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257- Ali Ertan Toprak im Interview mit Alexander Marguier – „Wir verlieren unsere Jugend an die Islamisten“03.05., 08:2103.05.2024, 08:2100:49:28
Cicero – Magazin für politische Kultur Der Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland Ali Ertan Toprak hat die Ereignisse in Hamburg schon lange vorausgesehen: etwa 1200 islamistische Aktivisten hatten sich zu einer Kundgebung versammelt, bei der unter anderem die Einführung des Kalifats in Deutschland gefordert wurde. Seither ist die Empörung groß. Politiker aller Couleur fordern ein hartes Durchgreifen. Hören Sie seine Einschätzungen im Gespräch mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier im Cicero Podcast Politik. Lesen Sie begleitend zu dem Podcast ein aktuelles Interview mit Ali Ertan Toprak auf cicero.de: https://www.cicero.de/innenpolitik/islamisten-demonstration-hamburg-toprak Inhalt Podcast: 05:34 "Wer das Kalifat fordert, der lehnt unsere Demokratie ab, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung. Und wer die Scharia einführen möchte, lehnt unser Grundgesetz ab. Und da müssten alle Demokraten in unserem Land natürlich dagegen aufstehen." (Ali Ertan Toprak) 12:26 "So ein alter, bärtiger Islamist würde einen jungen Muslimen, der in Hamburg oder Berlin geboren und sozialisiert ist, möglicherweise gar nicht ansprechen. Und deswegen suchen sich natürlich die Islamisten solche jungen Menschen aus und bauen sie auf und lassen sie auf die Jugend los. Und das verfängt auch und gerade in den sozialen Medien sind solche Islamisten, junge Islamisten unterwegs, die gezielt junge Menschen ansprechen und ihre Sprache benutzen, die gleichen Klamotten anziehen. Und deswegen werden sie ja auch als Popislamisten betitelt von Verfassungsschützern." (Ali Ertan Toprak) 14:13 "Der Staat und die deutsche Gesellschaft müssen sich dem Islam, der Scharia anpassen und nicht umgekehrt. Und das ist das Gefährliche, dass das bei vielen jungen Menschen muslimischen Glaubens verfängt, ankommt. Und wir verlieren unsere Jugend. Das muss uns allen große Sorgen bereiten." (Ali Ertan Toprak) 19:49 "Und wenn wir als Staat und Gesellschaft uns nicht trauen dagegenzuhalten, unsere Werte aktiv zu verteidigen, dann entstehen natürlich nicht nur Parallelgesellschaften, sondern ich rede mittlerweile schon seit einigen Jahren von Gegengesellschaften. Parallelgesellschaft kann man gut oder schlecht finden, da lebt man nebeneinander her. Man ärgert sich nicht gegenseitig, stört sich nicht auch. Jeder macht so sein Ding. Aber mit Gegengesellschaft meine ich, dass Gruppen da sind, die aktiv und aggressiv gegen unsere Werte wettern. Und das passiert momentan in Deutschland, in Hamburg, auf unseren Straßen." (Ali Ertan Toprak) 29:24 "Der Islamismus gehört zu den wichtigsten Extremismen zurzeit und ist momentan auch die größte Gefahr, wo ja auch in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Islamisten festgenommen worden sind. Aber das hält man ja auf Sparflamme, auch in der Öffentlichkeit, damit auch in der Bevölkerung. Durch die gesellschaftliche Spaltung der letzten Jahre und natürlich den Aufstieg der AfD möchte man diese Themen, hat man den Eindruck, nicht so in den Fokus der Öffentlichkeit rücken." (Ali Ertan Toprak) 37:36 "Nur in den letzten 20, 30 Jahren haben ja mit dem Aufkommen des Islamismus und des islamistischen Terrors weltweit die Schreckensbilder und die Terrorherrschaften in den Scharia-Ländern dazu geführt, dass natürlich Islam und Muslime negativ konnotiert worden sind. Aber daran sind in erster Linie die islamistischen Terroristen verantwortlich. Dafür ist in erster Linie der politische Islam verantwortlich. Und die Mehrheit der Muslime haben sich nicht getraut, sich dagegen aufzulehnen." (Ali Ertan Toprak) 48:20 "Die Muslime haben in der Hand, ob der Islam irgendwann in Deutschland Teil dieses Landes werden sollte. Wir haben ja aus der Geschichte viele andere Beispiele von Religionen, Kulturen, die ja als Fremde gekommen sind, Teil der Gesellschaft geworden sind und dieses Land auch mitgeprägt haben. Und erst wenn diese Prägung vollzogen ist, dann kann man sagen, dass auch eine Religion zu unserem Land gehört. Aber wir sind noch zu sehr am Anfang." (Ali Ertan Toprak)
- Daniel Gräber im Interview mit Clemens Traub – „Das liest sich wie eine Kriminalgeschichte“25.04., 10:2225.04.2024, 10:2200:34:13
Cicero – Magazin für politische Kultur Wir haben Robert Habecks Geheimakten zum Atomausstieg freigeklagt. Unsere exklusiven Enthüllungen, die Sie in der Mai-Ausgabe des Cicero lesen können, zeigen ein grünes Anti-Atom-Netzwerk, das im Wirtschaftsministerium getrickst, getäuscht und gelogen hat. Cicero-Volontär Clemens Traub spricht mit dem zuständigen Ressortleiter Daniel Gräber über dessen umfangreiche Recherche und die brisanten Inhalte der Akten, die sich wie eine spannende Kriminialgeschichte lesen. Die Titelgeschichte finden Sie auf www.cicero.de und ab sofort am Kiosk oder im Cicero-Shop: https://shop.cicero.de/einzelhefte/ Inhalt Podcast: 12:47 "Die Schriftwechsel, Emails, Vermerke, Stellungnahmen aus den eigenen Fachabteilungen des Ministeriums, wie sie in die Leitungsebene um Robert Habeck und seine Staatssekretäre gegangen sind und was dann dort damit geschehen ist, das war ja das, was mich vor allem interessiert hat, neben auch die Korrespondenz mit den Kernkraftwerksbetreibern. Und diese Sachen haben sie alle komplett geheim gehalten mit dem pauschalen Argument, die Vertraulichkeit der regierungsinternen Beratung müsse da gewährt bleiben." (Daniel Gräber) 16:48 "'Prüft doch, ob nicht eine Verlängerung irgendwie möglich ist.' Das war das eindeutige Signal aus den zuständigen Fachleuten, die ja auch mit Steuergeld dafür bezahlt werden, dass im Land der Strom sicher ist und auch bezahlbar. Und das wurde komplett übergangen. Und man sieht auch, das war Teil dieser Puzzlearbeit, die ich dann gemacht habe, die einzelnen Emails in so eine Chronologie zu bringen und wer dann welches Dokument wo gelandet ist, wer es vielleicht noch verändert hat und wer es wie weitergereicht hat, wie darauf reagiert wurde. Und da sieht man eben, dass solche Stimmen gezielt ausgebremst, teilweise sogar verfälscht wurden oder solche Stellungnahmen auch in der Schublade verschwanden und zum Beispiel gar nicht bis zu Herrn Habeck vorgedrungen sind." (Daniel Gräber) 17:25 "Und ich versetze mich nur mal in die Lage von solchen Beamten Hinein, der. Wenn ich so was schreiben würde, und zwar aus einer Sorge auch um die wirtschaftliche Zukunft und die Energieversorgung dieses Landes und kriegt dann mit, wie eine rein parteipolitisch getriebene Führungsriege im Ministerium mich da systematisch ausbremst, nicht ernst nimmt, meine Stellungnahme eventuell sogar verfälscht, wäre ich schon ziemlich sauer und würde mich insgeheim freuen, wenn das öffentlich wird." (Daniel Gräber) 26:44 "Das ist, glaube ich, der große Gewinn dieser Recherche in unserer Veröffentlichung, dass man wirklich schwarz auf weiß nachlesen kann, mit welcher Skrupellosigkeit sie es durchgesetzt haben. Und zwar auch sich dabei der Mittel des Regierungsapparats bedient haben und da auch wirklich mit Manipulation, Zurechtbiegen und Verfälschen, also letztendlich mit klassischer Desinformation vorgegangen sind. Und das nicht zufällig, sondern systematisch. Und das ideologische Ziel Atomausstieg, koste es was es wolle, über das Wohl des Landes gestellt haben und letztendlich ihrer Regierungsverantwortung nicht gerecht geworden sind." (Daniel Gräber)
- Mathias Brodkorb im Interview mit Alexander Marguier – „Haldenwang beansprucht, der Volkspädagoge der Nation zu sein“19.04., 10:4019.04.2024, 10:4000:44:12
