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160- Beetformen ganz anders08.01., 04:0008.01.2026, 04:0000:22:35
Gemüsebeete können auch ganz anders aussehen - probiert euch aus! Spezielle Beetformen – mehr als nur Hochbeet! Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Muss ein Beet immer rechteckig und flach sein – oder kann man da auch kreativer werden? Unbedingt kreativ! Gibt Beetformen, die richtig clever sind. Manche heizen von innen, andere sammeln Wasser, wieder andere düngen sich von allein. Viele schwärmen vom Hügelbeet. Was genau ist das? Quasi ein „Komposthaufen zum Bepflanzen“. Man schichtet Äste, Laub, Kompost und Erde wie im Hochbeet zu einem länglichen Hügel. Ca. 1,2 bis 1,5 m breit und bis zu 1 m hoch. Im Inneren verrottet das Material Dabei entsteht Wärme und es werden Nährstoffe freigesetzt. Also ein eingebautes Heizkissen für den Garten? Genau! Im Frühjahr starten die Pflanzen schneller durch. Schräge Seiten nutzen die Sonne besser. Mehr Anbaufläche durch die schrägen Seiten. Rückenschonender ist es auch. Kostet außer Arbeit fast nichts. Und der Haken? Oben trocknet es schneller aus. Nach 5 bis 6 Jahren sackt der Hügel zusammen. Dann muss man nachfüllen oder neu aufbauen. Wühlmäuse fühlen sich im lockeren Hügel sehr wohl – Wühlmaussperre einbauen. Welche Pflanzen fühlen sich im Hügelbeet besonders wohl? Am Anfang alles, was viel Nährstoffe braucht; Z. B. Kürbis, Zucchini, Gurken, Sonnenblumen lieben die Wärme und die frischen Nährstoffe. Tipp: Kürbis und Zucchini an den Rand pflanzen. In nicht mehr ganz so frisches Hügelbeet wächst auch alles andere. Vom Hügel geht’s jetzt in die Tiefe: Was ist ein Trichterbeet? Rundes Beet mit Vertiefung. Wird auch Kraterbeet genannt. Wasser läuft automatisch in die Mitte. So wird’s gebaut: In der Mitte kegelförmig ausheben, aus dem Aushub einen Wall bilden. Norden Wall höher machen wegen Windschutz, Süden Wall niedriger wegen Sonne. Schützt Pflanzen vor Temperatur-Extremen und reduziert Wasserverbrauch. Also perfekt für trockene Sommer? Ja. Gerade in trockenen oder windigen Regionen sehr praktisch. Mitte ist feucht und warm. Am Wall ist es trockener und windgeschützter Nachteil: Man muss viel Erde ausheben und stabil bauen, sonst rutscht die Erde ab. Welche Pflanzen fühlen sich im Kraterbeet wohl? Mitte = feucht und windstill, warmer Boden Tomaten, Paprika, Auberginen, Melonen, Gurken, Zucchini, Basilikum. Hänge = trockener, Sonneneinstrahlung je nach Lage unterschiedlich Radieschen, Petersilie, Buschbohnen, Feldsalat, Zwiebeln, Möhren, Salate. Wallzone = trocken mit viel Sonne Bestens für Kräuter wie Salbei, Thymian, Oregano, Lavendel, sowie Wildstauden und insektenfreundliche Pflanzen wie Wegwarten, Natternkopf, Wiesensalbei, Katzenminze, Wilde Möhre, Hornklee, Storchschnabel, Gundermann. Das hier klingt verrückt: Gemüse in Stroh pflanzen. Ja, das ist die Strohballen-Kultur. Wurde zufällig auf einem Bauernhof in den USA entdeckt. Joel Karsten hat beobachtet, dass kräftiges Unkraut in alten Strohballen besonders gut wächst. Ab den 1990er Jahren damit experimentiert, Pflanzen direkt in vorbereitete Strohballen zu setzen. Prinzip: Stroh verrottet und gibt Wärme ab. Vorteile: Man braucht keinen guten Gartenboden und die Pflanzen wachsen schneller. Keine Bodenbearbeitung und fast kein Unkraut jäten. Weniger Krankheiten, keine Bodenmüdigkeit. Nachteil: Braucht Vorbereitung, muss oft gegossen werden, enthält von sich aus kaum Nährstoffe. Funktioniert im Prinzip auch auf dem Balkon oder der Terrasse. Wie legt man eine Strohballen-Kultur an? Strohballen (am besten Bio) an einen sonnigen Platz mit der Schnittseite nach oben in Reihen aufstellen. Die kleinen, quaderförmigen Strohballen bekommt man z.B. beim nächsten Reiterhof. 3-4 Wochen vor dem Pflanztermin mit dem „Aktivieren“ beginnen. Normalerweise streut man reichlich mineralischen Rasendünger auf die Ballen und gießt ordentlich. Naturgemäße Alternative: Neudorff Vegane Hornspäne Ballen gut wässern, gute Portion (1 Tasse) Neudorff Vegane Hornspäne draufstreuen, eingießen. 2 Wochen lang alle zwei bis drei Tage wiederholen, bis Rotte begonnen hat (süßlicher Geruch). An Tagen ohne Dünger nur gießen; bei Regen abdecken, damit Nährstoffe nicht auswaschen. Danach 5 cm NeudoHum Tomaten- & GemüseErde auf den Ballen aufbringen, andrücken. 3-4 Wochen nach dem Aufstellen ist der Ballen bepflanzbar: Aussäen oder Jungpflanzen setzen. Regelmäßig gießen! Stroh trocknet schnell aus. Am Ende der Saison das verrottete Stroh als Mulch oder Bodenverbesserung im Garten verteilen. Welche Pflanzen kann ich in die Strohballen setzen? Z. B. Tomaten, Paprika, Salat, Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch. Möhren, Radieschen, Erdbeeren, Mangold, …. Nach 4-6 Wochen nachdüngen mit Azet Hochbeet- & GemüseDünger. Jetzt zu einem geheimnisvollen Beet: dem Schlüsselloch-Hochbeet. Was hat es damit auf sich? Sieht aus wie ein rundes Hochbeet mit einem Eingang in Schlüssellochform. In der Mitte steht ein Korb, in den man Grünschnitt/Küchenabfälle wirft (= Kompost) Beim Verrotten geben die Abfälle die Nährstoffe direkt ins Beet ab. Super effizient, platzsparend und durch den Eingang sind alle Stellen im Beet sind gut erreichbar. Klingt genial. Aber gibt’s auch eine Schattenseite? Bau ist aufwendig: stabile Umrandung (ca. 80 hoch), Kompostbehälter, Schichtaufbau wie Hochbeet. Kompost muss gepflegt werden. Und welche Pflanzen passen in das Schlüssellochbeet? Fruchtgemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Bohnen und Gurken. Blattgemüse wie Mangold, Spinat und Salate. Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken und Zwiebeln. Nicht geeignet für Kräuter und Schwachzehrer (zu nährstoffreich). Wie pflegt man ein Schlüssellochbeet? Mulchen hilft, Feuchtigkeit zu bewahren und Unkraut zu reduzieren. Gießen gerne durch den Kompostkorb in der Mitte Immer wieder Kompostmaterial in den Korb werfen. Mehr Beetformen: Rahmenbeete mit Holz oder Stein. Klassische Flachbeete. Dekorative Kräuterspiralen. Ich würde sagen, das ist Stoff für eine weitere Episode! 3 Tipps Trau dich zu experimentieren! Denk daran: Verschiedene Beetformen brauchen unterschiedlich viel Pflege. Jedes Beet lebt und verändert sich – nach ein paar Jahren lohnt ein Neustart.
- Meine Gartenfails 202518.12., 04:0018.12.2025, 04:0000:14:04
Was ist dieses Jahr alles schiefgegangen? Und warum nur? Warum zu viel Kohl ein Problem wurde. Und was passiert, wenn man Erdbeeren rausreißt, ohne an Platz für neue zu denken. Und warum es passiert, dass auch bei einer Boden-Liebhaberin der Kompost mal aus dem Ruder läuft. Über diese und andere Themen sprechen Katharina und Sabine in dieser Episode.
- Die 10 häufigsten Irrtümer im Garten04.12., 04:0004.12.2025, 04:0000:19:25
Mythen und Legenden rund ums Gärtnern - was stimmt wirklich? Häufige Irrtümer im Garten Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de 1. Vertikutieren gehört zur Rasenpflege dazu Falsch! Zu häufiges Vertikutieren schädigt den Rasen und Bodenorganismen Ursachen für Moos und Unkraut beseitigt Vertikutieren nicht. Gesunder Rasen braucht kein Vertikutieren; richtiges Mähen (nicht zu tief), organisches Düngen (Azet Rasendünger) und Bodenpflege (Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer) verbessern reicht. Nur als Erste-Hilfe-Maßnahme bei sehr viel Moos/Filz wirklich nötig, sonst nicht. 2. Einmal im Jahr sollte man kalken Falsch! Nicht jeder Boden braucht Kalk; kommt auf den pH-Wert an. Kalk nur bei zu saurem Boden sinnvoll – vorher pH-Bodentest machen! „Blindes“ Kalken kann Pflanzen schaden und Nährstoffe blockieren. 3. Kupfernägel töten Bäume ab Falsch! Kupfernägel haben keinen tödlichen Effekt; Bäume verkraften kleine Verletzungen gut. Mit etwas Kupfer allein stirbt kein Baum – das ist ein Mythos. Bäume gehen höchstens durch große Schäden oder Krankheiten ein. 4. Über den Zaun ragende Nachbar-Äste darf ich abschneiden Teilweise richtig (rechtliche Einschränkung, Grundlage: Überhang, §910 BGB) HAFTUNGSAUSSCHLUSS: KEINE RECHTLICHE BERATUNG! KONTAKTIERE IM EINZELFALL EINEN ANWALT Grundsätzlich gilt: Äste, die auf dein Grundstück ragen, darfst du zurückschneiden, wenn sie dich bei der Nutzung deines Grundstücks beeinträchtigen, z.B. durch herabfallende Blätter. Aber erst, wenn du den Nachbarn vorher schriftlich darum bittest und ihm eine Frist gibst (§ 910 BGB). Du darfst nur bis zur Grundstücksgrenze schneiden, Äste nicht aufs Nachbargrundstück werfen (kann als Sachbeschädigung gelten). Auch wenn der Baum Schaden nimmt, darfst du schneiden – aber Vorsichtig und Verhältnismäßigkeit sind wichtig. Da gibt es sogar ein Urteil vom Bundesgerichtshof (Az. V ZR 234/19). Manche Bundesländer/städtische Baumschutzregelungen können extra Regeln haben. Die Selbsthilfe ist ein Recht, das nicht verjährt oder verwirkt wird, wenn man den Überhang vorher geduldet hat. Besser vor der Säge mit dem Nachbarn reden, um Ärger zu vermeiden. § 910 Überhang (1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann Wurzeln eines Baumes oder eines Strauches, die von einem Nachbargrundstück eingedrungen sind, abschneiden und behalten. Das Gleiche gilt von herüberragenden Zweigen, wenn der Eigentümer dem Besitzer des Nachbargrundstücks eine angemessene Frist zur Beseitigung bestimmt hat und die Beseitigung nicht innerhalb der Frist erfolgt. (2) Dem Eigentümer steht dieses Recht nicht zu, wenn die Wurzeln oder die Zweige die Benutzung des Grundstücks nicht beeinträchtigen. § 910 Überhang (1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann Wurzeln eines Baumes oder eines Strauches, die von einem Nachbargrundstück eingedrungen sind, abschneiden und behalten. Das Gleiche gilt von herüberragenden Zweigen, wenn der Eigentümer dem Besitzer des Nachbargrundstücks eine angemessene Frist zur Beseitigung bestimmt hat und die Beseitigung nicht innerhalb der Frist erfolgt. (2) Dem Eigentümer steht dieses Recht nicht zu, wenn die Wurzeln oder die Zweige die Benutzung des Grundstücks nicht beeinträchtigen. 5. Komposthaufen stinken Falsch! Richtig gepflegter Kompost riecht nur nach Erde, nicht unangenehm. Falsche Befüllung (zu nass/zu wenig Luft) macht Geruchsprobleme. Mit der richtigen Mischung aus Grün- und Braungut entsteht kein Gestank, weil die Mikroorganismen richtig arbeiten können. Radivit Kompost-Beschleuniger bringt den Zersetzungsvorgang mit zusätzlichen Mikroorganismen schnell in Gang 6. Umgraben macht man immer im Herbst Falsch! „No-Dig“ (nicht umgraben) schont das Bodenleben und ist fast immer besser als umgraben. Umgraben wirkt störend auf das Bodenleben und fördert Unkrautwuchs. Besser den Boden mit der Grabegabel lockern und ganzjährig mit Gründüngung, Kompost und Mulch pflegen. Mit dem Neudorff DuoTherm Thermokomposter entsteht wertvolle Komposterde in 8 bis 12 Wochen 7. Wenn man schlechten Boden hat, hilft nur ein Hochbeet Falsch! Boden kann mit Kompost und Mulch verbessert werden; Hochbeete sind optional. Hochbeete sind arbeitsintensiv und teuer, kein Muss. Auch schwieriger Boden wird durch Bodenpflege mit der Zeit besser. Standortgerecht pflanzen! Einzige Ausnahme: mit Schwermetallen o.ä. belasteter Boden 8. Kaffeesatz und Bierfallen wirken gut gegen Schnecken Falsch! Kaffeesatz hält Schnecken kaum ab, kriechen einfach drüber. Bierfallen locken zusätzliche Schnecken an, statt sie zu bekämpfen. Wirksamer: Schnecken absammeln, Barrieren anbringen (Ferramol Schnecken-Schutz Kupferband), Nützlinge fördern (Wildblumenwiese, Insektenhotel), Ferramol Schneckenkorn. 9. Rindenmulch hilft dem Boden Jein (bedingt richtig) Rindenmulch unterdrückt Unkraut und hält Feuchtigkeit, aber entzieht dem Boden beim Verrotten erst einmal Nährstoffe. Enthaltene Gerbstoffe können Wachstum mindern Insbesondere für junge Pflanzen und Gemüse problematisch (Nährstoffmangel!). Besser groben Mulchkompost verwenden. 10. Blumen sterben durch Sonnenstrahlen auf nassen Blättern Falsch! Wassertröpfchen wirken nicht wie „Lupen“ – das ist ein Mythos. Verbrennungen entstehen meist durch andere Ursachen wie Pilze. Sonnenstrahlen auf nassen Blättern schaden nicht. Sonst wären alle Blumen nach einem Sommerregen hin… 11. Viel Dünger = Viel Wachstum Falsch! Zu viel mineralischer Dünger kann Pflanzenwurzeln „verbrennen“ und schadet mehr als es nützt. Falsche Düngung stört das Nährstoffgleichgewicht, es entstehen Nährstoffblockaden. Überdüngte Pflanzen werden oft anfälliger für Krankheiten, weil das Gewebe weich ist. Organische Dünger wirken langsam und puffern Düngerfehler besser ab als Mineraldünger. Neudorffs Azet Dünger enthalten Hauptnährstoffe und Spurenelemente mit natürlicher Sofort- und Langzeitwirkung. Zusätzlich enthalten sind Mykorrhiza-Pilze und nützliche Mikroorganismen. 12. Wer keinen grünen Daumen hat, wird nie einen schönen Garten haben Falsch! Gärtnern kann jeder lernen: Mit ein wenig Wissen, Geduld und Ausprobieren wird jeder besser. Auch Profis machen Fehler – wichtig ist dranbleiben, nicht Perfektion. Viele Pflanzen sind robust und verzeihen sogar Anfängerfehler; der „grüne Daumen“ kommt mit der Zeit. 3 Tipps Behandle deinen Gartenboden gut. Er wird es dir mit Fruchtbarkeit danken. Dünge mit organischen Düngemitteln. Sie lassen deine Pflanzen gut wachsen. Mit Wissen, Geduld und Ausprobieren wirst du ein richtig guter Gärtner.
