
Episoden
160- Strategien gegen Giersch27.06., 04:0027.06.2024, 04:0000:15:57
Aufessen, rausreißen, akzeptieren - was tun bei Giersch im Garten? Strategien gegen Giersch Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Wenn Giersch auftaucht, ist Alarm im Beet. Ist Giersch wirklich dieser unbesiegbare Gegner? Giersch ist hartnäckig und meine echte Angst-Pflanze! aber es gibt wirksame Methoden zur Eindämmung. Wie erkenne ich Giersch? grüne, dreiteilige Blätter kleine weiße Blüten im Frühling (erinnern an Dill) Samen sehen Kümmel zum Verwechseln ähnlich Pflanze riecht nach Möhre und Petersilie beim Rausziehen aus dem gelockerten Boden kommen lange Wurzelschnüre raus Warum ist Giersch ein Problem? Giersch ist ein grünes Monster. Er verdrängt die Gartenpflanzen. unfassbar robust lebt nach dem Motto „doppelt hält besser“: breitet sich durch Wurzeln UND Samen überall aus entwickelt ein ausgedehntes brüchiges Wurzelwerk, das auch unter Hecken und zwischen Stauden wuchert. Also direkt IN den Stauden! Samen keimen auch nach Jahrzehnten noch Was kann man dagegen tun? Aufessen! reich an Vitamin C und Mineralien als Salat, Spinatersatz, in Suppen und Pesto ist aber auch nur im Frühjahr lecker Spaß beiseite: Auf diese Art wirst du Giersch nicht los. Besser hilft Ausgraben. Wie mache ich das? Mit der Grabegabel den Boden lockern Wurzelgeflechte herausziehen, möglichst ohne Wurzeln abzureißen So früh wie möglich damit anfangen, um dem Unkraut seinen Wachstumsvorsprung zu nehmen. Auf keinen Fall hacken! Gejätete Pflanzenteile in die Biotonne, auf keinen Fall auf den Kompost Warum soll man Giersch nicht hacken oder auf den Kompost werfen? aus jedem noch so kleinem Wurzelstück treiben neue Pflanzen aus selbst wenn sie lange getrocknet werden Hast du noch weitere Tipps? Stauden ausgraben und Gierschwurzeln rauslesen. Dabei Stauden teilen. Wenn der Wurzelteppich sehr dicht ist, kann es sich lohnen die Erde komplett aus dem Beet zu nehmen und durch ein Sieb zu werfen, um alle Wurzeln rauszusammeln Giersch im Rasen verschwindet durch regelmäßiges Mähen Und Giersch an ansonsten unbepflanzten Stellen? für zwei Jahre mit schwarzer Folie abdecken (hungert die Wurzeln aus, Samen können auch danach noch keimen!) Tipp: Folie wegen Optik mit Rindenmulch, Ähnlichem abdecken Gibt es dagegen auch ein verträgliches Mittel? Finalsan Gierschfrei, mit dem du Wurzelunkräuter wurzeltief bekämpfen kannst. wirkt ab 10°C anwenden, wenn der Giersch-Teppich 10 cm hoch ist alle Blätter und Triebe rundum tropfnass einsprühen wiederholen, wenn die Restpflanzen wieder 10 cm hoch sind wirkt nicht gegen holzige Pflanzenteile -> problemlos unter Obstbäumen und Hecken Muss man beim Spritzen etwas beachten? andere Stauden und Kulturpflanzen mit Spritzschirm schützen glyphosatfrei, nicht bienengefährlich sobald die Blätter getrocknet sind, dürfen auch Haustiere wieder raus 3 Tipps Dem Unkraut regelmäßig eine „Wurzelbehandlung“ verpassen Blüten abschneiden, bevor sie Samen bilden Finalsan GierschFrei ist dein Verbündeter im Kampf gegen das Unkraut
- Kräuterbeet anlegen13.06., 04:0013.06.2024, 04:0000:27:20
Aromatische Kräuter selbst anbauen Kräuterbeet anlegen Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Ich möchte ein Kräuterbeet anlegen, weiß aber nicht, wie ich es angehen soll… Was muss ich denn als erstes tun? Zuerst solltest du dir überlegen, welche Kräuter du anpflanzen willst. Wofür brauchst du sie? Für mediterrane Küche? Für einen Tee? Fürs Salatdressing? Und wieviel Platz möchtest du ihnen einräumen – also bist du eine Kräuterhexe, oder eher nicht so. Sagen wir, für die mediterrane Küche. Ok. Mediterrane Kräuter mögen es warm und sonnig. Wir suchen also nach einem Plätzchen im Garten nahe am Haus, das möglichst viel Sonne abbekommt. Haben wir das gefunden, geht’s an die Bodenvorbereitung: Ärmel hochkrempeln und Boden lockern. Steine und Unkraut entfernen nicht vergessen. Sehr schweren Boden verbessern wir mit Sand oder feinem Kies (10-30l/q), wenn wir mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano anbauen wollen. Tipp: Bei richtig schlechtem Boden füllen wir einfach einen Palettenrahmen mit der torffreien Erde, die wir brauchen. Das klingt anstrengend, aber machbar. Und dann? Dann kommt schon der schönste Teil, das Einpflanzen. Wir setzen den Wurzelballen in ein Loch, das doppelt so groß ist wie er selbst und füllen das Loch mit NeudoHum Kräuter- und AussaatErde auf. Dabei achten wir darauf, den Pflanzen genügend Platz zu geben. Manche (Liebstöckel) können ganz schön groß werden und ihren Nachbarn Licht, Wasser und Nährstoffe rauben. Andere wie Melisse und Pfefferminze neigen dazu Ausläufer zu bilden. Um zu verhindern, dass sie das sie andere Pflanzen verdrängen, bauen wir eine Wurzelsperre ein. Nicht alles verträgt sich mit jedem. Dill und Estragon sind z.B. keine guten Partner. Vor dem Einsetzen die Ballen wässern und nach dem Einsetzen das Gießen nicht vergessen. Was muss ich sonst noch machen? Gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist. Von April bis Oktober 1x im Monat flüssig düngen mit organischem BioTrissol Kräuter Dünger (Lavendel mit festem Azet LavendelDünger) Fleißig ernten – aber auch mal was blühen lassen. Wildbienen lieben z.B. Thymian-Blüten Unkraut jäten Kräuter, die überwintern, im Frühling um die Hälfte zurückschneiden Je nach Lage kann ein Winterschutz notwendig sein (Kahlfrost, Frosttrocknis) Was ändert sich, wenn ich Salatkräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Dill anbauen will? Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Koriander und Estragon haben andere Bedürfnisse. Sie mögen es feuchter und sie brauchen weniger Sonne, aber mehr Nährstoffe und mehr Humus im Boden. Am besten legen wir für sie ein weiteres Beet an einem halbschattigen Standort an. NeudoHum PflanzErde oder eigener Kompost (10l/qm) verbessern den Boden für die Kräuter, die Halbschatten mögen. Auch Pfefferminze gedeiht im Halbschatten besser Wildkräuter wie Sauerampfer, Hirschhirnwegerich und Kleiner Wiesenknopf sind mal was anderes im Salat. Die Kräuter im Halbschatten brauchen mehr Wasser als mediterrane Kräuter. Aber nicht zu viel. Staunässe mag echt nur Brunnenkresse. Und ein bisschen mehr Dünger vertragen die Halbschatten-Kräuter auch. Alle 2 Wochen düngen. Über Basilikum haben wir jetzt noch gar nicht geredet … Basilikum ist ein Sonderfall. Er braucht es warm und sonnig und geschützt. Der Boden soll nährstoffreich und voller Humus sein. Am liebsten feucht, aber auf Staunässe reagiert er empfindlich. Und richtig wachsen tut er erst bei Temperaturen über 15 Grad – also nicht vor Mitte Mai rauspflanzen Ahh, verstehe. Der ist eine Mimose ;-) Gibt es noch was, auf das ich achten muss? Mehrjährige Kräuter sollten getrennt von einjährigen Kräutern angepflanzt werden. Macht die Aussaat und Pflege viel einfacher! Wann kann ich die Kräuter ernten? Sobald die Pflanzen mehr als nur ein paar erntefähige Blättchen haben. Bestes Aroma: vor der Blüte (außer du willst die Blüten essen, z.B. bei Kapuzinerkresse) Bester Zeitpunkt: Am besten mittags, wenn die Blätter trocken sind. Bestes Werkzeug: Mit einem scharfen Messer oder einer Schere Zweige/Triebspitzen abschneiden, nicht nur Blätter abrupfen. Zu viel geerntet? Trocken im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahren (in ein Wasserglas auf der Fensterbank gestellt leidet die Qualität) Erntetipps zum Frischverwenden: immer nur so viel abschneiden, wie man braucht nicht zu stark zurückschneiden, damit sich die Pflanze wieder erholen kann. unten sollten immer noch zwei, drei Blätter stehen bleiben. Erntetipps zum Trocknen oder Einfrieren: am besten im Juni/Juli an einem sonnigen Tag in der Mittagszeit schneiden meistes Aroma und die meisten Inhaltsstoffe Trocknen: im luftigen Schatten aufhängen Einfrieren: empfehlenswert bei Schnittlauch, Petersilie oder Dill. Klingt ja gar nicht so schwer! Ist es auch nicht! Mit ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit gedeihen deine Kräuter im Nu und du kannst schon bald ernten. Können Kräuter sich eigentlich auch Schädlinge einfangen? Ja, das können sie. Insbesondere, wenn die Bedingungen nicht gut sind und die Pflanzen mit Nährstoffen unter- oder überversorgt. Deshalb halten wir bei der Pflege und beim Ernten immer Ausschau nach Blattläusen, Spinnmilben oder Weißen Fliegen, damit wir sie schnell bekämpfen können, um ihre Ausbreitung zu verhindern. Neudosan Neu Blattlausfrei ist ein biologisches Mittel von Neudorff, das die Schädlinge bekämpft schont die Bienen keine Wartezeit bis zur Ernte Zum Schluss noch eine Frage: Basilikum oder Schnittlauch in einem Topf auf der Fensterbank hält normalerweise nicht lang. Warum eigentlich? Supermarkt-Kräuter sind so kultiviert, dass sie möglichst schnell erntereif sind, nicht, dass die Pflanzen lange halten. Die Töpfe sind meistens sehr dicht gesät und stehen lange im LKW und in der dunklen Gemüseabteilung rum. Kräuter brauchen viel Licht, um gut wachsen zu können! Die Verhältnisse auf einer Fensterbank kann man einfach nicht mit denen draußen oder in einem professionellen Gewächshaus vergleichen. Das war’s schon wieder. Vielleicht sprechen wir demnächst ja auch noch mal über die kreativen Alternativen zum Kräuterbeet, die Kräuterspiralen und das Kräuterrad. 3 Tipps Kräuter mit ähnlichen Ansprüchen zusammenpflanzen Regelmäßig gießen, in der Wachstumszeit düngen Nicht Blätter, sondern immer den Stiel abschneiden und auch mal ein paar Zweige blühen lassen. Dann freuen sich auch die Bienen.
- Hochbeet auf dem Balkon30.05., 04:0030.05.2024, 04:0000:18:07
Gemüse vom Balkon Hochbeet auf dem Balkon Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Viele träumen von einem kleinen Ernte-Paradies auf ihrem Balkon. Ist ein Hochbeet dafür die Lösung? Ich glaube, Hochbeete sind für fast alles die Lösung! Sie sind praktisch, pflegeleicht und bieten so viele Möglichkeiten. Bevor jetzt alle wild drauflos buddeln: Was genau ist eigentlich ein Hochbeet? Ein Hochbeet ist ein Gartenbeet, das höher liegt als der normale Boden. Vorteile: Weniger Rückenprobleme, weil du nicht so tief bücken musst. Erde erwärmt sich schneller, so dass deine Pflanzen früher wachsen können. Macht unabhängig vom Untergrund Speziell auf dem Balkon: Gemüse wächst besser als im Kübel oder Kasten, weil ein Hochbeet mehr Volumen hat. So klingt Hochbeet echt wie „Wunderbeet“! Womit fange ich an? Standort checken. Am besten ist ein Platz mit viel Sonne, mindestens sechs Stunden . Schattenwurf der Balkonbrüstung einkalkulieren. Rollen unter dem Beet sind praktisch, um mehr Flexibilität zu haben. Leichtes Material aussuchen, empfehlenswert leichtes Holz wie Kiefer oder Kunststoff. Das Problem: Ein normales Hochbeet kann lehrbuchmäßig befüllt etliche hundert Kilos wiegen! Ich glaube nicht, dass ein Balkon DAS aushält … Stimmt. Da müsste der Balkon schon übermäßig stabil konstruiert sein. In der Regel sollte man einen Balkon nicht mehr als 300 bis 400 kg pro Quadratmeter belasten. Bitte in den Bauunterlagen checken. Aber es gibt einen einfachen Trick, um ein Hochbeet sicher auf dem Balkon zu platzieren: Man besorgt sich ein Hochbeet für den Balkon. Was macht ein Hochbeet für den Balkon so besonders? Es ist nicht so viel Erde drin 😊 Oben kommt die Erde rein, unten ist nichts als luftig-leichte Luft. Der Boden darf nicht dicht konstruiert sein; überschüssiges Wasser muss ablaufen können. Manche Bausätze enthalten auch gleich einen Frühbeet-Aufsatz, damit kannst du noch früher anfangen Für den Anbau der meisten Gemüse reicht im Prinzip eine 20 cm dicke Erdschicht. Für tieferwurzelnde Pflanzen sollte der Erdbereich mindestens 40 cm hoch sein. Wie befülle ich ein Hochbeet auf dem Balkon? Die klassische Schichtung macht erst ab 80 cm Gesamt-Beethöhe Sinn. Im Balkonhochbeeet haben wir viel weniger Volumen. Deshalb: 20-cm-Variante: Direkt torffreie NeudoHum Hochbeet- & GewächshausErde bis 5 cm unter dem Rand auffüllen. 40-cm-Variante: Erst NeudoHum Hochbeet- & GartenKompost, dann 20 cm Hochbeet- & GewächshausErde. Was kann ich in einem Balkonhochbeet mit nur 20 cm Erde anbauen? Jede Menge! Eigentlich alles, was du auch in einem größeren Topf pflanzen würdest Salate: Verschiedene Kopfsalate, Feldsalat, Rucola, Pflücksalat Spinat: Kann mehrmals geerntet werden, wenn man ihn als Babyleaf zieht Feldsalat: Winterernte! Mangold Kohlrabi: platzsparend und schnellwachsend, guter Lückenfüller Radieschen: Ideal für die Vor- und Nachsaison Buschbohnen Kleine Paprika-Sorten Lauchzwiebeln: Schnellwachsend und mehrmals erntbar Mehrfachtragende Hängeerdbeeren Wie erweitert sich der Speisezettel bei einer 40 cm dicken Erdschicht? Karotten, vor allem die runden Sorten Rote Bete und vieles andere Und was funktioniert nicht? Tomaten: lieber in einem Kübel anbauen wegen Platz Kräuter: haben einen geringeren Nährstoffbedarf Rankende Gurken und Zucchini: sind eher was für größere Hochbeete Kartoffeln: wachsen besser in speziellen Kartoffeltöpfen Kopfiger Kohl: dauert ewig, bis man ernten kann; dann lieber blitzschnelles Asia-Gemüse anbauen (Blatt- und Senfkohl-Arten mit hoher Kältetoleranz – gut für den Spätherbst und das frühe Frühjahr). Ok, das Hochbeet steht und ist bepflanzt. Wie pflege ich es jetzt? Muss ich jeden Tag Unkraut jäten und gießen wie ein Weltmeister? Nein, so schlimm ist es nicht. Aber ein bisschen Pflege braucht das Hochbeet für reiche Ernte schon. Gießen direkt auf die Erde, morgens oder abends (mit Regenwasser), wenn die Sonne nicht so stark scheint. Staunässe vermeiden. Zeit zum Gießen oder nicht? Fingertest machen! Unkraut jäten (kommt lange nicht so viel wie im Gemüsebeet im Garten) Düngen muss man mehr als in einem „normalen“ Hochbeet im Garten, weil die Kompost-Schicht fehlt bzw. dünner ist Vier Wochen nach dem Pflanzen anfangen (bei Aussaaten, wenn Pflänzchen kräftig sind) Organischen Azet Hochbeet & GemüseDünger in die Erde kratzen Biotrissol HochbeetDünger während der Wachstumssaison ins Gießwasser mischen Beim Pflegen und Ernten nach Blattläusen und Co Ausschau halten, beim Erkennen hilft die Pflanzendoktor-App Immer gut: Nützlinge und Bestäubung fördern durch insektenfreundliche Pflanzen im Umfeld (z.B. blühende Kräuter) Pflanzen stärken mit Neudorff Grundstoff Schachtelhalm und Brennnessel Hast du noch einen Tipp? Ja. Richtig komplett ist ein Hochbeet auf dem Balkon erst mit einem Frühbeet-Aufsatz Verlängert die Anbausaison, schützt vor Frost und Wind, fördert Wachstum Luxus-Variante zum Klappen; wer weniger ausgeben will, nimmt einen Folientunnel Brauche ich noch weiteres Zubehör? Praktisch ist, wenn alle Geräte einen kurzen Stiel haben: Gartenkelle, Harke, Handgrubber Gießkanne Schere/Messer Mein Balkon hat nur morgens Sonne. Ist das trotzdem okay? Das ist schade, aber es geht auch. Pflanzen wählen, die weniger Sonne brauchen: z.B. Mangold, Kohlrabi, Radieschen, Salat, Spinat 3 Tipps Gewicht sparen, so gut es geht Vieles funktioniert schon mit 20 cm Erde Düngen ist unerlässlich für eine reiche Ernte
- Lecker Paprika anbauen16.05., 04:0016.05.2024, 04:0000:19:52