Cicero – Magazin für politische Kultur Vom Bundesverfassungsschutz ist in den vergangenen Jahren und Monaten ziemlich viel die Rede gewesen. Wahrscheinlich sogar mehr, als es dieser Behörde recht sein dürfte. Richtig los ging es im Herbst 2018. Damals war noch Hans-Georg Maaßen Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes. Seit seiner Entlassung ist sein bisheriger Vize Thomas Haldenwang nun an der Spitze. Seither ist trotzdem keine Ruhe eingekehrt beim Verfassungsschutz. Was ist da los? Darüber sprechen Cicero-Autor Mathias Brodkorb und Chefredakteur Alexander Marguier im Cicero Podcast Politik. Mathias Brodkorb: Gesinnungspolizei im Rechtsstaat? Der Verfassungsschutz als Erfüllungsgehilfe der Politik. Sechs Fallstudien, zu Klampen Verlag 2024 https://zuklampen.de/component/bcpublisher/bk/1300-gesinnungspolizei-im-rechtsstaat.html?Itemid= Inhalt Podcast: 8.32 "Und das Problem des Verfassungsschutzes ist, dass er erkennbar anhand der Fälle, die ich durchgegangen bin, erkennbar permanent von der Berechtigten in die unberechtigte Verschwörungstheorie kippt und sich genau so verhält wie seine Untersuchungsobjekte also oder jedenfalls die schlechteren seiner Untersuchungsobjekte. Das ist natürlich für eine Demokratie fatal, wenn eine so wichtige Behörde wesentliche Teile ihrer Arbeit aus Halluzinationen ableitet." (Mathias Brodkorb) 13.30 "Und ich kann es nicht sagen, ob das komplettes intellektuelles Unvermögen ist oder ob es sogar Absicht ist, die Begriffe so widersprüchlich und beliebig zu halten, dass sie damit machen können, was sie wollen. Ich kann es nicht sagen." (Mathias Brodkorb) 17.30 "Das heißt, als Journalist stehst du qua Beruf schon schon mehr oder weniger automatisch auf der Watchlist des Verfassungsschutzes." (Alexander Marguier) 20.54 "Haldenwang überwacht nicht hinter verschlossenen Türen und diskret bestimmte Dinge, sondern er gibt ständig Interviews, interveniert ständig in die Öffentlichkeit, sagt zum Beispiel Der Verfassungsschutz arbeitet daran, die Meinungsumfragen für die AfD zu verändern oder dies oder jenes. Und das ist das Problem an seinem Arbeiten. Auch auf Basis der jetzigen Rechtslage, dass er nicht nur irgendwas beobachten will, sondern die Meinungsbildung des Volkes steuern will. Ein Geheimdienst will die Demokratie steuern und das ist irre und das ist mit Sicherheit rechtswidrig." (Mathias Brodkorb) 22.03 "Man muss das wohl so deuten, dass es Nancy Faeser selbst an einem gewissen staatspolitischen Ethos mangelt." (Mathias Brodkorb) 22.55 "Ich würde nur sagen, es gibt neben vielleicht einem Defekt im staatspolitischen Verständnis gibt es sicherlich auch einen intellektuellen Defekt." (Mathias Brodkorb) 23.26 "Und dann sagte Nancy Faeser: Ja, das ist doch glasklar. Nur der Rechtsextremismus richtet sich gegen die demokratische Grundordnung. Die anderen Extremismen nicht. Und neben ihr sitzt aber Thomas Haldenwang. Jetzt ist Extremismus aber genauso definiert. Jeder Extremist ist Gegner der demokratischen Grundordnung, egal ob Islamist ist vollkommen egal. (…) Das heißt, da sitzt eine Innenministerin, eine Verfassungsministerin, die nicht einmal weiß, was Extremismus bedeutet, aber Programme gegen Extremismus auflegt." (Mathias Brodkorb) 25.58 "Ich finde an dem Fall Maaßen aber was anderes viel schlimmer, wie du sagen darf. Ich habe mich immer gefragt, was passiert eigentlich in der Behörde, wenn von heute auf morgen der ehemalige Chef plötzlich der Hauptfeind der Republik ist? Und das ist, glaube ich, relativ einfach, was da passiert. (…) Es muss sich ja jeder mit Beamte da sagen 'Ach du Scheiße, wenn du eine klare Meinung äußerst! Und selbst ein ehemaliger Chef wird dann Gegenstand der geheimdienstlichen Beobachtung. Der kann ja mich auch treffen." (Mathias Brodkorb) 31.27 "Also wenn mir einer erzählen will, dass diese Behörde politisch neutral, nüchtern, rechtsstaatlich Dinge analysiert, dann muss ich sagen Ich habe keinen einzigen Mitarbeiter getroffen, dem ich das zutraue. Die waren so politisch gebürstet." (Mathias Brodkorb) 40.16 "Sowohl Nancy Fieser und Thomas Haldenwang, glaube ich, sind total überzeugt davon, dass sie das Richtige tun wird. Die haben ja kein Schuldbewusstsein." (Mathias Brodkorb) 41.01 "Wäre denn eine Reform des Bundesamtes für Verfassungsschutz dann nicht sinnvoller, als ihn gleich ganz abzuschaffen?" (Alexander Marguier)
- Esther Bockwyt im Interview mit Clemens Traub – „Die woke Bewegung braucht immer etwas Neues, was sie anprangern kann“11.04., 13:4711.04.2024, 13:4700:35:17
Cicero – Magazin für politische Kultur Zu Gast im Cicero Podcast Gesellschaft ist die Psychologin Esther Bockwyt. Ihr im Februar erschienenes Buch Woke – Psychologie eines Kulturkampfs ist gerade in aller Munde und hat es sogar in die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Darin analysiert sie auf faszinierende Weise die Wokeness-Bewegung aus Sicht einer Psychologin. Das Gespräch führt Cicero-Volontär Clemens Traub. Esther Bockwyt: Woke. Psychologie eines Kulturkampfs, Westend Verlag 2024 https://westendverlag.de/author/detail/018dd079e0c27325a4834d28d9147896 Inhalt Podcast: 3.06 "Das MeToo -Thema ist zum Teil, wenn nicht zum großen Teil, ja auch eines der Woken Bewegung." (Esther Bockwyt) 5.43 "Ich habe auch in der Nachfolge gemerkt, dass die Auswahl an Verlagen, die überhaupt bereit sind, sowas zu veröffentlichen, sehr gering ist." (Esther Bockwyt) 7.19 "Grob zusammengefasst ist es eben die Annahme, dass westliche Gesellschaften strukturell (…) rassistisch konstituiert sind, also aufgebaut sind und dass dieser strukturelle Rassismus über allem schwebt und auch alles bestimmt." (Esther Bockwyt) 12.34 "Es geht im Prinzip darum, dass man die Eigengruppe, der man identitär gefühlt oder tatsächlich selber angehört, hochbewertet und die Fremdgruppe abwertet und als sehr verschieden wahrnimmt. Und die Betonung von Gruppen, von Identitätsgruppen, ist ein zentrales Merkmal in der Wokeness. Und zusätzlich gibt es noch die Fremdgruppe der vermeintlich Reaktionären, die eben nicht woke sind, die nicht in dem Sinne erwacht sind und die sozusagen nicht begriffen haben, wie die Welt wirklich aufgebaut ist, nämlich strukturell rassistisch." (Esther Bockwyt) 16.10 "Und diese Idole profitieren natürlich auch davon, dass sie sozusagen auch ganze Karrieren auf dem woken Glauben aufbauen können und ihr narzisstisches Bedürfnis in dem Sinne beantworten können und ganz viel narzisstische Zufuhr von den Fans bekommen natürlich auch." (Esther Bockwyt) 17.39 "Aggression hat einen sehr hohen Einfluss bei diesem Kulturkampf" (Esther Bockwyt) 22.12 "Also wenn man immer mehr den Kontakt zur Realität und zu potenziellen Kränkungen vermeidet, also wenn man das konsequent umsetzen würde, auch mit Safe Spaces und so weiter, man bestärkt sich zum einen in dieser Weltsicht und man engt sich selber weiter ein, weil man ja den Kontakt zu anderen mehr und mehr vermeidet und auch den Kontakt zur Realität." (Esther Bockwyt) 26.28 "Vom Theoretischen würde ich schon sagen, dass diese Fixierung auf die Kinder und diese auch narzisstische Überhöhung von Kindern und dieses starke Aufpassen und darum letztlich das Kreisen um die Kinder in jeglicher Hinsicht schon zu erhöhten Narzissmus auch führt und der sich dann in solchen Ideologien, Weltanschauungen natürlich gut ausleben lässt. Also ich glaube schon, dass es da einen Zusammenhang gibt." (Esther Bockwyt) 30.29 "Diese depressive Negativspirale, in der man sich in selektiver Wahrnehmung befindet (…) Man braucht es quasi. Also man braucht wieder irgendetwas Neues, was man anprangern kann. Und das leuchtet ja, glaube ich, auch dem psychologischen Leiden ein, dass das an sich nichts ist, was zufrieden macht, sondern eher was aggressiv macht oder depressiv macht und einfach ungesund ist." (Esther Bockwyt) 34.18 "Ich glaube, dass auf ungesunde Bewegungen, die ein gewisses Ausmaß überschreiten, automatisch es so eine Gegendynamik geben wird und sich Menschen auch versuchen, irgendwann daraus zu befreien sozusagen. Und alles, was exzessiv gelebt wird, führt auch zu einer Gegenbewegung letztlich."(Esther Bockwyt)
- Klaus-Rüdiger Mai im Interview mit Ben Krischke – „Sahra Wagenknecht hat sich selbst zur Marke aufgebaut“04.04., 12:0904.04.2024, 12:0900:53:08