- Microgreens - besser als Sprossen!20.11., 04:0020.11.2025, 04:0000:18:22
Superfood von der Fensterbank, das sind Microgreens. Super-lecker und voller Vitalstoffe. Winterschutz im Garten Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Pflanzen leben doch draußen. Warum soll ich die im Winter betüddeln? Winterschutz hilft beim Überleben. Viele Pflanzen kommen mit Kälte zurecht – aber längst nicht alle. Vor allem empfindliche Arten aus milderen Klimazonen brauchen Schutz. Auch frisch gepflanzte Gewächse sind anfälliger. Und selbst robuste Pflanzen leiden, wenn Wind, Frost, Trockenheit und Wintersonne zusammenkommen. Schutz sorgt auch dafür, dass die Pflanzen gesund und kräftig in die neue Saison starten. Was passiert genau bei Kälte? Wasser in den Pflanzenzellen kann gefrieren und sich dabei ausdehnen. Eiskristall entstehen, können die Zellwände von innen sprengen. Aber warum frieren dann nicht alle Pflanzen einfach kaputt? Pflanzen aus kalten Regionen haben Schutztricks: Lagern Zucker und Salze in ihre Zellen, wirkt wie Frostschutz. Manche ziehen das Wasser aus ihren Zellen ab. Andere überwintern mit den wichtigen Teilen komplett im Boden. Frost bleibt gefährlich, wenn er plötzlich komm und die Pflanze noch nicht „umgestellt“ ist. Gibt es eine Faustregel, wer Schutz braucht und wer nicht? Ungefähr, ja: Heimisch = meistens winterhart. Immergrüne Pflanzen = empfindlicher, besonders wenn sie aus südlichen Regionen stammen. Mediterrane Pflanzen = brauchen in den meisten Regionen Deutschlands Winterschutz. Stauden, die im Herbst einziehen = oft erstaunlich robust. Frisch gepflanzte Gehölze sind empfindlicher als gut eingewachsene. Eigene Winterhärtezone (USDA-Zone, 13 Stück) zu kennen, ist wichtig. 1 bis 12: 1 extrem kalt (z.B. Sibirien), 12 tropisch (z.B. Singapur, Süd-Florida). Je höher die Zahl, desto milder der Winter – desto empfindlichere Pflanzen überleben draußen. Mitteleuropa i.d.R. Zone 6 bis 8. Bayerischer Wald: 6b / Durchschn. Tiefsttemperatur: -20 bis -17 Grad C. Oberrhein (Freiburg): 8b/ Durchschn. Tiefsttemperatur: -9 bis -6 Grad C Durch Klimaerwärmung verschieben sich die Zonen messbar nach oben. Wann legt man los mit dem Winterschutz? Bloß nicht zu früh! Sonst verliert sich das natürliche Signal: Der Winter kommt! Viele Pflanzen brauchen Kältereiz, um Stoffwechsel auf Wintermodus umzustellen. Ausnahme: frostempfindliche mediterrane (Rosmarin, Feige,…) und frisch Gepflanztes. Was eignet sich als Winterschutz? Reicht eine alte Decke? Bitte nicht. Decken saugen sich voll, werden schwer, und darunter staut sich die Feuchtigkeit -> Fäulnis. Besser: atmungsaktive Materialien wie Jute, Gartenvlies, Kokosmatten oder Tannenreisig. Halten Wind und Frost ab, lassen aber Luft durch Schafft klimatisches Polster, das die Temperatur um die Pflanze stabil hält. Für den Boden: Mulchschicht aus Laub, Kompost oder Rinde. Isoliert, hält die Wurzeln länger frostfrei und schützt vor schnellen Temperaturschwankungen. Warum das wichtig ist? Ständiger Wechsel zwischen Frost und Tau stresst die Pflanzenzellen besonders. Kannst du an einem Beispiel erklären, wie man für Winterschutz sorgt? Klar. Beispiel Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus). Sicher erst ab USDA-Zone 7 (bis – 17 Grad), z.B. Raum Kassel, Berlin. 1. Boden mulchen mit Laub oder Kompost -> damit Wurzeln nicht schnell durchfrieren. 2. Triebe schützen: Zweige locker in Jute oder Vlies einwickeln -> dämpft Frost, Wind, Sonne. 3. Mit einer Schnur locker befestigen -> wegen Wind. 4. Gießen nicht vergessen, vor allem an frostfreien, sonnigen Tagen. Gießen im Winter? Immergrüne wie Kirschlorbeer oder Rhododendron verdunsten auch im Winter Wasser. Ist der Boden gefroren, kommt nichts nach – das nennt man Frosttrocknis. Mehr dazu in unserer Podcastfolge „Frostschäden im Garten“. Kann man Pflanzen irgendwie vorbereiten auf den Winter? Ja, mit Kalium. Ist wie ein eingebautes Frostschutzmittel. Stärkt die Zellwände Reguliert den Wasserhaushalt Macht die Pflanzenzellen frostresistenter. Eine Gabe Azet KaliumDünger im Spätsommer oder Frühherbst – besonders bei empfindlichen Immergrünen. Und diese weiße Farbe an den Baumstämmen – gegen was hilft die? Bio-Baumanstrich: wirkt wie ein Sonnenhut im Winter. Reflektiert das Licht, damit sich die Rinde bei Wintersonne nicht zu stark aufheizt. Wenn es nachts schnell abkühlt, würden sonst Spannungsrisse in der Rinde entstehen – vor allem bei jungen Bäumen. Anstrich schützt vor Frostrissen und vor Schädlingen, die sich in der Rinde einnisten könnten. Benutzt man vor allem bei Obstbäumen und Beerensträuchern. Gibt es Sachen, die man nicht machen sollte? Ja, zum Beispiel Pflanzen in Plastik einwickeln. Feuchtigkeit staut sich, tagsüber zu warm, nachts eiskalt -> purer Stress! Nicht zu gründlich aufräumen. Ein Haufen Laub oder ein lockerer Reisighaufen schützt nicht nur den Boden und ist ein wertvolles Winterquartier für Igel, Marienkäfer oder Spinnen. Winterschutz ist also auch ein kleiner Beitrag zur Artenvielfalt! Und was ist mit Kübelpflanzen? Sonderfall, weil die Wurzeln im Topf viel schneller durchfrieren. Thema für eine eigene Folge. Muss ich vor dem Winter etwas zurückschneiden? Nein Bei vielen Stauden besser erst im Frühling schneiden. Vertrocknete Stängel bieten Winterschutz für Insekten und sehen mit Raureif schön aus. Ausnahme: Krankes, Abgebrochenes oder sich reibende Triebe -> im Herbst entfernen. Und wann kommt der Winterschutz wieder runter? Sobald keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Meist ab Ende März bis Mitte April, je nach Region. Bei längeren Warmluftphasen auch früher lüften, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Fun Fact: Wusstest du, dass manche Pflanzen sich selbst schützen? Die Christrose zum Beispiel rollt bei Kälte einfach ihre Blätter ein. So verdunstet sie weniger Wasser. Wird’s wärmer, entrollt sie sich wieder und blüht weiter. Und: Auch Schnee schützt! Klingt paradox, aber unter einer dicken Schneedecke bleibt’s oft wärmer als in der Luft darüber. Für Pflanzen ist das wie ein kuscheliger Pullover – Isolierung deluxe, ganz ohne Aufwand. 3 Tipps Kalium macht Pflanzen winterfit Nicht jede Pflanze braucht Schutz, aber manche brauchen ihn unbedingt. Atmungsaktive Materialien verwenden.
- Winterschutz im Garten06.11., 04:0006.11.2025, 04:0000:22:14
Welche Pflanzen brauchen Schutz vor Frost? Welche sind da unempfindlich? Welche Materialien nehme ich am besten dafür? Winterschutz im Garten Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Pflanzen leben doch draußen. Warum soll ich die im Winter betüddeln? Winterschutz hilft beim Überleben. Viele Pflanzen kommen mit Kälte zurecht – aber längst nicht alle. Vor allem empfindliche Arten aus milderen Klimazonen brauchen Schutz. Auch frisch gepflanzte Gewächse sind anfälliger. Und selbst robuste Pflanzen leiden, wenn Wind, Frost, Trockenheit und Wintersonne zusammenkommen. Schutz sorgt auch dafür, dass die Pflanzen gesund und kräftig in die neue Saison starten. Was passiert genau bei Kälte? Wasser in den Pflanzenzellen kann gefrieren und sich dabei ausdehnen. Eiskristall entstehen, können die Zellwände von innen sprengen. Aber warum frieren dann nicht alle Pflanzen einfach kaputt? Pflanzen aus kalten Regionen haben Schutztricks: Lagern Zucker und Salze in ihre Zellen, wirkt wie Frostschutz. Manche ziehen das Wasser aus ihren Zellen ab. Andere überwintern mit den wichtigen Teilen komplett im Boden. Frost bleibt gefährlich, wenn er plötzlich komm und die Pflanze noch nicht „umgestellt“ ist. Gibt es eine Faustregel, wer Schutz braucht und wer nicht? Ungefähr, ja: Heimisch = meistens winterhart. Immergrüne Pflanzen = empfindlicher, besonders wenn sie aus südlichen Regionen stammen. Mediterrane Pflanzen = brauchen in den meisten Regionen Deutschlands Winterschutz. Stauden, die im Herbst einziehen = oft erstaunlich robust. Frisch gepflanzte Gehölze sind empfindlicher als gut eingewachsene. Eigene Winterhärtezone (USDA-Zone, 13 Stück) zu kennen, ist wichtig. 1 bis 12: 1 extrem kalt (z.B. Sibirien), 12 tropisch (z.B. Singapur, Süd-Florida). Je höher die Zahl, desto milder der Winter – desto empfindlichere Pflanzen überleben draußen. Mitteleuropa i.d.R. Zone 6 bis 8. Bayerischer Wald: 6b / Durchschn. Tiefsttemperatur: -20 bis -17 Grad C. Oberrhein (Freiburg): 8b/ Durchschn. Tiefsttemperatur: -9 bis -6 Grad C Durch Klimaerwärmung verschieben sich die Zonen messbar nach oben. Wann legt man los mit dem Winterschutz? Bloß nicht zu früh! Sonst verliert sich das natürliche Signal: Der Winter kommt! Viele Pflanzen brauchen Kältereiz, um Stoffwechsel auf Wintermodus umzustellen. Ausnahme: frostempfindliche mediterrane (Rosmarin, Feige,…) und frisch Gepflanztes. Was eignet sich als Winterschutz? Reicht eine alte Decke? Bitte nicht. Decken saugen sich voll, werden schwer, und darunter staut sich die Feuchtigkeit -> Fäulnis. Besser: atmungsaktive Materialien wie Jute, Gartenvlies, Kokosmatten oder Tannenreisig. Halten Wind und Frost ab, lassen aber Luft durch Schafft klimatisches Polster, das die Temperatur um die Pflanze stabil hält. Für den Boden: Mulchschicht aus Laub, Kompost oder Rinde. Isoliert, hält die Wurzeln länger frostfrei und schützt vor schnellen Temperaturschwankungen. Warum das wichtig ist? Ständiger Wechsel zwischen Frost und Tau stresst die Pflanzenzellen besonders. Kannst du an einem Beispiel erklären, wie man für Winterschutz sorgt? Klar. Beispiel Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus). Sicher erst ab USDA-Zone 7 (bis – 17 Grad), z.B. Raum Kassel, Berlin. 1. Boden mulchen mit Laub oder Kompost -> damit Wurzeln nicht schnell durchfrieren. 2. Triebe schützen: Zweige locker in Jute oder Vlies einwickeln -> dämpft Frost, Wind, Sonne. 3. Mit einer Schnur locker befestigen -> wegen Wind. 4. Gießen nicht vergessen, vor allem an frostfreien, sonnigen Tagen. Gießen im Winter? Immergrüne wie Kirschlorbeer oder Rhododendron verdunsten auch im Winter Wasser. Ist der Boden gefroren, kommt nichts nach – das nennt man Frosttrocknis. Mehr dazu in unserer Podcastfolge „Frostschäden im Garten“. Kann man Pflanzen irgendwie vorbereiten auf den Winter? Ja, mit Kalium. Ist wie ein eingebautes Frostschutzmittel. Stärkt die Zellwände Reguliert den Wasserhaushalt Macht die Pflanzenzellen frostresistenter. Eine Gabe Azet KaliumDünger im Spätsommer oder Frühherbst – besonders bei empfindlichen Immergrünen. Und diese weiße Farbe an den Baumstämmen – gegen was hilft die? Bio-Baumanstrich: wirkt wie ein Sonnenhut im Winter. Reflektiert das Licht, damit sich die Rinde bei Wintersonne nicht zu stark aufheizt. Wenn es nachts schnell abkühlt, würden sonst Spannungsrisse in der Rinde entstehen – vor allem bei jungen Bäumen. Anstrich schützt vor Frostrissen und vor Schädlingen, die sich in der Rinde einnisten könnten. Benutzt man vor allem bei Obstbäumen und Beerensträuchern. Gibt es Sachen, die man nicht machen sollte? Ja, zum Beispiel Pflanzen in Plastik einwickeln. Feuchtigkeit staut sich, tagsüber zu warm, nachts eiskalt -> purer Stress! Nicht zu gründlich aufräumen. Ein Haufen Laub oder ein lockerer Reisighaufen schützt nicht nur den Boden und ist ein wertvolles Winterquartier für Igel, Marienkäfer oder Spinnen. Winterschutz ist also auch ein kleiner Beitrag zur Artenvielfalt! Und was ist mit Kübelpflanzen? Sonderfall, weil die Wurzeln im Topf viel schneller durchfrieren. Thema für eine eigene Folge. Muss ich vor dem Winter etwas zurückschneiden? Nein Bei vielen Stauden besser erst im Frühling schneiden. Vertrocknete Stängel bieten Winterschutz für Insekten und sehen mit Raureif schön aus. Ausnahme: Krankes, Abgebrochenes oder sich reibende Triebe -> im Herbst entfernen. Und wann kommt der Winterschutz wieder runter? Sobald keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Meist ab Ende März bis Mitte April, je nach Region. Bei längeren Warmluftphasen auch früher lüften, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Fun Fact: Wusstest du, dass manche Pflanzen sich selbst schützen? Die Christrose zum Beispiel rollt bei Kälte einfach ihre Blätter ein. So verdunstet sie weniger Wasser. Wird’s wärmer, entrollt sie sich wieder und blüht weiter. Und: Auch Schnee schützt! Klingt paradox, aber unter einer dicken Schneedecke bleibt’s oft wärmer als in der Luft darüber. Für Pflanzen ist das wie ein kuscheliger Pullover – Isolierung deluxe, ganz ohne Aufwand. 3 Tipps Kalium macht Pflanzen winterfit Nicht jede Pflanze braucht Schutz, aber manche brauchen ihn unbedingt. Atmungsaktive Materialien verwenden.
- Blühwunder im Schatten23.10., 04:0023.10.2025, 04:0000:22:04
Unter Bäumen wächst bei dir genau gar nichts? Das muss nicht so bleiben. Wir haben blühende Vorschläge für dich! Blühwunder im Schatten Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Es gibt viele Gärten, die sind total schön – bis auf diese eine Ecke. Unter der Hecke ist alles kahl, der Boden pickelhart, und an der Nordseite vom Haus wächst unter dem Dachüberstand auch nichts. Ah, die berühmte Todeszone! Gartenbereiche, in denen vermeintlich nichts wächst, gibt in fast jedem Garten – aber weißt du was? Sind gar keine Todeszonen! Auch da wachsen Pflanzen. Wo genau lauern diese Problemstellen im Garten? Unter großen Bäumen, die das Wasser wegsaugen. An der Nordseite des Hauses, wo die Sonne nie hinscheint. Unter Dachüberständen und Balkonen – da regnet es einfach nie hin (Traufschatten). Neben Hecken – die trinken alles weg. Im Neubaugarten, wo der Boden oft so hart ist, dass du denkst, du hast eine Straße statt Erde. Warum ist es da so schwer für Pflanzen? Weil nichts von oben kommt: kein Regen, kein Licht. Weil alles von unten genommen wird: Bäume und Hecken saugen Wasser und Nährstoffe weg. Dazu räumen wir Menschen oft noch Laub weg (wäre nötig für Humusaufbau). In Neubaugebieten ist der Boden hart wie Stein, weil Baufahrzeuge darüber gerollt sind. In älteren Wohngegenden wurde einfach nie was für die Bodenverbesserung in solchen Zonen gemacht. Lass uns praktisch werden. Wie heißen die kleinen Helden? In der Natur sind das die, die im Lebensbereich „Gehölz trocken“ wachsen. Elfenblume (Epimedium), Golderdbeere (Waldsteinia), Purpurglöckchen (Heuchera), Balkan-Storchschnabel (Geranium macorrhizum), Nieswurz (Helleborus), Bergenien, Immergrün (Vinca), Goldnessel (Lamiastrum), Efeu (Hedera), Japan-Segge (Carex morrowii), Wald-Marbel (Luzula) Zwiebelblumen/Knollengewächse wie Schneeglöckchen (Galanthus), Winterlinge (Eranthis), Elfenkrokus (Crocus=, Buschwindröschen (Anemone), Lerchensporn (Corydalis). Im dunklen Traufschatten braucht es richtige Helden: Balkan-Storchschnabel (Geranium macorrhizum), Elfenblume (Epimedium), Carex-Arten (Seggen/Gräser), Immergrün (Vinca), Golderdbeere (Waldsteinia). Tipp: Kletterpflanzen ohne Kletterhilfe können auch als Bodendecker wachsen (ok, es sind Gehölze…) VOR den Traufschatten pflanzen IN den Traufschatten wachsen lassen/lenken. Beispiele: Wilder Wein (Parthenocissus), Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris), Efeu (Hedera) Im Neudorff Pflanzenfinder gibt es noch viel mehr! Welche Überlebensstrategien haben die Pflanzen entwickelt? In der Sonne wären es an trockenen Stellen Sukkulenten mit fleischigen, kleinen Blättern. Funktioniert im Schatten nicht. Deshalb andere Strategien: Große Blätter fangen mehr Licht ein. Ledrige Blätter verringern die Verdunstung. Tiefreichende oder weit verzweigte Wurzelsysteme suchen Wasser weitflächig. Blühzeitpunkt im Frühjahr, bevor die Bäume Blätter bekommen, verschafft mehr Licht. Bilden von Speicherorganen wie Zwiebeln, Speicherwurzeln und Knollen sichert Überleben. Laubaufwurf in Trockenperioden spart Ressourcen. Geringer Nährstoffbedarf. Und: Sie arbeiten besonders gerne mit Pilzen zusammen (Mycorrhiza) Pilze erhöhen Trockenheitstoleranz, indem sie Wasseraufnahme steigern und Wurzelbildung anregen. Kann man selbst hinzugeben: Neudorff Wurzelstark, natürlicher Wurzelaktivator mit Mycorrhiza-Pilzen. Was kann man noch selbst tun, um den Stauden im trockenen Schatten zu helfen? Laub nicht wegkehren - Humus hilft! Speichert viel Wasser und hält dadurch länger Feuchtigkeit. Verbessert Bodenstruktur Erhöht Nährstoffverfügbarkeit. Tipp: einen Palettenrahmen auf den Boden setzen und mit Erde füllen (torffreie Neudorff PflanzErde) – hat den Effekt eines kleinen Hochbeets und macht es viel leichter zu pflanzen. Wie pflanzt man Stauden an problematischen Standorten? Boden locker machen (umgraben geht meistens eh nicht), einfach ein bisschen aufkratzen. Eine Schicht Kompost darauf geben oder torffreie Neudorff PflanzErde mit Mikroorganismen für schnelles Einwurzeln. Durchdringend angießen. Bis sie gut eingewurzelt sind, brauchen die Pflanzen regelmäßig Wasser (10 l pro Gabe und qm). Am besten im Herbst pflanzen – da ist die Konkurrenz von Bäumen kleiner (wenig Wasser- und Nährstoffkonkurrenz). Tiefwurzler wie Kiefer, Vogelbeere, Eibe, Berberitze holen Wasser und Nährstoff aus tiefen Schichten = leichter zu unterpflanzen. Unter/an Flachwurzlern wie Birke, Ahorn, Fichte, Thuja, Liguster herrscht großer Wurzeldruck und Kampf um die Nährstoffe in den oberen Bodenschichten. Muss man Stauden im trockenen Schatten viel pflegen? Überraschung: Nein! Wenn die Pflanzen erstmal angewachsen sind, musst man fast nichts mehr machen. Einmal in der Woche gießen, wenn’s richtig staubtrocken ist, reicht. Einmal im Jahr eventuell Rückschnitt. Zurückhaltend düngen mit Azet StaudenDünger im Frühjahr, wenn die Stauden austreiben. Langzeitwirkung, Mycorrhiza. Im Vergleich: Ein buntes Blumenbeet mit Prachtstauden braucht 20 Minuten Pflege pro Quadratmeter im Jahr – die Schattenecke nur 1 bis 2 Minuten. Wie wird die Todeszone zum Hingucker? Struktur durch Pflanzen in verschiedenen Höhen Blattschmuckpflanzen kombinieren Frühjahrsaspekt betonen Lücken mit natürlicher Deko kaschieren (Steine, Totholz, Sitzbank) Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Auf jeden Fall! Fördert Artenvielfalt. Verbessert die Luft. Verhindert Erosion. Macht weniger Arbeit als eine Schotterfläche. Lohnt sich der Aufwand speziell für Insekten? Ja, viele Insekten nutzen auch schattige Bereiche. Manche Wildbienen nisten gerne in Totholz, das im Schatten liegt. Schlupfwespen, Florfliegen und andere Nützlinge suchen Deckung und Überwinterungsplätze im Schatten. Letzte Frage: Stimmt es, dass unter einem Walnussbaum nichts wächst? Stimmt nicht so ganz. Problem 1: das Wurzelsystem Walnuss = großer Baum mit starken Wurzeln Zieht viel Wasser. Lösung: Rhizombildende Pflanzen wie Balkan-Storchschnabel suchen sich selbst die Lücken im Wurzelgeflecht. Problem 2: die Blätter. Sind sehr dick und brauchen lange zum Verrotten. Lösung: Laub häckseln und liegen lassen. Problem 3: Walnussbaum gibt an Wurzeln den Stoff „Juglon“ ab. Soll das Wachstum anderer Pflanzen hemmen. Lösung: Nicht alle Pflanzen sind gleich empfindlich. Ausprobieren. Was bleibt, ist stark genug bleibt Das war echt spannend! Danke dir! Und denk dran: Jede Ecke im Garten kann schön werden – man muss nur wissen, wie! 3 Tipps: Laub ist Gold – nicht wegräumen! Die richtigen Helden auswählen. Herbstzeit ist Pflanzzeit.