Knackige Paprika aus eigener Ernte Paprika anbauen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Eigentlich habe ich immer Paprika im Kühlschrank. Kann man die auch selbst anbauen? Lagere sie lieber nicht so kalt, das mögen sie nicht so gern. Ja, das geht gut, wenn man ein paar Aspekte beachtet. Die Pflanzen brauchen sehr viel direkte Sonne und Wärme, um schöne, große Früchte zu bilden. Paprika stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Sie sind aufgrund ihrer Herkunft nicht besonders gut an niedrige Temperaturen angepasst. Man sollte sie nicht zu früh rauspflanzen. Schon bei Temperaturen unter 15 Grad gerät das Wachstum ins Stocken. Warum ist Paprika so beliebt? Paprika gibt’s in vielen Formen. Es gibt längliche Schoten, die klassischen Paprika mit den blockförmigen Früchten und welche im Snackformat. Auch Chilis sind Paprika, nur eben in sehr scharf. Paprika ist reich an Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin K sowie Ballaststoffen und Antioxidantien. Man kann viel mit Paprika machen! Roh essen, grillen, dünsten, füllen, in den Salat schnippeln, Saucen machen, sauer einlegen, Pesto kochen … Das Auge isst mit! Paprika gibt’s in vielen verschiedenen Farben. Rot, gelb, orange oder sogar violett. Grüne Sorten existieren nicht. Das sind unreif geerntete rote Paprika. Was muss ich jetzt tun, damit ich im Sommer Paprika ernten kann? Ende Mai Jungpflanzen kaufen Gute Pflanzen erkennt man an einem starken Stiel, kräftigem Laub und einem gut entwickelten Wurzelballen. Würde man selbst aussäen wollen, hätte man damit im März anfangen müssen. Die Jungpflanzen Ende Mai/Anfang Juni an einen möglichst sonnigen, warmen Platz setzen Paprikaanbau ist im Beet, Kübel oder Hochbeet möglich. Auf jeden Fall soll es sonnig sein Wie sieht’s mit dem Boden aus? Paprika brauchen** humosen, durchlässigen Boden Zu leichte oder sehr dichte Böden verbessern mit Neudorff TerraPreta Bodenverbesserer und/oder NeudoHum Tomaten- und GemüseErde Die NeudoHum Tomaten- und Gemüseerde ist auch für Kübelanbau ideal. Wichtig im Topf: Immer frische Erde nehmen! Paprika sind Starkzehrer. Deswegen freuen sie sich auch über eine Portion Kompost. Pflanzabstand: 50 x 50 cm. Etwas tiefer setzen, als sie im Topf gestanden waren. So bilden sich neue Wurzeln am Stängel. Gut für Halt und Wachstum. Gute Nachbarn: Gurke, Petersilie und alle Kohlarten (d.h. auch Kohlrabi, Brokkoli, Asiasalate). Schlechte Nachbarn: Kartoffeln und Tomaten (= andere Nachtschattengewächse) Was ist bei der Pflege wichtig? Im Juli, sobald sich die ersten Fruchtansätze bilden: Stäben (Paprikapflanzen werden bis zu 80 cm hoch) Anhäufeln schadet nicht. Damit die Pflanzen ihre Blüten und den Fruchtansatz nicht abwerfen: Regelmäßig gießen, an heißen Tagen unter Umständen auch morgens und abends (Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden) Sobald die ersten Blüten erscheinen mit dem Düngen anfangen: fest mit organischem Azet TomatenDüngerv oder flüssig mit organischem BioTrissol Tomaten- und GemüseDünger (gerne mit halber Konzentration, dafür doppelt so häufig) Wie sieht es mit Krankheiten und Schädlingen aus? Schnecken sind meistens das größte Problem. Dagegen hilft Ferramol Schneckenkorn. Manchmal treten Blattläuse auf, sie können das Tomatenmosaikvirus übertragen; eher selten gibt es mal Spinnmilben, Weiße Fliege. Gegen all diese Schädlinge hilft Neudosan Obst-& GemüseSchädlingsFrei. Echter Mehltau kann kommen, v.a. wenn die Paprika zu dicht gepflanzt sind. Dagegen hilft Fungisan Gemüse-PilzfreiRost Blütenendfäule ist keine Krankheit Paprikafrüchte färben sich an der Spitze schwarz und werden hart. Zeigt Unterversorgung mit Kalzium. Bodentest machen und bei zu niedrigem pH-Wert Azet GartenKalk ins Gemüsebeet streuen Kann auch an zu unregelmäßiger Wasserversorgung liegen Oder an zu hohem Salzgehalt im Boden durch zu viel Mineraldünger Wann kann ich die Paprika ernten? Sobald sie die sortentypische Färbung haben Schale soll glatt und fest sein Mit dem Messer abschneiden Hast du Sortenempfehlungen? Am besten einfach kunterbunt ausprobieren Aber: Paprika können das Tabakmosaikvirus bekommen, deshalb ist es gut, resistente Sorten wählen (steht auf der Samenpackung) Allerdings sind viele resistente Sorten sogenannte F1-Hybriden. Aus denen kann man kein Saatgut mit den gleichen Eigenschaften nachziehen (Hat nichts mit Gentechnik zu tun, sondern mit den Mendelschen Gesetzen) Es gibt viele F1-Hybriden im Handel, nicht nur, weil die Saatgutproduzenten ihre Samen verkaufen wollen, sondern weil diese Hybriden in der Regel auch reicher fruchten als sortenfeste Paprika. Mit welchen Tricks kann ich die Ernte noch verbessern? bienenfreundliches Umfeld schaffen, damit Bienen und Hummeln beim Bestäuben helfen Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend, es reicht z.B. im Gewächshaus auch, an den Pflanzen zu schütteln. die erste Frucht (Königsknospe) entfernen, damit sich die Pflanze verzweigt und mehr Früchte ansetzt die ersten Früchte noch grün ernten, damit die Pflanze mehr blüht 3 Tipps Paprika so sonnig wie möglich pflanzen Genug organisch düngen und gießen Königsknospe ausbrechen
- Alles über Hortensien02.05., 04:0002.05.2024, 04:0000:18:09
Pflanzen, pflegen, freuen - Hortensien im Garten Alles über Hortensien Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Video: Hortensien pflanzen: So gelingt‘s garantiert! https://www.youtube.com/watch?v=o0sEhM7AWmA Ich erinnere mich, dass ich mal gehört habe, Hortensien seien die „Diven“ unter den Gartenpflanzen. Ist da was dran? Wie man es nimmt. Ohne den passenden Standort hat man keine Freude mit Hortensien. Aber am passenden Standort entwickelt die „Diva“ richtig Charme. Hortensien werden locker über 10 Jahre alt. Da lohnt es sich, Sorgfalt ins Pflanzen und Pflegen zu stecken. Jetzt hast du mich neugierig gemacht. Was brauchen Hortensien? einen beschatteten, kühlen Platz gut durchlässigen, humosen Boden, der trotzdem viel Feuchtigkeit hält kalkarm wäre gut, man sagt auch „leicht sauer“ Und wie kriege ich blaue Blüten?? Dahinter steckt doch irgendwas Besonderes?? blaue Blüten bekommen Hortensien nur auf saurem Boden Und das heißt meist sandige Böden. Denn lehmige Böden kriegt man kaum mal auf pH unter 6. D. h. man muss reichlich saure NeudoHum HortensienErde verwenden, und immer mulchen damit und dann brauchen sie auch noch Alaun das ist ein Aluminiumsalz (Aluminiumsulfat) Spurenelement Aluminium ist für Färbung verantwortlich, nur bei niedrigem pH-Wert verfügbar Aber es kann keine Wunder vollbringen. Es muss auch eine Sorte sein, die überhaupt blau werden kann bei neutralem pH-Wert werden die Blüten rosa und in kalkhaltigem Boden violett Der Boden ist also wichtig. Wie bekommt man einen Boden, in dem Hortensien gut wachsen? torffreie NeudoHum HortensienErde direkt ins Pflanzloch geben Aushub mit HortensienErde mischen jedes Jahr mit NeudoHum HortensienErde mulchen Und was muss man beim Pflanzen beachten? vor dem Einpflanzen die Pflanze in Wasser stellen, bis es nicht mehr blubbert Pflanzloch doppelt so groß ausheben, wie der Topfballen groß ist nach dem Pflanzen soll die Oberfläche des Ballens nur leicht mit Erde bedeckt sein bei Kübelpflanzung NeudoHum HortensienErde pur verwenden, Drainageschicht nicht vergessen im Winter an die Hauswand rücken und auf eine Unterlage stellen In unserem YouTube-Kanal „Natürlich im Garten“ gibt es ein Video, in dem Annette und Gerit Hortensien pflanzen. Den Link pack ich in die Shownotes. Wie oft muss man Hortensien gießen? botanischer Name Hydrangea macrophylla bedeutet „Wasser-Krug mit großen Blättern“ Hortensien trinken gern und viel, niemals auf dem Trockenen sitzen lassen aber auch Staunässe vermeiden beides vor allem im ersten Jahr, bis sie sich etabliert haben humusreicher Boden gleicht aus am besten mit Regenwasser gießen wegen Kalk Muss man Hortensien schneiden? regelmäßiges Zurückschneiden im Frühjahr fördert die Blütenbildung Stärke des Rückschnitts richtet sich nach der Hortensienart Ball-/Rispen-/Kletterhortensien im März radikal zurückschneiden auf 20 cm über dem Boden bei Bauernhortensien nur die trockenen Blüten im April entfernen Welchen Dünger sollte man verwenden, damit die Hortensien prächtig blühen? Organischen Azet HortensienDünger im April und Juli enthält nützliche Pilze, die den Wurzeln helfen mehr Wasser aufzunehmen Kübelpflanzen mit BioTrissol HortensienDünger düngen, mit Wachstumsbeging 1x pro Woche mit Blühbeginn alle 2 Wochen Hortensien sind wunderschön, aber sind sie auch bienenfreundlich? gute Frage die meisten Hortensien sind für Bienen wertlos, da ihre sterilen Blüten weder Pollen noch Nektar produzieren das ist ein großes Problem, denn Bienen investieren Energie in die vergebliche Nahrungssuche an diesen Blüten Das klingt ernst. Was kann man dagegen tun? Hortensienarten pflanzen, die auch fruchtbare Blüten haben Tellerhortensien „flache Hortensien“ mit kleinen fruchtbaren Blüten in der Mitte, außen große Schaublüten besondere Sorten der normalen Bauernhortensien brauchen gute Bedingungen, um zu gedeihen Rispenhortensien kegelförmige Blütenstände weniger anspruchsvoll in Bezug auf Boden wachsen auch in der Sonne Kletterhortensien klettern mit Haftwurzeln ohne Kletterhilfe an Mauern empor weiße, flache Doldenblüten mit sehr viel Nektar und Pollen anspruchslos, brauchen wenig Schnitt Eichblatt-Hortensien Laub erinnert an Eichenblätter, spektakuläre Herbstfärbung kegelförmige Blütenstände weiß bis zartrosa mögen Schatten, vertragen mehr Trockenheit als andere Hortensien Samt-Hortensien elegant: samtige, dunkelgrüne Blätter tiefviolette Blüten brauchen einen perfekten Standort, empfindlich gegen Trockenheit Ohh. Das ist schade. Meine Lieblingshortensien sind die mit den großen Blütenbällen! Bauernhortensien und Ballhortensien wie „Annabell“ sind für Bienen wertlos. Leider. Die kleinen Topfhortensien, die es als Zimmerpflanzen gibt, sind auch Bauernhortensien. kann man rauspflanzen werden einen Meter hoch einfach beim nächsten Mal ausprobieren! Das Schöne an den Blüten von Bauernhortensien: man kann sie trocknen Erntezeit ab September Abschneiden, wenn die Farbe anfängt zu verblassen zwei Zentimeter Wasser in eine Vase Blütenstiele hineinstellen warten, bis die Blüten rascheltrocken sind Und dann Herbstkränze daraus machen. Aber was machen wir mit den Bienen? bienenfreundliche Stauden dazu pflanzen Sterndolde, Funkien, Akelei, Astilben oder andere Neudorff Pflanzenfinder hilft bei der Auswahl. 3 Tipps im März schneiden im April und Juli düngen immer ausreichend gießen
- Lücken im Rasen18.04., 04:0018.04.2024, 04:0000:16:55
Nackte Erde statt sattes Grün - was nun? Lücken im Rasen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Warum entstehen überhaupt Lücken im Rasen? Gute Frage – wenn man das so einfach sagen könnte … Mögliche Ursachen gibt’s jede Menge! Erst einmal ist das ein Stück weit normal: Rasen verliert mit dem Alter an Vitalität. Vieles addiert sich dann auch im Laufe der Jahre. Häufige Gründe: Fehlende Nährstoffe im Boden/schlechte Bodenstruktur/zu niedriger pH-Wert Überdüngung mit Mineraldünger Starke Beanspruchung Zu wenig Licht: Pflanzkübel, Gartenmöbel, Spielgeräte, Laub, schattiger Standort, …. Pflegefehler (tiefes Mähen, schlecht gemachtes Vertikutieren) Manchmal auch: Hitze (Feuerschale) Schneelast Schädlinge oder Pilzbefall Engerlinge (fressen Wurzeln auf) Schneeschimmel (Nässe, Kälte, verdichteter Boden), Hexenringe (wasserundurchlässiges Geflecht) Urin (Tiere) Eher selten: Zu wenig Wasser: Wenn, dann vor allem unter Bäumen oder im Wurzelbereich von Hecken. Braune Stellen im Sommer mitten im Rasen werden meistens wieder grün, wenn wieder genug Feuchtigkeit im Boden ist und gut gedüngt wird (die Wurzeln vertrocknen nicht so schnell). Unkrautvernichter Manche Herbizide bekämpfen nicht nur Unkraut, sondern auch Rasengräser. Lücken im Rasen auch können entstehen, wenn der Wind die Spritzbrühe von Totalherbiziden auf den Rasen trägt oder wenn man die Mischung auf dem Rasen zusammenmischt. Nach dem Winter zeigt sich dann besonders krass, was letztes Jahr nicht optimal gelaufen ist. Das sind viele Möglichkeiten, was schief gehen kann. Wie finde ich raus, was die Ursache für die Lücken in meinem Rasen ist? Boden und Graswurzeln beobachten Nach Schädlingen und Krankheiten Ausschau halten Bodenprobe ins Labor schicken, um Bodenqualität, Nährstoffgehalt und pH-Wert zu bestimmen Pflege- und Nutzungsgewohnheiten hinterfragen Im Zweifelsfall bei Neudorff melden Und wie wird der Rasen wieder heil? Ursachen für die Lücken beseitigen! Geschwächte Gräser können wieder austreiben! Ganz wichtig zur Vorbeugung: im Spätsommer Azet HerbstRasenDünger ausbringen, damit das Grün fit in den Winter geht Die Nährstoffversorgung durch saisongerechte Düngung verbessern (Azet RasenDünger,) Den Boden fruchtbarer machen (Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer regelmäßig ausbringen, pH-Bodentest und bei Bedarf https://www.neudorff.de/produkte/azet-rasenkalk.html) Schädlinge und Pilze müssen weg! Engerlinge bekämpfen (HM-Nematoden) Hexenringe loswerden Moos entfernen (Finalsan RasenMoosfrei) hilft dem Gras! Und dann solltest du natürlich die Lücken neu ansäen. Hat Neudorff da was, was einem Hobbygärtner schnell weiterhilft? Ja klar! Da gibt’s unsere Rasenreparatur LückenLos. Alles drin, was man braucht, um kleinere Lücken zu reparieren vier Top-Rasensorten (RSM-gelistet = auf Herz und Nieren geprüft) Terra Preta BodenVerbesserer organischer Dünger So wird’s gemacht: kahle Stelle von Unkraut befreien Boden oberflächlich aufharken (nicht vertikutieren) Rasenreparatur Lückenlos auf die kahle Stelle streuen, bis sie vollständig bedeckt ist leicht andrücken angießen und feucht halten Und was mache ich bei größeren Flächen?? vorhandenen Rasen mähen auf den kahlen Flächen das Unkraut entfernen Boden oberflächlich aufharken (nicht vertikutieren) Beutel mit Terra Vital RasenSanierer gut mischen Samen verteilen (Aufwandmenge beachten!), andrücken und mit einem weichen Brausestrahl angießen die ersten vier Wochen ständig feucht halten frühestens nach vier Wochen das erste Mal mähen Wann ist der beste Zeitpunkt, um Rasenlücken zu reparieren? Es geht im Prinzip von März bis Oktober. Wichtig ist, dass der Boden nicht knochentrocken ist. Nötige Bodentemperatur: über 10 Grad C. Im Sommer würde Rasen besonders schnell wachsen, aber da ist das Feuchthalten ein echtes Problem. Im Frühjahr und Herbst hat man weniger Arbeit. Welche Pflege benötigt der Rasen nach der Reparatur? Regelmäßig, aber nicht übermäßig wässern. Die ersten Wochen möglichst nicht betreten. Das erste Mal wird erst gemäht, wenn der Rasen ca. 10 cm hoch ist Wie kann man zukünftig Lücken im Rasen vermeiden? Rasen am besten nur an geeigneten Standorten anlegen (sonnige Lage, guter Boden) Regelmäßig und bedarfsgemäß mit organischem Rasendünger düngen Moos frühzeitig bekämpfen (Finsalsan RasenMoosfrei) Nicht zu kurz mähen Pflanzkübel ab und zu umstellen, keine Feuerschale auf den Rasen stellen 3 Tipps Rasen am besten nur an geeigneten Standorten anlegen (sonnige Lage, guter Boden) Im Frühjahr mit Azet RasenDünger saisongerecht organisch düngen Unbedingt im Herbst Azet HerbstRasenDünger ausbringen.
