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249- #diepodcastin auf dem FRAUENRÜTLI: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick zu Medaillen Olympia, Macht-&Missbrauch in der reformierten Kirche Schweiz, Mai Thi Nguyen-Kim Journalistin des Jahres, Unsichtbarkeit von Frauen in den Medien im "Frau und Medienbericht", die grossen Zita Küng & Luise F. Pusch und weshalb das FRAUENRÜTLI wichtig, aber dennoch enttäuschend bleibt.07.08., 12:0807.08.2021, 12:0800:54:16
#diepodcastin auf dem FRAUENRÜTLI: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick zu Medaillen Olympia, Macht-&Missbrauch in der reformierten Kirche Schweiz, Mai Thi Nguyen-Kim Journalistin des Jahres, Unsichtbarkeit von Frauen in den Medien im “Frau und Medienbericht”, die grossen Zita Küng & Luise F. Pusch und weshalb das FRAUENRÜTLI wichtig, aber dennoch enttäuschend bleibt. Olympia 2021 Deutschland hat ein Geschlecht: Weiblich. Und die Medien versuchen hier, klassische Sexismen (Playboy-Nacktaufnahmen) spielen zu lassen. Sport als patriarchale Setzung gegen feministisch-emanzipatorische Erfolge. Danke Luise F. Pusch für diesen Hinweis! Kanuslalom (Kajak-Einer, Frauen) – Ricarda Funk Dressurreiten (Team) – Isabell Werth, Dorothee Schneider, Jessica von Bredow-Werndl Dressurreiten (Einzel) – Jessica von Bredow-Werndl Ringen (bis 76 kg, Frauen) – Aline Rotter-Focken Vielseitigkeitsreiten (Einzel) – Julia Krajewski Weitsprung (Frauen) – Malaika Mihambo Bahnradsport (Vierer, Frauen) – Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein, Mieke Kröger Die Rohnerin freut sich über das Medienrating:Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim (33) ist für ihre Berichterstattung zur Corona-Pandemie als „Journalistin des Jahres“ geehrt worden. Sie hatte für ihre Arbeit bereits den Grimme- und den Nannen-Preis erhalten. Weitere Auszeichnung ging u.a. an Bascha Mika, Birgit Wentzien, Isabel Schayani. Die Rohnerin hat ein Erlebnis der besonderen Art. laStaempfli mit einem alten Zitat aus ihrer Arbeit “Unkraut ins Parlament”, die als Anspielung auf den Ausspruch der 1950er Jahre eines deutschen Abgeordneten gemeint war, der mal sagte: “Als Einzelne wirkt die Frau wie eine Rose, in der Masse wie Unkraut”. Frauen in der Öffentlichkeit sind bunt, vielfältig und auffällig, so dass die Quantität völlig überschätzt wird. Männer sind immer gleich einförmig, langweilig (mit Ausnahmen). la Staempfli mit einem dritten Thema: Vorwürfe Machtmissbrauch, ungebührliche Avancen und dazu Einschüchterungsversuche: Die Evangelisch-Reformierte Kirche Schweiz bestätigt die Vorwürfe gegen den ehemaligen Präsidenten Gottfried Locher (54). Wie wurden die Pfarrerinnen, die dies öffentlich gemacht haben, doch in Weltwoche und anderen Medien beschimpft, verunglimpft und Locher verteidigt. Der Untersuchungsbericht ist klar: Locher, der Ende letztes Jahr als Kirchenpräsident zurückgetreten musste war gegenüber einer Mitarbeiterin “spirituell, sexuell und psychisch” übergriffig. “Statt das Verhältnis auf das Berufliche zu beschränken, habe Gottfried Locher der Frau immer wieder unerwünschte Avancen gemacht”. Diese Untersuchung muss im Männerbundland Schweiz nun WIRKLICH öffentlich breit diskutiert werden. Schwerpunktthema: FRAUENRÜTLI Die Rohnerin erklärt Hintergrund: “Der Nationalfeiertag der Schweiz am 1. August wird immer groß gefeiert”: Einwand laStaempfli: “Das ist erst seit dreissig Jahren so aufgebauscht, als nationalistische Gegenreaktion zur Globalisierung.” Wie auch immer: Die Rütli-Wiese ist wichtig, da die prominenteste Veranstaltung eben auf dem Rütli stattfindet. RÜTLI ist eine WIESE oberhalb des Vierwaldstättersees. Es ist ein historischer Erfolg, dass es AllianceF*, dem Dachverband der Schweizer Frauenverbände (mit 150 Mitgliedsverbänden, in denen knapp jede 10. Frau in der Schweiz organisiert ist!), im Jubiläumsjahr des Schweizer Frauenstimmrechts und der Schweizer Demokratie gelungen ist, das Rütli für die Frauen zu sichern und das FRAUENRÜTLI auszurufen. 600 hochkarätige Frauen wurden eingeladen, gemeinsam diesen historischen Anlass zu begehen. Darunter auch laStämpfli und Rohnerin, die sich bei diesem historischen Event das erste Mal persönlich trafen! So positiv der Tag war und so anregend die Gespräche: laStämpfli und Rohnerin hätten sich ein politischeres Event gewünscht: 50 Jahre Frauenstimmrecht – das bedeutet auch 50 Jahre Ende der männlichen Vormundschaft, 50 Jahre Basis einer Gleichberechtigung, die wir hoffentlich irgendwann einmal erleben. 1971 – das war das Ende eines schrecklichen Unrechts, das den Frauen angetan wurde, indem ihnen Menschenrechte vorenthalten wurden. Ein Unrecht, das nachwirkt – und das endlich offiziell vom Bund anerkannt gehört. Doch diese politische Dimension spielte auf dem Frauenrütli leider kaum eine Rolle: AllianceF*, hatte sich für ein Konzept entschieden, das nicht die Machtfrage ins Zentrum rückte und starke Bilder von politischen Frauen mit klaren Aussagen und Forderungen produzierte, sondern die “fröhliche Vielfalt”. Wir hätten uns mehr politisches BÄMM! gewünscht. Mit Viola Amherd und Simonetta Sommaruga haben gleich zwei Bundesrätinnen den Tag begleitet, mehrere Nationalrätinnen waren anwesend, dazu die Spitzen der Frauenverbände. Macht und Hierarchien müssen Thema sein: Bei Frauenveranstaltungen gibt es indessen meist wenige Kampfansagen, wenige Streitgespräche, klare Keynotes. Auf dem Frauenrütli gab es nur kleine Talks kleine Talks in familiärem Rahmen für ca. 20 Personen.laStaempfli: “Frauen werden immer als Kollektiv behandelt während Männer einzeln hervorgehoben werden. Auch deshalb gibt es so wenig sichtbare Frauengeschichte, weil ALLE ERRUNGENSCHAFTEN von Frauen kollektiviert werden.” Die Rohnerin, die grosse Isabel Rohner brachte in einem der kleinen Talks mit Bundesrätin Sommaruga (Regierungsmitglied Schweiz) die Frage nach der offiziellen Anerkennung und Entschuldigung durch den Bund auf den Tisch. „Ja, den Frauen ist hier Unrecht geschehen“, antwortete Simonetta Sommaruga. Doch wichtiger als eine Entschuldigung für vergangenes Leid sei die Beseitigung heutiger Missstände. “Doch”, so die Rohnerin, “das Eine geht nicht ohne das Andere.” Zu wenig sichtbar wurden die grossen Namen, die die FEIER und das FRAUENRÜTLI überhaupt möglich gemacht haben: ISABEL ROHNER, die schon für Deutschland fast im Alleingang 100 Jahre Frauenwahlrecht gestemmt hat, die mit dem Hedwig Dohm Trio Deutschlands Theschon bald internationalen Status erreichen wird und die als Initiantin und Co-Herausgeberin mit Irène Schäppi des 50 Jahre Frauenstimmrechts, dem besten Beitrag für Geschichte, Gegenwart und Zukunft geleistet hat. Dann ZITA KÜNG, die Präsidentin von CH2021, deren Weitsicht, Klugheit und Besonnenheit seit Jahrzehnten die Frauen in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland weiter bringt. Und natürlich auch REGULA STÄMPFLI, die als Politologin den Boden für Demokratie, Freiheit und Gleichstellung intellektuell, medial und mit vielfältiger Stimme in der EU wie in der Schweiz beackert und als Politphilosophin im deutschsprachigen Raum in die Fusstapfen von Hannah Arendt tritt. Diese drei Frauen u.a. namentlich herauszuheben, um GESCHICHTE zu schreiben: das wäre Sichtbarkeit und enorm wichtig gewesen. Stattdessen wurden vier Frauen aus den vier Landesregionen ausgezeichnet – und dies „per Los“. Man/frau wollte keine Abstufung des Engagements – nicht untypisch für Frauen, deren unendlich viele Arbeitsstunden einfach unsichtbar bleiben. Wohl kein Wunder, dass die Tagesschau ihren Bericht zum Frauenrütli überschrieb mit “Vegi-Lunch statt Cervelat”. * dazu gehören: die Evangelischen Frauen Schweiz EFS, der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband SBLV, der Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen SGF, der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF, CH2021 und die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF. Zudem musste das FRAUENRÜTLI mit der SGG koordiniert werden, die Verwalterin des historischen Ortes ist. Also viele Köchinnen, die hier mit tun durften. Links: Einen GUTEN Bericht übers Frauenrütli hat Hüseyin Aydermir für nau.ch geschrieben: https://www.nau.ch/news/schweiz/mehrere-hundert-menschen-pilgern-zum-frauenrutli-65974734 Zum Medienrating https://www.mediummagazin.de/jdj2020-die-preistraeger-innen/ Zum Untersuchungsbericht Reformierte Kirche Schweiz: https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/reformierte-kirche-untersuchungsbericht-bestaetigt-uebergriffe-von-gottfried-locher Zur Medienpräsenz Frauen in der Schweiz: Silke Fürst siehe https://www.srf.ch/audio/medientalk/medientalk-frauen-in-medien-deutlich-unterrepraesentiert?id=12020955 Zu Zita Küng der Grossen siehe: https://www.equality-consulting.ch/portrait/ Zu Luise F. Pusch, die grosse Vorderfrau & Intellektuelle siehe immer wieder fembio https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographieforschung/zur-person-luise-f-pusch/ Unkraut ins Parlament siehe https://www.deutschlandfunkkultur.de/stark-und-maechtig-oder-nur-gleich.976.de.html?dram:article_id=150974 und https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-41056.html BILD KREDIT FÜR ISABEL ROHNER UND REGULA STÄMPFLI IN DER FOTOMONTAGE.Hüseyin Aydermir. Foto von Isabel Rohner und Zita Küng von Regula Stämpfli.
- #diepodcastin über Frauenstimmen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu SMD Medien-Daten, Trumpism, Beach-Handballerinnen sowie die Erfinderin des Bikinis, die Gertrude Ederle heisst.30.07., 14:4830.07.2021, 14:4800:54:41
#diepodcastin über Frauenstimmen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu SMD Medien-Daten, Trumpism, Beach-Handballerinnen sowie die Erfinderin des Bikinis, die Gertrude Ederle heisst. laStaempflis Buch “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” entlarvt die Medienmechanismen. Diese Woche kommt sie mit dem Vergleich der Mediendaten zu Begriffen wie “Politische Korrektheit” und “Digitalisierung”. Obwohl die Digitalisierung viel wichtigr wäre, übertrumpft PC, die als Kampfbegriff der Rechten gegen Kritik überhaupt genutzt wird, die Digitalisierung ums 70fache!!!! Wahnsinn. Dann bringt laStaempfli noch die Wahlberichterstattung der Wortbegriffe: Die Grünen brauchen Mensch häufig, die CDU/CSU Deutschland. Sagt eigentlich alles über Wahlkampfthemen. Der letzte Hinweis von laStaempfli: Die Erfinderin des Bikinis heisst nicht Louis Reard und ist nicht von dem Ingenieur, sondern von Gertrud Ederle, die 1926 den Ärmelkanal durchschwamm, als erste Frau. Ederle nervte der Einteiler und sie schnitt ihn kurzerhand durch: Dazu gibt es auch ein tolles Bild. Die Rohnerin zu Sport, Kleidungsvorschriften und aktuelle EM der Beach-Handballerinnen in Bulgarien: “Irre ist auch die Geschichte rund um die norwegische Beachhandballlerinnen, die bei der EM in Bulgarien vom internationalen Verband eine Geldstrafe von 1.500 Euro aufgedrückt bekommen haben, weil sie beim Match um Rang 3 statt eines knappen Bikinihöschens Radlerhosen getragen haben. “ Schwerpunktthema sind dann Frauenstimmen. Laut Studien sind Frauenstimmen im Westen tiefer geworden, was die Wissenschaft auf die gewachsene Gleichstellung zurück führt. Wer in der Männerwelt Erfolg haben will, muss tiefe Stimmen haben. Die Rohnerin ist für Stimmtraining, laStaempfli eigentlich dagegen. Die Rohnerin: “Zwar haben Männer und Frauen unterschiedlich lange Stimmbänder – doch wie hoch oder tief eine Frau (oder auch ein Mann) spricht, wird anders bewertet und hat vor allem mit der Kultur zu tun.” laStaempfli weiss, dass in Frankreich auch die Männer viel höher sprechen während die USA und Deutschland einfach wahnsinnige Machokulturen der Öffentlichkeit konstruieren. Die Rohnerin bringt ein fantastisches Beispiel: Die wunderbar dunkle Stimme von Cate Blanchett wird für die deutschen Kinos höher synchronisiert. Rohnerin und LaStämpfli geben allen Hörerinnen und Hörern konkrete Tipps: Hört auf, Frauen für ihre Stimmen zu kritisieren – und hört ihnen stattdessen lieber endlich mal zu! Bild: Laure Prouvost, Cooling System. Diesmal keine Links: Macht Euch auf den Homepages von Isabel Rohner und Regula Staempfli mal fündig. Und vergesst die Bewertungen des Podcasts bei Apple nicht. We need Clickbaits – obwohl #diepodcastin ziemlich weit vorne mit dabei ist.
