Podcast

DiePodcastin

laStaempfli&Rohnerin

News · Society & Culture

249 Episoden · neueste 04.10.

Häufig erwähnt

Episoden

249
  1. #diepodcastin über das feministische 2021: Isabel Rohner und Regula Stämpfli zu FS50Jahre, Netzcourage, China, Digitale Fiktionen, ihre gemeinsame Tochter tagesanzeigerin.ch, die geniale jelena poprzan & das gute Leben.
    18.12., 09:1200:50:16

    #diepodcastin über das feministische 2021: Isabel Rohner und Regula Stämpfli zu FS50Jahre, Netzcourage, China, Digitale Fiktionen, ihre gemeinsame Tochter tagesanzeigerin.ch, die geniale jelena poprzan & das gute Leben. “Die Podcastin” macht dank Regula Stämpfli ihren gewohnten feministischen Wochenrückblick und verbindet ihn direkt – dank Isabel Rohner – mit einem Rückblick auf das Podcastin-Jahr 2021. Jede Woche haben sich laStämpfli und die Rohnerin im virtuellen Raum zusammengeschaltet und gemeinsam gedacht. Nur ein einziges Mal, an einem sonnigen Wochenende im Oktober, haben die beiden auf eine Folge verzichtet – weil sie sich persönlich getroffen haben. Manchmal schlägt das analoge eben das digitale Vergnügen…! Im Wochenrückblick kritisiert Isabel Rohner die Entscheidung des Eidgenössischen Gleichstellungsbüros EBG, die finanzielle Unterstützung von “NetzCourage”, der Hatespeech Ambulance von Jolanda Spiess-Hegglin, ab 2022 einzustellen. NetzCourage ist in der Schweiz die einzige (!) Anlaufstelle für Betroffene von digitaler Gewalt. Was eigentlich Aufgabe des Bundes sein sollte, hat Jolanda Spiess-Hegglin als engagierte Privatperson aufbauen müssen. Die Rohnerin findet es einen Skandal, dass der Bund sich aus der Finanzierung zurückzieht. Hier wären Steuergelder mal wirklich gut eingesetzt! Nichtsdestotrotz: NetzCourage wird dank zahlreicher Mitgliedschaften und der Unterstützung weiterer Privatpersonen weitergehen können. Der Bund jedoch hat sich hier wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Nicht nur der Bund, meint laStaempfli, sondern die wichtigen Schweizer Medien. Denn im 2021 lief wieder eine Kampagne gegen die PERSON Jolanda Spiess-Hegglin, so dass sich die Politik ziemlich feige gegen ein Projekt, das eigentlich schon längst von vielen Stellen bearbeitet werden müsste, zurückzog. laStaempfli sieht darin die theoretische Struktur des Antifeminismus: Es werden Frauen EINZELN in aller Öffentlichkeit exekutiert, quasi als Warnung an alle anderen Frauen, die sehen sollen, was passiert, wenn frau sich wehrt. Mediatoo – immer wieder, vor allem im Jahr 2021. Der Tages-Anzeiger findet “Die Podcastin” super! Na, nicht so super, dass er mit laStämpfli und der Rohnerin kooperieren und sie bezahlen würde – aber so super, dass er sich doch für seinen eigenen neuen Podcast “Die Tages-Anzeigerin” von den beiden hat inspirieren lassen. Das Konzept jedenfalls, mit dem dort ab jetzt zwei Journalistinnen regelmäßig an den Start gehen, ist erstaunlich identisch “Die Podcastin”. Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen viel Erfolg und freuen sich auf die Einladung in eine der nächsten Folgen! Zum feministischen Ansatz muss es doch schließlich gehören, die Leistungen anderer Frauen sichtbar zu machen – und wenn man sich von diesen (= Rohner und Stämpfli) in dem Maß hat inspirieren lassen wie “Die Tages-Anzeigerin”, noch viel mehr! #diepodcastin hat jedoch eine Tochter: tagesanzeigerin.ch , denn sie findet: Weshalb die Kopie hören, wenn das Original immer besser ist. Zu den Highlights 2021 gehören für die Rohnerin ganz klar die Gespräche über das Demokratiejubiläum in der Schweiz (“50 Jahre Frauenstimmrecht”), die Analysen der Medienberichterstattung zur Bundestagswahl in Deutschland, die Folgen über Künstlerinnen, Entertainerinnen und Autorinnen, über Digitalisierung und über viel Schönes (Sex, Freiheit, Unabhängigkeit, Geld, Frauenfreundschaften, unsere Mütter und und und). Neben dem feminstischen Wochenrückblick haben laStämpfli und die Rohnerin 2021 auch mit ihrer Serie “Die Podcastin im Gespräch” begonnen. In Gesprächen mit den Expertinnen Dr. med. Julia Fischer (Thema Gendermedizin), Prof. Dr. Uta Brandes (Gender und Design), Elisabeth Eberle (Kunst), Britta Steffenhagen (Entertainment) und Barbara Streidl (Engagement) haben sie die Praxis in den Blick genommen. Jelena Poprzan: Sie spielt in Wien am 3. Jänner im legendären Porgy&Bess. Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen all Ihren Hörerinnen FROHE FESTTAGE: #diepodcastin bleibt dran. Das Bild ist übrigens von laStaempfli aus der Best Plakate 2021 im MAKK WIEN.

  2. #diepodcastin im Gespräch mit der Entertainerin Britta Steffenhagen.
    15.12., 17:1500:48:48

    Die Podcastin im Gespräch mit Britta Steffenhagen: Isabelle Rohner interviewt die Entertainerin/Schauspielerin/Synchronsprecherin. Im letzten Jahr haben LaStämpfli und die Rohnerin immer wieder über die nach wie vor viel zu tiefe Repräsentanz von Frauen im TV und in Filmen gesprochen (siehe die neueste Studie der malisa-Stiftung!) – nun werfen wir mit Britta Steffenhagen einen Blick in die Praxis des Entertainments. Britta Steffenhagen ist Schauspielerin, Entertainerin und Synchronsprecherin. Als eine der wenigen Frauen im Öffentlich-Rechtlichen war sie von 2017-2019 Gastgeberin der RBB-“Abendshow“. Aktuell ist sie als Synchronschauspielerin in den Netflix-Serien „On the Verge“ (Stimme von „Ell“, gespielt von Alexia Landeau) und „Y: The last man“ (Stimme von „Agent 355“, gespielt von Ashley Romans) zu hören. Zudem steht sie aktuell mit ihrem Kabarett-Trio „Rixdorfer Perlen“ auf der Bühne des Neuköllner „Heimathafen“ in Berlin. Britta Steffenhagen co-moderierte die legendäre RBB-Abendshow, die dann durch ein Laberformat durch Männer 2019 ersetzt wurde. So beginnen Isabel Rohnerin und Britta Steffenhagen das Gespräch. Hier hören wir, wie Britta Steffenhagen die Situation von Frauen aus der Perspektive der Moderatorin/Sprecherin/Schauspielerin sieht. Britta Steffenhagen gibt Auskunft, wie die Frauen in der Branche vernetzt sind, wie wenig Rollen für Frauen gemacht sind, wie viel weniger Frauen in der Branche verdienen und wie Frauen in der Entertainmentbranche erfolgreich sind. Britta Steffenhagen spielt im Theater in Berlin Neukölln: “Die Rixdorfer Perlen packen aus”.Sie ist darüber hinaus aktuell in “On the Verge” als Synchronsprecherin im Film von Julie Delpy zu hören. – Homepage von Britta Steffenhagen: http://www.brittasteffenhagen.de/ – Trailer zu „On the Verge“ von Julie Delpy: https://www.netflix.com/de/title/81239671 – Trailer zu „Y: The last man“: https://www.youtube.com/watch?v=Nc9pD7yhjH8 – Die „Rixdorfer Perlen“ im „Heimathafen“: https://heimathafen-neukoelln.de/events/die-rixdorfer-perlen/ Als Hintergrund zur Unterrepräsentanz von Frauen in Film, Fernsehen, im Netz und Entertainment siehe – Neueste Studie der malisa-Stiftung zur audiovisuellen (Nicht-)Diversität im deutschen Fernsehen: https://malisastiftung.org/fortschrittsstudie-audiovisuelle-diversitaet-ergebnisse-tv-deutschland/

  3. #diepodcastin über "hip mit hijab" & Finanzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über einen SRF-Beitrag, Winterolympiade & wieder einmal über das liebe Geld. Mit einem Bild von Meret Oppenheim by laStaempfli: HandschuhePaar.
    11.12., 08:1600:54:13

    #diepodcastin über “hip mit hijab” & Finanzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über einen SRF-Beitrag, Winterolympiade & wieder einmal über das liebe Geld. Mit einem Bild von Meret Oppenheim by laStaempfli: Handschuhe Paar 1942-45/1985. Noch zu sehen im Kunstmuseum Bern. Die Rohnerin und Regula Stämpfli teilen eine Geschichte aus dem September: Die Goldene Schrumpelgurke geht ans Schweizer Fernsehen: Unter der Überschrift “Hip mit Hijab” wirbt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen in der Schweiz – völlig unpolitisch und frei von jeglichem globalen Kontext – für die Verschleierung der Frauen. Und das, wo gerade JETZT Mädchen und Frauen Afghanistan aktiv aus Öffentlichkeit und Bildung verdrängt und unter Stoff gezwungen werden. Wo gerade JETZT immer noch Frauen im Iran in Gefängnissen sitzen, weil sie frei leben und kein Kopftuch tragen wollen. Gute journalistische Arbeit würde das thematisieren. Beim letzten Mal sprachen laStämpfli und die Rohnerin über den frauenverachtenden und ärztinnenfeindlichen Paragrafen 219a StGB und die Notwendigkeit seiner Streichung. Die Realität der Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland, die abtreiben wollen, ist jedoch noch viel schlimmer: Das Medikament Misoprostol – laut WHO auf der Liste der “essentiellen Medikamente” zur Gesundheitsversorgung von Frauen – ist aktuell durch einen Importstopp nicht erhältlich. Danke an Gynäkologin Dr. Kristina Hänel für diesen Hinweis! “Die Podcastin” spricht mal wieder über Geld. Isabel Rohner hätte es gerne strukturierter gehabt, die laStaempfli grätscht dazwischen, meint, alle Daten seien männlich, dienten männlichen Lebensläufen und drängten Frauen mehr und mehr in die Schattenwirtschaft ab. Online-Foren errechneten bei der ökonomischen Berichterstattung und Kommentaren, wie sexistisch diese waren – ebenso wie die Ökonomie an den Universitäten, die sich seit Jahrzehnten um jede Forschung oder auch Realwirtschaft schlicht nicht mehr kümmert: “Wer die Welt nur errechnet, darf nicht erstaunt sein, dass die Frauen jedesmal bei Null beginnen”, meint laStaempfli, doch dazu kam es in dieser Folge dann nicht. Die Rohnerin bringt schockierende Fakten einer Umfrage: Wusstet ihr, dass laut einer Studie 56 % (!) der Schweizerinnen sich nicht selber ernähren könnten, sondern in finanzieller Abhängigkeit von ihren Partnern leben? Über die Hälfte der Frauen in der Schweiz! Dabei bedeutet finanzielle Unabhängig, selber entscheiden zu können, wie frau leben will, wo frau leben will, wie mobil sie sein will, wie sie sich ernähren will, welchen Zugang sie zu Kunst, Kultur, Reisen, Freiheit hat. #diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli, freuen sich daher sehr, dass das Thema Frauen und Geld in der Schweiz gerade stärker präsent wird, u.a. auch dank engagierter Frauen wie Patrizia Laeri, Nadine Jürgensen und Simone Züger, die mit der Finanz-Medien-Plattform “elleXX” an den Start gegangen sind. Dort finden Interessierte viel Wissenswertes rund um das Thema Geld und einige erschreckende Facts über Gender Gaps. Den wohl heftigsten Gap gibt es in Sachen Zugang zu Risikokapital: Bei einer Verteilung von 98 (!!) % Risikokapital bei Männern und nur 2 (!) % bei Frauen kann eigentlich nicht mehr von “Lücke” gesprochen werden. Das ist eine Frechheit. Zahlen hingegen, wie viel Eigentum (Häuser, Immobilien, Land) Frauen besitzen, liegen nicht vor. Sie werden schlichtweg nicht erfasst. Dass Frauen dabei bis heute weniger Kapital haben, weniger besitzen, geringere Renten haben und schon kleine Jungs mehr Taschengeld bekommen, hat dabei viel mit unserer Geschichte zu tun: So konnten verheiratete Frauen in Deutschland und in der Schweiz erst ab den späten 1950er Jahren ein eigenes Konto besitzen. Und noch bis 1988 galt in der Schweiz, dass verheiratete Frauen keine großen Anschaffungen ohne die Unterschrift ihres Ehemannes tätigen konnten. Die männliche Vormundschaft der der verheirateten Frauen in Deutschland dauerte de jure bis 1977 und in der Schweiz bis 1988. Dies geht ständig vergessen. #diepodcastin klärt auf und ermuntert Frauen, sich dringend finanziellen Angelegenheiten anzunehmen. PS: Ein Nachtrag zu “Hip mit Hijab” – es gab einen Mailaustausch zum Thema mit SRF, doch dieser wird erst in einer weiteren Folge bearbeitet werden. PPS: Das von Rohnerin erwähnte Buch „Kämpferinnen“ wurde von Birgit Buchinger, Renate Böhm und Ela Großmann herausgegeben und ist 2021 im Mandelbaum Verlag erschienen: https://www.mandelbaum.at/buecher/renate-boehm-ela-grossmann-birgit-buchinger/kaempferinnen/ Bild von laStaempfli aus der Meret Oppenheim-Ausstellung: Handschuhe Paar 1942-1945 Links: -Hip mit Hijab siehe https://www.facebook.com/watch/?v=404908507714642 – Frauen und Schattenwirtschaft siehe Linda Scott, Das weibliche Kapital. – Care- Arbeit von Mascha Madörin, die immer noch keinen Ehrendoktor der Universität Basel hat. – Finanz-Medien-Plattform “elleXX”: https://www.ellexx.com/de/

