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209- Long- und Post-COVID-Syndrome: Was ist bekannt, welche Behandlungen gibt es?20.05., 11:0320.05.2022, 11:0300:25:42
mit Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen, Expertin für Immunologie Eine Infektionserkrankung kann auch nach ihrer Ausheilung mit weiteren Syndromen einhergehen, wie es auch nach COVID-19 der Fall ist. Doch wie äußern sich die postinfektiösen Syndrome nach einer SARS-CoV-2-Infektion? Welche Pathomechanismen sind bekannt? Und wann sollten Patientinnen und Patienten an Spezialisten weiter überwiesen werden? Dazu spricht Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen mit Eduardo Fernandéz-Tenllado Ramminger in dieser Episode. Prof. Scheibenbogen ist Expertin für Immunologie und Leiterin des Fatigue Centrums der Berliner Charité. Dort forscht Sie und ihr Team unter anderem zum chronischen Fatigue Syndrom und möglichen Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten mit postinfektiöser Symptomatik. Weitere Informationen und Links Beiträge zu Long- und Post-COVID auf SpringerMedizin.de Charité Fatigue Centrum Webseite der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS Pacing als Strategie zum Krankheitsmanagement bei ME/CFS Webseite von Long COVID Deutschland, Bundesweite Initiative für die Belange von Long COVID-Betroffenen
- PCR – drei Buchstaben schreiben (Medizin-)Geschichte06.05., 11:0306.05.2022, 11:0300:24:17
Mit Sandrina Bachmaier und Moritz Borchers, Redakteur/in beim Springer Medizin Verlag Es erwartet Sie eine molekularbiologisch intensive Folge, denn wir gehen den Prozessen hinter der PCR auf den Grund. Wir lassen uns von Sandrina Bachmaier, die als Biologin auch schon selbst PCR durchgeführt hat, mit ins Labor nehmen. Sie erzählt uns wie es dort im Detail abläuft. Moritz Borchers hat sich etwas mehr mit der Erfindungsgeschichte und den vielseitigen Anwendungen der PCR-Technik befasst und hat einige spannende Anekdoten parat. Moritz Borchers und Sandrina Bachmaier arbeiten beide für den Springer Medizin Verlag und betreuen redaktionell die onkologischen Fachmagazine Im Fokus Onkologie und InFo Hämatologie + Onkologie. Literaturhinweise Buch über die Entdeckungsgesichte der PCR mit vielen Interviews mit Personen, die an der Erfindung bzw. Entwicklung der PCR beteiligt waren. Hier wird auch die Rolle von Gedankenexperiment und LSD thematisiert: Rabinow P. 1998. ISBN 9780226701479 Science-Publikation zu einem pränatalen diagnostischen Test auf Sichelzellanämie, der auf der PCR basiert. Es ist das allererste publizierte Paper überhaupt, in dem die PCR thematisiert worden ist: Saiki SK et al. Science. 1985;230(4732):1350-4 Erste eigenständige wissenschaftliche Publikation „nur“ zum Verfahren:Mullis K et al. Cold Spring Harb Symp Quant. Biol. 1986;51 Pt 1:263-73 Publikation, in der ein PCR-basiertes Verfahren zur „Marzipankontrolle“ vorgestellt wird: Weber W., Hauser W. Dtsch Lebensmitt Rundsch. 2007;103(9):416-8 Arbeit, in welcher die DNA eines > 300.000 Jahre alten Höhlenbärs mittels PCR analysierbar gemacht werden konnte: Dabney J, et al. Proc Natl Acad Sci U S A. 2013;110(39):15758-63 Arbeit, die zeigt, dass sich durch die PCR genetische Fingerabdrücke aus realen Fingerabdrücken gewinnen lassen: van Oorschot RA, Jones MK. Nature. 1997;387(6635):767 Informationsangebot des Robert-Koch-Instituts mit Hinweisen zur Testung von Patientinnen und Patienten auf SARS-CoV-2
- Geflüchtete medizinisch versorgen – eine Ärztin von open.med berichtet22.04., 11:0322.04.2022, 11:0300:27:05
