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249 Episoden · neueste 04.10.

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  1. #diepodcastin mit Klugheit, Wissen, Witz&Ironie: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über F.A.Z., Twitterfrauenfake, Strassburgentscheid punkto Mutter & Ostern feministisch.
    08.04., 09:3300:48:31

    #diepodcastin mit Klugheit, Wissen, Witz&Ironie: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über F.A.Z., Twitterfrauenfake, Strassburgentscheid punkto Mutter & Ostern feministisch. Diese Folge hätte Hedwig Dohm & Hannah Arendt sehr gefallen. Isabel Rohner hat einen Serientipp im Gepäck: “Tage, die es nicht gab” (ARD-Mediathek). Eine Serie, die mit hervorragenden Schauspielerinnen (insb. Jutta Speidel und Sissy Höfferer, aber auch Franziska Weisz, Franzsika Hackl, Jasmin Gerat und Diana Amft) und einer spannenden Story Line vor Augen führt, wie selten sonst Frauen ab 40 mit Gesichtern von Frauen ab 40, Geschichten von Frauen ab 40 und Leben von Frauen ab 40 im Zentrum von TV und Kino stehen. #LetsChangeThePicture! laStaempfli amüsiert sich über den besten Kult-Blog “Artemisia”: Nina Schedlmayer über KHM Wien oder wie Nicole Scheyerer schreibt: “Der mit dem Penis malt” – sehr lustig. Es geht um die ewig gleichen & schrecklich langweiligen Männerausstellungen in Wien. Mit Ausnahmen natürlich: so hat laStaempfli die hervorragende Bank Austria über Kiki Kogelnik vergessen. “Die Podcastin” hat nach der letzten Folge und dem Bericht über das Canceln des Begriffs “Mutter” bei der Tagesschau viele Zuschriften bekommen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli gehen darauf ein, erklären den Unterschied zwischen dem Rechtsbegriff “Mutter” und der sozialen Rolle “Mutter”, zeigen die Wichtigkeit von Sprache als Grundlage von Kommunikation – und die Rohnerin führt aus, wie Hedwig Dohm auf die aktuellen Pseudodebatten reagiert hätte. Denn solche Versuche, Frauen ihre Existenz, ihre Persönlichkeit, ihr Leben mal eben abzusprechen, gab es schon im 19. Jahrhundert. Und Dohms Replik war genial! laStaempfli verweist auf den entscheidenden Fall des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Strassburg: Der Vater eines Kindes darf sich nach seiner Geschlechtsumwandlung nicht als Mutter im Geburtenregister eintragen lassen. Mutter bleibt Mutter und Vater bleibt Vater. Eine Änderung des Geschlechts einer Person hat keinen Einfluss auf die Rechtsbeziehung zwischen Person und deren Kinder. Hintergrund war: Eine Transfrau wollte als Mutter eines von ihr gezeugten Kindes registriert werden. Der deutsche Bundesgerichtshof entschied schon 2015, sie müsse als Vater eingetragen werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt diese Position. Damit wird das geplante Selbstbestimmungsgesetz obsolet. Mal sehen, ob dies die Medien checken. Darüber berichtet haben sie bisher nur mehr als mau. laStaempfli verweist in dieser Frage auf die herrschenden Sprechakttheorien, die die Öffentlichkeit als Welt- und Wirklichkeitsbezug strukturell zerstören. Wir kriegen Begriffcodices vorgeschrieben, über die wir uns nicht unterhalten, verständigen dürfen und die jede Erfahrung und Weltbezug nach Hannah Arendt systematisch auslöschen. #HannahArendtLectures. Dann gehen LaStämpfli und Rohnerin auf den bemerkenswert unsinnigen Text “Frau ist ein misogyner Begriff” ein, den eine Professorin für Literaturwissenschaft am 1. April (!) in der FAZ veröffentlichen konnte. Ein Anlass für Literaturwissenschaftlerin Isabel Rohner mal mit ihrem Fach abzurechnen – und dabei den großen internationalen Philosophen Frank N’ Furter aus der Rocky Horrer Show zu zitieren: “A mental mind fuck can be nice!” – schwierig wird es jedoch, wenn Kontext, Geschichte und Realität so völlig außen vor gelassen werden. Die Rohnerin hat ein Zitat der großen Dorothy Parker (1893-1967) mitgebracht – und weist auch auf die lesenswerte Biografie von Michaela Karl hin: “Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber”. Das Bild stammt von der jungen Künstlerin (artcare.at) Zula Tuvshibat aus der Mongolei, aktuell an der Wiener Kunstakademie. laStaempfli fotografierte ein Ausschnitt davon: Das Grün passt zur feministischen Lobhudelei von Regula Stämpfli zu ihrem Lieblingsfest der antiken Eier-Fruchtbarkeits- und Mondhasengöttin: Seid fruchtbar und feministisch fröhlich. Die Podcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli wünschen schöne Feiertage. Links: – Serientipp “Tage, die es nicht gab”: https://www.ardmediathek.de/serie/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3RhZ2UtZGllLWVzLW5pY2h0LWdhYg – Initiative “Let’s Change The Picture” von PalaisFluxx: https://palais-fluxx.de/kampagne-sichtbarkeit47-plus-das-war-toll-2/ Kunstblog von Nina Schedlmayer https://artemisia.blog/2023/03/10/eine-schwarze-kuenstlerin-ins-khm/ Transfrau-Entscheid: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/trans-eltern-eu-gerichtshof-fuer-menschenrechte-weist-beschwerde-ab-18800018.html in den Medien. Hier der Originalentscheid: https://hudoc.echr.coe.int/eng#{%22itemid%22:[%22002-14047%22]}

  2. Die Podcastin repariert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das "Recht zu reparieren", Müll & ökologische Kritik, Schrumpel an Spiegel, an Viktoria Kleber, an Sarah Frühauf, über Müttervernichtung & neue Sklaveninnenmärkte in drei Bundesministerien sowie die tolle Getraud Klemm..
    02.04., 13:0700:49:37

    #diepodcastin repariert: Isabel Rohner & Regula Staempfli über “right to repair”, Schrumpelgurken an Viktoria Kleber & Sarah Frühauf, deren Müttervernichtung & Der Spiegel mit Mansplainer, die Eugenik-Kommission von Lisa Paus, Karl Lauterbach & Marco Buschmann, die verbotene Leihmutterschaft mit Abtreibungsparagraf verbinden und über die grosse Gertraud Klemm. laStaempfli schwärmt: In Zürich gibt es im Toni Areal eine brillante Ausstellung. „Repair Revolution“ heisst sie und dauert bis 15 Oktober 2023.Dort wurde laStaempfli wieder daran erinnert, welches Leben als Müll uns aufgezwungen wird und wie wichtig ein „Right to repair“ wäre. Zudem zitiert Ausstellung und laStaempfli Aldous Huxleys Brave New World: „END IT, DON’T MEND IT.“ Ein antifeministisches und antidemokratisches Motto sui generis. Die Rohnerin hat diese Woche gleich zwei Schrumpelgurken zu vergeben: An die Redaktion der Tagesschau und die Redakteurinnen Viktoria Kleber und Sarah Frühauf, die das Wort “Mutter” nicht mehr verwenden wollen, weil es diskriminierend (!) sein könnte und lieber von “der entbindenden Person” (hä???) sprechen wollen. Und an den Spiegel, in dem ein Autor zur Besprechung seines eigenen (!) Buches gleich eine Doppelseite zur Verfügung gestellt bekommt – und darin auch noch den völlig naiven Müll verzapft, dass sich der Feminismus überholt habe, da “die Frauen ja zufrieden seien”. Die Alarmmeldung der Woche stammt vom Twitteraccount des Bundesfrauen(!)ministeriums: Das BMFSFJ hat bekanntgegeben, dass “Lisa Paus, Karl Lauterbach und Marco Buschmann eine Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin” einberufen haben, die am 31.3. zum ersten Mal getagt hat. Diese Kommission “berät Möglichkeiten Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des StGB zu regeln” UND “Eizellenspenden und Leihmutterschaft zu legalisieren.” Für die Rohnerin ist diese Kommission ganz klar ein Tronjanisches Pferd: Für den Preis, Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, soll der Frauenhandel (!) ausgeweitet werden! Denn: Die sog. “Eizellenspenden” und “Leihmutterschaft” sind in Deutschland zu recht verboten! Und sie fragt zurecht: “Reproduktive Selbstbestimmung FÜR WEN?” Würde es um Frauen gehen, könnte sich die Kommission auch “Kommission für die körperliche Selbstbestimmung von Frauen” nennen. Da sie es nicht tut, ist klar: Hier geht es um die Ausweitung von Männerrechten auf Kosten von Frauen. Die Haltung der Podcastin ist glasklar: Lieber bleibt die Fristenlösung wie sie ist, als dass wir den Handel mit Frauenfleisch und die Entmenschlichung von Frauen weiter fördern! Zitat von laStaempfli zum Thema: “Nach dem Selbstbestimmungsgesetz kommt Menschenherstellung per Diskurs.” Zuletzt noch eine gute Nachricht und ein Hörtipp: Der österreichisches Podcast “Große Töchter” ist immer ein Einschalten wert – das letzte Gespräch (erschienen am 8. März 2023) mit Beatrice Frasl und der Schriftstellerin Gertraud Klemm ist eine ganz besondere Empfehlung! Das Bild der heutigen Folge stammt von der fabelhaften Rohnerin. Links: – Repair Revolution Ausstellung in Zürich und Richtlinie EU https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/eu-recht-auf-reparatur-101.html & https://museum-gestaltung.ch/de/ausstellung/repair-revolution/ – Ein Mann darf sein eigenes Buch besprechen: https://www.spiegel.de/kultur/soziologe-martin-schroeder-ueber-feminismus-wann-sind-frauen-wirklich-zufrieden-a-a68a6b08-0aa2-4971-8c84-b68245dcaa3c – Die Tagesschau streicht das Wort “Mutter” – und ersetzt es nach Protesten wieder: https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/tagesschau-streicht-das-wort-mutter-entbindende-und-gebaerende-person-83411616.bild.html – Infos zur “Kommission für reproduktive Selbstbestimmung” von wem? https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/kommission-zur-reproduktiven-selbstbestimmung-und-fortpflanzungsmedizin-konstituiert-sich-223460 – Hörtipp “Große Töchter”: Bea Frasl spricht mit Gertraud Klemm: https://grossetoechter.podbean.com/e/89-gertraud-klemm-uber-feministische-vergangenheit-gegenwart-und-zukunft/ – Zu Biopolitik siehe Regula Stämpfli, Die Macht des richtigen Friseurs. Bartleby&Co. Brüssel 2008 -Zur Biopolitik siehe Regula Stämpfli in ensuite: Menschenfleischverkauf. https://www.ensuite.ch/menschenfleischarbeit-piff-paff-puff/

  3. #diepodcastin schreibt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über "Sex, Katzen und Diäten. Die Kultkolumnen von Regula Stämpfli."
    25.03., 09:4700:41:50

    #diepodcastin schreibt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über “Sex, Katzen und Diäten. Die Kultkolumnen von Regula Stämpfli. In diesem Podcast liest die fabelhafte Rohnerin zwei Kolumnen von laStaempfli, die im Podcast zu ihrem Buch “Sex, Katzen und Diäten” wieder die ganze Welt aufs Mal erklären will. Weshalb dieser Podcast? Das Buch von Regula Stämpfli “Sex, Katzen und Diäten” behandelt ja “nur” publizierte Kolumnen. Falsch. Die Kultkolumnen sind ein Denktagebuch der letzten zehn Jahren und erzählen über das Werden aktueller Themen: Einfach, verständlich, beeindruckend, humorvoll, präzise. Isabel Rohner und Regula Staempfli sind in diesem Podcast aktuell und literarisch zugleich: Ein sprechendes Denken zu den eigenen Werken, diesmal zum Denktagebuch in Kolumnenform von Regula Stämpfli. Vielen Dank an die fabelhafte Isabel Rohner, das Buch für #diepodcastin zu besprechen. Damit Sie nicht Wikipedia glauben und die Trolls Regula Stämpfli sexistisch enteignen lassen, hier mal ein Kurz-CV, das stimmt. CV: Dr. phil. Regula Stämpfli ist Politphilosophin, Bestsellerautorin und Podcaster. 2016 wurde sie unter die 100 einflussreichsten Businessfrauen gewählt, 2021 unter die ersten zehn einflussreichsten Intellektuellen gelistet. Sie ist bei der Bertelsmannstiftung unter den Algorithmenexpertinnen gelistet, hat mehrere Konferenzen inklusive Zunftspodcast zum Thema Datendemokratie organisiert, geleitet und viel zur KI/AI publiziert & erzählt. Die bekannte Politphilosophin lebt in München und Wien. Zusammen mit Isabel Rohner hostet laStaempfli (Twittername) die wöchentliche Politrückschau:„Die Podcastin“, die 2021 für den renommierten Grimme Onlinepreis nominiert wurde. laStaempfli leitet die von ihr initiierten #HannahArendtLectures an der HSG, Universität St. Gallen und zwei weitere Podcasts www.artisapieceofcake.art sowie www.ta-swiss-futurepodcast.online. Die Medienunternehmerin fungiert seit 2009 als Expertin der EU-Kommission. Unter www.regulastaempfli.eu finden sich die meisten aktuellen Beiträge. Sie wollen “Die Podcastin” von Isabel Rohner und Regula Stämpfli unterstützen? Ganz einfach: Kaufen Sie unsere Bücher! Hier eine Linkliste: Regula Stämpfli: www.regulastaempfli.eu und für Sex, Katzen und Diäten sowie Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt finden Sie weltweit Lieferantinnen. Isabel Rohner KRIMIS: – “Kalte Sophie” (erscheint im Mai 2023, jetzt vorbestellen!): https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-kalte-sophie/#cc-m-product-14703252432 – “Schwarze Petra” (2022): https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-schwarze-petra/ – “Gretchens Rache” (2021): https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/#cc-m-product-14439216332 – “Taugenixen” (2020): https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232 – “Schöner morden” (2019): https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-sch%C3%B6ner-morden/ BIOGRAFIE: – “Spuren ins Jetzt. Hedwig Dohm, eine Biografie”: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-spuren-ins-jetzt/ EDITION HEDWIG DOHM: www.hedwigdohm.de ZITATE-SAMMLUNGEN: – “Erfolg buchstabiert sich T-U-N”: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-andreas-franken-hg-erfolg-buchstabiert-sich-t-u-n/ – “Männer fahren besser – mit Bus und Bahn”: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-adreas-franken-hg-m%C3%A4nner-fahren-besser-mit-bus-und-bahn/ SACHBÜCHER: – “50 Jahre Frauenstimmrecht! 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung” (2020): https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html – “100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht! … und weiter?” https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-rebecca-beerheide-hg-100-jahre-frauenwahlrecht/