  4. Die Podcastin im Gespräch mit Barbara Streidl - Autorin,Journalistin, Musikerin.
    07.12., 19:3600:36:23

    “Die Podcastin im Gespräch mit Barbara Streidl” Barbara Streidl (* 1972 in München) ist eine deutsche Autorin, Journalistin und Musikerin. In ihrer publizistischen Arbeit setzt sie sich viel mit frauen- und familienpolitischen Themen auseinander. Sie publiziert in verschiedenen Medienanstalten und ist Moderatorin im Bayerischen Rundfunk. Zu ihren Schwerpunkten zählen frauenpolitische Fragen als auch das Sichtbarmachen von Frauen in der gesellschaftlichen Debatte, in der Politik und im Internet. 2011 erschien ihr Buch „Darf ich gleich zurückrufen? Der alltägliche Wahnsinn einer berufstätigen Mutter“ (Blanvalet), 2015 ihre Streitschrift “Lasst Väter Vater sein”. In der 100-Seiten-Reihe von Reclam erschienen ihre Bände “Langeweile” (2019) und “Feminismus” (2019). Seit 2013 ist sie Vorstand des Vereins Frauenstudien München e.V., der für öffentliche Veranstaltungen zwischen Neuer Frauenbewegung und Alphamädchen verantwortlich zeichnet. Bis 2019 war sie Co-Host des “Lila Podcasts”. “Feministisches Engagement” ist die Überschrift des Expertinnengesprächs mit Barbara Streidl – denn die Journalistin (Süddeutsche, jetzt.de, BR), Autorin (u.a. “Feminismus”, “Wir Alphamädchen”, “Ich mache das jetzt!”), Podcasterin (“Lila Podcast”) und Netzwerkerin (Frauenstudien München) ist seit Jahren auf vielen Ebenen feministisch engagiert. Wie sie dazu gekommen ist, welche Rolle Luise F. Pusch bei dieser Entwicklung spielte und was sie heute vielleicht auch anders machen würde – darüber und über noch viel mehr spricht Barbara Streidl mit Isabel Rohner. Links: – Homepage von Barbara Streidl: www.alpenstrasse.net – Lila Podcasts: https://lila-podcast.de/ Barbara Streidl, Bild von Denise Stock Fotografie.

  5. #diepodcastin ampelt: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Zapfenstreich, Nina Hagen, Hildegard Knef,Kurzwaschen & grässliche, mediale goldene Schrumpelgurken.
    04.12., 13:5000:47:15

    #diepodcastin ampelt: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Zapfenstreich, Nina Hagen, Hildegard Knef,Kurzwaschen & grässliche, mediale goldene Schrumpelgurken. Was für ein Ab- und Unterschied: Während sich Ex-Kanzler Gerhard Schröder beim Zapfenstreich noch das Männerlied “My Way” vorspielen ließ, setzte Bundeskanzlerin Angela Merkel 16 Jahre später auch hier neue Maßstäbe: Neben dem DDR-kritischen “Du hast den Farbfilm vergessen” und dem Choral “Großer Gott, wir loben dich” erklang im Bendler-Block Hildegard Knefs große Hymne “Für mich soll’s rote Rosen regnen”. Die Rohnerin outet sich als große Bewunderin des Multitalents Hildegard Knef, für sie nicht nur eine große Schauspielerin und Sängerin, sondern vor allem auch eine der größten deutschen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Lest bitte alle “Der geschenkte Gaul” und Knefs wunderbare, tiefen Gedichte! Die Rohnerin liebt über alles “Wieviel Menschen waren glücklich, dass du gelebt?” laStaempfli ist entzückt, denn sie hat all dies über Hildegard Knef auch nicht gewusst. laStaempfli berichtet aus Wien: Die österreichische Boysgroup ist abgetreten. Die Begründung von Sebastian Kurz, Alexander Schallenberg udn Gernot Blümel ist nicht etwa: “Well, wir stecken tief im Korruptionssumpf und müssen uns vor Gericht verantworten”, sondern “Wir wollen uns dem Nachwuchs, der Familie weitweg von der Politik widmen.” Selten wurde Care-Arbeit so verhunzt. Die gelackmeierte Türkiselite ist zwar weg: Das Automatensprech der von PR getränkten öffentlichen Rede leider noch nicht. Was ist eigentlich ein “Koalitionsvertrag”? Die Rohnerin staunt, dass dies offenbar viele nicht wissen, wenn sie sich die Jubelposts in den sozialen Medien und einige Berichterstattungen so ansieht. Da wird doch ernsthaft so getan, als sie das alles schon Wirklichkeit. Dabei handelt es sich bei einem Koalitionsvertrag schlicht um Absichtserklärungen. Oder haben tatsächlich schon das flächendeckende schnelle Internet, das uns seit 2009 (!) in jedem einzelnen Koalitionsvertrag auf Bundesebene versprochen wurde? So wartet die Rohnerin mit ihrem Jubel zur Abschaffung des frauenverachtenden und ärztInnenfeindlichen §219a des Strafgesetzbuches, wegen dem GERADE JETZT Gynäkologinnen und Gynäkologen in Deutschland vor Gericht stehen, bis er wirklich weg ist. Bei anderen Ankündigungen hofft die Rohnerin hingegen, dass sie nie umgesetzt werden. Derweil wird die zukünftige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (übrigens die erste Außenministerin in der deutschen Geschichte!) fröhlich weiter medial niedergemacht. Die Rohnerin bringt ein erschreckendes Beispiel: Der Münchner Merkur macht Baerbock in der Überschrift nieder – doch der im Text zitierte Experte hat sich gar nicht kritisch gegen sie geäußert. Click Bait vor journalistischer Sorgfalt. Geht das wirklich nicht besser? laStaempflli fügt an: Annalena Baerbock gilt als unerfahren und muss sich beweisen; Christian Lindner ist hingegen ein Supermann und starker Politiker, obwohl BEIDE ähnliche Karrieren aufweisen, nämlich keine eigene, ausserhalb der Politik. Und last but not least geht die “Goldene Schrumpelgurke” dieser Woche an die Redaktion von Pro7 “TVtotal” und Moderator Sebastian Pufpaff, die doch tatsächlich die “heißeste Biene der FDP” ausfindig machen wollten. Auch wenn der Preis am Ende an Christian Lindner ging – die Sexualisierung von Politikerinnen war schon in den 1950er Jahren kalter Kaffee. 2021 ist sie nur noch peinlich. Zu den goldenen Schrumpelgurken ergänzt laStaempfli: Die Politsatire ist in Zeiten digitaler Automation schon längst zu misogynen Vernichtungsprogrammen mutiert. Das Lachen über Aussehen von Frauen, die pornografischen und sexistischen Anspielungen gegenüber Politikerinnen ist Ausdruck zutiefst frauenverachtender Referenzen, Images und Vorstellungen. Hier empfiehlt laStaempfli nochmals das Buch von Angela Nagle, Kill all Normies und ihr eigenes Kolumnenbuch, Sex, Katzen und Diäten oder Gretchens Rache von Isabel Rohner. Ein spannender, genial geschriebener Krimi, in dem Frauen lachen und in dem nicht über Frauen gelacht wird. #diepodcastin ist sich diesmal einig: Die Medienqualität – vor allem auch der öffentlich-rechtlichen – versagt angesichts der Möglichkeit der ersten Aussenministerin Deutschlands und stellt fest, dass sich die strukturelle Diskriminierung in den journalistischen Narrativen hartnäckig hält. Hier ergänzt laStaempfli ein gutes Beispiel im Text punkto Süddeutsche: Am 3. Dezember 2021 war der Feuilleton so gut wie nie: #diepodcastin gratuliert auf Instagram. Links: – Fake News im Merkur: https://www.merkur.de/politik/baerbock-aussenministerium-gruene-experte-aussenministerin-ampel-regierung-91145960.html – Fake News bei den Norddeutschen neuesten Medien, hier wird über die Abschaffung von §219a berichtet, als wäre sie schon Realität: https://www.nnn.de/lokales/rostock/hansestadt-rostock/Schwangerschaftsabbruch-Kaum-Aenderungen-fuer-Aerzte-und-Beratungsstelle-id34528177.html – Stattdessen stehen Ärtzinnen und Ärzte auch heute noch wegen des frauenverachtenenden §219a vor Gericht: https://www.wn.de/muensterland/kreis-coesfeld/nottuln/dr-detlef-merchel-geht-nach-karlsruhe-2499243 – Tagesspiegel über Pufpaffs Fail: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/pufpaff-witzelt-ueber-schaerfste-biene-der-fdp-tv-total-folge-gipfelt-in-sexismusvorwuerfen/27859454.html

  6. #diepodcastin über ihre Bücher: Isabel Rohner & laStaempfli über Krimitrilogie von Isabel Rohner sowie deren Hedwig Dohm-Edition & "Spuren ins Jetzt", Rohners "50 Jahre Frauenstimmrecht", über "Sex, Katzen und Diäten" von laStaempfli sowie deren "Trumpism".
    27.11., 07:0600:57:11

    #diepodcastin über ihre Bücher: Isabel Rohner & laStaempfli über Krimitrilogie von Isabel Rohner sowie deren Hedwig Dohm-Edition & “Spuren ins Jetzt”, Rohners “50 Jahre Frauenstimmrecht”, über “Sex, Katzen und Diäten” von laStaempfli sowie deren “Trumpism”. In den letzten eineinhalb Jahren haben LaStämpfli und die Rohnerin immer wieder über Bücher gesprochen und Bücher von Autorinnen (historischen und zeitgenössischen) vorgestellt. Nun wollten die beiden eine Folge ihren eigenen Büchern widmen. Eigentlich – denn das Konzept schmeißen sie direkt schon zu Beginn über den Haufen, wenn sie über Nicole Seiferts “Frauen Literatur” und Mithu M. Sanyals “Identitty” sprechen und ihre Kolleginnen Maja Göpel, Hedwig Richter, Christina von Braun und Shoshana Zuboff erwähnen. Dann aber gehts los: Gewohnt unterhaltsam, klug und überraschend unterhalten sich LaStämpfli und die Rohnerin über: – “Gretchens Rache” (Krimi von Isabel Rohner, Ulrike Helmer Verlag 2021), der neben “Schöner morden” und “Taugenixen” zur Krimi-Trilogie der Rohnerin gehört – und Isabel Rohner verrät, dass sie bereits an Band 4 arbeitet. laStaempfli liest ihre Rezension vor zu einer Krimitrilogie der klugen, witzigen, inspirierenden Isabel Rohner: Die Krimis gehören in jedes Büchergestell. Sie sind – für den Genre unüblich – auch immer wieder lesbar: Zweimal, dreimal und viermal: Sprachgeniale Dialoge gegen alltägliche sexistische Widrigkeiten. https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/ https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232 https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-sch%C3%B6ner-morden/#cc-m-product-14161429932 – “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” (Sachbuch von Regula Stämpfli, Münster Verlag 2018). LaStämpfli erklärt in diesem Buch virtuos, wie die Verletzung der menschlichen Würde in 140 Zeichen in den politischen Alltag eingreift und unsere Demokratien verändert. Trumpism ist eben nicht nur ein PHänomen der Ära Trump – sie ist zur Kommunikationsform geworden, die uns täglich begegnet. Das Buch – in Österreich übrigens längst ein Bestseller, nur die Schweiz und Deutschland hinken mal wieder hinterher – hilft uns zu verstehen, was in den letzten Jahren in der Politik und in der Medienberichterstattung passiert ist und sich jeden Tag weiter verschärfen kann, wenn wir nicht nachsteuern. Die Rohnerin findet: Ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen darf. – Die “Edition Hedwig Dohm” ist die erste kommentierte Gesamtausgabe der Werke der feministischen Pionierin Hedwig Dohm (1831-1919) und wird von der Historikerin Nikola Müller und Isabel Rohner herausgegeben. Wer also gerne originale Texte liest (Dohms Texte sind köstlich – und auch inhaltlich sind sie nach wie vor von erschreckender politischer Aktualität), ist hier genau richtig. Wer sich Dohms Leben lieber über ihre Biografie nähern möchte, dem und der sei “Spuren ins Jetzt – Hedwig Dohm, eine Biografie” empfohlen (Ulrike Helmer Verlag). Die Rohnerin erzählt darin Dohms Lebensgeschichte – und was das alles mit uns heute, im Jetzt, zu tun hat. https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-spuren-ins-jetzt/ www.hedwigdohm.de – “Sex, Katzen & Diäten – Die Kult-Kolumnen von Regula Stämpfli” ist der geniale Titel des nächsten Buches. Gerade erst erschienen – September 2021 in der Edition Königstuhl – umfasst dieses köstliche, geistreiche Buch alle Kolumnen, die Regula Stämpfli zwischen 2014 bis 2018 in der Baseler Zeitung BAZ veröffentlicht hat. Und wer nun denkt, Schweizer Kolumnen wären nichts für Leserinnen und Leser aus Österreich oder Deutschland, der/dem sei gesagt: Weit gefehlt! Diese kurzen Texte haben nichts an politischer Brisanz eingebüßt. Im Gegenteil: Viele Themen (Leihmutterschaft, Islam, Digitalisierung …) sind heute immer noch / wieder / endlich brandaktuell. LaStämpfli zeigt sich in diesem Buch als pointierte Kommentatorin des Zeitgeschehens, als humorvolle Beobachterin und messerscharfe Analytikerin. Die Rohnerin jedenfalls ist hell begeistert und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen! – Und last but not least sprechen die beiden auch nochmals über “50 Jahre Frauenstimmrecht – 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung”, herausgegeben von Isabel Rohner und Irène Schäppi, erschienen im Limmat Verlag. https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html #frauenlesen #weihnachten21

