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249- #diepodcastin im feministischen wochenrückblick mai 2022: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit sprechenden Denken über Werbung, Denkmäler, Podcastpreis, Relevanz oder Berühmt für Nichts.14.05., 12:3714.05.2022, 12:3700:49:32
#diepodcastin im feministischen wochenrückblick mai 2022: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit sprechenden Denken über Werbung, Denkmäler, Podcastpreis, Relevanz oder Berühmt für Nichts. Die Rohnerin hat heute viel Positives im Gepäck: – Der Herstory-Podcast von Jasmin Lörchner wurde für den Deutschen Podcastpreis nominiert! Wir finden das großartig und drücken alle Daumen. Hol das Ding nach Hause, Jasmin! – Spanien verbietet dank eines Abkommens mit dem Dachverband der Spielwarenindustrie zukünftig sexistische und geschlechtsbezogene Werbung für Spielzeug! – In der Gedenkstätte des KZ Ravensbrück wird seit dem 1. Mai 2022 endlich und nach jahrzehntelangem Kampf explizit auch an die lesbischen NS-Opfer gedacht. – Und im Podcast “Servus. Grüezi. Hallo” der Zeit-Journalisten Jacobsen, Gasser und Daum nehmen die drei Männer den gesetzlichen und gesellschaftlichen Status Quo in Sachen Abtreibungsrechte in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Blick – und vor allem: beziehen selber glasklar Position. laStaempflis Buchtipp:„Das Recht schafft Reichtum und Ungleichheit“ :Die international renommierte Rechtswissenschaftlerin lehrt als Professorin für Rechtsvergleichung an der New Yorker Columbia-University. Die rechtlichen Privilegien, von denen Pistor in ihrem Buch schreibt, sind nicht naturgegeben. Die Wissenschaftlerin rückt die Arbeit von international tätigen Rechtsanwaltskanzleien in den Fokus. Diese hätten immer wieder neue Kapitalformen geschaffen. Katharina Pistor, Der Code des Kapitals: Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft, Suhrkamp 2020 laStaempflis grosses Thema für heute ist: Relevanz als Wirklichkeitsmotor für Demokratien. Studie Universität Zürich https://www.tagesanzeiger.ch/zuercher-akademikerinnen-verdienen-weniger-als-ihre-kollegen-923046363518 Gleichstellungspolitisch extrem relevante Berufe betreiben strukturelle Diskriminierung: Spitäler, IT, Finanzwesen, #diepodcastin erinnert Schweizer Nationalbank von letzter Woche – doch statt diese STÄNDIG IN TV, ZEITSCHRIFTEN, ZEITUNGEN etc. Thema sind, berichten global ALLE Medien über Johnny Depp und Amber Heard. Bei Gerichtsprozessen sollten wir uns um Kartellverfahren gegen Facebook et al, um Erbschaftsprozesse, Steuerrecht etc. kümmern, dann wüssten wir, wie politisch handeln. #diepodcastin ist sich einig: Struktureller Sexismus enteignet Frauen und der Skandal der Lohnungleichheit ist nicht nur ein Skandal, sondern benachteiligt Frauen massiv – dies vor allem in unseren Gelddemokratien. Links der wunderbaren Isabel Rohner: – Der Herstory Podcast über Frauen der Geschichte: https://herstorypod.de/ – Spanien verbietet sexistische Werbung für Spielsachen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/gleichstellung-spanien-verbietet-sexistische-spielzeugwerbung – Endlich wird im KZ Ravensbrück auch an die lesbischen Opfer der Nazis erinnert (Video): https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/gedenkkugel-in-ravensbrueck-lesbische-geschichte-wird-sichtbar/28308604.html – Podcastfolge von “Servus. Grüezi. Hallo” zur Abtreibung in Deutschland, Österreich und der Schweiz: https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-05/schwangerschaftsabbrueche-usa-straftat-politikpodcast #diepodcastin wünscht sich, dass wir in einer Welt leben würden, in der Relevanz statt Prominenz Ausschlag gibt und dass Menschen aufgrund ihrer Fähigkeit und Handlungsbereitschaft und Demokratie befördert erwähnt und ausgezeichnet würden und nicht nach männlichen Geschlecht, Beziehungen und Macht. Bild: Ein Ausschnitt des US-Covers von Bonnie Garmus, Lessons in Chemistry – laStaempfli empfiehlt den Schmöcker wärmstens.
- #diepodcastin gutgelaunt & debattenfreudig: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Skandalon SRF, Strack-Zimmermann, ein Hoch aufs Kopftuchverbot, Deutschlandversion von Roe vs Wade.07.05., 13:1607.05.2022, 13:1600:52:00
#diepodcastin gutgelaunt & debattenfreudig: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Skandalon SRF, Strack-Zimmermann, ein Hoch aufs Kopftuchverbot, Deutschlandversion von Roe vs Wade. laStaempfli bringt: “Ich hab ja keinen Bock mich mit der BILD-Zeitung anzulegen, aber man muss auch mal Grenzen ziehen.“ Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Freude der Woche: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, ihres Zeichen 64 Jahre jung, blitzgescheit, sie war erste Bürgermeisterin in Düsseldorf 2008 bis 2014, sie ist 2017, also auch im zarten Alter von 59 Jahren in den Bundestag gewählt worden und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Sie wehrt sich am 25. März 2022 gegen die anhaltende Negativ-Berichterstattung über Christine Lambrecht – siehe Zitat. Erstausgabe Hedwig Dohm: Die Rohnerin ist heute extrem gut gelaunt. Kein Wunder: Sie hat heute antiquarisch eine Erstausgabe ihres Lieblingsromans “Sibilla Dalmar” von Hedwig Dohm aus dem Jahr 1896 erstanden – und ihr neue Buch “Schwarze Petra” ist im Druck. Der humoristische Krimi erscheint im Juni im Ulrike Helmer Verlag. laStaempfli: Kopftuchverbot macht erfolgreich. Neuer Integrationsbericht macht klar: Das Kopftuchverbot von 2004 in Frankreich hat ALLEN FRAUEN UND MÄNNERN in Frankreich geholfen: Hochschulabschlüsse, Schulabschlüsse, mixed Marriages, soziale Mobilität allesamt besser. Die Studie MUSS DRINGEND jedesmal aufgenommen werden, wenn die Rede von Integration ist: Mädchen und Frauen machen Demokratie. Punkt. https://www.parisschoolofeconomics.eu/docs/maurin-eric/sept_2021-22_09.pdf laStaempfli mit einem RIESENÄRGER, der strukturell und typisch ist für SRF/SCHWEIZ/Medien: Zitate über “masturbierenden Onkel” als Podcast-Tipp oder “Bachs Holde war kein Heimchen am Herd.” Echt. Die Rohnerin weist auf die unterschiedliche Finanzierung von SRF im Vgl zu ARD und ZDF hin, wie recht sie doch hat! In der Schweiz ist die Boulevardisierung so weit fortgeschritten, WEIL IN DER SCHWEIZ ALLE MEDIEN STAATLICH SUBVENTIONIERT WERDEN. laStaempfli weiss: Vertrauen in öffentlich-rechtliche Institutionen dürfen durch derartigen Schrott nicht gefährdet werden. Roe vs. Wade USA: Isabel Rohner plädiert für mehr Kontextualisierung bei Berichterstattung. In Europa reicht es eben nicht aus, “nur” über die potentielle Aufhebung des US-Grundsatzentscheids “Roe vrs. Wade” durch den Suppreme Court zu berichten – wir müssen auch in den Blick nehmen, wie die Abtreibungssituation in Deutschland, Polen etc. ist! Abtreibung ist ein Menschenrecht – und sie in Deutschland immer noch illegal. Am Ende eine gewohnt spannende Auseinandersetzung zwischen der politischen Visionärin Regula Stämpfli und der Realo-Frau Isabel Rohner über die Debattenkultur in Deutschland. Hört selber rein und bildet euch eure Meinung! laStaempfli war an der Georgia O Keeffe Ausstellung in Basel, Beyeler-Foundation. Dort war dieses Bild von 1938 zwar nicht, aber laStaempfli hatte eine Netzversion aus ihrem USA-Besuch. Passt für den Mai und #diepodcastin. Links: – Edition Hedwig Dohm: www.hedwigdohm.de – “Schwarze Petra”, der neue Roman von Isabel Rohner, kann ab sofort vorbestellt werden! https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-schwarze-petra/ Link: https://www.deutschlandfunk.de/interview-strack-zimmermann-fdp-bundeswehr-100.html
- #diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Anne Spiegel, Kinderlose & Kinderhabende plus Kapitalmöglichkeiten für Frauen, die Misere in Afghanistan, Geschlechter-Apartheid, Petra Kelly und sog erweiterte Suizide und Teil von ihr - neue Netflixserie.30.04., 10:0530.04.2022, 10:0500:41:31
“Die Podcastin” Isabel Rohner und Regula Stämpfli sprechen über den Rücktritt von Bundesfamilienministerin Anne Spiegel. laStämpfli und die Rohnerin sind sich einig: Rücktritte aus politischen Ämtern sind wichtig für unsere Demokratie. Auch der Rücktritt von Spiegel war politisch richtig und notwendig. Dass in den vergangenen Monaten gleich mehrere Politiker (m) nicht zurückgetreten sind, war falsch, kann aber nicht als Begründung dienen, dass Politikerinnen ebenfalls nicht zurücktreten. Obwohl – nicht so schnell, meint laStaempfli und #diepodcastin ist wieder voll im sprechenden Denken. Reinhören. Es geht um Kinderlose und Kinderhabende und die ewige Spirale der Diskriminierungen. laStaempfli weist auf Afghanistan und den extrem guten Artikel von Helene Aecherli in der DIE ANABELLE hin. Dann geht es bitter weiter: Themen zum “erweiterten Suizid”, der eigentlich einFemizid ist. Einen Aufsteller gibt es noch: Die Rohnerin hat auf Netflix eine Mini-Serie (8 Folgen) entdeckt, die sie allen Hörerinnen und Hörern empfiehlt: “Pieces of her / Ein Teil von ihr” wurde entwickelt, geschrieben, produziert und inszeniert von Frauen. Mit der grandiosen Toni Colette in der Rolle einer Mutter, die während eines Amoklaufs ganz anders reagiert, als ihre Tochter (und alle anderen…) es von ihr erwartet hätten. Basiert auf einem Roman von Karin Slaughter, die Regula Stämpfli persönlich kennengelernt hat und interviewen durfte. “Die Ersten ihrer Art” von Heike Specht ist ein Buchtipp, den Isabel Rohner mitgebracht hat. Ein Buch, das seine Leserinnen und Leser mitnimmt in die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts und Frauen vorstellt, ihre Leben miteinander in Verbindung bringt, die auf die ein oder andere Art “Erste” waren (wobei der Titel nicht wortwörtlich genommen werden darf). Unser Titelbild:Ein Buch aus dem Jahr 1999 – wo die Ersten auch schon längst umfassend abgehandelt wurden. Tja: Rasender Stillstand bleibt eine feministische Frustration. Bertelsmann Verlag: 99 Autorinnen der Weltliteratur mit “Leidenschaften” – Leiden indeed, meint laStaempfli PS: Während laStaempfli hier tippt, hört sie Laurie Anderson, Göttin: Die müsst Ihr übrigens unbedingt wieder ausgraben oder neu kennenlernen. O Superman – legendary. Links: “Pieces of her” bei Netflix: https://www.netflix.com/de/Title/81015514
- #diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu Yoko Ono -Liebe, Hanser-Kotz, sexistische Enteignung, Steinzeit, WEISE von Willendorf and the great Huschke Mau.23.04., 14:5123.04.2022, 14:5100:56:55
#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu Yoko Ono -Liebe, Hanser-Kotz, sexistische Enteignung, Steinzeit, WEISE von Willendorf and the great Huschke Mau. Good News: laStaempfli bringt Yoko Ono: Kunstmuseum Zürich besuchen, alle Folgen von #diepodcastin zu Frauen und Kunst hören und Pipilotti Rist geniessen – Pixelwald Turicum 2021. Womit wir denn auch schon beim Schluss der Good News sind und bei den Bad News: Die Rohnerin analysiert: Der Hanser Verlag hat sein neues Sachbuchprogramm für Herbst 2022 veröffentlicht. Spoiler: Es ist frauenfrei. Unter 16 groß vorgestellten Büchern stammt gerade mal eines von einer Autorin. Auf S. 40 dann (wo auch ältere Bücher nochmals erwähnt werden) der Hinweis auf das Buch “Weibliche Unsichtbarkeit – wie alles begann”. Sehr witzig… “Die Podcastin”, Isabel Rohner und Regula Stämpfli sind am Ende ihrer Geduld. Wir kaufen nur noch Bücher von Verlagen, die Autorinnen mit derselben Kraft verlegen, fördern und vermarkten wie Autoren. laStaempfli erklärt den Skandal durch die Diskrepanz zwischen Woke-Debatten in sozialen Medien und sexistischer Wirklichkeit. Es ist eine Zeit der Unsichtbarkeit von Frauen und der Gleichzeitigkeit von Codeideologien: Ein Diskurs der automatisierten Repetition, der die totalitären Elemente des digitalen Wirklichkeitsverlustes aufzeigt – wie laStaempfli in ihren HSG-HannahArendt-Lectures dies wieder und wieder zu erklären versucht und oft darin scheitert. Passt aber trotzdem: Die Unsichtbarmachung von Frauen und die Verhinderung der Kapitalbildung für Frauen und dem daraus folgenden Zwang, halt irgendwie Geld zum Überleben machen zu müssen, bleiben im 21. Jh. brennendes Thema. Dann nimmt die Rohnerin uns mit in ihre Kindheit. Schon damals war ihr klar, dass die herkömmlichen Geschichten über das Leben in der Steinzeit – die Männer gehen auf die Jagd, während die Frauen zu Hause Gemüse kochen – nicht aufgehen kann. WissenschaftlerINNEN sagen das seit über 100 Jahren, inzwischen kommen sie langsam im Forschungskanon an: Die Art und Weise, wie Forscher jahrhundertelang auf unsere Geschichte geschaut haben, ist geprägt von ihren eigenen Vorstellungen und Prämissen – und ihrem Familienbild. Kein Wunder also, dass das Kunstwerk “Frau von Willendorf” (ca. 30.000 Jahre vor unserer Zeit) von den drei Forschern, die es 1908 entdeckt haben, fälschlicherweise als “Venus” bezeichnet und als “Sexsymbol” bzw. “Furchtbarkeitssymbol” interpretiert wurde. Heutige Forscherinnen gehen davon aus, dass die “Frau von Willendorf” die Darstellung einer alten, weisen Frau ist. Denn diese wurden damals besonders verehrt. Darauf konnten die Herren Entdecker 1908 nicht kommen, weil es ihren Horizont weit übertraf. ORF Science hat hierüber einen