- Bäume für kleine Gärten09.10., 04:0009.10.2025, 04:0000:18:19
Dein Garten ist zu klein für einen Baum? Denkst du! Wir haben da ein paar Vorschläge. Bäume für kleine Gärten Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Ich sag’s ganz ehrlich – ich dachte immer: Bäume? Das ist was für Parks. Oder mindestens für Leute mit drei Garagen. Aber anscheinend geht’s auch kleiner. Ich habe Fragen – und Sabine hat hoffentlich Antworten. Die Wahrheit ist: Ein kleiner Baum kann ganz schön groß rauskommen – im besten Sinne. Geht nicht um Höhe, sondern um Wirkung. Gut gewählter Baum ist wie ein Möbelstück im Garten. Gibt Struktur, spendet Schatten, zieht Blicke auf sich – auch wenn er nur drei oder vier Meter hoch ist. Viele dieser „Kleinen“ haben es in sich – mit Blüten, Farben, Früchten oder einer tollen Form. Okay, stopp! Erstmal ganz einfach: Was ist eigentlich ein kleiner Garten? Also… wie klein ist klein? Kleiner Garten = 50–200 qm. Oft kein Platz für große Wurzeln oder ausladende Kronen. Wichtig bei der Baumwahl: wenig Schattenwurf, kein Stress mit Nachbarn. Gut geeignet: schmale oder kugelige Kronen und langsam wachsende Arten. Aber wie soll ich mich da entscheiden? Baum ist Baum, oder? Willst du Blüten? Willst du Herbstfarbe? Früchte? Schatten? Willst du Bienen was bieten oder Hauptsache pflegeleicht? Gibt’s nicht so einen Baum, der alles kann? So einen Chuck Norris unter den Bäumen? Gibt’s! Die Weidenblättrige Hänge-Wildbirne als Kopfveredelung (Pyrus salicifolia 'Pendula')zum Beispiel. Wird 4-7 m hoch (2 Stockwerke) und 3-4 m breit (weniger als ein normales Auto lang). Wächst langsam, hat hängende Zweige. Laub sieht aus wie das von einer Olive; schöne Herbstfärbung. Im Frühjahr weiße Blüten, die sogar leicht duften; gut für Insekten. Früchte ungenießbar für Menschen, aber attraktiv für Vögel. Hitzeverträglich, trockenresistent, stadtklimafest. Einziger Nachteil: bedornte Triebe. Okay, klingt gut. Aber was ist, wenn ich was Exotisches will? Ist das erlaubt, oder reißt mich dann die Insektenpolizei in Stücke? Solange du’s nicht übertreibst, und es keine invasive Art ist – kein Problem. „Ausländische“ Bäume vertragen unser extremer werdendes Klima sowieso teilweise besser. Leider. Japanischer Ahorn (Acer palmatum, O-Asien) oder Amberbaum (Liquidamber „Gumball“, N-Amerika) – bleiben klein, machen im Herbst tolle Farben. Zierkirsche ist ja auch eher ein Strauch… Ich hab ewig gesucht. Viele Sträucher kann man auch als Baum erziehen. Die Magnolie ist so ein Fall… einverstanden? Magnolien sind z.B. hübsch, bietet aber wenig für Insekten. Auch Groß-Bonsais bieten Insekten weniger als andere Bäume. Lösung: Umfeld mit heimischen Stauden aufwerten. Das klingt machbar. Gibt’s so was wie kleine Anfängerbäume? Top-5 Zierapfel (Malus „Everest“ oder „Red Sentinel“) Wuchs: kompakt, kugelige Krone, 3 bis 5 m. Weiße oder rosa Blüten im Frühjahr, kleine Früchte bis in den Winter (Vogelfutter!). Kaum Schnitt nötig, absoluter Insektenmagnet. Herzwurzler (Wurzelwerk wächst in die Tiefe und in die Breite). Wächst auch im Kübel, alle 2-3 Jahre umtopfen; wässern nicht vergessen. Kugel-Ahorn (Acer platanoides „Globosum“) Wuchs: von Natur aus kugelförmige Krone, Höhe und Breite ca. 6 m. Jährlich zurückschneiden. Passt überall hin. Robust und winterhart. Dichtes Geäst, guter Nistplatz für Vögel. Herzwurzler (Wurzelwerk wächst in die Tiefe und in die Breite). Super für Insekten, viel Nektar, eine der ersten Nektarquellen des Jahres. Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides „Nana“) Wuchs: Wie gemalt, kurzer Stamm, darüber perfekte Kugelkrone mit großen Blättern Krone bietet Vögeln Schutz. Bleibt bei 4 bis 6 m Höhe und Breite. Jährlicher Rückschnitt. Flachwurzler. Geht auch in sehr großen Kübeln, wässern nicht vergessen. Säulen-Hainbuche (Carpinus betulus „Frans Fontaine“) Wächst schlank, bis 6 m hoch, aber nur 2-4 m breit. Bleibt in Form, heimisch -> ökologisch top!. Null Drama bei der Pflege; man kann sie schneiden, muss aber nicht. Blätter bleiben z.T- über den Winter haften -> Struktur. Sehr insektenfreundlich, Vogelschutzgehölz. Herzwurzler. Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) Wuchs: locker, mehrstämmig, bis 4 m hoch (ist mehr ein Strauch, aber trotzdem top!) Blüht im Frühling wie wild, essbare Beeren, hübsche Herbstfärbung. Sonne bis Halbschatten. Herzwurzler, macht auch Ausläufer, deshalb Abstand zu Wegen halten. Kübelbäume brauchen gute Drainage, hochwertige Kübelpflanzenerde und im Frühjahr organischen Dünger. Im Winter bei starkem Frost gut einpacken oder geschützt stellen (siehe Podcast „Frostschäden im Winter). Und wie sieht’s mit Pflege aus? Viele kleine Bäume brauchen kaum Schnitt. Lieber natürlich wachsen lassen. Jungbaum braucht anfangs Wasser und Stütze. Düngen im Frühjahr mit organischem Dünger (z. B. Azet Baum-, Strauch- und Heckendünger). Im Herbst: mulchen, Laub liegen lassen – gut für Boden und Tiere. Wie pflanzt man einen Baum richtig ein? Beste Pflanzzeit: Herbst (Oktober/November) oder zeitiges Frühjahr. Pflanzloch ausheben: doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen; Boden am Grund lockern. Erde verbessern: ausgehobene Erde mit torffreier Pflanzerde mischen (z. B. NeudoHum UniversalErde). Baum einsetzen: Wurzelballen auf Bodenniveau setzen, mit Erde auffüllen, leicht andrücken. Wichtig: Es gibt zwei Formen von Jungbäumen – wurzelnackt (ohne Erde) und im Container (mit Topfballen). Wurzelnackte Bäume pflanzt man am besten im Herbst oder sehr zeitigen Frühjahr; sie müssen vor dem Pflanzen mehrere Stunden in Wasser gestellt werden. Containerbäume kann man fast das ganze Jahr über pflanzen (außer bei Frost), sie wachsen oft schneller an. Organisch Düngen: beim Pflanzen z. B. Azet Baum-, Strauch- & HeckenDünger einarbeiten (ca. 50 g). Gründlich angießen: um Bodenhohlräume zu schließen und den Wurzelkontakt zu sichern. Anbinden (falls nötig): mit Pfahl und weichem Band stabilisieren (z. B. bei windiger Lage). Mulchen: z. B. mit Rindenmulch oder Kompost – schützt vor Austrocknung & Unkraut. Fällt dir noch was ein, was wichtig ist? Bäume brauchen Platz. Nicht nur nach oben, sondern auch zur Seite – und nach unten. Mindestens zwei Meter Abstand zur Hauswand, damit die Wurzeln sich ausbreiten können Zur Grundstücksgrenze gilt meistens: mindestens 1,5 Meter bei kleinen Bäumen. Landesrecht – und manchmal auch Nachbarschaftssache. Also: im Zweifel vorher schlau machen oder einfach nett fragen. Auch der Wurzeltyp ist wichtig: Flachwurzler wie Zierkirsche oder Ahorn können Pflaster anheben Tiefwurzler wie die Hainbuche sind da entspannter. Felsenbirne: Mischtyp – unkompliziert. 3 Tipps Auch ein kleiner Garten hat einen Baum verdient Standort schlägt Wunschliste Wurzeltyp beachten
- Clematis schneiden - aber wie?25.09., 04:0025.09.2025, 04:0000:15:58
Eine der schönsten Kletterpflanzen ist die Clematis. Wer weiß, wie man sie schneidet, hat länger was von ihr. Clematis schneiden Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Was genau ist eine Clematis – und warum wachsen die manchmal wie verrückt über alles, was sie erreichen können? Clematis = mehrjährige Kletterpflanze, auch „Waldrebe“ genannt. Liebt es, sich irgendwo hochzuranken – an Kletterhilfen Zäunen, Hütten, sogar Bäumen. Wenn man sie nicht schneidet, tobt sie sich so richtig aus. Dann sieht der Garten aus wie Dschungel. Kann man die jetzt einfach runterschneiden oder ist es eher wie beim Friseur: „Einmal Spitzen bitte“? Kommt drauf an, wann und wie deine Clematis blüht. Gibt drei Schnittgruppen. Gruppe 1: kaum schneiden Gruppe 2: halb schneiden Gruppe 3: richtig viel schneiden Wie findet man raus, welche Gruppe man hat? Ein Jahr lang beobachten, wann die Clematis blüht. Frühling? Sommer? Zweimal? Was ist wenn die Clematis schon blüht, während ich noch eine dicke Jacke trage? Gehört sie wahrscheinlich zu Gruppe 1. Gruppe 1 blüht im Frühling, z. B. Berg-Waldrebe (Clematis montana) –wild wie ein Teenie. Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) – wie zarte Glöckchen. Blüht am alten Holz vom letzten Jahr. Nach der Blüte nicht oder nur leicht schneiden, sonst gibt's nächstes Jahr nix zu sehen. Okay. Frühblüher = zickig beim Schnitt. Nur vorsichtig ran! Und was ist mit der, die im Mai blüht… und dann nochmal später? Das ist Gruppe 2 –sind fleißig und blühen zweimal (Mai/August) Erst am alten Holz, dann am neuen. häufig große Blüten Klassiker: „Nelly Moser“ – rosa mit Streifen oder „The President“ – violett und elegant. Beim Schnitt kommt’s drauf an, was du erreichen willst. Triebe nur 20 cm kürzen im November/Dezember = üppiger Frühjahrsflor, aber Pflanze kann von unten verkahlen Triebe stärker kürzen: Blüte im Frühjahr fällt aus/weniger, aber Pflanzen vergreisen weniger. Die meisten schneiden im Frühjahr auf etwa 50–100 cm zurück. Dann blühen sie wieder schön oben und unten. Und wenn die Clematis erst im Juli loslegt? Sommerblüherin, Gruppe 3. Blüht nur am frischen Austrieb. Im Spätwinter (bevor der neue Austrieb beginnt) ganz mutig runterschneiden – auf 30 bis 50 cm. Sonst werden die Triebe dünn und bilden immer weniger Blüten So richtig krass Runterschneiden?! Ja! Die freuen sich darüber. Typische Sorten: Polish Spirit (dunkelviolett) oder Madame Julia Correvon (himbeerrote Blüten). Gruppe-3-Clematis sind wie Teenager mit viel Energie: Die wollen was Neues anfangen, nicht am alten Zeug rumhängen. Frühling = Vorsicht beim Schneiden, Frühling & Sommer = Mittel, nur Sommer = Mut zur Schere! Hab ich’s? Genau! Und wenn du’s nicht weißt, hilft Beobachten: Wann blüht sie – und wo? Unten, oben, mehrmals? Clematis schneiden ist wie Zähneputzen: Am Anfang denkt man „och nö“, aber wenn man’s regelmäßig macht, strahlt sie wieder. Die Clematis merkt’s und bedankt sich – mit vielen, vielen Blüten. Dünger brauchen Clematis bestimmt auch, wenn die so stark wachsen und blühen. Stimmt. Clematis = hungrige Pflanzen – vor allem, wenn sie viel blühen sollen. Im Frühling düngen, wenn sie austreiben – also ab März. Organischer Azet RosenDünger oder Azet StaudenDünger. Gibt die Nährstoffe langsam ab und ist gut für Bodenleben und Wurzeln. Eine Gabe im Frühjahr reicht, bei schwachem Wuchs kannst du im Juni nochmal leicht nachdüngen. Und welches Werkzeug brauch ich zum Schneiden? Eine Heckenschere? Besser nicht. Scharfe Gartenschere reicht. Bei älteren Pflanzen: eventuell Handschuhe (Triebe können drahtig werden). Was ist mit dem Beet. Der Fuß der Clematis soll immer im Schatten liegen, heißt es. Stimmt das? Die Idee dahinter: Die Clematis liebt Sonne im Gesicht – aber Schatten an den Füßen. Regel stammt aus der Beobachtung. In der Natur wachsen viele Clematis am Waldrand = also im Halbschatten, Triebe strecken sich ins Licht. Daraus hat sich diese Faustregel entwickelt. Gibt es Forschung, die das stützt? Nicht wirklich. Keine Studien, die sagen: „Clematis muss im Schatten wurzeln, sonst geht sie ein.“ Ist mehr eine Beobachtungstradition als eine wissenschaftlich belegte Notwendigkeit. Also eher so was wie: „Hat sich bewährt“? Genau. Tatsächlich gibt es eine interessante Gegenstimme. Robert Pavlis, kanadischer Gartenautor und Betreiber von gardenmyths.com . Seine Meinung: Clematis-Wurzeln brauchen keine künstliche Kühlung. Er beobachtet, dass Clematis in Gärtnereien in schwarzen Plastiktöpfen – in voller Sonne – wunderbar wachsen. Wenn der „kühle Fuß“ wirklich nötig wäre, wären die längst eingegangen. Außerdem warnt er davor, die Wurzeln mit Bodendeckern zu beschatten (Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe). Seine Empfehlung: Clematis tief pflanzen, Boden mit Mulch schützen Sind Clematis gut für Insekten und naturnahe Gärten? Kommt auf Sorte an. Gefüllte Clematis, vor allem viele großblumige Hybriden, sind für Insekten wenig interessant (wenig oder gar keinen Nektar). Einfach blühende Arten wie Clematis viticella (Schnittgruppe 3 – im Frühjahr kräftig zurückschneiden), Clematis alpina (Schnittgruppe 1 – nach der Blüte auslichten) oder Clematis integrifolia (Schnittgruppe 3 – im Frühjahr kräftig zurückschneiden; „Stauden-Clematis“) sind da viel besser. Werden von Wildbienen, Hummeln und Käfern besucht. Besonders naturnah: heimische Clematis vitalba „Waldrebe“. Wächst wild an Waldrändern, blüht spät im Jahr, gute Pollenquelle für Insekten im Spätsommer. Nach der Blüte bleiben die Samenstände zurück – wie kleine silberne Wuschelköpfe. Kann man trocknen und für Deko verwenden. Kann man aus den langen Trieben auch was basteln? Klar. Nicht wegwerfen! Frisch mehrere Triebe locker zu einem Ring winden und trocknen lassen. Hält jahrelang und lässt sich immer wieder saisonal dekorieren. 3 Tipps: Gruppe 1 – wenig schneiden, Gruppe 2 – halb schneiden, Gruppe 3 – viel schneiden Wurzelbereich mit Mulch schützen Für kräftigen Wuchs und üppige Blüte im Frühjahr düngen mit Azet RosenDünger oder Azet StaudenDünger
- Obst mal anders11.09., 14:2511.09.2025, 14:2500:21:41