- #diepodcastin Isabel Rohner & Regula Stämpfli: Was ist besser als Goethes Faust? Richtig. "GRETCHENS Rache"24.07., 12:0724.07.2021, 12:0700:48:27
#diepodcastin Isabel Rohner & Regula Stämpfli: Was ist besser als Goethes Faust? Richtig. “GRETCHENS Rache” Leute: #diepodcastin hat über 68 Folgen der www.diepodcastin.de produziert. Isabel Rohner und Regula Stämpfli liefern Hintergründe, Links, Dokumentationen, schreiben wichtige Sachbücher, Romane, halten Vorträge, leiten Podien, intervenieren politisch zu Gunsten der Frauen, bezahlen ihr Leben selber, finanzieren andere Frauenprojekte und und und. Deshalb hier: LEST FRAUEN. Sommer 2021. Macht FRAUEN zu BESTSELLERINNEN. Und hört diese und weitere Folgen nach. Eine tolle Woche wünscht Euch/Ihnen, Isabel Rohner & Regula Stämpfli Bild mit Dank von Ursulina Kölberer via TWITTER. #diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, dem fabelhaften “Gretchens Rache”. Die #MeToo-Debatten machen auch vor der Verlags- und Literaturszene nicht halt – warum sollten sie auch: Die Verlagswelt und der Journalismus sind schließlich auch noch 2021 extrem männlich geprägte Bereiche, in denen Macht und Einfluss verhandelt werden. laStämpfli macht zu Beginn auf die aktuellen Vorkommnisse in Frankreich aufmerksam, wo sich über 100 Autorinnen an die Öffentlichkeit gewendet haben und strukturellen Sexismus im Büchermachen und in der Berichterstattung anklagen. Und auch in Deutschland zeigen die nackten Zahlen: Es gibt noch viel zu tun bis zur Gleichberechtigung. Die Rohnerin rezipiert brilliant die Studie #frauenzählen der Uni Rostock führte schon 2018 vor Augen: Bücher von Männern werden nicht nur häufiger besprochen – sie bekommen für Ihre Bücher auch mehr Raum in den Zeitungen. 2/3 aller besprochenen Büchern stammen von Männern – und männliche Kritiker besprechen sogar zu 3/4 nur Bücher von Männern. Bei Krimis sieht die Situation für Autorinnen dabei noch schlechter aus: Männerliche Kritiker im Krimibereich besprechen zu 82% Bücher von Männern. Damit wären wir beim Schwerpunktthema der Folge “Die Podcastin”: Isabel Rohner hat einen neuen Krimi geschrieben! In “Gretchens Rache” (Ulrike Helmer Verlag) geht sie dabei genau diesen Fragen nach: Über was für Bücher berichten die Medien? Wer entscheidet das und welche Rolle spielt dabei das Geschlecht? Linn Kegel und Bettina Heidenreich, die beiden etwas anderen Heldinnen der Rohnerin, sind auf einer heißen Spur … denn dieser Krimi voller skurriler Figuren und literarischer Anspielungen ist zugleich eine Realsatire auf das mediale Dickicht von Buchtipps und Rezensionen. Und für all die Leserinnen und Leser genau das richtige, die beim Lesen auch mal laut lachen wollen – und trotzdem am Ende des Buches viele kluge Gedanken und Anregungen mitnehmen können. laStaempflis Verdikt: “Rohners Krimi ist fabelhaft, humorvoll, ein kurzweilige Reise durch die sexistische Verlagsbranche, spannend, literarisch anregend und gefällt mir, als passionierte Krimileserin, enorm. Die Trilogie von “schöner morden” über “Taugenixen” hin zu “Gretchens Rache” schreit nach einer Verfilmung. Ich freue mich auf den nächsten Kicher-Krimi der genialen Isabel Rohner.” Wenn ihr ein paar von Isabel Rohners Romanfiguren schon jetzt kennenlernen wollt, hier ein paar Zitat aus dem druckfrischen Buch: „Meine Rezension wird hervorragend, ich muss dein Buch nur noch lesen.“ Caspar Brimborius, Feuilletonchef der Hamburger Allgemeinen Tageszeitung HATZ) +++ „Kulturkanon my ass!“ (Prof. Waltraud Dampf, Autorin einer 17-bändigen Kulturgeschichte des Penis) +++ „Alle zwei Jahre widmen wir eine Ausgabe von vorn bis hinten den Frauen.“ (Roland Weißweiler, LITERATUR HEUTE) +++ „Influencer? Wer hat die Grippe?“ (Giovanni Faber, Autor des Altherrenromans “Neue Triebe, starker Ast”) +++ “Goethes Faust wäre nie so ein Erfolg geworden, hätte er das Stück Gretchen genannt.“ (Doris Kranich, Feuilletonchefin des Blattes für Literarische Angelegenheiten BLA) +++ „Für feministische Bücher haben wir kein Ressort.“ (Aynur Müller, SPREEWALDBOTE) +++ „Ich finde das Geschlecht unwichtig. Darum werden in meiner Inszenierung alle Rollen von Männern gespielt.“ (Bertram Balinski, Schauspieler und Regisseur) “Gretchens Rache”, Paperback, 208 Seiten 13,00 € (D) ISBN 978-3-89741-451-8 Auch als eBook erhältlich. Bestellbar in jeder Buchhandlung oder direkt hier: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/
- #diepodcastin diametral: Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind sich uneinig über Lanz, Denis Scheck, Annalena Baerbock, Angela Merkel, Berufen "mit Menschen", Bodyshaming, über was Polis, was Oikos ist, aber nennen sich immer bei vollem Namen17.07., 14:0817.07.2021, 14:0800:55:09
#diepodcastin diametral: Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind sich uneinig über Lanz, Denis Scheck, Annalena Baerbock, Angela Merkel, Berufen “mit Menschen”, Bodyshaming, über was Polis, was Oikos ist, aber nennen sich immer bei vollem Namen. Die Folge beginnt mit good News: laStaempfli gratuliert Markus Lanz zur Sendung, die ausschliesslich Frauen als Expertinnen zu allgemeinen Themen einlädt- so muss es sein. Gleichzeitig rügt laStaempfli Markus Lanz, weil er Robert Habeck über Annalena Baerbock reden lässt. Weitere good News der Rohnerin: Bundeskanzlerin Angela Merkel war auf Abschiedstour in den USA und wurde in der Johns Hopkins-Universität gefragt, was sie plant, wenn sie ab Herbst nicht mehr Bundeskanzlerin ist. Ihre Antwort: Nachdenken, ein bisschen lesen und ein Schläfchen machen. Rohnerin findet, dass eine derartige Uneitelkeit bei Männern lange gesucht werden muss. laStaempfli wird bei Merkel-Lob immer etwas einsilbig. Really bad News erstens: In der “Weltwoche” schreibt der 29-jährige Roman Zeller “jungen Frauen” vor, wie sie sich verhalten müssen, wenn sie abends weggehen. 10 goldene Regeln nennt er das. #diepodcastin empfiehlt ihm und seinen Geschlechtsgenossen: Hört endlich auf, Frauen vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben – und haltet einfach mal die Klappe. Really bad News zweitens: Annalena Baerbocks Kandidatur steht auf der Kippe. laStaempfli schlägt vor, dass sie auf die Kanzlerinnenkandidatur verzichtet und eine andere Frau zur Kandidatin gemacht wird, die Rohnerin findet das Gegenteil, da allen Frauen so geschadet würde und meint: Weitermachen. Really bad News drittens: Denis Scheck. Die Rohner war diese Woche von Literaturkritiker Denis Scheck gleich mehrfach enttäuscht: Erst saß er als Juror in der SWR-Ratesendung “Ich trage einen großen Namen” und war blank, als eine berühmte politische Autorin des 19. Jahrhunderts gesucht wurde, die u.a. das Frauenwahlrecht forderte. Er kannte keine einzige – und somit auch nicht Hedwig Dohm, um die es hier ging. Ein Armutszeugnis. Und dann macht Scheck beim SWR auch noch die desaströse, peinliche, erschreckende, geschichtsvergessene Sendung “Schecks Anti-Kanon”, wo er sich als Gott verkleidet den “schlechtesten Büchern der Weltgeschichte” widmet und diese am Ende per Finger zeig in Brand setzt, u.a. das brillante Buch “Kassandra” von Christa Wolf. Im Ernst, SWR: Ihr verbrennt Bücher? Gott verbrennt Bücher? Ist euer Gott ein Nazi? Die Diskussion ist heftig. Am Ende diskutieren laStaempfli und Rohnerin auch noch über das eigentliche Schwerpunktthema Berufswahl – und nähern sich diesem Thema von zwei so unterschiedlichen Seiten, dass die Diskussion irgendwann nochmals aufgenommen werden muss. Die Rohnerin will es praktisch, beispielhaft und individuell, laStaempfli will es strukturell, politisch, revolutionär. Einig sind sich die beiden nur in einem: Ökonomische Unabhängigkeit ist entscheidend, da Armut im Alter ein Geschlecht hat: Sie ist weiblich. “Und mit diesem Grauen hält mann alle Frauen im Schach – Frauen, dieses radikal soziale und angepasste Geschlecht” wie laStaempfli noch schnell reinpresst, hier im Text wenigstens. Diese Folge der #diepodcastin zeigt einmal mehr: Sprechendes, feministisches Denken ist nie Einheitsbrei. Links: – Denis Scheck spielt Gott und verbrennt “Kassandra” von Christa Wolf (SWR): https://www.swr.de/swr2/literatur/christa-wolf-kassandra-100.htm – Eigentlich wollte laStaempfli bei Berufen über die Mutterschaft reden, kam nicht dazu, deshalb hier ein Interview dazu https://www.julia-onken.ch/d/magazinbeitraege/posts/Interview-mit-Regula-Staempfli.php – Markus Lanz mit Frauenteam: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-13-juli-2021-100.html – Polis und Oikos bei Hannah Arendt im Kapitel “Der Raum des Öffentlichen und der Bereich des Privaten” von laStaempfli interpretiert. – Wie frau besser über Bücher reden kann, höre Gretchens Rache-Kritik des WDR https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/buecher/lesefruechte/gretchens-rache-100.html
- #diepodcastin im Gespräch: UTA BRANDES zu Gender & Design14.07., 15:0114.07.2021, 15:0101:16:44
#diepodcastin im Gespräch: UTA BRANDES zu Gender & Design. Isabel Rohner & Regula Staempfli laden in loser Folge Gespraeche mit herausragenden Frauen in #diepodcastin ein. Diesmal war es die grosse Freude von laStaempfli, DIE Expertin zu Gender und Design vors Mikro zu kriegen: Prof. Dr. UTA BRANDES. Uta Brandes war von 1995 bis 2015 Professorin für den Lehrstuhl Gender und Design am KIDS. In dieser Funktion machte sie die Genderforschung im Design weltweit bekannt. Sie ist, neben zahlreichen Funktionen und Ämtern, Gründerin des iphiGenia Gender Design Awards und Autorin mehrerer Standardwerke zum Design. Für die Podcastin erzählt Uta Brandes ihr Leben aus feministischer Perspektive: Sie ist, wie viele Stars der Szene, unglaublich begabt, vielfältig and “a real Mensch” – wie die New Yorkerinnen sagen. Ihre Lebensstationen führten sie vom Theater über die Verlagstätigkeit einer experimentellen Zeitschrift, die so klingende Namen wie Friederike Mayröcker, Valie Expoert, Peter Weibel, John Cage, die beiden Christos, Ernst Jandl etc. führte. Die fabelhafte Denkerin Uta Brandes war kurzzeitig sogar Ministerin mit einem politischen Amt. Als Designforscherin beflügelte sie in der Schweiz, in Australien, in Asien und immer wieder in den USA zahlreiche Institute mit ihren Ergebnissen zu Gender und Design. Sie initiierte und leitete Kongresse, u.a. zur “Zukunft der Sinne”. Gemeinsam mit Michael Erlhoff gründete sie be design, das bekannte Büro für Design-Beratung, das sie nach wie vor leitet. Uta Brandes ist Gründungs-Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung und gründete im Jahr 2013 das international Gender Design Network (iGDN). Sie war Gastdozentin an Universitäten in Tokyo, Nagoya, Fukuoka, Hangzhou, Shanghai, Peking, Taipei, Hong Kong, New York und Sydney. Sie war und ist Mitglied vieler Jurys und gehörte der Auswahlkommission Design der Studienstiftung des Deutschen Volkes an. Seit ihrer Emeritierung im August 2015 arbeitet sie an diversen Projekten: u. a. für „The Other Academy“, Design Institute for Social Innovation der Hong Kong Polytechnic University; als Ausstellungskuratorin der Wanderausstellung „Blue & Pink: Rethink“ – über gender-sensibles und gender-unsensibles Design; und im Kontext des international Gender Design Network (iGDN) forscht sie über Gender & Stadt. Sie berät Unternehmen in Fragen der Einbeziehung von Gender in den Designprozess, und sie schreibt Bücher sowie Essays. #diepodcastin findet: Wir alle sollten überall mehr von UTA BRANDES hören und lesen. Sie gehört zu den grossen Denkerinnen der Zeitgeschichte. Beste Info zu Prof.Dr. UTA BRANDES (emeritiert): https://www.be-design.info/ iphiGenia Gender Design Award 2019 | iphi 2019
- #diepodcastin im Wahljahr: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Mediendemokratie, die keine Geschlechterdemokratie ist, über Luschet als Laschet, über Annalena Baerbock & sexistischer DIEZEIT Politpodcast, Dickpics, Sklavenarbeit als sexuelle Gewalt, Schwangere, die ihren Kinderbauch zum Verkauf anbieten sollen, Politikstudien, kontextlose Neufeministinnen, Polyamorie en passent & Gretchens Rache als WDR-Bestsellerempfehlung10.07., 12:5810.07.2021, 12:5800:54:31