sehenswerten Bericht gemacht. Die Steinzeit-Exkurse der Rohnerin machen laStaempfli etwas unwirsch. Seit den 1980er Jahren gibt es “Ursprünge und Befreiungen”, die dissidente Kulturtheorie von Carola Meier-Seethaler. Beat Schneider nennt die Venus übrigens schon 1999 “Frau von Willendorf” in seinem Buch: “Penthesilea. Die andere Kultur- und Kunstgeschichte. sozialgeschichtlich und patriarchatskritisch im Zytglogge-Verlag. Leider kennt auch dieses Buch fast niemand. Wir hätten die Möglichkeit, alles schon zu wissen und zweihundert Jahre Gleichstellung weiter zu sein. Aber, was soll’s: Jede Generation beginnt auch bei #diepodcastin wieder neu. Diesmal mit einer Wiederauflage der “Venus von Willendorf”, die jetzt die “Grossmutter von Willendorf” ist, besser noch die “Weise von Willendorf”. Huschke Mau – Kämpferin gegen Prostitution und Ausbeutung von Frauen – war zu Gast bei der NDR-Talkshow “deep und deutlich”. Die Rohnerin hat es geschaut und findet den Kampf von Huschke Mau bewundernswert: Huschke Mau argumentierte, schilderte, forderte – doch traf mit ihren Ausführungen und Frauen (“In welcher Gesellschaft wollen wir leben?”) nur auf Wohlstandsbesserwisserei und das naive Märchen von der selbstbestimmten “Sexarbeiterin”. Bis sie gegangen ist. #diepodcastin sagt: Hut ab, Huschke Mau! Das Statistische Bundesamt geht übrigens davon aus, dass in Deutschland aktuell 400.000 Frauen ihren Körper verkaufen müssen und mit Prostitution ein Jahresumsatz von 14,6 Milliarden Euro gemacht wird. Spoiler: Das Geld bekommen nicht die Frauen. laStaempfli aus ihren Essay zu “Menschenfleisch-Verkauf” zum Buch von Aline Wüst: “Die Schreiberlinge und ihre RepräsentantInnen haben keine Ahnung über Träume, Leben, Drogen, Traumata, Bilder, Körpergefühle, die Menschen ohne Geld, ohne Kapital, ohne Besitz umtreiben. Kein Geld zu haben, bedeutet nicht einfach Armut, sondern konstituiert zahlreiche fehlende Beziehungen zur Welt: Leerstellen. Diese werden dann mit Schrottideologien der Reichen aufgefüllt. Beispielsweise, dass Prostitution eine «Arbeit wie jede andere» sei. Die Sexindustrie, die MenschenhändlerInnen, die zahlreichen Pimps und «Loverboys» promoten mit den ihnen unglaublich wohlgesinnten Medien Prostitution quasi als soziale Mobilität für Mädchen und Frauen, die in Armut, ökonomisch prekären Verhältnissen, in dysfunktionalen Familien, mit süchtigen Eltern etc. aufwachsen mussten. In der Legende der SexarbeiterInnen gibt es nie die Geschichten der Frauen, zwei Jahrzehnte später, die ohne Geld, ohne Job, ohne Familie, ohne Ansehen, ohne soziale Beziehungen dastehen, kurz vor dem Nichts stehen. «Pretty Woman» gibt es nur in Hollywood. Denn Prostitution ist keine Karriereleiter, sondern der Treppenabstieg in die Hölle.” siehe https://www.ensuite.ch/menschenfleischarbeit-piff-paff-puff/ Links: – ORF Science über die “Frau von Willendorf”: https://science.orf.at/stories/3212596/ – Das frauenfreie Sachbuch-Programm des Hanser Verlags 2022: https://www.hanser-literaturverlage.de/files/hanser-vorschau-sachbuch-herbst-2022.pdf – Huschke Mau bei der NDR-Talkshow “deep und deutlich”: https://www.ardmediathek.de/video/deep-und-deutlich/deep-und-deutlich-mit-huschke-mau/ndr/
- #diepodcastin im Wochenrückblick: Ketanji Brown Jackson & Story Supreme Court, Ursula von der Leyen, Ukraine, Couchgeflüster, ZDF-Spitze, Unreichsein von Frauen, Frauenstrassen.09.04., 13:5509.04.2022, 13:5500:49:08
#diepodcastin im Wochenrückblick: Ketanji Brown Jackson & Story Supreme Court, Ursula von der Leyen, Ukraine, Couchgeflüster, ZDF-Spitze, Unreichsein von Frauen, Frauenstrassen. laStaempfli mit wichtigen und good news in traurigen Zeiten: Ursula von der Leyen: „Wir stehen an eurer Seite, wenn ihr von Europa träumt“, sagte die EU-Präsidentin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. „Meine heutige Botschaft lautet, dass die Ukraine zur europäischen Familie gehört.“ Die ukrainische Anfrage auf EU-Mitgliedschaft habe man laut und deutlich gehört. Dann Bilanz darüber, wer von weiblichen und männlichen Regierungsverantwortlichen jemals Mut zeigt und/oder Verantwortung übernimmt. Die Frau der Woche ist für “Die Podcastin” ganz klar Ketanji Brown Jackson, die in dieser Woche als Richterin am Supreme Court, also am obersten Gericht der USA, bestätigt wurde. Sie ist die erste Schwarze Frau in diesem Amt und erst die 6. Frau insgesamt – neben 110 Männer, die in den 233 Jahren des Bestehens am Supreme Court als Richter tätig waren. 110 zu 6. Das ist die Realität. Die erste Frau, Sandra O`Connor, wurde übrigens erst 1981 an den Supreme Court berufen, die zweite folgte 1993: Ruth Bader Ginsburg. Die Rohnerin hat für #diepodcastin recherchiert. laStaempfli und die Rohnerin freuen sich über Frauen an der ZDF-Spitze: Diskussion über Fehlkonzeptionen in den Medien darüber, wenn Frauen erstmals Männern vorbehaltende Posten besetzen. Die Rohnerin berichtet, dass Basel 9 weitere Plätze und Straßen nach Frauen benennen wird. 2021 bekannt hier endlich auch Iris von Roten einen Platz, nun folgen neuen weitere Frauen. Auch hier bleibt das Verhältnis jedoch ungleich: In Basel sind aktuell 110 Orte nach Männern benannt und lediglich 19 nach Frauen. Auch hier eine grundsätzliche Diskussion zwischen den beiden Doktorinnen ihres Fachs: Fragen sind, Regionalität, Globalität, wie sichtbar, wann und weshalb nicht viel mehr? Eine Studie der Uni Münster hat sich angeschaut, ob es einen Zusammenhang zwischen Reichtum und Persönlichkeit gibt und kommt zum Schluss: Ja. Die Rohnerin ist entsetzt, denn der Zusammenhang zwischen Macht und Reichtum, zwischen Gesetzeslagen und Reichtum (kleine Erinnerung: Frauen wurde Kapitalisierung und Erwerb von Eigentum noch im 20. Jahrhundert gesetzlich erschwert bzw. verhindert) wird hier mal eben komplett ausgespart. Das macht die Studie leider unterkomplex und ahistorisch. laStaempfli zieht nach mit der eigenen, sehr mühsamen Woche voller Trolls und frustrierten Dreibeinern. Buchtipp: DAS WEIBLICHE KAPITAL https://www.amazon.de/Das-weibliche-Kapital-Linda-Scott/dp/3446267808 UND DIE BÜCHER VON ISABEL ROHNER & REGULA STÄMPFLI, HIER INSBESONDER 50 JAHRE FRAUENSTIMMRECHT. Noch ein LiteraturTipp & Podcast: Couchgeflüster von Sina Edhofer und Leonie-Rachel Soyel. Buch und Podcast sind wunderbar. Nochmals zur Erinnerung: “Die Podcastin” ist im Rennen um den Deutschen Podcastpreis! Please vote for us – und die anderen tollen Podcasts von Frauen, die im Rennen sind! Hier: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-2/ ZUM BILD: VON LASTAEMPFLI FOTOGRAFIERT AUS EINER ÄLTEREN VOGUE. LEIDER MODEL UND DATUM NICHT NOTIERT. Links: – PLEASE VOTE für “Die Podcastin”: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-2/ – PLEASE VOTE für “Herstory”: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/herstory/ – Basel benennt 9 Straßen und Plätze nach Frauen: https://www.bluewin.ch/de/newsregional/nord/basel-benennt-neun-neue-plaetze-und-strassen-nach-frauen-1169986.html – Couchgeflüster: https://podtail.com/de/podcast/couchgefluster/
- #diepodcastin im deutschen podcastpreis: Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind im Rennen, feuen sich über Lady Gaga & Liza Minelli, die spanischen Fussballerinnen & deren Weltrekord, mater semper certa est, Jeannette Pickering Rankin, ärgern sich über männlichen Nihilismus, Oligarchen & Roboterinnensprache.02.04., 14:1202.04.2022, 14:1200:48:08
#diepodcastin im deutschen podcastpreis: Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind im Rennen, feuen sich über Lady Gaga & Liza Minelli, die spanischen Fussballerinnen & deren Weltrekord, mater semper certa est, Jeannette Pickering Rankin, ärgern sich über männlichen Nihilismus, Oligarchen & Roboterinnensprache. “Die Podcastin” ist im Rennen um den Deutschen Podcastpreis! Wer uns beim Publikumspreis unterstützen möchte: Voted sehr gerne und sehr oft – auf allen Geräten und allen Browsern und am besten täglich – für uns auf: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-2/ Die Frau der Woche ist für die Rohnerin Lady Gaga: Bei der gemeinsamen Moderation mit Liza Minelli bei den Oscars hat sie gezeigt, was wahre Wertschätzung ist. Liza Minelli, die vor 50 Jahren selber einen Oscar für Cabaret erhalten hat, konnte sich sichtbar auf Lady Gaga verlassen. “I gotcha” (I got you!) flüsterte Lady Gaga ihr zu. “I know. Thank you.”, antwortete die sichtlich von Krankheit gezeichnete große Legende des Showbiz. Dieses Foto hätte auf alle Titelseiten gehört – und nicht das Bild des schlagenden Schauspielers. Die Podcastin gratuliert zudem herzlich: Jane Campion (gewann als 3. Frau überhaupt den Regieoscar!), Jessica Chastain (beste Hauptdarstellerin), Ariana DeBose (Beste Nebendarstellerin) und Billy Eilish (Bester Filmsong, mit Finn O`Connell). Die Fußballerinnen von Barcelona und Real Madrid schrieben diese Woche Geschichte: 91.557 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten ihr Spiel im Stadion. Weltrekord! In der selben Woche wurden Frauen im Iran mit Tränengas aus dem Fußballstadion vertrieben. Sie hatten Tickets für das WM-Qualifikationsspiel Iran-Libanon. Die Podcastin fordert die Fifa auf, sofort zu handeln. Der Iran – der sich bereits im Januar für die WM in Katar qualifiziert hat – muss von der WM ausgeschlossen werden! Das gebieten die Fifa-Statuten (ja, es gibt eine Fifa Human Rights Policy) und der RESPEKT gegenüber den Frauen. laStaempfli bringt zwei Filmtipps: oceans 8 und “Fried Green Tomatoes at the Whistle Stop Café von 1991”. Beide gute Unterhaltungsfilme und undogmatische Anstiftungen für Feminismus und grosse Frauenfreundschaften. Hier ein Gruselkabinett von #diepodcastin für die Wokies, die ihre Shitstormqualitäten mal für WIRKLICHE TÄTER und nicht erfundene, einsetzen können. Das Online-Magazin “Die Republik” publiziert ein “Gruselkabinett” der russischen Oligarchen in der Schweiz mit Namen. Es sind Folterer darunter, Giftmischer, Spione und Assassine und die Schweiz schützt deren Vermögen. Es ist Journalismus der besten Qualität und #diepodcastin zählt auf die WOKE-Community, Shitstorms gegen diese Oligarchen zu organisieren. laStaempfli bringt ein Beispiel für männlichen Nihilismus: Gottfried Locher war Präsident der Evangelisch-Reformierter Kirche der Schweiz. Nach “mutmasslichen Grenzüberschreitungen gegenüber Mitarbeiterinnen” Zitat TagesAnzeiger, trat er zurück. Die Schweiz hatte eigentlich einen sexistischen ChurchToo Skandal, doch der wurde ziemlich unter den Teppich gekehrt. Jetzt hat Gottfried Locher die Kirche verlassen laut Medienberichten. Dies ist ein typisches Männerverhalten, die, statt Fehler einzugestehen und sich zu läutern und weitermachen wie Margot Kässmann, alle Brücken niederreissen. #diepodcastin analysiert Banksprech, Neusprech und Medienkommunikation gegen innen am Beispiel eines Interviews von Priska Amstutz im Medienmagazin persoenlich.com. Statt Lohngleichheit, Frauenquote, Karrierechancen, Aufstiegmöglichkeiten und welche Massnahmen gegen die Diskriminierung im Konzern unternommen werden, übt sich die Co-Chefredaktorin in einer Art systemischer Sprechweise. Das Verschwinden von konkreter Sprache soll das Verschwinden von Klagen betreffend Frauen, Sexismus, strukturelle Gewalt, Diskriminierung, Kapitalenteignung befördern. Lieber Sterben als Verben, wie dies DIE WELT einmal formulierte. Diese systematische Sprech-Ontologie benennt keine konkreten Täter. So wird sich bei der Tamedia und in der TX-Group nichts ändern. Ein wichtiger Entscheid punkto Leihmutterschaft: Mater semper certa est. Trotz genetischer Verwandschaft gilt eine Zürcher Mutter nicht als Mutter, da die Kinder per sog. Leihmutterschaft von einer Georgierin ausgetragen wurden. laStaempfli: “Endlich wurde der Wirklichkeit von den Gerichten in der Schweiz Rechnung getragen und der geltenden Gesetzgebung in der Schweiz Recht gesprochen.” Die Rohnerin erinnert am Schluss an eine vergessene Pionierin: Jeannette Pickering Rankin (1880-1973) war die erste Frau, die in den USA in ein Bundesamt gewählt wurde. 1916 (!), also noch vor Einführung des Frauenwahlrechts auf Bundesebene, war sie gewählte Abgeordnete des Staates Montana im US-Kongress. Montana hatte das aktive und passive Frauenwahlrecht auf Staatsebene 1914 eingeführt. Damit war sie die einzige Frau, die als gewählte Abgeordnete 1919 FÜR die Einführung des Frauenwahlrechts auf Bundesebene abgestimmt hat. Und sie sagte dazu: “I want to be remembered as the only woman who ever voted to give women the right to vote.” Die Podcastin leitet einen Beitrag dazu. Links: – “Die Podcastin” beim Deutschen Podcastpreis unterstützen: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-2/ – Infos zu Jeannette Rankin: https://history.house.gov/People/Listing/R/RANKIN,-Jeannette-(R000055) https://www.nau.ch/news/schweiz/leihmutterschaft-genetische-mutter-muss-zwillinge-adoptieren-66144862 Zu Banksprech siehe Trumpism und ensuite.ch/pogrome-des-intellekts/ Gruselkabinett siehe republik.ch/das-gruselkabinett/ https://www.persoenlich.com/medien/wir-wollen-einen-langfristigen-kulturwandel DAS BILD ALS SYMBOLBILD FÜR INNIGE FRAUENBEZIEHUNGEN VON MERET OPPENHEIM, fotografiert von Regula Stämpfli.
