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288- Wie Marktgärten in kleinen Gemeinden den Gemüseanbau verändern16.12., 06:0016.12.2022, 06:0000:27:57
Gemüsegärtner liefern Mangold, Salate und Co frisch vom Feld auf den Esstisch Landwirtinnen und Landwirte sehen sich immer wieder der Kritik ausgesetzt, den Boden aufgrund von zu wenig Fruchtfolge und zu viel Pflugarbeit auszulaugen. Dementgegen entwickeln sich immer mehr sogenannte Marktgärten. Marktgärtnerinnen und Marktgärtner sehen die Zukunft des Gemüseanbaus ökologisch, im Kreislauf der Natur und mit kurzen Transportwegen. Wie derartige Gärten Gemeinden zum Teil versorgen können, darüber haben wir im Podcast Edition Zukunft Klimafragen mit Hannes Rendl gesprochen. Er ist selbst Marktgärtner in der Tiroler Gemeinde Kolsass und versorgt ganzjährig bis zu 50 Haushalte mit frischem Gemüse. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Dall-E, Midjourney und Stable Diffusion: Was KI-Bildgeneratoren für die Kunst bedeuten09.12., 06:0009.12.2022, 06:0000:25:21
Medien- und Kulturwissenschaftler Paul Feigelfeld darüber, wie KI die Kunst verändert Die Künstliche Intelligenz (KI) hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht – und auch vor der Kunst macht sie keinen Halt. Moderne KI-Bildgeneratoren wie Dall-E, Midjourney und Stable Diffusion erzeugen verblüffende Kunstwerke, gewinnen Preise und landen in Galerien und Ausstellungen. Während viele Kunstschaffenden die Generatoren als neues Werkzeug sehen, fürchten andere um ihren Job. Zudem werfen die Programme viele Fragen auf, etwa in puncto Urheberrecht. Wie verändert KI die Kunst und wie geht die Branche damit um? Über diese und viele andere Fragen spricht Medien- und Kulturwissenschafter Paul Feigelfeld im Podcast-Gespräch. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Was die Konferenz für die Artenvielfalt bringen mus02.12., 06:0002.12.2022, 06:0000:29:06
Die Erwartungen an die Biodiversitäts-Konferenz sind hoch - worum geht es genau? Die Weltklimakonferenz in Sharm El-Sheikh ist zu Ende, über die kommenden zwei Wochen finden gleich die nächsten große Verhandlungen statt, bei denen es darum geht, die Welt, wie wir sie kennen, zu erhalten: Die COP15, also das 15. Treffen der Staaten zum Erhalt der Artenvielfalt, in Montreal. Die Erwartungen an die Konferenz sind sehr viel höher als die im Vorfeld der Klimakonferenz. Es soll eine Art Vertrag für den Artenschutz ausgehandelt werden. Das ist längst ausständig: Das letzte Mal, dass Staaten sich auf gemeinsame Schritte zum Artenschutz einigten, war 2010 auf der Biodiversitäts-COP in Japan. Dort beschlossen die Staaten, dass bis 2020 17 Prozent der Erdoberfläche unter Schutz gestellt werden sollen und der Verlust von Lebensräumen halbiert wird - daran sind die Länder krachend gescheitert. Die Welt ist heute mitten im sechsten Massensterben. In Montreal sollen Wege gefunden werden, gegenzulenken. Im Studio zu Gast sind Gabriele Obermayr vom Ministerium für Umwelt und Klimaschutz und Helmut Gaugitsch von Umweltbundesamt. Beide werden in Montreal für die EU mitverhandeln. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Zwischen Krise und Populismus: Die Zukunft der Demokratie25.11., 06:0025.11.2022, 06:0000:26:34
Politologe Herfried Münkler im Gespräch über sein neues Buch "Die Zukunft der Demokratie" Die Demokratie ist in einer Krise, der Populismus boomt. Viele sind skeptisch gegenüber demokratischen Institutionen, dem Rechtsstaat und auch Liberalismus. Warum das so ist, darüber schreibt Politologe Herfried Münkler in seinem neuen Buch "Die Zukunft der Demokratie". Eric Frey hat mit ihm auch der Buchmesse Wien darüber gesprochen. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Verhandlungsendspurt: Was bringt die Klimakonferenz?17.11., 06:0017.11.2022, 06:0000:20:15