#diepodcastin im Wahljahr: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Mediendemokratie, die keine Geschlechterdemokratie ist, über Luschet als Laschet, über Annalena Baerbock & sexistischer DIEZEIT Politpodcast, Dickpics, Sklavenarbeit als sexuelle Gewalt, Schwangere, die ihren Kinderbauch zum Verkauf anbieten sollen, Politikstudien, kontextlose Neufeministinnen, Polyamorie en passent & Gretchens Rache als WDR-Bestsellerempfehlung CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet war letzte Woche beim Brigitte-Live-Talk – und formulierte in Sachen Gleichberechtigung Erstaunliches: “Mei Ziel wäre es, in der Gesellschaft dazu beizutragen, dass – auch ohne so eine gesetzliche Vorgabe – mehr an diese Geschlechtergerechtigkeit gedacht wird.” Die Rohnerin kommentiert: “Ich habe gestern an Schnittlauch gedacht – ist davon aber nicht gewachsen.” laStaempfli: DAS. WAEREN ENTSCHEIDENDE WAHLKAMPFTHEMEN!!! Aber nein, die Journis freuen sich an ihrer Rolle, die Kanzlerkandidatin stellvertretend für alle Frauen medial abzuschlachten. laStaempfli darüber, wie an Annalena Baerbock ALLE FRAUEN entwertet, diskriminiert, zerstückelt und ständig als “kleinere, falsche Lösung” durch die Medien geistert während Andi Scheuer mit Milliardenverlusten für die öffentliche Hand, während die korrupten Maskendeals, Wirecard überhaupt kein Thema darstellen. Schockierender Podcast der DIE ZEIT dazu: Frauenabwertender Medienzynismus pur. Doch argumentieren laStaempfli und die Rohnerin nur so, weil sie vielleicht selber die Grünen wählen? “Nein!”, weist laStaempfli dieses “Argument” von sich. Insbesondere aufgrund ihrer naiv-demokratiegefährdenden Haltung zu Islamismus und ihrer frauenfeindlich-naiven Haltung zur Prostitution kommen die Grünen für sie nicht in Frage. Und die Rohner ergänzt: “Bei unseren Medienanalysen spielen uns eigenen politischen Präferenzen keine Rolle. Wir würden hier den Medien genauso kritisch auf die Finger schauen, wenn sie so mit einer Kandidatin der Union, der SPD oder der FDP umgehen würden. Nur gibt es dort keine Frauen. ZEIT CAMPUS hat in einem Artikel 21 junge Politikerinnen zwischen 18 und 33 Jahren und aller politischer Couleur nach ihren Seximus-Erfahrungen gemacht – mit schockierendem Ergebnis: Hate-Mails, DickPics, Übergriffe bei Veranstaltungen, ja bis zu Morddrohungen gehören für diese jungen Frauen zum Alltag. Die Rohnerin verweist auf Studien zu sexueller Gewalt: Jede 3. Frau in Deutschland erfährt im Lauf ihres Lebens sexuelle oder physische Gewalt, jede 4. in ihrer Partnerschaft. Doch niemand – außer natürlich laStaempfli! – scheint sich zu fragen, wo denn diese ganzen gewalttätigen Männer sind. Die Rohnerin stellt die Generalfrage: Wie wollen wir als Gesellschaft eigentlich mit einander umgehen? Da Sexismus für Frauen in der Politik so normal ist, kann man es wirklich keiner Frau verdenken, wenn sie stattdessen lieber auf dem Sofa sitzen bleibt, anstatt sich für die Demokratie zu engagieren. So werden Frauen zum Schweigen gebracht. laStaempfli entsetzt sich über die Wortwahl anlässlich des 50jährigen Frauenstimmrechtsjubiläums der Schweiz sowie neuer politologische Studien: Kontext- und differenzierungslose ahistorische Bücher & Filme werden produziert. So fragt eine junge Politologin, weshalb denn die Frauen 1971 es verpasst hätten, die binäre Geschlechterordnung zu verändern. Hallo? Geschlechtergleichheit ist nicht so leicht wie einen veganen Joghurt kaufen. Die Meisten löschen die Erinnerung an die Gigantinnen, auf deren Schultern wir stehen; ohne diese wären wir nämlich als Frauen begraben. #diepodcastin empfiehlt HELDINNEN siehe Link: https://diepodcastin.de/2020/11/28/diepodcastin-ueber-heldinnen-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-den-brutalen-kampf-ums-frauenstimmrecht-unsichtbarkeiten-und-die-groessten-heldinnen-europas-bspw-theresia-rohner/ Die Rohnerin endet mit einer guten Nachricht: Ihr Roman “Gretchens Rache” wurde in der großen Bücher-Sendung von WDR5 besprochen – und hoch gelobt: “Hier trifft die spitze feministische Feder mitten in den patriarchalen Speck”, jubelt die Kritikerin Marija Bakker und wünscht dem Buch viel Erfolg im Feuilleton. Denn genau darum geht es in der Handlung: Wie funktioniert der Feuilleton – und wie schwer ist es für Autorinnen, sichtbar zu werden. Mit mörderischem Ausgang. Bild von Isabel Rohner Links: – Wahlanalyse aus dem Jahr 2011, die immer noch und leider zutrifft: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-41056.html – Der entsetzlich sexistische Podcast der DIE Zeit: https://www.zeit.de/politik/2021-07/bundestagwahl-annalena-baerbock-kanzlerkandidatin-wahlkampf-kritik-politikpodcast – Die ebenso entsetzliche Kolumne von Teresa Bücker siehe https://sz-magazin.sueddeutsche.de/freie-radikale-die-ideenkolumne/berufsverbot-prostituierte-schwangerschaft-90406 : Die privilegierte Bücker propagiert Menschenfleischverkauf in der Schwangerschaft (laStaempfli) – ZEIT CAMPUS “Jung, weiblich, unerwünscht”: https://www.zeit.de/campus/2021-07/sexismus-politik-politikerinnen-instagram-parteitage-frauen-demokratie – Rezension zu “Gretchens Rache” von WDR5: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/buecher/lesefruechte/gretchens-rache-100.html -Die wunderbare WDR Empfehlung für Isabel Rohners Gretchens Rache zum nachhören https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/buecher/lesefruechte/gretchens-rache-100.html
- #diepodcastin im Gespräch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli befragen Expertinnen. Heute Elisabeth Eberle über die Naturwissenschaft in der Kunst und umgekehrt.DAS BILD VON ELISABETH EBERLE IST MIT ABSICHT IN SCHLECHTER AUFLÖSUNG. ES HANDELT SICH UM EIN KUNSTWERK. Und diese werden mit Absicht und öfters gerne geklaut. Besonders von Frauen.30.06., 15:2230.06.2021, 15:2200:58:41
#diepodcastin im Gespräch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli befragen Expertinnen. Heute Elisabeth Eberle über die Naturwissenschaft in der Kunst und umgekehrt. DAS BILD VON ELISABETH EBERLE IST MIT ABSICHT IN SCHLECHTER AUFLÖSUNG. ES HANDELT SICH UM EIN KUNSTWERK. Und diese werden mit Absicht und öfters gerne geklaut. Besonders von Frauen. Hier hat #diepodcastin ein Gespräch übernommen des Podcasts: Art is a Piece of Cake – www.artisapieceofcake.art #diepodcastin dankt Elisabeth Eberle für die nochmalige Verwertung. Elisabeth Eberle ist die Künstlerin der Grenzbeschreitung und der Grenzüberschreitung. Sie ist grandiose Poetin mit naturwissenschaftlichen Hintergrund, sie geht an die Welt und stellt die entscheidenden Fragen nach Kultur und Natur: Wo ist Natur, wie lässt sie sich auflösen, verändern, überführen, verführen? http://www.elisabetheberle.ch/exhibition Elisabeth Eberle interessiert sich was geschieht, wenn augenscheinlich ‚natürliche’ Objekte in künstlichen Verfahren hergestellt werden und dadurch die Grenzen zwischen diesen kulturellen Determinanten verwischen. Daneben führt sie seit über 10 Jahren ein Archiv zu Frauen* in der Kunst, das sich nach und nach mit Aspekten ihrer Kunst überlagerte. Sie ist als Künstlerin eine ART-Archivistin. 2018 Elisabeth Eberle u.a. an einer Ausstellung unter dem Heading 100 Ways of Thinking beteiligt; es ging um Brückenbauen zwischen Forschung und Kunst: DAS THEMA der Art-Installationen der unglaublich begabten, intelligenten Frau. Für diese Ausstellung interpretierte die KunstDenkZeigerin zwei Augen, die in der Neuro-Ophtamologie aufgenommen wurden, aufgesetzt in Bildschirmen, umwerfend sinnlich, berührend und materiell zugleich. Elisabeth Eberle transformiert die Schnittstellen zwischen Natur und Künstlichkeit, in unzähligen Ausstellungen, einzigartig und ausdrucksstark. Sie nannte bspw. die Magnolienfrucht-Skulptur Noli me tangere, der Graphitstaub eingerieben, würde bei Berühung abfärben. Eine Kuratorin nannte einige Arbeiten Digitalisiertes Herbarium: laStaempfli nennt es das WEBEN zwischen der Verletzlichkeit der Menschen, der Natur, der Dinge mit der digialen Welt. Zur Zeit – bis 20. Juni – läuft noch ihre Ausstellung im Zürcher Helmhaus zum Archiv FRAUENZAEHLEN. Zusammen mit anderen Künstlerinnen stiess Elisabeth Eberle die große öffentliche Debatte über die Unterrepräsentation von Künstlerinnen in Schweizer Museen und Ausstellungshäusern an. Daraus destillierte sie u.a. das Audio-Stück mit dem Titel „Kai spricht.“ Links: http://www.elisabetheberle.ch/exhibitions ; Zum Auge spezifisch siehe https://iovs.arvojournals.org/article.aspx?articleid=2162950 und das Zürcher Helmhaus. Hier ein weiterer Link zur Ausstellung: https://artifice21.ch/online-tour/helmhaus/zirkuliere/elisabeth-eberle/
- #diepodcastin gibt Medientipps: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Daniela Cavallo, Cindy Hensley McCain, Annalena Baerbock, die fabelhafte Luise F. Pusch. SEXISMEN in DIEZEIT, SPIEGEL, BILD quasi als Alltag.26.06., 12:1926.06.2021, 12:1900:54:15
#diepodcastin gibt Medientipps: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Daniela Cavallo, Cindy Hensley McCain, Annalena Baerbock, die fabelhafte Luise F. Pusch. SEXISMEN in DIEZEIT, SPIEGEL, BILD quasi als Alltag. Die Rohnerin hat konkrete Medientipps mitgebracht: Grandios. Zum Einstieg vermasselt laStaempfli ihren Wochenrückblick: Dies indessen der Wut über die extrem hohe Frequenz der Sexismen diese Woche in den grossen Medien geschuldet. Für die Rohnerin ein Steilpass für ihr Thema: “Wie erkenne ich, dass mein Artikel sexistisch ist bzw. wie gelingt es mir, zukünftig nicht mehr sexistisch zu schreiben?” Ein wahres Musterbeispiel an sexistischer Berichterstattung lieferte diese Woche, neben der DIE ZEIT zu Daniela Cavallo, am 24.6., SPIEGELONLINE. Zur Nominierung von Cindy McCain zur neuen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen veröffentlichten sie einen Text, ohne ihren Namen in Titel, Übertitel oder Teaser zu nennen. Stattdessen wurde aus der erfolgreichen Unternehmerin und jahrzehntelangen Expertin für Ernährungspolitik in der Dritten Welt “die Witwe”. Die Rohnerin hat sich darauf hin über Twitter direkt bei der Redaktion beschwert und zwar mit folgendem Text: “Die “Witwe” hat einen Namen, liebes Twitter-Team von @derspiegel. Ihn im Teaser zu unterschlagen ist sexistisch. Und zu suggerieren, Cindy McCain hätte das Amt einfach so beokmmen, ebenfalls (gilt auch für den Artikel).” Et voilà: Inzwischen wurde der Artikel geändert. Natürlich, ohne auf die massiven Proteste im Netz hinzuweisen… “Medien machen Welt-Bilder”, so laStaempfli in ihrem “Die Macht des richtigen Friseurs. Über Medien, Politik und Frauen”. Dabei werden, bewusst oder unbewusst Ideologien vermittelt. Männliche Macht wird ungefiltert, unkritisch eins zu eins vermittelt, Frauen werden im deutschsprachigen Raum SYSTEMATISCH VERNIEDLICHT, HERABGESETZT, UNSICHTBAR GEMACHT. Noch und noch. Männer kommen häufiger vor als Frauen. Frauen haben keine Namen, sondern sind Zivilstand. Frauen haben zu Kunst, Sport, Wissenschaft generell fast nix zu sagen. Frauen werden subtil oder ganz offen klischiert. Frauen werden ständig Kompetenzen abgesprochen. laStaempfli berichtet über Daniela Cavallo und Annalena Baerbock und hält fest: “So wie mit Annalena Baerbock umgegangen wird, so wird mit uns allen Frauen umgegangen.” Ein wahres Musterbeispiel an sexistischer Berichterstattung lieferte diese Woche, am 24.6., SPIEGELONLINE. Zur Nominierung von Cindy McCain zur neuen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen veröffentlichten sie einen Text, ohne ihren Namen in Titel, Übertitel oder Teaser zu nennen. Stattdessen wurde aus der erfolgreichen Unternehmerin und jahrzehntelangen Expertin für Ernährungspolitik in der Dritten Welt “die Witwe”. Die Rohnerin hat sich darauf hin über Twitter direkt bei der Redaktion beschwert und zwar mit folgendem Text: “Die “Witwe” hat einen Namen, liebes Twitter-Team von @derspiegel. Ihn im Teaser zu unterschlagen ist sexistisch. Und zu suggerieren, Cindy McCain hätte das Amt einfach so beokmmen, ebenfalls (gilt auch für den Artikel).” Et voilà: Inzwischen wurde der Artikel geändert. Natürlich, ohne auf die massiven Proteste im Netz hinzuweisen… Für die Rohnerinwaren diese Berichte diese Woche Anlass, konkrete Praxistipps für Medienschaffende aufzulisten à la “Wie erkenne ich, dass mein Artikel sexistisch ist bzw. wie gelingt es mir, zukünftig nicht mehr sexistisch zu schreiben?” Im Gespräch denken Isabel Rohner und Regula Stämpfli laut darüber nach. Hier unsere Leitsätze: – Wenn ich über eine Frau schreiben soll, dann schreibe ich über diese Frau und nicht über ihren Mann, ihren Vater, ihre Kinder oder ihren Obsthändler. – Wenn ich über eine Frau schreibe, dann nenne ich ihren Namen und zwar möglichst im Titel, spätestens im Teaser. – In Interviews stelle ich Männern und Frauen die gleichen Fragen. – Ich verwende für Frauen keine anderen Adjektive oder Verben wie bei Männern. – Ich mache regelmäßig den Check: Genauso we ich Frauen beschreibe, würde ich auch über Männer schreiben. – Ich schreibe über Frauen und zwar in etwa genau so häufig wie ich über Männer schreibe. – Ich weiß: Frauen sind vielfältig! Diese Vielfalt will ich abbilden. – Wenn ich Expertise brauche (O-Töne) dann frage ich IMMER auch eine Frau. – Ich achte darauf, Frauen korrekt ins Bild zu rücken. Frauen haben IMMER NAMEN & Funktion. PS: Zum Thema “Frauen in den Medien” ist laStaempfli in den Jahren 2007 bis 2018 durch alle Länder getingelt, siehe auch Homepage www.regulastaempfli.eu insbesondere den YouTube Kanal rechts. Bild als Illustration “Die unbenannten Frauen” aus dem Jahre 1913 Illustration für Kunstwerke.
