Podcast

Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold

Health & Fitness · Society & Culture

226 Episoden · neueste 07.10.

Episoden

226
  1. #186 Radikale Freundlichkeit. Interview mit der Psychologin, Unternehmerin und Bestsellerautorin Nora Blum.
    07.01., 00:0100:47:57

    „Das Weiche siegt über das Harte. Das Harte bricht unter Spannung." (Laotse im Tao Te King) Freundlichkeit gilt oft als nett, aber nicht als stark. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit Nora Blum (Psychologin, Gründerin, Autorin von „Radikale Freundlichkeit“) darüber, warum genau das ein Missverständnis ist: Freundlichkeit ist keine Nachgiebigkeit, sondern kann klar, durchsetzungsfähig und zugleich respektvoll sein. „Radikal“ heißt bei Nora: freundlich bleiben ohne Kompromisse. Auch dann, wenn es schwerfällt. Nora erklärt, warum Freundlichkeit nachweislich nicht nur Beziehungen stärkt, sondern sogar unser Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit positiv beeinflussen kann. Es geht um konkrete Übungen für den Alltag (Atmen, wohlwollende Deutung, Empathie), um Grenzen setzen ohne Härte („Nein, aber freundlich“) und um die Frage, wie wir in einer „Wolfszeit“ Oasen der Zugewandtheit schaffen, statt einfach im Haifischbecken mitzuschwimmen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Laotse, Seneca, Marc Aurel, Platon, Konfuzius, Zhuangzi, Liki, Upanishaden Weiterführende Links: „Innere Stärke: Freundlichkeit wirkt – 7 Tipps, wie wir sie wiederentdecken“ Artikel aus dem Gesundheit-/Psychologie-Ressort von GEO.de über die Bedeutung von Freundlichkeit für Wohlbefinden, Stressabbau und zwischenmenschliche Beziehungen, inklusive praktischer Tipps, wie wir Freundlichkeit im Alltag bewusst stärken können. https://www.geo.de/wissen/gesundheit/innere-staerke--freundlichkeit-wirkt--7-tipps--wie-wir-sie-wiederentdecken-35597912.html „Radikale Freundlichkeit. Wie sie Die leben revolutioniert“ Nora Blums aktuelles Buch zur Superkraft Freundlichkeit: https://www.penguin.de/buecher/nora-blum-radikale-freundlichkeit/paperback/9783424632736?utm_source=chatgpt.com

  2. #185 Askese. Die Kunst des bewussten Verzichts.
    31.12., 00:0100:28:23

    „Fehl geht nur selten, wer in Kargheit sich genügt." (Konfuzius) Askese klingt für viele nach Verzicht, Selbstkasteiung und dem bewussten Abschied von Lust und Komfort. Doch ursprünglich meint Askese etwas anderes: die Kunst, sich im richtigen Maß, im bewussten Leben, im Freisein von leidvollen Abhängigkeiten zu üben. Sie stellt die Frage, wie viel wir wirklich brauchen, um gut zu leben, und ob weniger nicht manchmal mehr sein kann. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Askese als Lebenspraxis zwischen Freiheit und Selbstdisziplin. Sie erkunden ihre philosophischen Wurzeln von der Antike bis in die Gegenwart, diskutieren ihre Chancen und Missverständnisse und zeigen, wie ein maßvoller Verzicht helfen kann, Klarheit, innere Ruhe und neue Lebensfreude zu gewinnen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Buddha, Platon, Epikur, Seneca, Marc Aurel, Konfuzius, Periander, Kant, Gandhi Weiterführende Links: „Askese – Glück durch Verzicht“ Text von Gudrun Gutdeutsch auf Treffpunkt-Philosophie.de über die Praxis des Verzichts, wie asketische Übungen im Alltag wirken, warum sie in einer konsumorientierten Welt relevant bleiben und wie sie zu mehr Selbstbeherrschung, innerer Freiheit und Lebensglück führen können. „Im Rausch der moralischen Askese“ Artikel von Gesine Palmer im Deutschlandfunk Kultur über die unterschiedliche Praxis des Verzichts, wie Askese in politische und moralische Debatten eingeht und wann sie zur krankhaften Kontrollsucht werden kann.

  3. #184 Zhuangzi. Der chinesische Meister des Loslassens.
    24.12., 00:0100:33:46