- #diepodcastin rechtstaatlich: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Bayrische Behörden & Ukraine-GeflohenE, Kathrin Wehlisch grandios, Lani Malmberg mit Ziegen, die besser als jede Feuerwehr sind, ökologische Taten statt antikolonialistische Worte & neue Polittheorie zu #Wokeism - TAZTALIBANNEWS inbegriffen. 26.03., 13:5726.03.2022, 13:5700:51:23
#diepodcastin rechtstaatlich: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Bayrische Behörden & Ukraine-Geflohene=funktionierendes Team, Kathrin Wehlisch grandios, Lani Malmberg mit Ziegen, die besser als jede Feuerwehr sind, ökologische Taten statt antikolonialistische Worte & neue Polittheorie zu #Wokeism – TAZTALIBANNEWS inbegriffen und Madleine Albright. Bild von Zanele Muholi, eine Künstlerin, die laStaempfli schon seit langem sammelt. Good News: Bayrische Behörden können auch nett sein. laStaempfli hat dank feministischen Netzwerken – danke besonders an die grossartige Schauspielerin Isabelle Bertges – zwei ukranische Mütter und deren Kinder aufnehmen können und alles klappt bisher verständnisvoll, anerkennend und great. laStaempfli tut dies nicht, weil sie so gut ist, ist sie natürlich, sondern weil es ihr gut tut, überhaupt zu tun. Die Ukrainerinnen haben ein Recht bei uns zu sein: In Kiew wird unsere Demokratie verteidigt – in Hongkong konnte laStaempfli nur ohnmächtig schreien, jetzt leisten Deutschland und viele tolle Menschen, die viel besser sind als deren Medienruf, soviel für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Demokratien. Die Rohnerin war in der Premiere von Borcherts “Draußen von der Tür” im Berliner Ensemble mit einer grandiosen Kathrin Wehlisch in der Hauptrolle des Beckmann. Wer die Chance hat: Hingehen! laStaempfli hat wieder was ökologisches gelernt und zwar von Lani Malmberg: Ziegen sind besser als jede Feuerwehr. Sie reist mit ihren Ziegen durch den Westen, um Waldbrände zu verhindern. Ziegen fressen wenig Gras, dafür alle Brennstoffleiter, von Bodengewächsen über Büsche und giftige Pflanzen. Sie kommen dorthin wo Maschinen versagen. Sie fressen quasi täglich drei Tonnen potentielles Benzin. Ihre Aussagen, wie sie mit Wölfen lebt, sagt alles über ganzheitlichen Ansatz aus, was wir entwickelte Menschen lernen könnten, gerade von Frauen. Die erste Schrumpelgurke der Woche von #diepodcastin (Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick) hat sich Fußballer Thomas Müller redlich verdient. Auf die Frage nach Menschenrechtsverletzungen in Katar sagte er doch wirklich: “Auch in Deutschland gibt es Menschenrechtsverletzungen.” (sein Zitat in Gänze siehe unten) Lieber Thomas Müller: 1. Menschrechtsverletzungen in Deutschland werden – im Gegensatz zu Katar! – vom Rechtsstaat geahndet, während sie in Katar vor allem für Frauen zum Alltag gehören. Eine Demokratie mit einer Diktatur zu vergleichen, ist Nihilismus pur. 2. Menschenrechte sind universell, unveräußerlich und unteilbar. Sie sind kein “nice to have” und wenn Frauen sie halt nicht haben, ist das eine Frage der “Kultur”. Nein! Was Sie hier betreiben, ist Kulturrelativismus in Vollendung. Frauen in Katar haben keine Bürgerrechte, können ohne Vormund keine Verträge abschließen, haben vor Gericht nicht dieselbe Stimme wie ein Mann. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Demokratie in Deutschland zu tun. Dazu passt auch Robert Habeck als Bittsteller beim Terrorscheich in Katar: “Die Bundesregierung will auf Erdgas von Kreml-Diktator Wladimir Putin (69) verzichten – und dafür Erdgas bei den Terror-Scheichs aus Katar (finanzieren u.a. Taliban) kaufen!” Wenn laStaempfli ausgerechnet die BILD-Zeitung zitieren muss, liegt die Welt in kollossaler Schieflage wenn es um Geschlechterapartheid geht, die vom grünen Wirtschaftsminister ignoriert wird. “Doch nur weil die Falschen das Richtige sagen, wird das Richtige dadurch nicht einfach falsch” (laStaempfli). Auch die TAZ hat Nachholbedarf in Sachen Menschenrechte führt die Rohnerin klug aus: Am 23.3. berichtet die TAZ über die “Bildungsmisere in Afghanistan – Höhere Mädchenschulen bleiben zu”. Liebe TAZ: Bundesländer, die in den letzten Jahren bei Pisa schlecht abgeschnitten haben, haben eine “Bildungsmisere”. Was wir in Afghanistan erleben, sind MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN der schrecklichsten Art: Die Taliban rauben Frauen und Mädchen WEIL SIE FRAUEN SIND ihre Zukunftschancen. Sie nehmen ihnen ihre Menschenrechte, sie unterdrücken und foltern aus FRAUENHASS. Die Podcastin findet: Die Presse muss ansprechen, was ist. Ihre Schönfärberei liest sich so, als käme sie direkt von der Pressestelle der Taliban. Es gibt eine Verbindung dieser Taliban-Meldung und dem WOKE-Movement. Ronja Maltzahn, deren Lied LIKE A WOLF entzückend zauberhaft ist mit einer Stimme, die direkt ins Herz spricht, wird auf TWITTER und BILD überall rumgereicht. Nun hat die Abteilung Fridays for Future Hannover in zwei antidemokratischen und sexistischen offenen Briefen Ronja Maltzahn ausgeladen. laStaempfli zitiert : “Wir wollen gerade in diesem globalen Streik auf ein antikolonialistisches und antirassistisches Narrativ setzen.” Erster, falscher Satz, so laStaempfli. Statt: “Wir bekämpfen Rassismus, indem wir Quoten für Minderheiten fordern, heisst es, “wir setzen auf andere Narrative” – sprich Image, Kleidung, Stil, Mode. “Es daher für uns nicht vertretbar ist, eine weisse Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben.” Zu Dreadlocks will sich laStaempfli nicht äussern, auch nicht über Aneignung, sondern über WEISSE FRAUEN. Die Nicht-Unterscheidung von Menschen in braune und weisse, diskriminiert Juden und weisse Frauen. Diese zwei Gruppen werden seit Jahrhunderten schickaniert, ermordet, vergast, in Pogromen entsorgt – siehe Afghanistan, Saudiarabien, Katar – und diese zwei Gruppen sollen nun unter Weisse wiederum so unsichtbar gemacht werden, dass man sie „ins Klo“ spülen kann, wie am wunderbaren Frauenturm von EMMA mit Graffiti aufgesprüht stand. WokoHaram meinte Florian Klenk vom Falter. Die linke Community schrie auf, dabei ist dieser Begriff perfekt: Es geht um Säuberungsprozesse, die von den Akademien und trumpistischen Medien vorangetrieben werden, mit Codes gefüttert sind und unsere Demokratien von innen her zerstören. #diepodcastin ist hier in BESTFORM. Erkenntnisse, Theorien, News werden neu eingeordnet und zugunsten der Demokratie sortiert. Es ist unerklärlich, weshalb die Journis meinen, zu #Dreadlocks irgendwelche SACHFREIEN, IGNORANTEN, in völliger Absenz von feministischen Jahrhundertpositionen, in Bibliotheken festgehalten, zu schreiben. Die WOKIES sind ein Problem, aber ein ganz anderes als dies die Rechten und die Journis meinen. Deshalb: Hört Frauen zu #LestFrauen, abonniert #diepodcastin zu Hunderttausenden & nominiert sie für den deutschen Podcastpreis und wählt sie für den #Grimmepreis. Links: – “Draußen vor der Tür” mit Kathrin Wehlisch in der Hauptrolle: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/draussen-vor-der-tuer – Thomas Müller:Menschenrechtsverletzungen in Katar nicht so schlimm (ab Sek 50): https://www.youtube.com/watch?v=KKU7KnxH5kA – Die TAZ über die “Bildungsmisere” (sic!) in Afghanistan: https://taz.de/Bildungsmisere-in-Afghanistan/!5840287/ -Ziegen sind besser als jede Feuerwehr https://magazin.nzz.ch/empfehlungen/ziegen-sind-besser-als-jede-feuerwehr-sagt-lani-malmberg-ld.1675116?reduced=true – Madleine Albright 1937-2022: 1937 als Marie Jana Korbelova in Prag geboren, während des Krieges in London, dann zurück in Prag, Flucht vor totalitären Kommunisten und Ankunft in den USA: Eine weibliche und jüdische Erfolgsgeschichte. Sie starb letzte Woche, #diepodcastin hätte sie noch gerne länger gehabt. DAS BILD zur Folge heute ist “Khalipha” 2021 by Zanele Muholi for #diepodcastin. laStaempfli is a collector of Muholi, ein Foto aus Katalog. Muholi ist einer der grössten zeitgenössischen Künstlerinnen, LBTQ Community, Antiapartheidskämpferin, Antikolonialistin durch Taten.
- #diepodcastin ist 100: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on Ukraine-Krieg, die Heldin Marina Owsjannikowa, Geflohene Frauen&Kinder, neue Genderhierarchien im Krieg, TAZ als Taliban-Flüsterer, Böhmermann, Frauenfleischverkauf "Eispende" & §219.19.03., 13:2619.03.2022, 13:2600:48:42
#diepodcastin ist 100: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on Ukraine-Krieg, die Heldin Marina Owsjannikowa, Geflohene Frauen&Kinder, neue Genderhierarchien im Krieg, TAZ als Taliben-Flüsterer, Böhmermann, Frauenfleischverkauf “Eispende” & §219. diepodcastin ist 100: Die gute Nachricht der Woche liegt auf der Hand: Dies ist die 100. Folge “Die Podcastin”! Seit 100 Folgen denken Politphilosophin Regula Stämpfli und Kulturwissenschaftlerin Isabel Rohner gemeinsam weiter, besprechen Themen konsequent aus feministischer Sicht und schauen Medien bei ihrer Berichterstattung auf die Finger. Dafür wurden sie auch 2022 für einen Grimme Online Award vorgeschlagen! Auf die nächsten 100! Und wer uns unterstützen will: Kauft unsere Bücher! Die Heldin der Woche, ja weit darüber hinaus, ist Marina Owsjannikowa. Ihre Aktion, in einer Nachrichtensendung im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg zu protestieren und die russische Propaganda offenzulegen, ist mehr als Mut: Es ist Zivilcourage, es ist Kampf um Demokratie und darum, sich selber respektieren zu können. Marina Owsjannikowa drohen dafür bis zu 15 Jahre Haft. Wir in den westlichen Demokratien und unsere Mediengewerkschaften sind aufgerufen, hier zu intervenieren. Schutzlinge statt Flüchtende: laStaempfli fragt die Rohnerin, diese sehr klug: “Sagen was ist” : Im Moment sind es Frauen und Kinder, die vor dem Angriffskrieg der Russen flüchten. laStaempfli zur Ikonografie des Krieges: Männer machen & erklären Krieg, Frauen werden bebildert, sind Opfer und falls Expertinnen, dann nur bei sog. Soft-Themen wie Diplomatie, Humanitärer Hilfe oder Friedensbewegung. diepodcastin ist sich einig: Dabei werden uns auch Soldatinnen, Kriegsberichterstatterinnen und Kriegshistorikerinnen WIRKLICH diesen Krieg für das 21. Jahrhundert beenden können und den Schutz der Demokratien garantieren. Sichtbarkeit ist wichtig. Die TAZ als Taliban-Flüsterer: berichtet fröhlich über Schulunterricht der Taliban, da diese offenbar gemerkt haben, dass es nicht mehr so gut ankommt, wenn ein weibliches Apartheitssystem im Westen besprochen wird: Die TAZ folgt zu Fuss: Frauenrechte unter den Taliban: Höhere Schule nun auch für Mädchen. laStaempfli vergleicht diese Schlagzeile mit einer Schlagzeile in den 1980ern: „Höhere Bildung für Schwarze. In Südafrika dürfen nun auch Schwarze alle Schularten besuchen. der Unterricht soll aber nach Hautfarbe getrennt werden.” – Die verantwortlichen Redakteure wären sofort entlassen worden. Doch bei Frauen und Mädchen gilt immer noch: Halb so schlimm. Da passt auch Böhmermann und dessen Sendung, deren Namen laStaempfli sich einfach nicht merken will, wenn sie sich massiv aufregt über die grenzenlose Frauenverachtung des ZDF Magazin Royale (egal, es heisst nicht so, doch laStaempfli beharrt auf das Recht, sich den Namen nicht merken zu müssen): Porno wird da verkauft als fröhlicher Zeitvertreib für Kinder, so normal wie Schokolade oder Kaffee. Auch hier gilt: Feministen wie Böhmermann fühlen sich von ihrer Frauen-Redaktionscrew unterstützt, wenn sie 200 Jahre Frauenschriften zu Pornografie und Erotik ignorieren. laStaempfli verweist auf Susan Neiman (nicht Martha Nussbaum) ÜBER DAS BÖSE. DORT WIRD allen Pornografen und Marquis de Sade-Fans klar: Hier geht es um explizite Frauenverachtung. Dies führt nahtlos in ein anderes Dossier von Frauenfleischverkauf: Die sogenannte EIZELLENSPENDE. laStaempfli kristallklar: Geschlecht als sozial konstruierte Kategorie darf nicht dazu führen, dass biologische Asymetrien und Ungleichheiten erzeugt werden und neue Hierarchien zwischen Männern und Frauen in der Reproduktionstechnologie etabliert werden. Die Rohnerin verweist auf die Relevanz von Sprache: An der Eizelle ist nichts eine Spende. Die Frauen werden über Wochen hinweg massiven Hormonbehandlungen ausgesetzt und dann in ihrem eigen Fleisch und Blut geerntet. Dies mit dem Samenspritzer bei Männern gleichzusetzen, ist ein weiteres Zeichen der postmodernen Beliebigkeit fehlgeleiteter Ideologinnen und -ideologen. Im SPIEGEL-Regierungsmonitorin ist Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf Rang 1 der beliebtesten MinisterInnen der deutschen Regierung. Auf dem letzten Platz liegt Bundesfrauenministerin Anne Spiegel. Sehr zu recht, findet die Rohnerin & laStaempfli sekundiert. Wo bleiben die Aussagen der Bundesfrauenministerin zu den geflohenen Frauen aus der Ukraine? Zu den Menschenhändlern und Zuhältern, die versuchen, die Frauen und Mädchen an den Bahnhöfen abzugreifen, zu versklaven und zu verkaufen? Wo bleiben die Warnungen? Wo bleiben die Aktivitäten, Prostitution SOFORT zu verbieten, um Frauen zu schützen? Der Rohnerin ist übrigens aufgefallen, dass das BMFSFJ bei seiner Selbstbeschreibung auf Twitter mal eben die Frauen komplett vergisst. Ist ja bei einem FRAUENministerium wahrscheinlich auch eher nebensächlich. Ironie off. §219: Am 9. März 2022 hat das Bundeskabinett in Deutschland beschlossen den unsäglichen, frauenverachtenden und ärztInnengefährdenden Paragrafen 219a aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Gut so! Die Rohnerin weist jedoch darauf hin, dass § 218 (Verbot von Abtreibungen) und § 219 (Regelung von Beratungen) weiterhin bestehen und Teil der Strafgesetzgebung bleiben. Die Podcastin ist sich einig: Abtreibungen müssen legal sein, sie müssen möglich sein. Und selbstverständlich sollten sie so selten wie nur möglich angewendet werden müssen. Die Paragrafen 218 und 219 müssen ersatzlos gestrichen werden! Links: SpiegelRegierungsmonitoring: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/annalena-baerbock-beliebteste-ampel-ministerin-christine-lambrecht-ganz-hinten-spiegel-regierungsmonitor-a-c0b11873-88bc-44cd-8f8a-e912dbe1c3c9 – Link zum deutschen Strafgesetzbuch. Wir empfehlen die Lektüre von 218 und 219: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__218.html – Deutsche Übersetzung des Videos von Marina Owsjannikowa: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.protest-gegen-ukraine-krieg-im-fernsehen-uebersetzung-zum-video-von-marina-owsjannikowa.e12d2c5e-963c-493f-823c-ad1c48eb5ae1.html – Susan Neiman, Über das Böse:,„Sein Angriff auf Gott übertrifft an Unerbittlichkeit alles Dagewesene“, so die Philosophin Susan Neiman in ihrem Buch „Das Böse denken“ (Suhrkamp Verlag, 2006, Seite 286). De Sades Werk (und sein Leben) können – wenn man denn sehr starke Nerven hat – Einsichten gewähren in die widerwärtigsten Aspekte und Abgründe der menschlichen Existenz. „Sade wollte, dass seine Leser (durch die geschilderte Flut von Schreckensbildern,CM) leiden“ (S. 259). „Für diesen Philosophen haben sogar deskriptive Schilderungen normative Kraft“ (S. 262). Und diese Beschreibungen sind fast immer ausführliche Darstellungen von Qualen und Leiden, die Herrenmenschen, Männer, gelegentlich auch Frauen (Juliette usw) unschuldigen Opfern der eigenen Lust wegen antun. De Sade kennt absolut kein Mitleid, keine Empathie; die Protagonisten seiner umfangreichen Texte töten und zerfleischen z.B. ihre eigenen Kinder, aus dem einzigen Grund, „ihre Orgasmen zu steigern“, betont Susan Neiman (ebd.). Dies passt zu den Pornovertreterinnen, die Gewalt, Ikonografie, Detailschilderungen, “Sie will was er will”, da das weibliche Geschlecht zum Angepassten Geschlecht gehört, nicht reflektieren wollen. – Embryo to Go: Kurzkolumne von Regula Stämpfli https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2015/05/Blick-18.5.2015.pdf
- #die podcastin freut & ärgert sich: Isabel Rohner und Regula Stämpfli freuen sich über Yoko Ono, Ethel Smyth, Hulda Zwingli, ärgern sich über die FAZ Frühjahrsliste mit Maennerquote, über Sichtbarkeit von Lesben - auch mit Maennerquote und analysiert #Weltverlust #DigitalerWandel #Frauenkörper #Frauenliteratur #Frauenpolitik= WELTTHEMEN.15.03., 06:4615.03.2022, 06:4600:42:46