- 10 Top-Tipps fürs Hochbeet04.04., 04:0004.04.2024, 04:0000:26:04
So erntet ihr leckeres Gemüse aus dem Hochbeet 10 Tipps für das Hochbeet Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Es gibt gute Gründe, Gemüse in einem Hochbeet anzubauen: rückenschonendes Arbeiten Das Gemüse wächst schneller. höhere Erträge als im Erd-Beet Man braucht noch nicht mal einen Garten. Ein Hochbeet funktioniert sogar auf dem Balkon. Tipp 1: Konstruktiver Holzschutz erhöht die Haltbarkeit von Hochbeeten enorm. Bestandteile aus Holz nicht direkt auf den Boden stellen (vergammelt schnell) innen Noppenbahnen anbringen (schützt die Bretter vor der Erde) Was beim Anlegen noch wichtig ist: optimaler Standort: sonnig ideale Lichtausbeute: mit der Längsseite in Nord-Süd-Richtung günstig: Wasser in der Nähe, damit man es nicht so weit zum Gießen schleppen musst max. Breite: 120 m, ideale Höhe: hüfthoch, max. Länge: 2 m Auf dem Balkon spart ein Zwischenboden auf 40 cm Höhe jede Menge Gewicht. Tipp 2: Kaninchendraht hält Wühlmäuse fern. Für Wühlmäuse ist ein Hochbeet wie ein reich gedecktes Buffet. Die Wühlmaussperre muss dicht schließen, deshalb am Beetrahmen antackern. Kaninchendraht hat keine negativen Einflüsse auf das Leben im Hochbeet: Regenwürmer und Co können trotzdem durch die Maschen krabbeln. Tipp 3: Nicht jedes x-beliebige Gestrüpp eignet sich als Füllung fürs Hochbeet. Nicht geeignet als Hochbeetfüllung sind kranke Pflanzen, Unkräuter und Zeug wie Brombeeren oder Efeu. Wo wird solch grobes Material gebraucht? In den unteren Schichten! Auf den Kaninchendraht kommt eine Schicht aus Ästen und Zweigen (leitet überflüssiges Wasser ab), als nächstes dann geschredderte Äste und Staudenstängel, Rasensoden, übrige Erde (Trennschicht zur Erde), darauf: Laub, Grünabfall, verrotteter Stallmist (versorgt die Pflanzen langsam mit Nahrung. Die beim Verrotten freiwerdende Wärme lässt das Gemüse besser sprießen). Tipp 4: Es reicht meistens, ein bestehendes Hochbeet vor dem Saisonstart mit NeudoHum Hochbeet- & Garten-Kompost und Hochbeet- & Gewächshaus-Erde auf Vordermann zu bringen. Warum? Die groben Schichten im Unterbau vergammelt nicht so schnell. Sie halten 5-6 Jahre. Die obersten Schichten werden in einer Saison ausgelaugt. In ihnen wurzelt das Gemüse und von dort beziehen die Pflanzen einen großen Teil ihrer Nährstoffe. Frischer torffreier NeudoHum Hochbeet- & Garten-Kompost liefert deinem Gemüse in der Anwachsphase, was die Pflanzen brauchen. Frische torffreie NeudoHum Hochbeet- & GewächshausErde speichert Wasser und bietet ideale Wachstumsbedingungen für junge Pflanzen/Aussaaten) Der Hochbeet-Rechner auf der Neudorff-Website hilft euch bei der Kalkulation, wie viel Erde ihr braucht. Tipp 5: Satte Ernte braucht einen Plan. Einfach so drauflospflanzen ist nicht empfehlenswert. Mach lieber einen Plan! Richtig viel Ertrag liefert das Hochbeet, wenn du Aussaatzeitpunkte mit dem Platzbedarf und Dauer der Kulturen abstimmst, die Mischkultur-Regeln dabei beachtest und frei gewordene Plätze immer gleich wieder neues Gemüse pflanzt. Wenn du es clever anstellst, kannst du sogar im Winter noch was ernten. Pflanzpläne, wie man die dickste Ernte aus dem Hochbeet rausholt und einen Mischkultur-Planer gibt’s auf der Neudorff-Homepage. So behältst du leicht und locker das ganze Jahr im Blick. Die 12 Top-Kulturen fürs Hochbeet: Asia-Gemüse, Buschbohnen, Erdbeeren, Feldsalat, Fenchel, Frühlingszwiebeln, Karotten, Kohlrabi, Pflücksalat, Radieschen, Rucola, Spinat, kompakte, niedrig wachsende Tomaten. Nicht geeignet sind hochwachsende Stabtomaten und Stangenbohnen (da braucht ihr eine Leiter zum Ernten). Auch Zucchini und Kürbis empfehle ich nicht. Die nehmen zu viel Platz weg – locker einen Quadratmeter und mehr. Höhere Pflanzen in die Mitte oder an die Nordseite setzen. An den Rand niedrige überhängende Pflanzen setzen, z.B. Kapuzinerkresse (Blüten essbar, Samen kann man wie Kapern einlegen; natürliche Schädlingsfalle für Blattläuse; ergiebige Nahrungsquelle im Spätsommer für nützliche Insekten) z.B. mehrfachtragende Hängeerdbeeren (lange Ernte, nutzen Raum effektiv, Schnecken fressen die Früchte nicht, leichte Ernte). Tipp 6: Wer Saatbänder benutzt, spart sich das Verziehen. Beim Aussäen sät man eigentlich immer zu dicht. Warum ist das ein Problem? Zu dicht gesät oder gepflanzt wächst das Gemüse nicht gut und Schädlinge kommen eher. Viele Aussaaten wie Pflücksalat, Möhren und Radieschen muss man deshalb verziehen. Ich mach mir nicht gerne mehr Arbeit als nötig ist, deshalb benutze ich immer mal Saatbänder. Da sind die Samen im richtigen Endabstand in ein biologisch abbaubares Vlies eingearbeitet. Einfach auf die Erde legen, je nach Kultur mit Erde abdecken und gießen. Überhaupt ist wichtig, den Platzbedarf realistisch einzuschätzen. Jungpflanzen sind klein, aber sie wachsen schnell. Besonders im Frühsommer ist die Gefahr hoch, dass man zu eng pflanzt. Was man gut machen kann: Schnell erntereife Gemüsesorten wie Radieschen zwischen langsam wachsende Pflanzen wie Kohl setzen. Das erhöht den Gesamtertrag enorm. Tipp 7: Gieße morgens direkt auf die Erde und/oder benutze Ollas. Im Sommer am besten am frühen Morgen gießen. Das versorgt die Pflanzen für den Tag und es verdunstet wenig Wasser, weil die Erde von der Nacht noch kühl ist. Das Wasser möglichst direkt auf die Erde geben Ollas helfen beim Bewässern. Noch nie gehört? Das sind Ollas: Ollas sind unglasierte Tonbehälter, die man in die Erde eingräbt. Durch die porösen Wände sickert das Wasser in den Boden, direkt an den Wurzeln. Vorteile: reduziert den Wasserverbrauch und den täglichen Gießaufwand, fördert gesundes Wurzelwachstum, verringert das Risiko von Pilzerkrankungen. Im Internet kann man Videos angucken, wie man Ollas benutzt. sonstige Pflegemaßnahmen Höhere Pflanzen wie Erbsen stützen, damit’s kein großes Durcheinander gibt Regelmäßig Ernten -> fördert den Ertrag und macht Platz für Neues. Tipp 8: Mit einem SchädlingsschutzNetz sperrst du viele Schädlinge einfach aus. Kohlweißling, Möhrenfliege kommen mit einem SchädlingsschutzNetz** erst gar nicht zu deinen Gemüsepflanzen. Das SchädlingsschutzNetz lässt sich am Hochbeet easy verwenden. Es ist so einfach und so effektiv. Auch Schneckenschutz geht im Hochbeet einfach: Mit hochwertiger Füllung schleppt man sich keine Schneckeneier ein. Schnecken-Schutz (Kupferband) ums Hochbeet hält Schnecken vom Zuwandern ab. Ferramol Schneckenkorn bekämpft Schnecken im Beet zuverlässig und nützlingsschonend. Tipp 9: Starke Pflanzen werden nicht so leicht krank. Nach vier bis sechs Wochen mit dem Nachdüngen anfangen. BioTrissol Hochbeetdünger ist flüssig und sogar vegan. Einfach ins Gießwasser mischen. Die Pflanzen zusätzlich stärken ist auch keine dumme Idee. https://www.neudorff.de/produkte/neudorff-biokraft-grundstoff-schachtelhalm-af.html und Grundstoff Brennnessel machen die Zellen stark. Die anwendungsfertige Lösung auf die Pflanzen spritzen. Tipp 10: Ein Frühbeet-Aufsatz verlängert die Saison Mit einem Frühbeetaufsatz machst du aus deinem Hochbeet eine Art Mini-Gewächshaus. Die Sonne heizt schon früh im Frühling tagsüber von oben, und von unten sorgt der verrottende Kompost für Wärme. Die Abdeckung schützt vor leichten Minusgraden, Starkregen oder Hagel. In einem warmen Klima keimen deine Aussaaten schneller und du kriegst schneller was auf den Teller. 3 Tipps Ein sorgfältig angelegtes Hochbeet ist die halbe Miete. Weniger ist mehr: Nicht zu dicht pflanzen. Einfach mal Sachen ausprobieren!