    „Glück ist, wenn nichts fehlt. Auch dann nicht, wenn etwas fehlt." (Zhuangzi) Diese Pudelkern-Folge ist einem der brillantesten Denker der chinesischen Philosophie gewidmet: Zhuangzi. Der daoistische Philosoph des 4. Jahrhunderts v. Chr. war kein Systematiker und kein Morallehrer, sondern ein Poet der Freiheit. In Parabeln, Bildern und mit viel Humor erzählt er vom Traum des Schmetterlings, vom Loslassen starrer Urteile und von der Kunst, mit dem Fluss des Lebens zu gehen, statt gegen ihn anzukämpfen. Albert und Jan sprechen darüber, was Meister Zhuangs Denken heute bedeuten kann: Was heißt Freiheit jenseits von Kontrolle, Selbstoptimierung und festen Identitäten? Wie hilft uns das Prinzip des Wu Wei, dem Nicht-Erzwingen, im Alltag, im Beruf und in Beziehungen? Und warum könnten Gelassenheit, Wandel und ein leises Lächeln über die eigene Wichtigkeit gerade in einer hektischen, effizienzgetriebenen Zeit zu einer überraschend zeitgemäßen Lebenshaltung werden. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Laotse, Zhuangzi, Konfuzius, Platon, Aristoteles, Sokrates, Epikur, Marc Aurel, Seneca Weiterführende Links: „Zhuangzi – Dao, Lebenskunst und Freiheit“ Online-Artikel von Michael Ditsch über das daoistische Denken des Zhuangzi im Kontext von Philosophie und Lebenskunst. Ditsch erläutert zentrale Aspekte von Zhuangzis Philosophie wie Wu Wei, Natürlichkeit, Wandel und die Haltung des Loslassens und zeigt, wie diese daoistischen Einsichten als praktische Orientierung für ein gelingendes Leben verstanden werden können. „Einführung in Zhuangzi und den Daoismus“ Lehrvideo von Sebastian Gäb, Professor für Religionsphilosophie an der LMU München, in dem er eine ausführliche Einführung in Leben, Werk und Bedeutung des daoistischen Philosophen Zhuangzi gibt und erläutert, wie dessen Denken zur zentralen Strömung des Daoismus gehört sowie welche Rolle Gleichnisse, Freiheit und Wandlung in diesem philosophischen Kontext spielen. Buchtipp: „Zhuangzi besser verstehen“ von Michael Wittschier. 2025 erschienenes Buch und Verständnishilfe zu Leben und Denken des daoistischen Philosophen Zhuangzi. Wittschier erklärt zentrale Motive, Gleichnisse und philosophische Einsichten des alten chinesischen Klassikers und bietet damit Einsteigern wie Fortgeschrittenen einen Zugang zu diesem scheinbar ungeordneten, aber tiefgründigen Werk.

  4. #183 Schenken. Was macht ein gutes Geschenk aus?
    17.12., 00:0100:24:17

    „Nicht der Wert der Gabe, sondern die Gesinnung des Gebenden macht das Geschenk.“ (Seneca) Schenken wirkt selbstverständlich und ist doch vielschichtig. Wir schenken aus Zuneigung, Dankbarkeit, Pflichtgefühl oder dem Wunsch, gesehen zu werden. Ein Geschenk kann Nähe schaffen und Beziehungen vertiefen, aber auch Erwartungen wecken oder Gegengaben erzeugen. Schenken bewegt sich stets im Spannungsfeld zwischen Großzügigkeit und sozialer Erwartung. Was macht also ein gutes Geschenk aus? Der Wert, die Geste oder die innere Haltung? Und wo endet freies Geben, wo beginnt subtiler Tausch? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische und psychologische Bedeutung des Schenkens, zur Frage, wie wir heute schenken können, ohne Druck zu erzeugen und über die Idee, Schenken als Ausdruck von Freiheit und Aufmerksamkeit neu zu denken. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Bias von Priene, Epikur, Seneca Weiterführende Links: „Schenken ist soziales Handeln par excellence“ Interview mit dem Erziehungswissenschaftler Friedrich Rost über die Sitten und Zwänge des Schenkens, in dem er erklärt, wie tief verwurzelt und zugleich komplex dieses soziale Ritual ist: von familiären Dynamiken über historische Traditionen bis hin zu ökonomischen und psychologischen Aspekten. „Warum sich immer mehr Menschen selbst beschenken“ Welt-Artikel über den Trend des Selbstbeschenkens, der zwischen Selbstfürsorge, Konsumkritik und dem Wunsch nach Unabhängigkeit von sozialen Erwartungen oszilliert und die klassische Idee des Schenkens neu hinterfragt.

  5. #182 Druck. Wie viel Spannung braucht ein gutes Leben?
    10.12., 01:3800:28:37

    „Du hast Macht über deinen Geist, nicht über äußere Ereignisse. Erkenne das, und du wirst Stärke finden.“ (Marc Aurel) Druck gehört zu den Grundspannungen unseres Lebens: als innerer Antreiber, als Erwartung von außen, als gesellschaftliche Norm oder als selbstgemachter Perfektionismus. Er entsteht, wenn wir funktionieren wollen, mithalten müssen oder glauben, nicht genug zu sein. Druck kann motivieren, aber er kann auch erdrücken. Zwischen Leistungsanspruch, Vergleich und Selbstoptimierung wird er für viele zu einer dauerhaften Hintergrundbelastung. Doch was genau ist Druck und wann wird er manchmal toxisch? Wann hilft er uns, über uns hinauszuwachsen, und wann raubt er uns Kraft, Freiheit und Lebensfreude? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophischen und psychologischen Dimensionen von innerem und äußerem Druck: von stoischer Gelassenheit bis zum modernen Leistungsdenken. Sie zeigen Wege auf, wie wir ein gesünderes Maß zwischen Anspruch und Selbstfürsorge finden können, um nicht unter Druck zu leben, sondern mit innerer Freiheit. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Marc Aurel, Demokrit, Kant, Pythagoras, Aristotelrs, Pindar Weiterführende Links: „Viele finden Leistung belastend“ Artikel aus der Rubrik Gesellschaft von „Psychologie heute“ über den wachsenden Leistungsdruck, seine mentalen Folgen und Wege zu mehr Gelassenheit. „Stress – lass nach“ Artikel auf der Website des Max Planck Gesellschaft über die biologischen und psychologischen Folgen von chronischem Stress und mögliche Strategien zur Stressbewältigung.

