Podcast

Der Einsatzleben-Podcast

Hermann Zengeler

Education · Health & Fitness · Society & Culture

400 Episoden · neueste 07.10.

Häufig erwähnt

Episoden

400
  1. Noch keine 3 Einsätze gefahren, aber die Klappe aufreißen!
    10.02., 09:5000:21:00

    Generationenkonflikte in Feuerwehren Andere Generationen - andere Ansichten? Manchmal gibt es Ärger weil die “Jungen” sehr viel mehr Ausbildung und Übung wollen, als die “Älteren”. “Früher haben wir Feuer auch aus bekommen, da mussten wir nicht zusätzlich üben.” “Ja nur viel langsamer und mit mehr Schaden.” Manchmal gibt es Ärger weil die “Jungen” etwas völlig anderes wollen, als die “Älteren”. Argumente prallen dann aufeinander und es entsteht Konfliktpotenzial. Verschiedene Generationen, wie die “Alten” (vor 1966), Generation X (1966-1980): Aufgezogen von Babyboomern, Generation Y (1981-1995): die Millennials, Generation Z (nach 1995): Influencer & YouTube-Stars, wurden durch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen geprägt und haben deshalb unterschiedliche Sichtweisen. Wie funktioniert also Feuerwehr mit dieser Erkenntnis? Ist das jetzt wirklich ein ernsthaftes Thema oder eher eine Sache, über die wir locker hinwegsehen können? Es gibt weitere Streitpunkte wie Alkoholmissbrauch, Besetzung der Fahrzeuge (Sollbesetzung), Art der Ausbildung etc. Feuerwehr ist Ehrensache, hat mein Vater immer zu mir gesagt. Für mich war sehr schnell klar, dass ich auch dabei sein werde, weil meine Familie integriert und mein Vater als Chef mein Vorbild war. Wenn man viele Jahre Mitglied in Kinder- und Jugendfeuerwehr ist, bekommt man auch eine Menge mit. Ist man dann “Aktiv” mit 17 ist man bereits über 10 Jahre dabei, wenn es gut läuft. Direkt mit 18 Führerschein, am besten bereits TF - Ausbildung, Maschinist und PA-Träger. Junge Menschen haben dann sehr schnell kreative Ideen, wie der ein oder andere Einsatz oder die Vorbereitung dazu verbessert werden könnte. Klugscheißerei und/oder mangelnde Team- und Kritikfähigkeit? Wie funktioniert eigentlich das betriebliche Vorschlagswesen bei der FF ;-)? Ist das jetzt nun wirklich ein Generationenkonflikt oder eher eine Sache der Einstellung? In einem Onlinemagazin über Sicherheit im Feuerwehrdienst “pvsafety” habe ich einen interessanten Artikel dazu gelesen: Der Verfasser, Ulrich Wolf, hatte keine Antwort, darauf, warum mehr Leute im Sportverein tätig sind, als in der Feuerwehr. Denn eigentlich müssten die Leute im Ort doch ein hohes Interesse an “ihrer Feuerwehr” haben. Wenn nicht schon aktiv, dann zumindest als Unterstützer. Wir sollten alle daran arbeiten, dass solche Konflikte, wie beschrieben, die wirklichen Ausnahmen bleiben und wir es schaffen, auch künftig eine leistungsfähige Feuerwehr zu bleiben. Wie das geht, erklären wir im Podcast. Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Hier geht es zu unserem neusten Webinar und weiteren Angeboten zum Thema Grossschadenslage Personal in Freiwilligen Feuerwehren: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  2. Sollstärke in Feuerwehren
    03.02., 11:4500:21:55

    Realistisch oder Wunschdenken? Was heißt eigentlich Sollstärke in Feuerwehren? Personal ist gemeint, so viel steht fest. Feuerwehr ist ja eigentlich kommunal, aber auch Ländersache, also auf keinen Fall Bundessache. Wer bestimmt, wie Feuerwehren aufgestellt sein müssen? Grundsätzlich das Land. Mindest-Verordnungen, Erlasse und Regelungen auf örtlicher Ebene. Es gibt Empfehlungen auch genaue Anweisungen, wo kein Spielraum zugelassen wird. Feuerwehr-Dienstvorschriften sind wieder bundeseinheitlich erlassen und werden den Bundesländern zur Einführung empfohlen. Also die Feuerwehren müssen sich ganz stark mit den jeweiligen Vorschriften auseinandersetzen, um genau zu wissen, was sie dürfen und was nicht. Insbesondere wenn man ganz wichtige Rechtsgebiete verletzt wie die Feuerwehren, z.B. Unversehrtheit der Wohnung, körperliche Unversehrtheit, Versammlungsrecht etc. Ganz besonders interessant wird es aber für die Feuerwehren, wenn es um eigenes Personal geht. Jedes Bundesland hat Mindeststärke-Regelungen in Form von Verordnungen, Erlässen, Bedarfs- und Entwicklungsplänen. Diese B+E werden mit den Dienstaufsichtsbehörden abgestimmt, die wiederum meistens beim Landkreis beheimatet sind, von dort mit Regierungspräsidien und dann mit dem Bundesland. Ein Wahnsinn, oder? Man kann sich ja über unser föderales System freuen, aber manchmal denkt man, wir verwalten uns tot. In vielen Feuerwehren wird das Zusammenzählen der Sollstärken der Mannschaft, sagen wir mal, großzügig ausgelegt. Denn wenn eine Feuerwehr 2 LF und 3 Sonderfahrzeuge (1 Staffel, 2 Trupp) besitzt, kommt sie schon auf mindestens 60 Mann Sollstärke + Führung nach der Lesart geltender Orga-VO`s. In Bayern wären es dann schon 90, aber in Ausnahmefällen kann das reduziert werden (auf das Zweifache). Was machen Feuerwehren, die an die Grenze der Mindestverordnung kommen: Verzweifeln? Aufgeben = Zahlen frisieren? Das was nötig ist, ist in erster Linie Transparenz. Hauptberufliche Kräfte sind auf Dauer eine teure Lösung aber es geht ja auch kreativ: Bauhofmitarbeiter und Verwaltung Feuerwehrmitgliedschaft erwünscht, auf Ausschreibungspflichten achten und vor allem die politisch Verantwortlichen nicht aus der Verantwortung lassen. Ansonsten gibt es viele kreative Möglichkeiten, hier aktiv zu werden. Unsere Workshops und Live-Talks bieten hier viele Ansätze, wie so etwas gehen könnte. Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Wenn du mehr über das Thema Personal in Feuerwehren wissen möchtest, dann schau gerne auf unserer Homepage vorbei. Hierzu wird es in Kürze einen kostenfreien Live-Talk und ein Webinar geben. www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  3. Men in red statt men in black
    27.01., 10:4500:19:13

    Kann man Bürger eigentlich blitzdingsen? Neutralisator für die Feuerwehr? “Men in black”, wer kennt diesen Kultfilm nicht? Mit eines der besten Tools aus diesem Film ist der so genannte Neutralisator, der dann eingesetzt wird, wenn Menschen Aliens gesehen haben. Er verhindert so, dass man sich an die Begegnungen dritter Art erinnern kann und sie wieder “normal” weitermachen können. So ein Neutralisator wäre auch manchmal recht praktisch für den Feuerwehralltag oder? Bürger, die vergessen haben wie man sich richtig zum Beispiel an Einsatzstellen verhält, könnte man dann wieder in einen “So-wird’s-eigentlich-gemacht-Zustand” zurückbringen. Das wäre doch genial oder? Aber warum wäre das überhaupt nötig? Einsatzstellen und das Verhalten der Bürger An Einsatzstellen zeigt sich oft die “moderne Welt” von ihrer unangenehmen Seite. Die Egoismen in unserer Gesellschaft nehmen deutlich zu. Das kann man zum Beispiel derzeit sehr gut an dem aktuellen Umgang mit der Corona-Krise sehen. Noch ist die große Mehrheit mit den Sanktionen einverstanden. Noch. Hoffen wir, dass das so bleibt. Ein weiteres guten Beispeil ist das Autofahren. Es scheint als wäre der Ausdruck “me first” zum Standard geworden. Das macht ein harmonisches gesellschaftliches Miteinander natürlich enorm schwierig. Feuerwehrleute merken das besonders im Einsatz und bei Übungen. Verschiedene Beispiele machen das deutlich. Was also tun? Neutralisator, Blitzdingsen, da sind wir wieder bei men in red bzw. men in black. Aber leider gibt es so etwas noch nicht, also müssen wir uns als Feuerwehrleute etwas anderes einfallen lassen, wie wir mit den Egoismen am besten umgehen. Wie reagieren die meisten Feuerwehrleute auf Meckerer? In den von Hermann in dieser Folge geschilderten Fälle sind die Feuerwehrleute überwiegend ruhig geblieben. Das ist schon bewundernswert, oder? Man könnte es gut mit dem Begriff “Beherrschung” zusammenfassen: In kritischen Situationen cool bleiben, überlegt handeln, niemals den Einsatzerfolg gefährden. Sagenhaft!” Aber… Alle shat seine Grenzen und vor allem darf nichts “hängen bleiben”. Also am Besten mit den richtigen Menschen (Kameraden, Führung, Familie) reflektieren, sprechen, diskutieren… Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Erfahre hier mehr über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  4. Dr. Sommer für die Feuerwehr
    20.01., 08:4500:16:35