- #diepodcastin über Sklavenarbeit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren Müll bei der dpa, ZDF & Lohndiskriminieung, das Unwort "Doppelverdiener" oder "Sexarbeit" oder "Prostitution als Beruf", die Attacken gegen die beste zeitgenössische Historikerin Hedwig Richter und die Medien-Oberschrumpelgurke Schweizer Illustrierte.19.06., 14:2619.06.2021, 14:2600:45:19
#diepodcastin über Sklavenarbeit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren Müll bei der dpa, ZDF & Lohndiskriminieung, das Unwort “Doppelverdiener” oder “Sexarbeit” oder “Prostitution als Beruf”, die Attacken gegen die beste zeitgenössische Historikerin Hedwig Richter und die Medien-Oberschrumpelgurke Schweizer Illustrierte. Feministischer Wochenrückblick: 1. Zeit für eine Goldene Schrumpelgurke: Die Rohnerin verleiht sie in dieser Woche der dpa, der Deutschen PresseAgentur, die folgende markerschütternde, unfassbar relevante Meldung über den neuen alten Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt in die Welt blies: “Haseloff bringt zu Hause den Müll raus.” Und Die Zeit, der Spiegel, die Welt, die Süddeutsche hatten nichts Besseres zu tun als diese Meldung genauso zu wiederholen. Unpolitisch. Ohne Einbettung. Ohne gesellschaftspolitische Diskussion oder Kritik. So kann Die Podcastin nur feststellen: Super.Man ist offensichtlich out, es lebe der Mithelf-Man! Peinlich. 2. Christine Dankbar berichtet für die Berliner Zeitung: “Jetzt ist es amtlich. Das ZDF bezahlt Frauen weniger als Männer.” Die ZDF-Reporterin Birte Meier hat einen weiteren Erfolg in der Auseinandersetzung mit ihrem Sender erzielt. Die Journalistin hat das ZDF verklagt, weil sie schlechter bezahlt wird als ihre männlichen Kollegen. laStaempfli: “Wieder eine Frau, die alleine kämpfen muss und alleine, ad personam für ihr Engagment bestraft wird.” Birte Meier wurde nämlich vom ZDF versetzt. Was tun? Hiesse sie Thomas Müller: Die Journis in ganz Deutschland würden sich mit ihr solidarisieren. 3. OECD-Report über die Kosten von ausserhäuslicher Kinderbetreuung. Die Medien berichten von “Doppelverdiener werden stärker zur Kasse gebeten”. Doppelverdiener, so laStaempfli, ist ein Faschobegriff und historisch: Damit wurde in der Schweiz verheirateten Lehrerinnen verboten, nach Eheschliessung, weiter ihrem Beruf nachzugehen. 4. Die heftigen, diffamierenden Attacken gegen Hedwig Richter: HIER IST LEIDER DIE TECHNIK AUSGESTIEGEN, wie ärgerlich und #diepodcastin entschuldigt sich dafür. Deshalb etwas längerer Text: Der Angriff neidischer, missgünstiger, akademischer Wichtigtuer gegen die innovative, moderne, intellektuelle und sehr klar argumentierende Hedwig Richter fällt unter die Kategorie #Misogynie #Verleumdung. laStaempfli verweist bei der inhaltlichen Dimension auf die sehr kluge und nüchterne Replik von Hedwig Richter: http://www.sehepunkte.de/2021/06/kommentar/hedwig-richter-ueber-rezension-von-demokratie-eine-deutsche-affre-112/ Darin weist Hedwig Richter nach, dass sowohl Jansen als auch Wirsching, zwei Kollegen, die sich “unter Männern” sicherlich abgesprochen haben, ihr Buch nicht rezensieren, sondern ein FAKE Buch kritisieren, das sie mitnichten geschrieben hat. laStaempfli: “Jansen und Wirsching strotzen vor persönlicher Attacken auf Hewig Richter während diese aufzeigt, dass es den Kriegstreibern unter den Historikern nicht um eine redliche Auseinandersetzung mit neuen Demokratieansätzen geht, sondern darum, eine Kollegin und deren Erfolg mies zu reden, fertig zu machen und für die weiteren akademischen Posten UNWÄHLBAR zu machen. Es ist unglaublich übel: Alles. Wortwahl, persönliche Diffamierungen, falsche Quellenhinweise von zwei Typen, DIE NOCH NIE IN IHRER KARRIERE AUCH NUR EIN RELEVANTES WORT ZU FRAUEN- UND GESCHLECHTERGESCHICHTE PUBLIZIERT HABEN. Hier sollen für alle Zukunft Frauen, die Demokratiegeschichte als DEMOKRATE GESCHICHTE und nicht als linkes Mackergedöns verstehen, verhindert werden.” 5. Dann zur fünften Aktualität, die direkt ins Thema Prostitution führt: Nicht weniger peinlich, aber mit einer Schrumpelgurke allein nicht zu beheben, ist die Berichterstattung des beliebten Schweizer Familienmagazins “Schweizer Illustrierte” zur Wiedereröffnung der Bordelle in der Schweiz nach der Pandemie: Mit einem Hochglanz-Foto, auf dem der SVP-Kantonalrat Valentin Landmann (schon älter) mit drei nackten, blutjungen Prostitutierten posiert, ist nichts weniger als eine aufpolierte Beschönigung der Prostitution. Was möchte uns die Schweizer Illustrierte, beliebt bei vielen Familien in der Schweiz denn damit sagen? Nicht nur die Kantonsrätinnen Andrea Gisler und Silvia Rigoni, die einen Offenen Brief lanciert haben, auch Die Podcastin findet: Das ist Werbung – und das ist abscheulich, frauenverachtend, skandalös. Die Rohnerin wird polemisch: Möchte die Schweizer Illustrierte mit diesem Artikel vielleicht einen Beitrag zur Berufsorientierung junger Mädchen und Frauen leisten? Heißt es doch überall, Prostitution sei “ein Beruf wie jeder andere auch”. Rohnerin und laStämpfli finden: Nein. Körper zu verkaufen, Löcher zu verkaufen, Fleisch zu verkaufen, ist kein Beruf, sondern menschenverachtender Fleischhandel und Sklaverei. Die Rohnerin erklärt darüber hinaus als Berufsexpertin brillant: Bei Berufen – in der Schweiz gibt es übrigens über 250, in Deutschland über 300 – einigen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf Ausbildungsinhalte. Eine Berufsausbildung dauert 2- 3 1/2 Jahre. Bei Prostitution alles nicht der Fall! (Großes Erstaunen…) Und sollte Prostitution wirklich ein Beruf sein – wo bleiben dann die Schülerinnenpraktika?!? Warum machen die ganzen Unterstützer des Ausbeutungssystems nicht Werbung dafür, dass bspw. 11-jährige Mädchen mal ein Schnupperpraktikum im Bordell machen? Warum? Weil wir es hier mit astreiner Doppelmoral zu tun haben laStämpfli und die Rohnerin unterstützen das Nordische Modell (das die Grünen in Deutschland auf dem letzten Parteitag übrigens gerade abgelehnt haben!): Ein Instrument zur Bekämpfung von Prostitution, indem die Fleischkäufer (das Wort “Freier” von Mittelhochdeutsch “werben um jemanden; jemanden heiraten” ist purer Euphemismus) kriminalisiert, die Frauen entkriminalisiert und sie beim Ausstieg unterstützt. Das Europäische Parlament hat übrigens bereits 2014 eine Resolution verabschiedet, in der allen EU-Mitgliedsstaaten das Nordische Modell empfohlen wird. In mehreren Staaten – von Schweden bis Island, von Irland über Frankreich bis Israel – ist das Nordische Modell übrigens bereits Realität. #diepodcastin meint: Das Ergebnis: Die Mehrheit der Bevölkerung ist unterstützt diesen Weg – und insbesondere junge Männer in diesen Ländern lehnen das Ausbeutungssystems Prostitution heute viel stärker ab als die Generation vor ihnen. Wenn das kein Erfolg ist! Bild von Gudrun Baudisch 1929 aus der aktuellen Ausstellung der Wiener Werstätterinnen, fotografiert von laStaempfli Links: –dpa MÜLLGESCHICHTE siehe https://www.rtl.de/cms/haseloff-bringt-zu-hause-den-muell-raus-4776150.html –ZDF & Frauenlöhne siehe https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/jetzt-ist-es-amtlich-das-zdf-bezahlt-maenner-besser-als-frauen-li.165993 –Doppelverdienerinnen siehe https://www.swissinfo.ch/ger/direktedemokratie/regula-staempfli_-demokratie-besteht-in-der-schweiz-aus-rechten-und-pflichten/42968978 –Hedwig Richter: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/masslose-kritik-an-der-historikerin-hedwig-richter-17248489.html http://www.sehepunkte.de/2021/06/kommentar/hedwig-richter-ueber-rezension-von-demokratie-eine-deutsche-affre-112/ https://www.hsozkult.de/review/id/reb-49883?title=h-richter-demokratie http://www.sehepunkte.de/2021/03/34995.html – Prostitution siehe https://www.ensuite.ch/menschenfleischarbeit-piff-paff-puff/ -Nordisches Modell: https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/themen/frauenhandel/nordisches-modell
- #DiePodcastin Ein Jahr danach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli feiern die 61 Folgen, die Heldinnen, Zita Küng & Emilie Kempin-Spyri, benennen die wahren Künstlerinnen des URINALS, kündigen Fussball-Suada für nächste Woche an & machen weiter.12.06., 13:0912.06.2021, 13:0900:49:02
#DiePodcastin Ein Jahr danach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli feiern die 61 Folgen, die Heldinnen, Zita Küng & Emilie Kempin-Spyri, benennen die wahren Künstlerinnen des URINALS, kündigen Fussball-Suada für nächste Woche an & machen weiter. laStämpfli und die Rohnerin feiern diese Woche Jubiläum: Ein Jahr “Die Podcastin”! Das sind satte 60 Folgen gemeinsames Denken, Sprechen, Diskutieren (plus 1 Folge “Die Podcastin im Gespräch”). 60 Folgen die Welt endlich mal feministisch betrachten und nicht auf einem Auge blind! Wenn das kein Grund zum Feiern ist!? Wobei: So ganz einig sind sich die beiden bei diesem Punkt nicht. Es gibt einfach noch so, so viel zu tun in unserer Welt, in unserer Gesellschaft, in den Medien. Dafür braucht es “Die Podcastin”. Die Rohnerin hat sich zur Feier des Tages vorgenommen, beim feministischen Wochenrückblick nur über Positives zu berichten. Eine echte Herausforderung – und so ganz durchziehen ließ sich dieser Ansatz nicht. Zwar ist es positiv, dass bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhang die 9 Direktkandidatinnen, die die CDU aufgestellt hat, allesamt ihr Direktmandat auch geholt haben – allerdings wird die mächtige CDU-Landtagsfraktion mit einem Männeranteil von unfassbaren 77,5 % (!) an den Start gehen. Demokratie muss anders aussehen. laStämpfli hat gestern noch an einem anderen Jubiläum teilgenommen: Auch das Hedwig Dohm Trio von Isabel Rohner, Historikerin Nikola Müller und Schauspieler Gerd Buurmann konnte feiern, nämlich 15-jähriges Bestehen. Freut ihr euch auch schon auf die Fußball-EM? Zuschauen, mitfiebern, ein Sommermärchen feiern? Allerdings müssen wir damit noch bis Juli 2022 warten. Dann nämlich findet die nächste EM der FußballerINNEN statt. Ursprünglich für Juni 2021 geplant, mussten die Frauen den Männern weichen. Vielen Dank auch, UEFA… Dann finden LaStämpfli und die Rohnerin doch noch etwas zum Feiern: Am 11.6.2021 hat der Schweizerische Anwaltsverband zum ersten Mal den Emilie Kempin-Spyri-Preis verliehen und die großartige Zita Küng ausgezeichnet! “Die Podcastin” gratuliert der Initiatorin der Initiative CH2021 von Herzen! Ach ja: Und auch zu “Gretchens Rache” (Ulrike Helmer Verlag), dem neuen Buch von Isabel Rohner gibt’s Positives zu berichten: Sowohl in Ostdeutschland als auch in der Ostschweiz sind große und positive Rezensionen erschienen: “Ein großes Lesevergnügen!”, schreiben die Lausitzer Rundschau und die Märkisch Oderzeitung. “Humorvolll mit satirischem Schwung”, schreibt das Tagblatt. Und auch “Die Podcastin” wird erwähnt. Ja. Wir feiern. Wir bringen nur positive News und scheitern dann doch in between. Und ach ja: Die Geschichte des Urinals ist echt der Hammer: DAS STÜCK DER MODERNE WURDE DEFINITIV ON EINER FRAU ENTWORFEN. Als „Freundinnen“ Duchamps kommen zwei Frauen infrage, die Übersetzerin Louise Norton, die das Urinal in ihrem Text „Buddha of the Bathroom“ als Kunstwerk bewarb, und die Dada-Künstlerin Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven. – Rezension zu “Gretchens Rache” im Tagblatt: https://www.tagblatt.ch/kultur/ostschweizerkultur/krimi-mord-und-frauenrechte-neues-von-der-stgaller-autorin-isabel-rohner-ld.2149174 – Rezension zu “Gretchens Rache” in der Lausitzer Rundschau (paywall)): https://www.lr-online.de/nachrichten/kultur/gretchens-rache-der-neue-fall-von-isabel-rohner-spielt-im-spreewald-57299637.html – Buch bestellen? “Gretchens Rache” gibts direkt hier beim Ulrike Helmer Verlag: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/ – Infos zum Hedwig Dohm Trio und zur Edition Hedwig Dohm von Nikola Müller und Isabel Rohner: www.hedwigdohm.de – Emilie Kempin-Spyri-Preis 2021 für Zita Küng: https://www.sav-fsa.ch/de/aktuell/news/emilie-kempin-spyri-preis-2021-64.html Eigene Transformationsfolgen: Geld, Heldinnen, Alter www.diepodcastin.de Isabel Rohner und Regula Stämpfli erklären die Welt.