Zu einem Durchbruch wird es nicht kommen – doch der Gipfel bringt die Klimapolitik trotzdem weiter Am Freitag soll der Klimagipfel im ägyptischen Scharm El-Scheich planmäßig zu Ende sein. Schon jetzt ist ziemlich klar, dass die knapp 200 Staaten keine großen Sprünge in der Klimapolitik machen werden. Wir sprechen darüber, warum die Klimakonferenzen trotzdem wichtig sind, warum neue Gas-Deals auf der Veranstaltung verkündet werden und wie der Gipfel die kritische Menschenrechtssituation in Ägypten ins Rampenlicht rückt. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Zeitenwende für die Diplomatie? Was feministische Außenpolitik erreichen will11.11., 06:0011.11.2022, 06:0000:31:35
Kristina Lunz über feministische Außenpolitik Schweden war 2014 eines der ersten Länder, die den Begriff "feministische Außenpolitik" einführten. Die Außenministerin Margot Wallström brachte das Konzept damals in die Politik. Auch wenn die neue rechtsgerichtete Regierung Schwedens das Konzept im Oktober gekippt hat, sprechen sich mittlerweile einige Länder für eine feministische Außenpolitik aus, darunter Deutschland, Kanada, Frankreich, Spanien oder Chile. Feministische Außenpolitik hat viele Facetten. Unter anderem zielt sie darauf ab, Menschenrechte für Frauen und Mädchen auf globaler Ebene zu stärken. Zudem will sie Frauen verstärkt an Konfliktlösungen und Friedensprozessen beteiligen und ihnen eine Teilnahme an wirtschaftlicher, sozialer und ökonomischer Entwicklung ermöglichen. Auf anderen Ebenen setzt sie sich gegen geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt ein. Staatsgeld soll nicht ins Militär fließen, sondern Frauen oder politischen Minderheiten zugutekommen. Die feministische Außenpolitik konzentriert sich daher nicht nur auf Frauen, sondern auch auf Menschen aus der LGBTQI-Community und dem globalen Süden. Paradigmenwechsel gefordert Bisher ist Außenpolitik noch patriarchal geprägt, sagt Kristina Lunz im Podcast-Gespräch. Sie ist Unternehmerin, Autorin und Aktivistin und gründete im Jahr 2018 das Centre for Feminist Foreign Policy in Berlin. Statt menschlicher Sicherheit und Menschenrechte priorisiere die aktuelle Außenpolitik die Militarisierung und nationalstaatliche Sicherheit. "Feministische Außenpolitik möchte einen Paradigmenwechsel. Wir müssen endlich aufhören, jedes Jahr Milliarden in gewaltvolle Strukturen zu stecken. Wir müssen endlich anfangen, Geld dafür auszugeben, dass unsere Lebensgrundlage erhalten bleibt. Dass Menschenrechte erhalten bleiben, dass Armut bekämpft wird. All das, was Menschen in Sicherheit hält", sagt Lunz. Im Podcast spricht sie darüber, was mit feministischer Außenpolitik überhaupt gemeint ist, wie die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) das Konzept umsetzt und warum gesellschaftliche Veränderung immer zu Reibungsmomenten führt. Außerdem antwortet sie auf die Kritik, die dem Konzept entgegengebracht wird. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Tomatensuppe und Superkleber: Wie weit darf Klimaprotest gehen?04.11., 06:0004.11.2022, 06:0000:24:14
Martha Krumpeck und Flo Pristolic sprechen im Podcast über Protestformen – und warum man sich manchmal auch unbeliebt machen muss Tomatensuppe auf einen van Gogh, Kartoffelbrei auf einen Monet – Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten versuchen mit immer drastischeren und umstritteneren Mitteln Aufmerksamkeit für ihre Themen zu erregen. Doch wie weit darf Protest gehen? Verspielt die Klimabewegung ihre Sympathie? Und stehen wirklich die Inhalte im Vordergrund? Zu diesen Fragen diskutieren Martha Krumpeck von der Bewegung Letzte Generation und Flo Pristolic von Erde brennt im Podcast. Während sich Krumpeck regelmäßig aus Protest auf Wiens Straßen festklebt, verfolgt Erde brennt eine andere Strategie: Die Organisation will über zehn Jahre nach den Uni-brennt-Protesten den Klimaaktivismus wieder auf Österreichs Universitäten bringen. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie das Museum der Zukunft aussehen könnte28.10., 06:0028.10.2022, 06:0000:25:16