    Warum Feuerwehr erklärt werden muss Zunächst bedankt sich Hermann für die vielen, vielen Anregungen zu den Podcasts und kündigt an, das Brand Punkt on Air auch von diesem Austausch lebt und sehr viele dieser Anregungen und Ideen auch umsetzt. So werden im Februar und März interessante Interviewpartner erwartet und auch die Anregung, über Einsätze zu berichten, werden wir in Angriff nehmen. Wer oder was ist Dr Sommer? Jetzt aber zu unserem Thema und um es vorweg zu nehmen: Nein, Dr. Sommer gibt es nicht wirklich, jedenfalls nicht als lebende Person. Hinter Dr. Sommer verbirgt sich eine Bravo-Rubrik, die ein Arzt, Psychotherapeut und evangelischer Religionslehrer ins Leben rief. Dies ist seit den 60-er Jahren ein Pseudonym bei der Jugendzeitschrift Bravo. Generationen von Jugendlichen wurden von diesem Synonym auf einem hoch emotionalen Sektor Sexualität begleitet und aufgeklärt. Was hat jetzt Dr. Sommer aber mit der Feuerwehr zu tun? Emotionale Themen sind, sagen wir mal schwierig. Sie werden oft verschwiegen oder gedeckelt. Feuerwehr ist für viele von uns auch ein Gefühl. Erklär mal deinen Verwandten, die nix mit Feuerwehr zu tun haben, sie sollen bitte ab Morgen: einen Job machen, bei der keinerlei Kohle verdient wird, für den du oft belächelt oder gar angemotzt wirst, der dich viel Freizeit kostet, sogar während der Weihnachtsfeiertage oder an Silvester und der nebenbei noch gefährlich ist, bei dem man sich verletzen kann und sogar Menschenleben kostet. Deine Verwandten werden dich jetzt sicher fragen, ob du getrunken hast. Sie werden behaupten dass niemand, aber auch garantiert Niemand so etwas tun würde. Jetzt kannst du beruhigt eine Kiste deines Lieblingsgetränkes wetten :-) Feuerwehr muss erklärt werden Ca. 920.000 Menschen machen das in Deutschland ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich. Dieser Widerspruch, den ich aufgezeigt habe, muss erklärt werden! Warum? Wir müssen unseren Verwandten, Freunden, Partnern erklären, warum diese Institution so wichtig ist und was sie uns bringt. Wir müssen erklären, dass Feuerwehr der geilste, beste, großartigste Job ist, den man sich vorstellen kann, denn du wirst den Blick einer Mutter, wenn du ihr Kind gerettet hast, den Blick eines Menschen, wenn du sein Hab und Gut gerettet hast, die Anrufe aus deinem Bekanntenkreis, wenn deine Feuerwehr eine Hochwasserlage in den Griff bekommen hast, nie vergessen. Anerkennung ist der Lohn der Feuerwehr! Dieses Gefühl müssen wir vermitteln, wenn wir andere für unsere Feuerwehr begeistern wollen. Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Erfahre hier mehr über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  5. Bratwurst statt C-Schlauch
    13.01., 10:3000:15:57

    Muss ich mich entscheiden? “Hallo Herr Zengeler, wir hätten gerne ein Interview mit Ihnen. Sie sind doch der Stadtbrandinspektor”. “Ja bin ich, machen wir”. Interviews habe ich aus 2 Gründen gegeben. Einmal ist es schön im Mittelpunkt zu stehen, als Feuerwehr und als Person. Machen wir uns nix vor. Wir geben das nicht gerne zu, aber wir lesen unseren Namen schon gerne in der Zeitung. Und dann hilft es der Feuerwehr im Bewusstsein der Bevölkerung zu bleiben. Dann ging das los mit dem Einsatz. “Wie geht es dem Verletzten nach dem Unfall, wer ist Schuld?” Usw. Und dann noch eine andere Frage: “Am Wochenende machen Sie doch dieses Fest. Wie ist das organisiert und dürfen wir auch darüber berichten?” Meine Antwort war “klar”. Da gibt es Vereinsvorsitzende´, Vorstand und überhaupt der Verein, der das organisiert. “Was? Das ist also gar nicht die Feuerwehr, die das Fest macht?” Auch gestandenen Medienvertretern ist nicht immer bewusst, dass all das, was umgangssprachlich mit “Feuerwehr” umschrieben wird, genau betrachtet zwei verschiedene Teile sind. Im Amtsdeutsch klingt das ungefähr so: Die Aktive Wehr der Freiwilligen Feuerwehr als Teil der öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaft ist nicht identisch mit der juristischen Institution des privaten Rechts “Feuerwehrverein”. Bei vielen Vereinen ist es so, dass sie eine Mitgliedschaft mit der öffentlich rechten Komponente koppeln, also vorschreiben. Es kann passieren, dass das potenzielle Interessenten abschreckt. Was also tun? Und wieder ist das große Geheimnis: Richtig kommunizieren! Zwei Sachen dürfen also nicht passieren, wenn wir über den Verein sprechen: er darf nicht für finanzielle Engpässe der Kommune ausgenutzt werden, nach dem Motto, das kann sich die Kommune nicht leisten, macht das doch über den Verein. Da sollte dann sehr schnell mit dem obersten Dienstherren (Magistrat, Gemeindevortstand und dessen Vorsitzender ist immer der Bürgermeister) ein Gespräch geführt werden. Der Verein schießt natürlich finanzielle Mittel in die Feuerwehr. aber das sollte die Ausnahme bleiben. Wenn es zur Regel wird, kommt der Teil zu kurz, der vom Verein ebenso gesponsert werden sollte: Die Kameradschaftspflege! Kameraden die zu einer der beiden “Abteilungen” mehr tendieren, in die zweite Ebene zu “zwingen”. Nicht falsch verstehen. Wenn beide Ebenen gekoppelt sind, dann muss das so sein. Das kann man aber erklären. Wenn aber ein KameradInnen lieber Aktiv ist oder eben lieber im Verein, dann kann man das auch akzeptieren. Es ist halt alles eine Frage der richtigen Perspektive, wie setze ich den/die richtig ein und damit deshalb auch nur eine Frage der richtigen Kommunikation! Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Erfahre hier mehr über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  6. Dafür bist du doch gewählt?!
    06.01., 10:5500:20:42

    Führen ist doch einfach! Zimmerbrand im Mehrfamilienhaus. Das EG ist total verraucht. Aus dem OG winken bereits verängstigte Menschen an Fenstern. Der Einsatzleiter ist mit dem ersten L-Zug vor Ort. Es ist der Wehrführer, eine erfahrene Feuerwehrführungskraft. Sofort lässt er nachfordern und erteilt dann ganz ruhig seine Befehle. Nach dem Einsatz waren 2 Verletzte mit Rauchgasintox zu verzeichnen. 1 ältere Dame ist in der Nachbarwohnung der Brandwohnung durch Rauchgase um’s Leben gekommen. Bei der Einsatznachbereitung ist der Wehrführer fast verzweifelt. Wenn man es gewusst hätte, wäre der zweite Trupp in die linke und nicht in die rechte befohlen worden. “So ein Mist. Wir hätten sie vielleicht retten können.” Ein erfahrener Gruppenführer klopft im beruhigend auf die Schulter. “Du hast alles gegeben, das konntest du nicht wissen, sowas passiert eben, mach dich nicht verrückt.” “Ich weiß nicht”, sagt ein 19-jähriger Truppmann, “was soll das Gejammere, dafür bist du doch gewählt”! Das hat gesessen… Was möchte man spontan dem jungen Kameraden entgegenhalten? Soll man ihn beschimpfen, ihm mangelnde Kameradschaft vorwerfen, oder um was geht es ihm eigentlich? Die Auswüchse solcher Bemerkungen sind oft der Frust über das eigene Leben oder das eigenen Feuerwehrleben. Möglicherweise abgelehnte Lehrgangsteilnahme, vergessene Beförderungen, die Bandbreite der möglichen “Kränkungen” ist groß. Der erfahrene Wehrführer wird wohl noch eine Weile an diesem Einsatz knabbern. Natürlich konnte er das nicht wissen, aber es bleibt in solchen Fällen das “aber”. Führen heißt immer auch entscheiden. Das wird dir in Führungslehrgängen erklärt. Manifestieren wird sich das aber erst mit deiner Führungserfahrung. Führungskräfte sind grundsätzlich Menschen. Menschen machen Fehler. Der Punkt ist, dass du alles nach bestmöglichem Wissen und Gewissen entschieden hast. Entscheidungen mit langfristiger Folge und Wirkung können gedreht gewendet, bewertet, mit entsprechenden Lösungsmatrixen bearbeitet und irgendwann dann auf grundsolider Basis entschieden werden. Da können trotzdem Fehler passieren, aber du hast keinen Zeitdruck. In diesen Fällen ist, das erfahren wir in vielen Workshops, Vorträgen, Gesprächen und Konfliktsituationen immer wieder, der Perspektivwechsel eine Wundermethode. Die Situation aus der Sicht der/des anderen zu bewerten und dann nochmal aus neutraler Position hilft meistens, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. Im Einsatzfall geht das nicht. Hier helfen bei superschnellen Entscheidungen, die zu treffen sind, nur Ausbildung und dein “Gefühl”. Ja manchmal müssen wir nach Gefühl entscheiden, wenn es mehrere Möglichkeiten gibt und wir schnell entscheiden müssen. Das Gefühl wird im wesentlichen von Erfahrungen geprägt. Deshalb sollten junge Führungskräfte eine zeitlang mit erfahrenen Führungskräften mitlaufen, damit sie ein Gefühl für Einsatzsituationen bekommen. Was aber machen wir nun mit dem jungen Mann und seiner Kritik? Der erfahrene Gruppenführer nimmt ihn sich zur Seite und klärt ihn ganz kurz darüber auf, was Kameradschaft bedeutet. Das macht er unter 4 Augen. Denn Bloßstellen vor der Mannschaft wäre ein Führungsfehler! Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Erfahre hier mehr über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Heute Abend erscheint unser erster Newsletter 2021, hier noch kostenfrei abonnieren: https://brand-punkt.de/newsletter-anmelden/ Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  7. Ob du denkst 2021 wird super oder nicht - du wirst immer recht behalten...
    30.12., 08:5000:36:36