Cicero – Magazin für politische Kultur Journalist und Autor Klaus-Rüdiger Mai im Cicero Podcast Gesellschaft mit Ben Krischke über Sahra Wagenknecht, über Hegel, über Karl Marx und zur Frage 'Wohin geht es eigentlich mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht?`. Klaus-Rüdiger Mai: Die Kommunistin. Sahra Wagenknecht: Eine Frau zwischen Interessen und Mythen, Europa Verlag 2024 https://www.europa-verlag.com/Buecher/6682/DieKommunistin.html Inhalt Podcast: 3.58 "Mit anderen Worten ich bin fest davon überzeugt, dass wenn man politische Vorstellungen und Positionen heute verorten möchte, braucht man andere Maßstäbe." (Klaus-Rüdiger Mai) 6:36 "Oder ich kann es mal mit einem anderen Wort sagen: In der DDR hatten wir manchmal den den Scherz, dass wir sagten Sozialismus ist der Klassenkompromiss auf der Basis des Topfes, das heißt, niemand verhungert. Aber wenn man ein Schnitzel will, kommen sie wieder mit der großen Eintopfterrine daher." (Klaus-Rüdiger Mai) 8:56 "Der Kommunismus steht natürlich auch für eine Vorstellung, dass man die Welt verbessern kann, dass man die Glückseligkeit aller hervorbringen kann. Da bin ich in großer, großer Skepsis, dass so etwas geht. Und ich halte es auch fast für schädlich." (Klaus-Rüdiger Mai) 9.43 "Ich begreife jedenfalls Kommunismus nicht als eine platte Ideologie, sondern ich glaube, das ist ideengeschichtlich schon etwas differenzierter aufzufassen." (Klaus-Rüdiger Mai) 12.35 "Nur weil es gibt natürlich auch ein teuflisches Moment bei Hegel. Er ist auch so ein bisschen die, die der Vollwaschautomat. Man kann, was man drückt, das kriegt man hinterher auch raus." (Klaus-Rüdiger Mai) 14.56 "Auf der anderen Seite kann das aber auch heißen, dass der Staat die letzte Instanz ist. Weil er die Wirklichkeit der sittlichen Idee ist und da ist. Und da liefert Hegel im Grunde eine philosophische Möglichkeit der Rechtfertigung auch totalitärer Systeme." (Klaus-Rüdiger Mai) 17.44 "Also ich will das nicht ausführen, aber wenn wir das annehmen, dass wir in diesen großen Wechsel sind, sind natürlich alle gesellschaftlichen Organisationen, alle politischen Parteien, alle, die an dem Diskurs teilnehmen, aufgerufen, darüber nachzudenken und Vorschläge zu unterbreiten und diese Sachen auch zu diskutieren. (…) Wenn wir in unserer Demokratie wirklich demokratisch vorgehen, dann müssten wir alle und ich meine auch wirklich alle Vorstellungen, Ansätze, diskutieren, prüfen, gewichten, weniger verurteilen als beurteilen. Nicht aus der Summe unserer Vorurteile, sondern aus der Summe unserer Urteile agieren. Das wäre das Gebot der Stunde." (Klaus-Rüdiger Mai) 19.36 "Wir können die Inhalte unseres Denkens komplett verändern. Ich denke nur eines können wir nicht: die Art und Weise unseres Denkens, unsere Denkwege verändern. Wir haben eine Methodik des Denkens, wir haben eine Eigenart des Denkens." (Klaus-Rüdiger Mai) 25.39 "Und das Problem bei Marx ist letztendlich, dass er den Einzelnen auflöst in eine allgemeine, in eine Gemeinschaftsidentität. Das ist genau das Problem, das wir heute haben in der Identitätsphilosophie." (Klaus-Rüdiger Mai) 27.30 "Ich sag es ganz deutlich: Ich misstraue allen gesellschaftlichen Vorstellungen, die nicht vom Individuum, sondern von Gruppen oder Klassenidentitäten ausgehen, weil sie eine geringe Meinung haben vom Einzelnen und den Einzelnen immer als eine Marionette der Umstände und Verhältnisse sehen und letztendlich der Einzelne nur das tut, was ihm eigentlich durch die Gesellschaft vorgegeben ist. Und das ist für mich eine Vorstellung von Menschen, die viel, viel zu klein ist." (Klaus-Rüdiger Mai) 29.38 "Das kritisiert sie, dass immer mehr Menschen aus dem Blickfeld der Politik und des Denkens fallen. Und zwar alle Menschen, die angefangen von den alten Stadtbezirken der großen Städte in den Dörfern usw und kleinen Städten leben. Das ist die Kritik und hat sie auch völlig recht mit. (…) Nur ich sehe bei ihr nicht den liberalen Ansatz, dass sie sagt Ja, ich gehe wirklich vom Einzelnen, ich gehe wirklich vom Individuum aus." (Klaus-Rüdiger Mai) 33.08 "Wir brauchen auch einen modernen Liberalismus, wir brauchen auch einen modernen Konservatismus. Das muss auch parteipolitisch sich realisieren. Dann hätten wir ein Reanimierung, dann hätten wir eine wirkliche Stärkung unserer Demokratie." (Klaus-Rüdiger Mai) 35.42 "Die Ampel macht es ja nichts anderes, dass sie einen Namen für die Wirklichkeit gefunden hat. Der Name ist AfD. Sie bekämpft ja nicht die AfD, sondern sie bekämpft die Wirklichkeit. Sie bekämpft die Folgen ihrer falschen Politik." (Klaus-Rüdiger Mai) 38.37 "Sahra Wagenknecht gehört zu den wenigen Fällen von Politikern, die nicht durch ihre Partei, sondern gegen ihre Partei groß geworden sind." (Klaus-Rüdiger Mai) 40.08 "Warum hat Sahra Wagenknecht diese Partei gegründet? Ganz einfach weil sie die sozialpolitische Linke vertritt, die gegen die identitätspolitische Linke verloren hat." (Klaus-Rüdiger Mai) 44.32 "Und die das Kunststück, was zu leisten ist, dass aus der Partei, die bis jetzt mit einer Frau an der Spitze eine reine Westpartei ist, in den ostdeutschen Landtagswahlen eigene Strukturen aufbaut. (…) Und auch ein Stück weit ostdeutscher wird auch für Ostdeutsche als Ostdeutsche erkennbar. Das wird man sehen." (Klaus-Rüdiger Mai)
- Pater Klaus Mertes im Interview mit Volker Resing – „Alle Menschen können Heilige werden“28.03., 12:0828.03.2024, 12:0800:51:20
Cicero – Magazin für politische Kultur Pater Klaus Mertes im Gespräch mit Cicero-Ressortleiter Volker Resing über die großen Themen unserer Zeit: über Auswirkungen der Coronakrise auf die Kirche und unsere politische Debattenkultur, über den Ukraine-Krieg und die Haltung des Papstes und natürlich ist auch der brutale Anschlag der Hamas auf Israel ein wichtiges Thema dieses Gesprächs. Und auch: wie geht eigentlich die katholische Kirche mit Gemeindemitgliedern, die sich in der AfD engagieren, um? Last but not least soll es am Karfreitag aber auch um die Osterbotschaft gehen. 4:00 zur Coronakrise: „Und ich konnte das überhaupt nicht verstehen, warum nicht wenigstens eine Abwägungskategorie im Einzelfall möglich ist, wenn es um die Frage so existenzielle Fragen geht wie Besuch von sterbenden Angehörigen und überhaupt von Sterbenden.“ (Pater Klaus Mertes) 6:38 „Wir müssen doch noch einmal die Möglichkeit haben, Abwägungskategorien ins Gespräch zu bringen, ohne dass schon die Tatsache der Erwähnung möglicher Alternativen, möglicher Preise, die zu hoch sind für die Infektionsschutzmaßnahmen, ihrerseits schon wieder als Gefährdung des Infektionsschutzes gesehen werden.“ (Pater Klaus Mertes) 13:01 „Ich glaube, die Moralisierung des Diskurses hat es so schwer möglich gemacht, überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen.“ (Pater Klaus Mertes) 13:26 „Da sind viele tiefe Enttäuschung bei Christinnen und Christen übrig geblieben aus dieser Zeit.“ (Pater Klaus Mertes) 16.39 „Und ich glaube, man hat sich in der Politik entschieden, die eigene Angst, die ich verstehen kann, so stark zu machen, auch in den öffentlichen Äußerungen, dass sie dann eben ausschlaggebend wurde auch für die Bewertung von Äußerungen in politischen Diskursen.“ (Pater Klaus Mertes) 18:10 „Die schwerwiegendsten Folgen, die ich in meinem privaten Umfeld erlebe, das ist, dass in ganz vielen Kreisen das Vertrauen nicht nur in die Politik, sondern insbesondere auch in die sogenannten Leitmedien, verloren gegangen ist.“ (Pater Klaus Mertes) 21:35 „Mich hat es überrascht, wie überrascht die Leute waren, als sie die Rede von Putin gehört haben, mit der er seinen Überfall auf die Ukraine begründete. (…) Mir war natürlich klar von meiner Erfahrung mit Russland her, was Putin hier sagt. Er ist nicht nur unterstützt von einer großen Mehrheit von Russen, sondern hat tiefe Traditionen im russischen Selbstverständnis.“ (Pater Klaus Mertes) 24:24 „Ich finde es in der Tat nicht die Aufgabe der katholischen Kirche des Papstes, sich hier mit Verve für Waffenlieferungen einzusetzen und sich zur Kriegspartei zu erklären. (…) Ich sehe Papst Franziskus auch vor dem vor dem Hintergrund der päpstlichen Diplomatie“ (Pater Klaus Mertes) 28:00 „Wir müssen einfach aufhören, den politischen Gegner zu moralisieren und zum Feind zu machen. (Pater Klaus Mertes) 31:22 „Und da ist für mich vollkommen klar: seit dem 7. Oktober verstehe ich noch besser als vorher die vollkommen berechtigte Angst Israels, das mit der Extinktion seines Staates auch die jüdische Bevölkerung dort mit Mann und Maus vernichtet werden soll.