  7. #diepodcastin mit Schwerpunkt FrauenUngesundheit. Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Frauengewalt, Femizid eines 14jährigen an einer 14jährigen, Google-Misogynie, ZARA-Mädchenfolterbilder, Brutalismus der Transaktivisten, dann Pflege, Pandemie und Frauen.
    20.11., 10:1800:48:19

    #diepodcastin mit Schwerpunkt FrauenUngesundheit. Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Frauengewalt, Femizid eines 14jährigen an einer 14jährigen, Google-Misogynie, ZARA-Mädchenfolterbilder, Brutalismus der Transaktivisten, dann Pflege, Pandemie und Frauen. Die Rohnerin hat gleich zwei erschütternde aktuelle Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, die illustrieren, wie normal Männergewalt an Frauen für uns alle ist: – Das Amtsgericht in Burg hat im Prozess gegen den Profiboxer (!) und ehem. Juniorenboxweltmeister (!) Tom Schwarz skandalös geurteilt. Schwarz hatte seiner Ex-Freundin ins Gesicht geschlagen und ihr dabei dreimal (!) den Kiefer gebrochen. Das Gericht verurteilte ihn jedoch nicht wegen gefährlicher Körperverletzung, sondern Schwarz bekam lediglich eine Geldstrafe von 2.500 Euro. Der Richter urteilte, dass Schwarz “eben der Meister der fliegenden Fäuste und nicht des gesprochenen Wortes” sei und stellte “ein Fehlverhalten auf beiden Seiten” fest. – Ebenfalls in Sachsen-Anhalt wurde vor wenigen Tagen die Leiche der 14-jährigen Josephine gefunden. Inzwischen hat der Täter gestanden: Ihr ebenfalls 14-jähriger Ex-Freund hat zugegeben, sie getötet zu haben. Die Medien zitieren ihn mit der Begründung, “sie habe ihn genervt”. Die Rohnerin und laStämpfli sind entsetzt von dieser Normalität, aber auch von der offenkundigen Unfähigkeit der Medien diese Gewalt an Frauen, die Femizide und die Bagatellisierung durch Täter und Justiz klar einzuordnen. laStaempfli setzt bei einer vorherigen Folge der #diepodcastin an: Es geht um das Aufnehmen von Gesprächen in schwierigen Situationen. Dies hat grad Katia Wagner gegen Verleger Fellner von der Oesterreich-Verlagsgruppe gerettet, siehe Klein Report Bericht dazu im Link unten. Also: Bei wirklich schwierigen Situationen mit sexuell übergriffigen Personen Tonmitschnitt oder Aufnahmeprotokoll im Anschluss an die Sitzung. Es folgt die Diskussion um die schockierenden Bilder der ZARA-Kampagne mit Mädchen-Folterbildern, anders kann dies nicht benannt werden. Sexualisierte Gewalt und die geniale Inge Bell von Terre des Femmes Deutschland siehe dazu Artikel unter Links und alle: Folgt alle Inge Bell. Weiter laStaempfli mit Google Research und einem furchtbaren, misogynen Begriff als Übersetzung von “Rottencrouch”. Reinhören und Triggerwarnung. Bei Minute 15 gibt es einen Schleifer in #diePodcastin, laStaempfli musste schnell das Kabel holen, da ihre Batterie leer war. Also die des Rechners, nicht die von Regula Stämpfli. laStaempfli erinnert auch der Opfer der Terroranschläge: Wien, 2. November vor einem Jahr – dazu verlinkt sie ein hervorragendes Gespräch vom FALTER, dann Bataclan vom 13. November 2015, auch dazu wichtige Links und #diepodcastin verneigt sich von den Opfern der islamistischen Mörder, die in Deutschland und in Österreich oft so seltsam unter dem Radar fliegen als ob es deutschen und österreichischen Medien wie politischen Institutionen peinlich wäre, die Fakten, die Wirklichkeit zu bennen: Nämlich, dass die Mörder alle islamistisch und ideologisch handelten und in unsere Mitte unsägliches Leid brachten und bringen. Die Rohnerin führt über in das Schwerpunktthema Gesundheit: In Polen ist die 30-jährige Izabela gestorben, weil ihr als Frau die notwendige medizinische Versorgung aktiv verwehrt wurde! Izabela (Mutter einer neunjährigen Tochter) war im fünften Monat schwanger, ihr Fötus schwer geschädigt, dann brach auch noch das Fruchtwasser. Doch die Ärzte verweigerten ihr die lebensrettende OP aufgrund des frauenverachtenden, frauengefährdenden und frauentötenden Abtreibungsverbots in Polen. Stattdessen warteten sie, bis der Fötus von alleine starb. Erst dann – inzwischen hatte Izabela 40 Grad Fieber und eine schwere Sepsis – waren sie bereit, die junge Frau zu operieren. Zu spät: Izabela ist gestorben. LaStämpfli ruft alle Frauenorganisationen auf, sich an die EU zu wenden. Nur wenn die EU massiv Druck auf Polen macht, kann das Abtreibungsverbot gestoppt und Frauenleben gerettet werden.laStaempfli verweist auf EU-RECHT und BRUCH der Verträge: Polen muss ausgeschlossen, respektive auf die lange Bank gesetzt werden und DARF IN KEINEN VERHANDLUNGEN mehr mitsprechen bis der staatlich angeordnete Frauenmord aufgeklärt und das Abtreibungsgesetz unrechtmässig erklärt wird. #diepodcastin über Pandemie, Pflege und Frauen. Die Pandemie trifft die Frauen besonders hart: Frauen sind überdurchschnittlich oft in der Pflege und als Lehrpersonen in Schulen und Kitas tätig; zudem leisten sie 3 x soviel Care-Arbeit wie Männer, haben sich deshalb vor allem um Home Schooling gekümmert und ihre Jobs reduziert; viele – gerade auch im Dienstleistungssektor – haben auch ihre Jobs verloren und durch die Pandemie unter massiven finanziellen Einschränkungen gelitten. Häusliche und digitale Gewalt haben zugenommen – auch hierunter leiden in erster Linie Frauen. #diepodcastin verweist auf einen Bericht der UN Women, siehe Link. Diese warnen: Der Forschungsfokus auf Corona führt dazu, dass der inadäquate Zugang zu reproduktiver medizinischer Versorgung für Frauen weltweit schlechter wird. Darum ist ein Anstieg der Mütter- und Kindersterblichkeit zu erwarten. Wichtige Aktivitäten zum Schutz von Frauen und Mädchen bspw. vor Genitalverstümmelung seien zudem aufgrund von Corona aktuell kaum mehr Priorität – eine tödliche Gefahr für Mädchen und Frauen. Zum Schluss laStaempfli mit Frauengesundheit und Alkohol mit einem Hinweis an Frauen: Das Thema Sucht ist höchst politisch. Und Alkohol schadet dem weiblichen Körper viel mehr als dem männlichen. Die Zahlen für die Nach 1991 Geborenen verweisen auf grosse Alkoholsucht in dieser Generation Frauen. Hierzu das beste Buch zu “Sober Curious” – auf Deutsch gibt es nichts Brauchbares, von Ruby Warrington. Links: – Bericht der UN Women zu Corona: https://www.unwomen.de/aktuelles/corona-eine-krise-der-frauen.html – Zara Kampagne siehe https://www.20min.ch/story/als-ich-die-posen-auf-diesen-fotos-sah-hat-sich-in-mir-alles-umgedreht-784174993599 – Die Terrornacht in Wien , Falter Podcast https://www.falter.at/falter/radio/617e6018f9808300159c7bad/die-terrornacht-von-wien-615 -Bataclan siehe https://www.lemonde.fr/societe/article/2021/10/20/deux-heures-et-demie-de-tete-a-tete-avec-la-terreur-au-proces-du-13-novembre-le-recit-des-otages-du-bataclan_6099159_3224.html – https://www.zeit.de/campus/2019-09/ruby-warrington-alkoholkonsum-abstinenz-sober-curious. – https://www.welt.de/icon/essen-und-trinken/article199729160/Sober-Curious-Kein-Alkohol-und-trotzdem-gut-gelaunt.html Es fällt auf, wie die Journalisten “sober curious” einfach von Ruby Warrington übernehmen, ohne sie zu zitieren. Bild: Das Leiden der Genoveva by Meret Oppenheim, Kunstmuseum Bern, fotografiert von Regula Stämpfli

  8. #diepodcastin strukturell: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über die inspirierend-lebendige Margot Friedländer (100jährig),Bettina Gaus, Frauensession in der Schweiz, dann die völlig verfehlte Europaratkampagne.
    06.11., 13:5100:45:33

    #diepodcastin strukturell: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über die inspirierend-lebendige Margot Friedländer (100jährig),Bettina Gaus, Frauensession in der Schweiz, dann die völlig verfehlte Europaratkampagne. Die Rohnerin und laStämpfli gratulieren Margot Friedländer zum 100. Geburtstag! Die Berlinerin hat den Holocaust überlebt, hat sich als Schriftstellerin einen Namen gemacht und ist mit 88 Jahren – nach 64 Jahren in New York – zurückgekehrt in ihre Geburtsstadt Berlin. Die Rohnerin findet: Ein großes Vorbild an Mut und Tatkraft – und für ihre Lebensfreude! Deutschland und Österreich: Bitte diese Idee übernehmen! In der Schweiz fand am 29. und 30. Oktober die zweite “Frauensession” in der Schweizer Geschichte statt. Im Schweizer Bundeshaus (= Ort des Bundesparlaments) nahmen 246 Frauen aus allen Regionen der Schweiz statt, Junge und Alte, Frauen aus dem ganzen politischen Spektrum und darüber hinaus. Resultat der Session: 23 ausgearbeitete Forderungen, von der Individualbesteuerung bis zur Revision der Rente, von mehr Frauen in MINT-Berufen bis zu Schutz vor geschlechterspezifischer Gewalt. laStämpfli findet die Frauensession auch super, wünschte sich aber eine Themenfokussierung zwecks besserer, politischer Berichterstattung. Die Rohnerin findet: Der Forderungskatalog macht auch deutlich, wie sehr die strukturelle Diskriminierung der Frauen eben alle Themen dieser Gesellschaft betrifft und immer noch aktuell sind. Einig ist sich die Podcastin: Den Organisatorinnen (den großen Frauenverbänden von Alliance F über die evangelischen und katholischen Frauen, den Landfrauen- und Bäuerinnenverband, die Gemeinnützigen Frauen und der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen) gebührt größter Dank und Respekt für diese Mammutaufgabe – und den Medien der Hinweis, dass erneut viel zu wenig an Berichterstattung passiert ist. Die Podcastin wünscht sich hier übrigens eine systematische Medienaus- und bewertung! laStaempfli bringt die völlig bescheuerte, antidemokratische Kampagne des Europarates zur Diskussion. Dank der Französischen Jugendsekretärin Sara El Hairy wurde diese Hijab-Werbung der Islamisten sofort gestoppt – ihre Interviews unbedingt nachgucken. Angesichts der Taliban in Afghanistan ist diese Kampagne nichts anderes als organisierter, zynischer Frauenhass, der sich darin äussert, dass Perlenkette und Hijab als gleichberechtigte Accessoires ideologisiert werden. Ohne Sara El Hairy wäre die Kampagne weitergelaufen – die deutschen Medien haben über diesen Skandal kaum berichtet. #diepodcastin diskutiert und die Rohnerin bringt es auf den Punkt: “In Deutschland werden solche Themen privatisiert während in Frankreich die politischen Frauendiskriminierungs-Symbole politisiert betrachtet werden.” laStaempfli verweist darüber hinaus auf die Ethikratpräsidentin in der Schweiz, die Positionen vertritt, die nichts mit Feminismus zu tun haben, aber offenbar in den entsprechenden Gremien von LobbyistInnen gepuscht werden. Identitäre sowie islamistische Positionen, die in Frankreich verboten sind. Isabel Rohner und Regula Stämpfli diskutieren weiter die Mediendemokratie und tauschen sich darüber aus, was wann wie praktisch getan werden könnte, um die Chancengleichheit und Gleichstellung in den Medien zu puschen. laStaempfli weist ernüchtert darauf hin: Der Swiss Democracy Pass ohne Frauen wird weiterhin weltweit verteilt. Es ist offensichtlich noch möglich, Misogynie auf oberster Ebene zu zelebrieren. Zumindest in der Schweiz. Links: – Frauensession in der Schweiz: https://de.alliancef.ch/frauensession – Margot Friedländer, Buch: – Nachrufe Bettina Gaus & Diskussion Vatertochter: https://www.sueddeutsche.de/kultur/bettina-gaus-nachruf-journalistin-taz-1.5453639 Dann zur Europarat-Kampagne, von IslamistInnen inspiriert: – https://twitter.com/laStaempfli/status/1456638680668463105?s=20 – TWITTER-Account von Sara El Hairy siehe https://twitter.com/RTLFrance/status/1455869029453811715?s=20 – Weibliche Nichtexistenzen 2021 siehe http://www.kleinreport.ch/news/weibliche-nicht-existenzen-und-der-totalitare-pass-fur-alle-97900/ -Europaratkampagne Bild:Islamistische Propaganda: Wird von Frankreich aus verboten. Hier nur zur Veranschaulichung.

