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257- Ökonom Jochen Andritzky im Interview mit Carsten Korfmacher – „Wir brauchen kantige und starrköpfige Politiker“29.01., 12:0029.01.2026, 12:0000:50:35
Cicero – Magazin für politische Kultur Die Bundesrepublik steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Warum Visionen fehlen, in der Politik zu viele Apparatschiks unterwegs sind und sich die Gesellschaft in kleinteiligen Pseudodebatten verliert, erläutert Ökonom Jochen Andritzky im Cicero-Podcast Wirtschaft. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau" Inhalt Podcast: Jochen Andritzky: Visionen braucht das Land, Herder Verlag 2026 10:06 "Ich werbe zunächst mal dafür, dass wir unsere Debatte mehr auf die großen Linien, auf die Visionen lenken und mit einer positiven Vision den Menschen Orientierung geben, wie man sich wünscht, dass die Zukunft ausschaut. Und darauf soll dann auch politisch gar keine Blaupause oder keine Detailsteuerung entstehen, sondern dass wir auf Basis dieser Visionen dann wieder über die langfristigen Rahmenbedingungen ringen können, die uns am besten dazu befähigen, bei dieser Vision anzukommen." (Jochen Andritzky) 25:00 "Die Welt ist sehr komplex und die Politik kann nicht das Endergebnisses vollends bestimmen. Also diese Demut vor der Komplexität und auch die Demut, vor dem, was die Politik gestalten kann. Mir geht es darum, dass wir um Rahmenbedingungen ringen, die die Menschen dann selber befähigen, eine Zukunft, ihre eigene Zukunft auch., jeder stellt sich vielleicht anders vor, dass man vielleicht um möglichst viele andere Zukunft der Menschen ermöglicht. Es geht nicht darum, dass die Politik das alles vollends bestimmt." (Jochen Andritzky) 28:36 "Wenn wir uns immer nur in diesen Feldern bewegen, in denen man sich an irgendeinem Punkt, den die Leute halt zufälligerweise sehr stark entzürnt, bewegen, dann nährt das ja im Prinzip die Populisten, die genau das auch wollen, dass man sich dabei entzürnt. Der Konsens in der Gesellschaft ist meiner Ansicht nach immer noch sehr groß und den wünsche ich mir, dass wir in der Diskussion auch weiter voranstellen können." (Jochen Andritzky) 29:43 "Ich wünsche mir die kantigen, vielleicht auch etwas starrköpfigen Politiker wieder mehr, die eben mit einer Idee in den politischen Ring treten und dann sagen, ja entweder werde ich jetzt dafür gewählt und wenn ich nicht gewählt werde oder wenn ich vielleicht auch abgewählt werde, dann ist das so und dann gehe ich wieder raus aus dem Betrieb. Und mein Eindruck ist und das, wenn man sich die Biografien der Politiker, der Abgeordneten auch anschaut, dann sind das ja durchaus so, die sitzen ja sehr lange im Bundestag. Und die wollen auch wiedergewählt werden. Und es ist natürlich schon gut, wenn sie auch versuchen, den Wählerwillen zu repräsentieren. Dafür sind sie ja da. Aber wenn sie selber keine Idee haben und sich dann nur nach dem Fähnchen im Wind bewegen, dann bekommen wir halt auch keine Politik, die vor irgendwas steht." (Jochen Andritzky)
- Ökonom Daniel Stelter – „Wir haben die Grundlagen unserer Wirtschaft systematisch zerstört"23.01., 14:0223.01.2026, 14:0200:50:01
Cicero – Magazin für politische Kultur Die Welt versinkt im Schuldensumpf. Doch was heißt das? Droht die Hyperinflation? Bricht das Finanzsystem zusammen? Ökonom Daniel Stelter erklärt im Cicero Podcast Wirtschaft, welche unheilvolle Entwicklung uns bald droht. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau"
- Gülden Hennemann: „Gefährliche Arabisierung des Islam: Seit 2015 verändert sich Deutschland“22.01., 12:0022.01.2026, 12:0001:00:35
Cicero – Magazin für politische Kultur Die ehemalige Verfassungsschützerin und Politikwissenschaftlerin Gülden Hennemann, Mitglied des neu gegründeten „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“, spricht über Islamogauchismus, muslimische Parallelgesellschaften und die Folgen arabisch geprägter Zuwanderung für Deutschland – von konservativen Glaubensschulen, deren Fundamentalismus hierzulande bislang unbekannt war, bis hin zu Stadtvierteln, die zunehmend an die Banlieues in Paris oder muslimische Quartiere in Brüssel erinnern. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau" Inhalt Podcast: 17:43 "Dieses Label 'ungläubig' ist gefährlich, weil das heißt letztendlich nichts anderes für die Community da draußen, vor allem wenn es eine Autoritätsperson sagt, du bist zum Abschuss eigentlich freigegeben. Und das finde ich sehr verantwortungslos, aber gleichzeitig freue ich mich natürlich, dass manche jetzt ihr wahres Gesicht zeigen, weil das jetzt für jeden sichtbar ist, was da eigentlich eben für ein Islamverständnis inzwischen in Deutschland herrscht. Und deswegen habe ich für mich entschieden, aus der Anonymität, auch die mir meine Tätigkeit vor allem beim Verfassungsschutz gegeben hat, teilweise auch im Bereich des Justizvollzugs, herauszutreten und ganz bewusst mich auch öffentlich zu positionieren, insbesondere als Frau, auch mit dem Teil der Identität der Muslimin und zu sagen, hey, es gibt noch andere Variationen dieser Religion und wir haben genauso ein Daseinsrecht. Und wir wissen genauso gut, wie unsere Religion ausgelebt werden kann und es gibt nicht nur diesen einen Weg." (Gülden Hennemann) 35:12 "Ich unterstütze Kollegen von den Sicherheitsbehörden auch fachlich, in Form von Schulungen, und bin mit ihnen dann durch Neukölln gelaufen. Ich habe gesagt, achtet mal darauf, was ihr empfindet, was ihr fühlt, was für atmosphärische Schwingungen ihr wahrnehmt. Und man kann wirklich vom Maibach-Ufer bis Ende Sonnenallee einen kompletten Wandel sehen, nicht nur sehen, sondern auch wirklich spüren. Vereinfacht gesagt, der türkische Teil noch von dieser Strecke sozusagen, war noch okay. Und dann kommt man Richtung Hermannplatz, nähert sich dahin und es ändert sich. Der Teil von Neukölln, der sehr arabisch geprägt ist, ich habe da Propagandamaterial vom anderen Stern gesehen in Geschäften, wir sind auch reingegangen, wo ich mir dachte, das gibt es doch nicht, dass ich das mitten in Berlin sehe." (Gülden Hennemann) 54:05 "Ich würde mir wünschen, dass wir eben nicht nur auf den Gewaltaspekt des Islamismus achten, sondern eben auch auf das, was durch das Engagement gesellschaftlich-politisch den Nährboden bildet. Und dazu gehören IGMG, Muslimbruderschaft aus meiner Sicht mit zu den größten zwei Bewegungen, die immer noch sehr aktiv sind, weiterhin auch aktiv bleiben werden, über die teilweise viel zu wenig diskutiert wird. Und ich glaube, es liegt auch daran, dass viele gar nicht verstehen, was an denen so islamistisch ist, weil sie nach außen immer so als perfekte Ansprechpartner gelten. Ich sag immer, wie kommt man denn auf die Idee, mit solchen Leuten auf Augenhöhe sprechen zu wollen und sie als Kooperationspartner für staatliche Ebenen zu sehen. Im Vergleich mit rechtsextremistischen Gruppierungen würde man keine fünf Sekunden drüber nachdenken, ob man mit denen zusammenarbeitet oder nicht." (Gülden Hennemann)
- Biologin Marie-Luise Vollbrecht: „Linker Online-Mob forderte meinen Suizid“15.01., 12:0015.01.2026, 12:0000:59:39