    Mit Positivität in die Zukunft Alles Ansichtssache? “Ist dein Glas eher halb voll oder halb leer?” Wer kennt diese Frage nicht! Je nachdem, wie deine Antwort darauf ausfällt, wirst du auch in ähnlicher Form das vergangene Jahr bewertet haben. Dabei ist eine positive Lebenseinstellung die weitaus bessere Variante, denn sie sorgt eindeutig für ein glücklicheres und entspannteres Leben! “Was bringt’s den Feuerwehrleuten?”, fragen sich Hermann und Carina in dieser Podcastfolge. Natürlich war das Jahr für die meisten von uns mit größeren und kleineren Herausforderungen verbunden. Corona hält die ganze Welt in Atem und ist somit eine kollektive Angelegenheit. An dieser Tatsache kommen wir nicht vorbei. Betroffene Familien, die ihre Angehörigen nicht sehen konnten, das Leid, einen geliebten Menschen zu verlieren, oder selbst zu erkranken, sind katastrophale Auswirkungen für Körper, Geist und Seele! An diesen Folgen der Pandemie ist kaum etwas Positives zu erkennen! Aber gerade wenn wir von solchen Tragödien nicht betroffen waren, dürfen wir dafür nicht dankbar sein? Hat uns die Pandemie nicht dabei geholfen, den Blick wieder auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu richten, wie Gesundheit, Familie und Freunde? Leider erkennen wir unsere wahren Werte erst dann, wenn wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Zu oft werden wir von der Hektik des Alltags abgelenkt. Niemand trägt die Schuld an dieser Katastrophe. Das bedeutet wir können niemandem die Verantwortung dafür geben. Sind wir also machtlos? Nein! Denn wir haben zu jeder Zeit die Verantwortung für unsere Gedanken, unser Handeln und unser gesamtes Leben. Wir haben es in der Hand, wie wir mit der Krise umgehen und was wir aus ihr machen. Krise bedeutet IMMER auch Chance! Das, was Carina und Hermann in dieser Podcast-Folge mit dir besprechen werden sind: Welche Skills brauche ich, um positiv durchs Leben zu gehen? Welche positiven Lehren stecken in negativen Feuerwehr-Erlebnissen aus 2020? Nur in Zeiten von Veränderung, haben wir die Möglichkeit zu wachsen. Problemlösung beginnt da, wo wir Eingeständnisse machen, uns reflektieren und neue Erkenntnisse in Lösungsstrategien verwandeln. In diesem Sinne: Was waren deine persönlichen größten Herausforderungen und was hast du aus ihnen gelernt? Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge. Hier kannst du mehr über uns und unsere Arbeit erfahren: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  8. Advent, Advent, ein Bäumchen brennt
    23.12., 10:3500:18:37

    Wie wichtig in diesem Jahr das Weihnachtsfest ist Weihnachten ist dieses Jahr besonders wichtig! Gerade wegen der Pandemie und einem, sagen wir mal Seuchenjahr, besser gesagt Virenjahr, sollten wir Weihnachten ganz besonders genießen. Das Fest der Liebe. Wir üben ja in den letzten Monaten Familienleben exzessiv. Das klappt bestimmt nicht überall zu 100 %. Trotzdem hat Weihnachten bei uns immer noch den Stellenwert des Besonderen, des zur Ruhe kommen. Wir versetzen uns damit schon rein körperlich in einen Zustand, der viel stärker mit positiven als mit negativen Gefühlen und Erinnerungen verbunden ist. Die Telefonseelsorge hat an den Weihnachtstagen zwar nicht mehr zu tun als sonst, allerdings sind die Gespräche in dieser Zeit besonders intensiv und lange. Das hat natürlich Gründe, denn auch der “härteste Hund” fühlt bei Weihnachtsliedern irgendwie Emotionen, auch wenn der härteste Hund die am liebsten weg drücken würde. Ist so, oder? Emotionen sind einem manchmal ja…. so ein bisschen peinlich. Emotionen gehören zu uns Menschen, auch wenn wir das manchmal verdrängen! Muss man eigentlich gar nicht, denn Emotionen sind älter wie der Verstand, viel älter. Also das Fühlen gehört in größerem Umfang zum Menschen, als das Handeln. Das klingt vor allem für die Realisten unter uns absurd, ist aber Tatsache. Emotionen sind in den Genen verankert, die Menschheit trägt sie seit Millionen von Jahren in sich. Der Sitz der Emotionen, das Unterbewusstsein, ist bisher kaum erforscht worden, vielleicht weil es so schwer ist, dorthin zu kommen. Vereinfacht gesagt, sind Emotionen immer da (Beispiel Liebe zu unseren Kindern oder zum Partner/in). Mal stärker, mal schwächer. Gefühlvolle Weihnachten! Also, wir freuen uns alle darauf, dieses Jahr besonders gefühlvolle Weihnacht, so als Ausgleich für die letzten Monate. Und dann geht doch an Heilig Abend der Piepser, da kann der Familiensegen schon mal schief hängen. Ja unsere Liebsten sind gewohnt, dass wir ohne viel Worte wegspringen (vor allem wenn der FAE stumm geschaltet ist). Führt das automatisch zu Emotionsausbrüchen? In gewisser Weise schon. Denn natürlich rechnet man damit, aber man blendet diesen Umstand gerne aus, weil ja die Angehörigen schon Verständnis haben für das was wir ehrenamtlich tun. Und wenn nicht? Es gibt ein uraltes Mittel, diesen Konflikt zu lösen. Präventive Kommunikation und Perspektivwechsel. Brand Punkt, Carina und Hermann und alle Mitarbeiter/innen wünschen euch ein wunderschönes, besinnliches, trotz allem sehr frohes Fest mit wunderschönen Geschenken und mit etwas, was alle Religionen auf diesem Planeten vereint und nicht nur religiöse Menschen, sondern grundsätzlich alle Menschen. HOFFNUNG auf eine gute Zukunft. Erfahre hier mehr über aktuelle Veranstaltungen und über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  9. Na, spielt ihr mal wieder Feuerwehr?
    16.12., 14:0000:21:20

    Dumme Sprüche oder Unwissenheit? “Der Lärm macht mich krank…” waren die Worte einer Dame beim gemeinsamen Warten am Hähnchenwagen, als der Löschzug meiner Heimatstadt an mir vorbei donnerte. Natürlich mit voller Beleuchtung und Starkton. Tja, normalerweiser bin ich ein sehr positiver und im Wesen ruhiger Mensch. Aber da konnte ich mich dann nicht mehr beherrschen: “Glauben sie nicht, dass das unmittelbar miteinander zu tun hat: Schnell und laut? Was glauben sie wo die 20 Leute, die in den Autos sitzen, herkommen, was? Ich beantworte es Ihnen: vom Arbeitsplatz, von zuhause……” Ich geriet in einen Redeschwall und die restliche Schlange zollte mir Standing Ovations, ob meiner fulminanten Verteidigung der roten Zunft. Doch was brachte es: Die Dame blieb stur und beharrte erst recht auf ihrer Meinung. Ich hatte zwar meinem Zorn Luft gemacht, aber wenig bewirkt, außer der Unterhaltung der Hähnchenschlange und der Befriedigung meiner negativen Emotionen. Dumme Sprüche! Es ist schwer, sich zu beherrschen, wenn ein dummer Spruch nach dem anderen kommt. “Ihr spielt doch nur Feuerwehr, die richtigen sind in der nächsten Großstadt” “Macht euch nicht so wichtig.” “Sie parken auf meinem Grundstück.” Mein Lieblings-Spruch aber ist: “Der Flughafen BER wäre ohne Feuerwehr doch längst gebaut”, was mich zu der Antwort reizte: “ja und schon wieder abgebrannt”. Leider nehmen diese “Ausraster” den Ehrenamtlichen gegenüber deutlich zu. Und was jetzt tun? Aufregen? Schimpfen? Den Kram hinwerfen? Vernünftig ohne Zynismus reagieren, das ist nämlich viel mehr entlarvend für den entsprechenden Meckerer, in diesem Fall Meckerin, als Sarkasmus. Heute reden wir über vernünftige und zielführende Kommunikation, die immer mehr bewegt, als sarkastische Bloßstellung. Erfahre hier mehr über aktuelle Veranstaltungen und über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Workshop: Krisenstab - wie sich Feuerwehren langfristig umstellen können? Morgen, 17.12.2020, 19:00 Uhr https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_did39k4kQpiDDU5zr6LQow Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  10. Geld löscht keine Brände
    09.12., 10:1000:24:49