Mit Dr. med. Sabine Ruske, Fachärztin für Allgemeinmedizin in München Dr. med. Sabine Ruske ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und arbeitet ehrenamtlich für die Anlaufstellen Open.med in München von der Organisation Ärzte der Welt. Seit mehreren Jahren versorgt sie dort Menschen, die geflüchtet sind, nur zeitweise in Deutschland leben und arbeiten oder die aus anderen Gründen keinen Zugang zum deutschen Gesundheitssystem haben. Ungefähr 20% davon sind auch deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen. In der Folge erzählt Sie, wie Ihre Einsätze ablaufen, von besonderen Begegnungen und den alltäglichen Schwierigkeiten Ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Außerdem spricht Sie auch über die aktuelle Situation der Geflüchteten aus der Ukraine und gibt Empfehlungen für den Umgang mit den oft traumatisierten Patientinnen und Patienten. Weitere Informationen und Links Medizinische Versorgung Geflüchteter aus der Ukraine ÄrzteTag Podcast: Worauf achten Sie bei Patienten aus der Ukraine besonders, Dr. Löw? (Empfehlungen zusammengefasst in Textform) Labore wollen einheitliche Prävention bei Ukraine-Flüchtlingen Geflüchtet aus Osteuropa: Fragen Sie nach dem HIV-Status! Leitlinie zur infektiologischen Versorgung junger Geflüchteter überarbeitet Vor allem Frauen betroffen: Broken-Heart-Syndrom nach Ukraine-Invasion Im Dienst für das Menschenrecht auf Gesundheit: Ärzte der Welt Zur Versorgung Geflüchteter und Migrant*innen RKI: Flucht und Gesundheit RKI: Flucht und Impfen Informationen der Bundesärztekammer zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen Eine Auswahl an Organisationen Ärzte der Welt mit Open.med / Offene Stellen der Organisation Maltester Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung Medibüro Berlin: Netzwerk für das Recht auf Gesundheitsversorgung aller Migrant*innen Refudocs: Verein zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und deren Kindern e.V.
- Schweres Asthma – Warum es wichtig ist, sich nicht zufrieden zu geben08.04., 11:0508.04.2022, 11:0500:19:40
Mit Prof. Dr. Daiana Stolz, Universitätsklinikum Freiburg Asthma bronchiale ist eine der weltweit häufigsten chronischen Erkrankungen der Atemwege. Meist ist es gut, manchmal auch nur befriedigend behandelbar. In drei bis fünf Prozent der Fällen jedoch ist gar keine Besserung unter der konventionellen Therapie erkennbar – man spricht dann von einem schweren Asthma. Prof. Dr. Daiana Stolz leitet die Lungenklinik der Universität Freiburg und war davor an Universitätskliniken in den USA, in der Schweiz und in Deutschland tätig. Sie ist Expertin für entzündliche Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma, respiratorische Infekte sowie Interventionelle Pneumologie. Literaturempfehlung CME-Kurs: Diagnostik und Therapie von Asthma bei Erwachsenen [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Magazinbeitrag: Schweres Asthma: Antikörper als Therapieeskalation [nach Registrierung verfügbar] Magazinbeitrag: COPD, Asthma und Co. - Probleme bei der Inhalation im Alter [nach Registrierung verfügbar] Zeitschriftenartikel: Allergien und schweres Asthma [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]
- Natürliche Familienplanung – Wie zuverlässig ist das Verhüten per App?25.03., 10:0025.03.2022, 10:0000:25:56
mit Dr. med. Lisa-Maria Wallwiener, Gynäkologin und Reproduktionsmedizinerin, München Wann sind die fruchtbaren Tage im Monatszyklus? Also wann kann frau schwanger werden, und wann nicht? Welche Signale gibt es? Die natürliche Familienplanung (NFP) als Verhütungsmethode orientiert sich an den physiologischen Abläufen innerhalb des Zyklus, um so die fruchtbare Phase vorherzusagen. Ganz zentral ist dabei die Bereitschaft der Anwenderinnen, die Signale des Körpers zu beobachten und deuten zu können. Wo früher Tabellen, Temperaturkurven auf Papier und Regelwerke zur Berechnung des fertilen Fensters genutzt wurden, unterstützt heute die