- #DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen Feministinnen und endlich über Liebe: Friederike Mayröcker mit Ernst Jandl, Gertrude Stein mit Alice B. Toklas, Susan Sontag & Annie Leibovitz, Hedwig& Ernst Dohm, Simone de Beauvoir & Sartre (Streit), Michelle & Barack Obama bis es "stop" macht.05.06., 13:5905.06.2021, 13:5900:52:27
#DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen Feministinnen und endlich über Liebe: Friederike Mayröcker mit Ernst Jandl, Gertrude Stein mit Alice B. Toklas, Susan Sontag & Annie Leibovitz, Hedwig& Ernst Dohm, Simone de Beauvoir & Sartre (Streit), Michelle & Barack Obama … bis es “stop” macht. PS avant la lettre: Some Fehlschreibe hier ist beabsichtigt, da laStaempfli mayröckerisch inspiriert ist – die Rohnerin wusste nichts davon, deshalb alle Fehler auf Konto von Regula. Eben: Die große Friederike Mayröcker ist tot. Die Rohnerin und LaStämpfli sind betroffen und verneigen sich vor einer Jahrhundertkünstlerin, einer Zauberin der Sprache, einer Bilderschafferin, einer Textvirtuosin. Mayröckers Gedichte sind jeden Tag neu: Sie ist alterslos. Buch um Buch und orthografisch schon fascht stämpflisch: “da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete” – ihr letztes Buch. Bei Mayröcker geht es immer um Alles und um Nichts – ins Fenster gelinst mit Wiszbegierde. Die schöne #diepodcastin-Folge wird an dieser Stelle etwas durch den Ärger von laStaempfli über das sexistische Maischberger-Interview mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock durchbrochen. Schade, denn eigentlich war das Thema privat und öffentlich zu wichtig, aber sei es drum. Die Rohnerin spricht sehr klug über den Dreiteiler, den 3Sat/SRF diese Woche ausgestrahlt hat: Unter der Überschrift “Starke Frauen” wollen Filmemacherin Rosanna Grüter und Moderatorin Patrizia Laeri Frauen aus “Politik” (Folge 1), “Medien” (Folge 2) und “Pornographie” (Folge 3) vorstellen. So positiv es Isabel Rohner findet, dass endlich mal Frauen zur Prime Time im Mittelpunkt des Fernsehgeschehens stehen, so sehr bedauert sie es, dass dem Dreiteiler leider vielfach ein wissenschaftlicher Unterbau fehlt. LaStämpfli bringts auf den Punkt: Die Reihe ist leider und wiedermal völlig ahistorisch. Dennoch empfiehlt die Rohnerin allen Hörerinnen und Hörern, sich den zweiten Teil der Reihe in der Mediathek anzuschauen. Darin werden die beiden großartigen Kämpferinnen Jolanda Spieß-Hegglin und Sigi Maurer mit ihren Geschichten porträtiert. Jolanda Spiess-Hegglin ist in der Schweiz gerade dabei, im wahrsten Sinn Mediengeschichte zu schreiben: Nachdem sie über Jahre von den Schweizer Medien in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt wurde, läuft aktuell ihre Klage gegen den Medienkonzern Ringier (“Blick”) auf Herausgabe aller Einnahmen, die mit reißerischen Artikeln über sie in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Es geht um viel Geld und um die Zukunkft des Boulevards, wohl nicht nur in der Schweiz. Wir drücken ihr alle Daumen! Und dann ist es soweit: LaStämpfli und die Rohnerin sprechen über die Liebe. Liebe, die beflügelt, die unterstützt, die auf Respekt und Unabhängigkeit basiert. Und über Paare der Gegenwart und Vergangenheit: Michelle und Barack Obama, Hedwig Dohm und ihr Mann Ernst, Margrith Bigler-Eggenberger und Kurt Bigler, Rosa Bonheur und Natalie Micas, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Alice B. Toklas und Gertrude Stein, Erika Mann und Therese Giehse. Ja, und auch über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, wobei die Meinungen auseinandergehen. Wo sich die beiden allerdings einig sind: Liebe und finanzielle Abhängigkeit gehen nicht zusammen. So viel mehr & klüger hätte laStaempfli über Liebe reden wollen, konnte es aber nicht formulieren: Dass sie das mit Geliebt-Sein vor allem für Ehepaare als Voraussetzung meinte, gleich welcherlei Geschlechts, dass indessen Affären vor allem aus LIEBEN bestehen dürfen, weil wunschlos glücklich und unerfüllt, wie Affären so sein müssen. All das kam nicht zustande, ob es wohl an der Verstimmung über Baerbocks Interview oder der misslungenen Serie über „starke Frauen“ lag? Auch die wunderbare Rohnerin hätte soviel mehr zu erzählen gewusst und gewollt,über die Liebe. Doch #diepodcastin meinte irgendwann mal: Hier stoppe ich mal. Folgefazit: Hören Sie der Rohnerin und laStaempfli beim Denken zu. Beide dachten über Liebe zu sprechen, wussten aber ganz viel Anderes und Mehr zu berichten. Bildquelle: Graffiti fotografiert von Isabel Rohner. Links: – “Starke Frauen: Frauen und Medien” mit der großartigen Jolanda Spiess-Hegglin: https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/starke-frauen-2-100.html – Literaturtipp: Joey Horsley & Luise F. Pusch: Berühmte Frauenpaare. Suhrkamp Verlag. – Über KünstlerInnen-Paare ein guter Artikel siehe https://magazine.artland.com/10-striking-artist-couples/
- #diepodcastin urteilsstark: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über PERSOENLICH-PRIVAT, Giffey, Annalena Baerbock, Seehofer, Scheuer, Rücktritte oder keine, öffentliche Männer-Milliardenvergehen ohne Konsequenzen, Medienbigotterie im Hinblick auf die Genderfrage, Haushalt & weshalb das Lachen der Frauen höchst POLITISCH ist.29.05., 09:3429.05.2021, 09:3400:47:04
#diepodcastin urteilsstark: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über PERSOENLICH-PRIVAT, Giffey, Annalena Baerbock, Seehofer, Scheuer, Rücktritte oder keine, öffentliche Männer-Milliardenvergehen ohne Konsequenzen, Medienbigotterie im Hinblick auf die Genderfrage, Haushalt & weshalb das Lachen der Frauen höchst POLITISCH ist. laStaempfli sackstark über privat und politisch: Es gibt einen Unterschied zwischen persönlichen und politischen Vergehen. Ein persönliches Versagen und Vergehen, sollte nicht im Mittelpunkt stehen. Wer aber sein Werk in den Dienst einer rassistischen, antisemitischen und menschenzerstörendes System stellt, sollte selbstverständlich nicht mehr ausgestellt, gehört oder sonstwie in den Kontext von Kunst, sondern nur noch von Geschichte betrachtet werden. Angesichts der sexistischen und frauenverachtenden Werke vieler Autoren ist zu fragen, ob sie explizit IHR WERK auf misogyne Ideologien ausrichten. Dann gälte für diese Autorinnen Autorinnen* und Autoren auch das, was Regula Stämpfli über Emil Nolde ausgeführt hat, lesen:https://www.ensuite.ch/nolde-in-berlin-ueber-das-urteilen-in-kunst-und-politik/ Dann gehts in die Schweiz: Das Schweizer Bundesamt für Statistik hat eine neue Erhebung zu bezahlter und unbezahlter Arbeit von Männern und Frauen vorgelegt. Resultat: Bei Paaren arbeiten beide jede Woche 70 Stunden – die Frauen davon aber im Schnitt 52 Stunden unbezahlt. Bei den Männern sind es nur 35 Stunden, in denen sie unbezahlt tätig sind. Ob beim Putzen, Waschen, Kochen, Aufräumen, Einkaufen, bei der Pflege von Haustieren – überall wenden die Schweizerinnen viel mehr Zeit auf als ihre Partner. LaStämpfli dazu nicht ohne Ironie: Die Schweizernden haben einfach einen Putzfimmel! Immerhin – oder auch nicht: In den letzten zehn Jahren haben die Männer im Schnitt ihre Aktivitäten für Haus- und Familienarbeit um sage und schreibe 3 Stündchen in der Woche erhöht. Und was macht das Schweizer Radio und Fernsehen aus diesen Daten? Es titelt: “Männer helfen jedes Jahr mehr im Haushalt mit!” Die Rohnerin: Eine solche Headline ist mal wieder eine journalistische Meisterleistung im Patriarchat, wird doch damit glasklar impliziert, dass der Haushalt Aufgabe der Frauen ist – und Männer netterweise ein bisschen “mithelfen”. Wohnen denn die Männer nicht in denselben Wohnungen und Häuser wie ihre Partnerinnen??? LaStämpfli und die Rohnerin sind fassungslos. Da ist auch in der Berichterstattung noch ein großer Evolutionsschritt nötig. Nachdem sich die Rohnerin auf Twitter beim SRF über diesen Titel beschwert hat, wurde er übrigens geändert, jetzt heißt es dort: “Männer beteiligen sich jedes Jahr mehr an Hausarbeit”. Nein, so wirklich verstanden, hat die Redaktion das Problem noch nicht…POLITIK MACHT GENDERROLLEN: laStaempfli & Rohnerin führen die Geschichte an der Hausarbeit nochmals aus. Frauen und Lachen: Der grosse Themenblock mit viel Trauer. Frauen und Lachen ist ein wunderschöner Beitrag von Sarah Maria Deckert, die die grosse Hélène Cixous, die Begründerin der écriture féminine zitiert, weil sie schon 1975 Le Rire de la Méduse verfasst hat. Lachende Frauen provozieren Männer. PS: laStampfli meinte das mit dem Putzfimmel nicht ironisch: Französinnen putzen selten, haben dafür mehr Grund zum Lachen. Links: -https://www.ensuite.ch/nolde-in-berlin-ueber-das-urteilen-in-kunst-und-politik/ – https://www.srf.ch/news/schweiz/neue-statistik-maenner-beteiligen-sich-jedes-jahr-mehr-an-hausarbeit – https://sz-magazin.sueddeutsche.de/frauen/frauen-lachen-laecheln-90211?reduced=true
- #diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, dem fabelhaften "Gretchens Rache".22.05., 15:0222.05.2021, 15:0200:48:27
#diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, dem fabelhaften “Gretchens Rache”. Die #MeToo-Debatten machen auch vor der Verlags- und Literaturszene nicht halt – warum sollten sie auch: Die Verlagswelt und der Journalismus sind schließlich auch noch 2021 extrem männlich geprägte Bereiche, in denen Macht und Einfluss verhandelt werden. laStämpfli macht zu Beginn auf die aktuellen Vorkommnisse in Frankreich aufmerksam, wo sich über 100 Autorinnen an die Öffentlichkeit gewendet haben und strukturellen Sexismus im Büchermachen und in der Berichterstattung anklagen. Und auch in Deutschland zeigen die nackten Zahlen: Es gibt noch viel zu tun bis zur Gleichberechtigung. Die Rohnerin rezipiert brilliant die Studie #frauenzählen der Uni Rostock führte schon 2018 vor Augen: Bücher von Männern werden nicht nur häufiger besprochen – sie bekommen für Ihre Bücher auch mehr Raum in den Zeitungen. 2/3 aller besprochenen Büchern stammen von Männern – und männliche Kritiker besprechen sogar zu 3/4 nur Bücher von Männern. Bei Krimis sieht die Situation für Autorinnen dabei noch schlechter aus: Männerliche Kritiker im Krimibereich besprechen zu 82% Bücher von Männern. Damit wären wir beim Schwerpunktthema der Folge “Die Podcastin”: Isabel Rohner hat einen neuen Krimi geschrieben! In “Gretchens Rache” (Ulrike Helmer Verlag) geht sie dabei genau diesen Fragen nach: Über was für Bücher berichten die Medien? Wer entscheidet das und welche Rolle spielt dabei das Geschlecht? Linn Kegel und Bettina Heidenreich, die beiden etwas anderen Heldinnen der Rohnerin, sind auf einer heißen Spur … denn dieser Krimi voller skurriler Figuren und literarischer Anspielungen ist zugleich eine Realsatire auf das mediale Dickicht von Buchtipps und Rezensionen. Und für all die Leserinnen und Leser genau das richtige, die beim Lesen auch mal laut lachen wollen – und trotzdem am Ende des Buches viele kluge Gedanken und Anregungen mitnehmen können. laStaempflis Verdikt: “Rohners Krimi ist fabelhaft, humorvoll, ein kurzweilige Reise durch die sexistische Verlagsbranche, spannend, literarisch anregend und gefällt mir, als passionierte Krimileserin, enorm. Die Trilogie von “schöner morden” über “Taugenixen” hin zu “Gretchens Rache” schreit nach einer Verfilmung. Ich freue mich auf den nächsten Kicher-Krimi der genialen Isabel Rohner.” Wenn ihr ein paar von Isabel Rohners Romanfiguren schon jetzt kennenlernen wollt, hier ein paar Zitat aus dem druckfrischen Buch: „Meine Rezension wird hervorragend, ich muss dein Buch nur noch lesen.“ Caspar Brimborius, Feuilletonchef der Hamburger Allgemeinen Tageszeitung HATZ) +++ „Kulturkanon my ass!“ (Prof. Waltraud Dampf, Autorin einer 17-bändigen Kulturgeschichte des Penis) +++ „Alle zwei Jahre widmen wir eine Ausgabe von vorn bis hinten den Frauen.“ (Roland Weißweiler, LITERATUR HEUTE) +++ „Influencer? Wer hat die Grippe?“ (Giovanni Faber, Autor des Altherrenromans “Neue Triebe, starker Ast”) +++ “Goethes Faust wäre nie so ein Erfolg geworden, hätte er das Stück Gretchen genannt.“ (Doris Kranich, Feuilletonchefin des Blattes für Literarische Angelegenheiten BLA) +++ „Für feministische Bücher haben wir kein Ressort.“ (Aynur Müller, SPREEWALDBOTE) +++ „Ich finde das Geschlecht unwichtig. Darum werden in meiner Inszenierung alle Rollen von Männern gespielt.“ (Bertram Balinski, Schauspieler und Regisseur) “Gretchens Rache”, Paperback, 208 Seiten 13,00 € (D) ISBN 978-3-89741-451-8 Auch als eBook erhältlich. Bestellbar in jeder Buchhandlung oder direkt hier: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/