    Unbezahlt aber unbezahlbar Wenn es nur noch Berufsfeuerwehren gäbe, wäre der Staat finanziell stark gebeutelt. Es heißt ja nicht umsonst Freiwillige Feuerwehr. Natürlich muss es in größeren Städten Berufsfeuerwehren und in großen Betrieben eigene Werkfeuerwehren geben. Da ist das Gefahrenpotenzial so hoch, dass die Ausrückezeiten und -häufigkeiten eine BF erfordern und in größeren Werken so viel Gefahrenpotenzial, dass es absolute Spezialisten braucht. Trotzdem stellen die “Freiwilligen” in der BRD über 94 % der Feuerwehrleute. Sie werden dabei für ihren gefährlichen Dienst nicht entlohnt. Das wissen wir natürlich wenn wir eintreten. Das heißt aber nicht, dass Feuerwehr keine Mittel benötigt, also ein “Schnäppchen” ist. Immer wieder aber gibt es auch Diskussionen über notwendige Mittel und deren Genehmigung. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, selbstverständlich müssen die “Forderungen” der Feuerwehren gut begründet und nachvollziehbar sein. Was aber Feuerwehrchefs landauf und landab nervt, und das wissen wir aus vielen Gesprächen, ist die Tatsache, dass ständig wieder die Hilfsfrist, die Erfordernisse des vorbeugenden Gefahrenschutzes, die technischen Neuerungen, der Bedarfs- und Entwicklungsplan, die Erlasse und Vorschriften, die Veränderungen in der Automobilindustrie (Stichwort Hybrid E-Technologie) usw. erklären müssen. Ja man hat manchmal das Gefühl, es ist ein immer währender Kreislauf von Misstrauen, der einem bei Haushaltsberatungen entgegenschlägt. Das Politik immer ein Spiel zwischen Opposition und Regierungsfraktionen ist, wissen wir auch. Das politische Ränkespiel interessiert uns aber wenig und sollte eigentlich nichts mit der Feuerwehr zu tun haben. Die Erfahrungen aber sind, dass hinter manch vorgehaltener Hand gemunkelt wird, die sind zu teuer. Gut verfolgen lässt sich das gerade beim Neubau von Feuerwehrhäusern oder bei der Beschaffung sehr teurer Fahrzeuge. Die Diskussion nimmt hier Züge an, die einem schlichtweg verzweifeln lassen. Vielleicht sollten wir mal so antworten: Warum kostet eine Drehleiter so viel Geld? Weil ihr zu hohe Häuser baut und weil ihr Gebäude zulasst, die keinen zweiten baulichen Rettungsweg haben! Warum muss jedes Fahrzeug im Neubau einen eigenen Stellplatz haben, können manche nicht im Freien stehen? Weil das Spezialfahrzeuge sind und die auch bei Frost einsatzbereit sein müssen und zwar sofort! Warum braucht ihr ein Spezialfahrzeug für Gefahrgut? Weil ihr derartige Industrieansiedlung zulasst! Wieso kostet die Ausrüstung nur eines Feuerwehrmitgliedes bis zu 2.500 Euro? Weil die sich freiwillig in Gefahr begeben, da sollten sie bestmöglich geschützt sein! Warum brauchen die so teure Ausbildung? Usw. Menschen die für andere die Köpfe hinhalten, ohne Entlohnung, mit dem Risiko selbst verletzt zu werden oder schlimmer, für die ist die beste Vorbereitung auf ihre komplexen Feuerwehrdienst gerade gut genug. Und jetzt Schluss mit der Diskussion! Wenn die Freiwilligen schon freiwillig mitmachen, müssen sie auf ihren schwierigen Dienst perfekt vorbereitet sein. Trotzdem gibt es noch Wehren in der BRD, die um jeden Euro kämpfen müssen, sei es für ein neues Gerät oder Fahrzeuge, für einen Workshop mit Brand Punkt, den dann auch noch der Verein bezahlt oder sei es für sonst was. Geld löscht sicher keine Brände. Absolut nicht, deswegen ist keinerlei Berufsfeuerwehr flächendeckend sinnig. Das ist einfach nicht zu bezahlen. Aber aus den vielen genannten Gründen ist auch klar, dass Freiwillige auf Dauer demotiviert werden, wenn man sie ständig dafür kritisiert, dass sie zu teuer sind. Das haben wir in den letzten Jahren zu häufig gehört und davor kann man nur eindringlich warnen. Wenn ihr Probleme vor Ort habt, können wir mit unserer Expertise gerne unterstützen. Manche sachlich vorgetragene Sichtweise von außen, hat schon manchen Verantwortlichen mehr als überzeugt. Erfahre hier mehr über aktuelle Veranstaltungen und über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Webinar “Stabil im Einsatz” am 10.12.2020, also morgen, 19:00 Uhr, mit 20 % Weihnachtsrabatt: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN__V73jkXcQHW1vbgGMsYOtA Workshop: Krisenstab - wie sich Feuerwehren langfristig umstellen können? 17.12.2020, 19:00 Uhr https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_did39k4kQpiDDU5zr6LQow Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  11. Feuerwehrverein - muss das sein?
    02.12., 12:1000:20:36

    Lästiges Übel oder Notwendigkeit? Was denn noch? Der Eintritt in eine Feuerwehr ist mit vielen Verpflichtungen und mit hohem Zeitaufwand verbunden. Einsatzdienst, Übungen, Ausbildungen uvm. Und dann kommt da noch der Feuerwehrverein und möchte, dass man Feste mitorganisiert und weitere Zeit für den Verein opfert. Warum sollte man das auch noch machen und ist der Verein zusätzlich zur Einsatzabteilung eigentlich sinnig? Anerkennung des Vereins Grundsätzlich ist die Mitgliedschaft im Feuerwehrverein unabhängig vom Mitwirken in der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr. Trotzdem sind beim Bestehen eines Feuerwehrvereins die Einsatzkräfte eines Ortes oft gleichzeitig Mitglieder beider Organisationen. Wenngleich rechtlich ein Unterschied zwischen der öffentlichen Einrichtung Feuerwehr und dem Feuerwehrverein besteht, so sind diese meistens vor Ort eine Einheit. In den meisten Feuerwehren in der BRD gibt es auch einen Verein. Das ist auch absolut sinnig, denn: neben der Aufgabe der Mitgliedergewinnung werden durch Veranstaltungen auch finanzielle Mittel erwirtschaftet, die auch der Ausrüstung der Feuerwehren unmittelbar zukommen. Der Verein wird von einigen Mitgliedern sehr geschätzt, von anderen abgrundtief gehasst. Es gibt Mitglieder, die können nicht genug von Kirmes, Weihnachtsfeiern, Ständen auf Volksfesten usw. bekommen. Es gibt aber auch Mitglieder, die lehnen das total ab, weil sie wegen der Einsatzabteilung zur Feuerwehr gekommen sind und den Verein nicht abkönnen. Brand Punkt hat schon mehrere Veranstaltungen moderiert, wo es um Probleme zwischen Einsatzabteilung und Verein ging. Die wichtigen Aufgaben Die Vereine sind ja grundsätzlich nach den vereinsrechtlichen Grundlagen des Bürgerlichen Gesetzbuches organisiert. Sie sind also ein Verein wie jeder andere auch, im Gegensatz zur Einsatzabteilung, die ja immer öffentlich rechtlich etabliert ist. Aber Feuerwehrvereine sind noch etwas sehr wichtiges: Lobbyisten für die überaus wichtige Aufgabe Freiwillige Feuerwehr. Haben wir das nötig? Brauchen wir jetzt schon eine Lobby, um auf uns aufmerksam zu machen? Schimpfen wir nicht immer über Lobbyisten, die die Politik beeinflussen und nun machen wir das selbst? Eindeutige Antwort: Ja, wir brauchen die Vereine sogar sehr. Denn eines ist in Zeiten, wo die Bevölkerung über die Medien, insbesondere über die sozialen Medien mit Infos, Vereinsangeboten, Freizeitbeschäftigungen zugeschüttet werden ganz wichtig: Das Menschen im wahrsten Sinne des Wortes die Fahne der Feuerwehr hochhalten. Es gab in früheren Zeiten in jeder Kommune, je nach Größe, 5 oder ein paar mehr große Vereine. Fußball, Gesang, Leichtathletik, Schützen und vielleicht noch ein paar “Sonderlinge” mit ganz wenigen Mitgliedern. Die Feuerwehr war mit den Sportlern früher der “Platzhirsch” unter den Vereinen. Entwicklung de Vereinslebens Das hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt, denn wir haben heute schon enorme “Konkurrenz”. Inzwischen gibt es in jeder kleinen Stadt ein Überangebot an Vereinen, Gruppierungen, eben Möglichkeiten, sich in der Freizeit zu betätigen. In Frankfurt am Main gibt es über 2000 Vereine. Wenn man noch dazu rechnet, dass der Mensch heute durchschnittlich mehr als 2 Stunden (privat) vor dem Rechner oder dem Handy verbringt, ist also der Konkurrenzdruck wesentlich größer geworden. Fazit Wir brauchen also die Vereine einmal um die gesellige Seite abzudecken und so Menschen anzulocken, aber auch, um unsere Bedürfnisse als Freiwillige Feuerwehr in der Öffentlichkeit zu vertreten. Ein Auflösung eines Feuerwehrvereins, was immer wieder mal von den reinen Feuerwehr-Cracks gefordert wird, ist also kontraproduktiv. Wir müssen ja nicht zwangsläufig alle Vereinsaktivitäten mitmachen. Wir sollten aber die Wirkung des Feuerwehrvereins in der Öffentlichkeit nicht unterschätzen. Erfahre hier mehr über aktuelle Veranstaltungen und über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Webinar “Stabil im Einsatz” am 10.12.2020, 19:00 Uhr, mit 20 % Weihnachtsrabatt: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN__V73jkXcQHW1vbgGMsYOtA Workshop: Krisenstab - wie sich Feuerwehren langfristig umstellen können? 17.12.2020, 19:00 Uhr https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_did39k4kQpiDDU5zr6LQow Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  12. Come in and burn out - hat Freiwillige Feuerwehr Zukunft?
    25.11., 13:5000:19:17

