humus. Das lockert den Boden wiederum. · Schlagregen wird abgebremst, der Boden verschlämmt nicht · Mulchen unterdrückt Unkrautwuchs Sandboden verbessern · Der hat zu wenig Ton-Anteile. Daher jährlich Bentonit SandbodenVerbesserer ausbringen. Die darin enthaltenen Tonschichtminerale halten das Wasser gut fest · Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer hat durch die enthaltene Pflanzenkohle eine riesige Oberfläche (1 g haben 300 qm Oberfläche!) und kann daher viel Wasser und Nährstoffe speichern · Immer schön mulchen, um die Verdunstung zu reduzieren Tonboden verbessern · Jährlich Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer geben, die Pflanzenkohle sorgt für die Auflockerung. · Humus, Humus! Also Kompost einarbeiten. Dadurch gibt es mehr Luftporen, Wasser kann besser abziehen, Pflanzen wurzeln leichter. · Auch Sandgaben helfen, es sollte aber gewaschener Sand bzw. Quarzsand sein, ohne Lehmanteile. Also nicht den Sand aus dem Sandkasten nehmen J Sprechen wir über Mikroorganismen · Es leben mehr Organismen IM Boden als AUF DEM Boden. Regenwürmer, Fadenwürmer, Asseln, Milben, Springschwänze, Insektenlarven, Bakterien, Pilze. · Ihre Aufgabe: abgestorbene Pflanzenteile zerkleinern; Regenwürmer ziehen Blätter in tiefere Bodenschichten; ihre Kanäle lassen Regenwasser schneller abziehen, Pflanzenwurzeln nutzen diese, um ihre Wurzeln nach unten zu schicken. · Mikroorganismen sind gut für Krümelstruktur des Bodens, weil ihr Bakterienschleim Bodenteilchen zusammenklebt. Sind auch wichtig, um Krankheitserreger in Schach zu halten. · Spezialfall Mykorrhiza-Pilze: sie leben in Symbiose mit Pflanzen. Sie liefern Wasser und Nährstoffe aus dem Boden an die Pflanzen, bekommen dafür vor allem Zucker und Phospor von der Pflanze. Win-Win also. Manche Pflanzen können ohne Mykorrhiza-Pilze kaum wachsen. Darum geben wir spezielle Mykorrhiza-Pilze in unsere organischen Dünger. Gibt es auch als separates Produkt · Mehr Mikroorganismen im Boden bekommt ihr durch o Organische Düngung o Mulchen des Bodens o Einarbeiten von Kompost o Grundsätzlich durch alles, was die Bodenstruktur verbessert Top-3-Tipps Boden: Boden niemals nackt liegen lassen Soviel Humus bzw. Kompost in den Boden bringen wie möglich Nicht umgraben Noch Fragen? Meldet euch gern unter s.klingelhoefer@neudorff.de.
- Erdbeeren selbst anbauen15.07., 07:2515.07.2021, 07:2500:23:04
Erdbeeren im Garten oder auf dem Balkon Erdbeeren anbauen Wer Erdbeeren aus dem eigenen Garten kennt, mag nie wieder welche kaufen! Hier gibt es mehr Infos dazu. Einen guten organischen Dünger findet ihr hier. Die torffreie NeudoHum BeerenObstErde ist gut für Erdbeeren im Topf geeignet. Sprechen wir über Erdbeeren! · Funfact: Erdbeeren gehören zur gleichen Pflanzenfamilie wie Rosen und Äpfel, nämlich zu den Rosaceae · Nächster Funfact: Erdbeeren sind keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte. Die eigentlichen Samen sind die kleinen Nüsschen an der Außenseite. Erdbeeren sind also Nüsse J · Die Vorfahren unserer Erdbeeren stammen aus Amerika, sie kamen Ende des 18. Jahrhunderts zu uns. Walderdbeeren dagegen gab es bei uns schon immer. · Es gibt über 1.000 Erdbeersorten, bei uns gibt es etwa 100. Meine Lieblingssorte: Mieze Schindler. Unfassbar lecker, aber nicht transportfähig, darum kann man die Früchte nicht kaufen, nur selbst anbauen. Braucht aber eine zweite Bestäuber-Sorte, da sie nicht selbstfruchtbar sind. · Es gibt auch mehrmals tragende Erdbeer-Sorten, die erst im Juni und dann im Spätsommer nochmal tragen. · Erdbeeren sind mehrjährig und zählen zu den Stauden. Wann und wie lege ich los? · Der richtige Standort ist wichtig: Sonne satt. Kann auch das Hochbeet sein oder der Balkon. · Boden: locker, humusreich, pH 5,5 bis 6,5. · Bereitet den Boden vor der Pflanzung gut vor: tiefgründig lockern und Humus einarbeiten, also Kompost. · Bei der Sortenwahl auf widerstandsfähige Sorten achten. Man kann auch eine frühe und eine späte Sorte wählen, dann erntet ihr über einen längeren Zeitraum. · Erdbeeren pflanzt ihr von Mitte Juli bis Ende August. Der Abstand zwischen den Reihen sollte ca. 60 cm, in der Reihe 30 cm betragen. · Erdbeeren stehen am besten 2-3 Jahre, danach lässt der Ertrag deutlich nach. Wechselt dann die Fläche und baut dort 4 Jahre keine Erdbeeren an. Denn mit der Zeit können sich schädliche Nematoden und andere Krankheitserreger dort ansiedeln. Die Mischkultur mit Knoblauch und Zwiebeln ist gut, das soll Krankheiten vorbeugen. · Erdbeerpflanzen gibt es meist ab Juli zu kaufen, die Pflanzung bis August ist möglich. · Beim Pflanzen nicht das Herz verbuddeln, also nicht zu tief setzen Erdbeeren pflegen · Gut wässern nach der Pflanzung, und ganz besonders während der Blütezeit und der folgenden Fruchtbildung. · Unkraut entfernen, am besten jäten, um nicht durch Hacken die flachen Wurzeln zu verletzen. · Beete könnt ihr gut mit angetrocknetem Rasenschnitt mulchen, also bedecken. · Ab Ende Mai die Beete mit Stroh mulchen, damit die Beeren nicht auf nassem Boden liegen und faulen. · Nach der Ernte solltet ihr das Stroh entfernen, alle Blätter abschneiden und die Ausläufer entfernen. Ausläufer sind kleine Ranken, die sich nach der Ernte bilden. Daran entwickeln sich neue kleine Pflänzchen. Man kann die neuen Pflänzchen gleich in Töpfe stecken und dort bewurzeln lassen. · Nach der Ernte organisch düngen. Denn bis zum Herbst werden schon die Blüten und damit der Ernteerfolgt für die nächste Saison angelegt. Erdbeeren im Topf?? Geht! · Gut geeignet sind immertragende Erdbeeren (Monatserdbeeren), die bis in den Oktober kleine Früchte liefern. · Beste Pflanzzeit ist der Frühling. Das frostfeste Gefäß mit Abzugsloch sollte mind. 20 cm im Durchmesser groß sein. Ein Balkonkasten geht auch, es gibt sogar spezielle Erdbeertöpfe, und Vertikal geht es auch in Ampeln. · Gebt die torffreie NeudoHum BeerenObstErde in den Topf, ist schon vorgedüngt. · Nach der Ernte Laub und Ausläufer abschneiden. Bei Bedarf die kleinen Pflanzchen an den Ausläufern eintopfen. · Vor den ersten Frösten das Gefäß mit Jute umwickeln und mit Laub ausstopfen. Das Gefäß sollte nicht direkt auf dem Boden stehen, um es besser vor Frösten zu sichern. Schattig, wind- und regengeschützt aufstellen, und nur ganz wenig gießen. Die drei Tipps: Mindestens zwei Sorten anbauen mit unterschiedlicher Erntezeit Nach der Ernte düngen Boden immer bedeckt halten im Beet