moderne Technik. Das Angebot an „Zyklus-Apps“ ist riesig – doch sind sie wirklich geeignet, um zuverlässig zu verhüten? Dr. Lisa-Maria Wallwiener, Gynäkologin mit dem Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, erklärt im in dieser Episode, auf welchen physiologischen Grundlagen NFP beruht worauf Anwenderinnen und Beratende achten müssen. Literaturempfehlung CME-Kurs: Familienplanung mit Zyklus-Apps – ein Update [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Buch: Dr. Elisabeth Raith-Paula, Petra Frank-Herrmann: "Natürliche Familienplanung heute" [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] e.Medpedia: Natürliche Familienplanung bei Kinderwunsch und unerfülltem Kinderwunsch [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Zeitschriftenartikel: Zyklus-Apps zur Verhütung – sicher oder Gesellschaftsspiel? [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]
- Osteoporose – gut behandelbar, aber oft untertherapiert16.03., 10:0516.03.2022, 10:0500:31:55
Mit Dr. med. Ulla Stumpf, Schwerpunktleitung Osteologie am LMU Klinikum, München Osteoporose ist eine häufige Erkrankung in Deutschland und umso älter die Bevölkerung wird, desto wichtiger wird eine gute Diagnostik und frühzeitige Therapie. Denn leidvolle Folgeschäden dieser Knochenerkrankung können durch frühzeitige Interventionen verhindert werden. Wir sprechen mit der Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. Ulla Stumpf über Früherkennung, Prävention und therapeutische Möglichkeiten vor und nach Knochenbruch. Welche Wirkstoffe stehen zur Verfügung und wie ist das Nebenwirkungspotential einzuschätzen? Und wie kann ein osteoporotisch bedingter Knochenbruch behandelt werden? Sie leitet den Schwerpunktbereich Osteologie am muskuloskelettalen Universitätszentrum der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Literaturempfehlung Orthopädie und Unfallchirurgie – Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Zeitschriftenbeitrag: Differenzialdiagnosen der Osteoporose [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Fortbildungsbeitrag: Management der Osteoporose nach Fragilitätsfrakturen [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Zeitschriftenbeitrag: Einfluss spezifischer Osteoporosemedikamente auf die Frakturheilung [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Zeitschriftenbeitrag: Etablierung von Frakturnetzwerken in Deutschland [nach Registrierung und mit Abo verfügbar] Downloadsammlung des osteologischen Schwerpunktzentrums an der LMU Leitlinie Osteoporose: Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose [Aktuell in Überarbeitung]
- Delir – was tun, wenn alte Menschen "vom Weg abkommen"25.02., 11:0325.02.2022, 11:0300:24:09
Mit Prof. Katrin Singler, Geriaterin am Klinikum Nürnberg Nord Im ersten Teil unserer Miniserie zur Geriatrie ging es um geriatrische Notfälle im Allgemeinen. In dieser Folge steht jetzt ein häufiger und besonders gefährlicher geriatrischer Notfall im Mittelpunkt: das Delir. Das Wort "Delir" leitet sich ab vom Lateinischen "de lira ire", was soviel heißt wie vom Weg abkommen. Was es mit dem Delir bei alten Menschen auf sich hat, wie man es erkennt, behandelt oder am besten verhindert, besprechen Dr. Erik Heintz, Chefredakteur von SpringerMedizin.de und Prof. Katrin Singler im zweiten Teil der Mini-Serie. Frau Singler ist Oberärztin an der Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie am Klinikum Nürnberg Nord, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Übrigens: Mit dem >>Basiskurs Geriatrie<< können Sie noch tiefer in die Thematik einsteigen und Ihr geriatrisches Fachwissen anhand von interaktiven Kursen mit Fallbeispielen erweitern, auffrischen und vertiefen. Nach Registrierung und mit Abonnement nutzbar.