  6. #181 Kaizen. Kleinere Schritte. Große Veränderungen.
    03.12., 00:0100:33:18

    „Die Beständigkeit ist die Mutter des Erfolgs.“ (Konfuzius) In dieser Folge erkunden Albert und Jan die japanische Philosophie des Kaizen, die Kunst der kleinen, stetigen Schritte hin zu einem besseren Leben. Kaizen versteht Veränderung nicht als großen Umbruch, sondern als achtsame Praxis im Alltag: Routinen verfeinern, Prozesse hinterfragen, geduldig wachsen. Gemeinsam tauchen sie ein in die Idee, dass wir nicht das Ergebnis, sondern die Entwicklung lieben sollten und dass nachhaltige Veränderung dort beginnt, wo wir beginnen, das Beeinflussbare zu verbessern und uns selbst nicht mit Perfektion zu überfordern. Dabei sprechen die beiden darüber, wie Kaizen als Haltung Orientierung geben kann: im Umgang mit uns selbst, in Beziehungen, im Beruf und in der Gesellschaft. Sie fragen, ob eine Kultur kleiner Schritte ein Gegenmittel zu Druck, Überforderung und Selbstoptimierungsstress sein kann und wie Geduld, Wiederholung und bewusste Aufmerksamkeit unser Leben still, aber wirkungsvoll verwandeln. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Laotse, Sokrates, Konfuzius, Kaibara Ekiken, Pindar, Goethe, Thích Nhất Hạnh Weiterführende Links: „Mit kleinen Schritten zum großen Glück – so funktioniert die japanische Erfolgsformel Kaizen“ RND-Artikel von Helene Kib über die Wurzeln und Prinzipien der Kaizen-Philosophie. „Kaizen: mit kleinen Schritten zu großen Verbesserungen“ Online-Artikel der Haufe Akademie über die wirtschaftliche Umsetzung des Kaizen-Ansatzes der kontinuierlichen Verbesserung in Prozessen, Produkten und Dienstleistungen.

  7. #180 Zuverlässigkeit. Über Verbindlichkeit und die Kunst, zu seinem Wort zu stehen.
    26.11., 00:0100:26:09

    „Soweit die Zuverlässigkeit herrscht, lässt sich alles beherrschen.“ (Lü Bu Wei) Zuverlässigkeit klingt zunächst nach etwas Alltäglichem: pünktlich sein, Absprachen einhalten, tun, was man zugesagt hat. Doch hinter dieser scheinbar nüchternen Tugend steckt eine tiefere soziale und psychologische Bedeutung. Wer zuverlässig ist, schafft Sicherheit für sich und für andere. Man zeigt, wie ernst man Beziehungen nimmt und wie man zu sich selbst und anderen steht. Umgekehrt können Unzuverlässigkeit, Wankelmut oder gebrochene Versprechen Vertrauen erschüttern, Zusammenarbeit belasten und Beziehungen ins Wanken bringen. In dieser Pudelkern-Folge fragen Albert und Jan, warum Zuverlässigkeit in Freundschaft, Beruf, Familie sowie Partnerschaft so entscheidend ist. Wann wird Verlässlichkeit zur Stärke, wann zur Pflicht? Warum verwechseln wir sie manchmal mit Langeweile und was hätte wohl Diogenes zu dieser Tugend gesagt? Und wie gelingt es, verlässlich zu sein und dabei dennoch offen, lebendig und bei sich selbst zu bleiben? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Marc Aurel, Laotse, Lü Bu Wei, Konfuzius, Diogenes, Demokrit Weiterführende Links: „Zuverlässigkeit lernen: 5 einfache Wege“ Artikel aus dem Berufs- und Psychologie-Ressort von Karrierebibel über die Bedeutung und Praxis von Zuverlässigkeit im Alltag. „Pathologische Unzuverlässigkeit“ Online-Artikel des Instituts für Persönlichkeits- und Verhaltenspsychologie über die psychosozialen Kompetenzen, Ursachen und Folgen von Unzuverlässigkeit.