Keine Lust auf Äpfel? Wir haben ein paar ausgefallene Obstarten für deinen Garten Ausgefallenes Obst, das (fast) von selbst wächst Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Erdbeeren, Äpfel, Johannisbeeren … kenn ich alles. Wenn ich was pflanze, will ich was Besonderes! Dann bist du heute genau richtig. Wir stellen Obstarten vor, die du nicht an jeder Ecke findest, aber trotzdem superleicht im Garten wachsen. Also kein Tropenhaus und kein grüner Daumen nötig? Ganz genau. Die Pflanzen sind robust, winterhart – und das Beste: Du kannst sie naschen, ohne dass du gleich Marmelade einkochen musst. Klingt gut! Dann her mit den Geheimtipps. Maibeere (Lonicera caerulea var. kamtschatica) Blaue Beeren wie längliche Heidelbeeren. Geschmack: wie Heidelbeere mit leichter Zitrusnote. Blüht schon im März, gut für Bienen. Ernte schon im Mai (vor Erdbeeren und allem anderen). Sehr frosthart, trockenheitstolerant, wird nicht hoch – ideal für kleine Gärten. Zwei Sorten pflanzen für gute Bestäubung und mehr Ernte. Standort: sonnig bis halbschattig. Anspruchslos bzgl. Boden (gerne humos) – wächst sogar in der Nähe von Hecken. Pflanzabstand ca. 1,5 Meter, buschiger Wuchs. Das Schöne: brauchen kaum Pflege, fast so anspruchslos wie Giersch ;-) Nach der Ernte auslichten, vor dem Austrieb Kompost ausbringen. Weil die Früchte weich und empfindlich sind, gibt’s die kaum im Supermarkt. Selbst anbauen lohnt sich also richtig. Fun Fact: Der Saft färbt Joghurt herrlich purpurrot. Hört sich an, als ob man gut ein Frühstücksdate mit der Maibeere haben könnte. Was noch? Japanische Weinbeere (Rubus phoenicolasius) Sieht aus wie orangerote Himbeere mit Glitzerfell. Blüte Mai/Juni (sehr bienenfreundlich), Ernte ab Juli bis September. Früchte süß, aromatisch, direkt essbar. Braucht ein Spalier oder einen Zaun. Ruten bilden im ersten Jahr nur Blätter, im zweiten Jahr Blüten und Früchte. Triebe, die gefruchtet haben, sterben ab -> nach der Ernte alte Ruten rausschneiden, fertig. Boden muss feucht bleiben -> Stroh oder Mulch ausbreiten. Man muss ein bisschen aufpassen – sie wächst gerne wild drauflos. Da merkt man die Verwandschaft zur Brombeere. Aber mit einem Spalier oder Zaun hat man sie gut im Griff. Und der Anblick! Die roten, klebrigen Triebe mit den Drüsenhaaren glitzern im Sonnenlicht – fast wie mit Zauberpulver bestreut.. Ich seh’s quasi vor mir. Kennst du noch ein malerisches, ausgefallenes Obst? Felsenbirne (Amelanchier spp.) „Mehrjahreszeitengehölz“: Blüte im Frühling, Beeren im Sommer, Herbstlaub, hübscher, schirmförmiger Wuchs; auch schön für Vorgarten oder Kübel. Geschmack: süß, leicht mandelig – wie Rosinen frisch vom Strauch. Kein Schnitt nötig, sehr robust. Fruchtsorten: ‘Prince William’ (Amelanchier canadensis) oder ‘Smokey’ (Amelanchier alnifolia). Vögel lieben sie ebenfalls – wer selbst ernten will, sollte schnell sein oder ein Netz nutzen. Ich hab gelesen, dass die Felsenbirne auch heiße Sommer gut wegsteckt. Klingt nach der perfekten Pflanze für Klimawandel-Gärten. Absolut. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Was empfiehlst du noch? Taybeere (Rubus fruticosus x idaeus) Kreuzung aus Himbeere und Brombeere. Blüht im Mai/Juni und fruchtet ab Juli bis in den Herbst. Große, dunkle Früchte mit sattem Aroma – perfekt für Kuchen oder direkt vom Strauch. Trägt zuverlässig, aber braucht Platz, ein stabiles Spalier und genügend Feuchtigkeit Schnitt: Im Frühjahr abgeerntete Ruten bodennah entfernen. Im Sommer Seitentriebe neuer Triebe auf zwei Augen einkürzen. Fruchtet im nächsten Jahr (an einjährigen Trieben). Standort sonnig, Boden nahrhaft –gern mit etwas Kompost oder NeudoHum BeerenobstErde starten. Die Taybeere ist ein echter Kraftprotz – aber sie braucht ein bisschen Raum. Wer ihr Platz gibt, wird mit richtig dicken Früchten belohnt. Und sie ist weniger kratzbürstig als viele Brombeeren. Verletzungsfrei ernten – wenn das nichts ist! Wenn dir das wichtig ist, magst du bestimmt auch meinen letzten Tipp: Mispel (Mespilus germanica) Die Mispel ist die schrullige Tante unter den Obstgehölzen – ungewöhnlich, aber mit echtem Charakter. Eine wahre Delikatesse. Früchte sehen schräg aus, schmecken nach Frost wie Apfelmus mit Karamellnote. Trägt regelmäßig, kaum Schädlinge oder Pflegebedarf. Kein Schnitt, kein Stress – einfach wachsen lassen. Ideal für naturnahe Gärten (Bienennahrung) und als Solitärbaum. Windgeschützter Standort wäre gut. Früchte muss man nach der Ernte nachreifen lassen, bis sie weich werden. Erst nach dem Frost schmecken sie gut. Fachbegriff: Bletten = warten bis matschig, dann lecker. Bleiben die wirklich so lange am Baum? Idealerweise ja. Wenn sie zu reif werden und drohen abzufallen: pflücken und über Nacht in den Gefrierschrank legen. Aber besser möglichst lange hängen lassen. Dann lass uns noch über das Pflanzen reden. Wann ist die beste Pflanzzeit? Herbst oder Frühjahr. Wurzelnackte Pflanzen (das sind die, die fast tot aussehen) nur in der laublosen Zeit pflanzen, also Herbst bis Frühling. Topfware geht das ganze Jahr über, solange der Boden frostfrei ist. Vor dem Pflanzen den Topfballen gut wässern und wurzelnackte Pflanzen über Nacht in einen Eimer Wasser stellen. Was kommt ins Pflanzloch? NeudoHum BeerenobstErde (locker und humusreich, Bio-Erde ohne Torf). Für einen guten Start: organischen Azet Beeren& ObstDünger mit Langzeitwirkung dazugeben. Gießrand formen und ordentlich wässern nicht vergessen. Hast du noch mehr Gärtnerwissen, das zu einer ordentlichen Ernte führt? Wer mulcht, spart sich einiges an Gießarbeit. Zur Fruchtbildung brauchen alle Beerensträucher gute Wasserversorgung. Jährlich im Frühjahr nachdüngen mit Azet Beeren- und ObstDünger. Also wenn man damit nicht Lust aufs Pflanzen kriegt, weiß ich auch nicht! Probier's aus. Es muss ja nicht gleich ein ganzer Obstgarten sein. Eine Maibeere am Zaun, eine Felsenbirne im Vorgarten oder eine Taybeere am Carport reicht für den Anfang. 3 Tipps Robuste Raritäten lohnen sich Fachgerecht pflanzen und organisch düngen – dann wächst es quasi von allein Früchte mit Netzen vor diebischen Vögeln schützen
- Pflegeleicht ins Gartenglück28.08., 05:0028.08.2025, 05:0000:24:35
Entspanntes Gärtnern ist möglich: mach es dir leichter im Garten. So wird der Garten pflegeleicht Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Pflegeleicht – das klingt, als müsste man im Garten eigentlich gar nichts mehr tun. Wäre schön, oder? Ganz so einfach ist es nicht. Aber man kann den Aufwand deutlich verringern, wenn man ein paar Dinge von Anfang an richtig plant. Und worauf kommt es da an? Lass uns das mal durchgehen – Stauden, Nutzgarten, Obst, Wege, Wasser, Werkzeuge … und natürlich das ewige Thema: Unkraut. Viele denken ja: Rasen ist pflegeleicht. Mähen und fertig. Leider nein. Rasen ist einer der größten Zeitfresser im Garten. Regelmäßiges Mähen – im Schnitt 25–30 Mal im Jahr Düngen, Nachsäen, Vertikutieren, Kanten schneiden, … Und in trockenen Sommern: vielleicht noch gießen – sonst wird er braun Je perfekter er aussehen soll, desto mehr Arbeit macht er! Wie geht’s pflegeleichter? Weniger Rasen ;-) Eine zentrale Rasenfläche reicht oft zum Spielen, Sitzen, Picknicken. Den Rest umwandeln: Wildblumenwiese – nur 1 - 2 mal mähen pro Jahr, kein Gießen, kein Düngen. Staudenflächen oder Gehölzstreifen. Oder einfach mit trittfesten Kräutern wie kriechender Thymian (Thymus praecox) bepflanzen. Entspannt bleiben – Gänseblümchen und Klee im grünen Teppich sind kein Weltuntergang, sondern nützlich für Bienen. Der Clou: mit einer Blumenwiese holt man sich die freiwilligen Schädlingsbekämpfer wie Schwebfliegen und Co in den Garten. Dann braucht man nix gegen Blattläuse zu machen. Stauden sind doch eigentlich unkompliziert, oder? Wenn man die richtigen wählt – ja. Der Trick ist: Standortgerecht pflanzen: Trockenheitsverträgliche Arten in die Sonne, Schattenstauden in den Schatten, etc. Der Staudengärtner deines Vertrauens weiß Bescheid. Und unser Staudenfinder für insektenfreundliche Pflanzen auch Dicht pflanzen: Je weniger nackter Boden sichtbar ist, desto weniger Unkraut kommt hoch. Robuste, konkurrenzstarke Arten wählen: z. B. Katzenminze (Nepeta xfaassenii), Frauenmantel (Alchemilla mollis), Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea), Storchschnabel (Geranium in vielen Arten). Ziergräser wie Lampenputzergras oder Federborstengras dazwischen bringen Struktur – wenig Pflege, viel Wirkung. Einmal im Jahr etwas Kompost oder reifen Humus einarbeiten – das verbessert die Bodenstruktur und spart später Arbeit. Vielleicht noch ein paar Beispiele für Stauden, die nicht so sinnvoll sind (Diva-Stauden finde ich einen super-Begriff!) Also keine Diva-Stauden. Was ist mit Rosen? Geht mit pflegeleichten Sorten wie robusten Kleinstrauchrosen (‘Heidetraum’, ‘Gärtnerfreude’) – keine empfindlichen Edelrosen. Unkraut ist auch ein großer Zeitfresser, oder? Auf jeden Fall. Und es kommt zuverlässig – sobald irgendwo Boden frei ist. Dicht bepflanzen oder abdecken ist die halbe Miete. Mulchen ist Gold wert: mit Rasenschnitt, Mulchkompost, Laubkompost – je nach Fläche. Tipp: Früh im Jahr mulchen, bevor die Samen keimen. Staudenbeete eng planen, z. B. mit 6–8 Pflanzen pro Quadratmeter, je nach Art. Fugen mit trittfesten Kräutern begrünen: z. B. kriechender Thymian (Thymus serpyllum) oder römische Kamille (Chamaemelum nobile) In der Einfahrt zum Carport Rasengittersteine setzen. Die begrünen – und man muss keine Fugen kratzen! Eigenes Gemüse klingt romantisch. Ist das viel Arbeit? Nur wenn man’s übertreibt. Pflegeleicht geht so: Mit wenig anfangen. Zwei Beete reichen. Jungpflanzen kaufen statt alles selbst vorziehen. Sorten für Einsteiger wählen: Zucchini, Mangold, Pflücksalat, Buschbohnen, Radieschen. Hochbeete nutzen: weniger Unkraut, bequemer, schneckenärmer. Regelmäßig mulchen, z. B. mit Stroh – hält den Boden feucht und das Unkraut klein. Humusgabe im Frühjahr verbessert die Bodenstruktur dauerhaft. Nicht den ganzen Garten mit Gemüse vollpflanzen – lieber weniger, das dafür gut. Mit dem Gießen verbringt man ganz schön viel Zeit … Du kannst auch erstmal einzelne Salatpflanzen ins Staudenbeet pflanzen 😊 Wie kann man sich das Gießen leichter machen? Ein Riesenthema. Wenn du Gießkannen ewig schleppen musst, wirst du das Gärtnern schnell leid. Beete, die man gießen muss, möglichst nah am Wasseranschluss oder an der Regentonne. Tropfbewässerung mit Zeitschaltuhr spart enorm Zeit. Große Kübel statt viele kleine – trocknen langsamer aus. Pflanzen mit geringem Wasserbedarf verwenden: Lavendel (Lavandula angustifolia), Salbei (Salvia officinalis), Fetthenne (Sedum spectabile), Wollziest (Stachys byzantina). Kräuter in Küchennähe – z. B. auf der Terrasse – spart auch „Weg“. Ist ein Apfelbaum pflegeleicht? Kommt drauf an. Große Bäume brauchen regelmäßig Schnitt, und Fallobst ist ein Thema. Pflegeleichter sind Beerensträucher: Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren – gut zu schneiden, einfach zu beernten. Oder: Säulenobst – braucht wenig Platz, wächst langsam, ideal für kleine Gärten. Pflegeleichte Sorten wählen („schorfresistent“ bei Äpfeln, Herbsthimbeeren statt Sommerhimbeeren,… ) Und Erdbeeren? Können aufwendig sein, brauchen nach spätestens drei Jahren eine Verjüngung. Im Boden: Unkraut, Fäulnis, Schneckenproblem. Im Hochbeet oder Kasten: übersichtlicher, weniger Schädlinge. Reihen regelmäßig mulchen, z. B. mit Stroh – hält die Früchte sauber. Probier’s mal mit einer Erdbeerwiese mit Walderdbeeren! Vorhin hast du das Werkzeug angesprochen. Was ist damit? Wer mit billigem Gerät hantiert, verliert irgendwann die Lust. Gute Schere, stabiler Spaten, solider Rechen, handliche Schubkarre – spart Nerven und Zeit. Sichtschutz ist ja oft gewünscht – also Hecke? Ja, aber mit Bedacht. Klassische Formschnitthecken (Liguster, Thuja) brauchen zwei Schnitte im Jahr. Pflegeleichter sind Wildgehölze: Felsenbirne (Amelanchier), Kornelkirsche (Cornus mas), Schneeball (Viburnum), Heckenkirsche (Lonicera); muss nur alle paar Jahre ausgelichtet werden Langsam wachsende Alternativen: Glanzmispel (Photinia fraseri), Zwergliguster (Ligustrum vulgare 'Lodense'), Blutberberitze (Berberis thunbergii). Von Anfang an genug Platz in der Breite einplanen, sonst wuchert’s schnell in den Weg. Und was sollte man sich im pflegeleichten Garten einfach sparen? Wechselbepflanzung mit Stiefmütterchen und Co – wer ständig umgestaltet, hat ständig zu tun. Zu viele kleine Kübel und Balkonkästen. Scheinbare „pflegeleichte“ Kiesflächen – Unkraut kommt trotzdem. Alles immer sofort „sauber“ machen. Laub, Totholz, verblühte Stauden dürfen bleiben. 3 Tipps Weniger Rasen, mehr Vielfalt Vorbeugen statt Nacharbeiten Kluge Strukturen schaffen
- 111! Jubel, Trubel, Gartenlust25.08., 08:1925.08.2025, 08:1900:29:27