- Tieren im Garten helfen29.06., 07:4029.06.2021, 07:4000:24:09
Wildtiere unterstützen Wildtiere im Garten unterstützen Umweltfreundliche Pflanzenschutzmittel findet ihr zum Beispiel hier. Insektenfreundliche Pflanzen findet ihr im Pflanzenfinder. Nistkästen für Fledermäuse gibt es hier. Hier gibt es das Igelhaus. Ein Schneckenkorn, dass Igel und Haustiere schont. Wieso überhaupt? Es geht ja nicht nur um Insektensterben, auch alle anderen Lebewesen bei uns haben es schwer. Vögel, Igel, Eidechsen etc, allen fehlt Lebensraum. Ich finde, wir haben eine Verantwortung für unsere Umwelt. Jeder kann etwas tun für mehr Artenvielfalt, sogar auf dem Balkon! Viele Insekten helfen uns aber auch, denn sie bestäuben Obst und Gemüse. Nicht nur Honigbienen tun das, auch Wildbienen und andere Blütenbesucher. Außerdem fressen viele Insekten Blattläuse und andere Schädlinge an unseren Pflanzen. Das könnt ihr alles tun: · Wasserschalen aufstellen, mit einem oder mehreren Steinen drin. Dort trinken nicht nur Vögel, auch Insekten brauchen Wasser. Schalen am Boden helfen Igeln und Co. Das Wasser solltet ihr täglich wechseln. · Nicht zu gut aufräumen im Garten! Kruschel-Ecken sind nicht verwerflich, sondern sogar notwendig, damit sich viele Tiere wohlfühlen. · Sträucher, Bäume und Blumen anpflanzen, die Pollen und oder Nektar liefern. Und wenn möglich gleich auch Futter für Vögel u.a. Heimisches Wildobst wie die Felsenbirne erfreut Insekten, Vögel, und übrigens auch uns Menschen mit den Früchten! · Stauden erst im Frühjahr zurückschneiden, denn an den Samen fressen Vögel im Winter, in abgestorbenen Stängeln nisten Insekten. · Laub liegenlassen auf Beeten und Baumscheiben. Das ist gut für den Boden, und es überwintern dort viele Insekten, wie z.B. Marienkäfer. · Nur umweltfreundliche Pflanzenschutzmittel verwenden, die Bienen schonen. · Alte Gehölze stehen lassen. Man kann sie auch beranken. Viele Insekten leben im toten Holz. · Nutzt keine Laubsaug-Geräte. Damit verschwinden die Insekten auf jeden Fall aus dem Garten. · Geht im Sommer kritisch durch den Garten: was blüht und hilft Insekten? Ist oft eine flaue Zeit, was Pollen- und Nektarspender angeht. Nachpflanzen mit Stauden hilft, die im Herbst blühen, wie Astern. Nutzt dazu unseren Pflanzenfinder für insektenfreundliche Stauden. · Steinhaufen helfen! Alle Steine im Garten an einer sonnigen Stelle sammeln. Hier sonnen sich gern Zauneidechsen, auch Spitzmäuse, Kröten, Blindschleichen und verschiedene Insekten lieben es. Lichtverschmutzung vermeiden Es geht um „Verschmutzung“ des natürlichen nächtlichen Lichts durch künstliche Lichtquellen. Das ist natürlich auch Energievergeudung. Aber ihr solltet auf eine nächtliche Beleuchtung im Garten verzichten. Denn das stört sehr viele Tiere empfindlich. Tagaktive Tiere (und auch Menschen) brauchen nachts Dunkelheit zum Schlafen und Entspannen. Dunkelheit ist nötig, damit das Hormon Melatonin produziert werden kann. Es gibt Hinweise, dass dieses Hormon das Wachstum bestimmter Krebsarten beim Menschen unterdrücken kann. Das passiert in der Natur: · Nachtaktive Tiere brauchen die Dunkelheit zur Nahrungssuche. Lichtquellen irritieren sie und stören die Orientierung. Es sind leider schon viele nachtaktive Insekten ausgestorben. An einer Straßenlampe sterben in jeder Sommernacht durchschnittlich 150 Insekten (Studie aus 2000). · Glühwürmchen brauchen sogar die Dunkelheit für die Partnersuche. Nur dann kommt ihr leuchtender Hinterleib gut zur Geltung und beeindruckt die Weibchen. · Zugvögel werden durch angeleuchtete hohe Bauwerke irritiert und kommen um. · Es kann vorkommen, dass Bäume früher austreiben neben Straßenlampen und dann spätfrostgefährdet sind. · Motten fliegen zum Licht – vermutlich halten sie die Laterne für den Mond, an dem sie sich orientieren. So versuchen sie, während des Geradeausflugs immer einen bestimmten Winkel zum Mond einzuhalten. Klappt beim echten Mond wegen der Entfernung gut. Sie korrigieren beim Flug um die Lampe immer wieder den Kurs, um den Winkel beizubehalten – und fliegen im Kreis. · Meeresschildkröten finden an einem beleuchteten Strand nicht ins Wasser. So macht ihr euren Garten sicher für Wildtiere · Sichert Treppen und Kellerschächte so, dass Igel, Kröten u.a. Tiere leicht wieder rauskommen. Ein langes Brett hilft schon. · Sichert Wasserstellen so ab, dass dort keine Tiere ertrinken. Eine Latte reicht ihnen schon zum Rauskrabbeln. · Falls man Reisighaufen nach längerer Lagerzeit entsorgen will: besonders vorsichtig sein, hier könnten inzwischen Tiere Leben. · Keine Kunststoffnetze herumliegen lassen, hier können sich Tiere verheddern. Was kann ich für Vögel tun? · Nistkästen aufhängen, ist klar. Da in unserer Landschaft Hecken und Sträucher fehlen, mangelt es auch an Nistmöglichkeiten. Je nach Art gibt es unterschiedliche Bedarfe. Aufhängen in Richtung Osten ist sehr gut, da wird es nicht so heiß wie an der Südseite, und ist nicht so kalt wie im Norden. Baupläne gibt’s im Netz, fertige Häuschen im Fachhandel. · Nistkästen jährlich im Oktober säubern, damit sich keine Parasiten ansiedeln. Heiß Auswaschen und gleich wieder aufhängen. Dort nisten auch mal Siebenschläfer. · Nistkästen katzensicher aufhängen, Bäume dafür mit einem Stachelkranz umgeben. Fledermäusen helfen · Nistkästen gibt es auch für Fledermäuse. Sie brauchen Tagesverstecke, in mindestes 4 m Höhe. Die Ausrichtung ist relativ egal, sonnig oder auch nicht, sie suchen sich das Passende aus. Zum Winter wandern sie übrigens auch mal hunderte Kilometer in alte Bergwerksstollen, um dort zu überwintern. · Fledermäuse brauchen Pflanzen die nachts durften. Wie Mondviole, Nachtkerze, Geißblatt. Denn dann kommen die Nachtfalter, von denen die Fledermäuse sich ernähren. Außerdem kann man selbst den Blumenduft am Abend genießen! Igel unterstützen · Das Igelhaus von Neudorff ab Oktober aufstellen. Oder einen großen Laub-Reisig-Haufen liegen lassen, beides in einer ruhigen Ecke vom Garten. · Keine biegsamen Maschendrahtzäune verwenden, da können sie hängen bleiben. · Lasst Lücken im Zaun, damit Igel zwischen den Gärten wandern können. · Lasst Mähroboter keinesfalls in der Dämmerung oder nachts laufen. Sie könnten Igelbeine gefährden. · Verwendet nur igelfreundliches Schneckenkorn wie Ferramol Schneckenkorn. Die 3 wichtigsten Tipps · Garten nicht zu gut aufräumen! · Laub im Garten lassen · Nachts Licht aus!