  8. #179 Montaigne. Skeptiker des Selbst und Philosoph des Alltags.
    19.11., 00:0100:40:36

    „Der größte Fehler des Menschen ist, nie einen zu begehen." (Montaigne) Mit dieser Folge widmet sich „Der Pudel und der Kern“ einem der einflussreichsten Denker der Neuzeit: Michel de Montaigne. Der französische Philosoph gilt als Begründer des Essays, jener persönlichen Denkform, in der er mit unvergleichlicher Offenheit über das Leben, den Menschen und sich selbst nachdachte. Montaignes Texte sind keine abstrakte Theorie, sondern gelebte Philosophie: neugierig, zweifelnd, unvollendet und gerade deshalb so modern. Albert und Jan sprechen darüber, wie Montaignes Gedanken uns heute Orientierung bieten können. Was lernen wir aus seinem berühmten „Was weiß ich?“ über den Umgang mit Unsicherheit? Wie helfen uns seine Reflexionen über Freundschaft, Zufall, Gewohnheit und den eigenen Charakter im Alltag? Und was bedeutet Montaignes Haltung für ein gelingendes Leben jenseits von Dogmen und Selbstoptimierungsdruck? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Aristoteles, Sokrates, Epikur, Epiktet, Marc Aurel, Seneca, Horaz, Plutarch, Cicero, Michel de Montaigne, Friedrich Nietzsche Weiterführende Links: „Michel de Montaigne und sein Skeptizismus“ Deutschlandfunk-Artikel zum Werk und Denken des großen Philosophen. „Michel Eyquem de Montaigne“ Hintergrundartikel aus Spektrum der Wissenschaft bzw. Metzler Philosophen-Lexikon zum über Leben Skeptizismus des französischen Essayisten.

  9. #178 Unsicherheit. Zwischen Angst, Freiheit und Vertrauen.
    12.11., 00:0100:26:45

    „Sicherheit kann man nicht haben, wenn man leben will.“ (Erich Fromm) Unsicherheit begleitet uns in kleinen Entscheidungen und großen Lebensfragen. Sie zeigt sich, wenn Zukunft offen ist, wenn Pläne scheitern oder Gewissheiten wanken. Aber auch im Zwischenmenschlichen gehört sie zum Leben: wenn wir nicht wissen, wie andere reagieren, ob wir verstanden werden, ob Nähe oder Distanz richtig sind. In einer Welt, die Kontrolle verspricht, empfinden wir Unsicherheit oft als Mangel oder Bedrohung. Doch philosophisch betrachtet ist sie auch Ausdruck unserer Freiheit: Nur wer nicht alles weiß, kann wählen, hoffen, gestalten. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielen Gesichter der Unsicherheit, von stoischer Gelassenheit bis zur modernen Psychologie. Sie fragen, wie wir lernen können, mit Ungewissheit zu leben, ohne in Angst oder Stillstand zu verfallen. Und sie zeigen, warum gerade die Akzeptanz des Nichtwissens uns offener, mutiger und menschlicher macht. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Patanjali, Seneca, Sokrates, Konfuzius, Montaigne, Viktor Frankl, Hans Erich Nossack, Erich Fromm Weiterführende Links: „Leben mit dem Ungewissen – Was Unsicherheit mit uns macht“ Online-Artikel von Heiner Kiesel im Psychologie-Ressort von Deutschlandfunk Kultur. „Die soziale Unsicherheit akzeptieren“ Rezension von Senta Gekeler im Ressort „Leben“ von Psychologie heute zum Buch „Die Kraft der Unsicherheit“, in dem die Autorin erklärt, warum es normal ist, sich in sozialen Situationen unsicher zu fühlen und wie wir uns mit der Angst anfreunden können.

  10. #177 Lebensweisheiten VIII. Praktische Philosophie für den Alltag.
    05.11., 00:0100:31:35

    „Man wird das, was im eigenen Sinn und Denken herrscht. Das ist das immerwährende Geheimnis.“ (Upanishaden) Lebensweisheiten begegnen uns überall: auf einem T-Shirt, in einem Buch, in einem Gespräch mit Freunden oder ganz beiläufig auf einem Spaziergang. Manche klingen banal, andere berühren uns tief. Albert und Jan haben wieder einige gesammelt, die ihnen in den letzten Wochen begegnet sind oder von Hörerinnen und Hörern eingereicht wurden. Und sie fragen sich: Was steckt wirklich dahinter? Wie viel Wahrheit, wie viel Alltagstauglichkeit? Und warum wirken manche Sätze, als destillierten sie die Essenz des Alltags und des Lebens in Worte? Folgende Lebensweisheiten diskutieren die beiden diesmal: Wenn du eine falsche Entscheidung treffen willst, frag möglichst viele um Rat. Denken ist großartig, aber das Handeln löst Probleme. Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh zusammen. „Was bedeutet schon Geld. Ein Mensch ist dann erfolgreich, wenn er zwischen dem Aufstehen und dem Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.“ (Bob Dylan) Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Solon, Homer, Epikur, Jean-Paul Sartre, Bob Dylan Weiterführende Links: „Entscheidungen treffen – Zweifel überwinden“. Onlineartikel des Bayerischen Rundfunks für bessere Entscheidungsfindung mit Expertentipps der Familientherapeutin Birgit Salewski. „Bob Dylan – Literaturnobelpreisträger wider Willen“ Deutschlandfunk Kultur-Onlineartikel von Sieglinde Geisel im Ressort „Bücher / Kultur“ über die literarische und philosophische Qualität von Bob Dylan. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  11. #176 Enttäuschung. Die Kunst anders weiterzumachen.
    29.10., 00:0100:28:16