- #diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.15.05., 14:2815.05.2021, 14:2800:47:32
“Früher mussten wir Männer darauf hinweisen, dass Frauen auch Menschen sind. Nun müssen wir uns klar machen, dass auch Männer Menschen sind.” Fay Weldon, engl. Schriftstellerin #diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten. laStaempfli analysiert fulminant den “Feminismus ohne Eigenschaften” am Beispiel zweier neuer Sachbücher zum Feminismus. Sie missachtet die Namen der Autorinnen, weil diese dieselbe Taktik gegenüber Frauen anwenden. Die neuen Bücher klingen so als wären sie von Frauen, die erst grad entdeckt haben, dass es Feminismus gibt und sie die Ersten wären, das Patriarchat mit ein paar Popgedanken abzuschaffen. Das. Ist. Patriarchat. PUR. Die Männer als Norm. Es würde kein Soziologe und Verlag es wagen, Bücher ohne Niklas Luhmann, Max Weber und Karl Marx auf den deutschsprachigen Markt zu werfen. Doch da es ja nur um Frauen geht, meinen auch die Frauen, es wäre kein Weiterdenken notwendig: Sie banalisieren einen jahrhundertealten Feminismus-Diskurs und paken diesen in mundgerechte Häppchen. Regula Stämpfli: “Kein Wunder bleiben die Frauen nicht nur völlig unterdrückt, sondern sie werden im Moment in Österreich vielfach ermordet. Entsorgt. Weil auch die Frauen sich Frauen und Frauenthemen bedienen als wären sie nur dazu da, die eigene Karriere zu puschen. Es geht um knallharte Ausbeutung. Es ist ein Feminismus ohne Eigenschaften.” Die Rohnerin bringt eine messerscharfe Analyse zu einem aktuellen Beispiel aus der Twitterwelt. Da macht der großartige und allen zum Folgen empfohlene Kanal @frauenvondamals auf Williamina Fleming aufmerksam: Eine Pionierin der Sternenkunde, die ihren Weg zur Abteilungsleiterin im 19. Jahrhundert als Hausangestellte begann. Der Tweet verwendete dazu den Ausdruck “sich hoch arbeiten”, was bei einer Leserin zur Nachfrage führte, ob das nicht abwertend sei, da es mit “sich hoch schlafen” assoziiert werden könnte. Die Rohnerin ist der Meinung: Nein! Bei Männern ist “sich hoch arbeiten” ein völlig normaler Ausdruck, wenn es um den sozialen Aufstieg geht oder ums Karrieremachen. Einmal googeln genügt: Das Netz ist voll mit Hinweisen darauf, dass sich bspw. Markus Söder oder Jens Spahn hochgearbeitet hätten – ohne jede sexuelle Konnotation! Warum also assoziieren wir das bei Frauen so sexistisch? Damit – der Meinung ist die Rohnerin – werten wir selber Frauen ab. Die Rohnerin und laStaempfli diskutieren heftig. Dann fährt die Rohnerin mit dem Wiedergucken der Trilogie “Indiana Jones” weiter: Als Kind liebte sie die Serie und ist heute über den Sexismus, ja die frauenverachtende Gehirnwäsche dieser Filme echt schockiert: In der “Indiana Jones”-Trilogie darf pro Film nur je eine Frau überhaupt sprechen – und muss jeweils von allen Männern verteidigt werden werden. Der Frauenverachtung pur ist der zweite Teil: Ein sechsjähriger Junge wird cleverer als die kreischende Blondine dargestellt. Dies war übrigens schon in den 1980er Jahren ein Thema, siehe https://www.csmonitor.com/1984/0531/053116.html Die Rohnerin findet: Diese Verachtung gegenüber Frauen gräbt sich ganz tief in die Gehirne ein! “Wir brauchen mehr wirkliche Vorbilder für Mädchen und Jungen, gerade auch im Film! Doch noch immer müssen wir diese mit der Lupe suchen. Filme wie “Vaiana” oder “Elona Homes” sind Ausnahmen dieser bitteren Regel.” laStaempfli geht über zur Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner, hier einige Zitate von Xenia Hausner, in die sich laStaempfli schockverliebt hat: „Ich bin nicht tagesaktuell, aber seismografisch, und reflektiere meine Zeit. Ich hänge mich nicht an den Abendnachrichten auf, lebe aber sehr bewusst in unserer heutigen Welt.“ “Ich gebe keine Gebrauchsanweisungen oder Leseanleitungen. Im Gegenteil. Eindeutige Lesarten sind langweilig. Das Leben ist ein Fragezeichen. Kunst muss geheimnisvoll, unangepasst und irrational sein.” “Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.” Xenia Hausners Ausstellung in der Albertina in WIEN ist ein MUSS und ein Genuss: Die Frauen springen einen an und mit ihnen im Herzen und in den Augen und mit ihren ambivalenten Geschichten ermöglichen sie uns allen, die Welt zu verändern. Xenia Hauser setzt ihre Figuren zueinander in Beziehung. Um welche Beziehung es sich handelt, das lässt die Künstlerin offen. Das Bild “Kopfschuss” versinnbildlicht nicht nur unsere Folge, sondern Xenia Hausners grosse Interpretation des “Ich schaue mich zu Tode”. Womit wir bei der Heldinnenreise enden, die laStaempfli wieder und wieder gegen das Wegwaschen von universellen Themen einwirft. Am 19. Mai 2021 um 19 Uhr gibts LaStämpfli und Rohnerin übrigens live und in Farbe: Beim Online-Event der Schweizer Botschaft in Berlin sprechen die beiden über das Demokratiejubiläum “50 Jahre Frauenstimmrecht”. Seid dabei! Link :LiveStream am 19.5.2021, 19 Uhr, zum Online-Event der Schweizerischen Botschaft mit Dr. Regula Stämpfli und Dr. Isabel Rohner: https://www.youtube.com/watch?v=o1WoaBER-FE
- #DiePodcastin über Freundschaft: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Winzip, Barbie, Austrias Mediatoo, Yellow Press, Jan Böhmermann als Frau, den Muttertag, Freundschaft, das Konzept "beste Freundin", Simone de Beauvoirs Symbiose, Hannah Arendts Zärtlichkeit sowie die fabelhafte Senta Berger07.05., 18:3507.05.2021, 18:3500:47:50
#DiePodcastin über Freundschaft: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Winzip, Barbie, Austrias Mediatoo, die Yellow Press, Jan Böhmermann als Frau, den Muttertag, das Konzept “beste Freundin”, Simone de Beauvoirs Symbiose, Hannah Arendts Zärtlichkeit sowie die fabelhafte Senta Berger. Aktuell sind bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli die sexistische Algorithmisierung der “Haushälterin” bei WinZip, Barbie, die endlich mit BlackLivesMatter mitläuft, dick, klein, verschieden und versehrt sein darf (obwohl laStaempfli punkto Puppenspielen immer noch skeptisch ist und die Rohnerin DIE BESTE KINDHEITSANEKDOTE ERZÄHLT) erste Themen. Dann zur fabelhaften Senta Berger, die heuer 80 Jahre schön und alt wird. Senta Bergers Biographie im Jahr 2006 war explizit punkto MeToo und erzählt viel von der sexuellen Gewalt und Machtmissbrauch in Hollywood. Rückblickend stellen Isabel Rohner und Regula Stämpfli fest: Das war damals kein oder – wie BILD – ein völlig falsch rezipiertes Thema in den Medien. Mit MediaToo geht es weiter: Die fantastische Corinna Milborn hat Raphaela Scharf und Katia Wagner im Puls24 bedrückend und beeindruckend zum neusten MediaToo interviewt: Unbedingt nachgucken! Dann entlarven Isabel Rohner und Regula Stämpfli noch den Muttertag: Anna Jarvis, die den Mothersday für die Gleichberechtigung erfunden hatte und sogar vor Gericht zog, weil ihr die Kommerzialisierung ihrer Schöpfung zuwider war. Zum Thema Freundschaft kamen Isabel Rohner und Regula Stämpfli, weil auf TWITTER die Tatsache, dass sich beide nicht kennen und sich noch nie physisch begegnet sind, die Podcastin-Gemeinde erschütterte, worauf die Rohnerin feststellte: Weshalb sollten Frauen, die gemeinsam was tun, immer gleich Freundinnen sein? Simone de Beauvoir: Das Thema des Mannes ist die Freiheit, das der Frau die Symbiose: Isabel Rohner und Regula Stämpfli kommen in Fahrt und sind fabelhaft punkto ganz neuer Ansätze punkto Friendship.Dann schwärmt laStaempfli von Hannah Arendt als zärtliche Freundin: Das Foto zeigt Mary McCarthy & Hannah Arendt. laStaempfli vergisst aber die wichtigste Auseinandersetzung über Kollektive und Gershom Sholem mit Arendt, ach, ein andermal, tröstet die Rohnerin: #diepodcastin hat ja noch viel zu tun. Hört rein, es war Champagner pur. Links: – MediaToo in Austria: https://www.puls24.at/video/milborn-spezial-zur-causa-wolfgang-fellner-katia-wagner-und-raphaela-scharf-im-interview – Senta Berger https://www.zdf.de/nachrichten/leute-heute/videos/sentaberger-102.html – Muttertag siehe https://www.biorama.eu/muttertag-erfinderin/
- #DiePodcastin inspiriert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick und ihre Heldinnen wie Vorbilder Süssmuth, Pusch, Theresia Rohner, von der Leyen, Kopp, Peschel-Gutzeit, Hesse, Spiess-Hegglin01.05., 14:4301.05.2021, 14:4300:50:32
#DiePodcastin inspiriert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im feministischen Wochenrückblick und ihre Heldinnen wie Vorbilder Süssmuth, Pusch, Theresia Rohner, von der Leyen, Kopp, Peschel-Gutzeit, Hesse, Spiess-Hegglin Letzte Woche kam das #sofagate – wir bevorzugen ja die Bezeichnung #malefail – vors Europäische Parlament: Ursula von der Leyen machte in ihrer Rede klar, dass sie sich durch das Verhalten von Präsident Erdogan und Ratspräsident Michel zurückgesetzt fühlte und zwar “als Frau und Europäerin.” Damit macht sie deutlich: Struktureller Sexismus macht auch vor Spitzenpolitikerinnen nicht halt. Was für ein machtvolles, wichtiges politisches Statement! Die Rohnerin zitiert zudem Ska Keller, die Co-Vorsitzenden der Grünen im Europaparlament, die sich direkt an Charles Michel wandte und richtigerweise feststellte: “Wenn Sie die Kommissionspräsidentin so behandeln, dann kann keine Frau eine andere Behandlung erwarten!” Sie hat recht: Die Zeit, als Männer sich bequem zurücklehnen konnten, ist endgültig vorbei! Am 28. April 2021 konnten die Appenzellerinnen AI endlich 30 Jahre Demokratie feiern. Vor genau 30 Jahren fand die erste Landsgemeinde (= kantonale Wahl) statt, an der Männer UND Frauen gleichberechtigt teilnehmen durften. Was für ein Meilenstein in der Schweizer Demokratiegeschichte, den Appenzell einzig Theresia Rohner zu verdanken hat, die sich damals durch die Instanzen geklagt hat. Eigentlich hätten alle Zeitungen davon voll sein müssen. Doch so läuft es nicht, wenn es um Frauen geht, nichts passiert einfach so – schon gar nicht die Berichterstattung. Die Rohnerin musste ganz schön rödeln, es ist ihr aber gelungen, dass die Zeitung “20 Minuten” mit ihr ein Interview geführt hat. Tippen wir Heldinnen in Google ein, fragt die Maschine zurück: Meinen Sie Helden? laStaempfli erneut über Deutschland, Google-macht-Männermacht. Bei den