“ (Pater Klaus Mertes) 33:22 „Also lasst uns doch mal darüber sprechen, ob die Art und Weise, wie wir hierzulande darüber sprechen, irgendwie ein konstruktiver Beitrag dazu ist zur Lösung dieses Konfliktes. Und da wäre doch das Allererste, dass wir von allen Seiten her uns darum bemühen, sprachlich abzurüsten.“ (Pater Klaus Mertes) 38:06 „Wenn ich etwas lernen würde aus dieser Geschichte, dann eben lasst uns einfach diese Differenzen aushalten und dem anderen nicht Böswilligkeit, Feigheit oder was auch immer mit moralischen Kategorien kommen, sondern immer im Blick haben, dass am Ende Geschichte noch mal anders verläuft, als wir sie planen.“ (Pater Klaus Mertes) 42:00 „Ich bin extra ziemlich erleichtert, dass es jetzt die Werte Union und diese Sahra Wagenknecht Partei gibt, damit sozusagen auch es Alternativen gibt für diese Klientel, die sich tatsächlich nicht wegen des rassistischen. Elementes oder des ethnischen Elementes, sondern aus anderen Gründen hinzugezogen zu bestimmten AfD-Positionen.“ (Pater Klaus Mertes) 43:49 „Ich gehe übrigens auch sehr, sehr ungern auf Demonstrationen, wenn ich von Bundespräsidenten gelobt werde dafür, dass ich demonstriere.“ (Pater Klaus Mertes) 48:34 „Ich glaube fest daran, dass so eine Geschichte wie die von Nawalny am Ende den Diktator entlarven wird (…). Und ich glaube fest daran, dass das, dass die österliche Botschaft das Vorbild schlechthin dafür ist.“ (Pater Klaus Mertes) 49:17 „Das Christentum ist eine radikale Religion, sie ist ein radikales Ja zu einer Hoffnung mitten in der Situation von Angefeindetwerden.“ (Pater Klaus Mertes)
- Klaus Lederer im Interview mit Ralf Hanselle – „Meine Positionen sind in der Partei nicht mehrheitsfähig“21.03., 17:5421.03.2024, 17:5400:48:28
Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Politik nutzen der ehemalige Berliner Kultursenator Klaus Lederer und Ralf Hanselle, stellvertretender Chefredakteur von Cicero, das gemeinsame Gespräch für einen politischen Kassensturz anlässlich des gerade erschienenen Buchs von Klaus Lederer "Mit Links die Welt retten". https://kanon-verlag.de/shop/sachbuecher/klaus-lederer-mit-links-die-welt-retten/ Inhalt Podcast: 5:27 Also ich glaube, das tatsächlich zu guten demokratischen Verhältnissen gehört, dass alle sich an die Regeln halten, dass zu guten demokratischen Verhältnissen im Grunde auch gehört, dass alle demokratischen Parteien, (…) prinzipiell auch in der Lage sind, wenn die Situation ist, hergeben, politische Miteinander kooperationsfähig zu sein. (Klaus Lederer) 7:00 Hören Sie den Podcast mit Susan Neiman: https://www.cicero.de/kultur/susan-neiman-ralf-hanselle-cicero-podcast-gesellschaft-woke 9:04 "Die gesellschaftliche Linke kommt gar nicht umhin, den politischen Kassensturz einzuleiten. Weil so wie sie gerade dasteht, kann sie nun beim besten Willen nicht mehr behaupten, dass alle anderen dafür verantwortlich seien, dass sie in diesem Zustand sei, in dem sie ist, sondern das muss dann mit ihr selbst zu tun haben." (Klaus Lederer) 17:30 "Wenn wir heute als Linke noch irgendwas im politischen System wollen, dann müssen wir zum einen begründen, warum es uns gibt und wir müssen zum Zweiten irgendwie nachvollziehbar begründen, wie wir die politischen Ziele, die sich daraus ergeben, umsetzen wollen. An beidem fehlt es gerade." (Klaus Lederer) ab 19:00 Warum ist Marx heute immer noch aktuell? 29:09 Ralf Hanselle bezieht sich auf das Buch von Dirk Oschmann: Der Osten. Eine westdeutsche Erfindung, Ullstein 2022 31:10 "Es gibt dieses diffuse Unbehagen, das Wissen, dass die Rezepte der Vergangenheit die Gewissheiten der Vergangenheit so nicht mehr tragen." (Klaus Lederer) 37:32 "Und das ist einer der Vorwürfe, die ich der gesellschaftlichen Linken mache, dass sie für diesen Deutungskampf eigentlich bezogen auf 89 90 auf den real existierenden Sozialismus überhaupt kein Deutungsmuster anzubieten hat." (Klaus Lederer) 44:08 "Wenn dann heute die Vertreter der Bundesregierung in die Länder des Südens reisen, um den zu erklären, ihnen auf die Schulter zu klopfen, So, jetzt sorgt er dafür, dass wir den Wasserstoff für unsere SUVs kriegen. Und wir helfen euch auch ein bisschen, dass wir diese Wasserstoffinfrastruktur ja aufbauen könnt. Dann hat das natürlich was Neokoloniales, das ist ganz klar so!" (Klaus Lederer)
- K.-T. zu Guttenberg im Interview mit Daniel Gräber – „Wir boxen sehr unter der Gewichtsklasse, die wir haben könnten“14.03., 15:0314.03.2024, 15:0300:27:49
Cicero – Magazin für politische Kultur Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist zu Gast im Cicero Podcast Politik. Mit Wirtschafts-Ressorleiter Daniel Gräber spricht Guttenberg über sein gerade erschienenes Buch "3 Sekunden", über die Gemeinsamkeiten mit Robert Habeck, was uns mit den USA vereint und ob er sich es vorstellen kann, jemals wieder in die Politik zurück zu kehren. Karl-Theodor zu Guttenberg: 3 Sekunden. Notizen aus der Gegenwart, Herder Verlag 2024 https://www.herder.de/geschichte-politik/shop/p4/83018-3-sekunden-gebundene-ausgabe/ Inhalt Podcast: 2:43 "Und ich bin schon sehr dankbar, auch die Härten dieser Lehre erfahren zu haben, weil sie mir vieles im Leben danach erleichtert haben." (K.-T. zu Guttenberg) 5:28 "Was ich an Robert Habeck sehr schätze, ist der Umstand, dass er jetzt auch nicht nur zu platten Sprechblasen neigt, auch wenn ihm das gelegentlich vorgeworfen wird, sondern jemand, der sich auch mal die Zeit nimmt, etwas zu überlegen und den Menschen auch mal sagt 'Davon verstehe ich nichts'. Jetzt darf daraus natürlich auch nicht eine dauerhafte Masche werden." (K.-T. zu Guttenberg) 6:42 "Es ist einfach so. Ein Olaf Scholz wird nie ein Charismatiker werden." (K.-T. zu Guttenberg) 7:37 "Also ich bin angesichts der der Alternativen, wobei eine dieser Alternativen ja sogar den Begriff Alternative im Parteinamen trägt, wird man nicht mit Bausch und Bogen diese Option verdammen können. Ob man es will, ist eine andere Frage. Aber am Ende wird man, Wenn sich die Ränder weiter stärken, wird man in der Mitte die Kompromisse finden müssen." (K.-T. zu Guttenberg) 9:33 "Es gibt eine Parallele, wo uns die USA jetzt nicht nur im Positiven einen kleinen Schritt voraus ist, wo wir aber mit Siebenmeilenstiefeln hinterher hechten und hecheln. Das ist die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft. Das ist eine unerbittliche Tonalität, die Einzug gehalten hat und die sich in erbitterten, erbitterten politischen Kämpfen jetzt auch widerspiegelt. Und das ist etwas, was eine gewisse Parallele gerade darstellt und was vielleicht ein Abbild der Demokratien unserer Zeit heute ist." (K.-T. zu Guttenberg) 14:22 "Ich glaube, wir boxen sehr unter der Gewichtsklasse, die wir haben könnten." (K.-T. zu Guttenberg) 15:15 "Seit sicher zwei Jahrzehnten fallen wir aus als die Impulsgeber Europas und haben das immer so gewiss verschüchtert mit unserer Vergangenheit begründet. Gleichzeitig sind aber viele europäische Partner, Mitgliedstaaten und die Regierungen so aufgestellt mittlerweile, dass sie sagen 'Wir erwarten uns eine gewisse Führungskraft Führungsimpulse, die von Deutschland ausgehen' und das leisten wir nicht." (K.-T. zu Guttenberg) 23:09 "Ich kann mir unter wirklich keinen Umständen eine Rückkehr in die Politik vorstellen. Die Zeiten sind vorbei." (K.-T. zu Guttenberg) 19:30 "Also sage ich jetzt mal als Wähler: eine Inflation von Großbegabungen im politischen Geschäft haben wir nicht." (K.-T. zu Guttenberg)
- Butz Peters im Interview mit Alexander Marguier – „Das ist brandgefährlich für diese Republik“07.03., 13:0507.03.2024, 13:0500:34:12