    „Erwarte nicht, dass das Leben so verläuft, wie du es willst, sondern wie es ist. Dann wirst du ruhig leben.“ (Seneca) Enttäuschungen gehören zum Leben und doch erwischen sie uns immer wieder wie ein Schlag. Wir sind enttäuscht von anderen, von Situationen, von uns selbst. Oft liegt die Wurzel darin, dass unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit abweichen: Erwartungen zerbrechen, Illusionen lösen sich auf. Und das tut weh. Doch in jeder Ent-Täuschung steckt auch ein Moment der Klarheit: Wir sehen die Dinge plötzlich, wie sie wirklich sind. Jenseits von Wunschbildern und Projektionen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, wie Enttäuschungen unsere Beziehungen und unser Selbstbild prägen und warum sie nicht nur Rückschläge, sondern auch Schritte zur Selbsterkenntnis sein können. Sie beleuchten, wie wir Erwartungen bewusst gestalten, Verletzungen verarbeiten und nach dem Loslassen neue Türen aufgehen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Zenon von Kition, Konfuzius, Epikur, Demetrios von Phaleron, Seneca, Immanuel Kant, Goethe Weiterführende Links: „Enttäuschung überwinden: 5 Wege aus der Verbitterung“ Sinnsucher-Blogpost über die Psychologie enttäuschter Erwartungen, mögliche Folgen wie Verbitterung und Wege zurück zu Gelassenheit und Sinn. „Enttäuscht? Anleitung zur Selbstfürsorge“ Psychologie Heute-Artikel über die emotionalen Folgen von Enttäuschungen, wie wir uns selbst wieder stabilisieren können und welche Rolle Selbstfürsorge dabei spielt.

  12. #175 Genuss. Wie viel ist genug?
    22.10., 00:0100:28:13

    „Glück und Genuss kann man nicht erzwingen. Sie sind Nebenprodukte eines sinnvollen Lebens.“ (Viktor Frankl) Genuss ist ein leises Wort für ein großes Thema. Oft denken wir dabei an gutes Essen, Wein oder schöne Momente. Doch philosophisch betrachtet geht es um weit mehr: um die Fähigkeit, das Schöne und Gute bewusst wahrzunehmen, im Augenblick zu leben und Dankbarkeit zu empfinden. Echter Genuss entsteht nicht im Übermaß, sondern im Innehalten und in der Aufmerksamkeit für das, was ist. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Kunst des Genießens: Warum sie für ein erfülltes Leben so wichtig ist und doch Disziplin erfordert. Sie fragen, wie Genuss und Maß zusammenfinden, wo der Unterschied zwischen Genuss und bloßem Konsum liegt und warum wahre Freude immer auch etwas mit Sinn zu tun hat. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Epikur, Cicero, Aristoteles, Seneca, Buddha Weiterführende Links: „Dieser Genuss! 6 Dinge, die Sie beherzigen sollten, um besser genießen zu können.“ Psychologie heute-Artikel von Birgit Weidt über die psychologischen und lebenspraktischen Grundlagen von Genuss, wie wir ihn lernen und vertiefen können und warum Maßhalten seine Voraussetzung ist. „Genuss und Askese in der Leistungsgesellschaft“ Deutschlandfunk-Artikel der Philosophin Svenja Flaßpöhler über die paradoxe Verbindung von Überfluss und Askese in der modernen Leistungsgesellschaft und warum Verzicht manchmal die neue Form des Genießens sein könnte.

  13. #174 Leidenschaft. Von Sinn, Sehnsucht und Selbstbeherrschung.
    15.10., 00:0100:29:05

    „Leidenschaft ist die treibende Kraft der Seele, doch sie verlangt, bewusst geführt zu werden, sonst führt sie uns.“ (Carl Gustav Jung) Leidenschaft, das klingt nach Feuer, Hingabe und Lebendigkeit. Sie treibt uns an, lässt uns über uns hinauswachsen und verleiht dem Leben Sinn und Tiefe. Doch Leidenschaft ist mehr als bloße Begeisterung: Sie ist Energie, die aus innerer Überzeugung entsteht, aus dem Wunsch, ganz im Tun aufzugehen. Sie kann uns beflügeln, aber auch überfordern, wenn sie ohne Maß bleibt. In dieser Pudelker-Folge fragen Albert und Jan, woran wir echte Leidenschaft erkennen, wie sie entsteht und wie wir sie pflegen können, ohne uns in ihr zu verlieren. Welche Rolle spielt sie in Beruf, Beziehungen und im Alltag? Warum braucht ein erfülltes Leben sowohl das Feuer der Hingabe als auch die Kunst der Selbstbegrenzung? Eine Spurensuche zwischen innerem Antrieb, Selbstdisziplin und dem Mut, sich wirklich berühren zu lassen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Aristoteles, Konfuzius, Seneca, Buddha, Carl Gustav Jung Weiterführende Links: „Mit Leidenschaft arbeiten: Ist das realistisch?“ Artikel im Beruf-Ressort von Psychologie Heute, über die Bedingungen für berufliche Leidenschaft, ihre Grenzen und die Rolle von Persönlichkeit und Arbeitsumfeld. „Stoizismus: Die Abkehr von der Leidenschaft“ Kolumne in Spektrum über die stoische Perspektive auf Leidenschaft, ihre Gefahren und die Rückkehr zu Gelassenheit.