Die 111te Episode wird gefeiert. Es geht um Sabines Garten, und ihre Tops und Flopps 111! Jubel, Trubel, Gartenlust Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de 111 Episoden – was für eine schöne Schnapszahl! Genau, das feiern wir hier in unserem Garten Wie war der Anfang, was stand von Anfang an fest? Gelände modellieren lassen Keine durchgehende Hecke, sondern unterbrochen durch Wildobststräucher Was waren deine größten Topps und Flopps?? Erstmal die Topps Garten tieferlegen Buchenlaube Blumenwiese – nie wieder Blattlaus-Probleme Apfel-Spalier als Hecken-Bestandteil Keine durchgehende Hecke als „Mauer“ Zisterne für Regenwasser Spaliere aus Akazienholz Thymian als Bodendecker um Steinfliesen – herrlich zum Schlufen! Und die Flopps Buchsbaumhecke – noch steht sie…. Habe völlig vergessen, den Flieder zu schneiden – den ich gar nicht haben sollte Zeitpunkt des Schnitts der Blumenwiesen – immer wieder schwierig Traubenhyazinthen vertrauen – ganz schlecht!! Mehr fällt mir nicht ein 😊 Was sehen wir hier denn alles? Zwei Gemüsebeete mit ca. 60 qm, umkränzt von einer Buchsbaumhecke 2 Blumenwiesen von 30 qm?? Staudenbeet Kräuterbeet Kompost Buchenlaube Was ist denn hier alles im Gemüsebeet zu sehen? Meist keinen exakten Plan Schwierig ist meine Vorliebe für Kohl! Wegen der Kohlhernie muss ich immer wechseln mit dem Beet Das Stauden-Beet sieht ja ziemlich dicht aus das ist immer der Plan einmal im Frühling Stauden runterschneiden und Unkraut zupfen und dann so dicht wachsen lassen, dass Unkraut kein Thema ist im Frühling oder Herbst kommt große Menge Kompost drauf, auch zum Mulchen Was liegt hier eigentlich auf den Beeten rum? Das ist so grobes braunes Zeugs, sieht aus wie Pflanzenreste Das ist mein grober Mulchkompost, den ich selbst mache. Ist sehr nährstoffreich, lockert den Boden Werfe ich nur drauf, arbeite es nicht ein Macht den Boden lockerer, wir haben hier so schweren Lehmboden Hier sind ja auch überall Nisthilfen für Insekten Ja, verschiedenste Arten für unterschiedliche Viecher Sind heiß begehrt Durch die vielen Wildbienen hängen die Obstbäume und Sträucher immer mega-voll! Wie arbeitsintensiv ist eigentlich so eine Blumenwiese? Gar nicht! 1-2x im Jahr runtermähen Im Frühling einmal grob größeres Unkraut rausrupfen – das wars
- Stechmücken - eher unbeliebt14.08., 04:1014.08.2025, 04:1000:20:54
Warum Stechmücken doch zu etwas gut sind. Und was ihr trotzdem gegen sie unternehmen könnt. Warum Stechmücken nerven – und was man dagegen tun kann Der Podcast für Garten-Nerds, Naturfreunde – und alle, die abends draußen sitzen wollen, ohne zerstochen zu werden. Warum werden eigentlich manche Menschen so zerstochen und andere nicht? Gute Frage. Total ungerecht, oder? Tatsächlich stechen Mücken nicht einfach wahllos zu – sie haben Vorlieben. Ach echt? Nehmen die nicht, was (oder wer) da ist? Nein, die sind wählerisch. Wer mehr schwitzt, schneller atmet oder bestimmte Duftstoffe auf der Haut hat, wird häufiger gestochen. Manche Faktoren sind genetisch. Kann man sich nicht wirklich aussuchen, manche Menschen sind leider einfach „Mückenmagnete“. Helfen Hausmittel wie Licht ausmachen, weniger Zucker essen oder Vitamin B? Alles Mücken-Mythen! Mücken werden nicht vom Licht angezogen – sondern von CO₂, Körperwärme und Geruch. Zuckerkonsum beeinflusst die Attraktivität für Mücken nicht – kannst weiter Eis essen. Keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für Wirksamkeit von Knoblauch oder Vitamin B. Was wollen Steckmücken von uns? Nur eins: Blut. Aber nur Weibchen stechen. Brauchen Proteine und Eisen für die Eiablage, pro Stich durchschnittlich ¼ eines Blutstropfens. Männchen interessieren sich für Blütennektar, haben gar kein Stechwerkzeug. Das macht's jetzt auch nicht besser. Aber wofür gibt's die Quälgeister überhaupt? Ganz ohne Mücken gäbe es also ein großes Loch im Speiseplan vieler Tiere. Larven dienen Libellen, Amphibien und Fischen als Nahrung (gibt’s sogar im Zoofachhandel ;-) Fledermäuse futtern gern erwachsene Mücken. Fun Fact: In der Arktis sind Mückenschwärme überlebenswichtig für Zugvögel und beeinflussen sogar Rentier-Wanderrouten Wann sind Steckmücken besonders aktiv? Heimische Stechmücken sind in der Dämmerung (morgens und abends) besonders aktiv. Am liebsten windstill und feucht ist. Mückensaison beginnt je nach Wetterlage im späten Frühling, oft ab Mai. Besonders viele Mücken ab Juni bis August, auch im September noch, solange wenn mild und feucht. Heimische Stechmücken? Zugewanderte gibt es auch: Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Klein, schwarz-weiß gestreift, aggressiv, TAGAKTIV. Überlebt jetzt auch in Europa wegen Klimawandel; kommt ursprünglich aus Südostasien, aber mittlerweile auch in Baden-Württemberg, Bayern, NRW, Hessen angekommen. Kann theoretisch auch Krankheitserreger übertragen, in Deutschland bislang keine Infektion nachgewiesen. Wie leben die Mücken? Ei – Larve (4 Stadien) – Puppe – fertige Mücke. Entwicklung dauert bei warmem Wetter wenige Tage. Weibchen legen Eier in kleinste Wasseransammlungen auf Wasseroberflächen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die im Wasser leben. Verpuppung, schlüpfen. Schwupps – fertig ist die nächste Generation Blutsauger. Und was kann man jetzt konkret tun, wenn man im Garten keine Lust auf Mücken hat? Da hilft zum Beispiel Neudomück StechmückenFrei. Bekämpft gezielt Mückenlarven und zwar, bevor sie erwachsen werden. Wie funktioniert das? Biologischer Wirkstoff Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) – ein gutes Bakterium! Greift gezielt Larven der Steckmücken an. Einfach ins Wasser geben, in dem die Larven leben – 1 Tablette reicht für 1.000 l Wasser. Tablette löst sich auf, Larven nehmen den Bacillus auf. Entwicklung wird gestoppt, Larven sterben; Wirkdauer ca. 4 Wochen Das ist wirklich nicht schädlich für andere Lebewesen? Nein, BTI ist ungiftig für Menschen, Haustiere, Fische, Vögel und alle anderen Tiere im Garten. BTI = natürlich vorkommendes Bodenbakterium, das winzige „Kristalle“ produziert. Kristalle werden von den Stechmückenlarven gefressen. „Zaubertrank“ im Darm reagiert mit den Kristallen Im basischen Darm der Larven werden die Kristalle in giftige Teile zerlegt. Schlüssel passt ins Schloss Diese Gift-Teile docken an spezielle Andockstellen (Rezeptoren) an der Darmwand an – wie ein Schlüssel, der nur hier passt. Zellen werden zu Wasserbomben Dadurch öffnen sich winzige Löcher in der Darmwand. Wasser strömt ein → die Zellen blähen sich auf wie ein Luftballon und platzen. Larve stirbt Der Darm wird zerstört – die Larve kann nicht mehr fressen und geht zugrunde. Warum nur Mücken? Andere Tiere haben keine passenden Andockstellen im Darm. Bei ihnen bleiben die Kristalle harmlos wie Sandkörner. Fazit: BTI ist kein Gift - Wasser kann bedenkenlos weiter als Gießwasser verwendet werden. Und was kann ich sonst noch tun, damit ich die Mücken erst gar nicht anlocke? Pfützen, Vogeltränken, alte Eimer, nicht abgedeckte Regentonnen… stehendes Wasser zieht die Weibchen magisch an und ist wie ein Wellnesshotel für Mückenlarven. Regentonnen abdecken Blumentopf-Untersetzer regelmäßig leeren Wasser in Vogeltränken etc. oft wechseln Teichpumpen installieren (Wasserbewegung reduziert Larvenentwicklung) Garten so gestalten, dass sich kein Wasser sammelt Kann man natürliche Feinde fördern? Fledermäuse: Fledermausquartier Anbringung: Süd-/Westseite in 4 m Höhe mit freiem Anflug. Zusatztipp: Nachtduftpflanzen (z. B. Nachtkerze) locken weitere Insekten als Futter an. Libellen: Libellenlarven fressen Mückenlarven; außerdem Schilf – wichtig für Eiablage, als Ansitzpunkt für Jagd, als luftfeuchter Bereich für Häutung. Seerosen – wichtig für Eiablage, als Paarungsort, Versteck für die Larven. Und was, wenn die Mücken trotzdem kommen? Helle, lockere Kleidung und STRÜMPFE (stechen gern an der dünnen Haut am Knöchel) Fliegengitter/Moskitonetz Ventilatoren (die können Mücken nicht ab) Abends vielleicht doch lieber im Wintergarten sitzen statt auf der Terrasse. Was ist mit Hausmitteln? Gibt wenig wissenschaftliche Beweise zur Wirksamkeit von Hausmitteln Duftgeranien, Räuchermittel, Apfelessig, Tomatenpflanzen Wirkt, aber nur relativ kurz: Citronella-Kerzen, Ätherische Öle wie Zitronengras, Eukalyptus oder Lavendel Wie juckt es weniger? Hitzestift: zersetzt Eiweiße im Mückenspeichel, die den Juckreiz auslösen. Kühlen mit Coolpacks oder Gels. Nicht kratzen, sonst Entzündungsgefahr! Wenn es ganz schlimm juckt, kann man auch ausnahmsweise eine leichte Kortisoncreme benutzen. Bei allergischer Reaktion: immer besser ärztlich abklären lassen. 3 Tipps Mückenlarven gezielt bekämpfen mit Neudomück StechmückenFrei. Brutstätten trocken legen - kein offenes, stehendes Wasser, besonders bei warmen Temperaturen. Dämmerung meiden
- Lavendel – Traum des Südens31.07., 04:0031.07.2025, 04:0000:20:59
So holt ihr mediterranes Flair in euren Garten Lavendel – Traum des Südens Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Lavendel gilt als der Superstar unter den mediterranen Pflanzen. Wir klären, wie du ihn pflanzt, pflegst und schneidest, warum er auch im Topf glücklich wird und welche Sorten die besten für deine Bedürfnisse sind. Warum Lavendel? Was macht ihn so besonders? Der Duft, die Farbe, die Bienen drumherum … einfach himmlisch. Trendpflanze und irgendwie gleichzeitig ein Klassiker. Stammt aus den warmen Regionen des Mittelmeerraums (Südfrankreich, Spanien, Italien). Besonders bekannt: Violetten Felder in der Provence (Urlaubstipp: Vaucluse). Pflegeleichter Halbstrauch (unten verholzend, oberer Teil bleibt krautig), wird aber oft falsch gepflegt, dabei kann er bis 15 Jahre alt werden. Und Extra-Bonus: Ist absolut schneckenfest. Ist Lavendel immer lila? Nein. Gibt auch Sorten in Weiß, Rosa und Hellblau – große Vielfalt. Farbe hängt von genetischer Veranlagung + pH-Wert ab (ähnlich wie bei Hortensien, aber nicht so stark). Gibt über 30 Arten und unzählige Sorten. Ein sehr altes Zentrum der Lavendelzucht ist überraschenderweise Großbritannien. Ist bis heute wichtig. Erste Lavendelfarmen gab’s schon früher als in Frankreich, schon Mitte des 16. Jahrhunderts Königin Elisabeth I (regierte 1558-1603) war Fan, hat viel Lavendel verbraucht Sehr bekannte, alte und robuste Sorte „Munstead“: Gertrude Jekyll (Grand Dame der Gartenkunst) & Barr (GB) 1916 „Hidcote Blue“ Lawrence Johnston (GB) vor 1950, wächst besonders langsam, gut für deutsches Klima geeignet “Melissa Lilac” Downderry Nursery (GB) 2003, neuartiger Violett-Ton, behaarte Blütenähren Was braucht Lavendel zum Glücklichsein? Sonne, Wärme und Platz (steht nicht gerne eng an anderen Pflanzen). Durchlässigen Boden, wenn möglich kalkhaltig (pH 6,5 – 8,0); sogar Trockenmauern oder Kiesflächen gehen. Im Topf: Gute Drainageschicht ist Pflicht. Beim Gießen ist weniger mehr; mit der Zeit entwickelt sich eine tiefe Pfahlwurzel, die Wasser aus der Tiefe holt. Zu viel Wasser geht auf Kosten der Blüte (Juni-August). Staunässe und ein zu feuchter Standort können zu Stängelgrundfäule (Phytophtora) führen. Bis er angewachsen ist, braucht ein frisch gepflanzter Lavendel aber normal viel Wasser. Wie sieht’s mit Dünger aus? Auch da: eher moderat. Alle vier Wochen mit Azet LavendelDünger düngen (nicht auf knochentrockenen Boden). Jedes Frühjahr Azet GartenKalk geben. Mindestens genauso wichtig: Nach der Blüte um ein Drittel zurückschneiden, damit der Lavendel nicht verholzt. Wann und wie schneide ich ihn denn eigentlich? Jungen, frisch gepflanzten Lavendel im Frühjahr zurückschneiden (stutzen), damit er sich dicht verzweigt. Vor dem Austrieb (früher sagte man im März, aber das Klima ändert sich …) so tief wie möglich zurückschneiden. Nie ins alte Holz, ca. 1 cm vom nicht verholzten Teil des Triebs stehen lassen. Dient dazu, dass die Halbsträucher nicht zu schnell vergreisen. Im Spätsommer (nach der Blüte) um ein Drittel zurückschneiden. Das dient als Formschnitt und schafft die Basis für einen dichten Austrieb im Frühjahr. Warum nach der Blüte? Vorher wäre doof. Die Blüten wollen wir sehen! Warum nicht später? Triebe sollen noch Gelegenheit zum Wachsen haben. Was das Problem mit verholzten Pflanzen? Lavendel treibt aus altem Holz kaum noch aus. Pflanze stirbt bei radikalem Rückschnitt ins alte Holz oft ab. Wie pflanzt man Lavendel? Im Garten wird bei uns meistens Echter Lavendel (L. angustifolia, ziemlich frosthart) oder Speiklavendel (L. latifolia, eher frostempfindlich) gepflanzt. Zeitpunkt: Ab Mitte Mai Standort: Sonnig und windgeschützt. Lavendel braucht durchlässige, kalkhaltige Erde – man kann’s nicht oft genug sagen. Boden ggf. verbessern mit NeudoHum Zitrus- & MediterranpflanzenErde. Pflanzabstand 30 cm für eine dichte Hecke, 40-50 cm zwischen Einzelpflanzen. Pflanzloch doppelt so groß wie Wurzelballen ausheben, Sohle lockern und dem Untergrund Kies beimischen. Genauso hoch wie im Topf ins Beet setzen und leicht andrücken, angießen. In den ersten Wochen regelmäßig und mäßig gießen. Braucht Lavendel Winterschutz? Ob Winterschutz nötig ist oder nicht, hängt sehr vom Standort und dem konkreten Lavendel (Art bzw. Sorte) ab. Gute Drainage und kalkhaltiger Boden wichtig. Ich sag’s nochmal. Reisig um die Pflanzen legen schadet auf keinen Fall. Wächst Lavendel auch im Topf? Geht hervorragend auf vollsonnigen Balkonen, wo viele Einjährige schlapp machen! Sorten wie „Hidcote Blue“, „Nana Alba“ oder Schopflavendel (L. stoechas) bleiben kleiner als 0,5 m. Schopflavendel ist besonders dekorativ, aber weniger winterhart. Töpfe groß genug wählen, damit die Wurzeln wachsen können. Pflanzen in NeudoHum Zitrus- & MediterranpflanzenErde. Natürlich Drainage nicht vergessen! Lavendel im Topf muss man wegen des geringeren Wurzelraums mehr gießen als im Beet ausgepflanzt. Düngen mit Azet LavendelDünger. Im Winter den Topf an die Hauswand rücken, mit Vlies einschlagen und mit Reisig abdecken. Empfindliche Arten geschützter überwintern (z.B. Garage). Was sind die häufigsten Pflegefehler? Falsches Gießen (zu viel, von oben, Staunässe). Verblühte Blüten werden nicht entfernt -> Lavendel wird blühfaul. Zu tiefer Rückschnitt bis ins alte Holz -> treibt oft nicht mehr aus. Ungeeignete Standort und Boden. Schwirren viele Bienen und Schmetterlinge um Lavendelsträucher? Ja! Ist ein Paradies für Insekten wegen der nektarreichen Blüten. Hybriden oft ein bisschen weniger attraktiv; klassischer Lavandula angustifolia ist die beste Wahl. Wie kann man Lavendel kombinieren? Am besten mit anderen mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Oregano (dann hat man auch gleich die „Kräuter der Provence“ fast komplett), mit Gräsern oder Bart-Iris zum Beispiel. Hand aufs Herz: Hilft Lavendel gegen Blattläuse bei Rosen? Ist nicht eindeutig durch wissenschaftliche Studien belegt. Manche deuten darauf hin, besonders bei stark duftenden Sorten. Andere zeigen, dass Lavendel Befall verhindern könnte, aber bei bestehendem Befall wenig ausrichtet. Problem ist ein anderes: Rosen und Lavendel passen in Sachen Standortansprüche nicht gut zueinander. Forschung geht eher in Richtung der Wirkung von Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen. 3 Tipps: Sonniger Platz ist das A und O Nicht übergießen Regelmäßig zurückschneiden