Cicero – Magazin für politische Kultur Chefredakteur Alexander Marguier spricht mit dem Rechtsanwalt und RAF-Experten Butz Peters anlässlich der Festnahme der RAF-Terroristin Daniela Klette über den Terror der RAF in Deutschland, über die noch flüchtigen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub und über Unterschiede und Parallelen zu heutigen terroristischen Aktivitäten wie z.B. dem Anschlag auf die kritischen Infrastrukturen rund um das Tesla-Werk in Grünheide in Brandenburg. Inhalt Podcast: 1:35 "Ich hatte es gehofft, aber nicht für sehr wahrscheinlich gehalten." (Butz Peters) 4:02 "Was man sagen kann unterm Strich ist: Da ist die kriminaltechnische Entwicklung mal wieder schneller gewesen, als die RAF denken konnte." (Butz Peters) 5:41 über Daniela Klette 8:28 Wer ist das Netzwerk der 3. Generation der RAF? 9:32 "Deswegen denke ich, dass die RAF Generation (…) aus den Fehlern gelernt hat. Da hat es wenig Mitwisser gegeben." (Butz Peters) 11:15 Kriegswaffen in einer Privatwohnung in Berlin-Kreuzberg 11:50 Kann Burkhard Garweg demnächst gefasst werden? 13:02 "Die Chancen, ihn festzunehmen ist noch nie so groß gewesen wie jetzt."(Butz Peters) 13:56 Über Ernst-Volker Staub, dem 3. RAF-Terroristen 17:45 Wer hätte ein Interesse an der Unterstützung der RAF gehabt? 18:17 Wie unterscheiden sich die drei RAF-Generationen eigentlich voneinander? 20:46 "Das Ziel des Ganzen war, einer radikal linken Ideologie folgend, auszuprobieren, ob es nicht gelingen kann, durch Anschläge auf Repräsentanten die potenziell revolutionären Massen, so wie das damals formuliert, zu mobilisieren, dass sie sich erheben und man in eine vorrevolutionäre Stellung kommt." (Butz Peters) 24.44."Die dritte Generation ist voller Rätsel." (Butz Peters) 26:30 "Also wenn das, was damals der Verfassungsschutz geschrieben hat, dann würden noch 2/3 der Personen aus der dritten Generation fehlen." (Butz Peters) 28:36 Über das Risiko einer Neugründung der RAF: Ist die Strahlkraft so groß? 29:36 "Aber man muss sehen, dass die jedenfalls die Klimaaktivisten, die die Straßen blockieren, nichts zu tun haben mit der üblen Art, wie die RAF aus dem Hintergrund Menschen ermordet hat." (Butz Peters) 31:46 über die organisatorische Struktur der 3. Generation RAF über die Parallelen zum Anschlag der Vulkan-Gruppe auf das Tesla-Werk in Grünheide / Brandenburg
- J. Spahn, L. Reisner, J.M. Scherf im Interview mit A. Marguier – „Die Zeit der Formelkompromisse ist vorbei!“29.02., 15:4929.02.2024, 15:4900:46:14
Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Politik spricht Alexander Marguier mit Mitglied des Bundestages Jens Spahn, CDU, der Seenotretterin Lea Reisner (Die Linke) und Landrat Jens Marco Scherf (Bündnis 90/Die Grünen) über eines der dringlichsten Themen zur Zeit: die Flüchtlingspolitik. Dieser Podcast wurde am 23. Februar 2024 als "Cicero Hard Talk" aufgezeichnet. Das dazugehörige Video können Sie hier sehen: https://www.kivvon.com/de/cicero-magazin-fuer-politische-kultur
- Gitta Connemann im Interview mit Volker Resing – „Herr Habeck hat von Wirtschaft keine Ahnung“22.02., 12:2622.02.2024, 12:2600:47:01
Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Politik spricht Ressortleiter Volker Resing mit Gitta Connemann, CDU-Bundestagsabgeordnete, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Anwältin und Schuhverkäuferin über ihre Eindrücke von ihrer Reise nach Israel unlängst mit Friedrich März, und über die Wirtschafts- und Energiepolitik der Bundesregierung. Dies durchaus kritisch, denn Gitta Connemann konstatiert dem Bundeswirtschaftsminister Habeck, er habe von Wirtschaft keine Ahnung. Inhalt Podcast: 4:22 „Die Kritik an Friedrich Merz (in Bezug auf sein Verhältnis zu Benjamin Netanjahu) kann ich in keiner Weise verstehen.“ (Gitta Connemann) 6:46 „Und ich empfehle uns dringend als denjenigen, die im Westen leben, die Frauen wie ich sind, die froh sind, leben zu können, wie sie es wie sie dürfen, zu erkennen, dass Israel für westliche Werte kämpft, auch für unsere Demokratie, übrigens auch die Rechte der Frauen.“ (Gitta Connemann) 8:17 „Die UN erscheint mir inzwischen als eine einzige Schieflage, um das in aller Deutlichkeit zu sagen.“ (Gitta Connemann) 11:53 „Unsere Außenministerin redet über feministische Außenpolitik, meldet sich aber nicht zu Wort angesichts von Gräueltaten gegenüber Frauen. Übrigens auch nicht im Iran. Das ist, finde ich, bemerkenswert.“ (Gitta Connemann) 17:44 „Es explodiert alles: bürokratische Lasten, Steuern und Sozialabgaben bei gleichzeitig einer riesen Konjunkturdelle, entsprechenden Konsumzurückhaltung, Investitionsabwanderung etc. pp., die dazu führt, dass Produktion eingestellt wird, verlagert wird.“ (Gitta Connemann) 19:34 „Das Wachstumschancengesetz ist allerdings nur ein Strohhalm (…) wenn das Volumen sieht.“ (Gitta Connemann) 20:44 „Also ich glaube, dass Herr Lindner eigentlich auf dem richtigen Weg wäre, wenn man ihn erstens lassen würde und zweitens er sich durchsetzen könnte.“ (Gitta Connemann) 21:50 „Diese Schuldenmacherei, die Herr Habeck sich wünscht, erinnert mich ein Stückchen fast wie an einen Süchtigen.“ (Gitta Connemann) 23:42 „Die Ampel trägt die Verantwortung für ihr Krisenmanagement.“ (Gitta Connemann) 27:31 „Wenn das Ziel ist, eine Deindustrialisierung Deutschlands, dann gelingt es der Ampel mit Bravour. Aber es sollte nicht unser Ziel sein, denn wir brauchen auch eine starke Industrie in Deutschland, um als Wirtschaftsstandort weltweit bestehen zu können.“ (Gitta Connemann) 31:11 Das Thema Bürgergeld „konterkariert das Prinzip ‚Leistung muss sich lohnen‘, es konterkariert das Lohnabstandsgebot. Das ist dem Grunde nach tatsächlich direkt die Axt, an das Fundament Deutschlands gelegt.“ (Gitta Connemann) 33:47 „Und eine kluge Politik, egal ob Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberale oder Grüne, sollten dann die Kraft haben zu sagen Es gibt eine neue Situation, auf die ich mich neu einstellen muss. Wenn uns diese Fähigkeit verloren geht, dann sind wir eigentlich nicht mehr in der Lage, auch verantwortungsvoll Politik zu machen.“ (Gitta Connemann) 37:05 „Für mich ist Friedrich März der richtige Kanzlerkandidat.“ (Gitta Connemann) 41:00 „Die beste Schule für die Politik ist die Begegnung mit der Wirklichkeit.“ (Gitta Connemann)
- Andreas Radbruch im Interview mit Axel Meyer – „Die Bevölkerung wurde durch Angstszenarien diszipliniert"15.02., 14:2315.02.2024, 14:2300:45:56
Cicero – Magazin für politische Kultur Der deutsche Immunologe und inzwischen emeritierte Professor für Experimentelle Rheumatologie an der Berliner Charité Andreas Radbruch und Evolutionsbiologe Axel Meyer werfen gemeinsam einen wissenschaftlichen Blick auf die zurückliegende Corona-Pandemie. Wie sehen in der Rückschau die Vor- und Nachteile der entwickelten Impfstoffe aus? Machte es wirklich Sinn, Menschen drei- oder viermal hintereinander zu impfen? Beide Wissenschaftler fordern eine kritische Aufarbeitung des Umgangs mit der Pandemie: von Wissenschaftlern, Politikern und auch von den Medien, denn irgendwann kommt das nächste Virus. Inhalt Podcast: 10:51 "Also unterm Strich gehört das Impfen zu den erfolgreichsten medizinischen Maßnahmen überhaupt. Und das hat auch bei Covid-19 ganz prima funktioniert. Geimpfte sind vor schwerer Krankheit und vor Tod weitestgehend geschützt. Fast alle. Nur die Erwartung vieler, dass es auch vor Ansteckung schützt, das hat sich nicht gezeigt." (A. Radbruch) 18:39 "Blindes Boostern macht keine Sinn." (A. Radbruch) 21:12 "Das ist jetzt meine persönliche Sicht der Dinge, man wollte im Prinzip die Bürger dazu bringen, dass sie Maßnahmen tolerieren, wie irgendwelche Formen von Lockdowns oder Einschränkungen oder Schulschließungen, in dem man ihnen gesagt hat, jede neue Variante ist eine neue Gefahr." (A. Radbruch) 21:51 "Und der Schutz vor Ansteckung, dass der nicht da ist, das war für die eigentlichen Experten auch von Anfang an eher unwahrscheinlich. Es wäre sehr überraschend gewesen, wenn das so gekommen wäre." (A. Radbruch) 27:43 "Die Politik hat sich, das war mein Eindruck, Berater gesucht, die ihr genehm waren, unabhängig von deren Standing in der internationalen Wissenschaft." (A. Radbruch) 27:57 "Und für mich war die größte Überraschung in der Pandemie, was die Journalisten betrifft, und auch eine große Enttäuschung, dass viele Journalisten der seriösen Presse dieses Spiel mitgespielt haben und nicht eigenständig und kritisch selber recherchiert haben. Ich habe jedenfalls gelernt, engagierte Journalisten und die Klacköre der offiziellen Politik zu unterscheiden." (A. Radbruch) 30:23 "Selbst unter den Virologen war ja klar, dass eine Politik wie Zero-Covid, also das heißt die Ausrottung des Covid-Virus, nicht funktionieren kann, schon gar nicht auf nationaler Ebene, aber eben auch international nicht." (A. Radbruch) 39:39 "Also wir haben in der Wissenschaft tatsächlich ein Datenmengenproblem. Und wie wir das in den Griff kriegen, ist meines Erachtens eine ganz große Herausforderung für die Zukunft. Wie können wir wichtige von unwichtige Information unterscheiden? Was sind die Kriterien dafür, dass eine Information tatsächlich stimmt?" (A. Radbruch) 43:37 "Ich denke, 300 Jahre Kant, wir streben immer noch nach einem Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, also zu einer aufgeklärten Gesellschaft. Ich würde mich freuen, wenn man das wenigstens als die Take-Home-Message sehen könnte." (A. Radbruch)