- Mietgarten - Gärtnern ohne Garten28.03., 04:0028.03.2024, 04:0000:20:32
Gemüsegarten für ein Jahr Meine Ernte im Gespräch Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Mehr Infos auf www.meine-ernte.de oder über info@meine-ernte.de Infos zu Neudorff findet ihr auf www.neudorff.de. Oder schreibt Sabine direkt unter s.klingelhoefer@neudorff.de Hallo, heute sind wir hier zu Dritt – wen haben wir denn da? Genau, das ist Natalie von meine ernte Die kennen sich mit dem Thema Selbstversorgung und vor allem Gemüseanbau super aus und geben mit ihren Gemüsegärten zum Mieten auch Menschen ohne eigenen Garten die Möglichkeit, trotzdem zu gärtnern Ganz ohne langfristige Bindung Und ich finde, das sollen wir unseren Hörenden mal vorstellen Hallo Natalie, das hört sich ja spannend an. Was macht ihr denn genau? Seit 2020 Angebot Mietgärten für eine Saison, bieten rund-um-sorglos-Paket mit vor-bepflanzten Beeten Kooperation mit Landwirten, die Felder zur Verfügung stellen, düngen, säen und pflanzen mit über 20 Sorten Einteilung der Felder Komplettpaket alles ist vor Ort was man benötigt Gartengeräte und Wasser stehen zur Verfügung und Support: persönlich, am Telefon und contentstarker Webseite, youtube Kanal Im Umfeld von Städten Wie komme ich da ran? Auf unserer Website meine-ernte.de auf Mietgärten klicken Standort auswählen und Gartengröße aussuchen und Garten für nächste Saison buchen Drei bzw. zwei verschiedene Beetgrößen Dann habe ich also einen kompletten Garten für mich allein für eine Saison, fix und fertig vorbereitet? Es ist ein fertig vorbereiteter Gemüsegarten, ein Teil ist schon mit über 20 Gemüsesorten bepflanzt und besät ein Teil des Beetes darf ganz nach einigen Wünschen bepflanzt werden Der Besitzer ist immer ein landwirtschaftlicher Partnerbetrieb, der die Beete bepflanzt, es wird nach naturnah gegärtnert, d.h. mineralische Dünger und Pestizide sind untersagt Das sind dann etwa 20 verschiedene Gemüsearten: Gemüseklassiker wie Salate, Möhren und Kartoffeln Und noch je nach Beetgröße zwischen 4 und 8 qm unbepflanzt, für deine eigenen Wünsche Wann geht’s los und wie lange dauert die Saison? Die Saison beginnt ende April / Anfang Mai und endet Ende Oktober Anfang November Und pflanzt der Bauer immer nach? Wenn du deinen Salat z.B. geerntet hast, kannst du selbst nachpflanzen meine ernte gibt im Gärtenbrief Tipps was man wann aussäen oder pflanzen kann in unserem Online Shop kann man entsprechendes Bio-Saatgut erwerben Wenn ich gar keine Ahnung habe, komme ich damit auch zurecht? Bei meine ernte kann jeder mitmachen Dadurch, dass der Garten schon professionell vorbereitet ist, ist der Start gemacht und auch Menschen ohne grünen Daumen können volle Erntekörbe nach Hause bringen Zudem bieten im Gärtenbrief standortspezifische Tipps, zB: wann ernte ich meinen Spinat, wie ernte ich Grünkohl, wie verarbeitete ich die Zucchini am besten Wir bieten weiterhin Support via Telefon/Mail/Website an… Wieviel Zeit sollte ich denn für die Pflege einplanen? Muss ich da jeden Tag hin? Jeden Tag nicht (aber manche machen das gerne 😊) 1-2 / Woche reicht Im Sommer musst du halt jeden Tag gießen, denken viele, aber das stimmt nicht 😉 Ab und zu dich ums Unkraut kümmern Und dann natürlich ernten! Der Mindestaufwand beträgt etwa 2-3 Stunden/Woche und schwankt je nach Wetter und Saisonzeitpunkt Wie ist es mit Schädlingen, muss ich mich da selbst kümmern? keine Monokultur, Mischkultur und ein durchdachter Anbauplan, der Nützlinge begünstigt Schädlinge können trotzdem vorkommen, Stichwort Natur Hauptsächlich sind das Blattläuse, Kohlfliegen, Kartoffelkäfer, Schneckendruck ist niedrig Da geben wir Empfehlungen, was die Gärtner machen können, setzen auf Pflanzenstärkung, starke Böden, arbeiten mit Pflanzenjauche, Kompost, Absammeln, Kulturschutznetzen Wir bieten auch im Einklang mit unseren Werten durchdachte Produkte zur Schädlingsbekämpfung Und was ist mit Geräten, was brauche ich da? Gibt vor Ort für alles, was man benötigt, Gartengeräte, Aushänge zum nachlesen Da gibt’s auch immer einen Wasseranschluss und Gießkannen Selbst mitbringen nur Handschuhe und festes Schuhwerk Und im Urlaub? meine ernte bedeutet auch Gemeinschaftsgeist: Spätestens bei der Saisoneröffnung lernt man seine Gartennachbarn kennen und kann sich für verschiedene Dinge absprechen. Natur – Garten kommt auch alleine klar Frage von Sabine: Wie seid ihr eigentlich auf die Idee zu den Mietgärten gekommen? Nach dem Studium sind wir nach einer Kindheit mit eigenen Gemüsegärtnern in urbaner Umgebung gelandet. In der Großstadt zuhause haben wir uns an die Kindheit erinnert und uns mit dem Thema Ernährung und Selbstversorgung auseinander gesetzt. Und wie sieht diese Partnerschaft dann ganz konkret aus? -- ich vermute mit den Landwirten? Kooperation mit verschiedensten Betrieben, Baumschulen, Ackerbetriebe Kooperation mit Städten Stellen Fläche zur Verfügung Meine ernte kümmert sich um Vermarktung und Administration und Kundenbetreuung Das können wir m.E. auch weglassen LW um Flächenvorbereitung Frage von Sabine: Was sind das eigentlich für Leute, die einen Garten pachten bei euch? Jeder ist mit dabei! Mietgärtner zwischen Mitte 20 und Mitte 70. Senioren, die früher einen großen Garten hatten und sich heute über die Möglichkeit freuen gärtnern zu können und ihr Wissen teilen, Studenten, Familien, sehr unterschiedlich Es sind Menschen, die sich nach einer erfüllenden Tätigkeit im Freien sehnen und wissen möchten, was später auf ihrem Teller landet, Menschen, die sich wieder mit der Natur verbinden wollen und Entspannung suchen Mich interessieren nochmal die Gemüsearten, was kann ich denn erwarten? Jedes Jahr Befragung Nacheinander erntereif Von einem mehr, von anderem weniger Salate, Kartoffeln, Kohl, Möhren, Lauch, Kräuter. Wir pflanzen ca. 20 beliebtesten Sorten. Gibt es aus Deiner Sicht Gemüsearten, die nicht anfängertauglich sind? Kulturen mit einer längerem Keimdauer sind schwierig, wie Kräuter oder Pastinaken, auch Möhren sind schwierig, da die Kulturen ja wie kleine Grashalme aussehen.. Wir achten auf robuste Sorten, die in unserer Region und Saison gut gedeihen Tomaten haben wir nicht standardmäßig im Programm, dies pflanzen die Leute selbst. Auch wärmeliebende Kulturen wie Aubergine, Melone nicht einfach.. Wie geht’s mit meine ernte weiter? Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach Mietgärten weiter hoch ist. Vision ist, dass sich jeder Mensch selbstversorgen kann. daher eigene Produktlinie entwickelt mit Produkten rund um die Selbstversorgung wie Sprossen und Saatgut-Sets. Uns ist wichtig, dass unsere Produkte nachhaltig und einfach in der Umsetzung sind. Wir haben zb Anzuchtschalen aus Naturkautschuk im Programm oder ein Ranknetz aus Jute oder eine ausgeklügelte Jätehilfe, den „Jäteblitz“ aus Biokunststoff. Die Antwort sollte möglichst kurz sein Neben Eurer Arbeit in den Mietgärten seid Ihr auch Buchautoren? Das stimmt. Drei Bücher haben wir im GU Verlag bereits herausgebracht und platzen vor Stolz unser viertes Buch vorzustellen. Diesmal ist es ein Ratgeber im Format eines Nachschlagewerkes geworden, mit dem man alle Infos zum Thema Gemüsegarten und Hochbeet kompakt zur Hand hat. „Quickfinder Hochbeet und Gemüsegarten“ heißt das gute Stück. Dabei wird mit allen wichtigen Gartenthemen von der Anzucht bis zur Einwinterung Monat für Monat vorgegangen, so dass mit dem Timing nichts schief gehen kann. Ein Stichwortverzeichnis zu Beginn erleichtert da Auffinden von Themen und Fragen. Also alles ganz einfach und praxisnah. On Top gibt es einen Pflanzplan für ein Hochbeet, in dem Infos zu allen vorgeschlagenen Sorten, Tipps zur Pflege und Ernte und Nachfolgersorten stehen, so dass man das ganze Jahr über aus dem Beet ernten kann. Ausführliche Tabellen rund um die Mischkultur – also welche Arten sich besonders gut vertragen- oder für besonders Hochbeet-geeignete Sorten gibt es da auch.
- Kartoffeln vom Balkon14.03., 04:0014.03.2024, 04:0000:16:46
Eigene Ernte auch ohne Garten Kartoffeln auf dem Balkon Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute sprechen wir über Kartoffeln auf dem Balkon – das geht? Es ist einfacher, als du denkst. Auch wenn die Ernte vielleicht nicht riesig ist, schmecken Kartoffeln, die du mit deinen eigenen Händen angebaut hast, gleich noch mal so gut! Und – es ist leichter, als du denkst! Wie fange ich das am besten an? Mögliche Zeit zum Pflanzen: März bis Ende Mai. Nicht zu früh – Kartoffeln sind frostempfindlich. Nicht zu spät, sonst musst du im Sommer unendlich viel gießen und sie werden leichter krank. Du brauchst: Pflanzgefäß: luft- und wasserdurchlässige Säcke aus Kunststoffgewebe, spezielle Kartoffel-Eimer oder hohe Kunststoffkübel. Mindestens 30 Liter Volumen, je größer, desto besser. Dunkle Oberflächen erwärmen sich im Frühjahr schneller und lassen die Kartoffeln ruckzuck wachsen. Unten müssen Abzugslöcher rein (Schlitze in den Sack schneiden/Abzuglöcher bohren) und am besten eine Drainageschicht aus Blähton. Untersetzer drunter, damit der Balkon nicht dreckig wird. Nährstoffreiche Erde, wie unsere torffreie NeudoHum Tomaten- & GemüseErde. Vorgekeimte Pflanzkartoffeln Dünger: Azet TomatenDünger einen sonnigen Platz Wasser Du sagst, man braucht vorgekeimte Pflanzkartoffeln. Was ist das? Das sind Kartoffeln, die vor dem Pflanzen schon grüne, kurze Keime getrieben haben. Die langen, blassen „Lagertriebe“ helfen nicht beim Anbau. Vorgekeimte Kartoffeln mit den grünen, kurzen Keimen entwickeln sich schneller, wachsen gesünder und bringen mehr Ertrag. Für das Vorkeimen brauchen die Kartoffeln Licht. Vier Wochen vor dem Pflanzen in Eierkartons setzen und an ein kühles, helles Fenster stellen. Am sichersten fährt man mit zertifizierten Pflanzkartoffeln. frei von Krankheiten, ideale Größe, Erfolg beim Anbau. Kartoffeln aus dem Supermarkt funktionieren nicht. Sie sind oft mit Mitteln behandelt, die das Keimen verhindern. Bio-Kartoffeln gehen aber Kann man jede Kartoffelsorte auf dem Balkon anbauen? Im Prinzip schon, aber einige eignen sich besser als andere. Gut geeignet für den Topf sind kleinere, schnell reifende Sorten. Für Neulinge: Frühkartoffeln! Schon im Juni erntereif, lange bevor Krankheiten (Krautfäule) und Schädlinge (Kartoffelkäfer) richtig zuschlagen. Solist: eine der frühesten Kartoffelsorten Rosara: rote Schale, sehr robust Friesländer: schmeckt nussig und ist schön gelb Also erst wenn die Keime da sind, kommen die Kartoffeln in die Erde? Genau. Der Fahrplan könnte so ausschauen: Für die frühen Sorten mit dem Vorkeimen im Februar anfangen. Ende März die Kartoffeln auf den Balkon pflanzen. Beim Pflanzen darauf achten, dass die Keime nicht abbrechen! Fürs Pflanzen 25 Zentimeter von unserer torffreien NeudoHum Tomaten- & GemüseErde in das Pflanzgefäß füllen. Die vorgekeimten Pflanzkartoffeln auf die Erde legen. Platz zwischen den Knollen: mindestens 30 Zentimeter für guten Ertrag D.h. für einen 10-L-Eimer brauche ich nur eine Kartoffel Die Knollen gerade so mit einer weiteren Schicht Erde bedecken. Angießen, feucht halten. Wenn nach ungefähr 2 Wochen das Kartoffellaub 30 Zentimeter hoch ist, wieder 10 bis 20 Zentimeter Erde auffüllen. Das nennt man Anhäufeln. Zwei, drei Mal bis der Sack oder das Gefäß voll ist wiederholen. Dann die Kartoffeln wachsen lassen. Regelmäßig gießen! Kartoffeln brauchen viel Wasser. Warum soll man immer wieder Erde nachfüllen? Durch das Anhäufeln bilden die Kartoffeln neue Wurzeln an den Trieben, die unter die Erde kommen. An denen wachsen noch mehr Kartoffeln. Genial, oder? So kannst du aus einer einzigen Knolle bis zu 10 machen. Und wie sieht’s mit der weiteren Pflege aus? Mit Azet TomatenDünger düngen (viel Kalium), wenn die Kartoffeln blühen. Kartoffeln sind Starkzehrer und brauchen viel Futter. Deshalb auch unbedingt frische Erde nehmen. In frostigen Nächten ein Vlies über die Pflanzen legen, damit das Laub nicht erfriert. Unkraut entfernen. Und Gießen nicht vergessen, aber nicht ertränken. Das war’s auch schon. Wie erkenne ich, dass die Kartoffeln erntereif sind? Irgendwann wird die Pflanze gelb und stirbt ab. Das ist das Zeichen dafür, dass die Kartoffeln bald reif sind. Zwei Wochen warten – ernten. Dann ist die Schale ausgereift (Rubbeltest) und die Kartoffeln sind lagerfähig (draußen trocknen lassen). Bei Pflanzsäcken oder Kartoffeltöpfen mit einer Öffnung an der Seite kannst du auch zwischendurch Knollen ernten und gleich essen. Die, die noch dran bleiben, wachsen weiter. Zur Orientierung: Frühkartoffeln sind meistens nach 90 bis 110 Tagen lagerfähig erntereif. Die ersten Knollen im Kartoffeltopf kann man oft schon nach 60 Tagen pflücken. Erntetechnik 1: Mit einem kleinen Handgerät neben den Pflanzen in die Erde stechen und die ganze Pflanze hochheben. Erntetechnik 2: Den ganzen Topf einfach ausleeren Möglicher Ertrag: zwischen 500 g und 1 kg aus einer Pflanzkartoffel. 3 Tipps Sonniger Platz Vorkeimen Pflege: Anhäufeln, feucht halten, düngen
- Selbstversorger mit dem Kit27.02., 23:0027.02.2024, 23:0000:18:07