- Zeigerpflanzen - was soll das sein?17.07., 04:0017.07.2025, 04:0000:18:16
Hier gibt es Hinweise darauf, was für einen Gartenboden du hast. Zeigerpflanzen – Was dein Gartenboden dir sagt Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht es Zeigerpflanzen. Können mir Pflanzen tatsächlich zeigen, welchen Boden ich im Garten habe? Klingt verrückt … .. aber genau so ist es! Ein spannendes Thema für alle, die ihren Garten besser verstehen wollen. Ganz von vorne: Ich pflanze irgendwas in meinem Garten – und es wächst nicht. Oder es wächst super. Und das hängt mit dem Boden zusammen? Genau! Der Boden ist die Grundlage für jede Pflanze. Manche unserer heimischen Pflanzen wachsen nur dort, wo die Bedingungen für sie perfekt sind. Diese nennt man Zeigerpflanzen, weil sie Hinweise auf die Bodenqualität geben. Also sagt mir mein Boden durch diese Pflanzen, ob er gut oder schlecht ist? Nicht ganz. „Gut“ oder „schlecht“ gibt es so nicht. Es kommt darauf an, was du anbauen willst. Gemüse braucht andere Bedingungen als eine Blumenwiese oder ein Staudenbeet. Das ist gerade das gute an der Natur: Jede Pflanze hat ihre Nische. Das klingt, als hätte ich eine Art „Boden-Geheimcode“ in meinem Garten! Lass uns mal ein paar Beispiele durchgehen. Lockerer Boden – ich muss oft gießen, Unkraut lässt sich gut rausziehen per Hand. Was bedeutet das? Wahrscheinlich hast du sandigen Boden. Typische Zeigerpflanzen: Vogelmiere, Klatschmohn (die beiden wachsen bei mir im Lehm auch, habe daher andere rausgesucht), Hasenklee. Saatwucherblume (gelb, ähnlich Kamille), Frühlings-Hungerblümchen, Hasenklee (hat Puschel) Eigenschaften: Große Partikel –> gut durchlüftet, aber Wasser und Nährstoffe versickern schnell. Gut wachsen würde z.B. Lavendel, Salbei, Heidenelke oder Wildblumen. Maßnahmen zur Bodenverbesserung: Kompost einarbeiten, um Wasser besser zu speichern. Mulchen (z.B. mit Rindenmulch oder Grasschnitt). Neudorff Wasserspeicher-Granulat ausbringen. Und was ist mit den Stellen, an denen das Wasser nach dem Regen ewig steht? Das deutet auf einen schweren, verdichteten Boden mit einem hohen Tonanteil hin. Typische Zeigerpflanzen: Breitwegerich, Ackerschachtelhalm, Kriechender Hahnenfuß, Löwenzahn. Eigenschaften: Schlecht durchlüftet, speichert Wasser lange, wird im Frühjahr langsam warm. Gut wachsen würden trotzdem z.B. Meerrettich, Essigrose, Weißdorn. Maßnahmen zur Bodenverbesserung: Boden lockern mit einer Grabegabel (nicht umgraben). Jedes Jahr wieder Sand und Kompost untermischen, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Bei Rasenflächen Drainage einbauen. An besonders problematischen Stellen hilft oft nur ein Hochbeet. Es wachsen total viele Brennnesseln im Garten – ist das schlecht? Das zeigt dir nur, dass dein Boden viel Stickstoff hat – sehr fruchtbar! Typische Zeigerpflanzen: Brennnessel, Vogelmiere, Franzosenkraut,. Eigenschaften: Perfekt für Gemüse, aber eventuell zu viel Nährstoffe für Blumen. Gut wachsen würden z.B. Zucchini, Himbeeren und die meisten Prachtstauden. Maßnahmen zur Bodenverbesserung: Stickstoffdüngung (Mist, Hornspäne) einstellen – der Boden hat genug! Gründüngung säen, um überschüssigen Stickstoff zu binden. Fruchtwechsel im Gemüsebeet: Erst Starkzehrer (Kohl), dann Mittelzehrer (Möhren), dann Schwachzehrer (Bohnen). Wenn bei mir Heidelbeeren super wachsen, sagt das auch was aus? Ja! Heidelbeeren lieben saure Böden. Typische Zeigerpflanzen: Sauerampfer, Sauerklee,Schmalblättriges Weidenröschen (blüht rosa) Eigenschaften: Kalkarm, niedriger pH-Wert, kann Nährstoffen wie Magnesium und Kalium binden. Gut wachsen würden z.B. Hortensien und Moorbeetpflanzen. Maßnahmen: pH-Wert mit den pH-Bodentest prüfen. Falls zu sauer für das, was du anbauen willst: Azet GartenKalk ausbringen. Und wenn ich das Gegenteil habe? Also einen Boden mit viel Kalk? Dann wachsen andere Pflanzen besonders gut. Typische Zeigerpflanzen:, Ackerwinde, Kriechendes Fingerkraut (gelb), Hohlzahn (rosa, wie Taubnessel) Eigenschaften: Alkalisch, oft nährstoffreich. Gut wachsen würden z.B. die meisten Gemüsesorten (insbesondere Kohl), Pfingstrosen, Lavendel, Liguster. Maßnahmen: Meist keine große Korrektur nötig (wird erst kritisch ab pH 7,5). Einfach Pflanzen wählen, die Kalk lieben – es gibt genug! Und wenn es da eine Stelle im Garten gibt, die immer feucht ist – egal, ob es regnet oder nicht. Was mache ich da? Wahrscheinlich hast du einen sehr nassen Boden mit Staunässe. Typische Zeigerpflanzen: Ackerminze, Ackerschachtelhalm, Wiesenschaumkraut, Hahnenfuß. Eigenschaften: Sehr feucht, Wasser staut sich an der Oberfläche. Gut wachsen würden z.B. Minze, Sumpf-Iris, Purpur-Wiederich. Maßnahmen: Drainage einbauen Kompost und Sand untermischen Hochbeete anlegen Pflanzen setzen, die einen hohen Wasserbedarf haben Bäume mit tiefen Wurzeln pflanzen Okay, ich habe jetzt verstanden, was mein Boden mir sagt. Aber wie kann ich ihn gezielt verbessern? Als erstes pH-Bodentest machen → Zeigt genau, ob der Boden sauer oder alkalisch ist. Humus und Kompost zufügen → Macht sandige oder nährstoffarme Böden fruchtbarer, schwere Böden durchlässiger . Drainage für feuchte Böden → Hilft, Staunässe zu vermeiden. Mulch als Wasserspeicher nutzen → Gut für trockene Böden. Azet GartenKalk nutzen → Reguliert den pH-Wert bei sauren Böden. Gründüngung → Verbessert die Bodenstruktur immer! Also eigentlich ist das wie ein kleines Experiment mit meinem Garten – erst rausfinden, was los ist, und dann gezielt verbessern. Genau! Und manchmal ist es auch einfacher, Pflanzen zu wählen, die sich dem Boden anpassen, anstatt den Boden zu verändern. Das spart Zeit, Mühe und Frust. Wie oft sollte ich den Boden testen? Einmal im Jahr reicht ein den pH-Bodentest– am besten vor der Gartensaison. Sind Zeigerpflanzen zuverlässige Indikatoren? Ja, aber sie sind nur ein Anhaltspunkt. Wer es genau wissen will, sollte eine Bodenprobe ins Labor schicken. Stichwort LUFA Kann ich den Boden so ändern, dass jede Pflanze wächst? Nicht immer. Manche Pflanzen haben spezielle Ansprüche – es kann wie gesagt einfacher sein, passende Pflanzen für den Boden zu wählen, statt den Boden aufwendig verändern zu wollen. 3 Tipps Mach einen pH-Bodentest – er zeigt dir sofort, was dein Boden braucht. Setze auf Gründüngung und Kompost – sie verbessern jeden Boden. Beobachte deine Pflanzen – sie sind die besten Bodenexperten.
- Rosen selbst vermehren03.07., 04:0003.07.2025, 04:0000:15:04
So kannst du deine Lieblingsrose selbst vermehren Rosen selbst vermehren Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Du liebst deine Rosen und möchtest mehr davon? Gute Nachrichten: Rosen kannst du selbst vermehren! Sabine erklärt heute, wie. Als Anfänger: Wie vermehrt man Rosen am besten? Stecklinge sind der schnellste und unkomplizierteste Weg. Im Sommer (E Juni bis A August) aus halbverholzten Trieben. So wird’s gemacht: Trieb deiner Lieblingsrose abschneiden (mit Blüte oder ohne ist egal). Oberhalb eines Blatts gerade abschneiden. Ein Blatt überspringen und dann … Knapp unterhalb des nächsten Blatts schräg schneiden. Das obere und das untere Blatt abzupfen, beim mittleren die Blätter einkürzen (nicht ganz entfernen). Und schon ist der Steckling fertig. Was mache ich damit? Bewurzeln! So wird’s gemacht: Mini-Gewächshaus mit Neudorff Aussaat- und KräuterErde füllen. Das schräge Ende in Neudofix WurzelAktivator tauchen. Stecklinge tief in die Erde stecken (mit dem schrägen Ende nach unten). Andrücken und mit Zerstäuber anfeuchten. Haube aufs Mini-Gewächshaus setzen. Schattig und warm aufstellen, feucht halten. Nach 6-8 Wochen haben sich Wurzeln gebildet und du kannst den Steckling in einen Topf mit NeudoHum RosenErde pflanzen. Geht das bei jeder Rose? Ja, das geht bei jeder Rose. Geht besonders gut bei Wildrosen, Bodendeckerrosen, Ramblerrosen und Zwergrosen. Wurzelechte Rosen behalten ihre Eigenschaften, wenn du Stecklinge nimmst. Stecklinge von veredelten Rosen wachsen auch an, aber Eigenschaften können anders sein. Wie finde ich heraus, ob meine Rose wurzelecht oder veredelt ist? Veredelte Rosen: Verdickung am Wurzelhals. Wurzelechte Rosen: kein Knubbel. Rose treibt Triebe aus der Erde, die anders aussehen als die anderen = Wildtrieb aus der Unterlage = veredelte Rose. Wildtriebe haben oft helleres Laub, mehr Stacheln und wachsen deutlich schneller. Etikett/Sortenname: viele alte Rosen, viele Bodendeckerrosen und Wildrosen sind wurzelecht. Edelrosen oder stark wachsende Strauchrosen sind meistens veredelt. Gibt es noch andere Wege der Vermehrung? Ableger. Da bringt man einen Rosentrieb dazu, an der Pflanze neue Wurzeln zu bilden. Funktioniert besonders gut bei langtriebigen Strauch-, Rambler- und Kletterrosen. So geht’s: Im Spätsommer nach der Blüte einen kräftigen, bodennahen Trieb aussuchen. Zur Erde biegen, Rinde leicht anschneiden, unten fixieren und mit Erde abdecken (Spitze schaut heraus) Erde feucht halten. Trieb hat nach einigen Monaten Wurzeln gebildet. Abtrennen und anderswo einpflanzen (Boden mit NeudoHum RosenErde verbessern). Das hört sich wirklich einfach an! Machen das Profis auch so? Kommt drauf an. Edelrosen werden veredelt, genauer gesagt „okuliert“. Prinzip: „Auge“ deiner Lieblingsrose verwächst mit einer robusten Wildrosen-Unterlage. Wie Zauberei! Warum klappt das? Funktioniert, weil Rosen eine Rinde mit Wachstumsschicht (Kambium) haben. Wenn man ein „Auge“ einer Rose nimmt und das genau auf das Kambium der Rinde der Unterlage setzt, verwachsen die beiden Teile miteinander. Wie erkennt man das Kambium? Grünliche Schicht direkt unter der Rinde. Produziert permanent neue Zellen. Okulieren ist eine anspruchsvolle Technik! Braucht viel Erfahrung, geht bei Laien gerne mal daneben. Verrätst du mir trotzdem, wie es geht? Du brauchst ein desinfiziertes sehr scharfes Messer. Schritt 1: Die Rinde (!) der Wildrosen-Unterlage 10 cm über dem Boden T-förmig einritzen. Waagrechter Schnitt ca. 1 cm, senkrechter Schnitt ca. 2-3 cm. Schritt 2: Von der Edelsorte ein schildförmiges Rindenstück mit einer Knospe („Auge“) abschneiden. Länge 2-3 cm, Knospe in der Mitte. Holz hinter der Rinde entfernen, aber Kambium nicht beschädigen. Schritt 3: Rinde am T-Schnitt der Unterlage lösen. Edelauge unter die gelöste Rinde schieben, Knospe schaut heraus. Kambium von Edelauge und Unterlage berühren sich. Schritt 4: Bast oder Veredelungsband um die Veredelungsstelle wickeln. Knospe freilassen. Nach 2-3 Wochen sollte das Edelauge angewachsen sein. Bindematerial entfernen. Sobald die Knospe im nächsten Frühjahr austreibt, die Unterlage oberhalb der Veredelungsstelle abschneiden. Veredelungsstelle ist das, was man bei gekauften Rosen als „Knubbel“ sieht. Und was ist mit den Hagebutten? Kann ich die Samen auch aussäen? Geht, Ergebnis ist ziemlich unberechenbar. Funktioniert am besten mit Wildrosen, z.B. Apfelrose (R. villosa), Essigrose (R. gallica). So geht’s: Hagebutten reifen lassen. Früchte öffnen, Samen rauskratzen, Fruchtfleisch entfernen. Für 2 Tage in lauwarmem Wasser einlegen. Im Winter die Samen in Neudorff Aussaat- und KräuterErde säen, leicht bedecken, andrücken. An einem hellen, kühlen Ort im Freien feucht halten (Schnee macht nichts). Keimung dauert Wochen bis Monate! Gekeimte Rosenpflänzchen in Töpfe setzen. Warum müssen die Samen in den Kühlschrank? Harte Samenschale wird weicher. Abbau keimhemmender Stoffe/Überwindung der Keimruhe 3 Tipps: Stecklinge sind die einfachste Methode Ableger funktionieren sicher, wenn die Rose von Natur aus Ausläufer bildet Veredelung braucht Übung!