- Prostatakarzinom – fallbasiertes Vorgehen und Tipps für die Facharztprüfung11.02., 11:0311.02.2022, 11:0300:32:21
Mit PD Dr. Maximilian Christopeit und Dr. Christoph Oing Das Prostatakarzinom ist als häufigster Tumor des Mannes eine relevante onkologische Erkrankung, die angehende Fachärztinnen und Fachärzte gut kennen sollten. Welche Symptome lassen an eine Tumorerkrankung denken? Wann ist ein PSA-Screening zusätzlich zu einer digital rektalen Untersuchung sinnvoll und wann sind die Werte aussagekräftig und wann womöglich verfälscht? Und sind bildgebende Verfahren zu empfehlen? Gemeinsam mit PD Dr. med. Maximilian Christopeit, Oberarzt für Innere Medizin in Tübingen, und Dr. med. Christoph Oing, Oberarzt am Krebszentrum in Newcastle upon Tyne, besprechen wir in dieser Folge eine Kasuistik zum Prostatakarzinom aus dem Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung Innere Medizin – Hämatologie/Onkologie. Der Kurs steht medizinischem Fachpersonal nach Registrierung auf SpringerMedizin.de zur Verfügung. Das Facharzttraining haben die beiden Experten aus der Podcast-Folge gemeinsam mit Prof. Dr. med. Klaus Höffken, Berlin, herausgegeben. Insgesamt sind 50 kostenfreie Trainingsmodule geplant. Der Fall Ein sportlich aktiver 62-Jähriger beklagt anhaltende Rückenschmerzen, Nachtschweiß sowie Gewichtsverlust. Im Labor zeigt sich eine stark erhöhte alkalische Phosphatase. Bei einer CT der Lendenwirbelsäule kommt eine diffuse osteoblastische Metastasierung der Wirbelsäule, retroperitoneal und iliakal vergrößerte Lymphknoten sowie eine vergrößerte und inhomogene Prostata zur Darstellung. Den gesamten Kurs lesen Sie hier. Der Fall wurde von Dr. med. Jonas Ekrutt und Prof. Dr. med. Gunhild v. Amsberg, Hamburg, zuerst in der Fachzeitschrift Der Onkologe veröffentlicht: https://doi.org/10.1007/s00761-021-01024-4 Weitere Podcastfolgen, medizinische Beiträge und Informationen finden Sie auf SpringerMedizin.de.
- Frühgeborene: Das erste Lebensjahr in der pädiatrischen Praxis28.01., 11:1128.01.2022, 11:1100:20:12
Mit Dr. Martin Schwenger, niedergelassener Kinderarzt und Neonatologe Kommt ein Kind vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt, gehört es zum Kreis der Frühgeborenen. Und je unreifer ein Kind geboren wird, desto größer ist das Risiko für körperliche oder entwicklungsbezogene Störungen. Gerade für sehr kleine Frühchen geht es also nach einem schwierigen Start ins Leben meist auch nach der Klinikentlassung unter besonderen Bedingungen weiter. Entscheidend für die optimale Entwicklung des Kindes ist der enge Kontakt zwischen dem pädiatrischen Praxisteam und den Eltern. Dr. med. Martin Schwenger blickt in dieser Episode auf das erste Lebensjahr seiner zu früh geborenen Patientinnen und Patienten und hat konkrete Ratschläge, Empfehlungen und Checklisten für Eltern und Fachleute parat. Der Kinderarzt und Neonatologe ist in einer pädiatrischen Gemeinschaftspraxis in Koblenz niedergelassen. Einer der Schwerpunkte dieser Praxis ist die Betreuung von frühgeborenen Kindern nach Entlassung aus der Klinik. Links & Literatur Internetadressen Bundesverband Das frühgeborene Kind e.V. Bundesverband Bunter Kreis e.V. Nationales Zentrum Frühe Hilfen Fachartikel Dr. Martin Schwenger: Wie Sie "Frühchen" einen gesunden Start ins Leben ermöglichen Prof. Dr. Christoph Bührer: Frühgeborene an der Grenze der Lebensfähigkeit PD Dr. Carola Bindt: Frühgeburt: Risiko für die psychische Gesundheit? AWMF-Leitlinien Sozialpädiatrische Nachsorge extrem unreifer Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm Augenärztliche Screening-Untersuchung bei Frühgeborenen Prophylaxe von schweren Erkrankungen durch Respiratory Syncytial Virus (RSV) bei Risikokindern Weitere Podcastfolgen, medizinische Beiträge und Informationen finden Sie auf SpringerMedizin.de.