  4. #diepodcastin oscarreif: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Gleichstellungsfrauen, Annabelle mit laStaempfli, Inge Bell, Michelle Yeoh, Cate Blanchett, Sarah Polley, "identifizieren" mit genialer Sprachaufklärung der Rohnerin.
    18.03., 12:3800:53:32

    #diepodcastin oscarreif: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Gleichstellungsfrauen, Annabelle mit laStaempfli, Inge Bell, Michelle Yeoh, Cate Blanchett,Sarah Polley, “identifizieren” mit genialer Sprachaufklärung der Rohnerin. Foto soll Laune machen: Die Rohnerin, Die Podcastin, laStaempfli fotografiert. Die Rohnerin hat eine ganze Reihe von “Frauen der Woche” im Gepäck und beginnt mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten. Diese haben in den Städten und Kommunen in ganz Deutschland die Aufgabe, den Verfassungsauftrag aus Art. 3 des Grundgesetzes zu erfüllen und auf die tatsächliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen hinzuwirken. Isabel Rohner arbeitet seit Jahren eng mit Gleichstellungsbeauftragten zusammen und bekommt daher auch hautnah mit, wie immer wieder von Verwaltungsspitzen versucht wird, diesen Auftrag zu verwässern, indem sich Gleichstellungsbeauftragte in ihrer eng bemessenen Zeit auch noch um andere wichtige Gruppen und Belange kümmern sollen. Ob Inklusion (Belange von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen) oder Diversität: Gleichstellungsbeauftragte müssen immer wieder darum kämpfen, ihre Zeit tatsächlich für Frauen einsetzen zu können und damit das ohnehin breite Themenspektrum Chancengleichheit im Beruf, Familie, Betreuung, Gewaltberatung, Gesundheit, Migration, Bildung etc. etc. abzudecken. Denn auch Verwaltungsleitungen ist es immer noch nicht klar: Die Belange von Frauen brauchen eigene Zuständigkeiten! Inklusion und Diversität sind wichtig – doch darum müssen sich eigene Stellen kümmern. Inge Bell – die mutige stellvertretende Vorsitzende von Terre des Femmes (s. unser Gespräch mit ihr in “Die Podcastin im Gespräch”) hat die erforderlichen Ja-Stimmen aus der Mitgliedschaft für eine außerordentliche Mitgliederversammlung beisammen! Das ist die Chance, um den Vorstand zu erneuern, der in seiner Mehrheit in den letzten Monaten gegen die Vereinssatzung und gegen den Willen der Mitfrauen von Terre des Femmes agiert hat. Die Podcastin gratuliert! laStaempfli liebt Kampfsport, Kung Fu und solche Filme – die Rohnerin lacht. Deshalb bringt laStaempfli die Oscargewinnerin Michelle Yeoh. Sie spielte 1997 die Rolle der chinesischen Spionin im James-Bond-Film «Der Morgen stirbt nie», dann eben . «Tiger and Dragon», «Die Geisha» und «Crazy Rich Asians» u.a. Die Hauptrolle im crazy postmodernen fragmentierten Identitäten und Actionfilm mit Sci Fi Komponenten “Everything, Everywhere, All At Once” war zunächst für einen Mann vorgesehen, den legendären Jackie Chan und Michelle Yeaoh als Ehefrau. Sie weigerte sich und so wurde aus der Geschichte u.a. auch eine Liebesgeschichte zwischen total entsetzlicher Tochter und alles liebende Mutter. Soviel dazu, alten Frauen statt alten Männern Hauptrollen zu geben. Der Erfolg ist vorprogrammiert: Elf Oscarnomminierungen und sieben Oscars. Ein anderer Frauenfilm mit einer über 50 Jährigen im Mittelpunkt: 6 Oscarnominierungen, keinen Oscar, dafür BAFTA mit Cate Blanchett (Tár), die alle lieben und die sich in einer Mitproduktion selber die Hauptrolle gegeben hat: ein umstrittener Film. Ein Mann Todd Field erfindet eine toxische Frau – war das notwendig? fragt laStaempfli. Musik von Hildur Guonadottir ist great, Cate Blanchett too und die Rohnerin und laStaempfli SIND ZUM ERSTENMAL PUNKTO FILM einer Meinung in der Konsequenz, nicht im Aufbau der Kritik: Spannend. laStaempfli empfiehlt die letzten 20 Minuten als Fiebertraum der Protagonistin zu interpretieren.Regisseurin und Drehbuchautorin Sarah Polley hat einen Oscar für ihr Drehbuch zu “Women Talking” bekommen! Und was für ein Auftritt auf der Bühne: Sie lobte die Academy, keine Angst gehabt zu haben, einen Film auszuzeichnen, bei dem die Wörter “Women” und “Talking” so nah beieinander stehen! Die Rohnerin bringt fabelhafterweise das Annabelle-Zitat von Regula Stämpfli zur Fragen, ob die Stimmung unter Feministinnen wirklich so mies sei: «Unter Feministinnen ist die Stimmung super – deshalb lasse ich auch den Doppelpunkt oder das Gendersternchen weg. Kommen die hinzu, sinkt die Stimmung in den Keller. Gender, Sternchen und Doppelpunkt, als antipatriarchale Instrumente in den 1980er- und 1990er-Jahren von uns angedacht, wenden sich – wie damals im Sowjetkommunismus die Ideologie gegen das Volk – heute gegen Frauen, deren Körper und Sichtbarkeit. Ich hab durch diese Debatten meine Heimat verloren: Dies schmerzt brutal, doch jede Woche wird die Wunde etwas heiler mit Dr. Isabel Rohner in unserem feministischen Wochenrückblick @diepodcastin.» – Regula Stämpfli in Die Annabelle, 11. März 2023. Die Schrumpelgurke der Woche geht an Bundesfrauen(!)ministerin Lisa Paus, die am 6. März dem Tagesspiegel ein Interview gegeben hat. Isabel Rohner hält dieses Interview für historisch und hat es schon in ihr Textarchiv für die Ewigkeit aufgenommen. Warum? Weil die Frauen(!)ministerin darin gefragt wird, was denn eine Frau sei und wie folgt antwortet: “Eine Frau ist eine Person, die sich selbst als Frau identifiziert.” Die Rohnerin nimmt die Hörerinnen und Hörer gut gelaunt mit in einen kleinen linguistischen Exkurs mit überraschenden Erkenntnissen! Sie kann sich nämlich nicht selber als Frau identifizieren, sie ist eine. “identifizieren” kommt von “idem facere” und bedeutet “gleich machen”. Das setzt immer mehrere Subjekte voraus: sich selber “gleich zu machen” ist ein Ding der Unmöglichkeit. Links: – Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html – Regula Stämpfli im Interview mit annabelle: https://www.annabelle.ch/leben/ist-die-stimmung-unter-feministinnen-wirklich-mies-12-antworten/ – Lisa Paus im historischen Interview mit dem Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/politik/frauenministerin-paus-im-interview-wir-leben-nach-wie-vor-im-patriarchat-9453344.html

  5. #diepodcastin im Gespräch: Die fabelhafte Susanne Wosnitzka über ihre Herkunft, Musikerinnen, Komponistinnen & Augsburg.
    11.03., 12:3101:00:29

    #diepodcastin im Gespräch: Die fabelhafte Susanne Wosnitzka über ihre Herkunft, Musikerinnen, Komponistinnen & Augsburg. Wer ist Susanne Wosnitzka? Wie immer findet #diepodcastin im Gespräch, dass die Frauen selber ihre Stimme und ihre Biographie erzählen sollen. Deshalb hier aus der Homepage der Donauschwalbe – so ihr Twitter Account: #diepodcastin im Gespräch: Susanne Wosnitzka über Komponistinnen, Musikerinnen, Herkunft und Ausgsburg. „Jede Frau sollte mindestens ein Jahr lang Frauengeschichte studieren, egal, was sie sonst macht. Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.“ (Dr. Gerda Lerner) “Es hat mich verändert, zu wissen, dass ich – nicht nur als Mensch, sondern als Frau – eine Geschichte habe. Dass Frauen eine Geschichte haben. Dass es auch Frauengeschichte gibt. Geschichte und Geschichten haben mich von klein an begeistert und fasziniert – wie hat sich das Leben entwickelt, dass es so ist, wie es heute ist? Wie haben die Menschen früher gelebt? Allerdings ist mir erst mit Beginn meines Studiums der Musikwissenschaft an der Universität Augsburg aufgefallen, dass die Geschichte, die mir bislang vermittelt worden war, arm an Frauen war. Die Podcastin im Gespräch mit Susanne Wosnitzka. Warum fehlten sie? Warum waren ihre Leistungen und ihr Anteil an der Geschichte (schließlich bestand die Welt auch schon vor 300 Jahren und schon ziemlich schon immer zu nahezu gleichen Teilen aus Männern und Frauen) kaum der Rede wert? War vor allem ihre Musik etwa so schlecht, dass niemand sie hören wollte? Ich begann zu recherchieren und stieß schnell auf einen riesigen Kosmos an Frauengeschichte, der zwar da war, den aber kaum jemand zu nutzen schien. Aus diesen Impulsen heraus entwickelte ich noch im Studium meine eigene – heute 15-teilige – erfolgreiche Vortragsreihe zu Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, die jedes herkömmliche Vortragsprogramm ergänzt und bereichert. Mit meiner Passion und Arbeit setze ich mich auch in verschiedenen Vereinen* ein, die Grundgesetzbestimmung „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ (Art. 3, Abs. 2) umzusetzen. Meine Spezialgebiete sind vor allem das kulturelle Leben im süddeutschen Raum des 18. Jahrhunderts, Komponistinnen- und Frauenforschung sowie Lesbengeschichte. Vielfach überschneiden sich diese Fokussierungen – mit meiner Gabe und meinem Gespür für verborgene Querverbindungen konnte ich bereits so einiges ans Tageslicht holen, das sonst ungeachtet in der Versenkung geblieben wäre.” Link: https://susanne-wosnitzka.de/ #diepodcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli inspirieren viele Menschen und das ist eine grosse Freude. Die internationale Cellistin Raphaela Gromes, eine der grössten Musikerinnen unserer Zeit, hört #diepodcastin und war inspiriert, für Sony eine CD mit Komponistinnen neu zu arrangieren. Das Booklet dazu hat Susanne Wosnitzka geschrieben. Aus der CD ist ein Kunstwerk entstanden, das uns alle beglückt: “Femmes” von Raphaela Gromes by Sony. Susanne Wosnitzka hat Booklet zu fabelhaften “Femmes” von Raphaela Gromes geschrieben. Hier die Podcastin im Gespräch mit der Donauschwalbe. Zitat zu Susanne Wosnitzka: “Und nicht zuletzt die Booklet-Texterin Susanne Wosnitzka, sie ist eine absolute Expertin auf dem Gebiet Komponistinnen, und sogar für sie waren spannende Neuentdeckungen dabei. Und ihr Booklet ist einfach hinreißend. Also unbedingt lesen.” – Raphaela Gromes in BR-Klassik (2. Februar 2023) Regula Stämpfli mit Raphaela Gromes anlässlich ihrer Vernissage zu “Femmes” – #diepodcastin inspiriert. Susanne Wosnitzka und Regula Stämpfli sind beide passionierte Geschichtenerzählerinnen und -sucherinnen. Für #diepodcastin im Gespräch hat laStaempfli die Donauschwalbe – so ihr Twitteraccount interviewt. Heraus kam der erste Teil einer ganzen Serie, die Ihr weiter hören könnt auf www.artisapieceofcake.art. Denn aus einem ersten Gespräch wurde eine fünfteilige Folge und eine grosse Freundschaft. Und ja: Wir, Die Podcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli, wünschen uns Rom im Jahr 2025 mit Susanne Wosnitzka als Einführung die Aufführung von Fanny Hensel in Rom!