#die podcastin freut & ärgert sich: Isabel Rohner und Regula Stämpfli freuen sich über Yoko Ono, Ethel Smyth, Hulda Zwingli, ärgern sich über die FAZ Frühjahrsliste mit Maennerquote, über Sichtbarkeit von Lesben – auch mit Maennerquote und analysiert #Weltverlust #DigitalerWandel #Frauenkörper #Frauenliteratur #Frauenpolitik= WELTTHEMEN. Hier nochmals vorab zur Erinnerung: SEXISMUS ist Enteignung. Wie die Rohnerin & laStaempfli auch in dieser Folge feststellen – die fehlende Sichtbarkeit von Frauen bedeutet nicht einfach Diskriminierung, das ist schlimm genug, sondern Enteignung. Den nicht-erwähntenFrauen wird aktiv die Möglichkeit genommen, Kapital zu schaffen. Die Podcastin beginnt mit zwei positiven Neuigkeiten: – Yoko Ono in Zürich: “This room moves at the same speed as the Clouds” Endlich. Nach sechs Jahren Maennerquote im #KunsthausZuerich dank #GuerillaGirlsSwitzerland, namely #HuldaZwingli gibt es sie wieder: Eine Einzelausstellung für eine dieser grossen Künstlerinnen. laStaempfli ist ausser sich vor Freude, die Rohnerin trocken: Well, hoffen wir doch, dass es nicht wieder sechs Jahre dauern wird. Allen sei hier nochmals der Account HuldaZwingli auf Instagram empfohlen. – Am 8. März 2022 hat die englische Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) in Woking (UK) eine Statue bekommen! Ethel Smyth war übrigens die erste Komponistin, von der eine Oper – “Der Wald” 1903 – in der Metropolitan Opera in New York aufgeführt wurde. Und sie blieb bis 2016 (!!!) die einzige. Erst dann zeigte die Met wieder eine Oper einer Frau: “L’Amour de loin” von Kaija Saarjaho. Wir haben in der Podcastin-Folge über Komponistinnen bereits einmal darüber gesprochen. Von diesen positiven Nachrichten ist das Feuilleton der FAZ leider meilenweit entfernt: die Rohnerin und laStaempfli müssen sich wirklich ärgern: Enteigung von Frauen auf allen Ebenen! Die Ankündigung ihrer Frühjahrsliteraturbeilage lässt das Schlimmste erwarten. Da werden 9 Rezensionen im Bereich Belletristik erwähnt – davon 1 Buch einer Frau. Da werden 9 Sachbücher vorbeworben – alle “natürlich” von Männern. Da werden 2 Übersetzungen hervorgehoben – von Büchern von Männern. Diese Ignoranz gegenüber Frauen kostet Frauen bares Geld. Und sie kostet die Verlage pures Geld, die mit Autorinnen zusammenarbeiten. Dieser Sexismus vernichtet Existenzen und beschneidet den Wissensdiskurs – so die Rohnerin & laStaempfli in dieser wichtigen Diskussion. Die Rohnerin erzählt: In Berlin wurde gerade zum dritten Mal der “Berliner Preis für Lesbische Sichtbarkeit” ausgelobt. Toll und wichtig, findet die Rohnerin! Lesbische Frauen brauchen mehr Sichtbarkeit! Denn allzu oft haben sie hinter männlichen Homosexuellen das Nachsehen, die medial weit mehr gepusht und unterstützt werden. Umso erstaunter war Isabel Rohner, als sie den Ausschreibungstext gelesen hat. Denn: Vorgeschlagen werden können dezidiert Lesben “unabhängig des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts”. Also können jetzt auch Männer Lesben sein? Aber soll es denn bei dem Preis nicht gerade darum gehen, diskriminierende Strukturen und Mechanismen zumindest ein Stück weit zu kompensieren, um besonders von Diskriminierung Betroffenen Sichtbarkeit zu verschaffen? Die Podcastin plädiert für mehr Klarheit. Isabel Rohner dazu: “Wer Lesben fördern will, soll auch tatsächlich Lesben fördern.” Wer u.a. engagierte Männer auszeichnen will, soll auch dies tun – aber nicht über Fördergelder für Lesben. laStaempfli ergänzt die kluge Rohnerin mit einer Suada über die digitale Transformation, deren ideologischer Inhalt von den Meisten immer noch nicht verstanden wird. Bild: laStaempfli ist zwar mittlerweile Nichtraucherin, aber bei diesem Bild überlegt sie es sich, wieder anzufangen – deshalb TRIGGERWARNUNG: Smoking gefährdet wirklich ihr Leben & sieht ab 50 nicht mehr so cool aus wie in diesem Bild inszeniert: Auch hier gilt Wirklichkeitsnähe – Frauen können ohne Zigarette ebenso cool aussehen. #diepodcastin hat dieses Bild gewählt, weil es zum sprechenden Denken zwischen Isabel Rohner & Regula Stämpfli auch mal extrem cool und powerig-erotisch passt: Fast nackt, schön, denkend, rauchend, nicht-reauchend, weiblich. Dazu kommt: – Alle Ethel Smyth und Yoko Ono-Bilder waren entweder zu klein oder zu urheberrechtlich geschützt, um für diese Folge aufgeführt werden können. Links: – Berliner Preis für Lesbische Sichtbarkeit: https://www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/lsbti/lesbische-sichtbarkeit/der-preis/ -https://www.kulturzueri.ch/db/veranstaltungen/yoko-ono-this-room-moves-at-the-same-speed-as-the-clouds Hier nochmals ein Reminder: Kauft die Bücher von Isabel Rohner & Regula Stämpfli https://diepodcastin.de/2022/03/05/diepodcastin-schreibt-selbst-geschichte-isabel-rohner-regula-stampfli-besprechen-ihre-eigenen-bucher-dies-ist-eine-wiederholung-der-sendung-von-weihnachten-back-the-12th-of-march/
- #diepodcastin über Krieg: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine mit dialogischen und technischen Erschütterungen der Rohnerin & der Stämpfli. Weiter Leihmutterschaft in der Ukraine, Ausbeutung in der immer noch legalen Prostitution des Bordells Europa, strategische Synthese von Geschlecht.12.03., 14:2812.03.2022, 14:2800:53:28
#diepodcastin über den Krieg: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine mit dialogischen und technischen Erschütterungen der Rohnerin & der Stämpfli. Weiter Leihmutterschaft in der Ukraine, Ausbeutung in der immer noch legalen Prostitution des Bordells Europa, strategische Synthese von Geschlecht. Die Rohnerin beginnt mit dem Auszug aus einem Gedicht von Hedwig Dohm (1831-1919), das diese mitten im Ersten Weltkrieg veröffentlicht hat (in Gänze nachzulesen u.a. in Rohners Dohm-Biografie “Spuren ins Jetzt”). Isabel Rohner reflektiert die Verletzlichkeit von Menschen und erinnert daran. laStaempfli zitiert in der Mitte der Sendung Hannah Arendt: “Sprechend und handelnd schalten wir uns in die Welt der Menschen ein, die existierte, bevor wir in sie geboren wurden. Diese Einschaltung ist wie eine zweite Geburt, in der wir die nackte Tatsache des Geborenseins bestätigen, gleichsam die Verantwortung dafür auf uns nehmen. Für Regula Stämpfli ergibt sich hier die militärische Strategie und die Sicherheitskonzeptionen für die westlichen Demokratien. Regula Stämpfli beginnt heftig mit Militärstrategie, mit Überlegungen der eigenen Haltung, die sich angesichts des Widerstandes der Ukrainerinnen und Ukrainer verändert hat: Die Militärhistorikerin, die laStaempfli neben der Politphilosophin auch ist, spricht sich für die Verteidigung der westlichen Demokratien aus. Damit auch Feministinnen dies besser verstehen, macht sie mit Putin, denn der Russlandkrieg nennt laStaempfli konsequenterweise Putinkrieg, also laStaempfli vergleicht Putin mit einem Stalker, der, wenn er nicht gestoppt wird, die Exfreundin mit hundertprozentiger Sicherheit ermorden wird. Femizide werden nicht durch Friedensaufrufe an Männer gestoppt, sondern durch die Polizei und durch die Ermächtigung von Frauen, durch Demokratie, Chancengleichheit, Sichtbarkeit und Durchbrechen der patriarchalen Frauenmord-Motive. Genau dies gilt auch auf internationaler Ebene. “Dieser Krieg findet statt, weil in den letzten Jahrzehnten Milliardengeschäfte mit globalen Stalkern gemacht wurden und gemacht werden.” Uneinig sind sich die Rohnerin und laStaempfli in der Reaktion, auch der militärischen und wirtschaftlichen Reaktion: laStaempfli plädiert für konsequenten humanitären Korridor mit westlichen Schutzflugzeugen, um die NoFlyZone zu ermöglichen, die Rohnerin warnt vor dem Nuklearkrieg, von dem laStaempfli meint, der werde vor allem als Putinpropaganda an die Wand gemalt. “Mourir pour Kiew”-Analogie. Die Diskussion ist spannend, laStaempfli dominiert etwas stark, weil sie so engagiert ist und entschuldigt sich im Nachhinein bei Isabel Rohner und den Hörerinnen dazu. Wie sieht der Ukrainekrieg in Deutschland aus? Als Wahlberlinerin ist es Isabel Rohner wichtig, auch über die ganz konkrete Situation der Frauen und ihrer Kinder zu sprechen, die gerade in Deutschland angekommen. Allein in Berlin sind das jeden Tag 10.000. Sie mussten von einem Tag auf den anderen ihre Leben, ihre Jobs, ihre Selbstständigkeit aufgeben und finden sich plötzlich in Abhängigkeit wieder. Wer Geld aus der Ukraine mitgebracht hat, stellt fest, dass die Wechselstuben die ukrainische Währung Hrywnja nicht akzeptieren. Viele Kreditkarten funktionieren nicht. Plötzlich ohne Geld da zu stehen, macht diese Frauen und ihre Kinder noch verletzlicher. Die Rohnerin lobt die große Hilfsbereitschaft von so vielen Menschen, Ehrenamtlichen, die sich gerade darum kümmern, dass die Geflohenen etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf haben. Aber es ist leider auch die Zeit der Menschenhändler, die versuchen, die Frauen gezielt in ihre Fänge zu bekommen, z.T. mit perfiden Methoden. Hier werden Frauen erneut Opfer der Prostitutionspolitik in Deutschland, das nicht umsonst das “Bordell Europas” genannt wird, denn in Deutschland ist Prostitution offiziell legal – was allerdings nicht heißt, dass die Frauen sich auch freiwillig prostituieren. Im Gegenteil: Sie tun es aus purer Not, aus Gewaltandrohung, aus Verzweiflung. Hier ist die Politik gefragt, sofort umzusteuern! Die Rohnerin dankt explizit Terre des Femmes Deutschland, die unermüdlich auf diese Missstände hinweisen. Auch über das Geschäft mit sogenannten ukrainischen “Leihmüttern” (was für ein Euphemismus! Die Podcastin spricht daher von “Fortpflanzungssklavinnen” und “Menschenfleischhandel”) sprechen Regula Stämpfli und Isabel Rohner. Sie sind entsetzt über die vielen frauenverachtenden und völlig unkritischen Berichte in Deutschland, das Frauen entmenschlicht und sie auf den Status trächtiger Kühe reduziert. laStaempfli fügt ganz unten den Originalartikel aus der Süddeutschen zum Thema an: Die frauenverachtende Diktion ist mittlerweile Usus, wenn es um Menschenfleischverkauf von weiblichen Menschen geht. Es ist unerträglich. Diese Folge zeigt: Krieg zerstört alles, manchmal auch die Gesprächkultur. Dazu kamen technische Verzögerungen, #diepodcastin entschuldigt sich dafür, weiss aber, dass die Folge wichtig ist für uns alle. Zur Bildauswahl: Die Sonnenblume ist das Symbol für die Ukraine: Der Blumenstraus als Symbol für die Demokratien. Links: – Interview vom SWR mit Inge Bell von Terre des Femmes über die Gefahr der Geflohenen, in die Fängen von Menschenhändlern zu geraten: https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/inge-bell-von-terre-des-femmes-ueber-die-gefahr-fuer-frauen-auf-der-flucht-aus-der-ukraine-100.html – Text von Hedwig Richter: https://www.zeit.de/kultur/2022-02/krieg-europa-ukraine-russland-demokratie – Das abscheuliche Interview von RND mit einer Agenturchefin für sogenannte “Leihmütter” bzw. Fortpflanzungssklavinnen: https://www.rnd.de/panorama/leihmutterschaft-boomt-in-der-ukraine-was-passiert-im-krieg-mit-den-frauen-und-babys-UNZSFICLM5GBHIOL26O6IEM5XU.html Unten der Originalartikel in der SZ. -strategische Synthese von Regula Stämpfli anhand historischer Beispiele: Männer werden im Krieg ermordet und morden: Frauen werden im Krieg gedemütigt, enteignet, vergewaltigt und bei siegreichem Gegner bis an ihr Lebensende unterworfen. Afghanistan nicht vergessen: Sanktionen gegen die Taliban unbedingt, denn hier werden Frauen und Mädchen tagtäglich dem islamistischen Krieg gegen alles Weibliche unterworfen. Dazu auch zum nachhören #diepodcastin zu den taliban. HIER DAS VÖLLIG FRAUENFEINDLICHSTE, DA VÖLLIG UNKRITISCHSTE INTERVIEW DER SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG VOM 7. MÄRZ 2022 sueddeutsche.de – 07. März 2022 11:41 Leihmütter in der Ukraine “Sie brechen am Telefon zusammen” Die Ukraine hat sich zu einem Zentrum für Leihmutterschaft entwickelt. Jetzt ist Krieg. Was passiert mit den schwangeren Frauen – und den neugeborenen Kindern? Ein Gespräch. Interview von Vera Schroeder Die Ukraine ist eines der wenigen Länder der Welt, in dem Leihmutterschaft nicht nur erlaubt ist, auch die Feststellung der rechtlichen Elternschaft der Wunscheltern ist unkompliziert – soweit sie heterosexuell und verheiratet sind. Deshalb hat sich das Land in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Zentrum für Leihmutterschaft entwickelt. Jetzt ist Krieg. Ein Telefongespräch mit Susan Kersch-Kibler, Gründerin der Agentur “Delivering Dreams”, die 25 Jahre in Kiew gelebt hat und nun von New Jersey aus ukrainische Tragemütter an meist kanadische oder US-amerikanische Paare mit Kinderwunsch vermittelt. SZ: Frau Kersch-Kibler, wie viele Leihmütter betreuen Sie mit Ihrer Agentur derzeit in der Ukraine? Susan Kersch-Kibler: Wir arbeiten mit 28 Leihmüttern zusammen, von denen derzeit 15 schwanger sind. Dazu kommen zwölf ukrainische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen meiner Agentur, mit denen ich täglich in Kontakt stehe. Wie geht es allen diesen Menschen und wo halten sie sich auf? Zehn meiner Mitarbeiterinnen und 14 schwangere Frauen sind, manche mit ihren Familien, in Apartments in der westukrainischen Stadt Lwiw, wohin wir sie schon Mitte Februar zum Großteil aus Kiew gebracht haben. Wir arbeiten schon lange auch mit einer Klinik in Lwiw zusammen, sodass die Frauen dort für den Moment medizinisch gut versorgt sind. Wir sind gesegnet, dass wir das so früh gemacht haben, auch wenn viele der Leihmütter das erst mal übertrieben fanden, genauso wie die Satellitentelefone, mit denen wir sie ausgestattet haben. Jetzt wäre es nicht mehr möglich, in Lwiw Wohnungen zu finden. Die ganze Stadt ist voller Menschen auf der Flucht. Und wo sind die anderen aus Ihrem Team? Zwei aus dem Mitarbeiterteam sind in Kiew geblieben, sie möchten ihre Stadt und ihr Zuhause beschützen. Verrückterweise arbeiten sie sogar noch. Ich telefoniere mit ihnen und dann gehen die Sirenen an und sie rufen mich später zurück. Eine Leihmutter ist aufgrund einer Risikoschwangerschaft nicht transportfähig und möchte auch nicht umziehen. Auch um die Leihmütter, die gerade nicht schwanger sind, versuche ich mich zu kümmern, aber es ist nicht leicht. Hatten Sie Kunden im Land, also Wunscheltern, die zum Beispiel bei der Geburt des Kindes dabei sein wollten, als der Krieg begann? Nein, ein Paar war bis ganz kurz vorher da. Sehr kompliziert ist es für die Wunscheltern der Kinder, die nun bald in Lwiw geboren werden. Es ist derzeit einigermaßen einfach, in die Ukraine hineinzukommen, aber sehr viel schwieriger, wieder herauszukommen. Wir wissen noch nicht, wie es gehen soll. Ihre Kunden haben keine Angst, in ein Land im Krieg zu reisen? Manche sind extrem verängstigt. Aber grundsätzlich sind unsere Kunden meist Menschen, die jahrelang sehr viel durchgemacht haben, Fehlgeburten, künstliche Befruchtungen, Trauer. Die wollen diese Kinder mehr als alles andere in der Welt. Manche von ihnen würden sterben, um sicherzugehen, dass diese Kinder sicher sind. Warum bringen Sie Ihre Leihmütter und das Team nicht über die Grenze, also nicht nur in eine andere Stadt, sondern in ein anderes Land? Wir würden das wahnsinnig gern tun. Aber die Frauen möchten nicht. Keine unserer Leihmütter möchte die Ukraine verlassen. Sie fühlen sich sicher in Lwiw. Ihre Männer dürfen nicht aus dem Land. Sie wollen ihre Familien nicht verlassen. Manche sagen, dass sie es sich überlegen, wenn die Gefahr weiter nach Westen zieht. Aber natürlich wissen wir nicht, was passieren wird. Je weiter die Schwangerschaften fortgeschritten sind, umso schwieriger wird es außerdem. Die Straßen sind nicht sicher. Dazu kommt die Kälte. Die langen Schlangen bei der Ausreise. Der Stress. Es ist extrem hart für alle. Machen Ihre Kunden Druck, dass die Tragemütter ins Ausland gebracht werden sollen? Die Situation ist kompliziert. In allen Ländern, die an die Ukraine angrenzen, ist Leihmutterschaft verboten. Das heißt, in den Geburtspapieren würden nicht die Wunscheltern als Eltern stehen, sondern die Leihmutter und im Zweifel ihr Mann. Allein in Tschechien wäre immerhin der Wunschvater der Vater. Aber Tschechien grenzt auch nicht direkt an die Ukraine. Wir lieben unsere Kunden. Aber im Moment muss ich sie vor allem bitten, Geduld und Verständnis zu haben. Unsere Leihmütter sind echte Menschen. Menschen im Krieg. Wir müssen an alle denken. Wie geht es den Leihmüttern psychisch? Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl unserer Leihmütter ist Resilienz. Aber diese Situation überfordert alle. Sie haben Angst. Um ihre Familien, ihr Zuhause, ihr Land. Sie brechen am Telefon zusammen. Ihre Familien sind übers ganze Land verstreut, aber man kann sich schlecht bewegen. Ein enger Freund einer Mitarbeiterin wurde gestern im Osten erschossen. Es ist grausam. Ich habe auch Angst. Die Ukraine ist ein Teil von mir. Ihr Sohn ist in der Ukraine geboren, Sie haben 25 Jahre dort gelebt und immer noch ein Haus nahe Kiew. Wann waren Sie zuletzt da? Im September. Und mein nächstes Flugticket ist für den 2. April gebucht. Wie geht es Ihnen persönlich? Wenn ich anfange, darüber nachzudenken, werde ich tagelang nutzlos heulen. Ich kann es nicht schultern. Also arbeite ich weiter. Ich konzentriere mich auf die Menschen, die was brauchen von mir, mein Team in der Ukraine, die Leihmütter und meine Kunden und ihr biologisches Material, das ja zum Teil auch in der Ukraine lagert. Außerdem versuche ich jenseits meiner eigenen Agentur, der Leihmütter-Community zu helfen und sie mit Wunscheltern auf der ganzen Welt zusammenzubringen, falls der Kontakt zu den ursprünglichen Wunscheltern nun wegen des Krieges abgebrochen ist. Manche Agenturen haben die Frauen einfach im Stich gelassen. Andere Agenturen in der Ukraine gehören direkt den Kliniken. Die können nicht so spontan den Ort wechseln, wie wir das konnten. Es herrscht Chaos. Es gibt viele Leihmütter an Orten, die nicht sicher sind. Wir versuchen zu helfen, aber es ist sehr schwer. Es ist eine Tragödie, die Situation. SZ