Vorbildern bzw. inspirierenden Frauen sind sich LaStaempfli und Rohnerin einig: Es geht bei Vorbildern nicht darum, vollständig mit jemandem übereinzustimmen, sondern um Engagement, Eigenschaften, konkrete Handlungen. Denn was eint unsere Vorbilder: Es sind aktive Frauen, die handeln, die was tun, die politisch sind – und Humor haben. Die Rohnerin nennt Rita Süssmuth (Bundestagspräsidentin) und Elisabeth Kopp (erste Bundesrätin der Schweiz), Lore-Maria Peschel-Gutzeit (Ergänzung des Art. 3 Abs. 2 GG), Netzwerkerin Marlies Hesse (Journalistinnenbund) und Aktivistin Jolanda Spiess-Hegglin mit ihren Initiativen #NetzCourage und dem neuen Tool #NetzPigCock, über das Penisbilder direkt zur Anzeige gebracht werden können. Auf ihrer Liste standen aber noch viele, viele mehr, über die sie nicht mehr hat sprechen können…laStaempfli möchte stundenlang von Luise F. Pusch schwärmen, kommt aber auch nicht dazu und verweist deshalb in den Links auf die tonnenweise wichtigen Beiträge der herausragenden Sprach-Gigantin Pusch, die führende Linguistin, Denkerin und Archivarin für Frauenmenschen, Frauengeschichte, grosse Frauen, Frauenstars, Frauenlinien, Frauenstrassen, Frauenstädte, Frauenmusik und vieles andere Frauen ist. Links: – Isabel Rohner im Interview mit 20 Minuten zu 30 Jahre Frauenstimmrecht in Appenzell und der Heldin Theresia Rohner: https://www.20min.ch/story/toechter-brauchten-polizeischutz-weil-sie-fuer-frauenstimmrecht-kaempften-382774376611 – Infos über den Journalistinnenbund und den “Marlies Hesse Nachwuchspreis”: www.journalistinnen.de – Marlies Hesse im Interview mit der Taz über Frauen im Journalismus: https://taz.de/Frauen-im-Journalismus/!5576220/ – Plattform NetzPigCock, über die unverlangt zugesandte Penisbilder direkt zur Anzeige gebracht werden können (gilt für die Schweiz): https://netzpigcock.ch/ – YouTube Biographie aktuell und sehr spannend: Luise F. Pusch: https://www.youtube.com/watch?v=BLzQxY0NP0o&t=1760s – https://www.fembio.org/ – “Unsere Grammatik widerspricht dem Grundgesetz” https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/luise-pusch-interview-linguistik-89651?reduced=true BILD IST VON DER KÜNSTLERIN Eli Cortiñas
- Die Podcastin kontrovers: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Annalena Baerbock, Medien, Kandidaturen, Schauspielende, Agenda Setting, Kritik & digitale Verleumdungsmaschinen.24.04., 14:1824.04.2021, 14:1800:48:56
Die Podcastin kontrovers: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Annalena Baerbock, Medien, Kandidaturen, Schauspielende, Agenda Setting, Kritik & digitale Verleumdungsmaschinen. Die Rohnerin führt ins Thema Kanzlerinnen-Kandidatur ein: Personalentscheidungen bei Union und Grünen. Konkret zu Annalena Baerbock und Robert Habeck, die gemeinsam verkündeten, dass Baerbock die erste grüne Kanzlerinkandidatin wird. Medienbeobachtung von der Rohnerin: 1. Hätten sich zwei Frauen einigen müssen, wäre die Nr. ZWEI NIE so ein Thema gewesen. 2. In der Berichterstattung über die grüne Entscheidung schwang – bewusst oder unbewusst – eine Gönnerhaftigkeit mit: Baerbocks Erfolg wurde über Habeck definiert. So hieß es in den Medien, er habe ihr “die Bühne überlassen”, er habe “Macht abgegeben”, er habe “verzichtet”. Verzichten kann man allerdings nur, wenn man selber einen Anspruch auf eben eine Sache hat. 3. Leerstellen von Sprache und die Gefahr, in übliche Denk- oder Sprachmuster zu verfallen. Übel die Nachfragen im ZEIT-Interview mit Robert Habeck: “Kann eine Nummer 1 eine Nummer 2 werden” oder ob Annalena Baerbock “das Maskottchen des grünen Wahlkampfes” sei. Die Podcastin stimmt überein: Rollen umkehren. Frauen keine Fragen stellen, die Männer nicht auch gestellt werden. Dann heftige Diskussion von Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die Schauspielende-Aktion #allesdichtmachen, die auf TWITTER mit #allesschlichtmachen beantwortet wurde. laStaempfli entnervt und mit klarer Positionierung zur Kritik als Parrhesia: Der Zeitgeschichte ist der Mut, die Fähigkeit und auch die Auseinandersetzung mit echter Kritik, d.h. an die Wurzeln gehende Kritik, abhanden gekommen. Rohnerin findet das überhaupt nicht: Die Aktion sei zynisch, verfehlt und führe ins Leere. Die Podcastin stimmt überein, dass sie in dieser Frage mehr als geteilt ist. Hier die Links: 1. Zeit-Interview mit Habeck: https://www.zeit.de/2021/17/robert-habeck-gruene-bundestagswahl-klimapolitik-corona 2. Artikel zu digitalen Verleumdungsmaschinen von Regula Stämpfli siehe http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf 3. Offener Brief, Leipzig: https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/preis-der-leipziger-buchmesse-ein-offener-brief-kritisiert-die-shortlist-li.154646?pid=true
- #DiePodcastin bloody great: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Menstruation, Mansplaining, MediaToo, Männer-Metaphern mit einem grossen Plädoyer für Sex, Säfte und Frauenliebe.17.04., 15:3017.04.2021, 15:3000:51:47
#DiePodcastin bloody great: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Menstruation, Mansplaining, MediaToo und Männer-Metaphern mit einem grossen Plädoyer für Sex, Säfte und Frauenliebe. Update Arthur Ruthishauser von Tamedia: Regula Stämpfli und Isabel Rohner schlagen dem Verlag einen Feminismuskurs vor, nachzulesen auf www.regulastaempfli.eu Julian Reichelt ist immer noch im Amt und DER SPIEGEL übertrifft sich an Frauenhass: Eine Frau macht Karriere im Auswärtigen Amt und schon nöselt ein misogyner Journalist. Die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG in der Bredouille: MediaToo vom Gröbsten: 230 (!!!) Beschwerden wegen Sexismus und “Übergriffen” wurden bei einem Genfer Anwältinnenbüro eingereicht und sofort heisst es: Die Cheffs haben sich zwar Verfehlungen geleistet, aber nicht so sehr, dass sie zurücktreten müssten. Weiter geht es mit dem Männer-Spiel der Kandidaten rund um die Kanzlerinnenschaft. Die Männermedien wie DIE ZEIT schreiben vom “Königsdrama” zwischen Markus Söder und Armin Laschet. Auch sonst fallen oft Ausdrücke wie “Kronprinz” und “Kronprinzessin” – ausnahmsweise, aber manchmal sogar “Königin Merkel”! – so gern und häufig verwendet werden? laStämpfli und die Rohnerin finden: Monarchie-Metaphern haben in einer ernstzunehmenden Berichterstattung über unsere Demokratie nichts, aber auch gar nichts verloren! Bei uns ist der Souverän das Volk! Übrigens spielt auch bei der Beschreibung der beiden Unions-Kontrahenten Söder/Laschet, so die Rohnerin, der Körper eine große Rolle: laStaempfli verweist auf die strategische Synthese von Geschlecht: Mann ist Staat, Frau ist Kultur. Der Übergang von Söderkörper zum Oberthema Körper ist fliessend: Die “Goldene Gurke der Woche” geht sehr verdient an #pinkygloves: In der Sendung “Die Höhle der Löwen” haben zwei junge Männer für ihre frauenfeindliche Geschäftsidee eines pinken Einweg-Plastikhandschuhs für Frauen, damit diese endlich ihre Tampos “diskret” und “geruchsneutral” entsorgen, satte 30.000 Euro Förderung bekommen. Für die Rohnerin zeigt dieses Beispiel in a nutshell, was falsch läuft in unserer Gesellschaft und laStaempfli nickt, verstärkt und ergänzt mit “Die Scham ist vorbei”. Rohnerin: Thesen mit Weltveränderungspotential: 1. Mansplaining: Männer erklären uns die Welt und lösen Probleme, die es gar nicht gibt. 2. Männer fördern Männer – selbst bei Schwachsinnsideen. Gründerinnen haben das Nachsehen. Der Bundesverband deutscher Startups hat gezeigt, dass Männer eine 60 % höhere Chance haben, an Risikokapital zu kommen, als Frauen – und dies ist eine konservative Schätzung. Das liegt auch daran, dass 96% der Venture Capital-Firmen von Männern geführt werden. Mit Gründungsideen von Frauen wird bei Pitches kritischer umgegangen und viel stärker hinterfragt. Richten sich die Ideen insbesondere an Kundinnen werden sie allzu gern als “Nischenprodukte” abgetan. Dies zeigte in der selben Sendung vor ein paar Jahren auch das Beispiel der Periodenunterwäsche OOIA. Bei fast 4 Milliarden Frauen auf der Welt ein Riesenskandal. 3. Produkte von Männern für Frauen gehen am Bedarf vorbei. Das zeigen die pinken Einweghandschuhe schon bei einem flüchtigen Blick: Sie sind unnötig, teuer (25 Cent pro Stück!!!), umweltschädlich (Plastik!) und pink. 4. Schlechte Produkte prägen das Frauenbild unserer Gesellschaft und verstärken Body Shaming Pinkygloves suggerieren, dass Frauen eklig sind, unsauber, dass sie riechen – und machen damit keinen Hehl daraus, was die Zielvorstellung einer Frau sein soll: Frauen sollen “fresh” und “clean”, “geruchtsneutral”, STILL sein und sich auf keinen Fall selber anfassen wollen! Die Rohnerin und laStaempfli enden mit einem feurigen Appell vor allem an junge Frauen: Kauft solche Produkte nicht und lasst euch nichts einreden! Eure Körper sind völlig in Ordnung, so wie sie sind! Fasst euch an, kennt euch, liebt euch – das ist die Grundvoraussetzung für Selbstbewusstsein und by the way auch für guten Sex (ob allein oder mit Partner/in). Noch in eigener Sache: Bis zum 18.4. könnt ihr noch eure Stimme für “Die Podcastin” beim Deutschen Podcastpreis abgeben: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin/ Nachlesen: Aktuell zu SRG: Interview mit Isabel Rohner zum Thema Sexismus in den CH-Media: https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/belaestigungsvorwuerfe-bei-rts-sexismus-expertin-isabel-rohner-ohne-maenner-geht-es-nicht-ld.2126289 Aktuell zu MediaToo: Kolumne von Regula Stämpfli im Nebelspalter über linke und rechte Penishalter https://www.nebelspalter.ch/die-schweiz-zwischen-pandemie-und-maennerkumpanei – Kommentar von Francesco Benini zum Sexismus-Skandal bei SRG/RTS (genau so einen pointierten Kommentar wünschen sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli seit WOCHEN in Sachen Tamedia!): https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/belaestigungen-beim-westschweizer-fernsehen-der-chef-der-srg-stiehlt-sich-aus-der-verantwortung-ld.2126432 – Die Scham ist vorbei oder wie die Vulvabehaarung philosohisch zu deuten ist. Ein alter, aber immer noch guter Artikel von Regula Stämpfli zum Weltverlust. Achtung: Alice Schwarzer hat ungefragt den Lead geschrieben, also unautorisiert, womit das Engagement von laStaempfli auch schon wieder zu Ende war. Staempfli ist bekannt dafür, dass, wo Stämpfli drunter steht, auch Stämpfli drin ist und zwar 100prozentig. So oder so, grundsätzlich guter Artikel: https://www.emma.de/artikel/politisch-korrekt-die-scham-ist-vorbei-263718 – Und weil es grad so flutscht: Ein altes Interview zum Thema mit Regula Stämpfli anlässlich ihres Bestsellers, den sie auch schon lange wieder auflegen sollte und nicht dazu kommt: Die Vermessung der Frau siehe https://www.persoenlich.com/medien/ich-bin-regula-staempfli-who-else-306701 – Periodenunterwäsche von OOIA: https://ooia.de/ -Strategische Synthese von Geschlecht siehe Regula Stämpfli, Traverse, http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2017/02/Traverse-1999-Geschlecht.pdf & Books: Laurie Penny, Fleischmarkt, Naomi Wolf, Mythos Schönheit und ganz viele mehr – dazu mal eine eigene Folge: Doch hier nochmals KAUFT ENDLICH TAUGENIXEN VON ISABEL ROHNER: DIE GESAMTE KRIMIREIHE BITTE, sonst wird laStaempfli böse. Die Krimis von der Rohnerin sind nämlich IRREGUT und haben NETFLIX-HOLLYWOOD-MUBI-POTENTIAL: Musst hier auch wieder mal stehen.