  6. #diepodcastin über ComedyToo: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über feministische Aussenpolitik, Banksprech, Handeln statt Labern, die grossen Anette Kuhn, Ninve Ermagan für die NZZ & ein Bild von Nives Widauer.
    04.03., 12:4000:52:20

    “Die Unsichtbarmachung der Fraueneigengeschichte zählt zu den Mechanismen unserer patriarchalen Gesellschaft.” Anette Kuhn (1934-2019), Inhaberin des ersten Lehrstuhls für Frauengeschichte in Deutschland, der mit ihrer Emeritierung 1999 direkt eingestampft wurde. Aktuell gibt es in Deutschland keinen einzigen Lehrstuhl für Frauengeschichte. #diepodcastin über ComedyToo: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über feministische Aussenpolitik, Banksprech, Handeln statt Labern, die grossen Anette Kuhn, Ninve Ermagan für die NZZ & ein Bild von Nives Widauer. Und das Buch von Christina Mundlos: Mütter klagen an. laStaempfli ist wieder in Wien und die Rohnerin kommt zu wenig zum Zug: In zwei Wochen wird das wieder besser und laStaempfli bittet um Vergebung. Die Woche war aber auch voller feministischer Tiefschläge auf laStaempflis Timeline: Feministische Aussenpolitik nach Annalena Baerbock, die Frauen und Mädchen wiederum nur am Rande im Fokus hat, sondern sofort beschwichtigen will, “gendersensibel” zu sein. Dann Afghanistan, wo laut Cicero 1000 Afghanen aufgenommen werden sollen, und sich darunter übelste Taliban befinden. laStaempfli plädiert, NUR Frauen aufzunehmen. Dann die Comedy-Affäre in der Schweiz als Beleg der sexistischen Enteignung und schliesslich die fürchterlichen Scheidungspraktiken in Deutschland mit dem Tipp von laStaempfli, dass sich Frauen nicht an Familiengerichte wenden sollen, sondern VOR DER SCHEIDUNG ganz klar vorbereiten, wie sie Kinder und Geld sichern können. Scheidungen sind einfacher geworden, entmündigen aber gemäss Gerichten die Mütter radikal. laStaempfli verweist auf die grossen sozialen Rückschritte insbesondere der digitalisierten neoliberal markierten Feminismusdiskussion. Die Debatte um “Gender” zwischen laStaempfli und der Rohnerin ist spannend und wird sicher auch weitergeführt. laStaempfli, die wirklich desillusioniert ist und Gender mit Digitalisierung und der Unsichtbarmachung gleichsetzt während die Rohnerin darauf verweist, dass Gender als Geschlechterrolle enorm wichtig wäre und nach wie vor ein entscheidender Begriff bleiben muss. Isabel Rohner hat diese Woche eine junge Journalistin entdeckt: Ninve Ermagan. Für die NZZ hat sie eine bemerkenswerte Artikel über den “Jungfrauenwahn” und das blühende Geschäft mit Hymen-Rekonstruktionen geschrieben. Und auch in anderen Artikeln, u.a. für den Spiegel und Cicero, thematisiert sie immer wieder die Frauenfeindlichkeit patriarchaler, v.a. streng muslimischer Kulturkreise. Ein paar Veranstaltungstipps: Most Wanted Female Art Auction Wien https://warda.at/events/most-wanted-femaleart-auction-2023/ Geschlechtergerechtigkeit, Quo Vadis, Wien. Alle Hinweise auf laStaempflis Homepage www.regulastaempfli.eu Links: https://www.kleinreport.ch/news/comedy-ohne-diversity-comediennes-protestieren-srf-beschwichtigt-101366/ https://medien.srf.ch/-/stellungnahme-von-srf-zum-comedy-sendeplatz-am-sonntagabend-1?redirect=%2F https://verein-fema.at/wie-hebeln-gerichte-den-schutz-von-frauen-und-kindern-vor-gewalt-aus/ https://www.cicero.de/aussenpolitik/bundesaufnahmeprogramm-afghanistan-scharia-richter-baerbock-auswartiges-amt – Artikel von Ninve Ermagan in der NZZ: https://www.nzz.ch/gesellschaft/hymenrekonstruktionen-das-geschaeft-mit-der-jungfraeulichkeit-ld.1725869 Das Bild stammt von Nives Widauer und kann in der Most Wanted Female Art Auction ersteigert werden. Buchtipp: Christina Mundlos: Mütter klagen an. Institutionelle Gewalt gegen Frauen und Kinder im Familiengericht. laStaempfli sagte immer mundlos und bittet auch hier um Vergebung. Nachtrag abends: Ein wunderbarer Hörer hat Regula Stämpfli darauf hingewiesen, dass die Autorin des “Mütter klagen an”, tatsächlich Mundlos heisst. Was wieder einmal zeigt: Die Menschen sind alle viel netter als die Medien sie machen, doch laStaempfli hat DEFINITIV ein Namensproblem: So hatte sie nämlich die NZZ-Autorin Ninve Ermagan auch durchwegs falsch geschrieben bis sie von der aufmerksamen Rohnerin auf den Fehler hingewiesen wurde. Nochmals: soooo sorrrrrrry.

  7. #diepodcastin on "femmes": Isabel Rohner & Regula Staempfli on Skispringerinnen, die Blut-Diplomatin bei den Mullahs, the great Raphaela Gromes & andere tolle Frauen.
    25.02., 12:4800:47:00

    “Gerade jetzt müsen wir sagen: Selbstverständlich bin ich Feministin!” (Jasmin Tabatabai) #diepodcastin on “femmes”: Isabel Rohner & Regula Staempfli on Skispringerinnen, die Blut-Diplomatin bei den Mullahs, ein Update zu MediaToo, the great Raphaela Gromes & andere tolle Frauen. Isabel Rohner in einem brillanten Interview bei der DIE WELT. Nachdem Regula Stämpfli und Isabel Rohner in einer der letzten Folgen ausführlich über die sogenannte “Meldestelle Antifeminismus” der demokratisch nicht legitimierten und in der politischen Ausrichtung frauenpolitsch höchst fragwürdigen Amadeu-Antonio-Stiftung berichtet haben, hat die Rohnerin der Welt ein großes Interview gegeben. Dabei macht sie klar: Der Feminismus fokussiert auf Frauen und ihre Rechte. Den Begriff nun auszuweiten auf weitere Gruppen schadet Frauen, weil ihre Anliegen nicht mehr Ernst genommen werden und buchstäblich verschwinden. Wir brauchen eine präzise Sprache, um bestehende Probleme benennen – und ändern zu können! (Link unten) Diese Woche fand die WM der Skispringerinnen statt. Die Rohnerin erinnert an die hoch politische und sexistische Geschichte dieses Sports: Die erste WM der Frauen fand nämlich erst 2009 statt, erst seit 2014 ist Skispringen der Frauen olympisch – und das obwohl Frauen (genau wie Männer) diesen Sport seit der Mitte des 19. Jahrhunderts betreiben. Ein langjähriger Präsident des Weltverbandes war sich noch in den 1990er Jahren nicht zu doof zu behaupten, beim Skispringen würde die Gebärmutter platzen – wohlgemerkt: als Argument gegen große medienwirksame Wettkämpfe und Werbedeals! Denn skigesprungen sind Frauen immer. Die Frauen der Woche sind Rachel Portman, Lera Auerbach, Rebekka Clarke, Germaine Tailleferre, Pauline Viardot-Garcia, Hildegard von Bingen, Lilli Boulanger, Fanny Hensel, Clara Schumann – und die weiteren 14 Komponistinnen, die die berühmte Cellistin und DiePodcastin-Hörerin Raphaela Gromes gerade auf ihrer neuen Doppel-CD “Femmes” erlebbar macht. Das Booklet dazu schrieb übrigens Susanne Wosnitzka, die bald zu Gast sein wird bei “Die Podcastin im Gespräch”. Kennengelernt haben sich die beiden übrigens über “Die Podcastin”. Werbung für Regula Stämpfli Hannah Arendt Lectures: Ihr kriegt, wenn Ihr ein Buch von mir bei Euch fotografiert, Zugang zu diesen. Diesmal redet laStaempfli über “Krieg als Politik” siehe www.hannaharendt.eu und www.regulastaempfli.eu. Update MediaToo: Raphaela Birrer wird neu in die TagesAnzeiger-Chefredaktion berufen, ebenso Kerstin Hasse. Backlash: War er wirklich so? fragt das Branchenmagazin Journalist:in und entlastet Die Magazin-Redaktion. Ein Reporter sagt darin: «Wir wurden als Mittäter denunziert, die ein sexistisches Monster bei seinem Treiben gedeckt haben sollen, und das teilweise von renommierten Kollegen.» Was laStaempfli zum Fall Dieter Wedel bringt. Der Fall Wedel: Dutzende Frauen beschreiben die Demütigungen, sexuellen Übergriffe bis zur Vergewaltigung rund um den Starkult und Stargenie-Typ Dieter Wedel. In drei Folgen bespricht der Verbrechenpodcast von Sabine Rückert und Andreas Sentker die unfassbare Autoritäts und Sexismusgeschichte Deutschlands der letzten 40 Jahre. https://www.zeit.de/gesellschaft/2023-02/dieter-wedel-regisseur-missbrauchsvorwuerfe-verbrechen-podcast Die Schweizer Botschafterin im Iran hat die Stadt Qom besucht – und das Mullah-Regime jubelt! Die Botschafterin trug nämlich – völlig unpolitisch und unter Ignorierung der Realität der iranischen Revolution – Tschaddor. Das auswärtige Amt relativiert: Diese Kleidung sei protokollarisch für den Besuch eines religiösen Schreins vorgeschrieben gewesen. Liebe Leute der Diplomatie: Dann besucht man solche Schreine nicht! Dass eine Diplomatin einem menschenverachtenden Regime solche Unterstützerbilder liefert, wenn gleichzeitig Mädchen und Frauen (und Männer) vom selben Regime verfolgt, eingesperrt, gefoltert werden, ist erschütternd. Sprechaktpolitik & Theorie: Inge Bell postet zu der Neuauflage, zusammen mit Salman Rushdie, der wohlverstanden vom iranischen Regime terrorisiert wurde, das seinen Mörder vor ein paar Monaten an dessen Lesungen schickte, also beide: Inge Bell und Rushdie posten, dass die Sprachkorrekturen an Ronald Dahl verrückt seien, als “absurde Zensur” betrachten. laStaempfli hat beiden getwittert: Dies ist nicht absurd, sondern hat System. Wenn „weiblich“ als umstrittenes Wort ersetzt wird, ist der nächste Schritt, Bücher von Frauen zu verbieten, die Frauen im Titel haben. Roald Dahl. Bild von Regula Stämpfli, copyright 2023. Link: – Isabel Rohner im Interview mit der WELT: https://www.welt.de/politik/deutschland/plus243944443/Feminismus-Forscherin-Weigere-mich-Begriff-wie-Frau-zu-problematisieren.html – Infos über Raphaela Gromes und ihre wunderschöne CD “Femmes”: https://www.raphaelagromes.de/de/

  8. #diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on Lidia Poet, links/rechts, Wagenknecht/Schwarzer, Chiara Ferragni, sexistischer Karneval, MediaToo & CultureToo.
    18.02., 13:2300:57:37