- Medizinische Hilfe in Afghanistan steht vor großen Herausforderungen31.12., 11:0331.12.2021, 11:0300:19:10
Mit Dr. Tankred Stöbe, Intensiv- und Notfallmediziner im Einsatz für Ärzte ohne Grenzen Dr. Tankred Stöbe ist seit vielen Jahren für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz in Krisengebieten – als Mediziner und als Projektkoordinator. Im September 2021 war er in Afghanistan und hat nach der Machtübernahme der Taliban einen Einblick in das Land und die medizinische Versorgungssituation erhalten. Wie er die Lage einschätzt und wie medizinische Hilfe unter den widrigen Bedingungen dort gelingen kann, darüber haben wir mit ihm in dieser Folge gesprochen. Wenn Dr. Stöbe nicht im Auslandseinsatz ist, arbeitet er als Notarzt- und Intensivmediziner am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin. Buchtipp: Mut und Menschlichkeit: Als Arzt weltweit in Grenzsituationen Weitere Podcastfolgen, medizinische Beiträge und Informationen finden Sie auf SpringerMedizin.de.
- Chamäleonerkrankung Zöliakie – Praxistipps und neue Wirkstoffe17.12., 11:0317.12.2021, 11:0300:27:01
Mit Prof. Detlef Schuppan, Experte für Gastroenterologie und Immunologie Komplett auf Gluten zu verzichten ist eine große – auch soziale – Herausforderung für Zöliakie-Patientinnen und Patienten. Manche Personen tolerieren geringe Mengen Gluten, andere reagieren besonders empfindlich und sind auch unter einer strikten Diät nicht beschwerdefrei. Wie kann diesen Patientinnen und Patienten geholfen werden? Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Detlef Schuppan spricht in der Episode zu Diagnose, Beratung und neuen Therapieoptionen bei Zöliakie und anderen weizenbedingte Erkrankungen. Er ist Gastroenterologe und Immunologe und Professor für Medizin an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts, USA) und an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Lektüretipps Transglutaminase-2-Inhibitor zur Therapie der Zöliakie Buch: Wheat Syndromes: How Wheat, Gluten and ATI Cause Inflammation, IBS and Autoimmune Diseases Buch: Tägliches Brot: Krank durch Weizen, Gluten und ATI
- Notfallmedizin im Alter – Symptome und Parameter richtig deuten03.12., 11:0303.12.2021, 11:0300:29:33
Mit Prof. Katrin Singler, Oberärztin Innere Medizin mit Schwerpunkt Geriatrie Der Anteil von Menschen über 67 Jahren liegt in Deutschland inzwischen bei etwa 20%. Und auch wenn viele ältere Menschen heute oft länger fit und gesund sind, nehmen gesundheitliche Probleme mit dem Alter zu. Multimorbidität, Polypharmazie und der Verlust der körperlichen und geistigen Fähigkeiten führen dazu, das bei älteren Patienten die Komplexität von Diagnostik und Therapie von Erkrankungen zunimmt. Diese Faktoren müssen bei der Notfallversorgung von geriatrischen Patient*innen bedacht werden. Im Rahmen einer Miniserie wollen wir deswegen das Thema geriatrische Medizin in den Fokus stellen. Im ersten Teil geht es um die Notfallmedizin und die Besonderheiten bei älteren Patient*innen. Dazu sprechen Erik Heintz, Chefredakteur von SpringerMedizin.de und Professor Katrin Singler. Sie ist Oberärztin an der Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie am Klinikum Nürnberg Nord, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Mit dem >>Basiskurs Geriatrie<< können Sie noch tiefer in die Thematik einsteigen und ihr geriatrisches Fachwissen anhand von interaktiven Kursen mit Fallbeispielen erweitern, auffrischen und vertiefen. Nach Registrierung und mit Abonnement nutzbar.