- #diepodcastin schreibt selbst Geschichte: Isabel Rohner & Regula Stämpfli besprechen ihre eigenen Bücher. Dies ist eine Wiederholung der Sendung von Weihnachten. Back the 12th of March.05.03., 08:5805.03.2022, 08:5800:57:11
#diepodcastin schreibt selbst Geschichte: Isabel Rohner & Regula Stämpfli besprechen ihre eigenen Bücher. Dies ist eine Wiederholung der Sendung von Weihnachten. Back the 12th of March. In den letzten eineinhalb Jahren haben LaStämpfli und die Rohnerin immer wieder über Bücher gesprochen und Bücher von Autorinnen (historischen und zeitgenössischen) vorgestellt. Nun wollten die beiden eine Folge ihren eigenen Büchern widmen. Eigentlich – denn das Konzept schmeißen sie direkt schon zu Beginn über den Haufen, wenn sie über Nicole Seiferts “Frauen Literatur” und Mithu M. Sanyals “Identitty” sprechen und ihre Kolleginnen Maja Göpel, Hedwig Richter, Christina von Braun und Shoshana Zuboff erwähnen. Dann aber gehts los: Gewohnt unterhaltsam, klug und überraschend unterhalten sich LaStämpfli und die Rohnerin über: – “Gretchens Rache” (Krimi von Isabel Rohner, Ulrike Helmer Verlag 2021), der neben “Schöner morden” und “Taugenixen” zur Krimi-Trilogie der Rohnerin gehört – und Isabel Rohner verrät, dass sie bereits an Band 4 arbeitet. laStaempfli liest ihre Rezension vor zu einer Krimitrilogie der klugen, witzigen, inspirierenden Isabel Rohner: Die Krimis gehören in jedes Büchergestell. Sie sind – für den Genre unüblich – auch immer wieder lesbar: Zweimal, dreimal und viermal: Sprachgeniale Dialoge gegen alltägliche sexistische Widrigkeiten. https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/ https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232 https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-sch%C3%B6ner-morden/#cc-m-product-14161429932 – “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” (Sachbuch von Regula Stämpfli, Münster Verlag 2018). LaStämpfli erklärt in diesem Buch virtuos, wie die Verletzung der menschlichen Würde in 140 Zeichen in den politischen Alltag eingreift und unsere Demokratien verändert. Trumpism ist eben nicht nur ein PHänomen der Ära Trump – sie ist zur Kommunikationsform geworden, die uns täglich begegnet. Das Buch – in Österreich übrigens längst ein Bestseller, nur die Schweiz und Deutschland hinken mal wieder hinterher – hilft uns zu verstehen, was in den letzten Jahren in der Politik und in der Medienberichterstattung passiert ist und sich jeden Tag weiter verschärfen kann, wenn wir nicht nachsteuern. Die Rohnerin findet: Ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen darf. – Die “Edition Hedwig Dohm” ist die erste kommentierte Gesamtausgabe der Werke der feministischen Pionierin Hedwig Dohm (1831-1919) und wird von der Historikerin Nikola Müller und Isabel Rohner herausgegeben. Wer also gerne originale Texte liest (Dohms Texte sind köstlich – und auch inhaltlich sind sie nach wie vor von erschreckender politischer Aktualität), ist hier genau richtig. Wer sich Dohms Leben lieber über ihre Biografie nähern möchte, dem und der sei “Spuren ins Jetzt – Hedwig Dohm, eine Biografie” empfohlen (Ulrike Helmer Verlag). Die Rohnerin erzählt darin Dohms Lebensgeschichte – und was das alles mit uns heute, im Jetzt, zu tun hat. https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-spuren-ins-jetzt/ www.hedwigdohm.de – “Sex, Katzen & Diäten – Die Kult-Kolumnen von Regula Stämpfli” ist der geniale Titel des nächsten Buches. Gerade erst erschienen – September 2021 in der Edition Königstuhl – umfasst dieses köstliche, geistreiche Buch alle Kolumnen, die Regula Stämpfli zwischen 2014 bis 2018 in der Baseler Zeitung BAZ veröffentlicht hat. Und wer nun denkt, Schweizer Kolumnen wären nichts für Leserinnen und Leser aus Österreich oder Deutschland, der/dem sei gesagt: Weit gefehlt! Diese kurzen Texte haben nichts an politischer Brisanz eingebüßt. Im Gegenteil: Viele Themen (Leihmutterschaft, Islam, Digitalisierung …) sind heute immer noch / wieder / endlich brandaktuell. LaStämpfli zeigt sich in diesem Buch als pointierte Kommentatorin des Zeitgeschehens, als humorvolle Beobachterin und messerscharfe Analytikerin. Die Rohnerin jedenfalls ist hell begeistert und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen! – Und last but not least sprechen die beiden auch nochmals über “50 Jahre Frauenstimmrecht – 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung”, herausgegeben von Isabel Rohner und Irène Schäppi, erschienen im Limmat Verlag. https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html #frauenlesen #laStaempfli #Rohnerin BILD COPYRIGHT VON REGULA STÄMPFLI: Sonia by Amoako Boafo. laStaempfli hat sich die Freiheit genommen, die tollen Frauenbiografien von der Rohnerin und von ihr selber, mal hier wieder aufzuführen. Wir wünschen Ihnen alle eine frohe Woche und kauft Bücher von Frauen – lesen eh, laach. CV:Dr.Isabel Rohner, Kulturwissenschaftlerin – bekannt aus Funk und Fernsehen und auf den Theaterbühnen der Welt. Geboren 1979 in St. Gallen (CH) 1989 habe ich den Kampf um das kantonale Frauenstimmrecht in Appenzell hautnah miterlebt. Das war meine früheste politische Erfahrung – und prägt mich bis heute. 1998-2004 Studium der Germanistik, Philosophie und Romanistik in Zürich und Köln; Entdeckung der Werke von Hedwig Dohm. Von 2005-2012 Lehrbeauftragte an der Justus-Liebig-Universität Gießen Von 2006-2008 wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Komparatistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen Seit 2006 Mitherausgeberin der Edition Hedwig Dohm (zusammen mit Nikola Müller; erscheint im trafo Verlag Berlin) 2007 Promotion zur Dr. phil. an der JLU Gießen über die Werkrezeption von Hedwig Dohm 2007-2010 Lehrbeauftragte für Neuere Deutsche Literatur an der Univerität Koblenz Seit 2010 Autorin und Herausgeberin im Ulrike Helmer Verlag, u.a.: “Spuren ins Jetzt. Hedwig Dohm, eine Biografie”, zwei Bände mit Zitaten von Frauen von der Antike bis heute (“Erfolg buchstabiert sich TUN” und “Männer fahren besser – mit Bus und Bahn”, zusammen mit Andreas Franken), “100 Jahre Frauenwahlrecht” 2008-2010 Referentin für Hochschulmarketing an einer staatlichen Universität 2010-2013 Referentin für politische Kommunikation an einer staatlichen Universität 2012-2013 Weiterbildung zur Politikmanagerin (Politikmanagement & Public Affairs, Quadriga Hochschule Berlin) Seit 2013 Referentin für Hochschulpolitik bei einem Spitzenverband der deutschen Wirtschaft Seit 2006: Über 180 Vorträge, Veranstaltungen, Lesungen, Theaterabende, Publikumsdiskussionen etc. über Hedwig Dohm und die Geschichte der Frauenbewegungen im gesamten deutschsprachigen Raum von Bozen bis Flensburg 2017 Herausgeberin “100 Jahre Frauenwahlrecht” (mit Rebecca Beerheide, Ulrike Helmer Verlag) 2019 Erster feministischer Kicher-Krimi “Schöner morden” (Ulrike Helmer Verlag) 2020 Start des Podcasts “Die Podcastin – der feministische Wochenrückblick mit Isabel Rohner und Regula Stämpfli” 2020 Zweiter feministischer Kicher-Krimi “Taugenixen” (Ulrike Helmer Verlag) 2020 Herausgeberin “50 Jahre Frauenstimmrecht” (mit Irène Schäppi, Limmat Verlag) 2021 “Gretchens Rache” (Ulrike Helmer Verlag) WEBSEITEN VON ISABEL ROHNER: www.hedwigdohm.de www.diepodcastin.de @rohnerin TWITTER @rohnerin INSTAGRAM CV Regula Stämpfli, laStaempfli, Regula Staempfli- bekannt aus Funk und Fernsehen. Politphilosophin, Code-Analystin avant la lettre. Regula Stämpfli, Dr.phil. leitet die Hannah Arendt Lectures an der HSG. Sie schreibt regelmäßig Beiträge für die NZZ, das Kulturmagazin “ensuite”, Die Weltwoche, Kleinreport u.a., war über sieben Jahre Kolumnistin bei der Basler Zeitung sowie BlickamAbend, fünf Jahre Morgenshowkolumnistin bei Radio 1 in Zürich. Sie hostet mehrere Podcasts, u.a. den wöchentlichen Medienrückblick #diepodcastin zusammen mit Dr. Isabel Rohner. Für die Kunstvermittlungs- und Kunsthandelsfirma artcare in Österreich leitet sie den Podcast „artisapieceofcake“ und ist seit 2021 im Kuratorinnenteam für “Female Art Auction”. Sie leitet seit 1995 eine eigene Firma, amtierte von 2005 bis 2014 als Intendantin für das „International Forum for Design IFG“ in Ulm, war bis 2013 im Hochschulrat der Fachhochschulen Köln tätig und amtierte bis 2012 als Leiterin Politik der Schweizer Journalistenschule. Stämpfli ist bis unabhängige Expertin bei der EU-Kommission, im Vorstand der Mediengewerkschaft syndicom, Mitglied von TdF Deutschland, der Medienfrauen Österreich, im Vorstand der internationalen Vereinigung “Stopp-Leihmutterschaft” und swissfuture – der Vereinigung für Zukunftsforschung. laStaempfli – so ihr TWITTER-Name wurde 2021 von CH Media unter die zehn wichtigsten Intellektuellen der Schweiz gelistet und 2016 unter die hundert einflussreichsten Business-Women aufgeführt. Ihre Bestseller „Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt“ 2018 sowie „Die Vermessung der Frau“2013 und “Die Macht des richtigen Friseurs” (Mit Hannah Arendt durch den politischen Alltag) machten sie zur Code-Philosophin avant la lettre. Als 9jährige verfasste sie eine Streitschrift zur späten Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz, als Studentin liebäugelte sie mit dem Beruf der Flamencotänzerin, sie ist liebende Mutter von drei erwachsenen Kindern, passionierte Altgriechin und publiziert neben deutsch auch auf englisch, französisch und italienisch. Webseiten: www.regulastaempfli.eu www.artisapieceofcake.art www.diepodcastin.de www.ta-swiss-futurepodcast.online www.lieberichalsperfekt.com vermessenleaks facebook @laStaempfli TWITTER @regulastaempfli INSTAGRAM
- #diepodcastin on #MedizinToo: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Berlinale, die iranische Demokratin Masih Alinejad, den Karneval mit Frauenausschluss, Fehlerkultur, Bundestagsdebatte zur Frauenpolitik & MedizinToo in der Schweiz.26.02., 07:5726.02.2022, 07:5700:42:36
#diepodcastin on #MedizinToo: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Berlinale, die iranische Demokratin Masih Alinejad, den Karneval mit Frauenausschluss, Fehlerkultur, Bundestagsdebatte zur Frauenpolitik & MedizinToo in der Schweiz. Die Rohnerin beginnt mit einer schönen Nachricht: Die diesjährige Berlinale ist mit vielen Preisen für Frauen zu Ende gegangen. Meltem Kaptan, Carla Simón, Claire Denis, Laura Basuki, Kurdwin Ayub, Mitra Farahani, Anastasia Veber, Sanna Lenken, Clare Weiskopf – sie alle wurden ausgezeichnet! Glaubte man der Medienberichterstattung, hätte man fast den Eindruck bekommen können, dass ALLE Preise dieses Jahr an Frauen gegangen sind. Das war nicht so – die Verteilung 75 % Frauen & 25 % Männer kennen wir halt sonst nur umgekehrt. Medienkritik. In den USA selbstverständlich, in Deutschland Cancel-Kultur. Isabel Rohner und Regula Stämpfli haben Kevin Brühlmann wegen seinem antisemitischen und antifeministischen Artikel zu Sonja Rueff-Frenkel harsch auseinandergenommen. Nun hat die Chefredaktion den Journalisten entlassen. Das ist selbstverständlich nicht Sinn der Sache, sondern Medienkritik ist dazu da, den Qualitätsjournalismus zu erhöhen. Deshalb hat der Tagesanzeiger ja auch die Chance verpasst, die Podcastin zu übernehmen. Das wäre echte Fehlerkultur gewesen. Stattdessen hat die Redaktion “TagesAnzeigerin”, Konzept von #diepodcastin übernommen, ohne Isabel Rohner & Regula Stämpfli Credits zu geben: Sagt alles aus über Fehlerkultur & Solidarität unter Frauen & Relevanz Frauenthemen. laStaempfli berichtet über ihren Freund Kacem El Ghazzali, der die iranische Journalistin und Regimekritikerin Masih Alinejad – 7 Millionen Follower – getroffen hat und für die NZZ porträrtiert & interviewt.#diepodcastin dankt und empfiehlt dies allen Kulturrelativistinnen, die immer noch meinen, im Hijab sei die Befreiung der Frauen und die viel zuviel Aufmerksamkeit von den Medien kriegen. Wegen Alinejads Engagement wollte der iranische Geheimdienst sie entführen lassen und den Medien als Geständige vorführen: Wo bleiben da die Hijab-Propagandistinnen im Westen? “Westliche Feministinnen und Politikerinnen haben uns im Stich gelassen” – hier das geniale Interview: https://www.nzz.ch/feuilleton/masih-alinejad-eine-journalistin-gegen-mullahs-und-naive-gruene-ld.1669856 Die Rohnerin bringt wie schon letztes Jahr den Kölner Karneval & die Exklusion von Frauen: Dass auch noch 2022 in ca. einem Duzend der mächtigen Karnevalsvereine in Köln Frauen, WEIL SIE FRAUEN SIND, ausschliessen, ist ein Skandal. Dabei werden just in Karnevalsvereinen wie den Roten Funken oder den Blauen Funken Macht, Geld und Posten verteilt. Frauen als Mitglieder auszuschließen, heißt, ihnen Zugang zu Einfluss und Geld zu verweigern, heißt, sie zu enteignen, wie dies Isabel Rohner & Regula Stämpfli als Theorie formuliert haben. #diepodcastin fordert, diesen Vereinen unverzüglich die Gemeinnützigkeit zu entziehen. laStaempfli kommt nicht dazu, anzufügen, dass die Geschichte von diesen Vereinen meist auch erfunden sind & Frauen erst seit der Aufklärung ausgeschlossen werden. Immerhin: Die Karnevalsgesellschaft “Die Große von 1823” hat im September 2021 nach fast 200 Jahren Bestehen ihre Satzung geändert. Ab sofort können auch Frauen hier Mitglied werden. Die Podcastin findet: Das kommt verdammt spät, muss aber sofort auch von den restlichen frauenfreien Vereinen umgesetzt werden! #diepodcastin hört mit Entsetzen dem niedrigen Niveau der Bundestagsdebatte vom 17. Februar zum internationalen Frauentag zu. Es wurde viel Richtiges, aber auch immer dasselbe erwähnt & die AfD kaperte die Agenda. Die Debatte manifestiert alles, was in Deutschland nicht funktioniert punkto Gleichstellung und Demokratie: Wenig Wissen, viele Meinungen & Missachtung der riesigen Bibliotheken von und über die Demokratie, Gleichstellung und politische Partizipation. Tr wurde von den Rednerinnen vieles Richtiges angesprochen und auch die üblichen Handlungsfelder benannt – aber das kann dem Anspruch an die Legislative und die Exekutive des Staates nicht genügen! Genug Allgemeinplätze, die seit über 200 Jahren bekannt sind. laStaempfli stellte auch den Trumpism fest – die AfD kaperte die Debatte, die social media machten eifrig mit. Statt sich um die seit Jahrzehnten verschleppte umsetzung von Art. 3 unseres Grundgesetzes zu kümmern (“Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”) und sich konkret zu fragen, was das für Altersarmut, Gender Pay Gap, Corona-Politik, Gewalt gegen Frauen, fehlende Repräsentanz in Medien und Politik etc. bedeutet, wird die Debatte um biologische Identität, die bei Transfrauen im Vordergrund stehen soll und bei Frauen aber unsichtbar werden soll, aufgeplustert. #diepodcastin ist entsetzt. Das Entsetzen geht weiter: In der Schweiz gibt es MedizinT00:Der TagesAnzeiger hat verdienstvollerweise – seht, einige Redaktionsmitglieder können auch anders – eine grosse Umfrage zu Machtmissbrauch, sexuelle Belästigung & Übergriffe an Schweizer Spitälern – mehrheitlich deutsch – lanciert. Die Befunde sind überwältigend, das Medienecho absolut beschämend. Kein Club, keine Arena, kein Bericht in der Süddeutschen Zeitung, nichts. Es ist als ob MeToo nur dann medial betrachtet wird, wenn die Übergriffe im Ausland stattfinden. siehe dazu die Studie https://www.tagesanzeiger.ch/ich-intubiere-dich-in-alle-loecher-wie-aerztinnen-sexuell-belaestigt-werden-329479084932 #diepodcastin hat sich für den Deutschen Podcastpreis beworben und ist für den Grimme-Preis nomminiert: Bitte unterstützen. Wir haben soviele Followerinnen & werden trotzdem via Codes, Trends & Hashtags aufgrund des GenderGaps in den sozialen Medien diskriminiert.