Cicero – Magazin für politische Kultur Zum ersten Mal in einem Podcast spricht Marie-Luise Vollbrecht als Betroffene über einen der heftigsten Shitstorms der vergangenen Jahre. Die Biologin und Doktorandin der Humboldt-Universität zu Berlin erzählt, wie ihr geplanter Vortrag zu zwei biologischen Geschlechtern eine Cancel-Welle auslöste – und welche persönlichen und beruflichen Folgen blieben. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau" Inhalt Podcast: 20:05 "Es sind ja nicht nur die Panik-Attacken oder der psychische Zusammenbruch, sondern du musst dann ja auch immer proaktiv dich wieder wehren. Man muss wieder darauf reagieren. Vielleicht wieder in der Programmbeschwerde schreiben, man muss seine Sicht wieder veröffentlichen, muss immer wieder präsent sein, ja und das ist, wie gesagt, das klingt vielleicht komisch, aber dann habe ich mir gedacht, oh gut, jetzt habe ich noch eine Woche Zeit, da kann ich dann noch das und das erledigen. Wo bin ich dann, wenn die Sendung kommt, wer ist bei mir, wie schlimm wird es. Verschiedene Szenarien durchkalkuliert und dann, ja, das lässt man es halt einfach passieren." (Marie-Luise Vollbrecht) 26:09 "Bei mir war es jetzt aber so, dass dadurch, dass diese Aktivisten immer wieder Öl ins Feuer gegossen haben, es immer wieder Shitstorms gab. Also es gab von – ich würde sagen von Juli – oder sagen wir, wenn wir den Welt-Shitstorm noch dazu zählen – von Juni 2022 bis Januar 2023 neun messbare Shitstorms. Also wo wirklich ja, wo mein Name getrendet hat, wo wieder Tausende über mich gesprochen haben. Und das hatte dann überhaupt nichts von mir zu tun. Also das hat sich dann auch irgendwie so selbstständig gemacht, weil ich bin ja so zum Symbol geworden, des Bösen." (Marie-Luise Vollbrecht) 31:40 "Niemand versteht, was für ein krasser Druck das ist, was für einen krasser psychischer Stress das ist oder ein emotionaler Stress das ist, plötzlich so ins Rampen gezerrt zu werden, dann noch beschimpft zu werden, beleidigt zu werden. So viele Lügen, die über einen erzählt werden. Und dann ist es ja traurig, wenn Leute, die einen schon lange kennen, oder wo man denkt, dass die einen gut kennen - und es waren nur wenige, aber die gab es, die das einfach glauben, also die alles glauben, was sie das in den Medien irgendwie über einen lesen." (Marie-Luise Vollbrecht) 38:18 "Man ist ja auch so allein gelassen mit dieser Situation, ja, also, man wird plötzlich öffentlichkeitswirksam deutschlandweit gecancelt, man hat irgendwie einen Haufen Probleme und Gefühle, aber niemand kann dir dabei helfen. Also, so sehr deine Freunde oder Familie oder irgendwelche Menschen, die helfen wollen, ja, niemand hat damit Erfahrung. Es ist halt, für mich war es auch richtig schwierig auszuloten, was ist Paranoia und was ist jetzt wirklich Realität. Bilde ich mir das jetzt alles nur ein? Bilde ich es mir ein, dass die Leute am Nachbartisch über mich reden, wenn die mich anstarren und flüstern? Gut, ich kann mich selbst dann irgendwie so gaslighten und sagen, ah es geht bestimmt nicht um mich. Aber im nächsten Moment stehen sie auf und kommen rüber." (Marie-Luise Vollbrecht) 43:48 "Ich hab nichts falsches gemacht, man kann mir nichts vorwerfen. Am Ende kann man mir vielleicht drei, vier Tweets vorwerfen, die nicht so nett formuliert waren und sagt, ok war das nötig, dass du das so polemisch ausdrückst? Ja, das gebe ich mir zu. Aber ich hab nix Falsches gemacht, ich habe das nicht verdient so behandelt zu werden. Und ich hatte halt die Hoffnung, wenn ich das jetzt wirklich beweisen kann, da kann ich einfach wieder normal werden. Dann kann ich wieder in mein normales Leben zurückkehren. Und deswegen kam bei mir, weiß ich nicht, habe ich ja auch im Interview darüber geredet, dass bei mir dann erst dieser Zusammenbruch kam oder diese Erkenntnis, es wird mir nie wieder normal." (Marie-Luise Vollbrecht) 47:17 "Und vor allem vielleicht auch zu sehen, wie dünn diese Decke der Zivilisation ist, weil man halt einfach mal beobachtet hat, wie bösartig Menschen werden können, wie schlecht Menschen sein können, wie korrumpierbar Menschen sein können, wie schnell einen Menschen fallen lassen ist. Ich glaube, das zerstört dann auch nochmal diese Bindungsfähigkeit oder die Art und Weise, wie man Menschen generell betrachtet." (Marie-Luise Vollbrecht) 58:07 "Cancelculture kann jeden treffen. Das kann jeder erfahren. Und das muss ja nicht groß und medial sein. Das kann im Freundeskreis passieren. Weil es nämlich eine bestimmte Geisteshaltung ist. Und wer dazu beiträgt zu dieser Geisteshaltung, oder die aufrechterhält, weil er es nicht wahrhaben will, dann nimmt es vielleicht dann erst wahr, wenn es ihn selbst trifft. Also die Erfahrung habe ich auch gemacht. " (Marie-Luise Vollbrecht)
- Philosoph Sebastian Ostritsch im Interview mit Ben Krischke – „Der Gott, an den ich glaube, ist die Wahrheit“08.01., 12:0008.01.2026, 12:0000:59:51
Cicero – Magazin für politische Kultur Der Philosoph Sebastian Ostritsch erklärt im Gespräch mit Ben Krischke, wie sich die Existenz Gottes mithilfe der Vernunft beweisen lässt. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau" Inhalt Podcast: Sebastian Ostritsch: Serpentinen. Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung, Matthes & Seitz Berlin, 2025 1:52 "eine gewisse Anzahl an Studenten hat wohl dagegen protestiert, dass ich dort auftrete, weil ich so richtig erfahren habe, habe ich eigentlich nicht, was man mir konkret vorwirft, aber die Richtung ist schon klar, ich sei rechts, also auf jeden Fall eben nicht links und… In allen Themen, die man heute als Vogue bestreitet, ja die bestreite ich inhaltlich eigentlich fast alle und damit war ich also Persona non grata für einige." (Sebastian Ostritsch) 3:38 Ben Krischke bezieht sich auf den Artikel von Benjamin Leven: Cancel Culture an Jesuiten-Hochschule, 27.11.2025, auf cicero.de 25:48 "Thomas vom Aquin ist vielleicht der wichtigste, neben Augustinus, der wichtigsten Denker des christlichen Jahrtausends, das wir Mittelalter nennen heutzutage meistens. Er ist in der Philosophie und der Theologie vor allem dafür bekannt, dass er das aristotelische Denken, Also das ist die Philosophie des Aristoteles. Fruchtbar gemacht hat für das theologische Denken des Christentums und auch für die Lehre der Kirche. Insofern ist er Theologie und Philosoph und hat also eine neuartige Synthese geschaffen, also das griechische, vorchristliche Denken mit dem christlichen Denken verbunden." (Sebastian Ostritsch) ab 33:09 Ben Krischke und Sebastian Ostritsch diskutieren die von einer KI vorgeschlagenen fünf möglichen Wege, Gott zu beweisen
- Aktivist und Ökonom Christian Felber – „Links und rechts haben während der Pandemie die Seiten gewechselt“01.01., 12:0001.01.2026, 12:0000:56:56
Cicero – Magazin für politische Kultur Warum zeigten sich ausgerechnet Menschen aus dem politisch linken Spektrum so fasziniert von den staatlichen Corona-Maßnahmen? Und was können wir aus dem Missmanagement der Pandemie lernen? Der Wiener Autor Christian Felber stimmt im Cicero Podcast Gesellschaft mit Ralf Hanselle ein Lob der Grundrechte an. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau" Christian Felber: Lob der Grundrechte, Westend Verlag, 2024 Inhalt Podcast: 6:15 "Aber ganz wichtig, er muss uns auch schützen davor, dass Dritte uns vorsätzlich verletzen oder fahrlässig verletzen. Und hier wird es spannend, weil es ist heute mehr oder weniger, zumindest sehr viel wahrscheinlicher, dass dieses Virus von der Wissenschaft erzeugt wurde. Und davor hat uns der Staat nicht nur nicht geschützt, das wäre seine Pflicht gewesen nach Artikel 2 des Grundgesetzes, sondern verschiedene Regierungen haben sogar die Erforschung dieses Virus, das ist vermutlich aus dem Labor kommt, gefördert, mit Forschungsgeldern gefördert. Das ist eine doppelte Pflichtverletzung, die aber gar nicht diskutiert wird, obwohl ja alle 25 Grundrechtseinschränkungen genau damit argumentiert wurden." (Christian Felber) 7:47 "Es gibt heute viele Menschen, bis hin zu den Top-Experten links und rechts von Christian Drosten an der Berliner Charité, zum Beispiel seinem Kollegen am Institut für Epidemiologie oder seinem Vorgänger am Institut für Virologie, die schon vor den Lockdowns gesagt haben, dass die möglicherweise mehr Gesundheitsschaden anrichten als Nutzen stiften werden." (Christian Felber) 11:22 "Ich würde auch sagen, dass das Reden wie Covidiot oder Schwurbler oder Aluhutträger oder Wissenschaftsleugner anstelle des Arguments, verletzt nach meinem Verständnis die Menschenwürde, weil wir sind hier in einer Demokratie versammelt, um wertschätzend auf Augenhöhe Argumente zu tauschen, auch wenn wir anderer Ansicht sind." (Christian Felber) 26:56 "Das ist für mich das Erstaunliche, wenn hier der Vorgänger und der Kollege was ganz anderes erzählen, als der medial sichtbarste und einflussreichste Regierungsberater zu einem Thema, dann muss doch die Medienwelt aufmerksam werden und beginnen umherzublicken, nach links und rechts zu schauen oder zum Beispiel den einflussreichsten und meist zitierten Epidemiologen der Welt zu befragen, wie plausibel die Quelle ist, auf die sich Christian Drosten mit seinem Faktor 16 beruft." (Christian Felber)
- Cicero-Jahresrückblick: „Für jeden Finanzminister tut sich da eine Erdspalte auf“25.12., 12:0025.12.2025, 12:0001:57:40
Cicero – Magazin für politische Kultur Willkommen zum feucht-fröhlichen Jahresrückblick! Wieder einmal lassen Chefredakteur Alexander Marguier und Cicero-Kolumnist Mathias Brodkorb die vergangenen zwölf Monate Revue passieren – und verkosten derweil ein paar exotische Weine. Ihre Themen reichen von Friedrich „Stadtbild“ Merz über Bio-Mülltonnen bis zum verunglückten Sommerinterview mit Alice Weidel. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau" Inhalt Podcast: 4:51 Januar: Amtsantritt Donald Trump 12:22 Februar: Selensky bei Trump im Weißen Haus, Rede J.D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz 20:00 März: Speaker 1: Der deutsche Bundestag beschließt die Lockerung der Schuldenbremse und die Einrichtung eines Sondervermögens Infrastruktur von 500 Milliarden Euro. 35:34 April: Weinproduktion auf historischem Tief und die kuriosesten Regelungen im Koalitionsvertrag 45:01 Mai: Merz im zweiten Anlauf gewählt, absurde, neue Bio-Müll-Regelungen 53:08 Juni: Annalena Baerbock wird Präsidentin der UN-Generalversammlung, Trump beendet Israel-Iran-Konflikt 1:03:39 Juli: Zentrum für Politische Schönheit stört Sommerinterview und SPD-Landtagsvize in Baden-Württemberg malt heimlich Hakenkreuze hinter AfD-Namen bei einer Abstimmung 1:09:04 August: Robert Habeck verabschiedet sich aus der Politik 1:15:30 September: Döner-Vielfalt gerettet 1:33:16 Oktober: Merz' Stadtbilddebatte 1:43:36 November: Merz auf der Klimakonferenz in Belém, Brasilien 1:49:18 Dezember: Speaker 2: Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, verleiht Angela Merkel für ihre herausragenden Leistungen in der Corona-Pandemie die große Staufermedaille
- Pater Klaus Mertes: „Peter Thiel ist von der Apokalypse fasziniert“18.12., 13:0918.12.2025, 13:0900:41:58
Cicero – Magazin für politische Kultur Weihnachten ist in christlicher Vorstellung das Fest der Menschwerdung Gottes. Doch ist dieses Ziel noch erstrebenswert, wo doch der Mensch selbst mittels digitaler Tools und transhumanistischer Ideologien gerade im Begriff ist, eine bessere Version seiner selbst zu erschaffen? Der Jesuit und Theologe Klaus Mertes im Gespräch mit Ralf Hanselle über Gott, Tech-Milliardäre und Donald Trump. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe "Chroniken des Niedergangs" von Ben Krischke, Ferdinand Knauss und Carsten Korfmacher. Inhalt Podcast: 17:56 "Im 19. Jahrhundert kniete die Religionskritik vor den Menschen nieder und fing an, ihn zu verehren. Dann wurden es dann ganz bestimmte Menschen vor den man niederkniete und sie verehrte und sie dann eben einbalsamierte, als sie starben und in Mausoleen steckte und so. Und jetzt wird es dann irgendwann die Maschine, weil man merkt, der Mensch selbst ist nicht etwas, wovor wir niederknien können. Denn wir sehen ja das Unheil, das er erschaffen hat, in 50 Jahren ertrinkt unser Planet und die apokalyptischen Visionen sind ja überall zu sehen und sie sind ja menschengemacht. Also scheint der Mensch nicht etwas zu sein, vor dem es sich lohnt, sich nieder zu knien. Also knien wir uns vor etwas nieder, was besser ist als der Mensch. Und das ist die Maschine, die wir erschaffen." (Pater Klaus Mertes) 34:08 "Donald Trump ist für mich der Inbegriff eines an sich selbst glaubenden, anmaßenden, ja, wie soll ich sagen, Egomanen, der durchaus sich geschmeichelt fühlt, wenn das Ganze von außen auch nochmal theologisch überhöht wird und dann auch bereit ist, es irgendwie fühlend mit zu glauben. Beispiel, jetzt kürzlich das Kompliment, dass er da irgendwie bekommen hat, dass dank Donald Trump die Hurricanes jetzt die Florida-Küste in diesem Jahr nicht erreicht haben. Ja, und ich glaube, der ist so sehr in sich verliebt, dass er es dann am Ende auch glaubt. Aber es hat keine intellektuelle Basis bei ihm." (Pater Klaus Mertes) 37:45 "An Weihnachten gibt mir Hoffnung dieses, was wir am Anfang hatten, Fleischwerden. Und das ist eine Metapher, damit ist ja nicht meine Wade gemeint, sondern eben Schwachwerden, also. Und Ja sagen zum eigenen Schwachsein. Ja sagen zur eigenen Körperlichkeit, die eben beides ist, stark sein und schwach sein. Ja sagen, zur Angewiesenheit auf Kommunikation mit anderen auf der körperlichen Ebene. Eben nicht alles auf digitale Kommunikation umstellen, sondern auf das Körperliche weiterhin angewiesen sein, ja, das Körperlich sogar bejahen ganz und gar, obwohl es eben auch schwach ist, krank ist und sterben wird, ja sagen zur eigenen Sterblichkeit, von Anfang an ins Leben hineintreten mit dem Wissen, dass ich sterben werde." (Pater Klaus Mertes)
- Noam Petri im Interview mit Clemens Traub – „Wir Juden müssen mit den Linken brechen“11.12., 15:0511.12.2025, 15:0500:50:06
Cicero – Magazin für politische Kultur Juden in Deutschland müssen mit der Linken brechen – nur dann werde jüdisches Leben hier eine Zukunft haben, sagt Noam Petri, ehemaliger Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion. Er warnt im Cicero Podcast mit Clemens Traub außerdem vor Islamogauchisme und einer islamistischen Unterwanderung linker Parteien. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie Noam Petris Text auf cicero.de: Tech-Traditionalismus: Ein neues Paradigma für Europa Inhalt Podcast: 12:04 "Aber man muss verstehen, dass die neue Linke, die einfach nur das Update der alten Linke ist, logischerweise sich gegen Israel wendet und zunehmend antiwestlich wird, weil das aus ihrer Konsequenz des Egalitarismus kommen kann. Also sie kann nicht für einen Staat Israel sein, der jüdischer Nationalstaat ist, der selbstbewusst auftritt, der ein Nationalstaats bleiben will, der effektiv gegen Islamisten ankämpfen will." (Noam Petri) 16:04 "Wir haben eine neue politische Arena, wir leben in einer neuen Zeit und wir müssen uns politisch neu orientieren und bis heute ist es so, dass man immer noch auf einzelne vernünftige Stimmen in der Linken hofft und glaubt, ja, aber es gibt noch diese einen Leute und man darf nicht alle über einen Kamm scheren, das tue ich gar nicht. Ich prophezeihe einfach nur, dass was wir jetzt mit der Linken Berlin sehen, das übernimmt die Linkspartei und von dort aus wird es auch die SPD übernehmen und die Grünen übernehmen, und das ganze Vorfeld und das Milieu, was dahinter steht. Und wenn man bei den Jungen schaut, den jungen Linken in dem Sinne, dann sieht man ja auch schon, was da auf uns zukommt. Dementsprechend einfach zwei Schritte vorausdenken und zu verstehen, indem man schon die Reißleine vor zehn Jahren hätte ziehen müssen. " (Noam Petri) 23:19 "Also bei der Linken ist es ja mittlerweile im Grunde die offene Sympathie für Islamisten, zumindest in Berlin, was sich auf die ganze Bundespartei ausweiten wird. Und bei der SPD und bei den Grünen ist es natürlich das Supporten einer Migrationspolitik, die eine Katastrophe für Deutschland ist, eine Katastrophe für Europa ist, die eine Katastrophe auch für jüdisches Leben ist und das Festhalten natürlich an dieser Idee, dass das der richtige Weg ist und dementsprechend zu den politisch-kulturellen Konsequenzen führt, die wir einfach haben. Plus das ganze Vorfeld und mediale Vorfeld natürlich, das diese Probleme wegschweigt oder idealisiert oder zu einer Dämonisierung führt von Kritikern oder einer Dämonisierung von Israel herbei führt. Man muss das im Grunde genommen als politisches Lager so begreifen." (Noam Petri)
- Energieexperte Lion Hirth: „Der Klimazug fährt in vielen Teilen der Welt wieder rückwärts“04.12., 12:0004.12.2025, 12:0000:44:10
Cicero – Magazin für politische Kultur Schafft Deutschland die Energiewende? Oder haben wir uns als Volkswirtschaft mit der Umstellung auf Erneuerbare heillos übernommen – und nehmen sehenden Auges eine Deindustrialisierung in Kauf? Darüber spricht Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier mit Lion Hirth, Professor für Energiepolitik an der Berliner Hertie School. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe "Chroniken des Niedergangs" von Ben Krischke, Ferdinand Knauss und Carsten Korfmacher. Inhalt Podcast: 06:07 "Sie haben gefragt, ist es realistisch? Ich glaube, das ist schon realistisch. Wir können als Gesellschaft klimaneutral werden bis Mitte des Jahrhunderts. Das ist aber noch ein ganz schön großer Weg und da wird es einige an Schwierigkeiten geben und nicht nur Technologie, sondern das ist auch volkswirtschaftlich, ökonomisch eine teure Angelegenheit und ich finde, das ist eine Diskussion, die man führen kann und führen muss, ob wir das wollen als Gesellschaft oder ob wir andere Prioritäten setzen, das ist eine legitime Frage." (Lion Hirth) 12:44 "Ich finde es tatsächlich eine wahnsinnig schwierige Frage, um es ganz offen zu sagen. Also die beiden Antworten, die die sozusagen die Camps geben, ich nenne es mal irgendwie die Klimaschützer, die sagen, Klimaschutz ist richtig und wir sollen es machen und das Gefangenen-Dilemma ist uns egal, habe ich mir noch nie darüber nachgedacht. Wir laufen einfach geradeaus. Die verkennen aus meiner Sicht das Dilemma, was wir gerade besprochen haben, die inhärente, gigantische, das gigantische Problem. Dass Klimaschutz zwar global rational, aber individuell irrational ist. Das kann man nicht einfach wegreden. Und auf der anderen Seite sind sozusagen die Klimaskeptiker, sind vielleicht auch keine Klimaskeptiker, aber die sagen, wir leben in der Welt des Nash-Gleichgewicht- und Gefangenendilemma. Wir werden jetzt einfach, ich würde sagen, wir pusten raus, was geht, uns ist alles egal. Das ist gewissermaßen ja auch die moralische Selbstaufgabe. Also, ich hab… Also ich hätte Probleme, meinen eigenen Kindern da noch in die Augen zu sehen, wenn wir sozusagen da die Hände in den Schoß legen und gar nichts machen. Und wo bleiben wir dann? Ich muss sagen, ich weiß es nicht." (Lion Hirth) 23:17 "Ich glaube, zu Atomkraft kann man sagen, diese gigantischen Großprojekte sind wahnsinnig langwierig, wahnsinnig komplex und ich spreche einfach nur empirisch aus, was jetzt da passiert, das ist gar keine Meinung, in der Vergangenheit, in den letzten Jahren wahnsinnig teuer gewesen. Ich bin trotzdem niemand, der diese Sachen kategorisch ausschließt. Ich würde sagen, wenn irgendjemand mit privatem Geld in Deutschland in Atomkraft investieren will, ich würde mich freuen. Ich wäre da total offen. Ich hätte überhaupt nichts dagegen. Bin ich dafür, dass wir jetzt 24 Milliarden Euro Steuermittel verwenden, um einen neuen Reaktor zu bauen, der dann 2060 fertig wird, wenn alles gut läuft? Da glaube ich, können wir was Besseres machen mit dem Geld." (Lion Hirth) 39:53 "Was wir brauchen, da bin ich überzeugt als Deutschland, um günstige Energieversorgung zu bekommen, sind eben nicht mehr Subventionen und mehr Gießkanne, sondern sind Strukturreformen, die das Stromsystem besser, effizienter und günstiger machen. " (Lion Hirth)
- Autor Gunnar Decker: „Rilke war kein Salonfaschist“27.11., 12:0027.11.2025, 12:0000:49:31
Cicero – Magazin für politische Kultur Am 4. Dezember wäre der Dichter Rainer Maria Rilke 150 Jahre alt geworden. Im Cicero Podcast Gesellschaft spricht sein Biograf Gunnar Decker über Rilkes Einfluss auf die Moderne und klärt die Frage, warum der Sprachmystiker aus Prag weder Präfaschist noch Damen-Dichter war. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe "Chroniken des Niedergangs" von Ben Krischke, Ferdinand Knauss und Carsten Korfmacher. Inhalt Podcast: 16:04 "Also die große Kunst von Rilke, dass man, und ich schließe mich da ja mit ein, nicht mit ihm fertig wird. Also ich würde vielleicht auch noch ein viertes Buch schreiben, weil das alles noch nicht so das war, was ich eigentlich sagen wollte. Und das ist, glaube ich, bei Rilke genau auch das Problem, dass er immer wieder so an Punkte kommt, wo er feststellt, eigentlich wollte ich doch noch was anderes sagen, und da steckt noch was anderes drin. Also er ist wirklich ein, was die Dichtung betrifft, von einer unerhörten Strenge und auch von einer… Da ist so eine Suchbewegung, wie ich sie bei anderen nicht kenne." (Gunnar Decker) 16:36 " Dass er auch, vielleicht kommen wir sicher noch drauf, dann mit fast 50 Jahren anfängt, auf Französisch zu dichten, dass er sich dem italienischen Futurismus Ungaretti zuwendet und dieses merkwürdige Gong-Gedicht schreibt, so ein Lautgedicht, Gong, Gong, Gong. Also das ist nicht das, was man von Rilke erwartet. Also eigentlich immer wieder der Versuch anders, die gleichen Dinge, die gleichen Grundfragen der Existenz auch anders auszudrücken." (Gunnar Decker) 48:50 "Es bleibt also diese Herausforderung, ihn richtig zu lesen. Und das ist natürlich nichts, was man einmal oder einer irgendwie festlegen kann. Jeder muss da für sich diesen Zugang gewinnen. Und das ist ja auch das Schöne. Man arbeitet sich daran immer wieder ab." (Gunnar Decker)
- Filmproduzent Stephan Lamby: „In der Gesellschaft darf es keine Brandmauer geben“20.11., 12:0020.11.2025, 12:0001:03:27