- Joachim Bauer im Interview mit Ralf Hanselle – „Social Media macht uns krank"01.02., 11:5301.02.2024, 11:5300:39:18
Cicero – Magazin für politische Kultur Wir sind tagtäglich auf Social Media-Plattformen unterwegs, bewegen uns mühelos durch das Metaversum und unsere Gehirnleistung scheint sich nahtlos mit Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT zu verknüpfen. Was macht diese Digitalkultur eigentlich mit unserem Körper? Laut des Psychiaters und Neurowissenschaftlers Joachim Bauer erleben wir derzeit einen fortschreitenden Realitätsverlust. Über die Auswirkungen unserer Flucht in die digitalen Welten spricht Cicero-Redakteur Ralf Hanselle mit dem Wissenschaftler und Bestsellerautor Joachim Bauer im Cicero Podcast Gesellschaft. Joachim Bauer: Realitätsverlust. Wie KI und virtuelle Welten von uns Besitz ergreifen – und die Menschlichkeit bedrohen, Heyne 2023 https://www.penguin.de/Buch/Realitaetsverlust/Joachim-Bauer/Heyne/e615333.rhd 2:30 "Ich habe Patientinnen gesehen, die krank geworden sind an Social Media" (J. Bauer) 8:07 "Die Reise wird dahin gehen, dass die Menschheit als Ganzes, aber auch jeder Einzelne sein Leben zunehmend in diese virtuellen Räume verlagert." (J. Bauer) 14:00 "Der Transhumanismus hat im Grunde den Irrtum, dass er glaubt, dass der Geist des Menschen nichts weiter ist als eine unheimlich verdichtete Ansammlung von Informationen und deren Verarbeitung." (J. Bauer) 15:11 "Bewusstsein ist ein Naturphänomen eigener Art, das wir noch nicht ganz entschlüsselt haben. Aber es ist eben weit mehr als nur eine verdichtete Informationsansammlung und Kapazität von Informationsverarbeitung." (J. Bauer) 18:59 "Alle Transhumanisten sagen die Erde ist nicht zu retten. (…) Die Rettung der Menschheit und jedes einzelnen Menschen wird sein, rüberzurücken in die virtuellen Räume." (J. Bauer) 20:33 "Wir laufen Gefahr, das unter dem Einfluss des Transhumanismus eine immer größere, ein immer größerer Teil der Menschheit tatsächlich sagt Ja, dieser Globus ist nicht zu retten." (J. Bauer) 24:45 "Und was die große Gefahr ist jetzt, und das sage ich eben in diesem Buch, dass wir zurückfallen hinter die Aufklärung und mit den neuen popkulturellen Mythen, nicht mit Matrix." (J. Bauer) 27:27 "Der Mensch hat ein biologisch eingebaut das Bedürfnis nach Sozialität. Und wenn wir keine gelingende Sozialität haben, wenn uns das nicht gelingt, hinreichend gute Beziehungen zu unseren Mitmenschen zu organisieren als Menschen, dann werden wir krank." (J. Bauer) 29:59 "Und wir sehen eben, dass Leute, die mehr als drei Stunden am Tag in Social Media sind, ihr Depressionsrisiko verdoppeln." (J. Bauer) 23:20 Bauer bezieht sich auf die Veröffentlichungen von Jaron Lanier, z.B. Anbruch einer neuen Zeit. Wie Virtual Reality unser Leben und unsere Gesellschaft verändert, Hoffmann und Campe 2018 https://hoffmann-und-campe.de/products/45110-anbruch-einer-neuen-zeit Bauer bezieht sich auf den Dokumentarfilm "Das Dilemma mit den sozialen Medien", 2020, der auf Netflix zu sehen ist. 37:28 "Da verteidige ich halt die gute alte Aufklärung. Also wie Kant gesagt hat: 'Wage es, deinen Verstand zu benützen'. Und ich glaube, zu viele Menschen haben vergessen, dass sie ihren Verstand auch dann benützen sollten, wenn es um digitale Produkte geht." (J. Bauer)
- Ron Prosor im Interview mit Alexander Marguier – „Israel wird nie mehr so sein wie vor dem 7. Oktober"26.01., 11:3226.01.2024, 11:3200:29:49
Cicero – Magazin für politische Kultur Seit mehr als drei Monaten führt Israel Krieg gegen die Hamas – mit dem Ziel, die palästinensische Terrororganisation zu vernichten. Aber kann das überhaupt gelingen? Und was ist dran an dem Vorwurf, die israelische Armee würde in Gaza einen Völkermord verüben? Ron Prosor, der israelische Botschafter in Deutschland, bezieht Stellung zu diesen Fragen. Und erläutert im Cicero Podcast Politik mit Chefredakteur Alexander Marguier, warum seine Regierung eine Zwei-Staaten-Lösung nicht akzeptieren kann. Inhalt Podcast: 2:50 "Wenn man über Antisemitismus in Deutschland redet, dann muss ich leider sagen, dass wir Antisemitismus von links, von rechts haben und Antisemitismus auch von denjenigen, die Migrationshintergrund haben." (Ron Prosor) 4:52 "Israel wird nie mehr so sein wie vor dem 7. Oktober." (Ron Prosor) 8:29 "Wir haben 80.000. Israelis, die jetzt Flüchtlinge in ihrem eigenen Land sind." (Ron Prosor) 11:42 "Ich glaube, es ist realistisch, die Infrastruktur von Hamas zu beseitigen und auch die Führung, aber es ist nicht realistisch, die Ideologie aus den Köpfen der Menschen rauszuziehen." (Ron Prosor) 15:57 "Also ganz aktuell Hamas, Hisbollah und die Huthis: Alle werden vom Iran ganz klar unterstützt." (Ron Prosor) 22:11 "Man kann natürlich in der Zukunft über zwei Staaten sprechen, aber nur, nachdem wir ganz klar jetzt haben, dass das kein Terrorstaat (ist). Also dass diejenigen, die jetzt wie ein Papagei die Zweistaatenlösung (fordern), ja schön, aber wie machen wir es so, dass da demokratische Strukturen zu finden sind?" (Ron Prosor) 26:15 "Wir müssen UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge) in dieser Hinsicht ganz klar ändern. Es kann als eine UN-Einrichtung nicht so weitergehen." (Ron Prosor) 26:51 "Ich muss ganz klar sagen: Die Bundesrepublik (…), alle demokratischen Parteien haben sich ganz klar auf der Seite Israels positioniert." (Ron Prosor) 28:56 "Wenn wir Israelis und Juden zusammenhalten, und ich hoffe, dass auch die demokratischen Staaten mit uns stehen. Wenn wir zusammenstehen, sind wir unbesiegbar." (Ron Prosor)
- Marius Busemeyer im Interview mit A. Meyer und M. Sommer – „Die Rechtspopulisten profitieren vom negativen Framing"18.01., 15:0118.01.2024, 15:0100:43:21
Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Wissenschaft vertritt der Politologe und Ungleichheitsforscher Marius Busemeyer die These, dass die subjektive Wahrnehmung von Ungleichheit unter den Bürgern wächst. Gemeinsam diskutiert er mit den Gastgebern Michael Sommer und Axel Meyer die Frage, welche Auswirkungen dies auf das Wahlverhalten der Bürger hat und ob Parteien wie die AfD oder auch das Bündnis Sahra Wagenknecht davon profitieren. Inhalt Podcast: 13:54 "Und man muss da ein bisschen aufpassen, dass man als Wissenschaftler natürlich nicht zum Politiker wird, weil das ist nicht unsere Aufgabe. (…) Aber es erfordert einiges an Engagement von Seiten der Wissenschaft und es erfordert auch eine gewisse Offenheit von Seiten der Politik." (M. Busemeyer) 17:11 "Ich denke, für mich ist die Grenze zwischen Wissenschaft und Politikberatung relativ klar.(…) Es geht nicht darum, dass ich eine bestimmte politische Position als Wissenschaftler vertrete." (M. Busemeyer) 19.54 Busemeyer bezieht sich auf das Buch "The Spirit Level - Why equality is better for everyone" von Richard Wilkinson und Kate Pickett, Penguin Books UK 2010 21:46 Wie misst man Ungleichheit? Nimmt sie zu oder ab? Wie kann man subjektive Wahrnehmung von Ungleichheit quantifizieren? 23:28 "In Deutschland haben wir seit den letzten 10, 15 Jahren keine dramatische Veränderung der Einkommensungleichheit gehabt. Das geht ein bisschen rauf und runter, aber es ist relativ stabil geblieben. Da sieht man schon, der öffentliche Diskurs geht in eine andere Richtung." (M. Busemeyer) 27:35 "Und ich glaube, da haben wir schon so eine Art Negativspirale inzwischen, wo die politischen Akteure, die von diesem negativen Framing profitieren, (…) und das kann schon dazu führen, dass wir da teilweise in diese Negativspirale reinkommen. Und dass es sehr schwierig ist, da mit positiven Botschaften durchzudrängen." (M. Busemeyer) 29:25 "Das Spannende an diesem Ungleichheitsthema ist, dass man es politisch ganz unterschiedlich benutzen oder instrumentalisieren kann. Und dass es schon auch nochmal einen Unterschied gibt zwischen einer rechtspopulistischen Partei und einer bürgerlich-liberalen Partei." (M. Busemeyer) 30:57 "Das Thema Ungleichheit ist offen für sehr unterschiedliche Bezugspunkte, ob ich mich mit den Superreichen vergleiche oder mit den Migranten und so weiter. Deswegen ist es, glaube ich, gerade auch als Narrativ über Parteigrenzen hinweg recht beliebt, aber eben mit unterschiedlicher Interpretation oder unterschiedlicher parteipolitischer Färbung." (M. Busemeyer)