    So werden wir den zunehmenden Anforderungen gerecht Ich habe einen Traum, nämlich Zugführer, Wehrführer oder mehr zu werden. So fangen wirklich coole Träume an. Und das ist wirklich gut und wird in den Feuerwehren auch gefördert. Der Schritt aus der Mini- bzw. Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst ist eine logische Konsequenz. Aber mit einigen Werbe- und Mitmachaktionen wird auch schon mal ein “Seiteneinsteiger” in die Feuerwehr geholt. Es sollte uns schon zum Überlegen anregen, warum wir solche Aktionen machen müssen um Mitglieder zu bekommen. War das eigentlich früher ein Problem? Haben sich gesamtgesellschaftlich so viel Veränderungen ergeben, dass wir nicht mehr genug “Freiwillige” sind? Die sozialen Medien und das Überangebot an Freizeit lässt grüßen. Jetzt aber zurück zu unserer Karriere bei der Feuerwehr. Dann zunächst einmal muss man ja bestimmte Zeiträume und Aufgaben als Feuerwehrfrau oder -mann hinter sich bringen. Das geht los mit einer ganzen Anzahl von Fortbildungen, Lehrgängen, Übungen, Alarmübungen, PA-Übungen usw. Wenn wir das geschafft haben, muss während dessen auch der ein oder andere Einsatz gefahren werden, um die Essenz unseres Feuerwehrwesens nicht zu vergessen. Denn “live” ist nochmal anders. Und diese Erfahrungswerte brauchen wir als Feuerwehrleute ganz dringend. Wenn man das alles in Zeit umrechnet, ist das eine ganze Menge und natürlich von der Größe und Einsatzhäufigkeit der jeweiligen Feuerwehr abhängig. Trotzdem kostet es jede Menge Zeit, das wird einem sehr schnell bewusst. Als Gegenleistung für sein Engagement erhält man das unbeschreibliche Gefühl geholfen zu haben. Das entschädigt natürlich für vieles, aber für alles? Sind die gesellschaftlichen Veränderungen so extrem, dass wir im Feuerwehrwesen umdenken müssen? Ist der Zeitaufwand durch die moderne Gesellschaft gewachsen Sicherlich, denn Berichtswesen, Digitalisierung, die Pandemie uvm. kosten heute sehr viel mehr Zeit wie früher. Und jetzt noch der Wunsch Führungskraft zu werden. Die Hürden Führungskraft zu werden, oder sagen wir mal besser die Herausforderungen, sind dann nochmal sehr anspruchsvoll. Was hätten wir denn da: Zusätzliche Ausbildungen, politische Sitzungen, Gespräche mit Verwaltung, Arbeitgebern usw.usw. Mehr als einmal habe ich als StBI gehört: Deinen Job würde ich nicht machen. Warum habe ich ihn trotzdem gerne und mit Leidenschaft gemacht? Weil meine Motivation gestimmt hat. Ich hatte so starke Motivatoren und so starke Ressourcen, dass ich mir den Stress geben wollte. Das ist die Essenz. Das ist die moderne Herausforderung für Engagement in der Feuerwehr. Wir müssen lernen, dass Feuerwehr ein gewisses Kerngeschäft hat und da bereits enorm viel zu tun ist. Vieles was Feuerwehr sonst noch braucht, wie Digitalisierung, mental-emotionale Vorbereitung auf den Einsatzdienst, Neubau Feuerwachen, Beschaffungsmanagement usw, usw. sollten andere übernehmen, damit die Freiwillige Feuerwehr eines hat….. Zukunft! Denn wenn wir unsere Mitglieder überfordern, werden sie gehen, denn das alles ist ja freiwillig. Erfahre hier mehr über aktuelle Veranstaltungen und über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  13. Frauen an den Brandherd - Interview mit Marie Trappen
    18.11., 11:0000:31:23

    Warum Frauen in der Feuerwehr so wichtig sind Hier geht es zu Marie's Social Media Profilen: Facebook: https://www.facebook.com/marieluuontour Instagram: https://www.instagram.com/marie.trappen/?hl=de Marie Trappen ist unsere neuste Vorstellung in unserem Format "Mensch hinter Visier". Am 02.12.2020 erscheint das Portrait von Marie Trappen in unserem Newsletter. Also für alle, die mehr über Marie Trappen erfahren wollen, meldet euch jetzt zu unserem Newsletter an: https://brand-punkt.de/newsletter-anmelden/ Inhalt der Podcastfolge Von knapp einer Million Freiwillige Feuerwehrleute in Deutschland sind noch keine 10 % weiblichen Geschlechts. Das ist natürlich viel zu wenig. Marie Trappen aus Lutherstadt Eisleben ist zu Gast im Brand Punkt Interview und mit ihr sprechen wir über das Thema. Marie ist seit 2011 Influencerin, Mutter, Ehefrau und Feuerwehrfrau. Mit ihrem Engagement möchte Marie Frauen dazu animieren mutig zu sein und in die Feuerwehr zu kommen. Marie setzt sich jeden Tag kleine Ziele, um ihr Engagement zu strukturieren. Aber wie bei allen Feuerwehrleuten ist die Struktur dahin, wenn der Piepser geht. Damit lernte sie seit 2011 zu leben, denn seit diesem Zeitraum ist sie aktiv in der Feuerwehr. In der Jugendfeuerwehr in der BRD sind wir bei einem Anteil von Mädchen von 26 %. Woran hängt also der geringe Anteil von Frauen bei den Aktiven? Historisch war die Feuerwehr reine Männersache. Marie bemängelt, dass Frauen nicht mutig genug, nicht selbstbewusst sind, sich in der “Männerdomäne” einzubringen. Mit 158 cm Körpergröße hatte sie zunächst Probleme mit der Einsatzkleidung. Die gab es nur in Standardgröße. Eigene Umkleidebereiche für Frauen und eine gesellschaftliche Änderung des Familienbildes. Dies alles trägt dazu bei, dass der “Job” der freiwilligen Feuerwehrfrau noch zu unattraktiv ist. Allerdings sollten Frauen auch mutiger sein und ihre Bedürfnisse in den Feuerwehren einfordern. Maries Motivation in die Feuerwehr einzutreten waren die großen Fahrzeuge und die Gewissheit, beim Einsatz immer Neues zu erleben. Kein Einsatz ist planbar und das faszinierte die 38-jährige von Anfang an. Auf die Frage nach hoch emotionalen Einsätzen fallen ihr spontan Einsätze ein. Vor allem erinnert sie sich an schlimme Unfälle und hat da sogar Gerüche in der Nase wenn sie an diese Einsätze denkt. Sie strebt mit ihrer Familie eine Weltreise an. Ein umgebautes Feuerwehrfahrzeug soll dabei für eine lange Zeit die Heimat der Familie werden. Sie möchte auf dieser Reise auch Feuerwehrfrauen kennenlernen und interviewen. Im Urlaub hat sie das schon immer gemacht. Die Positivität von Marie ist spürbar, sonst würde sie die manchmal auch kritischen Stimmen auf den Social-Media-Kanälen nicht verkraften. Deswegen fühlt sie sich deshalb mit den Themen von Brand Punkt auch stark verbunden. Man wird sich auf der Interschutz 2021 dann erneut sehen. Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  14. Red Bulli verleiht Flügel
    11.11., 10:5000:18:42

    Kennst du deine Feuerwehr-Motivatoren? Welche/r Feuerwehrmann/frau wurde das noch nie gefragt: „Warum bist du bei der Feuerwehr?“ Ich erkläre das immer damit, dass ich das tolle Gefühl geholfen zu haben, sehr mag. Also Anerkennung dafür zu bekommen, wenn man geholfen hat. Sicherlich ist es aber ganz sinnvoll, sich einmal grundsätzlich über das Thema Gedanken zu machen. Unser Ehrenamt ist ja in den letzten Jahrzehnten von Mitgliederschwund leider nicht verschont geblieben. Also drängt sich uns die Frage förmlich auf. Warum engagieren sich Menschen ehrenamtlich und warum gerade im Bereich der Feuerwehr? Über die roten Autos mit dem blauen Licht haben wir uns schon immer motiviert, oder? Jedes Kind mag Spielzeuge von der Feuerwehr, warum sollte das bei Erwachsenen anders sein? Hattet ihr früher auch einen Bulli? Eine Pritsche oder wie habt ihr das Fahrzeug genannt? Die Faszination für die Technik in der Feuerwehr ist ein ganz großer Antreiber. Wir bekommen große Augen, wenn das neue TLF aus dem Werk das erste Mal in den Hof fährt, natürlich mit Blaulicht und Horn. Das Fahrzeug wird uns ja auch die nächsten Jahrzehnte begleiten, das ist fast wie eine persönliche Bindung. Was gab oder gibt es bei euch für Besonderheiten, die euch motiviert haben oder motivieren? War es der Verein, die Möglichkeit Wettkämpfe auszutragen? Es gilt bei vielen Sportlern als Hauptmotiv, das gewinnen? Irgend ein starkes Motiv braucht es um für die Feuerwehr zu brennen, denn für das Ehrenamt gibt es bekanntlicherweise kein Geld. Geld ist normalerweise der Grund, warum wir jeden Tag arbeiten. Es stellt unsere Hauptmotivation dar, jeden Tag aufzustehen. Existenzgrundlage sozusagen. Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist es anders. Wir verdienen kein Geld, arbeiten aber auch ziemlich hart. Wir bringen uns auch noch selbst in Gefahr, haben viele Dinge auszuhalten, wie den gesellschaftlichen Wandel, Egoismen und Vieles mehr. Also warum tun wir das? Wie gesagt´, nicht leicht zu erklären. Die Feuerwehr war schon immer eine Einrichtung der Bürgerschaft. Das funktioniert in der Geschichte der Feuerwehr schon ziemlich lange, genauer gesagt entstanden die ersten Freiwilligen Feuerwehren so um 1840 rum. In Wien gab es übrigens schon Mitte des 16 Jahrhunderts eine BF. Inzwischen ist aber die Institution aus dem bürgerlichen Leben nicht mehr wegzudenken und demnach viel mehr als nur ein paar Bürger, die helfen wenn es brennt. Feuerwehrleben ist heute auch Vereinsleben, denn ohne den unterstützenden Verein hätten es die Feuerwehren schwer. Finanziell, aber auch in der Lobbyarbeit. Neben dem normalen Übungs- und Einsatzdienst werden also noch Engagement im Verein, wie bei Feiern mitarbeiten, um die Vereinskasse aufzubessern oder an Ausflügen teilnehmen etc. erwartet. Das sind in der Regel keine Pflichtveranstaltungen, können sich aber trotzdem auf die Motivation auswirken. Gerade jüngere Kameraden/innen brennen oft eher für die aktive Abteilung, haben deshalb mit dem Vereinsleben nicht so viel am Hut. Da ist es schwierig, für den Vereinsvorsitzenden aktive Mitglieder zu motivieren, sich auch im Verein zu engagieren. In der Praxis sind es also sehr persönliche Motive, die antreiben. Mich selbst hat auch immer die Anerkennung gefreut, die ich von Anderen für meine Arbeit bekommen habe. Vordergründig habe ich eigentlich immer etwas gegen Beförderungen und Orden- und Ehrenzeichen gehabt. Ich habe all meine Orden inzwischen in ein Schränkchen offen aufgebaut und manchmal schaue ich am Tag drauf. Dann spüre ich schon den Stolz. Also habe ich eigentlich überhaupt nichts gegen diese Form der Anerkennung, nur dann wenn sie inflationär erfolgt. Es gibt tausende Gründe für Motivation im Ehrenamt und ohne sie läuft natürlich wenig bis nichts. Es sind diese inneren Antreiber, die uns motivieren auch in gefährliche Situation zu gehen, uns also selbst in Gefahr zu begeben. Diese Antreiber nennen wir von Brand Punkt auch Stabilisatoren, denn sie helfen uns nicht nur motiviert zu sein, sondern sie erinnern auch daran, warum wir bei jedem Alarm wieder antreten. Sie helfen uns die vielen Übungen und Sonderdienste zu bewältigen und sie sind gerade dann wichtig, wenn wir einmal ein Tief im Dienst haben. Wenn uns jemand an der Einsatzstelle angemotzt, wenn Dinge schief laufen, wenn wir mit unsere Vorgesetzten, der Führung insgesamt, der Politik oder mit sonstigen Aspekten unseres Feuerwehrlebens nicht zufrieden sind. Was denkt ihr dazu? Mich würde insbesondere interessieren, was euch motiviert Feuerwehrdienst zu tun. Schreibt uns, wir freuen uns über jede Anregung! Die schönste Motivations-Geschichte werden wir in einem der nächsten Podcast vorstellen. Natürlich mit der Person, die uns geschrieben hat. Habt ihr Bock? Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen. Morgen Abend, 12.11.2020, 18:00 Uhr: Live Talk zum Thema "KRISENSTAB - Müssen sich Feuerwehren langristig umstellen?" https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_utiEtq3KTRO9udnaWTCMIg Am 19.11.2020, 19:00 Uhr: Workshop zum Thema "KRISENSTAB - Wie sich Feuerwehren langfristig digital umstellen müssen" https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_XOLr9RGWS3q-HAISvpcCVw Mehr zum Live-Talk und zum Workshop: https://brand-punkt.de/webinare/