- Blattläuse, was nun?09.06., 09:0009.06.2021, 09:0000:27:01
Läuse an der Pflanze, was tun? Blattläuse – was tun? Noch mehr über Blattläuse findet ihr hier. Die hilfreiche Pflanzendoktor-App hilft beim Erkennen von Schädlingen. Um Ameisen abzuwehren, die Läuse fördern, hilft an Obstgehölzen der Raupen- und AmeisenLeimring. Nützliche CC-Florfliegen gegen Blattläuse helfen drinnen und draußen. Naturgemäße Pflanzenschutzmittel wirken nachhaltig gegen Läuse. Ein SchädlingsschutzNetz hält die Läuse von den Pflanzen ab. Und Behandlungen im Februar mit einem Austriebsspritzmittel töten die Blattlauseier ab. Warum gibt’s überhaupt Blattläuse? Falsche Frage: Blattläuse gehören zum natürlichen Kreislauf einfach dazu! Ohne Blattläuse gäbe es keine Marienkäfer, die Vögel würden hungern… Wie erkenne ich Blattläuse? Blattläuse gibt’s in Grün, Schwarz, Rosa etc. Bei uns kommen etwa 800 verschiedene Arten vor! Häufig rollen sich die Blätter zusammen oder sind gekräuselt. Darin sitzen die Blattläuse. Im Zimmer bemerkt man oft einen klebrigen Belag auf den Blattoberseiten der Pflanzen oder auf der Fensterbank. In der Folge ist manchmal die Blattoberseite von grauen Rußtau-Pilzen überzogen. Das schwächt die Pflanze, weil dieser Pilz, der sich vom süßen Honigtau ernährt, die Photosynthese der Pflanzen einschränkt. Manchmal finden sich auf der Blattoberseite kleine weiße Gebilde. Die sind leere Hüllen der Blattläuse. Sie bleiben zurück, wenn sich die Blattläuse – ähnlich wie Schlangen – häuten. Diese weißen Hüllen kann man leicht mit der Weißen Fliege verwechseln. In der Folge von Blattlausbefall treten manchmal Viruskrankheiten auf, die sich durch Verkrüppelungen oder Verfärbungen zeigen. Dazu zählen Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika und das Scharka-Virus an Steinobst. Die kostenlose Pflanzendoktor-App hilft weiter beim Erkennen. Wie leben Blattläuse Sie schlüpfen im Frühjahr aus Eiern, die im Vorjahr meist an Gehölzen abgelegt wurden. Bei den schlüpfenden Tieren handelt es sich nur um Weibchen, die wiederum nach etwa zehn Tagen – ohne Befruchtung – lebende Junge gebären. Läuse saugen Pflanzensaft mit ihrem Saugrüssel. Mit dem machen sie erst viele Probestiche, um die beste Saugstelle zu finden. Dabei können sie schon Viruskrankheiten übertragen. Sie wollen an die zuckerhaltigen Leitungsbahnen der Pflanzen gelangen, die meist an der Blattunterseite liegen. Es dauert bis zu 20 min, bis sie durchs Gewebe gestochen haben! Haben sie aber die richtige Stelle gefunden, brauchen sie nur noch den Mund öffnen. Durch den Druck in der Pflanze strömt Pflanzensaft geradezu in sie hinein. Da sie nicht den ganzen Zucker darin brauchen, scheiden sie den Überschuss als klebrigen Honigtau aus. Wenn zu viele Läuse an einer Stelle sitzen, entwickelt sich eine hohe Konzentration eines Pheromons, eines Duftstoffs von den Blattläusen, in der Luft. Wird ein kritischer Wert überschritten, erscheinen geflügelte Weibchen. Die lassen sich vom Wind auf andere Pflanzen wehen. Dort bringen sie wieder ungeflügelte Weibchen zur Welt. Erst zum Herbst bringen die Weibchen, gesteuert durch die kürzeren Tage, Männchen zur Welt. Diese befruchten die Weibchen, die daraufhin Ei ablegen, und zwar an Gehölzen. Dort überwintern die Eier durch einen Glyzerin-ähnlichen Stoff, den sie einlagern. Im nächsten Frühjahr schlüpfen daraus die Blattlaus-Weibchen, und alles beginnt von vorn. Funfact: ein kalter Winter killt KEINE Schädlinge. Sie sind seit Jahrtausenden an unser Klima angepasst! Was haben Blattläuse mit Ameisen zu tun? Ameisen lieben den süßen Honigtau der Blattläuse. Daher verteidigen sie die Läuse gegen Nützlinge. So beißen sie auch mal einen Marienkäfer tot! Außerdem klopfen sie mit ihren Antennen auf den Hinterleib der Blattläuse, um sie zu stärkerer Saugtätigkeit anzuregen. Dadurch schädigen diese die Pflanzen noch mehr. Treten viele Ameisen an den Obstbäumen auf, hilft ein Raupen- und AmeisenLeimring, auf dem die Ameisen haften bleiben. Was tun gegen Läuse? Regel Nummer 1: Keep cool! Wer viele Nützlinge im Garten hat kann erstmal abwarten, ob nicht die Nützlinge die Arbeit erledigen. Bei starkem Befall solltet ihr allerdings eingreifen. · Mit der Hand die Blattläuse zu entfernen hilft nur kurz, auch ein Wasserstrahl bringt nicht viel, weil die Läuse das gut überleben und schnell wieder da sind. · In Haus, auf Balkon, wenn man wenig befallene Pflanzen hat, kann man nützliche CC-Florfliegenlarven kaufen. Bekommt ihr über Bestell-Sets im Fachhandel. Ihr gebt online eure Kontaktdaten ein und bekommt wenige Tage später den wattierten Briefumschlag, der in jeden Briefkasten passt. · Pflanzenschutzmittel auf Basis von Wirkstoffen, die auch in der Natur vorkommen, sind hilfreich. Z.B. Spruzit Neem Gemüseschädlingsfrei aus dem Neem-Baum. Oder Spruzit Schädlingsfrei aus Natur-Pyrethrum. Wichtig: achtet darauf, dass die Mittel die ihr anwendet Bienen schonen. Blattläusen vorbeugen – geht das? Ein bisschen geht das schon. · Es fängt mit dem passenden Standort für die Pflanze an, damit sie sich gut wohlfühlt. · Versorgt eure Pflanzen gut mit Nährstoffen. Organische Dünger sind aus unserer Sicht besser als mineralisch Dünger, sie werden nicht so schnell ausgewaschen. Zu viel Stickstoff im Dünger macht das Pflanzengewebe weich – dann können die Läuse leichter in die Pflanze stechen! · Mischkultur hilft etwas: Bohnen + Bohnenkraut ist gute Kombi, Kohl + Kerbel, Obstgehölze + Kapuzinerkresse. Auch Minze und Zwiebeln mögen Läuse nicht. · Ein SchädlingsschutzNetz hält Läuse fern, lässt aber Licht und Wasser hindurch. · Wenn ihr Mitte bis Ende Februar mit einem ölhaltigen Mittel wie Promanal Austriebsspritzmittel spritzen, tötet das die überwinternden Blattlauseier ab. Habt Ihr noch Fragen? Meldet euch gern bei mir unter s.klingelhoefer@neudorff.de
- Rosen natürlich pflegen25.05., 15:3025.05.2021, 15:3000:26:41
Naturgemäße Pflege für die Königin der Blumen Rosen im Garten und auf dem Balkon Wann schneide ich Rosen? Was tun, damit sie nicht krank wird? Funktionieren Rosen auch auf dem Balkon? Was muss ich beim Pflanzen beachten, und wie soll ich mich für eine Sorte entscheiden? Fun-Fact: Rosen haben Stacheln (Auswüchse der Außenhaut) und keine Dornen (verkümmerte Triebe)! Hier gibt es noch mehr zur Rosenpflege Hilfe bei kranken Rosen gibt die Pflanzendoktor-App Unsere Empfehlung für torffreie Rosenerde Mehr zum organischen Rosendünger Mittel mit Wirkstoff aus der Natur gegen Blattläuse Faszination Rose – warum überhaupt? Schon die Kelten und Germanen nutzten Hagebutten, im Mittelalter wurde die Apothekerrose „Rosa gallica Officinalis“ als Heilpflanze angebaut. Sie war Hauptlieferant von Rosenöl. Ihre Heilwirkung wurde bei Magenbeschwerden oder Bronchialasthma genutzt. Die eigentliche Zucht begann etwa im 16. Jahrhundert mit Rosen aus Asien, besonders Persien Es gibt wohl wenig Pflanzen, die züchterisch so stark bearbeitet wurden. Die richtige Rosensorte auswählen Das kann in Arbeit ausarten, denn die Vielfalt ist überwältigend. Kriterien können sein o heimisch Sorten wie die Hunds-Rose oder die Wein-Rose o widerstandsfähig gegen Krankheiten. Hilfreich sind sogenannte ADR-Rosen (Anerkannte Deutsche Rose). Neue Züchtungen durchlaufen eine dreijährige Prüfung, „die härteste Rosenprüfung der Welt“. An 11 Standorten werden Neuheiten 3 Jahre lang getestet, ohne Winterschutz und Pflanzenschutz. o schöne Hagebutten, vielleicht für eigene Marmelade o Insektentauglichkeit ist ein Muss o betörender Duft o Farbe o Blühfreudigkeit den ganzen Sommer über, oder einmalige Super-Blüte o Wuchsform (hoch, niedrig, buschig, Hochstamm, Kletterrosen (bis 3 m), Rambler (bis 6 m, in Bäumen), Bodendecker) Wann und wo pflanzen · Geht praktisch das ganze Jahr, optimal ist der Herbst. Aber nicht bei Frost! o Wurzelnackt Rosen, sehen aus wie Stöcke, gibt’s nur im Herbst und Frühjahr. Wachsen schnell an und sind meist am preiswertesten. o Rosen im Topf könnt ihr fast ganzjährig pflanzen, außer bei Minusgraden o Rosen ohne Topf, nur mit Ballen gibt es auch, aber immer seltener · Der Standort sollte sonnig und luftig sein, also nicht direkt vor einer Mauer, wo sich die Hitze staut. Wie pflanze ich Schritt für Schritt Wurzelnackte Rosen erst mindestens 12 Stunden tauchen, Rosen mit Ballen bzw. im Topf kräftig gießen. Triebe bei wurzelnackten Rosen auf 15 cm einkürzen, von den Wurzeln ca. 1 cm abschneiden. Ein ausreichend großes Loch graben, mindestens doppelt so groß wie der Ballen. Rosen sind Tiefwurzler. Torffreie NeudoHum RosenErde hineingeben. Die Rose so einsetzen, dass die verdickte Veredelungsstelle (zwischen braunen Wurzeln und grünen