- Wassersparend gießen19.06., 04:0019.06.2025, 04:0000:19:12
So überleben eure Pflanzen einen trockenen Sommer Wassersparend gießen Heute geht’s darum, wie wir unsere Pflanzen optimal versorgen, ohne unnötig Wasser zu verschwenden. Immer wieder ein „heißes“ Thema in der Beratung Wann und wie gießen Was kann man am Boden verbessern und: Verursachen Regentropfen wirklich Sonnenbrand? Spoiler: nein. Dann legen wir mal los. Also, was sind die besten Tipps? 1. Humus und Mulch – die Basis für wassersparendes Gießen Warum ist das wichtig? Ein humusreicher Boden wirkt wie ein Schwamm: Er speichert Wasser und gibt es langsam an die Pflanzen ab. Mulch schützt die Bodenoberfläche vor Verdunstung, hält Feuchtigkeit länger im Boden und verbessert langfristig die Bodenstruktur. Wie verbessert man den Boden? Kompost einarbeiten: Fördert Humusaufbau, speichert Wasser, versorgt Pflanzen mit Nährstoffen. Gründüngung nutzen: Pflanzen wie Klee oder Senf schützen den Boden vor Austrocknung und verbessern ihn beim späteren Untergraben. Mulch auftragen: 5 cm dicke Schicht aus, Grasschnitt oder Laub reduziert Verdunstung, hält den Boden locker und fördert das Bodenleben. Neu dafür ist unser Produkt „Verdunstungsschutz“, das aus feinem Rindenmulch und Holzfaser besteht. Wie funktioniert Mulchen genau? Schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung → weniger Verdunstung. Verhindert Temperaturschwankungen → Wurzeln bleiben aktiv. Verhindert auch Verschlämmung des Bodens bei Starkregen Regenwürmer und Mikroorganismen zersetzen Mulch langsam → Erde wird lockerer und humusreicher. Wichtig: Nicht zu dünn (wirkt nicht) und nicht zu dick (Fäulnisgefahr) auftragen. Bei manchen Böden scheint das Wasser einfach durchzulaufen … 2. Sandböden mit „Wasserspeicher“ verbessern Typisch Sandboden! Da hilft Wasserspeicher = Bentonit Tonmineral, das Wasser speichert und wieder abgeben kann. Einfach ins Pflanzloch geben oder in die oberste Bodenschicht einarbeiten. Verbindet sich mit dem Sand und verbessert die Wasserhaltefähigkeit langfristig (wird nicht abgebaut). Wirkt noch besser in Kombination mit Kompost. Neudorff hat da doch ein neues Produkt, „Wurzelstark“. Was bringt das? 3. Mykorrhiza – Pflanzen kräftigen mit „Wurzelstark“ Das sind natürliche Mykorrhiza-Pilze, die sich an die Wurzeln deiner Pflanzen heften. Gehen Symbiose ein und helfen den Pflanzen, mehr Wasser aufzunehmen. Besonders in Trockenzeiten ein echter Vorteil. Die feinen Pilzfäden dringen in Bodenspalten, die für die Wurzeln der Pflanzen zu klein sind, und holen da noch Wasser raus Einfach beim Pflanzen ins Pflanzloch geben oder bestehende Beete „impfen“. Wird durch Wasser aktiviert -> angießen nicht vergessen. Morgens, mittags oder abends gießen? 4. Morgens gießen! Nicht mittags oder abends. Mittags verdunstet bei hohen Temperaturen ein Großteil des Wassers, bevor er im Boden ist. Abends bleibt Feuchtigkeit lange auf den Blättern und auf der Bodenoberfläche – ein Paradies für Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Rost. Morgens zieht Wasser in den Boden ein, Oberflächen trocknen ab – und Pflanzen haben genügend Wasser, wenn sie es tagsüber brauchen. Öfter wenig oder seltener richtig viel gießen? 5. Lieber selten, aber richtig durchdringend gießen. Wenn du nur oberflächlich gießt, entwickeln sich auch die Wurzeln nur oberflächlich. Flache Wurzeln trocknen schneller aus, weil sie nicht an tiefe Wasservorräte kommen. Wasser sollte 20-30 cm tief in den Boden eindringen. Faustregel: 10-15 Liter pro Quadratmeter. Wer unsicher ist. Nach dem Gießen nach einiger Zeit einfach mal eine Handbreit tief graben. Boden noch trocken -> zu wenig Wasser. Macht es einen großen Unterschied, wie ich gieße? 6. Tröpfchenbewässerung statt Sprenger Rasensprenger nicht ideal Verteilt Wasser großflächig und ungezielt Bei Hitze verdunstet viel Befeuchtet oft nur oberflächlich – müsste man stundenlang laufen lassen Tröpfchenbewässerung ist besser Bringt das Wasser genau dahin, wo es gebraucht wird – direkt an die Wurzeln Reduziert Verdunstung Wasser fließt weniger ungenutzt ab Profis koppeln Bewässerung an Feuchtigkeitssensoren. Wirken Tropfen auf Blättern nicht auch wie Lupen, die Sonnenbrand verursachen? 7. Mythos: Brennflecken durch Regentropfen? Das ist ein altes Gartengerücht. Ich habe noch nie eine Pflanze gesehen, die durch Regentropfen verbrannt ist. Müsste dann ja auch nach einem Regenschauer im Hochsommer so sein. Wassertropfen brechen das Licht i.d.R. nicht stark genug für einen Brennglaseffekt. Rein theoretisch möglich bei behaarten Blättern, aber wahrscheinlich ist das Wasser verdunstet, bevor sich der Sonnenbrand einstellt. In der Praxis entsteht Sonnenbrand eher durch plötzliche UV-Belastung, z.B. Umstellen vom Schatten in die Sonne Wasser sparen lohnt sich auch nicht zuletzt wegen der Wasserrechnung. 8. Regenwasser nutzen statt Trinkwasser Klar, je weniger sich die Wasseruhr dreht, desto niedriger die Rechnung. Regentonne ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Wasser zu sparen. Häuslebauer: gleich eine Zisterne einsenken. 3.000 Liter sind nicht übertrieben Positiver Nebeneffekt: Ist weicher als Leitungswasser und frei von Zusatzstoffen wie Chlor. Wenn der Rasen braun wird, bleibt einem doch nichts anderes übrig, als Leitungswasser zu verwenden. 9. Rasen nicht mit Trinkwasser gießen Ehrlich gesagt: Trinkwasser für Rasen zu verschwenden ist unverantwortlich. Auch wenn er vertrocknet aussieht: Rasen ist robuster, als man denkt. Die meisten Gräser überstehen Trockenphasen problemlos und erholen sich mit dem nächsten Regen. Gemüse eher nicht. Da sind wir schon beim nächsten Tipp: 10. Den Boden nicht komplett austrocknen lassen Völlig ausgetrockneter Boden nimmt Wasser schlechter auf. Oft perlt das Wasser dann einfach ab – kennt man von Blumenkästen im Sommer. Gemüsebeete also nicht nur wegen der Ernte, sondern auch aus Spargründen gießen, bevor der Boden knochentrocken wird. Zum Gemüsegarten passt auch gleich noch Tipp 11: 11. Den Boden krümelig halten – jedenfalls da, wo das Mulchen nicht geht, z.B. bei Aussaaten Durch den Kapillareffekt steigt Wasser in den Bodenporen von unten nach oben wie in einem Strohhalm. Wenn die oberste Erdschicht gelockert wird, wird diese natürliche Wasserleitung unterbrochen. Das reduziert die Verdunstung und hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Also regelmäßig zur Hacke greifen, wenn Mulchen nicht möglich ist. Hast du noch einen Tipp für Balkonpflanzen? 12. Balkonpflanzen: Auf Wasserspeichergefäße und genügsame Pflanzen setzen Selbstbewässerungssysteme mit Wasserspeicher sind ideal für Balkonkästen, Kübel und Ampeln. Die Erde bleibt von unten feucht, während die Verdunstung minimal bleibt. Perfekt für heiße Sommertage: Pflanzen wie Portulakröschen kommen mit wenig Wasser aus und blühen trotzdem üppig. Echte Säufer sind z.B. Sonnenblumen und Petunien. 3 Tipps Boden verbessern mit Humus, Bentonit und Mykorrhiza Selten, aber durchdringend gießen Verdichtete Böden auflockern (nicht umgraben)
- Top-10 Unkräuter05.06., 04:0005.06.2025, 04:0000:21:52
Was tun, um unerwünschte Pflanzen Grenzen aufzuzeigen? Top 10 Unkräuter Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Was genau ist Unkraut eigentlich – und warum haben wir manche Pflanzen auf dem Kieker, während andere ungestört wachsen dürfen? Wie definiert man eigentlich, was ein Unkraut ist? Unkraut = Pflanze, die zur falschen Zeit am falschen Ort wächst. Kartoffel im Gemüsebeet? Super! Im Blumenbeet: Unkraut. Oder Brombeeren: Toll zum Naschen, aber nicht in deiner Buchsbaumhecke. War nicht geplant = Unkraut Unkraut ist also immer eine Frage der Perspektive. Ist Unkraut wirklich immer schlecht? Natürlich nicht. Manche sagen lieber ‚Wildkraut‘ oder ‚Beikraut‘ – klingt gleich viel netter. Tatsächlich haben alle diese Pflanzen ihren Platz im Garten-Ökosystem. Bieten Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten. Können dir viel über deinen Boden sagen – aber das machen wir mal in einer separaten Folge Welche Arten von Unkraut machen das Leben schwer? Die einen wachsen von unten, die anderen kommen von oben. Klingt wie eine schlechte Strategie aus einem Alien-Film, oder? Erzähl mehr über die Wurzelunkräuter! Das sind die Hardcore-Typen. Schicken ihre Wurzeln und Rhizome – das sind unterirdische Wurzelausläufer – weit in den Boden. Giersch zum Beispiel denkt sich: Schneid mich ab, ich komm einfach wieder. Quecke kriecht durch den Boden wie ein Ninjakämpfer und taucht an einer völlig anderen Stelle auf. Bleibt irgendwo ein kleiner Wurzelrest, bedankt der sich für mehr Platz fürs Wachsen. Und die, die von oben kommen? Das sind die Samenunkräuter, die Streber im Vermehren. Franzosenkraut und Vogelmiere produzieren z. B. Samen, als gäbe es kein Morgen. Eine Vogelmiere kann bis zu 20.000 Samen abwerfen pro Saison, und die keimen auch noch lange. Leider gibt es viele Experten, die beides können. Wie Giersch z.B.: Kann Samen, aber auch Wurzeln. Übel!! Was macht Unkraut so problematisch? Drängelt sich vor, klaut Ressourcen und breitet sich ungefragt aus. Was genau nimmt Unkraut den Pflanzen weg? Alles, was Pflanzen dringend brauchen: Licht, Wasser, Nährstoffe. Das Problem ist: Unkraut schläft nicht. Wächst, wuchert, und hört nicht auf. Kann deshalb in kürzester Zeit die Oberhand gewinnen. Jäten wird unter Umständen von einer kleinen Aufgabe zur Vollzeitbeschäftigung. Ist Unkraut also unser Endgegner im Garten? Scheint so, aber mit der richtigen Strategie wirst du wieder Herr über deine Beete. Am besten: vorbeugen. Wie beugt man vor? Mulchen Materialien wie Pflanzenmaterial, Grasschnitt oder Stroh auf die Erde legen. Nimmt dem Bewuchs Licht -> kein Wachstum. Dicht bzw. Bodendecker pflanzen Wenn Pflanzen den Boden abdecken, gibt’s keinen Platz für Unkraut. Gerne Stauden pflanzen wie Frauenmantel oder Storchschnabel. Regelmäßiges Jäten Wenn du es schaffst, die kleinen Pflanzen zu erwischen, bevor sie Samen bilden, kannst du eine Menge Arbeit sparen. Jede entfernte Pflanze bedeutet Tausende weniger Samen. Was kann man tun, wenn man wirklich keine Lust auf Unkraut hat? Unkrautvlies verwenden oder noch besser Mulchpapier (biologisch abbaubar). Lässt Wasser und Luft durch, aber kein Licht. Wichtig: richtig auslegen. Vorhandenes Unkraut entfernen, Ränder der Bahnen 20 bis 30 cm überlappen lassen, Ränder mit Bodenankern befestigen Auch gute Bodenpflege hilft (schafft beste Bedingungen für das, was eigentlich wachsen soll). Und an der eigenen Einstellung arbeiten: nicht überall muss Unkraut wirklich weg Klingt nach viel Aufwand. Lohnt sich das wirklich? Klar! Viel besser ein paar Stunden Mulchen oder Pflanzen setzen, als endlose Stunden mit Jäten zu verbringen. Top 12 Unkräuter 1. Giersch – Der kriechende Überlebenskünstler Problem: Kriechende Rhizome, die sich im Boden ausbreiten plus Samen! Lösung: Alle Wurzeln entfernen – selbst kleine Reste treiben wieder aus, Triebe vor der Blüte abschneiden. Und aufessen! 2. Schachtelhalm – Der Dino unter den Unkräutern Problem: Sehr tiefreichende Wurzeln, die selbst aus großer Tiefe neu austreiben. Lösung: Boden auflockern, um das Wachstum zu hemmen (Schachtelhalm liebt verdichteten Boden), z.B. mit tiefwurzelnder Gründüngung; regelmäßig den oberirdischen Wuchs entfernen. Drainage gegen Staunässe anlegen 3. Löwenzahn – Die Pusteblume mit der Pfahlwurzel Problem: Tiefe Pfahlwurzel, die selbst bei kleinsten Resten neu austreibt, Pusteblumen sind Meister im Fliegen – verbreiten sich über weite Strecken. Lösung: Mit Wurzelstecher die Wurzel komplett entfernen, Samenbildung verhindern, indem man die Blüten rechtzeitig abschneidet. Irre: Im Rasen macht der Löwenzahn auf einmal Blütenstile von nur 3 cm Länge 4. Vogelmiere – Der flinke Krabbler Problem: Samen, extrem schnelle Vermehrung, eine Pflanze kann Tausende Samen produzieren (Wurzeln sind flach und nicht das Hauptproblem). Lösung: Regelmäßig jäten, bevor die Samen reifen. Boden abdecken mit Mulch oder dicht bepflanzen, damit sie keinen Platz hat. 5. Quecke – Die Ninja-Wurzel Problem: Lange, kriechende Ausläufer, die selbst bei kleinsten Resten wieder austreiben. Lösung: Wurzeln vollständig entfernen – dafür den Boden mit der Grabegabel lockern (kein Spaten!) und sorgfältig durchsuchen. Bodendecker pflanzen. 7. Distel – Die Königin der Schmerzen Problem: Tiefe Wurzeln, die immer wieder austreiben, wenn sie nicht komplett entfernt werden, Samen werden vom Wind verbreitet und sorgen für neue Pflanzen. Lösung: Wurzeln tief ausstechen – ideal mit einem Unkrautstecher; Blüten früh entfernen, um die Samenbildung zu stoppen. 8. Kriechender Hahnenfuß – Der unbarmherzige Teppich Problem: kriechende Ausläufer, die schnell große Flächen bedecken. Ausläufer wurzeln an den Knotenpunkten und sorgen für eine massive Vermehrung. Zusätzlich Samen, die lange im Boden keimfähig bleiben. Lösung: Alle Ausläufer und Wurzeln entfernen, dazu am besten den Boden mit der Grabegabel lockern; regelmäßig mähen oder abschneiden, bevor sich Samen bilden. Boden lockern, Mulchen, Bodendecker. 9. Ackerwinde – Die erdrückende Umarmung Problem: ausgedehntes Wurzelwerk (mehrere Meter lang und tief!), das selbst aus kleinen Resten neu austreibt; Triebe behindern andere Pflanzen beim Wachsen. Lösung: Regelmäßig abschneiden, um die Pflanze zu schwächen. Boden abdecken mit Mulch, um Licht für das Wachstum zu entziehen. Ausgraben so gut wie hoffnungslos. 10. Brennnessel – Die eiserne Lady Problem: Alles! Wurzeln kriechen und sind schwer zu entfernen; zusätzlich Samen Lösung: Mit Handschuhen arbeiten und die Wurzeln tief ausstechen; nicht zur Blüte kommen lassen Aber: Brennnesseln sind auch wichtiger Lebensraum für Schmetterlingsraupen! Wenn das Unkraut einfach nicht aufgeben will – welche Helfer gibt es noch? Gibt zum Glück von Neudorff umweltfreundliche Unkrautvernichter Finalsan UnkrautFrei Plus Kombiniert Pelargonsäure (schnelle Wirkung) mit Maleinsäurehydrazid (verhindert Neuaustrieb). Besonders geeignet für hartnäckige Wurzelunkräuter, die immer wieder kommen – wie Disteln, Quecken oder Ackerwinde. Direkt auf die Pflanzen sprühen, am besten bei trockenem Wetter, damit es optimal wirken kann. Finalsan GierschFrei Speziell für Wurzelunkräuter wie Giersch und Ackerschachtelhalm entwickelt. Pelargonsäure dringt in die Rhizome ein und zerstört die Pflanze von innen heraus. Lässt andere Pflanzen unversehrt, wenn sie nicht direkt besprüht werden. BioKraft Grundstoff Essig Säure greift die Blätter an und verlangsamt das Wachstum der Pflanzen. Essig darf nur auf befestigten Flächen eingesetzt werden, nicht auf unbefestigten Böden, um den Bodenorganismen nicht zu schaden.! Essiglösung mit Wasser verdünnen und direkt auf die Pflanzen sprühen. Alle diese Mittel wirken über die grünen Pflanzenteile, die man damit benetzt. Wirken nicht gegen Samen im Boden. 3 Tipps Kein Unkraut ist das beste Unkraut Samenunkräuter vor der Blüte jäten Wurzelunkräuter früh im Jahr mit der Grabegabel so komplett wie möglich entfernen
- Rhododendron pflegen22.05., 04:0022.05.2025, 04:0000:23:46