Ein Quadratmeter Gemüsebeet - ganz einfach Selbstversorgen mit dem Kit Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute hast du was mitgebracht zum Ausprobieren. Was ist das hier? Es steht Selbstversorger-Kit drauf?? Ja genau, es ist ein Paket für alle, die Gemüse anbauen möchten und nicht wissen, wie Darin ist alles für 1 qm Also Samen, Dünger, Pflegeprodukte, sogar eine Handgabel, und eine genaue Anleitung Das hört sich ja gut an. Ist das nur fürs Hochbeet, oder kann ich das auch im Beet am Boden anwenden? Das geht überall Sehr einfach im Hochbeet Sogar auf dem Balkon, ganz egal. Auf dem Balkon sollte es schon ein etwas größeres Gefäß sein, also mindestens 20-25 cm hoch, damit genug Wurzelraum vorhanden ist OK, und was sind da jetzt für Gemüsearten drin? Es sind Gemüsesorten, die besonders für Anfänger geeignet sind: Mangold Schnittsalat Zuckererbsen Möhren Und Spinat Aha – und wie geht es los? Die Inhalte sind für die frühe Aussaat im März gedacht – je nach Wetter Wenn du im Hochbeet oder auf dem Balkon gärtnerst, füllst du erstmal dein Gefäß mit Erde auf. Die sollte torffrei sein wie unsere NeudoHum HochbeetErde Mit der Handgabel aus dem Selbstversorger-Kit kannst du im bestehenden Hochbeet die Erde auflockern Wie ist es, wenn ich direkt in ein Beet am Boden aussäen will? Was muss ich da machen? Da befreist du das Beet erstmal von Pflanzenbewuchs, Unkraut und Steinen Greifst zur Grabegabel und lockerst den Boden Und greifst zur Harke, um es feinkrümelig zu machen. Das ist halt aufwendiger als im Hochbeet Gut ist es, das Beet ein paar Tage abtrocknen zu lassen, um danach die letzten Erdbollen kleinzukriegen. Und dann geht’s weiter Das ist dann wohl die Aussaat, die jetzt kommt? Genau, dann kannst du schon aussäen. Natürlich liest du dir erstmal durch, wieviel Platz die einzelnen Pflanzen brauchen. Steht auf der Samentüte Und auf dem Beipackzettel ist ein Lineal aufgezeichnet Dann ziehst du mit der Handgabel die Rillen Und lässt die Samenkörnchen einzeln im angegebenen Abstand in die Rille gleiten Ist das egal, in welcher Reihenfolge ich aussäe? Wenn du es richtig gut machen möchtest, richtest du dich nach den Prinzipien der Mischkultur. Du erinnerst dich: die Pflanzen helfen sich gegenseitig. Außerdem wäre es nicht so schlau, den groß werdenden Mangold neben die auch etwas höher werdenden Zuckererbsen zu pflanzen Auf dem Beipackzettel ist die Reihenfolge aufgemalt: Mangold Schnittsalat Zuckererbsen Möhre Spinat Muss ich noch was machen für die Samen? Du kannst gleich unseren Azet VeggieDünger draufstreuen, direkt auf die Samen. Dann haben sie gleich einen guten Start. Und dann ist hier im Paket noch was, der Neudofix WurzelAktivator – wofür braucht es den?? Genau, auch der kommt in die Saatrille Das hilft den Pflanzen beim Anwachsen Weil er ganz viele Mikronährstoffe enthält, die für ein schnelles Wurzelwachstum gut sind Da ist Gesteinsmehl drin, Ton für gute Wasserhaltekraft, und Algenmehl Und nach dem Aussäen gieße ich? Nicht sofort – erstmal noch die Rille wieder mit Erde füllen Und auch leicht mit der Hand andrücken, damit die Samen in gutem Kontakt mit der Erde sind Und dann gießen, mit einer Tülle auf der Gießkanne und etwas vorsichtig, damit die Samen nicht wegschwimmen Und dann – eine Woche später ernten? Oder kommt noch ein Zwischenschritt?? Bis zur Ernte dauert es noch etwas. Aber viel musst du wirklich nicht machen Etwas Unkraut zupfen bei Bedarf Immer schön feucht halten Wenn die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, kannst du sie mit Schachtelhalm Extrakt gießen aus dem Paket. Da ist ganz viel Silikat, also Kieselsäure drin. Das stärkt das Gewebe, und damit haben es viele Schädlinge schwerer. Ein weiteres Mal etwa 14 Wochen später damit gießen. Wenn die Erbsen ca. 15 cm hoch sind, brauchen sie ihre Rankhilfe. Früher geht natürlich auch 😊. Ca. 50 cm hoch, 15 cm zusätzlich in den Boden. Muss ich mit irgendwelchen Schädlingen und Krankheiten rechnen? Rechnen immer – ist aber nicht so sehr wahrscheinlich Blattläuse oder Schnecken könnten kommen, je nach Witterung und nach Umgebung – wenn es viel Vielfalt gibt im restlichen Garten, ist meist alles gut. Wann kann ich denn mit der Ernte rechnen? Mangold nach etwa 8 Wochen. Salat, sobald die Blätter groß genug sind. Ernte nur einzelne Blätter, sie wachsen immer wieder nach. Erbsen, wenn die Erbsen selbst noch klein sind. Schmecken roh und gekocht. Möhren, sobald sie groß genug sind, meist ab 7 Wochen nach der Aussaat Spinat, sobald die Blätter 5 cm lang sind. Du kannst auch einzelne Blätter ernten, sie wachsen nach. Und danach? Geht es weiter mit Selbstversorger-Kit 2, wenn du magst. Darin gibt es Samen für Gemüse im Sommer. Und auch Pflegeprodukte
- Zimmerpflanzen umtopfen15.02., 04:0015.02.2024, 04:0000:16:04
Grünpflanzen einfach mal umtopfen - dann wächst es grüner Zimmerpflanzen umtopfen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute dreht sich alles ums Umtopfen von Zimmerpflanzen. Wann ist denn der beste Zeitpunkt dafür? Zwischen Februar und September geht es, am besten früh im Jahr Mehr Licht und wärmere Temperaturen unterstützen die Regeneration der Wurzeln nach dem Umtopfen. Bei blühenden Pflanzen bitte während der Blüte nicht an die Wurzeln gehen. Im Winter besser nicht umtopfen! Da sind die meisten Pflanzen in einer Ruhephase. Woran erkenne ich, dass ich umtopfen muss? Schau dir den Topf an: Wenn die Wurzeln aus den Abflusslöchern hervorragen oder über den Topfrand hinauswachsen, Achte auf den Wasserablauf Wenn das Gießwasser sofort aus dem Topf in den Untersetzer oder Übertopf läuft, weil die Erde kein Wasser mehr hält, ist es Zeit für neue Erde. Prüfe des Zustand des Wurzelballens: Wenn der Wurzelballen so dicht und verfilzt ist, dass kaum noch Erde zu sehen ist, ist es Zeit für einen größeren Topf. Achte auf das Wachstum: Wenn deine Pflanze langsamer als gewöhnlich oder gar nicht mehr wächst, kann das ein Zeichen dafür sein, dass sie mehr Platz und neue Erde braucht. Riech mal hin: Wenn die Wurzeln kaputt sind und der Wurzelballen faulig stinkt, sind die Wurzeln krank. Umtopfen kann ihnen helfen, wieder gesund zu werden. Faustregel: Zimmerpflanzen alle zwei Jahre umtopfen. Welche Erde soll ich nehmen? Wichtig ist, dass die Erde eine gute Qualität hat. Gute Erde gewährleistet die Nährstoffversorgung Wasserhaushalt: Gute Erde reguliert die Feuchtigkeit und verhindert Staunässe. Wurzelgesundheit: Die gute Struktur von guter Erde fördert gesundes Wurzelwachstum. NeudoHum Blumenerde: Besteht aus nachhaltigen, pflanzlichen Rohstoffen Torffrei Gute Wasserspeicherung Strukturstabil Manche Pflanzen (Kakteen und Orchideen) brauchen spezielle Erde! Was brauche ich zum Umtopfen? einen neuen, sauberen Topf mit Wasserabzugslöchern, der im Durchmesser 4 cm größer ist als der alte; unsere NeudoHum Blumenerde (Volumenrechner auf der Website) eine Gießkanne, einen neuen, größeren Übertopf oder Untersetzer eine Plane o.ä, mit der du die Arbeitsfläche schützt. Wie geht umtopfen? Vorbereitung: - Arbeitsfläche mit Schutzplane auslegen - Pflanze gießen Austopfen: - Halte die Pflanze nahe an der Erdoberfläche fest und kippe den Topf um. - Ziehe die Pflanze langsam heraus. Wenn es klemmt: a) mehr Wasser, b) den Topf beherzt quetschen oder aufstoßen, c) im Notfall den Kulturtopf zerstören. Umtopfen - Topfboden mit großer Tonscherbe oder grobem Kies bedecken, damit die Erde nicht ausgespült wird - den Topf zu 1/3 mit neuer Erde füllen. - möglichst viel alte Erde entfernen - beschädigte Wurzeln mit scharfen Schere entfernen - Pflanze mittig in den neuen Topf. - Erde auffüllen und drücke sie sanft an - Gießrand von 1-2 cm lassen. - Der Wurzelballen soll auf der gleichen Höhe in der Erde stehen wie im alten Topf. Gießen: - Gieße die Pflanze gründlich, bis das Wasser aus den Abflusslöchern läuft. - Lass das überschüssige Gießwasser gut abtropfen. Die alte Erde kannst du im Garten verteilen Soll man den Wurzelballen auflockern oder nicht? Wenn die Wurzeln stark verwachsen sind oder schon im Kreis wachsen, kann das Auflockern helfen. Mach vorsichtig und entwirre mit den Fingern nur die äußeren Wurzeln. Kleine Verletzungen an den Wurzeln regen das Wurzelwachstum an. Das ist gut, damit sie sich in der neuen Erde einleben. Aber wenn du die Wurzeln massig abreißt, hat die Pflanze starken Stress und leidet. Kann ich durch Umtopfen Pflanzen vor Schädlingen Krankheiten schützen? Ich habe immer mal wieder von diesem Tipp gehört. Ist da was dran? Wie so oft ist die Antwort: Es kommt darauf an. Wenn die Wurzel faulen, ist meistens auch die Erde nicht mehr gut Dann hilft Umtopfen. Anfangs nur vorsichtig gießen. Manche Schädlinge wie Trauermücken mögen vernässte, alte Erde sehr gern. Umtopfen in frische Erde, die die Feuchtigkeit besser ausgleicht, hilft dir, den Befall zu reduzieren. Allerdings wirst du damit nie alle Trauermücken-Larven und Eier los. Da braucht es andere Mittel, wie Spruzit Trauermückenfrei, Gelb-Sticker oder SF-Nematoden. Schädlinge, die sich an den grünen Pflanzenteilen befinden, juckt das Umtopfen hingegen gar nicht. Was stimmt: Gute Bedingungen im Topf durch gute Erde können präventiv gegen Schädlinge wirken, weil gesunde Pflanzen von Natur aus widerstandsfähiger sind. Und was ist mit Düngen? Frische NeudoHum Blumenerde bringt genug Nährstoffe für vier Wochen mit. Danach Azet DüngeSticks für Blüh- oder Grünpflanzen. Oder flüssig mit BioTrissol BlumenDünger. 3 Tipps Umtopfen am besten im Frühjahr Unbedingt umtopfen, wenn die Wurzeln aus dem Topf wachsen. Hochwertige Blumenerde benutzen Kontaktmöglichkeiten zu Neudorff Shownotes, Email Forum auf neudorff.de Facebook und Insta Direktnachrichten
- Frostschäden - was tun?01.02., 04:0001.02.2024, 04:0000:19:33
Sind die Pflanzen erfroren? Wir sprechen drüber Frostschäden im Garten Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Die Winter in Deutschland werden im Durchschnitt milder. Überleben dadurch jetzt auch Pflanzen, die das früher nicht konnten? Wetter wird vor allem unberechenbarer. Im Herbst bleibt es lange warm, die Pflanzen gehen später in die Winterruhe. Das kann sie anfälliger machen, wenn der Frost kommt. Am Ende des Winters wird es manchmal auch noch kalt, nachdem die Pflanzen sich bereits auf Frühjahr eingestellt haben. Wenn Obstbäume schon blühen, und es friert, zerstört das die Blüte und es gibt keine Früchte Wie kann man Frostschäden erkennen? Welke, braune Blätter (im Frühjahr auch Blüten und Knospen) nach einer kalten Nacht. Pflanzen sehen aus, als hätten sie einen Sonnenbrand bekommen. Ursache: die Flüssigkeit in den Pflanzenzellen friert, die Zellwände platzen, die Zellen sterben ab. Ist nicht bei allen Pflanzen bei der gleichen Temperatur. Je nach ursprünglicher Heimat haben sie unterschiedlichen „Frostschutz“ in den Zellen. Sehr weiche Blätter hängen einfach schlapp runter Risse in der Rinde bei Zier- und Obstgehölzen nach dem Winter. Sonne erwärmt Stamm einseitig, während auf der Schattenseite tiefer Frost herrscht. Rinde dehnt sich auf der besonnten Seite aus. Am Übergang zur sonnenabgewandten Seite entstehen Spannungsrisse. Vertrocknete Triebe = Frosttrocknis (vor allem bei Stauden, Gehölzen, Kräutern) Entsteht, wenn Pflanzen während einer Frostperiode unter Wassermangel leiden. Warum? Boden gefroren, Sonne scheint, Wurzeln können kein Wasser aufnehmen, obwohl über die Blätter/Nadeln Wasser verdunstet. Blätter und Nadeln vertrocknen in der Folge. Besonders häufig bei immergrünen Laubgehölzen wie Kirschlorbeer, bei Koniferen wie Thuja und bei mediterranen Kräutern wie Thymian. Verstärkt sich, wenn Pflanzen dem kalten Ostwind ausgesetzt sind. Eingerollte Blätter sind bei Kirschlorbeer und Rhododendron kein Zeichen eines Frostschadens. Die Pflanzen schützen sich damit vor Frost. Sieht man einen Frostschaden immer gleich? Oft erkennt man Frostschäden erst im Frühjahr beim (nicht vorhandenen) Austrieb. Junge Triebe erfrieren zuerst! Test: Rinde abkratzen (grün = lebt, braun = tot). Ein weiteres Indiz: Bei Immergrünen fallen im Frühjahr besonders viel Blätter/Nadeln ab – auch da ist Kirschlorbeer ein typischer Kandidat. Welche Pflanzen sind besonders gefährdet? Immergrünes z.B. Kirschlorbeer, Glanzmispel, Bambus. Nicht heimische Nadelgehölze z.B. Mittelmeer-Zypresse oder Araucaria. Exotische Laubgehölze z.B. Japanischer Ahorn oder Trompetenbaum. Wärmeliebendes Obst z.B. Kiwi und Trauben. Kübelpflanzen (Olive, Feige, Citrus) und Beet- und Balkonpflanzen sowieso. Die meisten Gemüsepflanzen Mediterrane Kräuter z.B. Rosmarin und Lavendel, vor allem, wenn der Boden zu nass ist. Wie kann man Pflanzen vor Frost schützen? Da gibt es eine Menge! Das Wichtigste: winterharte Pflanzen aussuchen! Also am besten heimische Arten. Richtig düngen: Im August/September mit Azet KaliumDünger, das macht die Zellen stark und widerstandsfähig gegen Frost. Alle anderen Düngergaben ab September einstellen. Im Herbst keine großen Schnittmaßnahmen. In einem warmen Herbst könnten die Pflanzen noch mal durchtreiben. Neues Gewebe reift nicht mehr aus und ist frostanfällig. Die Wurzeln schützen: Den Boden in den Beeten im Spätherbst mit Laub, Kompost oder Reisig abdecken. Der Schutz hält Feuchtigkeit im Boden und lässt ihn langsamer durchfrieren und langsamer wieder auftauen. Rosen: Im November anhäufeln um die empfindliche Veredelungsstelle zu schützen (wurzelechte Rosen brauchen das nicht.) Hochstämmchen: Krone luftdurchlässig einpacken. Noppenfolie ist keine gute Idee. Winterharte Kübelpflanzen: Töpfe mit Stroh oder Kokosmatten umhüllen und in geschützte Bereiche umstellen (unter einem Dach, auf einer isolierenden Unterlage, erhöht). Kalte Luft fällt nach unten! Nicht winterharte Kübelpflanzen: So lange wie möglich draußen lassen, aber trotzdem rechtzeitig reinholen. Faustregel für die meisten Kübelpflanzen: wenn die Temperaturen nachts regelmäßig unter 5 bis 8 Grad fallen. Und wie schützt man Bäume vor eingerissener Rinde? Da geht es darum, die Sonne vom Stamm abzuhalten: Jutegewebe oder Schilfmatte um die Stämme wickeln. Stamm weiß anstreichen mit Bio-Baumanstrich (reflektiert das Sonnenlicht) Und dann hast du vorhin noch von der Frosttrocknis erzählt. Wie schützt man seine Gartenpflanzen davor? Indem du für Wassernachschub sorgst und die Verdunstung kontrollierst: Immergrüne an frostfreien Tagen wässern. Kronen mit hellem Gartenvlies abdecken. Keine gefährdeten Pflanzen an sonnige, windexponierte Plätze pflanzen. Und was kann man tun, wenn die Pflanzen schon einen Schaden haben? Ruhe bewahren! Oft sind nur exponierte Teile betroffen und die Pflanze erholt sich wieder. Solange der Winter andauert: An frostfreien Tagen gießen, falls der Boden trocken ist (weitere Schäden durch Frosttrocknis verhindern). In weiteren Frostperioden immergrüne Pflanzen mit einem hellen Gartenvlies vor kalter Luft schützen. Den Wurzelbereich abdecken mit Reisig o.ä, damit der Frost nicht so in den Boden schießt. Erst im Frühjahr abgestorbene Pflanzenteile ins „Leben“ zurückschneiden. Bis dahin schützen die schon erfrorenen Teile die noch intakten. Mit meinem persönlichen Lieblingsmittel Algan Wachstumshilfe gießen. Die vielen Mikronährstoffe wirken wie ein Vitamin-Booster beim Menschen! Übrigens: Schäden treten nicht nur an Pflanzen auf. Auch so manche Wasserleitung ist schon zum Frost-Opfer geworden. Rechtzeitig leermachen! 3 Tipps Heimische Arten pflanzen! Mit kalibetontem Azet KaliumDünger düngen! Immergrünes im Winter so gut es geht vor Sonne schützen!