Trieben) 5 cm unter der Bodenoberfläche liegt, als Frostschutz. Aushub auch mit der Rosenerde vermischen und das Pflanzloch damit auffüllen. Dabei drumrum einen kleinen „Gießrand“ anhäufeln, damit das Wasser nicht wegfließen kann. Leicht festtreten und gießen. Rosen schneiden · Ist jedes Jahr fällig, wenn die Forsythien blühen. Nicht vorher, die Triebe bilden einen natürlichen Frostschutz. · Warum überhaupt schneiden? Das Laub trocknet dann schneller ab, und dann können sich Pilzkrankheiten nicht so schnell ausbreiten. · Kranke, abgestorbene und erfrorene und schwache Triebe abschneiden, und solche, die in die Mitte wachsen. Dabei keine Stummel stehen lassen! · Je nach Rosenart gibt es etwas unterschiedliche Regeln. Grundsätzlich gilt, dass ihr immer schräg über einer nach außen zeigenden Knospe abschneiden solltet. Außerdem o Bodendeckerrosen alle paar Jahre auf 15 cm Höhe zurückschneiden o Einmal blühende Rosen direkt nach der Blüte schneiden, bei Schnitt im Frühjahr blühen sie sonst in dem Jahr nicht. o Bei den häufigen Beetrosen: Triebe bis auf etwa 15- 20 cm zurückschneiden. Rosen pflegen · Anhäufeln mit torffreier Pflanzerde im November. Entfernen könnt ihr die Erde direkt vor dem Schnitt im Frühjahr. Sieht aus wie Maulwurfshügel. An windigen Stellen könnt ihr Fichtenreisig als Windschutz darauflegen. · Düngen ist fällig im März und im Juli nach der Hauptblüte, damit eure Rose immer wieder blüht. Empfehlenswert ist ein oganischer Dünger wie Azet RosenDünger. · Verblühtes regelmäßig rausschneiden. · Ab dem Austrieb empfindliche Rosen mit der BioKraft Vitalkur für Rosen regelmäßig behandeln. Es vitalisiert die Rosen und stärkt sie. · Bei Rosenkrankheiten hilft Fungisan Rosen- und Buxus-Pilzfrei oder das Konzentrat Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei · Bei Blattläusen hilft Spruzit AF Schädlingsfrei · Mehr zu Krankheiten und Co. in der kostenlosen Pflanzendoktor-App. Rosen im Kübel Es geht, obwohl Rosen Tiefwurzler sind. Darum sollte Topf am besten etwa 50 cm hoch sein. Verwendet torffreie Erde wie die NeudoHum RosenErde. Gut geeignet sind Zwergrosen, viele Beet- und Kleinstrauchrosen und sogar einige Edelrosen. Gut ist gerade auf Balkon und Terrasse eine lange Blütezeit und ein schöner Duft. Überwintern könnt ihr Rosen im Kübel in einer dunklen Garage bei +8 bis -10 °C. Die Veredelungsstelle wie bei Rosen im Beet schützen durch Anhäufeln. Stellt den Topf auf Styropor oder auf ein Regal, nicht auf den Boden, um Frostschäden zu vermeiden. Das Überwintern auf dem Balkon geht auch, z.B. in einer Holzkiste, die ihr mit Laub auffüllt. Ein regengeschützter Standort an der Hauswand ist gut. Nur sehr wenig gießen, der Wurzelballen darf nicht völlig austrocknen oder vernässen. Nach etwa 5 Jahren könnt ihr umtopfen. Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern unter s.klingelhoefer@neudorff.de
- Insektenfreundlicher Balkon04.05., 07:1504.05.2021, 07:1500:23:28
Blumen für Wildbienen und andere Insekten auf dem Balkon Insektenfreundlicher Balkon Hier findet ihr eine Auswahl insektenfreundlicher Pflanzen. Mehr Infos zur torffreien Erde findet ihr hier. Infos von Neudorff zum naturgemäßen Gärtnern gibt es hier. Nisthilfen für Insekten findet ihr hier. Warum machen insektenfreundliche Pflanzen auf dem Balkon Sinn? · Auch in den Ortschaften, selbst in Großstädten, leben viele Insekten, die auf Pollen und Nektar als Nahrung angewiesen sind. Viele Wildbienen-Arten, aber auch erwachsene Schwebfliegen, Florfliegen oder andere Blütenbesucher. Sie brauchen Unterstützung. · Nicht jede Blüte ist für Wildbienen oder andere Insekten geeignet. Gerade die stark gefüllt blühenden Blüten bieten meist weder Pollen noch Nektar, sind also ökologisch wertlos. Zu ihnen gehören die klassischen Balkongeranien ebenso wie beispielsweise Petunien. · Wenn ihr also etwas für Insekten tun möchtet, dann pflanzt auch auf dem Balkon die passenden Pflanzen. Werde ich da nicht gestochen? Wir haben immer gleich so viele Ängste, wenn es um Natur in unserer Nähe geht! Nein, Wildbienen und viele andere Insekten können Menschen gar nicht stechen, sie können die menschliche Haut nicht durchdringen. Honigbienen können sich natürlich einfinden, ebenso wie Hummeln (die übrigens auch zu den Wildbienen zählen), aber sie stechen nur wenn, sie sich angegriffen fühlen. Wespen werden nicht angezogen von Blütenpflanzen. Was brauche ich · Gefäße, unbedingt mit Loch im Boden für den Wasserabzug. Gerade wenn die Gefäße Regen ausgesetzt sind ist es wichtig, dass das Wasser abfließen kann. Sonst „ertrinken“ die Pflanzen. · Untersetzer für Töpfe, falls der Boden nicht verschmutzen soll · Torffreie Erde wie die NeudoHum BlumenErde · Organischen Dünger wie die Azet DüngeSticks für Blütenpflanzen · Stabile, sturmfeste Aufhängung für Balkonkästen (wenn die voll bepflanzt sind mit großen Pflanzen, werden sie sehr schwer!) · Bienenfreundliche Balkonpflanzen! Achtet gern darauf, dass auch etwas im Spätsommer blüht, wenn die Nahrung in anderen Gärten knapp wird für die Blütenbesucher. Und achtet auf den Standort: für den Süd-Balkon eignen sich andere Pflanzen als für den Nord-Balkon. o Viele Kräuter, wie Thymian, Lavendel, Rosmarin, Salbei, Borretsch, Bergbohnenkraut, sind tolle Blütenpflanzen für Insekten. o Stauden sind sehr praktisch, weil sie mehrjährig sind. Die oberirdischen Teile erfrieren, aber der Wurzelballen bleibt intakt, und treibt im nächsten Jahr wieder aus. Dazu zählen Glockenblumen, Katzenminze, Astern. o Einjährige Pflanzen wie Verbenen, Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen, Fächerblume, Männertreu, Vanilleblume. Die kann ich sogar schon vorziehen auf der Fensterbank, meist ab Mitte/Ende März o Kübelpflanzen wie Wandelröschen, Datura oder Engelstrompete · Und wer richtig gut ist, hängt noch ein Nützlings-Quartier auf! Toll zum Beobachten Torffreie Erde - warum überhaupt? Torf ist einziger oder Hauptbestandteil in den meisten Erden. Torf an sich ist ein guter Rohstoff für Erden. Leider stammt er aber aus entwässerten Mooren. Und Moore sind sehr wertvolle Lebensräume. Außerdem, was viele vielleicht nicht wissen, speichern die Moore weltweit mehr CO2 als alle Wälder weltweit. Sie sind also wichtig für unser Klima. Daher verwenden wir bei Neudorff keinen Torf in unseren Erden, sondern vor allem schnell nachwachsende und heimische Rohstoffe. Wie gehe ich vor, Schritt für Schritt? · Wenn vorhanden, Scherben auf die Löcher im Gefäßboden legen, damit die Erde nicht rausläuft · Kasten / Kübel zu 1/3 mit torffreier Erde füllen · Pflanzen einsetzen, im passenden Abstand. Steht häufig auch auf dem Etikett, wieviel Platz sie brauchen. · Mit Erde auffüllen, dabei Gießrand lassen. Also die Erden nicht genau bis an den Rand des Gefäßes füllen, sondern etwas darunterbleiben, damit das Wasser beim Gießen nicht über den Rand läuft. · Gründlich gießen, so dass Wasser unten rausläuft. Weitere Pflege · Gießen, es sei denn ich habe Bewässerungs-System. Blumenkästen mit integriertem Wasserspeicher gibt es auch. · Düngen ist, je nach verwendeter Erde und Pflanzenart, meist nach etwa vier Wochen nötig. Flüssigdünger sind praktisch, ihr gebt sie einfach ins Gießwasser, wie unseren organischen BioTrissol Plus BlumenDünger. Oder ihr verwendet organische Düngesticks wie die Azet DüngeSticks für Blühpflanzen · Verblühte Blüten solltet ihr immer wieder rausschneiden. So steckt die Pflanze keine Energie in verblühte Blüten, sondern bildet schneller neue Blüten. Was tun im Winter? · Je nach Pflanzenart ist es unterschiedlich, was ihr zum Winter hin mit den Gefäßen macht: o Einjährige Pflanzen könnt ihr rausreißen und kompostieren oder in den Biomüll geben. o Stauden und mehrjährige Kräuter bleiben stehen, sie treiben im nächsten Jahr wieder aus. Aber stellt das Gefäß nach Möglichkeit geschützt auf, also näher zur Hauswand und außerhalb von Niederschlägen. Es hilft, wenn die Gefäße keinen direkten Bodenkontakt haben, um Frostschäden zu vermeiden. Stellt sie vielleicht auf ein Holzbrett oder ähnliches. Mediterrane Kräuter und andere frostempfindliche Mehrjährige solltet ihr etwas einwickeln mit Jute oder Vlies als Frostschutz. Das gibt’s im Gartencenter. o Kübelpflanzen brauchen ein helles und kühles Winterquartier. Dort solltet ihr nur sehr wenig gießen. Ab wann kann ich loslegen? · Stauden und Kräuter könnt ihr schon im April pflanzen, die sind meist unempfindlicher gegen Frost. · „Normale“ Balkonpflanzen eigentlich erst nach den „Eisheiligen“ Mitte Mai, sicherheitshalber lieber nicht vor Anfang Mai. Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Schreibt mir gern unter s.klingelhoefer@neudorff.de .