- Wirklich eine ADHS? Differenzialdiagnostik im Kindes- und Jugendalter19.11., 11:0319.11.2021, 11:0300:20:01
Mit PD Dr. Sarah Hohmann, Expertin für ADHS im Kindes- und Jugendalter In dieser Episode fokussieren wir uns auf die Diagnostik der ADHS im Kindes- und Jugendalter und besprechen, welche Besonderheiten hier relevant sind. Welche Rolle spielt das Alter bei der Diagnose? Welche symptomatischen Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern? Kurz: Welche Fallstricke und Herausforderungen birgt die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen. Dazu sprechen wir mit PD Dr. Sarah Hohmann. Sie ist Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Zentralinstitut für seelische Gesundheit der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und leitet die AG ADHS im Kinder- und Jugendalter. Literaturempfehlungen Aufmerksamkeitsdefizit‑/Hyperaktivitätsstörung im Kindes- und Jugendalter Überseht die Mädchen nicht! S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
- Ruptur des vorderen Kreuzbandes – operativ vs. konservativ?05.11., 11:0305.11.2021, 11:0300:23:32
Mit Prof. Dr. med. Mirco Herbort, Experte für Sporttraumatologie Viele Chirurgen empfehlen eine zeitnahe VKB-Rekonstruktion in einem zeitlichen Rahmen von 3 bis 6 Wochen post Trauma. Trotzdem kehren innerhalb der ersten zwei Jahre mehr als 35 % der Operierten nicht mehr auf das funktionelle Niveau von vor der Verletzung zurück. Vielleicht liegt es an der Wahl der Operationsmethode, dem verwendeten Transplant oder die Operation ist nicht der Weisheit letzter Schluss? In diese Episode sprechen wir über die Therapiemöglichkeiten der Ruptur des vorderen Kreuzbandes mit Prof. Dr. med Mirco Herbort. Er ist Facharzt für spezielle Unfallchirurgie und u.a. auf die operative Versorgung des vorderen Kreuzbands spezialisiert. Bis 2018 leitete er den Bereich Kniechirurgie und Sporttraumatologie an der Universitätsklinik in Münster. Seit 2019 ist er in der OCM Klinik in München tätig und ist Vorstandsmitglied der deutschen Kniegesellschaft. Weitere Literaturempfehlungen: Knie-Journal: Ergebnisse aus Registern und prospektiv randomisierten Studien zur Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes Knie-Journal: Quadrizepssehnenentnahme zur VKB-Rekonstruktion Arthropedia: Grundlagenwissen der Arthroskopie und Gelenkchirurgie erweitert durch Fallbeispiele
- Krebstherapie komplementär ergänzen – Orientierung im Chaos der Möglichkeiten22.10., 11:0322.10.2021, 11:0300:19:22
Mit Leitlinienkoordinatorin Prof. Dr. med. Jutta Hübner Die neue S3-Leitlinie arbeitet das komplexe Thema der komplementären Möglichkeiten in der Onkologie auf. Bei der Komplementärmedizin geht es auch darum, den Patient*innen Maßnahmen an die Hand zu geben, mit denen sie selbstständig etwas für ihr Wohlbefinden tun, Nebenwirkungen mindern oder auch die Prognose verbessern können. Aber die Leitlinie nennt auch Verfahren, von denen abgeraten werden sollte, beispielsweise aufgrund von unerwünschten Wechselwirkungen mit onkologischen Wirkstoffen. Einige Aspekte der Leitlinie und allgemeine Empfehlungen zur Beratung zu diesem Thema bespricht Dr. Nicola Zink, Redakteurin des Springer Medizin Verlags, mit Prof. Dr. med. Jutta Hübner. Sie ist Professorin für integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena und Koordinatorin der Leitlinie „Komplementärmedizin bei onkologischen Patient*innen“. Literaturempfehlungen Beitrag aus "Der Onkologe" zur Leitlinie: Biologisch basierte Methoden Beitrag aus "Der Onkologe" zur Leitlinie: Nicht biologisch basierte Methoden zur AWMF-Leitlinie