- Küchenabfälle kompostieren18.01., 04:0018.01.2024, 04:0000:14:17
Sinnvolle Verwertung von Resten aus der Küche Kompost aus Küchenabfällen Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Was bringt mir eigentlich das Kompostieren? Kompostieren ist umweltfreundlich, weil weniger Müll im Restmüll landet und dabei auch noch nährstoffreicher Humus erzeugt wird, Selbst gemachter Kompost macht den Boden lockerer und sorgt dafür, dass die Erde fruchtbarer wird und mehr Wasser speichern kann. Auf einem gesunden Boden wachsen starke Pflanzen. Das ist super für den Garten! Und dann gibt es sogar noch einen Klima-Aspekt: Statt die Küchenabfälle über die Biotonne aufwendig abtransportieren zu lassen, können wir daheim kompostieren und damit diese Emissionen reduzieren. Welche Küchenabfälle kann man kompostieren? Rohe Obst- und Gemüsereste: Schalen von Äpfeln, Karotten, Kartoffeln, Brokkolistiele, Blätter von Salat, Spinat, Reste von Kräutern … alles, was so anfällt. Vorsicht bei Orangen- und Bananenschalen: Wenn sie nicht bio sind, sind sie oft mit Mitteln behandelt, die das „Vergammeln“ verhindern. Aber auch wenn sie unbehandelt sind, sollte gerade im Winter nicht zu viel Zitrus in den Kompost wandern, es wird sonst schnell zu feucht. Kaffeesatz und Teebeutel: vorausgesetzt, die Filter bestehen aus Papier Eierschalen: zerkrümelt, sonst dauert es ewig, bis die Mikroorganismen sie klein bekommen Eierkartons und Wellpappe in Maßen: sind ideal, weil sie zu viel Feuchtigkeit aufsaugen. Und was hat auf dem Kompost nichts verloren? kein Fleisch, Knochen, Wurst, Brot, Fisch oder Milchprodukte oder gekochte Speisen, kein Katzenstreu, keine Fäkalien (Kleintierstreu ist ok) stinkt und zieht Schädlinge wie Ratten an Wie kompostierst du am liebsten? Am einfachsten mit einem Thermokomposter wie unserem DuoTherm. Das ist ein isolierter Behälter, in den man reinwirft, was man kompostieren will. Er ist so konstruiert, dass er die Wärme gut speichern kann, ähnlich wie bei einer Thermoskanne. Deshalb geht es super-schnell mit der Zersetzung, Das klingt nachhaltig! Was ist, wenn jemand keinen Garten hat? Kann der auch kompostieren? Ja, mit einer Wurmkiste. Was ist eine Wurmkiste? Im Prinzip ist eine Wurmkiste ein kleiner, geschlossener Behälter aus Holz oder Plastik, in dem Kompostwürmer leben. besteht z.B. aus flachen, stapelbaren Boxen mit gelochten Böden. Wenn eine Etage mit zerkleinerten Küchenabfällen voll ist, wird einfach eine neue Box daraufgesetzt. Nachdem die neue Schicht 15 bis 20 cm hoch ist, kannst du den fertigen Wurmhumus aus der unteren Box rausnehmen. Die Würmer sind dann in die obere Box hochgekrabbelt und arbeiten dort weiter. Wurmhumus besteht aus wundervoll stabilen Krümeln, die stabil bleiben Das Sickerwasser sammelt sich unten. Meist gibt es einen Hahn, mit dem man das Wasser ablassen kann. Dieser Wurmtee ist reich an Nährstoffen und lebendigen kleinen Helfern, die den Boden fruchtbar machen. Man kann ihn mit Wasser gemischt wie Flüssigdünger verwenden: 1 Teil Wurmtee, 5-10 Teile Wasser Wie hält man Kompostwürmer? Kompostwürmer (Eisenia hortensis) sind sehr gut darin, Küchenabfälle zu zersetzen. Sie fressen jeden Tag ihr halbes Eigengewicht an organischem Material. Die bekommst du über Bestell-Sets im Fachhandel sie vermehren sich weiter bei dir Kompostwürmer brauchen regelmäßig Rohkost sowie Zeitungspapier und Karton. Feuchtigkeit: wie im normalen Kompost, wie ein ausgedrückter Schwamm. Zu trocken (Würmer sterben): mit Wasser besprühen Zu feucht (Fäulnis): Papier hinzufügen Temperatur: zwischen 15 und 25 Grad C, ganz normale Zimmertemperaturen. Also eher in den Schatten stellen Stinkt das nicht? Wie beim Kompost: Wenn die Bedingungen stimmen, riecht’s in der Kiste nach Waldboden. Müffeln tut’s nur, wenn man die Würmer überfüttert, Fleisch reinwirft oder zu viel säurehaltige Abfälle oder wenn die Kiste zu feucht ist. Gibt es etwas, worauf ich im Winter achten muss? Kompost kann im Winter langsamer arbeiten Wenn es richtig friert, passiert gar nichts mehr. Auch nicht im Thermo-Komposter. Würmer ziehen sich tiefer in den Boden zurück, Stoffwechsel der Mikroorganismen läuft langsamer. Deswegen bei Kälte: Nicht zu viel Nasses auf den Kompost bringen, sonst fault es. Wurmkisten drinnen halten, z.B in den Keller stellen. Gibt es eine Alternative, wenn mir die Kompostwürmer nicht so zusagen? Klar. Da gibt es Bokashi Das hört sich ja sehr hübsch an. Ist das diese Methode aus Japan? Ja genau Das ist letztlich die Fermentation der Küchenabfälle Dazu brauchst du einen speziellen Eimer, und Effektive Mikroorganismen Das geht am besten in der Küche oder auf dem Balkon, aber nicht in praller Sonne Was ist das denn? Das ist eine Mischung aus Hefen, Milchsäurebakterien u.a., die du über jede neue Lage eingefüllte Küchenabfälle sprühst Und der Eimer hat einen luftdicht verschließbaren Deckel, und unten einen Siebeinsatz, damit sich die Flüssigkeit sammeln kann Und wie geht das genau? Ziemlich einfach. Wichtig ist nur, die Abfälle möglichst klein zu schippeln Du füllst sie in den Eimer und drückst sie gut zusammen Dann sprühst du die EMs drüber und legst noch einen mit Sand oder Wasser gefüllten Plastikbeutel über die gesamte Schicht, um Sauerstoff-Zufuhr zu vermeiden. Deckel drauf – fertig Ist der Eimer voll, dann 2 Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen. Alle paar Tage Wasser ablassen (kannst du zum Düngen verwenden, 1:100) Was passiert mit dem fertigen Bokashi? Bei fertigem Bokashi siehst du immer noch die Strukturen der Ausgangsmaterialien. Sie sind sozusagen nur angedaut Im Beet machst du eine 10 cm tiefe Rinne und füllst ihn da ein Zudecken mit Erde Frühestens 2 Wochen später dort säen oder pflanzen Drei Tipps: Machen! In Thermokomposter kann man Küchenabfälle gut „entsorgen“ Mit Kompostwürmern geht es schneller!
- Liebling Orchidee04.01., 04:0004.01.2024, 04:0000:20:07
Exotische Zimmerpflanzen Orchideen pflegen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Sabine, heute wollen wir über Orchideen sprechen. Die sind ja sehr beliebt, fast jeder hat eine Zuhause, oder? Stimmt! Fast jede dritte blühende Zimmerpflanze, die in Deutschland verkauft wird, ist eine Orchidee, meistens eine Falterorchideen (Phalaenopis). Hat Stil, wirkt edel und besitzt wunderschöne Blüten, die lange blühen. Wenn man sie richtig behandelt, sind insbesondere Falterorchideen total pflegeleicht und langlebig. Aber leider landen viele nach der Blüte auf dem Kompost. Traurig, wenn man bedenkt, wie aufwändig die Produktion dieser Pflanzen ist. Was läuft falsch? Überwässerung steht ganz oben auf der Liste. Erkennt man an gelben Blättern und faulenden Wurzeln. Viele Menschen nehmen die grobe Erde, in der Orchideen getopft sind, als Zeichen für häufiges Gießen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Also lieber weniger gießen? Eher anders. Im Regenwald wachsen viele Orchideenarten wie die Falterorchideen auf Bäumen und nehmen Wasser durch ihre verdickten Wurzeln aus Regen oder aus der Luftfeuchtigkeit auf. Wasser in den Übertopf gießen bringt gar nichts, denn die grobe Orchideenerde saugt es nicht auf. Besser einmal wöchentlich den Pflanztopf für ein paar Minuten in zimmerwarmes Regenwasser tauchen, damit die Wurzeln sich vollsaugen können. Danach gut abtropfen lassen. Spezielle Orchideen-Übertöpfe mit eingebauter Stufe schützen vor Staunässe. Farbe der Wurzeln zeigt, ob man Wässern sollte oder nicht. Grün = alles ok, grau = wässern. Und wenn man kein Regenwasser hat? Wasser aus dem Trockner oder destilliertes Wasser verwenden, mindestens 1:3 mit Leitungswasser gemischt. Pur ist Trocknerwasser oder destilliertes Wasser zu salzarm. Pures Leitungswasser hat auf der anderen Seite zu viel Kalk. Auch nicht gut. Gibt es spezielle Tipps für das Düngen? Ja, definitiv. Normale Blumendünger ist zu stark konzentriert für Orchideen. Die Vorfahren unserer Orchideen wuchsen auf Bäumen und ernährten sich quasi von Luft und Liebe. Während der Blütezeit das Gießwasser alle vier Wochen mit BioTrissol OrchideenDünger anreichern. Im Winter nur alle 8 Wochen düngen. Alternativ: Azet DüngeSticks für Orchideen am Topfrand in die Erde drücken. Wie sieht es mit dem Standort aus: Ist der Platz auf der Fensterbank gut? In der Regel mögen Orchideen es hell, aber nicht direkt sonnig. Ein Fenster mit Ost- oder Westausrichtung ist ideal. Im Winter kann es auch ein Südfenster sein. Obacht: Wenn im Sommer den ganzen Tag das Rollo unten ist, ist das nicht gut für Zimmerpflanzen. Bei Lichtmangel wirft die Orchidee die Knospen ab. Mit den Knospen sind wir bei einem Thema, das unsere Hörer bestimmt brennend interessiert. Wie bringt man Orchideen wieder zum Blühen? Das ist nicht so schwer. Nach der Blüte den Blütentrieb oberhalb des dritten Auges – das sind die kleinen Verdickungen am Stiel – abschneiden. Wenn die Orchidee gesund ist und die Licht- und Temperaturbedingungen stimmen, sollte sie innerhalb von 12 Wochen wieder blühen. Gute Temperaturen für Falterorchideen: normale Zimmertemperaturen und Nachtabsenkung um ein paar Grad (mindestens 16 Grad C). Neue Blütenrispen anbinden (Holzspieße & Clips) Warm zu kultivierende Orchideen wie die Falterorchidee brauchen eigentlich keine Ruhephase. Und wenn meine Falterorchidee nicht blühen will? Dann muss man detektivisch tätig werden. Könnte an den Lichtverhältnissen, Problemen mit den Wurzeln oder dem Fehlen von Dünger liegen. Manchmal hilft das Umstellen der Pflanze an einen anderen Platz, manchmal Düngen, manchmal eine Düngepause, manchmal braucht die Pflanze einfach Zeit. Wenn der alte Blütenstiel eingetrocknet ist, kann er nicht mehr austreiben. Bleibt nichts als abschneiden und abwarten. Kann ein Jahr bis zur neuen Blüte dauern. Ist das bei allen Orchideen so einfach? Leider nicht. Cattleya braucht eine Ruhepause: 8 Wochen im Winter kühl (10-14 Grad) und trockener halten Dendrobium-Hybriden: von August bis November möglichst kühl (nachts wenn möglich unter 14 Grad C) stellen, bis sich Knospen zeigen; dann normale Zimmertemperaturen mit Nachtabsenkung. Cymbidium (Kahnorchis): kennt man auch als Schnittblume; da kommt es sogar auf die genaue Kreuzung an, wie man sie wieder zur Blüte bringt. Das ist was für echte Liebhaber. Hast du noch weitere Tipps? Orchideen tut es gut, wenn die Fensterbank voller Pflanzen steht Luftfeuchtigkeit ist höher (50 Prozent ideal) und das Licht verändert sich. Bei trockener Luft: Orchideen besprühen. Mit unserer Vitalkur für Orchideen bekommen sie gleich noch Spurenelemente und vitalisierende Pflanzenextrakte ab; die Kur hinterlässt keine Kalkflecken. Wie sieht’s mit Umtopfen aus? Umtopfen, wenn immer mehr abgestorbene Wurzeln im Topf sind und die grünen rauswachsen. So nach zwei Jahren. Am besten direkt nach der Blüte. Pflanze aus dem Topf nehmen, altes Substrat rausknibbeln, abgestorbene (= faltige) Wurzeln mit einer scharfen Schere abschneiden. Gesunde Wurzeln mit einer Drehbewegung zurück in den Topf stecken gleicher Topf geht, neuer Topf maximal 1 Größe größer gerne transparent, weil die Wurzeln Licht mögen Zwischenräume mit NeudoHum OrchideenErde füllen. Aufstoßen, damit die Brocken in die Hohlräume fallen Erst nach ein paar Tagen das erste Mal wieder tauchen. Warum muss es Orchideenerde sein? Unsere torffreie NeudoHum OrchideenErde lässt Wurzeln Luft zu Atmen und schützt vor Staunässe. Besteht aus Pinienrinde, und etwas Holzfaser. Sie bietet den Wurzeln den Wechsel zwischen Trocken und Feucht, wie in der Natur auf dem Urwaldriesen. Optional: Und zum Abschluss, wie sieht’s eigentlich mit Schädlingen aus? Orchideen bekommen selten ungewünschten Besuch. Vorausgesetzt: geeignete Temperatur bedarfsgerecht gegossen und ernährt genügend Licht Wenn’s doch passiert, dann sind es meistens Schildläuse Wollläuse Blattläuse Spinnmilben Die wird man mit Spruzit Orchideen SchädlingsFrei oder noch viel besser: Nützlingen wieder los 3 Tipps Standort: ein heller Platz auf der Fensterbank Gießen: Orchideen tauchen, wenn die Luftwurzeln grau werden Düngen: ausschließlich speziellen Orchideendünger verwenden
- Licht - weniger ist mehr14.12., 04:0014.12.2023, 04:0000:20:26