  15. Feuerwehr und Job - top oder Flop?
    04.11., 11:5400:19:15

    3 Ideen, wie du die Kombi "Arbeit und Wehr" gut hinbekommst! Die Arbeit ruft. Sag ihr, ich ruf zurück! Oder: Du arbeitest um zu leben. Kluge und lustige Sprüche, die einem besonders am Montagmorgen gehörig auf den Senkel geht, oder? Der Sonntagabend hat so ein spezielles Feeling. Immer noch gechillt vom Wochenende, macht sich ab dem Nachmittag so ein Gefühl breit, von wegen: da war doch was. Montag früh war doch was. Wir versuchen mit aller Macht den Gedanken zu verdrängen. Doch das Unterbewusstsein ist stärker. Montag früh naht und damit die Arbeit. Diese zwei Tage, auf die ich mich so gefreut habe, schon wieder rum. Ja wir müssen alle existieren, deswegen ist der Job, ob Angestellter oder Selbständiger, im wahrsten Sinne des Wortes existenziell. Manchmal ist Arbeit nur Mittel zum Zweck. Aber, Arbeit bedeutet für uns weit mehr als Broterwerb. Zu arbeiten gibt einen Sinn, definiert unseren Platz in der Gesellschaft und auch uns als Person, strukturiert unser Leben und stärkt das eigene Selbstwertgefühl. Wenn wir etwas geleistet haben, fühlen wir uns, trotz der Anstrengung wohl. Im besten Fall sprechen wir dann nicht mehr von Arbeit, sondern von Berufung. Im Widerspruch dazu steht dann aber der Feuerwehrdienst. Einfach mal während der Arbeit weg und das öfter? Einsatz und dann vielleicht auch noch Ausbildung? Ich war früher im Sozialamt beschäftigt, also öffentlicher Dienst. “Die müssen ja als erstes freistellen, oder?” Ja klar. Aber selbst im ÖD wird gearbeitet, man mag es nicht glauben. Und die Kollegen/innen waren von meiner Tätigkeit bei der FF überhaupt nicht begeistert. Vor allem als ich dann Stadtbrandinspektor wurde. Damals wie heute eigentlich ein zweiter Fulltime-Job. Der Ärger war vorprogrammiert. Eigentlich sind Mitarbeiter wegen der freiwilligen Feuerwehr bezahlt freizustellen. Das ist in den Brandschutzgesetzen der Bundesländer geregelt, denn Brandschutz ist Ländersache. Die Landesgesetze sehen also vor, dass Feuerwehrleute sowohl für Ausbildungsveranstaltungen als auch für Einsätze bezahlt freigestellt werden müssen. Arbeitgeber können sich auf Antrag die Kosten, die durch den Ausfall entstehen, nach Maßgabe diverser Landesgesetze erstatten lassen. Dieses Argument hört man immer wieder von Feuerwehrleuten. Ist es ein gutes Argument? Ja und nein. Denn dem Kollegen, der Kollegin nutzt dieses Gesetz gar nichts, wenn du weg bist und sie deine Arbeit auffangen müssen. Was also hilft? 3 essenzielle Tipps: Transparenz, Offenheit vor allem der Führung, aber auch den Kollegen und natürlich auch der Feuerwehr gegenüber. Maß und Ziel, 3 Lehrgänge über 14 Tage + Einsätze in einem Jahr stehen nicht im Verhältnis Balance ist wichtig, nicht zerreißen. Du bist nicht der Mahlstein zwischen Arbeitgeber und Feuerwehr. Üben kann man das im E-Learning fireproof360° von Brand Punkt, denn hier gehen wir intensiv auf die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatzdienst ein. Hier geht es zu unserer Homepage, wo du dich über alles, was wir machen, informieren kannst: www.brand-punkt.de Unser nächster kostenfreier Live Talk zum Thema: KRISENSTAB: Müssen sich Feuerwehren langfristig umstellen? (Projekt Digitale Feuerwehr) Mehr Infos: https://brand-punkt.de/webinare/ Der Workshop KRISENSTAB: Wie sich Feuerwehren langfristig umstellen können (Projekt Digitale Feuerwehr) https://brand-punkt.de/webinare/ Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  16. Familie und die Wehr
    28.10., 09:0000:17:55

    3 Tipps, wie wir das unter einen Hut bekommen Die Keimzelle unseres Daseins. Sie ist wie ein Baum, die Äste wachsen in verschiedene Richtungen, aber die Wurzeln halten zusammen. Der Name kommt aus dem lateinischen, (familia) oder Gesinde, Gesamtheit der Dienerschaft. Manch einer wird jetzt begeistert zustimmen. Es gibt aber noch eine zweite Ableitung, nämlich aus dem oskisch/umbrischen, fameria und das heißt wohnen. Jeder hat eine gewisse Vorstellung vom Familienbegriff. Für den einen ist sie klassisch, Vater, Mutter, Kind oder Kinder. Für den anderen gleichgeschlechtliche Beziehung mit 2 adoptierten Kindern, für den dritten Großfamilie in einem Haus mit Eltern, Schwiegereltern, Großeltern, Enkel usw. Regenbogenfamilie, nichteheliche Lebensgemeinschaft, es gibt dutzende von Formen in unserer modernen Welt. Eine soziologisch durch Partnerschaft, Heirat, Lebenspartnerschaft, Adoption oder Abstammung begründete Lebensgemeinschaft, meist aus Eltern oder Erziehungsberechtigten sowie Kindern bestehend, gelegentlich durch weitere, mitunter auch im selben Haushalt lebende Verwandte oder Lebensgefährten erweitert. Die Familie beruht im Wesentlichen auf Verwandtschaftsbeziehungen. Was es auch immer ist, es ist die Sorte Umgebung, die man sich nur zum Teil direkt aussucht. Du suchst dir deine Eltern und später deine Schwiegereltern nicht aus. Auch auf die Großeltern hast du keinen Einfluss. Wer mal eine Scheidung hinter sich hat, weiß, wie Familie reagieren kann. Familie kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon. Das alles ist halt eine eng verzahnte Gemeinschaft. Früher war das eine Schiksalsgemeinschaft, das ist nur noch zum Teil heute so, aber nicht mehr in der existenziellen Form. Man kann heute gut allein leben, das war in der Steinzeit und auch danach erheblich schwieriger. Wer allein war, war verloren. Auch wenn ich jetzt teilweise mit feinem Zynismus auf die Familie reagiert habe, ist sie doch einer der tragenden soziologischen Säulen unserer Gesellschaft. Familie ist nicht nur Gewohnheit und langweilig. Man spürt das oft erst, wenn sie nicht mehr da ist. Wenn jemand aus der Familie stirbt, dann hat man das Gefühl, Oh Gott, wir hätten noch viel gemeinsam erleben können. Der Verlust ist dann richtig spürbar. Denn bei allen gegensätzlichen Auffassungen und Streitereien innerhalb des Verbundes ist sie doch: Familie unterhält dich und liebt dich auf eine ganz unkonventionelle Art, einfach weil du bist und gibt dir ein Gefühl der Zugehörigkeit. Familie hilft Entscheidungen zu treffen. Du kannst mit deiner Familie das Leben feiern. Familie beschützt und tröstet dich. Familie lässt dich wachsen und lernen. Familie hilft dir, Misserfolge zu überstehen und stellt sicher, dass du nie einsam bist. Familie ist dein komplettes Unterstützungssystem. Diese Punkte sollten Einsatzkräfte berücksichtigen und im Kopf haben. Denn innerhalb dieses intimen Kosmoses darf ich alles erzählen, alles rauslassen, werde getröstet und verstanden. Alles was im Einsatz belastet und in der ersten kurzen Nachbesprechung erörtert wurde, sollte hier Raum zum sprechen finden. Es muss keine Detail lastige Schilderung des Erlebten bis auf die genaue Ausprägung der Brandleiche sein. Denn wir wollen die Liebsten ja nicht mit belasten. Aber das Wissen, dass da jemand ist, der uns versteht und der uns tröstet, ist Gold wert. Wenn Familie funktioniert ist sie besser als jede Therapieform, sie ist der Fels in der Brandung. Wenn Familie e nicht so funktioniert sollte man alles daran setzen, das zu ändern. Also hier die 3 Tipps, wie wir die manchmal stressige Feuerwehrarbeit mit der Familie unter einen Hut bringen: Offenheit soweit möglich! Familie kann die bei der Bewältigung schwieriger Einsatzsituationen sehr gut helfen. Einbinden: Die Familie darf ruhig Bestandteil der Feuerwehr sein. Das schafft Transparenz und gibt ein gutes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Perspektivwechsel! Wenn du es schaffst die Bedürfnisse aller 3 Komponenten (Familie, Feuerwehr UND Du selbst) in Einklang zu bringen, lebst du ein zufriedenes Leben. Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen. Am 03.11.20 um 18:30 Uhr findet ein LIVE-TALK mit den Gründern und Coaches von Brand Punkt statt. Hermann und Carina haben sich das Thema "Tools" vorgenommen. Gibt es spezielle Werkzeuge, die Einsatzkräfte vor mentalen und emotionalen Überlastungen schützen? Diese und weitere Fragen beantworten die beiden im Talk Sei mit dabei. Hier geht es zum Video und zur kostenfreien Anmeldung: www.brand-punkt.de