    “Ich war mit einem Marxisten verheiratet und ich war mit einem Faschisten verheiratet – und keiner von beiden hat den Müll rausgebracht.” Lee Grant, US-amerikanische Regisseurin und Schauspielerin. #diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on Lidia Poet, links/rechts, Wagenknecht/Schwarzer, Chiara Ferragni, sexistischer Karneval, MediaToo & CultureToo. Die Einteilung in links und rechts, sie macht, wenn es um Feminismus und Frauenrechte geht, überhaupt keinen Sinn – das berichtet die Rohnerin direkt zum Einstieg. Innerhalb nur eines Tages wurde sie als “linke Feministin” und als “Feministin, die den Rechten nahe steht” bezeichnet. Sie leitet davon ab: “Ich bin lieber vorn, als links oder rechts.” Es gibt eine neue Netflix-Serie, die laStaempfli liebt: Das Gesetz nach Lidia Poet: la legge die Lidia Poet auf Netflix. Matilda de Angelis spielt die historische Figur des Turins im 19. Jahrhundert – geiler Soundtrack, fantastische Serie und eine der spannensten Frauen der Geschichte, die der #diepodcastin Isabel Rohner & Regula Stämpfli noch nicht bekannt war. Das Online-Magazin Palais Fluxx, gegründet von der Journalistin Silke Burmester, hat unterstützt von namhaften Schauspielerinnen wie Gesine Cukrowski, Jasmin Tabatabei und Ruth Reineke die Aktion #LetsChangeThePicture gestartet. Ziel: Ein zeitgemäßes Altersbild in Film und Fernsehen! 21 Millionen Frauen in Deutschland sind über 47 Jahre alt. Und dennoch sind Frauenrollen a) viel zu selten und b) völlig klischeehaft. Frauen ab 47 (die Rohnerin findet: ab 40!) wollen nicht nur als alte Oma, verbitterte Exfrau oder verhuschtes Hausmütterchen vorkommen. Wir haben ein Leben! Wir haben Sex! Wir haben Abenteuer! Wir haben Erfolg! Wir haben Geld! Wir LEBEN!! Es wird Zeit, dass das auch die Drehbuchautoren (!) und Filmschaffenden endlich begreifen. Macron unterstützt IranRevolution und will Exilregierung treffen. Ist das wichtigste Zeichen überhaupt, da das jetzige Folterregime Irans direkt aus Frankreich eingeflogen wurde: 1979. Chiara Ferragni hat mit einer unglaublich klugen Aktion auf Hate im Netz gegen Frauen und Femizide im Schlagerfestival Sanremo aufmerksam gemacht. Die Moderatorin mit 28 Millionen Followern tritt in Sanremo einem wunderschönen Naked Dress auf, dann Dress mit Schimpfwörtern, die sie per Messages täglich kriegt und dann mit einem Cage Design auf: als Symbol für Frauen im Käfig. laStaempfli findet die Aktion suuuper. für Frauen im Käfig. So unfassbar grossartig, super. Es ist Karneval – und noch immer dürfen Frauen WEIL SIE FRAUEN SIND bei den mächten Karnevalsvereinen wie den Roten Funken in Köln keine ordentlichen Mitglieder werden. Damit nimmt man ihnen Netzwerke, Jobs, Zugang zu Geld und Macht. Die Rohnerin erzählt zum Thema Karneval, dass sie sich bei ihrem letzten Einkauf im Schweizer Migros Supermarkt sehr gewundert hat, dass das Karnevalsgebäck “Schenkeli” auf französisch immer noch “Cuisses de Dames” und auf italienisch “Gamba di Dama” heißt. Sind wir bei der Bezeichnung von Lebensmitteln nicht eigentlich weiter? Sarah Wagenknecht & Alice Schwarzer: laStaempfli findet den Antiamerikanismus und Putinverständnis der Beiden zum Kotzen, die Rohnerin sieht dies differenziert, weil gerade die Angriffe auf die zwei Frauen verstörend misogyn sind und Meinungsfreiheit unbedingt in der Demokratie geschützt werden muss. Die Rohnerin hat selbstverständlich recht, laStaempfli auch, die neu formuliert: Dass die Beiden, Wagenknecht & Schwarzer Antiamerikanismus wichtiger finden als die Demokratien weltweit zu verteidigen, findet Regula Stämpfli sehr verstörend. MediaToo Tagesanzeiger: Die TX Group, vormals Tamedia, ist eine private Mediengruppe Schweiz mit 3600 Vollzeitstellen und Mitarbeitenden in der ganzen Welt. Ausser Pascale Bruderer & Ursula Nötzli sitzt keine Frau in der Gruppenleitung , also ehemals Verwaltungsrat. Über 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung werden via dieses Unternehmen informiert: Das. Ist. Geballte. Macht informiert laStaempfli. Und TX-Group ist eng mit der Süddeutschen Zeitung verbandelt. Also noch mehr Macht. Langer Rede kurzer Sinn: Das Unternehmen hat geballte MediaToo Skandale, Probleme, Schädnungen, Frauendiskriminierung, Gleichstellungsverbrechen und der Clou: Es ändert sich nichts. Absolut nichts. Siehe dazu die Einträge, Tweets und Links. Der Gipfel an Zynismus ist das Mediawashing: Fünf neue Kolumnisten im Tagesanzeiger werden angekündigt, fünf die für Antirassismus, Antisexismus und Zukunft stehen. Well. laStaempfli zählt darauf, dass die Kolumnisten und Kolumnistinnen die Skandale im eigenen Unternehmen thematisieren – das macht laStaempfli als Kolumnistin ständig. #CultureToo: Neuer Hashtag der @diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli. Der deutsche Ballettdirektor Marco Goecke greift verbal und physisch eine Kritikerin, die nie persönlich mit ihm Kontakt stand, während einer Premiere im Foyer an; alle schauen zu und er schmiert als Eskalation der geschockten Wiebke Hüster Fäkalien ins Gesicht. Diese erstattet Anzeige, die F.A.Z. schreibt einen geharnischten Artikel zum misogynen Angriff und den Angriff auf die Pressefreiheit. Soweit so klar. Alles andere, was folgt ist klassisches #CultureToo. Auch hier alle Tweets von laStaempfli und der Rohnerin gucken, siehe Links. Die Rohnerin wirft neben den strukturellen Gewaltmechanismen einen weiteren klugen Gedanken und eine Theorie ein: “Sprechakte als Gewaltakte”. Da in den letzten fünf Jahren in Kulturkreisen ständig von “Sprache als Gewalt” verhandelt wird, fühlt sich der Balletchef wohl auch noch berechtigt. Dies zeigt den von @diepodcastin schon häufig angesprochene Graben zwischen Realität und Sprechakten auf. Wenn ich einen Balletchef kritisiere, ist dies mein gutes Recht und keine Gewalt: Wenn im Iran die Sittenpolizei Frauen auf offener Strasse totprügelt, weil der in der westlichen Kulturszene so verherrlichte Hjiab nicht richtig sitzt, DAS IST GEWALT. Sehr spannend, #CultureToo wird auch noch häufiger verhandelt werden. Ach ja und chatbotai mit Isabel Rohners Biographie, weshalb #diepodcastin wieder darauf hinweist, dass Isabel Rohner und Regula Stämpfli darüber schon stundenlang geredet haben: Algorithmic Bias, Klischees und Leerstellen. Links: – PalaisFluxx mit der Aktion “Let’s Change The Picture”: https://palais-fluxx.de/ und #LetsChangePicture – Interview mit Tabatabei, Reineke und Cukrowski über “Let’s Change The Picture”: https://www.zeit.de/kultur/film/2023-02/sichtbarkeit-aelterer-schauspielerinnen-film-fernsehen-diskriminierung?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.bing.com%2F -Bild und Artikel zu Chiara Ferragni (neu fotografiert von laStaempfli) https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/chiara-ferragni-tritt-in-naked-dress-beim-schlagerfestival-auf-18665874/chiara-ferragni-in-ihrem-18665882.html#fotobox_1_8665874 – CultureToo Regula Stämpfli über Milo Rau siehe https://www.ensuite.ch/weltveraenderung-ohne-feministisches-potenzial/ -CultureToo Regula Stämpfli über Teichtmeister: https://www.ensuite.ch/kinderpornografisches-kunstkorsett-der-fall-teichtmeister/ – CultureToo: Regula Stämpfli über Urteilskraft im Kulturbetrieb: https://www.ensuite.ch/nolde-in-berlin-ueber-das-urteilen-in-kunst-und-politik/ – Täter, der Frau mit Fäkalien angreift siehe: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hundekot-attacke-staatstheater-hannover-trennt-sich-von-ballettdirektor-18683161.html – Julian Reichelt siehe Update und neue Vorwürfe bei ReschkeFernsehen: https://www.ardmediathek.de/video/reschke-fernsehen/julian-reichelt-und-die-frauen-bumsen-beluegen-wegwerfen/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS80ODY3XzIwMjMtMDItMTYtMjMtMzU Regula Stämpfli über Leerstellen und Diskriminierungen in der Digitalisierung: Das grosse Datenloch siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf

  9. #diepodcastin liest: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Virginia Woolf, Kerstin Ehmer, Melanie Raabe, Luise F. Pusch, Nellie Bly and Elizabeth Bisland, Nele Neuhaus, Andrea Wulf, Katy Hessel.
    11.02., 11:1200:48:47

    #diepodcastin liest: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Virginia Woolf, Kerstin Ehmer, Melanie Raabe, Luise F. Pusch, Nellie Bly and Elizabeth Bisland, Nele Neuhaus, Andrea Wulf, Katy Hessel. “Bücher sind Spiegel der Seele” (Virginia Woolf) Regula Stämpfli und Isabel Rohner sprechen endlich mal wieder über Bücher – und haben so einiges mitgebracht: Zur Info vorab: 80!!! Prozent der Sachbücher, die im Feuilleton besprochen werden, STAMMEN VON MÄNNERN ÜBER MÄNNER. laStaempfli erwähnt die Sachbuch-Bestseller der ersten Woche Februar: Männer schreiben Weltgeschichten und über alles, Frauen dürfen nur zu Frauenthemen schreiben – bald wohl nicht mal das mehr, da Frauen ja abgeschafft werden sollen. Doch nun zu great books by Women: Die Rohnerin: – Kerstin Ehmer schreibt bemerkenswerte Krimis, die in den 20er Jahren in Berlin spielen – und im Gegensatz zu der schrecklichen “Babylon”-Verfilmung tatsächlich das Kaleidoskop der Großstadt zeigen. Die Rohnerin hat “Der weiße Affe” und “Die schwarze Fee” gelesen, erschienen im Pendragon Verlag – Luise F. Pusch, die Begründerin der feministischen Linguistik, hat eine Autobiografie geschrieben: “Gegen das Schweigen. Meine etwas andere Kindheit und Jugend”, erschienen im Aviva Verlag. Pusch (geb. 1944) nimmt uns darin mit in das ultra-homophobe Nachkriegsdeutschland und schildert ihre Kindheit und Jugend als junge Lesbe, die geprägt waren vom Gefühl, nicht zugehörig zu sein und die eigene Persönlichkeit verstecken zu müssen. Ein Stück Lesbengeschichte! – Matthew Goodman: “Eighty Days. Nellie Bly and Elizabeth Bisland’s History Making Race Around the World” (auf Deutsch “Die schnellsten Frauen der Welt. Wie sich zwei Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten”, erschienen bei btb). Toll rechercherierte, lebendig geschriebene Doppelbiografie über Nellie Bly und Elizabeth Bisland, zwei Pionierinnen des Journalismus. laStaempfli: Melanie Raabe, Die Kunst des Verschwindens. Genialer Roman mit magischen Realismus – seufz, alle kaufen! “Die Kunst des Verschwindens” ist eine Wundertüte, Roadmovie, Fantasy, Krimi alles zusammen und ein Rausch-Lese-Erlebnis. Es geht um zwei Frauen Ellen und Nico, eine bekannte Schauspielerin, die andere Fotografin, Ellen verschwindet über Nacht spurlos und nun beginnt die Reise. Die Frage der Seelenverwandschaft zwischen bislang Unbekannten ist rauschhaft schön unheimlich auch. Fabelhafte Rebelllen von Andrea Wulf: Spannendes Porträt von Jena im 18. Jh. Frauenfiguren sind etwas arg am historischen Original (ver)beurteilt, trotzdem lohnt sich die Lektüre vor allem wegen der FABELHAFTEN CAROLINE BÖHMER SCHLEGEL SCHELLING. History of Art without Men: Grosse Künstlerinnen und ihre Werke. Die enorm junge und von Christies gesponsorte Katy Hessel führt seit 2015 einen Instaaccount und einen Podcast in der 8. Saison: https://www.thegreatwomenartists.com/katy-hessel-podcast. Hessel hat ein schönes, etwas arg “nettes” Buch über die patriarchalen Mechanismen, Frauen zu ignorieren, zu verleumden, zu vergessen, geschrieben. Aber immerhin: Gombrichs Werk wird nun ergänzt. PS: In einer ersten Aufschaltung wurde LUISE F. PUSCH falsch geschrieben. laStaempfli bittet um Vergebung. Links: http://www.xn--frauenzhlen-r8a.de/ Dann die wunderbare Folge mit Luise F. Pusch zum Nachhören: https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-11/luise-pusch-gendern-deutschland-interviewpodcast-alles-gesagt Gespräch mit Isabel Rohner zur “Schwarzen Petra” #diepodcastin: https://diepodcastin.de/2022/11/26/diepodcastin-schreibt-bucher-regula-stampfli-redet-mit-der-autorin-isabel-rohner-uber-ihre-krimireihe-diesmal-der-vierte-band-die-schwarze-petra/ Gespräch über entgleisenden Journalismus gegenüber Bestsellerautorinnen & sexistische Enteigung: https://diepodcastin.de/2022/07/09/diepodcastin-uber-die-em-der-frauen-isabel-rohner-regula-stampfli-mit-schwerpunkt-frauenfussball-vs-mannerfussball-elon-musk-maryna-viazovska-louise-buchner-preis-gravierender-sexismus-gegen-d/ Das Bild heute stammt von laStaempfli: “Lesend unterwegs” Termin vormerken: Am 6.-14. Mai 2023 findet übrigens die erste bundesweite feministische Bücherwoche statt! Informiert euch bei www.buecherfrauen.de! Zudem natürlich wie immer der Hinweis auf unsere eigenen Veröffentlichungen, z.B. “Trumpism” und “Sex, Katzen & Diäten” von Regula Stämpfli und “Schwarze Petra”, “Gretchens Rache” und “Spuren ins Jetzt” von Isabel Rohner.