- Gendermedizin: Werden Frauen und Männer gleich (herz)krank?08.10., 11:0308.10.2021, 11:0300:20:51
Mit Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek, Expertin für Gendermedizin Selten wird in Studien zwischen Männern und Frauen differenziert. Dabei ist es naheliegend, dass eine unterschiedliche Anatomie und psychosoziale Faktoren auch unterschiedliche Symptome und Risikofaktoren bedingen. Die Gendermedizin beschäftigt sich mit den medizinisch bedeutsamen Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Denn das Wissen über Symptomdifferenzen bei Erkrankungen zwischen Mann und Frau hat beispielsweise Einfluss darauf, wie schnell eine Erkrankung diagnostiziert werden kann. Aber nicht nur bei der Diagnose ist das relevant. Auch die Wirkung von Therapien kann durch geschlechtsspezifisches Vorgehen verbessert werden. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Vera Regitz-Zagrosek ist Internistin und Kardiologin und eine Vorreiterin der Gendermedizin. Wir sprechen mit ihr in der Podcast-Episode über genderspezifische Unterschiede bei Herzerkrankungen und welche Rolle die Gendermedizin für die medizinische Praxis hat. Prof. Regitz-Zagrosek war von 2008 bis 2019 Direktorin des “Berlin Institute for Gender in Medizine” an der Charité. Sie veröffentlichte hunderte wissenschaftliche Publikationen, darunter auch zwei Standardwerke zum Thema Gendermedizin und geschlechter-spezifische Arzneimitteltherapie. Und für ihre Leistung in der Gendermedizin wurde sie im November 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Lektüretipps Beitrag von Prof. Regitz-Zagrosek: Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Warum wir Gendermedizin brauchen Herzbericht 2020: KHK ist häufigste Ursache für plötzlichen Herztod – auch bei unter 50-Jährigen Präkanzerosen und Malignome des GIT – Geschlechtsspezifische Unterschiede
- Vitaminmangel: Welche Vitamine im Blick haben?24.09., 11:0324.09.2021, 11:0300:22:25
Im Gespräch mit der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Maria Wallert Wiederholung der Folge vom 22.01.2021 Vitamine sind essentielle Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann, die er aber für verschiedenste Aufgaben benötigt. Sie spielen wichtige Rollen u.a. im Immunsysten, im Energie- und im Kochenstoffwechsel. Für den Menschen sind 13 Vitamine wichtig. Über die Ernährung nehmen wir viele davon zu uns. Doch reicht das aus, um den Bedarf zu decken? Bei welchen Vitaminen besteht Handlungbedarf? Bei wem ist eine labordiagnostische Untersuchung des Vitaminstatus angebracht – und bei wem eine Supplementation? Und wie steht es um die Abrechnung einer solchen Untersuchung? Darüber sprechen wir mit Dr. rer. nat. Maria Wallert. Sie ist Ernährungswissenschaftlerin und forscht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter anderem zur Bedeutung von Vitaminen bei Atherosklerose und zum Einfluss von Vitaminen auf das Immunsystem. Weitere Beiträge zum Thema Vitamine finden Sie auf unserer Themenseite Ernährung Hier geht's zum Beitrag "Vitaminmangel: Welche Laboruntersuchungen sind sinnvoll?"