  14. #173 Durchhalten. Zwischen Stärke, Sturheit und Selbstfürsorge.
    08.10., 00:0100:31:03

    „Wir sind, was wir immer wieder tun.“ (Aristoteles) Durchhaltevermögen gilt als eine Tugend, die wir bewundern. Etwa an Menschen, die nicht aufgeben, wenn es schwierig wird, die Rückschläge einstecken und trotzdem weitermachen. Beharrlichkeit hilft uns, Ziele zu erreichen, Krisen zu überstehen und Vertrauen in die eigene Stärke zu entwickeln. Sie ist eine Grundlage für Erfolg und Zufriedenheit. Doch dieselbe Kraft kann auch in Überforderung und Misserfolg umschlagen, wenn wir zu lange und zu starr an etwas festhalten, das uns erschöpft oder lähmt oder nicht mehr zielführend ist. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die doppelte Natur des Durchhaltevermögens: als Schlüsselkompetenz für ein gelingendes Leben und als mögliche Falle, wenn aus Disziplin blinder Ehrgeiz wird. Sie fragen, wie wir die Balance finden zwischen Dranbleiben und Loslassen, wann es klug ist, weiterzumachen und wann es mutiger oder einfach besser ist, aufzuhören. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Konfuzius, Seneca, Periander, Buddha Weiterführende Links: „Durchhaltevermögen – wann Durchhalten schädlich wird“ Artikel aus dem Wissens- und Psychologie-Ressort von ARD alpha über Grenzen des Beharrens, mögliche Risiken bei zu langem Durchhaltewillen und hilfreiche Strategien im Beruf. „Durchhaltevermögen stärken – wie Sie Ziele konsequent verfolgen“ Artikel auf Psychotipps über psychologische Strategien zur Förderung des Durchhaltevermögens: Wirkfaktoren, Hindernisse und Alltagstipps.

  15. #172 Zufriedenheit. Von Maß, Miteinander und Sinn.
    01.10., 00:0100:27:43

    „Wer nicht mit wenig zufrieden ist, wird auch mit viel nicht zufrieden sein.“ (Epikur) Zufriedenheit ist ein Zustand, den wir alle anstreben und doch bleibt er oft flüchtig. Kaum ist ein Ziel erreicht, drängt sich schon der nächste Wunsch nach vorn. Zufriedenheit zeigt sich weniger als Endpunkt, sondern als Haltung: die Fähigkeit, das Leben in seiner Unvollkommenheit anzunehmen. Schon Philosophen wie Epikur oder Seneca betonten ihre innere Dimension von Zufriedenheit, und auch die moderne Psychologie verweist auf Dankbarkeit, Achtsamkeit und soziale Verbundenheit als wichtige Grundlage für ein zufriedenes Leben. Doch was genau macht uns zufrieden? Ist es eine Frage des Maßhaltens, der Haltung oder des Miteinanders? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielen Facetten der Zufriedenheit: von antiken Weisheiten über psychologische Einsichten bis hin zu ganz praktischen Wegen im Alltag. Sie fragen, wie wir Zufriedenheit kultivieren können, wann Genügsamkeit zur Stärke wird und wo sie in Stillstand umschlagen könnte. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Sokrates, Epikur, Seneca, Marc Aurel, Zhuangzi, Konfuzius, Patanjali, Goethe, Dalai Lama Weiterführende Links: „Das leise Glück der Zufriedenheit“ Artikel von Susie Reinhardt im Ressort Leben der Psychologie Heute, über die Unterscheidung zwischen Glück, Freude und Zufriedenheit sowie Wege zu einem gelasseneren Leben. „Die Nebenwirkungen der Freiheit“ Artikel bzw. Buchauszug von Bas Kast im Wissen-Ressort der ZEIT, über die paradoxen Effekte von Wahlfreiheit, Erwartungen und Unzufriedenheit in modernen Gesellschaften.