Cicero – Magazin für politische Kultur Der renommierte Filmemacher und Autor Stephan Lamby erzählt im Podcast mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier von seinem amerikanischen Cousin: einem glühenden Trump-Anhänger, der beim Sturm auf das Kapitol in Washington dabei war. Für sein neues Buch hat sich Lamby auf der ganzen Welt auf die Spuren populistischer Bewegungen begeben – hier berichtet er von dieser Reise. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe "Chroniken des Niedergangs" von Ben Krischke, Ferdinand Knauss und Carsten Korfmacher. Inhalt Podcast: 6:36 "Ich wusste nicht, dass er beim Sturm aufs Kapitol dabei gewesen ist und habe dann lange mit ihm darüber geredet und Ich habe dann gar nicht versucht in … Von irgendwas zu überzeugen, sondern ich wollte erstmal verstehen, was treibt einen so netten, gelassenen Amerikaner, also stellen Sie sich vor, der ist Mitglied der Kirche, übrigens der Evangelikalen, der geht regelmäßig zum Sport, der hat seine Familie, der hat sein Handwerksunternehmen, also der ist nicht ein Dropout, der ist Mitglid der amerikanischen Gesellschaft. Was treibt den dazu, das Herz der amerikanischen Demokratie zu stürmen? Und er hat es mir genau andersherum erklärt." (Stephan Lamby) 33:52 "Ich würde dem Milei einiges vorwerfen, aber nicht, und da gebe ich ihm recht, dass er seine Agenda nicht offenlegen würde. Also, das tut er, ob er damit Erfolg haben wird, langfristig, das werden wir sehen, jetzt kurzfristig hat er ohne jeden Zweifel Erfolg, aber ich hatte, als ich in Argentinien war, einen anderen Eindruck von Milei, vermittelt durch die vielen Gespräche, vor allem den Eindruck "El Loco", wenn Sie sich Auftritte von Milei in Argentinien anschauen. Der kommt ja manchmal mit der Lederjacke, dann sinkt der wie ein Rockstar und fuchtelt wie verrückt rum und peitscht die Massen auf. Das ist also wirklich ein Phänomen, also wie ein Popstar. Das hat mit einem Politiker unserer Prägung, unserer Kenntnis, wenig zu tun. Das ist ein Grund, warum die Argentinier ihn aufsaugen wie so ein trockener Schwamm." (Stephan Lamby) 56:53 "Ich find ja gut, wenn wir über X oder Facebook oder Du nimmst es. Darauf hingewiesen werden, dass wir Fehler machen, von mir auch, dass wir darauf hingewiesen, dass Zuschauer, Leser, Hörer Dinge fundamental anders sehen. Das kann uns doch eigentlich nur weiterbringen und deshalb habe ich Berthold Brecht zitiert im Sinne von nicht nur senden, sondern auch empfangen und das ist letztlich die aus meiner Sicht Fehlentwicklung gewesen. Nicht nur der öffentlich-rechtlichen Medien, sondern der etablierten Medien, ich spreche auch von Zeitungen und Zeitschriften, die zu lange nicht sich zu eigenen Fehlern bekannt haben, die ein Verhältnis zu ihren Konsumenten hatten. So in dem Sinne, du liest, du siehst, du kaufst, du klickst und diese Doppelfunktion des Senders aus Sender und Empfänger nicht verinnerlicht haben. Also deshalb finde ich diesen Kulturwandel alles in allem gut." (Stephan Lamby) 1:02:00 "Ich bin ein Anhänger der Brandmauer zur AfD in Parlamenten. Ich bin aber überhaupt kein Anhänger der Brandmauer in der Gesellschaft und fände es schwierig, wenn wir in unserer Gesellschaft, deshalb rede ich gerne mit Ihnen, rede mit anderen Leuten, rede mit Freunden, rede politischen Gegnern, deshalb heißt das Buch, denn da sprechen wir miteinander, keine Mauern bauen, sondern dass wir das Gespräch miteinander führen, weil, und das schreibe ich auch, Gesellschaft ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Auf den können wir Einfluss nehmen und wenn wir aufhören miteinander zu sprechen, dann ist die Gesellschaft an einem Endpunkt. Dann haben wir ein Problem." (Stephan Lamby)
- Frauke Petry: „Vor dem Shitstorm knickt nur ein, wer eine ,Scheissegal’-Mentalität hat“13.11., 12:0013.11.2025, 12:0001:06:29
Cicero – Magazin für politische Kultur Frauke Petry will mit „Team Freiheit“ eine neue politische Bewegung etablieren. Was es mit dieser „Anti-Partei“ auf sich hat und warum sie sich das alles nochmal antun will, erklärt sie im Gespräch mit Ben Krischke. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der November-Ausgabe "Das Recht als Waffe" von Volker Boehme-Neßler auf cicero.de Inhalt Podcast: 19:34 "Ich bin leidenschaftlicher Gärtner und ich habe vor Jahren gelernt, wie man Obstbäume schneidet und das, was eben jeder Baumschulexperte sagt ist: Schneid nicht drei kleine Äste ab, wenn du erkannt hast, dass eine andere Baumerziehung notwendig ist, sondern schneid den großen Ast ab. Dann hast du den kleinen auch mit erwischt und dann bekommt der Baum Platz zum Wachsen, und zwar in eine bessere Richtung. Und das ist für mich ein ganz gutes Bild, auch was das Thema Verwaltung angeht. Man muss einen radikalen Schnitt machen und dann wird man auch all die Menschen identifizieren, die bereit sind, einen neuen Weg mitzugehen." (Frauke Petry) 24:07 "Der Staat hat Menschen in den letzten Jahrzehnten nicht zu mehr Freiheit und zu mehr Selbstständigkeit erzogen, sondern durch die Aufbildung des Sozialstaats und der Übernahme privater Pflichten durch den Staat, wohl meinend vielleicht sogar, aber trotzdem im Ergebnis katastrophal, ist diese Konsumentenmentalität natürlich gewachsen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Eltern, die ihre Kinder lieben und sich um sie kümmern und wissen, sie bekommen die Freiheit auch wieder in die Hand, das selbst zu entscheiden, dass das ein reversibler Prozess ist." (Frauke Petry) 45:24 "Wie ist es aktuell in jeder anderen Partei? Dort verhelfen sich die Parteimitglieder selbst auf die Kandidatenliste. Das ist so, als würde in einer Firma der Mitarbeiter über seinen Job entscheiden. Undenkbar, dass das funktioniert. Und dass man in jeder Aktiengesellschaft die operative Ebene von der Aufsichtsebene trennt, ist auch völlig klar, denn ich kann mich nicht selbst überwachen. Egal wie klug und distanziert ich auch bezüglich meiner eigenen Schwächen bin, ich werde niemals in der Lage sein, mich selbst ehrlich zu beurteilen. Und jeder Mensch, der das im normalen Leben diskutiert, ist sofort dabei. Und warum machen wir es in der Politik dann anders? Also warum tun Parteien das, was sie tun, weil es ein Macht- und Versorgungsapparat ist. Und indem wir das trennen, die Abgeordneten von der Partei, schaffen wir ganz viel. Wir schaffen diesen Kreislauf ab, der immer dazu führt, dass die Leute, die sich am besten verbiegen können, auf die Listen kommen." (Frauke Petry)
- JU-Chef Johannes Winkel: „Vom Kanzler erwarten wir, dass er handelt“11.11., 12:4211.11.2025, 12:4200:44:31
Cicero – Magazin für politische Kultur Der Vorsitzende der Jungen Union geht auf Konfrontation zum Kanzler. Beim Deutschlandtag der Jungen Union am könnte es zum Showdown kommen. Das von der Regierung vorgelegte Rentenpaket wollen Johannes Winkel und seine Mitstreiter im Parlament nicht mittragen. Im Cicero-Podcast erklärt der angriffslustige Bundestagsabgeordnete, worum es geht. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der November-Ausgabe "Das Recht als Waffe" von Volker Boehme-Neßler auf cicero.de Inhalt Podcast: 11:22 "Und deswegen würde ich Ihnen in einem Punkt widersprechen. Es gibt schon Enttäuschungen in der Jungen Union, ja das ist klar, vielleicht war die Erwartungshaltung auch an der einen oder anderen Stelle. Bisschen unrealistisch, das kann man vielleicht auch sagen, und ein bisschen unfair gegenüber Friedrich Merz, dass er sozusagen von heute auf morgen alles umkrempelt. Das ist auch nicht möglich, aber natürlich erwarten wir schon, dass beim Thema Sozialstaat was passiert. Da muss jetzt auch was kommen." (Johannes Winkel) 17:18 "Wir werden den Kanzler erst mal daran erinnern, was er selber gesagt hat. Er hat nämlich in seiner allerersten Regierungserklärung gesagt, diese, meine Bundesregierung wird mit aller Kraft einen neuen Generationenvertrag verwirklichen. So, und jetzt wissen Sie ja so gut wie ich, wenn man eine Rede schreibt, dann kann man ja verschiedene Nuancen setzen. Er hätte ja auch sagen können, meine Bundesregierung will mit aller Kraft einen neuen Generationen-Vertrag verwirklichen und nicht wird. Also wenn man diese stärkste Formulierung nimmt, muss man sich natürlich auch