  9. #diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli freuen sich über Bundestagsspitze, Maja Göpels Science Community Award, analysieren die österreichische INSERATENAFFÄRE & BILD, heben strukturellen Sexismus hervor & definieren MediaToo.
    30.10., 09:3400:44:37

    #diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli freuen sich über Bundestagsspitze, Maja Göpels Science Community Award, analysieren die österreichische INSERATENAFFÄRE & BILD, heben strukturellen Sexismus hervor & definieren MediaToo. Zunächst die guten News: Isabel Rohner und Regula Stämpfli sind mit der #diepodcastin für den Netzwende-Award nominiert. Maja Göpel hat schon ihren Award gekriegt und zwar den Science Community Award – #diepodcastin gratuliert. Die Medaille ist sehr wichtig für Göpel, da ihr, wie immer den Frauen, gerne von männlichen Kollegen die Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird. Dann sprechen Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die Bundestagsspitze: Die SPD forderte noch im Wahlkampf in ihrem “Zukunftsprogramm” das “Jahrzehnt der Gleichberechtigung”. Tja – als es um die Besetzung des zweithöchsten Amtes im Staat ging, um das Amt des/der Bundestagspräsidenten/-präsidentin hatte die SPD das direkt schon wieder vergessen und wollte einen Mann vorschlagen. Nur aufgrund des heftigen internen (durch die ASF-Frauen um Maria Noichl) und vor allem extrenen Protestes (durch den offenen Brief von Prof. Dr. Jutta Allmendinger vom WZB und Prof. Dr. Peter Dabrock, dem Vorsitzenden des deutschen Ethikrates) kam die SPD-Führung dann doch noch zur Vernunft und schlug mit Bärbel Bas MdB die dritte Frau in der Geschichte der Bundesrepublik vor. #diepodcastin gratuliert beiden – Bärbel Bas zum neuen Amt und der SPD, gerade noch die Kurve gekriegt zu haben – herzlich! Die Rohnerin und laStämpfli machen dabei klar, dass die hohe Frauenpräsenz im Präsidium des Deutschen Bundestages – 5 Frauen, 1 Mann – dabei nicht darüber hinweg täuschen darf, dass der Frauenanteil im deutschen Parlament nach wie vor viel zu tief ist: Nur ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen. Das ist für eine lebende Demokratie viel zu niedrig. Anschliessend wir #diepodcastin analytisch: Es geht um den Medienwandel, den strukturellen Sexismus MediaToo, die Österreich-Affären und die Skandale bei BILD. Die Rohnerin hält fest: Romantisierung von sexistischen Strukturen ist bei Berichterstattung über die Entlassung Julian Reichelts feststellbar ebenso wie die Personalisierung und Entpolitisierung struktureller Probleme. laStaempfli sieht vier Punkte: 1. Medienwandel macht den strukturellen Sexismus innerhalb mächtiger Medienstrukturen sichtbar: MediaToo ist seit MeToo 2016 sichtbar, doch die Verlage und Journis tun sich schwer mit innerer Pressefreiheit, d.h. die Berichterstattung über Misstände in den eigenen Verlagen fehlt weitgehend. 2. Axel Springer SE kauft sich global in die wichtigsten Medien ein: Politico in den USA. Deshalb so breitflächige Berichterstattung: Konkurrenz belebt auch journalistische Vielfalt. 3. Zum Thema Österreich, Medienwandel: Die Gefahr wird immer grösser, dass durch indirekte oder direkte Medienförderung – auch durch Google, Facebook et al, DIE EINFALLSTORE FÜR KORRUPTION werden. laStaempfli hat dazu schon einiges geschrieben. 4. Medien in Europa weisen mehr und mehr Züge des Trumpism auf: Dieser entpolitisierten Klickversion eines umfragebasierten Journalismus, der wenig mit Information, dafür alles mit Imagebuilding zu tun hat. Deshalb, so laStaempfli ist es so wichtig, WELCHE BILDER ÜBER FRAUEN VERBREITET werden. Bild: Isabella Belting, Paradise Lost aus der Schuhaustellung im Münchner Stadthaus, fotografiert von Regula Stämpfli Links: – Der offene Brief von Allmendinger/Dabrock: https://www.spiegel.de/politik/jutta-allmendinger-und-peter-dabrock-offener-brief-an-die-spd-bundestagfraktion-es-braucht-eine-frau-als-bundestagspraesidentin-a-2d968090-e11f-451f-88cc-de954cb2c067 – Ben Smith über BILD/Reichelt in der New York Times: https://www.nytimes.com/2021/10/17/business/media/axel-springer-bild-julian-reichelt.html – http://www.kleinreport.ch/news/inseratenaffare-osterreich-bild-beben-und-schweizer-filz-98097/ -http://www.kleinreport.ch/news/propaganda-mit-steuergeldern-bezahlt-die-osterreich-affare-ist-ein-weckruf-fur-die-schweiz-98030/

  10. #diepodcastin über die Notwendigkeit, zu gefallen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über neue Malisa-Studie, die Reiterstatue für Angela Merkel mit genialer Interpretation, Facebook & Kontext Sarah-Lee Heinrich, Elke Heidenreich.
    16.10., 12:3100:43:58

    #diepodcastin über die Notwendigkeit, zu gefallen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über neue Malisa-Studie, die Reiterstatue für Angela Merkel mit genialer Interpretation, Facebook & Kontext Sarah-Lee Heinrich, Elke Heidenreich. Zunächt die brillante Rohner zu den Koalitionsverhandlung zwischen SPD, Grüne und FDP.” In den Koalitionsvertrag muss eine klare Aussage zur ersatzlosen Streichung des frauenverachtenden und ärztInnenfeinlichen Paragraphen 219a. Aus feminististischer Sicht muss gelten: An der ersatzlosen Streichung dieses Paragraphen muss die neue Regierung gemessen werden! Und die Rohnerin geht noch weiter: Auch § 218 muss weg! Die Frauen in Deutschland brauchen endlich das Recht, selbst über ihren Körper bestimmen zu dürfen! Regelungen zu Schwangerschaftsabbrüchen gehören nicht ins Strafgesetzbuch.” Dann: Die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat eine Statue bekommen – und was für eine! Angela Merkel hat als erste “Herrscherin” Deutschlands ein “Reiterinnenstandbild” bekommen! Der Künstler Wilhelm Koch zeigt sie hoch zu Pferd – und auch wenn die Medien ausrufen: “Ist das Ironie???” sagt Die Podcastin ganz klar: Dieses Denkmal ist denkwürdig und politisch! Denn es thematisiert die Leerstelle an Denkmälern für Frauen – und insbesondere an Denkmälern mit Insignien der Macht. Und genau darauf spielt das Denkmal an, in einem Land, in dem in fast jeder Stadt irgendein Preußen Prinz oder Herzog hoch zu Pferd zu sehen ist, aber keine Frauen (die Amazonen in München und Eberswalde mal ausgenommen). Anhand des Zitates von Maria Furtwängler, das laStaempfli zu Beginn der Folge bringt:”Das patriarchale System wird von der Angst der Frauen zusammengehalten, nicht zu gefallen.” erklärt die Politphilosophin eindrücklich, dass die Unsichtbarkeit von Frauen nicht einfach Nebensache ist, dass das Kümmern ums Aussehen nicht einfach ein Frauenproblem darstellt, sondern dass es dem Überleben von Frauen geschuldet ist: FRAUEN WAREN JAHRHUNDERTELANG darauf angewiesen, mindestens einem Mann zu gefallen oder sie wären ermordet, geschlagen, ausgegrenzt, ausgesetzt worden. Frauen müssen auch heute noch gefallen, dass ihnen nicht die Existenz genommen wird und zwar sowohl psychisch als auch physisch. “Die Podcastin”, Isabel Rohner und Regula Stämpfli, besprechen die Studie der Malisa-Stifung im Detail: Vier Jahre nach der ersten Erhebung des Frauenanteils im deutschen TV hat sich NICHTS getan! Ein mickriger Prozentsatz mehr, doch die Männerquote im Fernsehen liegt immer noch bei 66% vrs. 34% Frauen. Dazu passt auch das Interview, das die brillante Carolin Kebekus der EMMA gegeben hat (Link unten). Links: Bester Text/Zusammenfassung zur Malisa-Studie siehe http://www.kleinreport.ch/news/drastische-schieflage-im-deutschen-tv-auf-eine-frau-kommen-zwei-manner-98053/ Zur technologischen Interpretation der Shitstorms siehe Regula Stämpfli in zwei Artikeln http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf und https://www.ensuite.ch/its-the-codes-stupid/ Zum Ärger über Marlene Haushofer als Privatperson, siehe die missratene Sendung von Deutschlandfunkkultur https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-schriftstellerin-marlen-haushofer-wuetend-visionaer.1024.de.html?dram:article_id=503646 – Reiterinnenstandbild von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel: https://www.spiegel.de/panorama/leute/angela-merkel-reiterstandbild-aus-beton-in-der-oberpfalz-enthuellt-a-a98fac17-9f1e-4821-aeab-676858cd639b – Interview mit Carolin Kebekus: https://www.emma.de/artikel/carolin-kebekus-ich-bin-frauenbewegung-20-338575

  11. #diepodcastin zu "toxischer Männlichkeit": Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Schach, Laberpodcasts, männlich-grau, Nobelpreisträger & die fabelhaften Maren Kroymann, Hazel Brugger.
    09.10., 10:4600:42:38