- Guido Steinberg im Interview mit Alexander Marguier – „Die Bundesrepublik hat überhaupt kein politisches Gewicht“11.01., 11:1611.01.2024, 11:1600:59:03
Cicero – Magazin für politische Kultur Mit den verheerenden Angriffen der palästinensischen Hamas-Organisation vom 7. Oktober gegen Israel ist die ohnehin explosive Gemengelage in der Region weiter eskaliert – jeden Tag erreichen uns neue Schreckensbilder. Und doch können die meisten von uns die blutigen Ereignisse nicht richtig einordnen, weil wir die einzelnen Zusammenhänge und Hintergründe nicht genau kennen. Im Podcast Politik spricht Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier deshalb mit Guido Steinberg, einem der besten deutschen Nahost-Experten, über die Situation in Gaza, das Leid der Zivilbevölkerung – und über die angespannte innenpolitische Stimmung in Israel. Es geht aber auch um die vielen Stellvertreterkonflikte im Nahen Osten und um die Frage, ob Deutschland dort als Vermittler ernstgenommen wird. Mehr von Guido Steinberg lesen Sie auf cicero.de: https://www.cicero.de/aussenpolitik/iran-atombombe-atomabkommen-israel-naher-osten https://www.cicero.de/aussenpolitik/terrorgruppe-hamas-die-juden-ins-meer-treiben Inhalt Podcast: 3:30 "Ich glaube immer noch, dass die Israelis ihr Kriegsziel erreichen können, nämlich die Zerschlagung der Hamas." (Guido Steinberg) 7:29 "Die Hamas scheint darauf gehofft zu haben, dass der Angriff auf Israel eine sehr, sehr harte Gegenreaktion provoziert, wie das auch geschehen ist, und dass dann die Verbündeten im Libanon, in Syrien, im Irak und auch im Iran und im Jemen auf der Seite der Hamas in diesen Konflikt eintreten." (Guido Steinberg) 13:07 "Also all das, was jetzt auch von der internationalen Gemeinschaft, von den Amerikanern und auch den Deutschen, den Europäern gefordert wird, hat nicht mehr so die starke Unterstützung in Israel." (Guido Steinberg) ab 18:30 "Was ist die Hisbollah für eine Organisation und in welchem Verhältnis steht die Hisbollah zur Hamas?" (Alexander Marguier) 23:09 "Was ist das Ziel von Teheran im Nahen und Mittleren Osten?" (Alexander Marguier) ab 30:45 Unterschiede zwischen Schiiten und Sunniten 34:34 Alexander Marguier bezieht sich auf folgendes Interview: https://www.youtube.com/watch?v=w0NxI44yBDM ab 35:00 Über die Situation in Saudi Arabien 38:39 Zum Bürgerkrieg im Jemen und den Huthi-Rebellen 42:50 Über die Rolle des Westens und die Rolle der USA vor dem Hintergrund der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen 48:24 "Politisches Gewicht hat die Bundesrepublik überhaupt nicht" (Guido Steinberg) 55:30 "Ich denke mal, dass da zunächst einmal die Vorstellungskraft für andere Lösungen fehlt und dass die Zwei-Staaten-Lösung so schön einfach ist." (Guido Steinberg)
- Jens Marco Scherf im Interview mit Clemens Traub – „So kann Integration nicht funktionieren“04.01., 10:4404.01.2024, 10:4400:32:38
Cicero – Magazin für politische Kultur Der grüne Landrat Jens Marco Scherf aus Bayern fühlt sich angesichts der Migrationskrise von der Bundesregierung und seinen eigenen Parteifreunden im Stich gelassen. Die Grenzen des Belastbaren seien in seinem Landkreis bereits seit Monaten überschritten – Integration werde unter diesen Umständen zu einem „Zufallsprodukt“, sagt er im Cicero Podcast Politik mit Cicero-Redakteur Clemens Traub. Ein Interview mit Jens Marco Scherf können Sie ergänzend zu diesem Podcast lesen auf cicero.de: https://www.cicero.de/innenpolitik/migration-fluchtlinge-asyl-grune Inhalt Podcast: 1:50 "Ich persönlich habe mit all meinen Sorgen wegen der Entwicklung in der Migrationslage überhaupt kein Gehör gefunden." (Jens Marco Scherf) 2:43 "Der Handlungsdruck ist eigentlich noch viel, viel größer geworden für uns vor Ort, als auch für die Politik auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene." (Jens Marco Scherf) 6:22 "Es ist wirklich bewundernswert, dass unsere Lehrkräfte, wie auch in den Kindergärten, die Erzieherinnen es irgendwie doch immer wieder schaffen.(…) Es ist eigentlich nicht mehr vorstellbar, wie wir das verantwortbar leisten können." (Jens Marco Scherf) 8:24 "Ein Beratender soll sich um 900 Geflüchtete kümmern. Es fehlt einfach uns die Ressource und so intensiv, um die Menschen zu kümmern, dass Integration funktionieren soll." (Jens Marco Scherf) 10:44 "Da kommt es immer wieder zu Konflikten, wo man einfach sagen muss, Leute, wir müssen da stärker einfordern, was die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft sind." (Jens Marco Scherf) 13:56 "Und wenn wir diese Gesellschaft auf der starken individuellen Freiheit die kommenden Jahrzehnte weiterentwickeln wollen, müssen das natürlich auch die Menschen, die zu uns kommen, lernen und sich damit auseinandersetzen." (Jens Marco Scherf) 16:55 "Und hier wird es für mich als Kommunalpolitiker vor Ort extrem schwierig, den Menschen zu erklären, was wir hier vor Ort machen." (Jens Marco Scherf) 19:59 "Und dann tut mir es echt weh und dann werde ich auch wütend, wenn einem dann am Ende noch vorgeworfen wird, man wäre der Steigbügelhalter für rechtspopulistische Positionen." (Jens Marco Scherf) 21:25 "Deswegen hilft es am Ende nicht, irgendwelche rhetorischen Fehlleistungen, die immer wieder vorkommen, zu beklagen, sondern die Antwort ist ein entschiedenes politisches Handeln, das die Menschen überzeugt, dass Regierung und Opposition, dass unsere frei orientierten Parteien sich der Sache annehmen, dann haben Rechtspopulisten in unserem Land keine Chance." (Jens Marco Scherf) 26:09 "Der politische Diskurs, der ist so vergiftet, so verhärtet, so rhetorisch überdreht, vor allem in den sozialen Medien und ja viel eher in unseren Talkshows, als wenn ich vor Ort mit den Menschen direkt spreche." (Jens Marco Scherf)
- Mathias Brodkorb im Jahresrückblick mit Alexander Marguier – „Hast du nicht als Marxist angefangen?“ „Unbedingt!“28.12., 11:5528.12.2023, 11:5501:48:35
Cicero – Magazin für politische Kultur Was hat uns 2023 beschäftigt, in den Bann gezogen – oder besonders abgeschreckt? Chefredakteur Alexander Marguier und Kolumnist Mathias Brodkorb blicken zurück auf zwölf Monate voller skurriler Ereignisse: von Rammstein-Konzerten bis zu einer Hundekot-Attacke. Der feuchtfröhliche Jahresrückblick von Cicero. Denn reichlich Wein wird auch probiert. In diesem Podcast werden folgende Weine verkostet: https://www.weingut-st-remigius.de/ https://www.amazon.de/VINICA-MAVRUD-Zagreus-Parvomay-Bulgarien/dp/B00RXP4F2O https://www.marxweinshop.de/marxismuss/ https://weinmanufaktur.de/produkt/lemberger-trocken-barrique-dreistern/ Inhalt Podcast: 2:44 Januar: Rücktritt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht 6:48 Februar: Attacke auf FAZ-Kolumnistin durch Choreograph Marco Goecke, Staatstheater Hannover 13:00 März: Der Bundestag beschließt die Wahlrechtsreform 25:30 April: Skandal um Mathias Döpfner 35:35 Mai: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck entlässt seinen Staatssekretär Patrick Graichen und Skandal um Sänger Till Lindemann 42:40 Juni: Prigoschin-Meuterei in Moskau 53:13 Juli: Kinostart Barbie und die entlaufene Löwin von Kleinmachnow 1:00:31 August: Skandal um Hubert Aiwanger 1:07:52 September: Grunderwerbsteuer in Thüringen / AfD 1:18:23 Oktober: Neues Rolling Stones-Album erscheint 1:29:55 November: Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2022 1:38:27 Dezember: Krisenmodus als (Un-)Wort des Jahres