festhalten lassen. Und insofern steht der Kanzler im Wort und wir werden ihn da sehr deutlich dran erinnern und wir erwarten schlicht und ergreifend das, dass er das tut, was er angekündigt hat." (Johannes Winkel) 28:49 Koalitionsvertrag: "Nachträglich einseitig Dinge aufzulösen, das ist einfach unseriös und deswegen muss die SPD sich das ehrlicherweise selber fragen, wie professionell, wie sie sich eigentlich aufstellen. Der Koalitionsvertrag bindet beide Seiten und wenn man mit dem Vertrag ein Problem hat, dann muss man das offen ansprechen mit dem Vertragspartner und das dann gemeinsam ändern." (Johannes Winkel) 31:50 "Die SPD hat sich zu einer Partei der Transferleistungsempfänger entwickelt, also von der Partei der Arbeiter zur Partei des Arbeitslosen und das ist natürlich eine Entwicklung, die auch nicht im Interesse der SPD sein kann," (Johannes Winkel) 35:18 "Die CDU ist eine Partei der Mitte, deren historische Aufgabe es ist, von rechts außen in die Mitte integrieren zu können. Oder sagen wir mal, von Rechts in die Mitte integrieren zu können, denn die wirklich rechts außen im Sinne von Rechtsextremen in Deutschland, glaube ich nach wie vor, dass das nicht sonderlich viele sind.Erst recht keine 25 Prozent, es sind aber auch nicht über 10 Prozent. Da bin ich mir sehr, sehr sicher. Nur diese Aufgabe muss man eben auch wahrnehmen. Das haben wir lange genug nicht gemacht, von rechts in die Mitte zu integrieren. Das haben wir einfach ignoriert. Und das ist eben ein großer Fehler gewesen, der ja aber nicht bedeutet, dass die Ursprungsthese falsch gewesen wäre, nämlich dass man den rechten, dass man Mitte rechts nach rechts außen abdriften lassen darf. Und das müssen wir wieder stärker wahrnehmen." (Johannes Winkel) 39:25 "Und ich meine, klar, wenn ich im Prenzlauer Berg wohne, da läuft keine Frau mit Burka rum, das ist schon klar. Da wird dann Migration eher so verstanden, dass es ja ganz nett ist eigentlich beim Nobel Sushi-Restaurant. Und dann sagt man ja, ist doch toll hier, wie sich die Japaner integrieren. Tolle Sache. Das ist genau das Multikulti, was wir brauchen. Ja, dagegen hat aber auch keiner was in Deutschland. Sondern die Leute haben was dagegen, wenn islamistische Extremisten nach Deutschland einwandern, wenn es eine Messerkriminalität gibt, die es vorher noch nicht gab, die eben eindeutig auf bestimmte Gruppierungen… Von jungen muslimischen Männern zurückzuführen sind und darüber muss man diskutieren können und da muss man dann auch sehr, sehr deutlich sein." (Johannes Winkel)
- Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: „Debatte wird sehr häufig mit Diffamierung verwechselt“06.11., 11:5906.11.2025, 11:5900:51:33
Cicero – Magazin für politische Kultur Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) spricht im Cicero-Podcast Politik mit Chefredakteur Alexander Marguier über schwindende Meinungsfreiheit, zerstörte Debattenkultur und über politisierte Kirchen. Außerdem nimmt sie Stellung zum von Friedrich Merz angestoßenen „Stadtbild“-Streit. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der November-Ausgabe "Das Recht als Waffe" von Volker Boehme-Neßler auf cicero.de Inhalt Podcast: 8:28 "Debatte wird sehr häufig mit Diffamierung verwechselt. Vielfalt wird meist als Einfalt der eigenen Meinung gesehen, also es gibt fast nur noch zwei Sichtweisen, die eigene und eine extreme, dazwischen gibt es kaum noch was, was man zulässt. Wir merken, dass, wenn jemand eine andere Meinung hat als die andere Person, dass ganz häufig dann moralisch gekämpft wird, dass es moralische Gräben gibt, das ist dann nicht mehr das Argument, sondern das Bekenntnis, das wichtig wird. Die Frage, bist du für mich oder gegen mich, ist… Ich halte das für Denkfaulheit, denn es ist immer einfacher, ein Gefühl zu haben, zu wem ich mal gerade gehöre, mich hinfühle, als mich argumentativ mit einzelnen Sachverhalten, Fakten auseinanderzusetzen. (Julia Klöckner) 11:45 “Ja, und die Klingelhöfer Straße ist eine Straße, wichtig, aber Deutschland hat ziemlich viele Straßen. Also in der Mehrheit in deutschen Straßen wurde nicht demonstriert. Die Frage der Fokussierung und Berichterstattung, und das ist zum Beispiel grüne Mitglieder sind, die Herrn Marz kritisieren und ihm Rassismus vorwerfen, das verwundert jetzt nicht so sehr, weil es ja auch zum Geschäftsmodell von politischen Mitbewerbern gehört. Und deshalb nochmal, ich glaube, wir müssen es mal wieder lernen, auch diese Gesamtschau uns zuzumuten." (Julia Klöckner) 15:25 "Bei uns wird das Wort nicht verfolgt in Deutschland. Und das sage ich deshalb auch immer fürs Parlament. Deshalb brauchen wir auch keine Symbole, kein Aktivistentum, keine Aufschriften, keine Aufkleber, keine Fahnen oder Plakate im Parlament. In der Gesellschaft wie im Parlament gilt das freie Wort und man wird nicht für das freie Wort, es sei denn es sei volksverhetzend, verfolgen." (Julia Klöckner) 21:38 "Wichtig glaube ich uns auf ein bisschen die Metaebene zu heben, ist, dass wir uns nicht so sehr von der Bevölkerung entfernen. Also dass nicht eigene Glaubenssätze, eigene Moral gleichgesetzt wird mit Demokratieerhalt. Nicht alles, was nicht meiner Meinung entspricht, ist gleich demokratiegefährdend. (…) Und der 2. Punkt ist: Wenn etwas aktivistisch organisiert und auch noch finanziert ist mit Steuergeldern, dann sollte es sich nicht so weit vom Bürgerempfinden entfernen, weil es sind die Bürger, die das letztlich finanzieren, also unseren Staatshaushalt finanziere. Und deshalb bin ich sehr klar für Transparenz, wo welche Finanzierungen wie stattfinden, weil Transparenz ist weder links noch rechts, sondern ein Schaufenster. Und es ist ein Anrecht in einer freiheitlichen Gesellschaft zu wissen, was geschieht mit welchem Geld." (Julia Klöckner) 38:40 "Aber sehr klar habe ich mich dazu entscheiden, im Übrigen auch den Flaggenerlass der Bundesregierung zu folgen. Und der besagte, noch unter der ehemaligen Innenministerin, SPD, Frau Faeser, dass nur einmal im Kalenderjahr die Regenbogenfahne gehisst wird. Und insofern habe ich diese Fahne nicht gehisst. Wenn dann daraus gemacht wird auf Schildern, Regenbogenfahne statt Nazi-Parolen. Da muss ich sagen, da ist ja jedes Maß und Mitte verloren gegangen. Also intellektuell will ich darüber gar nicht reden, wie schwach sowas ist. Aber daraus, wenn jemand eine andere Haltung begründet hat und sich noch an den Flaggen erlass hält, daraus Nazi-Parolen oder Homophobie zu machen, das ist kein demokratisches Verständnis." (Julia Klöckner)
- Gefahr Handy-Sucht: „Ein Smartphone-Verbot würde Klarheit schaffen“30.10., 15:5430.10.2025, 15:5400:38:34
Cicero – Magazin für Politische Kultur Handys, Social Media und die virtuelle Welt erzeugen Stress, ganz besonders bei Kindern und Jugendlichen. Über die Schattenseiten unserer Digitalkultur spricht Ralf Hanselle mit Stifter Hans Schöpflin und Geschäftsführer Peter Eichin von der Villa Schöpflin, Zentrum für Suchtprävention in Lörrach. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Inhalt Podcast: 5:15 "Und es war ja offensichtlich, dass da was entsteht. Das iPhone, das war ja damals noch nicht so groß mit Social Media, aber für mich ist das ein ganz wesentliches Punkt zu sagen, okay, wo kann ich Muster erkennen. Und ich würde sagen, das geht alles über Mustererkennung. Und so kamen wir eben dann eben auch auf die Social Media und dieses Suchtverhalten, was damit eben irgendwo dann, ja, das spürte man einfach. Das wirklich eine große Gefahr ist, eben gerade für junge Menschen, die ja total ungeschützt sind." (Hans Schöpflin) 16:51 "Jeder hat ein Gerät in der Tasche, was absolut die persönlichen, zugeschnittenen Bedürfnisse befriedigt. Und das ist sensationell und gleichzeitig dämonisch." (Peter Eichin) https://www.villa-schoepflin.de/