Was brauchen die immergrünen Blühwunder? Rhododendron pflegen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Wusstet ihr, dass ein Rhododendron die Nationalblume von Nepal ist und der Nektar mancher Arten in der asiatischen Küche verwendet wird? Rhododendren sind spannender, als man so denkt! Woher stammt eigentlich Rhododendron? Rhododendron wächst weltweit in sehr unterschiedlichen Klimazonen, vom Himalaya, über Europa, Australien bis Nordamerika, von Meeresniveau bis zu über 5.000 Metern Höhe. Meist stammt er aus nebelfeuchten In Deutschland gibt es zwei heimische Arten: Rostblättrige Alpenrose, Bewimperte Alpenrose. Wie unterschiedlich können Rhododendren sein? Unglaublich vielfältig! Gibt über 1.000 Arten – von Zwergformen (2 cm) bis zu großen Bäumen (30 m) Manche wachsen als schöne Solitäre, andere sind als Bodendecker geeignet Immergrüne und laubabwerfende Arten Manche bilden riesige imposante Blüten, auch wenn die sich nur drei, vier Wochen zeigen, manche blühen mit winzigen Blüten Sehr langlebige Pflanze (über 100 Jahre) Wenn der Standort stimmt, eigentlich sehr pflegeleicht. Außer welke Blüten ausbrechen und düngen ist da nicht viel zu tun. Was macht einen guten Standort aus? Licht: optimal Halbschatten Zu viel direkte Sonne kann zu Verbrennungen führen, zu wenig Licht hemmt Wachstum und Blüte. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto höher die Sonnentoleranz; Wildsorten aus dem Hochgebirge sind oft robuster, wenn der Boden feucht genug ist. Apropos Boden? Am besten locker, sauer, humusreich (pH 4,5–5,5) In kalkhaltigen Böden gedeihen Rhododendren schlecht, es sei denn, es handelt sich um spezielle kalktolerante Sorten („Inkarho“). Was noch? Windgeschützter Standort empfehlenswert, weil Wind den Boden leicht austrocknen kann; Rhododendren sind Flachwurzler Staunässe ist ebenfalls ein Problem, weil die flachen Wurzeln dabei schnell Schaden nehmen. In Trockenperioden trocknen die flachen Wurzeln besonders schnell aus. Deshalb: Mulchen, mulchen, mulchen! Was mache ich, wenn mein Gartenboden nicht passt? Kann man da tricksen? Beim Pflanzen stets die torffreie NeudoHum Rhododendron- & HortensienErde ins Pflanzloch geben; ist locker, humusreich, hat die passenden Nährstoffe, niedrigen pH-Wert Außerdem Boden ständig verbessern mit Rindenhumus, Nadelerde oder unserer torffreien NeudoHum Rhododendron- & HortensienErde. Pflanzen, die sauren Boden brauchen, brauchen meistens auch speziellen Dünger. Gilt das auch für Rhododendren? Ja. Düngung mit Azet Rhododendrondünger fest beim Pflanzen (50-100 g pro Pflanze, für bestehende Pflanzen März/April und Juli: 40-75 g pro Pflanze). Gut gießen. Genauso wichtig: Mit Regenwasser gießen, sonst bekommt der Rhododendron unter Umständen zu viel Kalk (=Kalzium) ab, was den pH-Wert im Boden erhöhen kann. Wie sieht es mit Kübeln aus? Kann ich einen Rhododendron auch auf Balkon oder Terrasse stellen? Ja, das ist möglich. Voraussetzungen: Halbschattiger, windgeschützter Standort Großer (Höhe und Breite mind. 30 cm) Kübel mit Drainage, in NeudoHum Rhododendron- & HortensienErde pflanzen Düngen mit Azet HortensienDünger Flüssig während der Wachstumszeit Regelmäßig Gießen Im Winter mit Vlies abdecken (Frosttrocknis) Kleine, langsam wachsende Rhododendren wählen; gibt spezielle Kübelsorten wie z.B. Happydendron (kalkverträglich, langsam wachsend) Tipp: Bloombux sieht aus wie Buchsbaum, nur dass der Zünsler ihn in Ruhe lässt, kein Buchsbaumsterben lässt sich gut in Form halten blüht im Frühsommer auch als Hecke im Garten eignet Rhododendren sind ja wunderschön, aber sind sie auch bienenfreundlich? eher Hummel-Magnete als Bienen-Buddys Rhododendron lockt manchmal auch Schmetterlinge an. Muss ich meinen Rhododendron schneiden oder wächst der von allein perfekt? wächst so gut wie von alleine schön Wichtig zu wissen: Blüten bilden sich am vorjährigen Holz. Was du immer tun solltest: Direkt nach der Blüte (Mai-Juni) verblühte Blütenstände entfernen (am besten ausbrechen) wenn nötig kranke oder abstehende Triebe zurückschneiden Wie gehe ich vor, wenn ich radikal schneiden muss? Radikaler Rückschnitt nur (!) bei alten, verkahlten Pflanzen im Spätwinter, Äste sollten maximal 3 cm dick sein Triebe auf 30-50 cm kürzen über Jahre verteilt, nicht mehr als 1/3 der Äste jährlich Welche Probleme können bei Rhododendron auftreten? Rhododendron-Zikade: Schadbild: Rhododendron-Knospen öffnen sich nicht, sind braun und abgestorben. Häufig umgibt ein schwarzer Belag die Knospen. Ursache: Zikade überträgt bei der Eiablage einen Pilz, der die Knospen absterben lässt Das kannst du tun: Befallene Knospen entfernen und vernichten Nützlinge fördern Gelbtafeln dicht über die Pflanzen hängen, an Bambusstäben Spruzit AF Schädlingsfrei gründlich anwenden, am besten frühmorgens Dickmaulrüssler: Schadbild: halbkreisförmige Fraßspuren am Laub, Rhododendron wird welk und stirbt ab Ursache: erwachsene Käfer fressen an den Blättern, cremefarbene Larven mit hellbraunem Kopf an den Wurzeln/am Wurzelhals Das kannst du tun: Larven, die ausgestreckt kleiner als 1,5cm sind, mit HM-Nematoden bekämpfen. Mitte April/Mai und August/September einsetzen Mindestens 2 Jahre in Folge, weil die erwachsenen Käfer 2 Jahre alt werden und nicht bekämpft werden von den Nematoden Bodentemperatur über 12 Grad C Blattfleckenkrankheit: Schadbild: unregelmäßig ausgedehnte, dunkelbraune bis aschgraue Flecken, die z. T. mit einem Rand versehen sind; können größer werden und zusammenwachsen; besonders in feucht-warmen Sommern Ursache: verschiedene Pilzerkrankungen Das kannst du tun: Befallene Blätter entfernen und entsorgen Mit Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei behandeln Gelbe Blätter sind oft Folge von Staunässe oder Nährstoffmangel Ich habe mal was von einem Rhododendron-Park gehört. Weißt du, wo der ist? Rhododendron-Park Bremen Weltweit größte Rhododendron-Sammlung 46 Hektar Fläche 650 Wildformen und 3.500 Züchtungen Bestandteil der Deutschen Genbank Rhododendron Botanischer Garten München-Nymphenburg Über 200 Rhododendron-Arten und Sorten Blütenhöhepunkt Mitte Mai Halbschattige Bedingungen durch alte Eichen und Kiefern Botanischer Garten Marburg Rhododendren-Wald mit Hybriden Verschiedene internationale Wildarten Blütezeit von Mai bis Juni Drei Tipps: Guten Standort auswählen Spezielle Rhododendron- und Hortensienerde beim Pflanzen verwenden Vielfalt nutzen für abwechslungsreiche Gartengestaltung
- Süßkartoffeln anbauen08.05., 04:0008.05.2025, 04:0000:18:32
Lust auf etwas Neues im Beet? Süßkartoffeln anbauen Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Kann man Süßkartoffeln eigentlich auch bei uns anbauen? Und wenn ja, wie? Das und vieles mehr klären wir heute – zusammen mit unserer Gartenexpertin Sabine Klingelhöfer. Schön, dass du da bist! Hallo, ich freu mich! Süßkartoffeln sind wirklich ein spannendes Thema, also legen wir los! Habe ich dieses Jahr mit der Neudorff-Gärtnergruppe im Hochbeet gemacht. Sehr spannend!! Okay, starten wir mit den Basics: Süßkartoffeln – das klingt, als wären sie mit unseren normalen Kartoffeln verwandt. Stimmt das? Das denken viele, aber nein! Süßkartoffel = Windengewächs (Ipomoea batatas), Kartoffel (Solanum tuberosum) = Nachtschattengewächse Botanisch also völlig unterschiedlich Wow, das hätte ich nicht gedacht! Woher kommen Süßkartoffeln eigentlich ursprünglich? Mittel- und Südamerika Werden dort seit über 5.000 Jahren kultiviert Wachsen besonders gut in tropischen und subtropischen Regionen Sind aber überraschend anpassungsfähig – auch für unser Klima Angenommen, ich möchte Süßkartoffeln anbauen. Was brauche ich dafür? Am besten Weinbauklima ;-) Standort: sehr sonnig und warm Boden: locker, nährstoffreich und leicht sandig Und was ist mit Hochbeeten oder Kübeln? Perfekt! Hochbeete speichern Wärme Kübelkultur für kompakte Sorten, mindestens 20 bis 30 Liter Volumen + Drainagelöcher. Torffreie Neudohum-PflanzErde verwenden Apropos Sorten: Gibt’s da Unterschiede? Gibt rankende Sorten, die viel Platz brauchen Kompaktere Sorten eignen sich super für kleinere Flächen oder Kübel. Und die Ziersorten, die ich oft auf Balkonen sehe? Kann ich die auch essen? Im Prinzip ja. Knollen sind essbar, aber kleiner und milder im Geschmack. Wenn du eine große Ernte möchtest, bleib lieber bei Garten-Sorten. Die reifen auch schneller aus. Wie komme ich überhaupt an Süßkartoffel-Pflanzen? Zieh dir selbst sogenannte „Slips“ – im Prinzip Sprossstecklinge Geht los im Januar: Bio-Süßkartoffel-Knolle (sind unbehandelt gegen das Keimen) oder spezielles Pflanzgut halb in Wasser stellen oder halb in feuchte Erde legen, bis Triebe wachsen (Temperatur: 22-25 Grad C, heller Standort), kann 4 bis 8 Wochen dauern 15-20 cm lange Triebe abschneiden, im Wasserglas bewurzeln lassen (geht gut!), in Töpfchen pflanzen Jungpflanzen später ins Beet auspflanzen, wenn sie gut durchgewurzelt haben Pro Knolle: 5-7 Slips. Das klingt spannend, aber auch als ob man Geduld braucht. Klar - dauert ein paar Wochen. Alternative: ab Mitte Mai Jungpflanzen kaufen Auf kräftige, grüne Blätter und stabile Triebe achten Zu früh auspflanzen sinnlos, unter 10 Grad C kein Wachstum, sehr frostempfindlich Wie pflanzt man diese Jungpflanzen dann ein? Beet vorbereiten: Hindernisse im Boden entfernen Reifen Kompost in den Boden graben Jungpflanzen pflanzen Abstand: 50 cm von Pflanze zu Pflanze, Reihenabstand 1 m = 1 Reihe pro Beet Ruhig tief pflanzen für mehr Seitenwurzeln Angießen Event. Entstehende Triebe später mit Erde bedecken, damit sich noch mehr Knollen bilden Oder noch besser: auf einen Damm pflanzen Einen Damm? 60 cm breit, 20 cm hoch Erde aufschütten, wie beim Spargel Erde erwärmt sich leichter, Regenwasser fließt besser ab Wie pflege ich die Pflanzen am besten? Regelmäßig gießen, besonders im Sommer. Aber Vorsicht vor Staunässe! Keine Triebe entfernen oder stutzen; wachsen von allein kräftig. Am Anfang fleißig Unkraut jäten Brauchen Süßkartoffeln Dünger? Ja, sind Starkzehrer Organischer Azet Tomatendünger ist ideal. Nach 4 Wochen nachdüngen Und wann kann ich ernten? Nach 4 bis 5 Monaten, wenn die Blätter gelb werden. Beim Ernten vorsichtig sein: die Wurzelknollen sind empfindlich und brechen leicht. Wie viel kann ich von einer Pflanze erwarten? Im Beet etwa 1 bis 2 kg Im Kübel weniger; 500 g bis 1 kg Gibt es Schädlinge, auf die ich achten muss? Wühlmäuse Schnecken am Anfang der Saison (absammeln oder Ferramol Schneckenkorn) Süßkartoffeln gelten als super gesund. Was steckt drin? Viel Beta-Carotin Antioxidantien und Mineralstoffe wie Kupfer, Eisen und Mangan In der Schale steckt Caiapo; Forschung ist am Anfang, aber erste Untersuchungen der Uni Wien scheinen darauf hinzudeuten, dass es positive Effekte auf Blutzuckerwerte haben könnte Wie bereite ich Süßkartoffeln am besten zu? Kochen, backen, braten, frittieren, geht sogar roh; Würzen mit Kreuzkümmel, Chili, Muskat, Ingwer Auch die Blätter und Blüten sind essbar. Annette hat’s probiert – schau mal ins YouTube-Video! 3 Tipps: Sorge für viel Wärme und suche einen sonnigen Standort aus! Geduld – Süßkartoffeln wachsen oft erst ab Juli richtig los! Eine Mulchschicht hilft, die Erde warm und feucht zu halten!
- Baut mehr Bohnen an24.04., 04:0024.04.2025, 04:0000:19:08
Hülsenfrüchte sind gesund - und so vielfältig! Bohnen für Beginner Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de Heute geht es um Bohnen – die finde ich jetzt tatsächlich gar nicht sooo lecker. Wie schade – dabei kann man mit Bohnen so viel mehr machen als nur Omas Bohnenlalat! Relativ pflegeleicht, gedeihen in den meisten Gärten und im Hochbeet gut, wachsen schnell, reiche Ernte; hübsche Blüten Enthalten viel hochwertiges Eiweiß für gesunde Ernährung Da schwirrt mir jetzt schon der Kopf. Da gibt's vermutlich wieder total verschiedene Sorten??! Oh ja! Stangenbohnen, Buschbohnen, Feuerbohnen, Puffbohnen… violett oder grün … Für den Anfang geht’s heute nur um normale Buschbohnen. Das klingt schon mal gut. Warum gerade Buschbohnen? Brauchen keine Rankhilfe und liefern schnell reiche Ernte (50 bis 60 Tage nach Aussaat). Perfekt für alle, die nicht ewig warten wollen! Was brauchen Bohnen zum Glücklichsein? Eigentlich ziemlich genügsam: sonnig bis halbschattiger Standort, lockeren Boden. Das Coolste: Bohnen haben ihre eigenen kleinen Helfer dabei! Helfer? Jetzt bin ich neugierig! An den Wurzeln der Bohnen leben winzige Bakterien, die Knöllchenbakterien. Versorgen die Pflanze mit Stickstoff aus der Luft Dadurch „düngen“ sich Bohnen quasi selbst. Super für die Umwelt – und für faule Gärtnerinnen. Wow, das ist echt super! Aber… sind Bohnen nicht auch irgendwie giftig? Frisch und roh nicht essen, das stimmt. Enthalten Phasin, der in größeren Mengen giftig ist. Keine Panik: Einmal mindestens 10 Minuten gekocht, ist das komplett weg. Da bin ich erleichtert. Wie pflanze ich die Bohnen denn an? Direkt per Horstsaat ins Beet säen: 5 Körner pro Aussaatstelle 2-3 cm tief in gut gelockerten Boden, Abstand zwischen den Horsten 40 x 25 cm Du kannst auch in Reihe pflanzen Am besten ab Mitte Mai Moment mal, muss ich die nicht vorziehen? Nein, musst du nicht! Bohnen keimen super direkt im Beet, noch besser, wenn man sie 24 Stunden vorher einweicht Voraussetzung: Erde warm genug Keimdauer bei 12 Grad: 30 Tage, bei 20 Grad (ideal): 7-11 Tage Frisches Saatgut verwenden – Keimfähigkeit nimmt nach 2-3 Jahren rapide ab Wenn sie gekeimt sind, wie geht’s weiter? Buschbohnen kann man anhäufeln, sobald sie so hoch wie eine Hand sind Bilden mehr Seitenwurzeln, nehmen leichter Wasser und Nährstoffe auf Einfach Erde von der Seite an die Stängel schieben Gießen vor allem in trockenen Phasen; mehr Wasser, sobald sie blühen Boden krümelig halten, Mulchen schadet nicht Und wie sieht's mit Düngen aus? Dank der Knöllchenbakterien kaum nötig. Ein bisschen Kompost oder organischen Azet GartenDünger vor der Aussaat reicht meist schon. Wenn die Pflanzen während der Wachstumsphase blass aussehen, mit Azet GartenDünger nachhelfen Für die, die keinen Garten haben: Kann man Bohnen auch auf dem Balkon anbauen? Aber klar doch! Geht gut in größeren Töpfen, aber besser nicht auf einem heißen Südbalkon Gefäß mind. 20 cm tief, Abzugslöcher; schwache Keimlinge entfernen Dann steht deiner Balkon-Bohnenernte nichts im Weg! Ich habe gehört, man kann mehr ernten, wenn man die Bohnen „satzweise“ anbaut. Was hat es damit auf sich? Oh ja, das ist ein toller Trick! Alle 2-3 Wochen (bis August möglich) eine neue Portion Bohnen aussäen, um über längeren Zeitraum immer frische Bohnen ernten zu können. Clever, oder? Total! Aber woher weiß ich denn, wann die Bohnen reif sind? Bei Buschbohnen ganz einfach: Wenn sich die Hülsen beim Biegen mit einem hörbaren „Knack“ brechen lassen, sind sie perfekt zum Ernten. Zu spät geerntete Bohnen werden fasrig und fädig! (Kommt auch ein bisschen auf die Sorte an, wie schnell das geht) Und was mache ich, wenn ich nicht alle aufessen kann? Einfrieren oder einwecken. Fürs Einfrieren kurz blanchieren und in Eiswasser schockkühlen. Beim Einwecken in Gläsern sterilisieren. So hast du auch im Winter was von deiner Ernte. Das klingt ja alles fast zu schön, um wahr zu sein! Aber gibt's auch Probleme, auf die ich achten muss? Schnecken lieben junge Bohnentriebe. Da hilft Ferramol Schneckenkorn oder ein Schneckenzaun. Blattläuse können massenweise auftreten. Natürliche Feinde fördern, stark befallene Pflanzenteile entfernen und ggf. mit Neudosan AF Neu Blattlausfrei spritzen. Bohnenfliegen legen ihre Eier in die Erde um Bohnenpflanzen, Larven fressen Keimblätter ab. Vor allem in kühlen Frühjahren ein Problem. Beet mit SchädlingsSchutznetz abdecken; befallene Pflanzen samt Erde entsorgen Pilzkrankheiten wie Brennfleckenkrankheit, Mehltau und Bohnenrost treten bei nassen, kühlem Wetter auf. Dagegen hilft vor allem, die Pflanzen nicht von oben zu gießen und für gute Luftzirkulation zu sorgen, befallene Blätter sofort entfernen Gibt's denn auch Pflanzen, die gut zu den Bohnen passen? Absolut! Bohnen sind tolle Mischkultur-Partner. Vertragen sich super mit Gurken, Salat, Kohlrabi, Fenchel, Erdbeeren, Tomaten. Und natürlich Bohnenkraut. Lauch oder Zwiebeln solltest du dagegen lieber woanders pflanzen, die mögen sich nicht so. 3 Tipps Erst säen, wenn der Boden warm genug ist Satzweise anbauen Rechtzeitig ernten