- Angela Merkel - Im Lauf der Zeit. #diepodcastin zu einer sehr sehenswerten Doku über die Politikerin und den politischen Menschen Merkel. Isabel Rohner & Regula Stämpfli im Gespräch zum Film.19.02., 12:1319.02.2022, 12:1300:32:10
Angela Merkel – Im Lauf der Zeit. #diepodcastin zu einer sehr sehenswerten Doku über die Politikerin und den politischen Menschen Merkel. Isabel Rohner & Regula Stämpfli im Gespräch zum Film. Die Physikerin Dr. Angela Merkel war 16 Jahre lang die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Sie war die erste Frau in diesem Amt – und die erst Person, die selbstbestimmt aufgehört und kein weiteres Mal zur Bundestagswahl angetreten ist. ANGELA MERKEL – IM LAUF DER ZEIT. Regula Stämpfli und Isabel Rohner finden: Sehr zu empfehlen – und haben natürlich zahlreiche Ideen und Vorschläge für Teil 2. Ausstrahlung am 22. Februar auf ARTE, ab 27. Februar im Ersten, sowie ab zwei Tage vor Ausstrahlung in den jeweiligen Mediatheken. Link siehe https://www.arte.tv/de/videos/058922-000-F/angela-merkel-im-lauf-der-zeit/ Regie: Torsten Körner, Produzent: Leopold Hoesch, Eine Produktion von BROADVIEW Pictures und MDR in Zusammenarbeit mit ARTE MitAngela Merkel, Barack Obama, Ursula von der Leyen, Christine Lagarde, Theresa May, Aydan Özuğuz, Melanie Brinkmann, Jutta Allmendinger, Herfried Münkler, Naika Foroutan, Aminata Touré, Luisa Neubauer, Ulrich Matthes, Carla Produktion gefördert durch Film- und Medienstiftung NRW Nochmals Daten: Ab dem 20.2. auf ARTE und ARD; im TV: 22.2. auf ARTE, 27.2. ARD, 6.3. MRD. Links: Regula Stämpfli zu Angela Merkel : “Macht durch Anpassung” siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2018/07/Merkel.pdf Website: www.angelamerkel-film.com
- #diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über "junge Dame" Annalena Baerbock, mit inhaltlicher Kritik an der Aussenministerin Stichwort Israelbesuch, über den Talibanbesuch in der Schweiz, die neue Studie der malisa-Stiftung und böse Frauenfiguren.12.02., 12:5312.02.2022, 12:5300:46:00
#diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über “junge Dame” Annalena Baerbock, mit inhaltlicher Kritik an der Aussenministerin Stichwort Israelbesuch, über den Talibanbesuch in der Schweiz, die neue Studie der malisa-Stiftung und böse Frauenfiguren. Isabel Rohner und Regula Stämpfli diskutieren zu Beginn das Eingangszitat: Ist das Leben “wie vorgestern” wirklich so schlimm & hat sich nicht manchmal die Gleichstellung von Frauen in den Rückwärtsgang gelegt? laStaempfli bringt zunächst “good news”: Die verstorbene Ikone und Neu-Erfinderin des Tanztheaters, Pina Bausch kann mit Tuasenden Fotos und Videos ihrer Inszenierungen nacherlebt werden: pinabausch.org – wunderbar. Dann kommen wir mit der Rohnerin zur goldenen Schrumpelgurke der Woche: Der mehrfach ausgezeichnete Journalist Christoph von Marschall war diese Woche im Morgenmagazin zu Gast und sollte dort ein Foto von Außenministerin Baerbock an der ukrainischen Frontlinie beschreiben. Er tat dies denkbar entlarvend: “diese junge Dame, die unsere Außenministerin ist”. Die Rohnerin findet: Erneut ein Beispiel dafür, dass insbesondere männlichen Journalisten die Sprache fehlt, wenn es um Frauen bzw. in diesem Fall um machtvolle Frauen geht. Oder haben Sie schon mal mitbekommen, dass von Jens Spahn oder Christian Lindner von “dieser junge Herr, der unser Gesundheits- bzw. Finanzminister ist” gesprochen wurde? Kein Zufall. laStämpfli weist klug darauf hin, dass es hier einzig um die Sprache geht und nicht um die Bewertung der politischen Arbeit der Außenministerin. Da gibt es, gerade mit Blick auf Ihre Besuche im Nahen Osten und ihre Twitterei nach ihrem Besuch bei Mahmud Abbas durchaus viele Punkte, die kritisiert werden müssen. Dies führt zum dunklen Teil dieser Folge, in der laStaempfli unter anderem auch die fehlende Sprache bezüglich Islamismus-Beurteilung von Taliban oder auch den Massenmördern in Paris geht: Es ist nicht einzusehen, wie MeToo in den westlichen Demokratien zu recht ein grosses Thema ist, gleichzeitig bei allen islamistischen Regimes so getan wird als gäbe es keinen Antisemitismus & Antifeminismus – diese Leerstellen schmerzen, ebenso wie der Auftritt der Aussenministerin in Palästina, gelinde gesagt, unglücklich war in laStaempflis Augen. Der Übergang fällt der #diepodcastin schwer, doch sie schaffen es aus den Abgründen des industriellen Massenmordes damals und der Frauenvernichtungsregimes heute in der Medienkritik von heute anzukommen: Die Rohnerin berichtet über die neueste Studie der Malisa-Stiftung in Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Elizabeth Prommer von der Uni Rostock zur Repräsentanz von Frauen im deutschen Film. Die positive Nachricht: Seit der letzten Untersuchung ist die Repräsentanz von Frauen um 5 % gestiegen. Bei “zentralen Rollen” liegen Männer und Frauen inzwischen fast gleich auf (53 % Männer vrs. 47 % Frauen). Die schlechte Nachricht: Frauen werden nach wie vor vor allem jung, schlank und als Partnerin eines Mannes inszeniert. Während Männerfiguren erkennbare Berufe oder Hobbys haben, auch mal übergewichtig sein dürfen und auch mit über 50 noch präsent sind, fehlt diese Vielfalt bei Frauen komplett. Und je älter Frauen werden, umso mehr muss man sie auf den Leinwänden suchen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli verweisen gerne auf den hervorragenden Artikel, den Silke Burmester hierzu auf zeit-online veröffentlicht hat (Link unten). Wir wollen viel mehr Vielfalt an Frauenfiguren! Das Bild zur Folge stammt aus der Ausstellung im schweizerischen Nationalmuseum: Menschen – in Stein gemeisselt: Eine über sechstausendjahrealte Frauenfigur, fotografiert von laStaempfli. Sichtbarkeit der Frauen – wunderbar, schon vor Tausenden von Jahren. Links: – Malisa-Studie in Kooperation mit der Uni Rostock: https://malisastiftung.org/frauen-auf-der-leinwand-jung-schlank-partnerin/ – Text von Silke Burmester über die Altersdiskriminierung von Frauen in der DIE ZEIT Altersdiskriminierung im Fernsehen. Leider funktioniert der Link hier nicht. Wir fügen ihn später mal bei. – Silke Burmesters Onlinemagazin Palais Fluxx: https://palais-fluxx.de/about/ -Regula Stämpfli über das Unvermögen, über Taliban und andere Frauenhasser zu berichten, siehe Kleinreport, www.regulastaempfli.eu
- #diepodcastin über Männer: Cicero, "Augen zu", Frida Kahlo, "Elena Ferrante" again!, diesmal bei Netflix. Welcome bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick.05.02., 14:0405.02.2022, 14:0400:48:46
#diepodcastin über Männer: Cicero, “Augen zu”, Frida Kahlo, “Elena Ferrante” again!, diesmal bei Netflix. Welcome bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick. laStaempfli hat schon auf TWITTER, im KleinReport, nun auch in #diepodcastin das CICERO-Rating des gleichnamigen Polit-Magazin analysiert & kritisiert. Aufgrund der Quellen macht sie fest: Unter den ersten 100 grad mal elf Frauen, die Rohnerin korrigiert live: Es sind 15 Frauen. So oder so: Die Männerquote hier über 80 Prozent. Die strukturell frauenfeindliche Medienszene wiederholt sich im Rating: Codes reproduzieren in Algorithmen gepackte Vorurteile, automatisieren den strukturellen Sexismus in den Medien und erstellen dann Best of -Listen. Die Rohnerin doppelt nach: Ist die Liste nun eine zu Meinungsmachern oder Intellektuellen? Hier gibt es “blind spots”. Hätte die Liste “500 wichtigste Medienmacher” geheissen, wäre sie präziser punkto Macht, Medien & Rating gewesen. #diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Medienbias allgemein – anlässlich der Spiegel-Auswertung der letzten 75 Jahre: 90 Prozent Männer, der Rest eben der Rest. Ab und an gibt es 20-30 Prozent Frauenanteil, je nach Thema, doch selbst 2021 sieht die Bilanz bitter aus. die Rohnerin als Tipp an die Chefredaktionen:Interviewt, zitiert, lest, befragt mehr Frauen und macht sie sichtbar. laStaempfli hätte hier weiter mit Prostitution, Wirtschaftskrimi und Männermacht weiterfahren wollen, doch es kam anders: Anhand eines Männerpodcasts erklärt die Rohnerin die Sprachlosigkeit gegenüber Frauen. Der “Kunstpodcast”: Giovanni di Lorenzo und Florian Illies hat die Bühne. Nach Folgen über Klimt, Modigliani, Vermeer, Christo und Jeanne-Claude, Hopper, Van Gogh, Picasso, Friedrich und Modersohn-Becker haben sie sich in ihrem letzten Streich Kahlo gewidmet. Schon die Überschrift ließ bereits Schlimmes erwarten: “Frida Kahlo – warum nur ist sie die berühmteste Künstlerin der Welt?” – und regte die sozialen Medien zu köstlichen Repliken an: “Marie Curie – verstand sie wirklich etwas von Chemie?”. Die Rohnerin hat sich die Zeit genommen, sich das Gespräch der beiden führenden Intellektuellen anzuhören – und ist enttäuscht: In dem “Kunstpodcast” ging es nicht wirklich um Kahlos Kunst. Die beiden Hosts erzählten sich gegenseitig Kahlos Leben – und immer wenn es um die Männer ging, wurden ihre Beschreibungen plötzlich auffallend eloquent. Ging es aber um Kahlos Kunst, ihr Werk, ihr Schaffen, ihre Einordnung, scheint auch diesen Meinungsmachern seltsam die Sprache zu fehlen. Dem Unbehagen von laStaempfli, dem Männerpodcast soviel Raum zu geben, folgt einem kurzen Statement zum Wirtschaftsprozess: Finanzmarkt und Menschenhandel sind eng verschränkt, dazu bräuchte es viel mehr Berichterstattung. Dann folgt ein Filmtipp der Rohnerin, der laStaempfli wieder seufzen lässt – in einer nächsten Folge MUSS MUTTERSCHAFT wohl ganz diametral anders von #diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli besprochen werden. Es geht um “Frau im Dunkeln” auf Netflix, eine Verfilmung eines Romans von Elena Ferrante (regelmäßige “Die Podcastin”-Hörerinnen und -Hörer wissen, was dieser Name für die Diskussion bedeutet…!). Regie und Drehbuch: Maggie Gyllenhaal, Hauptrolle Oscarpreisträgerin Olivia Colman. laStaempfli verspricht, diesen Film aufmerksam zu gucken. Die These der Rohnerin, dass Frauenfilme strenger beurteilt werden, obwohl es doch weniger davon gibt, ist zutreffend, aber nicht für laStaempfli, die Frauenfilme liebt, bei Mutterkritiken aber höchst sensibel reagiert. #diepodcastin über Malerinnen zum nachhören übrigens. Nicht verpassen. Folgenbild ist da von Lotte Laserstein. Das Bild zur Folge ist Bella Hadid mit der goldenen Lunge, weil #diepodcastin für alle deutschsprachigen Frauen jede Woche feministische Luft und neues Atmen ermöglicht. Links: – Regula Stämpfli im “Klein Report” über die Männerquote des Cicero-Rankings: http://www.kleinreport.ch/news/mannerquote-regiert-ciceros-intellektuellen-liste-98803/ Quelle der 11 Frauen war EMMA:https://www.emma.de/artikel/intellektuellen-ranking-1-von-10-eine-frau-339199 und laStaempfli wäre froh gewesen, die Rohnerin hätte sie frührer auf die Fehler hingewiesen. – Podcast “Augen zu” von Giovanni di Lorenzo und Florian Illies: https://www.zeit.de/kultur/2022-02/frida-kahlo-malerin-feminismus-mexiko-kunstpodcast -laStaempfli sofort als KONTRA ZU DIE LORENZO UND ILLIES DIE WUNDERBAREN FILME VON FRAUEN ÜBER FRIDA KAHLO siehe FRIDA und die tausend Bücher von Frauen über Künstlerinnen u.a. Great Women Artists. – “Frau im Dunkeln”: https://www.netflix.com/de/title/81478910 -Grundsatzpapier von Regula Stämpfli zu Codes siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf – Ebenso politisches Denken in SEX; KATZEN UND DIÄTEN von Regula Stämpfli und punkto Medienzirkus der beste Krimi von Isabel Rohner: Gretchens Rache.