  10. #diepodcastin über Feminismus: Isabel Rohner & Regula Staempfli zu Hedwig Dohm, Herford, die Absetzung einer Demokratiefeindin, misogyne Meldestelle für Antifeminismus & the best Feature WDR mit Hedwig Richter.
    04.02., 13:03

    #diepodcastin über Feminismus: Isabel Rohner & Regula Staempfli zu Hedwig Dohm, Herford, die Absetzung einer Demokratiefeindin, misogyne Meldestelle für Antifeminismus & the best Feature WDR mit Hedwig Richter. Die Rohnerin beginnt mit einem umwerfenden Hedwig Dohm-Zitat: “Was ist Antifeminismus? Der passive oder aktive Widerstand gegen die Aufwärtsbewegung des weiblichen Geschlechts. Passiv ist er, wenn er nur in der Meinung, in einer Gefühls- und Glaubensrichtung besteht; aktiv, wenn Gefühl und Glauben sich in Taten umsetzen, mögen sie sich in Schriften, Vorträgen, Gesetzes- oder Polizeiverordnungen äußern.” Hedwig Dohm, 1912 laStaempfli bringt die gute Nachricht: Die Antisemitin und iranische Lobbyfrau Ilhan Omar,wurde ENDLICH AUS DEM AUSWÄRTIGEN AUSSCHUSS DES US-Repräsentantenhauses ausgeschlossen; ein brillanter Tag für die Frauen im Iran. Erst kürzlich hatte die Islamistin den iranischen Preis für “Demokratie, Diplomatie und Frieden” gekriegt …. #diepodcastin ist glücklich darüber, dass in den USA doch der demokratische Grundverstand herrscht. Oft hat “Die Podcastin” schon darüber gesprochen, dass es im öffentlichen Raum kaum Kunst von Frauen gibt. Jetzt gibt es gute Nachrichten aus Herford wie die Rohnerin erzählt: Im Auftrag der Deutschen Bahn wurde dort die Bahnhofsunterführung neu gestaltet – und Herford hat sich für die Künstlerin Ingeborg Schindler entschieden. Ihre Illustrationen zeigen die Sehenswürdigkeiten der Stadt und wichtige Etappen der Geschichte u.a. auch die Geschichte der bedeutenden Äbtissinnen. Hieran sollten sich andere Städte ein Vorbild nehmen! Hedwig Dohm (1831-1919) hat den Begriff des “Antifeminismus” begründet. Umso erschreckender, dass die Politik aktuell meint, den Begriff völlig neu definieren zu können. laStaempfli führt etwas holprig, aber perfekt und wunderbar präzisiert von der Rohnerin, die frauenfeindliche “Meldestelle für Antifeminismus” ein. Was gut klingt, hat keinen einzigen Bezug zu Frauen. Die Meldestelle ist eine Nachfolgerin der üblen Böll-Stiftungsidee “Agent*in Online” wo auch wieder in der Demokratie, Namen, Adressen von unerwünschten Personen gemeldet werden sollten. Statt einer Beauftragten gegen Transphobie einzurichten, macht sich die frauenfeindliche “Amadeu Antonio Stiftung” mit Bundesgeldern auf die Hetze von ganz normalen Feministinnen, die nicht, wie die Stiftung, Sexarbeit geil findet (eine Industrie mit Menschenfleisch im Wert von über 14 Mrd.), das Kopftuch als Emanzipation deutet, die Leihmutterschaft legalisiert. Die “Meldestelle für Antifeminismus” ist eine Spitzel-Stelle und gehört nicht in die Demokratie und widerspiegelt nicht das im Grundgesetz verankerte Gleichstellungsgesetz. #diepodcastin wird diesbezüglich etwas unternehmen müssen. Noch bis zum 26. Februar 2023 zeigt das Wallraff-Richartz-Museum in Köln die Ausstellung “Susanna – Bilder einer Frau vom Mittelalter bis #MeToo”. Zum Schluss hat die Rohnerin noch etwas Positives und sehr, sehr Schönes mitgebracht: Hedwig Richter war im Oktober zu Gast bei der Sendung “Klassik Forum” auf WDR 3. “Zu Gast sein” bedeutet in diesem Fall: Sie hat die Musikauswahl für die Sendung vorgenommen und gibt in drei Stunden Einblicke in ihr Leben, ihre Persönlichkeit, ihre Arbeit. Sie spricht über Themen, die ihr wichtig sind – von Demokratiegeschichte, Frauenbewegung bis Israel – und das mit einer Begeisterung, die ansteckt. Vielen Dank dafür! Bild von Kiki Smith, fotografiert von laStaempfli 2018 in der Ausstellung im Haus der Kunst. Links: – Die Künstlerin Ingeborg Schindler hat den Bahnhof Herford neu gestaltet: https://www.ingeborgschindler.com/kopie-von-3-kochbuch-schweiz – Kölner Ausstellung “Susanna”: https://www.wallraf.museum/ausstellungen/aktuell/2022-10-28-susanna/ – Infos zu Hedwig Dohm: www.hedwigdohm.de – Biografie über Dohm von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-spuren-ins-jetzt/ – Hedwig Richter zu Gast beim Klassik Forum auf WDR 3: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/klassik-forum/audio-hedwig-richter-zu-gast-im-wdr–klassik-forum-vom–100.html – Sexarbeit und Menschenfleisch siehe https://www.ensuite.ch/menschenfleischarbeit-piff-paff-puff/ -Thread zu Ilhan Omar und ihr Kampf gegen die Frauen im Iran https://twitter.com/AlinejadMasih/status/1215672479022223360?s=20&t=FzjZ3d8v0GAD67e2HXTj_Q Thread zur unsäglich antidemokratischen misogynen “Meldestelle für Anfeminismus” https://twitter.com/laStaempfli/status/1621124648267304962?s=20&t=FzjZ3d8v0GAD67e2HXTj_Q -Zu den Pogromen des Intellekts siehe Artikel von Regula Stämpfli https://www.ensuite.ch/von-der-siegerkunst-zum-siegerfeminismus/ -Mythos Geschlecht, von laStaempfli in der Folge erwähnt, von Mineke Schipper. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht und Ohnmacht. – Carola Meier-Seethaler, Ursprünge und Befreiungen. Eine dissidente Kulturtheorie. Sehr lesenswert. – Zur Abschaffung der Frau im Kanton Basel: https://www.bazonline.ch/die-kategorien-frau-und-mann-werden-abgeschafft-960772926741

  11. #diepodcastin am Berg: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Empfang Spanien, Gewalt in Iran, Chat GPT punkto Gleichstellung, Frauen in den Medien, Frauen im Berg, Schweizer Frauen Alpenclub, Deutsche Bergsteigerinnen.
    29.01., 13:2600:54:09

    #diepodcastin am Berg: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Empfang Spanien, Gewalt in Iran, Chat GPT punkto Gleichstellung, Frauen in den Medien, Frauen im Berg, Schweizer Frauen Alpenclub, Deutsche Bergsteigerinnen. Die Rohnerin bringt wieder ein treffendes Zitat: “Die Freiheit der Frau ist die Grundlage aller Freiheit auf der Welt.” Margaret Sanger (1883-1966) “Die Freiheit zur Freiheit” meint Hannah Arendt und laStaempfli erzählt, wie demokratietheoretisch das Gewicht von der Gleichheit zur Freiheit transformiert. Die Rohnerin erzählt vom Empfang des Spanischen Königshaus mit dem Kommentar der Woche, von Gilda Sahebi. Anlass war die Verweigerung des iranisches Botschafters in Spanien, der spanischen Königin Letizia die Hand zu geben. “Das ist der Stellenwert einer Frau. Anfassen ist nur okay, wenn man zuschlägt.” Regula Stämpfli und Isabel Rohner sprechen über die Gefahr, die sog. Frauenfrage als Kultur zu verstehen und nicht zu begreifen, dass Frauenrechte nicht die Kirsche auf der Demokratie-Torte sind, sondern die Torte. #diepodcastin redet über männlichen Frauenhass & Ressentiments – siehe Links. Und darüber, weshalb Geschlechterapartheid nicht anerkannt wird. Die Rohnerin mit einer ganz wichtigen Zusammenfassung: “Die Diversität, die in aller Munde ist, hat nicht zur Pluralität von Meinungen geführt.” laStaempfli hat was Positives zur KI ChatbotGPT: Sie ist ganz entzückt über die 12 Regeln, die ChatGPT bringt: Es gibt enorme Daten- und Demokratielöcher, aber wenn die Fragen so gestellt werden, dass Frauen vorkommen, sind die Texte der letzten 70 Jahr gleichstellungspolitisch gut. “Schreib mir die 12 wichtigsten Regeln der Gleichstellung von Mann und Frau Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Bezug auf Arbeitsplatz und Bezahlung. Abschaffung jeder Form von diskriminierenden Gesetzen und Praxen. Förderung der Gleichstellung in der Bildung und in der beruflichen Weiterbildung. Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für beide Geschlechter. Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt. Stärkung der politischen Beteiligung von Frauen. Förderung von Frauen in Führungspositionen. Abschaffung von stereotype Rollenbilder und Geschlechterdiskriminierung in Medien und Werbung. Einführung von Quotenregelungen für Frauen in Führungspositionen und politischen Gremien. Erhöhung des Anteils von Frauen in Entscheidungsprozessen und in der Justiz. Sensibilisierung der Bevölkerung für die Problematik der Geschlechterdiskriminierung. Unterstützung von Projekten und Initiativen zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau.” Die Rohnerin berichtet über die mangelnde Repräsentanz von Frauen in der Medienberichterstattung. #diepodcastin verweist auf vorherige Folgen, wo sie die grundlegenden Studien der Uni Rostock und der Uni Zürich besprochen hat: Die Frauenquote bei der Berichterstattung dümpelt im deutschsprachigen Raum bei ca. 30 Prozent (die Männerquote liegt also bei 70 Prozent!). Nun haben der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger sowie Pro Quote Medien Studien zu Frauen in den Redaktionen vorgelegt. Ergebnis: Medien sind klar in Männerhand. Besonders drastisch ist die Situation in den Chefredaktionen der Regionalzeitungen: Unter den 97 Zeitungen gibt es 91 Chefredakteure und gerade mal 14 Chefredakteurinnen. 5 Frauen teilen sich dabei den Job mit einem Mann. Bei den Onlinemedien liegt der Männeranteil bei den Chefposten bei 72 Prozent (Frauenanteil also 28 Prozent). Entwicklung gibt es bei den sogenannten Leitmedien (überregional). Dort stieg der Frauenanteil in den letzten Jahren von 14 Prozent auf inzwischen 40 Prozent. Die Aufteilung der Ressorts bleibt jedoch traditionell: Frauen leiten Lifestyle, Unterhaltung, Garten – Männer Politik, Wirtschaft, Technik. #diepodcastin von Isabel Rohner und Regula Stampfli: Sexismus ist Enteignung. *** laStaempfli bringt das Thema: “Frauen am Berg”, eine kleine, leider etwas arg minimale frauenpolitische Ausstellung zum Thema in Bern, im alpinen Museum. laStaempfli recherchiert und findet die klassische Frauenstruktur auf: Frauen werden von einflussreichen Verbänden und Vereinen ausgeschlossen, gründen eigene Frauennetzwerke, die sehr erfolgreich sind und dann, wenn die Männer finden, es sei jetzt an der Zeit, modern zu werden, die Frauennetzwerke übernehmen und so die Frauen einfach modern unsichtbar machen. Kurze Geschichte des Schweizer Frauen Alpenclub SFAC – dazu müsste unbedingt ein Buch geschrieben werden oder auch des DAC – deutscher Alpenclub, der bis weit in die 1990er Jahre einigen Sektionen erlaubt hat, Frauen den Zugang zu verbieten. Am Beispiel der Frauen im Berg lässt sich die These der #diepodcastin brillant nachvollziehen: Sexismus ist keine Kultur, sondern Enteignung von Frauen in Geschichte, Kapital, Recht und Demokratie. Zur Geschichte der Frauen gibt es einen schönen Band: „Frauen im Aufstieg. Auf der Spurensuche in der Alpengeschichte von Ingrid Runggaldier. Auch der Wikibetrag zum Schweizer Frauen Alpenclub ist wunderbar. https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Frauen-Alpen-Club Bild: Marion van Laer: Alpiner Übungskurs des SFAC Burgdorf im Gebiet Lauteraar 1938. Links: – Gilda Sahebi auf Twitter: https://twitter.com/GildaSahebi/status/1618533976205045762 – Bericht über die Studien zu Frauen in Chefredaktionen (Studien sind jeweils im Text verlinkt!): https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/frauen-in-den-medien-mangelware-chefredakteurinnen,TT7XPVb – Ressentiments – Frauenstimmrecht siehe https://www.swissinfo.ch/ger/politik/der-globale-kampf-um-das-frauenstimmrecht/46325068 – Sex, Katzen und Diäten von Regula Stämpfli mit der Kolumne zu SRF Geschlechterapartheid https://www.amazon.de/Sex-Katzen-Di%C3%A4ten-Kultkolumnen-St%C3%A4mpfli/dp/390733907X – Die tolle Sendung zur Selbstvergiftung von Wut und Hass vom Deutschlandfunk : https://www.deutschlandfunkkultur.de/wut-und-hass-der-seelischen-selbstvergiftung-entkommen-100.html – laStaempfli zu aktuellen Themen immer auf Literaturblog und Homepage https://regulastaempfli.eu/