    #diepodcastin zu “toxischer Männlichkeit”: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Schach, Laberpodcasts, männlich-grau, Nobelpreisträger & die fabelhaften Maren Kroymann, Hazel Brugger. 1. Jahr der Frauen im Schach: Der Schachweltverband FIDE hat 2022 zum “Jahr der Frauen” ernannt – was läge also näher, als sich für das Sponsoring der Tourniere der SchachspielerINNEN mit einem Hersteller von Brustimplantaten (!) zusammenzutun? Die Rohnerin ist entsetzt. Der umgekehrte Fall – eine Firma für Penisvergrößerungen sponsort die Schachweltmeisterschaft der Männer – ist undenkbar. Daran erkennt man Sexismus. 2. Laberpodcasts. Laberpodcasts der Männer versus sprechendes Denken bei #diePodcastin: laStaempfli erzählt von einem sehr ärgerlichen Deutschlandfunk Kultur-Beitrag. Drei Feministinnen haben nichts Besseres vor als Podcasts oberflächlich, dümmlich und völlig faktenfrei was Frauen, Hörbeiträge und Sichtbarkeit bedeuten, labern: Der Titel der Sendung war wohl Programm. Isabel Rohner & Regula Stämpfli finden beide: FAIL. 3. Gleichstellung, die nervt? Dass viele Männer schlicht in einer anderen Realität leben, bewies diese Woche auch ein Bundestagsabgeordneter (der Name tut nichts zur Sache), der auf Twitter schrieb: “Es nervt irgendwie. Mehr Frauen hier, mehr Frauen in Vorstände, paritätisch besetzte Kabinette, mehr Frauen in Aufsichtsräte usw. Ich frage mich, ob Frauen das überhaupt selbst wollen oder alles mediengemacht ist. Zudem: Wir haben wirklich andere Herausforderungen.” Die Rohnerin zeigt, was an diesem Post alles falsch ist (SPOILER: VIEL!) und endet ihre Analyse mit der Feststellung: “Sie, lieber Herr Abgeordneter, finden “es nervt”? Isabel Rohner und Regula Stämpfli nervt es auch! Isabel Rohner und Regula Stämpfli würden uns auch gern mit anderen Themen befassen, aber dazu müssen erst die Missverhältnisse abgeschafft werden, durch die Frauen immer noch strukturell diskriminiert werden.” 4. Toxische Männlichkeit und Vom Sprechen zum Handeln: laStaempfli theoretisiert die Unsichtbarkeit von Frauen, die zur Gewalt gegen Frauen führt. Wie der Laberpodcast-Beitrag oder der Beitrag zur sexuellen Gewalt an deutschsprachigen Theater & Filmsets zeigen: “Frauen schreiben, was ER liest. Frauen sagen, was ER hören will. Frauen tun, was ER erlaubt.” Isabel Rohner und Regula Stämpfli: Die Sprech- und Handlungsräume für Frauen sind wahnsinnig eng, wie jede Woche leider wieder zeigt. Die Rohnerin definiert “toxische Männlichkeit” klar und deutlich. 5. Männlich Grau sucht NobelpreisTRÄGER: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die diesjährige Nobelpreis-Ernennungen, bisher völlig frauenfrei. 6. Heldinnen dieser Woche sind für “Die Podcastin”, Isabel Rohner & Regula Stämpfli, ganz eindeutig Hazel Brugger und Maren Kroymann: Die beiden hatten – im Gegensatz zu allen anwesenden Herren – als einzige bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises die Chuzpe, klar Stellung zu beziehen gegen Gewalt an Frauen, gegen Übergriffe von (in diesem Fall eines konkreten) Kollegen und Rückgrat von der Szene einzufordern. Wann fangen endlich auch die Männer an, Farbe zu bekennen und übergriffiges Verhalten von Kollegen nicht mehr länger zu tolerieren? Bild von Sofonisba Anguissola (1532-1625). Sie malt ihre schachspielenden Schwestern. Grossartig, nicht wahr? Links: – Der Schachweltverband verkündet seine Sponsoring-Partnerschaft mit einem Brustimplantate-Hersteller: https://www.fide.com/news/1351 – Maren Kroymann und Hazel Brugger sind Heldinnen: https://www.dwdl.de/nachrichten/84734/comedypreis_ernst_wie_nie_kroymann_und_brugger_setzen_ein_zeichen/ -Kolumne von Regula Stämpfli zu Merkels Rede “Bürgerinnen zweiter Klasse” siehe http://www.kleinreport.ch/news/die-weltpolitikerin-angela-merkel-uber-burgerinnen-zweiter-klasse-97985/ – Laberpodcast auf Deutschlandfunk https://www.deutschlandfunkkultur.de/laberpodcasts-precht-lanz-kaulitz-noch-mehr.4038.de.html?dram:article_id=503754 Wer übrigens echtes Schachvergnügen will: Das Damen-Gambit Netflix Miniserie.

  12. #diepodcastin über den Wahltag vom 26. September 2021: Isabel Rohner und Regula Stämpfli analysieren Abstimmungen (Schweiz) und Wahlen (Deutschland)
    27.09., 17:5800:38:58

    #diepodcastin über den Wahltag vom 26. September 2021: Isabel Rohner und Regula Stämpfli analysieren Abstimmungen (Schweiz) und Wahlen (Deutschland) Themen sind: Ehe für alle in der Schweiz, Bundestagswahlen in Deutschland und Kommentar zu Berlin. In der Schweiz stand die Abstimmung darüber an, ob zukünftig auch Gleichgeschlechtliche eine Ehe eingehen dürfen. Die Antwort der Schweizerinnen und Schweizer war ein deutliches JA! Zwei Drittel haben sich für die Gleichberechtigung entschieden. Die Rohnerin allerdings ist mal wieder mit der Stimmbeteiligung in der Schweiz nicht zufrieden: Noch nicht einmal 52 % der Wahlberechtigten sind zur Abstimmung gegangen. Für eine direkte Demokratie für sie viel zu wenig. laStaempfli kontert aus politologischer Erfahrung: Nein. Die traditionell niedrige Stimmbeteiligung in der Schweiz kann auch Zeichen der demokratischen Stabilität sein und nur in Diktaturen gibt es Wahlquoten von 100 Prozent. Es bleibt keine Zeit, die unterschiedlichen Systeme sauber zu dikutieren, denn das Wahlergebnis in Deutschland will interpretiert sein. Regula Stämpfli feiert das Wahlergebnis auf Bundesebene in Deutschland mit der grossen Vielfalt an Parteien und ausgeglichenen Prozenten als Sieg der Demokratie. Einzig die AfD hat immer noch viel zuviele Stimmen, doch trotzdem ist grosse Erleichterung angesagt. Die Rohnerin kommt aber auch hier mit einem Wermutstropfen: Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag wird sich nach dieser Wahl nur minimal verbessern, von 31,4 % in der letzten Legislaturperiode auf gerade mal 34,69 %. #diepodcastin meint: “Das reicht nicht!” Dann einen Berlin-Rück- und Ausblick: Berlin bekommt eine Regierende Bürgermeisterin – und dies nicht zum ersten Mal. Die Rohnerin erinnert daran, dass mit Louise Schröder (1887-1957) von 1947-1948 schon einmal eine Frau an der Spitze Berlins stand. Der Unterschied: Schröder war kommissarische Oberbürgermeisterin. In der jetzigen Wahl zwischen Franziska Giffey (SPD) und Bettina Jarasch (Grüne) hat sich das Wahlvolk zum ersten Mal aktiv für eine Frau entschieden. Am Ende feiert #diepodcastin Island: Dort sitzen zum ersten Mal mehr Frauen als Männer im Parlament. So ist es richtig und gut. Bild von Sheila Hicks: A Matter of Scale. Eine der grössten Künslerinnen unserer Zeit. Links: – Sitzverteilung des neuen Bundestages: https://www.bundestag.de/ – Abstimmungsresultate Schweiz siehe https://www.watson.ch/daten/abstimmungen%202021/388858517-abstimmungsresultate-schweiz-alle-ergebnisse-der-abstimmung-am-sonntag

  13. #diepodcastin über politische Männlichkeit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli überMedien-Misogynie, Männer-Lamentiererei, automatisierte Unsichtbarkeit von Frauen, nochmals Democracy Pass, tax the rich-Fashion und dann: Jubel über Statue von Elisabeth Selbert & neues Buch von Nicole Seifert.
    25.09., 13:1000:50:46

    #diepodcastin über politische Männlichkeit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Medien-Misogynie, Männer-Lamentiererei, automatisierte Unsichtbarkeit von Frauen, nochmals Democracy Pass, tax the rich-Fashion und dann: Jubel über Statue von Elisabeth Selbert & neues Buch von Nicole Seifert Diese Woche war voller Unsichtbarkeiten, Diskriminierung und Lächerlichmachung von Frauen und grosser feministischer Freude. Die Rohnerin kann sich diese Woche kaum entscheiden, wer die “Goldene Schrumpelgurke” bekommen soll. Sie entscheidet sich dann aber gegen den dümmlichen Artikel in der Berliner Zeitung, der das “Umfragetief” der grünen Spitzenkandidatin Annalena Baerbock auf ihre “Stimme” zurückführt und ihr indirekt empfiehlt, mehr auf Zarah Leander zu machen. Stattdessen geht die Schrumpelgurke von Isabel Rohner an die Sendung “Rundschau” des Schweizer Fernsehens und ihren 12-minütigen Beitrag “Leidende Männer – Die Opfer der Frauenbewegung”. Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren die Mobilmachung des Patriarchats mit Medienbeiträgen wie diesen. Führen wir uns mal vor Augen: Da hatten die Frauen in der Schweiz bis 1971 keine politischen Rechte. Studien um Studien – zuletzt die Arbeit von Silke Fürst & Team von der Uni Zürich zur Medienrepräsentanz der Frauen in der Schweiz und dem Ergebnis, dass die Männerquote bei der Medienberichterstattung bei unfassbaren 77 Prozent liegt! – belegen seit Jahren die Benachteiligung der Frauen in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Und das Schweizer Fernsehen berichtet ohne jegliche Zahlen & Fakten-Basierung über “gefühlte” Benachteiligung von Männern. Journalismus geht anders. laStaempfli weist darauf hin, dass dies nicht einfach ein Ausrutscher, sondern strukturelle Gewalt an Frauen ist: Die Darstellung des männlichen Geschlechts als Verlierer der Menschenrechte führt direkt zum Aufstieg der Rechten und Rechtsextremen in den westlichen Demokratien. Leitmedien, die derartige Deutungen übernehmen, betreiben laut Regula Stämpfli den Niedergang von Demokratie, Freiheit und Gleichstellung. In diesen Rahmen passt es Frauenrechte als Luxus, als Nebensache, als strategische Minderheit im “Swiss Democracy Pass” abzuwerten. Regula Stämpfli: “Ein Staat ohne Frauen- und Minderheitsrechte, ohne Geschichte 6 Gegenwart derselben ist keine Demokratie, sondern eine Geschlechterdiktatur.” Die Broschüre, der globale Männerpass muss OFFIZIELL EINGESTAMPFT WERDEN. Im feministischen Wochenrückblick reden Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das “Tax the rich”-Kleid von Alexandria Ocasio-Cortez an der Met-Gala. laStaempfli dazu: Frauen machen Schlagzeilen, wenn sie ihren Körper politisieren.” Nach den harten Medienrückschlägen die Feiern, von Isabel Rohner glänzend, wortgewaltig und wunderbar eingeführt: Elisabeth Selbert, dessen Briefmarke wir als Motto der Folge von #diepodcastin im Bild anfügen. Isabel Rohner erklärt: Am 22. September feierten wir den 125. Geburstag der großen Juristin Elisabeth Selbert. Ihr verdanken die Deutschen den Satz im Grundgesetz “Männer und Frauen sind gleichberechtigt”. Isabel Rohner und Regula Stämpfli freuen sich riesig, dass es dem Archiv der Deutschen Frauenbewegung in Kassel gelungen ist, zu diesem Anlass eine Sonderbriefmarke zu lancieren und den Bundespräsidenten für eine Feierstunde für Selbert nach Kassel einzuladen. Und laStämpfli und die Rohnerin bedanken sich bei den Soroptimistinnen in Kassel, die zu diesem Anlass eine Statue von Selbert enthüllen konnten, die nun Elisabeth Selbert auf dem Scheidemannplatz (Nähe Ständeplatz in Kassel) sichtbar macht. Auch dieses Beispiel zeigt mal wieder, wie wichtig privates Engagement bei der Sichtbarmachung und Erinnung an Frauen ist – ohne diese, wäre wohl bei diesem Jubiläum nichts passiert. Die Rohnerin erklärt übrigens völlig stimmig und wissensgewandt, weshalb der Satz entscheidend war, um die Frauen von der Entmündigung der Männer im Familienrecht frei zu bekommen. Grosses Grundgesetz, merci der Gigantin Elisabeth Selbert! Eine weitere Freude bringt die Rohnerin zum Schluss: Das neue Buch von Nicole Seifert: FRAUENLITERATUR – FRAUEN durchgestrichen. “Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt” ist ein eindrückliches Standardwerk, great geschrieben und voller Wissen – auf diesem Stande möchte #diepodcastin nun JEDEN KULTURBEITRAG diskutieren. Und nicht immer darunter bei so dummen Männerfragen wie: “Können Frauen überhaupt grosse Literatur?” Virtuos führt Seifert in ihrem Buch die lange Tradition der Frauenausmerzung in der Literaturgeschichte vor Augen und stellt die Fragen, die sich alle mal stellen sollten, die sich mit Büchern befassen, gerne Bücher lesen oder über Bücher berichten: Wer entscheidet eigentlich, was kanonisiert und damit erinnert wird? Warum sind das so wenige Frauen – obwohl Schriftstellerinnen in jeder Epoche erfolgreich und innovativ geschrieben haben? Welche Rolle spielt das Geschlecht eines Autors oder einer Autorin wirklich? (Spoiler: Leider immer noch eine immens große) Und warum berichten die Feuilletons auch heute noch überdurchschnittlich oft über Bücher von Männern? Womit wir wieder beim Einstieg der Folgen von politischer Männlichkeit, die das männliche Geschlecht durch Grund- und Menschenrechte ständig benachteiligt sieht, angelangt wären. Wie sagt laStaempfli in ihrem fulminanten Kommentar zum extrem antidemokratischen “Swiss Democracy Pass”? “Hannah Arendt beschrieb den Totalitarismus unter anderem damit, dass die Verantwortlichen darin geübt waren, so zu tun, als sprächen sie die Wahrheit. Sie agierten in Wirklichkeit aber durch Auslassungen ganzer Gruppen sowie die Betonung einzelner Tatbestände. Genau dies tun die Beteiligten an diesem «Pass für alle» auch. Die späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz ist die Geschichte der staatlichen, politischen, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Männergewalt in unserem Alpenstaat. Dies zu verschweigen, kommt einer bewusst frauenfeindlichen und antidemokratischen Männergeschichtsschreibung gleich.” Das beste Buch zum Thema stammt von Susanne Kaiser: Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen. Hier eine gute Besprechung aus der FAZ siehe https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/susanne-kaisers-buch-politische-maennlichkeit-17159950.html Links: – Die Goldene Schrumpelgurke für “Leidende Männer”: https://www.srf.ch/news/schweiz/leidende-maenner-alles-maennliche-wird-heute-verteufelt – Die Berliner Zeitung hat noch nie etwas vom Patriarchat gehört: https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/wegen-ihrer-frauenstimme-annalena-baerbock-rutscht-in-den-umfragen-ab-li.184296?pid=true – Das Archiv der Deutschen Frauenbewegung feiert 125 Jahre Elisabeth Selbert: https://www.addf-kassel.de/publikationen/leseecke/125-jahre-selbert/ – Regula Stämpfli über die weiblichen Nicht-Existenzen am Beispiel des Swiss Democracy Pass siehe http://www.kleinreport.ch/news/weibliche-nicht-existenzen-und-der-totalitare-pass-fur-alle-97900/ -https://www.watson.ch/schweiz/frauenstreik/289414754-broschuere-erzaehlt-geschichte-der-schweizer-demokratie-ohne-frauen – Das neue Buch von Nicole Seifert “Frauen Literatur”: https://www.kiwi-verlag.de/buch/nicole-seifert-frauen-literatur-9783462002362 – Rezension von Isabel Rohner zu Nicole Seiferts Buch: https://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Literatur_Sachbuch.php?id=1421053 Hier noch das Bild der Designerin Aurora James (rechts) und Alexandria Ocasio-Cortez zu “tax the rich”: laStaempfli sieht darin ihre Theorie der Beschriftung von Körpern, vor allem von Frauen, bestätigt.