  17. Rettungsgasse ist kein Straßenname
    21.10., 11:5200:17:08

    Von Unverschämtheiten an der Einsatzstelle Einige Menschen haben sich daran gewöhnt, Ge- oder Verbote großzügig auszulegen. Z.B. Rechtsfahrgebot auf mehrspurigen Straßen. Wer die mittlere Spur zu Unrecht befährt und dadurch andere Autofahrer behindert, kann mit 80 Euro und 1 Punkt in Flensburg bestraft werden. Das wissen viele nicht, obwohl sie täglich auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Dann mein Lieblingsthema. Rettungsgasse, was für ein Wort! Kennt ihr das auch aus dem Bekanntenkreis? Hier, du bist doch Feuerwehrmann. Wie ist denn das mit der Rettungsgasse. Und dann geht es los. Bei einem Stau sind alle verpflichtet, die Rettungsgasse freizumachen. Rettungsgasse immer zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen bilden. Der Standstreifen muss frei bleiben. Wie bilde ich die Rettungsgasse? Linker Fahrstreifen, nach links ausweichen. Übrige Fahrstreifen nach rechts. Bei Annäherung an den Stau Warnblinklicht einschalten. Darf ich den Standstreifen befahren? Nein. der Standstreifen bleibt frei, weil er baulich gar nicht zum dauerhaften Befahren geeignet ist. Eine Ausnahme gilt natürlich wenn die Polizei zum Befahren auffordert oder wenn aus Platzgründen keinerlei Möglichkeit besteht, eine Rettungsgasse zu bilden, ohne den Standstreifen mitzubenutzen. Lieblingsfrage: Darf ich in der Rettungsgasse nach vorne fahren? Nein. Nur Polizei, Feuerwehr- und Rettung, also alles was mit blau fährt. Das kannn aber auch ein Schlepper vom Abschleppdienst sein. Wie verhalte ich mich im Bereich einer Baustelle mit Fahrbahnverengung? Möglichst weit links bzw. rechts fahren. Bei engen Fahrstreifen kann es im Einzelfall zusätzlich erforderlich sein, den Mittelstreifen auf der linken Seite bzw. die Standspur auf der rechten Seite mit zu benutzen. Gibt es Ausnahmeregelungen für Motorräder? Nein. Grundsätzlich dürfen weder die Rettungsgasse noch der Standstreifen befahren werden. Eine Ausnahmeregelung für Kraftradfahrer besteht nicht. Muss ich auch im Ausland eine Rettungsgasse bilden? Grundsätzlich ja, in vielen Länder gibt es die Regeln. Erkundigen. Klingt doch alles einfach oder? Kann man überall im Netz nachlesen, oder? Sind wir als Kraftfahrer auch zu verpflichtet, oder? Warum funktioniert das also manchmal nicht? Weil die Menschen gehetzt sind. Warum sind sie gehetzt? Weil sie Termine haben, die unaufschiebbar sind oder zumindest scheinen. Sind wirklich alle Termine unaufschiebbar? Nein, wenn du Tot bist, ist alles aufschiebbar. Der Termindruck, die mediale Aufmerksamkeit, wir reden so oft davon. Die sozialen Medien sind Fluch und Segen, manchmal haben wir das Gefühl mehr Fluch. Denn das Getriebensein kommt aus dieser Ecke. Wir müssen noch viel lernen, was den Umgang mit Medien betrifft. Das hat sich gerade etabliert und muss noch richtig “begriffen” werden. Die Chancen auf Informationsaustausch sind riesengroß. Die Chancen auf “überdrehen” allerdings auch. Das muss dringend gecoacht werden. Lasst uns daran arbeiten. Besuche uns gerne auf unserer Homepage: www.brand-punkt.de

  18. Hooligan-Tool für’s Grobe- Brand Punkt-Tools für`s Feine
    14.10., 12:2900:18:55

    Warum es für jedes Feuerwehr-Problem eine Lösung gibt Die gerade abgeschlossene Feuerwehr-Fachmesse “Florian” brachte wieder jede Menge Neuerungen für die Einsatzkräfte. Egal ob TH - Spezialwerkzeug für Busse, Bahnen, persönliche Ausrüstung, Rettungsgeräte, Leitern, Strahlrohrtechnik, Schläuche, Atemschutz, Gefahrgut, Löschmittel, Funk, Armaturen, Messgeräte oder Gasmesstechnik. Wir müssen ständig auf dem neuesten Stand sein. Hinzu kommen weitere Neuerungen wie z.B. Drohnen, oder jetzt auch Equipment im Rahmen der Corona-Pandemie wie Masken, Anzüge, Handschuhe und auch Leichenhüllen. Dies steht genauso auf der Page der Anbieter. Klingt grausam, ist aber nötig. Die Feuerwehren bilden inzwischen Teams, die sich mit der Beschaffung von neuem Equipment oder neuen Fahrzeugen beschaffen. Das konzipieren eines neuen Löschfahrzeuges, das ja den Anforderungen des modernen Einsatzdienstes gerecht werden muss, ist inzwischen eine Wissenschaft für sich. Jetzt reden wir noch nicht über den Bau einer neuen Feuerwache. Für manche unserer Mitglieder wird das zur Begleitung von der ersten Planung, über die Überzeugungsarbeit bei Politik und Bevölkerung, bis hin zum Spatenstich, Rohbauabnahme und der Einweihungsfeier. Ehrenamtler sollen das alles leisten, das wird erwartet. Wie soll das noch einer überblicken. Diese wachsenden Aufgaben und ständigen Neuerungen können ganz schön fordern. Wie verarbeiten wir die Alltagsbelastungen zusätzlich zum Einsatzdienst? Es geht also nicht immer nur um “Leichensäcke”, wenn wir von Belastungen sprechen. Wir erleben zusätzliche Herausforderungen, die wir nicht bewusst wahrnehmen. Die spielen sich im Hintergrund ab und bringen uns trotzdem an unsere Belastungsgrenze. Beispielsweise die kleineren Probleme im Job, in der Familie, mit der eigenen Freizeit, die durch den Einsatzdienst entstehen. Dies alles addiert sich zu Einsatzbelastungen und den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen hinzu. Merken wir das? Speichern wir das irgendwo ab? Ja, denn unser Gehirn ist ein Computer mit extrem hoher Rechenleistung und Speicherkapazität. Und alles was unser Unterbewusstsein aufnimmt, wird abgelegt und bei Bedarf wieder aufgerufen. Das blöde ist, dass es nicht positiv oder negativ unterscheidet, sondern alles abspeichert, was wir erleben. Deswegen ist es nötig, analog zur Technisierung und zur immer komplexer werdenden Ausbildung, auch die Menschen auf diese neuen Herausforderungen vorzubereiten. Wir dürfen unsere Mitglieder nicht überfordern. Wir können allerdings auch, die Geschwindigkeit der Veränderungen nicht beeinflussen. Durch Sensibilisierung, also Prävention und durch das Anwenden von richtigen “Werkzeugen” für den Geist, können wir unseren Mitgliedern die Lösungen aufzeigen, die sie dafür benötigen. Sensibilisierung schaffen wir durch unsere Webinare, und das Anwenden von Werkzeugen, um die neuen Herausforderungen zu meistern, lernen wir im E-Learning fireproof360°. Gehen wir es an! Kostenfreies LIVE-Webinar “Neue Herausforderungen des Einsatzdienstes - früher vs. heute” am 16.10.2020, 14:00 Uhr. Hier mehr erfahren: https://brand-punkt.de/webinar-neue-herausforderungen-des-einsatzdienstes-frueher-vs-heute/ Hier geht’s zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_C6hI7E8VTqaRFyqjNlB2yg Hier erfährst du mehr über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  19. Technik, Abenteuer, Herausforderung...
    07.10., 16:2900:25:53