  12. #diepodcastin mit Datenlöcher: Isabel Rohner und Regula Staempfli mit Polyamorie, Iran, Afghanistan, Prix Simone de Beauvoir, Gender BritAward Unsichtbarmachung von Frauen,ChatGPT.
    14.01., 14:5300:46:39

    #diepodcastin mit Datenlöcher: Isabel Rohner und Regula Staempfli mit Polyamorie, Iran, Afghanistan, Prix Simone de Beauvoir, Gender BritAward Unsichtbarmachung von Frauen,ChatGPT. Das Zitat der heutigen Folge stammt von einem Tweet von Stefanie Sargnagel zur Polyamorie: Und provoziert erneut ein Plädoyer für erfüllte Sexualität der Frauen von der #diepodcastin. laStaempfli empfiehlt nochmals das Buch von Sandra Konrad: “Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will was er will.” Die Podcastin zum Iran: Hier gilt nur eines. Haltet den Druck gegen das Folterregime aufrecht. Regula Staempfli macht auch darauf aufmerksam, dass wir dringend ein linkes feministisches Update brauchen: es geht nicht mehr, dass jeder Feminismus im Islam als islamophob gekennzeichnet wird, das Gegenteil ist der Fall, wie die Revolution im Iran zeigt. diepodcastin hält fest: Die iranischen Frauen und Männer brauchen unsere Stimme hier im Westen. Dazu gehört auch, in fortschrittlichen Kreisen dafür zu kämpfen, dass Frauenrechte nicht islamophob, sondern Überlebensrechte sind. Gleichzeitig muss die sexuelle Gewalt im Iran als strategisches Mittel der Diktatur zur Sprache gebracht werden. Dies gilt im übrigen auch für Afghanistan. Die Rohnerin erwähnt den “Prix Simone de Beauvoir”, der seit 2008 immer am Geburtstag der französischen Philosophin in Paris vergeben wird. Er geht in diesem Jahr an die iranischen Frauen und ihren Kampf um Demokratie und Freiheit. Eine gute Wahl findet #diepodcastin: Wir wünschen uns in diesem Jahr noch viel mehr Auszeichnungen, also Sichtbarkeit, für die Frauen (gern auch nicht nur im Kollektiv!), die für ihre Menschenrechte ihr Leben riskieren. Zur Unsichtbarmachung der Frau bringt laStaempfli nochmals ChatGPT: ChatGPT ist ein sehr cleverer Chatbot, ein Dialogfeld, das von OpenAI entwickelt wurde und bei dem es sich lohnt, genau hinzuschauen. Es bestehen so viele Datenlöcher, die einmal mehr darauf hinweisen, dass die Daten mit Frauenbiographien, Frauenliteratur, Frauenbibliotheken gefüttert werden müssen. Bei den Beispielen die laStaempfli anführt, dominieren leider Männerdaten. Sexistische Enteignung im Datensatz – und damit auch das Dilemma: Sollen wir den Bot füttern und dadurch uns exponieren als Frauen oder sollen wir das Geschäft den Männern überlassen. Es gibt keine einzige Expertin in Die Zeit, Dossier vom 12. Jänner 2023 zum Titelthema KI – und dieser Umstand bringt laStaempfli zum Straucheln. Sie verheddert sich durch die Kränkungen der Geschichte, die ihr und vielen Frauen angetan werden. Zur weiteren Unsichtbarmachung der Frau durch Genderneutralität: Am 11.2.2023 werden wieder die BRIT AWARDS verliehen – der wichtigste Musikpreis der britischen Musikszene. Seit 2022 wird dabei nicht mehr der “Best mal artist” bzw. “Best female artist” ausgezeichnet, sondern vermeintlich neutral nur noch “The Artist of the Year”. Mit verheerenden Folgen: Dieses Jahr sind nämlich ausschließlich Männer nominiert! Regula Stämpfli und Isabel Rohner machen klar: Gender neutrale Preise machen Frauen unsichtbar! Sie löschen Frauen und ihre Leistungen aus. Beim ersten Mal – so war es bei den Brit Awards und so war es auch bei der Berlinale – gehen die Preise noch an Frauen – danach aber für die nächsten Jahre nur noch an Männer. Warum? Weil Musik, Literatur, Kunst, Gesellschaft patriarchale Systeme sind! Weil Männer in diesen Systemen immer strukturell bevorzugt werden! Übrigens erhielt Adele 2022 einen Shit Storm, nachdem sie ihre Auszeichnung entgegen genommen hatte mit den Worte. “I love being a Woman!” Die Geschichte der Frauen ist das Suchen nach Puzzle-Stücken. Die Rohnerin hat eines davon in einem lesenswerten NZZ-Artikel über die Chirurgin Marie Lüscher (1912-1991) gefunden, die als zweite Frau in der Schweiz Chefchirurgin eines Krankenhauses war. Ein Stück Frauenbiografie- und Medizingeschichte, die darauf verweist, dass das Frauenspital in Zürich eine Fraueninitiative war. Das Bild stammt von Sonia Gechtoff (1926-2018) Die Königin – ein fantastisches Bild mit Vulva, fotografiert in der Ausstellung in der Albertina Modern von laStaempfli im Januar 2023. Links: – Die Geschichte von Marie Lüscher in der NZZ: https://www.nzz.ch/zuerich/frauen-und-medizin-zuerich-marie-luescher-pionierin-der-chirurgie-ld.1718376?reduced=true – The Brits go gender neutral and women disappear: https://unherd.com/thepost/the-brits-go-gender-neutral-and-women-disappear/ – Auf der Homepage von Regula Staempfli finden sich viele Beispiele der neuen KI ChatGPT www.regulastaempfli.eu Zur AI/KI siehe Regula Staempfli https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf und Träumen AIs von Demokratie siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2018/11/tra%CC%88umen-KI-von-demokratie.pdf und zu Lernsystemen siehe Regula Staempfli Fiktion und Algorithmen: Bildung im Wandel https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2017/05/17_VSH_bulletin_april_WEB-1.pdf

  13. #diepodcastin uneins 2023: Isabel Rohner & Regula Staempfli fetzen sich wieder einmal über Literatur& Film: Fay Weldon, Die Teufelin, "starke Feministinnen", Stellenwert von Fiktionen und die Sisi-Inszenierung Netflix.
    07.01., 10:2000:53:57

    Folge 134 #diepodcastin uneins 2023: Isabel Rohner & Regula Staempfli fetzen sich wieder einmal über Literatur& Film: Fay Weldon, Die Teufelin, “starke Feministinnen”, Stellenwert von Fiktionen und die Sisissimi-Manie (ergänzt im Text von laStaempfli, die findet: “Gäbe es NICHT ENDLICH ANDERE FRAUEN ALS DIE OLLE KAISERIN?” – die Rohnerin kontert brillant. laStaempfli beginnt mit der braunen Vergangenheit des “Neujahrskonzert”, ärgert sich über die diesjährige Inszenierung und generell darüber, dass ihre Passionen in Deutschland und Österreich und leider auch in der Schweiz mit zwei Rechercheklicks immer wieder bei den Nazis landen. Die Story hierzu siehe den hervorragenden Beitrag des WDR – Stichtag aus dem Jahre 2014. https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag8814.html Die Rohnerin bringt als “Frau der Woche” die Schriftstellerin Fay Weldon mit, die am 4.1.2023 mit 91 Jahren verstorben ist. Sie bedankt sich bei ihr für ihre Frauenfiguren, die so anders waren, als die Frauenrollen, die Isabel Rohner als damals 10-Jährige sonst im TV und Kino mitbekommen hat. In “Die Teufelin” (1989) mit Roseanne Barr und Meryl Streep solidarisierte sich das Publikum zum ersten Mal mit einer “hässliche” Frau, die sich an ihrem untreuen Ehemann rächt. Für Isabel als Mädchen augenöffnend: Denn nur 15 Kilometer von ihr zu Hause entfernt, hatten die Appenzellerinnen damals immer noch kein kantonales Stimmrecht. Das neue Eherecht in der Schweiz war gerade mal ein Jahr alt. laStaempfli immer noch schlecht gelaunt wegen Neujahrskonzert kontert mit grosser Heftigkeit gegen die sicherlich wichtigen Neuerfindungen von Frauenfiguren in den 1990er Jahren: she was there und ärgerte sich schon damals über die “Heilige und die Hure” mit der Hochstilisierung der Hure, u.a. dann in “Sex and the City” als ob Feminismus erst dann gut ist, wenn sich Frauen wie die Männer als Arschlöcher benehmen. Es entwickelt sich eine gute Diskussion über Fiktion und Realität sowie unterschiedliche Erfahrungen mit der spürbar lauten Frustration von Regula Stämpfli sich wie eine Uralt-Tante vorzukommen, die im Feminismus alles wiederkäuen muss und die natürlich findet: Hätten alle die grossen Werke von laStaempfli gelesen, wäre alles paletti – was die Frustration noch verstärkt, weil natürlich nicht alle die Bibliotheken der tollen Feministinnen der 1980er und 1990er Jahre gelesen haben. Dann bespricht #diepodcastin die “Best of”-Streamingfilme im Jahr 2022: Allesamt Männer, Science Fiction und nochmals im Westen nichts Neues, es ist zum Heulen. Am Ende dann noch ein filmisches Beispiel: Die Rohnerin lobt die Neuverfilmung der ollen Sissi-Filme, unten denen die großartige Charakterdarstellerin Romy Schneider im deutschsprachigen Raum leiden musste (u.a. daher ist sie nach Frankreich ausgewandert). In “Die Kaiserin” (auf Netflix) erleben wir mit Devrim Lingnau eine moderne, eine selbstbewusste, eine so gar nicht liebliche Frau – und die Rohnerin ist begeistert von Melika Fourutan und vor allem von Jördis Triebel als Ludovika von Bayern. Sie findet: Es wurde Zeit, das alte Sissi-Bild, das sich in unser kulturelles Gedächtnis eingegraben haben, zu entstauben! Und ja, auch das Musical “Elisabeth” mag die Rohnerin sehr – laStaempfli seufzt nur und wird missverstanden. Filme – es gibt wohl kein Thema, bei dem sich “Die Podcastin” so uneins ist! Und dennoch zeigen Isabel Rohner und Regula Stämpfli auch hier wieder: Es ist möglich, unterschiedlicher Meinung zu sein und sich dennoch zugewandt und immer wieder zuzuhören und sich auszutauschen. Wenn das mal kein Vorbild ist fürs Neue Jahr! Das tolle Bild stammt von der Künstlerin Alice Battezatti und ist von der Rohnerin fotografiert.

  14. #diepodcastin für Empathie/Respekt/Sichbarkeit2023: Isabel Rohner & Regula Stämpfli in der Neujahrsfolge zum Kampf gegen Geschlechterapartheid in Iran, Afghanistan, bei der KI & ein Plädoyer für Hulda Zwingli for President.
    31.12., 06:5500:52:29