Matthias Beitl darüber, wie Digitalisierung und Klimakrise die Museen verändern Wenige Besucherinnen und Besucher, abgesagte Veranstaltungen und wirtschaftliche Probleme – auch die Museen in Österreich hatten mit der Pandemie zu kämpfen. Gleichzeitig sorgte sie für neue und kreative Ansätze, Ausstellungen zu gestalten. Manche schufen Online-Sammlungen, um Objekte digital betrachten zu können. Andere führten Nutzerinnen und Nutzer virtuell durch ihr Museum. Im Podcast erklärt Matthias Beitl, Ethnologe und Museumsdirektor des Volkskundemuseums in Wien, wie sich die Museen durch die Digitalisierung und neue Technologien wandeln. Beitl findet nicht, dass das Museum der Zukunft ein digitaler Raum sein muss. "Das Museum soll immer ein Ort der Zusammenkunft sein", sagt er. Wichtig sei, eine Konfrontation und Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen anzustoßen. Virtuelle und digitale Technologien sieht er als Werkzeug dafür. Beitl spricht außerdem darüber, wie sich die Klimakrise auf Museen und ihre Arbeit auswirkt. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie über die grünen Klimamilliarden verhandelt wird21.10., 06:0021.10.2022, 06:0000:28:36
Im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sollte viel Geld in Klimaschutz und -anpassung fließen. Experte Wolfgang Diernhofer erklärt, wo sie bleiben In weniger als drei Wochen beginnt die 27. Weltklimakonferenz in Ägypten. Es wird auch dieses Mal viel ums Geld gehen. Denn viele Fragen der Klimafinanzierung – etwa wie reiche Staaten ärmere unterstützen sollen – sind nach wie vor offen. Wolfgang Diernhofer, Consultant bei Kommunalkredit, beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema und berät regelmäßig die österreichische Delegation bei den Klimakonferenzen. Im Podcast "Edition Zukunft Klimafragen" erklärt er, wie hunderte Milliarden Euro in Klimaschutz umgeleitet werden sollen, was die Streitpunkte bei den Klimaverhandlungen sind und wie man irreversible Klimaschäden eigentlich in Geld ausdrücken kann. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Ist der Kapitalismus schuld an der Klimakrise?14.10., 06:0014.10.2022, 06:0000:29:08
Autorin Ulrike Herrmann über das Ende des Kapitalismus und wie das System den Klimawandel bedingt Während die EU immer mehr von grünem Wachstum spricht, halten andere weiteres Wachstum und Klimaschutz für nicht vereinbar. Ulrike Herrmann ist eine deutsche Wirtschaftsjournalistin und Autorin des Buches "Das Ende des Kapitalismus". Im Podcast Edition Zukunft erklärt sie, dass sie keineswegs eine Kapitalismusgegnerin ist, was aber die Schwächen des Systems sind und ob es so etwas wie grünes Wachstum überhaupt geben kann oder ob wir in Zukunft viel mehr auf Wohlstand verzichten müssen, um das Klima zu schützen. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Klimaangst: Was tun gegen das Gefühl der Ohnmacht?07.10., 06:0007.10.2022, 06:0000:15:54
Die spanische Journalistin Irene Baños über die Angst vor der Zukunft – und davor, wenig gegen die Klimakrise tun zu können Derzeit sieht es nicht so aus, als würden die globalen CO2-Emissinen sinken – die Welt steuert auf eine drei oder vier Grad wärmere Welt zu. Viele haben Angst vor solch einer Zukunft, in der Hitze, Dürren und Naturkatastrophen an der Tagesordnung stehen würden. Ecoanxiety lautet der englische Ausdruck dafür – Umweltangst. Dazu kommt oft das Gefühl der Ohnmacht, nicht genug gegen die Klimakrise zu unternehmen oder unternehmen zu können. Die spanische Journalistin Irene Baños hat sich in ihrem Buch "Ecoansias" mit dieser Angst beschäftigt. Im Podcast spricht sie darüber, wie man mit diesen Gefühlen umgehen kann. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Unsere Bevölkerung wird immer älter: Was das für die Zukunft bedeutet30.09., 06:0030.09.2022, 06:0000:39:04