    Was uns als Feuerwehrleute wirklich wichtig ist! Die Feuerwehr ist eine Hilfsorganisation mit der Aufgabe, bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe zu leisten, d. h. Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu löschen, zu bergen und zu schützen, wobei der Menschenrettung die oberste Priorität zukommt. Das ist eine sehr nüchterne und sachliche Beschreibung unserer Aufgaben. Alle Kinder ab einem bestimmten Alter haben eine eigene Vorstellung von der Feuerwehr. Diese Vorstellung ist oft kindlich mit Heldentum und großen Fahrzeugen und Technik verbunden. In der Fantasie der Kids haben Feuerwehrleute Capes um wie Superhelden. Sie stehen für das Gute und für den Kampf gegen Gefahren. Sie sind moderne Robin Hoods und Supermans! Klingt schon viel spannender und aufregender, oder? Wenn die Kinder dann in die Mini- bzw. Jugendfeuerwehr kommen, wird viel dafür getan, ihnen einerseits die Freude und den kindlichen Elan zu lassen, andererseits aber auch die Ernsthaftigkeit des Jobs zu vermitteln. Dieses ausgewogene Ausbildungskonzept dient natürlich dazu, kleine Feuerwehrleute zu motivieren, bei der Stange zu bleiben und zu Einsatzkräften auszubilden. In der Regel klappt das ganz gut, denn es heißt nicht umsonst: “wer in der Feuerwehr ist, bleibt dabei”. Irgendwie aber auch widersinnig. Denn die Eltern der Kinder wissen ja doch auch, dass mit dem vollendeten 17. Lebensjahr einiges an Gefahren droht, dass mit Übernahme in die aktive Wehr der “echte” Einsatzdienst mit allen Herausforderungen beginnt. Dass die Ausbildung nicht ganz so einfach ist und der Einsatzdienst eben eine Pflichtveranstaltung ist. Nach dem Motto: Eintritt: freiwillig, Austritt freiwillig, alles dazwischen Befehl und Gehorsam, so ungefähr jedenfalls. Warum also, tun Menschen sich das an? Sich in Gefahr bringen und dann noch die negativen Abgründe des Einsatzdienstes, wie Rettungsgassen-Problematik, Anpöbelungen, Gewalt gegen Helfer/innen, Social-Mobbing, nervende Nachbarn an Feuerwehrhäusern, etc. etc. Gehen wir zum Eingangsstatement zurück: diese langweilige Formulierung würde marketingtechnisch wenige für die Feuerwehr begeistern. Aber, wenn wir die Begriffe: Technik, Fahrzeuge, Abenteuer, Herausforderung, gegenseitige Unterstützung, Kameradschaft in’s Spiel bringen, läuft vor den Augen der Feuerwehrleute ein Film ab, der sie zu Höchstleistungen motiviert und jede Problematik, im Zusammenhang mit dem Feuerwehrdienst, wieder nivelliert. Das sind die Antreiber, die Motivatoren unsere Ressourcen. Wir müssen also einerseits lernen, präventiv die Probleme, die es zweifelsohne gibt, zu beleuchten. Andererseits sollten wir uns auch unserer Ressourcen bewusst sein. Denn die sind es, die uns für den Feuerwehrdienst mit all seinen Facetten begeistern und dazu beitragen, den verantwortungsvollen Job weiterzumachen.. Im E-Learning von Brand Punkt kümmern wir uns um beides sehr intensiv. Deshalb fiebern wir dem Start im Spätherbst entgegen. Um einen Einblick zum E-Learning fireproof360° zu bekommen, dient unser kostenfreies Einsteiger-Live-Webinar “Neue Herausforderungen des Einsatzdienstes - früher vs. heute”. Die Links zur Anmeldung: Live-Webinar “Neue Herausforderungen des Einsatzdienstes - früher vers. heute” 07.10.2020, 19:00 Uhr, 45 Minuten https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_jVj0e--SSg-PhyCgG_V4GA Live-Webinar “Neue Herausforderungen des Einsatzdienstes - früher vers. heute” 16.10.2020, 14:00 Uhr, 45 Minuten https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_C6hI7E8VTqaRFyqjNlB2yg Live-Webinar “Neue Herausforderungen des Einsatzdienstes - früher vers. heute” 20.10.2020, 19:00 Uhr, 45 Minuten https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_cXfqcYi5QSe85nXP1mzqMA Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  20. Helfen statt Gaffen, Filmen, Teilen, Labern
    30.09., 14:1800:22:18

    Feuerwehr richtig verstehen! Der Bericht eines hessischen Radiosenders sagt es einfach und kompromisslos. Der Feuerwehr fehlt Nachwuchs. Wenn sich ein Radiosender dieser Problematik annimmt, kann man das nur begrüßen. Aber wir würden das Thema gerne noch etwas weiter fassen. Der Feuerwehr fehlt Personal, besser gesagt die Feuerwehr verliert Personal. Und die Feuerwehr muss sich anstrengen, Personal zu halten. Warum ist das so? Wir hatten mal Zeiten, da gab es Aufnahmestopp in der Jugendfeuerwehr, das war in den 70’er und 80’er Jahren. Waren da die Marketingkonzepte besser? Gab es einfach mehr Interesse? Wie kommt es, dass wir heute um Mitglieder kämpfen müssen? Sagen wir mal so, es gibt eine Palette von Argumenten, die Zahl der Freiwilligen Feuerwehren von 24.664 auf 22.346 und die Anzahl der Mitglieder von 1.069.765 auf 994.042 zurückgegangen ist. Das sind 2.318 oder 9,4 % Freiwillige Feuerwehren weniger und insgesamt 75.723 Freiwillige Feuerwehrleute weniger oder 7,1 %. Schon besorgniserregend. Was ist hier los? Es werden reihenweise Kampagnen gefahren, die für Nachwuchs werben, Arbeitgeber einbinden usw. und trotzdem ist ein Rückgang zu verzeichnen? Kann es daran liegen, dass die Anzahl der Einsätze im gleichen Zeitraum um 33,6 % gestiegen sind. Ja, es sind mehr BMA’s eingebaut und die Fehlalarme nehmen zu. Aber ein Drittel mehr Einsätze in 17 Jahren? Dazu eine Zunahme an Gewalt an Helfern/innen in den letzten 8 Jahren um 80 %. Die Dunkelziffer liegt lt. wissenschaftlicher Forschung bei 240 %. Ist die gesellschaftliche Veränderung mit verantwortlich für diese Zahlen? Es wird Zeit, dass wir unsere Freiwilligen auf die gesellschaftlichen Veränderungen in unserem Land präventiv einstimmen, sonst verlieren noch mehr ihre Motivation. Was wir dagegen tun können, erkläre ich in dieser Podcastfolge. Kostenfreies LIVE-Webinar “Neue Herausforderungen des Einsatzdienstes - früher vs. heute” am 07.10.2020, 19:00 Uhr: Hier mehr erfahren: https://brand-punkt.de/webinar-neue-herausforderungen-des-einsatzdienstes-frueher-vs-heute/ Hier geht’s zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_jVj0e--SSg-PhyCgG_V4GA Hier erfährst du mehr über unsere Arbeit: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

Einsatzkräfte sind auch nur Menschen? Ja, so ist es und genau darum geht es im Einsatzleben-Podcast. Mit Servus, Hallo und Guuude, begrüßt euch der gebürtige Hesse Hermann Zengeler seit über 300 Folgen jeden Mittwoch und berichtet über seine Erfahrungen aus über 40 Jahren Einsatzzeit. Er teilt mit den Hörern und Hörerinnen sein Wissen als Experte für Resilienzstärkung, Motivationserhalt und als Konflikt- und Krisenmanager für Hilfsorganisationen. Gemeinsam mit der Redaktions- und Produktionsleitung werden spannende Themen recherchiert und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet, mit dem Ziel, das Thema "mentale Gesundheit im Einsatzkontext" zu enttabuisieren und einen echten Mehrwert für die Hörer und Hörerinnen zu schaffen. Und was sollen wir sagen: Volltreffer! Mittlerweile hat sich der Podcast zum erfolgreichsten Podcast im Einsatzwesen in der Kategorie mentale Gesundheit entwickelt. Welche Ängste und Nöte haben Einsatzkräfte, vor während und nach ihren Einsätzen? Wie gehen Hilfskräfte mit Eskalationsphänomenen, Gewaltproblematiken und Anfeindungen um? Wie lernt man mit Stress umzugehen und seine Motivation zu schützen? Wie schafft man es wieder als Team zu funktionieren und richtig zu kommunizieren? Wie kann man schlimme Einsatzbilder und mentale Krisen überstehen und was lernt man trotz aller Wut, Angst, Ekel und Hass Positives daraus? All diese Fragen finden ihre Antworten in den unterschiedlichen Episoden. Dazu holt sich Hermann immer wieder Interviewpartner hinzu, die selbst einiges aus ihrem Einsatzleben zu berichten haben und Experten diverser Gebiete rund um das Thema MEHR MENSCH im Einsatzwesen. Werde Teil unserer stetig wachsenden Einsatzleben-Podcast-Community und abonniere den kostenfreien Podcast (verfügbar auf allen gängigen Podcast-Apps). Hilf uns dabei die Botschaft des Einsatzleben-Podcasts zu verbreiten, teile die Folgen, empfehle den Podcast weiter und hinterlasse eine 5-Sterne Bewertung. Hast du einen bestimmten Themenwunsch oder hast du vielleicht eine Einsatzstory zu erzählen, die zum Thema passt? Schreibe uns gerne eine Nachricht an kontakt@brand-punkt.de. Homepage: https://www.brand-punkt.de Facebook: https://www.facebook.com/brandpunktcoaching/ https://www.instagram.com/brand_punkt/