  14. #diepodcastin mit der Woche der "Goldenen Schrumpelgurken": Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit scharfsinniger Medienkritik. Berichterstattung Afghanistan, Hitlers Lieblingskünstler statt WIRKLICH RELEVANTE AUSSTELLLUNGEN, BILD & deren Verniedlichung von FEMIZID, der antidemokratische SWISS DEMOCRACY PASS, das sexistische TRIELL als Trumpism und THE CASE YOU über den jüngsten Missbrauchfall in der europäischen, deutschen & schweizerischen Filmindustrie.
    18.09., 10:0400:48:40

    #diepodcastin mit der Woche der “Goldenen Schrumpelgurken” : Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit scharfsinniger Medienkritik. Berichterstattung Afghanistan, Hitlers Lieblingskünstler statt WIRKLICH RELEVANTE AUSSTELLLUNGEN, BILD & deren Verniedlichung von FEMIZID, der antidemokratische SWISS DEMOCRACY PASS, das sexistische TRIELL als Trumpism und THE CASE YOU über den jüngsten Missbrauchfall in der europäischen, deutschen & schweizerischen Filmindustrie. Das war die Woche der „Goldenen Schrumpelgurken“: LaStämpfli und Rohnerin verteilen sie in dieser Folge gleich eimerweise: Ein Eimer geht an die Unsichtbarkeitsmachung von Frauen in den Medien, die zur Folge hat, dass die wirklich relevanten Themen für den Erhalt der Demokratie verhunzt, verpasst und vergessen werden. laStaempfli analysiert messerscharf: “Afghanistan bspw. und dessen “humanitäre Hilfe” bspw. Weshalb fehlt die Politik, dass eine humanitäre Hilfe an das Frauenmörder-Regime nur an die Frauen ausbezahlt und von den Frauen verwaltet werden darf? Dann Hitlers Lieblingskünstler im Deutschen Historischen Museum in Berlin: Echt, jetzt? Es gibt keine relevantere Ausstellung als diese alte Faschokiste der Repetition? Bringt nächstens das Naturhistorische Museum eine Ausstellung über “Hitlers Lieblingstiere”? Ein weiterer Eimer der #diepodcastin geht – mehr als verdient – an das Projekt „Swiss Democracy Passport“ der Schweizer Demokratie Stiftung in Zusammenarbeit mit der Uni Bern. laStaempfli hat dazu ungefähr 30 TWEETS abgesetzt, es ist eine Frauenvernichtungsaktion der Geschichte. Eine 48-seitige Broschüre, die „Einblicke in die Schweizer Demokratie“ geben will – und im Kapitel „175 Years of Swiss Popular Votes“ kein einziges Wort über die Verweigerung der politischen Mitsprache von Frauen verliert. KEIN EINZIGES WORT. Nur in einem klitzekleinen Absätzchen geht die Broschüre auf „The late introduction of universal suffrage“ ein – und nennt den Sklavenstatus der Schweizerinnen bis 1971 mal eben ein „Dilemma der Demokratie“. Und das im Jubiläumsjahr zu 50 Jahre Frauenstimmrecht! #diepodcastin sagt: SO NICHT! laStaempfli wird dafür sorgen, dass es hier einen parlamentarischen Vorstoss gibt. Die Frauenorganisationen MÜSSEN begreifen, dass ansonsten die gesamte Aufklärungsarbeit für 50 Jahre Frauenstimmrecht umsonst war. laStaempfli hebt hervor, wie wichtig die Schweiz für Deutschland und Europa ist: Im kleinen Alpenstaat beginnen alle Neuheiten – oft auch Drecksgeschichten wie der Rechtspopulismus – und die Schweiz ist ja in Zürich zumindest, ziemlich hochdeutsch. Ein neuer Eimer geht an die BILD-Zeitung, die einen Mordanschlag auf eine Frau mal eben mit „Trennungsschmerz“ versucht zu entschuldigen und ihren Artikel auch genauso überschreibt. Isabel Rohner findet: Hört endlich auf, Gewalt an Frauen schön zu reden, zu entschuldigen oder zu bagatellisieren! laStaempfli verweist in dem Zusammenhang auf den Eigentumsstatus des Mannes über Frauen, Kinder und die Welt. Der Eimer zum nächsten geht an WAHLBERICHTERSTATTUNG Deutschland 2021 und die sexistische TRIELL Reportagen. Annalena Baerbock (Kandidatin der Grünen) erlebte einen misogynen Wahlkampf. Dies sagt #diepodcastin nicht, weil Isabel Rohner & Regula Stämpfli das grüne Parteiprogramm so toll finden, im Gegenteil: Dies sagen sie als kluge Wissenschaftlerinnen. Was Baerbock im Wahlkampf erlebte, unterscheidet sich eklatant von dem, was ihre Mitkonkurrenten Armin Laschet (Union) und Olaf Scholz (Sozialdemokraten) – “und das erlebt sie, weil sie eine Frau ist” hebt die Rohnerin hervor. Genau das ist die Definition von Sexismus. Dies betrifft den Umgang der Medien mit ihr (die TAZ kritisiert ihren „Ehrgeiz“, im Sommerinterview wird sie nach ihren Kindern gefragt, die Presse thematisiert ihre Mutterschaft), die Reaktionen im Netz (FakeNews, sexualisierte Kommentare) oder auch die Wahrnehmung ihrer Kompetenz. Die Rohnerin bringt die Ergebnisse der ZDF-Zuschauerbefragung nach dem letzten Triell mit und fragt sich: Wie kann es sein, dass die ZuschauerInnen mit 39% Baerbock „am sympathischsten finden“, aber nur mit 25% „am glaubwürdigsten“? laStämpfli erklärt nüchtern: Das Konzept „Glaubwürdigkeit“ war nie für Frauen gemacht. Darum tummeln sich ja auch in allen Formaten die männlichen Experten. Hier haben wir eine Riesenwahrnehmungslücke. Zum Schluss bringt laStaempfli noch die erschütternde Geschichte des ENORM WICHTIGEN Films THE CASE YOU der jungen, genialen Filmemacherin mit ihrer Crew, Alison Kuhn. Es geht um einen Schweizer Filmemacher, der unter dem Vorwand eines Castings, Minderjährige und knapp 18jährige Frauen vor der Kamera missbraucht und diese Aufnahmen dann als Dokumentationsfilm in internationalen Festivals verkaufen will. #diepodcastin wird dazu noch mehr bringen und machen, hier nur soviel: Die Community soll helfen, diesen Film und die #MovieToo als sexuelle Gewalt in der Industrie abzuschaffen. Etwas Schönes zum Schluss: Die Rohnerin war im St. Galler Tagblatt siehe Isabel Rohner im Interview mit dem Tagblatt: https://www.tagblatt.ch/kultur/ostschweizerkultur/freipass12-ich-lerne-seit-mehreren-jahrzehnten-geduldig-zu-sein-die-autorin-isabel-rohner-im-fragebogen-ld.2187890 Links: Der frauenfreie Swiss „Democracy“ Passport: https://www.swissinfo.ch/eng/democracyin-a-passport/4694964 DER FALL DU, THE CASE YOU https://www.dokfest-muenchen.de/films/view/23135 Über ein “verstörendes Casting” berichtet auch Deutschlandfunk Kultur, das #diepodcastin hier als Link anfügt: siehe https://www.deutschlandfunkkultur.de/verstoerendes-video-von-casting-bei-milo-rau-schwieriger.2159.de.html?dram:article_id=471393 Wie gross die feministischen Leerstellen selbst bei demokratischen und aufgeklärten linken Männern ist, hat Regula Stämpfli in ihrem Literaturblog am Beispiel von Milo Raus Kolumnenbuch aufzuzeigen versucht, siehe https://www.ensuite.ch/weltveraenderung-ohne-feministisches-potenzial/

  15. #diepodcastin revisited: Wir hören Isabel Rohner & Regula Stämpfli in der Folge zu MEDIATOO & das Jahr 1979.
    10.09., 16:5200:48:40

    #diepodcastin revisited: Wir hören Isabel Rohner & Regula Stämpfli in der Folge zu MEDIATOO & das Jahr 1979. Wir hören hier eine Folge, die Isabel Rohner und Regula Stämpfli im April gebracht haben. Es hätten sich viele Folgen angeboten, die unbedingt nachgehört werden sollten, u.a. auch die zur Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Dass indessen das Jahr 1979 bewegt, hat den Grund auf TWITTER. Isabel Rohner und Regula Stämpfli stellen fest, dass einige Männer auf TWITTER et al., vor allem auch Männer auf der progressiv-linken Seite, sehr allergisch auf öffentlichkeitswirksame Frauen, Expertinnen, Schauspielerinnen, Politikerinnen, Professorinnen, Influencerinnen u.a. reagieren. Von rechts ist sich dies #diepodcastin gewohnt, doch der Gegenwind, der politischer Gleichstellung entgegenschlägt, vor allem auf Seiten eines Milieus, das frau eigentlich immer Pro-Democracy einordnete, erstaunt. In der ersten Septemberwoche war es wieder so weit: laStaempfli wurde unter die ersten zehn Intellektuellen der Schweiz gelistet und einige der Schweizer Männer-Kulturszene konnten sich nicht davon erholen. Gleichzeitig wird Philipp Sarasins Buch zu 1977, wieder ein Männer-Jahrgangsbuch voller Männerthemen, obwohl vordergründig zwei Frauen drin vorkommen, aber im völlig falschen Kontext, in den deutschen Feuilletons rauf- und runter rezensiert. Gleichzeitig fristet Nicole Seiferts Standardwerk zur wirklichen „Geschichte der Gegenwart“ mit dem Titel: FRAUEN (durchgestrichen) LITERATUR ein feuilletonistisches Schattendasein. Deshalb hier 1979 again mit dem Hinweis grad weiter zu scrollen und einige „alte“ Podcastinnen-Folgen nachzuhören. Denn je mehr Zeit vergeht, umso aktueller werden sie. Viel Vergnügen! Hier der alte Ausschreibungstext vom April: #diepodcastin über das Jahr als der Feminismus beerdigt wurde: Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren Medienbranche, MediaToo, Ignoranz von Chefredaktoren, Prof. Dr. Melanie Brinkmann als Heldin der Woche, CEO Post & die Zeitwende 1979 Isabel Rohner in Fahrt: Was wäre eigentlich, wenn der aktuelle Sexismus-Skandal in der Schweiz nicht in der Medienbranche aufgeploppt wäre, sondern bei der Schweizer Bundesbahn, einer Partei oder einem Schokoladenkonzern? Oh – die Medienberichterstattung liefe auf Hochtouren! Aber: Es waren 78 (!) Journalistinnen des Tamedia-Konzerns, eines der mächtigsten Medienkonzerne der Schweiz, die sich über strukturellen Sexismus beschwert haben (inzwischen haben sich insgesamt 115 Journalistinnen angeschlossen und den Offenen Brief samt ausführlicher Anlage mit konkreten Beispielen unterzeichnet). Schweigen herrscht. Im SRF-Medientalk meint Arthur Rutishauser, wichtiger Chef bei TAMEDIA, TX-Group: Strukturellen Sexismus gäbe es bei Tamedie “sicher” nicht, “struktureller Sexismus – den gab’s in der Filmbranche in den USA. Das sind die Weinstein-Geschichten.” Bei Tamedia habe es nur “irgendwelche sexistischen Sprüche” gegeben. Die Rohnerin ist messerscharf: Wie soll struktureller Sexismus jemals behoben werden, wenn die oberen Etagen nicht verstehen, was darunter gemeint ist und wie sie ihn beseitigen müssen? Die Heldin der Woche ist für die Rohnerin übrigens Prof. Dr. Melanie Brinkmann (Virologin an der TU Braunschweig und Leiterin des Helmholtz Instituts für Infektionsforschung): Sie zeigte letzte Woche in der ZDF-Talkshow “Lanz” ihre Fähigkeit zum Multitasking. Inhaltliche Statements abgeben und gleichzeitig mehrere Männer (insbesondere FDP-Kubicki und Moderator Lanz) in Schach halten, die sie DAUERND unterbrechen. Auf Brinkmanns “Jetzt rede ich” konnten diese Herren nur mit infantilem Gekicher reagieren. Man stelle sich dieselbe Situation mal mit einem Experten-Mann wie Christian Drosten vor. Ob Kubicki und Lanz da auch gekichert hätten? Wohl kaum. laStaempflis feministischer Wochenrückblick beginnt bei der Schweizer Armee, mit ihrer Dissertation über die strategische Synthese von Geschlecht,dem fehlplatzierten, neuen CEO der Post und geht weiter mit dem Buch von Frank Bösch: Zeitenwende 1979. Auf ihre Bemerkung, dass seit 1979 der Backlash gegen Frauen voll im Gange sei, meint die Rohnerin klugerweise: “Der Antifeminismus ist genauso alt wie der Feminimus. Schon im 19. Jahrhundert hatte er eine Hochphase – immer dann, wenn die Frauenbewegungen stark sind und die Frauen wichtige Forderungen durchsetzen oder nah dran sind, wichtige Forderungen durchzusetzen, dann kommt auch der Antifeminismus aus dem Gebüsch gesprungen.” laStaempfli fährt sehr beeindruckt fort, überfordert wohl alle Hörenden mit ihrem Rundgang durch Iran, Polens Abtreibungsgesetze, dem Ölschock und seinen sexistischen Folgen wie Thatchers “there is no such thing as society”, was DIREKT AUF DIE PRIVATISIERUNG aller öffentlichen Güter, einer Refeudalisierung hin zu vordemokratischen Zuständen sowie der Enteignung der Frauen hinausläuft. Hierzu gäbe es weitere 1000 Seiten hinzuzufügen, aber dafür reicht #diepodcastin noch nicht. Fazit: Rückbindung der Frauen, strukturelle Gewalt, Mediensexismus, fehlende Sichtbarkeiten erleben auch 2021 Revival. Das Jahr 1979 wie das gleichnamige Buch sind dabei lediglich Beispiele, um zu zeigen, dass wer die Geschichte anders schreibt, auch die Gegenwart und die Zukunft anders deuten könnte. Links: -Arthur Rutishauser im Gespräch mit SRF 4 “Medientalk” (ab Min 17): https://www.srf.ch/audio/medientalk/medientalk-der-strukturelle-sexismus?id=11955139 -Prof. Dr. Melanie Brinkmann bei “Lanz”: https://www.trendsmap.com/twitter/tweet/1377958532641853441 -Zur Chronik des Jahres 1979: https://frauenmediaturm.de/neue-frauenbewegung/chronik-1979/ -https://www.post.ch/de/ueber-uns/portraet/verwaltungsrat-post -http://www.feministischepartei.de/fileadmin/datensammlung/dokumente/Biographien_Pazifistinnen/Bio_Kelly.pdf