- Buchsbaumzünsler biologisch bekämpfen21.04., 16:5521.04.2021, 16:5500:16:12
Das wirkt zuverlässig gegen gefräßige Raupen am Buchsbaum Biologische Hilfe gegen den Buchsbaumzünsler Hier gibt es ausführlichere Informationen zum Buchsbaumzünsler. Das wirkt: erst Befall kontrollieren mit der Neudomon BuchsbaumzünslerFalle. Dann biologisch dagegen vorgehen mit Xentari Raupenfrei. Habt ihr noch mehr Probleme an euren Pflanzen? Die kostenlose Pflanzendoktor-App hilft euch weiter. Was ist überhaupt der Buchsbaumzünsler? · Es handelt sich dabei um einen Falter, der Raupen hervorbringt, die ausschließlich an Buchsbäumen fressen · Ein großes Problem ist der Buchsbaumzünsler z.B. in Barockgärten, kilometerweise Hecken sind schon abgestorben! · Buchsbaum ist giftig, entsprechend lagern die Raupen auch Gift in ihrem Körper ein, drum finden Vögel die bislang nicht soo lecker. Langsam kommen sie zwar auf den Geschmack, aber allein können sie die Plage nicht bekämpfen. · Der Falter stammt ursprünglich aus Ostasien und kam wahrscheinlich durch Pflanzenimporte nach Europa. In Südeuropa gestartet, breitet er sich immer weiter Richtung Norden aus. 2007 erreichte er Süddeutschland, inzwischen ist er fast bundesweit vorhanden. Was passiert, wenn ich nichts mache? - Wenn ihr nichts macht, kann es zum Kahlfraß kommen. Der Buchsbaum treibt zwar wieder aus – aber die Raupen lassen nicht locker, kommen immer wieder und fressen. Irgendwann stirbt der Strauch ab. Und das gilt auch für richtig große Büsche! - Gibt es Alternativen zum Buchs? Ja, die sind aber teurer als Buchsbäume, wachsen teilweise langsamer, andere müssen häufiger geschnitten werden, sind frostempfindlicher oder wachsen nicht auf allen Böden. Beispiele: o Zwerg-Eibe „Renkes Kleiner Grüner“, sehr dunkle Nadeln o Ilex crenata „Dark Green“, sieht Buchs am ähnlichsten. Lieben eher sandigen, sauren Boden o Stechpalme „Heckenzwerg“, Ilex-Art, wächst sehr langsam, dunkles Laub, mag keine schweren, tonigen Böden o Zwerg-Liguster o Immergrüne Heckenkirsche, ist aber nicht so frosthart, neigt zum Verkahlen Wie erkenne ich einen Befall? - Kontrolliert eure Buchsbäume immer wieder gründlich, vor allem in Inneren der Sträucher. Aber die Raupen sind so grün wie der Buchs, darum ist es echt schwer, sie zu finden. - Wem das zu mühsam ist, hängt die Neudomon BuchsbaumzünslerFalle auf. Sie fängt die männlichen Falter durch den Sexual-Lockstoff der Weibchen. Eine Woche danach sind die Raupen da, dann müsst ihr spritzen. - Die Raupen bilden gern feine Gespinste, die erkennt man noch am besten. Bei stärkerem Befall findet ihr auch Krümel auf dem Boden. Das ist der Kot der Raupen. Was kann ich tun - Es gibt biologisches Mittel, Xentari Raupenfrei. Der Wirkstoff darin ist Bacillus thuringiensis Ihr müsst die Pflanzen tropfnass spritzen, gerade auch im Inneren der Büsche. Denn es wirkt nur auf Raupen, die an den Blättern fressen, auf nichts anderes. Und an Buchs fressen nur die Zünsler-Raupen - Da der Fraß den Buchsbaum schwächt, solltet ihr ihn stärken durch Düngen mit einem organischen Dünger wie dem Azet Buxus- & IlexDünger. Wie oft im Jahr kommt der vor? Und wie lebt der überhaupt? - Die Falter sind weiß mit dunklem Rand und unscheinbar. Sie haben etwa 4 cm Flügelspannweite und sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv, daher sieht man sie nicht so oft. - Die weiblichen Falter legen ihre Eier am Buchsbaum ab, nach etwa 10 Tagen sterben sie. Aus den Eier schlüpfen Raupen, die am Buchsbaum fressen, und zwar sowohl an den Blättern als auch an der Rinde. - Die Raupen verpuppen sich, aus den Kokons schlüpfen später die erwachsenen Falter, und der Kreislauf beginnt von Neuem. - Im Herbst spinnen die Raupen Gespinste und überwintern darin. Sie vertragen durchaus auch Minusgrade. Im nächsten Jahr werden sie ab März oder April wieder aktiv und fressen wieder. - Mit den schädlichen Raupen müsst ihr, je nach Witterung, zu diesen Zeiten rechnen: Im März/April, im Juni und wenn es blöd läuft noch im September (Klimawandel sei Dank, denn die Vegetationsperiode ist heute länger als vor 50 Jahren)! Habt ihr noch Fragen? Schickt mir eine Nachricht unter s.klingelhoefer@neudorff.de
- Blumenwiese für den Garten14.04., 08:1014.04.2021, 08:1000:22:38
So legt ihr eine insektenrettende Wiese an Blumenwiese anlegen Wollt Ihr eine Blumenwiese anlegen? Hier findet ihr die passende Wildgärtner Freude Samen-Mischung von Neudorff. Braucht ihr ein Bienenhaus für Wildbienen? Da haben wir hier die passende Nisthilfe für euch. Warum eigentlich eine Blumenwiese, wozu ist die gut? · Gut für sehr Insekten, besonders die Blüten-besuchenden Arten, also viele Wildbienen · Sie blüht von April bis November, das gibt’s sonst in den meisten Gärten nicht, da fehlen spätestens ab August die insekten-tauglichen Blüten · Außerdem ist eine hochwertige Blumenwiese super-pflegeleicht, sie macht viel weniger Arbeit als Rasen!! · Zusätzlicher Nutzen für den Gartenfreund: hier finden sich viele Nützlinge ein, wie z.B. Schwebfliegen, deren Larven sich dann später über die Blattläuse an den Rosen hermachen können! · Bei Trockenheit blüht so eine Blumenwiese immer noch, wenn die Schmuckstauden im Garten schon längst schlappmachen! Warum sind überhaupt Insekten so gefährdet? Ihnen fehlen sowohl Nahrung als auch Lebensraum. Sehr viele Insekten brauchen Pollen und Nektar, den sie von bestimmten Blüten bekommen, und Möglichkeiten zum Nisten und überwintern. Nicht jede Blüte bietet Nahrung für Insekten. Besonders die gefüllten Gartenpflanzen nicht, und auch exotischere Arten sind meist ökologisch tot. Z.B. die Forsythien, die im Frühling blühen, bieten nix für Insekten. Auch nicht die dicht gefüllten Rosen oder Dahlien, da sind die Staubgefäße durch Züchtung zu Blütenblättern umgewandelt. Außerdem werden leider die meisten Gärten immer langweiliger. Rasen, Rosen, Koniferen, mehr gibt es da meist nicht. Das ist der Tod jeder Vielfalt! Und sie werden viel zu gründlich „aufgeräumt“. Insekten überwintern oft in der Laubschicht am Boden, oder in hohlen Stängeln. Die gibt’s aber meist in den Gärten nicht. Mit fatalen Folgen für die Insekten. Wie lebt so eine Wildbiene überhaupt? Es gibt etwa 500 verschiedene Wildbienen-Arten bei uns. Nehmen wir mal die bei uns häufige Rote Mauerbiene. o Weibchen schlüpft im März, wird direkt begattet von den Männchen o Sucht hohlen Stängel oder eine Ritze im Baum. Dann fliegt sie x Mal hin und her und trägt Pollen von Blüten hinein. Nebenbei bestäubt sie dadurch die Blüten und sichert damit u.a. die Apfelernte! o Dann legt sie ein Ei auf diesem „Pollenbett“ ab o Diese Nistzelle schließt sie mit einer Lehmwand ab, die sie selbst baut. Auch dafür muss sie mehrfach hin und her fliegen. o Und dann wieder das gleiche, eine Zelle mit Pollen füllen, Ei ablegen etc. o Etwa 10 Wochen nach dem Schlupf, wenn sie alle ihre Eier abgelegt hat, stirbt die weibliche Wildbiene. o Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich vom Pollen ernähren. Sie verpuppen sich im Frühjahr oder Sommer. Und erst im