Was tun gegen Lichtverschmutzung? Licht – weniger ist mehr Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute sprechen wir über Lichtverschmutzung – was ist das denn?? Etwas, das uns alle betrifft, aber was vielen Menschen gar nicht klar ist, wie einschneidend dieses Thema ist Es geht um menschengemachte Lichtquellen, die den Nachthimmel erhellen – also nicht die Verschmutzung des Lichtes an sich! sie haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Da sind auch LEDs nicht unbeteiligt, die nur geringen Stromverbrauch haben darum gibt’s ja sogenannte Sternenparks, in denen die Lichtverschmutzung reduziert ist Geht es jetzt nur um Straßenlaternen und sowas? Ja, um Straßenlaternen, aber ebenso wie um Beleuchtung an Häusern und in Gärten. Auch die beliebten Solarlampen im Garten fallen darunter. Dazu kommen noch Leuchtreklamen, Flutlichter, Licht aus Gebäuden oder auch von Industrieanlagen. Ein großer Punkt dabei sind schlecht konstruierte oder ineffektive Lichtquellen, an denen man leicht was ändern kann. Was ist denn so schlimm am Licht? Nur wie die Astronomen nicht alle Sterne sehen können?? Na ja, die Astronomie ist für uns sehr wichtig, muss jetzt z.T. in abgelegene Weltgegenden oder in den Weltraum ausweichen, um alles sehen zu können 33 % der Deutschen sollen noch nie die Milchstraße gesehen haben! Aber es ist eben von sehr großer Bedeutung für uns alle Es irritiert sehr viele Tiere und stört ihren natürlichen Tag-Nacht-Zyklus. Und beeinflusst auch das Pflanzenwachstum Welche Tiere leiden denn besonders? Über 60 % unserer Tiere sind nachtaktiv bei Bestäubung, Fortpflanzung und Futtersuche Zugvögel werden irritiert, verlieren ihre Route, fliegen Umwege und können zugrunde gehen. Sie können nachts durch zu viel Licht nicht gut schlafen und sich erholen. Fatal besonders im Winter, wenn wenig Futter da ist. Zugvögel orientieren sich u.a. am Himmelsnord- bzw. Südpol. Lichtverschmutzung hemmt das. Z.T. fliegen sie stundenlang im Kreis über den Städten Durch zu viel Licht brüten viele Arten früher im Jahr. Dann sind aber u.U. noch nicht genug Insekten da als Nahrung. Nachtvögel wie Eulen können sich schlechter orientieren, fliegen z.T. gegen Gebäude Manche Fledermäuse werden durch die vielen Insekten an Laternen angelockt, andere aber sogar abgehalten. Besonders sensibel reagieren sie auf Licht mit hohem Blauanteil in Quartiersnähe. Und schließlich sind es sogar Wassertiere, die darunter leiden. Wasserflöhe z.B. steigen im Dunklen nach oben zum Fressen. Zu viel Licht stört diese Wanderung. Und Lachse sowie Aale z.B. bleiben an stark beleuchteten Brücken stehen und wollen erstmal nicht weiter Hat es auch Auswirkungen auf Insekten? Ja, ganz massiv Im Sommer kreisen die Insekten dauerhaft um Straßenlaternen und sterben an Erschöpfung. Man vermutet, dass sie das Licht für den Mond halten, an dem sie sich orientieren. Sie können aber auch verbrennen durch heiße Gehäuse Und fallen in Massen Fressfeinden wie Fledermäusen zum Opfer 90 % unserer 3.000 Schmetterlingsarten sind nachtaktiv. Eine Schweizer Studie von 2017 hat gezeigt, dass Wiesenpflanzen unter Straßenlaternen zu 2/3 weniger bestäubt werden. D.h. sie vermehren sich nicht weiter! Und können Spezialisten unter den Insekten nicht als Nahrung dienen! Was passiert mit den Pflanzen? Oft ist der Produktionsrhythmus von Duft und Nektar gestört Wenn Bäume direkt an Straßenlaternen stehen, blühen sie früher und werfen ihr Laub später ab. Das hat Frostschäden zur Folge, wenn sie zu früh blühen. Zu frühe Blüte bedeutet, dass die Insekten zur Bestäubung vielleicht noch nicht aus der Winterruhe erwacht sind Später Laubfall bedeutet, dass der Baum noch zu viel Wasser in seinen Zweigen hat. Kommt dann der Frost, gibt es Schäden Hat zu viel Licht auch Auswirkungen auf uns Menschen? Auf jeden Fall. Vor allem Licht mit hohem Blauanteil ist gar nicht gut, z.B. Handy Bei Dunkelheit wird das Hormon Melatonin produziert, das u.a. den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert und schlaffördernd wirkt. Es gibt auch Anzeichen, dass es sich auf Krebszellen auswirkt Licht in der Nacht lässt uns schlechter schlafen. Dauerhafter Schlafmangel kann zu Erschöpfung und sogar Krankheiten führen. Was kann man denn dagegen tun? Erstmal selbst überlegen, welches Licht im Freien ist notwendig, und was ich ausschalten kann Und dann auch die Lampen an sich angucken. Alles was nach unten strahlt ist noch ok wenn es auch nach oben strahlt, wo es uns Menschen nichts nutzt, sondern nur hübsch aussieht am Haus, sollte es weg. Lichtquellen ohne UV-Anteile und mit wenig Blauanteilen bevorzugen, die ziehen weniger Insekten an Möglichst Gehäuse, die nicht heißer als 60 °C werden Licht im öffentlichen Raum könnte ja wahrscheinlich auch reduziert werden Klar. Wir haben ja jetzt in vielen Gegenden die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung. Da gibt’s unterschiedliche Meinungen, aber es macht absolut Sinn Beleuchtete Werbung im Freien sollte spätnachts ausgeschaltet werden, oder zumindest sollte man die Intensität regulieren können Das Gleiche gilt natürlich für Licht an Gebäuden, auch wenn es hübsch aussieht. Aber Nachts um 2 Uhr sehen es auch nur wenige Menschen 3 wichtigste Tipps: Licht aus! Licht mit wenig UV- und Blauanteilen Andere informieren, die davon noch nie gehört haben
- Garten schön - auch im Winter30.11., 04:0030.11.2023, 04:0000:14:38
Gartengestaltung für den Winter Schöner Garten im Winter Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Kann ich denn wirklich was tun, damit im Winter der Garten schöner aussieht? Ist doch alles so kahl! Auf jeden Fall kannst du was tun. Viele Gärten sehen im Winter wirklich trostlos aus. Dabei kann man viel machen, damit der Garten auch im Winter schön ist und nicht nur nackt und kahl aussieht. Wichtig: Hingucker schaffen. Im Sommer sind das meistens bunte Blüten. Im Winter gibt’s die nicht. Da gewinnt die Struktur** des Gartens an Bedeutung. Wie kann ich denn Struktur im Garten schaffen? Pflanzenauswahl: immergrüne Sträucher, laubabwerfende Bäume mit interessanter Rinde und Pflanzen mit besonderem Wuchs Gartenstrukturen wie Pergolen oder Skulpturen Oder auch ein Rosenbogen Gleichzeitig geht es im Winter darum, den Garten für das kommende Jahr produktiv zu halten: Böden mit Mulch oder Kompost bedecken Nützlichen Insekten und anderen Tieren, die wir gerne im Garten haben wollen, ein Winterquartier bieten Das Tolle ist: Das ergänzt sich prima! Zäune gehören wahrscheinlich auch dazu? Genau! Ein Zaun, der im Sommer eingewachsen ist, kommt im Winter plötzlich ganz groß raus. Bei Maschendraht ist der Effekt nicht so toll Aber ein Staketenzaun oder einer aus Holzpfosten kommt richtig gut zur Geltung. Was hat es mit den Immergrünen auf sich? Immergrüne Gehölze sind Pflanzen, die das ganze Jahr über ihre Blätter – oder Nadeln - behalten. Sind das ganze Jahr über eine attraktive Kulisse und Lebensraum für viele Tiere. Beispiele: Eibe, Buchsbaum und Stechpalme. Warum gerade die? Eibe wächst langsam und ist sehr schnittverträglich; macht wenig Arbeit. Du kannst sie in fast jede Form bringen, die dir gefällt. Das sieht dann auch unter einer Schneedecke noch schön aus. Futterlieferant für über 25 Vogelarten. Während der Blüte ernähren sich viele Bienen von ihr. Buchs: formbar, dichtes Laubwerk -> bringt schöne Textur in den Garten. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Evergreen: eine der ältesten Zierpflanzen in europäischen Gärten. Schon die alten Römer fanden ihn gut. OK, die Sache mit dem Buchsbaumzünsler ist natürlich blöd. Die Stechpalme kenne ich von meiner Weihnachtsdeko. Mit Trieben das Haus dekorieren Vögel fressen die roten Beeren Mahonie sieht so ähnlich aus, habt aber blaue Früchte (Vogelfutter, Blüten=Insektenfutter) Und wie pflege ich die Immergrünen im Winter? Immergrüne verdunsten über das Laub auch im Winter Wasser. An frostfreien Tagen ab und zu gießen. Besonders, wenn die Sonne scheint. Insbesondere bei denen im Topf dran denken Das klingt ja schon mal sehr vielseitig. Und was ist mit Gehölzen, die das Laub verlieren? Gehölze mit hübschem Wuchs: Felsenbirne streckt die Äste vasenförmig in den Himmel Zierapfel (essbar!), vor allem die breit-wachsende Sorten Tina: bleibt mini (max. 2 Meter), die Äste wachsen nahezu horizontal, fast wie ein kleiner Bonsai (max. 2 Meter breit) Red Jade: breit-hängende Krone, weiß Blüte, rote Äpfelchen, wird 4-5 Meter hoch, drei Meter breit Korkenzieherhasel: stark verdrehte Zweige; je älter desto schöner; nicht schneiden, nur Wildtriebe entfernen Du hattest auch was von schöner Rinde gesagt. Was kann ich mir denn darunter vorstellen? Zimtahorn: Rinde schält sich in Streifen ab, das Pflanzengewebe darunter ist zimtfarben. wächst trichterförmig ziemlich robust, wunderschöne Laubfärbung im Herbst Hängebirken: weiße Rinde reflektiert das Licht und bringt Helligkeit in den winterlichen Garten. Hartriegel, gibt es in knallroter, oranger oder auch gelb-grüner Rinde Hast du ein Lieblingsgehölz für den Winter? Hartriegel ist ein echter Tausendsassa. Enorm frosthart, total robust und anspruchslos und dazu noch ein Vogelschutzgehölz, das im Sommer tollen Sichtschutz bietet. Der darf eigentlich in keinem Garten fehlen. Apropos Vögel: Viele bleiben im Winter da. Meisen, Rotkehlchen und Amseln und andere sogenannte Standvögel bleiben im Winter hier. In dichten Hecken oder Vogelhäuschen können sie sich bei schlechter Witterung verkriechen. Immergrüne Kletterpflanzen wie Efeu am Haus sind super, denn direkt am Haus ist es relativ warm und richtig gut geschützt. Gut für Vögel und nützliche Insekten. Sogar Fledermäuse nutzen diesen Unterschlupf. Sieht auch schöner aus als ein nackiger Wilder Wein. Macht im Herbst nicht so viel Laub im Garten. Jetzt ist ja gerade Herbst. Kann ich jetzt schon was tun, damit der Garten im Winter schön ist? Mach nicht zu viel. Samenstände sehen mit Raureif wunderschön aus. Außerdem kommen viele Vögel und picken dran. Lass deine Astern stehen, deinen Sonnenhut und deine Fetthenne. Rosen nicht zurückschneiden, Vögel fressen Hagebutten. Dann muss ich die Vögel gar nicht so viel füttern? Wenn das Richtige im Garten wächst, kannst du dir das sparen. Zieräpfel: schmecken erst, wenn der Frost reingefahren ist. natürlicher Nahrungsvorrat für Vögel für den Spätwinter. Berberitze: Beeren bleiben lange am Strauch. gibt immergrüne Arten so stachelig, dass die höheren Vögel katzensichere Brutplätze bieten. Feuerdorn: Früchte sind lange sauer und werden von den Vögeln erst spät gefressen. Das Gehölz an sich ist unverwüstlich. Wenn ich das bis hierhin richtig zusammenfasse: Immergrüne wie die Eibe oder der Buchs sorgen das ganze Jahr über für Struktur, Gehölze mit farbiger Rinde sorgen im Winter für zusätzliche Farbakzente. Und Bäume und Sträucher, die Beeren tragen, sind gut für alle, die im Garten wohnen. Genau. Ein strukturreicher Garten ist für uns Menschen und für die Tiere gut. Neben Pflanzen können auch Steine, Skulpturen und nützliche Elemente den Garten bereichern. Sie schaffen zusätzliche Blickfänge und du kannst sie sehr harmonisch integrieren. 3 wichtigsten Tipps: Pflanzt Pflanzen, die den Garten Struktur geben. Baut Gartenelemente, die im Winter auch ohne Begrünung schön sind. Denkt an die Tierwelt.
- Kakteen und Sukkulenten pflegen16.11., 04:0016.11.2023, 04:0000:18:38
Stachelige Pflanzen brauchen ja nicht viel Pflege - oder doch? Kaktus und Co pflegen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Kakteen brauchen ja wenig Wasser und wenig Pflege – sind das also die besten Pflanzen für Garten-Anfänger? Naja – wer Pflanzen liebt, aber wenig Aufwand haben möchte, für den sind die meisten Kakteen und Sukkulenten gut geeignet Was aber nicht heißt, dass sie keine Aufmerksamkeit brauchen – aber das ist ja klar Was sind denn bitte Sukkulenten? Sind das auch Kakteen? Kakteen sind eine Unterkategorie der Sukkulenten, und zwar die bekannteste. Weitere bekannte Sukkulenten sind Agaven, Aloe, Hauswurz u.a. Sukkulenten sind praktisch weltweit verbreitet, Kakteen stammen aus Amerika. Kakteen haben abgerundete Vertiefungen entlang des Stängels. Das sind die Areolen. Aus denen wachsen die Stacheln. Aber – es gibt auch Kakteen ohne Stacheln Sukkulente können auch Stacheln oder Dornen bilden. Die wachsen dann aber nicht aus diesen kissenartigen Vertiefungen Außerdem bilden Sukkulenten einen weißlichen giftigen Saft. Stimmt es denn, dass Kakteen und Sukkulente gut mit wenig Wasser auskommen? Ja, das stimmt. Sie haben meist keine Blätter, was die Verdunstungsoberfläche reduziert, d.h. sie verlieren nicht so schnell Wasser Außerdem haben sie eine Wachsschicht, was hilft Und sie können gut Wasser speichern Das gilt auch für Sukkulente Brauchen die immer volle Sonne? Jein! Hell sollte es schon sein – sie kommen halt aus der Wüste. Manche Arten brauchen keine direkte Sonne, die bekommen sonst Sonnenbrand, also braune Flecken. Was sie nicht mögen, ist hohe Luftfeuchtigkeit. Also lieber nicht ins Bad stellen, auch wenn es da hell ist. Wie ist das mit der Erde, haben sie da bestimmte Ansprüche? Auf jeden Fall. Auch hier hilft es sich klarzumachen, wo sie herkommen. In der Wüste ist es halt meist recht sandig. Und sie darf auf keinen Fall vernässen, also dauerhaft feucht sein, dann sterben ganz schnell die Wurzeln ab. D.h. sie muss das Wasser schnell abgeben Daher eine Spezialerde wie unsere torffreie NeudoHum Kakteen & SukkulentenErde verwenden. Da ist Sand drin, aber auch Ton, damit gerade Säulenkakteen auch stabil stehen. Wie mache ich das überhaupt mit dem Umtopfen. Mit den Stacheln und so… Eine Bekannte von mir schwört auf die Grillzange beim Hantieren. Man kann aber auch eine Zeitung mehrfach falten und wie Topflappen verwenden. Die Profis nehmen natürlich dicke Lederhandschuhe, die übrigens auch bei Rosen hilfreich sind. Umtopfen ist nur alle 2-4 Jahre nötig. Auf jeden Fall, wenn die Wurzeln unten aus dem Topf rauswachsen. Am besten im Februar oder März. Es sei denn, die Blüte steht kurz bevor, dann lieber erst nach der Blüte Am besten eine Woche vor dem Umtopfen nicht gießen, dann lösen sich die Wurzeln leichter vom alten Topf Dann etwas Erde in den Topf geben, Pflanze draufsetzen, und den Rand auffüllen Die Pflanze sollte nicht tiefer im Topf stehen als vorher, sonst können sie am Wurzelhals faulen Vorsichtig andrücken, nicht gießen für eine Woche – fertig Warum denn nicht gießen? Das macht man doch sonst anders? Stimmt, das ist was Besonderes Kakteen und Sukkulente sind echt empfindlich, was Verletzungen an den Wurzeln angeht. Und die gibt’s ja unweigerlich, wenn man umtopft. Wenn dann noch Wasser dazukommt, fault es schnell, dann sterben die Wurzeln ab … Darum erst eine Woche nach dem Umtopfen gießen. Kommen wir zum Gießen – ein paar Tröpfchen brauchen die ja schon… Genau. Aber: Weniger ist mehr. Meist ist einmal pro Woche ausreichend Man kann die Pflanzen recht leicht „totgießen“ Unbedingt überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer entfernen, um Staunässe zu vermeiden Die meisten Arten kann man von März bis September so gießen. Viele Kakteen haben im Winter eine Ruhepause, da kann man noch seltener gießen Dünger brauchen die wahrscheinlich nicht, anspruchslos wie sie sind – oder? Oh doch, was zu futtern brauchen sie auch – aber nicht so viel, das stimmt schon. Besonders wichtig ist Kalium, das wichtig ist für die Wasserspeicherung Wir haben da unseren organischen BioTrissol Kakteen- & SukkulentenDünger. Die meisten Arten brauchen nur alle 3-4 Wochen eine Gabe, und zwar nur im Sommer während der Wachstumsphase Können die eigentlich im Sommer ins Freie? Ja, das ist für die meisten Pflanzen sowieso das Beste, zumindest solange es warm ist Aber Vorsicht beim Rausstellen. Erstmal in den Schatten. Wenn sie die Sonne nicht gewohnt sind, können sie einen Sonnenbrand bekommen. Muss ich im Winter was Spezielles machen? Das kommt ganz auf die Sorte an Viele können einfach im Wohnbereich bleiben Manche lieben es aber im Winter kühl, also zwischen 15 und 5 °C. Das betrifft z.B. die Warzenkakteen (die mit dem Blütenkreis) und Echeverien, die so wie Hauswurz aussehen 3 ultimative Tipps Mit dem Gießen echt vorsichtig sein Ruheperiode einhalten – in Kalender eintragen Düngen nicht vergessen