  16. #171 Glaubenssätze 4. Was wir über Leben, Leistung und Gerechtigkeit glauben.
    24.09., 00:0100:32:00

    „Der Charakter ist das Schicksal des Menschen.“ (Heraklit) Heute diskutieren Albert und Jan wieder über Glaubenssätze, die Hörer eingereicht haben, also tief verwurzelten Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln maßgeblich beeinflussen. Diese formen unser Selbstbild und unsere Wahrnehmung der Welt. Folgende typische negative und positive Glaubenssätze sowie mögliche Auswirkungen auf das Leben derjenigen, die sie verinnerlicht haben, werden in dieser Pudelkern-Folge besprochen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das Leben ist unfair. Wer Schwäche zeigt, verliert. Man kann alles schaffen, wenn man nur will. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Konfuzius, Laotse, Homer, Heraklit, Thomas Hobbes Weiterführende Links: „Na, wie bin ich? - Fünf Wege zu mehr Selbstwertgefühl“ Psychologie heute-Artikel mit vier Hilfestellungen, um mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln „So kannst Du innere Glaubenssätze auflösen.“ Utopia-Artikel von Relana Waldner mit sechs Tipps, wie wir inneren Glaubenssätze für die persönliche Weiterentwicklung ändern oder auflösen können. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

  17. #170 Wurzeln. Von Herkunft, Halt und Neubeginn.
    17.09., 00:0100:33:38

    „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen. Wurzeln, solange sie klein sind, und Flügel, wenn sie größer werden.“ (Goethe) Wurzeln geben Halt, sie sind unser unsichtbares Fundament im Leben. Sie entstehen durch Herkunft, Traditionen, Werte oder Gemeinschaften, manchmal auch durch innere Überzeugungen, die uns tragen. Wer verwurzelt ist, spürt Sicherheit und Zugehörigkeit. Doch es gibt auch die Erfahrung der Entwurzelung, wenn Bindungen zerreißen, Heimat verloren geht oder Lebenswege uns ins Ungewisse führen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielschichtige Bedeutung von Wurzeln. Von Familie und Herkunft bis hin zu Sinn, Berufung und innerer Haltung. Sie diskutieren, wie wir Wurzeln bewusst pflegen und vertiefen können, ohne uns von ihnen festhalten zu lassen, und ob Entwurzelung nicht auch eine Chance sein kann, Neues zu wagen und über uns hinauszuwachsen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Laotse, Buddha, Sokrates, Pindar, Seneca, Goethe, C.G. Jung Weiterführende Links: „Wurzeln: Die trügerischen Mythen der Identität“ Maurizio Bettini, erschienen bei der Bundeszentrale für politische Bildung; eine kritische Auseinandersetzung damit, wie Herkunfts- und Verwurzelungsmetaphern in politischen Diskursen Autorität und Identität konstruieren und welche Mythen dabei unreflektiert bleiben. „Warum unsere Identität sich ständig wandelt“ Artikel aus dem Psychologie-Ressort von Deutschlandfunk Kultur von Lydia Heller darüber, wie unsere Identität durch genetische Anlagen, soziale Umfelder und die Fähigkeit zur Selbstveränderung geprägt ist – und warum wir uns immer wieder neu erfinden.

  18. #169 Innerer Kern. Zwischen Selbstsuche, Wahrheit und authentischem Leben.
    10.09., 00:0100:26:16

    „Das also war des Pudels Kern!“ (Goethe, Faust, Erster Teil) Viele Menschen suchen nach ihrem inneren Kern, nach der persönlichen Wahrheit, die sie wirklich ausmacht. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Ist dieser Kern etwas Unveränderliches, das wir freilegen können oder entsteht unser Selbst immer wieder neu, durch Erfahrungen, Entscheidungen und die Plastizität unseres Gehirns? Zwischen der Sehnsucht nach Beständigkeit und der Realität des Wandels liegt die Frage, wie wir authentisch leben können und ob es so etwas wie ein unverrückbares wahres Selbst überhaupt gibt. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Idee des Persönlichkeitskerns: von antiken Philosophen wie Platon oder den Stoikern bis hin zu modernen psychologischen Konzepten von Authentizität und Neuroplastizität. Sie diskutieren, ob Selbstoptimierung uns freier oder abhängiger macht, wie wir mehrere Wahrheiten in uns tragen können und was es praktisch bedeutet, ein authentisches Leben zu führen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Li Ki, Seneca, Goethe Weiterführende Links: „Persönlichkeitstypen“ Psychologie Heute-Artikel von Corinna Hartmann über gängige Persönlichkeitsmodelle wie „Big Five“, Myers-Briggs und DISG sowie deren Nutzen und Kritik im wissenschaftlichen Kontext. „Warum unsere Identität sich ständig wandelt“ Artikel aus dem Psychologie-Ressort von Deutschlandfunk Kultur von Lydia Heller darüber, wie die sich verändernde Identität durch genetische Faktoren, soziale Umfelder und die Fähigkeit zur Selbstveränderung geprägt ist und warum wir uns immer wieder neu erfinden.