- L. Teuteberg, M. Günther und M. Brodkorb – „Die Koalition hat beim Tricksen schon viel Kreativität bewiesen"22.12., 09:5022.12.2023, 09:5000:44:26
Cicero – Magazin für politische Kultur Nach dem folgenschweren Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Haushalt 2022 wäre eigentlich ein rigoroser Sparkurs angesagt. Stattdessen wird darüber diskutiert, die Schuldenbremse abzuschaffen. Im Cicero Hard Talk mit Chefredakteur Alexander Marguier streiten über dieses Thema Linda Teuteberg (FDP), Martin Günther (Die Linke) und Cicero-Autor Mathias Brodkorb. Es geht ordentlich zur Sache! Inhalt Podcast 9:44 "Und das, was jetzt das Urteil der Richter bedeutet, heißt einfach, dass man sich nicht mit Taschenspielertricks um die Aufgabe herum mogeln kann, als Politik Prioritäten zu setzen. Und ich kann aus langjähriger parlamentarischer und auch Regierungserfahrung berichten: In den öffentlichen Haushalten gibt es genug Geld, das an sinnlosen Stellen entweder ausgegeben wird oder so über bürokratisiert, dass viel Geld verbrannt wird. Und ich finde, es gibt gar keine gute Rechtfertigung dafür, mehr Schulden aufzunehmen als nötig, bevor man diese Missstände nicht beseitigt hat." (Mathias Brodkorb) 11:06 "Aber ganz klar ist Das hat mir auch gefehlt in der Regierungserklärung des Kanzlers zum Beispiel nicht. Zum einen weder diese, diese Zusagen auch noch in Anglizismen with you never walk alone oder das noch auf andere zu beziehen. Ich würde mir viel mehr wünschen, dass schon klar gemacht wird, dass sich etwas verändern muss zum einen und zum anderen, dass man auch nicht nur die Empfänger von sozialen Transfers adressiert in so einer Regierungserklärung, sondern ebenfalls die Menschen, die das alles erwirtschaften und Abgaben leisten. Auch die sollten von der Regierung adressiert werden und entsprechend wahrgenommen werden." (Linda Teuteberg) 14:27 "Ich bin sehr für Priorisieren. Ich bin aber dann auch für die Offenheit zu sagen okay, was will diese Gesellschaft sich leisten? Insgesamt will sie den sozialen Zusammenhalt leisten, will sie sich eine klimaneutrale Zukunft leisten? Und was brauchen wir dann für Finanzierung? Und dann auch das ganze Tableau der Finanzierung Aufmachen von höheren Steuern für Milliardäre und Millionäre. Sie wissen vielleicht, dass vor kurzem eine Studie dargelegt hat, dass unsere Milliardäre in Deutschland wohl nicht 900 Milliarden € Vermögen haben, sondern 100.000 400 Milliarden €. Also wenn man da nicht auch mal darüber nachdenken darf in dieser Gesellschaft, dass man vielleicht auch da noch mal rangeht, wie es die FDP leider tut, dann muss ich ganz ehrlich sagen, sind wir auf dem falschen Dampfer." (Martin Günther) 20:45 "Mir ist wichtig, bei diesen Überlegungen die Schuldenbremse irgendwie aufzuweichen oder zu modifizieren. Wird ja gern davon gesprochen, man wolle sie investitions freundlicher machen. Ich würde sagen Lassen Sie uns mal unser Land investitions freundlicher machen und nicht die Schuldenbremse. Wir brauchen ja vor allem auch ganz viel private Investitionen von Unternehmen und Haushalten. Auch wenn man beim Thema Klimaschutz und da ist viel mehr die Frage Wie sorgen wir dafür, dass Menschen Vertrauen haben und etwas investieren in unserem Land und dass das effizient geschieht." (Linda Teuteberg) 23:39 "Also ich würde sagen, das ist eine Lieblings Ausrede in der Politik, dass die Probleme, die man hat, am mangelnden Geld liegen. Meist liegt es an den schlechteren Konzepten, die Probleme verursachen. Also auch die Vereinigten Staaten werden ihre Politik auf Dauer nicht so fortsetzen können, weil sie sich mit ihren Zinslasten am Ende den Hals zuschnüren. Und ich denke, da bin ich bei Frau Teuteberg. Also eine wesentliche Investitions Bremse in Deutschland ist eine sklerotische Drosselung des Staates in Bürokratie." (Mathias Brodkorb) 30:25 "Und ich sage mal, die Kredit bremse den Kredit zu Bremse im Grundgesetz ist doch eigentlich nur die Flucht vor der Verantwortung, vor vernünftigen fiskalpolitischen Entscheidungen. Das ist damals mit der Mehrheit reingeschrieben worden, um sich nicht tagtäglich, ja jährlich entscheiden zu müssen. Tatsächlich? Was sind vernünftige Ausgaben oder nicht vernünftige Ausgaben? Und am Ende dann zu tricksen an allen Ecken. Also dann mache ich es vernünftig. Schaffen Sie das Ding wieder ab. Und lassen Sie uns jedes Jahr aufs Neue darüber diskutieren. Was wollen wir uns als Gesellschaft leisten? Wie finanzieren wir es? Wofür nehmen wir Kredite auf?" (Martin Günther) 31:51 "Wir brauchen neben öffentlichen Investitionen in viel größerem Umfang private Investitionen. Die Überschätzung, dass der Staat alles richten könne, die führt zu solchen Zuständen wie am Ende der DDR. Und das wollen wir ja nicht." (Linda Teuteberg) 36:19 "Und insofern hat die die Regierung in letzten zwei Jahren was, was so ganz einfache basale Fragen angeht, massiv an Vertrauen verloren. Und man hätte da und das ist eine Einladung, regelrecht das so weiter zu betreiben und die Regierung hätte vielleicht das ein bisschen heilen können, wenn sie gesagt hätte okay, das ist ein politischer Fehler gewesen, das so zu machen, dass nicht viele der Bevölkerung und jetzt müssen wir 17 Milliarden einsammeln und wir fangen bei uns selbst an." (Mathias Brodkorb) 37:38 "Na ja, ich sage mal, die Koalition hat ja beim Tricksen mit der Schuldenbremse schon einiges an Kreativität bewiesen. Insofern gehe ich davon aus, für die FDP wird dann die Kredit Bremse im Grundgesetz festgehalten formal. Und man findet dann wieder neue kreative Möglichkeiten, da drumherum zu gehen. Ehrlich ist was anderes aus meiner Sicht." (Martin Günther) 42:54 "Wir müssen wirklich mit weniger Geld auch eine wirksamere Politik machen, die effizienter ist. Und da gibt es einiges zu tun. Ich höre hier immer nur so von links Sparvorschläge im investiven Bereich und Ausweitungen bei konsumtiven Ausgaben. Wir müssen uns mal anschauen Was hält Menschen davon ab, zu investieren, Verantwortung zu übernehmen in unserem Land, ob jetzt als Arbeitgeber, als zukünftiger Vermieter, Investitionen in unserem Land zu tätigen. Und da, darüber lohnt sich jede Debatte." (Linda Teuteberg)
- Monika Maron im Interview mit Alexander Marguier – „Ich kann nicht in einer kollektiven Runde denken"14.12., 11:5814.12.2023, 11:5800:45:37
Cicero – Magazin für politische Kultur Monika Maron und Alexander Marguier sprechen über Marons neu erschienenes Buch: Das Haus, Hoffmann und Campe 2023 https://hoffmann-und-campe.de/products/65027-das-haus Inhalt Podcast: 5:07 "Ich weiß den Anfang, und ich weiß so ungefähr das Ende von meinen Büchern. Aber wie ich von einem Ende zum anderen komme, weiß ich in der Regel nicht." (Monika Maron) 7:08 "Ich finde das Buch auch keineswegs so harmlos, wie manche es gelesen haben, um ehrlich zu sein. Also dass ich vermeide, irgendwo anzuecken aus Angst, glaube ich, kann man nicht ernst meinen. Also das habe ich nun bewiesen, dass ich das nicht tue." (Monika Maron) 10:53 "Ich habe ja nichts gesagt. Was, was irgendwie jenseits des Wahrnehmbaren war, nur halt ein bisschen früher." (Monika Maron) ab 14:44 über Marons Kindheit, Jugend und beruflichen Werdegang in der ehemaligen DDR 20:42 "Ich glaube, da war viel Misstrauen und Gift unter den Parteifunktionären." (Monika Maron) 22:08 "Ich kann nicht in einer kollektiven Runde denken." (Monika Maron) 25:36 Monika Maron: Flugasche, Hoffmann und Campe (neu aufgelegt), 2021 https://hoffmann-und-campe.de/products/58318-flugasche ab 29:27 Der Weg in den Westen 36:05 Titelgeschichte Cicero im August 2023 https://www.cicero.de/innenpolitik/osten-und-westen-der-bullshit-detektor https://www.cicero.de/innenpolitik/cicero-im-august-unbelehrbar-ostdeutschland 45:00 "Die Grünen sind mein politischer Hauptfeind." (Monika Maron)