    #diepodcastin für Empathie/Respekt/Sichbarkeit2023: Isabel Rohner & Regula Stämpfli in der Neujahrsfolge zum Kampf gegen Geschlechterapartheid in Iran, Afghanistan, bei der KI & ein Plädoyer für Hulda Zwingli for President. “The sexiest people are thinkers” – mit diesem Zitat der in dieser Woche verstorbenen Design-Ikone Vivienne Westwood eröffnen Regula Stämpfli und Isabel Rohner ihren Jahresausblick 2023. Empathie, Respekt und Sichtbarkeit für die Belange und Lebenswirklichkeiten von Frauen und Mädchen – das wünscht sich Isabel Rohner 2023 und mit ihr laStaempfli von Medien und Politik. laStaempfli beginnt mit etwas langweiliger, aber umso wichtiger Weltpoltik: Die Schweiz ist zwei Jahre Mitglied im UNO-Sicherheitsrat als eines von zehn nichtständigen Mitgliedern des Gremiums. Turnusgemäß präsidieren, Vorsitz des Ausschusses für Nordkorea. #dieppdcastin erwartet die Mischung von Diplomatie und Druck gegen Afghanistan, Iran, China, Russland. Die Rohnerin bringt viele Beispiele zu Empathie, Respekt und Sichtbarkeit: Geschlechterapartheid der Taliban in Afghanistan und völlige Entrechtung von Mädchen und Frauen: Noch immer schwingen in Medien und Politik viel zu häufig Sexismus, Rassismus und Kulturrelativismus mit. Wie sonst ist es zu erklären, dass so wenig berichtet und noch viel weniger gehandelt wird? Die Podcastin fordert klipp und klar: Kein Geld mehr an die Taliban, wenn diese nicht sofort Menschenrechte für Mädchen und Frauen gewährleisten – und dann das Geld ausschließlich an Organisationen, die von Frauen geleitet werden! Verhandlungen nur noch mit Frauen! Keine Verharmlosung mehr von Folter, Enteignung und Entmenschlichung von Mädchen und Frauen! – WSI-Studie zeigt: Ein Drittel (!) der Mütter gibt in der Erwerbstätigen-Befragung an, “überhaupt kein Vertrauen in die Bundesregierung zu haben”. Vor einem Jahr waren es noch 16 %. Das ist mehr als besorgniserregend. Umso schockierender, dass lediglich die SZ dieses Thema aufgegriffen hat. Auch die Politik schweigt dazu – dabei gäbe es hier richtig viel zu tun. laStaempfli plädiert für “Hulda for President”, was das nicht abgesprochene Stichwort für die Rohnerin ist, die uns die Geschichte der KI mit Hulda Zwingli erzählt: Künstliche Intelligenz merzt Frauen aus: Das Künstlerinnenkollektiv “Hulda Zwingli” hat sich den Spaß erlaubt, per KI eine Biografie des erfundenen Namens “Hulda Zwingli” erstellen zu lassen. Mit erschreckendem Ergebnis: Die KI erfindet lieber eine Biografie eines “wichtigen Ehemannes” dieser erfundenen Frau, als von ihr. Patriarchat wie es lebt und denkt. Zum Schluss die Rohnerin mit Frauen im Sport: Mit Fußballprofi Alexandra Popp wurde erstmals (!) in der Geschichte des kickers eine Frau zur “Persönlichkeit des Jahres”. Sehr verdient, findet die Podcastin – und erinnert direkt auch an den Kampf der Skispringerinnen, die immer noch um eine Vierschanzentournee kämpfen müssen. Sexismus enteignet! laStaempfli mit neuem Begriff & Story: Die unglaubliche Geschichte des MANFLUENCER (TM von laStaempfli, ein misogyner Influencer) Andrew Tate. Dank Greta Thunberg konnte der mutmassliche Vergewaltiger und sein Bruder, der des Menschenhandels angeklagt ist, festgenommen werden. Also nicht dank Greta Thunberg, aber wegen Tates Beschimpfungen der Klima-Ikone und -Aktivistin und einem Bild, dass Tate von sich und seiner Pizza fotografiert hat. Hier der Artikel dazu: https://www.derstandard.de/story/2000142178747/frauenhasser-andrew-tate-in-rumaenien-wegen-menschenhandelsvorwuerfen-festgenommen DANN EIN BÜCHERTIPP für ZDF (DREHBUCH!!!) von laStaempfli: “DIE SCHWARZE PETRA VON ISABEL ROHNER!” Was laStaempfli erinnert: Ihr Jahreswunsch: Stefan Bachmann verzichtet zugunsten von Anna Bergmann auf die Intendanz an der Burg. Weshalb laStaempfli auch “Gretchens Rache” von Isabel Rohner empfiehlt, denn es ist die beste Neuinterpretation von Goethes Faust. Zum algorithmic bias wie immer laStaempfli im grossen Datenloch siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf Bild ist von Hulda Zwingli, abfotografiert vom Instagram-Account siehe https://www.instagram.com/huldazwingli/?hl=de

  15. #diepodcastin weihnächtelt& hanukkah sameach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit Katarpatriarchat, vielen Feminismen wie IranRevolution2022, Simone Leigh, Hedwig Dohm & neuer Theorie zu "Sprechaktfrauen" im Unterschied zu Transfrauen.
    24.12., 11:5200:49:25

    #diepodcastin weihnächtelt& hanukkah sameach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit Katarpatriarchat, vielen Feminismen wie IranRevolution2022, Simone Leigh, Hedwig Dohm & neuer Theorie zu “Sprechaktfrauen” im Unterschied zu Transfrauen. “Auf das Gute in der Welt – auf die Frauen!” Mit diesem Zitat von Isabel Rohner leitet “Die Podcastin” ihre Weihnachtsfolge ein – und hat viele hoffnungsfrohe Meldungen und erneut bahnbrechende Erkenntnisse im Gepäck! Sehr lustig ist der Beginn als laStaempfli kurz ihre neue Meditationserfahrung erwähnt und die Rohnerin feststellt, dass sie immer im Flow ist: laStaempfli weiss schon länger, dass sie ihre Neurosen eher beachten muss als die geerdete und wundervoll klare Rohnerin. Dann folgt die Einbürgerungsstory laStaempfli und Isabel Rohner erzählt ihre Einbürgerungsgeschichte, womit #diepodcastin damit der Bedeutung der Demokratie huldigt. Dann geht es von der anstehenden WM der Fußballerinnen 2023, über Equal Pay gegen Enteignung durch Sexismus, über die Sichtbarkeit iranischer Expertinnen und #IranRevolution, eingebracht von der Rohnerin zu laStaempflis Laudatio an die umwerfende Künstlerin Simone Leigh aus den USA (1967 in Chicago als Tochter einer jamaikanischen Missionarsfamilie geboren): Die amerikanische Künstlerin wurde an der bisher besten Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet; ihre Quelle, Recherche, ihre “Conversations” laufen über die Körperlichkeit schwarzer Frauen – umwerfend gross, schön, erschütternd, inspirierend, weltverändernd. She is America, das dürfen wir nie vergessen, betont laStaempfli – denn der grassierende Amerikahass vieler fortschrittlicher Europäerinnen geht ihr schrecklich auf den Keks und ist diesem grossen Land mit diesen grossen Menschen nicht angemessen. Simone Leigh ist das feministische Gegenstück zur Auflösung des Körpers, weil sie zeigt, dass es am Körper ist, geschunden, versklavt, unterdrückt zu werden mittels Ideen, Ideologien, Religionen, Codes. Sie zeigt, dass die Befreiung über den Körper läuft. Womit wir dann bei einem dieser besonderen Momente in #diepodcastin angelangt wären. Die Podcastin ist nicht einfach ein Podcast, sondern wirklich DIEPODCASTIN, die sprechend denkt & zwar im Kollektiv der zwei grossen Frauen, die das Projekt vor zweieinhalb Jahren gestartet haben: Als die Rohnerin von der wunderbaren Aktion von JK Rowling erzählt, die in Edinburgh “Beira’s Place” gegründet hat, ein Support Service Center für Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, empfindet laStaempfli grosses Unbehagen, weil Transfrauen als Kategorie in alles hineingepresst werden, während es Transfrauen gibt, die Frauen sind und dann – jetzt kommt es – DIE SPRECHAKTFRAUEN. Biologische Männer also, die überhaupt kein Frausein, ausser den äusseren Insignien von Frauen in Anspruch nehmen wollen, sich Frauenräume bemächtigen und diese ausnutzen und den Frauen generell ein Verbot erteilen wollen, über ihre Frau, Freiheit und Leben zu entscheiden. Deshalb: Lasst uns in Zukunft unterscheiden zwischen Transfrauen und Sprechaktfrauen. Transfrauen sind Frauen, sie sind biologische Frauen, sie haben das Mannsein auch biologisch, hinter sich gelassen. Sprechaktfrauen sind Männer mit männlicher Pubertät und ohne Frauenkörper, die sich das Frau-Sein aus Opportunitätsgründen via Sprechakt aneignen und allen Frauen die geschützten Räume streitig machen wollen. Sprechaktfrauen erklären sich aus Opportunität, Fetisch, patriarchaler Macht als Frauen. “So holen wir uns unsere Sprache zurück, hin zu mehr Gerechtigkeit für alle Frauen” , konstatiert die Rohnerin klug. #diepodcastin feiert: Die Podcastin gibt es nun 2 1/2 Jahre! Und wir haben in dieser Zeit ganz schön viel erreicht – oder wie uns eine Leserin just letzte Woche schrieb: “Meiner Meinung nach seid ihr der einzig wirklich hörenswerte feministische Podcast im deutschsprachigen Raum!” Vielen Dank dafür! Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern happy Season, Frohe Festtage und viel Licht in der dunklen Zeit – laStaempfli fügt dies als spirituell Inspirierte in diesen Tagen immer gern an.

  16. #diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli interviewt Regula Bochsler und Isabel Rohner konstatiert: Feministinnen sind die besten Historikerinnen. Gelöschte Folge 2026. Frau Bochsler will mit Regula Staempfli aufgrund derer Position zu Israel nicht und nie mehr in Verbindung gebracht werden.
    17.12., 11:51

    #diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli interviewt Regula Bochsler und Isabel Rohner konstatiert: Feministinnen sind die besten Historikerinnen. Dieses Gespräch musste gelöscht werden. Regula Bochsler will mit Regula Staempfli aufgrund derer Position zu Israel nicht und nie mehr in Verbindung gebracht werden. Aus Gründen der Medientransparenz wird diese

  17. #diepodcastin royale: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die Heldinnen des Jahres, Masih Alinejad, Iranerinnen, Afghaninnen, Frauenrechte, über den fleischgewordenen Twitterer Jan Böhmermann, Pinkwashing bei Tagesspiegel & great TWEETS.
    10.12., 10:3400:48:59

    #diepodcastin royale: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die Heldinnen des Jahres, Masih Alinejad, Iranerinnen, Afghaninnen, Frauenrechte, über den fleischgewordenen Twitterer Jan Böhmermann, Pinkwashing bei Tagesspiegel & great TWEETS. Das Times Magazine hat die Frauen Irans zu den Heldinnen des Jahres gekürt 2022! So positiv dies ist, Regula Stämpfli problematisiert zu recht, dass Frauen oft nur im Kollektiv ausgezeichnet werden. Masih Alinejad hätte es verdient, Frau des Jahres zu werden. Für uns ist sie es. Dann sprechen Regula Stämpfli und Isabel Rohner über die letzte Folge des “ZDF Magazin Royale” von Jan Böhmermann, das leider völlig unterkomplex über das geplante sog. Selbstbestimmungsgesetz in Deutschland berichtet hat. Die vielen begründeten Einwände und Bedenken gegen dieses Gesetzesvorhaben, u.a. weil keine Zielgruppe definiert wird, sondern zukünftig allen Personen per Sprechakt die Möglichkeit geben will, ihr Geschlecht “zu ändern”, kamen schlicht nicht vor. Auch nicht der offene Brief der UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem an die schottische Regierung, die ein vergleichbares Gesetz plant. Reem Alsalem sieht durch das geplante Gesetz die Rechte von Frauen und Kindern gefährdet. Dabei macht sie explizit klar, dass ihre Bedenken kein Generalverdacht gegen Transmenschen sind, sondern gegen gewalttätige Männer, denen mit diesem Gesetz schankenlos Zugang zu Frauen und Frauenräumen gegeben wird: zu Frauengefängnissen, zu Frauenumkleiden, zu Frauensport. Diese Bedenken sind auch für die deutsche Gesetzgebung relevant. Die Politik muss hierauf Antworten geben. LaStämpfli und Rohnerin machen dabei klar: 1. Frauen, die für Frauenrechte eintreten, sind nicht transfeindlich. Auch “Die Podcastin” spricht sich klar für die Novellierung des aktuell geltenden Transsexuellengesetzes aus. Ein Gesetzesvorhaben aber, dass Männern carte blanche für Missbrauch gibt, ist antidemokratisch. 2. Die Bezeichnungen “TERFS” und “turds” etc. sind das neue “Hexe” und “Schlampe”: Damit werden Frauen entmenschlicht und zum Abschuss und zur Ausübung von Gewalt gegen sie freigegeben. Hier muss immer gegengehalten werden. 3. Wir wünschen uns, dass das ZDF Magazin Royale mal mit der selben Energie über die Frauen im Iran oder in Afghanistan berichtet – oder auch über die strukturelle Diskriminierung, die Frauen in Deutschland 2022 erleben. Gehört das nicht eigentlich zum Bildungsauftrag des ÖRR??? Die Rohnerin berichtet über “Pink washing” in der Presse am Beispiel des Tagesspiegels: Frauen haben in der Berichterstattung in Deutschland immer noch lediglich einen Anteil von 30 % (s. Studien der Uni Rostok oder der Uni Zürich). Beim Tagesspiegel ist das leider nicht anders, auch wenn er aktuell im neuen “Personenregister” eine 50:50-Verteiler vortäuscht: Große Berichte über Männer werden dabei seltsamerweise nicht mitgezählt, während Frauen schon in der Liste auftauchen, wenn schlicht ihr Name in einem Artikel genannt wird. Das zeigen auch die “Bücher des Monats Dezember”, die der Tagesspiegel bewirbt: 5 Bücher von Männern, kein einziges einer Autorin. Das kostet Verlage und Autorinnen pures Geld. Oder wie Regula Stämpfli es klug auf den Punkt bringt: Sexismus ist Enteignung. laStaempfli und die Rohnerin zum Schluss noch wunderbare Tweets, Erlebnisse berühmter Menschen bei Lesungen ohne Publikum: Die Rohnerin amüsiert uns alle mit einem denkwürdigen Auftritt des Hedwig Dohm Trios vor der SPD-Bundestagsfraktion. Ausführlicher Bericht s. Link unten. Das Bild stammt von der grossen Malerin, Transfrau und Freundin von laStaempfli, Danielle Pamp. laStaempfli sammelt schon länger deren Werke und es gibt einen Talk mit Danielle http://artisapieceofcake.art/2022/04/04/danielle-pamp-memory-fragments-and-interactions-an-intimate-exploration-between-the-artist-lastaempfli/ Hier verlinken wir noch die ganz wichtige Sendung der #diepodcastin zum #selbstbestimmungsgesetz und über #sexistischeenteignung: https://diepodcastin.de/2022/07/02/diepodcastin-sprechend-denkend-isabel-rohner-regula-stampfli-on-heldin-jolanda-spiess-hegglin-demokratiepass-als-nicht-pass-fur-alle-uber-selbstbestimmung-als-sprechakttheorie-nach-hannaharendt/ https://diepodcastin.de/2022/07/09/diepodcastin-uber-die-em-der-frauen-isabel-rohner-regula-stampfli-mit-schwerpunkt-frauenfussball-vs-mannerfussball-elon-musk-maryna-viazovska-louise-buchner-preis-gravierender-sexismus-gegen-d/ Links: – Regula Stämpfli im Kleinreport über Jan Böhmermann: https://www.kleinreport.ch/news/medienkritik-mit-kackhaufen-gegen-frauen-100839/ – Reem Alsalem, die UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen über das geplante Selbstbestimmungsgesetz in Schottland: https://spcommreports.ohchr.org/TMResultsBase/DownLoadPublicCommunicationFile?gId=27681 – “Und alles vor Franz Müntefering…”: https://tapferimnirgendwo.com/2012/03/08/und-das-alles-vor-franz-muntefering/ – Was es bedeutet, in den Medien Frauen sexistisch zu enteignen https://diepodcastin.de/2022/01/15/diepodcastin-on-deprivation-sexismus-ist-enteignung-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-mariah-carey-patrizia-laeri-inside-paradeplatz-komasaufen-transschwimmrekorde-episode-kurzblumel/ – Die schöne TWITTERGESCHICHTE siehe https://www.sueddeutsche.de/panorama/chelsea-banning-buchlesung-stephen-king-margaret-atwood-roman-1.5711166 Das Bild ist von der wunderbaren Freundin, der grossen Künstlerin Danielle Pamp.