- #diepodcastin hochpolitisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über codierte Automatisierung, Wannsee-Konferenz Film & Deliberation, Sonja Rueff-Frenkel im TagesAnzeiger: Antisemitismus & Antifeminismus combined.29.01., 19:4429.01.2022, 19:4400:49:51
#diepodcastin hochpolitisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über codierte Automatisierung, Wannsee-Konferenz Film & Deliberation, Sonja Rueff-Frenkel im TagesAnzeiger: Antisemitismus & Antifeminismus combined. Zitat zu Beginn von Fran Ross. Buchtipp: OREO; übersetzt von Pieke Biermann, die den Übersetzerinnenpreis 2020 in Leipzig gekriegt hat. Die Rohnerin ist bei ihrer täglichen Zeitungslektüre auf den Text “Ich empfehle Nietzsche” von Johannes Soltau (Tagesspiegel) gestoßen: Soltau führt ein Interview mit GPT3, einem Textgenerator, also einer sogenannten “Künstlichen Intelligenz” – ein Text, der auf verschiedenen Ebenen hoch interessant ist. Zum einen verdeutlicht er einem größeren Publikum, wie weit die bestehenden Textgeneratoren sind und dass sie inzwischen problemlos den sogenannten “Turing-Test” bestehen, LeserInnen also nicht mehr feststellen können, ob ein Text von einem Menschen oder einem Computer stammt. Gleichzeitig zeigt Soltau, wie sehr Computer in männlichen Dimensionen zu agieren lernen – weil die Personen, die sie füttern bzw. mit ihnen Interviews führen, in männlichen Dimensionen denken. Die Rohnerin führt klug aus: Auf Soltaus Fragen an die Maschine, “von welchem Autor” das Programm am meisten gelernt habe und “mit welchem Schriftsteller” es sich ehesten vergleiche, antwortet der Computer ausschließlich mit Männernamen. Es wäre interessant gewesen, welche Namen gekommen wären, hätte der Interviewer auch nach Autorinnen und Schriftstellerinnen gefragt – oder nach beidem. So wird das generische Maskulinum (wenn es denn eines war…) als biologisches verstanden. So männlich die Sprachwelt ist, so männlich bleibt die Welt, die Computer uns zurückspiegeln. Zwar fragt Soltau nach der Diskriminierung von Frauen und, ja, auch davon hat der Computer bereits gehört. Doch durch die reine Thematisierung von Diskriminierung ändert sich der Lernkanon nicht. Er bleibt männlich. Nur um Diskriminierung zu wissen, reicht eben nicht aus, um die Welt zu verändern. laStaempfli verweist auf die automatisierte Repetition und Rechensysteme, die fälschlicherweise “Intelligenz” genannt werden. Aus laStaempflis Artikel zu den Datenlöchern: “Democracy Data Gaps sind algorithmische Leerstellen, die für riesige demokratiefeindliche und sexistische Datenlöcher verantwortlich sind.” Unten die Links zu Podcasts und Artikel. Die Rohnerin empfiehlt den Hörerinnen und Hörern die Verfilmung von “Die Wannsee-Konferenz”. Hier entwickelt sich ein famoses Streitgespräch zwischen den beiden Podcastin-Macherinnen. Lernen wir, indem Täter visualisert werden – oder werden sie genau dadurch entweder verharmlost oder aufs Heldenpodest gehoben? Bildet euch selber eure Meinung! laStaempfli argumentiert mit dem falschen Fokus auf die Täter. Nicht das “wir handeln demokratisch” steht im Vordergrund solcher Inszenierungen, sondern episodische, schnittige Uniformen, die ein Gruseln verursachen. So löst sich die Welt in Einzelphänomene und falsche Bilder auf, die im Laufe der Zeit immer mehr zu erzählerischen Naonteilchen mutieren. laStaempfli liefert hier das Zitat von Imre Kértesz aus ihrem Buch von 2007: “Imre Kertész erklärt in seinem Vortrag WEM GEHÖRT AUSCHWITZ, wie wichtige historische Zusammenhänge verkehrt werden, nur um einer ahistorischen Live-Gesellschaft der erinnerungslosen Moderne anheim zu fallen. “Inzwischen leben wir inmitten von dinosaurierhaften Spielberg-Kitsch” (…) Warum soll ich als Überlebender des Holocaust und im Besitz werer Erfahrungen des Terrors mich darüber freuen, dass immer mehr Menschen diese Erfahrung auf der Leinwand sehen – und zwar verfälscht? Das Konzentrationslager ist ausschliesslich in Form von Literatur vorstellbar, als Realität nicht. Auch nicht – und sogar dann am wenigsten -, wenn wir es erleben.” S. 126 aus Der Macht des richtigen Friseurs. Antisemitismus und Antifeminismus sind ideologisch und historisch und gegenwärtig eng verschränkt…. hier das Beispiel des unglaubliches Porträts von Sonja Rueff-Frenkel im TagesAnzeiger. und im Übrigen fordern wir die Abschaffung der Männerquote! Das Bild zur heutigen Episode stammt von Sarah Hauber, fotografiert von laStaempfli anlässlich der MOST WANTED FEMALE ART AUCTION im März 2021. KORRIGENDA1: laStaempfli behauptet in der Hitze des Gefechts, der Onkel von Mauch sei ein Bührle gewesen: Nein. Er hat den Bührle-Konzern nur während langer Jahre geleitet. Dies nur im Hinblick auf die Tatsache, dass eine links-grüne Stadtregierung einen Millionen-Kunstbunker für einen Rüstungskonzern mit “umstrittener” Vergangenheit errichten liess. KORRIGENDA2: Es sind nicht Kantonswahlen Zürich, sondern Stadt- und Gemeinderatswahlen Zürich. Links: – Der Artikel von Johannes Soltau “Ich empfehle Nietzsche” (Interview mit GPT3) ist aktuell nicht online einsehbar. – Verfilmung “Die Wannsee-Konferenz” von Matti Geschonnik in der Mediathek: https://www.zdf.de/filme/die-wannseekonferenz KI höre auch : http://ta-swiss-futurepodcast.online/anna-maetzener-weshalb-es-algorithmwatch-braucht https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf Regula Stämpfli: “Die Macht des richtigen Friseurs”. Über Bilder, Medien und Frauen, Bruxelles bei Bartleby& Co, 2007. Und nachhören auf Youtube einige Folgen zum Nachdenken über Geschichte auf dem Stämpfli-Kanal. Zum Porträt Sonja Rueff-Frenkel siehe die sehr seltsame Selbstentschuldigung: https://www.tagesanzeiger.ch/wir-entschuldigen-uns-596562489688
- #diepodcastin über Auszeichnungen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu Veronica Yoko Plebani, Angela Merkel, Annalena Baerbock, Hulda Zwingli, Annika Brockschmidt, Jolanda Spiess-Hegglin, Kunsthaus Zürich, Ann Demeester & andere patriarchale Unwegsamkeiten.22.01., 18:4822.01.2022, 18:4800:49:13
#diepodcastin über Auszeichnungen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu Veronica Yoko Plebani, Angela Merkel, Annalena Baerbock, Hulda Zwingli, Annika Brockschmidt, Jolanda Spiess-Hegglin, Kunsthaus Zürich, Ann Demeester & andere patriarchale Unwegsamkeiten. Zu Beginn schwärmt laStaempfli von der italienischen VOGUE, die die Rohnerin überhaupt nicht kennt. Was laStaempfli inspiriert, einen Artikel zu schreiben: Weshalb ich Modezeitschriften mag. Veronica Yoko Plebani folgen – sie ist die Titelfrau “confidence” mit einem genialen Insta-Account und Story. Die Rohnerin bringt den Verzicht von Angela Merkel auf das Amt der Ehrenvorsitzenden der CDU und deren Begründung, dies sei nicht mehr zeitgemäss. #diepodcastin kann sich auf “bemerkenswerter Akt” einigen, wobei sich eine spannende Diskussion um Frauen, Ehrenämter & Ehrendoktorinnen gibt: laStaempfli will, wie Rohnerin auch – und beide haben dies schon redlich verdient – mindestens eine Ehrendoktorin einer europäischen Universität – laStaempfli findet ja, eine ist keine… laStaempfli bringt einen Post von Hulda Zwingli, DEM BESTEN GUERILLA GIRL ACCOUNT AUF INSTAGRAM für den deutschsprachigen Raum. Das Museumsmagazin Zürich fordert Frauen auf, doch die historisch bedingte Realität aushalten zu wollen. Die Rohnerin analysiert messerscharf – hier müsst Ihr alle Original hören. laStaempfli bringt noch ein Zitat von Heidi Boscher aus einem Gespräch: “Kunst kann nur dann Zukunft gestalten, wenn sie die Gegenwart kritisch dekonstruiert – und vor allem feministisch dekonstruiert.” Wie oft waren Frauen Vorreiterinnen und die Welt wäre ein besserer Ort, hätte mann ihnen zugehört! Dann ein struktureller Machttext GEGEN FRAUEN ALLGEMEIN, gegen Annalena Baerbock im Besonderen. Die Rohnerin: “Christian Lindner wirkte angstfrei. Vielleicht ist er vom Naturell her unbekümmerter als viele, unbeschwerter, einerlei, er war ernst und dem Ernst der Lage gewachsen.” Wie? So ein Text über einen deutschen Spitzenpolitiker ist undenkbar? Richtig! Doch genauso – lediglich der Name ist ausgetauscht – schreibt im Jahr 2021 der Chefredakteur einer der wichtigsten deutschen Zeitungen, Stephan-Andreas Casdorff vom Tagesspiegel, über das Treffen zwischen der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock und dem russischen Außenminister Lawrow. Offensichtlich gilt auch für Menschen, deren Job die Sprache ist, dass ihnen – sobald es um Frauen geht – die Sprache fehlt. Die kluge Historikerin Annika Brockschmidt musste in den letzten Tagen einen Shitstorm auf Twitter erleben: Die Autorin von “Amerikas Gotteskrieger”, einer Analyse des weißen christlichen Nationalismus und der religiösen Rechten in den USA missfiel dem Chef-Europakorrespondenten von Politico: Er warf ihr vor, keine Recherchen in den USA betrieben zu haben, sich nicht auf “first hand knowlegde” zu stützen, sondern auf “other sources” und verglich sie sogar mit Relotius – und viele machten dieses Spielchen mit. Liebe Leute: Ein wissenschaftliches, historisches Sachbuch stützt sich auf Quellen und – oha! – ist keine Reportage. Der Vergleich mit Relotius ist lächerlich und rufschädigend. Die Rohnerin und LaStämpfli empfehlen Annika Brockschmidt, hier eine Klage auf Verleumndung anzugehen. P.S. an die aufgeregten Herren: Man kann auch über das Mittelalter schreiben, ohne dann gelebt zu haben…! Man nennt es Wissenschaft. laStaempfli kennt den Fall nicht, und deshalb brachte sie auch nicht ein, dass sie schon findet, dass frau mit Interviews auch ein historisches Buch bereichert….aber diese Diskussion führen die beiden vielleicht ein ander Mal. Die Zeit im podcast wird knapp: laStaempfli bringt kurz Jolanda Spiess-Hegglin mit dem Jahrhunderprozess und deren Zitat, weshalb sie keinen Vergleich, sondern ein Urteil anstrebe: “Unrecht und Sexismus sollen sich nie mehr lohnen.” Sie musste grad wieder, leider auch von der NZZ Unglaubliche Schlagzeilen erleiden, Titel, die als persönlichkeitsverletzend von den Gerichten schon längst als NICHT MEHR PUBLIZIERBAR gewertet wurden. Doch die Journis in der Deutschschweiz machen weiter Jagd. Es ist übel. Doch die Anwältin ist grossartig und meint vor Gericht: “Rudeljournalismus ist keine juristische Begründung für wiederholte Persönlichkeitsverletzung.” Fazit der #diepodcastin dieser Sendung wieder mit einer grossen Erkenntnis (danke Rohnerin!: “Männer, die mit Sprache arbeiten, sind oft sprachlos und/oder verlieren ihre Sprache, wenn es um Frauen geht.” Bild von der grossen Naomi Devil, erhältlich über artcare.at The Girl with the FaceMask. Links: Hier noch das Bild der Vogue: Aus copyright Gründen könnt Ihr Bilder Veronica Yoko Plebani eingeben und das Cover kommt. HULDA ZWINGLI AUF INSTAGRAM – https://www.tagesspiegel.de/politik/annalena-baerbock-in-moskau-ueber-diesen-auftritt-musste-sogar-lawrow-staunen/27988394.html – Folgt Annika Brockschmidt auf Twitter: https://twitter.com/ardenthistorian – https://www.zuonline.ch/jetzt-geht-es-um-die-herausgabe-des-gewinns-633292756403
- #diepodcastin on expropriation: "Sexismus ist Enteignung". Isabel Rohner & Regula Stämpfli über neue Sexismustheorie der Rohnerin&laStaempfli, Mariah Carey, Patrizia Laeri, Inside Paradeplatz, Komasaufen, Transschwimmrekorde, Episode KurzBlümel, Trans, Geschlecht als Resonanzbeziehung.15.01., 10:0815.01.2022, 10:0800:52:52
#diepodcastin on expropriation: “Sexismus ist Enteignung”. Isabel Rohner & Regula Stämpfli über neue Sexismustheorie der Rohnerin&laStaempfli, Mariah Carey, Patrizia Laeri, Inside Paradeplatz, Komasaufen, Transschwimmrekorde, Episode KurzBlümel, Trans, Geschlecht als Resonanzbeziehung. Rund um Weihnachten war das Lied “All I want for Xmas is you” von Mariah Carey wieder auf allen Sendern zu hören. Ana Grujic vom “Der Standard” hat das zum Anlass genommen, sich die Berichterstattung über die Sängerin mal genauer anzuschauen. Die Rohnerin ist begeistert: Dieser Artikel ist mal ein positives Beispiel, dass Berichterstattung über Frauen auch richtig klug sein kann. Daumen hoch! Und noch etwas Positives: Der 46. Todestag von Agatha Christie am 12. Januar war für die Rohnerin mal wieder ein Anlass, sich mit der Queen of Crime zu befassen, der wir als lesende und schreibende Frauen so viel zu verdanken haben. laStaempfli findet: Die Rohnerin ist die würdige Nachfolgerin von Agatha Christie. laStaempfli bringt den Fall Patrizia Laeri und ihren Etappensieg gegen sexistische und geschäftsschädigende Berichterstattung im vielbeachteten “Inside Paradeplatz”-Blog. Patrizia Laeri, Nadine Jürgensen und Simone Züger bilden den Start-Up ELLEXX: Finanzberatung- und -dienstleistung von und für Frauen. Der Journalist, den #diepodcastin nicht mit einem Namen ehren will, redet von der herausragenden Finanzexpertin u.a. als “Seite 2 Girl” und anderem unterirdischen Schrott. laStaempfli ist klar und entwickelt gemeinsam mit der Rohnerin eine neue Sexismustheorie: “Sexismus ist nicht einfach frauenfeindliche Kultur, sondern kommt der Enteignung gleich”: Die attackierten Frauen werden nicht nur als Person, sondern als Berufs- und Karrierefrauen angegriffen und der Möglichkeit der Kapitalbildung beraubt. Das ist der Kern des Sexismus: Die Enteignung von Frauen in allen ökonomischen, politischen und kulturellen Belangen. #diepodcastin: “Wie beim Frauenstimmrecht, sind fehlende Rechte nicht einfach “Pech”, sondern strukturelle Gewalt.” laStaempfli: “Eine Demokratie ohne Frauenrechte ist keine Demokratie, sondern eine Geschlechterdiktatur.” Die Rohnerin führt dies zusammen mit der Enteignungstheorie, deshalb gemeinsam als #diepodcastin: “Wer Frauen sexistisch angreift, zielt nicht auf deren Kultur, sondern auf deren Besitz