- Chronische Schmerzen – Opioide richtig und sicher einsetzen10.09., 11:0310.09.2021, 11:0300:27:17
Im Gespräch mit Dr. Johannes Just, Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Schmerzmedizin In den letzten Jahren sind in Deutschland immer mehr Opioide zur Schmerztherapie verschrieben worden, daher schauen wir in dieser Episode etwas genauer auf die Situation in Deutschland, auf Fehler und Herausforderungen in der medizinischen Praxis und wie bewusst mit Opioiden im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen umgegangen werden kann. Dr. Johannes Just ist Facharzt für Allgemeinmedizin und u.a. auf Suchtmedizin spezialisiert. Und er leitet am Lehrstuhl für Allgemeinmedizin der Universität Witten/Herdecke die Arbeitsgruppe Multimorbidität und Polypharmazie. Vertiefende Informationen finden Ärzt*innen in einem Webinar auf SpringerMedizin.de, in dem neben Dr. Just zwei weitere Experten den aktuellen Stand in der Behandlung von chronischen Schmerzen mit Opioiden beleuchten. Die aktuell gültige S3-Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS) der AWMF finden Sie hier. Von dieser Leitlinie gibt es auch eine Version für Patient*innen.
- Kunsthüfte ja oder nein? Neue Leitlinie unterstützt bei der Entscheidung27.08., 11:0327.08.2021, 11:0300:16:12
Im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus-Peter Günther, Leitlinienkoordinator der EKIT-Hüfte Die EKIT-Leitlinie – in ganzer Länge "Evidenz- und konsensbasierte Indikationskriterien zur Hüft-Total-Endoprothese bei Coxarthrose" betitelt – soll die Indikation eine Hüfttotalendoprothese auf ein evidenzbasiertes Fundament stellen. Denn die Versorgungsrealität in Europa ist regional stark unterschiedlich. Damit Patient*innen eine optimale Therapie erhalten, wurde die neue Leitlinie erstellt. Sie soll bei der Entscheidung für oder gegen eine Kunsthüfte unterstützen. Prof. Dr. Klaus-Peter Günther ist Koordinator der EKIT-Leitlinie und er ist geschäftsführender Direktor des UniversitätsCentrum für Orthopädie, Unfall- und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden. In dieser Podcast-Episode spricht er zu wichtigen Punkten der Leitlinie. Leseempfehlungen zum Thema Indikationsstellung zur Hüfttotalendoprothese – die ärztliche Perspektive Was hilft gegen den Schmerz bei Knie- und Hüftgelenksarthrose? Die postoperative Mobilisation nach Hüfttotalendoprothesenimplantation Effektivität der Injektionsbehandlung bei Coxarthrose
- Glaukom – frühzeitige Erkennung ist wichtig!20.08., 12:0320.08.2021, 12:0300:33:50
Im Gespräch mit PD Dr. Dr. Bettina Hohberger, Augenärztin und Molekularmedizinerin Beim grünen Star, dem Glaukom, handelt es sich um eine Gruppe von Augenerkrankungen, die den Sehnerv fortschreitend schädigen und infolge zu einem irreversiblen Verlust von Nervenfasern und einer Einschränkung des Gesichtsfeldes führen. Das Glaukom ist die zweithäufigste Erblindungsursache. Da die Symptome oft lange Zeit unbemerkt bleiben, wird die Erkrankung häufig auch erst spät festgestellt. Welche Vorsorgeuntersuchungen sich lohnen, um ein Glaukom rechtzeitig zu erkennen, welche Formen man beim Glaukom überhaupt unterscheidet und welche Therapieoptionen es gibt, darüber sprechen wir in dieser Episode mit PD Dr. Dr. Bettina Hohberger. PD Dr. med. Dr. rer. biol. hum. Bettina Hohberger ist Molekularmedizinerin und Fachärztin für Augenheilkunde an der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen und forscht seit Jahren erfolgreich im Themenumfeld Glaukom. Ihre Forschung hat kürzlich erst einen Erfolg bei der Behandlung eines Patienten mit Long-COVID verzeichnet. Was es damit und mit dem Erlanger Glaukom Register auf sich hat, erzählt sie uns ebenfalls. Weiterführende Links auf SpringerMedizin.de » „Bei V. a. Glaukomanfall sollten Sie den Bulbus palpieren!“ » Optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCT-A) » Glaukomversorgung in Deutschland – Ergebnisse einer Mitgliederumfrage von DOG und BVA – Teil 1: Diagnostik » Erkrankungen der Augen im hausärztlichen Alltag » Notfälle in der Augenheilkunde » Trabekuläre mikroinvasive Glaukomchirurgie