  16. #diepodcastin streitet mal wieder über Elena Ferrante: Isabel Rohner & Regula Stämpfli lesen Frauen.
    04.09., 09:3100:47:24

    #diepodcastin streitet mal wieder über Elena Ferrante: Isabel Rohner & Regula Stämpfli lesen Frauen. “Meine Grossmutter meinte als Antwort auf die Frage, wieviele Kinder sie geboren habe: Ein einziges. Sie hatte neun Töchter und einen Sohn.”Ayaan Hirsi Ali. laStaempfli hat die Intellektuelle aus Somalia, den Niederlanden & den USA mitgebracht. Deren neues Buch “Beute” ist zu holzschnitzartig, dafür deren Essays, u.a. auch in der Neuen Zürcher Zeitung, sehr lesenswert. Hirsi Ali hat einen Punkt, wenn sie feststellt, dass sich Frauen im Westen weniger in öffentlichen Räumen aufhalten und nachts auf den Strassen sind als noch in den 1980er Jahren. Es geht hier um Freiheit – ein Begriff, der der Linken immer suspekt ist und zum Desaster punkto postmoderner Täterkuschelei bei islamistischen Verbrechen geführt hat. Siehe auch aktuell die Diskussionen um die TALIBAN. Isabel Rohner hat “Das achte Leben” von Nino Haratischwili und “Tage des Verlassenwerdens” von Elena Ferrante mitgebracht – und wer schon mal einer Bücher-Folge der Podcastin gelauscht hat, weiß: Bei Ferrante sind die Rohnerin und LaStämpfli nicht einer Meinung…! Eine spannende Diskussion über Literatur und Inhalt. Doch beim “achten Leben” sind sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli: Ein fabelhaftes Buch! Marlene Streeruwitz gehört zu den wichtigsten Denkerinnen und Autorinnen der Zeitgeschichte. Ihr geschah, was klugen Frauen von kleinen, bösen, Machtmännern immer angetan wird: Sie wird auf ihr Geschlecht reduziert. 2006 war es. Der hochgejubelte Nicolas Stemann, festangestellt im teuren Zürich, inszenierte Ulrike Maria Stuart von Elfriede Jelinek als Dialog zwischen Jelinek und Streeruwitz als sprechende Vaginas. Streeruwitz klagte zu recht, dass damit ihre Persönlichkeitsrechte wie auch die Urheberrechte des Dialogs verletzt werden. Sie wurde von der linken Theaterszene verrissen, die Medien fielen über Streeruwitz wie eine Meute her. laStaempfli und die Rohnerin mögen ihre Essays, die Bücher weniger, aber laStaempfli empfiehlt dringend das Werk: “Geschlecht. Zahl. Fall.” Streeruwitz’s Protagonistinnen suchen nach Überlebensstrategien. Die Podcastin steckt etwas in Lebensnot: laStaempfli findet keine guten Romane mehr, da die meisten im amerikanischen Heldinnen-Stil versumpfen. laStaempfli wiederholt den feministischen Kanon: Persepolis von Marjane Satrapi Mithu Sanyal Identitti Jung Chang, Wild Swans Leila Slimani, Das Land der Anderen Marguerite Duras, Der Liebhaber Mary Shelley, Frankenstein und Virginia Wolfs Orlando, aber nur in der Filmversion mit Tilda Swinton. Auch die Rohnerin hat einen Film mitgebracht: “Womit haben wir das verdient?” – eine kraftvolle, kluge, politische, feministische Komödie von Eva Spreitzhofer (Regie und Drehbuch, 2018). Bis zum 11.9. gibt’s diesen Film über eine Wiener Familie, deren 16jährige Tochter aus Rebellion beschließt, zum “Islam” überzutreten (oder was sie dafür hält) und fortan nur noch vollverschleiert rumzulaufen. Ein Film über jugendliche Rebellion, den Clash zwischen Ideal und Realität und über Frauen und ihre Rechte in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Rohnerin und Stämpfli haben beim Zuschauen laut gelacht und empfehlen diese wunderbare Komödie aus Österreich wirklich allen! In der Hauptrolle übrigens die brillante Caroline Peters. Beitragsbild: Tilda Swinton in Orlando von Sally Potter. Der Film ist hier besser als das Buch, das laStaempfli, grad zu Beginn, rassistisch findet und erstaunt ist darüber, weshalb dies nie Thema ist. Links: – Film “Womit haben wir das verdient?”: https://www.arte.tv/de/videos/100906-000-A/womit-haben-wir-das-verdient/ – Literaturblog von laStaempfli mit den wichtigsten Essays zur zeitgenössischen Literatur: https://www.ensuite.ch/literaturblog/ – Hier ein Interview mit Aayan Hirsi Ali: https://www.nzz.ch/feuilleton/ayaan-hirsi-ali-ueber-freiheit-religion-und-identitaetspolitik-ld.1587611

  17. #diepodcastin darüber, wie frau Feministin wird, ist & bleibt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on "How to be a feminist wherever you are". Auszeichnung für Anna Sauerbrey, Schrumpelgurke für Tina Hassel, Prix Courage 2018 bis 2021 für PD. Dr.med Nathalie Urwyler für ihren Gleichstellungkampf für alle Frauen.
    27.08., 23:4000:43:54

    #diepodcastin darüber, wie frau Feministin wird, ist & bleibt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on “How to be a feminist wherever you are”. Auszeichnung für Anna Sauerbrey, Schrumpelgurke für Tina Hassel, Prix Courage 2018 bis 2021 für PD. Dr.med Nathalie Urwyler für ihren Gleichstellungkampf für alle Frauen. Gibts nun bald neben der “Goldenen Schrumpelgurke” bald auch die “Goldene Tastatur”? Verdient hätte sie diese Woche die Journalistin Anna Sauerbrey (Mitglied der Chefredaktion vom Tagesspiegel) für ihren brillanten Kommentar “Frauen in Afghanistan – Holt sie raus!” (Link unten). Sauerbrey macht glasklar: Es reicht nicht, die Frauen und Mädchen in Afghanistan in politischen Reden mit Bedauern zu erwähnen – wir müssen sie da rausholen! Frauenrechtsaktivistinnen, so Sauerbrey, die seit Jahren für Bildung, Frauenrechte und eine demokratische Gesellschaft gekämpft haben, gelten unter den Taliban als Regimegegnerinnen. Sie haben ein Recht auf politisches Asyl! Was kostet eine Karriere? Die Insel-Spitalgruppe hat – obergerichtlich bestätigt – Nathalie Urwyler mit einer Rachekündigung eingedeckt. Die obersten, deutschen Ärzte haben Nathalie Urwylers Karriere vernichtet, sie als Frau diskriminiert und es müssen an schweizerischen und deutschen Spitälern Zustände herrschen, die an alle unrühmlichen, misogynen deutschen Medizin-Stories erinnern. Seit 2014, der Geburt ihrer Tochter, kämpft Nathalie Urwyler für die ihr gesetzlich, arbeitsrechtlich, demokratisch und leistungsgesellschaftliche verbriefte Anerkennung. Seit über sieben Jahren steht sie für alle Frauen ein, deren Karriere aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit durch unrechtmässige Kündigungen, Arbeitsplatzschikanen und Mobbing von oben zerstört werden. Sie steht ebenso ein für die Männer im Arztberuf, die sich auch für die Durchsetzung der Verfassungsvorschriften wehren und für eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nathalie Urwyler ist eine Heldin. 2018 erhielt sie den PRIX COURAGE, sie könnte ihn jährlich kriegen. Eine ganz ausserordentlich kluge und engagierte Frau. Was war nur mit Tina Hassel (Leiterin ARD-Hauptstadtbüro) los? Bei den Sommerinterviews mit den Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SP) und mit der Kanzlerinkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) stellte sie so sehr unterschiedliche Schluss-Fragen. Während Laschet nach dem EM-Finale gefragt wird und wem er die Daumen drücke, fragte sie Baerbock doch tatsächlich, wie sie das als Kanzlerin ihren Kindern erklären würde, wenn die Grünen die “Chance verspielt hätten, diese entscheidenden Weichen (im Klimawandel) in der Regierung mitzustellen?” Hä? Baerbock wird auf ihre Kinder angesprochen – Laschet aber nicht? Das ist leider sexistisch. BE A FEMINIST WHEREVER YOU ARE! Das ist nicht nur das Wochenthema von laStämpfli und Rohnerin – es ist auch der Titel des gemeinsamen Buches, das die beiden demnächst gerne machen wollen. (Übrigens: Verlag gesucht!) Was bedeutet es, Feministin zu sein und feministisch zu handeln? Hört es euch an! Es geht um alle Sinne: Um Unabhängigkeit sowie die Musik des eigenen Seins oder in den Worten von laStaempfli: “Die Notwendigkeit decken, um die Freiheit zu leben.” Deshalb: Behaltet Daten, Finanzen, Einkünfte, Wohnsituation im Blick. Helft einander, liebt Euch selber. Seid fröhliche, stolze Feministinnen und Feministen! Lebt eure Freiheit, eure Unabhängigkeit, eure Gemeinschaften, eure Beziehungen! Schätzt die Möglichkeiten, die ihr habt und eure Großmütter (und Mütter) sich gewünscht hätten – und schreibt unsere Zukunft neu! Choose your battles – und seid solidarisch. Das bedeutet nämlich nicht, automatisch der gleichen Meinung zu sein, aber einander zu unterstützen. Be a feminist wherever you are. DAS BILD IST NICHT VON DER GRAFFITI-KÜNSTLERIN SHAMSIA HASSANI!!!! Danke Elisabeth Sechser für den Hinweis. Dieses Bild stammt aus einer Werbekampagne 2018 – aber genauere Angaben fehlen, respektive, es würde zu weit führen, hier alles anzuführen: Hier der Link für Faktencheck.afp.com https://faktencheck.afp.com Links: https://www.tagesspiegel.de/politik/frauen-in-afghanistan-holt-sie-da-raus/27543176.html

  18. #diepodcastin on TALIBAN: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Versäumnisse des Westens & was gegen die Taliban vor unserer Haustüre zu tun ist.
    21.08., 15:1500:42:24