- #DiePodcastin über #MaleFail: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über #sofagate #Erdogan #soko #CharlesMichel #MediaToo, #Cohn-Bendit11.04., 15:3111.04.2021, 15:3100:52:17
#DiePodcastin über #MaleFail: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über #sofagate #Erdogan #soko #CharlesMichel #MediaToo, #Cohn-Bendit What a week! Die Rohnerin steigt mit einem Zitat der großen Hedwig Dohm (1831-1919) ein, die unsere Gesellschaft einfach schon vor 150 Jahren verstanden und analysiert hat: “Die Gewohnheit, die lange Dauer der Unterwerfung hat die Meinung von ihrem Recht bei den Männern so festgewurzelt, dass sie sich der Tatsache der Unterdrückung, die sie üben, gar nicht bewusst werden. Ebenso wenig wie die Mehrzahl der Frauen.” Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren #malefail : EU-Ratspräsident Charles Michel & sogenanntes #sofagate – wobei das Sofa nun wirklich nichts dafür konnte: Beim Besuch beim türkischen Präsidenten Erdogan hatte diese nur zwei Stühle vorbereiten lassen: einen für sich selber, einen für Charles Michel. EU-Präsidentin Ursula von der Leyen blieb da nur ein lautes “Ähm” des Protestes und eine Rolle, die die meisten Frauen unter uns nur zu gut kennen. Erdogan bekam genau das, was er wollte, denn Charles Michel tappte nur zu gern in seine Falle und spielte das Spielchen mit. Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den Hampelmann: “Seine Kollegin wird gedemütigt? Offensichtlich not his business! Stattdessen lehnte er sich zurück und berief sich im Nachhinein aufs Protokoll.” Die Rohnerin & laStaempfli finden: Was in Istanbul passiert ist, ist eine Metapher für den Feminismus in unserer Gesellschaft. Solange es Männer gibt, die sich einfach zurücklehnen, wird sich nichts ändern. laStaempfli redet über Gewaltverbrechen im ZDF: Soko Potsdam, Wien, Stuttgart: Die meisten Täter sind – erstaunlich – Frauen. Sie morden aus klassischen weiblichen Beweggründen: Habgier, Eifersucht, Neid, Depression, Schwäche, Angst. Hätten die Soko XY auch nur einen Hauch Wirklichkeit in ihren Stories, würde die Hälfte der Ehen nicht geschieden, sondern die Männer ermordet. Dann beide, die Rohnerin und laStaempfli, über #HannahArendt & Causa #Cohn-Bendit: Hier gewinnen alteingeübte Misogynie-Taktiken der Linken. In Sachen Sexismus in der Schweizer Medienbranche liefert Rohnerin die Fortsetzung der letzten Folge und verliest einen Meinungsbeitrag, den CHMedia bei ihr zum Thema bestellt, jedoch zum Abdruck abgelehnt hat. Hier der Text im Wortlaut (Alle Rechte: @Rohnerin): Das grosse Schweigen Medien informieren, analysieren, ordnen ein. Sie tragen zur Meinungsbildung bei, decken Missstände auf und fordern Verbesserungen. Daher ist die Freiheit von Presse und Medien in Demokratien besonders geschützt. Was aber, wenn sich die Missstände, über die berichtet werden sollte, in den Medien selber abspielen? Was dann passiert, kann aktuell in der Schweiz hautnah erlebt werden. Spoiler: Die Branche bekleckert sich nicht mit Ruhm. Am 7. März 2021 haben 78 Journalistinnen der Tamedia-Redaktionen einen Brief veröffentlicht, in dem sie strukturellen Sexismus beklagen und mit seitenlangen konkreten Vorkommnissen belegen. Diese reichen von ungleicher Bezahlung über sexistische Umgangsformen bis zur Verhinderung von Themen, die aus Sicht der Journalistinnen eine besondere Relevanz für Frauen haben. Die mediale Berichterstattung war auffallend zurückhaltend. Bis heute haben es längst nicht alle Medien für nötig befunden, überhaupt über diesen Vorfall zu berichten. Auf eine Titelseite schaffte es das Thema kein einziges Mal. CH Media gehörte zwar zu den ersten, die unter der Überschrift „78 Journalistinnen klagen sexistische Arbeitskultur an“ am 8. März berichteten, doch auch hier war das Thema nur unter ferner liefen zu finden. Insgesamt überwog das grosse Schweigen. Stellen wir uns einmal vor, der Brief wäre von 78 Beschäftigten eines anderen Unternehmens gekommen – z.B. von der SBB, von Nestlé, der Caritas oder einer Partei. Er hätte einen bundesweiten Skandal ausgelöst! Jede Zeitung hätte gross berichtet, hätte über Tage Interviews mit Betroffenen gebracht und die Verantwortlichen zur Rede gestellt. Es wäre Thema gewesen in der SRFArena und im Club – und die Medien hätten die Frage gestellt, wie es mit sexistischen Strukturen in anderen Institutionen aussieht. Doch der Brief, den inzwischen 115 (!) Journalistinnen unterzeichnet haben, handelt eben nicht von einem anderen Unternehmen, sondern von einem mächtigen Medienkonzern. Lediglich der „Medientalk“ von Radio SRF4 hat Arthur Rutishauser, den Chefredaktor der Zentralredaktion der Tamedia, zu den Vorkommnissen befragt. Rutishausers Antworten liessen tief blicken: Es gäbe „sicher kein strukturelles Problem mit Sexismus“, denn „strukturellen Sexismus – den gabs in der Filmbranche in den USA, das sind die Weinstein-Geschichten“. Bei Tamedia habe es keine „ernsthafte direkte sexuelle Belästigung“ gegeben, sondern lediglich „irgendwelche sexistischen Sprüche“. Die Sache würde nun aber „intern und extern“ untersucht. Es befremdet, dass einer der mächtigsten Journalisten des Landes entweder nicht weiss, was Sexismus ist – Sexismus ist die Benachteiligung oder Diskriminierung aufgrund des Geschlechts – oder es für eine kluge Strategie hält, den Begriff einfach mal eben neu zu definieren, wie es ihm in die Argumentation passt. Sexismus beginnt aber nicht erst bei Handgreiflichkeiten. Es befremdet, dass der Chefredaktor mit dieser Haltung 115 Kolleginnen in den Rücken fällt. Auch diese Aussage eines Verantwortlichen wäre im Fall der SBB, von Nestlé, der Caritas oder einer Partei sofort und breit aufgegriffen worden. Doch auch hier stellte kein einziges Medium die Frage, ob Rutishauser tatsächlich erfolgreich gegen Sexismus in den eigenen Reihen vorgehen kann, wenn er Sexismus gar nicht erkennt. Warum ist das so? Vielleicht weil in der kleinen Medienbranche Schweiz jede/r jede/n kennt. Und weil sexistische Strukturen nicht an den Mauern des Tamedia-Konzerns halt machen. Es ist leider kein Zufall, dass der vorliegende Text von einer freien Autorin vorgeschlagen und geschrieben wurde und nicht von einem Chefredaktor. Fakt ist: Die Presse kommt im Fall Tamedia ihrem Auftrag nicht nach und misst mit zweierlei Mass – wahrscheinlich so lange, bis die Politik einschreitet. Ein wirkungsvolles Instrument wäre es bspw., wenn der Bund keine Institutionen mehr mit Steuergeldern subventioniert, deren Männerquote so hoch ist, dass sie für eigene Missstände blind werden. Das würde dazu führen, dass innerhalb kürzester Zeit mehr Frauen in verantwortliche Positionen kämen – und ja, es gibt viele hervorragend qualifizierte Journalistinnen für diese Aufgaben! Der Brief der Tamedia-Journalistinnen lehrt uns zudem, dass dies auch einen direkten Einfluss auf die zukünftige Themenvielfalt hätte.
- #diepodcastin über das Jahr als der Feminismus beerdigt wurde: Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren Medienbranche, MediaToo, Ignoranz von Chefredaktoren, Prof. Dr. Melanie Brinkmann als Heldin der Woche, CEO Post &die Zeitwende 197903.04., 15:0503.04.2021, 15:0500:51:42
#diepodcastin über das Jahr als der Feminismus beerdigt wurde: Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren Medienbranche, MediaToo, Ignoranz von Chefredaktoren, Prof. Dr. Melanie Brinkmann als Heldin der Woche, CEO Post & die Zeitwende 1979 Isabel Rohner in Fahrt: Was wäre eigentlich, wenn der aktuelle Sexismus-Skandal in der Schweiz nicht in der Medienbranche aufgeploppt wäre, sondern bei der Schweizer Bundesbahn, einer Partei oder einem Schokoladenkonzern? Oh – die Medienberichterstattung liefe auf Hochtouren! Aber: Es waren 78 (!) Journalistinnen des Tamedia-Konzerns, eines der mächtigsten Medienkonzerne der Schweiz, die sich über strukturellen Sexismus beschwert haben (inzwischen haben sich insgesamt 115 Journalistinnen angeschlossen und den Offenen Brief samt ausführlicher Anlage mit konkreten Beispielen unterzeichnet). Schweigen herrscht. Im SRF-Medientalk meint Arthur Rutishauser, wichtiger Chef bei TAMEDIA, TX-Group: Strukturellen Sexismus gäbe es bei Tamedie “sicher” nicht, “struktureller Sexismus – den gab’s in der Filmbranche in den USA. Das sind die Weinstein-Geschichten.” Bei Tamedia habe es nur “irgendwelche sexistischen Sprüche” gegeben. Die Rohnerin ist messerscharf: Wie soll struktureller Sexismus jemals behoben werden, wenn die oberen Etagen nicht verstehen, was darunter gemeint ist und wie sie ihn beseitigen müssen? Die Heldin der Woche ist für die Rohnerin übrigens Prof. Dr. Melanie Brinkmann (Virologin an der TU Braunschweig und Leiterin des Helmholtz Instituts für Infektionsforschung): Sie zeigte letzte Woche in der ZDF-Talkshow “Lanz” ihre Fähigkeit zum Multitasking. Inhaltliche Statements abgeben und gleichzeitig mehrere Männer (insbesondere FDP-Kubicki und Moderator Lanz) in Schach halten, die sie DAUERND unterbrechen. Auf Brinkmanns “Jetzt rede ich” konnten diese Herren nur mit infantilem Gekicher reagieren. Man stelle sich dieselbe Situation mal mit einem Experten-Mann wie Christian Drosten vor. Ob Kubicki und Lanz da auch gekichert hätten? Wohl kaum. laStaempflis feministischer Wochenrückblick beginnt bei der Schweizer Armee, mit ihrer Dissertation über die strategische Synthese von Geschlecht,dem fehlplatzierten, neuen CEO der Post und geht weiter mit dem Buch von Frank Bösch: Zeitenwende 1979. Auf ihre Bemerkung, dass seit 1979 der Backlash gegen Frauen voll im Gange sei, meint die Rohnerin klugerweise: “Der Antifeminismus ist genauso alt wie der Feminimus. Schon im 19. Jahrhundert hatte er eine Hochphase – immer dann, wenn die Frauenbewegungen stark sind und die Frauen wichtige Forderungen durchsetzen oder nah dran sind, wichtige Forderungen durchzusetzen, dann kommt auch der Antifeminismus aus dem Gebüsch gesprungen.” laStaempfli fährt sehr beeindruckt fort, überfordert wohl alle Hörenden mit ihrem Rundgang durch Iran, Polens Abtreibungsgesetze, dem Ölschock und seinen sexistischen Folgen wie Thatchers “there is no such thing as society”, was DIREKT AUF DIE PRIVATISIERUNG aller öffentlichen Güter, einer Refeudalisierung hin zu vordemokratischen Zuständen sowie der Enteignung der Frauen hinausläuft. Hierzu gäbe es weitere 1000 Seiten hinzuzufügen, aber dafür reicht #diepodcastin noch nicht. Fazit: Rückbindung der Frauen, strukturelle Gewalt, Mediensexismus, fehlende Sichtbarkeiten erleben auch 2021 Revival. Das Jahr 1979 wie das gleichnamige Buch sind dabei lediglich Beispiele, um zu zeigen, dass wer die Geschichte anders schreibt, auch die Gegenwart und die Zukunft anders deuten könnte. Links: -Arthur Rutishauser im Gespräch mit SRF 4 “Medientalk” (ab Min 17): https://www.srf.ch/audio/medientalk/medientalk-der-strukturelle-sexismus?id=11955139 -Prof. Dr. Melanie Brinkmann bei “Lanz”: https://www.trendsmap.com/twitter/tweet/1377958532641853441 -Zur Chronik des Jahres 1979: https://frauenmediaturm.de/neue-frauenbewegung/chronik-1979/ -https://www.post.ch/de/ueber-uns/portraet/verwaltungsrat-post -http://www.feministischepartei.de/fileadmin/datensammlung/dokumente/Biographien_Pazifistinnen/Bio_Kelly.pdf