- Volker Boehme-Neßler im Interview mit Ralf Hanselle – „Während Corona haben wir uns an den Ausnahmezustand gewöhnt“23.10., 14:3223.10.2025, 14:3200:43:05
Cicero – Magazin für politische Kultur Noch immer hat die Corona-Krise tiefe Spuren in Politik, Gesellschaft und Rechtsstaat hinterlassen. Der Jurist Volker Boehme-Nessler spricht im Cicero Podcast Gesellschaft über die Frage, wie die Post-Corona-Gesellschaft in einen nachhaltigen Prozess der Aufarbeitung kommen kann, damit sich die Angstpolitik von damals nicht wiederholt. Das aktuelle Buch von Volker Boehme-Nessler: Angstpolitik, Europa Verlag 2025 https://www.europa-verlag.com/Buecher/6712/Angstpolitik.html Titelgeschichte unserer Ausgabe 11/2025: https://www.cicero.de/innenpolitik/cicero-im-november-abgrunde Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Inhalt Podcast: 01:39 "Es geht darum, dass das Recht grundsätzlich zwei Seiten hat. Wenn Sie sich das Recht über die Jahrhunderte angucken, dann stellen Sie fest, das Recht hat zwei Seiten. Die eine Seite ist, das recht kann ganz starker Schutz sein. Es kann die Menschen, die Einzelnen schützen, es garantiert Rechte. Dann gibt es die Justiz, die die Rechte durchsetzt. Das ist ein zivilisatorischer Fortschritt, wenn man das Recht als Schutz ansieht. Das Recht kann aber gleichzeitig, und das ist das große Problem, auch ein ganz böses Instrument sein, um Menschen zu unterdrücken, um Menschen manipulieren, um sie einzuschüchtern. Und das ist, was man über die Jahrhunderte sehen kann, was wir eigentlich in der Zivilisation überwunden. Haben sollten. Und was man eben feststellt, ist, dass es Ansätze dazu gibt, auch in den letzten Jahren und Monaten, dass diese Funktion des Rechts, das Recht als Mechanismus der Einschüchterung der Bürger, dass die Funktion immer stärker wird. Und dass man tatsächlich auch in der Demokratie und im Rechtsstaat beobachten kann, wie das Recht eingesetzt wird, um Menschen einzuschüchtern." (Volker Boehme-Neßler) 18:45 "… es gab am Anfang der Corona vielleicht auch berechtigte Angst natürlich. Angst ist ja sowieso ein ganz archaisches Gefühl, das auch wichtig ist. Angst kann ja auch Leben retten. Wenn ich in der Steinzeit zum Beispiel keine Angst, oder die wir in unserer Steinzeit vorfahren, keine Angst vor einem Säbelzahntiger gehabt hätten. Dann gäbe es uns nicht. Dann wären die alle dem Tiger zu nahe gekommen. Also Angst ist ganz wichtig. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Und das ist das, was ich der Politik freue. Und das auch das, was ich mit Angstpolitik mache. Ich meine, die Politik greift die Angst auf und verstärkt sie. Die Aufgabe wäre gewesen, gegen die Angst anzuarbeiten und mit der Angst konstruktiv umzugehen und sie nicht zu verstärken und als Herrschaftsmittel einzusetzen." (Volker Boehme-Neßler) 33:50 "Naja, die Machthaber, die dann die entsprechenden politischen Maßnahmen durchgesetzt haben, die am Hebel saßen, am Politischen. Da bin ich mir nicht sicher. Ich habe das in einem Buch geschrieben, ich kann mir nicht vorstellen, dass Angela Merkel öffentlich einräumt, dass sie Fehler gemacht hat. Wir erleben es ja jetzt gerade ein bisschen. Im Gegenteil, sie verteidigt alles. Wobei wir jetzt gar nicht bei Merkel über Corona so reden, das ist für sie sowieso erledigt. Wir reden jetzt bei ihr über die Migrationspolitik, da wehrt sie sich ja gerade und sagt, ich habe an keiner Stelle irgendeinen Fehler gemacht. Ich glaube, die sind so in ihrer Selbstgerechtigkeit auch gefangen. Die kommen da nicht raus, die Spitzentäter oder die Spitzenpolitiker, die die Maßnahmen zu verantworten haben. Da brauchen wir wahrscheinlich dann irgendwann auch einen Wechsel. Das ist natürlich auch ein Hindernis, wenn ein Teil der Spitzen Politiker immer noch an den Machthebeln sitzt. Die werden natürlich einen Teufel tun, wenn sie so von sich überzeugt oder die haben die menschliche Größe nicht, einzusehen, dass das nötig wäre für die Gesellschaft, darüber zu reden, dass sie einfach sagen, na gut, dann stelle mich dem eben. Wir können uns Karl Lauterbach noch nicht vorstellen, dass er im Fernsehen öffentlich sagt, da habe ich was falsch gemacht." (Volker Boehme-Neßler)
- Ex-Finanzminister Peer Steinbrück: „Der Sozialstaat darf nicht zum Sozialfall werden“16.10., 10:2516.10.2025, 10:2500:49:36
Cicero – Magazin für politische Kultur Peer Steinbrück wünscht sich Reformen wie sie einst Gerhard Schröder angestoßen hat. Mit Grünen und Linken sei das aber nicht zu machen, sagt der frühere SPD-Kanzlerkandidat im Cicero-Podcast Politik mit Volker Resing. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie über den Reformdruck und die Identitätskrise der SPD "Schluss mit Bullshit" von Volker Resing auf cicero.de Inhalt Podcast: 14:34 "Sie muss ziemlich deutlich machen, dass das, was die Linkspartei und vielleicht BSW und auch die Grünen teilweise machen, die tragen dazu bei, dass der Sozialstaat zum Sozialfall wird. Weil sie keine Antwort haben, weil sie keinen Zugang haben, dass der Sozialstaat, wenn er erhalten werden soll, in vielerlei Punkten geändert werden muss. Er muss weniger komplex sein, er muss vereinfacht werden, er müssen schneller sein, er muss modernisiert werden, er muss digitalisiert werden. Und das beantworten weder die Sozialverbände, noch die Linkspartei und noch Teile der Grünen. Sondern die sagen einfach, wir wollen von allem noch mehr, wir wollen noch immer weiter anbauen, ohne die Frage zu stellen, was heißt es denn, wenn die Sozialversicherungsabgaben von derzeit 42 Prozent für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Arbeitnehmerinnen auf 44, 46 Prozent steigen? Was heißt es dann, wenn der Zuschuss zur Rentenversicherung aus dem Bundeshaushalt von 120 auf 130, 140 Milliarden steigt und damit der Bundeshaushalt immer weiter verkarstet und die notwendigen Zukunftsinvestitionen immer weiter eingeengt werden." (Peer Steinbrück) 19:21 "Ja, aber wissen Sie, daraus spricht auch durch Ihren Beitrag und Ihre Frage immer die Skepsis, wir kriegen das nicht hin. Wenn ich diese Haltung habe, kann ich morgens im Bett bleiben, ziehe die Decke über den Kopf und mache nichts. Warum ist die Haltung nicht diejenige, wir müssen all diejenigen unterstützen, die versuchen, so etwas in Gang zu setzen. Die sollen das ja nicht überfallartig machen, die sollen das nicht in einem, in einer Dimension machen, wo das gar nicht mehr überschaubar ist, sondern sie sollen Schritt für Schritt stetig in den nächsten Jahren, möglichst in den ersten zwei Jahren dieser Legislaturperiode, damit erster Erfolge vorliegen, Schritt für Schritt versuchen, diesen Staat zu modernisieren. Schneller zu machen, digitaler zu machen. Kundenfreundlicher. Sie sollen einführen eine Vertrauenskultur im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern statt einer Misstrauenskultur." (Peer Steinbrück) 30:39 "Also ich sehe da schon eine Veränderung vor dem Hintergrund des enormen Problemdrucks, den wir haben, und zwar aufgrund globaler Veränderungen wie auch interner Versäumnisse. Es kommt darauf an, diese Bemühungen der etablierten Politik, der demokratischen Politik oder des demokratischen Parteienzentrums zu unterstützen. Und es macht keinen Sinn, darüber larmoyant und manchmal auch fast ein bisschen