  18. #diepodcastin ist stolz auf Ambivalenzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Alice Schwarzer, codebasiertes Storytelling, der codierte Beliebigkeitsmist & ein Plädoyer für mehr Sinnlichkeit unter Frauen.
    03.12., 12:3300:50:42

    #diepodcastin ist stolz auf Ambivalenzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Alice Schwarzer, codebasiertes Storytelling, der codierte Beliebigkeitsmist & ein Plädoyer für mehr Sinnlichkeit unter Frauen. Mit der grossen Nicola L., Künstlerin als Illustration (1969). “Die Podcastin” verteilt gleich mehrere “Schrumpelgurken der Woche”: Isabel Rohner la Grande, hat gesammelt und gelitten: – an den Journalisten, dem bei der PK der Regierungschefinnen von Finnland und Neuseeland nichts Besseres zu fragen einfiel als “Treffen Sie sich, weil Sie im selben Alter sind?” – an das Bundesfrauenministerium, das den Girls’ Day doch tatsächlich im Referat “Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer” (!!!) ansiedelt und Mädchen und Frauen schlicht “mitmeint” – und stellvertretend für leider viele feministische Organisationen an den Bundesverband Pro Familia, die am 25.11. – seit 1999 der hart erkämpfte, offizielle Aktionstag der Vereinten Nationen (!!) gegen Gewalt an Frauen – den “Tag gegen Gewalt an FLINTA” ausriefen und damit Frauen und die geschlechtsbezogene Gewalt, die sie JEDEN TAG erfahren, aus dem Fokus nahmen “Die Podcastin” gratuliert Alice Schwarzer herzlich zum 80. Geburtstag und empfiehlt allen Hörerinnen und Hörern den super guten und sehenswerten Zweiteiler “Alice” in der ARD-Mediathek (Regie: Nicole Weegmann; in der Hauptrolle die phantastische Nina Gummich). Das nehmen Regula Stämpfli und Isabel Rohner zum Anlass und sprechen über Ambivalenz, Sinnlichkeit, Kritik und Lebensfreude. Punkto Ambivalenzen bringt laStaempfli ihr altes Thema der strukturellen postkolonialen, postfaktischen Gewalt durch automatisch repetierte Codes, die an die Stelle von Wirklichkeit und Wahrheit treten: It is often the codes that make us so mad: “Das Storytelling wurde analogen und sozialen Medien überlassen, deren Kapitalfeed aus Personalisierung, Skandalisierung, Emotionalisierung und Freund-Feind-Schemata besteht.1 Die »Algorithmisierung der Welt« (laStaempfli) manifestiert sich genau in den Frauenhasser-Diskussionen. Regula Stämpfli bringt voller Freude die neue “NGO für Menschenrechtsfragen” Pen Berlin. Es geht um konkrete Hilfen und unbürokratische, nicht-hierarchische Vereinigung von Autorinnen und Autoren mit der Möglichkeit, verbandsintern Ambivalenzen zuzulassen Jeder interne Streit oder Twitter Schlägerei über Gendersprache würde zweitrangig, so Medienberichte: „Der Trick ist zu reden“ des ersten Pen Berlin-Kongresses mit dem Motto von Simone Buchholz. Das krasse Bild stammt von laStaempfli : Es ist “Little TV Woman. I am the Last Woman Object” von Nicola L. eine am Boden sitzende Figur, ausgestattet mit Schubladen statt Brüsten – funktionale Objekte als Kritik von Kunst und Warenkultur der Zeit. Grossartig als feministische Kritik wie schon in den 1960er Jahren der weibliche Körper zum Objekt gemacht wurde, gerade durch die Pop-Art. Sie sollte frau kennen: Nicola L. Little TV Woman by Nicola L. 1969 für #diepodcastin Isabel Rohner und Regula Stämpfli Folge 129. Links: Video der PK von Sanna Marin und Jacinda Ardern: https://www.youtube.com/watch?v=8n-HPaFxTU4 – Das BMFSFJ hat ein “Referat Gleichstellungspolitikk für Jungen und Männer”, dort ist auch der Girls’ Day verortet: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/jungen-und-maenner – Der Bundesverband Pro Familia benennt den 25.11. um: https://twitter.com/profamilia_bv/status/1595701240599662592 – Zweiteiler “Alice” in der ARD-Mediathek:https://www.ardmediathek.de/video/alice/alice-1-2-oder-biopic/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FsaWNlLzM0NWZjMDFiLTYyZWUtNGMwZi1hYzZlLWMxYzA4MWE0Mjc5NA Wie Codes Demokratie vernichten siehe den Europa-Artikel von Regula Stämpfli https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf

  19. #diepodcastin schreibt Bücher: Regula Stämpfli redet mit der Autorin Isabel Rohner über ihre Krimireihe; diesmal der vierte Band: "Die Schwarze Petra".
    26.11., 12:3700:46:39

    #diepodcastin schreibt Bücher: Regula Stämpfli redet mit der Autorin Isabel Rohner über ihre Krimireihe; diesmal der vierte Band: “Die Schwarze Petra”. Diese Folge ist eine Wiederholung: Doch bei der #diepodcastin gilt: Keine Folge ist bisher veraltet. Einen schönen ersten Advent wünschen Ihnen/Euch Isabel Rohner und Regula Stämpfli. Der neue Roman von Isabel Rohner: “Schwarze Petra”, nimmt die Leserinnen und Leser mit nach Wien und taucht mit ihnen tief ein in die Abgründe der Theaterszene. Denn die Rohnerin beleuchtet dieses Mal nichts weniger als die sexistischen und rassistischen Strukturen in der Theaterszene – und dies alles mit einer großen Portion Humor, Satire und politischer Treffsicherheit. Regula Stämpfli und Isabel Rohner in einem spannenden Gespräch übers Schreiben, Weltenerfinden und Ansprechen von Realitäten! Zum Plot: Krimiautorin Linn Kegel fiebert der Premiere ihres ersten Theaterstücks Schwarze Petra entgegen. Doch nichts läuft wie geplant: Der Intendant der Festung in Wien will Linns Stück unter vermeintlich männlichem Autorennamen auf die Bühne bringen. Und dann verschwindet auch noch die Hauptdarstellerin. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen – oder steckt doch etwas anderes dahinter? Das Ensemble jedenfalls war mit der Besetzung der weißen Vero für die Rolle der Schwarzen Petra so gar nicht einverstanden. Linn Kegel nimmt die Ermittlung auf. Ein neuer feministischer Krimi voller skurriler Figuren und literarischer Anspielungen. laStaempfli kann einfach nur sagen: “Kriminalromane von Isabel Rohner sind ein Stück Kultur-, Frauen-, Thriller- und Literaturgeschichte in einem”. Storytelling für Netflix, Amazon Prime, HBO UNBEDINGT. NOW. ES DARF ÜBRIGENS AUCH ZDF SEIN, lacht laStaempfli begeistert. Links: – “Schwarze Petra” ist im Ulrike Helmer Verlag erschienen und auch als e-Book erhältlich. Bestellbar in jeder Buchhandlung oder direkt hier: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-schwarze-petra/ – Rezension zu “Schwarze Petra” von Rolf Löchel: https://literaturkritik.de/rohner-schwarze-petra,28975.html – “Gretchens Rache” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache – “Taugenixen” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232 – “Schöner morden” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-sch%C3%B6ner-morden/#cc-m-product-14161429932 BILD VON REGULA STÄMPFLI AN DER BUCHMESSE FRANKFURT 2022, WO ISABEL ROHNER PROMINENT AUSGESTELLT WAR: ULRIKE HELMER VERLAG. Geniale Kritik: Eva oder Petra, das ist hier die Gretchenfrage.Isabel Rohners Kicherkrimi „Schwarze Petra“ erörtert nicht nur feministische Fragen, sondern brilliert auch mit Witz und Humor.Von Rolf Löchel siehe https://literaturkritik.de/rohner-schwarze-petra,28975.html Rolf Löchel Zitat: “Wie es sich für einen feministischen Kicherkrimi gehört, werden nicht nur der nahezu allgegenwärtige Sexismus angeprangert und Kontroversen innerhalb der feministischen Community ausgetragen sowie Verbrechen aufgeklärt, es gibt auch immer wieder etwas zum Schmunzeln. Und nicht selten wird all das sogar miteinander verbunden. Besonders lustig ist etwa ein Gespräch zwischen Linn und Herrn Bankl über die Konstruktion oder Nicht-Konstruktion von Geschlecht. Dass Österreich noch nie eine Bundespräsidentin hatte, werde sich „ganz schnell ändern“, „[s]obald auch Männer Österreicherinnen sein können“, meint der Pförtner.”

  20. #diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli mit Marion Lautner, Human Resources, Coach. Wie machen Frauen Karriere, wie verhandelt frau Honorare & weshalb sind Frauen in der Kultur so untervertreten?
    19.11., 17:0800:50:41

    #diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli mit Marion Lautner, Human Resources, Coach. Wie machen Frauen Karriere, wie verhandelt frau Honorare & weshalb sind Frauen in der Kultur so untervertreten? Regula Stämpfli hatte das grosse Vergnügen und den riesigen Wissensgewinn, mit Marion Lautner, Leiterin Personal Pro Helvetia und systemischer Coach zu sprechen. Sie erläutert für #diepodcastin die Chancen von Frauen, ganz konkret, nachvollziehbar: Es wird Klartext gesprochen mit einer überaus kompetenten Frau, deren Aufgabenbereiche folgendermassen definiert werden: Strategische und operative Verantwortung (inkl. Payroll) für den Bereich Personal von ca. 140 Mitarbeitenden (90 MA in der Schweiz und 50 MA im Ausland in unseren Aussenstellen in Shanghai, New Delhi, Cairo, Moskau, Johannesburg, Südamerika und Paris) Führung von 5 Mitarbeitenden plus einem KV Lernenden Erarbeiten und Implementierung von neuen Projekten (Lohnpolitik,Weiterbildungskonzeptes, Rekrutierungsprozesses inkl. Assessmenttools, Anti-Harassment Richtlinien, Diversity Konzept, Ersatz von SAGE durch ABACUS für Payroll und. Zeiterfassung, zurzeit Evaluation zur Digitalisierung der Personaldossiers, etc.) Mitarbeit und Unterstützung bei der Erarbeitung und Implementierung der Reorganisation per 2020 Coaching der Führungskräfte inkl. GL Mitglieder in allen Belangen (Rekrutierung, Führung, Entwicklung und Trennung) HR Budgetverantwortung: 9 Mio in der Schweiz und 1.8 Mio im Ausland. Für #Die Podcastin spricht Marion Lautner nicht in ihrer Funktion als Leiterin der wichtigen Institution Pro Helvetia, die übrigens letztes Jahr die grösste Studie zu “Frauen in der Kultur” präsentiert hat, sondern als Marion Lautner, systemischer Coach mit Führungserfahrung zum Thema Frauen und Karriere. #diepodcastin dankt Marion Lautner für ihre Zeit und Begeisterung fürs Thema.

Der feministische Politwochenrueckblick von Isabel Rohner & Regula Staempfli