nächsten Frühjahr schlüpfen sie, und der ganze Kreislauf beginnt von vorn. · Es gibt übrigens auch sehr viele Arten, die in offenem Boden nisten, da wo es sonnig und trocken ist. · Und jetzt überlegt jeder mal, wo er sowas in seinem Garten hat… Was tun? Natürlich eine Blumenwiese aussäen! Worauf sollte man bei der Auswahl der Samenmischung achten? · Mehrjährige Mischungen wählen, damit ich nicht jedes Jahr neu aussäen muss · Heimische Arten bevorzugen · Der Blütezeitraum sollte so lang sein, wie es geht. Also von April bis November. · Die Mischung sollte aus Arten bestehen, die auf jedem Boden zurechtkommen · Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchshöhen, so dass auch für Insekten Lebensraum entsteht, die sich lieber verstecken · Wildgärtner Freude-Mischungen von Neudorff! o Vom NABU empfohlen. o Mit 27 ein- und mehrjährigen Arten. o Ein- und mehrjährige Arten. Dadurch schon im ersten Jahr Blüte, und in allen Folgejahren. Schritt für Schritt vom Rasen zur Blumenwiese Rasen abtragen Boden lockern, Steine und Wurzeln auslesen Feinkrümelig machen, je nach Flächengröße mit Fräse oder Harke Aussäen Mit Schaufelblatt andrücken Wässern und feucht halten, bis es richtig grün ist Weitere Pflege · 2 x jährlich schneiden: o Einmal schneiden nach der Vollblüte Ende Juni, auch wenn es schmerzt! Sichel oder Heckenschere eignen sich gut. Das Schnittgut 1 Woche liegen lassen, damit durch die Notreife noch Samen reifen können. Danach das Schnittgut von der Fläche entfernen. o Extra-Tipp: erst die Hälfte der Fläche runterschneiden, nach 3 Wochen die andere Hälfte. Sonst wissen die Insekten nicht, wo sie Nahrung herkriegen, wenn auf einmal alles weg ist! o Und ein zweites Mal im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb. Auf keinen Fall vor dem Winter schneiden, denn die Insekten sollen da ja überwintern! · Bei Bedarf im zeitigen Frühjahr einmal grob Unkraut zupfen, falls was da ist. Manchmal breiten sich Gräser aus. · Nicht düngen! · Insektenhotel in der Nähe aufstellen!
- Hochbeetgärtnern30.03., 09:2530.03.2021, 09:2500:30:38
Hochbeet bauen und bepflanzen Gärtnern im Hochbeet Mehr Infos zum Bau eines Hochbeetes findet Ihr hier. Mehr über torffreie Erde findet Ihr hier. Über den passenden organischen Dünger gibt’s hier Infos. Infos über das selbstklebende Kupferband zur Schnecken-Abwehr gibt es hier. Gegen Schädlinge hilft das SchädlingsschutzNetz. Wenn doch die Blattläuse kommen, hilft Neudosan Neu Blattlausfrei. Noch Fragen? Schreibt uns unter s.klingelhoefer@neudorff.de Was ist eigentlich der Vorteil von einem Hochbeet? · Einfach zu bearbeiten, kein Bücken mehr · Gut für Rollstuhl-Fahrer oder Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit · Erwärmt sich schneller als der Erdboden, daher frühere Ernte möglich · Bessere Wachstums-Bedingungen durch gute Erde und schnelle Erwärmung, daher auch mehr Ernten, bis zu dreimal mehr als im Erd-Beet · Beim Befüllen kann man Gartenreste entsorgen · Selbst wenn man schlechten Boden hat, kann man tolles Gemüse ernten · Guter, wenig aufwendiger Schutz vor Wühlmäusen und Schnecken möglich Gibt es Nachteile? - Je nach Holzart muss das Hochbeet nach 5-10 Jahren neu gebaut werden - Wässern ist aufwendiger, weil es schneller austrocknet - Erde muss meist jährlich nachgefüllt werden, weil die Materialien zusammen sacken - Ist natürlich teurer als das Erd-Beet Wo ist der beste Standort · gut erreichbar · Sonnig · Nord-Süd-Ausrichtung · Windgeschützt ist auch ganz gut · Muss nicht auf Erdboden stehen, geht auch im Innenhof in der Stadt auf Steinboden Größe und Material · Höhe bis ca 80 cm, aber auch nur 40 cm hoch ist machbar · Breite max 1,2 m, dann kann man noch von beiden Seiten aus bearbeiten · Länge nach Belieben. Hübscher sind mehrere kleine Hochbeete · Einfachste Variante: Fertiges Hochbeet kaufen · Auch einfach: Europalette und dazu passenden Aufsatzrahmen kaufen · Oder mit haltbarem Holz wie Lärche oder Douglasie selbst bauen. Terrassendielen sind gut geeignet, z.B. mit 145 x 28 mm Selbst bauen Schritt für Schritt Grasnarbe abtragen, beiseitelegen für später Fläche einebnen Gartenvlies auslegen – damit die Hölzer keinen Bodenkontakt haben und nicht so schnell verrotten Ausmessen, Eckpfosten einschlagen – mit Wasserwaage und Hilfslatten prüfen, ob sie auf einer Höhe liegen Latten zurechtschneiden und annageln. Von unten beginnen, mit 2 cm Abstand vom Boden Die Latten sollten oben und unten jeweils 2-3 mm Fugen haben, damit Feuchtigkeit ablüften kann Nach den ersten Latten verzinkten Maschendraht 10 x 10 mm auf den Boden legen Maschendraht als Mäuse- und Wühlmausschutz ins Hochbeet legen, die Ränder nach oben biegen und an die unteren Latten antackern. Beim Zuschneiden daher den Maschendraht etwas überstehen lassen. Gut ist eine Teichfolie von etwa 0,5 mm für den gesamten Innenraum. Innenraum auskleiden, nach oben ca. 10 cm Überstand einplanen und außen antackern. Für einen schönen Abschluss von innen an der Oberkante jeweils eine Latte ringsum annageln. Den Abschluss bilden Latten, die horizontal oben angebracht werden. Was kommt da eigentlich rein, und wie streng muss man sich daranhalten? Von unten nach oben, jeweils ungefähr 10- 20 cm hoch: Äste und Zweige Häckselgut aus dem Schredder Grassoden, mit der Erde nach oben Noch nicht verrottete Grünabfälle und Laub Rohkompost, vielleicht vom Kompostwerk. Toll ist auch ankompostierter Pferdemist Neudohum-Tomaten und GemüseErde Wenn das Hochbeet niedriger wird, lässt man die unteren Schichten einfach weg. Wenn ihr das eine oder andere Material nicht habt, lasst es weg und macht die anderen Schichten dafür stärker. Wenn euer Hochbeet nur 50 cm hoch werden soll, lasst die unteren Schichten weg. Welche Pflanzen passen, was kann ich wann pflanzen und säen · Es passt fast alles, außer Pflanzen, die sehr hoch werden: Tomaten oder Stangenbohnen sind eher unpraktisch. · Im März kann man beginnen mit Möhren, Radieschen, Asiasalaten, Kohlrabi, Pastinaken, Wilder Rauke, Rote Bete, Erbsen · Sobald abgeerntet ist, könnt ihr nachsäen oder pflanzen · Ab Mai kommen dann Tomaten, Paprika, Kürbis, Fenchel etc. · Tipp zur guten Platzausnutzung: Kapuzienerkresse in die Ecken setzen, die ranken außen. Die Blüten sind essbar, im Salat. Oder Kräutertöpfe außen dranhängen. · Auf neudorff.de gibt’s auch einen Pflanzplan Was ist mit Schädlingen? · Die gibt’s natürlich auch. Gegen Schnecken hilft ein selbstklebendes Kupferband, das ihr außen an das Hochbeet klebt. Das ist für die Schnecken unangenehm, sie kriechen nicht drüber. · Blattläuse und Co lassen sich mit umweltfreundlichen Mitteln wie Neudosan Neu Blattlausfrei bekämpfen · Wer möchte, kann gleich am Anfang ein SchädlingsschutzNetz über Aussaaten und Pflanzen legen, das hält die Schädlinge ab Muss ich düngen? · Auf jeden Fall! Wegen des starken Wachstums brauchen die Pflanzen Nährstoffe. Am besten einen organischen Dünger wie Azet TomatenDünger. Gleich bei der Pflanzung ins Pflanzloch geben, und Früchte tragende Pflanzen wie Tomaten, Kürbis, Gurken im Juli nachdüngen.