    #diepodcastin on TALIBAN: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Versäumnisse des Westens & was gegen die Taliban vor unserer Haustüre zu tun ist. Die Podcastin spricht heute über die erschütternden Vorkommnisse in Afghanistan und darüber, was sie für die Frauen vor Ort und für die Frauen auf der ganzen Welt bedeuten. Die Rohnerin beginnt mit einem Auszug aus einem erschütternden Brief einer afghanischen Studentin, den The Guardian abgedruckt hat (Link unten). Frauen und Mädchen müssen um ihr Leben, um ihre Freiheit, um ihre Rechte fürchten. Vor der ganzen Welt werden gerade ihre Träume, ihre Potenziale und ihre Persönlichkeiten zertreten. La Stämpfli stellt glasklar fest: Mit den Taliban gilt Geschlechterapartheid, gelten Geschlechtersäuberungen. Ein riesiger politischer und menschlicher Skandal. Seit einer Woche hat die islamistische Terrorgruppe der Taliban auch Kabul unter Kontrolle. Bereits von 1996-2001 herrschte das Unrechtregime – mit grausamen Folgen für Mädchen und Frauen. Für sie galt in dieser Zeit (und in einigen ländlichen Regionen auch danach) ein Bildungsverbot, Berufsverbot, Mobilitätsverbot, galt die Skalverei. Mädchen und Frauen wurden zwangsverheiratet, als Sklavinnen gehalten, wurden vergewaltigt, litten massiv unter Gewalt. Menschenrechte? Fehlanzeige! In den letzten 20 Jahren haben sich insbesondere die Frauen in den Städten vieles erkämpft. Bis zur Machtergreifung der Taliban waren über 50 % der Studierenden an den afghanischen Hochschulen Frauen. Im afghanischen Parlament machten die Frauen fast ein Drittel der Abgeordneten aus (und damit einen vergleichbaren Anteil wie in Deutschland!). LaStämpfli und Rohnerin sind sich einig: Es braucht eine klare Position des Westens. Frauenrechtsaktivistinnen müssen gerettet und ausgeflogen werden. Sie unterstützen beide Hilfsorganisationen in Deutschland und der Schweiz und empfehlen das auch ihren Hörerinnen und Hörern (in D: Terre des Femmes Deutschland, Medica Mondiale etc.; in CH: Médecins sans frontières und Reporter ohne Grenzen). Und LaStämpfli stellt klar: Akzeptiert man diese Menschenrechtsverletzungen der Frauen in Afghanistan, öffnet das Tür und Tor auch für Frauenrechtsverletzungen in Europa. Die Anfänge sind in der Türkei längst sichtbar. Afghanistan hat sehr viel mehr mit uns zu tun, als uns lieb ist. Zudem: Isabel Rohner und Regula Stämpfli reden auch darüber, was TALIBAN mit dem HUGE GENDER DATA GAP zu tun haben. Links: – https://www.theguardian.com/world/2021/aug/15/an-afghan-woman-in-kabul-now-i-have-to-burn-everything-i-achieved – Regula Stämpfli, Das grosse Datenloch siehe http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf

  19. #diepodcastin über Stolz: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick über Kategorien, digitale Reproduktion, Abwertung von Frauen, Importance of having a community, Mutter-Töchter im deutschen Fernsehen, DER SPIEGEL UNTERIRDISCH, Isidora Duncan, Vorbilder & die Körperlichkeit von Stolz
    15.08., 13:2300:47:10

    Das verkürzte Zitat durch Fehlschnitt am Anfang: ” Eine Frau, die Ziele hat, wird Emanze genannt, während ein Mann, der Ziele hat, den Erwartungen entspricht.” Ton Morrisson, Literaturnobelpreisträgerin. Vorgelesen von Isabel Rohner, die übrigens auch ein geniales Zitate-Buch herausgegeben hat. #diepodcastin über Stolz: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick über Kategorien, digitale Reproduktion, Abwertung von Frauen, Importance of having a community, Mutter-Töchter im deutschen Fernsehen, DER SPIEGEL UNTERIRDISCH, Isidora Duncan, Vorbilder & die Körperlichkeit von Stolz. laStaempfli bringt ein Frauen zu Frauenthema: Franziska Schutzbach redet in einem BLICK-Interview darüber, wie Frauen besonders hart über andere Frauen urteilen und eine Grundsympathie für Männer hegen würden. Die Rohnerin findet ja, laStaempfli nein und führt polit-philosophische Gründe des radikal sozialen Wesens Mensch an. Da Frauen massiv abgewertet werden und zwar auch durch Franziska Schutzbach, indem sie hier die Fragen nicht relativiert, auf keinen Kontext verweist, gibt es keinen aufwertenden Blick auf Frauen in der patriarchalen Gesellschaft. Ausser von Feministinnen, die sich um SICHTBARKEIT bemühen & nicht um Kategorien wie Ideologien. Dazu passt, dass im Zuge der LGBTQ* vor allem FRAUEN im Fokus der Kritik stehen. Wir unterschätzen wie hässig der Ton gegen Frauen grundsätzlich geworden ist – dazu auch der Umgang mit der Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. DER SPIEGEL bekommt von der Rohnerin die Goldene Schrumpelgurke dieser Woche verliehen: “Papa kann das schon – Was moderne Väter alles hinkriegen, wenn Mütter sie lassen” titelt er. Ja, ja, wir haben verstanden: Die Mütter sind selber schuld, wenn es mit der Vereinbarung nicht klappt. Nicht existent sind all die zahlreichen Studien der letzten Wochen und Monate, die in den Blick gerückt haben, dass insbesondere Mütter die Leidtragenden der Corona-Krise waren und sind. Was braucht es auch Wissenschaft und Studien, wenn man einfach den selben Müll wie seit eh und je reproduzieren kann?!?! Oder wie es die kluge Barbara Vorsamer von der SZ auf Twitter schrieb: “Für jedes andere Thema gibt es Fachredakteur*innen, die sich jahrelang damit beschäftigen. Bei den Themen Familie und Gleichberechtigung darf aber jede*r, egal, was er/sie von den Debatten mitgekriegt hat oder auch nicht.” Auch das ZDF war diese Woche für die Rohnerin kein Anlass der Freude: In der neuesten Eigenproduktion “Mich hat keiner gefragt” besetzt das ZDF doch tatsächlich die tolle Schauspielerin Meike Droste (Jahrgang 1980, also 41 Jahre alt) in der Rolle der Mutter einer erwachsenen Tochter, gespielt von Vita Tepel (Jg. 1995, also 26 Jahre alt). Die Rohnerin fragt zurecht, ob es beim ZDF auch denkbar wäre, Florian Silbereisen (Jg. 1981) als Vater eines erwachsenen Sohnes zu besetzen. Die Antwort lautet: nein. laStaempfli verweist gleichzeitig auf die hochproblematischen Publikationen von Müttern und Töchtern, die von bösen Töchtern geschrieben sind. Rohnerin und laStaempfli würden sofort Romane auf ihre wunderbaren Mütter schreiben – aber wohl keinen Verlag finden. #diepodcastin macht aufmerksam auf die großartige Social-Media-Aktion der wichtigen Historikerinnen-Accounts @frauenvondamals, @frauabgeordnete und @Herstory_pod, die über den Hashtag #FrauenimWiderstand zahlreiche Frauen sichtbar machen, die gegen die Nationalsozialisten gekämpft haben. Die Historikerin Bianca Walther hat dabei letzte Woche einen weiteren Skandal der Unsichtbarmachung durch Algorithmen aufgedeckt: Googelte frau/man nach der Widerstandskämpferin Elisabeth von Thadden (1890-1944), die von den Nazis umgebracht worden ist, erhielt man/frau als Funktionsbezeichnung “Verurteilter Verbrecher” (sic!!!). Nicht nur, dass Google die Verdienste von Elisabeth von Thadden verneint – Google übernimmt auch noch die Logik der Nazis und bezeichnet sie als “Verbrecher” (sic!). Es ist Bianca Walther zu verdanken, dass dies inzwischen von Google geändert worden ist. laStämpfli und Rohnerin sprechen über STOLZ. laStaempfli hat drei Kategorien: a) Stolz als körperliche Erwachsenheit und Freude über Da-Sein, b) Hybris als Verbrechen, c) hochnäsig durch Herrschaft. #diepodcastin kommt nur dazu über a) zu reden: STOLZ als erfolgsicher, freudig, körperlich, eigen, selbstbewusst, stark. laStaempfli: Stolz ist ein tolles, freiheitliches Konzept des Individuums: Es geht darum, sich seiner Fähgigkeiten und Leistungen bewusst zu sein und erfreut darüber und dankbar zu sein und ein gutes Selbstgefühl zu haben. Die Rohnerin: Stolz sind alle Menschen von Kindsbeinen an. Mädchen und Frauen wird aber dieser Stolz gerne abgesprochen. #diepodcastin erkennt: Frauen gelten, wenn sie sich über ihre Fähigkeiten freuen, als hochnäsig, spröde, unnahbar, überheblich, frech, ungehorsam. Stolz können sich nur die Herrschenden leisten. Bestes Beispiel einer stolzen Frau war nach laStaempfli, die geniale und Erfinderin der Moderne, Isidora Duncen. 1877 geboren, und markiert sie den Beginn der Emanzipation und der Tanzmoderne. Am 14. Februar 1902 tanzte Isidora Duncan in der neu errichteten weissen Sezession und begeisterte Avantgarde und Altmenschen gleichermassen: Eine Frau, auf die alle Frauen mit Freude zurückblicken können, sollen und sie kennen. Doch Frauen wird der Stolz auch von Frauen verweigert: Frauen geben Frauen keine Namen, kollektivieren ihre Errungenschaften. Frauen rühmen zu wenig Frauen, zitiren einander viel zu wenig und vergessen vor lauter Kollektiv, die Frauen nicht als Individuum hervorzuheben. Einig sind sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli in einem: Stolz setzt ein Gefühl für den eigenen Körper, für da eigene Selbst voraus. Und: Stolz und Selbstbewusstsein bei Frauen löst immer noch (2021!!!!) Irritationen aus. Wie sonst ist zu erklären, dass auch noch heute im Duden als Beispiel für stolz in der Bedeutung “in seinem Selbstbeweusstsein überheblich” die “stolze Frau” genannt wird. Die Podcastin hält es da mit Hedwig Dohm: “Mehr Stolz, ihr Frauen! Der Stolze mag missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn.” (Aus: “Die Antifeministen”, 1903).

  20. #diepodcastin im Gespräch mit Netzaktivistin Jolanda Spiess-Hegglin: "Bedingungslose Solidarität mit Frauen".
    09.08., 18:4400:42:56

    Die Podcastin im Gespräch – mit Netzaktivistin JOLANDA SPIESS-HEGGLIN. Isabel Rohner hat JOLANDA SPIESS-HEGGLIN ZUM “#diepodcastin im Gespräch” getroffen. Anfang August 2021 gab es eine neue Entwicklung der Mediengeschichte rund um die engagierte, mutige Frau. Auf TWITTER trendete daraufhin #WirsindNetzCourage. Die entsprechenden Links finden sich dazu. Das Gespräch zwischen Isabel Rohner und Jolanda Spiess-Hegglin fand VOR dieser weiteren Entwicklung statt. Jolanda Spiess-Hegglin ist in der Schweiz die wohl bekannteste Stimme gegen Frauenhass im Netz. 2016 hat sie den Verein Netzcourage gegründet und hat damit die zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für all jene Frauen geschaffen, die im Netz mit Hass und digitaler Gewalt konfrontiert sind. Spiess-Hegglin berät Politikerinnen, begleitet Frauen auf dem Klageweg und wehrt sich selber seit Jahren immer wieder – und zwar sehr erfolgreich! – vor Gericht gegen Hass, Verleumdungen, digitale Gewalt und sexistisches Clickbaiting. Mit Isabel Rohner spricht sie über ihre Arbeit und Ziele, was ihr Kraft gibt und sie antreibt. Sie sprechen über die Wichtigkeit von gesicherter Finanzierung für so ein wichtiges Angebot wie NetzCourage – und warum eine solche Initiative von engagierten Privatpersonen aufgebaut wurde und (leider!) nicht vom Staat. Und sie sprechen darüber, wie Jolanda Spiess-Hegglin durch ihren unermüdlichen Kampfgeist gerade dabei ist, Mediengeschichte zu schreiben: Denn sie legt sich vor Gericht gerade mit einam der mächtigen Medienkonzerne der Schweiz an und klagt auf Herausgabe der Gelder, die Ringier mit Persönlichkeitsrechte verletzenden Artikeln über sie verdient hat. Wenn ihre Klage erfolg haben wird, wird dies die Anforderungen an Berichterstattungen spürbar erhöhen und vor allem Frauen vor Verletzungen ihrer Persönlichkeitsrechte schützen. Link zu “Netzcourage – the hatespeech ambulance”: https://www.netzcourage.ch/ Porträt von Spiess-Hegglin von Gian Marco Castelberg. Neuste Entwicklung siehe Kleinreport http://www.kleinreport.ch/news/haltdiefressetamedia-kampf-hashtag-gegen-tamedia-fuhrt-schweizer-twitter-trends-97599/

Der feministische Politwochenrueckblick von Isabel Rohner & Regula Staempfli