selbstzerstörerisch immer die Frage zu stellen, oh, das wird schon nicht klappen, das ist ganz, ganz furchtbar und das geht sowieso alles den Bach runter. Das ist kein konstruktiver Ansatz, der dieses Land stabilisiert und nach vorne bringt." (Peer Steinbrück) 48:097 "Das heißt also, für mich ist das nicht eine Frage des Optimismus, des Pessimismus. Oder wem traust du was zu und wie beurteilst du den, sondern ich komme zu dem Ergebnis, diese Regierung verdient Unterstützung. Und das erwarte ich übrigens auch von weiten Teilen der Zivilgesellschaft. Also diejenigen, die da immer im zweiten Rang sind und dann mit faulem Obst werfen auf die politische Bühne und sagen, alles wird kritisiert, ich erwarte von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, dass sie bereitwillig guten Vorschlägen zur Reform dieses Staates folgt. Und nicht nur eine Veto-Position einnehmen, nach dem Motto Riecht schlecht, esse ich nicht, will ich nicht, mache ich nicht. Das ist ganz furchtbar, kommt nicht in Frage und ich mauer. Wenn wir das tun, dann haben wir im Augenblick im Beispiel Frankreich etwas, wo man beobachten kann, wohin das führt." (Peer Steinbrück)
- Andreas Jung und Simone Peter: „Klimaziele erreichen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken"14.10., 10:5414.10.2025, 10:5400:46:00
Cicero – Magazin für Politische Kultur „Mission Energiewende – die Weichen richtig stellen“: Um über dieses weitreichende Thema zu diskutieren, haben sich zwei ausgewiesene Experten zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zukunft & Zeitgeist – Berlin Lunch Talks @BMW Foundation Herbert Quandt“ in den Räumlichkeiten der Stiftung in Berlin getroffen: Simone Peter, Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), und Andreas Jung, MdB (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Wir dokumentieren das in Kooperation mit der „BMW Foundation Herbert Quandt" entstandene Gespräch in dieser Sonderausgabe des Cicero Podcasts Politik. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, mit den „Berlin Lunch Talks“ eine Plattform für den Austausch von Expertinnen und Experten zu bieten, um die wichtigsten Fragen, die unsere Gesellschaft zur Zeit bewegen, zu debattieren. Mit den drei Schwerpunktthemen Energiewende und Klimawandel, Urbanisierung und Infrastruktur sowie Bildung und Qualifikation möchte die BMW Foundation Impulse für eine zukunftsfähige Gesellschaft setzen. 3:45 "Die Antwort ist, der Weg in Deutschland ist ja jetzt seit 20, 25 Jahren in dieser Richtung bestritten. Die Energiewende zu gehen. Der Atomausstieg ist gut absolviert und jetzt sind wir, um die Klimaziele zu erreichen, aber auch den Standort zu stärken, gefragt, die Erneuerbaren weiter auszubauen. Wir werden das in ein paar Jahren zeigen, dass wir dann über die langfristig auch mit günstigeren Energiepreisen am Ende dastehen als Amerika mit fossilen Energieträgern." (Simone Peter) 5:57 "Da hat Frau Peter recht, wenn sie sagt, die erneuerbaren Energien müssen weiter ausgebaut werden. Ich würde nur dazu sagen, damit es zum Erfolg wird, müssen jetzt Weichen neu gestellt werden. Und wir brauchen für eine Übergangszeit verlässliche Partner mit Gaskraftwerken, die dann zum Beispiel über Wasserstoff oder CO2-Abscheidungen klimafreundlich umgestellt werden." (Andreas Jung)
- Ehemaliger ZDF-Mann Peter Welchering: „Mobbing und Angst sind im ÖRR an der Tagesordnung“09.10., 12:0009.10.2025, 12:0000:47:05
Cicero – Magazin für politische Kultur Mit einem Brandbrief an ZDF-Intendant Norbert Himmler beendet Peter Welchering seine jahrzehntelange Arbeit für das ZDF. Im Cicero-Podcast erklärt er, warum er das System für unreformierbar hält. Möchten Sie einzelne Artikel auf cicero.de lesen, aber kein Abo abschließen? Dann probieren Sie unser neues Angebot aus, schalten einzelne Artikel frei und zahlen Sie nur, solange Sie lesen. Ganz unkompliziert mit wenigen Klicks und ohne aufwendige Registrierung. Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie das Interview mit ÖRR-Journalist Andreas Halbach "Das ZDF hat mich beruflich kaltgestellt " auf cicero.de Inhalt Podcast: 10:38 "Und ja, ich habe auch mitbekommen, dass natürlich Vorgesetzte auch Kollegen mal direkt angesprochen haben. Ich selbst wurde auch mal direkt angesprochen, wenn beispielsweise in einem Beitrag eine sehr kritische Äußerung fiel, die dann nach Veröffentlichung etwa den Unwillen eines bestimmten Politikers oder eines bestimmten Unternehmens, das aber sehr viel Macht ausüben kann, hatte. Damit muss man als Journalist zurechtkommen, das ist ja auch nicht neu im Öffentlich-Rechtlichen, das gab es immer. Nur, es gab auch immer, ich sag mal, sagen wir mal so, früher waren Redaktionen auch wie solche Redaktion beim ZDF konstitutionelle Monarchien. Das heißt, da gibt es einen Redaktionsleiter, der hat viel Macht, aber der Redaktionsleiter hat in der Regel auch immer so 1, 2, 3 altgediente Journalisten, häufig Fachjournalisten, die machen ihr eigenes Ding, die bieten ihm Paroli, die setzen auch ihre eigenen Themen teilweise durch. Das hat sich geändert. Inzwischen sind viele Redaktionen von dieser konstitutionellen Monarchie zur Oligarchie geworden." (Peter Welchering) 22:28 "Im ZDF gibt es zwar eine Redakteursvertretung. Die ist nie durch große Kritik an den Führungsfiguren aufgefallen, aber es gibt eben keine Möglichkeit sozusagen am Intendanten vorbei Beschwerde zu führen, wenn tatsächlich auch programmliche Missstände da sind. Und das müsste geändert werden. Also der Intendant hat da einfach das letzte Machtwort und dieses letzte Machtwort ist ja wirklich letztinstanzlich. Da kann man dann sagen love it or leave it und das war's. Insofern ist der Vergleich mit der katholischen Kirche ganz nett, aber er trifft auch noch in einer anderen Hinsicht, da weiß ich gar nicht mal, ob der Kollege Halbach das gemeint hat. Das ZDF betreibt denselben Gesinnungsjournalismus, den auch die katholische Kirche mit ihrer katholischen Gesinnungspublizistik betreibt." (Peter Welchering) Sehen Sie auch den Podcast mit Julia Ruhs 24:34 "Das, was da an Mobbing gegen Julia Ruhs betrieben wurde, auch mit dem Brief der Mitarbeiter. Oder was an Mobbings von dem Thomas Berbner, der Redaktionsleiter, dann berichtet hat im Rundfunkrat betrieben, wurde dass seine Mitarbeiter sagten, du ich komme nicht ins Funkhaus, ich will von zu Hause aus arbeiten. Dass Mitarbeiter sich weinend an ihn gewandt haben und gesagt haben, ich kann das nicht mehr. Ich mache hier einen guten Job als Journalist und dann werde ich hier als Rechtsradikaler beschimpft oder so. Das kann ich alles nachvollziehen, kann ich aus Erfahrung auch alles belegen, ist nicht neu." (Peter Welchering) 31:24 "Ich habe jahrelang geglaubt, wirklich gute Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks können nur von innen kommen, können nur von Profis wie uns kommen, die genau diese Insiderkenntnisse haben und die deshalb sagen, das sind die Strukturen, die wir ändern müssen und nachdem wir diese Strukturen geändert haben, werden sich natürlich auch die Menschen, die in diesen Strukturen arbeiten und leben, eben ändern. Heute muss ich feststellen, das war eine falsche Einstellung. Ob ich mir da wirklich jahrelang was vorgemacht habe, ob ich nicht alle Informationen hatte, muss man mal gucken, wird die Zeit zeigen. Inzwischen bin ich der Meinung, nein, das ZDF ist nicht mehr reformierbar. Deshalb wäre mein Ratschlag an die Medienpolitiker, und Rundfunk ist ja Ländersache, macht den Laden dicht." (Peter Welchering)