  19. #168 Hildegard von Bingen. Praktische Philosophin, Universalgelehrte und Heilkundige des Mittelalters.
    03.09., 00:0100:29:43

    „Die Augen sind das Fenster zur Seele." (Hildegard von Bingen) Mit dieser Folge startet Der Pudel und der Kern die neue Serie „Große Philosophinnen“ und den Anfang macht Hildegard von Bingen. Sie war nicht nur Mystikerin, Universalgelehrte und Heilkundige des Mittelalters, sondern auch eine Denkerin, die praktische Lebensweisheit formulierte: in ihren Schriften zur Natur, zur Ordnung der Welt und zum menschlichen Miteinander. Albert und Jan sprechen darüber, wie Hildegards Gedanken über das gute Leben heute verstanden werden können. Welche Einsichten vermittelt sie für einen gelingenden Alltag jenseits von Zeitgeist und Moden? Wie lassen sich ihre Ideen zwischen Verantwortung, Maßhalten und innerer Klarheit einordnen? Und was können wir von Hildegard lernen, wenn es darum geht, Philosophie nicht nur zu denken, sondern im Leben zu verankern? Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Platon, Sokrates, Epiktet, Seneca, Konfuzius, Zhuangzi, Buddha, Hegel Weiterführende Links: „Klosterstreit und Experimente der Naturkunde.“ Hintergrundartikel des Deutschlandfunks von Rüdiger Achenbach anlässlich Hildegards Ernennung zur „Kirchlehrerin“ über ihr Wirken zwischen kirchlichen Konflikten und frühen naturkundlichen Studien. „Hildegard von Bingen.“ Artikel auf Philosophie der Stoa über ihr naturkundlich-medizinisches Werk, das Wissenschaft und Mythologie verbindet und so einen wichtigen Einblick in die Geschichte der Medizin des Mittelalters ermöglicht.

  20. #167 Impostor-Syndrom. Zwischen Selbstzweifel, Perfektionismus und selbstbewusstem Leben.
    27.08., 00:0100:31:28

    Hier gibt es die Online-Tickets für den Pudelkern-Livepodcast am 14. Oktober 2025 in Coburg. „Man muss sich von sich selbst nicht alles gefallen lassen!“ (Viktor Frankl) Das Impostor-Syndrom beschreibt das Gefühl, die eigenen Erfolge trotz objektiver Leistungen nicht verdient zu haben. Statt Stolz empfinden Betroffene Selbstzweifel und die Angst, irgendwann als „Hochstapler“ entlarvt zu werden. Dieses Phänomen betrifft nicht nur Berufseinsteiger, sondern auch erfahrene Menschen in verantwortungsvollen Positionen und ist weit verbreiteter, als man denkt. Hinter den Zweifeln stehen oft Denk- und Verhaltensmuster wie Perfektionismus, übersteigerte Ansprüche oder Vergleiche mit anderen. In dieser Pudelkern-Folge fragen Albert und Jan: Warum erleben gerade kompetente Menschen das Gefühl, „eigentlich nichts zu können“? Welche Rolle spielen Gesellschaft, Selbstwahrnehmung und Glaubenssätze? Und wie finden wir eine Balance zwischen Demut und Selbstvertrauen? Dabei geht es um psychologische Hintergründe ebenso wie um philosophische Perspektiven von Sokrates bis Erich Fromm und um konkrete Wege, das nagende Impostor-Gefühl zu überwinden, um selbstbewusster und authentischer zu leben. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Seneca, Epiktet, Buddha, Viktor Frankl, Erich Fromm Weiterführende Links: „Die Angst, nicht gut genug zu sein: Das Impostor-Syndrom“ – Utopia-Ratgeberartikel von Sarah Brockhaus über das weit verbreitete Gefühl, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben und darüber, wie sich dieser innere Hochstapler-Gedanke überwinden lässt. „Impostor-Syndrom: Die Selbstzweifel überwinden“ Spektrum-Artikel von Élisabeth Cadoche und Anne de Montarlot über die psychologischen Hintergründe des Hochstapler-Gefühls, typischen Verhaltensmuster wie Perfektionismus oder Selbstsabotage und Strategien, um Impostor-Syndrom zu erkennen und zu mildern.

Der Pudel und der Kern – der Philosophiepodcast zu den wichtigen Fragen des Lebens. Was macht ein erfülltes und gelingendes Leben aus? Wodurch finden wir zu innerer Ruhe, echtem Ausgleich und heiterer Gelassenheit. Wie schaffen wir es, im Beruf oder in Beziehungen auch unter Stress authentisch zu bleiben und wenn nötig loszulassen. Können wir Erfolg, Besitz und Macht mit Meditation und Minimalismus in Einklang bringen. Kurz: wie finden wir zu einem erfüllten, gelingenden Leben? Auf all diese Fragen des modernen Alltags liefern die Weisheitslehren im antiken Griechenland, Indien und China noch heute gültige Aussagen. Im Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“ beantwortet und diskutiert der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler die Lebensfragen des Moderators Jan Liepold und der zugeschalteten Hörer. Dabei geht es keineswegs um eine akademisch-abstrakte Diskussion. Vielmehr macht „Der Pudel und der Kern“ die Lebensweisheiten von Seneca, Konfuzius, Platon, Buddha & Co für seine Follower nutzbar und verknüpft sie als "praktische Philosophie" mit den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit. Das alles ist nicht als reiner Dialog geplant. Wir binden die Podcasthörer*innen mit ihren Fragen zu unseren Themen ein und interviewen externe Experten. Jeden Mittwoch erscheint eine neue Folge „Der Pudel und der Kern“ auf allen bekannten Podcast-Plattformen.