Die Alterung unserer Gesellschaft ist eine Gefahr für die Demokratie, sagt der deutsche Soziologe und Journalist Stefan Schulz Fast alle Prognosen zeigen in eine ähnliche Richtung: Die Bevölkerung in Österreich und Deutschland wird in den kommenden Jahrzehnten immer älter werden. Bis 2080 könnte laut Statistik Austria bereits knapp jeder Dritte über 65 Jahre alt sein (von heute jeder Fünfte). Das bedeutet: Weniger Erwerbstätige müssen für mehr Pensionistinnen und Pensionisten finanziell sorgen. Die Alterung ist aber nicht nur eine Geldfrage, sondern auch eine Frage der Demokratie, sagt der deutsche Soziologe und Journalist Stefan Schulz im STANDARD-Podcast. Vor kurzem veröffentlichte Schulz das Buch "Die Altenrepublik", in dem es um dieses Thema geht. Bald werde es in einigen deutschen Bundesländern mehr ältere pflegebedürftige Menschen geben als Wähler unter 30. Dadurch bestehe die Gefahr, dass die Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen immer weniger Gehör finden, sagt Schulz. Gleichzeitig werden junge Menschen vor immer mehr Herausforderungen gestellt: Die Bewältigung der Klimakrise, die steigenden Wohnungs- und Lebenskosten und die Finanzierung der Alten. Dadurch drohe ein neuer Generationenkonflikt. Welche Konzept es seiner Ansicht nach gibt, um gegenzusteuern, und weshalb wir in Zukunft wohl mit weniger Wachstum leben müssen, darüber spricht Schulz im Podcast. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie Norwegen das gesamte CO2 Europas speichern will23.09., 06:0023.09.2022, 06:0000:42:03
Northern Lights verspricht, in Europa produziertes Kohlenstoffdioxid sicher unter der Nordsee zu entsorgen CCS – diese drei einfachen Buchstaben sollen dabei helfen, die Klimaziele zu erreichen und Treibhausgase sicher zu verwahren. CCS steht für Carbon Capture and Storage was so viel bedeutet, wie Kohlenstoffdioxid auffangen und speichern. Getestet wird die Technologie bereits seit Jahren. Vor wenigen Wochen hat der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre nun das Projekt Northern Lights präsentiert, das verspricht, das gesamte in Europa produzierte CO2 sicher unter der Nordsee zu lagern. Wie das funktioniert, wie viel es kostet und ob sich damit viele Klimawandelprobleme im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflösen, erklärt Tobias Pröll vom Institut für Verfahrens- und Energietechnik an der Universität für Bodenkultur Wien im Podcast "Edition Zukunft Klimafragen". Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Klimakrise: Wer muss jetzt handeln?16.09., 06:0016.09.2022, 06:0001:11:44
Niavarani, Schilling, Wadsak und Co beim STANDARD-Klimagespräch im Park Die Klimakrise beschäftigt und besorgt viele – doch so richtig Verantwortung übernehmen will niemand. Die Zuständigkeit wird zwischen Politik, Wirtschaft und den Einzelnen hin- und hergeschoben. Über dieses Dilemma wurde vergangene Woche beim STANDARD-Klimagespräch im Park debattiert. "Edition Zukunft" bringt die Diskussion in voller Länge nun auch als Podcast. Am Podium: Kabarettist Michael Niavarani, Klimaaktivistin Lena Schilling, Juristin Michaela Krömer, Ökonom Gernot Wagner und Meteorologe Marcus Wadsak. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie sich Fauna und Flora gegen den Klimawandel wappnen09.09., 06:0009.09.2022, 06:0000:31:16
Alpenpflanzen flüchten von Südhängen in den Norden und suchen Schutz in höheren Lagen Der Leidensdruck von Fauna und Flora wird immer größer. Hitze, Dürre und neue Schädlinge sind nur drei der Auswirkungen des Klimawandels, die Pflanzen und Tieren massiv zu schaffen machen. Christian Berg ist wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens der Universität Graz und gießt und düngt mittlerweile gewisse Bäume, um deren Überleben zu sichern. Im geschützten Raum ist das möglich. In Gebieten, wie etwa den Alpen leiden, welken und sterben bereits einzelne "Individuen", wie Berg sie nennt. Kampflos geben sich Alpenpflanzen aber nicht geschlagen. Wie sie sich anpassen und gegen den Klimawandel wappnen, erklärt Berg im aktuellen Klimafragen-Podcast. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie sich die Obdachlosigkeit in Österreich überwinden lässt02.09., 06:0002.09.2022, 06:0000:30:17