- Kleine Fliegen an Zimmerpflanzen?02.11., 04:0002.11.2023, 04:0000:15:37
Trauermücken nerven - doch es gibt einfache Abhilfe! Trauermücken Zimmerpflanzen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht’s um Trauermücken – was ist das denn?? Tatsächlich einer der häufigsten Schädlinge an Zimmerpflanzen Tritt vor allem im Winter auf Und nervt Man sieht die fliegenden Tiere, sehen fast aus wie Fruchtfliegen, nur größer und schwarz Was ist denn so schädlich an den Tierchen? Die meisten Leute nerven die erwachsenen Tiere einfach, weil sie da sind Was aber wirklich schädlich ist, sind die Larven im Boden Denn die fressen an den Wurzeln und schwächen die Pflanzen Je kleiner die Pflanzen, umso dramatischer ist es für die Pflanzen Und ganz fatal bei Aussaaten, die fallen dann einfach um und sind tot Wo kommen die denn her, im Winter? Wüsste ich auch gern! Gekaufte Pflanzen z.B. Aber auch einfach von draußen, z.B. Balkonpflanzen, die ich reingeholt habe Und warum kommen die besonders im Winter vor? Weil sie dann ihren Lieblings-Lebensraum vorfinden: dauerhaft feuchte Erde Die Feuchtigkeit brauchen sie, weil die Larven im Boden nur eine ganz dünne Haut haben, die schnell austrocknet Und das gibt es nicht im Sommer?? Doch, das gibt’s schon. Aber im Sommer verbrauchen die Pflanzen das Wasser schneller, weil sie wachsen und weil es viel Licht gibt. Im Winter ist der Tag nur sehr kurz, die Lichtintensität ist – leider – gering. D.h. die Pflanzen wachsen wenig oder gar nicht, und brauchen viel weniger Wasser AAAber – die meisten Leute gießen noch genauso viel wie im Sommer. Die Erde wird also gar nicht mehr trocken. Und das ist schlecht Aber Wasser ist doch nicht schlecht für Pflanzen! Stimmt! Doch wenn das Wasser im Untersetzer steht, ist die Erde quitschnass. Und dann passt da nicht genug Sauerstoff rein Und das stört die Wurzeln, die fangen dann schnell an zu faulen. Die brauchen einfach immer mal wieder trockene Perioden. Die meisten Zimmerpflanzen sterben, weil sie zu viel Wasser bekommen! Das fatale daran: wenn die Wurzeln faulen, können sie kein Wasser aufnehmen. D.h. sie welken. Und dann denkt man: oh, sie welkt, ich muss gießen – so beginnt ein schöner Teufelskreis! Was mache ich denn jetzt gegen die Viecher? Grundsätzlich weniger gießen, damit sie gar nicht erst kommen Bei schwachem Befall gibt es Leimtafeln, die die Erwachsenen wegfangen. Die Gelb-Sticker haben einen Leim, der auf Harzen beruht. Der trocknet nicht ein und tropft nicht ab Die gelbe Farbe ist ein ganz bestimmter Gelbton, auf den die Erwachsenen fliegen, weil sie denken, das ist eine geschwächte Pflanze. Dann bleiben sie kleben und können sich nicht weiter vermehren. Diese Gelb-Sticker steckst du einfach in die Blumenerde Kann ich auch direkt was gegen die Larven im Boden machen? Ja, da haben wir zwei Möglichkeiten: eine ist ein Gießmittel auf Basis von Neem, das Spruzit TrauermückenFrei. Neem stammt aus den Samen des Neem-Baums, der besonders in Asien wächst Du musst nur das Konzentrat in Wasser gebe und die Pflanzen damit gießen Da es nur auf die Larven wirkt, nicht auf die fliegenden Tiere, nach drei Wochen wiederholen Und was sind diese Nematoden? SF-Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer Sie dringen im Boden in die Larven der Trauermücken ein und töten sie ab Wenn sie alles erledigt haben, können sie noch eine kurze Zeit überdauern. Aber wenn kein „Nachschub“ kommt, sterben sie ab Und wie bekomme ich die? Du kaufst einfach im Gartenfachhandel ein „Bestell-Set Nützlinge“ Damit kannst du verschiedene Nützlinge bestellen, eben auch die SF-Nematoden Das geht dann über unser Nützlingsportal, wo du den Code eingibst und bestellst Per Briefpost kommen dann die Tierchen zu die. Du kannst sie noch 1 Woche im Kühlschrank lagern. Musst dann aber die ganze Packung aufbrauchen. Mehr bio geht nicht! 3 Tipps Pflanzen im Winter trockener halten Pflanzen beobachten, um erste Viecher zu sehen. Oder Gelb-Sticker nutzen, die übernehmen den Kontroll-Job Eins der beiden Gießmittel anwenden
- Stauden einfach teilen19.10., 05:0019.10.2023, 05:0000:14:16
Macht mehr aus euren Stauden! Stauden einfach teilen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht es um das Thema Stauden und wie man sie teilt. Was sind denn eigentlich nochmal Stauden? Das sind Pflanzen, die bei uns im Winter oberirdisch absterben. Dazu gehören Blumen, aber auch Gräser Ihre Wurzeln überleben im Boden Und im nächsten Jahr treiben sie wieder aus Und warum muss man die teilen? Ist doch schön, wenn die immer größer werden. Es gibt zwei Hauptgründe für das Teilen: Die Pflanze wird schlicht zu groß und bedrängt andere Pflanzen, die daraufhin schlechter wachsen. Manche Stauden haben die Eigenschaft, dass sie mit zunehmendem Alter in der Mitte nicht mehr oder weniger blühen. Durch das Teilen kann ich das umgehen. Wann macht man das denn am besten? Stauden, die im Frühling blühen, kann man direkt nach der Blüte teilen, oder im September (dann ist meist mehr Regen zu erwarten). Stauden, die im Sommer blühen, teilt man am besten im Herbst. Das geht bis Ende November. Die Stauden, die im Herbst blühen, und auch Stauden, die das Laub im Winter behalten (Bergenie, Christrose, Elfenblume…) teilt man besser im Frühjahr Gut ist immer ein Tag, der nicht zu sonnig ist, um die Pflanzen nicht noch zusätzlich zu stressen. Was brauche ich denn dafür? Du brauchst Einen Spaten oder eine Grabegabel Torffreie NeudoHum PflanzErde Und einen organischen Dünger wie den Azet StaudenDünger Und Platz im Beet für die neuen Teilstücke, oder Freunde mit Platz im Beet. Oder eine Tauschbörse Wie geht es dann konkret los? Schaff dir etwas Platz um die Staude, die du teilen willst. Im Herbst kannst du das alte Laub abschneiden, dann siehst du besser Und dann gräbst du erstmal die gesamte Pflanze aus Stich mit dem Spaten rund um die Staude in den Boden Das kann manchmal schwer gehen. Hilfreich sind Schuhe mit fester Sohle, wie ausgediente Wanderschuhe, damit du fest zutreten kannst. Sneaker sind ungeeignet. Beweg den Spaten vor und zurück, um den Wurzelballen zu lösen Hebe die ganze Pflanze aus dem Boden und setz sie daneben ab Und dann teilst du mit dem Spaten, einem Messer oder einer Säge Teilstücke ab Manche Pflanzen haben einen lockeren Wurzelballen, den man nur mit der Hand auseinanderpflücken kann Wie groß dürfen diese abgeschnittenen Stücke denn sein? Das kommt natürlich etwas auf die Staude an. Wenn die Staude so groß ist wie ein DIN A4-Blatt, kannst du daraus mindestens drei Teilstücke machen Mindestens faustgroß sollte jedes Stück sein, und es sollte mindestens einen neuen Trieb und ein paar intakte Wurzeln haben Wie geht es weiter? Bei diesen kleinen Stücken kannst du alles entfernen, was krank aussieht Bei alten Stauden, die in der Mitte kahl sind, entfernst du auch die stark verholzten und vertrockneten Wurzelteile Dann pflanzt du ein Teilstück an der gleichen Stelle wieder ein. Gib vorher torffreie NeudoHum PflanzErde ins Pflanzloch, und auch gleich den organischen Azet StaudenDünger, damit sie schnell wieder anwachsen. Dann das Loch auffüllen, einen Gießrand formen, also einen kleinen Wall, damit das Wasser nicht wegfließt Und dann gießen. Richtig durchdringend, und auch, wenn es gerade geregnet hat oder regnen soll. Das ist meist nicht durchdringend genug Auch in den nächsten 3 Wochen darauf achten, dass nichts austrocknet Die anderen Teilstücke auch einpflanzen, wo Platz ist. Oder in einen Topf setzen und an freundlichen Garten-Menschen verschenken Wie oft muss ich Stauden denn teilen? Auf keinen Fall jedes Jahr. Eigentlich erst, wenn die Blühfreudigkeit nachlässt Stauden wie Purpurglöckchen, Lupinen oder Brennende Liebe teilt ihr frühestens im 4. Jahr Langlebige Stauden wie Rittersporn, Pfingstrose, Tränendes Herz oder Christrose werden mit den Jahren immer schöner, die könnt ihr eigentlich in Ruhe lassen Noch ein Extra-Tipp Wenn du auf diese Weise Stauden geschenkt bekommst, warte mindestens 4 Wochen ab, bevor du sie ins Beet setzt Auf diese Weise verhinderst du, dass du dir ungewollt Giersch oder andere unerwünschte Pflanzen in den Garten holst. Warte also bis du sicher bist, dass da keine Mitbewohner mitkommen. Im Herbst, wenn nicht mehr viel wächst, versenke die Pflanze im Topf im Garten, damit sie vor Frost geschützt ist, und warte bis zum Frühjahr Die drei ultimativen Tipps Stauden teilen, wenn sie weniger blühen oder stören Nicht im Hochsommer teilen Traut euch! Kontaktmöglichkeiten zu Neudorff Shownotes, Email Forum auf neudorff.de Facebook und Insta Direktnachrichten
- Kompost - ganz praktisch05.10., 05:0005.10.2023, 05:0000:15:43
So klappt es mit der Kompostierung Kompost praktisch Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Der Kompost gehört ja im Garten unbedingt dazu. Klappt das eigentlich immer, oder gibt’s da auch mal Probleme? Es ist wie immer: wenn man sich auskennt, geht es problemlos Und, auch wie immer: es kommt auf meine Erwartungen an. Nach meiner Erfahrung stellen sich die meisten Anfänger das Kompostieren so vor: Ich werfe alles auf einen Haufen Und hinterher habe ich tolle Erde Und das ist wahrscheinlich nicht so? Genau, ganz so funktioniert es nicht, bzw. nur mit unbefriedigendem Ergebnis Ein bisschen kümmern ist ganz gut, dann bekomme ich einen tollen Bodenverbesserer und Dünger, der das Gärtnern auf ein neues Level hebt Ist denn eine offene Miete besser, oder so ein geschlossener Komposter? Das kommt vor allem auf den Platz an Eine offene Miete braucht viel Platz, weil ich eigentlich drei Haufen habe: einen frischen, einen fast zersetzten und einen fast fertigen. Und die muss ich immer wieder umschaufeln, ist also auch arbeitsintensiver In einem Thermokomposter wie unserem DuoTherm geht die Zersetzung schneller, wegen der Isolierung. Wenn du einen Kompostbeschleuniger wie den Radivit KompostBeschleuniger zugibst, geht es noch schneller. Und ich brauche weniger Platz Was muss ich denn für meinen Kompost tun? Gute Mischung feuchter und trockener Abfälle (nicht nur Rasenschnitt) Mehrmals mit einer Grabegabel umwühlen und dadurch für mehr Sauerstoff sorgen Dabei prüfen, ob er nicht zu nass oder zu trocken ist Wie sieht denn eine gute Mischung aus, und was darf überhaupt drauf? alle Gartenabfälle, möglichst klein geschnitten ungekochte Gemüse- und Obstreste (Gekochtes und Fleisch zieht Ungeziefer an) Kaffeesatz Kleine Mengen zerkleinerte Schalen Südfrüchte und Bananen in Bio-Qualität Giftpflanzen (häufige Frage) Unkraut (ohne Samen, kein Wurzelunkraut wie Giersch) Kranke Pflanzen mit Blattpilzen wie Mehltaupilze, Birnengitterrost, Monilia, Rost, Kräuselkrankheit sind ok Kleintierstreu ist ok Und was ist tabu? Behandeltes Holz Grillkohle nur in kleinen Mengen und wenn keine chemischen Anzünder genommen wurden und wenn sie laut Packung schwermetallfrei sind Essensreste Haustierkot, Ausnahme sind Pflanzenfresser Gekaufte Schnittblumen (es sei denn, es ist Bio-Qualität) Pflanzen mit Krankheiten wie Kohlhernie, Krautfäule, Rotpustelkrankheit, Welkekrankheiten, Rutenkrankheit Himbeere Dann sagtest du, man soll den Kompost um“rühren“. Was bringt das? Ich kriege ein Gefühl, was da gerade passiert Ich merke, ob er zu feucht oder zu trocken ist, und kann gegensteuern Ich bringe Sauerstoff rein. Das ist essentiell für die Mikroorganismen u.a. Tiere im Kompost Das ist besonders wichtig geworden in unseren extremen Klimaten: mal regnet es wochenlang, oder es ist super-trocken, beides ist nicht gut Woher weiß ich, welcher „Feuchtegrad“ gut ist? Das Material sollte so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm Wenn Ameisen drin rumlaufen, ist er zu trocken. Wenn er unangenehm riecht, ist er zu nass Was kann ich dann jeweils tun? Bei Trockenheit tatsächlich mit der Gießkanne Wasser geben. Denn ohne Feuchtigkeit arbeiten die Mikroorganismen nicht, und dann gibt’s keine Zersetzung. Ist er zu nass, dann möglichst erstmal nur trockeneres Zeug reintun, wie Schreddermaterial, zerkleinerte Eierpappen sind auch prima und Bentonit SandbodenVerbesserer reinstreuen, der saugt auch Wasser auf und abdecken mit Folie Was passiert eigentlich im Winter mit dem Kompost? Wenn es richtig tiefe Minusgrade gibt, passiert nix mehr In einem Thermokomposter, wie unserem DuoTherm, geht die Zersetzung erstmal noch weiter. Aber auch da ist irgendwann Schluss, wenn es zu kalt wird Regenwürmer verkriechen sich in den Boden tief nach unten und kommen wieder, wenn es milder wird. Und woran erkenne ich, dass der Kompost fertig ist? Wenn du in einem Thermokomposter kompostierst, geht es ja recht schnell, so 10-12 Wochen. Dann ist alles braun zersetzt, aber du erkennst noch die Struktur der Ausgangsmaterialien. Es ist recht grob, aber eben auch nährstoffreich. Und duftet wie Walderde Und was mache ich dann mit dem fertigen Kompost? Den kannst du wunderbar auf die Beete bringen Gemüsebeete, Staudenbeet – überall. 1 bis 5 Liter pro qm, je nach Pflanzenart. Fruchttragendes Gemüse braucht mehr, Salate weniger Am besten im Frühjahr Einarbeiten ist nicht nötig 3 Tipps Unbedingt kompostieren! Kompost immer wieder umrühren Material möglichst kleinschneiden