und Karriere.” Folgerichtig entschied denn auch das Gericht in erster Instanz, dass dies so nicht gehe. Es gibt einen neuen Männerfilm: Komasaufen mit dem für heterosexuelle Frauen, schmelz, peinlich laStaempfli, die Rohnerin lacht, also, mit dem Mads Mikkelsen über saufende Männer in der Midlife-Crisis. Vinterberg verpasst die Chance, so laStaempfli, die falsche Inszenierung von Coolness und Alkohol zu durchbrechen: Regula Stämpfli ist knallhart. Alkohol und Drogen sind die Hauptursachen für sexuelle und familiäre Gewalt. Die Beschönigung süchtiger Männer, die ihre Beziehungen zerstören, Frauen und Kinder unter ihrer Sucht extrem leiden lassen, geht nicht mehr. Hier braucht es einen Storywechsel. Dann bricht die Rohnerin alle Rekorde im SPEAK UP, grossartig: “Lia Thomas bricht gerade alle Rekorde im Women’s College Swimming: Im 1500 Meter Rennen war sie sage und schreibe 38 Sekunden schneller als die Zweitplatzierte – und das in ihrer allerersten Saison im Women’s Swimming! Sie strahlt, freut sich und die Schwimmgeschichte der Frauen wird von einem Tag auf den anderen, von einer Länge zur anderen, neu geschrieben! …. Hintergrundinfo: Bis Mitte November 2019 war Lia Thomas als Schwimmerin bei den Männern aktiv und zwar unter dem Namen Will Thomas.” Eine gute Gelegenheit für laStaempfli, ihre Theorie von “Geschlecht als Resonanz und Beziehung” auszuführen. “Geschlecht ist ein feines Gewebe zwischen Natur und Kultur, ein Netz voller biologischer und kulturellen Aspekte. Geschlecht ist keine Testosteronfrage (Biologie), Geschlecht ist auch kein Sprechakt (Kultur), sondern steckt fest in einer von Natur, Politik und Kultur gestalteten Resonanzbeziehung” – (copyright laStaempfli).” Die Rohnerin wie immer auf den Punkt: Frausein ist eben viel mehr als Biologie, die Biologie aber spielt eben auch eine Rolle. #diepodcastin führt diese wichtige Kategorie empathisch, schliesslich geht es auch um ihre Identitäten. #diepodcastin führt die Diskussion auch pragmatisch: Im Sport geht es um Wettkampf unter gleichen Bedingungen – darum tritt ja bei den Paralympics auch keine Person mit eingeschränkter Sehfähigkeit gegen jemanden mit einer Beinamputation an. Deshalb wäre die Geschichte einfach: Neue, unterschiedliche Kategorien sind einzuführen. Es geht darum, unter gleichen Bedingungen Leistungen zu VER-GLEICHEN: Ein Wettbewerb unter Bedingungen hierarchischer Ungleichheit ist kein Wettbewerb, sondern eine Missachtung des zoon politicons Frau. Zudem zeigt unser Beispiel, dass Frauen dorthin versetzt werden, wo das Patriarchat sie am liebsten sieht: In der Verliererposition. Es braucht zumindest in einigen Sportarten (im Dressurreiten und Formel1 wahrscheintlich eher nicht) eigene Kategorien für Transpersonen. Auch hier gilt: Wir brauchen im Sport mehr Vielfalt und keine Verdrängung von Frauen. Um mit Hannah Arendt zu Beginn der Folge zu sprechen: Es geht um Wirklichkeit und nicht um Meinungen. Zum Bild: laStaempfli nennt es Lucia Cranach 1564/2022. Es ist ursprünglich von Lucas von Cranach mit dem Titel: Bildnis einer Frau. Aber dieser Titel wurde im 19. Jahrhundert, dem weiblichen Enteignungsjahrhundert verliehen. Es ist das Gegenstück zum Bildnis des reichen Kaufmanns. Und Picasso formte das Bild 1958 in einen berühmten Linolschnitt um. Die Frau hat keinen Namen, obwohl sie zu ihrer Zeit nicht nur einen Namen, sondern eine entscheidende Position einnahm. Die Kunstgeschichte ist bekannt dafür, Frauenbildnisse als Namenlose zu sortieren. Oder als “Kurtisanen”, wenn es die bekanntesten und gelehrtesten Frauen ihrer Zeit waren. laStaempfli arbeitet momentan mit und am Bild: Sie nennt es “Lucia Cranach”; die kluge Frau mit einem fragenden, selbsticherern Blick in Freiheit, die durch ihre reich geschmückte Kleidung signalisiert wird. Sie schaut nicht nur die Betrachterin direkt an, sondern auch ihre und unsere Welt. Der Vorhang soll wohl ein nicht identifiziertes Wappen verdecken: Da hängen sprichwörtlich viele Geschichten drin. Fotografiert im Theatermuseum in Wien von Regula Stämpfli. Links: – Artikel über Mariah Carey von Ana Gruijic: https://www.derstandard.de/consent/tcf/story/2000132047248/mariah-carey-was-bildet-die-sich-eigentlich-ein – Lia Thomas bricht im Schwimmen alle Rekorde: https://www.nytimespost.com/transgender-upenn-swimmer-lia-thomas-smashes-records-during-weekend-meets-14-seconds-ahead-of-rival/ -laStaempfli im Kapitel Gender im TRUMPISM und der Macht des richtigen Friseurs. Ach ja: Kurz und Blümel haben wir vergessen, hier aufzuschreiben, aber vielleicht ist das ja auch ganz gut so: Sie werden eh nur Kurz und ironisch erwähnt.
- #diepodcastin in der ersten Folge 2022: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit dem feministischen Wochenrückblick. Brutal intelligent, scharf, politisch mit Kunterbunt:von Jordanien über Disneyland hin zu Medientrash mit vielen heissen Doku- & Filmtipps.08.01., 11:0908.01.2022, 11:0900:50:47
#diepodcastin in der ersten Folge 2022: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit dem feministischen Wochenrückblick. Brutal intelligent, scharf, politisch mit Kunterbunt:von Jordanien über Disneyland hin zu Medientrash mit vielen heissen Doku- & Filmtipps. Zum Beginn hat die Rohnerin eine grandiose Nachricht mitgebracht. So titelt das Handelsblatt “Studie: Frauenanteil in Vorstandsetagen steigt auf Höchststand”. Wow, das muss ja ein Spitzenprozentsatz sein! Endlich haben Frauen den Höchststand erreicht – LaStämpfli schwärmt gar von 80%, die sie nach einer solchen Headline erwarten würde! Groß aber ist die Enttäuschung, liest man im Artikel weiter: Denn der Frauenanteil in deutschen Vorständen liegt aktuell gerade mal bei mickrigen 13,4 %. Warum also, fragen sich die Rohnerin und laStämpfli, titelt das Handelsblatt nicht “Studie: Männeranteil in Vorstandsetagen sinkt knapp unter 90 %”? Die Antwort: Hier wird die unschöne Wirklichkeit mal eben glattgebügelt. Die Botschaft: Ist doch alles gut – ihr Frauen habt doch den Höchststand, also haltet doch mal die Klappe. Die Podcastin wird das garantiert nicht tun. laStaempfli mal mit good news: Clarissa Ward CNN. Ein grosses Interview in der Die Zeit. laStaempfli weist darauf hin, wie fassungslos Journalisten immer noch sind, wenn sie auf Frauen treffen, die ihren Beruf VOR die Familie setzen, respektive in einer derartigen Männerdomäne wie Kriegsberichterstattung einen überdurchschnittlich herausragenden Job machen. Clarissa Ward berichtet live aus Afghanistan für CNN. Larissa Ward hat übrigens bei FOX NEWS begonnen und hier bringt laStaempfli den Gedanken ins Spiel, weshalb ausgerechnet Frauen im rechtspopulistischen, rechtsextremen oder höchst bürgerlichen Lager – sie erinnert an Maggie Thatcher – innerhalb ihrer Reihen so herausragende Karrieren machen können während linke Frauen innerhalb ihrer eigenen Reihen gerne mundtot gemacht werden, teils gemobbt, teils deren Erinnerung gelöscht wird. #diepodcastin denkt laut darüber nach. Spannend und die Hörerinnen sollen doch weitere Thesen liefern. Die Rohnerin bringt prügelnde Herren, respektive den zu kritisierenden falschen Medienfokus der Berichterstatter: In jordanischen Parlament prügeln sich die Abgeordneten – und die Medien in Deutschland und in der Schweiz berichten. WARUM sich die Herren in die Haare bekommen, wird da zur Nebensache: In der jordanische Verfassung sollen nun nämlich im Absatz, wo es um die Rechte und Pflichten jordanischer BürgER geht, auch die Frauen erwähnt werden. Dabei sollte das die eigentliche Meldung sein! Das Beispiel Schweiz zeigte, dass dort BürgerINNEN noch bis 1990 ihre Rechte verweigert wurden, weil sie eben nicht in der Kantonsverfassung von Appenzell standen. Das ist keine Bagatelle, hier geht es um Menschenrechte. laStaempfli sieht ein System dahinter und verweist auf die automatisierten Sexismen in der Digitalen Welt. Sie wird dies solange tun bis endlich die Herren der Schöpfung sich dem Informationszeitalter im Zeichen digitaler Reproduktion und der dazugehörigen Sachbuchliteratur von FRAUEN zuwenden. laStaempfli mit noch mehr “good news”: Die neue Chefin des Disneykonzerns heisst: Susan Arnold und kommt ursprünglich von Procter & Gamble plus Finanzindustrie. Damit übernimmt zum ersten Mal in der 98jährigen Geschichte von Disney eine Frau diese Position. Auch Susan Arnold stammt aus dem bürgerlichen und finanzpolitisch rechten Lager, sie ist keine Verfechterin von Keynes und laStaempfli verweist wiederum: See, another women from the right makes her career. Was nur fehlt den Linken und Linksliberalen? Der Tages-Anzeiger in der Schweiz berichtet über die Zivialklage wegen mehrfacher Vergewaltigung gegen Prinz Andrew im Kontext des Missbrauchs- und Kinderhandelsring von Jeffrey Epstein. Headline: “Der Playboy aus dem Hause Windsor”. Liebes Team des Tages-Anzeigers: Damit verniedlicht ihr Vergewaltigung, Sklaverei und Kindesmissbrauch. Hattet ihr nicht eigentlich vor, 2022 feministischer zu werden? Oder was war nochmals der Hintergrund eures Podcasts “Die Tages-Anzeigerin”? So geht’s jedenfalls nicht. laStaempfli bringt Alice Guy, momentan auf ARTE, eine wichtige Dokumentation. Alice Guy war die erste Regisseurin und Produzentin in der Filmgeschichte und dennoch kennt kaum jemand ihren Namen. In ihrer Zeit sehr erfolgreich, dann aber aus der Filmgeschichte, der Geschichte der Kameraführung und der Kinogeschichte hrausradiert. Die Französin, die 1873 in Saint-Mandé geboren wurde und 1968 in den Vereinigten Staaten starb gehört zur FILMPIONIERIN PUR. Dies passt gut zu den Filmtipps der Rohnerin plus laStaempflis kritische Anmerkungen feministischer Natur bei “Don’t look up”, aktuell auf Netflix: Die Rohnerin meint: “Würde jemand aus dem GENIALEN Sachbuch “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” von Regula Stämpfli einen Hollywood-Blockbuster machen, herauskäme “Don’t look up”. Ein grandioser Film von Adam McKay über die Absurdität unserer mediengesteuerten Welt. Gnadenlos, böse – und leider nur allzu wahr. – “Ich bin dein Mensch” (Regie und Drehbuch Maria Schrader), aktuell in der ARD-Mediathek: Wissenschaftlerin Alma (super gut und mit dem Silbernen Bären und einer Lola als beste Darstellerin ausgezeichnet: Maren Eggert) soll drei Wochen lang das Zusammenleben mit einem Humanoiden (Dan Stevens) austesten – und kommt an die Grenzen ihrer Werteskala. Der Film geht ins Rennen um die Oscars 2022. Die Podcastin drückt alle Daumen! Beitragsbild abfotografiert von ARTE: Alice GUY, die vergessene Filmpionierin, die die Welt anders entdeckte. Alle gucken. Links: – 13,4 Prozent sind kein “Höchststand”, liebes Team des Handelsblattes: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/management-studie-frauenanteil-in-vorstandsetagen-steigt-auf-hoechststand/27954140.html?ticket=ST-574203-pcfGTGng0zVVez3uRFhE-ap4 – In Jordanien wird über eine Schlägerei berichtet, anstatt über fehlende Demokratie: https://www.spiegel.de/ausland/jordanien-abgeordnete-pruegeln-sich-im-parlament-a-d92ec70e-2039-4255-9383-fde6bd1a97b7 – “Ich bin dein Mensch”, Film von Maria Schrader in der ARD-Mediathek: https://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/videos/ich-bin-dein-mensch-video-100.html – Alice Guy auf ARTE zum nachgucken https://www.arte.tv/de/videos/095829-000-A/alice-guy-die-vergessene-filmpionierin/
- #diepodcastin mit Visionen 2022: Isabel Rohner & Regula Stämpfli denken sich gemeinsam ein feministisches 2022. Bild von Michaela Ghisetti.25.12., 10:5925.12.2021, 10:5900:47:49
#diepodcastin mit Visionen 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli denken sich gemeinsam ein feministisches 2022. Bild von Michaela Ghisetti. “Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!” Dieses Zitat von Hedwig Dohm (1831-1919) wollte die Rohnerin eigentlich noch bringen – aber dann führten sie das gemeinsame Denken mit laStämpfli wieder auf ganz andere Fährten! Die Podcastin nimmt die Hörerinnen und Hörer in dieser Folge mit in ihre Visionen für 2022 und darüber hinaus! Und was wünschen sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli alias #diepodcastin für das Neue Jahr? 1. Die Innen- und Außenpolitik wir feministisch! 2. Internationale Unterstützungsgelder werden nur noch an Frauen ausbezahlt! Gerade das Beispiel Afghanistan führt uns vor Augen, wie sehr eine solche Entscheidung der internationalen Staatengemeinschaft auch Demokratien befördern und Männerregime wie die Taliban in ihre Schranken weisen würde 3. Jedes Kind auf dieser Welt kann zur Schule gehen und liest dabei mind. 10 Bücher von Frauen! Ein Wunsch, dessen Erfüllung gleich auf zwei Ebenen die Welt verändern würde: 1. haben wir weltweit immer noch viel zu viele Analphabethinnen und Analphabethen (auf dem afrikanischen Kontinent wird bspw. von einer Analphabethenquote bei den über 15-Jährigen von 34 (!) Prozent ausgegangen. 2. lesen selbst die Schülerinnen und Schüler in unserem privilegierten Mitteleuropa im Laufe ihrer Schulzeit immer noch keine 10 Bücher von Frauen. 4. Männer trauen sich endlich, diverser zu sein! Und zwar nicht auf Kosten von Frauen, sondern auf Kosten der traditionellen Männerrolle, die dringend etwas mehr Farbe und Vielfalt benötigt! 5. Sagen, was ist! Und natürlich last but not least: Macht Frauen sichtbar! Verweist auf die Leistungen von Frauen – ob historisch oder zeitgenössisch! Uns fällt kein Zacken aus der Krone, wenn wir auch mal darauf hinweisen, dass Ideen, Gedanken, Innovationen bereits einmal gedacht wurden. Die Podcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen einen guten Rutsch und freuen sich auf sprechendes Denken auch im Neuen Jahr 2022! Das Bild von der grossen MICHAELA GHISETTI, die laStaempfli in Wien in der Albertina bestaunt.