Neunerhaus-Geschäftsführerin Elisabeth Hammer über Lösungsansätze für die Wohnungs- und Obdachlosigkeit Jede Nacht schlafen in Europa rund 700.000 Menschen auf der Straße. In Österreich waren laut Statistik Austria zuletzt knapp 20.000 Menschen als obdach- oder wohnungslos registriert. Die Dunkelziffer ist allerdings höher: Tausende Menschen leben "verdeckt obdachlos" – sie kommen bei Freunden oder Bekannten unter und versuchen ihre Notlage zu verbergen. Das betrifft häufig Frauen, junge Erwachsene, LGBTQ-Personen oder Familien mit Kindern. Wohnungs- und Obdachlosigkeit hat verschiedene Ursachen. In der öffentlichen Wahrnehmung sind es oft Brüche in der Biografie – eine Trennung, Scheidung oder psychische Erkrankung –, die zu Wohnungsverlust oder Obdachlosigkeit führen. Entscheidend sind aber auch strukturelle Faktoren. "Die Lösungen liegen am Tisch" "Es ist die Kombination aus steigenden Wohnkosten und stagnierenden Einkommen, die dazu führt, dass Menschen ihre Wohnungen verlieren oder keine leistbare Wohnung finden", sagt die Sozialarbeiterin und Sozialwissenschafterin Elisabeth Hammer im Podcast-Gespräch. Seit 2017 ist sie Geschäftsführerin der Wiener Sozialorganisation Neunerhaus, die obdachlose und armutsgefährdete Menschen unterstützt. Vor kurzem veröffentlichte sie ihr Buch "Hinschauen statt Wegschauen: Wie eine Gesellschaft ohne Wohnungslosigkeit möglich ist". Darin schildert sie, was nötig wäre, damit künftig alle ein Zuhause haben. "Die Lösungen liegen am Tisch", sagt Hammer. Im Interview spricht sie über konkrete Lösungsansätze wie "Housing First", mit denen in Österreich schon einigen Betroffenen geholfen werden konnte. Sie erklärt, wie sich die Wohnpolitik ändern muss und warum die Beendigung von Obdachlosigkeit "nicht nur eine Sonntagsrede", sondern eine Vision braucht. Die Corona-Pandemie habe jedenfalls das Bewusstsein für Wohnungs- und Obdachlosigkeit verstärkt. "Wir haben alle am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, eine Wohnung als Rückzugsort zu haben", sagt Hammer. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Umwelt vs. Staat: Was bringen Klimaklagen?26.08., 06:0026.08.2022, 06:0000:16:01
Wenn Klimaschutz ausbleibt, gehen Aktivisten immer öfter den Rechtsweg Wie kann man gegen Staaten oder Regierungen vorgehen, welche Klimaziele weitgehend ignorieren? Bisher kaum. Fehlenden Klimaschutz einzuklagen ist gar nicht so einfach. International gibt es aber durchaus ein paar Beispiele, in denen der Staat über den Rechtsweg dazu gebracht wurde, mehr für Klima und Umwelt zu tun. Jakob Pflügl aus dem STANDARD-Rechtsressort erklärt im Podcast, wann Klimaklagen vielversprechend sind, was es mit Klimaschutz im Verfassungsrang auf sich hat und wie bindend eigentlich Klimaabkommen sind.
- Was wir vom Mittelalter über die Nachhaltigkeit lernen können19.08., 06:0019.08.2022, 06:0000:38:20
Die deutsche Historikerin Annette Kehnel erklärt, warum im Mittelalter bereits viel recycelt wurde. "Wir konnten auch anders", sagt die deutsche Historikerin Annette Kehnel, die im vergangenen Jahr ein gleichnamiges Buch veröffentlicht hat. Was sie damit meint: Im Mittelalter waren wir Menschen sehr gut darin, Dinge zu reparieren und wiederzuverwenden, Ressourcen gemeinschaftlich zu nutzen und die Natur für die Nachwelt zu bewahren. Nachhaltigkeit war kein "Nice-to-have", sondern eine Überlebensstrategie. Gleichzeitig habe es auch eine Freude an der Erneuerung des Alten gegeben, sagt Kehnel. Diesen respektvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen und der Natur hätten wir heute in vielerlei Hinsicht verlernt, argumentiert Kehnel. Zudem spricht sie darüber, was "Abfall" und "Minimalimus" in früheren Zeiten bedeuteten, welche Rolle Religion im Mittelalter für die Nachhaltigkeit spielte und warum wir uns Menschen heute zu Göttern gemacht haben.