- Rasenprobleme12.03., 10:1512.03.2021, 10:1500:24:12
Moos, Unkraut, Trockenheit - was kann man dagegen tun Probleme mit dem Rasen Wenn der Rasen nicht so aussieht wie er soll, gibt es unter www.neudorff-rasencheck.de eine schnelle Diagnose, was los ist. Außerdem Tipps zur Vorbeugung dieses Problem, und was man dagegen tun kann. Ausführliche Tipps findet ihr auf www.neudorff.de. Problem Nr. 1 ist Moos Moos im Rasen kann verschiedene Ursachen haben: o Schatten, also weniger als 4-6 Stunden Sonne am Tag o Sehr saurer Boden (pH-Wer unter 5) o Nährstoffmangel (mindestens 2 x düngen im Jahr ist Pflicht) o Zu tiefes Mähen o Staunässe durch Bodenverdichtung o Qualitativ minderwertiges Saatgut Wer nichts an den Ursachen ändert, wird nichts gegen Moos erreichen. Im Schatten wird Rasen allerdings niemals gut wachsen. In solchen Lagen ist es sinnvoller, mehrjährige Stauden zu pflanzen, wie Storchschnabel, Vinca oder Waldsteinia. Diese Pflanzen bilden dichte Teppiche. Vorgehen gegen Moos Schritt für Schritt: Rasen möglichst tief mähen. pH-Wert, also den Säuregrad des Bodens testen mit einem Testset wie dem pH-Bodentest und bei Bedarf Azet RasenKalk ausbringen. Moos entfernen durch Vertikutieren. Dazu kann man sich ein Gerät leihen im Baumarkt oder Gartencenter. Sieht aus wie ein Rasenmäher. Vertikutieren sollte man frühestens zwei Wochen nach der ersten Düngung, erst ab Ende April, nicht früher. Mehr zum Vertikutieren findet ihr weiter unten. Ist nach dem Vertikutieren kaum noch Rasen da, dann neu einsäen mit einem Vertikutier-Mix wie TerraVital RasenSanierer, der neben schnell keimenden Samen auch noch organischen Dünger und einen Bodenverbesserer enthält. Danach die Fläche feucht halten für ca. 10 Tage, bis der Rasen wieder grün ist. Boden verbessern durch Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Und das künftig jedes Jahr einmal machen. Dadurch verbessert sich die Bodenstruktur. Organischen Dünger wie Azet RasenDünger ausbringen. Auf jeden Fall im März/April und im September/Oktober ausbringen. Extra-Tipp: wer es besonders gut machen will, bringt gewaschenen Bau- oder Quarzsand mit 3-4 l/qm aus. Dadurch trocknet die Oberfläche schneller ab und Moos hat schlechtere Karten. Problem Nr. 2: Unkraut Viele Unkräuter verschwinden von allein, wenn ausreichend gedüngt wird. Das gilt z.B. für Gänseblümchen oder Klee. Und zwar mit einem hochwertigen organischen Dünger, der nicht nur Stickstoff enthält, sondern noch viele weitere Haupt- und Spurenelemente. Denn je besser es dem Rasen geht, umso weniger Probleme habe ich. Dafür muss ich aber was tun: Düngen und auch jedes Jahr wieder den Boden verbessern. Das klappt gut mit dem Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Er sorgt für gute Bodenstruktur, damit der Rasen gut wachsen kann. Es gibt auch spezielle Dünger, die Unkraut verdrängen, weil der Rasen so sehr gekräftigt wird, z.B. der Rasendünger Spezial 5Plus1. Manche Unkräuter muss man jedoch ausstechen, wie den Löwenzahn. Es gibt Unkrautstecher, die sich im Stehen bedienen lassen. Sehr praktisch! Problem Nr. 3: Trockenheit Bei Trockenheit sieht Rasen bald braun aus. Aber man muss gar nicht wässern. Er wird wieder grün, sobald der Regen kommt! Denn die Wurzeln sterben i.d.R. nicht ab. Wenn man gießt will, dann nur mit Regenwasser, unser Trinkwasser ist meiner Meinung nach zu kostbar dafür. 2x pro Woche reicht, auf keinen Fall täglich. Wenn gießen, dann richtig: 15 l/qm ist gute Menge, prüft mit einem Regenmesser mal nach. Lasst den Sprenger etwa 30 min. auf einer Stelle stehen. Mit dem richtigen Dünger kann man auch was tun für mehr Trockenheitsresistenz. Wir haben in unseren Azet-Düngern Mykorrhiza, das sind Pilze, die in Symbiose mit den Wurzeln leben. Sie liefern Wasser an die Pflanze und bekommen dafür Zucker und Phosphor-Verbindungen von der Wurzel. Lass uns übers Vertikutieren sprechen Früher wurde gefragt „muss ich mal vertikutieren“? Heute wird gefragt „reicht es, 2 x im Jahr zu vertikutieren“? Dabei muss man gar nicht vertikutieren! Meist wird es falsch verstanden: „Der Boden braucht Luft“, heißt es dann. Das stimmt – aber das Vertikutieren hilft da gar nicht, denn damit ritze ich ja nur die Oberfläche 2-3 mm tief an. „Rasenfilz muss raus“ – das stimmt, aber besser wäre es ja, wenn der gar nicht erst entsteht. Daher organisch düngen und überhaupt den Boden pflegen mit Bodenhilfsmitteln wie Neudorff Terra Preta Bodenverbesserer. Dann gibt’s viele Organismen im Boden, die Rasenfilz zu Humus abbauen. Häufige Fehler: - zu früh, wenn der Rasen noch schwach ist vom Winter. Ab Ende April, zwei Wochen nach der Düngung ist ein guter Zeitpunkt - zu tief, dadurch verletze ich die Wurzeln - zu häufig; einmal im Jahr reicht
- Eigenes Gemüsebeet anlegen03.03., 08:2003.03.2021, 08:2000:29:13
Aus Rasen wird Gemüsebeet - so geht´s einfach Gemüsebeet anlegen Paula Thelen, Radio-Moderatorin, im Gespräch mit Sabine Klingelhöfer von Neudorff Ganz kurz: Sonnigen Standort auswählen, Rasen abtragen, Boden lockern und feinkrümelig machen, pflanzen oder aussäen – fertig! So geht es Schritt für Schritt Standort auswählen Sonne satt! Am besten ist die Ausrichtung in der Nord-Süd-Achse. Wasserhahn und Komposthaufen in der Nähe helfen bei der Pflege. Möglichst ohne Gefälle und gern dort, wo etwas Wind geht – Laub trocknet besser ab, weniger Krankheiten sind die Folge. Möglichst keine Hecke oder Bäume in der Nähe, weil die zu viel Schatten geben und Wasser ziehen. Höchstens niedrige Hecken, z.B. aus Buchs, die sind gut fürs Mikroklima. Ein Kräuterbeet am besten neben dem Ausgang zur Küche einplanen Optimale Größe Die Größe ist natürlich individuell. Fangt lieber mit einer kleineren Fläche an, vielleicht 10 qm – es soll ja Spaß machen. 40 qm sind dann schon für eine Person ausreichend für die Selbstversorgung, nach oben gibt es natürlich keine Grenze! Eine Beetbreite von 1,2 m ist optimal, so kommt man noch gut in die Mitte beim Bearbeiten. Rund oder in Wellen geht natürlich auch, ist aber nicht so praktisch. Für den Hauptweg ca. 60 cm Breite einplanen, sonstige Wege sind mit 30 cm ausreichend. Ein Hochbeet könnt ihr gleich mit einplanen. Das sollte eher am Rand vom Gemüsebeet stehen, damit der Schatten im Beet nicht stört. Fläche vorbereiten Rasen kurz mähen, und dann flach mit Spaten abstechen, etwa 5 cm tief. Den nackten Boden auflockern mit einer Grabegabel, ca. 30 cm tief. Bei schwerem Boden zwei Spaten tief umgraben und am besten Kompost einarbeiten. Boden verbessern nach Bedarf (pH-Wert testen, Kalken bei Bedarf mit Azet RasenKalk, Bodenverbesserer einarbeiten, z.B. Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer und bei sandigen Böden Bentonit SandbodenVerbesserer). Steine und Wurzeln ablesen. Die Steine könnt ihr auf einem Haufen an sonniger Stelle sammeln, das wird ein tolles Biotop für Eidechsen, die sich hier sonnen können. Den Boden mit der Harke feinkrümelig machen, erstmal eine Woche setzen lassen. Beetumrandung Eine Beetumrandung könnt ihr nach Wunsch setzen. Sie hilft, Stauden, Blumenwiese oder Rasen abzuhalten. Steine, Rasenkanten o.ä. sind gut geeignet. Flechtzäune sehen hübsch aus, finde ich aber unpraktisch, weil das Unkraut da so gern reinwächst. Ein spezieller Schneckenzaun ums Beet hält Schnecken fern Pflanzen pflanzen Am einfachsten kauft ihr auf dem Wochenmarkt oder in der Gärtnerei Jungpflanzen von Salat, Kohl etc. Beachtet beim Pflanzen unbedingt den Platzbedarf! Kohl braucht meist 25-30 x 30 cm, Salat mind. 20 x 20. Für Zucchini und Kürbis mindestens jeweils 1 qm einplanen – die Pflanzen werden größer, als man denkt! Ausgefallene Sorten gibt’s eher als Samen, die kann man vorziehen, oder auch direkt ins Beet säen. Steht auf der Packung. Sehr praktisch sind Saatbänder, z.B. für Möhren. Auf unserer Website www.neudorff.de/hochbeet-gaertnern gibt’s einen Pflanzplan für Hochbeete, den könnt Ihr auch im Beet umsetzen. Tipps - Lasst Salat oder Kräuter einfach mal stehen, so dass sie blühen können. Sieht schön aus und zieht Nützlinge ins Beet, die dann wieder Läuse und Co vernichten. - Den Boden immer bedeckt lassen, z.B. mit trockenem Rasenschnitt. Das ist ein guter Verdunstungsschutz, und die Regenwürmer freuen sich! - Wenn im Spätsommer Beet abgeräumt ist, Gründüngung aussäen für besseren Boden - Bei der Pflanzung einen organischen Dünger wie Azet TomatenDünger mit ins Pflanzloch geben. - Probleme mit Schädlingen? Dann hilft die kostenlose Pflanzendoktor-App, für iOS und Android in den Stores erhältlich Noch mehr Infos auf www.neudorff.de Noch Fragen? Schreibt mir unter s.klingelhoefer@neudorff.de
- Kompost23.02., 16:4523.02.2021, 16:4500:24:32
Tipps & Tricks für das richtige Kompostieren von pflanzlichen Materialien. Einfach natürlich gärtnern - Der Podcast für Gartennerds und Pflanzenfreunde und alle, die’s noch werden wollen Warum kompostiert man überhaupt, was verspricht man sich davon, und wie geht es überhaupt - darum geht es in dieser Folge. Aus Gartenabfällen kann jeder im Garten durch das Kompostieren einen tollen Bodenverbesserer machen. Selbst richtig schlechter Boden kann so mit der Zeit wieder fruchtbar werden und die Gartenarbeit deutlich vereinfachen. Was bedeutet Kompostieren eigentlich? Kompostieren heißt, dass aus organischen Abfällen nach und nach immer kleinere Stückchen werden. Zuerst nagen Asseln und verschiedene Käfer die Abfälle klein. Je kleiner die Stückchen sind, umso besser können dann Mikroorganismen, Bakterien und Pilze ansetzen, um alles immer weiter zu zerkleinern, so dass zum Schluss nur noch die Basis-Bestandteile vorhanden sind. So wird dann aus Kohlstrünken und Laub ein sogenannter Dauer-Humus, der lange im Boden stabil bleibt, und Nährstoffe, die die Pflanzen aufnehmen können. In einem offenen Komposthaufen dauert das 2-3 Jahre, in einem sogenannten Thermo-Komposter kann man schon innerhalb von drei Monaten sogenannten Mulchkompost gewinnen. Der ist hervorragend zum Mulchen, also Bedecken von Beeten, geeignet. Außerdem braucht man bei dieser Methode viel weniger Platz als bei der offenen Kompostierung. Ein guter Thermo-Komposter besteht aus zwei Kunststoff-Schichten mit einer isolierenden Luftschicht dazwischen. Damit können im Inneren Temperaturen bis 70 °C entstehen. Das beschleunigt die Prozesse der Zersetzung sehr deutlich. Man kann dann noch einen Kompost-Beschleuniger wie Radivit hinzufügen, dann geht es noch schneller mit der Umsetzung. Was tun mit dem fertigen Material? Auf den Beeten verteilen! Einfach flächendeckend verteilen, mehr muss man nicht tun. Eingraben ist unnötig. Die Vorteile dieses Mulchens: - Der Boden ist vor Austrocknung und Verschlämmung durch Regen geschützt - Der Boden kann auf diese Weise Wasser viel besser speichern - Die Nährstoffe im Mulchkompost liefern Nährstoffe für die Pflanzen. Damit spart man Dünger - Die Organismen im Boden bekommen jede Menge Futter und können sich besser vermehren - Der Boden wird biologisch aktiver, dadurch können Krankheitserreger besser im Griff gehalten werden auf ganz natürliche Weise - Der Boden wird lockerer So geht es Schritt für Schritt - Kompost-Silo oder auch offene Kompostmiete im Schatten aufstellen bzw. anlegen - Direkt auf Boden oder Rasen stellen, nicht auf Steinplatten - Beste Startzeit ist das Frühjahr, es geht aber bis September - Regelmäßig organische Abfälle hineingeben, die möglichst kleingeschnitten sind - Immer mal wieder durchmischen - Nach etwa drei Monaten ist der Mulchkompost fertig Das darf auf den Kompost Alle ungekochten Gemüse- und Obstabfälle auf jeden Fall. Gekochtes am besten nur sehr wenig, und auf keinen Fall gewürzte Speisen, um keine Ratten anzulocken. Ein „No Go“ sind Fleischabfälle. Die dürfen auf gar keinen Fall in den Kompost. Zitrusfrüchte auch nur in Maßen. Aus dem Garten kann fast alles hinein, außer Wurzelunkräuter wie Giersch und Ackerschachtelhalm, und manche kranken Pflanzen wie an Kraut- und Braunfäule erkrankte Tomaten. Rasenschnitt nur in kleinen Mengen, und nur wenn er leicht angetrocknet ist. Das gibt´s sonst noch zu tun Kompost sollte immer so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Wenn er zu trocken ist, kann man mal Wasser hinein geben. Und ist er zu feucht, helfen zerrissene Eierpappen oder einen Bodenhilfsstoff wie Bentonit SandbodenVerbesserer einstreuen, der auch Feuchtigkeit aufsaugt. Alle zwei bis drei Wochen sollte man mal mit einer Grabegabel das Material umrühren, damit Sauerstoff zwischen die Schichten gelangt. Mehr zum Thema gibt’s auf www.Neudorff.de