- Immer heißer, immer trockener: Wie werden wir 2050 urlauben?12.08., 06:0012.08.2022, 06:0000:18:48
Im Podcast erklärt Tourismusexperte Oliver Fritz, worauf sich Touristen einstellen müssen – und wie sich Urlaubsorte neu erfinden Das Mittelmeer war lange Zeit eine der beliebtesten Urlaubsdestinationen Europas. Doch die Klimakrise macht den Urlaub im Süden immer unbequemer: Hitze, Dürre, Waldbrände und Quallen plagen die Urlaubsorte an der Küste immer häufiger. Doch auch in Österreich machen sich die steigenden Temperaturen bemerkbar: So bleibt der für den Wintertourismus so wichtige Schnee oft aus – und mit ihm die Touristen. Oliver Fritz vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Tourismus. Im Podcast spricht er darüber, was auf uns zukommt – und wie sich Urlaubsdestinationen anpassen müssen. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Artensterben: Wie schützen wir die Ozeane?05.08., 06:0005.08.2022, 06:0000:37:45
Meeresbiologe Gerhard Herndl erklärt, wie es um die marine Biodiversität steht In den Meeren, die 70 Prozent unseres Planeten bedecken, ist so einiges los. Von Mikroben bis hin zu Blauwalen beherbergen sie eine enorme Artenvielfalt. Rund 240.000 marine Arten wurden bis heute erkannt, jedes Jahr werden etwa 2.000 neue Arten in den Meeren beschrieben. Auch am tiefsten Meeresgrund haben sich Lebewesen an ziemlich unwirtliche Bedingungen angepasst. Mehr als drei Milliarden Menschen sind laut den Vereinten Nationen für ihren Lebensunterhalt auf die biologische Vielfalt der Meere und Küstengebiete angewiesen. Doch die Ozeanen sind stark gefährdet. Der aktuelle Unesco-Meeresbericht zeichnet ein düsteres Bild, die Probleme sind vielfältig. "Unsere Ozeane sind im Begriff, sich fundamental zu ändern", sagt Gerhard Herndl, Meeresbiologe und Ozeanograf an der Universität Wien, im Podcast-Gespräch. Die Verschmutzung durch Stickstoff und Phosphor nimmt zu. Tonnenweise Plastik landet täglich in den Meeren, längst haben die Kunststoffe ihren Weg in die menschliche Nahrungskette gefunden. Die industrielle Fischerei führt zu Überfischung und zerstört marine Lebensräume. Ozeane dienen Klimaschutz Die Ozeane zu schützen, spielt nicht nur für die Artenvielfalt und Welternährung eine wichtige Rolle. Als Kohlenstoffspeicher leisten die Ozeane einen enormen Beitrag zum Klimaschutz. Alleine zwischen 1994 und 2007 haben sie Studien zufolge rund 34 Milliarden Tonnen Kohlenstoff aus anthropogenen Emissionen aufgenommen. "Wenn sie diese Wärme nicht aufgenommen hätte, hätten wir jetzt eine um etwa 36 Grad höhere Temperatur", sagt Herndl. Gleichzeitig erwärmt die aufgenommene Strahlung die Meere, wodurch sie versauern. Im STANDARD-Podcast spricht Herndl über den Zustand der Artenvielfalt und wie diese geschützt werden kann. Gerade Meeresschutzregionen seien erstaunlich wirksam, wie etwa Gebiete im Mittelmeer zeigen würden. Nicht zuletzt müsse sich aber auch die Beziehungen der Menschen zu den Meeren ändern. "Wir müssen das Meer sehen als großen Teil, der es uns ermöglicht, überhaupt hier auf unserer Erde zu leben", sagt Herndl. "Ohne den Ozean könnten wir nicht existieren." Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at